Bücher mit dem Tag "fantasievoll"
189 Bücher
- George R. R. Martin
Game of Thrones
(5.519)Aktuelle Rezension von: elyra_morvenDie Herren von Winterfell ist mehr als nur der Auftakt zu einer Fantasy-Reihe – es ist der Startschuss für ein vielschichtiges, politisch kluges und emotional brutales Epos. George R. R. Martin versteht es meisterhaft, komplexe Figuren, düstere Machtspiele und tragische Wendungen miteinander zu verweben.
Jede Perspektive – ob Stark, Lannister oder Targaryen – bringt neue Facetten, und nichts ist so, wie es scheint. Der Schreibstil ist klar, atmosphärisch und dabei immer fokussiert auf das Wesentliche: Macht, Ehre, Loyalität und Überleben.
Was das Buch so besonders macht, ist die Konsequenz: Niemand ist sicher. Entscheidungen haben Gewicht, Verluste schmerzen, und Moral ist eine Frage der Perspektive.
Ein grandioser Auftakt, der Lust auf mehr macht – und gleichzeitig spüren lässt, dass in dieser Welt alles seinen Preis hat.
- Cornelia Funke
Tintenwelt 1. Tintenherz
(10.909)Aktuelle Rezension von: AnimantCrumbInhalt
Die zwölfjährige Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder mit einer außergewöhnlichen Gabe: Wenn er laut aus Büchern vorliest, können Figuren und Gegenstände daraus in die reale Welt treten.
Doch diese Fähigkeit hat ihren Preis. Jahre zuvor verschwanden Meggies Mutter und einige düstere Gestalten aus einem Buch namens Tintenherz – darunter der gefährliche Capricorn. Als dieser plötzlich wieder auftaucht, geraten Meggie und Mo in ein gefährliches Abenteuer zwischen Buchseiten und Wirklichkeit.
Gemeinsam mit Verbündeten müssen sie nicht nur gegen einen skrupellosen Gegner kämpfen, sondern auch lernen, welche Verantwortung mit der Macht der Geschichten einhergeht.
Meinung
Die große Stärke des Romans liegt eindeutig in seinen Figuren.
Meggie ist eine neugierige, mutige Protagonistin, deren Liebe zu Büchern authentisch und nachvollziehbar wirkt. Ihre Entwicklung geschieht ruhig und glaubwürdig – sie wächst mit den Herausforderungen, ohne ihre kindliche Perspektive ganz zu verlieren. Mo, auch „Zauberzunge“ genannt, ist eine besonders gelungene Figur: warmherzig, nachdenklich und zugleich von Schuldgefühlen geprägt. Seine innere Zerrissenheit verleiht der Geschichte emotionale Tiefe. Auch Nebenfiguren wie Staubfinger oder Elinor sind differenziert dargestellt. Sie besitzen eigene Motive, Stärken und Schwächen, wodurch die Welt von Tintenherz lebendig und greifbar wird.
Die Handlung entwickelt sich eher behutsam als rasant. Spannung entsteht weniger durch ständige Action, sondern durch die bedrohliche Präsenz des Antagonisten und das faszinierende Spiel mit der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Es gibt überraschende Wendungen, doch sie fügen sich organisch in die Geschichte ein. Besonders reizvoll ist die Grundidee selbst: die Macht des Vorlesens und die Frage, was geschieht, wenn Geschichten lebendig werden. Diese literarische Meta-Ebene macht den Roman zu etwas Besonderem.
Die verschiedenen Ausgaben von Tintenherz zeichnen sich durch detailreiche, oft verspielte Illustrationen aus. Typisch sind dunkle Farbtöne, ornamentale Elemente und Motive, die an alte Bücher erinnern. Das Cover transportiert die geheimnisvolle, leicht nostalgische Atmosphäre des Romans sehr passend und unterstreicht den märchenhaften Charakter der Geschichte. Es wirkt klassisch und zugleich einladend – ganz wie der Inhalt selbst.
Fazit
Tintenherz ist kein atemloser Pageturner, sondern ein ruhiger, atmosphärischer Fantasyroman, der vor allem durch seine Figuren und seine Idee überzeugt.
Als moderner Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur hat das Werk seinen festen Platz verdient. Es ist eine Liebeserklärung an Bücher und Geschichten – und gerade deshalb bis heute lesenswert. - Joanne K. Rowling
Harry Potter and the Philosopher's Stone - Hufflepuff Edition
(1.661)Aktuelle Rezension von: insaa_readsDie ersten Harry Potter Bücher hatte ich schon auf Deutsch gelesen und habe das Buch jetzt auf Englisch gelesen und es wieder geliebt.
Man taucht ein in diese magische und spannende Welt, in der Harry direkt der Held ist, obwohl er lange nichts davon weiß, dass er ein Zauberer ist. Es gibt viele spannende Szenen wie die Quidditch Spiele aber auch ein paar ruhigere. Meiner Meinung nach kann man sich Hogwarts sehr gut vorstellen, die Schule und die Stimmung des Buches generell passen perfekt zu regnerischen Herbstabenden.
Diese Geschichte nimmt einen mit zu aufregenden Abenteuern und ich denke, dass jeder sich mit einem Charakter verbunden fühlt, weil es so viele unterschiedliche gibt. Ich konnte mich direkt mit Hermine identifizieren aber z.B. Harry und Ron mag ich auch sehr.
Insgesamt ist Harry Potter mein Lieblings-Fantasy Buch!🧙
(Ich hatte diese Rezension schonmal vor 15 Tagen veröffentlicht, habe jetzt aber die eigentliche Version des Buches, die ich habe, gefunden. :))
- Cornelia Funke
Tintenwelt 2. Tintenblut
(3.536)Aktuelle Rezension von: AnimantCrumbMit Tintenblut, dem zweiten Band der Tintenwelt-Reihe, vertieft Cornelia Funke die Geschichte rund um Meggie, Mo und die Welt der lebendig gewordenen Worte. Der Roman ist spürbar düsterer und komplexer als Tintenherz und richtet sich an Leserinnen und Leser, die bereit sind, tiefer in diese besondere Fantasywelt einzutauchen.
Inhalt
Nach den Ereignissen des ersten Bandes scheint die Gefahr noch lange nicht gebannt. Die Grenze zwischen der realen Welt und der Tintenwelt wird endgültig überschritten: Meggie, Mo und einige Gefährten finden sich mitten in der Welt wieder, die einst nur zwischen Buchdeckeln existierte.
Doch die Tintenwelt ist alles andere als märchenhaft idyllisch. Unterdrückung, Gewalt und Machtgier bestimmen das Leben vieler Menschen. Alte Feinde gewinnen erneut an Einfluss, während sich neue Allianzen bilden.
Meggie muss lernen, mit ihren eigenen Fähigkeiten umzugehen, während Mo sich immer stärker in eine Rolle verstrickt, die er nie einnehmen wollte. Entscheidungen werden schwerer, Opfer größer – und die Geschichte nimmt eine dramatische Wendung.
Charaktere – gewachsen und facettenreich
Ein besonderes Merkmal von Tintenblut ist die Weiterentwicklung der Figuren.
Meggie ist nicht länger nur Beobachterin, sondern wird zunehmend selbst zur Gestalterin der Handlung. Ihre Entwicklung wirkt nachvollziehbar und konsequent – sie lernt, Verantwortung zu übernehmen, und entdeckt dabei neue Seiten an sich.
