Bücher mit dem Tag "fiction"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fiction" gekennzeichnet haben.

122 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

    (4.707)
    Aktuelle Rezension von: Mi-ka-do

    Liesel Meminger wächst in einer Zeit auf, in der Angst, Verlust und politische Unterdrückung zum täglichen Leben gehören. Nachdem sie bei dem Ehepaar Hubermann ein neues Zuhause gefunden hat, entdeckt sie nach und nach ihre Leidenschaft für Geschichten. Bücher werden für Liesel zu einem Zufluchtsort, aber auch zu einer Möglichkeit, anderen Menschen Trost und Hoffnung zu schenken.

    Besonders eindrucksvoll fand ich die Entscheidung, den Tod als Erzähler auftreten zu lassen. Er betrachtet das Geschehen mit einer eigenwilligen Mischung aus Distanz, Mitgefühl und trockenem Humor. Dadurch erhält der Roman eine Atmosphäre, die sich nur schwer mit anderen Büchern vergleichen lässt. Die vielen sprachlichen Bilder und eingeschobenen Bemerkungen unterbrechen allerdings immer wieder den Erzählfluss. Daran musste ich mich zunächst gewöhnen. Auch dass zukünftige Ereignisse teilweise vorweggenommen werden, hat mir anfangs etwas von der Spannung genommen. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind dagegen toll entwickelt.

    Mich hat vor allem beeindruckt, wie das Buch kleine Augenblicke der Wärme vor einem grausamen historischen Hintergrund sichtbar macht. Hilfsbereitschaft, Zuneigung und stiller Widerstand stehen einer Welt gegenüber, die zunehmend von Gewalt und Menschenverachtung bestimmt wird. Gerade dieser Gegensatz macht Liesels Geschichte irgendwie anstrengend und  schmerzhaft und doch zugleich hoffnungsvoll.

    Manche Abschnitte hätten für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen kürzer ausfallen können. Trotzdem ist Die Bücherdiebin ein außergewöhnlicher Roman, der seine Wirkung langsam entfaltet und besonders durch seine Figuren, seine Sprache und seine nachdenkliche Sicht auf den Menschen überzeugt. Das Buch hat mich emotional voll abgeholt und auch noch eine Weile nachgeklungen.

  2. Cover des Buches Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) (ISBN: 9783551322814)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)

    (19.575)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist ein wunderbarer Einstieg in die magische Welt von Hogwarts. J. K. Rowling schafft es, eine spannende, fantasievolle und zugleich sehr zugängliche Geschichte zu erzählen, die sofort Lust auf mehr macht. Besonders stark sind die Hauptfiguren: Harry wirkt sympathisch und neugierig, Ron bringt viel Humor und Herz in die Geschichte, und Hermine überzeugt mit Klugheit und Entschlossenheit. Auch Dumbledore sorgt mit seiner ruhigen, geheimnisvollen Art für eine besondere Atmosphäre, während Snape von Anfang an Spannung und Rätselhaftigkeit in die Handlung bringt.

    Die Welt ist liebevoll aufgebaut, die Figuren sind gut unterscheidbar, und das Abenteuer entwickelt schnell seinen eigenen Zauber. Ein Stern Abzug, weil manche Passagen noch etwas kindlich und geradlinig wirken — was für den Auftakt aber völlig passend ist. Insgesamt ein sehr gelungener, magischer Roman mit großem Charme.

  3. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.968)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Das Buch kaufte ich trotz des seltsamen Titels, weil ich Geschichten aus Skandinavien mag und es außerdem „das beliebteste Buch des Jahres“ war. Der Klappentext macht neugierig und verspricht eine „herrlich komische Lebensgeschichte“ aus Schweden.
    Ein alter Herr flieht an seinem hundertsten Geburtstag aus dem Altenheim, was vorstellbar ist. Den Anfang fand ich lustig, doch recht schnell ging mir die schnoddrige Erzählart des Autors auf die Nerven. Es gibt mehrere Morde, die wie ein beiläufiger Witz beschrieben werden, ebenso die Weltpolitik der letzten hundert Jahre. Diese absurde Überheblichkeit ertrug ich nicht lange und brach das Lesen ab.

     

  4. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783328111368)
    George Orwell

    1984

    (4.333)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich muss sagen, 1984 hat mich wirklich umgehauen. Anfangs habe ich das Buch allerdings missverstanden, weil ich den ersten Teil als recht langweilig empfand. Ich konnte mich in die Hauptfigur Winston Smith überhaupt nicht hineinversetzen. Er wirkte auf mich eher distanziert und schwer greifbar, sodass ich keine Bindung zu ihm aufbauen konnte.


    Der Fehler lag aber nicht an der Erzählweise, sondern bei mir. Ab dem zweiten Teil begann ich, das Buch besser zu verstehen, und im dritten Teil wurde mir dann endgültig klar, warum es einen beinahe makellosen Ruf hat – daher auch meine Bewertung von fünf Sternen.


    Im ersten Teil lernen wir die Partei kennen: ein System mit einer völlig eigenen Denkweise, eine Diktatur mit monotoner, strikt vorgegebener Lebensweise. Selbst die Sprache wird kontrolliert – durch „Neusprech“, das gezielt Wörter aus dem Wortschatz entfernt, um das Denken zu beeinflussen und kritische Gedanken unmöglich zu machen. Diese Idee wirkt deshalb so eindringlich, weil sie nicht rein fiktiv erscheint. Formen von Kontrolle, Propaganda und gelenktem Denken gab es schon lange vor unserer Zeit. Betrachtet man etwa das Römische Reich, das vor rund zweitausend Jahren seine Blütezeit erlebte, oder das Achämenidenreich, das bereits etwa 550 v. Chr. entstand, sowie das noch ältere Altes Ägypten, dessen Geschichte über drei Jahrtausende zurückreicht, erkennt man, dass Machtstrukturen und der Einfluss auf Denken und Gesellschaft keine neuen Phänomene sind.


    Im zweiten Teil kommt die menschliche Komponente hinzu: Winston verliebt sich in Julia. Die Beziehung ist verboten, und beide erkennen, wie sehr sie das vorgeschriebene Leben hassen. Sie lehnen sich innerlich gegen die Partei auf und träumen davon, Teil einer „Bruderschaft“ zu werden – eines möglichen Widerstands, von dem niemand sicher weiß, ob es ihn überhaupt gibt. Wir erleben hier andere Werte, den Drang nach Freiheit, nach Selbstbestimmung und danach, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig zeigt der Roman aber auch, wie viel Kraft es einem Menschen geben kann, nicht mehr allein zu sein, sondern zu zweit, und was Liebe bewirken kann, aber auch, wie blind sie machen kann. Der Übergang vom nüchternen ersten Teil zur emotionalen Tiefe im zweiten ist ein äußerst geschickter erzählerischer Schachzug.


    Auch O’Brien tritt hier stärker in Erscheinung und ist für mich einer der gefährlichsten Charaktere des Buches. Ohne zu viel vorwegzunehmen, lässt sich sagen, dass er eine Position vertritt, die die Ideologie der Partei in ihrer reinsten und zugleich erschreckendsten Form widerspiegelt.


    Im dritten Teil erleben wir schließlich kein Happy End, sondern eine schonungslose Konsequenz. Winston und Julia werden gefangen genommen und „umerzogen“, und diese Umerziehung funktioniert. Winston wird gebrochen. Er wird zu dem Menschen, den die Partei aus ihm machen will, bis er am Ende sogar den Big Brother liebt.


