Bücher mit dem Tag "fee empfiehlt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fee empfiehlt" gekennzeichnet haben.

89 Bücher

  1. Cover des Buches Der Sommer der Blaubeeren (ISBN: 9783442382170)
    Mary Simses

    Der Sommer der Blaubeeren

     (645)
    Aktuelle Rezension von: Ronja13

    Soeben habe ich das Buch „Der Sommer der Blaubeeren“ zu Ende gelesen und empfand es als sehr einfach zu lesen und angenehm. 

  2. Cover des Buches Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (ISBN: 9783471351734)
    Camilla Läckberg

    Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.

     (305)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat

    Von diesem Buch hätte ich erwartet, dass es eine interessante Hintergrundgeschichte und psychologische Einblicke bzgl. eines "goldenen Käfigs" bieten würde. Bekommen habe ich lediglich eine Ansammlung von simplen Klischees, welche die Geschichte fast unerträglich machte. Besonders der Rachefeldzug wirkte konstruiert und erinnerte an ein Highschool Schauspiel. 

    Zugute halten muss man dem Buch den angenehmen Lesefluss. Es liest sich zügig und es hat trotz der oberflächlichen Geschichte einen Spannungsbogen. 

    2,5 Sterne.

  3. Cover des Buches Dear Amy (ISBN: 9783426654200)
    Helen Callaghan

    Dear Amy

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie_W

    Meine Meinung


    Mit Dear Amy hat Helen Callaghan einen Psychothriller geschaffen der unter die Haut geht. Dank des tollen und flüssigen Schreibstils liest man auch die verwirrenden Stellen einfach weg. In der Geschichte selbst haben wir verschwundenen Kinder, einen Täter der fast durchdreht und eine Erzählerin die selbst psychisch labil ist. 


    Magor Lewis ist Lehrerin und schreibt beim Examiner die Ratgeberkolumne Dear Amy. Eines Tages erhält Sie einen Brief von Bethan Avery, die vor 15 JAhren spurlos aus dem Krankenhaus verschwindet. Man hat nie Ihre Leiche gefunden und geht trotzdem davon aus, dass sie tot ist. Nur Margot glaubt nicht an den Tod des Mädchen und begibt sich bei der Spurensuche selbst in Gefahr. 


    Ob Sie das Rätsel um Bethan Avery und die zeitgleich verschwundene Katie Brown lösen kann, müsst Ihr beim Lesen selbst feststellen. 


    Alles in allem fand ich das Buch recht ansprechend, auch wenn es für meinen Geschmack sehr viele Verwirrungen gab. Die haben sie letztendlich zwar aufgeklärt. Waren sie beim Lesen dennoch Stolpersteine. 


    Helen Callaghan hat viele verschiedene Charaktere geschaffen, die durchweg entweder sympathisch sind oder genau das Gegenteil. Was ich besonders gut fand, ist die Hauptfigur Margot selbst. Auch wenn sie einen manchmal echt nervte, ist sie dennoch eine starke Person die sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt, trotz der vielen Selbstzweifel die sie an den Tag legt. 


    Für mich ein solides Buch, mit potenzial mehr daraus zu machen. 


    Erschienen ist das Buch am 10.01.2017 mit 400 Seiten im Knaur Verlag.


    Fazit


    Ein guter Pyschothriller mit streckenweisen stolpersteinen. Kann ich das Buch empfehlen? Eigentlich schon, denn die Geschichte ist gut, doch an der Umsetzung hapert es ein wenig. 

  4. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596523047)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

     (351)
    Aktuelle Rezension von: fabalia

    »Gib der Krise eine Punktzahl [...] Zwischen eins und hundert. Dann guck in die Ferne, als ob alles ganz egal wäre, und frage dich, welche Punktzahl du morgen vergeben würdest. Und nächste Woche. Und nächstes Jahr. Wird man in deinem Nachruf darüber schreiben? Wird jemand deswegen sterben? Wenn nicht, guck dir die Krise noch einmal an. Dann siehst du, was für ein Blender sie in Wirklichkeit ist.«

    Ein nackter Mann namens Joe wird in einem malerischen Küstendorf an Land gespült und von den Einwohner:innen gerettet. Kurz darauf strandet auch ein Finnwal in St. Piran und bald darauf steckt die Menschheit in einer weltweiten Krise. 

    In "Der Wal und das Ende der Welt" wird auf melodische Art und Weise von der Zerbrechlichkeit unserer modernen Gesellschaft erzählt. Wie egoistisch sind Menschen, wenn es ums Überleben geht? Was hat ein Wal mit dem Ende der Welt zu tun? Und wer ist Joe und was führt ihn nach St. Piran? 

    Trotz des gefühlvollen Schreibstils und der genauen Beschreibung von Personen und Orten, war das Buch im Mittelteil etwas langatmig, dennoch hat es mich immer wieder aufs Neue berührt. 

    Ich empfehle das Buch allen, die eine herzergreifende Geschichte über das Leben lesen wollen, die angesichts der Coronapandemie aktueller denn je ist. 

  5. Cover des Buches »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (ISBN: 9783960084082)
    Martin Schörle

    »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

     (309)
    Aktuelle Rezension von: Lyset

    Schon beim Anschreiben des Autors ob ich sein Buch gerne rezensieren möchte, war ich eher kritisch, doch nachdem ich die ersten Zeilen probelas, fand ich, als alte Theaterliebhaberin und Laienschauspielerin die Idee doch ziemlich gut und wollte, vor allem das erste Stück, gerne im Rahmen von kurzen Videos, künstlerisch umsetzen. 

    Ich fand das Stück rund um den sexistischen Beamten witzig und setzte es in mehreren Videos, Lesungen und Storys auf Instagram um. 

    Leider trennen wenige das Werk vom Autor und ich wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass man heutzutage das ganze Werk nicht unbedingt mit einem Augenzwinkern betrachten kann. 

    Auch andere, ehrliche Rezensionen bestärken leider dieses Bild. 

    Vielleicht ist solch ein Werk einfach nicht mehr Zeitgemäß und der Autor hätte die Ironie dahinter besser vermitteln sollen. 

    Stilistisch ist die Umsetzung einer Rede über Radiergummis in meinen Augen jedoch immer noch äußerst amüsant. 


