Bücher mit dem Tag "farc"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "farc" gekennzeichnet haben.

6 Bücher

  1. Cover des Buches Der Ruf des Kolibris (ISBN: 9783551310019)
    Christine Lehmann

    Der Ruf des Kolibris

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Hannah_S_

    Zuerst einmal vorweg: Mit knapp 15 Jahren habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen und fand es einfach genial. Jetzt, 5 Jahre später, finde ich die Geschichte zwar immer noch schön, jedoch fallen mir auch einige Schwächen auf. Die Zielgruppe des Buches sind also definitiv Jugendliche.

    Besonders schnell ist mir aufgefallen, wie sprunghaft die Hauptcharakterin Jasmin ist. Sie hat Damian einmal gesehen und schon verkündet sie ihren Eltern, unsterblich verliebt zu sein und ihn heiraten zu wollen. Vermutlich wollte die Autorin damit die typische "alles-oder-nichts"-Mentalität des Jugendalters transportieren oder auch zeigen, dass einen die erste Liebe wie ein Schlag treffen kann. Als Leser wirkt es jedoch eher übereilt und so, als müsste es schnell zum eigentlichen Teil der Handlung übergehen. Auch die Chemie zwischen Jasmin und Damian wirkt manchmal etwas hastig, hat jedoch auch zarte Momente der Romantik und viele Rückschläge, wodurch sie doch realistisch wirkt.

    Fazit

    Die Handlung selbst finde ich sehr spannend und schön geschrieben. Vor allem wer ein Faible für Lateinamerika hat findet sich hier wieder. Was bei den Charakteren zu kurz kommt, holt die Autorin durch Umgebungsbeschreibungen wieder raus, wodurch man sich die kolumbianische Atmosphäre sehr schön vorstellen kann.

    Alles in allem konnte ich definitiv nachvollziehen, warum mich das Buch schon damals so fasziniert hat. Wer also über Charakterschwächen hinwegsehen kann, dem kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Ansonsten lieber Finger weg davon, es wird euch vermutlich langweilen.

  2. Cover des Buches Don Quijote (ISBN: 9783401600963)
    Miguel de Cervantes Saavedra

    Don Quijote

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Von allen Büchern die ich bisher gelesen habe, hat mir keines soviel Freude bereitet wie die Abenteuer dieses Ritters. 

    Ich habe zwar keine andere Übersetzung als die von Susanne Lange gelesen, aber ich muss sagen dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine bessere Übersetzung existiert. 

    So unendlich herrlich liest sich dieser Roman, mit der Liebe zu ihren Charakteren und Abenteuern. 

    Manchmal verliert sich Cervantes, bzw Don Quijote selbst in seinem Wahn und Szenen ziehen sich schier unendlich in die Länge. Trotz dieser Tatsache liebe ich diesen Roman dennoch wie kein anderes Buch und vergebe hiermit die höchste Punktzahl. 

    Don Quijote auf immer und ewig!

  3. Cover des Buches Die Toten, die dich suchen (ISBN: 9783492312233)
    Gisa Klönne

    Die Toten, die dich suchen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Lange mussten wir – die Fans der etwas eigenwilligen Kommissarin Judith Krieger – auf diesen ersehnten sechsten Band der Reihe warten. Fast schon hatte ich an einer Fortsetzung gezweifelt, denn Judith wollte ja eigentlich aussteigen und mit ihrem Freund in der Ferne ein neues Leben beginnen. Ein Jahr hat sie durchgehalten, bevor sie sich zur Rückkehr entschloss um zu Hause nochmal richtig durchzustarten, als Leiterin der Vermisstenfahndung. Doch dieser Neustart wird ihr nicht leicht gemacht. Sie wird einem Team vor die Nase gesetzt, das alles andere als begeistert ist. Selbst ihr früherer Partner Manni nimmt sie nicht mit offenen Armen auf, denn auch er fühlt sich von ihr hintergangen. Doch trotz der Abwehr lässt der erste Tote nicht lange auf sich warten …

    Eine spannende Fortsetzung, flüssig geschrieben und gut zu lesen. Irgendwie hat mich das Thema einfach nicht so berührt, obwohl es durchaus aktuell und brisant ist. Ich bin aber natürlich trotzdem gespannt ob und wie es mit Judith Krieger und ihrem Team weitergehen wird und sie der Fall zusammengeschweißt hat. Von mir gibt es vier von fünf hübschen kleinen Sternchen. 

  4. Cover des Buches Guerilleras (ISBN: 9783748120711)
    K. Westerbeck

    Guerilleras

     (9)
    Aktuelle Rezension von: eseskalierteh

    Das Buch stand mir zur Verfügung und nun möchte ich darüber berichten.

