Bücher mit dem Tag "fett"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fett" gekennzeichnet haben.

88 Bücher

  1. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783499241956)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (3.403)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    David Hunter wird auf eine kleine Insel gerufen, da dort ein verbrannte Leiche gefunden wurde. Ein Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab und der Täter schlägt wieder zu.

    Den zweiten Teil der Reihe fand ich besser als den Reihenstart. Der Autor hat eine tolle Atmosphäre geschaffen, auch wenn die Gegebenheiten ein wenig an das erste Buch erinnerten.

    Warum mir dieses Buch vor allem besser gefiel, lag an David Hunter selbst, denn hier war er mir deutlich sympathischer als zuvor.

    Das Ende fand ich dann leider wieder etwas zu "Over the Top" und auch leider zu vorhersehbar. Ich wurde zwar schon noch einmal überrascht, aber ansonsten lief alles wie ich es vermutet hatte.

    Alles in allem eine Steigerung, jetzt liegt es am dritten Teil, ob ich die Reihe weiter führen werde.

  2. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.092)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Das Parfüm beschreibt ein Mensch, der seiner dunklen Seite nachgibt.. wir alle haben eine dunkle Seite, aber was passiert, wenn wir sie rauslassen? Das Buch beschreibt in einer ganz spannenden Weise die Folgen davon.

  3. Cover des Buches Das geheime Vermächtnis des Pan (ISBN: 9783551314932)
    Sandra Regnier

    Das geheime Vermächtnis des Pan

     (1.651)
    Aktuelle Rezension von: booksbyjaenelle

    Die Story dreht sich um Felicity, die  ein ganz normales Mädchen mit ganz normaler Herkunft ist. Sie hat einen humorvollen, starken Charakter, der sich trotz etwas langwierigem Start sehr gut entwickelt. 

    Ihr männlicher Gegenpart ist Leander, der sich schon zu Beginn in eine unangenehme Situation manövriert, indem er aus Versehenen die falsche Felicity küsst. 

    Die Geschichte ist zwar zeitweise etwas langatmig, dennoch habe ich sie sehr genossen und mich sofort an Band 2 gesetzt.

    Hier und da bedienen sich die Charaktere einigen Klischees, die so abgebrüht sind, dass sie schon wieder funktionieren. Meiner Meinung nach ist das in diesem Fall nicht weiter schlimm.

  4. Cover des Buches Der Ernährungskompass (ISBN: 9783570103197)
    Bas Kast

    Der Ernährungskompass

     (132)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Der Ernährungskompass" von Bas Kast war ja ein absoluter Bestseller. Auch auf meine Wunschliste hat er es geschafft, vor allem weil ich mich seit einiger Zeit aufgrund einer chronischen Erkrankung viel mit dem Thema Ernährung auseinandersetze. 

    Einige im Kompass erklärten Dinge wusste ich schon, was ja gut ist, weil dann scheinen die Thesen  ja zu stimmen, wenn man dasselbe Ergebnis aus untetschiedlichen Studien entnehmen kann. Einiges war mir neu und bei manchen Dingen kann ich die Erklärungen absolut nachvollziehen, aber finde sie trotzdem "fragwürdig". Das Thema Kartoffeln z.B.: Die Erklärung in diesem Buch ist total nachvollziehbar wieso die nicht so gut sind. Aber vom Gefühl her dachte ich trotzdem immer die sind gut. Vor allem, wenn ich sie noch mit Schale esse. Natürlich spreche ich nicht von ihrer frittierten Form. Aber auf mein Gefühl kommt es bei dem Thema ja auch nicht an. Pellkartoffeln mit Schale sind sicher immernoch besser, als wenn ich Pommes esse. Wohingegen es natürlich auch wieder gesündere Lebensmittel im Gegensatz zur Kartoffel gibt. Ich denke so ist es auch gemeint. Dass man wissen soll, welche "bessere" Alternative man sich reinzieht.

    Was ich am besten an diesem Buch fand, ist dass es nicht wie die üblichen Ratgeber aufgebaut ist. Also was den Schreibstil anbetrifft. Es gibt Erklärungen. Aber ohne das ganze Fachchinesisch und ohne zu sehr sachlich zu sein. Kurzum: Es ließ sich leicht lesen, weil der Schreibstil lockerer gehalten wurde, was echt grandios ist. Das macht das eigentliche "langweiligere" Thema greifbarer. 

    Gut fand ich auch den aufgezeichneten Kompass an den jeweiligen Stellen, wo Beispiele reingeschrieben wurden, angefangen vom Norden mit den besseren Lebensmitteln und stufenweise zum Süden hin "schlechter" werdend.

    Am Ende findet man nochmal in kurzer knapper Form alle wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst, was auch top war, weil ich die ersten Kapitel gar nicht mehr genau im Kopf hatte, bis ich beim letzten angekommen war und so nochmal alles auf einen Blick hatte.

    Zusammenfassend kann man sagen: Sehr anschaulich und verständlich beschrieben. Ich habe das Buch nur geliehen bekommen und überlege es mir trotzdem selbst zuzulegen, um das eine oder andere nochmal nachschlagen zu können.

  5. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783492253772)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.165)
    Aktuelle Rezension von: pmg

    In Sledwaya, der ungesundesten Stadt des Kontinentes Zamonien lebt Echo, das kleine Krätzchen. Krätzchen unterscheiden sich von Katzen nur dadurch, dass sie alle Sprachen aller Lebewesen sprechen können, zwei Lebern und ein nahezu perfektes Gedächtnis haben. Echo genoss ein bequemes Hauskrätzchen-Leben, bis seine Besitzerin starb. Ungefüttert und hungernd zieht Echo durch Sledwaya, auf der Suche nach jemanden der es füttert.,

    Schliesslich findet sie den gefürchteten Schreksenmeister Succubius Eißpin, der im geheimen über die Stadt herrscht und geht mit ihm in seiner Not einen Vertrag ein: Eißpin fütter Echo bis zum nächsten Vollmond mit den erlesensten und leckersten Speisen, dafür darf er das Krätzchen töten, um aus ihm das unsterblich machende Krätzchenfett zu gewinnen. Ausserdem weiht Eißpin das Krätzchen in sämtliche Geheimnisse seiner Kunst ein, denn durch das Auskochen von Echo's Fett enthält dieses auch das gesamte Wissen des Krätzchens.