Mo steht stärker im Zentrum als zuvor. Sein innerer Konflikt, seine Schuldgefühle und sein Wunsch, das Richtige zu tun, verleihen der Geschichte emotionale Tiefe.
Auch Nebenfiguren wie Staubfinger gewinnen an Komplexität. Besonders ihre persönlichen Motive und Loyalitäten werden differenziert dargestellt, was die moralischen Grauzonen der Geschichte unterstreicht.
Atmosphäre & Spannung
Im Vergleich zu Tintenherz ist Tintenblut deutlich ernster und stellenweise düsterer. Die Handlung entfaltet sich ruhig, aber mit stetig wachsender Spannung.
Statt schneller Action setzt der Roman auf eine dichte, fast schon epische Erzählweise. Intrigen, Machtspiele und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte nie vorhersehbar wird. Gerade die emotionalen Konflikte und unerwarteten Entwicklungen hinterlassen nachhaltigen Eindruck.
Cover – geheimnisvoll und passend zur Stimmung
Die Covergestaltung von Tintenblut bleibt dem Stil der Reihe treu: dunkle Farbtöne, filigrane Ornamente und symbolische Motive. Die visuelle Gestaltung spiegelt die düstere Atmosphäre des Romans wider und vermittelt bereits vor dem Lesen das Gefühl, in eine geheimnisvolle, gefährliche Welt einzutauchen. Es wirkt klassisch und hochwertig – ganz im Sinne der Geschichte, die es umrahmt.
Fazit
Tintenblut ist eine gelungene, tiefere Fortsetzung von Tintenherz. Der Roman ist komplexer, ernster und emotional vielschichtiger.
Wer bereit ist, sich auf eine langsam erzählte, atmosphärische Fantasygeschichte mit ausgearbeiteten Figuren und moralischen Grauzonen einzulassen, wird hier fündig. Als Mittelband der Tintenwelt-Reihe überzeugt er durch Tiefe und Charakterentwicklung – und macht neugierig auf den abschließenden Band.
- Cassandra Clare
Lady Midnight - Die Dunklen Mächte
(870)Aktuelle Rezension von: Jennifer-Gneiting▪
Zitat:
When you love someone, they become a part of who you are. They’re in everything you do. They’re in the air you breathe and the water you drink and the blood in your veins. Their touch stays on your skin and their voice stays in your ears and their thoughts stay in your mind. You know their dreams because their nightmares pierce your heart and their good dreams are your dreams too. And you don’t think they’re perfect, but you know their flaws, the deep-down truth of them, and the shadows of all their secrets, and they don’t frighten you away; in fact you love them more for it, because you don’t want perfect. You want them.
▪
Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Besonders die Kampfszenen sind klar und gut nachvollziehbar beschrieben, sodass man sich die Handlungen bildhaft vorstellen kann. Er ist weniger poetisch, was mir persönlich sehr gut gefallen hat – die Sprache unterstützt eher den spannenden, actionreichen Vibe des Buches. Insgesamt würde ich den Stil als solide, gut lesbar und passend zum Buch beschreiben, auch wenn er nicht außergewöhnlich poetisch ist.
4/5 ⭐
▪
Charaktere:
Die Charaktere sind facettenreich und gut ausgearbeitet. Ich habe vor allem die Familiendynamik geliebt: Es gibt viele unterschiedliche Figuren, die alle auf ihre Weise besonders sind. Einige Entscheidungen der Figuren waren für mich schwer nachvollziehbar, da ich persönlich eher auf weise, überlegte Charaktere mit Weitsicht stehe. In Lady Midnight ist das allerdings verständlich, da es stark um Geschwisterbeziehungen geht, die von Konflikten, Loyalität und jugendlicher Impulsivität geprägt sind.
Jules ist für mich besonders herausgestochen: Er wirkt am erwachsensten, da er von klein auf Verantwortung für seine Geschwister übernehmen musste. Diese Mischung aus Reife und Verletzlichkeit hat ihn sehr sympathisch gemacht und ihm Tiefe verliehen.
4/5 ⭐
▪
Geschichte:
Für mich war Lady Midnight das erste Buch von Cassandra Clare, sodass ich weder die ursprüngliche Schattenjäger-Reihe noch das gesamte Weltensystem kannte. Trotzdem war der Einstieg sehr angenehm, da die wichtigsten Elemente zu Beginn gut erklärt wurden. Einige Anspielungen und Querverweise auf die vorherigen Bücher konnte ich erst durch Google oder Rückfragen einordnen.
Die Geschichte selbst war fast durchweg spannend und abwechslungsreich. Besonders gefallen hat mir, dass die Handlung immer wieder zwischen unterschiedlichen Themen und Perspektiven gewechselt hat: Einerseits Krimielemente mit Mordfällen, die die Protagonisten aufklären, andererseits persönliche und familiäre Konflikte. Diese Mischung hat die Geschichte lebendig und vielseitig gemacht.
Allerdings war der Epilog für mich etwas schwierig zu verfolgen. Einige Entwicklungen und Figurenbeziehungen waren für mich nicht ganz klar, vermutlich weil sie auf Ereignisse aus den früheren Büchern Bezug nehmen. Auch die Hintergründe des Krieges, den die Hauptcharaktere als Kinder erlebt haben, waren nicht immer eindeutig nachvollziehbar. Trotz kleiner Verständnisschwierigkeiten bleibt die Geschichte spannend, emotional und gut strukturiert.
4/5 ⭐
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Fazit:
Lady Midnight ist ein unterhaltsamer Auftakt, der neugierig auf die Schattenjäger-Welt macht. Das Ende hat mir persönlich nicht ganz so gut gefallen, weil es etwas verwirrend und stark an die vorherige Reihe angelehnt war, doch insgesamt überzeugt die Geschichte durch interessante Charaktere, Spannung und eine starke Familiendynamik. Das Buch macht definitiv Lust darauf, auch die ursprüngliche Reihe zu lesen.
4/5 ⭐
▪
- Christian Handel
Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln
(158)Aktuelle Rezension von: Buch_Eule
Vom Drachenmond Verlag sind inzwischen einige wunderschöne Märchen-Anthologien erschienen. Wie auch dieses Buch. Ich habe es mir für mein Kindle gekauft, da die Kurzgeschichten sich gut dafür eignen sie in der Pause zu lesen. Die Illustrationen in den Prints lohnen sich allerdings ebenfalls sehr, was ich bei anderen Anthologien des Verlages feststellen musste.
Da jede Geschichte von einem anderen Autor stammt, unterscheiden sie sich in Stimmung wie auch im Schreibstil. Einige sorgen für Gänsehaut, andere stimmen einen Traurig und wieder andere lassen einem das Herz vor Rührung zergehen. Es gab Geschichten die mir nicht ganz so gut gefallen haben wie andere, doch alle ließen sich flüssig lesen. Bei keiner konnte ich sagen, dass sie mir gar nicht gefallen hat. Sie alle waren wunderschön geschrieben, auch wenn einige mich mehr bewegten und rührten als andere.