    Das Buch hat ein schönes Cover was einen einlädt den Klappentext zu lesen.
    Der Klappentext verrät grob worum es geht.


    Das Buch lässt sich schnell lesen da der Schreibstil echt super ist und die Geschichte einen auch einlädt mehr zu lesen. 

    Die Story ist gut und geheimnisvoll geschrieben, das Buch ist wirklich top und ich kann es mit einem sehr guten Gewissen weiter empfehlen.

  5. Cover des Buches Wegkreuz in den Anden (ISBN: 9783748147619)
    Kerstin Westerbeck

    Wegkreuz in den Anden

     (3)
    Aktuelle Rezension von: kingofmusic

    „Das Leben wurde zur Wüste, wenn man anfing davor wegzurennen.“ (S. 159)

     

    Kann man einen Krimi unter „zwischenmenschlichen“ Aspekten lesen? Nach Ende der Lektüre von „Wegkreuz in den Anden“ von Kerstin Westerbeck kann ich sagen: ja, das geht. Jede*r fragt sich jetzt wahrscheinlich gerade, was ich wohl damit meine.

     

    Nun, ich will es kurz erläutern: für mich stand beim Lesen des ersten Falls für Comisario Sergio Fabulos eher der Mensch, das Individuum im Vordergrund - neben den interessanten Fakten zur Geschichte der kolumbianischen Rebellenbewegung FARC, der ELN und der rechtsgerichteten AUC. Die Autorin Kerstin Westerbeck hat sich durch Studium und eigenes Interesse intensiv mit der lateinamerikanischen Literatur, Kultur, Ethik usw. befasst – das spürt man in jeder Zeile, wenn es um selbige Themen geht.

     

    Ihren Figuren gibt sie Raum, sich zu entwickeln – nimmt manches vorweg, was den Leser zunächst irritiert, dann aber im Lauf des Romans wiederauftaucht und sich so zu einem runden Kreis schließt. Jede der Figuren (sei es Sergio Fabulos, sei es sein Freund und compradre Jaime, der seiner Kneipe den Namen einer fiktiven Stadt aus „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Marquez gibt) – sie alle haben ihr Päckchen zu tragen, machen sich Gedanken über die vorherrschende Gewalt in ihrem Land, wollen was ändern, haben Ecken und Kanten – man muss nicht jeden (fragwürdigen) Charakterzug mögen. Gerade deshalb kann man sich aber mit den Menschen aus dem fiktiven Ort Callín identifizieren.

     

    Die Krimihandlung war durchaus gutes Beiwerk – spannend konstruiert, mit einigen Kniffen und Tricks versehen, die die Leser*innen in die Irre führen und somit dafür verantwortlich sind, dass man diesen Kriminalroman innerhalb kürzester Zeit lesen kann.

     

    4* Sterne

  6. Cover des Buches Wer singt erzählt - wer tanzt überlebt (ISBN: 9783770182848)
    Alexandra Endres

    Wer singt erzählt - wer tanzt überlebt

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Westerbeck

    Wer singt erzählt … Cantaoras und Oralkulturen aus Afrika fanden über den Transatlantischen Sklavenhandel ihren (unfreiwilligen) Weg – u. a. auch – an die kolumbianische Pazifikküste, nach Cartagena; damals einer der Hauptumschlagplätze für Sklavenhändler. Die Schreie der Sklaven, die in Ketten auf Märkten als Ware zur Fleischbeschau angeboten wurden, haben wir spätestens seit Titeln wie „Onkel Toms Hütte“ (Beecher-Stowe) oder „Roots“ (Haley) im Ohr. Kein Wunder also, dass Alexandra Endres ihre Reise ausgerechnet dort startet, wo alles einen Anfang nahm.