  6. Cover des Buches Das Jesus-Video (ISBN: 9783404170357)
    Andreas Eschbach

    Das Jesus-Video

     (756)
    Aktuelle Rezension von: OldWhiteCis_Man

    Es dürfte jede Menge in den bisherigen Rezensionen stehen. Daher nur kurz ein Fakt und dann meine Meinung. Die Handlung lässt sich dem Verlangstext hinreichend entnehmen.

    Es gibt, abgesehen von christlichen und christlich bearbeiteten Quellen keinen einzigen zeitgenössischen Beleg für die Existenz von Jesus. Moses gab es nicht, Mohammed so nicht. Gerade mal 2 Suren können ihm nach wissenschaftlichen Kriterien zugesprochen werden. Aber sei's drum.

    Das Buch sollte ein Drittel kürzer sein, ist flott geschrieben und die Evangelikalen kriegen ihr verdientes Fett weg.

    Altpapier: Nein
    Offener: Bücherschrank: Ja
    Familie/Freunde: Nein

  7. Cover des Buches Azurblau für zwei (ISBN: 9783453422117)
    Emma Sternberg

    Azurblau für zwei

     (99)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Isabell Ritter ist Mitte 30, Single und hat vor kurzem ihre Anstellung in einer Buchhandlung verloren, als ihre Chefin beschlossen hatte, auszuwandern. Ihre Freunde sind inzwischen an den Rand von Berlin gezogen und haben glückliche Familien gegründet. Als Isa dann auch noch ihrem Exfreund Alex und seiner schwangeren Freundin begegnet, hadert sie mit ihrem traurigen Schicksal und ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Ein Inserat in der Zeitung, in dem für den Sommer eine Assistentin für eine Buchautorin auf Capri gesucht wird, weckt deshalb ihr  Interesse, denn in Berlin hält Isa derzeit nichts mehr. 

    Die berühmte Autorin Mitzi Hauptmann möchte ihre Memoiren schreiben und benötigt auf Grund ihres Alters Unterstützung beim Verfassen derselbigen. In der wunderschönen Villa Azzurra am Rande eines kleinen Dorfs beginnt Mitzi von ihrem Leben zu erzählen und erinnert sich dabei an ihre Jugendliebe Johann, die sie vor 60 Jahren zuletzt gesehen hatte, denn ihre Eltern waren gegen die Verbindung. 

    Während Isa sich in ihrer freien Zeit auf Capri in den Inselpolizisten Luca verliebt, möchte sie auch Mitzi helfen, ihre Liebe zu finden und wird mit Hilfe von Luca sogar fündig. 

    "Azurblau für zwei" ist eine Sommerlektüre, die auf der Insel Capri handelt und durch die anschaulichen Beschreibungen des Inselflairs, des azurblauen Meers, den bergigen Serpentinen und dem Duft von frisch geernteten Zitronen, Feigen oder süßen Tomaten fühlt man sich bald so, als befände man selbst am Golf von Neapel. 

    Die Geschichte beginnt mit einem nachvollziehbaren Chaos in Isas Leben und man kann gut verstehen, warum sie die Chance auf eine Auszeit fernab von Berlin nutzen möchte. Auf Capri verliert der Roman allerdings an Tiefe. Die Beschreibungen von Mitzis Leben sind eher oberflächlich und unspektakulär, wenn auch der Verlust ihrer jungen Liebe tragisch ist. Die Suche nach einem späten Happy End ist unaufregend, vorhersehbar und am Ende auch etwas kitschig. 

    Isas Liebesgeschichte zeichnet sich schon bei der ersten Begegnung mit dem attraktiven Inselpolizisten ab und entwickelt sich für meinen Geschmack viel zu abrupt und wirkte aufgesetzt. Schon nach einem gemeinsamen Ausflug wurde sich die große Liebe geschworen, was selbst vor dem Hintergrund von ungetrübter Sommerlaune und "La dolce Vita" übereilt war. 

    Der Roman ist bildhaft beschrieben und das Setting auf der Insel ist wirklich schön, weder die Lebens- noch die Liebesgeschichten konnten allerdings überzeugen und berühren, so dass das Buch nicht mehr ist, als eine leicht zu lesende Strandlektüre, ohne große Emotionen oder Überraschungen. 

  8. Cover des Buches Sommer in Atlantikblau (ISBN: 9783453422131)
    Miriam Covi

    Sommer in Atlantikblau

     (94)
    Aktuelle Rezension von: mama_liestvor

    Ein wirklich wunderschöner Sommerroman von der Autorin Miriam Covi, der viel zu lange auf meinem SUB lag.Nach dieser schönen Geschichte, bleibt es bestimmt nicht bei diesem einen Buch,denn die Autorin hat noch weitere Bücher geschrieben,die ab jetzt auf meiner Wunschliste stehen.

    SOMMER IN ATLANTIKBLAU - schon das farbenfrohe Buchcover beamt den Leser sofort ans Meer. " Folge dem Ruf der Wellen und du findest dein Glück" Für Lotte Seliger,ihren zwei Schwestern samt Mama,steht eine fantastische Kurzreise nach New York bevor. Lottes absolute Lieblingstante Charly ist verstorben und ihr großer,letzter Wunsch war,das die Seliger Mädels samt Mama,diese New York Reise unbedingt durchführen.Tante Charlys letzter Wunsch geht in Erfüllung. Das auf dem Rückflug nach Deutschland,ihr Flieger in Kanada an der Ostküste notlanden muss,damit hat keiner der Vier gerechnet. Leichte Panik breitet sich bei Lotte aus,denn in einer Woche findet ihre Hochzeit statt. Es hilft alles nichts,eine zwischenzeitliche Unterkunft muss organisiert werden. Zum Glück lernen sie am Flughafen den etwas verschlossenen aber sehr attraktiven Connor kennen,der in einem malerischen Städtchen direkt am Atlantik lebt und die Vier in einer zauberhaften Bed & Breakfast Pension unterbringt. Können sie die geschenkten,zusätzlichen Urlaubstage an der malerischen, kanadischen Ostküste genießen ?...

