Bücher mit dem Tag "Fernleihe Verbund"
14 Bücher
- Silvia Moreno-Garcia
Der mexikanische Fluch
(185)Aktuelle Rezension von: BobicatMit dem Lesen dieses Buches habe ich bis zum Herbst gewartet. Die Atmo sollte passen, nicht nur im Roman, sondern auch in der realen Welt. Und nicht nur in diesem Bereich hat mich der mexikanische Fluch nicht enttäuscht.
Die Geschichte war gar nicht mal so spooky, wie ich gedacht habe. Denn Moreno-Garcia ist die oben schon genannte Atmophäre sehr wichtig. Und die gelingt ihr brilliant. Ich war auf diesem Berg, ich war in diesem Haus, streifte mit der Protagonistin Noemi umher und war genauso ratlos, was in High Place vor sich geht. Denn die Bewohner scheinen nicht nur sehr viel Wert auf Ruhe (als Wellnesshotel würde ich aber trotzdem nur 1 Stern vergeben), sondern auch auf den (finanziellen) Fortbestand ihrer Familie zu legen. Denn die zwischenzeitlich verblasste Silberdynastie soll wieder eine wortwörtlich glänzende Zukunft erhalten. Und eine Frau aus einem betuchten Hause, Catalina, kam da gerade recht. Dumm nur, wenn die ihrer Cousine Noemi schreibt, dass sie dann doch etwas Hilfe benötigt, denn sie steht offentlich vor einer großen Depression und auch köperlich geht es ihr nicht gut. Die Familie Doyle, in die sie eingeheiratet hat, ist aber nicht sehr motiviert, an diesem Zustand etwas zu ändern. Am liebsten haben sie sie schlafend.......und ruhig.
Noemi, ein Partywirbelwind der mexikanischen Gesellschaft, lässt dies selbstverständlich nicht auf sich beruhen, obwohl die Doyles am Anfang alles daran setzen, sie so schnell wieder möglich wieder loszuwerden. Aber da haben sie die Rechnung ohne Noemi gemacht, denn die ist viel zu neugierig und stößt bald auf ein dunkles Familiengeheimnis.
Schauerroman trifft es wohl am besten, denn Horror ist dies nicht und ein wenig mehr als Grusel dann doch. Da es sich im Buch viel um Pilze, Schimmel und andere Widerwärtigkeiten dreht (das Familienoberhaupt vegetiert, optisch verbesserungswürdig, meist im Bett vor sich hin), kann das dem einen oder anderen Leser etwas auf den Magen schlagen, gerade, wenn man dazu neigt, Gelesenes intensiv zu visualisieren.
"Der mexikanische Fluch" ist das perfekte Buch für die trübe Herbstzeit. Nebelschwaden, Friedhöfe, gruselige Häuser, perfekt detailliert beschrieben, lassen das richtige Feeling aufkommen. Leider hat mich das Ende nicht überzeugt. Ich habe ständig auf den Plottwist gewartet, der sich soooo angeboten hat. Kam leider nicht. Trotzdem sehr empfehlenswert.
- Ulrike Bossmann
People Pleasing
(24)Aktuelle Rezension von: nadine_1209In diesem Buch geht es um Menschen, die lieber "ja" sagen, obwohl sie "nein" meinen, die ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie die vermeintlichen Erwartungen des Gegenübers nicht erfüllen können und die persönlich lieber zurück stecken, als jemand anderen zu enttäuschen.
Viele dieser Punkte treffen (zumindest teilweise) auf mich zu, so dass es unfassbar spannend war, entsprechende Feststellungen schwarz auf weiß zu lesen und Tipps mit an die Hand zu bekommen. Warum hadere ich innerlich mit mir, wenn ich etwas ablehnen muss, obwohl ich weiß, dass dies die richtige Entscheidung ist? Warum ist es mir nicht egal, wenn ich andere in meinen Augen vermeintlich enttäuschen muss? Warum entschuldige ich mich schon im Vorfeld für ein Essen, was letztendlich wahnsinnig lecker ist, nur weil ich nicht weiß, ob die Gäste es genauso sehr mögen? Während des Lesens gab es bei mir zahlreiche "aha-Momente" und viele Schmunzler, weil ich feststellen durfte, dass viele Menschen so ticken, wie ich.
