Bücher mit dem Tag "finnen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "finnen" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Liebten wir (ISBN: 9783548285771)
    Nina Blazon

    Liebten wir

     (205)
    Aktuelle Rezension von: KatMa

    Ich habe dieses Buch gewählt, weil mir "Das Wörterbuch des Windes" so gut gefallen hat. Und ich wurde nicht enttäuscht, auch "Liebten wir" war ein Volltreffer. Es ist eine Mischung aus Familiengeschichte(n), Roadmovie und Krimi, erzählt in dieser feinfühligen, tiefgründigen Sprache, die Nina Blazon eigen ist.

    "Ich sehe, wie unbehaglich Danae zumute ist. Für sie ist die Vorstellung schwerer zu ertragen. Ihre Mutter war eine andere, als die, dich ich hatte. Manchmal kommt es eben nur auf die Perspektive an."

    Die Geschichte ist gut durchdacht und die Figuren sind sehr lebendig und authentisch. Weder die einsame Mo noch die verbitterte Aino sind auf den ersten Blick symphatische Charaktere, sie haben Ecken und Kanten aber gerade die schwierigen menschlichen Beziehungen machen den Roman neben seiner Sprache so lesenswert. Hier geht es nicht um strahlende Heldinnen sondern um die Suche nach dem, was wirklich geschehen ist – einmal während des Zweiten Weltkriegs in Finnland und zum anderen während Mos und Danaes Kindheit in Deutschland.

    Am Ende hat mich das Buch zufrieden zurückgelassen, die Autorin beantwortet alle Fragen und ich hoffe, bald Neues von ihr lesen zu dürfen.




  2. Cover des Buches Der wunderbare Massenselbstmord (ISBN: 9783404170708)
    Arto Paasilinna

    Der wunderbare Massenselbstmord

     (245)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Hat mir nicht zugesagt, bin einfach nicht warm geworden mit dem Buch. Hab es dann aufgegeben .. 😔

  3. Cover des Buches Goldkap (ISBN: 9783863270421)
    Rainer Doh

    Goldkap

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Jessica-buchmoment

    Ich weiß nicht so recht warum, aber es hat irgendwie ziemlich lange gedauert, bis ich so richtig in das Buch hinein gekommen bin. Der Autor schreibt zwar sehr bildlich und ich konnte mir die jeweiligen Orte gut vorstellen, aber es fehlte mir irgendwie an Nähe zu den Charakteren. Die (Haupt-)Charaktere an sich kommen zwar sehr sympathisch rüber, aber es herrscht doch eine gewisse Distanziertheit.

    Für die erste Buchhälfte habe ich sehr lange gebraucht, die zweite Hälfte ging dann aber deutlich schneller voran.

    Besonders durch den angeblichen Goldschatz nimmt die Zahl der Verdächtigen immer mehr zu und der Leser tappt sehr lange im Dunkeln. Aber auch die Ermittler haben lange Zeit keine richtige Fährte, bis der Zufall und ein komisches Bauchgefühl Arne auf einen ganz neuen Ansatz bringen.

    Das Buch ist eigentlich wirklich spannend, trotzdem konnte es mich insgesamt nicht so richtig überzeugen. Wahrscheinlich weil es eine so lange Anlaufzeit hatte.

    Fazit
    Die erste Hälfte des Buches habe ich leider als etwas langatmig empfunden, auch wenn die zweite Hälfte deutlich besser verlief, fehlte mir bei „Goldkap“ einfach das gewisse Etwas.

  4. Cover des Buches Sauna mit Nachbar (ISBN: 9783453421752)
    Roope Lipasti

    Sauna mit Nachbar

     (9)
    Aktuelle Rezension von: mybooklove

    Das Buch ist echt was besonderes, ich habe so ein Buch noch nicht gelesen bzw. so in der Auffassung. Mich sprach das Buch sofort an, nachdem ich den Inhalt gelesen und das Cover begutachtet habe. Ich kam sofort in das Buch rein ohne jegliche Probleme. Und Leute das Buch ist richtig lustig, richtig lustig und mit so viel Humor, echt was zum lachen.


    Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Geschichtslehrers erzählt, meines wissen ist er ein Besserwisser, im Inneren ist er total nervig, zweifelt manchmal an sich selbst und findet den Nachbarn nervig mit seinen tausenden von Projekten aber von außen freundlich. Zu den Charakteren kommen wir noch.
    Ich habe lange überlegt wie viele Sterne ich dem Buch geben werde, es war doch recht ein sehr gelungenes Buch über das ich mich riesig gefreut habe. Es dient letztendlich zur Unterhaltung und ich würde das Buch auch eher nur im Herbst oder im Winter nochmal lesen. Das war mein erstes Buch, wo so viel Humor drin stand, dass ich echt dauernd am lächeln war obwohl manche Situationen im Buch echt nervig waren, wo ich mir an den Kopf gefasst habe.

    Die Kapitel sind kurz gehalten aber dennoch sinnvoll gestaltet. Ich hätte eventuell mehr vom Ende erfahren. Als der Nachbar sich mit einer Nagelpistole in den Bauch schoss, war das Buch fast zu Ende und ich habe das Ende ziemlich lange hinausgezögert, weil ich eben nicht wollte, dass das endet.

    Die Charaktere waren alle sehr Unterschiedlich. Die Beziehung zwischen den Männer war einerseits sehr toll und man hat in dem Buch richtig gesehen, wie sie weiterhin aufgebaut wurde aber anderseits war das irgendwie bedrückend. Damit will ich jetzt nicht ausdrücken das sie depressiv auf der Wiese lagen, eher das immer einer von den beiden Recht haben wollte und zumindest wie ein Boss da zustehen.
    Der Hauptprotagonist war nervig, einfach nur nervig. Seine Gedanken kreisten ziemlich oft um den Nachbarn und seine Frau Emilia. Er hat den Nachbarn schlecht hingestellt, als könnte er das nicht schaffen und ging deshalb immer wieder rüber und ihm Gesellschaft zu leisten, meisten redeten sie über Familien, die Zukunft oder auch bloß über die Vergangenheit. Natürlich hat der versucht mit Emilia zu flirten oder sie zu erobern, was ich ziemlich schwachsinnig finde.
    Der Nachbar ist hingegen ein charmanter Mann, er kommt mir sofort sympathisch vor und zeigt selbstverständlich keine Schwächen zumindest keine seelischen. Er zeigt sich großzügig gegenüber dem Hauptprotagonisten und macht sein eigenes Ding durch. Er steht mit beiden Beine auf dem Boden und lebt eben sein Leben mit seiner Frau Emilia und seinen sechs Kindern.

    Was ich nicht gut finde, ist eben das Ende. Das war einfach kein BOOM Effekt, ich habe nichts gespürt, kein Adrenalin oder Gänsehaut. Es war zu kurz, schlicht einfach zu kurz, wenn das Ende länger umschrieben würde und vielleicht auch ausführlicher, dann hätte das Buch fünf Sterne bekommen aber so muss ich leider ein halben Stern abziehen.


  5. Cover des Buches Die spinnen, die Finnen (ISBN: 9783548282190)
    Dieter Hermann Schmitz

    Die spinnen, die Finnen

     (63)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Dieses Finnenbuch hat mich wirklich gut unterhalten. Ich musste beim Lesen auch viel an unsere letzte Auslandreise 2019 nach Finnland denken - so konnte ich einiges wiedererkennen aber viele Facetten von den Finnen und ihrem Leben lernte ich doch durch dieses Tagebuch neu kennen - die meisten Szenen brachten mich zum Schmunzeln oder berührten mich sehr, z.b. der Bärenspuk, der Sommernachtstanz mit seiner Frau oder das Karaokesingen auf dem Schiff Isabell. Immerwieder baut der Autor geschickt Erlebnisse und Erfahrungen bei anderen Szenen ein, z. B. "Zielen Sie auf das A-Loch des Tieres!
    ein gutes Unterhaltungsbuch mit viel Information über Finnland und ihren Bewohnern.

  6. Cover des Buches Das Dorf der Wunder (ISBN: 9783746627717)
    Roy Jacobsen

    Das Dorf der Wunder

     (18)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Der Roman "*Das Dorf der Wunder*" von Autor "*Roy Jacobsen*" erscheint seit 2012 im "*Aufbau Verlag*".

