Bücher mit dem Tag "fbi"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fbi" gekennzeichnet haben.

380 Bücher

  1. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

    (4.597)
    Aktuelle Rezension von: Rosalinda

    „Die Blutlinie“ von Cody McFadyen ist ein äußerst spannender und packender Thriller, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der Autor schafft es, sofort eine düstere und beklemmende Atmosphäre aufzubauen, wodurch man direkt in die Geschichte hineingezogen wird.

    Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere, allen voran Smoky Barrett und ihr Team. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch, sodass man gerne mit ihnen mitfiebert und sie auf ihrer gefährlichen Jagd nach dem Täter begleitet. Die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Teams verleihen der Geschichte zusätzlich Tiefe.

    Die Handlung bleibt bis zum Ende spannend und überrascht immer wieder mit neuen Entwicklungen und Wendungen. Dadurch entsteht kaum ein Moment der Langeweile. Allerdings enthält das Buch auch einige sehr brutale und verstörende Szenen, die teilweise schwer zu lesen sind. Gerade diese schonungslose Darstellung trägt jedoch zur intensiven und bedrückenden Stimmung des Romans bei.

    Insgesamt ist „Die Blutlinie“ ein hervorragend geschriebener Thriller mit einer fesselnden Handlung, interessanten Charakteren und einem hohen Spannungsniveau. Wer düstere und psychologisch anspruchsvolle Thriller mag, wird an diesem Buch sicherlich viel Freude haben.

  2. Cover des Buches Der Todeskünstler (ISBN: 9783404169375)
    Cody McFadyen

    Der Todeskünstler

    (2.136)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Band 2 der "Smoky Barrett"-Reihe übertrifft seinen Vorgänger in so ziemlich allem. Er ist noch blutiger, noch brutaler und noch gewalttätiger und bedient dabei mindestens genauso viele Klischees wie der erste Teil der Reihe. Dennoch ist auch "Der Todeskünstler" unheimlich spannend und fesselt den Leser bis zur letzten Seite.

  3. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

    (1.241)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Wer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war. 

    Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.

  4. Cover des Buches Die Stille vor dem Tod (ISBN: 9783404175895)
    Cody McFadyen

    Die Stille vor dem Tod

    (640)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Die meiste Zeit versucht der Autor in plastischen Beschreibungen von Gräueltaten zu eskalieren, was das Geschriebene meistens an einen Punkt bringt, bei dem man das Gefühl hat, er hätte sich verlaufen und suchte zwanghaft einen Weg zurück zur Story. Das Buch selbst ist in Präsens geschrieben und trieft vor Rückblenden und „Erinnerungen“ und „Albträumen“, die in seitenlange Ergüsse über noch mehr Folter und Mord enden. Allesamt wenig kreativ ausgeführt. Bedeutungsschwangere, aber im Endeffekt eher nur bedeutungslose Dialoge dominieren den Mittelteil. Die eigentliche Arbeit der Kriminalermittler beginnt erst gegen Ende. Leider hat den Autor da die Phantasie schon verlassen. In einem langen Aufrollen und gekünstelten Herstellen von Verbindungen von „normalen“ Verbrecher der letzten Dekaden (ein paar davon scheinen real gewesen zu sein) ist’s dann eine Randnotiz, die den Hinweis gibt. Also wieder 60 Seiten umsonst gelesen. Die Vergangenheiten und Lebensläufe der Teammitglieder wirken eher lieblos. Sie werden in diesem Band zum fünften Mal erklärt und scheinbar hat auch der Autor keine Lust mehr darauf. Die Interaktion, die er ihnen angedeihen lässt, hat nichts Amikales an sich, wie es unter Kollegen üblich ist, die sich lange kennen. Eher gleiten „seriöse“ Besprechungen in gelegentlichen Infantilismus ab. Selbstredend, dass alle Leute in diesem Buch – egal ob Ermittler oder Verbrecher – die klügsten sind, mit dem besten Gedächtnis, dem schärfsten und wachsten Verstand, die jeden wichtigen Menschen kennen, … und so weiter und so fort. Die Übersetzung ist OK, schätze ich. Was mir sauer Aufstößt sind diese unnötigen Anglizismen, die in der deutschsprachigen und von den USA geprägten Popkultur als „cool“ gelten sollen, aber alle eine vernünftige Entsprechung in der Zielsprache hätten. Und warum reden Eltern immer von sich als Mommy oder Daddy und das auch noch in der dritten Person? Zwischen den ersten vier Bänden und dem fünften lag für mich als Leser eine lange Zeit. Zu lange scheinbar. Die ehemalige Faszination für das Aufklären von Serienmorden konnte das Buch nicht halten. Im Gegenteil: Hätte ich die alten als so schlecht geschrieben in Erinnerung gehabt, hätte ich Band fünf nicht gekauft.

  5. Cover des Buches Ausgelöscht (ISBN: 9783404169399)
    Cody McFadyen

    Ausgelöscht

    (1.645)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Die Faszination, die Cody McFadyen mit seinen ersten zwei Bänden seiner Smokey-Barett-Reihe verbreiten konnte, ist dahin. Schon im dritten Teil "Das Böse in uns" schwächelte er. Was er jetzt im vierten Teil erreichen möchte … vielleicht mag er ins Drama-Fach wechseln. Dezent angedeutete Verbrechen werden überlagert von emotionalen Schilderungen des Privatlebens der FBI-Agentin. Rückblicke auf die alten Fälle, Teamfindungen, Zukunftsorientierung für jenes Team. Ich fühlte mich zeitweise in dröge Arbeitskreise des realen Lebens versetzt. Zudem hat jeder FBI-Ermittler gefühlt ein Adoptivkind aus Opferfamilien. Wie albern ist das denn? Ich war nicht mal bereit, meine 100-Seiten-Pflicht zu absolvieren. Bis Seite 87 habe ich mich mit langweiligen Gedankengängen der Agentin plagen müssen. Das Grauen kommt hier für den Leser anders als erwartet. Die ersten beiden Teile empfehle ich weiterhin. Der Rest der Serie ist vermutlich nur einem Erfolgsdruck des Autoren geschuldet und zu vernachlässigen.

  6. Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548069876)
    William Paul Young

    Die Hütte

    (630)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Schon lange hatte ich dieses Buch im Regal stehen, habe mich aber nie so richtig daran getraut, schließlich geht es hier um ein wirklich ernstes und auch sehr tiefgründiges Thema, welches nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.

    So geht es hier im ersten Teil darum, wie Mackenzie seine Tochter verliert und in ein tiefes Loch fällt. Im zweiten Teil, der um einiges länger ist, geht es um ein Treffen mit der heiligen Dreifaltigkeit in einer Hütte im Wald. Diese kommt in Gestalt einer schwarzen, mütterlichen Frau, eines palästinensisch aussehenden, jungen Mannes und einer asiatischen, ätherisch wirkenden Frau daher, die sich als Gott selbst, Jesus und den Heiligen Geist herausstellen. In zahlreichen, tiefgründigen Gesprächen lernt Mackenzie dabei die drei immer besser kennen, verstehen und findet immer mehr zurück zum Glauben und vor allem zum Vertrauen in Gott. Es geht aber auch um Vergebung, um Liebe und Gemeinschaft mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. Diesbezüglich macht Mackenzie eine sehr emotionale Reise, die ihn nicht unbedingt zu einem besseren Mann macht, aber zu einem Mann mit Hoffnung, der sich nicht mehr von seiner Trauer verschlingen lässt. 