Obgleich es sich bei dem Buch um eine Märchensammlung handelt ist es keines für kleine Kinder, sondern eher für Jugendliche und Erwachsene. Überwiegend spielen die Märchen in den gewohnten fantastischen Welten, eines von ihnen spielt in der Moderne, doch obwohl es von der Umgebung her nicht zu den anderen passt, entpuppt es sich nicht als Störfaktor, sondern als Juwel, welches die Geschichte abrundet.
Da die Geschichten so unterschiedlich sind, wird sich für jeden der Märchen gegenüber offen ist etwas passendes finden lassen. Perfekt ist es natürlich für die unter uns die in einem Buch keinen bestimmten Ton erwarten und Beispielsweise gerne von einer Romanze in einen Thriller stolpern. 😉
Ich kann dieses Buch daher nur empfehlen - Walter Moers
Die Insel der Tausend Leuchttürme
(125)Aktuelle Rezension von: Horst90Es handelt sich um eine Sammlung von Briefen, die Mythenmetz während seines Kuraufenthalts auf der Insel Eydernorn verfasst hat.
Das Format des Buches mit seinen Briefen ist recht repetitiv, aber eingängig. Ich habe es als Hörbuch gehört, wobei der fast immer gleiche Sprecher leider recht eintönig ist.
Die Ereignisse plätschern am Anfang eher so vor sich hin, sind aber recht ausführlich und fantasievoll. Es kommt jedoch keine richtige, sich aufbauende Geschichte zusammen, sondern es sind kleine Erzählungen, wie in einem Reisebericht eben.
Dann passieren ab und zu merkwürdige Dinge, und es gibt Inhalte wie die Leuchttürme, bei denen man immer mehr hören möchte, oder witzige Geschichten wie das Kraakenfiken. Besuche im SAFÜAT oder der Tagesausflug zu den sprechenden Grabmalen hingegen sind langweilig.
Doch plötzlich wird im letzten Drittel aus dem gemächlichen Urlaubsbericht eine abgedrehte, sich immer wieder übertreffende „Mission: Impossible“-Erzählung vom Retten der Menschheit. Hier wird es zwar zum Teil ungemein spannend und noch fantasievoller, aber auch unglaubwürdig. Zum Ende hin wird es durch die ständigen „man kann es nicht in Worte fassen, so absonderlich war es”-Beschreibungen repetitiv. Außerdem wusste man ja, dass alles gut ausgeht, da sowohl Verfasser als auch Briefe überlebt haben.
Für mich ist dies das schwächste Walter-Moers-Buch, das ich bisher gelesen habe, hinter „Bücherdrache” und „Schreckenmeister”.
- Ransom Riggs
Die Bibliothek der besonderen Kinder
(381)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraEndlich habe ich ein wenig frei und nutze die Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, Videospiele, Kochen und Backen sowie natürlich zum Lesen. Umso mehr Beiträge werdet ihr in nächster Zeit von mir sehen. Zuletzt habe ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“, den dritten Band der „Besonderen Kinder-Reihe“ von Ransom Riggs, gelesen. Wer aber denkt, dass es sich dabei um Kinderliteratur handelt, irrt sich. Mit der düsteren Urban Fantasy-Atmosphäre ist diese Saga vielmehr etwas für Leser ab dem fortgeschrittenen Teenageralter. Die Reihe ist mit sechs Bänden abgeschlossen, auf Deutsch gibt es bislang aber nur fünf. Wann der sechste Band mit dem Originaltitel „The desolation of devil’s acre“ auch hierzulande erhältlich sein wird, ist offiziell noch nicht bekannt. „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erschien 2016 auf Deutsch.
Im London der Gegenwart sind der 16-jährige Jacob Portman und seine Freundin Emma Bloom nur knapp entkommen. Miss Peregrine, die anderen besonderen Kinder und die verbleibenden Ymbrynes sind dagegen in die Hände der Wights gefallen. Gemeinsam mit dem besonderen Hund Addison versuchen Emma und Jacob ihre Freunde zu befreien. Ihr Weg führt sie nach „Devil’s Acre“, übersetzt Teufelsacker, eine Zeitschleife, in der es von zwielichten Gestalten nur so wimmelt. Zu allem Überfluss werden sie von einem Hollowgast verfolgt und Jacob spürt, dass er die vermeintlich unsichtbaren Wesen nicht nur sehen kann, sondern auch manipulieren.
Noch vor dem ersten Kapitel findet sich ein Zitat von Edward Morgan Forster, einem britischen Autor des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine Gesellschaftsromane wie „Zimmer mit Aussicht“ berühmt war. In dem Zitat geht es im übertragenden Sinne darum, dass jemand der ewigen Verdammnis entgegenblickt. „Das Monster stand nicht mal eine Zungenlänge entfernt, den Blick auf unsere Kehlen gerichtet, das verschrumpelte Gehirn voller Mordgelüste.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem abrupten Ende des Vorgängers ein, weshalb es für den Leser am sinnvollsten ist, die Reihe in einem Rutsch zu lesen. Mit annähernd 550 Seiten und elf Kapiteln, ist „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ nicht nur das bislang längste Buch der Saga, sondern die Kapitel selbst nehmen ebenfalls an Länge zu. Erzähler bleibt wie gewohnt Jacob aus der Ich-Perspektive im Präteritum.
Dass Emma und Jacob von den anderen besonderen Kindern getrennt sind und diese hier keine nennenswerte Rollen mehr spielen, finde ich schade, da sie interessante Figuren sind, die ich gerne noch näher kennengelernt hätte. Stattdessen werden die beiden nun von Addison MacHenry, einem besonderen Hund, begleitet. Denn nicht nur Menschen, sondern allgemein Tiere können außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. So ist Addison ein Boxer, der sowohl sprechen kann, als auch Besondere erschnüffeln, was bei der Suche nach den entführten Kindern natürlich besonders nützlich ist. Außerdem wird ihm eine hohe Intelligenz nachgesagt, die aus Perspektive eines Menschen aber noch ausbaufähig ist. So weiß er beispielsweise teilweise nicht, wann er besser die Schnauze halten sollte und bringt das Trio damit gerne mal in unangenehme Situationen. Zwar hat dieser schwatzende Hund durchaus seinen Charme, sein Stolz macht ihn aber gelegentlich unsympathisch.
In diesem Band wird Jacobs Charakterentwicklung besonders präsent. Er vergleicht sich selbst, indem er seine frühere Persönlichkeit als „Old Jacob“ und seine jetzige als „New Jacob“ bezeichnet, wobei bei seinen Gedankengängen häufig noch der „Old Jacob“ hervorblitzt. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass der „New Jacob“ weniger ängstlich und pessimistisch ist, sondern mutig und bereit, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Doch Jacob muss sich auch fragen, ob er wirklich ein neuer Mensch ist, oder ob der „New Jacob“ nur eine Wunschvorstellung ist, der er niemals gänzlich gerecht werden kann. Er macht also hier eine typische Teenager-Identitätskrise durch.
Natürlich dürfen auch die Fotografien in diesem Band nicht fehlen, wobei ich sagen muss, dass Riggs mit seiner Sammlung das Pulver größtenteils schon verschossen zu haben scheint. Unheimliche, bearbeitete Schwarzweiß-Fotos, die einen zweimal hinschauen lassen, gibt es hier verhältnismäßig nur noch wenige. Stattdessen reihen sich immer mehr Aufnahmen von Landschaften oder Personen ein, die vielleicht ein bisschen schräg, aber nicht aufsehenerregend sind.