    Ein Roman,der jetzt schon zu einer meinen Lesehighlights 2021 zählt. Beim Lesen habe ich mich sofort in die Seliger Mädels verliebt,auch wenn die drei unterschiedlicher nicht sein konnten.Einfach zauberhaft. Ich selbst komme auch aus einem Dreimädel Haushalt und kann die Verhaltensweise und Wesensart der drei Schwestern,sehr gut nachvollziehen.Die Geschichte hat mich von der ersten Seite ab gefesselt und am Ende wurde ich beim Lesen immer langsamer , weil ich einfach nicht wollte das die Geschichte endet. Sehr atmosphärisch,romantisch,turbulent und für mich auch filmreif, erzählt. Von mir eine ganz große Leseempfehlung.Eine Geschichte zum Mitfiebern,mitweinen und mitlachen. Einfach fantastisch !

  9. Cover des Buches Lost in Fuseta - Spur der Schatten (ISBN: 9783462051247)
    Gil Ribeiro

    Lost in Fuseta - Spur der Schatten

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    In seinem zweiten Fall bekommen es Leander Lost, Graciana Rosado und Carlos Esteves mit dem dreckigen Erbe des portugisischen Kolonialismus zu tun. Auslöser ist das Verschwinden einer Kollegin, eine groß angelegte Suchaktion in Fuseta verläuft allerdings ergebnislos. Allerdings wird ihr Auto in einem Parkhaus einer etwas weiter entfernt gelegenen Stadt gefunden, zudem Blutspuren, die ihr zugeordnet werden können, später wird dann auch andernorts die Leiche entdeckt. Mit Hilfe von Losts eidetischem Gedächtnis kann der Name eines dringend verdächtigen Halters eines Autos, der sich zur Zeit des Mordes im Parkaus befand, ausgemacht werden. doch die Festnahme endet in einem Fiasko, denn es erweist sich, dass der wahre Täter sich offensichtlich durch einen Identitätsdiebstahl geschützt hat. Die drei Ermittler rätseln, wer hinter dieser raffiniert durchgeführten Aktion steckt, finden aber zunächst keine Anhaltspunkte und auch kein Motiv für den Mord an der Kollegin. Erst spät gelingt ihnen einen Durchbruch, und sie kommen auf die Spur eines geplanten Attentas auf eine angolanische Aktivistin, die gegen den dortigen korrupten Machthaber kämpft. In einem Wettlauf gegen die Zeit, gelingt es ihnen, weitere Opfer zu verhindern.

    Erneut spielt neben dem Kriminalfall Losts Asperger-Syndrom eine wichtige Rolle, da es einerseits zu mehreren homorvollen Einlagen führt, aber auch erneut die Tragweite für die davon betroffenen vermittelt. Ironie, Wortspiele sind mit Logik nicht zu erfassen, was stets zu Missverständnissen führen kann. Deutlich wird ebenfalls, welchen Aufwand Lost betreiben muss, um nicht aufzufallen. Allerdings wird er in der Sonne des portugisiechen Südens von Gracianas Familie herzlich aufgefangen, was ihm das Leben doch deutlich erleichtert.

  10. Cover des Buches Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer (ISBN: 9783426513842)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

     (96)
    Aktuelle Rezension von: JochenBender

    Ein Buch für Südfrankreich-Fans, voller Klischees und trotzdem saumäßig wohltuend zu lesen. Leider las ich den zweiten Band zuerst, wusste also schon einiges. Trotzdem war überzeugt mich das Buch, zumal hier der Fall komplex war und raffiniert bis zum stimmigen Ende erzählt wurde. Vielen Dank für die gute Unterhaltung, ich werde noch weitere Bücher der Reihe lesen.

  11. Cover des Buches Gefährlicher Lavendel (ISBN: 9783548289069)
    Remy Eyssen

    Gefährlicher Lavendel

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Carolin81

    Auch der 3. Krimi um Rechtsmediziner Leon Ritter ist wieder extrem spannend. Die Ereignisse im beschaulichen Provence-Städtchen Le Lavandou überschlagen sich, es gibt drei Leichen und einen Vermissten. Leon hat einen Verdacht, wer der Mörder sein könnte, aber Polizeichef, Staatsanwältin und die meisten Polizisten sind da ganz anderer Meinung. Sie wollen den Fall möglichst schnell und ohne Skandale lösen. Leon hingegen möchte die Wahrheit herausfinden und ermittelt daher wieder einmal auf eigene Faust.

    Beim Showdown während eines extrem starken Gewitters, muss Leon innerhalb von Sekunden eine Entscheidung treffen und verfolgt die Verdächtige auf eigene Faust. Schafft er es, sie zu einem Geständnis zu überreden? Oder liegt er mit seinen Vermutungen dieses Mal komplett falsch und verfolgt nicht die Richtige? Ein sehr spannendes Ende! 

    Der Krimi ist wie schon die Vorgänger extrem spannend geschrieben und man fliegt nur so durch die Seiten. Und die wundervolle Kullisse in der Provence und die sympathischen Protagonisten und Nebenfiguren sorgen dafür, dass man ein paar sehr angenehme Lesestunden verbringt.

  12. Cover des Buches Träume süß, mein Mädchen (ISBN: 9783442466597)
    Joy Fielding

    Träume süß, mein Mädchen

     (572)
    Aktuelle Rezension von: Lyset

    ... hätte ich dieses Exemplar nicht mit persönlicher Widmung bei einer Lesung der Autorin in der JVA Gelsenkirchen, bei der auch ausgewähltes Publikum einen Einblick in ein Gefängnis erhalten konnte, erworben, wäre es wohl schon längst weitergezogen. 

    So ist es ein schönes Erinnerungsstück an eine ziemlich einmalige Lesung. Der Roman ist so kurzweilig wie vorhersehbar... Für Fans der Autorin aber sicherlich durchaus interessant. 

  13. Cover des Buches Nachts am Brenner (ISBN: 9783462050080)
    Lenz Koppelstätter

    Nachts am Brenner

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Der dritte Fall ist der bisher persönlichste für Commissario Grauner aus Südtirol.

    Als Kulisse dient der Brennerpass samt den zugehörigen Ortschaften, der Brennerautobahn und dem italienisch-österreichischen Grenzgebiet.