    Geschrieben empfand ich das Buch dabei als wirklich gut, vor allem die Zitate vor jedem Kapitel haben wirklich viel Aussagekraft und leiten das jeweilige Kapitel gut ein. Ich fand aber auch, dass der Fokus im Buch sehr auf Dialogen und Gesprächen lag, die vielleicht nicht unbedingt jeder versteht, die aber auch sehr zum Nachdenken anregen, gerade, wenn man noch keine innige Beziehung mit Gott führt und ihn oftmals nicht versteht. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein kleiner Teil, der die sogenannte „Große Traurigkeit“ gezeigt hätte, um Macks Innenleben noch besser zu verstehen. Stattdessen geht es gleich nach dem Verschwinden von Milly mit dem Besuch in der Hütte weiter. Ansonsten war die Geschichte aber, trotz des traurigen Themas, super schön und hat mir persönlich einige neue Erkenntnisse gebracht. 

    Alles in allem hat dieses Buch, obwohl ich nicht komplett überzeugt davon war, wirklich viel Aussagekraft über den Glauben selbst, aber auch über die Beziehung zu Gott, und eventuell findet der eine oder andere dadurch noch etwas Zugang zu diesem Thema, wenn sie oder er sich dafür öffnet. Ich glaube aber auch, dass das Thema leider nicht jeden interessieren wird.  

  7. Cover des Buches Ich bin die Angst (ISBN: 9783404170784)
    Ethan Cross

    Ich bin die Angst

    (601)
    Aktuelle Rezension von: Juliaspathway

    Ein «Anarchist», Ein «Prophet» & der berüchtigtste Serienkiller der Gegenwart. Eine Geschichte voller Grössenwahnsinn, psychischen Abgründen und Kindheitstraumata. Auch in diesem Fall wird von Marcus Williams und seinem Team der Shepherd Organization alles abverlangt. 


    🔸️🔸️🔸️


    Ehrlicherweise weiss ich höchstwahrscheinlich nur noch etwa 5% vom Band 1 und vielleicht hatte ich deshalb meine liebe Mühe, in die Geschichte zu finden. Obwohl viel erklärt, beschrieben und ausgeführt wird – über Städte, die ich so oder so nicht kenne, über technische Gegebenheiten, die ich auch nach der Erklärung nicht verstehen werde – zieht die Story im letzten Drittel an, die Schwere verfliegt & wird durch Spannung ersetzt. Die Entwicklung der Geschichte und der Protagonisten fesselten mich dann doch so sehr, dass ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte. 

     

    Der Protagonist Marcus Williams ist eine gebrochene Seele mit einem ausgeprägten Messias-Komplex. Eine Tatsache, die mich dann doch zwischendurch geärgert hat. 😬


    In der gesamten Geschichte nimmt Francis nur eine Nebenrolle ein, nur um zum Schluss einen bombastischen Auftritt hinzulegen, welcher seinesgleichen sucht. Die Vorfreude auf den Band 3 «Ich bin der Schmerz» ist danach auf jedenfall gross. 😎

  8. Cover des Buches Dornenmädchen (ISBN: 9783426516904)
    Karen Rose

    Dornenmädchen

    (299)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    Nachdem die „Tränen“ Trilogie ein Highlight für mich war, war ich optimistisch gestimmt, um mich an die „Dornen“ Reihe zu wagen, die mich bisher aufgrund der extrem dicken Wälzer abgeschreckt hatte.
    „Dornenmädchen“ ist mit 880 in Minischrift bedruckten Seiten definitiv das dickste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Die Stimmen zu diesem Thriller sind überwiegend positiv und ich bin überrascht sagen zu müssen, dass ich „Dornenmädchen“ nur mittelmäßig fand. Es hat viele Seiten und liest sich leider genauso. Sehr langatmig und ausschweifend. Kurios ist auch, dass bis Seite 400 zum Beispiel erst ein Tag in der Zeitrechnung der Handlung vergangen ist.

    Im Zentrum steht Therapeutin Faye, die von einem Stalker aufs Übelste verfolgt wird. Als sie unter neuem Namen einen Neustart wagt, wartet das Grauen bereit auf sie. Zunächst läuft ihr eine verletzte Frau vors Auto und dann werden Leichen in ihrem Haus gefunden.

    Der Fall um die entführten Frauen ist spannend und schockierend brutal. Es gelang der Autorin sehr erfolgreich, die Identität des Täters undurchsichtig zu halten. Ich war mir lange nicht sicher, wer es ist. Nachdem die Identität dann allerdings endgültig gelüftet ist, ging das Buch für meinen Geschmack noch zu lange weiter.

    Bedauerlicherweise war es immer wieder so, dass jedes Mal, wenn ich das Gefühl hatte, die Handlung zieht an, das nächste langatmige Kapitel dazwischen kam.
    Die Liebesgeschichte konnte mich diesmal auch überhaupt nicht überzeugen. Ich fand das Geschmachte zwischen Faye und Gideon eher zum Fremdschämen schwülstig und die Emotionen sind bei mir null angekommen.
    Für mich war „Dornenmädchen“ eher eine Quälerei als ein Genuss und ich war froh, als ich endlich bei der letzten Seite angekommen war.


  9. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453440852)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

    (904)
    Aktuelle Rezension von: ChrisGrimm

    Zwei Menschen, eine Glasscheibe dazwischen, und jede Antwort kostet etwas.

    Die Verhörszenen in Baltimore sind ikonisch — wegen Lecter, aber insbesondere wegen Clarice, die genau weiß, dass sie benutzt wird, und trotzdem wiederkommt. Weil sie glaubt, dass der Fall wichtiger ist als sie selbst.

    Harris traut sich, das stehen zu lassen, ohne es aufzulösen. Wie er auch das Lamm-Motiv stehen lässt — keine Backstory-Erklärung, sondern eine offene Wunde, die Clarice freiwillig auf den Tisch legt, weil Lecter keinen anderen Preis akzeptiert.

    Buffalo Bill daneben fast blass. Aber vielleicht gehört das zum Buch: Der Nachahmer ist nie so interessant wie das Original.

  10. Cover des Buches Der Meister (ISBN: 9783734105876)
    Tess Gerritsen

    Der Meister

    (1.201)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    Inhalt:
    Als Detective Rizzoli zu einem Mord gerufen wird, taucht schon bald die nächste Leiche auf. Die Fälle erinnern sie an eine Mordserie, die im vergangenen Jahr mit ihr zu tun hatte. Der Täter sitzt eigentlich im Gefängnis, jedoch gibt es trotzdem diese Morde. Schnell wird klar, dass es eine Verbindung geben muss. Nur wie lange ist Hoyt im Gefängnis und was passiert, sollte ihm eine Flucht gelingen?

    Cover:
    Das Cover ist eher unauffällig und unspektakulär.

    Meine persönliche Meinung:
    Ich hab mir ein wenig schwer getan mit diesem Buch. Eigentlich lese ich gerne Thriller. Doch dieser hier, erschütterte mich so derart, dass ich ihn immer wieder zur Seite legen musste. Die Morde und genauen Beschreibungen war so grausam und gingen mir durch Mark und Bein. Ich weiß nicht, warum mich dieser Thriller so arg schockierte. Ich bin mir nicht sicher, wann und ob ich einen weiteren Teil dieser Serie lesen werde. Schade fand ich, dass immer wieder Bezug genommen wurde auf den ersten Teil und ich mich nicht mehr genau erinnern konnte. Musste das wieder googeln, um sich wieder schwach zu erinnern was mit Hoyt vorgefallen war.

    Fazit:
    Ein spannender, aber auch sehr grausiger Teil der Serie, der mich oft schaudern ließ.

  11. Cover des Buches Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10) (ISBN: 9783548291918)
    Chris Carter

    Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10)

    (396)
    Aktuelle Rezension von: SBA

    „Jagd auf die Bestie“ knüpft nahtlos an die vorherigen Bände der Reihe an und liefert erneut genau das, was man von Chris Carter erwartet: kompromisslose Spannung, brutale Details und einen konstant hohen Erzählrhythmus. Auch dieser. Carter versteht es wie kaum ein anderer, eine düstere Atmosphäre aufzubauen und seine Figuren in extreme Situationen zu treiben.

