Bücher mit dem Tag "findelkind"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "findelkind" gekennzeichnet haben.

116 Bücher

  1. Cover des Buches Daughter Of Smoke And Bone (ISBN: 9783596191987)
    Laini Taylor

    Daughter Of Smoke And Bone

     (1.294)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Ein sehr interessanter Fantasy-Roman über die Schülerin Karou, die eine Kunstschule in Prag besucht und mit ihren blauen Haaren und seltsamen Augentattoos auf ihren Handflächen sowieso heraussticht. Doch niemand ahnt, dass sie eigentlich von vier mysteriösen Chimären aufgezogen wurde, die in einer komischen Zwischenwelt zu leben scheinen und sie des öfteren losschicken, um überall auf der Welt Zähne von Menschen und Tieren zu sammeln, ohne dass sie den wahren Grund dafür kennt. Ihre nicht ganz so normale Welt gerät plötzlich aus den Fugen als alle Portale, die zu ihrer Ziehfamilie führen, mit einem eingebrannten Handabdruck gekennzeichnet werden und ein seltsamer Fremder in ihr Leben tritt. Es dauert durchaus ein paar Seiten, bis man in die Story reinkommt, da der Anfang ein kleines bisschen gewöhnungsbedürftig ist, aber der Plot an sich ist dann eigentlich relativ einzigartig und sehr erfrischend, da jegliche Geheimnisse etc. so aufgelöst werden, dass man nicht wirklich so damit rechnet, auch wenn es tatsächlich überraschend ist, das so viel schon in diesem Band aufgelöst wird. Nur an einigen Stellen war das Buch dazu spannend und hat sich oft eher etwas gezogen, aber man wird durchaus neugierig darauf, was noch so in den Folgebänden passieren wird. Die Charaktere sind dabei relativ in Ordnung und zum Teil sind sie auch ganz sympathisch, aber auf ihnen liegt eher weniger der Fokus. Der Schreibstil ist dabei sehr präzise und ohne Schnickschnack, gibt aber an Stellen, wo es passt, durchaus ein paar Detailbeschreibungen an. (Allerdings hätte er auch gern noch detailierter sein können, da in der Geschichte wirklich viele schöne und verschiedene Orte besucht werden, die man gerne hätte bildgewaltiger beschreiben können.) Insgesamt jedenfalls ein gut gelungener Reihenauftakt, der zwar nicht ganz perfekt, aber durchaus mal was anderes ist und viel Potenzial bietet.

  2. Cover des Buches Elfenkuss (ISBN: 9783570401125)
    Aprilynne Pike

    Elfenkuss

     (1.040)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Laurel ist anders als die anderen. Wie anders wird ihr nur nach und nach bewusst.
    Laurel geht ganz neu in die Schule. Sie ist umgezogen und wurde bisher zu Hause unterrichtet. In der Schule findet sie in David und Chelsea neue Freunde. David geht mit ihr durch dick und dünn. Als ihr Vater plötzlich erkrankt steht er ihr unterstützend zur Seite.
    Warum hat sie so einen Drang nach ihrem alten Zuhause und wie kann sie verhindern, dass es verkauft wird? Kann der Junge aus dem Wald, Tamani, ihr dabei helfen?

    Elfenkuss hat ein wunderschönes Cover, das mich gleich angesprochen hat. Es wirkt mit dem Flügel, oder Blatt vor dem Gesicht schon elfisch.
    Die Geschichte geht gleich interessant los. Laurel scheint ein nettes Mädchen zu sein und braucht ein bisschen Unterstützung , um auf andere Menschen zu zu gehen. Da kommt David gerade recht. Er sagt was er denkt und nimmt sie gleich unter ihre Fittiche. Auch Chelsea ist erschreckend ehrlich, so dass Laurel gleich weis wo sie mit ihr dran ist.
    Als Laurel entdeckt das sie anders ist als andere steht ihr David unterstützend zur Seite. Es ist schön jemanden zu haben, mit dem man sich austauschen kann. Ich finde David sehr offen und herzlich .Ein Freund wie ihn sich so manche Mutter für ihre Tochter wünschen würde.
    Spannend wird es als der Vater von Laurel plötzlich erkankt und man nicht weiß ob er je wieder gesund wird. Das reißt eine Familie von heute auf morgen ziemlich runter, und wenn dann wie in den USA üblich nicht alle gesetzlich krankenversichert, sondern jeder privat versichert ist, kann solch ein längerer Krankenhausaufenthalt schon riesige Löcher in eine Familienkasse reißen.
    Da ist es gut, wenn man noch etwas hat was man veräußern kann, um diese Löcher zu flicken.
    Aber was wenn das nicht veräußert werden darf?
    Davon weiß nun ja aber nur Laurel näheres und die hat ganz schön zu kämpfen um alles zu retten.
    Wie gut das es da auch noch den Jungen aus dem Wald gibt. Tamani. Wie steht er zu Laurel? Kann er sich gegenüber David behaupten? Laurel steht zwischen den zwei Jungs und ist eigentlich von beiden auf ihre eigene Art und Weise angetan.
    Wie wird sie sich letztendlich entscheiden? Und was für Abenteuer muss sie noch bestehen?
    Alles in allem ein sehr gelungener Jugendfantasyroman, der auch mich als Erwachsene noch begeistern konnte.Ich bin schon gespannt wie es im nächsten Teil "Elfenliebe" weiter geht.

    Ich kann ihn für Leser, die sich ein wenig Träumereien um Elfen und ein Elfenland hingeben können, aber auch einen Kampf um das Bestehen des Reiches ertragen, auf jeden Fall wärmstens empfehlen.


  3. Cover des Buches Miroloi (ISBN: 9783446261716)
    Karen Köhler

    Miroloi

     (163)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Ich wollte das Buch auf Seite 70 bereits aus der Hand legen, als es geschah: Es packte mich, fing mich ein und ließ mich bis zum Ende nicht mehr los. 571 Seiten in 2 Tagen (ok, ich bin für 15 Tage in Thailands Quarantäne weggeschlossen, aber ich hätte auch draußen jede Minute lesen müssen…)

    Das Mädchen ohne Namen, die Protagonistin des Buches, wurde als Baby auf die Treppe des Bethauses auf der fiktiven Insel „im schönen Dorf“ (vermutlich in Griechenland) ausgesetzt.
    Seitdem ist sie verantwortlich für alles Schlechte, was im Dorf passiert. Sie wird von den abergläubischen Dorfbewohnern gemoppt und beschimpft, die Dorfkinder laufen ihr hinterher: „Eselshure, Schlitzi, Nachgeburt der Hölle. Ich war schon von Anfang an so hässlich, dass meine Mutter mich lieber hier abgelegt hat, statt mich zu behalten“ (S.9).
    Sie gehört nicht zur Gemeinschaft, darf keinen Namen haben, nicht heiraten und auch später keine Kinder kriegen.
    Aber sie darf arbeiten: Auf dem Feld, im Stall, in der Küche, Wäsche waschen und nähen.. Jeder darf sich das Mädchen für Arbeiten ausleihen.

    Das Dorf ist hinterwäldlerisch: Frauen dürfen nicht lesen und schreiben lernen. Es gibt keinen Strom und wer nicht gehorcht, wird an den Pfahl gebunden und bestraft.

    Es ist die Geschichte einer männerdominierten Dorf-Gesellschaft, wo ein Mädchen Mut aufbringt und sich widersetzt.

    Die Sprache des Romans ist poetisch, aber naiv doch interessant.
    Mir hat gefallen, wie Karen Köhler es geschafft hat, verschieden Kulturen und Religionen zu verknüpfen: So heisst das Gebetbuch des Dorfes Khorabel, die 3 Götter kommen aus dem Hinduismus, wobei die Gemeinschaft eher an die Sekte Colonia Dignidad erinnert.

    Das Buch hat mich ein wenig traurig zurückgelassen: so weiß man, dass es diese Art von Unterdrückung noch in der heutigen Zeit gibt und Religionen als Machtmittel benutzt werden.