Wer sich in einigen der geschilderten Situationen wiedererkannt hat, sollte sich unbedingt diesen Ratgeber zulegen! Du bist nicht alleine mit deinen gedanklichen "Ticks". Da es sich um keinen Roman, sondern um einen Ratgeber einer Psychologin handelt, sollte man sich zum Lesen Zeit und Ruhe gönnen. Das Verinnerlichen der Informationen und das Ziehen von Rückschlüssen auf das eigene Verhalten braucht Zeit, so dass ich hier auch länger als üblich zum Lesen brauchte. Dennoch: Eine absolute Kaufempfehlung! Interessant, spannend und lustig, wenn man sein Verhalten widergespiegelt bekommt. - Rebecca Schulz
Verliebt auf Fehmarn
(30)Aktuelle Rezension von: zauberblumeDie Autorin Rebecca Schulz – übrigens ist mein erster Roman der Autorin – entführt uns auf die wunderschöne Ostseeinsel Fehmarn und hier tauche ich sofort in dieses tolle Inselfeeling ein.
Der Inhalt: Friderike Hansen ist 39 Jahre alt, ein klassischer Workaholic, Single und kinderlos. Nach Jahren in der Großstadt wagt sie als Buchhändlerin einen Neuanfang auf ihrer Heimatinsel Fehmarn, um endlich die große Liebe zu finden. Sowohl ihr Jugendfreund Jasper als auch ihr störrischer Nachbar Thies schleichen sich dabei in ihr Herz. Doch die Suche nach Mister Right stürzt sie in ein ungeahntes Gefühlschaos und der Neustart droht gänzlich in einem Desaster zu enden. Schließlich muss Rike eine Entscheidung treffen – und dabei zu sich selbst stehen.
Ach, war das wieder schön! So ein toller Wohlfühlroman, der einen ab der ersten Seite den Alltag vergessen lässt. Ich fühle mich auf Fehmarn sofort pudelwohl. Genieße die Strandspaziergänge, lasse mir den Wind um die Nase wehen und lausche dem Gekreische der Möwen. Durch die tollen Beschreibungen habe ich ein wunderbares Bild vor meinem inneren Auge. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und so fliege ich nur so durch die Seiten. Im Mittelpunkt der Geschichte steht jedoch Friderike, die nach vielen Jahren wieder auf ihre Heimatinsel zurückkehrt und hier einen Neuanfang zu wagen. Doch dies ist nicht so einfach; sie trifft auf ihre Jugendliebe Jasper und dann ist da doch ihr Nachbar Thies. Plötzlich gibt es zwei Männer, die ihr Leben mächtig durcheinanderwirbeln. Und Friderike ist sich nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee war, nach Fehmarn zu kommen. Mit großer Neugierde habe ich dem Ende dieser leichten Sommerlektüre entgegengefiebert.
Ein absoluter Gute-Laune-Wohlfühlroman, den ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Auch der Anblick des Covers verbreitet sofort Sommer-Sonne-Urlaubsfeeling. Gerne vergebe ich für dieses tolle Lesevergnügen 5 Sterne.
- Torsten Liem
Das Osteopathie-Selbsthilfe-Buch
(2)Aktuelle Rezension von: Denise43437„Das Osteopathie-Selbsthilfe-Buch“ hat Torsten Liem mit Christine Tsolodimos geschrieben. Es ist im TRIAS Verlag erschienen. Liem ist Osteopath. Er hat unter anderem die osteopathische Akupunktur sowie die psychosomatische Osteopathie begründet und weiterentwickelt. Außerdem hat er eine eigene Praxis. Tsolodimos ist Redakteurin.
Zu Beginn des Buchs erfährt der Leser worum es sich bei der Osteopathie handelt und was ihre Anwendung für die Gesundheit erreichen kann. Dabei wird insbesondere hervorgehoben, dass die Osteopathie den Menschen und seine Gesundheit ganzheitlich betrachtet, denn die einzelnen Systeme des Körpers sind verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Das übrige Buch ist nach den fünf Modellen der Osteopathie („Körperhaltung und Bewegung“, „Atmungs- und Herz-Kreislauf-System“, „Stoffwechsel, Immun- und Hormonsystem“, „Nervensystem“ und „Biopsychosoziale Anpassungen“) gegliedert. Dabei ist das Buch so aufgebaut, dass es nicht unbedingt im Ganzen gelesen werden muss, sondern dass auch einzelne Themen gesondert lesbar sind. Auf Grund der vielen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Körpersystemen empfehle ich jedoch das Buch insgesamt zu lesen.
