Bücher mit dem Tag "fetisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fetisch" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257073201)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

    (10.257)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_

    Süskind zeichnet ein düster-faszinierendes Porträt eines Mannes, der nur durch Düfte existiert. Getrieben von der Obsession, den perfekten Duft zu erschaffen, entwickelt Grenouille ein Meisterwerk aus den Essenzen junger Frauen – und wird so zum Serienmörder. Der Roman verbindet Elemente des historischen Romans, der Psychologie und des Krimis zu einer einzigartigen Mischung, die gleichermaßen verstört wie fesselt.

    Sprachlich beeindruckt Süskind durch detailreiche, sinnliche Beschreibungen, besonders wenn es um Gerüche geht – ein Bereich, der in der Literatur sonst selten so intensiv dargestellt wird. Die Atmosphäre ist dicht, fast beklemmend, und lässt den Leser tief in die Welt der Düfte, Armut und moralischen Abgründe des alten Frankreichs eintauchen.

    Thematisch wirft das Buch Fragen nach Identität, Genie, Besessenheit und dem Wesen der Schönheit auf. Grenouille ist kein gewöhnlicher Bösewicht – er ist vielmehr eine tragische Gestalt, deren Menschlichkeit durch seine Begabung zerstört wird.

    Das Parfum ist ein Roman, der gleichermaßen abstößt und fasziniert. Er ist philosophisch, poetisch und grausam zugleich – ein moderner Klassiker, der lange im Gedächtnis bleibt.

  2. Cover des Buches Neon Gods - Hades & Persephone (ISBN: 9783736318915)
    Katee Robert

    Neon Gods - Hades & Persephone

    (224)
    Aktuelle Rezension von: sozicu

    Das Buch hat mich unterhalten und ich war im Großen und Ganzen mit der Dynamik zwischen Hades und Persephone zufrieden. Er ist überfürsorglich, irgendwie übergriffig, aber in einem Maß, in dem ich in einem Roman, der als "smut" bewertet wird, darüber hinweg sehen kann.

    Es gibt einige Sexszenen, wer das nicht mag, sollte die Finger davon lassen.

    Die Handlung ist schlüssig und vollständig, aber nicht besonders viel oder hochtrabend.

    Das habe ich aber irgendwie auch nicht erwartet.

  3. Cover des Buches Die Abrichtung 1 | Erotischer SM-Roman (ISBN: 9783750742123)
    Alexandra Gehring

    Die Abrichtung 1 | Erotischer SM-Roman

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Xena1975

    Das Cover lässt das Kopfkino schon mal starten. Ich und mein Mann haben beide dieses Buch gelesen und bewerten es hier zusammen. Die Geschichte selber ist ansprechen, anregend und auch erregend und lässt das Kopfkino ununterbrochen mitlaufen. Auch das eine oder andere wird sicher ausprobiert.

    Wir haben beide das Buch verschlungen, und durch die Vielfältigkeit wurde es auch nie langweilig. Wer SM mag ist hier genau richtig. Hier merkt man einfach, dass die Autorin sicher die eine oder andere Erfahrung schon gemacht hat, und dies in Ihren Geschichten mit integriert hat. Manchmal geht es auch etwas härter zu, aber das gibt dem ganzen nichts Negatives, sondern erregender.

    Wir würden sagen Rund um gelungen und zu empfehlen für SM Liebhaber und die, die es noch werden wollen.

    Danke an den Blue Panther Books Verlag für dieses Leseexemplar. Dies hat uns aber in keinster Weise in unserer Beurteilung beeinflusst.

  4. Cover des Buches BabyDoll (ISBN: 9783865524263)
    Shane McKenzie

    BabyDoll

    (18)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalt: Celeste gibt ihrer Tochter die Schuld, dass ihre Schauspielerkarriere beendet ist. Denn nach ihrer Schwangerschaft sieht sie nicht mehr so aus wie zuvor. Dazu ist Natasha auch noch missgebildet auf die Welt gekommen, ein echtes Monster, was Celeste und ihr Mann Jerry vor der Welt zu verstecken versuchen. Jerry liebt hingegen seine Tochter, hat aber so viel Respekt und Achtung vor seiner Frau, dass er es zulässt, dass diese Natasha misshandelt. Natasha hingegen sucht nur die Liebe, möchte von einem Menschen wirklich geliebt werden. Eine Zeitlang glaubt sie, dass es ihr Daddy ist, der sie liebt, aber als ein Einbrecher in das Haus dringt, ändert das ihr Leben.

    Inzwischen versucht sich Bruno als Drogendealer durchzuschlagen, um sein Studium zu finanzieren und eines Tages neu anfangen zu können. Doch als ein Polizist ihm einen Teil seiner Drogen im Austausch für sein Schweigen wegnimmt, steckt er tief in der Scheiße.

     

    An sich klingt die Storyline gar nicht so verkehrt und man hätte wirklich viel daraus machen können, aber leider ist der Autor für mich da an vielen Punkten gescheitert.

    Zum einen hätte er sich überlegen sollen, ob man Natasha als das arme missgebildete Mädchen betrachtet, dass von ihren Eltern eingesperrt und misshandelt wird oder doch eher als ein riesenhaftes, abscheuliches Monster, dass scheinbar auch noch unsterblich ist (wenigstens an dieser Stelle hätte man realistischer sein können). Meine Empfindungen ihr gegenüber waren da wirklich teils sehr verschieden, auch wenn ich verstehe, warum sie teils so gehandelt hat, wie sie gehandelt hat. Von ihren Eltern hat sie ja schließlich nichts kennenlernt, war ständig nur in ihrem Zimmer eingesperrt und vegetierte vor sich hin. Dennoch hätte man mit dieser Figur anders umgehen können, denn letzten Endes hat sie wie ein Monster gehandelt, ganz gleich ob dahinter gute Absichten steckten oder nicht.

    Der zweite Punkt, der mir stark aufgestoßen ist, dass es sich teils eher wie ein Softporno gelesen hat. Die meisten Figuren hatten eigentlich nur das „Ficken“ im Kopf und waren dazu noch sehr dämlich – einer dümmer als der andere. Sie wirkten nur wie Pappaufsteller, die die gleichen Eigenschaften hatten mit minimal veränderten Äußeren. Die Mädels haben ihre Möpse gezeigt, während die Jungs mit ihren Schwänzen gedacht haben. Es gab zwar ein paar wenige Ausnahmen, wie Bruno und Elli, aber das war es am Ende auch. Dadurch, dass die Figuren so dumm waren, hat es mich am Ende auch nicht gestört, was mit ihnen geschehen ist. Sie sind mir egal geblieben.