    Ein großartiges #romandebüt, ein Buch was nicht so schnell vergessen wird, ein #buchhighlight für mich!

  4. Cover des Buches Die Macht der Seelen - Finding Sky (ISBN: 9783423715881)
    Joss Stirling

    Die Macht der Seelen - Finding Sky

     (1.109)
    Aktuelle Rezension von: TauusendWorte

    Sky zieht mit ihren Eltern nach Wrickenridge, eine verschneite Kleinstadt in den Rocky Mountains. Eigentlich wollte sie nur in England bleiben & ihren Abschluss machen, aber man kann ja nicht alles haben. In Wrickenridge trifft sie auf Zed, einen auf-den-ersten-Blick-Badboy, der für Sky aber unerreichbar scheint. Doch warum kann er in Gedanken mit ihr sprechen?

    🎷🎷🎷

    Okay, ich geb’s zu, die Idee hinter dem Buch ist schon etwas klischeehaft und so. Trotzdem ist es ein absolut grandioses Buch, und für mich der beste Teil der Savant-Reihe. (That’s why „Finding Sky“ eine eigene Rezi bekommt und die anderen Bände nur eine zusammengefasste.)

    Denn die Handlung vereint ganz viel, was ich an Büchern mag:

    Fantasy-Elemente + Eine sehr cute Lovestory + fiese unberechenbare Bösewicht*innen + grandiose Charaktere = mega gutes Buch

    🎷🎷🎷

    Beginnen wir mit Sky, der Protagonistin.

    Ihr wisst gar nicht, wie sehr ich mir eine Freundin wie Sky wünsche! Sie ist eine der sympathischsten Sechzehnjährigen, die jemals von einem*einer Autor*in erschaffen wurde! (Außerdem ist ihr Name grandios – ich meine: Sky Bright, haha!)

    Vor allem durch ihre Verletzlichkeit wirkt sie sehr real. Sky hat in ihrer Vergangenheit so einiges erlebt, was einfach zum Kotzen ist, und trotzdem gibt sie nicht auf. Sie ist keine dieser ultraharten Kriegerinnen, die über allem trotzen und so, aber das muss sie auch gar nicht! Stärke bedeutet nicht, keinen Schmerz und keine Schwäche zuzulassen, nein. Stärke bedeutet, trotz Schwäche und Schmerzen nicht aufzugeben. Schwäche ist okay. An manchen Tagen kann man einfach nicht weiterkämpfen.

    Genau das zeigt Sky uns allen, und das ist genial. Außerdem hat sie eine sehr coole Art zu denken! Ihre Gedanken sind süß und witzig und mutig und aaaahhh, ich liebe das einfach! Ihr Kopfcomic ist auch grandios. Das alles hat echt geholfen, mitzukommen, durch Sky habe ich nur noch mehr mitgefiebert.

    Auch Zed mochte ich wirklich.

    Auf den ersten Blick ist er durch und durch düster und hart und grob und eben all dieses toxische Männlichkeitszeug, dass eh niemand braucht. Badboyalarm und so. Aber wenn wir dann ein zweites Mal genauer schauen, dann merken wir: Er ist gar nicht so toxisch männlich, auch Zed hat Schwächen und Grenzen und ist verdammt verletzlich. Und Zed in Skys Gegenwart ist einfach soooooooooooo süß! Ich will auuuch!

    🎷🎷🎷

    Auch, wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheint, dieses Buch ist von der Spannung her teilweise echt krimihaft. Das lassen Klappentext und Cover und so eher nicht erahnen, aber wow! Die Spannung ist so wie eine Schlange, die sich zu Beginn leise lauernd im Hintergrund schlängelt und dann – Zack! – zubeißt. Und zwar ziemlich feste mit ihren giftigen Schlangenzähnen. (Merke: Keine Würgeschlange!)

    Und auch, wenn ich das Buch schon mindestens tauuuusend mal gelesen habe, muss ich es immer in einem Rutsch durchlesen, um Zed & Sky gaaaanz schnell vom Schlangenbiss zu befreien.

    🎷🎷🎷

    So. Und jetzt erzähle ich euch noch etwas zum überaus genialgrandiosen Schauplatz.

    Dazu zählt für mich nicht nur der Ort, sondern auch die nicht ganz so wichtigen Figuren. Home are the people und so. Aber immer der Reihe nach, zuerst der Ort.

    Wrickenridge ist eine dieser typischen amerikanischen Kleinstädte, die man aus ganz vielen Filmen & Serien & Büchern kennt, und dabei sogar noch sympathischer als Green Valley! Immer, wenn ich Finding Sky rereade, ist es wie nach Hause kommen. Denn so fühlt sich Wrickenridge an: Wie Zuhause. (Auch, wenn ich kein Ski fahren kann.)

    Daran sind auch so ein bisschen die Nebenfiguren schuld, die sehr typisch amerikanische Nachbarin, die „Draculettes“ und Zeds ganzen Brüder. Warum kann ich nicht einfach auch nach Wrickenridge ziehen?! Unfair!

    🎷🎷🎷

    Eine weitere Grandiosität ist der Schreibstil. Ich hab ja oben schon erwähnt, dass ich Skys Art zu denken wirklich wirklich mag, und das liegt einfach an Joss Stirlings grandioser Art zu schreiben. Es ist sosososo galaktisch, wie Sky alles mit Comics und Filmen und so vergleicht! Das bringt auch in die spannendsten Stellen einen gewissen Witz, einfach

    g-r-a-n-d-i-o-s!!!!

    🎷🎷🎷

    Im Endeffekt ist dieses Buch so genialgalaktischgrandiosunglaublich, dass ihr es einfach alle lesen MÜSST! Da gibt es gar keine andere Alternative! Sky will sich doch wirklich niemand entgehen lassen, und Zed ist einfach…. #bookboyfriendalarm hoch dreitauusendfünfhundertsiebenundneunzig.

  5. Cover des Buches Sturmhöhe (ISBN: 9783423143554)
    Emily Brontë

    Sturmhöhe

     (1.815)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Sturmhöhe erzählt in erster Linie von der Liebesgeschichte von Catherine und Heathlcliff. Einer Liebe, die man in heutigen Zeiten vermutlich "toxisch" nennen würde, denn sie ist so zerstörerisch, so düster und so herabziehend, dass sie nicht nur Catherine und Heathcliff in den Wahnsinn treibt, sondern ihr gesamtes Umfeld über Generationen hinweg ins Unglück zu stürzen scheint.


    Ich kann nicht genau sagen, was so unglabulich an diesem Buch fasziniert.

    Die Hauptcharaktere sind schlichtweg unsympathisch, keine Frage. Heathcliff ist zerstörerisch, unheimlich, egoistisch und offenbar von Hass zerfressen. Catherina ist... verrückt(?), sadistisch, ich bezogen und schlicht und ergreifend hysterisch. Lange Zeit fand ich es schwer vorstellbar, dass diese beiden Charaktere überhaupt jemanden lieben können. Beide sind kompliziert, verbissen und auf ihre ganz eigene Art vom Leben gezeichnet.

    Das Setting ist düster und deprimierend. Hier geschehen viele Unglücke, Menschen werden (bewusst) sowohl körperlich als auch seelisch verletzt, ausgegrenzt und ausgenutzt. Alles dreht sich um Heathcliff und Catherine, beide sind maximal fokussiert aufeinander, wobei ich manchmal nicht einschätzen konnte, ob die beiden sich wirklich lieben oder darauf aus sind sich gegenseitig zu zerstören. 


    Aber alle diesem negativem Inhalt zum Trotz fasziniert das Buch und es schlägt den Leser in einen so tiefen Bann, aus den man sich nicht befreien kann. Es lässt sich unglaublich flüssig und leicht lesen, man hängt sich nicht an ungewöhnlichen oder altmodischen Formulierungen auf und auch der Wechsel der Erzählers geht so glatt, dass man nicht ins Stocken gerät.

