Bücher mit dem Tag "fayu"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fayu" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Dschungelkind (ISBN: 9783426784747)
    Sabine Kuegler

    Dschungelkind

     (589)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen.
    Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm mit Krokodilen im Fluss – und erlebte schon früh die alten Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach.

    Eigentlich lese ich eher keine Biografien, aber diese hier hat mich echt neugierig gemacht. Ihre Erlebnisse sind einfach sensationell, teils erschreckend, teils interessant, aber sie sind es auf jeden Fall wert, erzählt zu werden.

    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Es ist in der Ich-Form erzählt und ließ mich eher an ein Tagebuch denken, als an ein Buch.
    Umso besser konnte ich mich hineinversetzen und war gefesselt von ihrer Erzählung.

    Zum Ende hin ging es mir jedoch viel zu schnell. Da hatte ich das Gefühl, sie will zum Ende kommen. Vielleicht wäre ein Schnitt besser gewesen, um die weiteren Erlebnisse in einer Fortsetzung zu erzählen.
    Diese gibt es wirklich und irgendwann werde ich sie sicherlich lesen.

    Insgesamt ein wirklich interessantes Buch, das mir die Tür zu einer anderen Welt geöffnet hat. Von mir gibt es vier Sterne.

  2. Cover des Buches Ruf des Dschungels (ISBN: 9783426779729)
    Sabine Kuegler

    Ruf des Dschungels

     (154)
    Aktuelle Rezension von: LindyBooks

    Sabine Kuegler verbrachte ihre Kindheit in der Abgeschiedenheit mitten im Dschungel. Nach 15 Jahren in der westlichen Zivilisation treibt sie das Heimweh endlich wieder zurück nach West-Papua, zurück nach Hause. Ihr Gesicht ist das einer Europäerin, doch in ihrem Herzen ist sie eine Eingeborene, das "Dschungelkind". Doch zurück am magischen Ort ihrer Kindheit erkennt Sabine Kuegler, dass sie das Kind in sich zurücklassen muss, um das Gebiet zu retten und die Menschen zu schützen, die ihr so viel gegeben haben.

    Den zweite Teil dieser "Autobiografie-Trilogie" fand ich auch sehr interessant und nicht nur, wie es ist, nach 15 Jahren zurückzukehren, nachdem man in einer ganz anderen Welt zurechtkommen musste und nachdem man vierfache Mutter und überhaupt älter geworden ist. Sondern man erfährt auch viel über die politische und wirtschaftliche Situation in West-Papua, welche sehr erschreckend ist und die man hier in Deutschland gar nicht so mitbekommt.

    Wer "Dschungelkind" mit Begeisterung gelesen hat, dem gefällt mit Sicherheit auch dieses Buch, ansonsten empfehle ich auf jeden Fall zuerst "Dschungelkind" zu lesen.

