Bücher mit dem Tag "feminismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "feminismus" gekennzeichnet haben.

662 Bücher

  1. Cover des Buches Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis (ISBN: 9783423718790)
    Sarah J. Maas

    Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

    (2.678)
    Aktuelle Rezension von: SnowWhite_

    Diese Rezension ist mir tatsächlich unglaublich schwergefallen. Nicht, weil ich nicht wusste, was ich schreiben soll – sondern weil diese Reihe einen so grossen Hype hat und ich mit unglaublich hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin. Irgendwie hatte ich sogar Angst, dass mich das Buch enttäuschen könnte.

    Aber ich verstehe den Hype jetzt vollkommen. ✨

    Flammen und Finsternis hat mich noch mehr abgeholt als der erste Band. Die Geschichte rund um Feyre wird unglaublich spannend weitergeführt und für mich war dieser Teil sogar noch stärker als der Auftakt.

    Die Fantasywelt ist einfach fantastisch aufgebaut. Sie fühlt sich lebendig an, ist voller Details und hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Besonders die Charaktere haben es mir angetan. Sie wachsen einem so sehr ans Herz und ich habe unglaublich gerne ihre Entwicklungen verfolgt.

    Sarah J. Maas schafft es, eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur spannend und voller Magie ist, sondern auch emotional berührt. Es gibt Geheimnisse, Wendungen und Momente, mit denen ich nicht gerechnet habe.

    Für mich ein absolut verdienter Hype und ein Highlight meiner Fantasy-Lesereise. Ich bin unglaublich gespannt, wie es mit Feyre und dieser wundervollen Welt weitergeht. 🌙✨

  2. Cover des Buches Babel (ISBN: 9783847901846)
    Rebecca F. Kuang

    Babel

    (481)
    Aktuelle Rezension von: Schattensprengerin

    Oh Mann, das war anstrengend, episch, historisch interssant (Opiumkriege) mit Fantasyelementen und einer guten Charakterentwicklung.

    Für mich ein Jaheshighlight!

    Die vielen Fußnoten haben mich ein wenig genervt und aus dem Lesefluss geworfen. Ansonsten mochte ich es sehr, besonders das bibliophile Oxford.

  3. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

    (905)
    Aktuelle Rezension von: Barbara_Landwehr

    Ich habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.

    Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.

    Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.

    Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.

    Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.

    Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?

    Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.

    Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.

    Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.


  4. Cover des Buches BECOMING (ISBN: 9783442316472)
    Michelle Obama

    BECOMING

    (383)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    … für die USA und für die Welt. 

    Becoming gibt ganz aufrichtige Einblicke in die Geschichte der zielstrebigen ehemaligen First Lady Michelle Obama. Sie gibt Einblicke in den Weg, wie sie sich als junge Anwältin entwickelt, ihre eigenen Werte und Missionen entdeckt. Wie so den jungen Barack kennen und später auch lieben lernt. Mit welchen Auswirkungen ein politisches Amt und mehrere  Wahlkampagnen eine junge Familie umzugehen hat. 

    Die Welt braucht mehr dieser idealistischen Realisten, die über ihren eigenen Nutzen hinweg a das Wohl vieler Menschen denken und Schotte unternehmen, um dieses zu verbessern. Unglaublich sympathisch geschrieben, lässt mich dieses Buch in der aktuellen Zeit leider melancholisch zurück. 

  5. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe) (ISBN: 9783492076005)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)

    (796)
    Aktuelle Rezension von: 4nni

    Das Buch hat mich wirklich komplett mitgenommen: Freude, Liebe, Wut, Trauer, Fassungslosigkeit ... Binnie Garmus hat mit der Hauptfigur Elizabeth eine Frau erschaffen, die viele als Vorbild nehmen sollten, mich eingeschlossen!

    Elizabeth hat eine super trockene und direkte Art, was ich komplett gefeiert habe! Vor allem ist sie selbstbewusst und steht für sich und ihre Träume ein. Auch wenn ihr Weg nicht immer wie geplant verläuft, gibt sie nicht auf.

    Wirklich ein unglaublich tolles und inspirierendes Buch!

    Auch den süßen Hund Halbsieben habe ich direkt ins Herz geschlossen. Zwischendurch erfährt man immer mal wieder seine Sicht auf die Situationen und seine Gedanken dazu. Das bringt einen zwischendurch auf alle Falle ofter zum Lachen.

    Die Geschichte spielt zwar in den 60ern, aber leider gibt es selbst heutzutage teilweise noch ahnliche Vorurteile gegenüber Frauen und das Thema ist weiterhin aktuell!

    In diesem Sinne: »Fordern Sie sich heraus, Ladys. Nutzen Sie die Gesetze der Chemie und verändern Sie den Status quo.«

  6. Cover des Buches Dunbridge Academy - Anyone (ISBN: 9783736316843)
    Sarah Sprinz

    Dunbridge Academy - Anyone

    (612)
    Aktuelle Rezension von: Nefina

    Nach Band 1 musste ich natürlich sofort weiterlesen und mittlerweile bin ich offiziell der Dunbridge Academy verfallen.
     Diese Reihe hat einfach etwas an sich, das dafür sorgt, dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte und plötzlich sind wieder 100 Seiten vorbei.

    Und ganz ehrlich? Ich kann bis jetzt überhaupt nicht sagen, welches Paar mir besser gefällt. Emma und Henry habe ich geliebt, aber Tori und Sinclair stehen ihnen in absolut nichts nach. Beide Geschichten haben ihren ganz eigenen Charme und genau das macht die Reihe für mich so besonders.

    Besonders begeistert hat mich diesmal das Theater-Setting. Die Proben, die Aufführungen und die vielen Shakespeare-Anspielungen haben der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre verliehen. Dazu kamen die feministischen Themen, die immer wieder aufgegriffen wurden und der Geschichte zusätzliche Tiefe gegeben haben, ohne sich jemals aufdringlich anzufühlen.

    Tori und Sinclair haben mich teilweise wirklich an den Rand des Wahnsinns gebracht. Man möchte die beiden manchmal einfach nehmen, in einen Raum sperren und ihnen sagen, dass sie endlich miteinander reden sollen.  Aber genau dieses Hin und Her hat dafür gesorgt, dass ich die ganze Zeit mitgefiebert habe. Die Gefühle zwischen ihnen waren von Anfang an spürbar und ich habe jede gemeinsame Szene geliebt.