    Die Liebe zwischen Catherine und Heathcliff ist fesselnd. Ihrem Egoismus und seiner Bosheit zum Trotz, allen gesellschaftlichen Konventionen entgegen, trotz aller Widrigkeiten und Gemeinheiten scheint nichts ihre Gefühle füreinander zerstören zu können und ich glaube, das ist es letzten Endes, was einen als Leser so fesselt. Das man trotz allem das Gefühl bekommt, dass Hoffnung besteht und dass sich der Kampf lohnt.

    Große Klasse!

  6. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (876)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Achtung: Band 4 einer Reihe!

     

    Triggerwarnung: Vergewaltigung!

     

    Jamie und Claire haben ihren Neffen Ian gerettet, doch haben sie es nicht zurück nach Schottland geschafft, sondern sind in Amerika gelandet. Eigentlich wollten sie wieder zurück, doch sie entscheiden sich stattdessen zu bleiben, obwohl sie wissen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis der Unabhängigkeitskrieg ausbrechen wird. Zunächst müssen sie sich aber ein Leben aufbauen. Liegt ihre Zukunft auf der Plantage von Jamies Tante Jocasta? Aber können sie mit der dort vorherrschenden Sklaverei leben? Oder sollen sie das Angebot des Gouverneurs annehmen, eigenes Land zu erhalten und mit der Hilfe von Pächtern zu bewirtschaften?

    Gleichzeitig hat Brianna in der Gegenwart eine schockierende Entdeckung gemacht. Sie kann nicht untätig bleiben, sie muss ihre Eltern warnen. Aber haben nicht die Bemühungen ihrer Eltern in der Vergangenheit bewiesen, dass sich die Zukunft nicht verändern lässt?

     

     

    In diesem Band geht es hoch her – wie immer eigentlich, aber doch noch mal eine Ecke härter. 

     

    Die Dynamik in diesem Buch verschiebt sich. Claire und Jamie müssen sich ihr neues Leben aufbauen, entweder auf der Plantage von Jamies Tante, oder in der Wildnis. Das allein ist schon schwierig genug. Aber durch Briannas Ankunft ändert sich noch einmal sehr viel. Natürlich ist es schön, dass die Familie vereint ist, aber Brianna hat auch einiges im Gepäck. Auch Jamies und Claires Beziehung verändert sich dadurch. Bislang war Claire immer auf Jamies Seite, er war das Zentrum ihrer Welt. Doch jetzt ist da auch ihre Tochter, die sie bedingungslos liebt. Für alle drei eine komplett neue Situation.

     

    Brianna und Roger kommen als neue „vollwertige“ Protagonisten jetzt hinzu. Sie erzählen Teile der Handlung aus ihrer Sicht und das Buch erweitert sich dadurch auf vier Sichtweisen. Einerseits ist das toll, andererseits tut man sich damit auch manchmal schwer. Brianna und Roger sind eigenständige Charaktere und ich zumindest habe jedes Mal wieder Probleme, mit ihnen warm zu werden. Man darf nicht vergessen: Brianna ist eine Fraser und das durch und durch. Das Fraser-Temperament ist eben eine Sache für sich.

     

     

    Fazit: Ich liebe diese Reihe, das ist auch bei diesem Buch nicht anders. Es ist wie immer und doch auch anders. Durch Brianna und Roger, die hier präsenter sind, als in den Bänden zuvor, bekommt das Buch eine neue Ausrichtung. Wieder passiert unheimlich viel und Brianna scheint das Unglück ebenso wie ihre Eltern magisch anzuziehen. 

    Die Frage ist nun, ob sie es schaffen als Familie zu funktionieren, obwohl Brianna und Jamie für einander letztlich Fremde sind. Und wenn man dann noch berücksichtigt, was alles passiert, kann man eigentlich nur die Hände vor die Augen schlagen und „oje, oje, oje!“ jammern. Trotzdem habe ich jede einzelne Seite geliebt.

     

    Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne.

  7. Cover des Buches Der verborgene Garten (ISBN: 9783453354760)
    Kate Morton

    Der verborgene Garten

     (1.183)
    Aktuelle Rezension von: buchstaben_worte_buecher

    Eines meiner liebsten Büchern ist "Der verborgene Garten" von Kate Morton aus dem Diana Verlag. 

    Es handelt dabei von der jungen Australierin Cassandra, die nach dem Tad ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt - ein Cottage, von dem sie noch  nie etwas gehört hat - ein Cottage das von einem verwunschenen Garten umgeben ist und das an ein geheimnisvolles Anwesen, Blackhurst Manor, grenzt. Der Frage, was hat dieses Haus mit ihrer Großmutter und auch mit ihr selber zu tun, versucht Cassandra auf den Grund zu gehen. Dabei muss sie in die Vergangenheit eintauchen zu zwei Freundinnen, die sich ein folgenschweres Versprechen gaben. Was geschah wirklich vor hundert Jahren auf Blackhurst Manor?

    Es ist ein wunderbares Familiendrama mit einem verwunschenem Garten, einer adlingen Famliie, einem dunklen Geheimnis. Es handelt von Liebe, Freundschaft, Eifersucht, Verlust und Verrat. 

    Kate Morton schreibt sehr ausführlich und bildlich. Gleichzeitig ist es aber nicht langatmig. Es ist wie ein Film, der sich vor dem inneren Auge abspielt. Vor allem die Atmosphäre ist großartig eingefangen. Sie ist geheimnisvoll, mysteriös, sogar etwas unheimlich. Sie erinnert an die Stimmung in den Klassikern Jane Eyre oder Sturmhöhe von den Brontë-Schwestern. 

    Da es auf drei Zeitebenen spielt, wirkt es am Anfang etwas verwirrend, bis man die Charaktere und die Umgebung kenenn gelernt hat. Aber das Durchhalten lohnt sich, denn es ist wirklich wundervoll. 

    Wer die Bücher von Lucinda Riley mag, der wird dieses Buch lieben. Es ist eine absolute Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches Das Licht zwischen den Meeren (ISBN: 9783442384006)
    M. L. Stedman

    Das Licht zwischen den Meeren

     (361)
    Aktuelle Rezension von: Callso

    Ein großes Drama mit den ganz großen Gefühlen. Das Buch überzeugt auf klarer Linie: Ein fesselnde Story, die herrlich detailverliebt und liebenswert erzählt wird.

    Welch ein Werk, welch ein Debüt. Und auch wer den sehr guten Film dazu gesehen hat wird feststellen, dass Buch eben noch viel, viel mehr kann!

    Das Drama an der australischen Küste geht um einen Leuchtturm, ein unerwartetes Kind, um Strafe und die Frage, inwieweit man ein schlechtes Gewissen langfristig ausblenden kann. Leuchtturmwärter Tim kann es nicht. Auch wenn er die Liebe seines Lebens trifft, so ist das Glück für ihn nur ein längerer Moment.

    Großes Tennis, großes Kino - und ein überragendes Buch.