     

    Am Anfang des Buches dachte ich auch, dass der Horror in Familiengewalt besteht, bis sich die Geschichte gewendet hat und es zu einem Spießrutenlauf wurde. Für mich persönlich war das kein Horror, der in mir Angst auslöst oder bei dem ich ein wirklich unangenehmes Gefühl bekomme, sondern war dieser lediglich unangenehm (die Sexszenen) und eklig (die Splatterszenen). Dabei habe ich nicht einmal etwas gegen Gemetzel, aber wenn die Geschichte sonst nicht viel mehr hergibt, ist das schon sehr mager. Die Geschichte war letzten Endes ziemlich flach, weil es nur noch darum ging, wie man am kreativsten Menschen zerquetscht, auseinanderreißt etc.

    Auch Natasha fand ich nicht sonderlich gruslig, sondern lediglich eklig, wie sie beschrieben wurde und am Ende nur noch ein sabberndes, kotzendes Ding war.

    Ich möchte an dieser Stelle auch mal anbringen, dass das Buch auch teils verstörend war, aber zum Glück soweit von der Realität entfernt, dass man die Szenen nicht für bare Münze nehmen kann. Obwohl ja solche Collegeausflüge gern mal als Horrortrips beschrieben werden. Woher das wohl kommt? Und auch das die Studenten, die die Prüfungen bestehen, im Endeffekt die dümmsten sind und wie Abschaum handeln. Aber wie können gerade diese die Prüfung bestehen? Mehr Klischee geht anscheinend nicht.

     

    Schreibstil war angenehm zu lesen. Dieser hat mir auch richtig Spaß am Buch gemacht, auch wenn die Teils detailreichen Erläuterungen wirklich eklig waren. Ich bin ja froh, dass ich bei diesem Buch kein ständiges Kopfkino hatte, ansonsten hätte ich wohl an der einen oder anderen Stelle mitgewürgt. Das Buch ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven.

     

    Fazit: Schade. Ich hätte mir tatsächlich mehr erhofft, denn Horror, der mich zum Gruseln bringt mag ich. Hier fand ich es eher interessant, wie Leute auf die Idee kommen, so etwas aufzuschreiben. Auf gewisse Art faszinierend, auch wenn ich bei diesen nicht Mäuschen im Kopf spielen wöllte. Von mir gibt es zwei Sterne, für die Grundidee und den Schreibstil.

  5. Cover des Buches Die Göttin des Schicksals (ISBN: 9781927750551)
    Andrew Blencowe

    Die Göttin des Schicksals

    (4)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    Was wäre, wenn die Geschichte ab 1940 ganz anders verlaufen wäre und Nazi-Deutschland den Weltkrieg gewonnen hätte? Dieses Gedankenspiel gibt es schon länger. Bereits 1962 erschien der Roman „Das Orakel vom Berge“ von Philip K. Dick, später erfolgreich als „The Man in the High Castle“ verfilmt. Das 1992 veröffentlichte „Vaterland“ von Robert Harris, das ebenfalls verfilmt wurde.

    Mit „Die Göttin des Schicksals“ hat Autor Andrew Blencowe nun eine Neuinterpretation dieses Themas abgeliefert und sein Augenmerk darauf gelegt, wie genau Deutschland und Japan den Krieg bereits 1941 erfolgreich gewinnen konnten.

    Man muss dem Autor lassen, dass die Hintergrundinformationen sehr gut recherchiert sind. Geschickt verwebt der Autor dabei Realität und Fiktion. Er nimmt uns mit auf geheime Treffen großer Politiker aber auch zu Ränkeschmiedereien deutscher und japanischer Agenten, die tatsächlich so oder so ähnlich stattgefunden haben könnten. Der Nachteil für den Leser: der Roman liest sich stellenweise wie ein trockenes Sachbuch, teilweise gibt es ellenlange Monologe, die nur Zahlen und Fakten beinhalten - konzentriertes Lesen ist gefragt. Lässt man sich darauf ein, erfährt man einige Hintergrundinformationen über das weltweite Wirtschaftssystem, v. a. aber das amerikanische, und warum Amerika bereits nach dem Ersten Weltkrieg so angeschlagen war, dass ein weiterer unausweichlich war.

    Aufgelockert wird die trockene Geschichte durch erotische Eskapaden, denn auch „Romeo-Agenten“, bzw. hier vor allem die weibliche Variante sind tagtägliche Praxis der Nachrichtendienste, wie auf Wikipedia nachzulesen ist. Beim Lesen durchblickt man aber schnell den ausgeprägten Fetisch des Autors: hochhakige Riemchenpumps, Seidenstrümpfe, der vollständige Verzicht auf Unterwäsche und steife Nippel, am besten wenn sie an großen Brüsten dran sind. Nicht nur die Männer, nein vor allem die Frauen sind in diesem Buch allzu gerne allzeit bereit und setzen beherzt ihren Körper und ihre Lust für das Vaterland ein.

    Ehrlich gesagt fand ich diese Kapitel mit der Zeit wesentlich interessanter und ansprechender als den Rest den Romans, auch wenn er noch so gut recherchiert war. Vielleicht sollte sich der Autor eher auf das Schreiben erotischer Literatur verlagern.

  6. Cover des Buches Cat Person (ISBN: 9783746637297)
    Kristen Roupenian

    Cat Person

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Lutz_ek

    Ein durchaus zwiespältiges Buch. Ein paar der Geschichten gefallen mir richtig gut, andere Short Storys so gar nicht. Manchmal sind sie ekelhaft und kaum auszuhalten, dann wieder faszinieren. Die Cat Person Story fand ich auch wirklich ganz gut und erschreckend zu sehen, wie manche Männer einfach ticken.

    Bin auf weitere Bücher gespannt.

  7. Cover des Buches Im Bann der Seide | Erotischer Roman (ISBN: 9783966417570)
    Katy Kerry

    Im Bann der Seide | Erotischer Roman

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Karina_Benedik

    Grundsätzlich eine schöne Liebesgeschichte, aber mir persönlich ging die Entwicklung vom Kennenlernen bis zur großen Liebe einfach viel zu schnell. Erotisch gesehen kurbelt es das Kopfkino gut an, aber auch hier hat mir etwas  gefehlt. Die devote Rolle des Mannes kam für mich zu kurz, auf der anderen Seite gibt das Buch einen guten Einblick in zwei verschiedene Fetische. Zum Einen der Fetisch zu Beinen in Seide und zum Anderen der Schuhfetisch. Aber wenn man sich auf Julian und Isabelles Geschichte einlässt, ist es in jedem Fall ein schönes Lesevergnügen. Sehr sinnlich und bildlich beschrieben.

