Bücher mit dem Tag "filmemacher"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "filmemacher" gekennzeichnet haben.

41 Bücher

  1. Cover des Buches Kein Sommer ohne Liebe (ISBN: 9783596035342)
    Mary Kay Andrews

    Kein Sommer ohne Liebe

     (170)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Kein Sommer ohne Liebe von Mary Kay Andrews ist ein seichter, etwas dahin plätschernder Sommerroman. Der sich schnell lesen lässt. Mir persönlich war das Buch zu oberflächlich und ich kam mit den Protagonisten und deren Namen nicht zurecht.

    Geer ist Location – Scout und ist für einen neuen Film auf der Suche nach dem perfekten Ort. Den findet Geer in Cypress Key. Der kleine Ort ist etwas verschlafen, urig und hat seinen ursprünglichen Charme. Allerdings hat Cypress Key auch einen Bürgermeister der nicht sonderlich begeistert von den Dreharbeiten in seinem Ort ist. Bei all den Unstimmigkeiten zwischen Geer und Eb (dem Bürgermeister) finden die beiden gefallen aneinander. Doch es gibt immer wieder Auseinandersetzungen und private Probleme.

    Der Schreibstil ist leicht, sommerlich und frisch. Allerdings stolpert man am Anfang über die etwas komisch anmutenden Namen wie Geer, CeeJay, Eb oder Ginny. Aber wenn man die etwas öfter gelesen hat geht es schon. Die Geschichte an sich hätte eigentlich ganz nett sein können. Für mich gab es aber einige Längen und zu viel Nebensächlichkeiten die die Geschichte künstlich in die Länge zog.

    Auch blieben die Protagonisten sehr distanziert. Man hat alle nur Oberflächlich kennen gelernt und ehrlich gesagt war mir niemand so wirklich sympathisch. Auch konnte ich mit ihnen nicht wirklich mitfühlen. Sie waren mir zu unauthentisch und zu sehr auf sich bezogen. Es wird zwar viel geredet in dem Buch aber eine echte Kommunikation kam nicht zu Stande.

    Das Buch ist zwar nett zu lesen und gerade in den Sommermonaten geeignet wenn man nicht so viel denken will und sich nur berieseln lassen will. Wer hier eine tolle Story erwartet wird eher enttäuscht sein.

  2. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (ISBN: 9783551316608)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen

     (14.683)
    Aktuelle Rezension von: BellaBook

    Das Buch habe ich vor rund 10 Jahren gelesen. Damals war es extrem spannend und ich war von der geschaffenen Vampir-Welt und den Charakteren begeistert, daher bekommt es auch von mir 5 von 5 Sternen.

  3. Cover des Buches Biss zum Ende der Nacht (ISBN: 9783551316639)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Ende der Nacht

     (6.131)
    Aktuelle Rezension von: storylove

    Inhalt:

    Nach einem schwierigen Jahr voller Leid hofft Bella auf Besserung. Doch auch wenn sie und Edward endlich zusammen sein können, so vermisst sie ihren guten Freund Jakob schmerzlich. Doch dafür bleibt kaum Zeit, denn es droht wieder eine neue Gefahr, die Bellas Leben und das ihres Umfeldes für immer zerstören könnte.

    Schreibstil:

    Stephenie Meyer hat einen natürlichen, flüssigen Schreibstil, den man einfach gut und schnell lesen kann. Die Gefühle der Charaktere kann sie schön beschreiben, auch wenn sie mit der Romantik ein wenig zurückhaltender sein könnte, damit es nicht so schnulzig wirkt.

    Meinung:

    Auch wenn ich das Buch schnell durch hatte, fand ich die Geschichte nicht wirklich spannend. Vieles war vorhersehbar und zwischendurch langweilig. Mir hat die Spannung und Action gefehlt, die es am Anfang der Reihe noch gab. Immerhin gab es bei Bella eine Charakterentwicklung, die aber auch nicht wirklich überraschend war. Dennoch war dies das spannendste am Buch. Der große Showdown am Ende fand ich träge. Ich dachte, wenn die Volturi kämen, wird es aufregend, aber die meiste Zeit wurde nur geredet und verhandelt, bis es dann mal endlich zum Kampf kam. Dieser wirkte dann aber leider sehr erzwungen.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich dieses Buch sehr schwach fand. Es gab zwar einige unterhaltsame Momente, aber im Großen und Ganzen hat mich das Buch schon enttäuscht. Es gab nicht viele spannende Momente, dafür aber eine Menge romantischer Kitsch, bei dem ich fast würgen musste. Ich wollte das Buch lesen, um mit der Reihe abzuschließen, aber nochmal werde ich es nicht lesen. Das Buch ist eher was für eingefleischte Vampir-Fans der Reihe.

    Das Buch bekommt von mir 2/5 Sterne.


  4. Cover des Buches Biss zur Mittagsstunde (ISBN: 9783551316615)
    Stephenie Meyer

    Biss zur Mittagsstunde

     (7.562)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    *Rezension*

    Titel: Biss zur Mittagsstunde ( Band 2 )

    Autorin: Stephenie Meyer 

    ****
    Zum Inhalt ( Eigene Worte ):
    Als Edward nach einem blutigen Zwischenfall mit seiner Familie das Weite sucht und sich von Bella trennt, kommt sie Jacob immer näher. In ihrer Trauer um Edward ist er wie ein Fels in der Brandung für sie, doch auch Jacob ist nicht der, für den Bella ihn anfangs hielt. Bald erfährt Bella, dass Edward in Gefahr schwebt und sie ihn retten muss, auch wenn sie dafür ihr Leben aufs Spiel setzt… 

    ****
    Meine Meinung:
    Ich habe mich sehr auf diesen Band gefreut, weil in diesem eher Jacob als Edward im Vordergrund steht und ich ihn bereits im ersten Band viel interessanter fand.
    Edward hat mir auch in keiner Weise gefehlt, mir ging eher seine permanente Stimme in Bellas Kopf auf die Nerven. Egal, was sie getan hat, immer hat sie seine Stimme gehört.
    Dass diese neue Perspektive mit Jacob als Hauptcharakter kam, hat die Geschichte gut aufgelockert und ihr einen frischen Wind gegeben. Viel Neues ist in diesem Band nicht passiert, es ging viel um Bellas Liebeskummer und um ihre Gefühle für Jacob. Ihre Trauer um Edward hat mir mit der Zeit einiges an Nerven gekostet, weil es einfach immer das selbe war und es keinen Wendepunkt gab.
    Edward kam nur am Anfang und erst wieder kurz vor dem Ende als Charakter zur Geltung und das hat mir auch gereicht. Ich finde Bella und Edward als Paar oft sehr überzogen und schnulzig, sehr 0815 mäßig. Viele Dialoge zwischen den beiden sind so hochgestochen und übertrieben, dass man denken könnte, sie wären schon 20 Jahre zusammen und nie getrennt gewesen.
    Ich persönlich fand Jacob einfach angebrachter in der Rolle als Bellas festen Freund. Was ihn angeht, so war für mich schnell klar, was sich hinter seiner Person verbirgt und das finde ich weitaus spannender als das Vampirdasein von den Cullens.
    Zum Ende hin, als es um Edwards Befreiung ging, wurde die Geschichte sehr langatmig und das Ganze wurde irgendwie sehr grob abgehakt, ohne Spannung oder Nervenkitzel. Da hätte ich mir einfach mehr Action gewünscht.
    Ich wünsche mir ebenso für den dritten Band wieder mehr Augenmerk auf Jacob!
    Außerdem wünsche ich mir, dass Bella endlich verwandelt wird, was sicherlich für mich mehr Spannung sorgen könnte! 