  9. Cover des Buches Albertos verlorener Geburtstag (ISBN: 9783426653937)
    Diana Rosie

    Albertos verlorener Geburtstag

     (126)
    Aktuelle Rezension von: printbalance

    Inhaltsangabe:
    Alberto Romero ist ein alter Mann, der es genießt die warmen Tage auf seiner Plantage zu verbringen. Dort gibt es nicht nur einige Zitronen die gepflückt werden müssen, sondern auch zahlreiche Mandelbäumchen die zur Ernte bereit stehen. Seit Jahren beliefert der Spanier mit seinem Ertrag sämtliche Cafes und Restaurants. Als Alberto nach getaner Arbeit mit seinem Moped zurück in sein Dorf fährt, stellt er fest, dass die Eingangstüre seines Hauses offen steht. Mit einem unbehaglichen Gefühl tritt er ein und sieht seine Tochter Rosa weinend am Tisch sitzen. In der Firma ihres geliebten Ehemannes Juan Carlos gab es einen Arbeitsunfall, der ihn schwer verwundet hat. Durch die starke Wucht der Explosion eines Boilers bangen die Ärzte derzeit um sein Leben. Tino, der 7-jährige Enkel von Alberto versteht das Ausmaß der Situation noch nicht und versucht seine Mutter zu trösten.
    Nachdem der kleine Junge nicht mit auf die Intensivstation darf, bittet Rosa ihren Vater auf Tino aufzupassen. Dieser willigt ein und so verlässt seine Tochter ohne den Kleinen das Haus um zurück ins Krankenhaus zu fahren.
    Währenddessen erzählt Tino seinem Opa, dass er in wenigen Tagen Geburtstag hat. Da er sich schon sehr auf seinen großen Tag freut, erkundigt sich der Bub wann sein Apu hat. Doch Alberto kann sich beim besten Willen nicht daran erinnern. Er hat sein Gedächtnis verloren, als er im Spanischen Bürgerkrieg zum Waisen wurde. Durch die Armut und die schwere Situation hat Alberto stets ums Überleben gekämpft und sich somit nie mehr auf Spurensuche nach seiner Herkunft begeben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt: Tino findet, dass jeder Mensch Geburtstag haben, und diesen auch mit einer großen Party feiern muss. Zum ersten Mal seit dem Vorfall mit Juan Carlos lächelt der Junge, sodass Alberto ihm verspricht, mit ihm zusammen nach seinem Geburtstag zu suchen.
    Die einzige Erinnerung die der Greis noch hat ist das Waisenhaus, welches auf der anderen Seite von Spanien liegt. Dort wuchs der alte Mann einige Jahre unter einer strengen Leitung auf. Mit dem Einverständnis von Tino's Mutter machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg in Albertos Vergangenheit, in der sein Großvater viele alte Bekannte wiederfindet, das ein- oder andere Geheimnis aufdeckt und sich seiner größten Angst stellt: Der Erinnerung.
    Während dieser mehrtägigen Reise die bei Tino für Ablenkung sorgt, kämpft sein Vater weiterhin um sein Leben, welches am seidenen Faden hängt...
    Wird Tinos Vater wieder gesund und können Großvater und Enkel doch noch den verloren geglaubten Geburtstag herausfinden?

    Eigene Meinung:
    Diana Rosie hat mit dem Roman "Albertos verlorener Geburtstag" einen Roman verfasst der unter die Haut geht. Mit warmen Tönen, gespikt mit schonungsloser Ehrlichkeit beschreibt sie die Zeit vor über 60 Jahren, in denen der Spanische Bürgerkrieg ausgebrochen ist.
    Tino, der 7-jährige Enkel von Alberto kann nicht nachvollziehen, warum sein Großvater noch nie seinen eigenen Geburtstag feierte. Er findet nämlich, dass jeder so einen Tag haben muss und besteht darauf, gemeinsam mit seinem Apu diesen zu suchen. Alberto, der sich von seinem Enkel überzeugen lässt, reist mit dem Zug quer durch Spanien zu jenem Waisenhaus, worin Albertos letzten Erinnerungen liegen.
    Zitat: Buch S. 95 "Er weiß weder den Namen seines Dorfes, noch, ob er Familie hat. Das Einzige, an das er sich erinnern kann, ist sein Name - Alberto Romero. Und an ein Auto. Er sagt, dass er sich an ein Fahrzeug erinnert. Er ist gelaufen und gelaufen, sagt er, hat aber keine Ahnung, wie lang."
    Dort angekommen, findet er tatsächlich eine Spur, die leider schnell im Sande verläuft. Aber durch die Beharrlichkeit seines Enkels gibt Alberto nicht auf und findet nach und nach Überlebende, die alle eine Geschichte aus der damaligen Zeit zu erzählen haben. Stück für Stück fügen sich die Puzzleteile zusammen bis die komplette Wahrheit über Alberto Romero ans Tageslicht kommt.
    Die Geschichte wurde aus verschiedenen Perspektiven verfasst. Zum einen erzählt die Autorin wie sich Alberto und Tino auf Spurensuche begeben und auf welche Bekannte diese von früher stoßen, dann gibt es immer wieder Einblenden aus den 30ger Jahren von damaligen Personen, die alle mit Alberto in direktem oder indirektem Zusammenhang standen. Ob Küchenmagd, der Pfarrer, ein Offizier oder seine Eltern- die Handlung nimmt dadurch eine ungewöhnliche Form an. Leider gefiel mir das Ende dieses traurig-schönen Romans nicht. Ich hätte mir eine etwas andere Auflösung gewünscht. Das Buch ließ mich mit einem etwas bitteren Beigeschmack zurück.
    Fazit: Ein Buch welches tiefgründig und einfach nur herzzerreißend ist. Ein spanischer Roman eines Mannes, der sich gemeinsam mit seinem Enkel auf Spurensuche nach seiner Herkunft und dem Tag seiner Geburt aufmacht.
    Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

  10. Cover des Buches Die Zwerge (ISBN: 9783492281010)
    Markus Heitz

    Die Zwerge

     (1.073)
    Aktuelle Rezension von: Leak

    Die Inhaltsangabe passt meiner Meinung nach nicht zu dem Lese-Gefühl. Passender wäre etwas wie "Es geht auf eine Reise, quer durch ein Land mit wundersamen Orten und Charakteren".

    Ich las das Buch vor mehreren Jahren und kann mich an den Plot kaum noch erinnern - der war für mich immer nur Nebensache, Mittel zum Zweck. Wohl aber kann ich mich an die liebevollen Charaktere, die verschiedenen Völker und Orte erinnern. Und genau das machte diese Serie für mich aus. Der Plot, worum es dabei auch gegangen sein mag, erschien mir so tiefgründig wie die Quest aus einem MMORPG; doch die Lösung dieser Quest war wahrlich episch. :)

  11. Cover des Buches Trümmerkind (ISBN: 9783426304921)
    Mechtild Borrmann

    Trümmerkind

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Hamburg 1947, Hanno Dietz entdeckt bei der Suche nach verwertbaren Materialien in den Trümmern des Krieges, einen Raum mit einer nackten Frauenleiche. Nicht weit davon entfernt steht ein 3 Jähriges Kind in auffallend guter Bekleidung und spricht kein Wort. Hanno nimmt ihn mit nach Hause und damit beginnt eine Geschichte, die durch die Zeit reist, Gut Anquist, 2 Jahre zuvor : Clara Anquist und Familie müssen untätig zusehen, wie die Russen alles beschlagnahmen und sie Ihr Haus und Hof verlassen und eine Flucht in den Westen antreten müssen. 1992 Anna Meerbaum reist trotz Ablehnung Ihrer Mutter in die Uckermarck um Ihre Wurzeln zu verfolgen und besucht Gut Anquist....

    Selten, dass mich ein Buch so gefesselt hat, sei es der historische Hintergrund, er einfach grandios ausgewählt wird, seien es die Sprünge zwischen den Zeiten, die am Ende ein schlüssiges Bild ergeben. Der Krimianteil ist eher niedrig, was aber überhaupt nicht schadet. Ein großartiges Stück Zeitgeschehen, dass mit Charakteren glänzt, die wir uns alle zu dieser Zeit so vorstellen und wünschen würden und das Buch so lebendig machen.

    Noch nie zuvor etwas von dieser Autorin gelesen, hatte mich auch ein Video-Interview nicht wirklich überzeugt, dafür der Schreibstil umso mehr. Leiden, Verrat, Freundschaft und Werte spielen eine große Rolle. Der tägliche Kampf 1945, also auch 1947 um das Überleben sind bewegend. Es wird nicht mein letztes Buch von Mechtild Borrmann werden.

    5 Sterne für ein Buch, das bereits 2017 erschienen ist, das ich aber jeden empfehlen kann. Eine klar strukturierte historische Geschichte, die sich lohnt zu lesen.