  8. Cover des Buches Reisepostillen / TOGO (ISBN: 9783745010343)
  9. Cover des Buches Sklavenpack - Eine Domina erzählt: Humorvoller BDSM Ratgeber (ISBN: 9783943764604)
  10. Cover des Buches Mr. Anonymous (ISBN: 9783752848465)
    Bella von Nestik

    Mr. Anonymous

    (8)
    Aktuelle Rezension von: MK262

    Janine macht eine Erotik Reise. Eine schöne Geschichte die locker flockig geschrieben und scchön ausgeschmückt ist. Wenn man sich ein bisschen in das Buch mit einbringt und den Dingen freien Lauft lässt hat man ein schönes Leseabenteuer. Ein Buch das einfach mal so zwischendurch sehr gut zum mitlesen passt. 

  11. Cover des Buches Friesen Fetisch (ISBN: 9783954517954)
    Bengt Thomas Jörnsson

    Friesen Fetisch

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch setzt vom Zeitablauf unmittelbar auf den Vorgängerband auf. Das gibt für den Leser ein angenehmes Wiedersehen mit den Protagonisten. 

    Das Geschehen spielt sich im Spannungsfeld zwischen militanten Tierschützern und der Nerzindustrie ab. Natürlich ist auch eine kleine Portion Erotik wieder eingebaut. Die Handlung plätschert so dahin, nur ab und zu kommt es zu Spannungsspitzen. Satt dessen beschäftigt sich ein grosser Teil des Buches mit den Ermittlungen zu einem Mord. Dazu stehen die beiden Protagonisten - die taffe Kripo-Beamtin und der schusselige und extrem schüchterne Dorfpolizist - im Zentrum des Geschehens.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar. Die Protagonisten und gut, aber etwas überzeichnet - dargestellt. Auch die übrigen Figuren passen ins Bild.

    Insgesamt ein Buch, das laichte Unterhaltung mit etwas Humor und einem Schuss Erotik bietet. Ganz gut, aber nichts das einem länger im Gedächtnis bleibt.

  12. Cover des Buches Mördermieze & Bällebadbella: Sea of Sin (ISBN: B07Q4R97HJ)
    Irvin L. Kendall

    Mördermieze & Bällebadbella: Sea of Sin

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Nina_Sollorz-Wagner
    In " Mördermieze & Bällebadbella: Sea of Sin " sind die beiden Frauen, mit ihren ungewöhlichen Namen Mördermieze und Bällebadbella Inhaberinnen einer besonderen Agentur. Sie erfüllen ihren Kunden diverse Fetisch-Wünsche, aber nicht unbedingt sofort, sondern wenn sie nicht mehr damit rechnen.
    Wenn du erstmal das Kontaktformular ausgefüllt hast, kommst du nicht mehr davon los. Bis etwas passiert...
    Die Story hat mich gleich in ihren Bann gezogen und ich musste sie in einem Rutsch durchlesen. Dabei bleibt sie abwechslungsreich und spannungsgeladen. Man darf mit Mieze & Bella mitfiebern und die verschiedensten Emotionen erleben. Es gibt einiges zum schmunzeln bis herzhaft zu lachen. 
    Da ich wissen wollte, wie es den beiden mit ihren Kunden ergangen ist, konnte ich das Buch nicht aus der Hand. 
    Das Buch bekommt von mir eine Lese / Kaufempfehlung und 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ Sterne. 
  13. Cover des Buches Karlchen (ISBN: 9783942672474)
    Thomas Matiszik

    Karlchen

    (18)
    Aktuelle Rezension von: DominicsBücherWelt

    Klappentext: Ist der Mensch von Natur aus böse?
    Karl Ressler liebt die Bee Gees. Und er tötet, weil es ihm Spaß macht. Schon als Kind schikanierte er seine Umwelt mit perfiden Spielchen, heute quält er seine Opfer bis zum tödlichen Ende.
    Als ein Mädchen vermisst wird, eröffnet Kommissar Peer Modrich die Jagd auf „Karlchen“. Allerdings scheint Modrich zu viele Probleme mit sich selbst zu haben – und mit Morbus Meulengracht, der ihm regelmäßig gewaltige Kater beschert. Daher ist es dann auch nicht Modrich, sondern seine Kollegin Guddi, die die Hatz auf Karl Ressler immer wieder vorantreibt. Das blutige Katz- und Mausspiel fordert viele Opfer und steuert in atemberaubendem Tempo auf den dramatischen Showdown zu.

    Cover: Das Cover ist in meinen Augen schlicht und auffällig zugleich. Im Wesentlichen ist es in schwarz weiß gehalten. Die rote Schrift gut lesbar ohne das Bild zu dominieren. Ins Auge gefallen sind mir neben der Person vor allem die roten Tropfen, die über das Cover verteilt sind und das rote Messer, die wie Blut aussehen. Das Cover hat mich neben dem ungewöhnlichen Titel und dem spannenden Klappentext sehr neugierig gemacht

    Story: In verschiedenen Handlungssträngen wird Karls Lebensgeschichte erzählt. Dabei springt der Leser in den einzelnen Kapiteln zwischen dessen Kindheit und Erlebnissen des erwachsenen Karls hin und her. Dazwischen erfährt der Leser die Geschichte aus der Sicht anderer Protagonisten, wie dem Kommissar Peer Modrich, der Karl auf den Fersen ist. Da der Kommissar aber nicht nur gegen einen gerissenen Antagonisten kämpft, sondern auch gegen seine eigenen Laster scheint ihm Karl immer mindestens einen Schritt voraus.  Auch andere Protagonisten wie Angehörige der Opfer und die Opfer selbst erzählen in den recht kurzgehaltenen Kapiteln die Geschichte aus ihrer Sicht.


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    Der Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven hat mich zu Beginn des Buches etwas verwirrt. Der Wechsel zwischen den einzelnen Protagonisten, ist dabei aus meiner Sicht sehr gut gelungen, da die Figuren so gut beschrieben sind, dass sie für den Leser deutlich zu unterscheiden sind. Auch wenn die Handlungen sich in den verschiedenen Zeitebenen gut voneinander abgrenzen, war hier der Wechsel gerade zu Beginn etwas schwieriger für mich. Das liegt aber nicht am Schreibstil des Autors. Viele Zeitsprünge in einer Story mag ich selten in Büchern, da sie für mich schnell unübersichtlich werden. Im Fall von „Karlchen“ muss ich sagen, dass es dem Autor sehr gut gelingt diese in die Handlung einfließen zu lassen und ich mich trotzdem schnell in die Geschichte eingelesen hatte.

