Bücher mit dem Tag "fiktional"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fiktional" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Bartimäus - Das Amulett von Samarkand (ISBN: 9783570216958)
    Jonathan Stroud

    Bartimäus - Das Amulett von Samarkand

     (1.881)
    Aktuelle Rezension von: ChristianHartig

    es hat mir sehr gut gefallen, vor allem auch, weil es drei Bände sind...

  2. Cover des Buches Krieg und Frieden (ISBN: 9783446235755)
    Leo Tolstoi

    Krieg und Frieden

     (473)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Mit jugendlichen Optimismus begann ich diesen historischen Roman zu lesen. Zuvor vorsorglich Block und Stift bereit gelegt, was sich als klug erwies.
    Dieser Roman ist in vier Bücher aufgegliedert. Die Themen die darin aufgegriffen werden sind der Krieg zwischen 1805-1812 und deren Feldzüge und Strategien, die gesellschaftlichen Stellungen in der höheren angesehenen Aristokratie, Heiratspolitik und viel Poesie.
    Ich kam mir beim lesen zeitweise vor als wäre ich mit dabei in diesen Roman. Ob es sich um die gesellschaftlichen Ebenen und Verstrickungen handelte, oder auf dem wild umkämpften Schlachtfelder ging, mein Kopfkino war auf Empfang.
    Bei manchen Kapiteln machte ich Pausen um das gelesene sacken zu lassen. Nicht deswegen dass ich es nicht verstanden hätte, sondern wegen dem Schreibstil. Ich konnte mich daher gut in die Geschichten hinein versetzen. Auch die Protagonisten waren plastisch gut beschrieben.
    Vor allem war es spannend mit zu erleben wie sich die Hauptprotagonisten entwickelten. Wer wurde mit wem verheiratet? Wer verstarb? Wie gefestigt wurde der jeweilige Charakter im laufe der Geschichte?
    Abgesehen das ich tagelang eine Pause einlegte beim Lesen, ja ich habe geschwächelt, da es phasenweise doch etwas langatmig ist, war es für mich eine grandiose Geschichte!

  3. Cover des Buches Nineteen Eighty-Four (ISBN: 9780141036144)
    George Orwell

    Nineteen Eighty-Four

     (475)
    Aktuelle Rezension von: Darcy
    "'How many fingers am I holding up, Winston?' 
    'Four.' 
    'And if the Party says that it is not four but five - then how many?' 
    'Four.' The word ended in a gasp of pain."   