    Finnland im Winter 1939: Die Sowjets überfallen mit einer riesigen Armee Finnland. Auf finnischer Seite kämpfen gerade mal 2000 Männer.
    Der Holzfäller Timo Vatanen ist der Einzige von circa 4000 Einwohnern in Suomussalmi, der nicht flieht und in aller Seelenruhe auf die heranrückenden Truppen wartet. Bald wird sein Wissen für die Russen unentbehrlich. Denn er weiß, wie man im eisigen finnischen Winter bei minus 40 Grad überlebt.


    *Ein Menschenleben ist nicht viel wert, aber man klammert sich doch gern daran, wenn man es nun schon hat.* (Timo Vatanen)


    Der in Norwegen lebende Schriftsteller Roy Jacobsen, hat einen bemerkenswerten Erzählstil. Schon in "Die Unsichtbaren" hat mir seine Ausdrucksfähigkeit sehr gut gefallen. Diesem Roman liegen wahre Ereignisse von 1939 zugrunde. Es geht um Überleben, Kampf und die kleinen Freuden des Alltags in dieser schweren Zeit. Denn viele Zivilisten wurden unweigerlich in diesen Krieg hineingezogen, ohne ihn zu unterstützen oder auch zu verstehen.

    Jacobsen erzählt vom Finnen Timo Vatanen, einem einfachen, ungebildeten Holzfäller, der vor den näher kommenden russischen Truppen aus Überzeugung und Sturheit seinen Wohnort nicht verlassen will und dort zum Lebensretter einiger Männer im eisigen finnischen Winter wird. Zwischen Trümmern und Asche bleibt Timo zurück und zieht sich ins Haus von Krämer Antti zurück, besorgt sich nützliche Dinge, die er im Dorf findet, bunkert Feuerholz und alle Lebensmittel, die er finden kann. Damit wirkt sein Rückzugsort fast wie eine Oase inmitten der Gewalt. Dort nimmt er Menschen gleich jeder Nationalität oder Religion auf, versorgt Wunden oder Erfrierungen, kocht und wärmt und rettet so arme Seelen vor dem Tod. Auch die Russen können den stoischen Timo nicht zum Abzug bewegen. Aber auch sie profitieren von seinen Fähigkeiten und seinem Feuerholz.

    Interessant finde ich, wie die Grenzen zwischen den Militärmächten verschwimmen. Wie Menschen kämpfen, die Fronten wechseln und wie das Schicksal ihnen mitspielt. Wer ist Freund, wer Feind?
    Bei Timo ist das egal, seine Fürsorge ist spürbar. Nach dem Lesen des Romans noch lange Zeit.


    Diese Erzählung zeigt rührende Menschlichkeit, die nicht aus pazifistischer Überzeugung heraus wächst, sondern aus Timos tiefer Anteilnahme für seine Mitmenschen. Timo steht als wunderbarer Sonderling und Held und Retter der Geschichte da.
    Dieses Buch rührt an, wärmt mit angewandter Menschlichkeit und zeigt, wie unsinnig Kriege sind.
     

     
  7. Cover des Buches Tote Finnen essen keinen Fisch (ISBN: 9783462042818)
    Björn Ingvaldsen

    Tote Finnen essen keinen Fisch

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Camposolensis
    Wenn ich das hier schon verraten habe, muß ich natürlich eindringlich davor warnen, mal schnell zum Schluß vorzublättern. Es lohnt sich wirklich, das Buch ganz allmählich vom Anfang zum Ende durchzulesen. Es ist kein Krimi, sondern die Geschichte einer von Abwanderung und Geschäftsschließungen existenzbedrohten norwegischen Inselgemeinde, deren Bewohner versuchen, ohne großen Aufwand mit meist nicht legalen Mitteln für den Wiederaufschwung ihres Ortes zu sorgen. Die meisten Versuche scheitern nach Anfangserfolgen ziemlich dramatisch, so daß am Schluß wenig Hoffnung für die Zukunft des Inseldorfs bleibt. Aber da hat der Erzähler, der die Bankfiliale der Insel das letzte halbe Jahr vor der Schließung betreiben sollte, für sich schon wieder ganz andere Pläne ...
  8. Cover des Buches Der wunderbare Massenselbstmord (ISBN: 9783785732946)
    Arto Paasilinna

    Der wunderbare Massenselbstmord

     (15)
    Aktuelle Rezension von: solveig

    Finnland  -  das weite Land, berühmt für seine Wälder und Seen, ist für viele Touristen ein Sehnsuchtsort, an dem sie Stress abbauen und Ruhe finden können. Aber wie erleben die Finnen selbst ihr Dasein? Wie der Titel des Romans von Arto Paasilinna signalisiert, ist eine hohe Anzahl Einwohner weit entfernt davon, ihr Land zu genießen. Im Gegenteil, Depressionen und das Thema Selbstmord spielen hier eine große Rolle.