     

    Protagonisten: Wie bereits gesagt sind die Protagonisten gut zu unterscheiden, das liegt vor allem auch daran, dass es hier einige wirklich besondere und für einen Krimi außergewöhnliche Charaktere gibt. Über den Kommissar Per Modrich erfährt der Leser nicht nur, dass sein Vater schon Polizist war, sondern vor allem auch über dessen Krankheit Morbus Meulengracht. Da mir die Krankheit gänzlich unbekannt war habe ich während dem Lesen erst mal recherchiert und erfahren, dass es sich um eine Lebererkrankung handelt, die den Stoffwechsel beeinträchtigt. Da Kommissar Modrich sich nicht immer an die Anweisungen seines Arztes hält, macht er öfter im Buch Bekanntschaft mit den Auswirkungen der Krankheit. Ein gutes Gegenüber ist für ihn seine Kollegin Guddi, die mir mit ihrer Art schnell ans Herz gewachsen ist. Den gerissenen Antagonisten Karl Ressler lernt ihr am besten selbst kennen, wenn ihr das Buch lest. Auch er ist ein ungewöhnlicher und spannender Charakter.

    Stil: Der Schreibstil ist für einen Krimi für mich insgesamt etwas ungewöhnlich und ich musste mich auf den ersten Seiten etwas einlesen. Dabei wird der Leser gleich zu Beginn mitten in die Handlung geworfen. Durch das schnelle Erzähltempo, die kurzen Kapitel, die Wechsel in der Zeit- und Personenebene wird der Leser aber schnell in die Geschichte hineingezogen und es fällt einem schwer das Buch aus der Hand zu legen. Der größte Überraschungseffekt an diesem Buch waren für mich aber die teilweise recht blutigen Szenen. Ich lese ja gerne Horror und Thriller, sodass solche Szenen für mich nichts ungewöhnliches oder erschreckendes sind, aber bei dem Titel und dem Klappentext, hatte ich diese so nicht erwartet. Für mich passten sie aber perfekt in die Geschichte und machten diesen besonderen Krimi noch ungewöhnlicher.

    Fazit: Ein ungewöhnlicher Krimi mit außergewöhnlichen und liebenswerten Charakteren. Am besten nimmt man sich nichts mehr vor, wenn man das Buch anfängt, so kann man die knapp 240 recht schnell lesen und läuft nicht Gefahr, das Buch zwischendurch aus der Hand legen zu müssen. Insgesamt ein spannender Krimi, mit einigen blutigen und düsteren Szenen, der mich sehr gut unterhalten hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und

  14. Cover des Buches Karussell im Kopf (ISBN: 9783750295803)
    Jonte Lublow

    Karussell im Kopf

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Rosenbrot

    Die Story an sich ist gut. Umgesetzt wurde sie nicht so hervorragend, wie es das Thema hergegeben hätte.

    Was ich gut fand

    Die Vielfalt der Personen und die Veränderung, die sowohl in Elmar, wie auch in Lolo vor sich gehen, wenn auch durch unterschiedliche Auslöser, sprechen eindeutig für das Buch. 

    Das Thema ist obercool - fast schon ein Tabubruch. Der Fetisch, auf abgetrennte Gliedmaßen zu stehen - ich wüsste jetzt nicht, wann und wo ich schon einmal darüber gelesen hätte. Hier sogar insgesamt ganz unterhaltsam. Und das  ganze, ohne krasse Sexphantasien oder so. 

    Bea - auch wenn es eine scheinbar oberflächliche dominante Person ist - was sie so berichtet, ist witzig und löst Lacher aus.

    Was ich als Kritikpunkte sehe

    Das Buch ist ziemlich klischeebeladen. Nun leben ja viele Bücher von Klischees und dieses eigentlich auch. Trotzdem drängt sich manchmal der Gedanke auf - wie ein junger Autor zu solchen Ansichten kommt.

    Insgesamt ist es fast etwas zuviel an Problematiken. Elmar mit seinem Wesen, der zum Glück eine Therapie macht, Lolo mit ihrem Schicksalsschlag, am Rande noch eine Gruppe von Senioren, größtenteils dement. Hier ballen sich alle gesellschaftsrelevanten Themen der aktuellen Zeit, was dazu führt, dass einiges dann am Rand auch wieder runter fällt. (Was aber nicht so schlimm ist, wie es jetzt vielleicht klingt).

    Fazit

    Lesenswert. Ich kann ein Buch nur kritisieren, wenn ich es gelesen habe und zwar ganz, auch wenn mich einiges bereits am Anfang stört. Die vier Sterne sind hier eher eine Aufrundung von 3,5. Denn man muss auch berücksichtigen, dass das Thema eine echte Herausforderung ist und der Autor(noch recht jung) sein Debüt abgeliefert hat. Unter unter Beachtung dieser Punkte, kann ich wirklich zum Kauf raten.

  15. Cover des Buches Das Fetisch-Experiment (ISBN: 9783800076383)
    Caroline Sieling

    Das Fetisch-Experiment

    (10)
    Aktuelle Rezension von: JoJansen
    Am Anfang steht eine Schnapsidee: Als Victor erfährt, dass seine WG-Mitbewohnerin mit dem Verkauf ihrer getragenen Höschen viel Geld verdient, sieht er darin einen doppelten Ausweg aus seiner chronischen Geldknappheit: Sofort Bares und später ein Buch über das "Experiment" schreiben und verkaufen. Caroline, eine Freundin aus seiner work-and-travel-Zeit, ist schnell ebenso begeistert und sorgt als "Tina" für die nötige Authentizität der Höschen und Söckchen. 

    Ein halbes Jahr lang fühlen sich die Beiden wie investigative Journalisten, mischen sie doch undercover die Fetischszene auf. Schnell stellen sie allerdings fest, dass es gar nicht so einfach ist, die sich selbst auferlegten Grenzen einzuhalten. 

    Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen. Einerseits fand ich es faszinierend, unzensierte Einblicke in die Welt der Fetischisten zu bekommen. Da ist zum Beispiel der Bankberater, der unter seinem seriösen Anzug Damentangas trägt und sich in seiner Freizeit gern ins Gesicht pinkeln lässt. Klingt das lächerlich oder bemitleidenswert? Immerhin hat sich niemand ausgesucht, mit einem Natursektfetisch oder dem Drang, verschwitzte Füße abzulecken, durchs Leben zu gehen. Fetischisten geben viel Geld aus, um an das Objekt ihrer Begierde zu gelangen. Sind Caroline und Victor schlechte Menschen, weil sie vom Zwang ihrer Kunden profitieren und richtig gut leben können? Oder tun sie den Fetischisten Gutes, indem sie ihre Neigung befriedigen? Schwere Fragen, die sich wohl nicht eindeutig beantworten lassen. Zumindest widerspricht fast alles, was sich in der Fetischszene abspielt dem, was uns schon als Kindern beigebracht wurde. Vielleicht ist der Fetisch genau deshalb immer noch ein Tabuthema, das schnell in die Schmuddelecke geschoben wird. Und, ganz ehrlich, manche Anfragen, die Caroline a la Tina bekam, fand ich wirklich ekelig. Aber der Mann mit dem Putzfetisch könnte ruhig jeden Freitag bei mir vorbeikommen, das Haus putzen und mich dafür bezahlen.