    Für mich ist dieses Buch ein absolutes Meisterwerk, das zeitlos ist und unabhängig von der Epoche, auf die man blickt, immer eine beklemmende Aktualität besitzt.


    Zum Abschluss noch mein Lieblingszitat aus dem Buch:


    „Man errichtet keine Diktatur, um eine Revolution zu verhindern. Man macht die Revolution, um die Diktatur zu errichten. Das Ziel von Verfolgung ist Verfolgung. Das Ziel von Folter ist Folter. Das Ziel von Macht ist Macht.“

  5. Cover des Buches Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter 2) (ISBN: 9783551322821)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter 2)

    (11.574)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    „Die Kammer des Schreckens“ ist ein gelungener zweiter Band, der die Welt von Harry Potter spürbar erweitert und dabei den Ton des ersten Buches beibehält. Mit 3,5 Sternen fällt die Bewertung etwas zurück gegenüber Band 1 mit 4 Sternen, was vor allem daran liegt, dass der erste Teil noch stärker vom Staunen über die neue Zauberwelt lebt. Hier ist vieles bereits vertrauter, dadurch wirkt der Überraschungseffekt etwas kleiner — aber die Geschichte bleibt spannend und atmosphärisch dicht.

    Harry steht wieder im Mittelpunkt als neugieriger, mutiger und manchmal etwas zu leichtsinniger Held. Gerade das macht ihn nahbar: Er will unbedingt herausfinden, was hinter den seltsamen Ereignissen an der Schule steckt, und wächst dabei weiter über sich hinaus. Ron bringt wie gewohnt Humor und Loyalität in die Geschichte, ist aber nicht nur der lustige Begleiter, sondern auch ein echter Freund, auf den man sich verlassen kann. Hermine bekommt ebenfalls mehr Raum und zeigt erneut, wie wichtig Wissen, Klugheit und Hartnäckigkeit sind. Sie ist oft der rationalste Kopf der Gruppe und wirkt dadurch besonders stark.

    Snape bleibt eine der interessantesten Figuren: streng, scharfzüngig und undurchsichtig. Selbst wenn er nicht immer im Vordergrund steht, sorgt seine Präsenz für eine ständige Spannung. Draco trägt mit seiner arroganten, provokanten Art weiterhin zur Reibung bei und erfüllt gut die Rolle des Gegenspielers im Schulalltag. Dobby bringt dagegen eine ganz andere Note in die Geschichte: tragisch, eigenwillig und zugleich irgendwie liebenswert. Er sorgt für viele der ungewöhnlichen und auch ernsten Momente des Bandes und bleibt als Figur im Gedächtnis. Gilderoy Lockhart wiederum ist eine herrlich überzeichnete Erscheinung — selbstverliebt, eitel und komisch, aber auch wichtig für die Dynamik der Handlung. Er lockert die Geschichte auf und sorgt gleichzeitig dafür, dass hinter seinem glänzenden Auftreten schnell mehr Schein als Sein sichtbar wird.

    Der Inhalt ist insgesamt klassisch aufgebaut: ein neues Schuljahr, merkwürdige Vorfälle, Gerüchte, Angst und das langsame Zusammensetzen der Hinweise. Ohne zu viel zu verraten, lebt die Geschichte stark von der Frage, was wirklich hinter den Ereignissen steckt und welche Rolle alte Geschichten und Vorurteile dabei spielen. Gerade das macht den Band spannend: Er ist nicht nur ein Abenteuer, sondern erzählt auch von Freundschaft, Mut und dem Umgang mit Angst.

    Insgesamt ist „Die Kammer des Schreckens“ ein unterhaltsamer, gut gebauter Fortsetzungsband, der die Figuren vertieft und die Welt weiter ausbaut. Nicht ganz so frisch und überwältigend wie Band 1, aber immer noch sehr lesenswert und für Fans der Reihe absolut lohnend.

  6. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783462005103)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

    (5.460)
    Aktuelle Rezension von: Dennis_Moeller

    Bei "Der Schwarm" weiß ich gar nicht wie und wo ich anfangen soll. Vermutlich muss ich ein wenig ausholen. 

    1. Eigentlich war ich schon immer eine Leseratte. Als Kind "Das lustige Taschenbuch", "Asterix & Obelix", die Reihe um "Bert's gesammelte Katastrophen", "Komissar Kugelblitz" und viele andere "Klassiker". Nach Jahren der Pause, Fußball und Freunde waren wichtiger, fing ich während meines Studiums, vom Kommilitonen angetrieben, wieder mit (skandinavischen) Thrillern. Da ich über 18 Monate täglich bis zu zwei Stunden in Zügen verbrachte, kam ich hinterher auf eine gute Lesequote. Als ich vom Studium in den Beruf wechselte, verlor ich das Lesen wieder aus den Augen. 

    2. Als ich bei eben diesem Kommilitonen und seiner Freundin Zuhause war, unterhielten wir uns über Bücher. Natürlich musste ich Farbe bekennen und berichtete, dass ich mal wieder lange nichts gelesen hätte. Da sagte seine Freundin zu mir ich solle doch bitte bitte "Der Schwarm" lesen. Es sei soooo gut und sie habe es kaum aus der Hand legen können. Zunächst skeptisch aber schließlich  vertrauensvoll in diesen Tipp, habe ich das Buch bestellt, um mir die knapp 1000 Seiten an einem ruhigen Sonntag reinzuziehen ;-)

    3. Nicht ganz Sonntag, aber der zweiwöchige Urlaub in der Dominikanischen Republik könnte doch ein angemessener Anlass sein. Ja, was war? Überspritzt gesagt lag ich bei 30 Grad zwei Tage am Pool und habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Die Seiten sind noch heute vom Wasser leicht angewellt. Der Urlaub war 2021 und seit ich "Der Schwarm" gelesen habe, bin ich wieder Buch addicted. Nicht direkt wie heute 40+ im Jahr, aber der Gedanke, was es für starke Schriftsteller und Geschichten gibt, lässt mich jedes Mal neu in die Buchhandlung gehen. 

    Langes Intro, nun zum Buch. Ich weiß noch genau, wie ich nach den ersten 200-300 Seiten gedacht habe, wie jemand eine derartige Recherchearbeit in Mikro- und Meeresbiologie leisten kann. Wahnsinn Frank Schätzing. Dazu spannend, spannend, spannend ohne plump zu sein, wissenschaftlich korrekt und nachvollziehbare Personen und Personenhandlungen (hat man auch nicht immer) und und und. Die Liste der positiven Eigenschaften ist fast endlos.  

    Passend zur Story gab es zu der Zeit vermehrte Orca- und Walangriffe auf Schiffe sowie Segelboote. Es war also 2021 auch noch brandaktuell - ja, ist es heute auch noch, aber diese Ereignisse machten mein Leseerlebnis nochmal extra besonders. So wie ich hier gerade schreibe, könnte ich es mal wieder zur Hand nehmen. So wie ich auf der Sonnenliege lag, habe ich mich auf eine tolle Verfilmung gefreut á la "The Abyss". Bekommen hat das Buch eine viertklassige ZDF-Serie. Schade.  