  12. Cover des Buches Fuchskind (ISBN: 9783548612515)
    Annette Wieners

    Fuchskind

     (98)
    Aktuelle Rezension von: schnuffelschnecke9904

    Darum geht es:An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

    Daten zum Buch:
    Verlag:List Taschenbuch
    Erscheinungsdatum:17.6.2016
    Buchlänge: 352

    Fazit:
    Bei diesem Buch handelt es sich um einen netten Krimi in dem sehr wenig Blut fließt. Die Geschichte die dahinter steckt hätte größeres Potenzial gehabt, als was man ausgeschöpft hat. Einige Handlungsstränge fand ich zudem unlogisch und sehr weit hergeholt. An einigen Stellen wurde das Drumherum nicht gut genug erklärt und an anderen Stellen wurde zu viel Hintergrund erläutert.
    Die netten Zeichnungen und Informationen zu giftigen Pflanzen und Blumen haben mir jedoch sehr gut gefallen.
    Leider bin ich mit den Figuren nicht richtig warm geworden. Gesine kannte ich bereits aus dem Krimi 'Kaninchen Herz' wobei sie mir da deutlich sympathischer war als in diesem Buch. Auch bei den anderen Figuren stellte sich bei mir kein Sympathie Gefühl ein, sodass es mir gefühlt egal war, was mir ihnen geschieht.
    Ich bin mir sehr unschlüssig, ob ich den dritten Teil um Gesine Cordes lesen werde.

    2,5⭐/5⭐

  13. Cover des Buches Das Leben der Elfen (ISBN: 9783423280747)
    Muriel Barbery

    Das Leben der Elfen

     (42)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Dementsprechend hoch war meine Erwartungshaltung als ich an den Roman „Das Leben der Elfen“ der selben Autorin  ging. Doch leider habe ich mich mit dieser Lektüre sehr gequält. Nur weil ich prinzipiell nie ein Buch abbreche (es gab bisher nur 3 Ausnahmen), habe ich bis zum Ende durchgehalten.
    Was lief für mich schief?
    Die vielgepriesene zauberhafte Sprache konnte bei mir keine Magie entfachen.
    Ich empfand das dauerhafte Beschwören übersinnlicher Kräfte, das permanente Hinweisen auf eine Welt hinter der Welt, auf eine Poesie der Dinge, einfach nur ermüdend und langweilig. Eine nennenswerte tragende Handlung war für mich nicht zu erkennen.
    Die ersten Sätze konnten mich noch begeistern, aber bereits nach den ersten Seiten war mein Enthusiasmus völlig abgekühlt.

  14. Cover des Buches Der Venuspakt (ISBN: 9783802582295)
    Jeanine Krock

    Der Venuspakt

     (560)
    Aktuelle Rezension von: Another-

    Eigentlich habe ich -Der Venuspakt- nochmals gelesen, weil mir die Story beim ersten Mal ganz gut gefallen hatte, ich mich aber nicht mehr an alles (für eine aktuelle Rezension) erinnern konnte. Leider hat sie mich beim zweiten Mal nicht mehr überzeugt. Es mag auch daran liegen, dass in diesem Genre mittlerweile weitaus herausstechendere Fantasyromance existiert und die Geschichte einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Der Erzählstil ist sehr angenehm und man kann gut folgen, daher hatte ich trotzdem hier und da Spaß am lesen. Die Komplettstory an sich ist zwar Klischeehaft aber trotzdem angenehm, zumal ich die Protas Nuriya und Kieran wirklich mochte. Die Geschichte bleibt aber durchweg Oberflächlich genauso wie die Charaktere (was bei Lovestorys wirklich nicht sein darf) ohne wirklichen Tiefgang, die Sinnigkeit der Schließung des "Paktes" ist auch nicht gegeben, daher empfehle ich -Der Venuspakt- nur bedingt weiter, an Leser die was  geziehlt Klischeehaftes für zwischendurch suchen und kein Problem mit einem Ich Liebe Dich nach einer Woche bekanntschaft haben.

  15. Cover des Buches Glückskind (ISBN: 9783442746125)
    Steven Uhly

    Glückskind

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Goldilocks

    Der Roman „Glückskind“ von Steven Uhly handelt von dem verwahrlosten Hartz IV Empfänger Hans D. der eines Tages ein Baby im Müll findet. Darauf hin krempelt er sein ganzes Leben um, denn jetzt hat er endlich wieder einen Grund um zu leben. Aber wie kann er es schaffen für all die Dinge die das Kind braucht aufzukommen und es gleichzeitig vor der Polizei zu verstecken? Denn leider hat die Mutter die vor Gericht steht genau angegeben in welcher Mülltonne sie Felizia versenkt hat. Vor allem bei Hans ist das problematisch da er mit seiner Paranoia niemandem so ganz vertrauen will. 


    Hans seine Entwicklung über das Buch hinweg fand ich unglaublich berührend. Man merkt wie er im Verlauf lernt wieder Hoffnung zu haben und Sinn im Leben zu sehen. Um dahin zu gelangen muss er auch seine Vergangenheit konfrontieren die ihn erst in die Situation des Hartz IV Empfängers gebracht hat. Man fängt an ihn lieb zugewinnen, genauso wie Felizia natürlich und wünscht nur das Beste für die Beiden. Gleichzeitig fragt man sich aber auch wie lange das gut gehen kann. Irgendwann braucht Felizia Papiere, muss zum Arzt. Was sagt Hans dann? Woher hat er das Kind? Diese Sorgen teilt man mit Hans. 


    Auf ein meiner Meinung nach ganz neues Level wird das Buch durch den allwissenden Erzähler gebracht der sich durch die gesamte Geschichte hinweg durchzieht. Ich finde, dass der Autor es dadurch noch viel besser schafft einem Hans seine Gefühle zu vermitteln. Aber auch der beschreibende Schreibstil des Autors bringt eine ganz andere Perspektive und Tiefe in die Geschichte. Man versteht nicht nur Hans sondern im Allgemeinem alle Personen des Buches dadurch finde ich viel tiefer. Das bringt mich auch zu einem weiterem Punkt. Die Charaktere des Buches kommen mir persönlich zumindest unglaublich real vor. Sie könnten wirklich existieren so authentisch wie sie dargestellt werden. Obwohl die Geschichte vor allem am Anfang an sich ein wenig sonderbar erscheinen mag könnte sie sich wirklich so abgespielt haben.


    Auch das Ende scheint mir sehr gut gelungen. Gerade am Anfang hat man überhaupt keinen Plan davon wohin einen die Geschichte leiten wird und später fragt man sich dann wie lange das noch gut gehen kann. Dafür hat der Autor finde ich eine sehr gute Lösung gefunden Realität und Wunschdenken zu vereinigen. 


    Als Zusammenfassung kann ich sagen, dass ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlenswert finde aber nicht für jedermann/frau. Man muss sich auf eine (nicht zu) langsame Entwicklung der Geschichte und Charaktere einlassen und dann wird man zu einem schönem, einen zum nachdenken bewegendem Ende geleitet. Es ist aber keine rasante Achterbahnfahrt und auch kein Fantasyroman der die Welt verschönert. Meiner Meinung nach hat das Buch aber trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen fünf von fünf Sternen verdient.

  16. Cover des Buches Die Reise der Amy Snow (ISBN: 9783548289809)
    Tracy Rees

    Die Reise der Amy Snow

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Schmoekerente

    Die Idee der Geschichte klang super. Eine Schatzsuche durch das viktorianische England und eine Suche nach der eigenen Herkunft. Bis Seite 278 habe ich durchgehalten. Dann habe ich aufgegeben. Sowas langweilig und langatmiges habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Daher kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.

  17. Cover des Buches Tage voller Weihnachtszauber (ISBN: 9783404183784)
    Anja Marschall

    Tage voller Weihnachtszauber

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Das Buch:

    Ich kenne Anja Marschall als Autorin historischer Kriminalromane. Mit diesem Buch zeigt sie ihre besinnliche und vor allem sehr humorvolle Art. Mehr als einmal musste ich lachen, während ich diese Geschichte gelesen habe. Vom Titel sollte sich der geneigte Leser keineswegs abschrecken lassen. Er klingt vielleicht ein bisschen kitschig - die Geschichte ist es nicht!

    Worum geht’s?