    ****
    Mein Fazit:
    Schöne Entwicklung zwischen Bella und Jacob, jedoch ging mir die permanente Stimme von Jacob in Bellas Kopf auf die Nerven. Die Liebesgeschichte ist mir zu übertrieben und hochgestochen.
    Außerdem war das Ende sehr langatmig und langweilig. Gerade dort hätte mehr Spannung gut getan. 

    Von mir gibt es 3 Sterne! 🌟🌟🌟

  5. Cover des Buches Biss zum Abendrot (ISBN: 9783551316622)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Abendrot

     (6.957)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    *REZENSION* 

    Titel: Biss zum Abendrot 

    Autorin: Stephenie Meyer 

    Meine Meinung:
    Leider ist dieses Buch das für mich schwächste der Reihe. Es hat sehr stark angefangen, auch der Schreibstil war wieder total fesselnd. Doch leider hat mich die Handlung hier absolut nicht überzeugt. Dass Jacob und Edward beide sehr präsent waren hat mir sehr gefallen, weil ich selbst ja ein kleines bisschen in Jacob verschossen bin und ihn gerne in der Hauptrolle gesehen hätte.
    Allerdings hat mich Bella absolut genervt in diesem Band, genauso Edward!! Es gibt bei beiden einfach keine Weiterentwicklung. Edward ist immer noch so sarkastisch und abweisend wie im ersten Band und Bella immer noch so übertrieben tollpatschig und kindlich. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass beide miteinander reifer werden, auch wenn sich Edward bezüglich seiner Eifersucht schon gut entwickelt hat. Auch Bellas ständiges Hin und Her zwischen Edward und Jacob hat mich einfach nur genervt! Ihre ganze Art war einfach nicht meins 

    Die ganzen Hintergründe zu Jasper und den anderen fand ich zu langatmig. Ein kurzer Einblick hätte da absolut gereicht. Diese Infos haben einfach einen viel zu großen Raum eingenommen und nach der Hälfte des Buches hatte ich dementsprechend schon keine Lust mehr weiter zu lesen. 

    Ich werde jetzt wahrscheinlich dem letzten Band eher skeptisch gegenübertreten. Vielleicht kann mich dieser ja zum Abschluss noch überzeugen!

  6. Cover des Buches Die Wellington-Saga - Verführung (ISBN: 9783734103735)
    Nacho Figueras

    Die Wellington-Saga - Verführung

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Josephine311

    Cover:
    Ist identisch mit dem ersten Band, nur wurde hier statt Pink ein knalliger Grünton gewählt.
    Schreibstil:
    Ist ebenso gleich geblieben.
    Der kleine Zeitsprung von ca. 3 Monaten irritiert im ersten Moment, ist aber nachvollziehbar. Außerdem gibt es hier den Epilog, welchen ich im 1. Buch vermisst habe.
    Meinung:
    Ich war so froh, dass ich am Anfang des Buches noch ein paar Informationen dazu beim wie es bei Alejandro & Georgia nun weiterging. Auch wenn es nur am Rande gesagt wurde, waren diese Krümel mit wichtig!
    Außerdem muss ich schon sagen, dass ich in den ersten Kapiteln von Kat's Temperament ziemlich beeindruckt war & mir dachte: "Das kann ja was werden!". Aber irgendwie war im Laufe der Geschichte dann nicht mehr viel von diesem Temperament zu lesen... Trotzdem ist Kat mir super sympathisch gewesen, vor allem, weil sie ihre Schwächen & Fehler zugibt & diese nicht versteckt. Sebastian tat mit erst einmal leid, da er kein richtiges Ziel vor Augen hatte & von seiner Familie eher missverstanden wird. Auch Alejandro versteht ihn nicht & ist daher keine große Hilfe bei Sebastians Neuorientierung. Trotz all der Komplikationen kommen Kat & Sebastian sich schnell näher & haben auch beizeiten mit noch mehr Problemen zu kämpfen. Doch auch die kleine Auszeit beim Dreh inklusive Starallüren überstehen ihre Gefühle.
    Zu Kat's Freundin Camelia wollte ich unbedingt noch sagen, dass ich sie für ihr Durchhaltevermögen bewundere. Über Jahre hinweg arbeitet sie an ihrem Traum einer Olympiateilnahme & ich drücke ihr dafür ganz fest die Daumen. Einen passenden Sponsor hat sie ja jetzt, wie es scheint, gefunden zu haben xD

  7. Cover des Buches Mörderische Côte d'Azur (ISBN: 9783462046427)
    Christine Cazon

    Mörderische Côte d'Azur

     (71)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Christine Cazon – Mörderische Cote d’Azur

    „Mörderische Cote d’Azur“ ist ein Kriminalroman von Christine Cazon, der 2014 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

    Zum Autor:
    Christine Cazon, Jahrgang 1962, hat ihr altes Leben in Deutschland gegen ein neues in Südfrankreich getauscht. Sie lebt mit ihrem Mann und Katze Pepita in Cannes, dem Schauplatz ihrer Krimis mit Kommissar Duval.

    Klappentext:
    Es ist Mai, die Zeit des berühmten Filmfestivals in Cannes, die ganze Stadt vibriert, überall wimmelt es von Fotografen, Journalisten, Filmstars und solchen, die es werden wollen. Und mittendrin wird plötzlich während einer Pressevorführung für seinen neuen Dokumentarfilm der berühmte Regisseur Serge Thibaut ermordet. Kommissar Léon Duval, frisch aus Paris an die Côte d’Azur gezogen, muss seine unausgepackten Umzugskisten stehen lassen und sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schließlich kann das Festival keine Negativschlagzeilen gebrauchen. Ein schneller Erfolg muss her. Wer hatte ein Interesse am Tod des Filmemachers, der sich so unermüdlich für die Erhaltung des Regenwalds einsetzte? Und war dieser Serge Thibaut wirklich so ein uneigennütziger Gutmensch? Seine Nachforschungen führen Duval bald in ein scheinbar unentwirrbares Dickicht aus Eitelkeiten, Intrigen und Korruption.