    Insgesamt liest sich das tagebuchartig aufgebaute Werk sehr gut. Man wächst mit Caroline und Victor in das Thema hinein, lernt Fetischisten auch als Menschen kennen, die eben nur ein wenig anders ticken. Ein wenig Hintergrundinformation liefern die Autoren auch. Beispielsweise zum Thema Fußfetisch und Natursektfetisch. Hier hätte ich mir noch mehr Fakten gewünscht. Wie hoch mag wohl der Anteil der verschiedenen Fetischisten an der Bevölkerung sein? Sind Fetischisten wirklich fast ausschließlich Männer? Das will mir nicht so ganz einleuchten. Vielleicht trauen sich die Frauen nur (noch) nicht? Und falls es doch stimmt, warum haben nur Männer einen Fetisch? 

    Wie sehr sich Fetischisten und alle, die damit zu tun haben, verstecken müssen, zeigt die Tatsache, dass alle Namen im Buch geändert wurden, auch die der Autoren. Wir erfahren nicht einmal, in welcher Stadt das Experiment lief, und auch die Berufe und Hintergrundinformationen der Kunden wurden verfremdet. Carolines Freund, mit dem sie zusammenlebt, weiß bis zum Ende des Buches nichts von ihrem Doppelleben, ihre Freundinnen ebenfalls. Und eine traurige Erkenntnis am Rande: Die meisten Fetischisten leben ihre Neigung heimlich aus, ohne dass die Partnerin oder Ehefrau etwas davon weiß. Ein Leben lang Versteck spielen? Oder wird Fetischismus irgendwann ebenso akzeptiert werden wie Homo- oder Transsexualität? Outet sich demnächst ein Bürgermeister als "Gold-Duscher"? Wir werden sehen ... Meine Meinung zum Thema hat sich mit diesem Buch jedenfalls etwas verschoben: Soll jeder glücklich sein, wie er mag, so lange er anderen keinen Schaden zufügt. 

    Der Einband des Buches ist etwas Besonderes. Er ist beschichtet und fühlt sich samtig-gummiartig an, was sehr gut zum Thema passt. Leider lässt sich aber der Kurztext auf dem Buchrücken kaum lesen, da die schwarze Schrift mit dem dunkelweinroten Untergrund zu verschmelzen scheint. 

    Fazit: 4**** und Empfehlung für alle, die sich nicht scheuen, einen offenen Einblick in das Thema Fetischismus zu bekommen. 

  16. Cover des Buches Sonnenkönige (ISBN: 9783218011020)
    Marianne Jungmaier

    Sonnenkönige

    (15)
    Aktuelle Rezension von: BluevanMeer

    „Meinst du beginn ich, meinst du als Online-Redakteur? Mit Vertrag? Mit Urlaub und Krankenversicherung?“

     

    Schön wär's, aber so einfach ist es in Marianne Jungmaiers dritten Roman Sonnenkönige dann doch nicht. Im Mittelpunkt stehen Aidan und seine WG aus Twentysomethings, die versuchen ihren Platz im Leben zu finden. Prekäre Beschäftigung ist der Standard, über die Zukunft wird nicht viel nachgedacht. Aidan schreibt nebenher für ein Musikmagazin, aber eine Festanstellung ist nicht drin. Es gibt aber drei Frauen in seinem Leben. Mit Hannah aus der Redaktion führt Aidan eine glückliche und offene Beziehung. Mit Cherry, die gerade an ihrer Promotion schreibt, und ihrer Freundin Sam besucht er  Sadomasoparties.  Drogen gehören zum guten Ton. Als er auf einer Party den Amerikaner Bill kennen lernt, hat die Ziellosigkeit ein Ende. Aidan beginnt mit einem besonderen Projekt: im Keller bastelt er einen gigantischen Drachen. Seit seiner Kindheit sind Drachen für ihn besondere mystische Wesen, ein Drachentatoo drückt seine Verbundenheit mit der wilden Sagengestalt aus. Zusammen mit Bill möchte er das Kunstwerk in der Wüste Nevadas auf dem Favilla-Festival, das stark an die Riesenparty Burning Man erinnert, verbrennen und damit irgendwie auch ein Ritual begründen, das ihm eine neue Perspektive auf das Leben bieten kann. Wozu fährt man sonst auch in die Wüste? Richtig, um die Erleuchtung zu finden.

    "Fünfzigtausend Menschen aus der ganzen Welt versammelten sich jeden August in der Wüste Nevadas, um ihre Freiheit, ihren Selbstausdruck, ihre Kunst zu feiern.“

    Aidan wird von allen Figuren noch am stärksten charakterisiert, er erzählt die Geschichte und bleibt doch merkwürdig farblos. Auch Cherry, Sam und Hannah wirken wie unscheinbare Statistinnen, die sich irgendwie in einer Hippie-Bondage-Drogenwelt bewegen, die mich erst in der Wüste Nevadas richtig packen konnte (und das ist leider ein viel kürzerer Teil als der Rest der Handlung, die irgendwo in Berlin spielt). Warum die Figuren so an ihrem Dasein leiden, wird häufig nicht richtig klar und bleibt merkwürdig stark an der Oberfläche. Ohnehin eignen sich die Figuren kaum für eine tiefe Charakterisierung: Cherry lässt sich fesseln, weil sie ein Trauma aus der Kindheit verarbeiten muss. Aber dieser Nebensatz interessiert mich leider genau so wenig, wie Aidans Begründung für das Drachenkunstwerk: "Da steckt viel drin, Kindheit, Vater, so Dinge." Und an dieser Stelle sprechen wir von der Hauptfigur, dem Ich-Erzähler, der ähnlich schwer zu fassen ist, wie der ganze Rest der Figuren, die zwischen Party und Kater und der nächsten Party selten eine Pause machen.