    In "1984", erstmals erschienen im Jahr 1949, beschreibt der englische Autor George Orwell (1903-1950) das Leben seines Protagonisten Winston Smith in dem fiktiven totalitären Superstaat Oceania, der sich aus dem amerikanischen Kontinent, den Inseln im Atlantik, Australasien und dem südlichen Teil Afrikas zusammensetzt. Der Rest der Welt ist in die beiden Superstaaten Eurasia und Eastasia aufgeteilt, gegen die Oceania seit Jahrzehnten schon Krieg führt. Winston wurde wahrscheinlich 1944 oder 1945 geboren, sodass er zu Beginn der Geschichte wohl 39 Jahre alt ist. Ganz sicher sein kann er sich nicht, da in seiner Welt das Regime, die Partei, jegliche Fakten ständig ihren Ansichten anpasst. So werden zum Beispiel Wirtschaftsprognosen nachträglich nach unten korrigiert, falls sie sich nicht bewahrheiten, damit es hinterher so aussieht, als wären die Erwartungen übertroffen worden. Die Partei meint außerdem, dass die Welt und auch die Vergangenheit lediglich in den Köpfen der Menschen existieren. Auch die Existenz von Naturgesetzen wird bestritten. Die Partei allein entscheidet, was der Wahrheit entspricht. "Everything faded into mist. The past was erased, the erasure was forgotten, the lie became truth." Wer durch nonkonformes Verhalten auffällt, wird festgenommen, gefoltert und umgebracht, woraufhin jeder Beweis für seine Existenz ausgelöscht wird. Bei der Aussicht auf ein solches Schicksal fällt es schwer zu beurteilen, ob Winston, wie es zunächst den Anschein hat, tatsächlich der einzige Bewohner Oceanias ist, dem es irgendwie gelingt, sich der allumfassenden Gehirnwäsche durch die Partei zu entziehen, oder ob andere genauso denken wie er, sich aber nicht trauen, die Stimme zu erheben. Zudem gilt es tatsächlich bereits als schweres Verbrechen, systemkritische Gedanken zu hegen ("Thoughtcrime"). "'Do anything to me! [...] Is there anybody else you want me to give away? I don't care who it is or what you do to them. I've got a wife and three children. You can [...] cut their throats in front of my eyes [...] . But not room 101!'" Die Menschen wissen nur wenig über die Vergangenheit und die Welt, wie sie vor der Machtergreifung durch die Partei, mit Big Brother an ihrer Spitze, war. Ob es Big Brother, der in Form von riesigen Postern, die sein Gesicht zeigen, omnipräsent ist, wirklich gibt, weiß auch niemand genau. Im Sinne des Prinzips "Doublethink" wird den Menschen abverlangt, gleichzeitig mehrere einander widersprechende Aussagen im Kopf zu haben und an jede davon zu glauben. Außerdem hat die Partei "Newspeak" erfunden, welches nach und nach die traditionelle Sprache, "Old English" genannt, ersetzen soll. Seine Entwickler brüsten sich damit, dass Newspeak die einzige Sprache ist, in der es Jahr für Jahr weniger Begriffe gibt. Darüber hinaus ist es der Partei gelungen, die meisten Formen natürlichen Verhaltens, besonders Emotionen und Liebe zwischen den Menschen zu beseitigen. Zwar werden Eheschließungen zur Zeugung von Kindern zum Zweck des Fortbestands des Staates weiterhin geduldet, jedoch nur, falls keine intimen Gefühle im Spiel sind. Auch Winston ist verheiratet, allerdings haben er und Katharine sich vor zehn Jahren getrennt und seitdem keinen Kontakt mehr. Katharine wird einerseits als äußerlich schön, andererseits aber als "the most stupid, vulgar, empty mind that he had ever encountered" beschrieben; in dem Buch wird sie nur am Rande erwähnt. Alle Kinder treten im Alter von sieben Jahren der Organisation "The Spies" bei, wo sie lernen, anstelle ihrer Familie vielmehr die Partei zu lieben, weshalb sie nicht einmal vor der Denunziation ihrer Eltern zurückschrecken. Die Gesellschaft Oceanias besteht aus drei Schichten, den Mitgliedern der Inner und der Outer Party und den Proletariern. Letztere sind Winstons einzige Hoffnung, dass irgendjemand das System stürzen könnte. Leider handelt es sich bei ihnen lediglich um eine unpolitisch und von der Partei bewusst dumm gehaltene Masse. Trotzdem ist unter ihnen noch am meisten Menschlichkeit zu finden. Die Mitglieder der Outer Party, zu denen auch Winston zählt, fristen eigentlich ein ziemlich freudloses und tristes Dasein, so gibt es zum Beispiel regelmäßig Schwierigkeiten bei der Beschaffung verschiedener Grundgüter. Einzig die Mitglieder der Inner Party dürfen sich an ein bisschen Luxus erfreuen. "the object was not to stay alive but to stay human" Winston arbeitet im Ministry of Truth, wo er für die beschriebene Überarbeitung der Berichte sorgt, die der Partei nicht mehr gefallen. Obwohl er die Partei hasst, macht ihm die Arbeit Spaß, da zumindest einige Aufgaben ihn intellektuell fordern. Schon bevor er sie persönlich kennenlernt, fällt Winston Julia bei der Arbeit im Ministerium auf, zunächst löst ihr Anblick allerdings einiges Unbehagen bei ihm aus und er kann sie nicht ausstehen. Dann übergibt sie ihm eines Tages aus heiterem Himmel eine Nachricht mit dem Inhalt "Ich liebe dich". Im Folgenden beginnen die beiden damit, sich regelmäßig zu treffen, wobei sie dies stets heimlich tun müssen, da die Partei eben außereheliche Liebesbeziehungen verbietet. Die Beziehung zwischen Winston und Julia ist zu Beginn auch nicht von besonderer Emotionalität geprägt, sondern dient hauptsächlich der Befriedigung ihrer sexuellen Triebe, außerdem stellt sie einen Akt des Widerstands gegen die Partei dar. Im Laufe der Geschichte verlieben sie sich dann aber doch noch richtig ineinander. Julia ist mit 26 Jahren deutlich jünger als Winston und wird von ihm als schön bzw. körperlich anziehend empfunden. Sie ist im Fiction Department angestellt, wo sie mit den Maschinen arbeitet, die neue Bücher schreiben. Julia hasst ebenfalls die Partei, kritisiert sie, im Gegensatz zu Winston, aber nicht grundsätzlich, sondern nur, wenn durch deren Vorgehen Einfluss auf ihr persönliches Leben genommen wird und macht sich nicht so tiefgründige Gedanken über die Thematik. Ihrer Meinung nach lässt sich an der Situation ohnehin nichts ändern, weshalb sie ihre Energie nicht verschwenden möchte. Nach außen hin tarnt Julia ihre Ansichten durch vermeintlich besonders engagierte Ausführung ihrer parteilichen Pflichten. Zu Anfang der Geschichte beginnt Winston damit, einige seiner systemkritischen Gedanken in einem Tagebuch niederzuschreiben. "His pen had slid voluptuously over the smooth paper, printing in large neat capitals - DOWN WITH BIG BROTHER [...] over and over again, filling half a page." In seiner Wohnung im heruntergekommenen London gibt es einen kleinen Bereich, in dem er sich von seinem "Telescreen" unbeobachtet fühlt; es handelt sich dabei um einen Fernseher, der sich nicht ausschalten lässt und der pausenlos Sendungen ausstrahlt und jede Bewegung und jedes Geräusch der Hausbewohner aufnimmt. Über Winstons Vorgesetzten O'Brien, ein Mitglied der Inner Party, nehmen er und Julia Kontakt zu der mysteriösen "Brotherhood" auf, welche die einzige Form des organisierten Widerstands gegen die Partei darstellt. Mir hat dieses Buch äußerst gut gefallen, da ich es sehr faszinierend und spannend fand; ich wollte immer wissen, wie es (mit Winston) weitergeht und ob es ihm und eventuellen Anhängern vielleicht sogar gelingt, die Partei und das System zu stürzen. Manchmal war das ganze aber auch sehr komplex und daher anstrengend zu lesen. Am meisten hat sich für mich der Teil gezogen, in welchem ein Auszug aus "dem Buch" (THE BOOK) der Brotherhood abgedruckt ist, das Winston liest. Dieser Teil zog sich über etwa 40 Seiten, er wirkte sehr theoretisch und mit der Geschichte ging es währenddessen überhaupt nicht voran. Er enthält außerdem sehr viele Wiederholungen von Gedanken, die Winston vorher schon gehabt hatte. Als Protagonist war Winston mir sehr sympathisch. Er scheint zunächst kein Held im klassischen Sinn zu sein, sondern eher mittelmäßig, jedoch fand ich es wirklich bewundernswert, dass er seine kritischen Gedanken trotz der widrigen Umstände nicht aufgibt, was sicherlich einfacher gewesen wäre. Die Wandlung, die er gegen Ende der Geschichte mitmacht, war für mich deprimierend, dafür aber sehr realistisch. Auch sonst fand ich das Ende des Buches wirklich gut gemacht. Von Anfang an rechnet Winston jeden Moment damit, aufzufliegen und gefasst zu werden. Julia erschien mir ebenfalls als eine interessante Figur, wenngleich ich sie aufgrund ihrer eher ignoranten und weniger idealistischen bzw. prinzipientreuen Haltung weniger mochte als Winston. Weiterhin hat mir gefallen, wie sich einige Aspekte in "1984" auf die Schrecken von Orwells Zeit, der selbst entschiedener Gegner des Totalitarismus war, beziehen. Zum Beispiel erinnerten mich die Organisationen "The Spies" und "Youth League" für Kinder und Jugendliche an die Hitlerjugend im nationalsozialistischen Deutschland. Das gleiche gilt für die fehlende Bereitschaft der Bevölkerung Oceanias, sich gegen das politische System aufzulehnen aus Angst vor der schrecklichen Bestrafung. Eine starke und schaurige Dystopie, in der Orwell eine düstere und kalte Welt kreiert, die den Leser mit einem beklemmenden Gefühl zurücklässt. Wenigstens kann man davon ausgehen, dass das meiste von dem, was in Oceania geschieht, wohl zumindest praktisch niemals umsetzbar wäre. "You were the dead, theirs was the future. But you could share in that future if you kept alive the mind as they kept alive the body, and passed on the secret doctrine that two plus two make four."
  4. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.356)
    Aktuelle Rezension von: Seitenleserin

    Inhaltsangabe:

    „Das geniale Manuskript eines unbekannten Autors treibt den jungen Dichter Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim. Wenn er dem Geheimnis des Verfassers irgendwo auf die Spur kommen kann, dann in den labyrinthischen Katakomben dieser buchverrückten Stadt. Der Geruch von Druckerschwärze durchzieht die Straßen, Bibliothek reiht sich an Bibliothek. Und in den Katakomben stürzen sich belesene Buchlinge und Bücherjäger auf alles, was Buchstaben hat. Als Mythenmetz nach unzähligen Abenteuern den Schattenkönig von Buchhain trifft, scheint er am Ziel.“

    Schon der Titel „Die Stadt der Träumenden Bücher“ lädt Romanliebhaber zum Lesen ein. Es ist nicht nur ein Buch für junge Leser, sondern für Groß und Klein. Mit einem großen Wortschatz, fantasievollen Neologismen und viel Kreativität entführt Walter Moers einen in die Welt von Zamonien. Dort darf man sich mit Hildegunst von Mythenmetz in ein Abenteuer stürzten und so manche interessante Kreaturen Buchhains kennenlernen. Durch die Illustrationen, welche mehrere Seiten schmücken, präsentiert der Autor seinen Blick auf die geschaffene Welt. Wobei dies garnicht notwendig ist, da die kunstvollen, detaillierten Beschreibungen ein klares Bild kreieren. Walter Moers ist ein erfolgreicher Verseschmied. Mühelos verschlingt man die Seiten Stunde um Stunde.

    Diese Geschichte bietet eine angenehme Abwechslung zu den typischen Themen. Wer Lust auf ein gedankenreiches, originelles Buch hat, ist mit „Der Stadt der Träumenden Bücher“ gut aufgehoben.