    Anfänglich ist Echo froh, dem Hungertod entronnen zu sein. Als aber der Vollmond immer näher rückt, wächst seine Angst und er sucht nach einem Ausweg (den es denn auch findet, aber mehr soll hier nicht verraten werden.)

    Der Schreksenmeister ist der fünfte Band der Zamonien-Reihe, allerdings wiederum eine in sich geschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen Gelesen werden kann. Es ist angelehnt an Gottfried Keller's Spiegel das Kätzchen (das ich allerdings noch nicht gelesen habe).

    Das Buch hat mich fasziniert. Es liest sich leicht und flüssig. Witzig sind auch die vielen Illustrationen, die die verschiedenen Kreaturen, die im Buch vorkommen, veranschaulichen.

  6. Cover des Buches Die Fettlöserin (ISBN: 9783499631160)
    Nicole Jäger

    Die Fettlöserin

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Sam1980

    Wer hier nach Diätrezepten sucht ist falsch. Wer lachen, leben und mitfühlen mag, der sollte Nicoles Abnehm-Weg  lesen.
    Ich fand das Buch von Anfang bis Ende mehr als unterhaltsam und wunderbar geschrieben. Man fühlte sich mitgenommen und in der Problematik verstanden.
    Dieses Buch macht Mut das eigene Gewicht selbst in die Hand zu nehmen oder es auch einfach sein zu lassen, wenn man meint dass man auch so schön sein könnte.

  7. Cover des Buches Auge um Auge (ISBN: 9783423626224)
    Jenny Han

    Auge um Auge

     (285)
    Aktuelle Rezension von: KathisBuecherkrams

    Auge um Auge ist ein Buch der Erfolgsautorinnen Jenny Han (To all the boys I've loved before) und Siobhan Vivian (Nur eine Liste). Ich habe dieses Buch lange eher stiefmütterlich behandelt, weil ich mit Jenny Han nicht den allerbesten Start hatte. To all the Boys hat mir vor einigen Jahren zwar ganz gut gefallen, mich aber auch nicht wirklich umgehauen und danach habe ich lange nicht mehr zu der Autorin gegriffen. Neulich habe ich allerdings mit einer Erkältung im Bett gelegen und brauchte leichte Lektüre, die mir nicht viel abverlangen würde. Also habe ich zu Auge um Auge gegriffen. Was soll ich sagen? Das Buch hat mir genau das gegeben, was ich haben wollte: Eine leichte Sommerlektüre (die sicherlich gut in die heiße Jahreszeit gepasst hätte) mit einer schnellen, unkomplizierten Handlung, angenehmen Protagonisten und einem tollen Schreibstil. 


    Ich habe mich beim Lesen sehr an Pretty Little Liars erinnert gefühlt - obwohl ich nur die Serie gesehen habe - und dieses sogartige Gefühl, das einen in die Handlung reinzieht, wirklich genossen. Dazu kam beim Lesen richtiges Sommer-Feeling auf, denn Auge um Auge spielt auf der Insel Jar Island, wo wirklich jeder jeden kennt. Wir steigen in der letzten Woche der Sommerferien in die Geschichte ein, als unsere Protagonisten zwischen den nie enden wollenden Sommertagen und der Vorfreude auf ihr Senior-Jahr mit all den Sorgen und Problemchen von Abschlussnoten, Collegeauswahl und Homecoming feststecken. Auge um Auge ist ein richtig schöner Highschool-Roman, über Schulalltag, Football, Cheerleading, Freundschaft, Liebe und das Leben an sich. 

    Auch die eigentliche Handlung hat mir sehr gefallen, in der sich unsere drei Protagonisten an falschen Freunden rächen wollen. Wir lesen abwechselnd aus der Perspektive von Mary, Lillia und Kat, die eigentlich nicht viel gemeinsam haben, zwischen denen sich aber bald eine zarte Freundschaft der besonderen Art entwickelt. Besonders positiv ist mir dabei aufgefallen, dass diese drei Mädchen keine Außenseiter sind, wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Kat könnte man wohl noch am ehesten als Außenseiterin bezeichnen, mit ihrer coolen, toughen Art, die eigentlich nicht viel auf das soziale Gefüge in ihrer Schule gibt. Mary ist gerade erst (wieder) neu in den Ort gezogen und kennt daher nur wenige ihrer Mitschüler. Und Lillia ist eigentlich sehr beliebt, Teil des Cheerleading-Teams und mit einer reichen Familie gesegnet. 

    Trotzdem haben alle drei Grund genug, sich an ihren Mitschülern zu rächen, die ihnen auf die ein oder andere Weise übel mitgespielt haben. Mary ist nach der siebten Klasse mit ihren Eltern aufs Festland gezogen, weil sie das Mobbing ihres Mitschülers Reeve nicht mehr aushielt. Kat wurde von Rennie enttäuscht, die Lügengeschichten verbreitet hat, um sich mit "besseren Kreisen" anzufreunden. Und Lillia ist sauer auf Alex, der eine Partynacht mit ihrer kleinen Schwester verbracht hat. 

    Die drei beschließen einen Pakt, um sich an ihren falschen Freunden und rächen - allerdings haben sie nicht damit gerechnet, wie schnell die Dinge aus dem Ruder laufen können...