    Das erste im Buch erwähnte Verbrechen ist die brutale Hinrichtung eines hochbetagten Einheimischen. Bei der Erforschung dessen Lebensgeschichte dreht Grauner das Rad der Zeit immer weiter zurück, bis in das Jahr 1946…  In jenem Jahr nämlich geschahen ebenfalls geheimnisumwitterte Dinge rund um den Brenner. Als Grauner schließlich ein Koffer in die Hände fällt, der im Zusammenhang mit dem Mord an Grauners Eltern steht, sind da viele Spekulationen über einen möglichen Tathergang zu berichten und die dritte Krimi-Ebene ist eröffnet.

    Nicht nur Grauner ist verwirrt: Welche Stränge gehören denn nun wirklich zusammen, welche sind willkürlich aneinandergereiht?

    Als dann noch das Klarissenkloster ins Spiel kommt und Saltapepe nachts eine ungewöhnliche Entdeckung macht, sind so viele Nebenschauplätze eröffnet, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht…

    Fast 300 Seiten lang stochern die Ermittler in den wenigen Fundstücken, die sie entlang des Weges  finden konnten, immer wieder reiht sich ein anderes Indiz ein und widerlegt die vorherige Theorie,  neue Verdächtige kommen und gehen.

    Gut, dass am Ende der Fall mit allen losen Strängen noch einmal rekapituliert wird!

    Die ganz besondere Stärke des Buchs liegt (wieder) darin, ein Lokalkolorit zu schaffen, das ungeheuer plastisch wirkt, das authentische Protagonisten zeigt und menschelnde Ernittler. Das Rauschen der Autobahn habe ich im Ohr wie auch das Dunkel einer Augustnacht in den Bergen. Die Autobahn spielt mit, ebenso wie die kommerziellen Einrichtungen, die es tatsächlich auf der Höhe des Brennerpasses gibt.

    Der Erzählstil ist – wie immer – wunderbar und niemals platt. Ein wenig Durchhaltevermögen ist im Mittelteil gefragt, hier kommt die Spannung etwas zu kurz.

    Wieder ein Roman wie ein Kurzurlaub in Südtirol – geschrieben von einem echten Kenner.

    Klare Leseempfehlung für Südtirol-Fans und Freunde des gepflegten Regionalkrimis.

  14. Cover des Buches Eine Samtpfote zum Verlieben (ISBN: 9783426523216)
    Melinda Metz

    Eine Samtpfote zum Verlieben

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Geschichtenliebhaberin

    Inhalt:

    Jamie zieht es mit Hilfe ihres Erbes für ein Jahr nach L.A. Es soll "Jamie's Jahr" werden, ganz ohne Männer und dafür mit jede Menge neuer Erfahrungen, um herauszufinden, was sie mit ihrem restlichen Leben eigentlich machen will. Dumm nur, dass ihr Kater MacGyver die Sache etwas anders sieht und der einsamen Frau zu neuem Liebesglück verhelfen will. Er findet den passenden Partner in David, einem verwitweten Nachbar, der immer noch mit dem Tod seiner Frau zu kämpfen hat. Und auch andere Nachbarn werden Teil von MacGyvers Mission, einsame Seelen zusammenzuführen. Läuft alles nach Plan? Oder ist die Mission doch nicht so einfach wie gehofft?


    Meine Gedanken zum Buch:

    Leider habe ich ein paar Punkte, die mir persönlich wichtig sind und aufgrund derer ich nicht die volle Sternezahl geben kann. Allen voran ist die Geschichte leider sehr vorhersehbar. Auch die Charakterentwicklung der Protagonistin ist etwas holprig, scheint sie doch zuerst fest ihre Meinung zu vertreten, knickt dann doch aber immer wieder ein und schließlich findet sich schon ein Weg, alles Mögliche zu rechtfertigen. Auch wie sich Jamie und Davids Plan entwickelt war für mich eher unreife Blauäugigkeit als das Verhalten von erwachsenen Menschen Anfang/Mitte dreißig (was dahinter steckt erörtere ich jedoch aufgrund von Spoiler-Gefahr nicht weiter ;)   ). Auch waren die Textpassagen der titelgebende Samtpfote weniger als erwartet und auch oft sehr ähnlich zu den vorherigen Kater-Passagen. Diese Kritikpunkte sind jedoch wie bereits erwähnt meine ganz persönliche Meinung und müssen für andere Leser nicht unbedingt so gewichtig sein wie für mich ;)

    Nichtsdestotrotz hatte das Buch auch seine netten Seiten. Man wollte dann doch herausfinden, wie es für die einzelnen Charaktere weitergeht und ob die einen oder anderen doch noch zusammenfinden. Auch waren einige der Charaktere sehr schrullig oder liebenswert, allen voran die pensionierten Nachbarn, die den jungen Neuankömmling sogleich unter ihre Fittiche genommen haben.


    Fazit:

    Eine Samtpfote zum Verlieben - ein Roman mit teilweise schrulligen und liebenswerten Charakteren für jeden, der gerne seichte, aber unterhaltsame Liebesromane mit einem abenteuerlustigen Kater liest!

  15. Cover des Buches Spreewaldrache (ISBN: 9783548289519)
    Christiane Dieckerhoff

    Spreewaldrache

     (84)
    Aktuelle Rezension von: countrywoman

    Um in das Buch richtig einsteigen zu können sollte man die Vorgänger gelesen haben. Es geht für den Fall an sich zwar auch ohne die Bände, aber es gibt auch sehr viel privates um die Ermittlerin Klaudia, auch auf der Dienstelle und mit den Kollegen. Damit man als Erst-Leser alles versteht sind nach meiner Meinung nicht ausreichend Rückblenden vorhanden. Aber dafür ist es ja auch eine Reihe. Und zwar eine, bei der es nicht nur um einen Spreewald-Fall geht.

    Gerade deswegen gefällt mir die Reihe. Neben dem Fall möchte ich auch wissen wie es mit Klaudia, Thang, Demel weitergeht. Ich freue mich auf Schiebschick und wieder neues zum Spreewald. Und all dies gibt es neben dem Fall.

    Mit dem Fall an sich habe ich mich diesmal etwas schwerer getan. Es gab viele Personen und immer wieder Zeitsprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit. Dies hat mich manchmal etwas verwirrt und auch aus dem Fluss gebracht. Wahrscheinlich kam deshalb auch keine richtige Spannung auf und es plätscherte eher vor sich hin. Dafür war die Beschreibung der Landschaft wieder sehr schön.


    Vom Stil her war das Buch wie die anderen auch flüssig geschrieben und lässt sich somit zügig lesen. 