    Auch hier war der Schreibstil wieder unglaublich leicht und angenehm zu lesen. Sarah Sprinz schafft es einfach, ernste Themen mit Leichtigkeit, Humor und ganz viel Gefühl zu verbinden. Dadurch fühlt sich das Buch gleichzeitig emotional und cozy an.

    Und dann natürlich die Dunbridge Academy selbst. Mittlerweile fühlt sie sich fast wie ein zweites Zuhause an. Die Freundschaften, die bekannten Gesichter aus Band 1 und die gesamte Atmosphäre haben dafür gesorgt, dass ich komplett in der Geschichte versunken bin.

    Für mich war Anyone ein wunderschöner Friends-to-Lovers-Roman mit viel Herz, tollen Charakteren, einem großartigen Theater-Setting und genau der richtigen Mischung aus Wohlfühlmomenten und Emotionen.

    Fazit: Ich bin endgültig der Dunbridge Academy verfallen. Tori und Sinclair haben mein Herz genauso erobert wie Emma und Henry zuvor und ich konnte es kaum erwarten, direkt mit dem nächsten Band weiterzumachen. 

  7. Cover des Buches Unsichtbare Frauen (ISBN: 9783442718870)
    Caroline Criado-Perez

    Unsichtbare Frauen

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77


    Der Großteil der Menschheitsgeschichte ist eine einzige Datenlücke. Beginnend mit der Theorie vom Mann als Jäger räumten die Chronisten der Vergangenheit der Frau in der Entwicklung der Menschheit weder in kultureller noch in biologischer Hinsicht viel Platz ein. Stattdessen galten männliche Lebensläufe als repräsentativ für alle Menschen. […] Doch das Problem ist nicht nur, dass etwas verschwiegen wird. Die Leerstellen und das Schweigen haben ganz alltägliche Folgen für das Leben von Frauen. […] Die von Männern nicht berücksichtigten frauenspezifischen Faktoren betreffen die verschiedensten Bereiche. Dieses Buch wird jedoch zeigen, dass drei Themen wieder und wieder auftauchen: Der weibliche Körper, die von Frauen geleistete, unbezahlte Care-Arbeit und Gewalt von Männern gegen Frauen.


    Wenn es um die Sicherheit bei Autounfällen geht, werden die dazugehörigen Vorrichtungen abgestimmt auf Körpertypen, die auf männlichen Modellen beruhen; ebenso ist es bei verschiedenen besonderen Kleidungsstücken wie etwa schusssicheren Westen. Regale werden so konstruiert, dass ein durchschnittlicher männlicher Körper das oberste Brett erreichen kann. Räumdienste in Städten räumen priorisiert die Straßen frei, statt die Fußgänger- und Fahrradwege, die sehr viel öfter von Frauen frequentiert werden.

    Dies sind nur einige anschauliche Beispiele, fast noch harmlos. Zu ihnen gesellen sich die großen Ungleichheiten bei der Bezahlung, die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Reaktionen auf männliche und weibliche Körper in der Öffentlichkeit und, auf einer abstrakten Ebene, das generelle Fehlen eines weiblichen Faktors in den Erhebungen von Daten zu jeglichem Thema. Dabei wird nicht nur die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen systematisch unterschlagen, sondern elementare und nachweislich feststellbare Bedürfnisse von Frauen bleiben unberücksichtigt. So kommt es zu der Welt in der wir leben – einer Welt, die für Frauen ein wesentlich problematischerer und unzureichend eingerichteter Ort ist als für Männer. Und auch das allgemeine Narrative dieser Welt, mit allen darin zusammengeführten Geschichten von Erfolg, Glück, etc. ist meist männlich.


    Die Folge dieser zutiefst männlich dominierten Kultur ist, dass männliche Erfahrungen und Perspektiven als universell angesehen werden, während weibliche Erfahrungen – also die Erfahrungen der Hälfte der Weltbevölkerung – als, nun ja, Randerscheinung wahrgenommen werden. […] Deshalb auch ergab 2015 eine Studie über Wikipedia-Einträge in mehreren Sprachen, dass Artikel über Frauen Wörter wie »Frau«, »weiblich« oder »Dame« enthalten, während Artikel über Männer nicht »Mann«, »männlich« oder »Herr« umfassen (weil das männliche Geschlecht stets unausgesprochen unterstellt wird).


    Gerade was die Entwicklungsgeschichte der Menschheit betrifft, haben wir meist die männliche Geschichte und die Errungenschaften für die Männer vor Augen – Frauen haben von der Athener Demokratie ebenso wenig profitiert wie von Renaissance und Aufklärung, trotzdem werden sie als übergreifende Errungenschaften gefeiert (die emanzipatorischen Bewegungen gelten dagegen dezidiert als Errungenschaften nur für Frauen). Diese aufs Männliche fixierte Weltsicht wird, wie Criado-Perez sehr umfassend darlegt, für universell gehalten, während eine weibliche Perspektive meist als ideologisch (!) aufgeladen gilt und mit diesem Argumente auch oft beiseitegeschoben wird.


    »Unsichtbare Frauen« erzählt, was geschieht, wenn wir die Hälfte der Menschheit einfach vergessen. Es zeigt, wie die geschlechtsbezogene Datenlücke Frauen im Lauf eines mehr oder weniger normalen Lebens schadet – hinsichtlich der Stadtplanung, der Politik oder der Arbeitsplätze.


    Es ist in der Tat ein Mammutwerk, das die Autorin hier vorgelegt hat, und das mit jeder vorgebrachten Statistik, mit jedem neuen Themengebiet, auf das Criado-Perez zu sprechen kommt, fundamentaler wird. Man kann es, so behaupte ich, nicht ohne teilweises Entsetzen und Erschrecken lesen. Dass die Macht- und Bezahlstrukturen in unseren Gesellschaften ungerecht sind, ist bereits in einer breiteren Öffentlichkeit angekommen. Dieses Buch aber zeigt, wie tief die Wurzeln, Vorstellungen und Mechaniken, die diese Strukturen stützen und von ihnen hervorgebracht wurden, in alle Winkel des Alltags reichen. Von den einfachsten Wahrheiten bis zu den komplexesten Diskriminierungen ist dabei alles enthalten – viele Geschichten über die repräsentative Abwesenheit von Frauen in allen (für sie) wichtigen Bereichen.