    Allerdings merkt man nach mittlerweile zehn Bänden deutlich, dass sich sein Schreibstil und der grundsätzliche Aufbau der Geschichten kaum verändert haben. Für Leserinnen und Leser, die die gesamte Reihe kennen, wirkt die Handlung daher stellenweise vorhersehbar. Die vertrauten Muster – rasantes Tempo, grausame Täterprofile, Cliffhanger – funktionieren zwar weiterhin, überraschen aber weniger als früher.

    Trotz dieser leichten Abnutzung bleibt die Reihe für mich fesselnd. Carter liefert solide Thrillerkost, die zuverlässig unterhält und immer wieder für Gänsehaut sorgt. Auch wenn ich zwischendurch etwas Abwechslung in Form anderer, gerne auch etwas „schräger“ Thriller brauche, werde ich die kommenden Bände definitiv weiterlesen. Die Mischung aus Tempo, Härte und psychologischer Tiefe macht einfach süchtig.

  12. Cover des Buches Secret – Du sollst mich fürchten (ISBN: 9783442498000)
    S.T. Abby

    Secret – Du sollst mich fürchten

    (188)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Eigene Meinung

    Ja, ich wurde erfolgreich angesteckt und habe mir ebenfalls den ersten Teil der „Mindf*ck“-Serie von S. T. Abby gekauft. Ich habe ihn heute in einem Rutsch weggeatmet… aber die Frage ist: weil ich ihn so gut fand oder weil ich ihn einfach unbedingt fertig lesen wollte? Ich erzähle es euch.

    Eigentlich war es schon die Widmung, die mich gecatcht hat. Ich habe direkt gespürt, was die Autorin mir damit sagen möchte. Dann kam der Einstieg ins Buch. Albert Einstein wird vor jedem Kapitel zitiert – und ich liebe alles daran! Auch die Aufmachung ist wirklich schön und macht einiges her, sowohl äußerlich als auch inhaltlich.

    Ich habe jedes Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Protagonist Logan Bennett und Protagonistin Lana Myers gelesen. Während sie eine Serienkillerin ist, ist er FBI-Agent. Ja, ich weiß – klingt fast schon zu klischeehaft, oder? Das dachte ich ehrlich gesagt auch. Aber ich wurde sehr schnell eines Besseren belehrt.

    Als Erstes möchte ich auf die Charaktere eingehen, denn die sind allein schon das Geld für dieses Buch wert. Ich konnte beide von Anfang an extrem gut leiden. Immer wieder versuchen die beiden, sich analytisch zu übertrumpfen, und man merkt schnell, dass Logan als Profiler sehr strukturiert denkt. Gleichzeitig hat auch Lana – durch ihre Vergangenheit und ihre Erfahrungen – eine sehr ausgeprägte Menschenkenntnis. Wäre auch irgendwie seltsam, wenn nicht, oder?

    Ich erfahre das Wichtigste über Lana und zwischendurch immer wieder kleinere Hintergrundinformationen. Das ist aber völlig in Ordnung, schließlich ist es der erste Band von insgesamt fünf. Wer also mit der „Mindf*ck“-Reihe anfängt, sollte sich dessen bewusst sein. Ich mag ihre analytische Seite sehr, und die Szene mit dem „Boogeyman“-Täter fand ich genial. Genau diese logisch aufgebauten, leicht um die Ecke gedachten Tathergänge haben mir richtig gut gefallen.

    Besonders spannend ist auch, wie Lana im Kontakt mit Logan dargestellt wird. Obwohl sie sich selbst verteidigen kann und analytisch stark ist, wirkt sie zwischenmenschlich oft überraschend unbeholfen im Umgang mit ihm. Als Leser merkt man diese Überforderung deutlich – und genau das ist oft sogar ziemlich witzig verpackt.

    Logan ist (zumindest bisher) kein klassischer Alpha-Mann, der sich über Drohgebärden oder Machtspielchen definiert. Er kennt seine Stärken, weiß aber auch um seine Schwächen und wirkt von Anfang an sehr authentisch. Durch seinen Beruf kann er die Arbeit nur schwer von seinem Privatleben trennen, weshalb die Treffen mit Lana immer wieder zu einem Katz-und-Maus-Spiel werden – sowohl für die Figuren als auch für den Leser und natürlich für Lanas Geheimnis…

    Beide Charaktere sind mir so sympathisch geworden, dass ich ständig gehofft habe, dass nichts „Schlimmes“ passiert – zumindest nichts, was die beiden direkt betrifft. Logan wird insgesamt gut eingeführt und integriert, auch wenn er an manchen Stellen etwas blasser wirkt. Das schiebe ich aber eher darauf, dass es sich um eine fünfteilige Reihe handelt und noch viel Entwicklung kommen wird.

    Der Schreibstil von S. T. Abby ist leicht verständlich, gleichzeitig sehr lebendig und oft auch humorvoll. Viele Sprüche und Dialoge machen die Geschichte rund um Lana und Logan noch sympathischer. Da beide beruflich stark eingespannt sind, finden viele ihrer Gespräche über Textnachrichten statt – was der Dynamik nochmal einen eigenen Reiz gibt.
    Dazu kommt der ständige Nervenkitzel: Ich hatte fast durchgehend das Gefühl, dass Logan Lanas Geheimnis jederzeit aufdecken könnte, da er direkt an dem Fall arbeitet. Ehrlich gesagt rechne ich in den nächsten Teilen mit ordentlich Herzschmerz – aber ich bin bereit dafür.

    Auch die Nebencharaktere sind gut eingebunden. Logans Team wirkt interessant und lebendig, und auch Jake auf Lanas Seite finde ich spannend. Besonders gut gefällt mir, dass nicht alles sofort erklärt wird. Durch kleine Flashbacks bekommt man nur Stück für Stück Einblicke in ihre Vergangenheit, was die Spannung hochhält.
    Und ja… dieser Cliffhanger am Ende war wirklich gemein.

     

    Mein abschließendes Fazit

    Ich hatte enorm viel Freude mit diesem Buch – ab Seite eins. Ich weiß nicht, wie oft ich lachen musste oder wie sehr mich die analytischen Aspekte und das Zusammenspiel der Charaktere gepackt haben. Das gilt nicht nur für Lana und Logan, sondern auch für die Nebenfiguren.

    Ich habe nicht erwartet, dass ich die Figuren so schnell so sehr ins Herz schließe. Gerade weil noch so viel im Dunkeln bleibt, macht es Lust auf mehr. Ich denke, man muss sich wirklich Stück für Stück durch die „Mindf*ck“-Reihe arbeiten, um alle Hintergründe vollständig zu verstehen.

    Der erste Band hat es mir fast schon zu leicht gemacht, ihn zu mögen – und jetzt muss ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.