    Der Autor hält sich nicht allzu lange mit der Suche nach den diversen Ursachen auf, sondern kommt recht schnell und unumwunden zum Punkt: nach seinem vereitelten Selbstmordversuch gründet der gescheiterte Unternehmer Onni Rellonnen zusammen mit dem Oberst a.D.  Hermanni Kemppainnen eine Selbsthilfegruppe für potentielle Selbstmörder. Der Einladung zu einem Seminar zum Thema Todessehnsucht folgen unerwartet zahlreiche Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen mit Selbstmordgedanken tragen. Im Anschluss treffen die Anwesenden einen folgenschweren Entschluss: gemeinsam wollen sie ihr Leben beenden. Wie sie das organisieren und welche Hindernisse bei ihrem Vorhaben auftauchen, erzählt Paasilinna auf unübertrefflich komische Weise.

    Spitzzüngig, mit teilweise rabenschwarzem Humor schildert er die Reise der sterbewilligen Gruppe ans Nordkap, wo sie ihren Tod auf spektakuläre Weise inszenieren will. Er bedient so einige finnische Klischees, von der Liebe zum Alkohol bis zur wahren Bedeutung der Sauna, steuert zielsicher menschliche Schwächen an und enthüllt sie auf ironische Weise. Er schafft es, eine gehörige Portion Gesellschaftskritik in reichlich Ironie zu verpacken. Das Audio-Buch wird passenderweise gelesen von Jürgen von der Lippe, der die überaus deutliche Sprache des Autors treffend wiedergibt und die sarkastischen Untertöne des Romans wunderbar interpretiert.

    Auf verrückte Weise erscheint die Geschichte gleichzeitig  realistisch und absurd, die Gruppe der Menschen  skurril, aber vorstellbar; ein ernst-ironischer Blick in die „finnische Seele“.                  

  9. Cover des Buches Toreros sind so (ISBN: 9783492262170)
    Michael Eichhammer

    Toreros sind so

     (14)
    Aktuelle Rezension von: kelso
    Wieder ein Buch,wo man alles gleichzeitig machen möchte,lachen,weinen,nachdenken,schmunzeln etc...hat sehr viel Spaß gemacht und mich sehr an mich erinnert...
  10. Cover des Buches Finnen von Sinnen (ISBN: 9783442375837)
    Wolfram Eilenberger

    Finnen von Sinnen

     (53)
    Aktuelle Rezension von: literat

    Der Autor schreibt in dem Buch über Finnland. Aber vor allem schreibt er über seine finnische Frau, finnische Saunen und seine finnische Hochzeit. Aber nicht besonders spannend und ansprechend. Der Autor verfängt sich in langen, verschachtelten Sätzen, die fast schon zusammenhanglos anneinander gereiht werden. Ich mag den Stil nicht. Ich habe wenig Neues über Finnland und die Finnen gelernt. Nur die Passagen, in denen es um die finnische Sprache, um die 15 Fälle um die grammatikalischen Eigenheiten der Sprache ging, die fand ich gut.

