Bücher mit dem Tag "finanzkrise"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "finanzkrise" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Montecristo (ISBN: 9783257243666)
    Martin Suter

    Montecristo

    (175)
    Aktuelle Rezension von: Stephan58

    Welchen Preis bist du bereit für die Verwirklichung deiner Träume zu zahlen?

    Suter entwickelt eine fesselnde Story über einen Video-Journalisten, der eigentlich ein Filmemacher sein will, für das tägliche Überleben Life-Style-Stories dreht und sich plötzlich in den Ermittlungen zu einem kaum glaublichen Finanzskandal wiederfindet. Als ihm unverhofft die Verwirklichung seine Filmprojekts Montecristo ermöglicht wird, stellt sich die Frage, ob er bereit ist, dafür die anderen, politisch brisanten Recherchen fallen zu lassen. Psychologisch ein hochinteressanter Stoff. Nur das Ende, das für mich der Realisation einer Verschwörungstheorie nahekam, konnte mich nicht überzeugen.

  2. Cover des Buches GIER - Wie weit würdest du gehen? (ISBN: 9783734105586)
    Marc Elsberg

    GIER - Wie weit würdest du gehen?

    (215)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Das Geld und die sucht danach treib den Menschen um. Wenn man wenig hat versucht man mehr zu haben. Aber auch Getriebe was an man anpflanzt und wen man mehr rauskriegen nicht teil sondern den gewimmten zu mehren oder für sich zu behaltet. Ist ok das Buch liest sich recht zügig durch. Ninja Buch halt. 

  3. Cover des Buches Das Nest (ISBN: 9783442486168)
    Cynthia D'Aprix Sweeney

    Das Nest

    (201)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    "Das Nest" ist ein Treuhandfonds, den der bereits verstorbene Familienvater Leonard Plumb für seine vier Kinder angelegt hat. Dieser sollte am 40. Geburtstag der jüngsten Tochter Melody ausgezahlt werden. Wenige Monate zuvor verursacht der älteste Sohn Leo jedoch einen Unfall, weshalb Mutter Francie den Fonds als Schweigegeld für das Unfallopfer verwendet, um einen Skandal zu verhindern. Dummerweise hatten die Kinder jedoch mit der Auszahlung eines millionenschweren Erbes gerechnet, so dass sie sich nicht aus ihren bestehenden Finanzkrisen heraushelfen können. Leo vertröstet seine Geschwister zunächst und verspricht, sich um einen Ausgleich zu kümmern, aber dann verschwindet der Lebemann klammheimlich. 

    Der Roman ist aus der Perspektive zahlreicher Charaktere geschrieben, dass es zunächst schwerfällt, einen Überblick über alle Figuren zu erhalten und die Zusammenhänge zu erkennen. Es werden nicht nur Szenen aus dem Leben der vier Geschwister Plumb geschildert, sondern auch aus denen von Nebencharakteren, die für die Handlung keine wesentliche Rolle spielen. Auf diese Weise kommt man keinem Charakter wirklich nah, sie blieben distanziert und undurchsichtig. Auch stört die am Anfang sprunghafte Erzählweise den Lesefluss. Die einzelnen Episoden und Rückblenden wirken zusammenhanglos und es fehlt an einer aktiven Handlung, da sich der Roman mehr mit den Gedanken und Sorgen der Protagonisten beschäftigt. 

    Erst als der Fokus stärker auf Leo rückt und sein Charakter, der sich als eine arrogante, überhebliche und egoistische Persönlichkeit entpuppt, die keinerlei Unrechtsbewusstsein zu haben scheint, sich seine Schuld nicht eingesteht und für sich selbst einen Neuanfang möchte, wird das Buch interessanter und spannender. Leider verliert sich die Handlung dann erneut in Nebenschauplätzen, so dass sie am Ende nicht spannender sondern ermüdender wird. 

    "Das Nest" ist für mich kein klassischer Familienroman, denn dafür fehlte mir eine durchgehende Interaktion der Geschwister. Es bleibt vage, wie die Geschwister gemeinsam aufgewachsen sind und in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen. Verbindendes Element scheint einzig der Treuhandfonds zu sein, weshalb sie sich überhaupt um Treffen bemühen. Details aus den Leben der jeweils anderen kennen sie nicht. Die Rolle von Mutter Francie ist nebulös und warum sie das Erbe eingesetzt hat, um negative Schlagzeilen zu vermeiden, wird nicht klar. 
    Auch wenn der rote Faden die ausstehende Wiedergutmachung Leos ist, auf die sich die Geschwister verlassen, um ihre finanziellen Probleme zu lösen, verliert sich der Roman in diversen Nebenhandlungen, die völlig beliebig und für den Fortgang der Handlung unerheblich sind, so dass er etwas langatmig und unfokussiert erscheint. Auch die fehlende Nähe zu den Charakteren erschwert es, an ihren Schicksalen teilzuhaben, so dass die Handlung weder sonderlich fesselt noch emotional berührt.
  4. Cover des Buches Kapital (ISBN: 9783453410992)
    John Lanchester

    Kapital

    (101)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin
    Kapital, ein wuchtiges Wort. Ein wuchtiges Buch. 682 Seiten voller Leben, Schicksale, Zahlen. Das Buch handelt von den verschiedenen Nachbarn einer Straße in London während der Finanzkrise von 2008. Wir befinden uns in einer besseren Gegend, der Pepys Road. Die Häuser dort gewinnen stetig an Wert, eine sinnvolle Investition, ein Prestigobjekt, ein Arbeitsplatz, und für manche einfach schon immer Heimat. Alle träumen vom schönen Leben.