    Hier abschließend ein Zitat aus dem Buch:

    „Ist es nicht absurd, dass einem die Erinnerung an gute Zeiten viel eher die Tränen in die Augen treibt als die an schlechte?“

  5. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

     (1.051)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein opulentes Stück Weltliteratur, das Leo Tolstoi mit seiner „Anna Karenina“ geschaffen hat. Und trotz der vielen Seiten, mit denen dieser Roman aufwartet, las er sich doch recht zügig.

    Streng genommen sollte das Buch nicht nur Anna Karenina heißen, geht es doch um zwei verschiedene Frauen, zwischen deren Leben die Handlung hin und herspringt. Kitty heißt das andere junge Mädchen, deren Leben und Leiden der Leser begleitet.

    Als Anna Karenina Alexej Wronskij kennenlernt, ist es um beide geschehen. Sie wird zur bekanntesten Ehebrecherin in der Weltliteratur. Doch das Leben ist nicht leicht im Russland der Zarenzeit. Frauen sind ohne ihre Männer nichts, haben keine Rechte und quasi keine Daseinsberechtigung. Sie erhalten „Taschengeld“ von ihren Ehemännern, um sich oder ihren Kindern etwas kaufen zu können. Auch haben sie keinerlei Rechte auf ihre eigenen Kinder, wenn es zum Ehebruch kommt. Und so leidet Anna einerseits unter dem Fehlen ihres Sohnes, andererseits unter ihrem verlorenen Leben. Doch solange Wronskij da ist, ist alles gut.

    Kitty hingegen lehnt den Heiratsantrag eines ihr lieben Menschen ab, da ihre Mutter eine bessere Partie vorgesehen hat, aus der dann jedoch nichts wird. Die Depression, in die das junge Mädchen stürzt, begleitet sie dann ihr weiteres Leben. Doch vielleicht ist noch eine Änderung der Lebensumstände möglich.

    Ein großes Werk, das wirklich nur ein paar kleinere Szenen hat, auf die man getrost verzichten könnte. Das Leben zur Zarenzeit wird wirklich sehr gut dargestellt und das Leben der Frauen authentisch erzählt.

    Mir tun sie vor allem Leid. Sie sind nichts, sie haben nichts und müssen es dann auch noch über sich ergehen lassen, dass das Fremdgehen ihrer Männer Normalität ist. Ich bin froh, selbst nicht in dieser Zeit in diesem Land leben zu müssen.

    Was ich als Manko herausstelle, sind die ganzen gefühlsduseligen und hysterischen Frauen. Klar, Tolstoi war ein Mann, aber offenbar stand seine Meinung über Frauen auch nicht gerade hoch im Kurs. Immer wieder schreiben, heulen und ewige Tränen. Als Alternative geht nur der Glanz in jedermanns Augen... Das fand ich etwas nervig, zumal Tolstoi dies inflationär eingesetzt hat. Und das, obwohl es fast nur prächtige und vorzügliche Menschen in diesem Roman gab.

    Dennoch: eine gute Geschichte, die man vielleicht einfach einmal im Leben lesen haben sollte. Ich werde Tolstoi auf jeden Fall noch mindestens ein Buch geben.

  6. Cover des Buches Der Richter und sein Henker (ISBN: 9783257600599)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Richter und sein Henker

     (1.239)
    Aktuelle Rezension von: The_Gamer9805

    Das Buch ist spannend. Es hat manche Stellen in denen es eher Langweilig wird. Man kann es sehr gut verstehen. Es hat auch ein Film darüber. Ich hatte das Buch in der Schule. Es gibt gute Aufgaben für das Buch im Internet. Es sind eher kleinere Kapital, aber es hat auch grössere Kapitel. Man kann es auch gut verstehen. Gut geeignet für den Literatur Unterricht.

  7. Cover des Buches Wächter des Zwielichts (ISBN: 9783453316201)
    Sergej Lukianenko

    Wächter des Zwielichts

     (425)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Zwielicht – das beschriebt die Welt am besten, in die der Autor seine Leserschaft verfrachtet. Alles wirkt leicht düster und beklemmend. Niemandem, egal wie freundlich, ist zu trauen. Ein permanentes Gefühl von zuschnappenden Fallen und boshaften Intrigen hat mich beim Lesen begleitet. Das Buch ist, wie gewohnt, in drei Teile aufgesplittet, deren einzelnen Geschichten am Ende brillant miteinander verwoben werden.

    Das, was Lukianenko hier abliefert, ist wie in den ersten beiden Büchern, ganz hohe Kunst. Keinesfalls fällt dieser Band gegenüber den ersten beiden ab, sondern setzt die Geschichte eindrucksvoll fort.

    Der Stil ist fesselnd und hat mich das Buch fast nicht aus der Hand legen lassen. Wer die Wächter-Reihe nicht kennt, sich einer urbanen Fantasygeschichte gegenüber aufgeschlossen zeigt und schon immer mal eine andere, düstere und zwielichtige Seite Russlands kennenlernen wollte, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches Krabat: Roman (ISBN: 9783522202343)
    Otfried Preußler

    Krabat: Roman

     (1.826)
    Aktuelle Rezension von: zebrabuchzeilen

    Krabat ist kein leichtfertiges Buch. der Schreibstil ist etwas schwer und man muss sich erst einmal daran gewöhnen.

    Die Geschichte handelt von Magie, Freundschaft und Selbstfindung. Die Grundidee ist hierbei nicht nur schön sondern auch traurig,

  9. Cover des Buches New World - Das brennende Messer (ISBN: 9783473584512)
    Patrick Ness

    New World - Das brennende Messer

     (37)
    Aktuelle Rezension von: his_and_her_books

    Zitat:
    „Während all das geschieht, denke ich: Ja.
    Hier kommt es.
    Das Ende.
    Das Ende von allem.“
    (S.10)

    „Seine Stimme erfüllt alles um uns herum, sie tanzt um und in die Köpfe der Soldaten, erreicht auch den letzten Mann am Rand des Camps.“
    (S.145)

    „Überall ist Blut.
    Auf dem Gras im Vorgarten, auf dem schmalen Weg, der zum Haus führt, auf dem Fußboden drinnen, überall.“
    (S.219)

    Inhalt:
    Das Heer der Spackles rückt unaufhaltsam näher. Todd hat keine andere Chance, als den Bürgermeister freizulassen, um die Armee zu befehligen. Als Gegenleistung verlangt Todd jedoch die Sicherheit Violas.
    Die erste Schlacht kann gewonnen werden. Die Spackle werden zurückgedrängt. Doch der scheinbare Sieg kann nicht über die Übermacht des Gegners hinwegtäuschen. Auch der Bürgermeister weiß, dass die Chancen gering sind. Denn ihnen gegenüber stehen unzählige Gegner. Ihr Ende scheint besiegelt zu sein. Es gibt keine Hoffnung, dass die Menschen auf diesem Planeten überleben werden.

    Meinung:
    Die ersten beide Teile der „New World“- Reihe haben mir wirklich gut gefallen. Ich war deshalb sehr froh, dass der finale Teil bereits in meinem Regal darauf wartete, gelesen zu werden. So nutzte ich nun die Gelegenheit, um wieder in New World einzutauchen.

    Gleich zu Beginn erhielt ich eine wirklich gute, kurz gehaltene, Zusammenfassung des bisher Geschehenen. Dies ist definitiv ein Pluspunkt für alle, bei denen zwischen den Bänden bereits einige Zeit verstrichen ist. Aber auch ich konnte davon profitieren, selbst wenn ich die Reihe fast nahezu am Stück lesen konnte.