    Jede/r sollte zumindest einen Blick in dieses Buch werfen. Vor allem Männer und besonders die, die glauben, sie lebten nicht in einer sexistischen Welt und hätten einen objektiven Blick auf die Dinge (oder ein objektiver Blick würde ihnen täglich präsentiert).


    Studien haben gezeigt, dass die Überzeugung, man selbst sei objektiv oder nicht sexistisch, zu weniger Objektivität und mehr sexistischem Verhalten führt.


  8. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596520701)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

    (1.279)
    Aktuelle Rezension von: Primrose24

    Mariam ist fünfzehn als ihre Mutter stirbt und sie an den deutlich älteren Raschid verheiratet wird. Was auf sie wartet, ist ein Leben voller Misshandlungen. Als Jahre später die Familie von Laila bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, wird sie Raschids Zweitfrau. Nachdem die beiden Frauen einander zunächst mit Skepsis und Misstrauen begegnen, wächst doch nach und nach Zusammenhalt, der Hoffnung auf ein besseres Leben birgt.   

    Ich finde es sehr schwierig dieses Buch zu bewerten und zu schreiben „es hat mir gefallen“. Denn wie kann mir ein Buch gefallen, dass so voller Krieg, Tod, Misshandlung und der Unterdrückung von Frauen ist. Das Lesen dieser Geschichte ist mir wirklich schwergefallen, da ich oft das Gefühl hatte ein Stein liegt auf meiner Brust. Gleichzeitig hat mich die Geschichte oft sehr wütend gemacht. Wie alleingelassen sich diese Frauen in ihrem eigenen Land und ihren eigenen vier Wänden gefühlt haben. Umso schöner, dass sie wenigstens Unterstützung beieinander gefunden haben. Diese Geschichte ist vor allem zu bedrückend, da sich in all der Zeit nichts geändert hat und man beim Lesen weiß, dass die Geschichte nicht gut enden kann, wenn man sich die Zustände in Afghanistan ansieht. Ich leide mit allen Frauen auf dieser Welt, die jeden Tag solchen Grausamkeiten ausgesetzt sind. 

  9. Cover des Buches Ich bin Circe (ISBN: 9783961610952)
    Madeline Miller

    Ich bin Circe

    (411)
    Aktuelle Rezension von: Vreni_liest

    Rezension: Ich bin Circe von Madeline Miller

    Ich habe Ich bin Circe mit großer Neugier begonnen, da mich die Idee einer Neuerzählung der griechischen Mythologie aus weiblicher Perspektive sehr angesprochen hat. Die Geschichte der Zauberin Circe, Tochter des Sonnengottes Helios, wird hier konsequent aus ihrer Sicht erzählt ,von ihrer Außenseiterrolle unter den Göttern bis zu ihrer Verbannung auf die Insel Aiaia.

    Inhaltlich fand ich den Roman durchaus interessant. Circe begegnet bekannten Figuren wie Odysseus, Hermes oder Ariadne(wo ich doch I, Ariadne schon gelesenhabe), und es hat mir gefallen, diese mythischen Gestalten einmal aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. Besonders der Fokus auf Circes innere Entwicklung, ihre Einsamkeit und ihr langsames Wachsen an den Herausforderungen hat dem Buch Tiefe verliehen.

    Allerdings muss ich sagen, dass ich mich mit dem Schreibstil nicht immer leichtgetan habe. Die Sprache ist sehr ruhig und detailliert, stellenweise vielleicht zu sehr. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass sich Passagen in die Länge ziehen und die Handlung nur langsam vorankommt. Manche Beschreibungen wirkten auf mich langatmig, was meinen Lesefluss gebremst hat und dazu führte, dass ich zwischendurch meine Mühe hatte.

    Trotzdem hat das Buch seine starken Momente. Circes Entwicklung zur selbstbestimmten Frau und die feministische interpretation der Mythologie sind gut gelungen. Ich bin Circe ist für mich ein Roman, der mehr durch Atmosphäre und innere Prozesse als durch Spannung überzeugt auch wenn er für meinen Geschmack etwas straffer hätte erzählt sein dürfen.

    Insgesamt ein interessantes, aber nicht ganz leichtes Leseerlebnis, das Geduld verlangt und sicher nicht jeden gleichermaßen abholt.

  10. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499014635)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

    (280)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    „Haben wir die Fesseln der Unterdrückung längst gesprengt, oder haben wir nur gelernt, in ihnen shoppen zu gehen?“

    Man könnte das ganze Buch von Margarete Stokowski – das in 7 Kapitel unterteilt ist, von denen jedes in sich abgeschlossen ist und als Einzeltext gelesen werden kann – als eine lange, ausführliche, von verschiedenen Seiten beleuchtete Antwort auf eine einzige Frage lesen: Warum Feminismus?

    Das wäre selbstverständlich eine stark verknappte Zusammenfassung. Natürlich schleift diese Frage einen Rattenschwanz von weiteren Fragen hinter sich her: Was ist Feminismus? Wie wirken sich feministische Positionen auf das eigene Leben aus, wie stellt sich eine unter feministischen Gesichtspunkten betrachtete Wirklichkeit dar? Inwiefern hängen Feminismus und Gendertheorie zusammen? Ist Feminismus grundsätzlich solidarisch mit allen anderen Anti-Diskriminierungsbewegungen? Was will der Feminismus erreichen?

    All diese Fragen bindet Stokowski ein und es wird schnell ersichtlich, dass es ihr nicht um einen Feminismus spezieller Prägung, sondern um Feminismus als Ausdruck und Sammelbegriff einer generellen Unzufriedenheit mit den hierarchischen, determinierten, unverhältnismäßigen & ungerechten Gesellschaftsverhältnissen, Normen und Vorstellungen geht, dessen Hauptanliegen und Ziel die Freiheit beim Ausleben der eigenen Persönlichkeit und der Ausformung der eigenen Identität ist (solange dies nicht die Freiheit eines anderen Individuums oder einer Gruppe einschränkt).