  13. Cover des Buches Roter Drache (ISBN: 9783453440869)
    Thomas Harris

    Roter Drache

    (577)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Ein Serienkiller verbreitet Angst und Schrecken. Bereits zwei Familien sind im zum Opfer gefallen und das FBI tappt weiterhin im Dunkeln und hat keinerlei Hinweise, die Rückschlüsse auf die Identität des Täters zulassen. Deshalb beschließt das FBI für diesen Fall Will Graham hinzuziehen, denn diesem herausragenden Ermittler ist es einst auch gelungen den berühmten Serienkiller Hannibal Lecter zu stoppen. Das hat ihn damals aber beinahe das Leben gekostet und auch diesmal gerät Will schon bald in Lebensgefahr…

    Der Wahnsinn hatte das Haus durch jene Tür auf Schuhen der Größe elf betreten. Während er im Dunkel am Frühstückstisch saß, konnte er diesen Wahnsinn spüren wie ein Bluthund, der an einem Hemd eine Fährte aufnimmt. (S. 19/20)

    Meine Meinung:

    Ich habe die Hannibal-Lecter-Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen, sondern als erstes „Das Schweigen der Lämmer“ (Band 2) gelesen, weil ich den Film so toll fand. Ehrlich gesagt hatte ich die Befürchtung, dass Band 1 eventuell nicht mit „Das Schweigen der Lämmer“ mithalten kann, aber da lag ich zum Glück falsch. „Roter Drache“ ist so spannend und mitreißend, dass ich es vielleicht sogar noch etwas besser als „Das Schweigen der Lämmer“ gefunden habe. Das Buch zählt auf jeden Fall zu den besten Thrillern, die ich bisher gelesen habe und ich finde es ist zu Unrecht deutlich unbekannter als „Das Schweigen der Lämmer“.

    Das Buch hat mich schon mit einer der ersten Szenen in seinen Bann gezogen und von sich überzeugt: Man begleitet den FBI-Agenten Will bei einer nächtlichen Tatortbegehung und das wird außergewöhnlich atmosphärisch und eindrücklich beschrieben. Wie Will in seinen Gedanken den Tathergang und die Gedanken des Täters rekonstruiert wird richtig gelungen beschrieben. Es gibt so einige andere Thriller und Krimis die es nicht schaffen einem die tatsächliche Tat so eindrücklich vor Augen zu führen wie es das hier die bloße Schilderung der Tatortbegehung vermag.

    Für viel Spannung und Abwechslung sorgt die Tatsache, dass man die Geschehnisse nicht nur aus Sicht des FBI erlebt, sondern parallel auch immer wieder in die Gedankenwelt des Täters eintaucht und Einblicke in dessen Leben bekommt. Während das FBI noch im Dunkeln tappt weiß man als Leser bereits auf welch unerwartete Art der Täter seine Opfer auswählt und hofft sehnlichst, dass ihm das FBI noch rechtzeitig auf die Spur kommt. Es hat einen besonderen Gruselfaktor, wenn man mitbekommt wie der Täter ein ganz normales und unauffälliges Leben führt und ihn die Leute in seiner Umgebung für einen harmlosen und anständigen Kerl halten. Vor allem um eine sehr sympathische und liebeswerte Person bangt man sehr, denn diese gewinnt den Täter immer mehr lieb und ahnt nicht in welche Gefahr sie sich damit begibt.

    Die FBI-Ermittlungen werden richtig toll und packend beschrieben. Es ist interessant und faszinierend zu verfolgen wie gut es Will gelingt sich in die Gefühls- und Gedankenwelt des Täters hineinzuversetzen und wie er auf dieser Grundlage Rückschlüsse auf dessen Persönlichkeit und sein Verhalten zieht. Trotzdem bangt man sehr, ob das reichen wird den Täter zu schnappen, weil dieser nun mal ein intelligenter Psychopath ist, der ohne erkennbares Motiv mordet, weshalb folglich sämtliche Anhaltspunkt fehlen, die dem FBI in „Standard-Mordfällen“ zu Verfügung stehen. Klar ist nur eines: Beim nächsten Vollmond wird der Täter wieder zuschlagen. Ich mochte ich es, dass es sich um einen von den „guten alten Thrillern“ handelt: Die Ermittler müssen noch weitgehend ohne Hightech auskommen, Filme müssen noch in Laboren entwickelt werden und der Täter nutzt Zeitungsannoncen um Botschaften zu platzieren.

    Will Graham ist ein toller und interessanter Protagonist, den ich sehr ins Herz geschlossen habe. Wills Intelligenz und seine besondere Fähigkeit sich in den Täter hineinzuversetzen und Rückschlüsse auf seine Gedanken, seine Gefühle und sein Handeln zu ziehen machen ihn zu etwas Besonderem. Will ist aber trotzdem bescheiden geblieben und das macht ihn sehr sympathisch. Es geht Will nicht darum mit Erfolgen anzugeben, sondern er ist einfach ein guter und eher zurückhaltender Kerl, der das Herz am rechten Fleck hat und dem es darum geht sich für das Gute und für Gerechtigkeit einzusetzen. Deshalb habe ich umso mehr Mitgefühl für ihn gehabt als die Geschehnisse außer Kontrolle geraten sind und er selbst ins Visier des Serienmörders geraten ist. Es macht Will nahbar, dass er neben Stärken auch Schwächen hat und dass nicht einfach alles an ihm abprallt. Man erfährt, dass er bei einem früheren Einsatz (= Jagd auf Hannibal Lecter) beinahe gestorben wäre und dass es einige Zeit gedauert hat bis er dieses traumatische Erlebnis verarbeitet hatte. Diese verletzliche Seite lässt ihn menschlich erscheinen und man kann sich gut mit ihm identifizieren. Außerdem zeigt sich gegen Ende des Buches wie einfühlsam Will sein kann. Er spendet nämlich einer sehr niedergeschlagenen Person Trost und diese Szenen war sehr bewegend und schön zu lesen.

    Eine weitere große Stärke des Buches ist die vielschichtige Charakterisierung des Täters Francis. Man taucht in die Abgründe seiner Seele ein und erfährt von seinen grausamen Taten und seinen schrecklichen Plänen. Gleichzeitig wird Francis einem aber auch von einer anderen Seite gezeigt, indem man mitbekommt wie er eine Person kennenlernt, die nichts von seiner wahren Natur ahnt und ihm mit außergewöhnlich viel Freundlichkeit und Liebeswürdigkeit begegnet. Das führt dazu, dass Francis sich dieser Person gegenüber von seiner guten Seite zeigt und man als Leser erkennt, dass er nicht einfach nur ein Monster ist. Zudem gibt es ein Kapitel, das einem in die Kindheit von Francis zurückkatapultiert und einem im Schnelldurchlauf einige Schlüsselmomente aus seinem Leben zeigt. Das lässt einem zumindest ein Stück weit verstehen wie aus Francis ein Killer werden konnte. Außerdem verleihen diese Rückblicke der Geschichte mehr Dramatik, denn man kommt nicht umhin sich zu fragen, ob er vielleicht nie zum Mörder geworden wäre, wenn es in seinem Umfeld empathischere Menschen gegeben hätte, die in kritischen Momenten für ihn dagewesen wären.

    Die Nebenfiguren werden ebenfalls sehr gelungen charakterisiert – allen voran der ebenso faszinierende und intelligent wie erschreckende Hannibal Lecter, der ein fähiger Psychiater mit langjähriger Berufserfahrung, aber zugleich auch ein Massenmörder ist. Es sorgt für Gänsehautmomente wie Will sich Lecters besonderer Ausstrahlung nicht entziehen kann, wie er sich von Lecter durchschaut fühlt und wie er den Eindruck hat, dass es Lecter gelingt bis in sein Innerstes vorzudringen. Darüber hinaus ist auch der skrupellose und ehrgeizige Skandalreporter Freddy Lounds eine Nebenfigur, die die Handlung bereichert hat.

    Insgesamt punktet die Handlung mit einer über das ganze Buch hinweg aufrecht erhaltenen Spannung. Man wird mit Wendungen überrascht, die man so nicht hat kommen sehen. Der Täter ist relativ schwer einzuschätzen und man kann sich nicht sicher sein was er als nächstes tun wird. Das Ende des Buches hält auch nochmal einen Überraschungsmoment bereit. Überhaupt fand ich das Ende sehr gelungen, weil es einen aufregenden und mitreißenden Showdown gibt. Zugleich hat das Ende letztlich aber auch sehr bewegende und nachdenklich stimmende Momente zu bieten.