  11. Cover des Buches Herkunft und Geschichte des Menschen (ISBN: 9783833301308)
    Steve Olson

    Herkunft und Geschichte des Menschen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Kurz: Alle Europäer sind Verwandte, wenn auch im Einzelfall über 999 Ecken. Und es kommt noch dicker. Denjenigen, die rassistische Klischees mit sich herumtragen, verpasst Olson eine Breitseite. Als Beispiel nennt er den Gesandten aus Äthiopien, der im Mittelalter eine Hofdame Heinrichs II. heiratete und mit ihr Kinder hatte. Heute sind alle Europäer Nachkommen dieses Äthiopiers. Global wird dieser Effekt vollends, wenn man 2000 Jahre oder noch weiter in die Vergangenheit blickt: „Jeder heute lebende Mensch auf der Welt“, schreibt Olsen, „kann mit hoher Wahrscheinlichkeit Nofretete (sie hatte sechs Töchter), Konfuzius und Julius Caesar (über seine illegitimen Kinder) zu seinen Vorfahren rechnen.“ Stammbaumforscher sollten im Übrigen stets auf Überraschungen gefasst sein. Olson berichtet von einem US - Amerikaner, der in der männlichen Linie von schwedischen Vorfahren abstammte und eines Tages beschloss, der Spur der verehrten Ahnen bis in die alte Heimat zu folgen. Dort fand er heraus: Der Familienname des ausgewanderten Urahnen kam von einem großen Bauernhof außerhalb von Stockholm. Dort wurden damals die vaterlosen Kinder der Prostituierten aufgezogen.
  12. Cover des Buches Vorstandssitzung im Paradies (ISBN: 9783732531523)
    Arto Paasilinna

    Vorstandssitzung im Paradies

     (65)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Arto Paasilinna nimmt uns wieder mal gehörig auf den Arm!

    Ausgerechnet unsere besten Waldarbeiter und Hebammen stürzen über einer einsamen Insel ab und versuchen ihren Alltag zu organisieren.

    Es endet an nicht zu überbietender Skurrilität und Überentschluss. Erst als klar wird, das niemand die Truppe scheinbar vermisst, muss ein neuer Plan her, doch wie verlässt man eine einsame Insel?

    Sehr witzig, eigentümlich und mit einem festen Blick auf die Menschheit!
  13. Cover des Buches Die Völkerwanderung (ISBN: 9783491961272)
    Magdalena Maczynska

    Die Völkerwanderung

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Dieses Buch enttäuscht in vielerlei Hinsicht. Die Autorin stellt die Geschichte verschiedener germanischer Stämme die an der Völkerwanderung beteiligt waren nur nebeneinander dar, ohne eine überzeugende Verbindung herzustellen. Ebenfalls fehlt es an Interpretationen, was bedeutet das meist nur Faktenwissen wiedergegeben wird. Darüberhinaus sind viele dieser Fakten bereits veraltet und von der neueren Forschung überholt.
  14. Cover des Buches Verarschung (ISBN: 9783499258381)
    Lars Arffssen

    Verarschung

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Die Parodie auf die Stieg-Larsson-Bücher mit Seitenhieben auf Henning Mankell und Peter Hoeg: Ein geheimnisvoller Rentier-Ripper geht um, der erst erwürgt und dann ausweidet, gleichzeitig werden ein unbekannter Krimiautor (einziger nichtveröffentlichter schwedischer) und ein Bestsellerautor ("Der baltische Stör...") enthauptet. Steckt wirklich Jane Manhater aka Lizzy Salamander dahinter, wie dein Überwachungsvideo nahelegt? Hat sie mit dem Krimiautorenkopf Elfmeter gescgossen? Der Humor entsteht zum großen Teil aus der ständigen Wiederholung des Immergleichen, wodurch die Schweden als kaffetrinkende Brataalfreaks dargestellt werden mit nimmersatten Frauen und perversen Verwicklungen in den schwedischen Langlaufverband. Jedem Nordischen-Krimi-Freak ans Herz gelegt, jo!!!