Bei der Erläuterung der einzelnen Modelle wird das jeweilige Modell, die dazugehörigen möglichen Krankheiten und Risikofaktoren erläutert und aufgezeigt, welche Möglichkeiten zur Verbesserung dieses Körperbereichs durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte für jeden einzelnen bestehen. Weiterhin wird kurz drauf eingegangen, wie diesbezüglich eine Behandlung durch einen Osteopathen aussehen und wirken kann.
Neben dem verständlichen Text sowie den unterstützenden Grafiken und Fotos hat mir auch sehr gut gefallen, dass der Autor mit Verweisen arbeitet, so dass es zu keinen Wiederholungen kommt und es einfach ist, die entsprechende Textstelle bei Bedarf zum Nachlesen zu finden.
Die Quellen- und Literaturangaben sind nur im Internet zu finde. Dieses ist auf Grund des Umfangs (58 Seiten und 871 Fußnoten) sehr gut nachvollziehbar, da ansonsten der Umfang des Buchs sich deutlich erhöht hätte, aber der Mehrwert dazu nicht in Relation gestanden hätte.
Von diesem Buch bin ich absolut begeistert, da es viel Wissen auf verständliche Weise vermittelt und gleichzeitig eine Vielzahl an Tipps, Ratschlägen und Übungen zur Förderung der Selbstheilung des Körpers bietet. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter.
- Anita Ganeri
Fantastic Stories for Fearless Girls
(4)Aktuelle Rezension von: LimitLessEigentlich müsste das Buch "Fantastic Stories ABOUT Fearless Girls" heißen, denn dieses Buch handelt VON Mädchen und Frauen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und auf keinen Prinzen warten, der sie rettet, und es ist sicher nicht nur für Mädchen, sondern für jede*n etwas Feines zum Lesen (oder vorgelesen zu bekommen).
Tokoyo, Molly Whuppie, Mizilca und Sumac sind u.a. die Heldinnen in diesen Märchen und Sagen. Sie beanspruchen für sich ein selbstbestimmtes und freies Leben und gehen dabei ungewöhnliche Wege, um an ihre Ziele zu kommen.
Aus der ganzen Welt wurden hier Erzählungen versammelt, die eine schöne kulturelle Diversität abbilden, außerdem sehr magisch angehaucht sind und mit wunderschönen Illustrationen versehen wurden. Die insgesamt 15 Märchen stammen u.a. aus Frankreich, Russland, Japan, Griechenland, China, dem Sudan, Indien, Niger und Finnland, um nur ein paar Länder zu nennen.
Die Geschichten selbst sind sprachlich sehr einfach gehalten, dadurch aber auch sehr leicht zu lesen, und auch vom Aufbau her hätte ich mir an mancher Stelle etwas mehr gewünscht, da doch einiges sehr komprimiert dargestellt wird, was aber wahrscheinlich auch dem Märchenstil zugrunde liegt. Das Ganze beurteile ich aber aus meiner erwachsenen Perspektive. Laut Verlag ist das Buch für Kinder ab 12 Jahren geeignet, denke aber, dass auch jüngere mit den Märchen was anfangen können. Sie bieten auf jeden Fall Stoff zum Diskutieren über Prinzessinnen, die Wahrnehmung von weiblichen und männlichen Eigenschaften, die Bedeutung des eigenen Aussehens, Liebe und Heiraten sowie Freiheit und Respekt gegenüber anderen Lebewesen.
Manche Texte fand ich jedoch auch fraglich. So etwa Atalanta, die flinkfüßige Jägerin, die durch eine List eines jungen Mannes, diesen an der Backe hatte, da er sie heiraten wollte. Die List bestand - ohne jetzt zu viel verraten zu wollen - aus goldenen Äpfeln, die in der Sonne funkeln, und natürlich fällt die junge Frau auf den Glitzerkram herein. Die Geschichte fing echt gut an, das Ende war aber enttäuschend. Generell waren manche Erzählungen stärker als andere, die guten überwiegen aber. Nicht immer handeln die Figuren moralisch korrekt, trotzdem fand ich die kreativen Verhaltensweisen manchmal sehr erfrischend und nicht so stark zu verurteilen. Hier findet man viele weibliche Vorbilder, die tolle Eigenschaften und Werte vermitteln!