    Meine Meinung:
    Leon Duval wirkt meist sympathisch und ist auch den schönen Seiten des Lebens nicht abgeneigt. Seine Ehe steckt in einer Krise und er ist von Paris nach Cannes, in die Heimat seiner Vorfahren, geflüchtet. Er mag gute Essen, Chansons von Brassens und schöne Frauen. Sein erster Fall ist spektakulär und er muss sein neues Team kennenlernen und seine Duftmarken bei den wichtigen Leuten der Stadt setzen. Die Autorin packt eine Reihe schwerer Themen in den Roman wie konkurrierende Umweltschutzorganisationen, den Umgang mit indigenen Menschen und das Wegschauen bei erfolgreichen und einflussreichen Menschen. Trotzdem bleibt der Mordfall im Mittelpunkt, auch wenn Leon Duval sich an die neue Region und ihren Lebensrhytmus gewöhnen muss. Der Kommissar versucht permanent hinter die Fassaden der Beteiligten zu schauen und eckt dabei schon mal an. Er wirkt kompetent und verfügt über eine Reihe wichtiger Kontakte. Manchmal übertreibt es die Autorin mit der Freiheitsliebe des Kommissars ein wenig. Nach anfänglichen Störungen klappt es auch mit seinem Team immer besser. Leon ist die einzige Figur, die umfassend charakterisiert wird, die übrigen Figuren werden nur skizziert, bieten aber Raum für Eigenschaften, die ihnen der Leser zuordnet. Der Schreibstil ist angenehm und leicht verdaulich. An einigen Stellen kommt das Mittelmeerflair zum Tragen, aber davon hätte ich mir mehr gewünscht. Die vielen Nebenhandlungen drücken ein wenig auf die Spannung, aber dann steigt die Spannung bis zum Ende permanent.

    Fazit:
    Insgesamt hat mich dieser Kriminalroman gut unterhalten mit einer interessanten Hauptfigur und dem gelungenen Plot. Gerne bewerte ich das Werk mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde eher ruhiger Romane mit einer komplexen Handlung aus.

  8. Cover des Buches Sterblich (ISBN: 9783442378098)
    Thomas Enger

    Sterblich

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Sterblich" von Thomas Enger ist der Auftakt der Reihe um den Enthüllungsjournalisten Henning Juul! Noch ist lange ist es her, dass er einen schlimmen Schicksalsschlag erlebt hat und dabei seinen geliebten Sohn verloren hat. Noch immer leidet Henning Juul in dieser Hinsicht.

    Als eine junge Frau in einem Zelt ermordet aufgefunden wird und dieser Mord mit äußerster Brutalität vorgenommen wurde, beschließt Juul seinen Rückkehr ins Arbeitsleben. Dabei stößt er auf neue Gesichter und muss sich erstmal wieder Gehör verschaffen. Auch mit seiner Exfrau gerät er wieder in Kontakt.

    Eine vielversprechende Spur führt zu einer gefährlichen Gruppe, u.a. der Exfreund der Toten scheint ein Motiv zu haben. War es tatsächlich ein Ehrenmord, oder steckt doch was ganz anderes hinterher? Juul nimmt die Recherchen auf und muss sich dabei auch mit teilweise ungeliebten Polizisten auseinandersetzen.....

    Der Schreibstil von Thomas Enger ist spannend gehalten, die Kapitel schön kurz und der Lesefluss wird durchgehend gefördert. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Ansätzen und auch Wendungen, die gelungen sind. Auch der Showdown ist wirklich ordentlich und wartet mit einigen Überraschungen auf. Die Zusammenführung aller Fäden macht auch durchaus Sinn. Ebenso macht das Ende Lust auf eine Fortsetzung, sodass man gerne direkt die nächsten Bände lesen möchte....

    Insgesamt ein guter Auftakt, dem meines Erachtens das Außergewöhnliche zur vollen Punktzahl fehlt. Dennoch wirklich gute 4 Sterne von mir! 

  9. Cover des Buches Die wilde Geschichte vom Wassertrinker (ISBN: 9783257057034)
    John Irving

    Die wilde Geschichte vom Wassertrinker

     (286)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Der Student Fred Bogus Trumper teilt mit seinem besten Freund Couth nicht nur die Erinnerungen an eine wüste Gonorrhoe aus Teenietagen, sondern auch seinen Geschmack was Frauen anbelangt im Allgemeinen. Aber seine ständigen urologischen Beschwerden sind wohl angeboren und sollen nun erst einmal mit der Wassermethode in Angriff genommen werden, bevor nur noch der Skalpell bleibt.
    Generell läuft es für Thump-Thump, wie Fred von seinem Freund und Filmemacher Ralph genannt wird, nicht wirklich rund.
    Sein Dissertationsthema, die Übersetzung der altniedernordischen Ballade Akthelt und Gunnel läuft schleppend und ist maßgeglich seiner blühenden Phantasie geschuldet. Sein Vater hat dem Dauerstudiosus den Geldhahn zugedreht und lässt sich auch nicht vom jungen Glück zwischen Bogus und der Skifahrerin Biggie beeinflussen. Und dann ist da irgendwann auch noch Tulpen, Bogus' Freundin mit der Vorliebe für Wasserschildkröten und dem dringenden Wunsch nach einem eigenen Kind...
    Unbeschreiblich schräg dieser Irving und mit viel Humor und Selbstironie, je nach Erzählposition, versehen. John Irving wechselt dazu immer wieder die Perspektive, so dass der Leser Fred in der Gegenwart zum Urologen begleiten kann, aber auch in Rückblenden die Anfänge der Beziehung zu Biggie verfolgen darf. Dann wieder durchwühlt man die Laken mit Bogus und Tulpen, lernt den kleinen Colm und seine Ansichten zum Klassiker Moby Dick kennen und nicht zu vergessen der skurrile Diabetiker Merrill Overturf.
    Dieser Fred Bogus Trumper ist ein würziger Charakter nach irvingschem Reinheitsgebot, wie auch die zahlreichen Protagonisten, die ihn auf seinen Irrwegen begleiten und verleiten. Wieder einmal hat mir ganz besonders das vorherrschend hohe Maß an Zuneigung gefallen. Auch wenn die Liebe nicht immer von Dauer ist, so bleibt doch immer der Respekt, diese bizzelnde Vibration vergangener Gefühle und je Menge an Empathie.

    Manchmal von Melancholie getragen, wieder und wieder sehr witzig und mit viel gesunder Selbstironie der Charaktere versehen, oft herzerfrischend skurrill und immer ein echter Irving.