     

    Im Großen und Ganzen war es ein schönes Buch für zwischendurch.

  16. Cover des Buches Strandrosensommer (ISBN: 9783956498305)
    Tanja Janz

    Strandrosensommer

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Lujoma

    Nachdem Inga ihr Café schließen musste und ihr Freund sich auf Selbstfindungstripp nach Indien begibt, kommt ein Anruf von Tante Ditte gerade recht. Diese sucht eine Betreuung für die Ferienkinder auf ihrem Reiterhof in St. Peter-Ording. Gern reist Inga ans Meer. Allerdings findet sie statt Urlaubsidyll nur einen arg in die Jahre gekommenen Hof mit hohen Schulden vor. Doch Inga packt an...

    "Strandrosensommer" ist das 3. Buch von Tanja Janz, dass ich las. Derzeit im Urlaub an der Nordsee, erschien es mir als passende Lektüre. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ja, die Beschreibungen von St. Peter-Ording sind schön und Inga mit ihrer zupackenden Art war mir durchaus sympathisch. Allerdings ist die Geschichte vorhersehbar, Spannung oder interessante Wendungen fehlen ebenso kommt Romantik viel zu kurz. Dazu kommen noch Tante Ditte und ihre Freundinnen mit ihrem "Hexenbrett" und den Befragungen von Toten. Damit kann ich gar nichts anfangen...

    Schade: "Strandrosensommer" ist ein Buch, das schnell gelesen und ebenso schnell wieder vergessen ist. So vergebe ich nur 2 Sterne.

  17. Cover des Buches Liebesschmarrn und Erdbeerblues (ISBN: 9783442379552)
    Angelika Schwarzhuber

    Liebesschmarrn und Erdbeerblues

     (143)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Verzeichnen unter "Typischer Frauenroman". 

    oder...

    "Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her." 

    Lene ist hin-und-hergerissen zwischen etlichen Männern und der Tatsache, dass ihr partout nicht "ich liebe dich" auf bayrisch einfallen will und es auch keinem Mann sagen kann, obwohl doch einige da sind, die es gerne hören würden.

    Sie startet eine Kampagne, die in einem Buch endet, dass es diese drei Worte auf bayrisch nicht gibt. 

    Nach Pleiten Pech und Pannen in der Liebe für Lene scheint sich ihr langgehegter Traum von einer eigenen kleinen Familie in Luft aufzulösen, oder sollte es doch anders kommen?

    Manchmal sucht man Liebe dort, wo man sie nicht finden kann und manchmal findet man die Liebe genau dort, wo man nicht mal in den kühnsten Träumen gedacht hätte, das sie dort zu finden ist. 

    Und vielleicht entdeckt man gerade dann die Liebe, wenn man Erdbeeren-essend schluchzend dasitzt und selbst die Katze einen nicht mehr mag. 

    Ich bin wahrlich kein Bayern-Fan, aber bei der Vielzahl der bayrischen Ausdrücke, die für "ich liebe dich" herhalten mussten, kamen mir dann doch die Lachtränen in die Augen. 

    Und obwohl mir schon von recht früh an schwante, welchen der Männer sich Lene aussuchte, fragte ich mich doch, als ich mich zu den letzten Seiten hinbewegte doch, ob und hauptsächlich wie sie das noch hinkriegen will. 

    Keine grandiose Literatur, aber doch so gut geschrieben, dass man gerne liest und zuweilen drumherum alles vergisst. 

  18. Cover des Buches Die Morde von Morcone (ISBN: 9783548289243)
    Stefan Ulrich

    Die Morde von Morcone

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Sidny
    Robert Lichtenwald, ein Münchner Wirtschaftsanwalt, hat sich seinen Lebenstraum erfüllt und nennt ein Rustico in der idyllischen Maremma sein eigen. Eigentlich wollte er dort mit Frau und Tochter "la dolce vita" genießen, doch die beiden hatten andere Pläne, und Robert verbringt sein Sabbatjahr alleine im Süden.
    Auf einer Wanderung entdeckt er in einer halbverfallenen Kirche eine Leiche, der der Mörder ein "L" in die Haut geritzt hat. Robert ahnt noch nicht, dass es nicht bei einem Mord bleiben wird...

    Ist der letzte Urlaub schon so lange her, dass eine kleine Auszeit dringend nötig ist? Dann bekommt man mit diesem Titel sehr viel Toskana-Ambiente, denn leckeres Essen, die wunderbare Landschaft und die typisch italienische Lässigkeit finden trotz der Morde ihren Platz in diesem Buch - beinah so gut, wie ein echter Kurztrip nach Italien.
    Mir haben Regionalkrimis manchmal ein bisschen zu viel Ambiente und zu wenig Mordermittlung, doch der Autor hat hier für meinen Geschmack die goldene Mitte getroffen. Die Mordserie ist sehr mysteriös, erst nach dem dritten Mord hatte ich eine Idee, wo überhaupt das Motiv liegen und die Verbindung zwischen den Opfern sein könnte. Aber damit wusste ich noch lange nicht, wer der Täter ist - damit tappte ich bis zum großen Finale im Dunkeln, was mein Leserherz bei einem Krimi natürlich immer höher schlagen lässt.

    Bei einem Toskana-Krimi mit einem deutsch-italienischen Ermittlerduo bleibt es natürlich nicht aus, dass mit dem ein oder anderen Klischee gespielt wird, doch Stefan Ulrich übertreibt es zum Glück nicht damit, sondern setzt sie wohldosiert und manchmal auch überraschend ein.
    Die Figurenzeichnung konnte mich überzeugen, Robert ist zum Glück weder der Typ "staubtrockener Anwalt" noch "depressiver Ermittler" und mit der Journalistin Giada bekommt er zudem temperamentvolle, südländische Unterstützung.

    Mit etwa 280 Seiten ist dieser Krimi fast etwas zu schnell ausgelesen, andererseits war er so aber auch von Anfang bis Ende sehr spannend und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Und ich habe auch große Lust auf weitere Fälle des cleveren Wahlitalieners bekommen - sowohl für Italien- als auch für Krimifans empfehlenswert.
  19. Cover des Buches Solothurn trägt Schwarz (ISBN: 9783954517831)
    Christof Gasser

    Solothurn trägt Schwarz

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Fee erzählt von der Geschichte:
    Dominik Dornach arbeitet bei der Solothurner Kantonspolizei. Die Freundin seiner Tochter Pia wird entführt und seine Tochter ist selbst mehrfach in Lebensgefahr. Dazu noch ein toter Journalist, eine undurchsichtige Ärztin (die Mutter von Pias Freundin) und eine Majorin von der österreichischen Polizei (Jana Cranach). 