FazitEin magisches Märchenbuch mit vielen unterschiedlichen Geschichten aus der ganzen Welt, die außergewöhnliche Mädchen und Frauen als Hauptcharaktere haben und immer wieder mit besonderen Handlungsansätzen überraschen. Begleitet werden die Erzählungen von detailliert gezeichneten und farbenfrohen Illustrationen, die das Ganze zu einem besonderen Leseerlebnis machen. Sehr empfehlenswert!
- Sameena Jehanzeb
Was Preema nicht weiß
(32)Aktuelle Rezension von: RuhrpottmuttiIch habe Preemas Geschichte innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Im Anschluss saß ich einen Moment sprachlos vor meinem Taschenbuch und dachte, ich kann mich nie wieder auf eine andere Geschichte konzentrieren. Was Sameena Jehanzeb hier geschaffen hat, ist wirklich einzigartig.
Preemas Geschichte beginnt damit, dass sie in einem völlig weißen Raum erwacht. Es gibt kein oben, kein unten, kein links und kein rechts. Sie weiß nichts. Von diesem Punkt aus versucht die Protagonistin, herauszufinden, was mit ihr passiert ist. In zwei Zeitebenen erzählt das Buch die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst und nach Seelenfrieden. Schicksalsschläge treffen auf Gefühlsausbrüche und machen die Geschichte zu einer Achterbahnfahrt. Ich möchte natürlich nicht spoilern, deshalb sei nur so viel gesagt: Die beiden Zeitebenen ermöglichen Plottwists, die ich nicht habe kommen sehen. Im Verlauf der Geschichte rätseln die Lesenden selbst mit, was mit Preema passiert ist und warum sie an diesem Ort ist, der ihr so fremd ist.
Sameena Jehanzeb weiß fantastische Elemente mit einem Hauch Romantik, Crime und viel Science-Fiction gekonnt zu verbinden. Ein Genremix, der unerwartet und doch in sich schlüssig daherkommt. Dazu kommt das einzigartige Sprachgefühl der Autorin. Preemas Geschichte ist humorvoll und mit viel Liebe zum Detail erzählt. Auch die optische Gestaltung des Buches ist etwas ganz Besonders und gibt das Puzzle im Innern der Protagonistin und in ihrer Umgebung perfekt wieder.
- Nicole Rohleder
Das Gewand der Angst
(2)Aktuelle Rezension von: kleinwittiMit dem Buch " Das Gewand der Angst" hat uns Nicole Rohleder einen wirklich sehr nachdenklichen und berührenden Triller beschert. Auf einer Buch messe bin ich auf dieses Buch schon allein durch das Cover aufmerksam geworden und im Gespräch mit der Autorin wurde mir klar das ich dieses Buch lesen muss. Ich wurde nicht enttäuscht.
In dem Buch begleiten wird Timber und Elenia durch ein wirklich tubentes Jahr. Beide haben es nicht leicht in ihrer Familie, sofern man es noch Familien nennen kann. Sie unterstützen und versuchen sich zu schützen gegenseitig, was teilweise auch sehr gefährlich wird.
Timber hatte es noch nie leicht. Der eigenen Mutter weggenommenund nach Jahren wieder gegeben, musste er sehr unter seinem Stiefvater leiden. Der einzige Grund zu Hause zu bleiben, war sein Bruder Jason der ihm ans Herz gewachsen war und für den er auch irgendwie alles war, Mutter und Vater. Sein Herz sitzt am rechten Fleck und er macht sogar aus nichts noch etwas tolles, was man im Buch erfährt. Leider endet sein Leben etwas im Chaos nachdem er Elenia kennengelernt hat, in die er sich absolut verknallt. Seine Aggressionen hat er gut unter Kontrolle und lässt sie beim Kampfsport aus, was ihm im Verlaufe des Buches auch hilft.