    Marianne Jungmaier hat einen tollen Stil und ich habe den Roman gern gelesen. Er funktioniert für mich aber nur als schöne Momentaufnahme, bei der sicherlich noch viel mehr drin gewesen wäre: viel mehr Background, viel mehr Tiefe der Figuren, viel mehr Klarheit in der Motivation ihrer Handlungen. Was mir gefällt sind die musikalischen Zitate und Aidan, von dem ich gerne viel mehr erfahren hätte. So bleibt ein wunderschön geschriebenes und berauschendes Ende, aber auch ein wenig das Gefühl, ein Buch gelesen zu haben, bei dem doch etwas gefehlt hat.


  17. Cover des Buches Der Teratologe (ISBN: 9783865522603)
    Wrath James White

    Der Teratologe

    (61)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16

    - Triggerwarnungen: Mord; Blut; körperliche und geistige Behinderungen; Erkrankungen und Deformitäten; Fetische mit Exkrementen wie Kot, Urin, Sperma; Vergewaltigung (sexuelle Gewalt); Blasphemie; Kannibalismus; gewaltvolle Geburt; Psychopathie

    - Fetische: Devotismus, Olfaktophilie, Koprophilie, Urophilie

    - Band 3 der Festa Extrem-Reihe (aber alle Bücher aus der Reihe sind unabhängig voneinander lesbar)

    ------------------------------

    Vorteile:

    - Viele extreme, kreative Ideen

    - Kurzes Buch, dadurch trotz Wiederholungen gut lesbar

    - Klarer roter Faden

    - Echte „Horror Extreme“-Momente, eklig und grausam

    - Gute Grundidee, einige starke Schocks

    - Unterhaltsamer kurzer „Ekel-Snack“

    - Sehr gelungenes Cover/Design

    Nachteile:

    - Zu viele Schocks ohne Pausen → Abstumpfung

    - Holpriger, merkwürdiger Schreibstil/evtl. Übersetzung

    - Hölzerne, unrealistische Dialoge

    - Mehrere Inkonsistenzen und Fehler (Pillenfarbe, Getränke etc.)

    - Unglaubwürdig leichte Flucht, dämliche Entführer

    - 15 € wirken für den Inhalt überteuert

    - Insgesamt eher mittelmäßig trotz Unterhaltungswert
    ------------------------------

    Das Buch enthält viele interessante und natürlich auch abartige Ideen. Allerdings war der Einsatz dieser grotesken Widerlichkeiten so häufig, sodass ich schon recht bald merkte, dass ich anfange abzustumpfen und es gar nicht mehr so schockierend für mich war. Es ist immer besser immer wieder "Ruhephasen" zwischen den Schocker einzubauen, damit diese auch wirklich wirken - so war es irgendwann ziemlich inflationär für mich. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Buch sehr kurz ist (nicht mal 150 Seiten) und daher war es noch erträglich genug das zum wiederholten Male etwas Schlimmes passiert - bei 400 Seiten hätte es mich dann nicht mehr erschrocken, sondern einfach nur noch genervt und ich hätte das ganze überhaupt nicht mehr Ernst nehmen können.

    Der Schreibstil ist mehr als merkwürdig. Entweder ist die Übersetzung vom guten Markus Mäurer echt schlecht oder die Autoren schrieben wirklich so. Aber manchmal dachte ich mir auch, dass es zumindest zum Teil die Übersetzung sein muss, da manche Stellen im Englischen rein theoretisch richtig übersetzt worden sind, aber sich halt im Deutschen recht holprig anhören. An anderen Stellen dachte ich mir, es könnte auch an den Autoren selbst liegen, die sich halt komisch ausdrücken. Jedenfalls klang es oftmals echt seltsam und unbeholfen. Die Autoren haben gute Ideen, aber gut Schreiben können sie leider nicht (und eigentlich bin ich da nicht pingelig beim Schreibstil).

    Auch die Dialoge wirkten manchmal so hölzern und unauthentisch. Da sagt dann zum Beispiel eine Person sowas wie: "Nein, ich bin kein Besucher [für dieses Pflegeheim], sondern entführe jetzt diese Patientin und ja offensichtlich habe ich all diese Mitarbeiter gerade umgebracht" so spricht doch niemand! Man hat halt versucht Dramatik reinzubringen, aber ist halt leider daran gescheitert.

    Zudem sind mir mindestens drei Stellen aufgefallen, wo nicht konsistent waren, z. B. sprach man erst von einer roten Pille und dann später von einer rosa Pille (der Lektor Alexander Rösch hat wohl nicht richtig aufgepasst). Kleinigkeiten, ich weiß, aber trotzdem! Es sind nur 140 Seiten und zwei Autoren + Lektorat - bekommt eure Fakten korrekt hin. Dann wüsste auch, ob Westmore Scotch mit Soda oder Whiskey mit Wasser bekam.

    Und leider war die Auflösung am Ende viel zu einfach. Wie nett, dass die Leute, die dich gefangen halten auch schön alles beschriften, damit du auf deiner Flucht auch genau weißt, wo man hinmuss und welche Knöpfchen man drücken muss, um fliehen zu können. Selbst im Buch sagt Westmore es sei viel zu einfach - ja, genau! Zu einfach und zu schnell. Also die Entführer waren ja mal mehr als dämlich. Wie kann es sein, dass ihr zwei Leute entführt und die dann innerhalb von 24 Stunden fliehen können, obwohl ihr alles so toll geplant habt? Ich glaube eher, dass war eine Nacht und Nebel Aktion oder so. The kidnapping did not really kidnapping... Die 15 Euro für das Buch gingen wohl vor allem auf die Außengestaltung drauf (was ich übrigens sehr hübsch und ansprechend finde vom Format her und dem Coverdesign - das hat Christian Martin Weiss schön gemacht).

    Ansonsten gibt es zumindest einen roten Faden und es ist definitiv Horror Extreme würdig. Die Inhalte sind schon echt grausam und eklig - das was ich ja auch wollte. Immerhin! Und die Grundidee war schon auch insgesamt gut - es ist halt nur so, dass die Autoren diese gute Idee nicht gut umsetzen konnten.

    All-in-one kein gutes Buch, aber auch nicht katastrophal. Ich hatte meinen Spaß damit und habe einiges über körperliche Behinderungen und sexuelle Fetische gelernt - zumindest darüber, was es alles so gibt. Zudem gab es auch gute Schockermomente und Abstrusitäten, die mich insgesamt gut unterhalten haben. Es ist ein guter Snack, wenn man sich mal ein bisschen ekeln will, aber nicht so viel Zeit hat. Horrorfilme sind technisch auch nicht so viel besser als dieses Buch - also hat man einen "intellektuellen" Ersatz zu einem Horrorfilm mit diesem Buch quasi.