    Mir hat an der Geschichte wirklich gut gefallen, dass es einen logischen Aufbau gab. Die Dinge haben sich nicht einfach auf heiterem Himmel entwickelt, sondern man konnte eine Entwicklung nachvollziehen. So muss sich beispielsweise die Freundschaft zwischen Mary, Kat und Lillia erst aufbauen. Die Mädchen sind komplett verschieden und gerade Lillia und Kat verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die allerdings keinen guten Ausgang hatte. Trotzdem schließen sie sich zusammen und versprechen sich gegenseitig bedingungsloses Vertrauen und Ehrlichkeit, wenn ihre Rache funktionieren soll. Besonders beeindruckt war ich beim Lesen von Lillia, denn alle drei Mitschüler, an denen sich gerächt werden soll, sind Teil von Lillias Freundeskreis. Damit ist die Racheaktion für sie auch am schwierigsten. Trotzdem kam es mir als Leser sehr glaubwürdig vor, wie sie an der Echtheit dieses Freundeskreises zu zweifeln beginnt, besonders als es zu einem schlimmen Vorfall kommt, nach dem sie von ihrer besten vermeintlich besten Freundin im Stich gelassen wird. Auch die Geschichte von Mary fand ich beeindruckend zu verfolgen - vor allem ihre Vergangenheit. Es gab hier einen krassen Kontrast zwischen Reeve als ihrem Mobber und Reeve als dem Jungen, den sie täglich auf der Fähre trifft und der ohne seine Freunde viel netter ist. Es war irgendwo sehr besonders zu lesen, wie sich eine verdrehte Art von Freundschaft zwischen zwei Menschen entwickeln kann, die aber nur Bestand hat, wenn die beiden alleine sind. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was bei Reeve im Kopf vorgeht, wenn er dieses Mädchen hänselt und ausnutzt und dann wieder nett zu ihr ist, sobald ihn niemand beobachtet. Aus Marys Sicht hat es mich traurig gemacht und schockiert, wie einsam sie durch Reeves Mobbing geworden ist, dass sie sich an seine seltenen Nettigkeiten klammerte, bis es zur Katastrophe kommt...

    Neben der Freundschaft der Mädchen steigern sich auch ihre Racheaktionen langsam. Während es mit kleinen Streichen beginnt, die zwar unangenehm und ärgerlich sind - gerade für pubertierende Jugendliche an einer Highschool - aber keine bleibenden Schäden hinterlassen, wird aus den Streichen bald bitterer Ernst und die Mädchen merken zum Ende der Geschichte, dass sie einen Schritt zu weit gegangen sind. Hier endet der erste Teil auch mehr oder weniger mit einem Cliffhanger und lässt uns als Leser ratlos zurück, in wie weit das Geschehene zu unseren Protagonisten zurückzuverfolgen ist und ob sie mit Konsequenzen rechnen müssen. Grundsätzlich wurde ich von diesem Buch sehr neugierig zurückgelassen, wie es denn nun weiter geht. Allerdings muss ich sagen, dass sich der Klappentext vom zweiten Band nicht sonderlich vielversprechend anhört und ich habe ein bisschen Sorge, dass die Geschichte aus Teil eins einfach wieder aufgewärmt wird. Allerdings kann ein Klappentext ja auch täuschen und lesen möchte ich die beiden Folgebände auf jeden Fall. Da überwiegt dann doch die Neugierde und die Tatsache, dass ich mich in dieser Geschichte einfach wohl gefühlt habe und noch ein bisschen mehr Zeit auf Jar Island verbringen möchte. 

    Zwei Abzüge muss ich allerdings doch noch machen und zwar bei unserer Protagonistin Mary:

    Dass sie von ihrem Mitschüler Reeve gemobbt wurde und darunter lange zu leiden hatte, wissen wir. Das steht so auch im Klappentext, ich möchte hier niemanden spoilern. Allerdings gibt es eine Szene im Buch, in welcher Mary Kat und Lillia ihre gesamte Geschichte erzählt, die bis jetzt niemand kannte. Ich glaube, dass die Autorinnen hier einen Knall beim Leser verursachen wollten, wie schlimm Mary wirklich unter Reeve zu leiden hatte, aber dieser Schock blieb bei mir einfach aus. Vielleicht weil diese Offenbarung so plötzlich kam oder in ihrer Schnelligkeit einfach etwas Unglaubwürdiges an sich hatte. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, aber vielleicht war dieser Knall einfach ein bisschen zu viel und kam zu unerwartet, um sich passend in die Geschichte einzufügen. 

    Weiterhin gab es drei Szenen in diesem Buch, die in Richtung Mystery gingen und ich hoffe sehr, dass es einfach nur Marys Einbildung war und nicht die Absicht der Autorinnen, etwas Übernatürliches in die Geschichte einzubauen. Zum einen knallen auf einem Flur sämtliche Schließfächer zu, als Mary die Treppe herunter läuft und jemanden etwas zuruft. Dann fällt die Anführerin der Cheerleader von der Pyramide herunter, weil Mary sich das wünscht. Zu guter Letzt gibt es auf dem Schulball einen Kurzschluss mit Stromausfall für den Mary sich verantwortlich fühlt. Wenn die Autorinnen hier wirklich einen mysteriösen Touch in die Geschichten einbauen wollten, dann wäre dieser Anklang meiner Meinung nach völlig fehl am Platz und ich hoffe sehr, dass die nächsten Bände diese Anwandlungen nicht noch vertiefen und wir einfach im "normalen" Highschool-Setting bleiben. 


    Fazit:

    Trotz dieser kleinen Mängel hatte ich wirklich Spaß mit der Geschichte um Mary, Kat und Lillia. Das Buch lässt sich wahnsinnig schnell lesen, verlangt dem Leser nicht viel ab und bietet einfach eine gute Zeit. Ich freue mich sehr auf die beiden Folgebände und bin wirklich gespannt, wie es mit unseren drei Protagonisten weiter geht. 

    ***

    https://kathis-buecherkrams.blogspot.com/

  8. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.143)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Dieses Buch ist so vieles auf einmal: Komödie, Abenteuerroman, Liebesgeschichte, ... vor allem aber eines: großartige Unterhaltung!