Elenia ist die Tochter eines Russen der in illegale Geschäfte verwickelt ist. Mit ihren siebzehn Jahren ist sie bereits Mutter einer Tochter, die aus sexueller Vergewaltigung entstanden ist. Sie wurde nicht nur einmal missbraucht, aber sie versucht auch ihrem Vater und der Organisation dahinter den Rücken zu kehren, was allerdings allesandere als leicht ist. Anfangs im Buch ist sie noch sehr schüchtern und zurückhaltend, was sich im Verlaufe jedoch ändert, sie lernt selbstbewusster zu werden.
Auch die anderen Charaktere im Buch sind wirklich gut gelungen, sie wurden ihrer Rolle hin ausgiebig beschrieben, mal mehr mal weniger ausführlich, was aber sehr gut zur Geschichte passte.
Die Handlungsorte die hauptsächlich in Berlin Moabit spielten sind bestimmt gut gewählt worden. Leider kann ich zu den Orten nichts sagen da ich kein Berliner bin, denke aber das es wohl sehr detailgerecht sein wird. Ich konnte mir aber auf alle Fälle immer ein passendes Bild vor meine Augen zaubern, welches meiner Meinung nach super passte.
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich schön, man kann das Buch so dahin lesen und möchte an manchen Stellen nicht aufhören, dann gibt es aber auch Stellen wo man das Buch beiseite legen möchte, da es sich etwas zieht und viel drumherum erklärt wird, was aber meistens so finde ich später noch gebraucht wird im Buch. Auch ist das Thema natürlich nicht sehr einfach das sich die Autorin gewählt hat und ich kann mir vorstellen das es schwer ist alles so zu verpacken. Einen roten Faden begleitet einen durch das Buch und auch für Spannung ist gesorgt. Wer natürlich eine Thriller mit viel stumpfer Gewalt erwartet ist hier falsch.
Alles in allem ist das hier ein Thriller der anderen Art. Er macht einen nachdenklich und man fragt sich ob es das wirklich gibt und wenn ja warum ? Also dieses Buch lässt einen nicht so schnell los in jeder Hinsicht.
- Dikla Levy Frances
Baking Science
(2)Aktuelle Rezension von: RatzepueDie 45 Backrezepte des am 17.03.2023 im Christian Verlag erschienenen Buches mit der ISBN978-3-95961-787-1 hat die in Israel aufgewachsene und seit 2008 in den USA lebende Autorin, Fotografin, Rezeptentwicklerin und Bloggerin Dikla Levy Frances entwickelt und ausgetestet.
Auf 192 Seiten mit etwa 90 Abbildungen von der Autorin stehen 45 Rezepte.
Dieses Buch ist die Übersetzung des 2022 bei Page Street Publishing Co., Salem, USA erschienenen Buches „Baking Science: Foolproof Formulas to Create the Best Cakes, Pies, Cookies, Breads and More“ mit der ISBN 978-1645674542.
Was versprechen der Verlag bzw. die Autorin?
Die Leser lernen die „Wissenschaft vom Backen“ kennen, „die einen genaueren Blick auf die molekulare Struktur gängiger Zutaten wirft und erforscht, wie sie miteinander und/oder in verschiedenen Umgebungen reagieren. Dabei wird genauer auf die Temperatur als Gaspedal für Backwaren eingegangen und wie man das ideale Rezept entwickelt und alles Gelernte anwendet und die perfekten Backwaren herstellt.“
Aufbau des Buches
Nach dem Inhaltsverzeichnis, einer leidenschaftlichen Einleitung, was „Baking Science“ ist, folgen ab Seite 12 bis Seite 183 die 5 Kapitel mit den 45 Rezepten eingebettet in die Theorieabschnitte.
Zuerst geht es um die wichtigste Zutat „Wasser“, dann folgen die Kapitel
- Halt und Struktur – Zutaten zum Stabilisieren des Gebäcks
- Lockerung und Feuchtigkeit – Zutaten für die ideale Konsistenz des Gebäcks
- Temperatur – Die Kraft, durch die Zutaten sich in Gebäck verwandeln
- Die Erfolgsformeln – Gelungenes Gebäck dank wissenschaftlichem Know-how
- Alles zusammen – Erzielen Sie mit Ihrem neu erworbenen Fachwissen noch bessere Backergebnisse!