  7. Cover des Buches Die Flüsse von London (ISBN: 9783944668475)
    Ben Aaronovitch

    Die Flüsse von London

    (1.950)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilner

    „ᴅɪᴇ ꜰʟüꜱꜱᴇ ᴠᴏɴ ʟᴏɴᴅᴏɴ“ ist der erste Teil der Peter Grant Reihe die inzwischen bereits 10 Teile hat

    Im ersten Teil landen wir direkt mitten im Geschehen und während Peter Grant alles sehr unaufgeregt hinnimmt was da so an teils wirklich abstrusen Dingen passiert muss ich gestehen dass ich mir etwas schwer getan habe ins Buch zu kommen und alles irgendwie zu verstehen was da so passiert …

    es wird zwar im laufe des Buches nicht weniger abstrus oder schräg aber ich bin dann doch immer besser rein gekommen und da ich ja schwarzen Humor mag möchte ich das Buch schlussendlich doch sehr gerne und werde die Reihe auch weiterverfolgen

    Auf jeden Fall ist es mal eine andere Art von Fantasy mit anderer Magie und ganz neuen magischen Wesen

    dranbleiben lohnt sich also meiner Meinung nach

    kennt ihr die Reihe?

  8. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499013225)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

    (3.461)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Buttgereit

    Daniel Kehlmann macht aus Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß keine Denkmäler. Er setzt sie in Bewegung – den einen unermüdlich durch Landschaften, Höhen und politische Zumutungen, den anderen widerwillig durch das eigene Leben und die Zumutungen anderer Menschen. Aus dieser Gegenüberstellung gewinnt der Roman seine Komik, aber auch seine Melancholie.


    Die eigentliche Pointe liegt darin, dass beide Männer die Welt vermessen wollen und dabei an ihr vorbeileben. Humboldt sammelt Erfahrungen bis zur Selbstüberforderung; Gauß zieht sich in den Kopf zurück und hält die Wirklichkeit für eine lästige Störung seiner Berechnungen. Kehlmanns nüchterner, leicht schräg gerückter Ton nimmt ihren Ruhm ernst, ohne ihn ehrfürchtig zu behandeln.


    Dass die historischen Figuren keine biografisch getreuen Porträts sein wollen, ist Stärke, nicht Mangel: Der Roman arbeitet mit ihnen als literarischen Möglichkeiten. Manche Zuspitzung ist bewusst anekdotisch, doch die Sprache bleibt so präzise und leichtfüßig, dass selbst Gedanken über Messung, Fortschritt und Größenwahn erzählerischen Zug bekommen. Ein kluger, sehr komischer und zugleich erstaunlich trauriger Roman.

  9. Cover des Buches Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen (ISBN: 9783453275058)
    Jennifer L. Armentrout

    Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen

    (1.066)
    Aktuelle Rezension von: Igniswing

    Ich liebe es.
    Ganz ehrlich, ich liebe die gesamte Reihe (was bisher erschienen ist)

    Holt euch die Bücher oder Hörbücher, lest/hört sie und ihr werdet es lieben!
    (Außer ihr mögt kein Fantasy oder Romance, dann könnte das vielleicht doch nichts für euch sein)

    Jeder der ACOTAR, TOG, Fourth Wing oder was sonst so gerade in den Genres trendet mag und liebt,
    wird auch diese Reihe einfach nur lieben!

    Ich persönlich mag die Reihe auch mehr, als ACOTAR und vielleicht sogar mehr als TOG oder Fourth Wing, aber nur vielleicht. Bei den letzten beiden bin ich mir noch nicht sicher. Vielleicht teilen Sie sich den Platz auch einfach. 

    Es ist spannend, großartig geschrieben und hat ordentlich Dramatik. Es hat mich gefesselt und ich hatte das Buch schlussendlich in einem Tag durch.

  10. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

    (603)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Frank Schätzings Roman spielt in einer nahen Zukunft, in der Raumfahrt, Energiehunger und Überwachung ineinandergreifen. Ich begleite eine Reise zum Mond – Prestigeprojekt und Versuchslabor –, während auf der Erde Konzerne, Dienste und Hacker um die Vorherrschaft über Energien ringen. Helium-3 gilt als Heilsversprechen, doch je höher die Visionen steigen, desto sichtbarer werden Abhängigkeiten, Spannungen und Grenzen der Machbarkeit. (Mehr: https://love-books-review.com/de/limit-von-frank-schaetzing/ )

    Mich reizt die Doppelstruktur: Lunar-Tour und ein bodennahes Ermittlungsnetz, das über globale Schauplätze führt. Die Kapitel wirken filmisch, mit Beschreibungen von Technik, Interfaces und Räumen; ich spüre die Kälte der Algorithmen und den dünnen Atem der Mondoberfläche. Während Drohnen, Daten und Deals den Takt bestimmen, geraten die Figuren in moralische Engpässe: Wie weit darf Fortschritt gehen, wenn seine Kosten Menschen verschleißen?

    Schätzing verbindet Detail und Spannung zu einer Kritik am Glauben an grenzenloses Wachstum. Ich lese darin keine Flucht, sondern Erzählung über Verantwortung: Innovation braucht Regeln, sonst kippt sie in Raubtierlogik. Trotz des Tempos bleibt Raum für Staunen – über Ingenieurskunst und Sehnsucht, die Erde von außen zu sehen. Zugleich empfinde ich Beklemmung, weil Macht in Netzen zirkuliert, die niemand kontrolliert.

    Limit hinterlässt mich elektrisiert und nachdenklich: ein Panorama aus Weltraumglanz und irdischer Schattenökonomie, das fragt, wo Fortschritt endet – und Menschlichkeit beginnen muss.

  11. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

    (2.562)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt: 

    Als der 16-jährige Miles auf das Internat Culver Creek wechselt ahnt er nicht, welch unvergesslichen, aufregenden, glücklichen, dramatischen und traurigen Momente ihm bevorstehen. Er findet neue Freunde, die immer für ein Abenteuer zu haben sind und mit denen er das Leben in vollen Zügen genießt. Besonders die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Alaska hat es Miles angetan...

    Aber mir fehlte der Mut, und sie hatte einen Freund, und ich war linkisch, und sie war wunderschön, und ich war hoffnungslos langweilig, und sie war unendlich faszinierend. (S. 122)

    Meine Meinung:

    Mit Miles hat man einen sehr sympathischen und nahbaren Protagonisten in dessen Gefühls- und Gedankenwelt man sich sehr gut hineinversetzen kann. Weder Miles noch seine Freunde wirken austauschbar. Sie alle werden in einer Weise beschrieben, die dafür sorgt, dass sie einem beim Lesen als Menschen mit Persönlichkeit und Charakter erscheinen. Man erfährt von ihren Stärken, Schwächen und Eigenheiten, wodurch sie beim Lesen lebendig werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein besonderes Interessensgebiet, das es Miles angetan hat: Er ist fasziniert von den allerletzten Worten, die berühmte Persönlichkeiten unmittelbar vor ihrem Tod gesagt haben. Dieses interessante und ungewöhnliche Thema ist mir zuvor noch in keinem anderen Buch begegnet.

    Eine große Stärke des Buches ist das Lebensgefühl, das die Geschichte versprüht. Wie die Jugendlichen neue Freundschaften schließen, sich verlieben, Streiche planen, gegen Internatsregel aufbegehren und welche Träume, Hoffnungen, Sorgen und Ängste sie haben wird sehr lebendig beschrieben.

    Bereits zu Beginn des Buches steht fest, dass ein einschneidendes und bedeutsames Ereignis bevorsteht: Jedes der kurzen Kapitel beginnt nämlich mit den Worten „X Tage davor“. Der besagte Tag rückt unaufhaltsam näher und man ist gespannt welches Ereignis am Tag 0 eintreten wird. Dieser Countdown ist eine interessante Idee und trägt zusammen mit dem angenehmen Schreibstil dazu bei, dass man das Buch in kürzester Zeit gelesen hat.