Sprachlich ist der dritte Band mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, kommt aber nicht mehr an „Die Insel der besonderen Kinder“ heran. Der Stil ist zunehmend uninspiriert, repetitiv, wenn nicht sogar stellenweise schwach. Auch das Tempo findet Riggs hier nicht mehr so gut wie zuvor. Im bisher umfangreichsten Buch der Reihe passiert vergleichsweise wenig. Es gibt weniger Ortswechsel und der Plot ließe sich schnell zusammenfassen, sodass stellenweise Längen entstehen. In spannenden Szenen gibt es dagegen starke Zeitraffungen, die kaum Raum für die Beschreibungen des Handlungsortes lassen. Inhaltlich gibt es jedoch starke Ansätze, wie beispielsweise das gelungene Vertiefen von Hintergrundinformationen, die das Worldbuilding erweitern oder die Thematisierung von Drogensucht und deren Konsequenzen.
Das Finale hat es dann aber in sich. Es ist spannend, düster und actiongeladen. Allerdings sind nicht wirklich viele Verluste zu beklagen. Doch gerade als man denkt, dass das Spektakel vorbei ist, kommt es noch einmal richtig dicke. In meiner letzten Rezension hatte ich bereits erwähnt, dass ich die Reihe ursprünglich für eine Trilogie hielt, und tatsächlich steht auf dem Buchrücken: „Das mitreißende Finale der ‚Besondere Kinder’-Trilogie“. Die Fortsetzung mit drei weiteren Bänden wurde erst später geplant, und so fühlt sich das Ende hier auch wie ein richtiges Ende an, selbst wenn noch manche Fragen offen bleiben. Ist Fiona, die bereits im zweiten Band von einer Klippe gestürzt ist, wirklich tot? Wie werden Jacobs Eltern auf den Umgang mit den anderen Besonderen reagieren? Und werden Emma und Jacob wieder zueinander finden oder Freunde bleiben? Ich hoffe auf diese Fragen im vierten Band Antworten zu finden.
„Die Bibliothek der besonderen Kinder“ ist ein lesenswertes Jugendbuch, das in mir aber nicht mehr die Euphorie des ersten Bandes auslösen konnte. Es ist schade, dass die Reihe „Die besonderen Kinder“ heißt, es in diesem Buch aber hauptsächlich um Emma und Jacob geht. Auch der Schreibstil bleibt oft uninspiriert und es gibt gelegentlich Längen. Insgesamt hat das Werk aber viele tolle Momente und Szenen zu bieten, wie zum Beispiel das Finale. Deswegen möchte ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ drei von fünf Federn geben. Als nächstes werde ich die Fortsetzung „Der Atlas der besonderen Kinder“ lesen.
- Valentina Fast
Royal 1: Ein Leben aus Glas
(722)Aktuelle Rezension von: Maya_LuerigIch habe diese Reihe jetzt schon 5 Mal gelesen!
Ein ganz klares Muss für alle die bildschöne Prinzessinen, Skandale in Königshäuser, geheimnisvolle Prinzen und das Spiel um die Liebe oder die Krone mögen!
Ich liebe liebe liebe einfach die Hauptfiguren und alles was zwischen ihnen passiert. Sogar die Sidecharaktere haben es mir angetan.Der Weltenaufbau ist wirklich großartig und wer denkt hier geht es nur um eine kitschige lovestory, Fehlanzeige! Denn hinter den Kulissen ist noch etwas viel größeres im Gange, also worauf wartet ihr. Holt euch diese Reihe, denn wer sie nicht liest verpasst aufjedenfall etwas!
- Erika Johansen
Die Königin der Schatten
(369)Aktuelle Rezension von: Sonjja_wIch habe das Buch schon einmal vor zehn Jahren gelesen. Ich weiß nicht warum es so lange im Regal stand und ich nie den zweiten Band gelesen habe, aber das werde ich nun definitiv nachholen!
Es gibt mehrere POV's, aber wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus Sicht der Protagonistin Kelasea. Man kann so gut mit ihr mitfühlen, ihre Gedanken und Gefühle sind nahbar geschildert und ihre Handlungen immer nachvollziehbar. Sie wächst im Laufe der Handlung immer mehr über sich hinaus. Auch die anderen Figuren sind spannend und gut aufgebaut.
Es spielt in einer Welt, die zeitlich nach unserer realen Welt aufgebaut worden ist. Es wird oft die große Überfahrt erwähnt und dass es früher Technik etc gab, aber im Detail erklärt wird das nicht. Die Zustände sind nun eher wie im Mittelalter und es gibt auch ein bisschen Magie.
Spicy ist die Geschichte nicht und auch wenig romantisch.
Toll finde ich auch, dass Kelasea ihr Umfeld mit ihrer Charakterstärke überzeugt, nicht mit Schönheit oder besonderen Fähigkeiten.
Kann das Buch allen empfehlen, die spannende Geschichte mit etwas Magie und einer starken Protagonistin lieben.
Ich freue mich auf die. Eiden Fortsetzungen.
- Tanya Stewner
Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers
(344)Aktuelle Rezension von: Lia_BischoffIch liebe dieses Buch! Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen, und die Charaktere sind so interessant, einzigartig und geheimnisvoll, dass ich am liebsten ohne Pause weiterlesen möchte. Besonders gefällt mir, wie viele Fragen offenbleiben und wie sehr die Figuren neugierig machen. Man spürt auf jeder Seite, dass da noch so viel mehr verborgen liegt, das entdeckt werden will. Lennox geht mir mit seiner übermäßig beschützenden Art zwar stellenweise echt auf die Nerven , trotzdem hoffe ich sehr, dass er und Alea zusammenkommen. Gleichzeitig habe ich diese leise Sorge im Hinterkopf, dass sie am Ende vielleicht irgendwie verwandt sein könnten … bitte nicht.
- Joanne K. Rowling
Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein
(120)Aktuelle Rezension von: Malka„Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein“ ist ein wunderbares Märchen über Verlust, Mut und die ungeahnte Kraft der Liebe zu Dingen, die uns wichtig sind. Joanne K. Rowling gelingt es erneut, eine Welt zu erschaffen, die gleichermaßen phantasievoll wie tiefgründig ist – ein Ort, an dem verlorene Gegenstände ein eigenes Leben führen und Gefühle plötzlich Gestalt annehmen. Die Reise des Jungen Jack in das geheimnisvolle „Land der Verlorenen“ ist spannend, warmherzig und überraschend emotional.
Besonders schön ist die Art, wie Rowling kindliche Perspektiven ernst nimmt: Die Trauer um Jacks verlorenes Lieblingsschwein Dur Pig wird nie belächelt, sondern als echter Schmerz dargestellt. Dadurch wird die Geschichte für Kinder nachvollziehbar und für Erwachsene bewegend. Jim Fields liebevolle Illustrationen verstärken die Magie der Erzählung und verleihen den Figuren eine besondere Tiefe.
Der Schreibstil ist flüssig, bildreich und atmosphärisch, ohne überladen zu wirken. Für jüngere Leser bietet das Buch klare Sprache und gut nachvollziehbare Kapitel, während ältere Leser die symbolischen Ebenen – Konsumkritik, Verlustangst, familiäre Veränderungen – zu schätzen wissen.