    Ich habe mit trockenem Stoff gerechnet, mit Finanzgedöns, was für Betriebswirtschaftsmenschen. Als solche interessieren mich Märkte und Menschen. John Lanchester verknüpft beides auf das Interessanteste! Im Klappentext steht, das Buch ist von "leichtfüßiger Brillanz", und dem kann ich nur begeistert zustimmen. 

    Ist es Ironie, wie Lanchester vom konsumorientierten Leben des Bankers Roger und Ehefrau Arabella schreibt? Jedenfalls macht es unheimlich Spaß zu beobachten, wie sie sich um Kopf und Kragen shoppen, sich alles und noch viel mehr gönnen, Hauptsache es ist teuer, und wie nachlässig Roger seinem überaus ehrgeizigen Stellvertreter Mark vertraut. Ein fataler Fehler ...

    Dann ist das ominöse "Wir wollen was Ihr habt"-Projekt. Kunst oder Bedrohung, wer kann das sagen? Wer steckt dahinter, ist die Nachbarschaft in Gefahr? Künstler, die es geschafft haben und andere, die auch schon gern so weit wären, gibt es dort.

    Und es gibt "die Zugereisten": den polnischen Handwerker Zbigniew, das ungarische Kindermädchen Matya, die illegale Politesse (was für eine kuriose Idee!) Quentina, die Fußballhoffnung Freddy aus dem Senegal und sein Vater und die Familie Kamal aus Pakistan, Kioskbetreiber in der Pepys Road.

    Der brave Handwerker findet beim Renovieren einen Koffer mit uraltem Geld, den der misstrauische Ehemann der soeben verstorbenen Petunia zu gut versteckt hat. Damit könnte er sich all seine Träume erfüllen - die Erben sind schon alleine mit dem Verkauf des Elternhauses Millionäre geworden ...

    Mir sind die Figuren des Buches sofort ans Herz gewachsen, täglich freute ich mich auf das Buch, auf das Wiedersehen mit diesen so normalen, und dennoch kauzigen Gestalten, die einfach nur ihr Leben leben, sich ihre Existenz zu sichern versuchen, die sich durchschlagen, sich hängenlassen, illegale Wege beschreiten und so weiter. 

    Es wird nicht langweilig, keine einzige Seite lang. Sehr subtil beschreibt John Lanchester unsere Abhängigkeiten von Systemen, von Staatsangehörigkeiten, Vorurteilen, und von der willkürlichen Verteilung von Glück und Unglück.

    Leseempfehlung!



  5. Cover des Buches Die Sache mit Rachel (ISBN: 9783462009255)
    Caroline O'Donoghue

    Die Sache mit Rachel

    (189)
    Aktuelle Rezension von: Lisa0902marie

    Die Sache mit Rachel war ganz anders, als ich es erwartet habe. Statt einer klassischen Liebesgeschichte geht es viel stärker um gesellschaftskritische Themen, Freundschaft und die erste große Liebe, fast schon wie ein Blick zurück auf eine prägende Lebensphase.

    Der biografieartige Aufbau macht die Geschichte sehr persönlich und authentisch. Besonders die Dynamik zwischen Rachel und James fand ich interessant. Gleichzeitig war das Buch an manchen Stellen etwas zäh zu lesen, weil der Fokus weniger auf Spannung und mehr auf Entwicklung und Themen liegt.


    Insgesamt eine wichtige und nachdenkliche Geschichte über das Erwachsenwerden, das Leben und die Liebe nur nicht unbedingt ein leichtes Buch für zwischendurch. 


  6. Cover des Buches Das Netz (ISBN: 9783832165192)
    Lilja Sigurðardóttir

    Das Netz

    (57)
    Aktuelle Rezension von: Rolandsson

    Mit „Das Netz“ legt Lilja Sigurðardóttir einen unheimlich starken Auftakt ihrer Trilogie vor. Besonders faszinierend ist die Erzählweise: Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven geschildert. Dank der durchgehend sehr kurzen Kapitel wechseln die Handlungsstränge in einem angenehm rasanten Tempo. Man bekommt als Leser dadurch eine tolle Dynamik geboten, verliert aber zu keinem Zeitpunkt den Faden oder die Kontrolle über das Geschehen. Das liest sich einfach extrem flüssig und gut!