Dann folgen ab Seite 185 Literaturquellen, Danksagung, Informationen zur Autorin und das Register.
Fast jedes Rezept wird mit einem sehr gelungenen und köstlichen Foto begleitet. Unter dem Rezeptnamen als Überschrift steht eine kurze Einordnung, wofür das Rezept als Beispiel in der „Backwissenschaft“ steht. Es folgt die Mengen-Angabe „für wie viele Personen“, „wie viele Stücke“ oder „für 1 Kuchen“.
Zuerst werden die Zutaten in einer Spalte aufgelistet. Dann folgen die einzelnen Arbeitsschritte der Zubereitung detailliert und verständlich erklärt.
An wen richtet sich das Buch?
An alle, die gerne backen und mehr über das „Warum und Wie“ wissen möchten. Und bekannte Backfehler in Zukunft umgehen möchten. An alle, die „die Erfolgsformel für perfekte Kuchen, Torten und Kekse“ kennenlernen und anwenden möchten. An alle, die gerne selber Rezepte entwickeln möchten. Aber man kann die Rezepte durchaus auch backen, ohne die Theorieabschnitte zu studieren.
Was hat mir besonders gefallen?
Warum geht der Kuchen nicht richtig auf, fällt zusammen oder ist zu trocken?
Die Theorieabschnitte werden anschaulich und verständlich von der Autorin beschrieben. Ich habe mich seit gut 2 Jahren in die Theorie, die hinter dem Brotbacken steht, „eingegraben“ und habe mich hier in die Erklärungen zum Backen sehr gerne vertieft. Auch die chemischen Reaktionen sind „kein Buch mit 7 Siegeln“ mehr…
Die Zutaten der Rezepte sind überwiegend bei uns leicht einzukaufen, bei manchen Zutaten werden gleich Ersatzzutaten genannt. Die Übersetzung ist sehr gelungen. Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass die Angaben zu den Zutaten sehr genau aufgelistet werden: TL und ml, Flüssigkeiten mit Temperatur.
Fazit:
Mir gefällt das Buch ausgesprochen gut. Ich backe seit etwa 40 Jahren und habe schon immer gerne gewusst, warum ich einen Arbeitsschritt auf eine bestimmte Weise durchführe. Hier in diesem Buch wird endlich einmal fast die gesamte Theorie sehr verständlich erklärt und viele Fragen beantwortet. Man staunt, wieviel Wissen auf den knapp 200 Seiten vermittelt wird.
Fazit: Gerne 5*.
- Anne Cathrine Bomann
Blautöne
(11)Aktuelle Rezension von: Sirene“Blautöne” von Anne Cathrine Bomann ist zweifellos ein Roman, der die Leser auf eine emotionale und reflektive Reise mitnimmt. Im Grunde ist es ein schwieriges Thema, dass die Autorin hier aufgreift. Trauer, Verlust und der Umgang damit. Bomann gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die den Leser dazu einlädt, tief in die Gedankenwelt der Charaktere einzutauchen und die Themen zugänglicher zu machen.
Bomann zeichnet ihre Figuren mit großer Empathie und Detailgenauigkeit, wodurch sie authentisch und vielschichtig wirken. Die Forschungsleiterin als Hauptfigur bietet einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle einer Person, die Verlust erlebt hat und sich so verloren fühlt wie die zukünftigen Konsumenten des Medikaments.
Allerdings lässt “Blautöne” in Bezug auf den Erzählfluss und Tempo einige Wünsche offen. Es braucht Zeit, die Autorin erzählt bedächtig die Ereignisse, wie den ganzen Verlauf des Medikaments von Forschung bis Zulassungsverfahren. Geduldig muss man sein. Die Handlung könnte an manchen Stellen straffer sein, um das Interesse des Lesers aufrechtzuerhalten und die Spannung zu steigern.
Aber wenn man nun ein geduldiger Leser ist und viel Wert auf Sprache legt, wird man mit dem poetischen Stil, dem ruhigen Ton und dem Detailreichtum der Autorin sehr zufrieden sein.