    Manni - ein alternder Rocker, im Grunde obdachlos und bekennender Weihnachtshasser - wird kurz vor Weihnachten von Henriette - ihrerseits Leiterin eines Kinderheims - als neuer Aushilfsweihnachtsmann entdeckt. Erstaunlich eigentlich, denn sie erwischt ihn beim Klauen. Seine Aufgabe ist nichts einfacheres als am Heiligen Abend für die Kinder ihres Kinderheims ein fröhliches Hohoho zu verbreiten und die Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Bevor es aber dazu kommt, hat Manni noch eine Mission...

    Charaktere:

    Manni war mir von Anfang an total sympathisch. Seine grummelige Art und jegliche Ablehnung des ganzen Weihnachtsrummels fand ich toll. In seinem alten Wohnwagen brüllen AC/DC aus den Lautsprechern statt besinnliche Weihnachtsmusik. Und trotzdem merkt man von Anfang an, dass es mit dieser Figur mehr auf sich hat und dass in dieser rauhen Hülle weit mehr steckt als ein alter, grummeliger Mann. Es macht ausgesprochen viel Spaß zu erleben, wie er sich während seiner Mission verändert, wie Weihnachten doch Einzug in sein Herz hält. Er hat tolle Ideen und ist ein Macher. Diese Eigenschaften sind auch dringend notwendig um den Menschen um ihn herum, die er schnell in sein Herz schließt, fröhliche Weihnachten zu bescheren.

    Henriette Jonas habe ich als fürsorgliche Heimleiterin wahrgenommen. Obwohl sie es mit den Kindern, insbesondere den 4 Sandkastenmachos, nicht immer leicht hat, wird sehr deutlich, dass sie stets hinter ihnen steht und ihnen ihr trauriges Schicksal - ohne Eltern aufwachsen zu müssen - so schön wie möglich gestalten will. Sie hat Erfahrung und ein sehr, sehr großes Herz. Nur durch diese Eigenschaften erkennt sie mehr in Manni als viele andere Menschen. 

    Es ist absolut rührend wie sowohl Henriette als auch Manni dem jeweils anderen weder eingestehen wollen, dass sie sich gut leiden können, noch dass sie die Situation eigentlich ganz schön finden. Daraus entspinnt ein hübsches zwischenmenschliches Spiel, das dem Leser das Herz erwärmen muss.

    Nach knapp 5 Jahren wird die kleine Lena ins Kinderheim zurück gebracht. Diese Szene hat mich tieftraurig gestimmt, denn es sieht anfänglich wirklich nicht gut für sie aus. Der Autorin gelingt es aber bereits am Anfang die kleine Kröte, wie Manni sie nennt, ins Herz des Lesers zu schreiben. Man kann sie sich sehr genau vorstellen, wie sie mit ihrer Püppi im Arm die Fragen eines Kindes stellt und dabei auch den grummeligen Manni keineswegs kalt lässt. Und als sie ihm - in seiner Funktion als Aushilfsweihnachtsmann - auch noch ihren größten Weihnachtswunsch verrät, hat sie Manni in der Tasche. Lena hat die Fähigkeit wirklich jeden noch so harten Brocken zu erweichen. Sie ist zuckersüß und einfach liebenswert. 

    Der viel zu schüchterne Erzieher Lukas ist verliebt und traut sich nicht, seine Angebetete anzusprechen. Auch hier tut Manni alles, um den beiden endlich auf die Sprünge zu helfen - mit Erfolg. Eigentlich mag ich Liebesgeschichten eher nicht so sehr, aber das Zusammenspiel zwischen Lukas und Carla war total authentisch und überhaupt nicht kitschig. Es kann schließlich nicht jeder ein Macho sein und seine Liebe im Sturm erobern. Mir gefiel es sehr, wie diese beiden sich so ganz langsam angenähert haben und feststellten, dass der andere perfekt ist. Und dabei ging es so überhaupt nicht um Äußerlichkeiten, sondern wirklich um die innere Größe der beiden Charaktere. 

    Schreibstil:

    Die Autorin hat hier einen Pageturner geschrieben. Die Geschichte liest sich so weg und ist damit einfach geeignet für das schmuddelige Wetter, kurz vor der Weihnachtszeit. Mit wenigen, aber sehr treffenden Details fängt sie die Stimmung ein, die wir uns wohl alle wünschen, wenn es auf Weihnachten zu geht. 

    Andererseits vergisst sie jedoch auch nicht die Hektik, die wohl ebenso dazu gehört. Immerhin hat Henriette das Problem, dass ihr eigentlicher Weihnachtsmann in diesem Jahr seinen Job nicht machen kann. 

    Die Geschichte ist einfach zu lesen. Es gibt keine Längen, keine Langeweile. Es gibt Spannung und ganz viele Emotionen. Und mehr als einmal habe ich mir vorgestellt, dass diese Geschichte durchaus tauglich wäre in der Weihnachtszeit über den Bildschirm zu flimmern - für die ganze Familie. 

    Mir hat am besten gefallen, dass Anja Marschall die Geschichte mit einem Augenzwinkern geschrieben hat. Es geht nicht darum, dass alles tatsächlich möglich sein muss, vielmehr geht es um den Zauber der Weihnacht und um den Glauben an die Familie und die Menschlichkeit. Sie schafft es auch, dass sich der Leser die frage stellt, was ist passiert und was war nur ein Traum. 

    Am Ende des Buches lässt sie dann auch ausgerechnet Manni in kurzen Worten erklären, was Weihnachten wirklich ist. Da musste ich mir dann doch schon ein Tränchen wegdrücken. Anja Marschall schreibt nicht nur für den Kopf sondern ganz besonders fürs Herz. 

    Die Stadt, in der diese Geschichte spielt, hat übrigens keinen Namen. Aber an so mancher Stelle hatte ich den Verdacht, dass ihre Heimatstadt Hamburg Pate stand; jedenfalls fühlte es sich für mich so an. Mir gefiel das, denn Hamburg im Winter kann eine wundervoll romantische Kulisse sein, denke ich. 

    Trotz aller Romantik und Feinfühligkeit kommt die Spannung aber keineswegs zu kurz. Die Autorin spannt immer wieder Bögen, die einfach Spaß machen. Und auch, wenn ich etwa zur Hälfte des Buches meinen Verdacht in Bezug auf Lenas Weihnachtswunsch bestätigt sah, ist es herrlich zu lesen, wie sich alle Handlungsstränge am Ende auflösen und zu einem großen Happy End führen. Toll!

    Fazit:

    Eine Geschichte mit und fürs Herz und mit einer riesigen Portion Humor erzählt. Auch wer Weihnachten vielleicht nicht so richtig mag, wird an dieser Geschichte seine Freude haben - Weihnachtsliebhaber auf jeden Fall. Es soll ja doch Weihnachtswunder geben… 5 von 5 Sternen. 

  18. Cover des Buches Sommergeister (ISBN: 9783492704144)
    Mary Rickert

    Sommergeister

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Buechertraeume
    Meine Meinung:

    Dieses Buch ist das Debüt der Autorin Mary Rickert und ich war so gespannt auf dieses Buch, da es sich echt toll anhört und war sehr gespannt was auf mich im Buch zukommt.

    Der Schreibstil der Autorin war für mich sehr locker und ziemlich leicht lesbar. Dazu kam dann auch zu einem späteren Zeitpunkt das bildiche beschreiben einzelner Szenen, was mich einfach unfassbar fesselte.

    Ich weiß nicht, was ich von Bay, der Protagonistin, halten soll. Neben den anderen, liebevoll ausgemalten Charakteren, wirkt sie auf mich stellenweise echt irgendwie durchsichtig und kaum richtig anwesend und dann von jetzt auf gleich war sie wieder da und war stark. Diese Auffälligkeit habe ich allerdings nur bei Bay beobachtet und nicht bei den anderen Nebencharakteren.

    Die Geschichte rund um Bay war eine schöne Geschichte für Zwischendurch. Mary Rickert erzählt in "Sommergeister" über einen Bund, den die Mutter von Bay mit zwei mysteriösen Frauen schloss und ich fieberte richtig mit Bay mit um herauszufinden, was es mit Bay und ihrer Mutter auf sich hat. Die Story ist spannend und mysteriös zugleich, was als Mischung super zusammengespasst hat.