    Ich finde es übrigens ein bisschen schade, dass Will in keinem der anderen drei Bände nochmal in Erscheinung tritt. Ich hätte ihn gerne nochmal „wiedergetroffen“.

    Vergleich mit den beiden gleichnamigen Verfilmungen von 1986 bzw. 2002:

    Nach dem Lesen des Buches habe ich mir die beiden Verfilmungen angesehen. Schon die Verfilmung von 1986 fand ich gelungen, aber die von 2002 übertrifft diese nochmals erheblich. Beide Verfilmungen halten sich sehr genau an das Buch und schaffen es dieses in absolut gelungener Weise auf die Leinwand zu bringen. Die Verfilmung von 2002 hat mir noch besser gefallen, weil ich die Darstellung von Hannibal Lecter und von Francis Dolarhyde noch beeindruckender, überzeugender und buchgetreuer fand. Zudem wird die Beziehung zwischen Francis und Reba besser verdeutlicht und die Charakterisierung von Francis fällt vielschichtiger und tiefgründiger aus. Gut fand ich auch die Idee, dass beide Verfilmungen den Täter in „Zahnfee“ umgetauft haben, weil ich den im Buch verwendeten Namen nicht gut fand. Zu guter Letzt fand ich es auch schön, dass die beiden Verfilmungen damit enden, dass Will zu Molly und Kevin zurückkehrt. Im Buch zerbricht hingegen die Beziehung zu Molly und Graham ist am Ende alleine und muss ohne familiären Rückhalt mit seinen Erlebnissen fertig werden.

    Ein Hinweis für Fans der Krimiserie „The Mentalist“:

    „The Mentalist“ ist eine meiner Lieblingsserien und überraschenderweise gibt es ein paar Parallelen zwischen dieser Serie und dem vorliegenden Buch, die bei mir die Frage aufkommen ließen, ob die Serienmacher sich vom Buch haben inspirieren lassen. In beiden Fällen hat der Täter ein Faible für William Blake: Im Buch ist der Täter von Blakes Gemälde „Der große rote Drache und die mit der Sonne bekleidete Frau“ fasziniert, während es dem Täter in der Serie Blakes Gedicht „Der Tiger“ angetan hat. Der Täter im Buch nennt sich „Roter Drache“ und der Täter in der Serie „Red (= Roter) John“. Sowohl in der Serie als auch im Buch ist der Täter darüber erbost wie respektlos in den Medien über ihn gesprochen wird, weshalb er sich durch eine Gewalttat rächt. Zudem macht in beiden Fällen eine blinde Frau unwissentlich die Bekanntschaft des Täters ohne dass ihr klar ist mit was für einer gefährlichen Person sie es in Wahrheit zu tun hat. Außerdem nutzen sowohl Hannibal Lecter als auch Patrick Jane einen Gedächtnispalst um ihre Erinnerungen zu strukturieren.

    Fazit:

    Dieses Buch ist ein großartiger Thriller, der mich durchweg begeistern konnte, weil er richtig spannend und mitreißend ist. Mit dem FBI-Agenten Will Graham hat man einen tollen Protagonist mit dem man sehr mitfiebert und den man ins Herz schließt. Aber nicht nur Will Graham wird sehr gelungen charakterisiert: Auch der Täter bekommt ein Gesicht indem er sehr vielschichtig charakterisiert wird.

    Das Buch hat mir überraschendere Weise vielleicht sogar noch ein bisschen besser gefallen wie das ebenfalls sehr empfehlenswerte „Das Schweigen der Lämmer“

    Inzwischen habe ich alle vier Hannibal-Lecter-Romane gelesen und für mich sind „Roter Drache“ und „Das Schweigen der Lämmer“ eindeutig die Highlights der Reihe. „Hannibal“ und „Hannibal Rising“ fand ich dagegen leider vergleichsweise enttäuschend.

  14. Cover des Buches DAEMON (ISBN: 9783499256431)
    Daniel Suarez

    DAEMON

    (311)
    Aktuelle Rezension von: Stephanva

    Dieses Buch weiß wirklich zu überzeugen. Auch wenn es inhaltlich schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Idee dahinter sehr spannend. In der Fortsetzung "Darknet" wird die packende Geschichte zu Ende erzählt. 

    Daniel Suarez zeichnet eindrücklich ein Bild von einer sich verändernden Gesellschaft, wenn der Einsatz von virtueller Realität die "reale" Welt unterläuft. Geschickt erzählt er, wie verschiedene technische Innovationen ganze Gruppen verändern können. Dabei zeigen die verschiedenen Charaktere sowohl die hellen als auch dunklen Seiten der Menschen, die eine solche Veränderung mit sich bringt.

    Deamon und Darknet sind eine absolute Leseempfehlung!

  15. Cover des Buches Ich finde dich (ISBN: 9783945386880)
    Harlan Coben

    Ich finde dich

    (491)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Sechs Jahren sind vergangen seit Jake sich damit abfinden musste, dass Natalie, die Liebe seines Lebens, sich für einen anderen Mann entschieden und diesen geheiratet hat. Jake hat ihr damals versprochen nie wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen. Daran hat er sich jahrelang gehalten bis etwas Unerwartetes geschieht und diesen Entschluss ins Wanken bringt. Jake findet heraus, dass Natalies Hochzeit nichts als eine Inszenierung gewesen ist und bei seinen weiteren Nachforschungen stößt er auf immer mehr Ungereimtheiten. Natalie scheint in großer Gefahr zu schweben und er ist entschlossen sie wiederzufinden und sie zu retten…

    „Ich muss dir noch einmal sagen, dass ich dich liebe“, sagte ich. „Ich musste dir sagen, dass ich dich immer lieben werde.“ (S. 14)

    Meine Meinung:

    Der Klapptext hat mich sehr angesprochen, weil er so interessant und spannend klingt. Man findet leicht in die Geschichte hinein und sie nimmt schnell Fahrt auf, sodass man schnell durch die Seiten „fliegt“. Es ist spannend Jake dabei zu begleiten wie er nach und nach auf immer mehr merkwürdige Details stößt. Je näher er der Lösung kommt desto mehr Fragen kommen auch. Ich wollte unbedingt wissen was hinter alldem steckt, ob Natalie noch lebt und ob Jake es schafft sie wiederzufinden.

    Jake ist ein sehr nahbarerer und sympathischer Protagonist in den man sich gut hineinversetzten kann. Es geht einem nahe wie verzweifelt er auf ein Wiedersehen mit der Liebe seines Lebens hofft und man fiebert sehr mit ihm mit. Man spürt wieviel Liebe Jake noch immer für Natalie empfindet, obwohl er sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Es ist bewundernswert und macht Jake sympathisch, dass er sich mit so viel Herzblut, Einsatz, Mut und Durchhaltevermögen in die Nachforschungen stürzt. Außerdem ist es auch sehr romantisch.

    Die Spannung wird kontinuierlich aufrechterhalten. Es tauchen regelmäßig neue Hinweise auf und Jake stößt immer wieder auf weitere Ungereimtheiten. Außerdem gibt es einige sehr überraschende Wendungen und auch actionreiche Szenen, die für zusätzliche Dramatik und Spannung sorgen.

    Am Ende kommt es zu einem spannenden Showdown und es gibt ein wirklich schönes Happy End. Alle offenen Fragen werden beantwortet.

    Warum vergebe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne?