  3. Cover des Buches Dschungeljahre (ISBN: 9783865915856)
    Doris Kuegler

    Dschungeljahre

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Tasmetu
    Zuerst das Äußere: Das Buch hat ein wunderschönes Cover- welches allerdings sehr offensichtlich keinen Einheimischen der Fayu, nicht einmal einen aus den Papua-Ländern zeigt (diese haben krauses Haar, oft Knochen in der Haut und haben v.a. keine Tattoos), sondern nach meiner Recherche einen Mann aus einem Stamm in Malaysia. So etwas finde ich sehr enttäuschend. Ich finde das Cover zum Anschmachten schön, aber das hier soll ein Sachbuch sein, welches von einem real existierenden Volk erzählt - da sollte der Verlag vielleicht nicht einfach auf Getty Images "Einheimischer" eingeben und das hübscheste Bild nehmen, was sie finden. Das geht gar nicht.
    Ansonsten fand ich es spannend, noch ein wenig mehr über die Fayu und ihre Kultur zu lernen, diesmal v.a. aus der Perspektive von Doris Kügler, der Mutter vom Dschungelkind Sabine Kügler. Deren Buch sollte man übrigens vor "Dschungeljahre" lesen, sonst versteht man viele Anspielungen nicht.Ich finde die Fayu sind ein sehr besonderes Volk und ich hätte mir gerne noch mehr Beschreibungen aus dem Alltag gewünscht oder von so kleinen Riten wie dem, dass sie sich vorsichtig in alle Finger beißen, wenn sie sich gern haben. "Aus erster Hand" zu erfahren, wie es war, dort Kinder großzuziehen, einen Alltag zu meistern, Freundschaften zu schließen, etc, war definitiv eine Bereicherung.
    Leider muss ich sagen, dass mich die Missionierungsarbeit gestört hat. Sie rechtfertigt es im Buch zwar immer und immer wieder, aber genau das war es, was mich wütend gemacht hat. Ich glaube, dass die Küglers noch eine der besten Missionare waren, die einer Kultur passieren konnten, weil sie niemandem etwas aufgezwungen haben, aber trotzdem stört es mich. Eine Mission hat immer den Hintergedanken, dass du besser bist als die anderen - in diesem Fall, weil du an "den einen richtigen Gott" glaubst. Zwar sehen die Küglers die Einheimischen als ihre Ebenbürtigen und respektieren sie, aber gleichzeitig spricht Doris Kügler auch oft davon, dass diese armen Leute ja gar nichts hatten und dass sie ihnen endlich tolle Waren (zB Kleidung, Macheten, etc) gebracht haben, usw. Und natürlich nicht zuletzt auch den christlichen Glauben und damit den Frieden zwischen den Völkern hergestellt haben. Alles sehr ehrenwert, aber ich mochte diesen komplett unreflektierten Ton nicht. Sie sagt, sie haben die Kultur der Fayu nicht verändert. Dem kann ich einfach nicht zustimmen. Sie haben massiv in diese Gesellschaft eingegriffen und sie so umgeformt, wie sie als westliche Christen es für richtig erachten. Es mag vielleicht ohne Zwang geschehen sein, aber Doris Kügler scheint sich dieser Macht, die sie hatten, und der aktiven Veränderung, die sie bewirkt haben, überhaupt nicht bewusst zu sein und das hat mich gestört. Zumal sie sich trotzdem damit rühmen, den Krieg dieser Völker nur durch die Weitergabe der Liebe Gottes beendet zu haben. "Wir haben eine Kultur nicht verändert" und "Wir haben ihnen den Frieden gebracht" sind 2 Aussagen, die zumindest nach meinem Verständnis nicht zusammenpassen.Es ist ein schwieriges Thema, denn natürlich war es für diese aussterbende Kultur gut, Frieden mit den anderen Stämmen zu schließen, ein kleines Maß an medizinischer Versorgung zu bekommen und Decken für kalte Nächte zu kriegen. Aber ich bleibe kritisch, wenn es darum geht, dass all dies "im Namen Gottes" passiert ist, fast der ganze Stamm nun stark am christlichen Glauben hängt, die westliche Lebensweise durchgehend als die bessere angesehen & beschrieben wurde und dass die Küglers offenbar kein bisschen reflektieren, wie maßgeblich sie diese Kultur verändert haben. Es geht nicht darum, ob zum besseren oder zum schlechteren. Es geht um das Bewusstsein, dass die Küglers die Verantwortung dafür tragen, die gesamte Denk- und Lebensweise dieser Menschen aktiv beeinflusst zu haben.
    Noch dazu die ständige Formulierung "wie in der Steinzeit" - nein, diese Leute sind kein Fenster in die Vergangenheit. Sie sind unsere Gegenwart. Es gibt keine universale, evolutionäre Entwicklung bei der alle eines Tages auch von alleine so geworden wären wie wir westlichen Gesellschaften. Diese Menschen leben genauso in der Gegenwart wie wir. Sie sind nicht "zurück geblieben" oder "noch nicht so weit" - sie sind lediglich anders. Und uns vollkommen ebenbürtig.Die westliche Zivilisation denkt immer, sie habe die Weisheit mit Löffeln gefressen und lebt den einzigen erstrebenswerten und best möglichen Lebensstandard. Aber das ist pure Arroganz. Ein Volk, das noch harmonisch mit der Natur lebt, ist genauso modern wie wir, denn sie leben heute, im Hier und Jetzt. Solche Formulierungen sind also eine Anmaßung.
    Zuletzt muss ich noch sagen, dass mich der Schreibstil ein wenig gestört hat. Sie springt andauernd in den Zeiten ohne dass dies markiert wäre oder erwähnt würde, was mich mitunter etwas verwirrt hat. Man stolperte beim Lesen häufig durch die Erzählung. Oft fehlte der größere Zusammenhang oder einfach ein flüssiger, angenehmer Übergang.
    Trotz meiner Kritik an Verlag & Autorin, war es jedoch ein spannendes Buch, das mich wieder einmal bereichert hat und meinen Horizont ein wenig erweitern konnte. Wer das Dschungelkind mochte und sich nicht an den von mir genannten Punkten stört, wird seine Freude mit dem Buch haben. Auch ich hatte Spaß, noch einmal mit dem Küglers im Dschungel zu leben und diesmal die Perspektive einer Erwachsenen zu lesen. Dennoch kann ich nicht schweigen, wenn es um meine Kritik geht.
  4. Cover des Buches Jägerin und Gejagte (ISBN: 9783426782323)
    Sabine Kuegler