    Patrick Ness zeichnet hier eine Welt, wie sie realer kaum erscheinen kann. Jedes Detail ist vorstellbar. Ich erlebte einerseits bedrückende Verzweiflung, andererseits punktet New World mit durchaus reizvollen, unerforschten Landschaften, die ich mir vor meinem geistigen Auge gut bildhaft vorstellen konnte. Dabei ist der Schreibstil des Autors keinesfalls ausschweifend. Präzise und ohne zu sehr ins Detail zugehen gelang es ihm, mich völlig in den Bann der Geschichte zu ziehen. Erleben konnte ich das Geschehen wiederum in Gegenwartsform. Todd und Viola wechselten sich hierbei in Ich-Perspektive ab. Doch in diesem dritten Teil baute Patrick Ness noch eine dritte Sicht ein. Ohne zu viel zu verraten kann ich dennoch bestätigen, dass die Geschichte damit insgesamt tiefgründiger wirkt und völlig neue Eindrücke gewährt. Zudem verspürte ich eindeutig Nuancen von Erbarmungslosigkeit und Gewaltbereitschaft, die beide Vorbände deutlich übertrafen. 

    Todd hatte mittlerweile, auch durch die Einwirkung des Bürgermeisters, gelernt, seinen Lärm zu kontrollieren. Auch wenn er vermeintlich immer noch derselbe ist, kann man eine gewisse Änderung nicht abstreiten. Zu gegensätzlich sind Handlungen und eigentliches Denken. Und doch überstrahlt die Sorge um Viola alles um ihn herum. Violas Sicherheit ordnet er alles unter, diese hat für ihn oberste Priorität. Ohne Wenn und Aber.

    Auch Viola bleibt Todds Entwicklung nicht verborgen. Sie zweifelt, glaubt dennoch stets an ihren Todd. Sie selbst entwickelt sich zusehends. Viola wirkt reifer, trifft wohlüberlegte Entscheidungen. Selbst gesundheitlich schwer angegriffen, kämpft sie sich durch alle Hindernisse. Doch wird dieser unbedingte Wille belohnt werden? Bekommt sie Todd, IHREN Todd, zurück oder muss sie tatenlos zusehen, wie der Bürgermeister immer mehr Macht bekommt?

    Der Bürgermeister ist der Antagonist schlechthin in dieser Geschichte. Prentiss vereint alle Boshaftigkeiten, die einen wirklichen Schurken ausmachen. Dabei gibt es tatsächlich spürbare Ansätze von Besserung. Und daran ist Todd nicht ganz unschuldig. Doch haben diese Änderungen Bestand? Kann sich der Bürgermeister tatsächlich ändern? Zu den Guten gehören?

    Patrick Ness hat mit diesem dritten Teil einen wirklich passenden Abschluss geschafft. Das Ende, das er gewählt hat, könnte treffender nicht sein. Und ich kann auch mit Recht behaupten, dass es DIESEN EINEN Showdown nicht gab; das Finale ist vielmehr geprägt von einer Aneinanderkettung von Highlights und spannungsgeladenen Momenten. Einfach eine gute Mischung, die mich durchgehend auf hohem Niveau unterhalten konnte.

    Urteil:
    Mit „New World – Das brennende Messer“ hat Patrick Ness seiner Trilogie einen krönenden Abschluss verpasst. Eine Mixtur aus Gewalt, Intrigen und ehrlicher Hoffnung wird hier zu einer wirklich spannenden Geschichte vereint. Für mich ist dieser dritte Teil eindeutig das Highlight der „New World“-Trilogie. Auch wenn ich mich nun von einer einzigartigen Welt verabschieden muss, hinterlasse ich Todd und Viola für unsere gemeinsamen Stunden eindeutige 5 Bücher.

    Alle, die gern in fremde Welten hineinschnuppern, dabei mögliche Gefahren, aber auch Gewohnheiten nicht außer Acht lassen, dabei zielstrebig ihr Ziel verfolgen, sollten hier einen Blick riskieren. Für alle Fans der ersten beiden Teile ist „New World – Das brennende Messer“ selbstredend ein Must-Read!

    Die Reihe:
    1. New World – Die Flucht 
    2. New World – Das dunkle Paradies
    3. New World – Das brennende Messer


    ©hisandherbooks.de
  10. Cover des Buches Die Speed Queen (ISBN: 9783499226403)
    Stewart O′Nan

    Die Speed Queen

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Jeami

    So eine Art Roadmovie, in dem die zum Tode verurteilte und kurz vor ihrer Hinrichtung stehende Majorie Bänder bespricht, auf denen sie erzählt, wie sie zusammen mit ihrem Mann Larmont und ihrer Freundin Natalie 13 Menschen umgebracht hat.

    Das Thema ist nicht wirklich neu, doch die Geschichte beeindruckt dadurch, dass Majorie relativ emotionslos aus ihrem von Anfang an verpfuschten Leben erzählt. Lakonisch spult sie ab, wie es zu den Morden gekommen ist. Irgendwie haben sich diese Morde nebenbei ergeben, völlig sinnlos und dadurch sehr traurig.

  11. Cover des Buches Narziß und Goldmund (ISBN: 9783518471234)
    Hermann Hesse

    Narziß und Goldmund

     (687)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    -Klappentext- 

    Der junge Novize Narziss ist in dem Kloster Mariabronn aufgewachsen, durch sein großes Verständnis für die Wissenschaft bei den Gelehrten beliebt und gibt sich gegenüber anderen sehr stolz und hochmütig. Dann taucht Goldmund auf, welcher von seinem Vater in das Kloster gebracht wird, und zwischen den beiden entsteht eine besondere wenn auch komische Freundschaft. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Der eine ein Denker, der andere ein Träumer. Goldmund ist von Narziss angetan, fühlt sich zu ihm hingezogen und versucht ihn nachzueifern. Er scheitert jedoch und Narziss überzeugt und erklärt ihm, dass Goldmund für ein Leben im Kloster nicht bestimmt ist und dieser begibt sich daraufhin auf Wanderschaft und zieht die Kunst dem Klosterleben vor. Es folgt ein intensives Leben, geprägt von Liebe und Lust, aber auch Leid, Pest, Krieg und Einsamkeit.

    Nun habe ich bereits das dritte Buch von Hermann Hesse zu Ende gelesen und bin wieder mal total außer mir! Seine philosophischen Werke sind so besonders und dieses Werk umfasst diverse Themen wie die Analyse des Menschen und die Gegensätze der Individuen, wobei zwei ganz unterschiedliche Lebensweisen dabei verglichen und betrachtet werden- eine Geschichte voller Unterschiede!

    Hesse‘s Schreibstil war mal wieder einfach großartig und ich freue mich jedes Mal aufs Neue, die in Vergessenheit geratenen älteren Wörter in meinen Wortschatz aufzunehmen und zu benutzen ;) !

    Mein liebstes Zitat aus dem Buch (S. 44/45) -anders formuliert : 

    „Es ist nicht unsere Aufgabe einander näherzukommen oder ineinander überzugehen, sondern, so wie Sonne und Mond, einander zu erkennen und zu ergänzen- wie ein Gegenstück.“ 

    Dieses Zitat spiegelt haargenau die Menschen wieder: Alle Individuen so voller Unterschiede- die einen sind Denker und Wissenschaftler, die anderen Künstler und Träumer- und doch ergänzen sie sich und brauchen den jeweils anderen. Ohne den einen, existiert der andere nicht.