    Fee zum Buch:
    Erstmal muss ich unbedingt einer meiner Lieblingsautorinnen Milena Moser danken, weil sie Christoph Gasser bestärkt hat, dass er dranbleiben soll, Bücher zu schreiben. Erst war ich von Blutlauenen begeistert und nun von Solothurn trägt Schwarz. 

    Das Cover:
    Mir gefällt das Cover zwar sehr gut, hat aber irgendwie – meiner Meinung - nach nicht viel mit dem Buch zu tun. Der Rückentext ist ok. Am Schluss kommt dann noch die Legende mit den Begriffserklärungen. Das fand ich toll, denn alles kannte ich auch noch nicht. 

    Der Schreibstil und die Geschichte:
    Die ersten 50 Seiten fand gut und war gleich in der Geschichte drin. Am nächsten Abend habe ich etwa 180 Seiten gelesen, weil das Buch so spannend war, danach konnte ich nachts kaum schlafen und sobald ich weiterlesen konnte, hab ich den Rest gelesen. Es war schön, dass Pia und die Majorin auf den Markt gehen konnte, so war dann doch noch kurz ein wenig Ruhe in der Geschichte, bevor dann das letzte – aufregende – Highlight kam. Ich fand das Buch so wahnsinnig spannend, dass ich sehr begeistert bin und ganz sicher weitere Bücher des Autors lesen werde. 

    Lokalkolorit:
    Dadurch, dass einige Schauplätze von wichtigen Szenen in der Stadt (Markt, Kaffee) und auch außerhalb stattfanden, kam dann noch ein wenig Lokalkolorit ins Buch. Aber soweit ich mich erinnern kann, gab es keinen, der Schweizerdeutsch sprach, was ich schade fand. 

    Charaktere:
    Die Charaktere sind auch sehr gut beschrieben, so dass ich mir alle vorstellen konnte. Meine Lieblingscharaktere waren Jana und Pia. Ich konnte mir alles gut vorstellen und mich gut in sie hineinversetzen. Da hoffe ich doch, dass es noch ein Wiedersehen mit den beiden gibt. Vielleicht kann ja dann doch noch ein „besseres“ Ende, als dieses „leider total reale“ Ende herauskommen. 

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    Ich bin total begeistert von dem Buch. Es war so megaspannend, mit tollen Charakteren und durchaus nachvollziehbaren Geschehen. Tatsächlich fand ich diese Geschichte noch besser als Blutlauenen, obwohl mir das Buch schon sehr gut gefiel. Ja, was soll ich sagen? 5 Sterne sind um einiges zu wenig für dieses Buch und ich halt schon Ausschau nach weiteren Büchern des Autors. 


    • Cover des Buches Stieg Larssons Erbe (ISBN: 9783958902251)
      Jan Stocklassa

      Stieg Larssons Erbe

       (66)
      Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

      Jan Stocklassa, Autor und Journalist aus Schweden, hat sich die Rechercheunterlagen von Stieg Larsson zum Thema Olaf Palme genauestens angesehen und selbst zum Thema recherchiert. Daraus entstand das Buch "Stieg Larssons Erbe", eine sogenannte True Crime Geschichte. 

      Das unfassbar umfangreiche Material von Larsson durchzuarbeiten erscheint einem als Herkulesaufgabe, so, wie es Autor Stocklassa beschreibt. Dabei geht er nicht chronologisch vor, sondern beginnt mit dem Tag, an dem er endlich Zugang zu dem Archiv bekommt. Eine Vielzahl von Spuren geht der Autor selbst nach, manches verwirft er, um es dann doch, nachdem er erfährt das Larsson von etwas überzeugt war, weiter nachzuspüren.
      Viele Spuren zeigen nach Südafrika, manche nach Osteuropa. Zweifelhaften Zeugen gehen Stocklassa und seine Helfer mit zum Teil diskussionswürdigen Praktiken auf den Pelz. Akribisch wird den letzten Minuten im Leben von Olaf Palme nachgegangen wie auch den letzten Tagen und Monaten. 

      Was könnte die Täter dazu bewogen haben, ein Staatsoberhaupt zu überfallen und zu töten? Kann es eine zufällige Tat gewesen sein oder doch beabsichtigt? Handelte der Täter alleine oder hatte er eine Vielzahl von Helfern? War die Tat politisch motiviert oder eher ein Rachefeldzug wegen persönlicher Differenzen? Hatte sein politisches Handeln damit zu tun? Wem kam er so in die Quere, dass sein Tod unumgänglich wurde? Wer kommt überhaupt für die Tat infrage und was sind das für Persönlichkeiten? Warum handelt die Polizei und der Geheimdienst so und nicht anders? Allen Spuren, die der Autor erneut nachgeht, mehrfach überprüft sind trotz seiner Gewissenhaftigkeit nicht stichhaltig genug, um den oder die Täter zu überführen. Weil ihm entweder Zeugen nicht alles sagen oder die Polizei nicht alle Informationen, trotz deren Zusage, übergeben. Stocklassa hat all seine Erkenntnisse den Ermittlungsbehörden übergeben und hofft, dass trotz der langen Zeit seit dem Mord das Rätsel letztendlich gelöst werden kann. 

      Das Ganze ist so spannend zusammengetragen, dass es einem Spionagethriller alle Ehre macht. Sicher, es sind unzählige Veröffentlichungen über diese Tat erschienen, die Ermittlungen immer wieder auch neuen Teams übertragen worden, doch eines vermisse ich hier: die Rolle der Ehefrau wird mir eindeutig zu knapp nachgegangen. Die einzige Zeugin, aufgrund deren Aussage es zu einer Verhaftung und Verurteilung kam, die letztendlich zweifelhaft ist. Zumindest in den Augen Stocklassas. 