    „Es geht um die kleinen, schmutzigen Dinge, über die man lieber nicht redet, weil sie peinlich werden könnten, und um die großen Machtfragen, über die man lieber auch nicht redet, weil vieles so unveränderlich scheint. Es geht darum, wie die Freiheit im Kleinen mit der Freiheit im Großen zusammenhängt, und am Ende wird sich zeigen: Es ist dieselbe.“

    Ich werde nicht müde, Camus zu zitieren, der einmal in seinen Cahiers angemerkt hat, dass alle größeren Konflikte der Menschheit letztlich Kämpfe um Privilegien waren und sind. Noch immer sind die Privilegien auf dem Planeten ungleich verteilt, in jeglicher Hinsicht. Hauptsächlich, weil die Menschen die mehr Privilegien haben nicht bereit sind, einen Teil davon abzugeben, damit irgendwann alle dieselben Privilegien genießen können.

    Rebecca Solnit hat in ihrem Buch „Wenn Männer mir die Welt erklären“ eindrucksvoll geschildert, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung immer noch vom anderen Teil unterdrückt wird. Frauen (und als Frauen definierte oder so wahrgenommene Personen jedweden/r Geschlechts/Genderbezeichnung) üben lediglich 10% der Gewalttaten aus, sind aber selbst häufig Opfer von Gewalt, speziell von sexueller Gewalt. Auch in Deutschland hat mindestens jede vierte Frau einmal sexuelle Gewalt erfahren.

    Es gibt in Deutschland und generell in Westeuropa vielleicht keine Zwangsheiraten mehr und keine gesetzlich verankerte sexuelle Repression. Aber immer noch sind unsere Systeme und Vorstellungen von repressiven und problematischen Geschlechterbildern durchdrungen. Das beginnt schon in den banalsten alltäglichen Wortverwendungen, wird deutlich in der pornogeprägten Sexualsprache (z.B.: wenn man in vielen Kontexten bei Frauen von schmutzigen, statt schlicht von sexuellen Phantasien spricht), aber letztlich springt uns diese Problematik überall entgegen. Stokowski spricht in einem Kapitel von einer Studie, bei der den Testpersonen Aussagen vorgelegt wurden, die entweder aus Männermagazinen entnommen waren oder von verurteilten Vergewaltigern stammten.

    „Die Testpersonen waren nicht fähig zu unterscheiden, welche Sätze aus Männermagazinen stammen und welche von Vergewaltigern. Ja, sie fanden sogar die Aussagen aus den Magazinen tendenziell herabwürdigender.“

    Stokowskis Buch ist aber nicht bloß eine gute Darstellung solcher systemimmanenter Diskriminierungen und Idiotien, sondern auch das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit der eigenen Entwicklungsgeschichte, von der Bravolektüre bis zum Beziehungsalltag als Erwachsene. Die Kapitel beginnen fast immer mit einem Erlebnis aus ihrer eigenen Biographie und sind von solchen Selbstausleuchtungen mal mehr, mal weniger durchzogen. Klug und überzeugend knüpft sie mit Biographischem an größere Zusammenhängen an. Ihre Prosa hat eine coole Dynamik, ist eine bestechende Mischung aus fachlich Gediegenem und genauestens Durchdachtem, tiefergehenden Selbstzeugnissen und hingerotzten und herbeizitierten Klarstellungen. Sie nimmt letztlich keine hohe Warte ein, doziert nicht, sondern begegnet ihren Leser*innen auf Gesprächsniveau, verständnisvoll und unversöhnlich zugleich.

    Stokowski spricht davon, wie sie selbst lange nicht glaubte, dass Feminismus wichtig ist oder sich zumindest nicht genauer mit ihm auseinandersetzte. Bis sie begriff, was das mit uns macht, wenn wir die gesellschaftlichen Rollen, in die wir gesteckt werden (auch wenn wir nicht glauben, dass wir uns in ihnen durch die Welt bewegen), nicht hinterfragen. Wenn wir uns nicht mit ihnen auseinandersetzen. Dann gibt es sie trotzdem, dann machen sie trotzdem etwas mit uns.

    „Wir stecken viel Energie in die Rollen, die wir spielen, weil wir glauben, dass alles eine Ordnung haben muss und so viel anders auch gar nicht geht. Wir geben uns Mühe, die wir oft kaum bemerken, weil sie so alltäglich geworden ist. Und auch, weil es leichter ist, sich an vorhandene Muster zu halten.“

    Sie spricht über ihre eigenen Erfahrungen mit Sex, Bildung, Sozialgefügen, etc. und schafft es, dabei sowohl die menschliche als auch theoretische Ebene konkret herauszuarbeiten, hervorstechen zu lassen – ein bemerkenswerter Balanceakt, den man ihr als Unentschlossenheit, als Makel ankreiden könnte. Doch dann würde man ignorieren, wie nachdrücklich dieses Buch Dinge auf den Punkt bringt, wie versiert und uneitel es sich innerhalb dieser komplexen Themen bewegt und wie weit es sich an manchen Stellen den Leser*innen öffnet.

    „Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern aufzuzeigen wirkt manchmal so, als wolle man die Gräben zwischen ihnen vertiefen, obwohl man sie auf Dauer abschaffen will: Ein nerviges Dilemma, aus dem man nicht rauskommt, solange man Probleme beheben will.
    Wir müssen zeigen, nach welchen Kriterien sich Reichtum und Erfolg, Gesundheit und Lebensdauer, Gewalt und Leid verteilen, wenn wir wollen, dass alle dieselben Chancen auf ein glückliches Leben haben – auch wenn oder gerade weil diese Kriterien das sind, was wir auf Dauer abzuschaffen versuchen.“

    Ja, wir müssen, im Interesse aller, daran arbeiten, dass eine Gesellschaft, in der Gleichberechtigung nicht nur ein Vorsatz, sondern eine verwirklichte, gelebte Realität ist, entstehen kann und das heißt, dass einiges planiert, einiges platt gemacht werden muss. Dass einige Privilegien verschwinden und letztlich alle.