    Auch der Spannungsaufbau ist extrem clever gemacht. Das Buch fängt eher ruhig an und nimmt sich Zeit für die Figuren, ist dabei aber in keiner Sekunde langweilig. Nach und nach zieht die Autorin die Spannungsschraube an und die Handlung baut sich immer flotter auf, bis sie einen richtigen Sog entwickelt.

    Ein absolutes Highlight sind für mich die Charaktere, allen voran Sonja und Agla. Die Beziehung der beiden Frauen ist wunderbar komplex geschrieben, mit all ihren emotionalen Hochs und Tiefs. Trotz der extrem schwierigen Umstände spürt man einfach, dass die beiden zusammengehören. Die Autorin streut dabei immer wieder kurze, sehr feinfühlige und knisternde Momente zwischen den beiden ein, die wunderbar dosiert sind und der Geschichte eine tolle Tiefe geben.

    Fazit: Ein rundum gelungener Start in die Trilogie, der sich bedacht aufbaut und einen dann nicht mehr loslässt. Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt auf Band 2 und 3!

  7. Cover des Buches Der Stich der Biene (ISBN: 9783956146350)
    Paul Murray

    Der Stich der Biene

    (68)
    Aktuelle Rezension von: DHarwardt

    Paul Murray erzählt in "Der Stich der Biene" die Geschichte einer Familie in einer irischen Kleinstadt aus verschiedenen Perspektiven: Die Teenager-Tochter, der jugendliche Sohn, die unglücklich verheiratete Mutter, der in sich gekehrte Vater. Alle Figuren haben ihre eigenen Probleme, ihre Zweifel, ihre Vergangenheit, alle treffen Entscheidungen mit bisweilen dramatischen Konsequenzen. Und im Kleinen, im Provinziellen werden die großen, universellen Fragen bearbeitet: Welche Entscheidungen treffen wir selbst, welche werden für uns getroffen? Sind es kleine Momente, die unser ganzes Leben bestimmen? Gibt es eine Art von Schicksal oder ist das nur unsere eigene Interpretation der Dinge, das Zurechtbiegen der Realität in ein uns passendes Narrativ? Das alles wird sprachlich toll geschildert, ausführlich. Murray nimmt sich viel Zeit für die Gedankenwelt seiner Figuren, auch Details oder scheinbare Banalitäten werden über Seiten ausgebreitet, das muss man mögen. Sicher, der Plot hätte vielleicht auch in ein dünneres Buch gepasst, aber nur so entsteht eine enorm dichte Atmosphäre. Das Buch ist spannend geschrieben, man will wissen wie es weitergeht, man folgt den Irrungen und Wirrungen, den kleinen und großen Dramen des Lebens der Protagonistinnen, bis sich alles zu einem spannungsgeladenen Netz verknüpft, das jeden Moment zu zerreißen droht. Es fiel mir schwer, mit dem Lesen aufzuhören: Noch ein Kapitel, noch eines, ach noch eines geht doch oder? Am Ende ein rasantes, enorm spannendes Finale mit einem passenden Schluss.

  8. Cover des Buches Der große Plan (ISBN: 9783462053364)
    Wolfgang Schorlau

    Der große Plan

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Eigentlich will und kann man es nicht mehr hören: Griechenlandkrise, drohende Staatspleite, Korruption und Schattenwirtschaft und über allem verschiedene Euro-Rettungsschirme zur Rettung Griechenlands. Zu lange geht bereits diese ewige hin und her – und oft versteht man nur noch Bahnhof. Irgendwie kann man sich noch daran erinnern, dass Griechenland bei den Zahlen, die als Aufnahmekriterien für den Euro-Beitritt von der EU festgelegt worden waren, „getürkt“ hat. Kann hier ein Krimi die möglicherweise entstandene Lethargie ein wenig aufmischen?

    Wer die bisherigen „Dengler-Fälle“ kennt, wird hier relativ verlässlich Zustimmung signalisieren, die in dieser Hinsicht noch unbedarften Leser werden durch die gekonnte Verschmelzung von Realität und Fiktion wohl ebenfalls schnell in den Bann einer Mischung aus Spannung, Aktualität und Rückblick hineingezogen werden. In diesem für Dengler-Verhältnisse „großen Fall“ (das Außenministerium ist Auftraggeber) gibt es neben einer neuen Mitarbeiterin (natürlich so hübsch und intelligent, dass Dengler zwischen ihr und seiner Olga hin und her gerissen ist …) ein ganzes Team von Zuarbeitern – in Person seiner altbekannten Freunde sowie seinem Sohn. 