    Die erste Hälfte des Buches ist von lustigen Momenten und Leichtigkeit geprägt. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte dann eine dramatische und nachdenklich stimmende Wendung und gewinnt an Tiefe: Das geheimnisumwobene und dramatische Ereignis, das am Tag 0 eintritt stellt das Leben von Miles und seinen Freunden auf den Kopf. Es lässt sie Manches aus einem neuen Blickwinkel betrachten und konfrontiert sie mit dem Ernst des Lebens.

    Das Ende des Buches ist dann aber dennoch vorwiegend hoffnungsvoll. Es gibt noch ein sehr lustiges Ereignis und die Geschehnisse werden in einer Weise abgerundet, die dafür sorgt, dass man nicht betrübt zurückgelassen wird und trotz allem insgesamt mit einem guten Gefühl aus der Geschichte geht.

    Warum vergebe ich dennoch nur 3 Bewertungssterne? 

    Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte über weite Strecken eher „dahinplätschert“ und die Spannung eigentlich ziemlich künstlich aufrechterhalten wird (Stichwort Countdown). Das am Tag 0 eintretende Ereignis gibt den Geschehnissen dann zwar eine unerwartete und dramatische Wendung, aber man kann nicht sagen, dass dies einen richtigen Höhepunkt der Geschichte markiert. Außerdem flacht die Handlung anschließend auch relativ schnell wieder ab. Ein weiterer Punkt, der mir nicht zugesagt hat ist eine überflüssig wirkende erotische Szene, die etwas zu plump und vulgär beschrieben wird.

    Fazit:

    Trotz kleinerer Schwächen handelt es sich insgesamt um eine schöne und bewegende Geschichte über das Leben, Freundschaft, Liebe und Verlust, die neben lustigen Momenten auch einige nachdenklich stimmende Momente zu bieten hat.

    Es ist mein erstes Buch von John Green gewesen und ich möchte auf jeden Fall auch noch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ lesen.

    Zum Schluss noch einige besonders schöne und nachdenklich stimmende Zitate aus dem Buch:

    „Von der Zukunft zu träumen, ist auch eine Art Nostalgie. […] Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen.“ (S. 76)
    Der Mensch, glaubte ich, braucht Sicherheit. Er erträgt die Vorstellung nicht, dass der Tod nichts sein soll als ein großes schwarzes Nichts, er erträgt den Gedanken nicht, dass seine Liebsten aufhören zu existieren, er kann sich nicht vorstellen, selbst einmal nicht mehr zu existieren. Am Ende, schloss ich, glauben die Menschen an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil nicht ertragen können. (S. 138)
    Es kommt die Zeit, da wir begreifen, dass unsere Eltern weder uns retten können noch sich selbst, dass jeder Einzelne von uns, die wir durch den Fluss der Zeit waten, irgendwann von der Strömung weggerissen wird – kurz, dass wir alle gehen. (S. 166) 
    Thomas Edisons letzte Worte waren: „Es ist wunderschön hier drüben.“ Ich weiß nicht, wo sie ist, aber ich glaube, sie ist irgendwo, und ich hoffe, dass es wunderschön dort ist. (S. 295)
  12. Cover des Buches Crown and Bones – Liebe kennt keine Grenzen (ISBN: 9783453321540)
    Jennifer L. Armentrout

    Crown and Bones – Liebe kennt keine Grenzen

    (458)
    Aktuelle Rezension von: Lawa31

    Nach dem fiesen Cliffhanger von Teil 2, startet das Buch gleich spannend. Poppy wird in einer Gruft gefangen gehalten und wie es Cas geht, weiß man nicht.
    In diesem Teil gab es nicht solche Längen wie in Teil 2, sondern es immer etwas passiert.
    Poppy wird stärker und mutiger. Sie versucht zu ergründen, wer ihre Eltern sind und wieso sie so mächtig ist. Trotzdem bleibt sie sich treu und versucht die Menschen zu retten, die ihr wichtig sind.
    Schön finde ich auch, dass einige Nebenfiguren, die man schon kennt, mehr Raum bekommen und mit witzigen Sprüchen und Humor, so manche Situation auflockern.
    Auch das World Building entwickelt sich weiter. Man lernt mehr über die Götter und Gottheiten und es gibt auch neue bösartige Kreaturen.
    Der einzige kleine Kritikpunkt ist, dass es zwischendurch etwas viel Spice, an unpassender Stelle war. Die zwei drei Szenen hätte man auch weglassen können.
    Diesmal ist der Cliffhanger nicht so schlimm, wie bei den vorherigen Bänden, so dass man wirklich den ersten Teil vom Prequel dazwischenschieben kann.
    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die offenen Fragen im nächsten Band lösen. 

  13. Cover des Buches Flesh and Fire – Liebe kennt keine Grenzen (ISBN: 9783453321533)
    Jennifer L. Armentrout

    Flesh and Fire – Liebe kennt keine Grenzen

    (652)
    Aktuelle Rezension von: Igniswing

    Normalerweise kämpfe ich immer mit zweiten Bänden, da die Erwartungen vom ersten Band meistens sehr hoch sind und es irgendwie hängt.

    Tatsächlich habe ich für diesen Band auch länger gebraucht, aber das lag definitiv an mir und nicht am Buch. Es ist großartig!
    Poppy (und wir) weiß nun endlich die Wahrheit und es geht spannend weiter. Ich will nichts verraten aber die Wandlung was alleine in diesem Band passiert ist unglaublich. Als ich anfing, befürchtete ich schon, es würde sich zu sehr strecken und einfach nichts wirklich passieren, was die zwischenmenschlichen Beziehungen angeht. Aber nein, in diesem Band geht es rund. Aber nicht so plötzlich, sondern schleichend und irgendwann fällt einem als Leser auf: Hey, war das am Anfang nicht ganz anders? Und du kannst aber nicht ganz greifen, wann es passiert, nur das es passiert ist. Ich liebe diesen Band wirklich sehr, also nur
    ABSOLUTE EMPFEHLUNG!!!

  14. Cover des Buches Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte (ISBN: 9783453275072)
    TJ Klune

    Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte

    (946)
    Aktuelle Rezension von: YumikoChan28

    fantasy is real. You just have to dream about it.

    Das berühmte Fantasyabenteuer Mr. Parnassus' Heim für magisch Bekabte von Bestseller - Autor T.J. Klune ist einer jener Romane, die ich immer schon einmal lesen wollte, es aber aus unerfindlichen Gründen nie getan habe. Durch eine organisierte Wanderbuchaktion auf Instagram konnte ich das nun ändern und könnte nicht glücklicher darüber sein...

    Inhaltsangabe:

    Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus‘ eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus‘, das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus‘ Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens …

    Eine Charakteranalyse?

    Jeder, der meine Rezensionen kennt, der weiß, dass ich an dieser Stelle immer auch die Hauptprotagonisten vorstelle.
    Das mache ich hier jedoch nicht. Aus einem ganz einfachen Grund: Wenn ich euch nun all die wunderbaren Charaktere näherbringen würde, die dieser Roman zu bieten hat, dann würde ich so viel von diesem Zauber, dem diese Geschichte innewohnt vorweg nehmen. So zumindest meine Meinung. Man muss sie einfach selbst kennen und lieben lernen, damit man versteht, warum diese 480 Seiten so besonders sind.