    „Denn es gibt keine neutrale Sicht auf das Leben, und wir brauchen sie nicht. Wir brauchen Vielfalt – Vielfalt lehrt uns Freiheit.“

    Margarete Stokowskis Buch hat mir seit langem mal wieder Mut gemacht; etwas in mir angefacht, dass an dieser Welt arbeiten, sie auf positive Weise mitgestalten will. Es ist ein Buch mit vielen Facetten und ich hoffe, ich habe keine von ihnen allzu sehr in der Mittelpunkt gerückt oder unter den Tisch fallenlassen.

    Manches hat mich tief berührt, manches schockiert, manches hat meinen Horizont erweitert, manches meine eigenen Gedanken bestärkt. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: am meisten hat mich beeindruckt, wie dieses Buch aufklärerlisch argumentiert, auf theoretischen Ebenen arbeitet und doch durch seine Direktheit, seine Sprache, eben nicht belehrt, sondern kommuniziert, ein Aufruf zum Dialog ist. Aufmerksamkeit erzeugt und nicht nur Wissen.

    Solche Bücher braucht es. Bücher, in denen das Abstrakte und das Lebendige zusammenfallen. Die uns Zusammenhänge aufzeigen, Tatsachen vermitteln, die uns aber auch auffordern, in denen wir nicht einfach nur sichere und schweigsame Teilnehmer sein können, sondern die uns mit uns selbst, mit dem Schönen und Schlimmen in uns und um uns, konfrontieren. Bücher, die uns inspirieren.

    „Sie sagen, dass wir von Hass getrieben sind, weil sie sich wundern, dass da Frauen mal keine Harmonie und Liebe versprühen, sondern Forderungen haben. Aber Wut ist nicht dasselbe wie Hass. Hass will Zerstörung. Wut will Veränderung. Hass ist destruktiv, Wut ist produktiv.“

    Stokowski zitiert Susan Sontag mit den Worten: „Wir müssen lernen, mehr zu sehen, mehr zu hören und mehr zu fühlen.“ Ich glaube, dass Literatur eine Schule des Sehens, des Zuhörens, des Hinhörens und Fühlens sein kann – „Untenrum frei“ hat es mir mal wieder gezeigt, mich darin bestärkt. Genauso wie Stokowski glaube ich daran, dass es wichtig ist

    „hinter Sätze, die in Stein gemeißelt sind, ein Fragezeichen [zu] setzen.“

    Dieses Buch setzt ein paar fette Fragezeichen und fügt meist noch ein fettes Ausrufezeichen hinzu.

  11. Cover des Buches Die Wut, die bleibt (ISBN: 9783499009129)
    Mareike Fallwickl

    Die Wut, die bleibt

    (362)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Die Wut, die bleibt von Mareike Fallwickl aus den #rowohltverlag 

    🔥 

    Gerade gelesen und jetzt ersteinmal Sacken lassen.

    .

    Auch wenn ich manchen Entwicklungen in dem Buch nicht zustimme, steckt doch viel Wahrheit in dieser Geschichte.

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    Drei Frauen in der Pandemie. Frau sein, Mutter sein, was bedeutet das? Welche Last wird nicht gesehen? 

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    Durch diese drei Leben kann jede Frau sich irgendwo in diesem Buch wiederfinden. Und einen Blick werden. 

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    Das kann erschreckend und traurig sein. Aber auch aufklären oder aus der Position der Dankbarkeit.

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    Ein Buch über das man sprechen sollte.

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    Ich vergebe 4 Sterne ⭐️


  12. Cover des Buches When The King Falls (ISBN: 9783499011757)
    Marie Niehoff

    When The King Falls

    (675)
    Aktuelle Rezension von: Michelle_books

    When the King falls ist eine wunderbare Slowburn und ein bisschen düstere Romantasy. Ich habe das Zusammenspiel der Charaktere sehr geliebt, die starke Florence und der ein klein wenig düstere Benedict, Lyra natürlich nicht zu vergessen (btw liebe ich sie! :-D).

    Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht um in das Buch reinzukommen aber nach dem ersten spannenden Catch, habe ich es innerhalb von zwei Tagen komplett verschlungen. Das Ende ist ein vorausschauend, was ich aber in diesem Fall überhaupt nicht schlimm fand, bei dem Ende hat es mir trotzdem die Sprache verschlagen. Ich habe mit beiden so mit gefiebert und habe mich so gefreut, dass sie sich endlich gefunden hatten und dann das. Zu meinem Glück hatte ich Band 2 gleich parat. 

    Der Schreibstil von Marie Niehoff hat mir sehr gefallen und das Buch ließ sich flüssig lesen. 

    Als Fantasy-Liebhaberin vermisste ich allerdings ein bisschen das Worldbuilding, welches eher flach war. 

    Trotzdem hat das Buch meine Bewertung mehr als verdient und den zweiten Band habe ich auch direkt verschlungen. :)

  13. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

    (433)
    Aktuelle Rezension von: Lissianna

    Der flüssige, angenehm zu lesende Schreibstil zieht sofort in die Handlung. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, ergänzt durch immer wiederkehrende Rückblenden. Diese Vergangenheitsrückblicke zeichnen anschaulich nach, wie sich die Lage schleichend verschlimmert hat. Auch wenn visuelle Trennelemente – wie etwa Sternchen oder größere Absätze – die Zeitsprünge noch etwas klarer strukturiert hätten, findet man sich schnell zurecht.

    Ich musste das Buch letztlich jedoch abbrechen, weil mir das Geschehen emotional einfach zu nah ging und schlichtweg zu real wurde. Wer extrem authentische Erzählungen schätzt, kommt hier voll auf seine Kosten. Für mich war es letztlich leider zu intensiv.

  14. Cover des Buches Das andere Geschlecht (ISBN: 9783499227851)
    Simone de Beauvoir

    Das andere Geschlecht

    (68)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe Auszüge des Buches in meinem Studium behandelt und es nun zu großen Teilen - allerdings nicht komplett - gelesen.

    Mit seinen knapp tausend Seiten ist das Buch keine kurze und einfache Lektüre. Simone de Beauvoir erklärt ausführlich, dass man nicht als Frau geboren, sondern zu dieser gemacht wird. Hierzu hat sie das Werk in zwei Teile geteilt. Der erste Teil befasst sich mit den Fakten und Mythen und ist in die Kapitel "Schicksal", "Geschichte" und "Mythos" unterteilt. Der zweite Teil befasst sich mit den gelebten Erfahrungen der Frau und genauer mit dem Werdegang, der Situation, den Rechtfertigungen und dem Weg zur Befreiung.