    Es war richtig spannend Jake auf dem Weg bis hin zur Auflösung zu begleiten, aber die Erklärung was hinter allem steckt konnte mich dann leider nicht zu 100% überzeugen. Zwar lassen sich damit all die seltsamen und unerklärlichen Begebenheiten und Tatsachen erklären, die Jake entdeckt hat, aber das Ganze war für mein Empfinden etwas zu konstruiert und wirkte ein wenig übertrieben. Ich hatte den Eindruck, dass manche Ereignisse, Verwicklungen und auch Verhaltensweisen der Charaktere eigentlich nur dazu dienten die Spannung beim Leser aufrechtzuerhalten und den Unterhaltungsfaktor der Geschichte zu erhöhen, aber davon abgesehen gar nicht unbedingt nötig gewesen wären.  Bestes Beispiel ist die eigens für Jake inszenierte Hochzeit, die beim Leser für emotionale Momente sorgt, aber einen absolut unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeutet, wenn man bedenkt, dass es einzig darum ging Jake auf Abstand zu halten. Es wäre logischer gewesen, wenn Natalie sich für eine von vielen einfacheren und unkomplizierteren Möglichkeiten entschieden hätte, um Jake loszuwerden, aber das hätten eben keine so gute Szene abgegeben. Ein ähnliches Beispiel ist die Sache mit Natalies Schwester. Ich habe nicht verstanden, warum Natalie ihrer Schwester nicht zumindest ein paar nähere Infos bzgl. der Umstände ihres „Abtauchens“ gegeben hat, sondern stattdessen nur ein paar sporadische Postkarten geschickt hat. Das machte zwar die Sache für den Leser spannender, weil Jake der Lösung erneut nicht näherkam, aber wirklich verständlich fand ich Natalies Verhalten nicht.

    Hinzu kommt, dass Jake ein bisschen zu gut darin war die Herausforderungen zu bewältigen mit denen er bei seinen Nachforschungen konfrontiert wurde. Ihm widerfahren einige zum Teil sehr heftige Dinge, die er meiner Meinung nach zu leicht wegsteckt. Bestes Beispiel ist der Kampf mit einem Verbrecher in dessen Verlauf Jake diesen in Notwehr umbringt. Dieses traumatische Erlebnis verarbeitet er viel zu schnell, wenn man bedenkt, dass er ja ein ganz normaler Typ ist und kein hartgesottener Verbrecher. Dann gibt es z. B. noch eine Situation in der es Jake mal eben gelingt einen Typen einzuschüchtern, der dem organisierten Verbrechen angehört.

    Jakes Liebe zu Natalie ist zwar sehr romantisch und rührend, aber sie war mir zu übertrieben geschildert. Weniger wäre da echt mehr gewesen. Jake kannte Natalie weniger als einen Monat ehe der Kontakt abgebrochen ist. Trotzdem hat Jake jedem einzelnen Tag in den folgenden sechs Jahren an sie gedacht und das ist wörtlich und nicht im übertragenen Sinne gemeint. Er ist zudem absolut überzeugt, dass er und Natalie im Falle eines Wiedersehens exakt da weitermachen könnten wo sie vor sechs Jahren aufgehört haben. Hier macht sich Jake viel zu wenig Gedanken darüber, dass er sie aufgrund der sehr kurzen Beziehung eigentlich ohnehin nicht richtig gekannt hat und man sich in sechs Jahren auch sehr verändern kann und nicht zwangsläufig noch genau die gleiche Person ist wie damals.

    Fazit:

    Ich habe diesen spannenden Pageturner gerne gelesen, aber leider hat mir der Weg zum Ende besser gefallen als letztlich die Auflösung selbst. Mir waren einige Dinge zu konstruiert und übertrieben. Ich hatte ein bisschen den Eindruck, dass gewisse Begebenheiten und Verhaltensweisen von Personen vordergründig dazu dienten beim Leser für Spannung zu sorgen anstatt darauf zu achten, ob das zu 100% nachvollziehbar bzw. logisch ist. Aus den genannten Gründen würde ich das Buch ehrlicherweise kein zweites Mal lesen.

    Zum Schluss noch zwei Zitate aus dem Buch, die mir besonders gefallen haben:

    Es ist eine Eigenart des Menschen sich selbst für einzigartig und sehr komplex zu halten und alle anderen für leicht durchschaubar. Was natürlich ein Irrtum ist. Wir alle haben unsere Träume, Hoffnungen, Bedürfnisse, Begierden und Sehnsüchte. Jeder von uns ist auf seine eigene Art verrückt. (S. 25)
    „Kennen Sie sich mit Hoffnung aus, Jake? […] Sie ist das Grausamste auf der Welt. Selbst der Tod ist besser. Wenn man tot ist, hat der Schmerz ein Ende. Aber die Hoffnung zieht dich immer wieder hoch, nur um dich hinterher wieder auf den harten Boden der Tatsachen fallen zu lassen. Die Hoffnung hält dein Herz in der Hand, nur um es dann in der Faust zu zerquetschen. Immer wieder. Es hört nie auf. Das ist Hoffnung.“ (S. 354)
  16. Cover des Buches Ich bin der Schmerz (ISBN: 9783404172580)
    Ethan Cross

    Ich bin der Schmerz

    (433)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Dieser Band der Shepherd‑Reihe liefert genau das, was man von Ethan Cross erwartet: Tempo, Nervenkitzel und ein perfides Katz‑und‑Maus‑Spiel, das Marcus Williams an seine Grenzen treibt. Der Autor eröffnet mit einem brutalen Szenario – Entführungen, moralische Erpressung, ein Vater, der seine Opfer zu Tätern machen will – und steigert die Intensität von Kapitel zu Kapitel. Besonders spannend ist, wie sehr er mit der Wahrnehmung seiner Figuren spielt. Francis Ackerman Jr. wirkt stellenweise fast greifbarer und menschlicher als Marcus selbst, was die Dynamik zwischen den Brüdern enorm auflädt.

    Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher zeigt sich auch die Schwäche des Romans: Cross schraubt die Eskalation so weit hoch, dass manche Wendungen eher konstruiert als konsequent wirken. Die Enthüllungen rund um Marcus’ Vergangenheit, die Entführung seiner Familie und die Pläne des „Anstifters“ sind zweifellos packend, aber nicht immer glaubwürdig. Gerade im letzten Drittel überschlägt sich die Handlung so sehr, dass man als Leser irgendwann das Gefühl bekommt, der Autor wolle um jeden Preis noch eins draufsetzen.

    Trotzdem bleibt die Spannung bis zum Schluss bestehen. Die Zusammenarbeit zwischen Maggi und Ackerman, die verzweifelte Suche nach Marcus und der tiefe Blick in die Abgründe der Shepherd‑Organisation sorgen für durchgehend hohes Tempo. Und auch wenn die Figuren oft überzeichnet sind, gelingt es Cross, Ackerman Jr. als faszinierenden Fixpunkt der Reihe zu etablieren – so sehr, dass man allein wegen ihm weiterlesen möchte.

    Fazit: Ein rasanter, düsterer Thriller, der mit starken Wendungen und intensiven Figurenmomenten punktet, aber gelegentlich an seiner eigenen Überambition scheitert. Spannend genug für Fans der Reihe, doch für mich persönlich der Band, bei dem ich erstmals überlege, ob ich weiterlese. 4 von 5 Sternen. 

  17. Cover des Buches Obsessed: Bis du mein bist (ISBN: 9783961154326)
    Don Both

    Obsessed: Bis du mein bist

    (141)
    Aktuelle Rezension von: Beatrice-von-B

    Die Sprecher wurden sehr gut für dieses Buch ausgewählt!

    Die Protagonistin ist eine viel arbeitende Mutter, die plötzlich Mr. Right vor sich hat. Mr. Right ist jedoch ein Psycho. Das gefällt ihr allerdings.

    Der Knall am Ende war absehbar, hat aber Lust auf den Folgeband gemacht. 

    Das Hörbuch und die Sprecher wecken Gefühle in einem. Manche muss man auch erstmal danach verarbeiten um sie nicht auf die normale Welt zu projezieren.