    Durch eine geschickt inszenierte Aufgabenverteilung innerhalb des Teams gelingt es dem Autor nicht nur Hintergrund und Lösungsbemühungen der Entführung einer Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes spannend in Szene zu setzten, sondern auch Details der sogenannten Griechenlandkrise (nebst den Vorurteilen zur griechischen Mentalität) verständlich darzustellen. Zwar geschieht dies in einer abgespeckten Version, aber insgesamt wohl so gut recherchiert (wird am Schluss des Buches dargestellt), dass die Kernaussagen wohl korrekt sind. So erfährt man etwas über die Zusammenhänge von Real- und Finanzwirtschaft, von Geldströmen, dem von Gier und Macht vernebelten Vorgehen der internationalen Banken (die „Großen 14“), von sogenannten Swaps   und anderen Möglichkeiten sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern.

    Eigenbunden ist der Fall in die Verbrechen der deutschen Wehrmacht in Griechenland im zweiten Weltkrieg – und deren Auswirkungen bis in die Jetztzeit (Stichwort: Zwangsanleihen). Es tut körperlich weh, sich mit den von deutschen Soldaten verübten Gräueltaten auseinanderzusetzten. Aber es hilft, die berechtigten Anliegen der Griechen besser zu verstehen. Zumal offensichtlich die Entschädigungszahlungen durch geschickte Formulierungen (wer da auch immer mit wem gekungelt hat …) im „Zwei-plus-Vier-Vertrag“ (kein Friedensvertrag) bislang vermieden werden konnten.

    Nach der Lektüre dieses Krimis wird man wohl mit etwas anderen Augen auf die Griechen und die sogenannte Griechenlandkrise blicken. Hut ab für eine gekonnte Mischung aus Spannung und Aufklärung.

    (19.11.2018)

  9. Cover des Buches Der Honiganzeiger (ISBN: 9783749424573)
    Sibylle Barden-Fürchtenicht

    Der Honiganzeiger

    (15)
    Aktuelle Rezension von: SusanD

    2028. Die Europäische Vision gibt es nicht mehr; die EU ist aufgelöst, der Euro abgeschafft. Allein Geld regiert die Welt und ein paar mächtige Oligarchen teilen die Märkte unter sich auf; die Finanzmärkte brechen zusammen. Um Deutschland als souveränen Staat zu retten, schickt der Deutsche Kanzler den bisher erfolgreichen, aber unscheinbaren Diplomaten Till von Herlichingen auf eine Mission: Er soll beim Weltwirtschaftsforum in Davos, an der Wall Street in New York und im Casino Monte Carlo lernen, wird schließlich offizieller Botschafter in London - im Hintergrund immer beeinflusst von manipulativen Politikern, mörderischen Oligarchen und schönen Frauen - und muss sich schließlich selbst entscheiden, wie weit er gehen will.

    Sibylle Barden, Journalistin, Publizistin und mit eigenen Erfahrungen in der Deutschen Botschaft, verfügt über ein enormes Wissen und hat tiefschürfend recherchiert; somit ist sie in der Lage, viele Fakten und Hintergründe nachvollziehbar zu erklären. In "Der Honiganzeiger" entwirft sie ein erschreckendes Szenario von unserer Welt in nicht allzu ferner Zukunft, das den Leser aufrüttelt  und zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Alleine durch die geschilderten Möglichkeiten - und die zeitliche Nähe - bekommt dieses Buch eine gänsehauterregende Spannung. 

    Leider lässt sich diese Spannung nicht auf die Handlung um den Protagonisten Till von Herlichingen übertragen: Als Hauptperson bleibt er eher blass und unsympathisch und sein Tun ließ für mich einige Fragen aufkommen bis hin zu einem doch offenen, recht unbefriedigendem Ende.

    Durch die immer wieder auftauchenden realen Personen und das Zeitgeschehen bekommt der Roman noch eine weitere Brisanz, denn der Leser kann die Handlung nicht als reine Fiktion abtun.

    Lange Erklärungen über die Sachverhalte (die jedoch nie abgehoben sind) erinnern mehr an ein spannendes Sachbuch als an einen sich zuspitzenden Thriller und der Leser ist in seiner Aufmerksamkeit stark gefordert.
    Auch "Nebenkriegschauplätze" wie die Tatsache, dass der fiktive Kanzler nun endlich das Beamtentum abschaffen will, was aber einem politischen Selbstmord gleichkäme, nehmen viel Raum ein, der nichts mit dem eigentlichen Thriller zu tun hat.

    Für mich ist "Der Honiganzeiger" ein wichtiges Buch, das mich noch lange beschäftigt hat, das jedoch nicht das halten konnte, was ich mir von ihm versprochen hatte.