    Das Buch ist nichts für zwischendurch. De Beauvoir untersucht auf biologischer, historischer, philosophischer und soziologischer Ebene, inwieweit Frauen zum anderen Geschlecht (gemacht) wurden. An einigen Stellen wiederholt die Autorin sich; oft führt sie sogar ähnliche Aussagen, die sie bereits zu Beginn getätigt hat, später noch einmal auf.

    Dennoch hat sich de Beauvoir ausführlich mit dem Thema beschäftigt und sich auch insbesondere mit den biologischen und historischen Aspekt auseinandergesetzt, um diese, so wie sie seit Jahrhunderten weitergegeben werden, zu entkräften und den Ursprung der vermeintlichen biologischen und historischen Gegebenheiten zu erläutern.

    Trotz dessen ist das Werk auch noch über 70 Jahre nach Erscheinung von erschreckender Aktualität. Viele Passagen, die ich gelesen habe, haben immer noch ihren aktuellen Wert und haben sich bis heute nicht geändert. Auch wenn das Werk kein einfaches oder kurzes ist, würde ich dieses sehr empfehlen, zumindest auch ausschnittweise.

  15. Cover des Buches The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe (ISBN: 9783987511141)
    Ali Hazelwood

    The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe

    (909)
    Aktuelle Rezension von: Islerp

    Das Buch Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe von Ali Hazelwood handelt von Olive, Biologie Doktorandin an der Stanford University. Olive ist sehr auf ihre Forschung konzentriert und glaubt eigentlich nicht wirklich an die Liebe. Sie findet, dass man sich bei der Wissenschaft auf Fakten verlassen kann, während Gefühle viel schwieriger zu verstehen sind. Die Story beginnt damit, dass Olives beste Freundin Anh Interesse an Olives Ex Freund Jeremy hat. Damit Anh kein schlechtes Gewissen hat, versucht Olive ihr zu zeigen, dass sie über Jeremy hinweg ist. Deshalb behauptet sie, dass sie ein Date hat. Als Anh sie dann zufällig in der Universität erwischt, weiß Olive nicht, was sie machen soll und küsst spontan den erstbesten Mann, der in der Nähe ist. Das Problem ist nur: Der Mann ist Adam Carlsen, ein sehr gefürchteter und eher unfreundlicher Professor. Adam und Olive beschließen daraufhin, eine Fake Beziehung zu führen. Eigentlich soll das Ganze nur gespielt sein, aber mit der Zeit merken beide, dass zwischen ihnen immer mehr Gefühle entstehen. Olive merkt außerdem, dass Adam ganz anders sein kann, als sie zuerst gedacht hat. Gleichzeitig muss sie sich mit ihrem Studium, ihrer Forschung und Problemen an der Universität auseinandersetzen. Dadurch geht es in dem Buch nicht nur um die Liebesgeschichte, sondern auch um Olives Leben als Wissenschaftlerin. 



    Insgesamt würde ich dem Buch 4 von 5 Sternen geben. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man romantische Geschichten mit Humor, Fake Dating und ein bisschen Drama mag. Die Mischung aus Liebe, Wissenschaft und Humor hat mir gut gefallen.

  16. Cover des Buches Beklaute Frauen (ISBN: 9783328112945)
    Leonie Schöler

    Beklaute Frauen

    (145)
    Aktuelle Rezension von: Butta

    Ein absolute großartiges Buch über die Geschichte von Frauen, die vergessen, beklaut, unterdrückt und verleugnet wurden. Ich finde, dass es jeder gelesen haben sollte und dass es sich besonders als Einstieg in die Materie gut eignet. Es war wahnsinnig interessant, vieles wusste ich nicht, regt ein zum Nachdenken an und macht traurig und wütend, nicht nur in Hinblick auf die Vergangenheit sondern auch die Zukunft, so wie es gerade für Frauen und diverse andere Gruppen läuft. Auch das möchte ich in dem Buch besonders hervorheben: die Tatsache dass sich immer wieder auf people of color, Migranten, black Community, lgbtqia+, Juden, Slawen etc hingewiesen wurde. Das Buch nimmt einen mit von der Vergangenheit bis hin zur jetzigen Zeit, räumt mit einigen falschen Fakten auf und zeigt einen erschreckende Meinungen besonders von Männern. 

    Möchte auf jeden Fall mehr in die Richtung lesen

  17. Cover des Buches Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019 (ISBN: 9783608504842)
    Bernardine Evaristo

    Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019

    (173)
    Aktuelle Rezension von: Christine_Delf

    ganz ohne Großschreibung am Satzanfang oder Punkte am Satzende zeigt dieser Roman von Bernardine Evaristo, was Stilelemente - oder auch deren Fehlen - alles können 

    die besondere Schreibweise liest sich zunächst irritierend, dann angenehm, denn der Sinn erschließt sich schnell: wir sind im Kopf der Protagonistinnen, und im Kopf denkt es sich nicht in Punkt und Komma, gerade und geschliffen, feinsäuberlich getrennt,

    der Kopf ist rund, der Inhalt chaotisch und genau das wird hier spürbar

    der Inhalt ist wichtig, für jeden von uns, wir springen in das Leben von zwölf Frauen, mal mehr, mal weniger miteinander verwoben, mal generationenübergreifend, aus wechselnden Perspektiven, sodass sich Sympathien und Antipathien fortlaufend verändern; erleben mit ihnen Rassismus, Sexismus, Feminismus, Rückschläge und Erfolge, Liebe, Siege, Verluste, springen dann wieder hinaus aus ihrem Kopf und ihrem Leben und fragen uns dann stets, wie ging es bloß weiter für dich, meine Liebe, wie geht es dir heute?