  18. Cover des Buches Blood – Du sollst bereuen (ISBN: 9783442498017)
    S.T. Abby

    Blood – Du sollst bereuen

    (120)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Eigene Meinung

    Nach Band eins SECRET – Du sollst mich fürchten war ich sowas von bereit für Band zwei – nur um jetzt bis August warten zu müssen ._. Ich leide wirklich sehr darunter, noch nicht weiterlesen zu können. Deshalb erzähle ich euch erst einmal, wie ich den zweiten Band der Mindf’ck-Reihe fand …

    Nahtlos starte ich hier genau an dem Cliffhanger, mit dem der erste Band endet. Lana muss sich diesmal mit einer neugierigen Kollegin von Logan auseinandersetzen und dabei hätten weder ich noch wahrscheinlich sie selbst damit gerechnet, welche Ausmaße das nicht nur für sie, sondern auch für Logan und dessen Kollegin annehmen würde.

    Der Schreibstil sowie die wechselnden POVs der Protagonisten sind – genau wie bereits im ersten Band – wieder absolut flüssig und interessant. Auch wenn ich erneut das Gefühl hatte, dass Logan charakterlich noch etwas zu kurz kommt, wird diesmal deutlich mehr Fokus auf die Beziehung zwischen ihm und Lana gelegt. Gleichzeitig rückt auch die Arbeit des FBI stärker in den Mittelpunkt.

    Und genau das geschieht für mich auf eine sehr angenehme Art. Lana versucht selbstverständlich alles vor Logan zu verbergen, was ihre dunkle Seite betrifft, während seine Kollegin ihr gegenüber zunehmend misstrauisch wird. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass Lana und Logan sich trotz aller Hindernisse – von denen Logan selbst noch längst nicht alle kennt – immer weiter annähern. Ihre Beziehung entwickelt sich sichtbar weiter und gerade bei Lana wird deutlich, wie sehr sie selbst von der Intensität ihrer Gefühle überrascht ist.

    Dazu muss ich sagen, dass ich Thriller aus der Sicht der Ermittler häufig eher ermüdend finde. Oft werden Abläufe bis ins kleinste Detail erklärt und verlieren dadurch für mich an Spannung. In Blood ist das zum Glück anders. Natürlich werden gewisse Vorgänge erläutert, aber eben nur so weit, wie es für die Geschichte notwendig ist. Gerade dadurch verliert das Buch für mich nie an Tempo und nimmt immer mehr Fahrt auf.

    Und das tut es wirklich.

    Zugegeben: Die knapp 240 Seiten waren bei mir ziemlich schnell weggesnackt. Aber das wäre ganz sicher nicht passiert, wenn S. T. Abby hier nicht so einen – in meinen Augen – verflucht guten Job gemacht hätte.

    Wie bereits erwähnt, fand ich lediglich schade, dass Logan charakterlich erneut etwas im Hintergrund bleibt. Gerade weil ich ihn inzwischen so gern mag, wünsche ich mir einfach noch mehr Einblicke in seine Vergangenheit und seine Gedanken. Ich hoffe sehr, dass sich das in den kommenden Bänden noch ändern wird. Ich merke einfach immer mehr, warum Lana für mich als Protagonistin so gut funktioniert. Allein ihre trotzige Art empfinde ich hier überhaupt nicht als anstrengend, sondern vielmehr als absolut nachvollziehbar. Zumindest aus ihrer Sicht. Warum sollte sie sich auch von Polizisten beschützen lassen, obwohl sie zu weitaus Bösartigerem fähig ist als dieser Boogeyman?

    Natürlich weiß Logan davon nichts und selbstverständlich muss Lana ihm gegenüber weiterhin den Schein wahren. Dank der nachvollziehbaren Erklärungen wirkt dieses Doppelleben für mich aber jederzeit authentisch.

    In Blood schlägt Lana außerdem kurzzeitig einen anderen Weg ein. Gerade diese Entwicklung hat sie mir noch sympathischer gemacht. S. T. Abby schafft es einfach, ihren Figuren unglaublich menschliche Züge zu verleihen. Vielleicht fällt es mir gerade deshalb so leicht, völlig in dieser Reihe zu versinken. Besonders dadurch, dass Lana von ihrem ursprünglichen Plan abweicht, zieht die Spannung noch einmal deutlich an. Plötzlich muss sie viel mehr bedenken als zuvor und auch ihre Entscheidungen bringen neue Risiken mit sich. Ich saß stellenweise wirklich nur noch da und dachte: “Bitte mach jetzt keinen Mist.”

    Und vom Cliffhanger möchte ich nun wirklich gar nicht erst anfangen …

    Drückt mir einfach die Daumen, dass der August ganz schnell kommt!

     

    Mein abschließendes Fazit

    Blood konnte mich genauso begeistern wie bereits Secret. Lana gehört inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsprotagonistinnen und ich liebe es, ihre Entwicklung sowie die Beziehung zwischen ihr und Logan weiterzuverfolgen. Gleichzeitig bleibt die Geschichte spannend, ohne sich in den Ermittlungen zu verlieren.

    Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch eins: sehnsüchtig auf den August warten.

  19. Cover des Buches Der Totenzeichner (ISBN: 9783404172290)
    Veit Etzold

    Der Totenzeichner

    (180)
    Aktuelle Rezension von: Shady

    Die Thriller rund um Veit Etzold und die Ermittlerin Clara Vidalis gehören für mich klar in die Kategorie „nichts für schwache Nerven, aber genau deshalb so gut“. Die Geschichten sind düster, direkt und oft sehr schonungslos erzählt – genau diese Konsequenz macht aber auch den Reiz der Reihe aus.

    Was mir besonders gefällt, ist das hohe Tempo. Kurze Kapitel, schnelle Szenenwechsel und immer wieder Cliffhanger sorgen dafür, dass man kaum aus dem Lesen rauskommt. Man denkt oft „nur noch ein Kapitel“ – und ist plötzlich mitten in der nächsten Eskalation.

    Clara Vidalis selbst ist eine starke, glaubwürdige Figur, die sich durch die Fälle kämpft, ohne dabei überzeichnet zu wirken. Auch das Ermittlerteam und die kriminalistischen Hintergründe sind gut eingebunden und wirken solide recherchiert, ohne dass es trocken wird.

    Inhaltlich bewegt sich die Reihe häufig im extremen Bereich: Gewalt, psychologische Abgründe und sehr harte Fälle stehen im Mittelpunkt. Genau das macht die Bücher so intensiv – gleichzeitig sollte man wissen, worauf man sich einlässt, wenn man zu dieser Reihe greift.

    Insgesamt ist die Clara-Vidalis-Reihe für mich eine klare Empfehlung für alle, die kompromisslose, düstere und temporeiche Thriller mögen, die einen auch mal an die Grenzen des Erträglichen bringen.

  20. Cover des Buches Ich bin der Zorn (ISBN: 9783404174218)
    Ethan Cross

    Ich bin der Zorn

    (362)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Ich habe den vierten Shepherd‑Band mit einer Mischung aus Vorfreude und Skepsis begonnen – und leider hat sich Letzteres am Ende stärker bestätigt. Der Einstieg funktioniert noch gut: Tempo, Brutalität, dieses typische Cross‑Gefühl von „Okay, das wird heftig“. Aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher bricht sie unter ihrem eigenen Anspruch zusammen.

    Was mich am meisten frustriert hat, ist die Unausgewogenheit. Der Plot wirkt von Anfang an etwas konstruiert, aber bis zur Hälfte kann man das noch mit dem hohen Unterhaltungswert ausgleichen. Danach driftet alles in eine Richtung ab, die für mich weder spannend noch glaubwürdig war. Die Wendungen sind vorhersehbar und gleichzeitig so überzogen, dass sie eher Kopfschütteln als Nervenkitzel auslösen. Ich hatte mehrfach das Gefühl, Cross wolle um jeden Preis schockieren – und genau dadurch verliert die Geschichte an Wirkung.