    Wer tanzt überlebt … Wenn wir unsere Vorstellungen, unsere Kultur retten können, dann retten wir uns. Wenn wir den Kindern beibringen zu trommeln und sich zur Musik zu bewegen, „die Klänge zu modulieren“, dann retten sie das afrikanische Erbe, halten Verbindung zu den Wurzeln, zu unserem urafrikanischen Lebensgefühl. So könnte man die Arbeit der Trommelschule (schaut dazu mal auf Endres` Blog unter http://www.latinario.de/2014/10/die-trommler-von-la-boquilla/) interpretieren, die sie im ersten Kapitel besucht. Und von jetzt an reist der Rhythmus mit. Mir ging es zumindest so. Ich hatte beim Lesen ständig die Trommeln im Ohr. Ob beim anschließenden Besuch bei indigenen Völkern, den Arhuacos oder den Wayúu; ob in Bogotá oder im Süden des Landes, immer hatte ich das Gefühl im Hintergrund schlägt jemand die Trommel. Was vielleicht aber auch daran liegt, dass meine Abschlussarbeit an der Uni eben dieses Thema war: Afrikanische Einflüsse in Lateinamerika. Endres erste Etappe weckt bei mir Erinnerungen. Etwa wenn sie von den palenques erzählt, oder den cimarrones (den vor der Sklaverei geflohenen Afrikanern). Somit ist man gleich mittendrin – in der lateinamerikanischen Geschichte und Gegenwart; im Straßengewimmel von Bogotá, Medellín oder Cali, mitten in der politischen Realität. Und vor allem ganz nah bei den Menschen, die manchmal auch nur nonverbal zu Wort kommen. Wie zum Beispiel diese Szene in Bogotá: Ein kleines Mädchen spielt hochkonzentriert mit Sand. Ein Mann beobachtet sie dabei, passt auf, dass ihr nichts passiert, dass sie in ihrem Spiel still und ganz für sich sein kann, um all das zu verarbeiten, was sie erlebt hat. Das ist das andere Gesicht, das Alexandra Endres aufzeigt. Die junge politische Gegenwart des Landes. Der Frieden, der gerade erst mit den FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) ausgehandelt wurde, nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs. Die Hoffnungen und Ängste der Menschen nach dem gescheiterten Referendum, und die Frage: Wie geht es weiter? – das alles kann nur komplex gesehen werden; denn so ist schließlich auch das Land: vielfältig in Wurzeln/Hintergründen, Kulturen, Sprachen, Weltanschauungen, Interessen … auf dem Weg sich politisch zu spalten?

    "Alfonso sagt: »Der Westen versucht, es sich gut gehen zu lassen, auch wenn es anderen schlecht geht.« Das könne nicht funktionieren. Die Arhuaco seien fest davon überzeugt, dass es ihnen stets nur so gut gehen könne wie allen anderen: Menschen, Tieren, Pflanzen und sogar den unvorstellbaren Dingen. »Für uns kommt das Spirituelle zuerst. Für die Menschen im Westen das Materielle – auch wenn sie sich selber dadurch zerstören.«..."

    (Nachzulesen auf Endres Blog unter http://www.alexandraendres.de/sites/default/files/artikel/pdf/zeit_2017_37_00048.pdf)

    Trotzdem suchen die Kulturen, wie Endres schreibt, den Dialog, versuchen das andere Denken zu verstehen. Damit man weiß, wo man ansetzen muss, um zu einem Konsens zu finden. Um nicht übergangen zu werden. Der Weg ist steinig. Aber immerhin geht man ihn, trotz der Verletzungen und (ungeklärten) Identitätsfragen, die man teils seit Kolonialzeiten mit sich schleppt. Die Völker haben ihren Status, sind (offiziell) anerkannt und man versucht auch auf Seiten der Rechtsprechung Wege zu gehen, die den Kulturen ihre Rechte zurückgeben. Bei diesem Kapitel musste ich auch an die aktuellen Entwicklungen in Europa denken, die angedeutete Tendenz zur Abschottung, oder das Ziehen neuer Grenzen, der (geplante) Bau von Mauern. Was würden Länder wie Kolumbien dazu sagen(?) – Kolumbien, wo derart viele Kulturen unter einen Hut gebracht werden. Wenn man dort entschiede sich innerhalb eines Landes von den eigenen Kulturen abzugrenzen ... nahezu absurd. Vielleicht können wir von Ländern wie Kolumbien sogar lernen.

    Hängengeblieben sind mir aber vor allem die Menschen, die Endres so eindringlich beschreibt. Da ist der Journalist Don Alfonso, der erzählen kann wie Gabriel García Marquez – zwischen magischer Realität und fantastisch-charmanter Fantasie. Er möchte gerne Alfonsito genannt werden und ist im Übrigen noch zu haben … so lässt er die Autorin dreist-selbstbewusst wissen. Ja, ich habe ein sehr schönes Bild im Kopf, wenn ich das lese …

    Weiter ist da der Lohnschreiber Germán Martínez im Parque de los Poetas von Calí, der im Beisein der Autorin einem potenziellen Kunden erklärt, dass er bei seinem geringen Einkommen im Prinzip gar keine Steuererklärung abgeben müsste. Martínez arbeitet mit Mobiltelefon und – ganz traditionell – mit einer manuellen Schreibmaschine. Dabei musste ich an einen chilenischen Onkel denken, der Schreibmaschinen sammelte, weil er der Meinung war, der Trend zum Computer würde sich sicher nicht dauerhaft durchsetzen …

    Alles in allem, ist Wer singt, erzählt wer tanzt, überlebt definitiv eine Reise wert. Und ganz sicher hatte ich hier und da das Gefühl, einen Moment lang an der Seite von Endres zu reisen und das zu sehen, was sie sieht.

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