  9. Cover des Buches Die Musik der Wale (ISBN: 9783548605944)
    Wally Lamb

    Die Musik der Wale

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich hab das Buch vor ca 2 Jahren gelesen und kann mich nur an ganz wenige Details erinnern (das ist bei mir normal). Auf jeden Fall aber erinnere ich, dass ich das Buch wirklich lesenswert fand und es weiterempfehle an Leute, die gerne mäßig spannende, aber kurzweilig und lebensnah geschriebene Romane "wie sie das Leben so schreibt" lesen.
  10. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.348)
    Aktuelle Rezension von: Viviliebtlesen

    Ich hatte zunächst Zweifel, dieses Buch zu kaufen. Ich hatte ehrlich gesagt Angst davor, von einer Kinderbuch-Abenteuerreihe überrascht zu werden. Klare Aussage hierzu: Nein! dafür ist es zu brutal ( in weiteren Sinne), zu "voll" geschrieben. Diese Sprache, die Bilder, die Texte - alles lädt zum Mitfühlen ein! Mir fehlen einfach die Worte. Ich lese eigentlich sehr bodenständige Bücher, ohne Kitsch, ohne Fantasy. Aber das war überhaupt nicht komisch in diesem Buch. Es war eine neue Welt, die mich einsogen, wie ein Wirbel. Es war so fantastisch, die begeisternd, dass ich mich, nachdem ich es beendet habe, leer, einsam und alleingelassen fühlte. Ich hatte einen Regenbogen im Kopf, der mit dem letzten Satz erlosch. Mich für ein neues Buch zu motivieren, war nicht leicht. Dieses Buch, diese Geschichte - einfach perfekt. Danke !

  11. Cover des Buches Der fünfte Elefant (ISBN: 9783442416585)
    Terry Pratchett

    Der fünfte Elefant

     (329)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Kommandeur Samuel Mumm der Stadtwache von Ankh-Morpork ist eine wiederkehrende Hauptfigur in Terry Pratchetts „Scheibenwelt“. Er taucht in 13 Romanen auf, ist ein Mensch in den Vierzigern und stammt von „Steingesicht“ Mumm ab, der die Stadt einst von ihrem letzten, verbrecherischen König befreite, dafür allerdings selbst hingerichtet wurde. Seiner Familie wurden alle Besitztümer aberkannt und ihr Wappen gebannt. Samuel Mumm stellte die Ehre seines Namens durch seine Verdienste in der Stadtwache wieder her. Er wurde vom Patrizier Lord Vetinari zum Ritter geschlagen und in den Stand des Herzogs von Ankh erhoben. Er trägt diesen Titel widerwillig und möchte mit Politik eigentlich nichts zu tun haben, kann es jedoch nicht immer vermeiden, wie wir im 24. Band „Der fünfte Elefant“ erfahren.

    Kommandeur Mumm versteht sich auf die Verbrecherjagd. Auf Diplomatie versteht er sich hingegen nicht, was ihn jedoch nicht daran hindert, als Herzog von Ankh gelegentlich auf wichtige Zehen zu trampeln. Nun soll er auf Geheiß des Patriziers sein entschieden undiplomatisches Geschick im Ausland einsetzen und Ankh-Morpork bei der Krönung des Niederen Königs der Zwerge in Bums vertreten. Bums liegt in Überwald, wo man das Wort „Fortschritt“ noch für eine ansteckende Krankheit hält. Trotzdem ist die Krönung ein politisches Großereignis, bei dem alle Regierungen, die etwas auf sich halten, zugegen sein werden und die ideale Gelegenheit, Ankh-Morpork lukrative Handelsverträge zu sichern. Dumm nur, dass ausgerechnet jetzt die Steinsemmel, das traditionelle zwergische Symbol der Königswürde, gestohlen wurde. Adelstitel hin oder her, einem ordentlichen Verbrechen kann Mumm nicht widerstehen und nimmt die Ermittlungen zwischen Zwergen, Vampiren und Werwölfen auf. Manchmal sind sich Diplomatie und Verbrecherjagd doch erstaunlich ähnlich.

    Wisst ihr, woran mich die politische Situation in „Der fünfte Elefant“ erinnerte? An die Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union (die aktuell brachliegen). Ich weiß natürlich nicht, ob Terry Pratchett ausgerechnet diese Assoziation vorschwebte, aber an etwas ähnliches wird er schon gedacht haben, als er den 24. „Scheibenwelt“-Band schrieb. Meiner Meinung nach sind die Parallelen auffallend: in Überwald begegnen wir einer Zwerge-Gemeinschaft, in der kulturelle Konflikte, die eng mit dem Widerspruch zwischen Tradition und Moderne zusammenhängen, zu der Ausprägung verschiedener Fraktionen führten, die auf die Unterstützung der einflussreichen und zahlenstarken Diaspora angewiesen sind. Wir erleben ein Volk, das zwischen dem Wunsch, als politische und wirtschaftliche Macht anerkannt zu werden und dem Wunsch, die religiös motivierten, traditionellen Gepflogenheiten zu ehren, hin und hergerissen ist. Demzufolge präsentiert Pratchett in „Der fünfte Elefant“ ein Szenario, das die vielen innen- und außenpolitischen Komplikationen beschreibt, die sich ergeben, wenn ein Staat plötzlich die Voraussetzungen erfüllt, am internationalen Verhandlungstisch zu sitzen. Die gestohlene Steinsemmel – im Original „Scone of Stone“, eine Anspielung auf den „Stone of Scone“, der in der britischen Krönungszeremonie bis heute eine Rolle spielt – vereint all diese Komplikationen in sich, denn dabei handelt es sich um ein Objekt, das für die Zwerge einen rein symbolischen, emotionalen Wert hat, ohne das der nächste Niedere König („nieder“ im Sinne von „unten“, Zwerge sind ein Höhlenvolk) den Thron aber nicht besteigen darf. Die Semmel beeinflusst seine Fähigkeit zu regieren nicht im Geringsten, doch ohne geht es eben nicht, weil es einfach immer so war. Die Überwald-Zwerge können die Zukunft nicht ohne dieses Symbol der Vergangenheit willkommen heißen, was bei den Repräsentant_innen anderer Nationen auf eher zurückhaltendes Verständnis trifft. Daraus ergibt sich eine verzwickte Handlung, die zwischen Kriminalermittlung und politischer Satire changiert. Persönlich fand ich „Der fünfte Elefant“ nicht so mühelos elegant, wie ich es sonst von Pratchett kenne. Die Komplexität ließ sich aufgrund der zahlreichen involvierten Parteien, die alle eigene Interessen verfolgen, nicht vermeiden, ich hatte jedoch meine Schwierigkeiten damit, Pratchetts subtile Hinweise einzuordnen und daraus das Gesamtbild zusammenzusetzen. Er deutete vieles nur an und erwartete von seinen Leser_innen eine Menge eigenständige Schlussfolgerungen, weil sein Held Kommandeur Mumm die Ereignisse eher still für sich analysiert, statt offen darüber zu spekulieren, was in Überwald vor sich geht und darüber hinaus den Blickwinkel eines Polizisten einnimmt, nicht den eines Diplomaten. Dadurch eignet er sich überraschenderweise hervorragend, die Lage unter Kontrolle zu bringen, aber eine große Hilfe bei der Interpretation ist er nicht. Aufgrund dieser Hindernisse zählt „Der fünfte Elefant“ nicht zu meinen besten Ausflügen in die „Scheibenwelt“.