  18. Cover des Buches Ich bin Malala (ISBN: 9783426788271)
    Malala Yousafzai

    Ich bin Malala

    (297)
    Aktuelle Rezension von: Slothready

    Malala Yousafzai kämpft mutig dafür, dass alle Menschen die Chance auf Bildung haben, Lesen und Schreiben lernen dürfen und in Freiheit und selbstbestimmt leben können. Sie kämpft  mit allen Mitteln, riskiert dabei ihr eigenes Leben und wird von den Taliban beinahe getötet. In "Ich bin Malala" erzählt sie ihre Geschichte. Sie erzählt ihre Kindheit im Tal Swat in Pakistan, sie berichtet über die Verhältnisse dort und den Kampf der Menschen ums Überleben, sie erzählt von dem Tragischen Zwischenfall, bei dem sie beinahe gestorben wäre, von ihrem Weg zurück ins Leben und von ihrem Neubeginn im sicheren England.

    Das Buch ist ein beeindruckendes Zeugnis eines sehr mutigen Mädchens. Es eröffnet neue Perspektiven und lässt einen die Gegebenheiten in Pakistan, das Leben der Menschen dort und die Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben, etwas besser verstehen. Es hat mich mit Respekt dem jungen Mädchen gegenüber erfüllt, das für Dinge kämpft, die für uns selbstverständlich sind und es ließ mich dankbar zurück, dass ich in einem Land leben darf, in dem der Zugang zu Bildung für alle möglich ist, in dem Frieden herrscht und in dem die Menschen nicht täglich aufs Neue bedroht werden. 

    Der Inhalt von "Ich bin Malala" war großartig und beeindruckend, der Schreibstil war leider zu langatmig und und durch die vielen Eigennamen etwas mühsam zu lesen. Man hätte auch das ein- oder andere Kapitel ruhig etwas kürzer fassen können. Insgesamt war es aber ein tief bewegendes Buch, das einem neue Blickwinkel eröffnet und das ich sehr gerne weiterempfehle, um so manches Geschehen auf der Welt besser verstehen zu lernen.

  19. Cover des Buches Garp und wie er die Welt sah (ISBN: 9783499014499)
    John Irving

    Garp und wie er die Welt sah

    (803)
    Aktuelle Rezension von: til_topman

    John Irving spaltet - entweder liebt man seine Art zu schreiben oder kann damit nichts anfangen. Der Autor hat einen Hang zu wiederkehrenden Motiven (das Ringen, die Bären, kaputte Biographien...), außerdem schreibt er sehr autobiografisch (und viel über Schriftsteller). Wer sich davon nicht abschrecken lässt, entdeckt in seinen Bücher tiefe Beziehungen, echte familiäre, liebevolle Bande und Aufopferung bis hin zur Selbstaufgabe. Das ist in Wirklichkeit Irvings großes Thema - und auch im "Garp" kommt dieses Thema schon stark durch. Zurecht ein Klassiker!

  20. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783548075006)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

    (655)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Dieses Buch ist einfach nur wow. Es zeigt mit so einer schonungslose Ehrlichkeit wie die Gesellschaft auf einen Menschen reagiert, der nicht der Norm entspricht. Eine Frau, die sich dazu entscheidet, Vegetarierin zu werden und geächtet wird. Ihr Entschluss bringt einen so radikalen Umbruch in ihrem Leben hervor, Ihr verständnisloser Ehemann, der sie alles andere als liebevoll umschreibt, kehrt ihr den Rücken zu, ebenso ihr Vater, der sich an ihr vergeht und der Mann sich noch nicht einmal schützen vor seiner Frau stellt. Dieses Buch wechselt die Erzählperspektive dreimal und das Schicksal, was die Vegetarierin am Ende ereilt ist. Einfach nur traurig. 

    Ihre große Schwester ist meiner Meinung nach in dem Buch, die zweite Hauptakteurin, weil sie auch am meisten verliert einmal ihr Ehemann, der sich an der Vegetarierin vergeht, die zunehmend Verhaltens gestörter erscheint und dadurch halt auch ihre Schwester selbst. In diesem Buch wird niemand geschont.

  21. Cover des Buches Atmosphere (ISBN: 9783548074719)
    Taylor Jenkins Reid

    Atmosphere

    (294)
    Aktuelle Rezension von: Carofii

    💭 M E I N U N G


    Ich habe das Buch in Originalsprache (Englisch) gelesen und durch die vielen Fachbegriffe anfangs viel nachschlagen müssen, wodurch ich mich zunächst schwer eingefunden habe. Aaaaber als ich dann soweit war, dass ich die Zusammenhänge der unterschiedlichen Zeiten, Personen und Begriffe verstanden habe, war ich im Sog und habe das Buch kaum zur Seite legen können.


    Der Schreibstil der Autorin ist toll, von Anfang an ist eine gewisse Spannung da, die, aufgrund der unterschiedlichen Zeitebenen, bis zum Ende bleibt. 

    Die Figuren sind feingezeichnet und nahbar, ihre Entwicklungen sind nachvollziehbar und man fühlt mit ihnen mit. 💔

    Während des Lesens herrschte bei mir wirklich ein Gefühlschaos, denn nicht nur die Liebesgeschichte von Joan & Vanessa hat mich berührt, sondern auch die zu ihrer Nichte ✨


    Und auch wenn ich wenig Ahnung vom Weltall und Raumfahrt, geschweige denn der NASA habe, waren die Prozesse und Abläufe so gut erklärt, dass ich viel dazulernen durfte und gleichzeitig total mitgefiebert habe.


    Das Buch, insbesondere Joans Geschichte, hat mich wirklich gepackt und mir gezeigt, wie glücklich ich mich schätzen kann, in der heutigen Zeit zu leben, wo es natürlich auch noch Ungleichheiten gibt, aber diese wesentlich geringer ausfallen. 💭 


    ⭐️ F A Z I T 


    Eine Geschichte über erste (queere) Liebe & große Träume mit einer starken weiblichen Protagonistin, die dazu aufruft, den eigenen Platz im Universum zu finden 🌏 💫 


    Und auch wenn ich selbst eigentlich kaum noch Romance-Geschichten lese, war das für mich ein ganz großes Highlight und ich gebe die vollen 5 ⭐️ ! Eine absolute Leseempfehlung für jedes Alter!