Kritik:
Wenn man überhaupt etwas kritisieren möchte, dann dass einige Passagen im Mittelteil etwas ausführlicher geraten sind, insbesondere die Begegnungen mit manchen Nebenfiguren im Land der Verlorenen. Sie sind zwar charmant, könnten für sehr junge Leser aber stellenweise etwas lang wirken. Dennoch zahlt sich jede Episode am Ende aus und fügt sich stimmig in die Gesamtgeschichte ein.
Fazit:
Ein modernes, herzerwärmendes Weihnachtsmärchen, das zeigt, dass Liebe und Erinnerung selbst die dunkelsten Orte erhellen können. Ein Buch, das man am besten gemeinsam liest – und das sicher nicht nur einmal.
- Anna Ruhe
Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft
(307)Aktuelle Rezension von: Sofie314Die Duftapotheke startet mit einem häufigen Aufhänger in Kinder-/ und Jugendbüchern. Ein Umzug, wodurch Luzie mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Benno in einer alten Villa landet. Die Villa Evie. Jedoch ist diese nicht einfach nur alt... immerhin muss warmes Wasser erst durch das Anheizen eines Ofens generiert werden. Denn die Villa Evie trägt auch ein Geheimnis mit sich und das wird Luzie nach und nach klar. Die seltsamen Gerüche, die sie im Haus riecht, der merkwürdige Gärtner und Hanne, die Verkäuferin des Hauses, die noch in der ehemaligen Dienstbotenwohnung nebenan wohnt, verhalten sich beide nicht ganz normal.
Als Luzie letztlich hinter das Geheimnis der Gerüche in der Villa Evie kommt, denkt sie nach und nach immer mehr einer Welt und einer Gesellschaft frei, von desen Existenz sie zuvor noch nicht einmal etwas geahnt hatte. Außerdem entdeckt sie, dass sie Trägerin einer besonderen Gabe ist. Auf ihrer Reise zu sich selbst und in die Welt muss Luzie lernen, Verantwortung zu übernehmen, zu erkennen, wen man vertrauen kann und letztlich auch wie weit man oder auch andere für Macht bereit sind zu gehen.
Mir hat besonders der Mix aus verantwortungsbewusster großer Schwester - kleiner Bruder - Dynamik, die Entstehung tiefer Freundschaften und das breite Spektrum an dargestellten Gefühlen gefallen.
Am besten gefallen hat mir dabei Band 4 der Reihe und Band 3 fand ich am spannendsten.
- Kai Meyer
Merle. Die Fließende Königin
(747)Aktuelle Rezension von: EngelsteamDieses Buch fesselte mich gleich von Anfang an.Ich kam gleich von Anfang her gut mit und fand es nicht zu langatmig. Locker drauf los und sehr in fremde Welten abgetaucht.
Es geht um Merle. Sie ist eine Jugendliche aus dem Waisenhaus. Sie macht eine Ausbildung beim Spiegelmacher Acrimboldo. Hier passieren schon Dinge , die magisch sind.
Weiter im Buch geht es um die fließende Königin. Die zum Teil von Merle wird. Und Merle hat von da dann die Aufgabe. Die fließende Königin, sich und die Stadt zu retten. So ungefähr könnte man es ausdrücken.Mich hat es so mitgerissen, da dort einige Wesen vorkommen, die es in der Wirklichkeit nicht gibt. Also klar Fantasy. es ist eine Geschichte zum abtauchen. Und auch sehr spannend. Ich freue mich jetzt schon Band 2 zu starten und hoffe, dass es Merle, die fließende Königin plus der steigernde Löwe( der mit auf der Flucht ist) es schaffen die Stadt zu retten.
viel Freude euch beim lesen.
- Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht - Band 1: Aurafeuer
(375)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Magie ist Teil dieser Welt – hinter einem Wall und damit vor Menschenaugen verborgen. Lange Jahre hat er für Frieden und Gerechtigkeit gesorgt, doch nun tobt ein Kampf um Macht und Vorherrschaft zwischen Licht- und Schattenkämpfern. Eine alte Vorhersehung scheint sich zu erfüllen, als Jennifer Danvers ihren Kampfgefährten verliert und Alexander Kent als dessen Erbe erwacht. An ihr und ihren Freunden liegt es nun, ihn in sein neues Leben einzuführen und doch ahnt keiner von ihnen, dass das Gleichgewicht der Kräfte zeitgleich ins Chaos zu stürzen droht. Das Böse ist bereit, den Wall zu zerschmettern…
》EIGENE MEINUNG:
Das Cover von „Aurafeuer“ fand ich sofort sehr anziehend. Es verweist auf spannende, erwachsenere Magie und wirkt in seiner Schlichtheit sehr mächtig. Die Hinweis auf dem Cover zu den Preisen, die die Serie gewonnen hat, empfinde ich hingegen als störend.
„Aurafeuer“ stellt den ersten Teil einer längeren Buchserie dar. Diese ist ursprünglich monatlich als e-Book erschienen, wobei es mittlerweile Sammelbände und Gesamtausgaben (auch als Print) zu kaufen gibt. Die „Das Erbe der Macht“-Reihe umfasst 13 Bände und wurde im Anschluss mit einer 2. Staffel um ein Spin-off verlängert.
In der ursprünglichen Variante gleichen die einzelnen Teile eher Abschnitten eines große Ganzen – der Auftaktband umfasst dabei etwa 140 Seiten. Dieses Konzept hat mich schon vor Beginn des Buches gestört und auch im Laufe des Lesens konnte ich mich nicht recht damit anfreunden.
Die Erzählung selbst beginnt rasant, da man mitten in die Geschichte und dabei noch verschiedene Handlungsorte hinein geworfen wird. Erst nach und nach findet man als Leser den roten Faden, Erzählstränge kommen zusammen und das durchaus komplexe Magiesystem in der Urban Fantasy-Welt erschließt sich nach und nach zumindest soweit, dass man sich nicht verloren fühlt. Durch die kurzen Einzelbände würde es bei mir aber wohl noch einige Zeit dauern, bis ich mich wirklich in der Welt zu Hause fühlen würde.
Dazu tragen auch die Charaktere bei. Hier lernen wir sowohl Menschen, als auch Lichtkämpfer und Unsterbliche kennen. Erstere geraten schnell in den Hintergrund. Bei den magisch Begabten führt uns das Buch bald zu einer kleinen Gruppe mit ganz unterschiedlichen Protagonisten. Einige davon finde ich grundsätzlich sympathisch, andere bleiben unnahbar und Alex ist mir (mit seinem sexistischen Gehabe und seinen gewollten Macho-Sprüchen) sogar schlichtweg unsympathisch. Ich denke hier soll sich eine größere Figurenentwicklung anbahnen. Die Sprache gefällt mir nicht wirklich: Girl? Alter? Ein genaueres Kennenlernen ist aufgrund der Kürze des Buches auch nicht möglich.
Die Unsterblichen bilden hingegen einen spannenden Part, der auch vom Magiesystem unterstützt wird. Wir reden hier von Größen der Menschheitsgeschichte wie Johanna von Orleans oder Leonardo da Vinci. Diese Prämisse konnte mich sehr von sich begeistern.