      Vielleicht war oder ist es vielen unbekannt, dass sich Stieg Larsson eigentlich mit der Aufklärung des Mordes an Olaf Palme beschäftigt hatte, um dann nach Erfolgloser Arbeit einen der bekanntesten Trilogien zu schreiben, die je aus Schweden kam. Deshalb ist es Stocklassa hoch anzurechnen, dass er das "Erbe" von Larsson nicht hat stillschweigend in einem Archiv schlummern lassen. Sonst wäre vielleicht nicht einem so großen Publikum bekannt geworden, dass sich Stieg Larsson Zeit seines Lebens dem Kampf gegen den Rechtsextremismus gewidmet hat. Schließlich führen auch seine Spuren im Mordfall Olaf Palmes genau dorthin. Zumindest Teilweise.
      Weiteres über den Autor und Journalisten sowie zu Stieg Larsson und rund um den Olaf Palme Mord findet sich im Netz unendlich viel.

    • Cover des Buches Die Glocke im See (ISBN: 9783869743332)
      Lars Mytting

      Die Glocke im See

       (35)
      Aktuelle Rezension von: walli007

      Astrid Hekne ist eine, die mehr will. Doch im kleinen Ort Butangen in Norwegen geht es nicht so schnell mit dem Fortschritt. Als im Jahr 1880 der neue Pfarrer Kai Schweigaard sein Amt antritt hofft Astrid auf eine andere Zukunft. Neue Ideen hat Schweigaard schon einmal. Er will die alte Stabkirche abbauen lassen und ein neues größeres und modernes Kirchengebäude errichten. Den Abbau überwachen soll der junge Architekturstudent Gerhard Schönauer. Und mit ihm weht der Wind des Unbekannten ins kleine Butangen. Astrid muss überlegen, wohin ihre Sehnsucht sie zieht. Sieht sie sich als Pfarrersfrau oder will sie lieber mit der Kirche ins ferne Dresden reisen.


      Die Hekne Familie hat eine enge Bindung zu der Stabkirche. Einer ihrer Vorfahren hat die Kirchenglocken gestiftet. Allerdings sind nicht nur die Heknes wenig begeistert, dass die Glocken mit ihrer Kirche ins ferne Deutschland reisen sollen. Da war der neue Pfarrer vielleicht doch etwas zu schnell mit dem Verkauf. Astrid dagegen will irgendwie beides, das Moderne und die Heimat. Wie soll sie sich entscheiden? Ihre Phantasie lässt sie nicht im Stich, sie wird sich etwas einfallen lassen, so dass alle zufrieden sind. Auch die Schwesternglocken? Das ist der Plan.


      Der Prolog dieses Romans ist spannend, dramatisch und tragisch. Wie kam es zu der Stiftung der Glocken? Und wieso werden sie die Schwesternglocken genannt? Welche Legenden ranken sich um sie? Dagegen verliert Astrids Geschichte fast zwangsläufig an Fahrt. Schließlich lässt sich der Autor viel Zeit sie zu entwickeln. Astrids forsche wissbegierige Art macht sie sehr sympathisch. Da hat es der Pfarrer mit seinen inneren Widerständen nicht nur bei den Dorfbewohnern schwerer zu punkten. Der angehende Architekt Schönauer wirkt dagegen wie ein frischer Wind, der um ein altes Gemäuer bläst. Auch ein gewisser Humor und die eigene Art zu sprechen der Leute aus Butangen runden die Geschichte ab. Auch wenn man das Gefühlt hat, die Handlung hätte eine gewisse Straffung vertragen, so ist sowohl die Geschichte der Schwesternglocken als auch die Astrids interessant und zum Ende hin ergreifend. Dieses vermag die Vorleserin Beate Rysopp bestens zu transportieren.


      3,5 Sterne

    • Cover des Buches Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück (ISBN: 9783442380749)
      Angelika Schwarzhuber

      Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück

       (79)
      Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler
      Hannah hat der Provinz in der sie aufwuchs eigentlich den Rücken gekehrt. Doch als ihre Oma recht unerwartet stirbt und ihr den Hof vererbt, kehrt sie zurück. An das Erbe ist eine Bedienung geknüpft - Hannah muss heiraten, wenn sie es behalten will und zwar jemanden der etwas von der Landwirtschaft versteht. Erst möchte sie das Erbe ausschlagen, doch ihre kleine Firma steckt in finanziellen Schwierigkeiten und außerdem ist da noch ihr Cousin Max dem der Hof zufallen würde, sollte sie die Bedienungen nicht erfüllen. Das möchte Hannah vermeiden und deshalb begibt sie sich auf die Suche nach einem Bauern zum Heiraten.
      Der Schreibstil der Autorin war leicht und flüssig zu lesen. Die immer wieder eingestreuten Dialektausdrücke haben mich nicht gestört und dem Buch noch ein wenig mehr ländliche Atmosphäre verliehen - für den dialektunsicheren Leser gibt es einen Anhang mit Erklärung.
      Die Protagonistin Hannah wirkt ein wenig chaotisch. Auf der einen Seite ist sie die selbstbewusste Geschäftsfrau, aber auf dem Land stellt sie sich manchmal an...
      Das sorgt natürlich für viele komische Situationen. Überhaupt hat das Buch mich oft zum Lachen gebracht.
      Hannahs Männersuche ... war sehr kreativ. Die Tatsache, dass das nicht ihr einziges "Problem" blieb und die Geschicht sich eigentlich darumherum auf mehrer "Schauplätze" aufteilte, gab zusätzlich Spannung und hielt mich als Leser bei der Stange.
      Am Schluss liefen die Fäden zusammen und es war ein -  zumindest für mich - nicht überraschendes Ende.
      Die Rezepte zum Nachkochen im Anhang sind natürlich nocheinmal ein zusätzliches Schmankerl für alle Backfreunde.