    Meine persönliche Meinung: ~ SPOILERFREI ~

    Für mich hat die Reise mit Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte von T.J. Klune mit einer Wanderbuchaktion begonnen. Ich wollte so etwas schon immer mal machen und das es dann auch noch eine Geschichte traf, die ich ohnehin mal lesen wollte, war dann noch sowas wie "Die Kirsche auf der Sahnetorte".
    Geendet hat es mit der Tatsache, dass ich mir später meine eigene Sonderausgabe kaufte und den Rest - ganz unabhängig von allem anderen - lesen konnte. So wunderbar, so einzigartig, so schön war die Mitverfolgung des Lebens von Linus Baker für mich.

    Zugegeben: Anfangs hat mich die Seitenzahl ganz schön abgeschreckt. Habe ich früher Bücher mit an die 900 Seiten verschlungen, fühlen sich 480 Seiten heutzutage für mich an, wie eine unglaubliche Mamutaufgabe. Und das, obwohl ich nach wie vor furchtbar gerne lese.

    Es half alles nichts und so ließ ich mich - zusammen mit Hauptprotagonist Linus Baker - auf das wohl größte Abenteuer schlechthin ein.
    Schon zu Beginn hatte ich das Gefühl mittendrin zu sein. Neben diesem Mann zu stehen, der überhaupt nicht weiß, auf was er sich da überhaupt einlässt. Der zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dass alles, was er fortan tun würde, sein Leben für immer verändert.
    Und spätestens dann, als Linus auf die Insel kommt, wird alles zauberhaft magisch, wunderbar charmant und witzig und einfach unglaublich schön. Die Charaktere, die ein jeder völlig unterschiedlich sind, und dennoch alle so sehr liebenswert. 

    Was habe ich an unterschiedlichen Emotionen durchgemacht? Ich habe aus vollem Herzen gelacht und geweint. Ich habe geschmunzelt und wurde nachdenklich. Gerade, die Dialoge, die die Charaktere untereinander führen, waren immer wieder unglaublich erfrischend und haben mich ein ums andere mal grinsen, wenn nicht sogar lachen lassen. Das wurde oft so "schlimm", dass mich die Menschen um mich herum schon immer gefragt haben, was denn los sei, woraufhin meine Antwort stets war: "Es ist einfach so witzig!"
    Ich denke da besonders an Lucy, den Dämonen aus der Hölle, den Antichristen... *grins*

    Ab einem gewissen Punkt, möchte man einfach jedes Detail umbedingt in sich aufsaugen, um ja nichts zu verpassen. Man genießt jede Seite regelrecht, was natürlich auch dem Schreibstil von T.J. Klune zu verdanken ist, denn dieser ist schlichtweg einfach etwas Besonderes und auf seine ganz eigene Art magisch und einzigartig. An dieser Stelle sei aber auch der Übersetzerin Charlotte Jungstrass - Kapfer einmal ein großes Lob ausgesprochen. Ich glaube ein Buch wirklich gut zu übersetzen ist nicht so ganz einfach. Und ein Fantasybuch bedarf nochmal mehr Aufmerksamkeit. Deshalb Hut ab vor so einer Leistung.

    Schlussendlich kann man sagen, dass Mr. Parnassus' Heim für magisch Bekabte ein mehr als wunderbares Buch ist, von dem man erst einmal vielleicht nicht allzuviel erwartet, von dem man aber so viel mehr bekommt, als man glaubt. Und das jedem, der es liest, das Herz stehlen wird. Für mich zurecht ein New York - Times - Bestseller, der seinesgleichen sucht.
    Ich werde mich definitiv auch bald Band Zwei zuwenden.

    Mein abschließendes Fazit:
    Ein magisches Fantasyabenteur, das mit soviel Liebe, Witz und Charme daherkommt, dass es zu (m)einem absoluten Herzensbuch wurde...

  15. Cover des Buches Kirschroter Sommer (ISBN: 9783499227844)
    Carina Bartsch

    Kirschroter Sommer

    (2.796)
    Aktuelle Rezension von: Anne_G_

    Ich liebe die Art und Weise mit der Carina Bartsch einen in ihre Geschichten einsaugt und die Gefühle wirklich spürbar macht. Ich habe das Buch schon viele viele Jahre, schon öfter gelesen und werde es auch wieder lesen. Die Stroy bringt mich zum Nachdenken, zum weinen und zum lachen. Ja, Emely kann manchmal anstrengend sein und man denkt sich nur, jetzt stell dich nicht so an, aber wenn man die eigenen Unsicherheiten in manch eigenen Situationen im Leben versetzt, kann man sie viel besser verstehen. Ich liebe die Geschichte um Emely und Elias und werde sie immer in meinem Herzen tragen!

  16. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453316911)
    Andy Weir

    Der Marsianer

    (897)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Wir begleiten Mark Watney, wie er durch einen Unfall allein aufm Mars zurück gelassen wird und sich jedwedem Hindernis stellt um zurück zur Erde zu kommen.


    Es ist erstaunlich wie einfallsreich die Hindernisse angegangen werden, wie er trotz allem stets einen guten Spruch auf den Lippen behält und nicht mit Sarkasmus geizt aber stets nie den Mut aufgibt.

    Aber das beste ist die Umsetzung der teilweise hochkomplexen Systeme. Das Buch schafft es das aufs einfachste und leichteste runterzubrechen bzw eicht verständlich zu erklären.

    Es ist zu Recht verfilmt worden und zu Recht ein Bestseller. Einfach nur eine Empfehlung wert.

  17. Cover des Buches Bartimäus (ISBN: 9783442367627)
    Jonathan Stroud

    Bartimäus

    (1.933)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Dem 12-jährige Nathanael ist durch den Zauberer Mr. Lovelace Unrecht widerfahren. Um sich zu rächen beschwört Nathanael den mächtigen Dämon Bartimäus und stielt mit dessen Hilfe ein geheimnisvolles Amulett, das sich im Besitz von Mr. Lovelace befindet. Diese Tat hat jedoch ungeahnte Folgen und bringt Nathanael in erhebliche Gefahr, denn er kommt dadurch einer großangelegten Verschwörung auf die Spur und auch Bartimäus sollte man keinesfalls unterschätzen…

    Meine Meinung:

    Nathanael ist ein sympathischer und nahbarer Protagonist in den man sich gut hineinversetzen kann. Man begleitet ihn dabei wie sich ihm die Welt der Magie erschließt und es ist interessant zu verfolgen mit wieviel Engagement, Talent und Durchhaltevermögen er an der Vervollkommnung seiner magischen Fähigkeiten arbeitet. Nathanael geht Schwierigkeiten nicht aus dem Weg und er ist jemand der gegen Ungerechtigkeiten ausbegehrt. Auf ihn kann man sich in brenzligen Situationen verlassen, denn er ist nicht bereit das Böse triumphieren zu lassen. Als er von einer Gefahr erfährt, die das Leben vieler bedroht, beweist er Mut und Tatkraft. 

    Der Dämon Bartimäus gibt einen ungewöhnlichen, spannenden und äußerst interessanten zweiten Protagonisten ab. Er ist sehr klug, gerissen, manipulativ, risikobereit und unerschrocken. Er ist ein Lebenskünstler mit viel Erfahrung, der über eine Fülle von magischen Fähigkeiten verfügt. Wer ihn unterschätzt begeht einen gewaltigen Fehler. Für Nathanaels gewagte und gefährliche Unternehmungen ist er die ideale Verstärkung. Die Kapitel, die aus der Sicht von Bartimäus erzählt werden sind besonders unterhaltsam, denn Bartimäus neigt zu sarkastischen Bemerkungen.