    Genauso wie Narziss und Goldmund: Beide von Grund auf verschieden mit anderen Lebensvorstellungen, doch ergänzen und profitieren sie auch von sich. Goldmund hat Narziss die Kunst nähergebracht und Narziss Goldmund den Gehorsam und Gott. Der Geistesmensch hat von der Lebensart des Sinnenmenschen profitiert.

    Beide sind ihren Weg gegangen, haben ihre Lebensvorstellung erfüllt und am Ende trotz ihrer Unterschiede wieder zueinander gefunden.

    Narziss hat Goldmund geholfen seinen Lebensweg zu entdecken und Goldmund hat Narziss geholfen seinen Lebensweg anders zu betrachten.

    Beide so unterschiedlich und doch so gleich. 


  12. Cover des Buches Nachdenken über Christa T. (ISBN: 9783518224045)
    Christa Wolf

    Nachdenken über Christa T.

     (40)
    Aktuelle Rezension von: RosaCuisine
    In "Nachedenken über Christa T." reflektiert die Ich-Erzählerin über ihre verstorbene Schulfreundin und Kommilitonin Christa T. Im Mittelpunkt steht ihre Schwierigkeit zu sich selbst zu finden und sich in die Gesellschaft einzufügen, während sie sich selbst und ihre Umgebung stets kritisch in Frage stellt und skeptisch gegenüber Allem bleibt, was vermeintlich absolut und abgeschlossen ist. Als sie mit Mitte dreißig langsam 'anzukommen' scheint und wenigstens in Teilen einen Weg findet, sich ihr Umfeld nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten, stirbt sie jedoch an Leukämie. Sehr einfühlsam und reflektiert schildert Wolf nicht nur die Schwierigkeit der Protagonistin ihren Lebensweg zu finden, sondern ebenso die Problematik des Erinnerns, das immer auch Vergessen und neu Erfinden mit einschließt. Besonders im Vergleich zu seinem Vorgänger 'Der geteilte Himmel' von 1963 wird in diesem Buch Christa Wolfs deutlich veränderte Einstellung zur Kulturpolitik der DDR der 60er Jahre deutlich. Der stark subjektive Stil, der mangelnde Optimismus, kein Aufzeigen von Lösungen und die Frage, wie sehr der Tod Christa T.s in den gesellschaftliche Verhältnissen begründet ist, stellt einen starken Bruch dar, hin zur literarischen Moderne und weg von einer expliziten Bestätigung der politischen Verhältnisse.
  13. Cover des Buches Reisen im Licht der Sterne (ISBN: 9783423145312)
    Alex Capus

    Reisen im Licht der Sterne

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Wer kennt sie nicht, „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. Millionen Heranwachsender haben dieses Buch verschlungen, unvergessen die Fernsehverfilmung, die Deutschland zwischen Weihnachten viermal eineinhalb Stunden zwischen Weihnachten und Neujahr vor die Fernseher trieb. Billy Bones, John Silver und sein Papagei, die Schurken Anderson und Hands, der alte Irre Benn Gunn, es waren Figuren, die weit über die Bestsellerlisten bekannt blieben. Die romantische Verklärung der Piraterie, johoho und 'ne Buddel voll Rum.

    Doch was blieb noch von Stevenson? Dass er als Schriftsteller zu seiner Zeit sehr erfolgreich war, ist den Wenigsten bekannt. Doch dass ermöglichte ihm, trotz schwerer Krankheit, ein Leben in Wohlstand und vor allem konnte er reisen. Warum es ihn ausgerechnet nach Samoa verschlagen hat, ist eine Quelle wilder Spekulationen und auch der Stoff der „Schatzinsel“ füllt Bücher von Gelehrten und solche, die sich dafür halten.

    Alex Capus hat sich auf die Spur des Louis Stevenson begeben und versucht, dessen Faszination für die Schatzsuche und die Südsee nachzuvollziehen. Er reiste selbst auf die Insel, auf der Stevenson einen Großteil seines Lebens zugebracht hat und versuchte, das Geheimnis von Cocos-Island zu lüften, der Insel, auf dem der große Schatz der Kirche von Lima versteckt sein soll. Dabei hat er kein reines Sachbuch geschrieben, sondern geschickt Realität und Fiktion verbunden, doch fündig geworden ist auch er nicht. Dafür gibt es jede Menge Einzelheiten aus dem Leben des großen Autoren Stevenson und teilweise vergnügliche Anekdoten, die seine Arbeit und sein Leben geprägt haben.

    Es ist ein etwas anderer Reisebericht, der sich spannend in der Welt der Schatzsuche und der Auswanderer bewegt. Capus lässt den Leser nicht von der Leine, es macht Spaß, ihm durch die unwegsamen Pfade der Südseeinseln zu folgen und es ist interessant zu erfahren, wie sich Stevenson neben seiner schriftstellerischen Berufung durch das Leben manövrierte.

    Ein Buch, das einen geheimnisvollen Sog ausübt. Wie ein Schatz, den man unter jedem Stein vermutet. Leseempfehlung!

  14. Cover des Buches Schilf (ISBN: 9783641242732)
    Juli Zeh

    Schilf

     (231)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ich habe das Buch leider abgebrochen. Es trifft überhaupt nicht meinen Geschmack.

     

    Schon am Anfang quäle ich mich durch die ersten Seiten. Für mich ist es zu langatmig, zu langweilig denn es passiert einfach zu wenig. Ehrlicherweise passier lange erstmal gar nix. Es wird sehr ausführlich und detailliert die Vergangenheit beschrieben und die merkwürdige Freundschaft zwischen der Hauptfigur und dessen bester Freund. Dabei konnte sich mir nicht erschließen wieso die beiden sich überhaupt noch treffen. Es machte nicht dem Anschein als würde es auch nur einem von beiden gefallen/Freude bereiten/ gut tun oder ähnliches.

     

    Zusätzlich verliert sich die Autorin im physikalischen Erkärungen und Theorien. Leider für mich eine Spur zu viel. Dieses Thema interessiert mich einfach nicht, scheint aber für die Autorin essentiell zu sein. Daher passen hier die Erwartungen nicht zusammen, denn ich wollte eine spannende Geschichte lesen und kein physikalisches Theorie – Sachbuch. Für mich war die Geschichte bis dahin leider überhaupt nicht spannend.

     

    Eigentlich habe ich nur darauf gewartet, dass die eigentliche Geschichte (wie im Klappentext beschrieben) beginnt und an Fahrt aufnimmt. Zudem Zeitpunkt wo ich abgebrochen habe war ich davon wohl noch sehr weit entfernt.

     

    Soweit ich das dann erkundigen konnte würde das wohl in der Geschichte so weitergehen, dass es langatmig ist und das physikalische Geschreibsel so weiter geht. Daherh abe ich entschieden das Buch abzubrechen.

     

    Auch an den Schreibstil konnte ich mich nur sehr schwer gewöhnen.

  15. Cover des Buches Faust. Der Tragödie zweiter Teil (ISBN: 9783736400016)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust. Der Tragödie zweiter Teil

     (320)
    Aktuelle Rezension von: PhaedrusBold

    Der sehr anspruchsvolle Schreibstil Goethes machte mir das Verstehen des sowieso schon abstrusen Inhalts quasi unmöglich. 