Der Schreibstil hat mich am Anfang nicht wirklich in einen Fluss kommen lassen. Vor allem flapsige Bemerkungen zu Alkohol und Sex hätte es für mich nicht gebraucht. Der Humor ist mir nicht so positiv aufgefallen wie einigen anderen Lesern. Die einzelnen Handlungsorte sind interessant, aber wir springen zu schnell zum nächsten um Tiefe zu erzeugen. Am Ende des Buches findet man noch ein gutes Glossar, sowie eine (zu) große Menge an Werbung für weitere Werke des Autors…
Da ich nach wie vor das Gefühl habe, erst per Prolog in eine Geschichte geschnuppert zu haben, fällt es mir schwer diese zu beurteilen. Ich denke hier ist viel Potential vorhanden, gerade in Sachen Magie, und auch die spannenden und geheimnisvollen Teile (eine Schattenfrau, der alte Wall, mächtige Artefakte,…) haben mir gut gefallen. Ich merke jedoch selbst, dass ich nicht gewillt bin diesen Protagonisten über so viele Teile hinweg – stets in kurzen Häppchen – in die Geschichte zu folgen.
》FAZIT:
Protagonisten und vor allem die gestückelte Art diese Geschichte per kurzen e-Books zu erzählen konnten mich nicht überzeugen. Das Magiesystem, die Unsterblichen, die geheimnisvollen und spannenden Aspekte haben mir an sich gut gefallen.
- Tanya Stewner
Alea Aquarius 8. Die Wellen der Zeit
(75)Aktuelle Rezension von: buecher_leaInhalt:
Alea und Thea sind wieder getrennt. Doch Orion behandelt Thea gut.
Nachdem Siska fliehen konnte, überrascht sie Alea und Lennox mit einem Auto und sie fahren gemeinsam Richtung Venedig, um die anderen dort zu treffen. Auf dem Weg erfahren sie, dass die Talassiopa sie alle zu sich ins Herz des Ozeans eingeladen hat und ab dort überschlagen sich die Ereignisse...
Meinung:
Ihr müsst die Reihe auch unbedingt lesen. Die Geschichte ist mega gut 🤩 Klare Empfehlung 📚 Außerdem behandelt sie an wichtiges Thema über Klimawandel und Umweltschutz. - Lucy Maud Montgomery
Starke junge Frauen. Anne auf Green Gables, Der geheime Garten & Little Women (3in1-Bundle)
(14)Aktuelle Rezension von: LinchenliestgerneIch habe die Serie „Anne with an E“ bei Netflix angeschaut und musste dazu parallel einfach noch das Buch lesen. Vorab: Man kann das Buch mit der Serie definitiv nicht vergleichen. Das möchte ich hier auch gar nicht. Hier geht es rein um das Buch. Das Buch gefiel mir außerordentlich gut, auch wenn ich anfangs noch der Meinung war, dass es sich ziemlich in die Länge zieht. Daran gewöhnt man sich aber schnell, da es einfach zu der Geschichte rund um Anne gehört und man es nicht einfach „verschmälern“ kann. Sonst wäre es schließlich nicht die Geschichte von „Anne auf Green Gables“. Dieses Buch macht es ja geradeaus die gesamte Entwicklung von Anne zu beschreiben. Ich für meinen Teil habe Anne nach der Szene am Bahnhof, wo sie von ihrem Adoptivvater Matthew abgeholt wird, bereits ins Herz geschlossen. Auch Marilla (die Schwester von Matthew und Adoptivmutter von Anne) und Matthew habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Es sind überaus sympathische Leute, die Anne trotz allem ein Zuhause geben und sie Kind sein lassen. Zuvor musste Anne nämlich immer arbeiten … Dies ist auf der Farm Green Gables nicht und Anne kann ihre Kindheit samt Schule und Freunde richtig genießen. Anfangs kommt Anne eher als Pechvogel daher, aber dieses Gefühl verliert sich langsam während der Geschichte. Spannende Abendteuer warten auf den Leser rund um Anne und ihre neue Familie und Freunde. Die Charakterentwicklung von Anne in diesem Buch ist wirklich super groß und mit jedem weiteren Kapitel spürbar. So ist es kein Wunder, dass Anne am Ende des Buches - für mich - schon wie eine junge Erwachsene wirkt, die sehr bewusst lebt und sich den Hürden des Lebens stellt und sie zu meistern weiß. Zu den Nebencharakteren sei noch angemerkt, dass diese mir auch sehr gut gefallen haben: Sie sind alle „bunt“, sodass man sich jeden Einzelnen sehr gut vorstellen kann, es bleibt keiner im Grauen verborgen. Der Schreibstil von Lucy M. Montgomery ist einfach, auch wenn Anne zu Beginn des Buches vielleicht etwas außergewöhnlichere Worte benutzt. Daran gewöhnt man sich aber schnell. Was mich besonders an dem Schreibstil fasziniert hat ist, dass Lucy M. Montgomery Anne und ihren Sprachfluss so hervorragend hervorheben kann, indem sie einfach ein Monolog von Anne seitenfüllend beschreibt. So füllen manche Monologe von Anne nicht nur eine, sondern auch mal direkt drei Seiten hintereinander aus. Für mich ist das Ende etwas offengeblieben, da man noch viel Interpretationsraum hat, wie es jetzt mit Anne auf Green Gables weitergeht. Ich habe bereits im Internet nachgeschaut und „Fortsetzungen“ der Geschichte gesehen und werde diese mit Sicherheit auch weiterlesen. Bis dahin gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen.
- Carsten Sebastian Henn
Die Goldene Schreibmaschine
(198)Aktuelle Rezension von: BookLove_3Verliebt in das Cover anders geht es ja gar nicht, so schön wie es ist. 🤩
Aber leider hat mich das Buch nicht überzeugt. Die Geschichte hat mich überhaupt nicht gefesselt.
Es geht um Emily die in der Bibliothek ihrer Oma eine zweite geheime Bibliothek entdeckt. Dort ist auch die goldenen Schreibmaschine die Emilys Leben auf den Kopf stellt. Die Schreibmaschine ist besonders weil sie Bücher verändern kann und somit auch die ganze Welt. Das große Problem fängt aber erst so richtig an als Emilys Lehrer Dr. Dresskau heraus findet was die Schreibmaschine kann. Bloß er hat gar nichts Gutes damit vor. Jetzt liegt es an Emily kann sie ihn stoppen und somit auch die Welt retten?
Es klingt erstmal alles sehr spannend, das dachte ich zumindest am Anfang. Doch dann war alles nur sehr langweilig und nicht gut geschrieben ich habe mich nur gezwungen das Buch zu beenden.
- Janine Tollot
Die Legende von Oasis
(50)Aktuelle Rezension von: Nadine_Imgrund„Die Legende von Oasis“ von Janine Tollot
Inhaltsangabe / Klappentext
„Brielle ist ein rebellisches Mädchen, das ihr Leben auf einem Segelschiff verbringt und täglich auf der Suche nach Abenteuern ist. Seit Kindertagen träumt sie davon, so wie die Orkusianer, eine Fischflosse zu haben und durch die Meere von Oasis zu schwimmen. Eines Tages macht sie unter Deck eine grausige Entdeckung: ein Gefangener, von dem niemand sonst auf dem Schiff zu wissen scheint. Dieser behauptet, der vergessene Gott Isea und König der Orkusianer zu sein. Brielles Mutter, so behauptet er, die selbst eine Göttin sei, habe ihn gefangen genommen, um sich an ihm zu rächen.