    Zusammen sind Nathanael und Bartimäus ein ebenso ungewöhnliches wie schlagkräftiges Team. Die Gespräche und Interaktionen zwischen den beiden sind interessant und sorgen für viele lustige Momente, denn vor allem Bartimäus ist nicht auf den Mund gefallen. Nathanael ist aber auch nicht zu unterschätzen und in der Lage dem Dämon die Stirn zu bieten. 

    Die Geschichte punktet mit einer Mischung aus lustigen, spannenden und dramatischen Momenten. Es hat mir gefallen wie interessant und einfallsreich das Wirken von Magie und das Beschwören von Dämonen beschrieben werden (Stichwort: 7 Ebenen). Es handelt sich um eine fantasievolle und kreative Geschichte, die einem in magische Welten entführt und einem unterhaltsame Lesestunden beschert. Da verzeiht man, dass das Erzähltempo (vor allem zu Beginn der Geschichte) vergleichsweise langsam ist. Das Buch verfügt über ein gelungenes Ende, das die meisten aufgeworfenen Fragen beantwortet und es somit nicht zwingend erforderlich macht auch die Folgebände zu lesen.

    Zum Hörbuchsprecher: Martin Semmelrogge ist es gelungen das Buch (und besonders den Dämon Bartimäus) mit seiner unverwechselbaren und ungewöhnlichen Stimme lebendig werden zu lassen. Ich finde es richtig toll wie er dieses Buch vertont hat.

    Leider hat die Geschichte aber auch ein paar Schwächen:

    Es wirkt auf mich ein wenig übertrieben was für ein extrem guter Zauberer Nathanael ist. Er ist noch ein Lehrling und es gelingt ihm dennoch gleich beim ersten Versuch einen mächtigen Dämon zu beschwören, obwohl dieser Vorgang als hochgradig komplex, schwierig und gefährlich beschrieben wird. Da dies zudem auch für erfahrene Zauberer keine leichte Aufgabe darstellt finde ich es etwas unglaubwürdig, dass Nathanael das ohne einen einzigen Fehlversuch schafft – zumal er sich sein Wissen ausschließlich durch das Lesen entsprechender Bücher angeeignet hat und noch keinerlei praktische Erfahrungen mit der Beschwörung kleinerer Dämonen gesammelt hat. Im weiteren Verlauf der Geschichte gibt es dann eine Schlüsselszene in der Nathanael der einzige ist, dem es gelingt eine magische Bedrohung auszuschalten. Die übrigen Anwesenden (bei denen es sich immerhin überwiegend um vollausgebildete und mächtige Zauberer handelt) wirken in dieser Situation hingegen völlig hilflos und überfordert. Sie haben keine Idee wie man der Gefahr entgegentreten könnte und begnügen sich damit weitgehend tatenlos zuzusehen.

    Außerdem gibt es einige ungeklärte Fragen und es fehlen aus meiner Sicht hin und wieder ausführlichere Erklärungen: 

    • Warum gilt Tschechien als ein feindlich gesinntes Land?
    • Wie funktioniert das Zusammenleben von Zauberer und gewöhnliche Menschen? Sind politische Ämter alleinig Zauberern vorbehalten? Werden gewöhnliche Menschen gegenüber Zauberern im Alltag benachteiligt?
    • Wieso gilt der mehrfach erwähnte Zauberer Gladstone als einer der größten Zauberer aller Zeiten?
    • Was genau hat es mit der sogenannten Widerstandsbewegung auf sich, die für Attentate verantwortlich gemacht wird und was für Menschen gehören ihr an?
    • Warum entlassen Zauberer die von ihnen beschworenen Dämonen wieder, wenn sie ihren Auftrag erfüllt haben? Wäre es nicht praktischer sie in Diensten zu halten und damit zugleich zu verhindern, dass ein anderer Zauberer sie beschwören kann?
    • Haben Zauberer von Geburt an besondere Kräfte oder handelt es sich einfach um Menschen denen eine spezielle Ausbildung zuteil wurde in deren Verlauf ihnen das Zaubern beigebracht wurde?

    Auch Nathanaels Herkunft ist ein Punkt der völlig im Dunkeln bleibt. Das ist einerseits verständlich, denn das wird vom Ministerium so gewünscht um die wahren Namen der Zauberlehrlinge geheim zu halten und sie damit zu beschützten. Es hat mich aber schon gewundert, dass Nathanael nicht ein einziges Mal über seine Herkunft nachgedacht hat oder sich die Frage gestellt hat, was für Menschen seine Eltern gewesen sind. Da er im Alter von fünf Jahren von seinen Eltern getrennt wurde ist es zudem nicht auszuschließen, dass er noch einige Erinnerungen an sein früheres Leben hat, aber das wird nie thematisiert.

    Außerdem finde ich Nathanaels Verhalten nicht immer zu 100% schlüssig. Er versteckt das gestohlene Amulett in dem Haus in dem er selbst wohnt um es unter den dortigen Schutzzauber zu stellen. Bei einer möglichen Entdeckung würde der Verdacht damit aber natürlich sofort auf ihn selbst fallen und er würde darüber hinaus insbesondere auch Mrs. Underwood in große Schwierigkeiten bringen, die ihm sehr viel bedeutet. Dabei ist es eigentlich nicht mal nötig, dass das Amulett für immer völlig unauffindbar bleibt und unter einem Schutzzauber steht. Auch wenn Mr. Lovelace das Amulett in einem anderen weniger geschützten Versteck nach einiger Zeit hätte aufspüren können wäre der Zweck erfüllt worden, denn es ging ja bloß darum ihm einen Denkzettel zu verpassen. Zudem hätte dieses Szenario den Vorteil gehabt, dass Nathanael dann nicht mit dem Diebstahl in Verbindung zu bringen gewesen wäre. 

    Zudem kommt es im weiteren Verlauf zu einem schrecklichen Vorfall an dem Nathanael durch sein risikobereites Verhalten eine Mitschuld trägt und bei dem jemand, der ihm nahesteht, zu Schaden kommt. Nathanael macht sich aber nur unmittelbar nach dem betreffenden Vorfall kurz Selbstvorwürfe. Danach konzentriert er sich auf eine Art Rachefeldzug und verschwendet nie wieder auch nur einen einzigen Gedanken an das Opfer. Das finde ich ziemlich traurig, denn die besagte Person hat Nathanael unglaublich viel bedeutet und scheint dennoch von einem Tag auf den anderen aus seiner Erinnerung gelöscht zu sein.

    Fazit:

    Es handelt sich um eine fantasievolle, spannende und lustige Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Die Geschichte hat zwar auch einige Schwäche, aber mein Interesse an den Folgebänden wurde geweckt. Man merkt, dass die Reihe Potenzial hat und gewiss noch so einiges aus der entworfenen Welt erzählt werden kann. Vielleicht werden in den Folgebänden auch noch einige der aus meiner Sicht fehlenden Erklärungen nachgereicht.

  18. Cover des Buches Perfect – Willst du die perfekte Welt? (ISBN: 9783596033843)
    Cecelia Ahern

    Perfect – Willst du die perfekte Welt?

    (858)
    Aktuelle Rezension von: Buchspinat

    Zum Inhalt:

    Celestine hat sich bei ihrem Großvater versteckt. Doch der oberste Richter Crevan gibt keine Ruhe. Er will Celestine unbedingt aufspüren, denn sie ist im Besitz von etwas, dass ihm sehr gefährlich werden und sogar das ganze Regime stürzen könnte. Das muss er unbedingt vereiteln.