  15. Cover des Buches Invasion der Barbaren (ISBN: 9783608964264)
    Peter Heather

    Invasion der Barbaren

     (9)
    Aktuelle Rezension von: RalphHauptmann
    Ich muss an dieser Stelle beichten: ich rezensiere hier nicht die deutsche Fassung, sondern das englische Original. Ja, die mehr als 650 Seiten (im Paperback) flößen einen gewissen Respekt ein, doch wer sich seelisch-moralisch auf eine trockene Geschichtsabhandlung eingestellt hat, der wird positiv überrascht. Gerade die Leichtigkeit, mit der der Autor die Geschehnisse, die Europa letztendlich geprägt haben, im wahrsten Sinne des Wortes "erzählt", lassen den Leser komplett in diese Zeit eintauchen. Um es einmal in ein anderes Medium zu übersetzen: Ich habe beim Lesen dieses Buches vor meinem inneren Auge ein Drehbuch gesehen, eine lebendige Darstellung im Stil der BBC-Dokumentationen, die auch dem Laien den Einstieg in die Materie erlaubt - ein großes Manko vieler historischer Sachbücher. Eher unterschwellig nimmt man Heathers unglaubliches Faktenwissen wahr, es bleibt unaufdringlich, verständlich für den Laien und immer noch wissenschaftlich genug für den Historiker. Sicher kann man darüber streiten, ob man wirklich ein Glossar von fast 50 Seiten braucht, aber das ist ja genau die Wahl, die der Autor dem Leser lässt: Wie tief will er eintauchen? Fußnoten zerreißen den Erzählfluss, ebenso das "Einbauen" in den Text, was neben der Überfrachtung an Informationen auch meist in stilistischen Katastrophen resultiert. Der Kartenteil und die Illustrationen im Bildteil runden den guten Eindruck ab. Ein Must-Read für jeden, der sich für europäische Geschichte interessiert.
  16. Cover des Buches Das Jahr des Hasen (ISBN: 9783732531547)
    Arto Paasilinna

    Das Jahr des Hasen

     (86)
    Aktuelle Rezension von: EliasWittekind
    Der verheiratete Journalist Vatanen streift sein altes Leben ab, als er am Straßenrand einen verletzten Hasen aufliest. Zusammen mit dem Tier geht er auf Wanderschaft durch Finnland und gerät in viele skurrile Situationen.

    Der Autor, Arto Paasilinna, macht keine großen Worte, er erklärt nichts. Trotzdem verstand ich als Leser, wie ein erwachsener, verheirateter Mann, der einen halb tot gefahrenen Hasen am Straßenrand aufliest, von einem Moment auf den nächsten sein altes Leben abstreift und ohne ein bestimmtes Ziel mit dem kleinen Tier umherzieht. Einfach so, weil seine Frau und seine Kollegen sind, wie sie sind, und er wieder sein möchte, wer er ist. Ich verstand es gut, ohne dass der Autor Bitternis in die Geschichte einfließen lässt, einfach indem er einen derart skurrilen Blick auf das Leben wirft, welcher das Handeln seines Protagonisten nur als logische Konsequenz erscheint.

    "Nach der Mahlzeit rief Vatanen von der Hotelhalle aus seine Frau in Helsinki an. »Aha, du bist es!«, schrie sie wütend. »Aus welchem Loch rufst du an? Komm sofort nach Hause!«
    »Ich wollte eigentlich überhaupt nicht mehr nach Hause kommen.«
    »Was du nicht sagst! Du bist übergeschnappt, dir wird nichts anderes übrig bleiben, als herzukommen. Mach keine Zicken! Du verlierst noch deinen Job! Antero und Kerttu wollen uns heute Abend besuchen, was soll ich denen bloß sagen?«
    »Sag, ich bin von zu Hause weggelaufen, das ist wenigstens nicht gelogen.«
    »Das kann ich doch nicht sagen, was sollen sie denken? Glaub bloß nicht, dass ich einer Scheidung zustimme, falls du das erreichen willst! Du kommst mir nicht so einfach davon, wo du mein ganzes Leben zerstört hast. Acht Jahre habe ich durch dich verloren! Ich war verrückt, dich zu nehmen!« Sie fing an zu weinen. »Heul schneller, das Gespräch wird teuer genug.«"


    Vatanenen kümmert sich fortan um das Wohlergehen des kleinen Hasen. Das Tier öffnet ihm manche Tür - das macht die Geschichte mitunter sehr amüsant.

    „Die weiblichen Bankangestellten hatten ihre Arbeit unterbrochen und sich versammelt, um das niedliche Tier zu bewundern, alle wollten es streicheln. »Vorsicht mit dem Hinterlauf«, mahnte Vatanen gutmütig.
    »Ach, wie goldig«, sagten die Frauen.
    In der Bank herrschte plötzlich eine Atmosphäre, dass einem warm ums Herz wurde. Nur mit Mühe gelang es Vatanen, die Bank zu verlassen.“


    Durch den Hasen wird Vatanens Leben aber auch turbulenter, denn oft muss er angesichts der Pedanterie oder Blödheit oder geringen Wertschätzung seiner Mitmenschen für das kleine Tier um das Wohlergehen des Hasen fürchten - das macht die Geschichte mitunter sehr spannenend.