    Coveranalyse:

    Das Cover ist komplett eben und glatt gehalten, was in diesem Fall, durchaus hübsch wirkt. Auch farblich ist das Cover eher schlicht gehalten, in den verschiedenen Blautönen die am Rand in Schwarz übergehen. Das alles insgesamt auf einem weißen Hintergrund gestaltet wurde, lässt es gleich noch einmal edler wirken. Was mir auch sehr gut gefällt, sind die Federn, sie verleihen dem Ganzen etwas wunderschönes. Der Schriftzug des Titels ist zwar schlicht aber hebt das Gesamtbild noch einmal hervor. Auf jeden Fall ist es ein sehr gelungenes Cover und deshalb vergebe ich dem Cover 9 von 10 Punkte.

    Mein Fazit:

    Sommergeister von Mary Rickert ist eine schöne Lektüre für zwischendurch. Mary verzaubert ihre Leser/innen nicht nur mit einem sauberen und lockeren Schreibstil, nein, auch die gesamte Geschichte ist verzaubernd. Wer auf Geheimnisse im Fantasy Genre mag, der kommt hier auf seine Kosten. Deshalb gibt es 4 von 5 Diamanten für dieses tolle Buch.

  19. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783742404046)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

     (28)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    "In diesem Sommer redeten alle in Shaker Heights darüber, wie Isabelle, das jüngste Kind der Richardsons endgültig durchdrehte und das Haus niederbrannte." Die heile Welt einer mustergültigen Siedlung wird durcheinander gebracht, als die Fotokünstlerin Mia mit ihrer Tochter Pearl in das Miethaus der Richardsons zieht. Mit ihrer Unangepasstheit wecken sie gefährliche Leidenschaften. Mrs. Richardson, die Journalistin, ahnt nicht, welche Lawine sie in Gang setzt, als sie versucht, das Geheimnis um die Herkunft ihrer Mieter zu entschlüsseln, die zum Schluss zur Tragödie führen wird.
    Der Roman beschreibt das Leben zweier amerikanischer Familien, die unterschiedlicher nicht sein können aus verschiedenen Blickwinkeln. Ein intelligenter und einfühlsamer Familienroman.

  20. Cover des Buches Als ich dich fand (ISBN: 9783548288574)
    Catherine Ryan Hyde

    Als ich dich fand

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Dieses Buch erzählt die Geschichte von Nathan McCann, der bei der Entenjagd mit seinem Hund ein 2 Tage altes Baby findet, was im Wald unter einem Haufen Laub versteckt ist. Er beschließt, das Kind zu adoptieren, dieses wird aber zur Großmutter gegeben, die bis ins Teenageralter auf den Jungen aufpasst.
    Sie hat ihren Enkel sogar nach seinem Finder benannt und wird Nat genannt. 
    Als Nat mit den Jahren immer mehr auf die schiefe Bahn gerät und seine Großmutter überfordert wird, gibt sie ihn schließlich zu Nathan in die Obhut. 
    Bei diesem wohnt er dann und wird vom ihm aufgezogen. 

    Meine Meinung : ( KANN SPOILER ENTHALTEN, DA ICH ERKLÄRE WELCHE STELLEN ICH NICHT GUT FAND) 
    Die Geschichte an sich ist sehr bewegend und eine sehr schöne Idee der Autorin. Allerdings sind einige Stellen für mich unglaubwürdig geschrieben. Dazu zählt zunächst, dass Nathan das Kind sofort adoptieren möchte. Man sieht doch normalerweise kein fremdes Kind und entwickelt zu diesem dann direkt so eine starke Bindung, dass man sein ganzes Leben mit diesem teilen möchte. Vielleicht hatte er schon länger einen Kinderwunsch und dieser kam dann in ihm hoch. Das ist aber nur eine Vermutung, welche diese Entscheidung erklären würde. Warum er sich so schnell an diesen Gedanken gehängt hat, hätte die Autorin eindeutig mehr erklären sollen. 
    Die nächste unlogisch Stelle war der Tag, an dem der junge Nat dann von seiner Großmutter zu Nathan gebracht wird. Nat hat den so rasanten Wohnungswechsel anscheinend gut eingesteckt, denn er hat sich kein einziges Mal beschwert. Die Geschichte vermittelt dem Leser, dass Nat als jungendlicher nur Blödsinn im Kopf hat und niemand an ihn heran kommt. Dann hätte ich bei seinem Wohnungswechsel, bei dem er kein Mitspracherecht hatte, erwartet, dass dieses wieder im Stress ausartet und die Anfangszeit bei Nathan schwieriger wird, als sie im Endeffekt war. Normalerweise steckt das niemand einfach so weg, bei einem wildfremden Menschen vom einen auf den anderen Tag zu wohnen und auf diesen dann auch noch hören zu müssen. Sehr unlogisch. Gerade bei Nats Charakter.
    Außerdem beschließt Nat mit gerade mal 18 Jahren ein Mädchen zu heiraten, welches er erst wenige Wochen kennt. Diese Entscheidung stellt Nathan überhaupt nicht in Frage und er toleriert es. Ich hätte mit einer langen Diskussion gerechnet und damit, dass es lange Zeit braucht um Nathan davon zu überzeugen.. 
    Das ging alles so schnell voran, als würde die Autorin schnell zum Ende kommen wollen. 

    Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass Nat seinen leiblichen Vater sucht und von ihm erfährt, warum er und Nats Mutter so gehandelt haben. 
    Außerdem hätte ich mir ein Happy End mit der Großmutter gewünscht. 
    Ob er mit seiner Frau wieder zusammen findet steht auch in den Sternen, das ist sehr schade. 

    Trotz all den schlechten Kritiken gefällt mir die Geschichte gut, gerade die letzten 30 Seiten sind sehr gefühlvoll und haben mich zum Nachdenken angeregt.

  21. Cover des Buches Die Widerspenstigkeit des Glücks (ISBN: 9783453359185)
    Gabrielle Zevin

    Die Widerspenstigkeit des Glücks

     (265)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Die Autorin hat einen sehr leichten aber trotzdem tiefgründigen Schreibstil, der einen nur so durch die Geschichte gleiten lässt. Selten hat mich ein Buch so berührt, ich habe mich jeden Abend gefreut über  A.J. Fikrys Leben lesen zu dürfen. Egal ob es sein zunächst immer gleicher Alltag mit seinen Stammkunden und Büchern ist, oder später als er Maya trifft, die sein Leben völlig umkrempelt und auch den Leser zum Schmunzeln bringt. Eine Geschichte, die sich anfühlt wie eine warme, gemütliche Decke und einen zum lachen und weinen bringt. Ein versteckter Schatz in jedem Bücherregal!