    Sehr wahrscheinlich muss man sich schlichtweg intensiver mit dem Werk beschäftigen, als ich das getan habe. Jedoch hatte ich nach dem Lesen nicht den Drang mich mehr reinzuarbeiten.

    Trotzdem für mich ein 2-Sterne Werk, da mich der Stil von Goethe Stellenweise begeistern konnte.

    Insgesamt war ich sehr froh das Buch ad Acta legen zu können. Meiner Meinung nach sollte man sich mit dem ersten Teil zufrieden geben und um den zweiten einen Bogen machen.

  16. Cover des Buches Roter Mond (ISBN: 9783734100635)
    Benjamin Percy

    Roter Mond

     (75)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ich bin total begeistert. Was für ein spannendes Buch ! Könnte von Stephen King sein, ist aber besser. 

    Es geht um viele aktuelle Themen wie Pandemie (hier allerdings durch Prionen, (das sind die Dinger, die auch BSE auslösen können) und nicht Viren, aber es ist auch eine Zoonose), Ausgrenzung von anderen (hier um von der Krankheit befallene Menschen, statt um Ausländer, Flüchtlinge, Schwarze oder Juden, aber die Diskriminierung, die Angst vor den "Anderen", die Vorurteile und der Hass mancher Menschen sind gleich), es geht um Unterdrückung und um Aufstand, um Menschen, die friedlich ihr normales Leben führen möchten und um einige wenige, die sich weigern wollen, Medikamente zu nehmen gegen die Krankheit, weil sie die Nebenwirkungen nicht ertragen. Es geht darum, wie USA-Truppen Länder mit kostbaren Rohstoffen besetzen und sich in den Ländern Widerstand regt bis hin zu Terroranschlägen, worunter dann wieder die Zivilbevölkerung leidet.

    Also alles aktuelle und leider immer noch aktuelle Themen. Das Besondere ist aber, dass die Erkrankung, um die sich alles dreht, die Menschen nach Ansteckung zu Werwölfen macht. Die meisten wollen friedlich wie gewohnt  weiterleben und nehmen brav die Medikamente, die die Verwandlung unterdrückt, aber dann gibt es da auch noch die Terroristen.....

    Sehr, sehr spannend, Erzählstil, Personen, verschiedene Handlungsstränge erinnern mich an die Werke von Stephen King z.B. the Stand, ich finde dieses Buch aber besser. Man hat mit den Personen mitgefiebert, gehofft und gebangt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Obwohl ich wenig Zeit hatte, habe ich die über 600 Seiten in 2 Tagen verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den einzelnen Charakteren und im Großen Ganzen weiter geht. Manchmal ist es grausam, nicht nur, was Werwölfe Menschen antun, sondern auch umgekehrt. Wozu Menschen fähig sind finde ich immer wieder erschreckend (auch wenn dies Buch Fiktion ist, haben Menschen all diese Dinge schon anderen Menschen angetan). Trotzdem hat es mir gefallen. Es liest sich leicht und flott und ist wie gesagt, ein wahrer Page Turner.

    Und der Epilog ist der Hammer. Werde dies Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

  17. Cover des Buches Als wir träumten (ISBN: 9783104001180)
    Clemens Meyer

    Als wir träumten

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Auch dieses Buch hat meine Aufmerksamkeit durch das Poster der "99 Bücher, die man gelesen haben sollte" geweckt. Ich muss gestehen, dass ich vorher noch nie davon gehört hatte.

    Wir begleiten Daniel und seine Clique durch ihre Kindheit und Jugend, die sie in einer trostlosen Gegend in Leipzig-Ost verbringen. Beginnend mit kleineren Delikten wie dem Schule-Schwänzen und Ladendiebstählen im Kindesalter geraten sie im Laufe der Jahre immer tiefer ins kriminelle Milieu, zum Beispiel durch heftige Schlägereien mit rivalisierenden Banden, Autodiebstähle, Einbrüche und Drogenverkäufe. Die Nachwendezeit erleben sie dabei wie einen Rausch- Hintergründe sind ihnen unklar. Einige Leidenschaften werden beflügelt, wie Autos klauen und eine eigene illegale Disko gründen, andere gehen unter, wie die Fan-Liebe zu Chemie Leipzig, ein Fußball-Club, der plötzlich einen anderen Namen hat und nicht mehr oben mitspielt. Es gibt hier niemanden, der den Jungen die Welt erklärt und ihre Energie in andere Bahnen lenkt.

    Das Buch ist in Episoden erzählt, die unregelmäßig in der Zeit vor und zurück springen. Zuerst war es für mich etwas schwierig, der Linie zu folgen aber im Nachhinein finde ich die Erzähltechnik großartig. Das chronologische Erzählen verliert an Bedeutung, da dem Leser eigentlich klar ist, wohin die Reise geht. Durch das Vorwegnehmen von Ereignissen, die erst später im Detail beschrieben werden, hatte ich das Gefühl einer besonderen Nähe zu den Figuren und ihrer Geschichte. Und sowieso geht mir dieses Buch sehr nah, da es um meine eigene Generation geht (Daniel ist ein Jahr älter als ich). Erzählt wird aus Sicht von Daniel in langen, atemlosen Sätzen in einer sehr authentischen Sprache.

    Ich hatte vor dem Lesen erwartet, dass der Mauerfall noch mehr thematisiert wird, z.B. in Form von großen Erwartungen und (nicht immer erfüllten) Hoffnungen auf eine bessere Zeit, Chancen und Überforderung durch die neue Freiheit. Aber dieser Weg, die Wende an den Jugendlichen einfach so vorbeiziehen zu lassen, ohne dass sie sich je mit den Hintergründen befassen, kommt mir auch irgendwie sehr echt vor.

    Die Geschichte der Jungen ist absolut unbeschönigt. Sie sind ein Produkt ihrer Umgebung und folgen nur ihren eigenen Gesetzen. Man schließt sie ins Herz mit ihrer verqueren Logik (nur noch der Banküberfall und dann mit dem Geld „ganz legal“ ein Auto kaufen) und ihrem abgefahrenen Gerechtigkeitssinn, ihren großen Ideen, Träumen und Zielen. Man ist fast überrascht, dass sie sich einerseits so gehen lassen, auf der anderen Seite aber viele persönliche Ziele und Träume verfolgen und einen so großen Ehrgeiz besitzen. Den sie leider nur einsetzen, um sich immer weiter reinzureiten. Unfassbar authentisch erzählt, wahrscheinlich ist vieles wahr, ich hoffe nicht alles. Ob Stefans Foto gewonnen hat?

    Sehr berührendes Buch.