Brielle ist misstrauisch, aber könnte Isea ihre Chance sein, um endlich eine Orkusianerin zu werden – ihre Chance auf Freiheit?
Doch sie hat keine Zeit, ihre Entscheidung zu überdenken, denn sie wird vom Strudel der Ereignisse mitgerissen. Die zornige Göttin Este rüstet zum Krieg, um die sechs Unterwasserreiche von Oasis zu zerstören. Und Brielle findet sich plötzlich inmitten eines schrecklichen Feldzugs wieder – angefacht von ihrer eigenen Mutter.“
Fazit
Das Cover des Buches hat mir sofort gefallen und mich in seinen Bann gezogen. Die Farben sind einfach nur toll und man möchte sofort eintauchen in die Welt von Oasis.
Der Schreibstil von Janine Tollot ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, weil man direkt zu Beginn der Geschichte mit einer Fülle von nautischen und seefahrtrelevanten Begriffen überschüttet wird. Das nimmt aber im Verlauf der Geschichte ab und dann lässt sich das Buch gut lesen. Hier und da gibt es einige Längen, die man vielleicht etwas kürzen könnte.
Die Länge der Kapitel ist teilweise etwas lang geraten, so dass man sich beim Lesen schon konzentrieren muss.
Der Inhalt des Romans hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet und tragen die Geschichte gut. Besonders die Hauptfigur Brielle ist ein starkes Mädchen, das mit ihrer fast unmöglichen Aufgabe wächst und buchstäblich über sich selbst hinauswächst. Die Welt von Oasis ist toll erdacht und farbenfroh und eindrucksvoll beschrieben. Der Zwist der Göttergeschwister wird gnadenlos und bis zum bitteren Ende ausgetragen, so dass es bis zur letzten Seite spannend bleibt.
Ein tolles Buch, nicht nur für Meerjungfrau-Fans ;-)
Vielen Dank, dass ich dieses Buch im Rahmen der Buchverlosung bei LovelyBooks kennenlernen durfte!
- Sabine Weiß
Die Arznei der Könige
(34)Aktuelle Rezension von: sommerleseIm Lübbe Verlag erschien 2018 der historische Roman Die Arznei der Könige von Sabine Weiß.
Lüneburg im 14. Jh.: Jakoba lebt nach dem Tod von Mann und Sohn im Kloster und findet in dieser Abgeschiedenheit ihren Seelenfrieden. Sie erlernt die Heilkunde der Kräuter und hilft in der Krankenpflege. Doch ihr Bruder holt sie aus dem Kloster und verheiratet sie für seine Zwecke erneut, diese Ehe ist geprägt von Gewalt. Später flieht Jakoba gemeinsam mit dem Theriak-Krämer Arnold durch deutsche Städte nach Venedig und nach Paris. Sie erwirbt Kenntnisse als Heilerin und wird sogar an den Königshof geholt.
Der Roman startet mit Jakobas Zeit in einem Kloster und man erfährt, warum sie dort lebt und wie es ihr ergeht. Was dann folgt ist richtig dramatisch und die fesselnden Schilderungen machen von Anfang an neugierig auf den weiteren Lebensweg Jakobas. Die Handlung wird sehr lebendig erzählt wird und die bildhaften Szenen spielten sich vor meinem geistigen Auge ab, sodaß ich den Schmöker innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe.
Jakoba ist eine menschliche und sehr empathische Protagonistin, die das Wohl von Kranken über ihre eigenen Wünsche stellt, aus diesem Grund hat sie sofort alle Sympathiepunkte auf ihrer Seite. Man fühlt mir ihr und möchte die Untaten ihrer Gegenspieler einfach nur von ihr abwehren. Die Figur ihrer Jakoba hat Sabine Weiß nach dem Leben der historischen Figur Jakoba la Félice de Alemania erdacht, sie war in der frühen Medizingeschichte eine berühmte Heilerin.
Gemeinsam mit dem Heiler Arnold und seiner Frau Mona erlebt Jakoba auf ihrer Reise im Knobelwagen die Widrigkeiten ihrer Zeit, mangelnde Hygiene und auch schlechte Erlebnisse, es kommt zu Überfällen durch Widersacher und so wird es spannend und abenteuerlich und die Lektüre entfesselt einen echten Lesesog.
Die Handlung hat einige wenige Längen, ansonsten wird alles sehr stimmig und abwechslungsreich geschildert. Durch die eingebauten Informationen über politische und gesellschaftliche Gegebenheiten erhält man ein passendes Bild dieser Zeit und die Beschreibung der Art und Weise der frühen Heilkunst und die Überheblichkeit der Ärzteschaft sind informative und stimmige Fakten, die die Geschichte passend untermalen.
Zum Theriak, dem Medikament der Könige, und seinen Anwendungsbereichen hätte ich gern noch mehr erfahren.
Dieser lesenswerte Roman ist mit seiner fiktiven Handlung sehr unterhaltsam, die bildhaften Beschreibungen der Schauplätze und die stimmig wirkende Atmosphäre der damaligen Zeit sind gut eingefangen. Der Wunsch einer Frau nach einem selbstbestimmten und eigenständigen Leben Jakobas stand für mich besonders im Fokus. - Torben Kuhlmann
Edison
(46)Aktuelle Rezension von: TintenweltenDer Mäuserich Pete versucht mit der Hilfe seines Mäuseprofessors einen verschollenen Schatz zu bergen, der sich auf dem Meeresgrund befinden soll. Dabei tauchen sie nicht nur tief hinab, sondern machen auch eine erhellende Entdeckung.
Die pelzigen Protagonisten bringen einem auf absolut niedliche Art und Weise Themen der Wissenschaft näher. Wer hätte gedacht, dass sie so über sich hinauswachsen können und solchen Anteil an der Geschichte der Menschheit hatten? Es ist eine gelungene Mischung aus Fantasy, Science-Fiction, Abenteuergeschichte und wundervollem Bilderbuch. Für kleine und große Entdecker geeignet!
🥰
Jede einzelne Seite wurde von ihm wunderschön und atmosphärisch illustriert und stellt damit ein wahres Kunstwerk dar, welches sich perfekt in die Geschichten einfügt. Und die Mäuse 🐭! Cuteness-Faktor pur 💖🥹
- Katja Ammon
Herz aus Gold und Asche
(162)Aktuelle Rezension von: Emma89Ein Roman über verbotene Zuneigung und die damit verbundenen Herausforderungen mag auf den ersten Blick nicht bahnbrechend neu erscheinen, doch nicht jede Geschichte muss das Rad neu erfinden. Was dieses Buch für mich zu einem Highlight macht, ist vor allem der innere Konflikt, mit dem sich Elin konfrontiert sieht, sowie die realitätsnahe Darstellung der Ereignisse. Die Rolle großer Pharmakonzerne, die zum vermeintlichen Wohl der Gesellschaft auch vor Tierversuchen und dem Vertrieb potenziell gefährlicher Medikamente nicht zurückschrecken, bildet einen kritischen Hintergrund der Handlung.