  22. Cover des Buches Black Blade (ISBN: 9783492281782)
    Jennifer Estep

    Black Blade

     (948)
    Aktuelle Rezension von: Lenchen2707

    Als ich diese Reihe gesehen habe, wollte ich sie unbedingt lesen, da ich schon sehr viel gute über Jennifer Estep gehört habe, die Reihe an sich war mir aber nicht bekannt. Auch in den sozialen Medien ist dieses Buch nicht häufig aufzufinden, im Gegenteil zu zahlreichen Jennifer Estep-Fans. Ich hoffe, dass das sich noch ändern wird den dieses Buch ist ein großartiger Auftakt für eine vielversprechende Fantasy-Reihe mit Magie.
    Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr angenehm und wenn man einmal ins Lesen vertieft ist möchte man das Buch gar nicht mehr weglegen. Ich habe es in 2 Tagen fertiggelesen und das sogar unter der Woche (jaja Applaus für mich). Vor allem durch die Bezüge zur uns bekannten Welt wirkt das Buch authentischer, da sie problemlos in die Geschichte einfließen und man selbst sich dann eher mit Lila identifizieren kann. Was mir an dem Schreibstil auch noch besonders gut gefallen hat, ist die Ortbeschreibung. Cloudburst Falls wird in unterschiedlichen Szenen immer wieder mit neuen Details beschrieben und nach und nach bildet sich ein klares Bild in der Vorstellung. Man fühlt sich trotz all der feindseligen Kreaturen mit der Zeit, gleich nach dem öffnen des Buchs, wie Zuhause.
    Doch nicht nur der Schreibstil konnte mich überzeuge, auch die Handlung hat mir gefallen, allerdings muss ich gestehen, dass sie der einzige Aspekt war, denn ich noch nicht für ganz vollkommen ansehe. Es war für mich persönlich schon nach zwei Andeutungen klar, wer dahinter steckt und das ist eigentlich nicht wirklich typische für mich, da ich nicht wirklich während dem Lesen ermittle, ich mag es nämlich überrascht zu werden. Ich weiß nicht ob ich in dieser Geschichte einen kleinen Genius-Moment hatte oder ob der Plot eben doch etwas vorhersehbar. Mir persönlich hat da noch ein bisschen der brutal schockierende Twist gefehlt, ich kann mir aber vorstellen, dass es in den folgenden Bücher noch eine Steigerung geben wird, denn das war ja erst einmal nur der Anfang. Außerdem hätte ich mir noch eine genauere Erklärung für die Kräfte-Sache gewünscht, denn vor lauter besonderer Kräfte, konnte ich gar nicht so wirklich wahrnehmen, was normal ist und was abnormal. Dafür kam ich aber was die Kampfszenen angeht vollkommen auf meine Kosten. Die Szenen in diesem Buch sind sehr detailliert und spannend beschrieben und man kann sie sich auf jeden Fall gut im Kopf vorstellen und mit fiebern. Normalerweise bin ich kein großer Fan von endlosem Schwertgefuchtel, aber dieses Buch konnte mich sogar dazu bringen die Kampfszenen zu genießen. Ein andere kleine Unreinheit im Plot, war allerdings (ich weiß nicht ob ich die Erklärung aber nicht auch einfach überlesen habe, wenn ja klärt mich bitte auf) warum konnte Lila nicht gleich das Vorhaben und den Verräter mit ihrem Seelenblick enttarnen, sie hat doch so oft mit ihm gesprochen?
    Im Gegensatz zum Plot finde ich die Charaktere aber makellos. Ich bin ein riesen Fan von Lia! Jeder der Kaz und Inej liebt, sollte einen Fanclub für Lila gründen, denn sie ist einfach die perfekte Mischung dieser Charaktere und in einer Alternativen Welt, könnte sie durchaus als ihre Tochter durchgehen. Mit ihren gewieften, teilweise feindseligen und mit trockenem Humor gewürzten Sprüchen, gehört sie ab jetzt definitiv zu meinen Lieblingsprotagonistinnen. Sie hat viel durchgemacht in ihrem Leben, hat daraus aber ihre Stärke gezogen und nicht aufgegeben. Es ist sogar noch eine wundervolle Beziehung zu Mo entstanden, die mich immer beim Lesen ganz glücklich macht. Ihr spielerisches Necken und die einnehmende Sorge um den jeweils anderen sind einfach sowas von herzig. Im allgemeinen haben die Charaktere in diesem Buch sehr tiefgehende und bedeutende Beziehungen zu einander, was dazu führt, dass man sich wie in einer großen Familie führt. Meine Lieblingsteams sind auf jeden Fall Mo/Lila, Felix/Devon, Devon/Lila und Felix/Lila, ich hoffe aber das im nächsten Buch noch viel Felix/Devon/Lila Content auf mich wartet denn die drei zusammen können nur iconic sein! Was jetzt allerdings viele enttäuschen wird, in dieser Buchreihe gibt es bis jetzt noch keinen dunklen, unmoralischen Badboy mit der Schwäche für ein bestimmtes Mädchen, denn Devon ist auf jeden Fall etwas mysteriös doch man merkt, dass er ein durch und durch reines Herz hat, für mich ist das allerdings auch mal eine willkommene Abwechslung. Ich finde seinen Charakter nämlich trotzdem sehr spannend. Und wer weiß vielleicht kommt noch ein neuer dazu oder mein insgeheimer Wunsch wird noch war, Blake verändert sich (ja lasst mich nur träumen): .
    Fazit: Ich kann das Buch auf jeden Fall an Leser empfehlen, die einmal von den Klassikern wie Sarah J. Maas, Holly Black und Cassandra Clare wegkommen wollen, aber trotzdem eine anspruchsvolle Reihe lesen wollen. Ich denke auch Leigh Bardugo Fans wären hiermit gut beraten. Doch Achtung! Große Suchtgefahr durch Cliffhanger am Kapitelende und viele mögliche Kopfgespenster, was die Theorien angeht.

  23. Cover des Buches Fortunas Rache (ISBN: 9783492500562)
    Maria W. Peter

    Fortunas Rache

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Kathrin_Matos

    Dies ist ein Historienkrimi, der einige Wochen im 3. Jahrhundert des Römischen Reiches in Trier abbildet.
    Der Roman endet abgeschlossen. Es gibt Folgebände um die Ich-Erzählerin, die gebildete Sklavin Invita, und ihre Bekanntschaften.
    Einen großen Pluspunkt sehe ich in der flüssigen Lesbarkeit. Ich suche regelmäßig Lesestoff für Gelegenheiten, bei denen ich nicht so konzentriert lesen kann oder vielen Unterbrechungen ausgesetzt bin, z. B. im ÖPNV. Da möchte ich sofort wieder in der Handlung drin sein, genau das gelingt hier super. Die Anzahl der Figuren und Verwicklungen ist angenehm. Es lässt sich ohne Herumblättern ein guter Überblick wahren, gleichzeitig sind es so viele, dass es realistisch und schwer vorhersehbar ist, dass man zu Zusammenhängen und Motiven spekulieren und richtigen und falschen Fährten folgen kann. Das fordert und macht richtig Spaß.
    Ich fühlte mich auf angenehme Weise in die Epoche zurückversetzt, die ich auf dem Weg zum Großen Latinum kennenlernte. Mir gefallen die Bezüge zu Gelehrten, deren Schriften im Schulunterricht zu übersetzen und deuten waren, z. B. Ovid. Hier dienen diese nicht nur als Beiwerk, sondern sind coolerweise für die Handlung relevant.
    Die Recherche um die Orte, Kultur, Hierarchien, Lebens- und Arbeitsverhältnisse wirkt fundiert. Römische Ausdrücke sind enthalten, deren Bedeutung sich meistens aus dem Zusammenhang herleiten lassen, ergänzend im Glossar nachgeschlagen werden können. Ich freue mich über den Kenntniszuwachs.
    Angenehme Prisen von Humor und Erotik sind enthalten. Trotz Darstellungen zum harten Dasein als Sklavin zieht der Roman beim Lesen nicht emotional runter.
    Für meinen Geschmack hätte das Erzähltempo etwas gestrafft werden können. Der sprachliche Ausdruck war manchmal nicht meins, z. B. setzt bei Invita gefühlt zu oft ein Herzschlag aus, wenn sie sich erschreckt oder eine wichtige Erkenntnis gewinnt.
    Das Ende klärt alle aufgeworfenen Fragen, enthält Wow-Effekte, stellt mich inklusive des informativen Nachworts voll zufrieden.
    Die Charaktere und das antike Trier (Belgisch Gallien) bergen viel Potenzial für zusätzliche aufregende Entwicklungen. Ich habe mir zwei Folgebände gekauft, um Invita, Flavus, Marcella und andere interessante Figuren weiter zu begleiten.

  24. Cover des Buches Die Geschichte eines schönen Mädchens (ISBN: 9783352008597)
    Rachel Simon

    Die Geschichte eines schönen Mädchens

     (71)
    Aktuelle Rezension von: leonielinder

    Ich bin per Zufall an dieses Buch gekommen und war sofort fasziniert vom Titel. Wer ist dieses schöne Mädchen und was ist ihre Geschichte? Die Erzählung dieser beiden jungen Menschen ist herzzerreissend und auch Martha hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Eine sehr tragische aber wunderschöne Geschichte über vier Menschen, die nie aufhören zu suchen.

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