    Ich möchte auf jeden Fall noch mehr Bücher von TJR lesen! 🙌 

  22. Cover des Buches Die Gabe (ISBN: 9783453322981)
    Naomi Alderman

    Die Gabe

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Hilda_Jannsen

    Mehr und mehr Frauen entdecken, dass sie die Gabe haben, mit ihren Händen elektrische Stromstöße auszusenden. Und nachdem die erste Überraschung oder Scham wegen Andersartigkeit überwunden ist, wird die Gabe eingesetzt, aus Spaß an der Freud, weil die körperliche Unterlegenheit der Frauen sich relativiert hat, dann aus Rache wegen früherer Unterdrückung durch die Männer und schließlich aus reiner Freude an der Grausamkeit gegen Männer.

    Es gab einen Punkt, da dachte ich, ich will das Buch nicht zu Ende lesen. Es war mir zu grausam, zu rachsüchtig, zu einseitig. Doch im nächsten Moment konnte ich mir sagen, dass es wahrscheinlich genau darum geht: um die Tatsache, dass, wer die Macht hat – Mann oder Frau – sie auch ausnutzen wird; dass es keinen Sinn macht, nun ein Matriarchat auszurufen, weil soundso viele Jahre Patriarchat gesühnt werden müssen; dass alle gleich viel oder gar keine Macht haben sollten. Ein verstörendes, aber, wie ich finde, sehr interessantes Gedankenspiel.

  23. Cover des Buches [(Milk and Honey)] [Author: Rupi Kaur] published on (July, 2016) (ISBN: B06WVCW4S1)
    Rupi Kaur

    [(Milk and Honey)] [Author: Rupi Kaur] published on (July, 2016)

    (255)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Ich lese ja so gut wie keine Gedichte o.ä. und das letzte Buch in englischer Sprache ist auch ein paar Jährchen ĥer, aber als ich diesen Schatz auf der Straße gefunden habe, musste ich einfach zugreifen. Und was soll ich sagen - es hat mir zu großen Teilen gefallen. Vorallem die kurzen Texte haben mich beeindruckt. Wie viel Gefühl und Inhalt kann man in nur einem Satz transportieren?! Ebenso die Thenen, die in vier Kategorien eingeteilt sind, fand ich aktuell und für fast jede Frau nachzuvollziehen.

  24. Cover des Buches Witches, Bitches, It-Girls (ISBN: 9783499011160)
    Rebekka Endler

    Witches, Bitches, It-Girls

    (55)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    Dieses Buch hatte ich vorbestellt und nun doch etwas gebraucht, um es zu lesen. Ich glaube, ich hatte Angst, dass ich bei der Lektüre so wütend werden würde über die Sachen, die Endler hier erzählt. Und ja, ich wurde wütend, aber gleichzeitig unterhält Endlers pointierter Humor hervorragend. Und: Bei der Lektüre fühlt ihr euch als Feminist*innen und als Menschen, die sich nach Gerechtigkeit sehnen, nicht alleine. Und das tut soooo gut.

    Wie schon Endlers erstes Buch „Das Patriarchat der Dinge“ liefert sie wieder unzählige, grandios recherchierte und dargestellte Fakten. Wie wurden und werden Frauen und queere Menschen dargestellt, vorgeführt, sexualisiert, herabgewürdigt, etc.. Kanonisierung bzw. fehlende Kanonisierung ist oftmals das Mittel der Wahl. Die Wrestlerin Chyna zeigt auf ganz tragische Weise und dennoch idealtypisch, wie Frauen Geld und Ruhm verwehrt werden. Bigott und letztlich perfide wurden bei Chyna unterschiedliche Maßstäbe an Männer und FLINTAs angewendet. Gleichzeitig führte die Nichterfüllung vermeintlicher Geschlechternormen zu gesellschaftlicher Stigmatisierung führen.

    Dazu denkt Endler Feminismus immer intersektional, das beginnt schon beim Vorwort, das einen Publikumskommentar bei einer Lesung zu der angeblichen Verdrängung von Frauen durch trans Frauen zum Einstieg nimmt. In „Witches, Bitches, It-Girls“ erzählt Endler noch häufiger von ihren persönlichen Erfahrungen, entweder in kleinen Episoden oder ihrer klareren Haltung. Dabei gelingt ihr die Kunst, von ihrem persönlichen Erfahrungen auf die allgemein gültige Ebene zu verweisen und umgekehrt. Ihr beißender und doch leichter, beschwingter Humor ließ mich immer wieder laut auflachen. So lassen sich die historischen „WTF???“-Momente ebenso gut ertragen, wie der Backlash, den aufmerksame Menschen nicht nur täglich mit Manosphere, Trump und Tradwives erleben, sondern der selbstverständlich im Buch thematisiert wird. Popkultur schildert Endler als Trägerin und Katalysator von misogynen Vorstellungen, ob das nun ein Film wie „Miller’s Girl“ ist oder die Leidensgeschichte von Britney Spears, die ihr Vater ohne die Haltung der Öffentlichkeit vermutlich nicht hätte entmündigen können. Endler hinterfragt dazu tradierte Vorstellungen, wie dass Hebammen die Hauptopfergruppe der Hexenverfolgungen gewesen sein sollen. Dass hier höchstwahrscheinlich weibliche Unternehmerinnen aus dem Markt gedrängt wurden, ist eigentlich nochmal fieser.

    Ich kann diese Fülle an Beispielen in der Kürze nicht annähernd so gut schildern, wie Endlers in ihrem tollen Buch. Darum lest es! Ich selbst nehme mir fest vor, das Buch demnächst ein zweites Mal als Print zu lesen, damit ich mir die vielen Aspekte nochmal tiefer in mein Gedächtnis verankere, um sie bei den passenden Gelegenheiten zum Argumentieren benutzen kann.

    Jetzt beim ersten Mal hörte ich die Lesung der Autorin, der ich schon im Podcast mit Annika Brockschmidt „Feminist Shef-Control“ total gerne zuhöre. Endler transportiert beim Lesen eine gelungene Mischung aus Schalk, Nüchternheit und Empörung. Die bitteren Stellen zeigen Einfühlung und Respekt. (Nur manchmal fiel mir auf, dass an einigen Stellen neu beim Lesen angesetzt wurde. Aber das ist Kritik auf ganz hohem Niveau.)

    Lest/hört selbst! „Witches, Bitches, It-Girls“ hilft Muster zu erkennen und ihre Wiederholungen. Und macht zudem wirklich Spaß zu lesen. 5 von 5 Sternen.

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