  10. Cover des Buches Diese wilden, wunderbaren Jahre (ISBN: 9783548290249)
    Rona Jaffe

    Diese wilden, wunderbaren Jahre

     (9)
    Aktuelle Rezension von: lisbethsalander2102

    Im zweiten Teil, der Fortsetzungsgeschichte um vier, mittlerweile nicht mehr junge Frauen, die einst gemeinsam aufs College gingen, hat mich wieder rundherum überzeugt und sehr gut unterhalten! Nachdem wir im ersten Band die Jugend von Daphne, Chris, Anabelle und Emily verfolgt hatten, in der sie einander auf dem College begegnet waren, treffen wir sie nun in der Mitte ihres Lebens. Was haben sie erreicht von ihren Plänen, Träumen, Lebensmodellen? Letztendlich kann man irgendwie sagen, sind sie alle auf die eine oder andere Weise gescheitert, keine von ihnen lebt so, wie sie es sich in ihrer Jugend erträumt haben. Aber gerade das macht die vier für mich so unglaublich sympathisch, authentisch, man kann sich mit ihnen identifizieren, u. eins eint sie alle, sie geben sich nicht auf, u. bei allen Rückschlägen, Enttäuschungen und kleinen privaten Dramen, stehen sie immer wieder auf und erfinden sich neu. Selbst Emily, vielleicht sogar gerade sie, die ich anfangs als hoffnungslosen Fall abgetan hatte, übertrifft sich letztendlich selbst, verwirklicht sich, sie verlässt ihre große Liebe, die sie nie glücklich gemacht hatte, gründet mit ihrem Sohn eine eigene kleine Firma, für mich ganz großes Kino. Obwohl die vier Frauen mit der Vorgabe aufgewachsen waren, ein Ehemann hat das Zentrum ihres privaten Glücks zu sein, strampeln sie sich alle irgendwie frei, die eine mehr, die andere weniger, aber alle überzeugend. Ich war am Ende traurig, dass das Buch beendet war, für mich hätte es noch ewig so weiter gehen können!           

  11. Cover des Buches Total Panic (ISBN: 9783746625102)
    Jeff Abbott

    Total Panic

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Filmemacher Evan wird eines Tages von seiner Mutter angerufen, die ihn auffordert, ohne weitere Fragen zu stellen sofort zu ihr zu kommen. Evan folgt der Aufforderung und findet seine Mutter tot in ihrem Haus. Was folgt ist ein kurzweiliger und abwechslungsreicher Krimi über Geheimdienste, Spione und Intrigen, in die Evan mehr verstrickt ist, als er selbst wusste.

    Das Buch mit seinen etwa 375 Seiten liest sich sehr leicht und ist sprachlich eine typische Übersetzung aus dem Amerikanischen.

    Laut Klappentext schrieb die "Bild am Sonntag" treffend: "Dieses Buch beschleunigt von 0 auf 100 in vier Sekunden.".
  12. Cover des Buches Gierig (ISBN: 9783036959306)
    Martin Amis

    Gierig

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Wolkenatlas
    Martin Amis ist der "Bad Boy" der britischen Literatur, sein früher Roman "Gierig" (orig. "Money") beweist eindrucksvoll, wieso er diesen Ruf hat. John Self ist der Ich-Erzähler, der den Leser direkt in seine Geschichte einbindet, der rotzfrech um den Leser buhlt, ihm immer wieder unangenehme Details verschweigt, um in einem besseren Licht dazustehen. John Self ist fett, er ist Alkoholiker, er ist süchtig nach Sex und er hat verstanden (zumindest meint er das), dass sich das Leben nur ums Geld dreht. Seinen Anblick im Spiegel kann er nur mit Alkohol verkraften. Mit einem Bekannten will er in New York einen Film drehen, "Gutes Geld", oder "Schlechtes Geld", so wenig sicher wie der genaue Titel ist die Besetzung der Rollen. Die Idee zum Film kommt von John Self, das Drehbuch gibt es noch nicht. Man verfolgt die Suche und das Werben um die Stars, denen Martin Amis (wie so oft) schräge und sarkastische Namen gegeben hat. Selina, Johns Freundin betrügt ihn nach Strich und Faden, oder doch nicht? Barry Self, der Vater, hat eine neue Freundin, die gerührt ist, Centrefold einer Pornozeitschrift zu sein. Trotzdem liebt er sie (oder er meint sie zu lieben...), er weiß, so lange er genug Geld hat, wird sie immer wieder zu ihm zurückkommen. Irgendwie intrigiert hier jeder gegen jeden, jede neue Seite dieses Buches schnürt das Netz von Intrigen weiter zu. Zusätzlich erhält Drohanrufe, ein geheimnisvoller Gegner scheint ihn konsequent zu verfolgen. John lehnt das fertige Drehbuch ab und bittet (!) Martin Amis, den er zwar nicht sympathisch findet, den er aber aus diversen Londoner Pubs kennt, das Drehbuch so umzuschreiben, wie er es haben will. Eine skurrile Bacchanale, eine Alk- und Pornoorgie- "das Leben ist Pornographie, weil die Gedanken pornographisch sind", so John Self im Buch- ein bösartige Satire auf die Welt der Stars, auf die Welt der Pornographie, ein rauschhaftes Buch; bald ist nicht mehr klar, wo die Grenzen zwischen Realität und Einbildung sind. "Gierig" ist ein ganz tolles, rasantes Buch, Lautlachszenen unterwegs oder daheim sind garantiert (wie die paar Sätze, die lakonisch die Vorteile des Singlelebens darstellen... Seite 90...), das sich so nebenbei überraschenderweiseauch zu einer Art Entwicklungsroman entwickelt. Natürlich ist einiges den frühen 80er Jahren zuzuschreiben, eine witzige, böse, unterhaltende virtuose literarische Glanzleistung ist "Gierig" auf jeden Fall.
  13. Cover des Buches LICHT UND SCHATTEN (Black Stiletto 2) (ISBN: 9783958352902)
    Raymond Benson

    LICHT UND SCHATTEN (Black Stiletto 2)

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Nach einer kurzen Einleitung in die Geschehnisse des ersten Bands (die löblicherweise vorhanden ist), geht es in der gleichen Mariner weiter, wie der erste Band aufgehört hat. Wieder wird die Handlung mehrgeteilt erzählt. Martin Talbort erzählt aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart über seine Recherchen zu seiner Mutter Judy, die logischerweise noch immer an Alzheimer erkrankt im Pflegeheim untergebracht ist. In die Vergangenheit wird der Leser über das Tagebuch von Judy geführt, das Martin im Haus seiner Mutter gefunden hat.