      Für mich war es ein richtiges Wohlfühlbuch zum Abschalten - ich konnte es gut in einem Zug durchlesen.
    • Cover des Buches Sei schlau, stell dich dumm (ISBN: 9783404606696)
      Daniela Katzenberger

      Sei schlau, stell dich dumm

       (316)
      Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

      Zum Inhalt:

      Der Spiegel spricht von der "blondesten Medienkarriere des Jahres", für die Bunte ist sie Deutschlands neues Phänomen. Wer ist diese Frau, die rundum für Aufsehen sorgt? Wasserstoffblondierte Kunsthaarmähne, cappuccinofarbene Studiobräune
      und Doppel-D-Silikon-Busen. An "der Katze" scheint wenig echt zu sein, trotzdem kommt sie bestechend authentisch und ehrlich rüber. Ihre Sprüche sind legendär und wenn sie redet, trägt sie das Herz auf der Zunge. Offenherzig und unbeschwert
       wandelt die Katze durchs Leben - kaum zu glauben, dass in ihrem Leben schon viel Mist passiert ist. Davon erzählt sie hier zum ersten Mal. Und davon, wie sie es trotzdem geschafft hat, die zu werden, die sie ist.


      Cover:

      Das Cover finde ich sehr passend, denn es zeigt wie bei allen Büchern der „Katze“ sie höchst selbst und ich finde es gut, dass sie von Anfang an ihrem Schema treu geblieben ist. Der Titel jedoch ist in meinen Augen sehr unpassend zum Inhalt, denn effektiv geht es eher weniger um das dumm stellen, sondern ist eher eine Biografie der Katze und eine Analyse, wie sie zu dem geworden ist, was sie jetzt eben ist. Etwas verwirrend, aber okay, sicher auch Geschmackssache.


      Eigener Eindruck:

      Daniela Katzenberger, Kultblondine und bekannt geworden durch ihr freches Mundwerk sowie ihre tätowierten Augenbrauen, für die sie sich heute auch noch ein bisschen schämt, die aber eine Zeit lang ihr absolutes Markenzeichen waren. Ein Name und mittlerweile eine Marke. Doch wer ist die Blondine überhaupt und wie ist sie zu der geworden, die sie nun ist? In dieser biografieähnlichen Betrachtung schreibt die Blondine darüber, wie sie aufgewachsen ist, was sie geprägt hat und nimmt sich dabei auch selbst ordentlich mit auf die Schippe, so wie wir es aus diversen Fernsehshows gewöhnt sind. Dass der Weg zum Promi nicht immer einfach war und dass sie oft auch missverstanden wird, das zeigt die Blondine in diesem Buch sehr anschaulich auf. 


      In ihrem ersten Buch beschreibt die Kultblondine Daniela Katzenberger was ihr Leben bis jetzt geprägt hat und warum sie so geworden ist, wie sie eben ist. Da gibt es Einblicke in ihr doch recht einfaches Leben als Kind, da wird ohne Pardon über die Männer ihrer Mutter gesprochen, es wird ausgewertet, wie arm sie gelebt haben und dass sie trotzdem eine schöne Kindheit hatte, auch wenn die vielleicht anders gewesen ist, als man sich das bei so manch wohl behütetem Kind vorstellt. Es wird berichtet, wie sie in der Kneipe ihrer Mutter Hausaufgaben machte, wie sie mit ausgeholfen hat, wie es war ihren ersten Freund zu haben und wie es mit ihren Geschwistern war, wenn sie sich mal lieb und weniger lieb hatten. Es wird berichtet, was sie sich damals dabei dachte, als sie sich für die Bild beworben hat oder für diverse TV-Shows und wie es für sie war, als sie endlich für diverse Fernsehsendungen entdeckt wurde. Dass das nicht immer einfach war und dass sie durch die Arbeit vor und hinter der Kamera viele neue Freunde gefunden hat. Das ist alles wirklich interessant und macht Spaß, wenn man es liest. Vor allem, weil die Daniela so schreibt, wie sie auch im Fernsehen quatscht. Also an sich sehr authentisch und wirklich gut gemacht. Aber was an dem Buch doch ein bisschen nervt ist die Tatsache, dass es sich bei vielen Kapitel immer ums Geld dreht und dabei vor allem ihre Mutter scheinbar immer schlecht davon kommt, weil sie als geizig und geldgierig hingestellt wird. Bisweilen sogar wie eine Rabenmutter wirkt. Man muss schon öfter einmal Mitleid mit der Daniela haben. Auch weniger toll fand ich dann zum Schluss die Interviews, wo ihr Medienteam zu Wort kommt. Das kann man mal gelesen haben, war mir aber dann doch zu viel Baupinselei. Dass dann zum Schluss noch so eine Art Quiz kommt, so a la: Wie viel Katze steckt in dir? Nun, das schlug dem Fass dann echt den Boden aus und fand ich wirklich mehr als übertreiben. Überblättert man also die Seiten zum Schluss geflissentlich, bekommt man eine ganz unterhaltsame Biografie. Man sollte aber eben nicht zu viel erwarten, es ist mal eine nette Lektüre für zwischendrin, das war es dann aber auch.


      Fazit:

      3 von 5 Sterne


      Daten:

      ISBN:9783404606696

      Sprache:Deutsch

      Ausgabe:Flexibler Einband

      Umfang:256 Seiten

      Verlag:Bastei Lübbe

      Erscheinungsdatum:14.10.2011

    • Cover des Buches Herbstfunkeln (ISBN: 9781973767763)
      Cara Lindon

      Herbstfunkeln

       (76)
      Aktuelle Rezension von: skandler

      Herbstfunkeln in Cornwall 

      Cara Lindon 

      CORNWALL ROMAN 

      BAND 1


      Cara Lindon ist das Pseudonym von Christiane Lind die schon viele tolle Bücher geschrieben hat. Sie zählt mittlerweile zu der Autorin, wo ich immer ihre Bücher lesen muss.


      Mit Herbstfunkeln in Cornwall hat sie sich wieder in mein Herz geschrieben. Es hat den kornischen Flair. Wer dieses Buch liest sollte tierlieb sein, da eine Katze und ein Hund eine große Rolle spielen. Man merkt das die Autorin Cornwall kennt und sehr gut recherchiert hat. So kommt das Buch nicht nur als Kulisse daher, sondern typisch Englisch. Die Story die Cara Lindon erzählt,  ist sehr fesselnd, den Reader hab ich selten weglegen können. Die Charaktere agieren lebensnah und zielen auf unsere Gefühle.. Was mir ausserdem gut gefallen hat, dass turbulent,  witzig und unterhaltsam die Story daherkam. Das Setting ist besonders gut beschrieben und im Nachwort schreibt die Autorin einiges darüber. Dies sollte man sich nicht entgehen lassen.  Ich mach jetzt mit Band 2 weiter...

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