  18. Cover des Buches Hart entsaftet in den USA (ISBN: 9783754695999)
    Tom Långstrøm

    Hart entsaftet in den USA

    (1)
    Aktuelle Rezension von: McWorse

    Für dieses Buch "Hart entsaftet in den USA" von Tom Långstrøm eine Rezension zu schreiben, ist alles andere als einfach. Denn in allererster Linie - so verspricht es die Aufmachung und der Beschreibungstext - handelt es sich hierbei um sogenannte Einhand-Lektüre. In diesem Fall um schwule Einhand-Lektüre. Also um ein Buch, welches der sexuellen Stimulation dienen soll, wenn man Interesse an Sex unter Männern hat.

    Völlig anders als der Mainstream aus diesem Metier, nimmt sich der Autor jedoch extrem viel Zeit, seine Geschichten zu entwickeln. Hier folgt nicht Sexszene auf Sexszene in rascher Folge, womit die Erwartungshaltung, die man als Leser an derartige Bücher hat, zunächst nicht erfüllt wird. So ertappte ich mich beim Lesen der ersten Seiten der ersten Geschichte immer wieder bei der Frage, wann es denn endlich losgeht. 

    Bis es dann endlich losging, hatte sich für mich eine Geschichte entfaltet, die mich - und das völlig unerwartet - mehr und mehr gefangen nahm. Denn hier wird nicht einfach so der Beischlaf zweier (oder mehrerer) Herren in den Fokus gerückt, sondern viel mehr stehen die Protagonisten im Vordergrund. Und die sind nicht nur sympathisch, sondern teilweise recht vielschichtig und spannend konstruiert. Ganz besonders in den ersten drei Geschichten. (Zum Beipiel die Szene, in der Officer Bajer in der Wüste zu Tom zurückfährt ... ich musste die Luft anhalten, weil das so dicht geschrieben ist. Diese Szene ist mir extrem unter die Haut gegangen. Hier sitzt jedes einzelne Wort und keines ist zu viel oder zu wenig.) Denn Im Gegensatz zu anderer Einhand-Lektüre treffen hier Menschen aufeinander und keine Oberflächen. 

    Die Geschichten in diesem Buch fühlen sich dadurch über weite Strecken manchmal wie Liebesgeschichten an. Womit dieses Buch für mich zwischen allen Stühlen sitzt und damit eigentlich völlig aus dem Bereich der Pornografie herausfällt, obwohl es auf vielen Seiten absolut pornografisch ist.

    Einerseits gut gezeichnete Charaktere, die echt und wirklich menschlich rüberkommen, andererseits harter, schnutziger Sex. Und diese Sexszenen gehören für mich mit zu dem Besten, was ich in der Richtung bislang gelesen habe. Auch wenn Tom Långstrøm meines Erachtens manchmal ein wenig dazu neigt, hier etwas zu dick aufzutragen. Trotzdem findet er immer noch rechtzeitig den Absprung. Wenn auch manchmal erst im letzten Moment...

    Was sich zudem durch die Gesamtheit dieses Buches zieht: Der Autor versteht es, mit der Erwartungshaltung der Leser zu spielen. Und fällt auch damit aus dem Mainstream der Einhand-Lektüre heraus. Die Geschichten sind durchaus recht intelligent konstruiert und damit spannend zu lesen. Dadurch tritt das eigentliche Ziel eines solchen Buches immer wieder in den Hintergrund, was jedoch überhaupt nicht schlimm ist, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, weil das Lesen Spaß macht. Auch sprachlich gefällt es mir. Und einige Momente sind tatsächlich ergreifend, und spätestens hier fängt es für mich an, verrückt zu werden.
    Denn:
    Hey! Das ist doch Einhand-Lektüre!
    Ist es auch.
    Nur auf dem Weg dahin sind das Geschichten, die mal witzig, mal ernsthaft, aber dabei immer sehr menschlich daherkommen. Was eine mehr als angenehme Abwechslung im Meer der billigen Erotiklektüre ist, die eigentlich nur von der Oberfläche lebt. Womit dieses Buch in diesem Metier aber einen schweren Stand haben dürfte.

    Einordnen kann ich "Hart entsaftet in den USA" aber nicht. Es ist weder klassische Einhand-Lektüre, noch sind es klassische Liebesgeschichten. Es hängt irgendwo dazwischen. Aber beide Seiten dieser Medaille erhalten von mir 5 Sterne, weil sie wirklich gut gemacht sind und mich absolut positiv überrascht haben.


  19. Cover des Buches Die Abenteuer der Fanny Hill: Ungekürzte Fassung (ISBN: 9783798609969)
  20. Cover des Buches Felix: The endless love (ISBN: 9783947255146)
    Miamo Zesi

    Felix: The endless love

    (11)
    Aktuelle Rezension von: ineszappen
    Das Buch ist in der "ICH" Form geschrieben mit super Lesefluß , weil man sich schnell in die Personen hineinversetzen kann. Mir hat die Geschichte gut gefallen,mit schönen Szenen , gutem Sex , interessanten Charakteren , vielen Vorurteilen und einem Happy End. Es hat Spaß gemacht Felix zu begleiten. 
  21. Cover des Buches Hotel subKult und die BDSM-Idioten (ISBN: 9783939362388)
    Stefan Bouxsein

    Hotel subKult und die BDSM-Idioten

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Antika18
    Zum Inhalt:

    Hans Bremer und seine Susanne genießen nach dem Reinfall mit dem FKK-Bauernhof ihre Zweisamkeit im Frankfurter Hof. Aber Susanne hat schon wieder Pläne für ein neues Projekt. Sie möchte mit Hans ein BDSM-Hotel im Odenwald eröffnen. Gesagt - getan!
    Doch das Chaos nimmt schon vor der Eröffnung seinen Lauf und endet wie zu erwarten in einer Katastrophe.....

    Meine Meinung:

    Dem Autor ist es auf humorvolle und charmante Weise gelungen, eine Geschichte aus dem Kreis der BDSM-Szene zu erstellen. Wobei man auch gleich eine klitzekleine Einweisung in besagte Szenerie erhält. Aber alles auf witzige und lustige Art und Weise.
    Die einzelnen Charaktere sind wunderbar getroffen - besonders gefallen hat mir hier der Kerkermeister mit seinem sächsischen Akzent.
    Und wenn man sich beim Lesen die Szenerie direkt vorstellt, kommt man einfach aus dem Lachen nicht mehr raus.
  22. Cover des Buches Das Bildnis der Domina (ISBN: 9783743176263)
    Edyta Zaborowska

    Das Bildnis der Domina

    (2)
    Aktuelle Rezension von: dia78
    Das Buch "Das Bildnis der Domina" wurde von Edyta Zaborowska verfasst und erschien 2017 bei BoD - Books on Demand.