    Als Neuerung kommt der FBI-Agent John mit in die Geschichte, der seine Eindrücke und Kenntnisse in Form einer Dictaphone-Aufzeichnung dem Protagonisten zur Verfügung gestellt hat. Diese Dreiteilung ist durchaus gut gewählt, allerdings lesen sich die beiden Tagebücher nicht immer als Tagebuch. Vor allem Judys Part liest sich oftmals als Roman. Und als wenn es dem Autor selbst aufgefallen ist, nutzt er teilweise die Anrede „mein liebes Tagesbuch“ nahezu inflationär, was insgesamt genau das Gegenteil bewirkt.

    Eigentlich ist das Buch als Mafia-Thriller angedacht. Aber wie das mit den „Eigentlichs“ so ist, nimmt dieser Handlungsfaden einen sehr untergeordneten Platz ein. Im Vordergrund steht vielmehr die Romanze zwischen den beiden Hauptfiguren Judy und John, die meinem Gefühl nach viel zu viel Platz eingenommen haben.
    Wie realistisch es ist, dass ein FBI-Agent eine der am meisten gesuchten Personen des Landes schützt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Logik darf man als Leser solcher Romane sowieso nicht zu hoch bewerten.

    Gut gemacht ist hingegen wie schon im ersten Band, dass Judy als Black Stiletto zwar außergewöhnlich und ein wenig wie ein Marvel-Held daherkommt, aber im Grunde genommen lediglich gut trainiert ist und eben keine Superkräfte besitzt. Diese Idee hat einen reizvollen Charme, der in diesem zweiten Band leider etwas zu kurz kommt.

    Fazit

    Es hat durchaus seinen Reiz dem Weg der Black Stiletto zu folgen, allerdings nimmt die Romanze in diesem Buch viel zu viel Platz ein. Der Thriller-Teil wird fast schon vernachlässigt und die Black Stiletto kommt viel zu kurz. Wer den ersten Band mochte, wird sicherlich Gefallen an diesem Buch finden (können). Allerdings verpasst er auch nichts, wenn er ihn links liegen lässt.

  14. Cover des Buches Bella und Edward: Die Twilight Saga - Bis(s) zum Morgengrauen (ISBN: 9783551582218)
    Mark Cotta Vaz

    Bella und Edward: Die Twilight Saga - Bis(s) zum Morgengrauen

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Vonny92
    Diese Buch Serie habe ich förmlich verschlungen in kürzester Zeit. Man verliebt sich echt in jeden Charakter beim lesen. Ich hasste vorher Liebesgeschichten mit Fantasy Figuren, aber seit diesem Büchern bin ich größer Fan von Twilight. Allerdings kommen die Filme nicht ansatzweise daran.
  15. Cover des Buches Ben in der Welt (ISBN: 9783442727414)
    Doris Lessing

    Ben in der Welt

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Sabrina D
    Der zweite Tel um Ben, der schon als Kind seltsam war und einfach nicht in eine zivilisierte Welt passt. Nun ist er 18 und gerät immer wieder in Hinterhälte und andere Schwierigkeiten, weil ihn die Anforderungen einer modernen Zivilisation überfordern. Fazit: Naja, der erste Teil gehörte schon nicht zu meinen Lieblingsbüchern, mit dem zweiten konnte ich noch weniger anfangen.
  16. Cover des Buches Davids letzter Film (ISBN: 9783423212601)
    Jonas Winner

    Davids letzter Film

     (23)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    Davids letzter Film

    Cover: Eigentlich wird das Cover erst interessant, wenn man ein wenig im Buch gelesen hat. Denn es passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Es sind oben der Titel und der Autorenname zu sehen. Und darunter sind 4 Bilder zu sehen, so wie Doppelbilder, die werden im Buch dann erklärt. Auf dem ersten ist ein Oberkörper zu sehen, auf dem zweiten sind erhobene Hände zu sehen. Auf dem dritten ein schreiender Mund und auf dem letzten ein Mann vor einem Tunnel.

    Herausgeber ist Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2011) und es hat 352 Seiten.

    Kurzinhalt: Journalist Florian Baumgartner soll den bekannten und umstrittenen Filmemacher David Mosbach porträtieren und dafür seine Kontakte zum einstigen Jugendfreund nutzen. Als Florian im winterkalten Berlin eintrifft, muss er feststellen, dass David seit Tagen spurlos verschwunden ist. Mehr von Sorge um den bewunderten Freund als von journalistischem Eifer getrieben, stürzt sich Florian in seine Recherchen, und ihn überkommt das blanke Entsetzen: Mosbach hat in seinen Filmen nicht nur die Grenzen des Geschmacks, er hat auch die Grenzen der Menschlichkeit überschritten. Kein Wunder, dass die Polizei bereits gegen ihn ermittelt. Und zwar wegen Mordes.

    Meine Meinung: Ich hatte schon den Architekten von Jonas Winner gelesen, aber dieses Buch gefällt mir besser. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und es wird immer wieder dramatisch und man wird immer wieder animiert zum Weiterlesen. Mich hat auch sehr die Thematik des Buches gereizt, denn es gibt um Filme machen, aber neuere, spektakuläre Filme. Und das Thema ist sehr gut in die Geschichte eingeflochten worden und sie macht auch Angst, wenn es so gehen könnte und das kann es ja wohl, wenn man der Geschichte glauben kann. Es gibt zwar keine größeren Kapitel, das Buch wird immer nur in Absätze unterteilt, aber das macht nichts. Es gibt auch keine schlimmen oder brutalen Szenen, sondern es hält sich in Grenzen, vieles spielt sich, wie es typisch für einen Psychothriller ist, im Kopf des Lesers ab. Man musste nur immer beim Lesen auf die die Verzweigung von Realität und Fiktion achten, aber dies macht das Buch so spannend.

    Mein Fazit: Das Buch habe ich regelrecht verschlungen und es wird noch eine Weile in meinen Kopf hängen bleiben, denn das Thema des Buches ist doch sehr interessant. Eins muss ich aber sagen, an manchen Stellen war mir das Buch zu verwirrend und zu unrealistisch. Aber trotzdem war es ein top Thema und eine top Geschichte. Perfekt, ein top Psychothriller.

  17. Cover des Buches Der Grenzgänger und Der weiße Anzug . (ISBN: 9785772634103)
    Mario Adorf

    Der Grenzgänger und Der weiße Anzug .

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Adorf beschreibt in der ersten, längeren Erzählung, wie er, Jason Robards jr. und Mick Jagger (Warren Oates und Jack Nicholson haben abgesagt) von Werner Herzog für dessen später hochgelobten Arthouse-Film "Fitzcarraldo" engagiert wurden (müßt ich mal wieder sehen) und wie pannenreif und frei nach Murphy`s Gesetz ALLES schiefging, Bruchpiloten, unfähiger Regisseur, Tonnen von Insekten in der Wildnis inklusive. Über den subversiven Humor kann Herr Herzog vielleicht nicht lachen, der Rest der Leserschaft tut es aber gewiß. Zum Totlachen, was für ein abgefahrener Humor von Herrn A.,  hätte ich nicht mit gerechnet. Schauspielerei ist anscheinend doch kein Traumberuf.