Insgesamt ist “Blautöne” von Anne Cathrine Bomann ein Roman, der eine beeindruckende Sensibilität und Tiefe aufweist. Die Charaktere sind mit Empathie gezeichnet, und die Handlung lädt ein, über die menschliche Psyche und die Nuancen des Lebens nachzudenken. Dennoch könnte der Erzählfluss an einigen Stellen straffer sein, um das Tempo beizubehalten. Trotz dieser Kritikpunkte bleibt “Blautöne” eine lohnenswerte Lektüre für diejenigen, die sich auf eine emotionale und intellektuelle Reise einlassen möchten.
- Helene Bukowski
Die Kriegerin
(123)Aktuelle Rezension von: rainybooksIch denke nicht für jeden wird das Buch etwas sein.
Lisbeth ist keine Sympathieträgerin und Ihre Entscheidungen sind auf den ersten Blick nicht immer nachvollziehbar. Es ist eine Geschichte die man Zeit einräumen muss, dann wird man hinter ihrer stoischen Fassade die Zerbrechlichkeit spüren.
Die nüchterne, fast kühle Sprache machte die Geschichte für mich besonders eindringlich. Man spürt Lisbeths emotionale Abstumpfung, ihren verzweifelten Versuch, das Erlebte zu verdrängen und alles und jeden von sich zu schieben.
Gleichzeitig brodelt unter der Oberfläche eine unausweichliche Spannung, die sich am Ende entlädt.
4 * da ich mit dem Ende nicht ganz zufrieden war.
- Jody White
Between Summer & Fall
(7)Aktuelle Rezension von: KathaaxdDas Buch hat mich durch den Klappentext total angesprochen, vorallem da es auch ein Friends-to-Lovers Vibe hat. Auch das Cover ist ein Hingucker. Gleichzeitig habe ich mich auch auf eine leichte und schön ruhige Story gefreut, aber dem ist definitiv nicht so. Es ist aufregend und gleichzeitig geht es ans Herz. Man lernt zu Anfang Summer kennen. Der Prolog fängt dabei schon spannend und herz zerreißend an. Seit 13 Jahren gehen sie schon durch dick und dünn. Genauer gesagt seitdem Tag, an dem Raphael sich vor Summer gestellt hat. Ein Unbekannter, der sie beschützt und das inmitten eines Trailer Parks. Er ist ihr bester Freund geworden, bis zu dem Tag, an dem sich Raphael nicht mehr meldet. 2 lange Jahre keinen Kontakt mehr und Summer macht sich Sorgen und Gedanken. Bis er eines Tages wieder vor ihrer Tür steht. Die Hoffnung ist wieder da und es soll so sein, wie es vorher war. Wäre da nicht das Schicksal, das anders geplant hat und die beiden auf die Probe stellt.
Summer war mir direkt sympathisch. Sie hatte ihre Ecken und Kanten und wurde dadurch nur authentischer. Man bekommt Rückblicke aus der Vergangenheit, wie sie aufgewachsen ist und mit welchen Probleme sie zu kämpfen hatte. Gleichzeitig stellt ihr Gegenwärtiges Ich, das Ich von der Vergangenheit ganz schön in den Schatten. Damals war sie das Mädchen aus einem Trailer Park. Heute ist sie eine erwachsene junge Frau, die weiß was sie möchte.
Auch Raphael war mir direkt sympathisch, auch wenn ich manche seiner Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte. Er wollte Summer wegstoßen, aber auch gleichzeitig beschützen. Auch bei ihm bekommt man einige Rückblicke, bei der sich das Freundschaftsband der beiden immer Enger zusammen schweißt.
Der Schreibstil der Autorin hat mir auch sehr gefallen. Man liest es abwechselnd aus der Sicht von Raphael und Summer. Das Wechseln ist dabei klar und deutlich, auch die Rückblicke sind jeweils gekennzeichnet. Mir hat die Atmosphäre der Story auch gefallen. Es war spannend und gleichzeitig nervenaufreibend. Das Knistern der beiden kommt auch erst langsam zum Vorschein. Zwischenzeitlich habe ich auch sehr mit den Tränen zu kämpfen gehabt, da das Schicksal wirklich eine Herausforderung war. Ich muss aber auch noch dazu sagen das der Titel absolut zur Story passt. Raphael heißt nicht nur Raphael sondern auch Fall, deswegen Summer & Fall. Für mich hat das Buch eine klare Leseempfehlung verdient. - 8
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