    Halte ich mir vor Augen, was für eine komplizierte politische Situation „Der fünfte Elefant“ abbildet, muss ich Terry Pratchett dafür applaudieren, dass es ihm gelang, diesen „Scheibenwelt“-Roman dennoch locker und amüsant zu konzipieren. Trotz des ernsten und tendenziell trockenen Kernthemas bot mir die Geschichte diverse Gelegenheiten, zu feixen und mich an Details zu erfreuen, so zum Beispiel die Integration des sprechenden Hundes Gaspode und der irrwitzig rasante Verfall der Wache in Ankh-Morpork, nachdem Mumm die Stadt verlassen hat. Ich hatte Spaß an der Lektüre und fand besonders die Mischung aus Zwergen, Vampiren und Werwölfen verblüffend sinnvoll, aber insgesamt holte mich „Der fünfte Elefant“ nicht mit derselben Nachdrücklichkeit ab, die ich sonst gewohnt bin. Wahrscheinlich liegt es in der Natur dieser sehr umfangreichen Reihe, dass mir nicht alle Bände gleich gut gefallen können. Macht also nichts, der nächste Pratchett kommt bestimmt.

  12. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

     (1.527)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz

    Zwischendurch mag ich es ganz gerne mal ein Buch über das Leben eines anderen Menschen zu lesen. Aber auch nur, wenn es auch eine Aussage hat. Ich höre auch unheimlich gerne meinen Großeltern und auch früher meiner Urgroßmutter zu, wie sie von ihrem Leben erzähl(t)en. Irgendwie hat doch jeder sein Päckchen zu tragen, die einen mehr und die anderen weniger. Und ich bin leider sehr neugierig und frage nach – wenn es mich interessiert.

    Waris Dirie ist ein Mensch, der sehr viel in seinem Leben durchmachen musste und ich freue mich darüber sehr, dass sie ihre Geschichte niedergeschrieben hat. Und ja, ich bin absolut davon überzeugt, dass sie dieses Buch selber geschrieben hat. Denn der Schreibstil ist einfach – stellenweise sogar sehr einfach. Aber das passt einfach zu dem Buch und zu ihrer Geschichte. Es macht das Ganze direkt noch glaubwürdiger. Waris möchte hier nicht Geld machen mit dem Buch, wie es dann doch einige Promis machen. Nein, sie möchte von ihrem Leben erzählen und sie möchte aufklären. Ganz weit oben die Beschneidung von Frauen. Immer noch ein absolutes Tabu-Thema und auch nicht wirklich real. Leider!

    Waris musste es selber durchstehen unter ganz schlimmen Bedingungen, die mir gar nicht in den Kopf gehen wollen. Es ist so schrecklich, was ihr angetan wurde. Es ist fast noch schrecklicher, dass es immer noch gemacht wurde, weil es zu einer Tradition gehört. Es gehört sich einfach so in Somalia, wo Frauen als Gegenstand bzw. als Besitz angesehen werden. Es ist einfach unglaublich und so unreal. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr es mich belastet.


    Ich finde, dass jeder dieses Buch gelesen haben sollte. Waris Dirie ist ein Mensch, auf den man aufsehen kann. Sie hat so viel durchgemacht und ist heute eine Frau, die für ihr Recht einsteht. Sie ist gewachsen mit ihrem Leben und hat das Beste daraus gemacht. Auch wenn sie es nicht schreibt, ist sie sicherlich das eine oder andere Mal zusammengebrochen und hat an dem gezweifelt, was sie getan hat. Aber letztendlich ist sie von Grund auf eine starke Frau und das sollte ein Vorbild sein. Für mich ist sie es jedenfalls.


    Von mir gibt es für dieses Buch eine ganz dicke Leseempfehlung.

  13. Cover des Buches Die Bildhauerin (ISBN: 9783442473403)
    Minette Walters

    Die Bildhauerin

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Loonylovegood03
    Inhalt

    Die Journalistin Rosalind, Roz, Leigh arbeitet in ihrem neuen Buch den Mordfall der Olive Martin auf. Diese wurde dazu beschuldigt vor fünf Jahren ihre Mutter und Schwester getötet und zerstückelt zu haben. In all den Jahren waren ihre Motive zur Tat jedoch nie klar geworden. Roz versucht nun durch genaue Recherchen und Interviews mit Olive, ihren alten Bekannten, sowie ehemaligen Ermittlern, die Hintergründe der grausamen Tat aufzuklären.