  10. Cover des Buches Herr der Gespenster (ISBN: 9783446256736)
  11. Cover des Buches Der größte Raubzug der Geschichte (ISBN: 9783828829497)
    Matthias Weik

    Der größte Raubzug der Geschichte

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Die Finanzwelt ist in arger Schieflage und mit den ganzen Nachrichten, Meldungen, Begriffen, Fachdiskussionen und der Eurokrise ist man insgesamt eher verwirrt, verunsichert und besorgt. Mit diesem Buch kommt Licht ins Dunkel. Die beiden Autoren haben eine Art zu schreiben, dass man auch als Laie versteht um was es geht und so manches Puzzleteil fügt sich endlich zu einem Ganzen. Es ist kein typisches Sachbuch, dass mit trockenen Fakten und Statistiken daher kommt, sondern ein Fachbuch über das wohl wichtigste Thema unserer Zeit und das noch auf eine lockere, verständliche und teilweise auch humorvolle Art geschrieben. Sehr zu empfehlen auch für Schüler und Studenten die sich mit den Themen der Finanz- und Wirtschaftswelt auseinander setzen müssen und hier dient das Buch gar als Nachschlagewerk für Fachbegriffe. 


  12. Cover des Buches Zahltag (ISBN: 9783257242683)
    Petros Markaris

    Zahltag

    (26)
    Aktuelle Rezension von: lesezeitmitmama

    "Der griechische Staat ist weltweit die einzige Mafia, die es geschafft hat, bankrottzugehen." - Seite 417

    Er nennt sich selbst der nationale Steuereintreiber. Er fordert Superreiche in Drohbriefen auf ihrer Pflicht als Staatsbürger nachzukommen und ihre Steuern, die sie jahrelang hinterzogen haben, zu bezahlen. Wer sich weigert, wird liquidiert. 

    WOW - Ich bin sprachlos! Der zweite Band ("Nachtfalter") der Reihe war grandios aber was Petros Markaris in "Zahltag" abgeliefert hat, schlägt bis jetzt jeden anderen Teil. Ein Meisterwerk der Sonderklasse. Es gibt niemanden, der die Lebenswirklichkeit in Griechenland  dermaßen präzise beschreiben kann wie er. Außerdem bekommt man einen umfassenden Einblick in das griechische Gesellschaftssystem. Kein Wunder, dass Petros Markaris mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren zählt. ♥

  13. Cover des Buches Wenn du für mich bist (ISBN: 9783963620058)
    Jody Hedlund

    Wenn du für mich bist

    (17)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

     "Wenn du für mich bist" erzählt die Geschichte von Elise Naumann.

    Völlig mittellos und allein mit ihren Schwestern kämpft sie ums überleben. Doch das wird täglich schwieriger und Elise beschließt sich alleine in den Westen begeben um nach Arbeit zu suchen.


    Dort begegnet sie Thornton und findet ihn sympathisch.

    Thornton ist ein Städteplaner, sehr reich und mit seinem Bruder in einem Wettstreit der vom Vater initiiert wird.

    Diesen Wettstreit zu gewinnen ist alles was Thornton will, viel zu lange hat er im Schatten seines Zwillingsbruders gestanden.


    Elise ist eine liebenswerte Frau die warmherzig und tiefsinnig, aber auch schlagfertig beschrieben ist.


    Auch Thronton ist gut charakterisiert, ein starker, zielstrebiger Mann. Ein Mann der bereit ist sich zu reflektieren und zu verändern, ein Mann der über sich hinauswächst und der mir sehr gefallen hat.


    Die ganze Geschichte ist warm und bildhaft erzählt, man spürt die Not der armen Menschen und freut sich bei jeder Verbesserung mit.


    Ganz toll finde ich das Jody Hedlunds Roman auf wahren Begebenheiten basiert, das sie mit diesem Buch Schicksale beleuchtet die sonst vergessen wären.


    Eine wichtige Botschaft die sich in diesem Buch findet lautet:


    "... eine Stimme in ihm verlangte, dass er hier blieb und das Richtige tat, auch wenn er dafür einen hohen Preis bezahlen sollte." Zitat S. 56

    Genau darum sollte es in unserm Leben gehen. Lasst uns mit Gott das Richtige tun.


    Es ist ein toller Roman der kurzweilig, spannend und unterhaltsam die Geschichte zweier Menschen voller Fragen, Zweifel, Ängste und Unruhe im Jahre 1857 erzählt.

    Ein wundervoller Auftakt dieser Trilogie.

  14. Cover des Buches Bad Bank (ISBN: 9783570554173)
    Dirk Laabs

    Bad Bank

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    #gelesen

    Was für ein Buch...

    ... es ist ein Sachbuch aber es liest sich teilweise spannend wie ein Wirtschaftskrimi 

    ... es ist schwer vom Gewicht (über 500 Seiten) aber auch manchmal schwer vom Inhalt 

    ... es enthält viele Informationen, aber auch viele viele Namen

    ... es bietet viele Hintergrundinformationen und aha Erlebnisse aber auch viele Dinge die man gar nicht verstehen kann.

    💰

    Dieses Buch ist interessant für alle, die einmal hinter die Kulissen gucken möchten.

    Hier erfährt man, in wie weit die Banken an wirtschaftlichen Krisen beteiligt sind.

    💰

    Der Autor berichtet zwar hauptsächlich vom Fall der Deutschen Bank ... aber man kann diese Geschichte nicht nur mit Blick auf diese Bank erzählen... es sind viel viel mehr Banken betroffen ... und diese Geschichte wird auch nicht nur auf die Deutsche Bank bezogen erzählt. Das finde ich gut.