    Eigentlich will Celestine nur, dass alles so wird wie früher, doch das wird nicht geschehen. Dessen ist sie sich sehr bewusst. Was bleibt, außer zu kämpfen? Und sie ist nicht allein. Carrick taucht wieder auf und überredet sie, nicht mehr zu fliehen, sondern für die Freiheit zu kämpfen…

    Meine Meinung:

    Ich kann Euch nicht zu viel verraten. Das würde die Spannung zerstören. Band Zwei der Dilogie geht genauso spannend und temporeich weiter, wie Band Eins angefangen hat. Von daher kann ich den zweiten Band genauso empfehlen, wie den ersten Teil dieser großartigen Geschichte. 

    Celestine beginnt, über sich hinauszuwachsen. Immer mehr Menschen stehen plötzlich hinter ihr und dem Wunsch nach Freiheit. Auch nicht fehlerhafte Menschen. Sie findet Verbündete, muss aber auch lernen, dass manche Verbündete nur ihren eigenen Vorteil suchen und bereit sind, Celestine danach über die Klinge springen zu lassen. Das macht Vertrauen schwer. Doch ohne Vertrauen geht es nicht.

    Celestine lernt schnell und steckt irgendwann mittendrin in einer Revolution, die sich sich Wochen zuvor niemals hätte vorstellen können. Als ihre Anführerin. Mit einer Courage, die mich stark beeindruckt hat.

    Und sie ist nicht allein. In Carrick hat sie einen Mitstreiter gefunden, der ebenso mutig ist wie sie. Der ähnliche Werte hat. Der Menschen überzeugen kann, ihr Vorhaben zu unterstützen. Und der ihr etwas bedeutet. Und sie ihm. Trotz aller Schwierigkeiten bahnt sich zwischen den Beiden etwas an, dass größer ist als das, was Celestine einst mit Art (Richter Crevans Sohn) geteilt hat…

    Manchmal hat man einfach keine andere Wahl. Dann muss man für das kämpfen, was einem wichtig ist. Für Freiheit. Für Demokratie. Für gleiche Rechte. Egal ob man „fehlerhaft“ ist oder nicht. Gemeinsam.

    Das gilt für uns alle. Gerade in Zeiten, wo die Rechte von Minderheiten beschränkt werden sollen. Wo finanziell schwache Menschen ausgegrenzt werden sollen. Wo die Reichen und Mächtigen für eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich sorgen. Wo jeden Tag von Rassismus und Gewalt zu lesen ist. Von Femiziden. Von Rechtsextremismus. Von Kriegen. Von Menschen, die ihr Hab und Gut verlieren und aus Angst vor Ermordung ihr Heimatland verlassen müssen.

    Lasst uns füreinander einstehen. Für Demokratie. Für Freiheit. Für Rechtsstaatlichkeit.

    Solidarisch. Mit einem offenen Herzen. Füreinander. Denn wir sind alle gleich. Wir sind Menschen.

    Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de

  19. Cover des Buches The Circle (ISBN: 9780241146507)
    Dave Eggers

    The Circle

    (296)
    Aktuelle Rezension von: mcfly0

    In The Circle entwirft Dave Eggers ein fesselndes Bild einer Welt, in der ein mächtiger Tech-Konzern mit sozialer Transparenz, Kontrolle und ständiger Vernetzung das Leben seiner Mitarbeitenden dominiert. Protagonistin Mae Holland taucht zunehmend in eine Welt ein, die die persönliche Freiheit für Likes und Anerkennung aufgibt. Eggers zeigt eindrucksvoll, wie soziale Medien und Überwachung verschmelzen könnten – eine beunruhigende Dystopie, die heutige Entwicklungen aufgreift.

  20. Cover des Buches Schwarzer Mond über Soho (ISBN: 9783423213806)
    Ben Aaronovitch

    Schwarzer Mond über Soho

    (793)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Tolle Fortsetzung des ersten Buches.
    Das Buch hat einige interessante Irrungen und Wirrungen, von denen ein paar durch Peters Familie gelöst werden.
    Toll ist auch, was man zB über Molly und Nightingale erfährt und das man auch bei Lesley auf dem Laufenden bleibt.
    Es scheint das das Folly, als Ausbildungsstätte englischer Magier immer mehr Zulauf bekommt und das nicht weil DI Nightingale endlich zu der Erkenntnis gekommen ist, das er sich eher um einen Nachfolger hätte kümmern sollen.
    Insgesamt ein Buch, das man eben mal am Stück weg liest, mit einem Extrabonus für Lesley, weil ihr am Ende des Buches ein Licht auf geht.

  21. Cover des Buches The Catcher in the Rye (ISBN: 9784871876193)
    J. D. Salinger

    The Catcher in the Rye

    (475)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe dieses Buch nicht einfach gelesen. Ich bin mit Holden durch diese Tage gegangen und habe mich dabei öfter erkannt, als mir lieb war.

    Im Zentrum steht ein junger Mensch, der aus allem herausfällt. Schule, Erwartungen, Gespräche. Nichts fühlt sich für ihn wirklich echt an. Er beobachtet, urteilt, zweifelt. Und gleichzeitig sucht er etwas, das er selbst kaum benennen kann.

    Was mich berührt hat, ist diese rohe Ehrlichkeit. Holden ist nicht angenehm. Er widerspricht sich, wirkt manchmal überheblich oder verloren. Genau darin liegt seine Wahrheit. Er versucht, sich nicht komplett an eine Welt anzupassen, die ihm oft leer und gespielt vorkommt.

    Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass hier jemand Dinge ausspricht, die viele denken, aber selten so klar formulieren. Diese Mischung aus Abwehr, Sehnsucht und stiller Verzweiflung bleibt hängen.

    Nicht jede Stelle war leicht zugänglich. Manche Gedanken wirken sprunghaft oder kreisen. Trotzdem entsteht daraus ein sehr klares Bild von innerer Unruhe und Orientierungslosigkeit.

    Ich habe aus dem Buch kein „Wissen“ mitgenommen, eher ein Wiedererkennen. Ein Gefühl dafür, wie früh dieser Konflikt beginnt. Zwischen dem, was ich spüre, und dem, was von mir erwartet wird.

    Empfehlen würde ich es Menschen, die sich auf unbequeme, ehrliche Stimmen einlassen können. Bücher, die nicht erklären, sondern etwas freilegen.

  22. Cover des Buches Bartimäus - (ISBN: 9783442370030)
    Jonathan Stroud

    Bartimäus -

    (1.223)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt: 

    Zwei Jahre sind vergangen seit Nathanael den Putschversuch vom Zauberer Lovelace und dessen Mitverschwörern verhindert hat. Inzwischen arbeitet Nathanael für das Sicherheitsministerium. Als ein Golem in London sein Unwesen treibt setzt Nathanael alles daran herausfinden, wer diesen erschaffen hat. Er beschwört erneut den Dämon Bartimäus um mit dessen Hilfe Licht ins Dunkle zu bringen. Steckt wirklich die geheimnisvolle Widerstandbewegung hinter den Golem-Angriffen, weil ihr jedes Mittel recht ist um die Unterdrückung und Diskriminierung der gewöhnlichen Menschen zu beenden?

    Meine Meinung:

    Es ist interessant zu erfahren wie es Nathanael nach den Geschehnissen von Band 1 ergangen ist. Außerdem ist es natürlich toll, dass es auch ein Wiedersehen mit Bartimäus gibt. Es erwartet einem erneut eine fantasievolle, abenteuerliche und spannende Geschichte, die einem an neue Handlungsschauplätze führt und einem gut unterhält. Man erfährt endlich mehr über den berühmten Zauberer Gladstone und seine Rolle in der Schlacht um Prag. Außerdem steht diesmal die in Band 1 lediglich kurz angesprochene Widerstandsbewegung im Mittelpunkt. Man erfährt auf welche Ziele die Widerstandsbewegung hinarbeitet und zu welchen Mitteln sie greift um diese zu erreichen.