    Meine Meinung

    Der Schreibstil des Buches ist meiner Meinung nach sehr gut, da man den Charakteren gut folgen kann und er angenehm Zukunfts verheißend und Spannungs erzeugend ist.
    Die Charakterzeichnung ist vornehmlich gut gelungen und durchaus interessant und vielseitig. Die Darstellung der Protagonisten ist allerdings meiner Meinung nach vollkommen misslungen. Zuerst einmal kritisiert sie die teilweise ausländerfeindliche (Mr. Hayes) oder homophobe (Olive) Aussagen ihrer Mitmenschen nicht, obwohl sie diese als politisch inkorrekt erkennt. Es handelt sich also nicht einfach um einen von ihr vertretenen (wenn auch falschen) Standpunkt, sondern schlicht um eine charakterliche Schwäche ihrerseits. Auch ihre Liebesbeziehungen sind komplett verkorkst. Die körperliche Gewalt, die ihr durch ihren Exmann angetan wird, wird einfach durch eine unrechtmäßige Verurteilung seiner Person ihrerseits relativiert und gerechtfertigt. Auch ihre Beziehung zu Hal ist durch eine eigenartige körperliche Spannung geprägt, welche teils auch gewalttätig anmutet. Aber auch ihr teils unpassend eingesetztes flirten wirkt eigenartig konstruiert und gestellt. Ich habe nichts gegen die Darstellung schwacher oder fehlerhafter Personen in Büchern, diese sind sicherlich die Interessantesten, allerdings sollte diese als solche erkennbar sein und nicht unhinterfragt akzeptiert werden.
    Die Plot-Entwicklung ist für mich, trotz interessantem Beginn, wachsend enttäuschend und langweilend. Die tatsächliche Auflösung behandelte letztendlich nicht, wie versprochen, menschliche Abgründe, sondern Motivationen, die wesentlich leichter greifbar und stumpfer sind, wie Geldgier oder Ignoranz. Das Beste war hier sicher noch der Plot Twist im Epilog, dieser wird, ohne durchdachte Ausführung und Komplexität, natürlich keiner guten Aufklärung gerecht.
    Insgesamt war der Roman angenehm zu lesen und durchaus nicht uninteressant, die Schwächen der Charakterdarstellung und Plot-Entwicklung sind jedoch sehr schwer zu ignorieren.

  14. Cover des Buches Rumo & die Wunder im Dunkeln (ISBN: 9783328601906)
    Walter Moers

    Rumo & die Wunder im Dunkeln

     (1.104)
    Aktuelle Rezension von: Eva-Marie_Kwade

    Im Buch begleitet man den Wolpertinger Rumo auf seinem Lebensweg. 

    Zuerst entdeckt er das Kämpfen für sich und befreit damit seine Freunde und andere Lebewesen von den Teufelsfelsen. Danach wird er von seinem neuen Freund Smeik ein Stück seines Weges begleitet, bis Rumo den "Silbernen Faden" entdeckt. Dieser führt ihn nach Wolperting, eine Stadt nur für Wolpertinger. Dort geht er zu Schule und lernt Rala, eine wunderschöne Wolpertingerin kennen. Sie ist sein silberner Faden. Um ihr seine Liebe zu beweisen, möchte er ihr eine selbstgemachte Schatulle aus dem gefährlichen Nurnenwald schenken. Nach seinem "Ausflug" dorthin sind jedoch alle Wolpertinger verschwunden. Rumo fackelt nicht lange und will seine neuen Freunde wieder finden und befreien. Auf dem Weg nach Hel, die Hauptstadt von Untenwelt erlebt er wieder eine Menge spannender Dinge und kann letzendlich seine Freunde (auch Smeik, der zufällig auch gekiddnaped wurde) aus den Fängen vom irren König Gaunab befreien. Natürlich befreit er auch seine Rala. In Wolperting zurück kommt es zu einem tollen Happy End.

    Ich fand es so schön Rumo zu begleiten und musste so manches Mal schmunzeln, dass Rumo zum Beispiel nicht wusste, dass es auch weibliche Geschöpfe gibt :) Manchmal ist es jedoch recht schwer die Zamonien-Bücher von Walter Moers zu lesen, da der Schreibstil ein wenig "gewöhnungsbedürftig" ist. 

    Die Handlung war sehr spannend. Manchmal konnte ich lachen und manches mal war es sehr herzzereißend. 

    Die Charaktere fand ich alle genial und vom Autor gut ausgearbeitet und beschrieben. 

    Das Buch würde ich jedem empfehlen, der mal wieder in eine fantastische, außergewöhnliche Welt abtauchen möchte. Jedoch darf man nicht außer Acht lassen, dass dies kein Kinderbuch ist.

  15. Cover des Buches Groß & Fett (ISBN: 9783965841031)
    Maria Groß

    Groß & Fett

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Eine Entertainerin und eine Köchin haben sich zusammengetan, um in einem Podcast gemeinsam zu kochen und dazu nun ein Buch veröffentlicht, das beides - ihre Gespräche und Rezepte - widerspiegelt.

    Wer den Podcast kennt, wird sich sicher über Zusatzmaterial, wie die Vorgeschichte zu dessen Entstehen, freuen. Wer vorher nichts davon gehört hat, könnte, in Anbetracht der leicht überdreht wirkenden Textpassagen, in denen die eine Handwerkliches erfragt („Okay, Maria, wunderbar. Aber das musst du mir noch mal genau erklären.“) und die andere ihren Erfahrungsschatz teilt („Lieber mutig beim Würzen, als ein belangloses Etwas auf den Teller zu legen!“), etwas irritiert sein.

    Das Ziel aber, einfach und schnell gutes Essen zuzubereiten, gelingt mit der Auswahl an Rezepten aus den Kategorien kleine Gerichte, Vegetarisches, Fleisch / Fisch und Desserts. Die Köchin Maria Groß verwendet dabei bestimmte Grundzutaten (wie Butter), die am Seitenrand als Zeichnung neben jedem Rezept wiederkehren. Die Speisen sind ansehnlich hergerichtet und machen Lust zum Nachkochen.

  16. Cover des Buches Der Professor (ISBN: 9783257061079)
    Amélie Nothomb

    Der Professor

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Sue789

    Das vorliegende Buch handelt von einem Professor, der vor kurzem mit seiner Frau auf ein Dorf gezogen ist. 