Die Darstellung Basels in der heutigen Zeit wechselt zwischen bedrohlichen und idyllischen Momenten, wobei besonders das Heim von Esra eine beruhigende Zuflucht bietet. Die Charaktere wirken authentisch, und die Beziehung zwischen den Geschwistern Nico und Elin wird natürlich und überzeugend geschildert. Erzählt wird die Geschichte aus Elins Perspektive, was mich tief in die Handlung eintauchen ließ. Ich war von dem Buch so gefesselt, dass ich es in nur zwei Tagen ausgelesen habe.
Die Figuren, insbesondere die Protagonistin Elin, sind hervorragend entwickelt und gewannen sofort meine Sympathie. Elin, aus deren Blickwinkel die Geschichte hauptsächlich erzählt wird, hat bereits viele Tragödien erlebt, einschließlich des Verlusts ihrer Eltern und der Krebserkrankung ihres kleinen Bruders. Sie und ihr Bruder finden bei ihrer Tante ein neues Zuhause, die jedoch Vorbehalte hat, als Elin eine Stelle in dem Unternehmen annehmen möchte, für das ihr Vater bis zu seinem Tod gearbeitet hatte.
Bei ihrer Arbeit trifft Elin auf Esra, der ihr zunächst suspekt erscheint, doch schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Gemeinsam beginnen sie, die dunklen Geheimnisse des Unternehmens und ihrer eigenen Vergangenheit aufzudecken, was sie beide in große Gefahr bringt. Die Spannung steigt kontinuierlich bis zu einem unerwarteten und packenden Finale. - Sarah Beth Durst
Die Macht der verlorenen Träume
(41)Aktuelle Rezension von: A-BasanIm Erdgeschoss ist das Geschäft von Sophies Eltern ein ganz normaler Buchladen. Aber der Keller ist ein höchst magischer Bereich. Dort werden Träume destilliert und in Flaschen abgefüllt, um sie an Eingeweihte zu verkaufen.
Sophie selbst kann nicht träumen, aber wenn sie einen Traum trinkt, dann können die Traumwesen in die reale Welt hinüberwechseln. In der Schule verteilt sie an auserwählte Schüler Traumfänger und tauscht sie gegen frische aus, wenn sie mit Alpträumen gefüllt sind. Doch eines Tages verschwinden diese Schüler und auch ihre Eltern spurlos. Hat der geheimnisvolle Herr Nachtmahr etwas damit zu tun? Sophie geht dem Ganzen mit ihrem neuen Freund Ethan auf den Grund und muss dabei gegen allerlei Alptraumwesen kämpfen.
Die Grundidee hinter dem Buch ist sehr originell und Sarah Beth Durst gestaltet sie sehr phantasievoll aus. Wir treffen auf fliegende Einhörner mit Glitzer und gruselige Monster. Wobei Sophies tentakelbehaftetes Haustier ebenfalls Monster heißt (nicht ganz so originell) und mit seinem witzigen Sprüchen für den nötigen comic relief sorgt. Wir sehen Sophie dabei zu, wie sie über sich selbst hinauswächst und lernen, dass man mithilfe von Freunden fast alles schaffen kann.
Für meinen Geschmack hätte es aber mehr Illustrationen geben können.
- Corinna Wieja
Simsaladschinn – Das Mädchen aus der gelben Tasche
(17)Aktuelle Rezension von: merle88Inhalt:
So hat sich Flaschengeistmädchen Diamandarazade, genannt Amanda, ihren 77-wöchigen „Menschenlehrdienst“ nun wirklich nicht vorgestellt! Statt die Zeit bequem und unentdeckt in einer alten, hässlichen, gelben Tasche abzusitzen, landet sie ausgerechnet in den Diensten von Oberlangweiler Jonas. Um ihren entführten Lehrmeister Muffid zu retten, schlägt Amanda Jonas einen Deal vor: Für jeden erfüllten Wunsch verlangt sie einen Gegenwunsch von ihm! Blöd nur, dass Amanda durch ein Versehen all ihre Magie verliert und Jonas ein richtiger Angsthase ist. Denn die Zeit läuft ihnen langsam davon …Meinung:
Diamandarazade ist ein Flaschengeist und wurde von ihren Eltern dazu verdonnert ihren 77-wöchigen Menschenlehrdienst zu absolvieren. Amanda hat darauf keine Lust und sucht sich eine große, hässliche, gelbe Tasche als ihr Wunschgefäß aus. Damit will sie möglichst wenig in der Menschenwelt auffallen, um die 77 Wochen dort bequem absitzen zu können. Doch dann kommt alles anders, denn Amanda landet beim schüchternen Jonas. Und dann wird auch noch ihr Lehrmeister Muffid entführt. Nun müssen Amanda und Jonas Hand in Hand arbeiten.Auf dieses zauberhafte Abenteuer aus dem Magellan Verlag habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die Idee rund um das junge Flaschengeistmädchen Diamandarazade, kurz Amanda, klang sehr vielversprechend.
Zu Beginn wird der Leser in die Welt der Dschinn, die sich hoch über den Wolken verbirgt, eingeführt. Dies hat mich sofort begeistert, da ich mir vorab unsicher war, ob die Welt der Dschinn in diesem Buch überhaupt eine Rolle spielt.Als Amanda sich dann auf den Weg zur Erde macht, schwenkt die Geschichte zu unserem Protagonisten Jonas um, der von zwei Jungen aus seiner Schule drangsaliert wird.
Jonas ist ein sehr ruhiges Kind, das selbst nicht gerade von sich überzeugt ist und sich für einen Loser hält. Doch dann trifft er auf Amanda, die so selbstbewusst und mutig ist, dass sich Jonas zwangsläufig eine Scheibe davon abschneiden kann.So dreht sich in diesem Buch viel um das Thema Mut und die Aussicht darauf über sich selbst hinauszuwachsen. Gerade Amanda lernt in diesem Buch viel von Jonas und seiner Auffassung des Begriffes Freundschaft. So hilft er ihr, ohne zuerst an sich selbst zu denken.
Gut gefallen hat mir, dass auch Jonas Stiefschwester Jessy eine nicht unwichtige Rolle in diesem Buch einnimmt. Somit wird auch das Thema Patchworkfamilie und deren Zusammenhalt perfekt aufgegriffen und verarbeitet.Die Interpretation von Corinna Wieja zum Thema Dschinn hat mich sehr angesprochen. Gerade das es sich bei dem magischen Gefäß der Dschinns nicht immer zwangsläufig um eine Flasche oder eine Wunderlampe handeln muss, fand ich einen interessanten Gedankengang.
Gegen Ende hin wird es für die jungen Leser noch einmal ganz schön spannend.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, dennoch ist man als Leser sehr gespannt, welche Abenteuer Jonas, Amanda und Jessy noch erleben werden.Fazit:
Empfehlen kann ich das Buch allen Kindern ab 9 Jahren, die gerne einmal wissen möchten, wie das Leben eines echten Dschinn so aussieht. Auch in Jonas, den Protagonisten, kann man sich perfekt hineinversetzen und so erlebt der Leser gemeinsam mit ihm und Amanda ein lustiges und kunterbuntes Abenteuer voller Wünsche.
Ich vergebe dschinntastische 4 von 5 Hörnchen.