  18. Cover des Buches Das Innenleben des Martin Frost (ISBN: 9783499245626)
    Paul Auster

    Das Innenleben des Martin Frost

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Martin Frost, ein komplett ausgebrannter Schriftsteller auf der Suche nach Ruhe und Nichtstun, findet in dem Landhaus seiner Freunde Jack und Diane die perfekte Ruheoase. Als er eines morgens aufwacht und feststellt dass dieser Arm, der da auf seiner Brust lehnt, nicht seiner ist, erschrocken feststellen muss, dass er nicht der einzige mit dem Schlüssel für das Haus ist.

    Eine schöne Art eine Geschichte zu erzählen, ich hatte anfangs Zweifel weil ich nicht viel von der drehbuchartigen Schreibweise hielt, doch als ich mir sagte, fang einmal an, lies etwas mehr, sieh den Film (und wenn man das tut, übersieht man die ganzen Hinweise, es ist als erzähle dir jemand die Geschichte, und du hast Kopfkino), zog mich die Geschichte immer mehr und mehr in ihren Bann. Paul Auster hat etwas wundervolles geschaffen.
  19. Cover des Buches Die Leben der Elena Silber (ISBN: 9783957131799)
    Alexander Osang

    Die Leben der Elena Silber

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Der erste Satz: «Sina Krasnowa schob die letzten Scheite in den Ofen, als sie draußen in der Stadt ihrem Mann einen Holzpfahl in die Brust schlugen.»


    Eine Familiengeschichte, die zwischen 1905 und 2017 spielt, zwischen Zeit und Ort wechselt, beginnend mit den Anfängen der russischen Revolution in der Zarenzeit, zaristische Gewalt, Revolution und stalinistische Tyrannei, Nationalsozialismus, Tuchfabrik in Oberschlesien, Vertreibung, das Leben in der DDR und Wiedervereinigung in Ost-Berlin. Alexander Osang sagt, der Roman sei sein persönlichstes Buch, ein Stochern in der eigenen Familiengeschichte, die Geschichte seiner Großmutter. 


    Viktor Krasnow lebt 1905 mit seiner Familie in Gorbatow. Er ist ein einfacher Seiler, der sich für die Revolution einsetzt, für ein besseres Leben und dafür von «Zarenhäschern» gepfählt wird, seine kleine Tochter Jelena muss dabei zusehen. Seine Frau, Sina, muss nun mit den Kindern fliehen, eine entbehrliche Zeit folgt. 2017: Jelenas Enkel Konstantin, ein Filmemacher, Mitte vierzig, sucht nach einem neuen Filmstoff, eigentlich nach sich selbst, denn er steckt in der Midlife-Crisis. Seine Ehe ist gescheitert und seine Eltern trennen sich gewissermaßen auch. Vater Claus, einst ein berühmter Tierfilmer in der DDR ist dement, kommt nicht mehr so gut mit seinem Leben klar. Der kaltherzigen Mutter wirft Konstantin vor, den Vater abzuschieben. Kaltherzig, ein Stichwort, das sich über die Generationen der Frauen in dieser Familie legt, angefangen mit (J)Elenas Mutter Sina. Die Familie kehrt Anfang der 1929er nach Gorbatow zurück. Die Mutter ist neu verheiratet, mit Alexander Petrowitsch, der Zar ist tot und Stalin herrscht. Nun werden die bestraft, die Jelenas Vater ermordet hatten, der Vater wird nun zum Volkshelden erkoren. Der Stiefvater ist ein grober, brutaler Revolutionär, übergriffig gegen Jelena. Die hat sich in einen jungen Mann verliebt, der aber in die Sowjetarmee eintritt und die Stadt verlässt. Als ein gutaussehender Deutscher taucht auf, Robert Silber, der russische Firmen betriebswirtschaftlich berät – sie klemmt sich dran. Erst als Assistentin, später als Ehefrau. Letztendlich heiratet sie nicht diesen Mann, sondern eine gute Zukunft, eine schicke Villa, eine die aus Stein gebaut ist. Sie bekommt fünf Töchter, zieht mit Robert zunächst nach Moskau, weiter nach Leningrad und später in die heimische Textilfabrik der Silbers nach Sorau in die Niederlausitz, Schlesien. Hier wird aus Jelena Elena von der Familie nicht gerade willkommen geheißen. Die Hausangestellten und Fabrikarbeiterinnen stammen aus dem Frauenkonzentrationslager Christianstadt. Welche Rolle Robert bei den Nazis hatte, wird nie ganz klar, aber irgendwelche Verbindungen wird es gegeben haben, denn er stellte Uniformen für die Wehrmacht in der Fabrik her. Als die russische Armee am Ende des 2. Weltkriegs heranrückt, flieht Robert mit dem wertvollen Familienschmuck, lässt die Frau und Kinder im Stich. Er ist seitdem als vermisst gemeldet. Elena muss mit den Kindern fliehen, zunächst nach Pirna, dann nach Berlin. Dort trifft sie auf ihre ehemals große Liebe. Und auch der verschollene Bruder kommt wieder ins Spiel. Ist er es wirklich oder einer, der sie ausspionieren soll? Der Krieg ist zu Ende, Deutschland wird geteilt, man bleibt im Osten. Die Mauer wird hochgezogen und sie fällt Jahre später – Deutschland ist wieder vereinigt. Es gibt eine Menge Anekdoten in der Familiengeschichte: grandioses, Räuberpistolen oder irgendetwas dazwischen. War Robert wirklich getürmt? Ist er wirklich verschollen und war Viktor Krasnow wirklich ein großer Held? Viele Fragen bleiben offen. Konstantin, der Filmemacher begibt sich auf Spurensuche. Großmutter ist längst verstorben, aber mit ihr nicht die Geschichten. Er beginnt mit den Tanten – in den Interwies halten sie sich mehr oder weniger bedeckt. Warum haben sie so wenig miteinander zu tun? 