    💰

    Was mir nicht gefallen hat... es sind nicht alle Mitarbeiter der Deutschen Bank schlechte Menschen, davon bin ich fest überzeugt.... genausowenig essen alle Deutschen Weißwurst und rennen mit Lederhosen durch die Gegend. Aber das Gefühl hat man nach diesem Buch. Dieses Buch lässt einem etwas frustriert zurück. Mann glaubt danach, dass alle Banken und Firmen ihre Bilanzen fälschen und mit Tricks arbeiten... die wirklich nicht jeder versteht.

    💰

    Auch wenn hier manches nicht verständlich oder schwer verständlich ist ... braucht man kein studierter Wissenschaftler zu sein. Man kann das Buch auch so lesen.

    💰


    Zwar habe ich das Buch gerne gelesen und mir auch Zeit dafür gegönnt... aber ein klein bisschen war ich dann doch froh, endlich zu Ende gelesen zu haben. Sind halt sehr viele Informationen und Dinge zum Nachdenken enthalten.

  15. Cover des Buches Vollhorst (ISBN: 9783492308946)
    Bruno Jonas

    Vollhorst

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    B.J. zeigt uns die Horstisierung der Gesellschaft auf, v.a. die unserer politisch und demokratisch gewählten Spitzenpolitiker, und läßt sie Luft aus so mancher aufgeblasener Elitenpersönlichkeit. Manches brennt sich geradezu ein, wie daß Deutschland ein Beamtenstaat ist, in dem die Hälfte der Steuereinnahmen für den eigenen "Zirkus" für die eigenen Bedürfnisse verbracht wird. Mir als (halbgelungenen) Juristen leuchtet ein, daß er sich über die Fülle an Gerichten in Deutschland echauffiert, die ohne Ende Papier produzieren und das Ganze einfach kein Ende nehmen will. Wenn er die Existenzberechtigung einiger Bundesländer anzweifelt, möchte ich anfügen, daß man schon berechnet hat, wie milliardenteuer eine Zusammenlegung einiger (kleinerer) Bundesländer werden würde, man beachte jetzt den Wahnsinn mit der Pendelei in die "Bundesstadt" Bonn. Die persönlichen Einschübe, wie die Überlegungen über eine neue Küche, bremsen das Ganze etwas, aber insgesamt eine sehr erhellende Lektüre.

  16. Cover des Buches Geld und Geldpolitik / [Deutsche Bundesbank; Eurosystem. Hrsg. Deutsche Bundesbank (ISBN: 9783865589989)
    Deutsche Bundesbank

    Geld und Geldpolitik / [Deutsche Bundesbank; Eurosystem. Hrsg. Deutsche Bundesbank

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ein von der Deutschen Bundesbank herausgegebenes "Erklärbuch" betreffend Geld und Geldpolitik. Es werden zB die Europäische Zentralbank vom Aufbau und von ihren Funktionen her beschrieben, es wird erklärt, warum gar keine Inflation auch nicht gut für das System ist und was G7 und G20 so machen. Daß Leute die letztgenannten Gremien ablehnen, weil eine unmittelbare demokratische Legitimation fehle und ein Großteil der Weltbevölkerung nicht beteiligt seien, wird unter den Tisch fallen gelassen, ebenso die häufig negative Beurteilung der großflächigen Anleihenaufkäufe der EZB (Stichwort no bail-out). Aber insgesamt ein gutes Einführungsbuch in die Geld- und Finanzwelt, auch vom (vorgebildeten) Laien zu verstehen.

  17. Cover des Buches Behold the Dreamers (ISBN: 9780812998481)
    Imbolo Mbue

    Behold the Dreamers

    (7)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Das junge Ehepaar Jonga hat es von Kamerun nach Amerika geschafft. Jende Jonga hat Asyl beantragt und Neni ist mit einem Studentenvisum in den USA. Alles scheint sich zum Besten zu wenden als Jende von seinem Cousin ein Job als Fahrer bei dem reichen Investmentbanker Edvard Clark bekommt. Über seinen Einwanderungsstatus sagt Jende nichts weiter, Hauptsache, er hat erstmal den Job. Und Neni ist fleißig beim Lernen, sie will einmal Pharmazie studieren. Auch sie arbeitet nebenbei und kümmert sich noch um den gemeinsamen Sohn, der schon zur Schule geht. Clark arbeitet bei den Lehman Brothers und man schreibt das Jahr 2007.


    Der Roman beginnt kurz vor der großen Finanzkrise, die im Jahr 2008 ihren Anfang nahm. Die Einwanderer aus Kamerun sind trotz ihres unsicheren Status` optimistisch, dass sie es vor allem für ihren Sohn schaffen werden. Sie sind schon einige Zeit in Amerika und mit dem neuen Job glauben sie, das große Los gezogen zu haben. Relativ einfache, wenn auch verantwortungsvolle Arbeit, zu einem guten Lohn. Neni kann sich mehr auf ihr Studium konzentrieren und auch mal was shoppen. Jendes Tätigkeit führt zu etwas wie Familienanschluss. Besonders die Kinder ihrer Arbeitgeber kommen gut mit Jende und Neni klar.