    Ein großer Pluspunkt dieser Geschichte ist für mich Kitty. Sie hat das Potenzial Nathanael als Hauptperson der Geschichte abzulösen oder zumindest ebenso bedeutend zu sein. Die aus Kittys Sicht erzählten Kapitel haben mir besonders gut gefallen. Durch Kitty bekommt man Einblicke in die Widerstandsbewegung und erfährt mehr über deren Pläne und Ziele. Es stimmt einem richtig traurig zu erfahren wie Kitty und die anderen gewöhnlichen Menschen im Alltag diskriminiert und unterdrückt werden und wie selbst das Justizsystem ihnen nicht die gleichen Rechte einräumt wie den Zauberern. Diese Thematik lässt den vorliegenden Roman erwachsener wirken als den Vorgängerband und verleiht der Geschichte Dramatik und Tiefe. 

    Warum vergebe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne?

    Wie schon in Band 1 finde ich auch diesmal, dass das Erzähltempo ruhig ein wenig höher hätte sein können. Außerdem verläuft alles relativ geradlinig und ohne größere Überraschungen (Ausnahme: Das Ende).

    Eines meiner größten Probleme mit dieser Geschichte besteht aber darin, dass Nathanaels Gedanken und sein Verhalten ihn in vielen Situationen ziemlich unsympathisch machen. Das kam für mich sehr unerwartet. Nathanael ist arrogant und überheblich, lässt Empathie vermissen und sein Verhalten ist teilweise ziemlich rücksichtlos. Er gehört einer Regierung an, die nichts dagegen unternimmt, dass gewöhnliche Menschen von Zauberern unterdrückt und benachteiligt werden. Zu allem Überfluss hinterfragt Nathanael diese Ungleichbehandlung in keiner Weise und scheint keinerlei Verständnis dafür zu haben, dass gewöhnliche Menschen aufbegehren, weil sie es in allen möglichen Lebensbereichen schwerer haben als die Zauberer. Nathanael scheint es ausschließlich um seine Karriere zu gehen. Beim Lesen sympathisiert man daher weniger mit Nathanael und der Regierung für die er steht, sondern vielmehr mit der Widerstandsbewegung, die für Reformen und Gleichberechtigung eintritt.

    Besonders schlimm finde ich Nathanaels Verhalten in folgender Situation: Nathanael verspricht einer Person ihr im Austausch für einen Gefallen die Freiheit zu schenken. Als Nathanael das Gewünschte bekommen hat bricht er dann aber sofort sein Versprechen. Er sagt schlicht, dass er so einer Person gegenüber sein Wort gar nicht halten muss. Die besagte Person ist einem als Leser aber sympathisch und so kann man das überhaupt nicht verstehen. Hinzu kommt noch, dass die besagte Person Nathanael später dennoch das Leben rettet und dieser dafür überhaupt nicht dankbar zu sein scheint. Auch nach diesem Vorfall hinterfragt Nathanael sein Verhalten nicht. Selbst Bartimäus stellt fest, dass der Nathanael von früher sich niemals so verhalten hätte und er mittlerweile ein anderer geworden ist.

    Klar, die Hauptperson eines Buches oder Films muss nicht zwangsläufig sympathisch sein. Es gibt Geschichten, die einem begeistern und in ihren Bann ziehen obwohl der Protagonist ein schlechter Mensch ist und Schlimmes tut. Das Problem ist aber, dass Nathanael weder ein interessanter Bösewicht noch ein liebenswerter Sympathieträger ist. Er ist einfach eine normale Person, die oftmals zu überheblich, arrogant, ehrgeizig, rücksichtslos und empathielos wirkt.

    Das Buch ist insgesamt ernster als der Vorgängerband, der mehr Leichtigkeit hatte. Das liegt auch daran, dass Bartimäus keine so große Rolle spielt wie in Band 1. Die Wortgefechte zwischen ihm und Nathanael und seine schlagfertigen und sarkastischen Bemerkungen haben mir am ersten Band besonders gut gefallen. Für mich war der freche und mitunter respektlose Bartimäus mit seinen unkonventionellen Ansichten und Methoden eine der größten Stärken von Band 1. Deshalb finde ich es ein wenig schade, dass er in diesem Band weit weniger im Mittelpunkt steht und blasser wirkt als im Vorgängerband.

    Zum Hörbuchsprecher: Das Hörbuch wird (anders als der Vorgängerband) von Gerd Köster gelesen. Zum Glück liest auch er das Buch richtig toll vor.

    Fazit:

    Es handelt sich um eine fantasievolle und spannende Geschichte, die mich insgesamt gut unterhalten hat. Das Erzähltempo hätte allerdings etwas höher sein können und ich finde es sehr schade, dass Nathanael sich so sehr zu seinem Nachteil verändert hat und dass Bartimäus nicht mehr so sehr im Mittelpunkt des Geschehens steht wie im Vorgängerband. Zum Glück bekommt man mit Kitty aber einen neuen Charakter, der die Geschichte sehr bereichert. Die Widerstandsbewegung, für die sie kämpft gibt der Geschichte eine interessante Wendung. 

    Ich betrachte diese Reihe an dieser Stelle für mich als beendet und werde den 3. Band nicht mehr lesen. Es ist nämlich so, dass ich einen Spoiler bzgl. der Handlung von Band 3 habe und das, was Nathanael dort erwarten wird, wird mir nicht gefallen!

  23. Cover des Buches Warrior Cats - In die Wildnis (ISBN: 9783407823656)
    Erin Hunter

    Warrior Cats - In die Wildnis

    (1.190)
    Aktuelle Rezension von: buchfee11

    Ich habe „Warrior Cats – In die Wildnis“ gelesen und fand es richtig spannend! 🐱✨ Die Geschichte rund um Feuerherz und die wilden Katzenclans hat mich sofort in eine andere Welt gezogen.

    Besonders gut gefallen haben mir:
    🔥 die detailreiche Welt der Clans
    🐾 die unterschiedlichen Charaktere mit ihren eigenen Regeln und Konflikten
    💔 die Mischung aus Freundschaft, Loyalität und Verrat

    Die Geschichte macht Lust auf mehr!

    📚 Insgesamt: Eine klare Empfehlung für alle, die Tiere, Abenteuer und ein bisschen Drama lieben!

  24. Cover des Buches Thalamus (ISBN: 9783743206861)
    Ursula Poznanski

    Thalamus

    (770)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Blaurock

    Es war faszinierend aus den Augen Timos den Unfall zu erleben, das Aufwachen aus dem Koma. Da zeigte die Autorin einmal mehr ihr grandioses Einfühlungsvermögen speziell die jungen Erwachsenen betreffend.

    Als den eigentlichen Horror empfand ich Timos Unvermögen, seine Gedanken in Worte zu fassen. Faszinierend ist das geniale im doppelten Sinne generationsübergreifende Figurenensemble, samt Namenswahl.

    Poznansky liefert einmal mehr den Beweis, das Gedanken genauso rasant sein können wie vermeintliche Verfolgungsjagden a la James Bond.oder weniger Nicht zuletzt katapultieren mehr oder weniger schuldige Ärzte und Wissenschaftler den Science Fiction in die Realität.

    Ich wünsche diesem tollen Buch noch ein großes Lesepublikum 

    Andrea 

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