    »Man sah das Misstrauen, die Haltlosigkeit, die Ohnmacht, die Trauer, auch die Wut. Aber man fühlte auch Erleichterung, die Betriebsamkeit und den Eifer.«


    Um eine Geschichte spannend zu machen, kann es ein handwerklicher Kniff sein, im Heute zu beginnen, zurückzugehen, hin und herzuspringen, nicht linear zu erzählen, um Familiengeheimnisse und -märchen aufzudecken. Das gelingt ziemlich gut z.B. in »All die Jahre von J. Courtney Sullivan« und »Die Frauen von La Principal von Luís Llach« – denn hier ist auch die heutige Geschichte ziemlich spannend, verwebt sich mit der historischen. Genau das hat mir hier gefehlt. So richtig mag für mich der demente Vater dort nicht hineinpassen, dem die Erinnerung fehlt, der tapsige Filmemacher, dem im Leben nicht so recht etwas gelingen will (der mir persönlich hin und wieder ein wenig auf die Nerven ging). Zeitsprünge und Erzählsprünge alle paar Seiten, die ständigen Zitate aus Literatur- und Filmgeschichte, die so gar nicht in die Geschichte passen wollten, und die Sprünge, die dann eben zu häufigen Wiederholungen führten haben mir ein wenig den Hörspaß geraubt. Klar, eine lineare Geschichte der Elena Silber wäre sicher spannungsloser gewesen – aber in dieser Form geht die Spannung auch kaputt. Die Berichtform der einzelnen über den Familienclan tötet die Figuren. Man kommt ihnen nicht nahe, insbesondere, da ja oft der eine nur über den anderen herzieht. Es gibt auch Erinnerungen aus der Sicht von (J)Elena – aber die sind so weit entfernt wie der Mond und blutleer. Ihre Geschichte fällt mir zu sehr in den Hintergrund. Das Buch ist nicht schlecht, aber für mich nur Durchschnitt, die Sprache, wie auch die Bilder, konnten mich nicht packen. Interessant ist der Hintergrund, eine Familie, die immer vom System verfolgt wurde, eine Jahrhundertgeschichte: Zarenherrschaft, Stalins Schreckensherrschaft, die Tuchfabrik in Schlesien, Zweiter Weltkrieg, die DDR, Mauerfall – immer wieder eine Wendung in System. Aber genau diese historische Tiefe fehlt mir. Der Anfang ist stark, gepfählte Urgroßvater, der später zum sowjetischen Helden aufsteigt. Aber alles andere ist diffus, irgendwo da draußen, hat nichts mit den Personen zu tun. Familiengeschichten, aufgehübscht – was ist erfunden ist , was wahr – nichts genaues weiß man. Jeder in der Familie kocht sein eigenes Süppchen, arbeitet an einer eigenen Wahrheit. Bloß nicht nachfragen, ob Robert und die NSDAP … Eine komplexe Geschichte, bei der komischerweise die DDR ganz ausgespart wird. Der Vater, ein Tierfilmer, da kann man politisch nichts falschmachen…. Elenas Geschichte endet in der Nachkriegszeit als Übersetzerin, eine Frau, die sich durchschlawienert, »Lebenshaltung«, die nie hinter das System blicken mag. Und dann landen wir 2017. Dazwischen bleibt ein großes Loch. Der geschiedene Mann einer Tante stinkt ein wenig dagegen, aber der ist ein Proll, nicht ernstzunehmen. Viele weiße Flecken der Familiengeschichte bleiben offen, Verdrängung steht ganz groß geschrieben. Das ist in der Realität so. Manches kann man erahnen. Vielleicht hatte ich im Vorfeld zu viel erwartet, inhaltlich – sprachlich – weil das Buch auf der Longlist des deutschen Buchpreises stand. Eine Familiengeschichte des Autors real, inhaltlich interessant, aber als Erzählung für mich am Wesentlichen vorbei, sprachlich kein großer Wurf.


    Alexander Osang, geboren 1962 in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete nach der Wende als Chefreporter der Berliner Zeitung. Für seine Reportagen erhielt er mehrfach den Egon-Erwin-Kisch-Preis, für die beste deutschsprachige Reportage 1993, 1999 und 2001 und den Theodor-Wolff-Preis 1995. Alexander Osang schreibt heute für den ›Spiegel‹ aus Tel Aviv, davor lebte er in Berlin und acht Jahre lang in New York. Sein erster Roman ›die nachrichten‹ wurde verfilmt und mit zahlreichen Preisen, darunter dem Grimme-Preis, ausgezeichnet. Er wurde Reporter des Jahres 2009, erhielt das TAGEWERK-Stipendium der »Guntram und Irene Rinke Stiftung« 2010.


  20. Cover des Buches Allerseelen (ISBN: 9783518396636)
    Cees Nooteboom

    Allerseelen

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Lev
    Ein Niederländer, Dokumentarfilmer, läuft durch Berlin, trifft Freunde (einen Bildhauer, einen Philospohen) beobachtet, erinnert sich, reflektiert. Und dann trifft er eine Frau, die rätselhaft, sich im stets entzieht, Das Buch handelt von dieser nicht einfachen Liebe, von Suche, Hegel, Nietzsche, viel von Trauer, beschreibt Berlin nach der Wende und auch das deutsch-niederländischen Verhältnis. Es ist nachdenklich, philosophisch, auch traurig und intensiv. Ein Buch auf das man sich einlassen muss, das eindrückliche Bilder von Berlin vermittelt und wunderschön zu lesen ist.
  21. Cover des Buches Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen (ISBN: 9783890295374)
    Rüdiger Nehberg

    Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Rüdiger Nehberg blickt auf 1001 Erlebnisse - die Basis für seine Erfolge in der Menschenrechtsarbeit. In seiner neuen Autobiografie erzählt er, wie er mit siebzehn nach Marokko radelte, in den USA »Survival« kennenlernte und zu uns brachte; 1000 Kilometer ohne Nahrung auskam, Ekel und Angst überwand. Wie er Zeuge schlimmster Menschenrechtsverletzungen und Erfinder aberwitziger Aktionen wurde, um Aufmerksamkeit auf die Not anderer zu lenken. Er berichtet von der Zeit im jordanischen Gefängnis und seinen Wüstenkarawanen: Erfahrungen, die ihn mit Muslimen vertraut machten. Von der Idee, gegen den Zeitgeist den Islam als Partner zu gewinnen. Und von seinem Fernziel, für das er mit nie erlahmender Kreativität kämpft: das Verbrechen Weibliche Genitalverstümmelung zu beenden.

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Gleich zu Beginn muss ich zugeben, dass ich Rürdiger Nehberg bisher nicht kannte. Trotzdem haben mich Cover, Titel und Inhaltsverzeichnis wie magisch angelockt und ich habe es keine Sekunde bereut!

    Der Schreibstil konnte mich schon im ersten von 43 Kapiteln sofort gefangen nehmen. Rüdiger Nehberg erzählt dabei flüssig, fesselnd, mal humorig, mal tief bewegend und immer gerade heraus, von ganz unterschiedlichen Abschnitten, Stationen und Höhepunkten seines Lebens. Einige Kapitel haben mir dabei geholfen die Person Rüdiger Nehberg und seinen Werdegang zu verstehen, andere waren pures Abenteuer, harter Kampf, Mut, Scheitern und doch immer viel Hoffnung, Kraft und Authentizität. Als Autor sind unter seinem Namen bereits mehrere Bücher erschienen, aber dieses wirkt wie eine Lebensbilanz. Umso mehr, da das Buch posthum, nach seinem plötzlichen Tod erschienen ist.