    Glück und Glas - wie leicht bricht das. So ungefähr könnte man die Quintessenz dieses Romans empfinden. Wie zerbrechlich die sicher geglaubte Welt sein kann, kann man gerade heute auch wieder ausmachen. So ähnlich muss es auch zu Zeiten der Finanzkrise gewesen sein, die Arm und Reich treffen konnte. Sowohl die Jongas als auch die Clarks stehen vor großen Umwälzungen und sie bewältigen sie irgendwie, aber irgendwie auch mit Verlusten. Ob man dabei jede Entscheidung nachvollziehen kann, mag dahingestellt sein. Die handelnden Personen müssen dazu stehen. Klar wird jedenfalls, dass der amerikanische Traum auch mal ausgeträumt sein kann, für Amerikaner ebenso wie für Einwanderer. Doch auch in der Krise gibt es Chance, die man so oder so einschätzen kann. Ein Buch, aus dem man Einsichten über das Leben der Einwanderer gewinnen kann und welche Veränderungen Menschen durchmachen, wenn die Welt in eine Krise gerät.

  18. Cover des Buches Weapons of Math Destruction: How Big Data Increases Inequality and Threatens Democracy (ISBN: 9780241296813)
    Cathy O'Neil

    Weapons of Math Destruction: How Big Data Increases Inequality and Threatens Democracy

    (2)
    Aktuelle Rezension von: vertygo

    Cathy O'Neil ist Mathematikerin und hat im Finanzwesen Big Data-Analysen durchgeführt. Je länger sie sich mit dem Thema beschäftigt hat, desto deutlicher wurde ihr: Die Datenökonomie diskriminiert Nichtweiße und Arme, weil ihre Kategorienbildung schnell zum Klischee gerinnt und dafür sorgt, dass Menschen aus bestimmten Gegenden oder mit gewissen Namen keine Wohnung bekommen, häufiger von der Polizei kontrolliert werden, eher zu Gefängnisstrafen verurteilt werden und entweder keinen Kredit erhalten oder welchen zu besonders schlechten Bedingungen, was ihre ökonomische Lage weiter verschlechtert, die Ungleichheit weiter verstärkt und Einzelne in Elend undRuin treibt. Zudem werden sie mit maßgeschneiderten Verführungen manipuliert, die wir anderen gar nicht sehen, weil die digitalen Medien jeden und jede in gefilterte Kanäle sperrt, um optimale Pruktplatzierung zu gewährleisten. That's capitalism, würde ich sagen, und jede Effizienzsteigerung verstärkt die vorhandenen Grundtendenzen. Besser wäre es, sagt die Autorin, wenn man die Erkenntnisse aus der Musterdetektion dazu nutzen würde, staatliche Mittel dorthin zu lenken, wo sie am meisten gebraucht würden, anstatt die dort angesiedelten Menschen noch mehr zu benachteiligen. Wie immer liegt weder das Problem noch seine Lösung in der Technik, sondern in Politik und Gesellschaft...

  19. Cover des Buches Strukturierte Verantwortungslosigkeit (ISBN: 9783518126073)
  20. Cover des Buches Frühling der Barbaren (ISBN: 9783406839870)
    Jonas Lüscher

    Frühling der Barbaren

    (77)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Möchte man ein Beispiel einer Novelle kennen lernen, in der die entsprechenden genrespezifischen Merkmale idealtypisch umgesetzt worden sind, so lese man das Werk „Frühling der Barbaren“ von Jonas Lüscher. Sogar das Dingsymbol in Gestalt eines Kamels findet man darin. 

     

    Ich muss allerdings zugeben, dass ich dieser Form von Literatur nicht viel abgewinnen konnte. Der Inhalt und die Sprache sind künstlerisch überformt und ich kann mich den vielen positiven, ja schon überschwänglichen Rezensionen aus dem Feuilleton überhaupt nicht anschließen. Für mich stand das Ereignis der Finanzkrise viel zu wenig im Zentrum der Handlung, und die an die Krise anschließenden Reaktionen der Protagonisten waren mir viel zu surreal. Dem Werk fehlt eine schlichte Eleganz. Auch mag ich „lebensechte“ Literatur. Aber das ist natürlich eine subjektive Sichtweise!

     

    Ich möchte Literatur lesen, die mich berührt, die in mir etwas auslöst, die mich mitnimmt oder die mich wachrüttelt. All das fehlte mir in diesem schmalen Büchlein. Aus diesem Grund konnte ich mit der Novelle nichts anfangen.  Das einzige, was ich hier lobend erwähnen kann: Der Sprachduktus des Schweizer Fabrikerben Preising ist eigentümlich und mit Wiedererkennungswert gestaltet worden. Altertümliche Wörter und umständliche Partizipial-Konstruktionen finden sich darin. 