    Dr. Thomas Abbott begibt sich in die Hände von Baronesse Hanna auf ihrem Herrensitz Black Swan Manor. Er will sich dadurch seine eigensten Wünsche erfüllen. Doch als Hanna und ihre Freundin Aimée ihm einen folgenschweren Vorschlag unterbreiten, steht er vor der Entscheidung. Auch die Vergangenheit mischt sich immer wieder in ihrer Leben ein.


    Der Autorin gelingt es eine Grätsche zwischen lustvoller Erotik und ausgeübter Dominanz zu beschreiben ohne, dass es in irgendeinem Zeitpunkt unangenehm wird. Die lustvollen Spiele der Folter und auch den angewendeten Materialien werden detailreich beschrieben und man kann die Striemen und die "Foltermethoden", welche angewendet werden förmlich vor dem inneren Auge sehen. 
    Thomas Abbott erscheint zu Beginn als der typische Hochschulprofessor, welcher nur in seiner Arbeit aufgeht und zusätzlich noch auf eine Fixanstellung an der Universität hofft. Allerdings bemerkt man ziemlich schnell, dass er erotische Vorlieben hat, welche nicht für alle als Regelkonform gelten könnten. Schnell bemerkt man auch seine Vorliebe bei seinem Aufenthalt bei Baronesse Hanna.
    Baronesse Hanna, welche eigentlich meist sehr herrisch und dominant in der Geschichte ist, liebt es ihre sexuellen Vorlieben von Schmerz und auch von ausgelebter Dominanz auszuleben und erscheint oft verunsichert, als sie Schatten der Vergangenheit sieht. Ihre Pläne für Black Swan Manor sind sehr diffizil, aber erfolgreich, denn fast jeder Mann, liebt es, wenn er sich ihr unterwerfen kann.
    Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch rasch zu lesen. Man taucht ab in die Abgründe der menschlichen Lust und Pläne, welche man ab und zu nicht verstehen kann, aber doch für die Geschichte sehr gut passen.


    Jeder der gerne auch etwas härtere erotische Romane mit expliziten Beschreibungen liest, macht mit den Büchern von Edyta Zaborowska alles richtig.
  23. Cover des Buches Bruderhitze (ISBN: 9783987580512)
    Marc Wallo Schneider

    Bruderhitze

    (1)
    Aktuelle Rezension von: MikeGorden

    Es handelt sich bei diesem Buch um einen Krimi, der in Berlins schwuler Fetisch- und BDSM-Szene des Jahres 2015 spielt. Der Autor legt hier auf 252 Seiten einen vielversprechenden Debutroman vor.

    Der verheiratete Basketballtrainer Martin Kowalewski hängt tot in Handschellen im Studio des Escorts Kevin. Kommissar Roland Schmidt ermittelt und erhält ungebeten Unterstützung vom Privatermittler Jan Schweitzer, der – von Kevins bestem Freund Maxime beauftragt – Kevins Unschuld beweisen will.

    Der ermittelnde Kommissar und der Detektiv mit seinem Team pflegen ein fast freundschaftliches Verhältnis untereinander und teilen sogar die Ermittlungsergebnisse – für einen Krimi finde ich das ungewöhnlich. Viele Details des Falls sind nichts für schwache Nerven, denn der Verstorbene war weiß Gott kein Unschuldslamm.

    Die vielen Personen, die gleich zu Anfang der Geschichte auftauchen, und der auktoriale Schreibstil mit langen, erklärenden Passagen gestalteten mir den Einstieg ins Buch etwas sperrig. Danach begann es, Spaß zu machen. Viele überraschende Wendungen inklusive einer fulminanten Schlußpointe ließen keine Langeweile aufkommen. Besonders ins Herz geschlossen habe ich die etwas naive Lisa und ihren Welpen Luky sowie natürlich den #Stinkehoppel. Er stellt das Bindeglied dar zwischen den titelgebenden Brüdern Maxime und Neb, die im Verlauf der Geschichte erst wieder zusammenfinden müssen.

    Der Kriminalfall gestaltet sich höchst kompliziert. Zwischenzeitlich fühlte ich mich an »Mord im Orient-Expreß« erinnert, denn jeder Verdächtige – und davon gibt es einige – hat auch ein handfestes Mordmotiv und war zudem am Mordtag am Tatort. Zudem hat die ebenso reiche wie unangenehme Familie Löffler überall ihre Finger im Spiel und versucht, Einfluß auf die Ermittlungen zu nehmen. Kommissar Schmidt hat alle Hände voll zu tun, damit ihm die Fäden nicht aus der Hand gleiten und im Showdown nach der scheinbaren Auflösung steht alles auf Messers Schneide.

    Was mich erschreckt, ist, daß es mittlerweile Verlage gibt, die ihren Autoren praktisch kein Lektorat mehr zukommen lassen. Gerade bei einem Debutroman ist das problematisch, denn kein Schriftsteller beherrscht sein Metier von Beginn an perfekt. Die holprige Anfangsphase und der dadurch erschwerte Einstieg in die Geschichte hätten wirklich nicht sein müssen!

    Auch der Buchsatz läßt zu wünschen übrig. Eine ganze Reihe Hurenkinder behindern beim Umblättern den Lesefluß zusätzlich. Ein echter Hingucker ist dagegen das farbenfrohe Cover! Für das Gesamtpaket vergebe ich 3,5 Sterne (aufgerundet zu vier) und freue mich auf das nächste Buch des Autoren.

  24. Cover des Buches Ally McBeal, Die vierte Staffel (ISBN: 9783548363066)
    Ulrich Hoffmann

    Ally McBeal, Die vierte Staffel

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Das Bild vom Cover hat bei mir bis heute als Mousepad überlebt, und manchmal kann man einfach nicht mehr hingucken: ´Der Episodenguide zur vierten Staffel, mit kurzem Rückblick auf die bisherigen und der Vorstellung der neuen Schauspieler, was machen die ehemaligen Schauspieler heute usw. Am Interessantesten war natürlich die Lebensgeschichte von Robert Downey jr., seine Drogeneskapaden, als man dachte, daß er sie zur Zeit seines Einstiegs bei A.B. bereits im Griff hatte, und die Liste seiner frühen Filme. In eines der späteren Staffeln wird Jon Bon Jovi einsteigen, der Schmalzrocker, nichts für mich. Und wo gibt es bitte den "Vi-Bra", vielleicht auch für Männer, bitte beim Online-Warenhaus Ihrer Wahl bestellen.

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