    „Der Hase war schon weit fort, die Hunde ebenfalls. Sie heulten, die Hatz war also noch im Gange und der Hase noch am Leben.
    Diese brutale Jagd musste ein Ende haben, dachte Vatanen, aber ihm fiel nichts ein. Wie konnte es nur solche Menschen geben? Welches Vergüngen hatten sie an dieser Art von Gewalt, wie konnten Menschen so tief sinken?
    Der verzweifelte Hase rannte im Kreis. Die Meute näherte sich. Plötzlich kam der Hase zwischen den Bäumen hervorgesaust, und als er Vatanen sah, sprang er Hals über Kopf in seine Arme. Aus seinem Maul rannen ein paar hellrote Blutstropfen. Das Geheul der Hunde wurde lauter. Vatanen wusste, dass die Hunde ihn zerreißen konnten, wenn er mitten im Wald mit dem Hasen im Arm stehen blieb. Sollte er jetzt die geliebte Kreatur im Stich lassen, sie preisgeben, um das eigene Leben zu retten?“


    Der Schreibstil beschränkt sich auf das Notwendigste. Zudem verzichtet der Autor auf sämtliche füllenden Szenen und bleibt immer beim Wesentlichen der Gesichte. Lange Gedankengänge, Selbstreflexionen oder Beschreibungen der Kulisse findet man nicht. Das fehlte mir, macht aber den besonderen Stil aus, den ich aktuell mit niemand vergleichen könnte. Paasilinna baut die unterschiedlichen Episoden meist sehr kurz auf und springt im Wesentlichen von einer Mitte des Geschehens in die nächste. Der Austausch von Gedanken, erfolgt in Dialogen, über Gefühle wird kaum berichtet. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte zwischendurch bewegend.

    Einige Szenen werde ich bestimmt nicht mehr vergessen, z.B. als der Bär durch das Fenster plumpst, als Vatanen die Kuh aus dem Sumpfloch zieht, als der Waldbrand um Vatanen tobt, als eine Planierraupe in den See gesteuert wird und als der Hase in die Suppe macht.

    "Der Trubel machte dem Hasen Angst. Er ließ Kötel fallen und verstreute sie in reichlicher Zahl übers Tischtuch, ein paar fielen der Schwedin in die Suppe. Er machte einen Hüpfer, entkam dem Zugriff der Frau und hoppelte mitten über die Tafel, wobei er eine Kerze umriss und in seiner Angst hier und da zwischen den Speisen weitere Kötel hinterließ."

    Ich möchte diesem ulkigen, skurrilen und seinesgleichen suchenden Machwerk 4 von 5 Sternen geben. Als altem Romantiker fehlte mir noch ein bisschen Emotion. Auch das episodenhafte, die immer wieder wechselnden Personen und Orte der Wanderschaft, sind weniger mein Geschmack. Da bevorzuge ich eher Geschichten mit einem anhaltenden Spannungsbogen. Aber wenn ich zwischendurch wieder ein wenig Abwechslung brauche, wird Passillina sicher einer der ersten Autoren sein, an den ich denke.

    Schließlich möchte ich noch die Botschaft teilen, die ich aus dem Buch gelesen habe:
    Ein gutes Herz kann sich in einer unmoralischen Welt viel zu Schulden kommen lassen, und muss viel kämpfen, wenn es an etwas hängt, dem sonst kaum jemand Wert beimisst. In dieser Geschichte ist es der kleine Hase.
  17. Cover des Buches Canal Grande (ISBN: 9783641127442)
    Hannu Raittila

    Canal Grande

     (42)
    Aktuelle Rezension von: electric_eel
    Kühle Finnen treffen auf sorglose Italiener um Vendig vor dem Untergang zu bewahren. Schön schräg : ) Wechselnde Erzähler schildern aus der Ich-Perspektive, was zeitweise verwirrt und die Handlung ins Schlingern geraten lässt. Zahlreiche Klischees werden, nicht humorlos, bedient. Wenn man aber den roten Faden gefunden hat, wird man mit absurden, skurrilen Situationen belohnt. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen kann das nächste aqua alta ruhig kommen. Fazit: Kulturelle Mentalitäten sind nicht wirklich zu verstehen, nur zu erfahren. Wer das Skurrile mag, der wird auch Canal Grande mögen.
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