    Es wird erzählt wie das in die Jahre gekommene Paar sich kennen und lieben gelernt hat und nun gemeinsam den wohlverdienten Ruhestand genießen wollen. Beide haben seit jeher ganz genaue gemeinsame Vorstellungen ihres letzten Lebensabschnittes und wollen diesen nun in ihrem neu erworbenem Haus mit Grundstück frönen.

    Allerdings macht ihnen ein unvorhergesehenes Problem große, wenn nicht so gar riesige Schwierigkeiten.

     

    Am Anfang wunderte ich mich etwas über den voraussichtlich erwarteten Inhalt, da dieser vermeintlich langweil daher schritt.

    Dieses Gefühl wurde aber schnell durchbrochen und ich wurde als Zuschauer vollumfänglich in meiner Neugierde ausgenutzt - schon war ich im Sog, ich wollte einfach wissen wie es weiter geht, wie es ausgeht.

     

    Ein sehr unterhaltsames Buch obwohl es eigentlich einen kleinen Schauplatz hat und eigentlich auch recht wenig passiert. 

    Im Inneren steckt jedoch weit mehr Tiefe.

    Der Autor beschreibt sehr ausführlich die Beweggründe bzw. Hintergründe und Verhaltensweisen aller handelnden Personen, so dass man immer wieder zum Nachdenken angeregt wird und ein Einfühlungsvermögen und Verständnis entwickelt. Die Charakterdarstellung offenbart ausführliche Persönlichkeitsprofile wodurch man ganz leicht in die Geschichte hinein gleitet und diese durchlebt.

    Auch der Gesellschaft und unseren gesellschaftlichen Zwängen wird immer wieder der Spiegel vorgehalten, allerdings ohne diese abzuwerten - es wird nur aufgezeigt, bewerten muss der Leser dies schon selbst.

    Dieses Buch ist solide aufgebaut und absolut empfehlenswert!!

    Die Charakterdarstellung ist brillant und durchdacht, ebenso die Handlung.

    Ich kannte die Autorin nicht und das, in diesem Buch bediente Genre ist auch absolut nicht mein bevorzugtes. Zwar kann ich mit einigen, wenn auch spärlichen Erfahrungen glänzen, die mir Ingrid Noll beschert hat.

    Ich werde eigentlich auch in Zukunft nichts in diesem Genre lesen wollen - doch dieses Buch hat mich mal wieder überzeugt auch Neues zu probieren!

  17. Cover des Buches Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao (ISBN: 9783596188628)
    Junot Díaz

    Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Ginevra
    Auf dieses Buch mit dem ungewöhnlichen Titel war ich schon lange gespannt, denn schließlich erhielt es 2008 den Pulitzer-Preis und wird auf dem Umschlag angekündigt als: "Gabriel García Márquez auf Speed" - brilliant erzählt, erschütternd traurig, usw. usf. ... 

    Zu Beginn dieser rasanten, tragischen und bissigen Familienchronik lernen wir unseren Helden Oscar kennen, einen echten Nerd auf einer US-amerikanischen High School. Sein Zimmerkollege Yuniór ist total genervt von seinen ständigen Zitaten aus seinen Superhelden-Comics. Oscar schreibt seitenweise Science Fiction und möchte der dominikanische Tolkien werden. Doch zuvor muss er noch eins: seine Unschuld verlieren.

    Doch Oscar steht unter einem seltsamen Fluch, dem "fukú", der ihn und seine Ahnen seit Jahrzehnten zu verfolgen scheint. Oder wie sollte man sonst die unbändige Wut seiner Mama Béli, verschwundene Männer und Rückkehrer mit brutalen Verletzungen erklären? Etwa mit der Willkür des Diktators Trujillo, der die Dominikanische Republik von 1930 - 1961 beherrschte? 

    Durch Oscars Familie zieht "El Jefe" Trujillo eine blutige Schneise, denn die Offiziere und der Diktator selbst nehmen sich alles, was sie wollen, besonders junge Frauen. Sie zerstören ihre Seelen und damit auch die nachfolgenden Generationen. Doch darüber offen zu sprechen kann auch heute immer noch gefährlich sein. Das muss unser Held am eigenen, unschuldigen Leib erfahren...

    Fazit: eine außergewöhnlich erzählte Familienchronik, fesselnd, politisch engagiert, erschütternd und berührend. Mich haben die Ankündigungen jedenfalls nicht enttäuscht, deshalb: 5 von 5 Sternen!
  18. Cover des Buches Sieben Tage ohne (ISBN: 9783462045123)
    Monika Peetz

    Sieben Tage ohne

     (211)
    Aktuelle Rezension von: beetletin

    Die Dienstagsfrauen 

    von Monika Peetz


    Roman 1 : Die Dienstagsfrauen

    Roman 2 : Sieben Tage ohne

    Roman 3 : Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben


    Oh was für herrliche Romane. Ich habe alle 3 Bücher hintereinander verschlungen. Ich habe gelacht und geweint. Da ich vorher keine Verfilmung gesehen habe, konnte ich voreingenommen an die Sache ran gehen.

    Und ich empfehle jedem, diese Reihe wirklich in Chronologischer Reihenfolge zu lesen.

  19. Cover des Buches Die Täuschung (ISBN: 9783734110283)
    Charlotte Link

    Die Täuschung

     (512)
    Aktuelle Rezension von: Fa3ien

    Konnte das Buch nicht mehr weglegen. Viele Kurzgeschichten, welche anfangs zusammenlos wirken und am Schluss ein gemeinsames Ende haben. 

  20. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783869522807)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    In diesem Band begeben wir uns in die wundersame und gruselige Welt der magischsten (und entrücktesten?) Lebewesen Zamoniens: den Schrecksen...