     

    Fazit: Ein Buch, das dazu taugt, die Merkmale einer Novelle zu veranschaulichen. Inhaltlich ist das Dargestellte aber nach meinem Empfinden viel zu weit weg von der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Mit diesem künstlerisch-durchgeformten Text konnte ich nichts anfangen. Ich mag Literatur, die etwas in mir auslöst, die mich bewegt und ergreift. Dieses Werk habe ich jedoch unbeteiligt und ohne größeres Interesse gelesen. Ich gebe 2 Sterne!

  21. Cover des Buches Siebzehn (ISBN: 9783746032672)
    Lyl Boyd

    Siebzehn

    (28)
    Aktuelle Rezension von: leniks
    Das Buch habe in zwei Tagen gelesen. Es enthält 6 Kurzgeschichten to go, das wären Justizia, Entenfüttern, Geliebter Garten, Kriegsveteran, Zeitproblem und "Jazz trifft Beat". Ich finde die Geschichten gut geschrieben, geniale Ideen sind dabei und sie sind teils tiefgründig. Das Buch umfasst neben den Geschichten, noch das Vor- und Nachwort. Infos über den Autor ü d einen Ausblick über weitere Geschichten. Es sind 140 Seiten. Das Buch bekommt von mir 4 Sterne.
  22. Cover des Buches Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft, Nr.83, Die Finanzkrise des Staates (ISBN: 9783518076835)
  23. Cover des Buches Die Chance (ISBN: 9783941004542)
    Stewart O'Nan

    Die Chance

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962
    Die Chance von Stewart O'Nan, gelesen von Christian Brückner

    Marion und Art Fowler unternehmen gemeinsam eine Busreise nach Kanada  zu den Niagarafällen. Dorthin hatten sie ihre Hochzeitsreise unternommen.  Nun soll es ihre letzte gemeinsame Reise sein, eh sie sich scheiden lassen.  Eine Art Flucht sozusagen. Ihre Kinder wissen noch nichts von dem Vorhaben.  Chronisch pleite sind sie und was sie an Bargeld im Koffer mit sich schleppen ist  ihre restliche Barschaft. Die Finanzkrise in den USA hat auch vor ihnen  nicht halt gemacht. Auch wer sich in Sicherheit wog hat seinen Job  verloren. Art hegt immer noch Hoffnung und möchte seine Ehe retten.  Behutsam versucht er die Anzeichen zu deuten, ob es eine Rettung gibt  und sie ihr Leben weiter gemeinsam verbringen können. Allerdings muss  das viel zu teure Haus verkauft werden.

    Zunächst läuft ihr Tagesprogramm ab, wie bei jedem Tourist mit Besichtigungen  von Museen und Aussichtsfahrt zu den Niagarafällen und Drehrestaurant.  Abends ein Rockkonzert. Aber dann steuern sie das Casino an und spielen was  das Zeug hält. Dabei haben sie gar kein Geld mehr. Womit sie spielen gehört  ihnen quasi nicht mal. Art hat sich lange vorbereitet. 

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Der Hörer fährt quasi in dem Tempo,  wie die Reise von statten geht mit dem Noch-Ehepaar mit. Die Situationen  sind so aus dem Leben gegriffen, wie es jedem von uns ergehen könnte.  Man spürt sehr gut die Emotionen der Protagonisten, hier ist auch keine  Rührseligkeit, sondern gute Erzählung erfolgt. Der Hörer ahnt, es ist noch  nicht alles entschieden. Die Stimme von Christian Brückner passt ideal für  diese Geschichte, er liest es hervorragend.
  24. Cover des Buches Das Glashotel (ISBN: 9783548066806)
    Emily St. John Mandel

    Das Glashotel

    (118)
    Aktuelle Rezension von: Tauscopis

    St. John Mandels Schreibstil finde ich sehr angenehm zu lesen, man kommt meiner Meinung nach in einen guten Lesefluss. Jedoch muss ich sagen, dass ich gar keine Bindung zu der Protagonistin aufbauen konnte. Die Charakteristiken waren zwar gut beschrieben, sodass man immer ein klares Bild der Charaktere vor Augen hatte, jedoch waren die Motive teils zu stereotypisch oder aber nicht ganz nachvollziehbar. Auch der große Höhepunkt der Geschichte fällt meiner Meinung nach eher flach aus. Irgendwie hatte ich mir da einen etwas größeren "Knall" erwünscht.

    Mir fehlte vor allem der Tiefsinn an der Geschichte. Es greift gewisse Fragen zum Materialismus, Konsumverhalten, zur Liebe und wie man sein Leben leben möchte, auf, jedoch wird das immer nur oberflächlich angekratzt und nie ganz bis zum Ende geführt. Das Ende hat mich somit auch relativ kalt gelassen.

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