  18. Cover des Buches Blond (ISBN: 9783100540003)
    Joyce Carol Oates

    Blond

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Southside
    Kaum ein biografisches Buch hat mich je so gefesselt. Joyce Carol Oates schildert das Leben der Schauspielerin nicht mit dem Abhaken von Lebenssituationen, sondern mit der Sprachmächtigkeit der großen Autorin. So ist diese Biografie mehr Roman als dokumentarisches Werk und doch erfährt man alles über das tragische Leben des Megastars. 
  19. Cover des Buches Kein Ort. Nirgends (ISBN: 9783518224793)
    Christa Wolf

    Kein Ort. Nirgends

     (63)
    Aktuelle Rezension von: FriediM
    Wenn ich an die DDR-Schriftstellerin Christa Wolf denke, fallen mir als erstes Werke ein wie “Kassandra” oder etwa “Medea”. Die im Dezember 2011 verstorbene Autorin hat prägende Literatur verfasst, die vielleicht nicht jedem geläufig ist, die aber stets situationskritisch ist. Die Erzählung “Kein Ort. Nirgends” aus dem Jahr 1979 ist ein fiktionales Gespräch zwischen den empirischen Charakteren Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode[1] im Jahr 1804, beide haben kurze Zeit später, unabhängig voneinander, Selbstmord begangen. Die Szenerie ist eine typische Teegesellschaft der Epoche der (antirevolutionären) Romantik, in denen nicht nur die beiden bereits genannten Persönlichkeiten anwesend sind, sondern auch Schriftsteller wie etwa Clemens Brentano (“Des Knaben Wunderhorn”), seine Schwestern Bettina und Gunda, sowie Friedrich Carl von Savigny, welcher die anwesenden Frauen förmlich anzieht. Die Zeit – zwischen der Französischen Revolution und der Märzrevolution 1848 – ist eine Zeit in der es gilt einen Neuanfang zu gestalten. Die Gespräche in dieser Teegesellschaft sind meist trivial, und Kleist und Günterrode sind ganz klare Außenseiter in diesen Gesprächen. Abwechselnd wird aus den Perspektiven der beiden Charaktere erzählt. Nach und nach beginnen die beiden ungleichen Protagonisten zu begreifen, dass sie sich gar nicht so unähnlich sind und kommen ins Gespräch über ihre hoffnungslose Situation in dieser Gesellschaft. Was außerdem auffällt, sind die beinahe schon böswillig wirkenden Bemerkungen aller anwesenden Personen, welche ihnen jedoch scheinbar nicht übel genommen werden. Die Erzählung ist komplex erzählt mit vielen Rückblenden vor allem über Kleists Depressivität und Günderrodes Gedichten, auch Savigny’s Anziehungskraft auf Frauen wird mehrmals betont. Doch was ist diese Erzählung im Hinblick auf die DDR? Genauso wie die Romantiker um 1800 standen die Bürger der sowietischen Besatzungszone bzw. der DDR zwischen zwei Umbrüchen, zum einen der Teilung Deutschlands, zum anderen der späteren “Wende”. Die Frage wie man sich in einer solchen Phase verhalten soll, was richtig und was falsch ist, das Gewisswerden der Hoffnungslosigkeit zwischen solch revolutionären Schritten stehen im Fokus der Erzählung, verschleiernd hindeutend auf die Situation der DDR. Dieses teils sehr kompliziert gestaltete Gesellschaftsgespräch kann als gesellschaftskritisch, wenn nicht sogar als systemkritisch bezeichnet werden, interessant gestaltet mit teilweise sehr rabiatem Humor. Hier trifft man auf das genaue erzählerische Gegenteil von Erzählungen wie es zum Beispiel in “Die neuen Leiden des jungen W.” der Fall ist, in welchem die Handlung eher “locker” gehandhabt wird.
  20. Cover des Buches Die Lichtung (ISBN: 9783596314942)
    Jean Hegland

    Die Lichtung

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Sturmherz
    Nell und Eva, Schwestern aber unterschiedlich wie Tag und Nacht. Die eine lebt für den Tanz, die andere für die nahende Aufnahmeprüfung fürs College und ihren Freundeskreis.
    Anders als ihre Freunde, leben die Schwestern mit den Eltern nahe einem Waldstück, fernab von jeglicher Zivilisation. Kurz nacheinander sterben Vater und Mutter der beiden und sie sind auf sich alleine gestellt. Immer wieder hören Nell und Eva Gerüchte über wenig bis gar keinen Strom, über Seuchen und sogar Krieg. Als dann auch bei ihnen zu Hause der Strom ausfällt und auch nach Tagen und Wochen nicht mehr anspringt wird den beiden klar dass die vermeintlichen Gerüchte wahr sind und sie sich mit der Tatsache auseinander setzten müssen das wohl nichts mehr so ist wie vorher. Für beide beginnt eine Zeit der Veränderung und vor allem des Überlebens. Sie begreifen das sie von nun an auf sich allein gestellt sind und nur sich haben. Essen und Trinken ist nicht mehr selbstverständlich und muss entweder selbst angebaut, gejagt oder eingesammelt werden.
    Der Wald scheint mal bedrohlich, mal einladend vor allem aber schottet er sie komplett ab. Aber sind sie in Sicherheit? Und werden die beiden Schwestern überleben?
    Mich hat das Buch extrem gepackt!
    Ich mag Romane die in der Zukunft spielen, hier aber wird alles aus weiblicher Sicht erzählt. Was mir noch zusätzlich gefallen hat. Die Geschichte aus Sicht von Nell und Eva mitzuerleben hat mich fasziniert und lässt mich auch jetzt, nach beenden des Buches noch nicht los.
    Ein Buch das perfekt zum Herbst passt. Mit den aufziehenden Nebel, den Geräuschen und der Stimmung.
  21. Cover des Buches Arrival (ISBN: 9780734415868)
    Shaun Tan

    Arrival

     (15)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wenn dieses Sprichwort auf irgendetwas zutrifft, dann auf dieses wundervolle Bilderbuch. Ohne Worte erzählt Shaun Tan hier eine so rührende wie aktuelle Geschichte, die ich an junge wie alte Leser gleichermaßen empfehlen kann.

    Shaun Tan erzählt von Aufbruch, von Trennung und davon, wie man lernt, sich in der Fremde zurechtzufinden. Man merkt, dass er sich von der großen Immigrationswelle nach Amerika hat inspirieren lassen aber das mischt er mit so vielen fantasievollen wie bizarren Ideen, dass dieses Detail kaum ins Gewicht fällt.

    Die weichen Bleistift- oder Pastellzeichnungen sind sehr realistisch. Besonders auf die verschiedensten Gesichtsausdrücke und Gesten wurde Wert gelegt. Und es hat mir besonders gefallen, wenn Shaun Tan diese realistischen Bilder mit seinen eigenartigen Tierwesen verbunden hat. Das ist einfach nur wunderbar anzuschauen. Dazu geben die Braun- und Sepiatöne dem ganzen etwas von einem alten Fotoalbum.

    Auch die Mischung aus teils düsteren und traurigen Passagen mit niedlichen positiven Stellen war sehr gelungen. Am beeindruckendsten ist aber nach wie vor, wie klar die ganze Geschichte auch ohne ein einziges Wort erzählt ist. Die Fremdheit und Verlorenheit unseres Hauptcharakters kommt dabei ebenso zur Geltung, wie die Geschichten, die seine neuen Bekannten erzählen.

    Einzig gewundert habe ich mich über die Altersempfehlung des englischen Originals. Die finde ich mit „bis zu 10 Jahren“ dann doch zu niedrig. Zum einen kann man für dieses wunderbare Buch gar nicht zu alt sein, zum anderen weiß ich nicht, ob die teils sehr düsteren Bilder wirklich für Kinder unter 10 Jahren geeignet sind.

    Mich hat „The Arrival“ oder „Ein neues Land“ wie es im deutschen heißt, sehr begeistert. Es ist rührend ohne kitschig zu sein, fantasievoll und detailreich, teilweise angenehm düster und einfach perfekt umgesetzt. Ich wüsste nicht, was man hier noch besser machen kann. Dieses Buch werde ich definitiv noch sehr oft durchblättern. Große Empfehlung.