    Vornehmlich geht es aber um die kleine Kratze Echo (Kratzen sind Katzen, die alle [Tier-]Sprachen der Welt sprechen können), der nach dem Tod seines Frauchens auf den Straßen der "krankesten Stadt Zamoniens", Sledwaya, ein Bettlerdasein führt. Eines Tages findet ihn der Schrecksenmeister der Stadt (ein Schrecksenmeister reguliert die Schrecksen, damit Bürger keinem Scharlatan aufsitzen) und bietet ihm einen Deal an: Er, Succubius Eißpin, wird Echo einen Monat lang mit den deliziösesten und ausgefallensten Köstlichkeiten verwöhnen und ihn in die Geheimnisse seiner Alchimie einweihen. Wenn Echo dann schön fett und rund ist, bringt er ihn um und verwendet das wertvolle Kratzenfett für seine Experimente.

    Echo, kurz vorm Hungertod, willigt ein und die beiden erleben einen ereignisreichen Monat zusammen. Doch natürlich wacht Echos Überlebensinstinkt auf und so macht sich die kleine Kratze daran, ihr Leben zu retten...



    Ich hatte gehofft, dass die Flucht schnell gelingt und man noch etwas über Echos Leben außerhalb Sledwayas erfährt, aber Moers / Mythenmetz verwendet wie immer viel Zeit auf explizite Beschreibungen und diverse Beispiele - die Details der Zubereitung der Mahlzeiten, die Vorgänge in dem Labor, die Beschreibungen der Monstrositäten in Eißpins Schloss.

    Sollte ich die Zamonien-Romane nach Gefallen ordnen, so wäre der Schrecksenmeister an vorletzter Stelle (vor "Ensel und Krete"). Ich hatte mir aufgrund des Titels mehr über die Geschichte und Machenschaften der Schrecksen gewünscht, jene gehasst / gefürchtete Spezies, über die bisher immer nur Mythen und Andeutungen in den Büchern herrschen.

    Dennoch bietet auch "Der Schrecksenmeister" wieder wunderbare Stellen, die ich gerne in meinen Zitatenschatz aufnehmen und an die ich mich erinnern werde.
  21. Cover des Buches Die Bibel. nach der Übersetzung Martin Luthers, mit Apokryphen. Standardausgabe in alter Rechtschreibung (ISBN: 9783438015716)
    Martin Luther

    Die Bibel. nach der Übersetzung Martin Luthers, mit Apokryphen. Standardausgabe in alter Rechtschreibung

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Huebner
    Ein sehr kluges, inspirierendes Buch. Man muss nicht religiös sein, um die BIBEL zu mögen. Ich liebe sie, weil sie mich inspiriert, mich staunen lässt und mich so oft wütend macht. Ich liebe den Übersetzungsstil Luthers, die vielen Konjunktionen machen das ganze zu etwas Selbstverständlichem. Ich bin zur Bibel erst durch die Arbeit als Lehrerin und Autorin gekommen - Deutschunterricht und Historische Romane schreiben, geht einfach nicht ohne Bibel (man nehme Brechts "Galilei", Lessings "Nathan" oder Celans "Todesfuge"). Da stecken unglaubliche Geschichten drin, auf denen Jahrhunderte von Literatur, Musik, Bildende Kunst und sogar Architektur gebaut haben, das hat kein anderes Buch bisher vermocht. (I. Hübner)
  22. Cover des Buches Ein Sommer aus Stahl (ISBN: 9783608938982)
    Silvia Avallone

    Ein Sommer aus Stahl

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Dieser Roman ist zwar leicht zu lesen, aber wahrlich keine leichte Kost. Er ist verstörend, schmutzig, traurig, brutal, aber auch schön, hoffnungsvoll und poetisch. Es geht um Freundschaft und Liebe, um Kinder und Eltern, um Brüder und Schwestern, um Kindheit, Jugend und das Erwachsenwerden, um Arbeit und Spaß, um Verantwortung und Sorglosigkeit. Kurz: Es geht um das Leben in all seinen Facetten. Dabei ist er so ehrlich geschrieben, dass es manchmal wirklich weh tut. Mich hat er sehr beeindruckt!
  23. Cover des Buches Scherenschnitte (ISBN: 9783442464739)
    Walter Satterthwait

    Scherenschnitte

     (60)
    Aktuelle Rezension von: lesemauzi22
    Das buch ist echt der wahnsinn.
    es reißt einen mit und es ist sehr interessant die arbeit der detektive mitzuverfolgen.
    auch die sicht vom täter ist sehr spannend.


    einfach empfehlenswert.
  24. Cover des Buches Epidemie (ISBN: 9783038802013)
    Åsa Ericsdotter

    Epidemie

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Ich lese sehr gerne Politthriller und wenn sie aus Skandinavien kommen, habe ich besondere Freude daran. 

    Die Idee des Buches:   Schweden hat zu viele Übergewichtige ( so wird es auf jeden Fall vermittelt )  und die neue Gesundheitspartei setzt sich für ein schlankes und gesundes Schweden ein.  In den ersten vier Jahren haben sie schon Erfolge zu feiern, weil sich viele der neuen "Gesinnung" anpassen und sich schlank trainieren, mit Appetitzüglern den Magen beruhigen oder sich gleich ein Magenband einsetzen lassen.  Sogar in der Schule wird schon auf die Kinder eingewirkt.  Als die nächste Wahl ansteht, geht der Ministerpräsident auf`s Ganze. Alle Fettleibigen (  ein Fett-Muskel-Quotient über 50 ) sollen verschwinden. Offiziell werden sie in Fett-Camps fit gemacht. In Wahrheit werden sie wie fette Schweine behandelt ....

    Einer der Protagonisten kann seine Freundin aus den Fängen der Regierung befreien und danach  setzt er alles daran, diesem Treiben ein Ende zu bereiten. 

    Ich finde die Idee des Buches gut und die Autorin hat es geschafft ein bedrückendes Bild zu zeichnen.   Die Geschichte ist nicht wirklich spannend, aber das würde hier auch gar nicht passen.  Beim Lesen dachte ich, dass sich die Handlung in die Länge zieht, aber im Nachhinein ist der ruhige Erzählton genau passend.   Man muss es aushalten. 

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