    Jägerin und Gejagte

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Andersleser
    Meinung

    Ich habe bereits die anderen beiden Bücher von Sabine Kuegler gelesen und hatte lange geplant, auch das dritte Buch endlich zu lesen. Der Titel klang noch dazu spannend, aber ich habe mir etwas völlig anderes vorgestellt, als ich schlussendlich bekommen habe. Es ist faszinierend, was ein Titel alles ausrichtet und wie ein Titel schon Entscheidungen beeinflussen kann.
    Dadurch, dass es das dritte Buch ist, und auch durch den Titel habe ich mir etwas völlig anderes unter diesem Buch vorgestellt, auf anderes gehofft - ganz einfach völlig andere Erwartungen gehabt. Ich hatte zum Beispiel erwartet dass es nach "Ruf des Dschungels" spielen würde und noch näher auf diese Ereignisse eingegangen würde. Hier ist also der Punkt an dem ich mich geirrt hatte, denn es geht tatsächlich vollständig um ihr Leben außerhalb des Dschungels. Und um ihre Probleme und Schwierigkeiten die sie hatte. Es spielt also viel mehr nach "Dschungelkind" und irgendwo vor "Ruf des Dschungels", wenn ich Vermutungen anstellen sollte.
    Es gab einige Dinge in ihrer Geschichte, da blieb mir der Mund offen stehen, Stellen, da schüttelte ich mit dem Kopf und wieder andere Stellen wo ich regelrecht wütend wurde. Was es für ekelhafte Menschen gibt! Was alles in ihrem Leben vorgefallen ist hielt ich zum großen Teil wirklich für ungerecht, andererseits war sie auch wirklich sehr Naiv. Aber wie kann man ihr das übelnehmen, oder sie dafür bestrafen? Wo sie genaugenommen doch eine Fremde war. An einem Ort und bei Menschen mit denen sie sich gar nicht auskennt, die völlig anders sind und anders handeln und reagieren? Sie stammt als "Dschungelkind" nunmal aus einer vollkommen anderen Welt. Hier bringt die Autorin jedenfalls toll zum Ausdruck, wie schwer es eigentlich sein kann mit einer völlig anderen Kultur zurecht kommen zu müssen, vor allem auch wenn alle denken, dass dieser Mensch doch aus dieser stammt. Und das allein wegen dem äußeren, obwohl es doch gar nicht so ist.



    Kurz und Knapp

    Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn ich ihre anderen beiden Bücher sehr viel mehr mochte, war auch dieses hier gut. Mich störte allerdings, dass vor allem am Anfang sehr viel vor kam, was auch in den anderen beiden Büchern Erwähnung fand. Wobei ich dazu sagen muss, dass es hier näher ausgeführt wurde, in den anderen Büchern nur am Rande erwähnt, und auch dass diese Dinge einfach wichtig dafür waren um alles zu verstehen. Es sind einfach Dinge die wichtig waren und mitunter auch wirklich Wendepunkte waren, daher kann ich da eigentlich gar nichts gegen einwenden. Trotzdem hat es mich ein wenig gestört, da ich die Dinge nunmal schon aus ihren anderen Büchern wusste. Aber auch so war es toll, mehr über den Menschen hinter den anderen beiden Büchern zu erfahren. Und auch den Titel fand ich am Ende tatsächlich passend, wenn er mich auch zu Anfang etwas irre geführt hat.
  5. Cover des Buches Dschungelkind (ISBN: 9783862310333)
    Sabine Kuegler

    Dschungelkind

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Evangeline2233
    Diesem Hörbuch würde ich eher 2,5, als 3 Sterne geben.
    Der Zuhörer bekommt einen guten Einblick in das Leben der Familie im Dschungel, aber es wird auf sehr kindliche Art und Weise beschrieben, wodurch es oft sehr naiv und oberflächlich war. Da die Protagonistin ein kleines Kind ist, kann man die Erzählweise nachvollziehen, aber ich hätte mir oft eine etwas tiefergehende Interpretation von Situationen gewünscht.
    Der Klappentext suggeriert sehr viel Spannung während der Stammeskriege, aber Spannung kam in diesem Hörbuch eigentlich nicht auf. Wenn sich eine Situation wirklich einmal zuspitzte, wurde sie dann schnell gelöst und es wurde zum nächsten Thema übergegangen. Dadurch wirkte es oft nur wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die immer viel zu schnell abgehandelt wurden. Eine erwachsenere Darstellung der Geschichte wäre bestimmt sehr spannend gewesen. Schade!

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