  22. Cover des Buches Pinocchio (ISBN: 9782849610671)
    Winshluss

    Pinocchio

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches V for Vendetta (ISBN: 140120841X)
    Alan Moore

    V for Vendetta

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon
    Set in a futurist totalitarian England, a country without freedom or faith, a mysterious man in a white porcelain mask strikes back against the oppressive overlords on behalf of the voiceless. Armed with only knives and his wits, V, as he’s called, aims to bring about change in this horrific new world. His only ally? A young woman named Evey Hammond. And she is in for much more than she ever bargained for…
    A visionary graphic novel that defines sophisticated storytelling, this powerful tale detailing the loss and fight for individuality has become a cultural touchstone and an enduring allegory for current events. Master storytellers Alan Moore and David Lloyd are at the top of their craft in this terrifying portrait of totalitarianism and resistance.... (Klappentext)

    ❃❃❃❃❃

    "There aren't many cheeky, cheery charakters in 'V FOR VENDETTA' either;
    and it's for people who don't switch off the news."
    (David Lloydm Jan. 1990)

    "V for Vendetta" ist eine Dystopie, welche im London der 1990er spielt.
    Nach einem Atomkrieg herrscht in England ein totalitäres und faschistisches Regime. Propaganda und Kontrolle beherrschen die Bevölkerung. Es werden nur Bücher, Musik und Nachrichten erlaubt und gesendet, welche vom "Führer" und seinem Überwachungsstaat erlaubt werden. Die Überwachungs- und Propagandaorganisation setzt sich zusammen aus der Geheimpolizei "Finger", dem Regierungssender "Mund", der Videoüberwachung "Auge", der Lauschattacke "Ohr" und der Ermittlungsbehörde "Nase". Keine Bücher, keine Musik, keine Individualität. Jeder der anders ist und gegen die strenge Regelungen verstößt, wird "entfernt" (kommt einem doch irgendwie bekannt vor, oder?).
    Doch es gibt einen, der sich gegen dieses Regime stellt und das im ganz großen Stil. "V" operiert aus dem Untergrund und trägt eine Guy Fawkes-Maske. Dieser war übrigens ein katholischer Offizier aus dem 17. Jahrhundert, der am 5. November 1605 das englische Parlament sprengen und König Jakob I. töten wollte. Grund - die Verfolgung katholisch Gläubiger durch die damaligen Machthaber. Wie dieser stellt sich auch "V" gegen das Regime und sprengt am 5. November das Parlament in die Luft. Dieser jedoch mit Erfolg, im Gegensatz zu Guy Fawkes. "V" ist geheimnisvoll, intelligent und dadurch schwer zu schnappen, denn er scheint immer einen Schritt voraus zu sein. Mit von der Partie ist ein 16-jähriges Mädchen namens Evey, welche er vor einer Vergewaltigung rettet und derer er sich annimmt. Und zusammen wollen sie dieses Regime zu Fall bringen (persönliche Inhaltsangabe).

    ">>Me? I'm the King of the twentieth century.
    I'm the Bogeyman. The Villain....the black sheep of the family.<<"
    (S. 13)

    Der Comic erschien erstmals 1982 und Alan Moore zeichnet hier eine Dystopie vom Feinsten, in der die Unterdrückung von Freiheit und Individualität der gesamten Gesellschaft das zentrale Thema ist.
    Während die Graphic Novel ursprünglich in Fortsetzungen und in schwarz-weiß veröffentlicht wurde, hält man hier die colorierte Gesamtausgabe  in den Händen. Diese ist in 3 Teile aufgeteilt, in denen die Pläne von "V" bezüglich der Zerstörung des Systems, sowie sein Motiv erörtert werden. Dabei wird aus mehreren Perspektiven erzählt und man erhält tiefe Einblicke in das System, sowie in die Hintergründe des geheimnisvollen Protagonisten selbst.

    Es gibt hier einige Abweichungen zum Film, welche ich jedoch sogar um einiges interessanter und stimmungsvoller finde. Aufgrund dessen gestaltet sich die Story sehr spannend. Diese besticht zusätzlich durch die Liebe zum Detail und die düsteren Zeichnungen von David Lloyd einfach nur fantastisch und fangen die Atmosphäre gekonnt ein.
    Die Zitate aus diversen Litereatur- und Musikklassikern runden das Werk ab und tragen zusätzlich zu der bedrückenden Stimmung bei.

    "Nobody you'd have heard of a German gentleman named Dr. John Faust.
    He made a deal, too."
    (S. 44)

    Schon vor der Story selbst erhält man Informationen von Alan Moore und David Lloyd bezüglich der Entstehung der Graphic Novel. Am Ende lässt uns Alan Moore noch einen Blick hinter die Kulissen werfen und es sind auch noch zwei Kurzgeschichten mit unserem mysteriösen "V" enthalten.

    Fazit:
    Eine rundum gelungene Graphic Novel die dystopischer nicht sein könnte - spannend, atmosphärisch, bedrückend und von der Thematik her aktueller denn je.
    Trotzdem ich den Film kenne, und von dem ich auch weiterhin schwer begeistert bin, empfand ich die Story als spannend, da sie wesentlich mehr in die Tiefe geht.
    Dies war mein erster Comic von Alan Moore und definitiv nicht mein letzter.

    © Pink Anemone (inkl. Bilder und Autoren-Info)




  24. Cover des Buches Hector Umbra (ISBN: 9783551748683)
    Uli Oesterle

    Hector Umbra

     (8)
    Aktuelle Rezension von: glowinggloom
    Lego Bulosa, der Imperator der Neurologischen Infiltrationsfront (NIF), gibt den Befehl zur entscheidenden Schlacht zur Unterdrückung der Menschheit. Ursprünglich existierten Bulosa und seine Leute nur als Wahnvorstellungen in den Schädeln der Menschen. Aber dann fanden sie einen Weg, die menschlichen Wirte abzustreifen und extrazerebral, zwar als häßliche Gnome mit freiliegenden Hirnen, weiter zu leben. Der Plan sieht vor, den berühmten Münchner Disk-Jockey Osaka zu entführen und sein Gehirn zu manipulieren. Osaka soll ein hypnotisches Jahrhundertwerk, die „Ode an den halbautomatischen Wahnsinn“ komponieren und damit die, von Drogen und Energiedrinks aufgeweichten, Hirne von Teenagern zu übernehmen, diese versklaven und mit deren Hilfe die Weltherrschaft an sich zu reißen. Nachdem Osaka plötzlich verschwunden war, begibt sich sein Freund Hector Umbra auf die Suche nach ihm. Hector sucht seinen verstorbenen Freund Joseph in der Kneipe der Toten in der Unterwelt auf. Sie sehen dort im Fernsehen, was ihre lebenden Freunde gerade machen. Hector bekommt wichtige Tips. Wieder auf der Erde findet sich Hector von den Zeugen Jehovas verfolgt. Die Zeugen Jehovas hatte die NIF als Leibgarde für Osaka gewonnen, indem man ihnen eine Erscheinung suggerierte, die Osaka als neuen Heiland ausgab. Bei Osakas Konzert in der Münchener Frauenkirche kommt es zum showdown. Uli Oesterle hat diese graphic novel in einem Rausch von leuchtenden Farben und in einem expressionistischen Zeichenstil inszeniert, der sehr gut zu der wahnwitzigen Story paßt. Das Buch hat mir gefallen.

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