    Auch die Figuren, die ich in den ersten Teilen wirklich gern begleitet habe, bleiben hier erstaunlich blass. Marcus und Maggie treten auf der Stelle, Andrew ist kaum mehr als Staffage, und selbst Ackerman Jr., der sonst das Highlight der Reihe ist, bekommt zu wenig Raum, um sein Potenzial auszuspielen. Es ist schade, wenn die interessantesten Charaktere nur noch als Stichwortgeber dienen.

    Was das Tempo angeht, ist der Roman ebenfalls unausgewogen: lange Passagen, in denen wenig passiert, gefolgt von einem Finale, das plötzlich alles auf einmal abfeuert. Für mich fühlt sich das eher nach verschenkter Spannung an als nach bewusstem Aufbau.

    Unterm Strich bleibt ein Buch, das zwar noch einzelne starke Momente hat, aber insgesamt deutlich hinter den Vorgängern zurückbleibt. Ich war weder völlig gelangweilt noch wirklich begeistert – eher enttäuscht, weil ich weiß, dass Cross es besser kann. Deshalb landet dieser Band für mich bei 2,5 von 5 Sternen.

  21. Cover des Buches Spectrum (ISBN: 9783404175550)
    Ethan Cross

    Spectrum

    (296)
    Aktuelle Rezension von: blue-jen

    August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank - das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur - und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern. 


    Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr schwer,  da die Geschichte aus mehreren Sichtweisen erzählt wird und es sehr lange braucht bis man weiß wie diese zusammenhängen. Zusätzlich sind es einige Protagonisten, bei denen man nie genau weiß wie wichtig sie sind und ob Sie wieder auftauchen, daher fand ich das Buch anfangs eher zäh als spannend.

    Erst ab etwa der Hälfte fand ich das Buch dann gut, wobei schon hier absehbar war in welche Richtung es lief, aber das tat der Spannung keinen Abbruch. Die drei Hauptprotagonisten auf der Ermittlerseite gefielen mir auch sehr gut, Burke, Carter und Nic. alle drei sehr verschieden und doch haben sie ein sehr gutes team gebildet.  

    Die Gegenseite war für mich doch recht undurchsichtig, gerade was die Motive anging, aber auch hier waren es sehr unterschiedliche Charaktere die gut harmoniert haben.

    Insgesamt war es ein gutes Buch, das anfangs etwas braucht, leider auch mit einem für mich offenen Ende. 

    Daher insgesamt nur 3,5 Sterne

  22. Cover des Buches Insomnia (ISBN: 9783499268571)
    Jilliane Hoffman

    Insomnia

    (344)
    Aktuelle Rezension von: Thriller_Diana


    Rezension zu Insomnia von Jilliane Hoffman

    Mit Insomnia legt Jilliane Hoffman erneut einen Thriller vor, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Wie schon in ihren vorherigen Büchern versteht sie es, Spannung aufzubauen, falsche Spuren zu legen und den Leser in ein Netz aus Angst, Zweifel und Überraschungen zu ziehen.

    Diesmal ist es der „Hammermann“, ein grausamer Serienkiller in Florida, der die Polizei und die Ermittler auf Trab hält. Er entführt junge Frauen, quält sie mit verschiedensten Werkzeugen und tötet sie schließlich auf brutale Weise. Schon die Beschreibungen der Tatorte lassen einem den Atem stocken.

    Wieder dabei Agent Bobby Dees, den einige Leser bereits aus Mädchenfänger kennen. Er ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, jemand, der nicht nur nach Vorschrift handelt, sondern auf seine Intuition vertraut. Auch in diesem Fall beweist er, dass sein Gespür ihn selten im Stich lässt. Gerade diese Mischung aus Professionalität und Menschlichkeit macht ihn zu einer Figur, die man sofort ins Herz schließt.

    Eine echte Überraschung ist Mallory. Sie macht im Verlauf der Geschichte eine enorme Entwicklung durch – von anfänglich verletzlich und unsicher hin zu stark und mutig. Ihr habe ich beim Lesen besonders die Daumen gedrückt und oft mit ihr mitgelitten.


    Fazit: Insomnia ist ein packender Pageturner, der keine Atempause lässt. Eine düstere, beklemmende Atmosphäre, starke Charaktere und ein brutaler Serienkiller. Für Fans von spannungsgeladener Kost eine absolute Empfehlung.

  23. Cover des Buches Ein Teil von ihr (ISBN: 9783365005255)
    Karin Slaughter

    Ein Teil von ihr

    (262)
    Aktuelle Rezension von: Ay73

    Karin Slaughter hat mit "Ein Teil von ihr" einen Thriller geschrieben, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Die Geschichte beginnt damit, dass Andrea Cooper in einem Diner einen brutalen Überfall erlebt und den Angreifer in Notwehr tötet. Soweit nichts Ungewöhnliches – doch dann verhält sich ihre Mutter Laura plötzlich äußerst merkwürdig. Andrea beginnt zu ahnen, dass ihre Familie Geheimnisse birgt, die tief in eine gewalttätige Vergangenheit reichen.

    Slaughter verwebt geschickt zwei Zeitebenen: Andreas Gegenwart und Lauras Leben in den 1980er Jahren. Stück für Stück fügt sich ein Puzzle zusammen, das einem den Atem raubt. Die Enthüllungen sind perfekt getimed, jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der einen nachts wach hält.

    Was das Buch besonders macht, sind die Frauenfiguren. Andrea ist keine typische Action-Heldin, sondern eine normale Frau, die plötzlich ihre ganze Identität hinterfragen muss. Noch beeindruckender ist Laura – eine Mutter mit einer Vergangenheit, die sie um jeden Preis verbergen will. Die komplizierte Beziehung zwischen den beiden, diese Mischung aus Liebe, Misstrauen und schmerzhafter Entfremdung, hat mich wirklich berührt.

    Slaughter schreibt allerdings nicht zimperlich. Gewalt wird explizit dargestellt, und auch die psychische Belastung ist beim Lesen körperlich spürbar. Das ist definitiv nichts für zwischendurch. Die Autorin webt wichtige Themen wie häusliche Gewalt und die Frage ein, wie weit man für den Schutz seiner Kinder gehen würde – ohne dabei belehrend zu werden.

    Es ist eine Geschichte über Identität, Mutterschaft und die Gewalt, die Generationen prägt. Für Fans psychologisch dichter, intensiver Thriller ein absolutes Muss. Wer leichte Unterhaltung sucht, sollte allerdings zu etwas anderem greifen.

  24. Cover des Buches Deadly Ever After (ISBN: 9783492311731)
    Jennifer L. Armentrout

    Deadly Ever After

    (322)
    Aktuelle Rezension von: MuLeFe

    Zehn Jahre nachdem  Sasha einem Serienkiller entkam, kehrt sie zurück und trifft auf Cole, jetzt FBI-Agent. Alte Gefühle lodern neu auf. Doch dann verschwinden erneut Frauen, und die gleichen Muster tauchen wieder auf. Sasha ist verletzlich und zugleich stark; man merkt ihr die Angst und den Überlebenswillen an. Cole ist beschützend, sympathisch und glaubwürdig. Die Spannung zieht sich durch viele Szenen, und der Wechsel zwischen Spannung und Gefühl ist gelungen. Der Stil liest sich gut und flüssig, man kommt schnell voran. Manche Wendungen wirken etwas vorhersehbar und gelegentlich hätte ich mir mehr Tiefgang bei Nebenfiguren gewünscht. Aber das Finale sorgt für Gänsehaut. Ein sehr empfehlenswerter Thriller mit Herz und Ecken.

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