    Mit den Worten des 84jährigen Bäckers und Konditors kommen wir den Anfängen des Survival in Deutschland näher, radeln nach Marokko, überqueren mehrmals den Atlantik, erleben jordanische Gefängnisse von innen, bauen eine Geburtshilfeklinik in Äthiopien, führen Gespräche mit mächtigen Religionsvertretern, starten verschiedene Aktionen um Menschenrechte zu fördern, schützen und unterstützen... In den letzten Kapiteln – die sich intensiv mit dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung beschäftigen – merkt man deutlich, dass der Weg dieses Mannes noch lange nicht zu Ende gewesen wäre. Ebenso spürt man den Stolz auf die, von ihm gegründete, Menschenrechtsorganisation TARGET e. V. Man lernt Motivation, Werte und Ethik des Autors intensiv kennen. Eine große Bereicherung stellen dabei auch die vielen Farb- und Schwarzweiß-Bilder dar, die den Streifzug durch Nehbergs Leben noch verdeutlichen.

    Ich kann also nur allen, egal ob sie Rüdiger Nehberg kennen oder nicht, empfehlen in diesem Buch zu versinken und sich von seiner Lebensgeschichte beeindrucken zu lassen. Sie strotzt vor Sturheit, Selbstironie, Unerschrockenheit, Wagemut, Neugier, Abenteuerlust, Kraft, Dialogfähigkeit, Humor, Tiefgang, Liebe zu Menschen, Völkern, Ländern und dem festen Glauben daran, etwas zum Guten verändern zu können. Das wirkt ansteckend!

     

    》FAZIT:

    Der Mann, der selbst als Bäcker, Abenteurer, Visionär und Menschenrechtler bezeichnete, hat hier ein mitreißendes Lebenswerk abgebildet, das die verschiedensten Gefühle wecken kann. Abenteuer und Tiefgang ergänzen einander perfekt. Auch für Nichtkenner der Person Rüdiger Nehberg sehr zu empfehlen und absolut fesselnd!

  22. Cover des Buches Pornostar (ISBN: 9783453675049)
    Jenna Jameson

    Pornostar

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    JottJott das Pornogenie: Jenna ist die bekannteste Pornodarstellerin der Welt und berichtet ausführlich aus ihrem Leben und schildert ihren Lebensweg. Zum Vorschein kommt eine überraschend sympathische und zielstrebige junge Frau: Jenna berichtet von den Schwächephasen in ihrem Leben (der frühe Verlust der Mutter, ein furchtbares Vergewaltigungtrauma und ein Totalabsturz als Crystal-Meth-Zombie), von falschen Freunden und ihrem Aufstieg zum Aushängeschild einer Milliarden-Branche. Ein ehrliches Buch über eine charismatische junge Frau.
  23. Cover des Buches Karambolagen (ISBN: 9783548364940)
    Hellmuth Karasek

    Karambolagen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Waldbauer

    Das ideenärmste Buch, das man sich vorstellen kann. Karasek zählt einfach alle prominenten Namen auf, die er in seinem Journalistenleben kurz gestreift hatte. Billy Wilder, über den er eine Biographie geschrieben hatte, gleich dreimal. Steven Spielberg, Günter Grass (zweimal), Peter Handke, Friedrich Dürrenmatt, Heinz Rühmann, Romy Schneider, Marlene Dietrich, Wolf Biermann, Helmut Kohl und andere.

    Aggressives Namedropping, getragen von Geltungsbedürfnis, denn die kurzen Essays von zwei, drei Seiten sind an Banalität kaum zu überbieten. Zwei Fälle seien hierfür exemplarisch gewählt.

    Seine Begegnung mit Brigitte Bardot beschränkte sich darauf, dass er sie, den Wunschtraum seiner Jugend, beim Urlaub in St. Tropez einmal am Strand von weitem gesehen habe. Von weitem!

    Laut Karasek habe B.B. ihm zugenickt und gelächelt. Oder hat Karasek sich dies nur eingebildet? Haben zwanzig Jahre die Erinnerung womöglich verklärt?

    Karasek schlief auch nicht im Bett von Marilyn Monroe, wie er in der Kapitelüberschrift suggeriert. (Schon gar nicht gleichzeitig mit ihr, wie mancher Leser vielleicht vermuten könnte.)

    Karasek übernachtete in einer luxuriösen Bungalowsuite des Beverly Hills Hotel. Die Monroe „soll“ dort vor sechsundzwanzig Jahre auch übernachtet haben. Ob es genau die gleiche Suite-Nummer war, ist ebenso wenig bewiesen, wie die Frage, ob Maryiln Monroe in demselben Bett schlief wie Karasek.

    Die Monroe könnte zwar im Hotel abgestiegen sein, aber woanders geschlafen haben. Oder das Bett könnte in den sechsundzwanzig Jahren ausgetauscht worden sein.

    Zum Thema Bett berichtet Karasek noch stolz, er habe beim Dreh von Regisseur Woody Allen zusehen dürfen. Natürlich „eine sehr intime Szene, wo eine Frau und ein Mann miteinander ins Bett gingen“. Besagte Szene habe Woody Allen dann aber später aus dem fertigen Film herausgeschnitten, bedauert Karasek.

    Und erst sein Schreibstil. Kein verrissener Autor des Literarischen Quartetts könnte jemals so schlecht formulieren wie Karasek. Sehen Sie sich einmal diesen Satz an (Seite 91, im Kapitel über Peter Handke, es ging um eine Tagung der Gruppe 47):

    „Ich war erst zum zweiten Mal dabei und noch nicht so eingeschliffen in den Chor des als Regen über die Autoren nach der Lesung niederprasselnden Kritiker-Parlandos.“

    Wo war bloß der Lekor?

    „...in den Chor des als Regen über die Autoren nach der Lesung...“

    Wieviele Substantive (nur durch Präpositionen getrennt) will Karasek denn noch aneinanderreihen?

     Schließen wir mit den Worten von Elke Heidenreich. Die frühere Moderatorin der ZDF-Büchersendung Lesen wurde im Focus gefragt, ob sie sich vorstellen könne, Hellmuth Karasek in ihre Sendung einzuladen.
    „Nee“, antwortete sie.
    Focus: „Warum nicht?“
    Heidenreich: „Da hatten wir ja nun genug davon, all die Jahre. Das reicht erst mal.“

  24. Cover des Buches Malcolm X (ISBN: 9783404134892)
    Spike Lee

    Malcolm X

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks