Bücher mit dem Tag "finnland"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "finnland" gekennzeichnet haben.

273 Bücher

  1. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Philiene

    Wer dieses Buch liest muss sich darüber im klaren sein, daß es sich hier um die Tagebucheinträge der Autorin handelt. Es hat nichts mit ihren späteren Werken zu tun und es ist auch kein Roman.


    Astrid Lindgren kennen wir alle als die Autorin von Pipi Langstrumpf und Michel , aber natürlich war sie auch ein Mensch der in seiner Zeit gelebt hat. Sie war eine junge Frau während des zweiten Weltkrieges.  Sie war Mutter und Ehefrau und sie hat ein Tagebuch während dieser Zeit geschrieben,.

    Das besondere daran ist das sie es aus Sicht einer Frau geschrieben hat, die nicht in Deutschland, Frankreich, Polen oder einem anderen Land gelebt hat in denen dieser Krieg furchtbar wütete. Sie war nicht von den Verfolgungen der Nazies betroffen und trotzdem hat sie einen nahen Eindruck der Zeit hinterlassen. Denn sie hat in dieser Zeit gelebt.


    Ich lese sehr gerne Bericht von Augenzeugen und finde Tagebücher aus der Zeit immer sehr interessant.  Und so ging es mir auch mit Astrid Lindgrens Tagebuch. Sie erzählt von dem was sie vom Krieg mitbekommt und wie ihre Familie diese Zeit erlebt hat. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

  2. Cover des Buches Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki (ISBN: 9783442715152)
    Haruki Murakami

    Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

    (653)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    (C. N.: u. a. Sui*idgedanken, Tod, Se*uelle Gewalt, evtl. Depression) 

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    💬 „Warum Bahnhöfe ihn in solche Begeisterung versetzten, konnte er niemandem erklären. Und selbst wenn, hätte man ihn ohnehin nur für ein sehr seltsames Kind gehalten. Mitunter fand Tsukuru ja sogar selbst, dass mit ihm einiges nicht stimmte.“

    💬 „Wie Wind wehte, wie Wasser rauschte, wie Licht durch die Wolken fiel, ja sogar die Farben der jahreszeitlichen Blumen - alles war anders als früher.“ 

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    📖 KLAPPENTEXT:
    „Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmo*ds verbringt.

    Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.“ 


    💬 „Du kannst deine Geschichte weder auslöschen noch rückgängig machen. Denn damit würdest du zugleich dein inneres Wesen tö*en.“ 

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    📝 KURZMEINUNG: 
    Diese Geschichte besitzt eine schöne philosophische und leicht spirituelle Note. Sie spielt manchmal mit den Übergängen von Traum, Realität und anderen Bewusstseinsebenen und hat ein paar wenige skurrile Elemente.
    Nicht immer wusste ich alles einzuordnen, was jedoch absolut nicht auf die Spitze getrieben wurde und so tatsächlich seinen eigenen Reiz für mich hatte.
    In kürzester Zeit bin ich durch das Buch geflogen.
    Auch vom Schreibstil her mochte ich es wirklich gerne, zudem hat mir die Grundidee gefallen.
    Die Bettgeschichten und nächtlichen Träume des Protagonisten hätte ich in seinen Details nicht benötigt. Und dass er Letztere mit einer Vergewa*tigung vergleicht, fand ich moralisch etwas fragwürdig. 

    Nach meiner ersten Lektüre von Murakami kann ich nun erahnen, welche Anziehung sein Schreiben für viele Lesende ausstrahlt. Ob all seine Geschichten etwas für mich sind, kann ich noch nicht sagen. Aber zum überwiegenden Teil hat er mich hier erreicht, wenn auch nicht auf allen Ebenen. 

    Der farblose Schmetterling unter dem bunten Schutzumschlag bei meiner Hardcover-Ausgabe finde ich übrigens eine wirklich schöne Idee und passt gut zum Inhalt.

    Auf meinem SuB warten nun noch „Wenn der Wind singt / Pinball 1973“ und die beiden Bücher von „Die Ermordung des Commendatore“ von Murakami auf mich. Ich bin gespannt!

    Für die hiesige Lektüre gibt es von mir 3,5/5 Sterne!

  3. Cover des Buches Vengeance (ISBN: 9783958187962)
    Ruby Braun

    Vengeance

    (396)
    Aktuelle Rezension von: KatKrn

    Was war das bitte??? 

    Die Dilogie von Ruby Braun hat mich so in ihren Bann gezogen, ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen! 

    Inhalt: Nemesis stammt aus einer Traumwandler Familie und soll an der Academy of Dream Analysis im hohen Norden Finnlands zu einer Luziden ausgebildet werden, um durch Träume die Wirklichkeit zu beeinflussen. Ihre wahre Mission ist jedoch, den Tod ihres Bruders zu rächen. Doch sie trifft auf Mercy, der zu ihrem Gegenspieler und ihrem schwachen Punkt wird. Außerdem ist er der Neffe der Direktorin, die etwas mit dem Tod des Bruder zu tun hat. Band 1 endet mit einem perfekten Cliffhanger! 

    Meine Meinung: Hier trifft nicht nur Romantasy auf Dark Academia. Die ganze Idee hat mich total fasziniert, denn es geht um luzide Träume gepaart mit der Psychoanalyse nach Freud und Elementen der Schwarzen Romantik. Die Stimmung ist einerseits düster und angespannt, aber gleichzeitig auch irgendwie magisch. Ich kann das nicht richtig beschreiben. 

    Die Figuren sind vielschichtig und moralisch nicht ganz sauber, den sie haben ihre emotionalen Päckchen zu tragen (checkt auf jeden Fall vorab die Triggerwarnungen), was perfekt zu der Story passt, die tief ins Unterbewusstsein eintaucht und so einiges ans Tageslicht fördert. 

    Warum es dann „nur“ 4.5 Sterne geworden sind? Der Schreibstil bzw. die Erzählweise war an der ein oder anderen Stelle nicht ganz meins. Auch konnte ich einige Handlungen/Reaktionen der Protagonisten nicht ganz nachvollziehen. Aber davon abgesehen, habe ich diese Dilogie geliebt. 

  4. Cover des Buches Forever Yours (ISBN: 9783742315700)
    Samu Haber

    Forever Yours

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Katinka9311

    Sunrise Avenue begleiten mein Leben, seit ich 2005 den ersten Auftritt im Fernsehen gesehen habe. Mit The Voice of Germany rückte Samu noch einmal deutlich in den Vordergrund und ich hatte das Gefühl den sympathischen und humorvollen Finnen relativ gut zu kennen. Sicher wusste ich, dass man einen Künstler selten wirklich kennt, ohne ihn wirklich kennenzulernen. Daher war ich sehr gespannt, als Samu seine Biographie angekündigt hat und musste sie unbedingt lesen.

    In seinem Buch „Forever yours“ beginnt Samu seine Geschichte ganz vorne als er noch ein Kind ist und wie er dazu kommt Gitarre zu spielen. Auch die Anfänge und die Geschichte von Sunrise Avenue werden sehr detailliert dargestellt. Hierbei erfährt man, wie viel Arbeit Samu in seinen großen Traum gesteckt hat und wie viel eigentlich hinter den Kulissen abläuft.

    Samu ist in seinem Buch sehr ehrlich und betrachtet auch die Schattenseiten seines Lebens. Er macht keinen Hehl aus Fehlern im Leben oder negativen Gedanken. Schonungslos offen erzählt er über seine Gefühle und die Dinge, die ihn in seinem Leben beschäftigt haben. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, da es sich um Samus Biographie handelt, dass alles einfach so unkommentiert stehen bleibt. Dies ist jedoch nicht der Fall und verschiedene Wegbegleiter kommen in Kommentaren zu verschiedenen Situationen zu Wort und stellen ihre Sicht der Dinge dar.

     

    Das Buch ist es definitiv wert gelesen zu werden. Nicht nur von Fans von Sunrise Avenue und Samu, sondern auch für alle, die einfach nur nach einer Interessanten Biographie eines Musikers suchen. 

  5. Cover des Buches Wunder einer Winternacht (ISBN: 9783499248467)
    Marko Leino

    Wunder einer Winternacht

    (284)
    Aktuelle Rezension von: Kado

    Ich dachte wirklich, ich hätte meinen Favoriten unter den Weihnachtsbüchern bereits vorher gefunden - doch ich wurde eines Besseren belehrt.
    'Wunder einer Winternacht' von Marko Leino ist in Sachen Gefühl und Sinn der Weihnacht kaum zu übertreffen. Zum Jahresende nochmal ein absolutes Highlight - und das ist keineswegs übertrieben. 🥹

    Der kleine Nikolas steht nach einem schweren Schicksalsschlag im Alter von gerade einmal fünf Jahren ganz alleine da. Wie schön, dass es die warmherzige Dorfgemeinschaft des kleinen Fischerörtchens Korvajoki gibt. Obwohl jede Familie selbst von Jahr zu Jahr ums Überleben kämpft, treffen sie gemeinsam eine ungewöhnliche Entscheidung: Nikolas soll jeweils ein Jahr bei einer Familie leben und immer an Weihnachten weiterziehen.

    Anfangs leidet der Junge sehr unter dieser Situation, doch mit der Zeit helfen ihm die liebevollen Menschen, Vertrauen zu fassen und langsam zu heilen. Als stillen Dank schnitzt Nikolas jedes Jahr kleine Holzgeschenke für die Kinder seiner jeweiligen Gastfamilie - eine liebevolle Geste , die zeigt, wie viel Wärme und Mitgefühl trotz aller Entbehrungen in ihm stecken.

    Nach einigen Jahren jedoch kommt ein wirtschaftlich besonders schlechtes Jahr - und der einzige, der Nikolas aufnehmen kann, ist der mürrische, eigenbrötlerische Tischler Iisakki. Für ihn ist Nikolas zunächst nichts weiter als eine billige Arbeitskraft. Doch dann geschieht ein kleines Weihnachtswunder.

    Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn gerade die leisen, überraschenden Momente machen diese Geschichte so unglaublich zauberhaft.
    Während des Lesens war ich traurig, freudig überrascht, voller Mitgefühl und mehrfach zu Tränen gerührt - ein Wechselbad der Gefühle.

    Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte, die sich tief in mein Herz eingebrannt hat. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

    Den Film habe ich mir im Anschluss ebenfalls angesehen, doch für mein Empfinden fehlt dort einiges. Vor allem konnte das besondere Gefühl des Buches bei Weitem nicht so intensiv transportiert werden.

  6. Cover des Buches Blaue Frau (ISBN: 9783596708154)
    Antje Rávik Strubel

    Blaue Frau

    (68)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Zu Beginn des Romans „Blaue Frau“ sind die Leser*innen mit einer Situation konfrontiert, zu der erstmal keine Erklärung gereicht wird, sondern die ganz für sich steht: ein Zimmer, eine Frau. Sie ist in einer ihr fremden Gegend und harrt anscheinend aus. Sie ist erschüttert, tief in ihrer Psyche. Immer wieder erscheint ihr eine blaue Frau, eine Art Geist oder Projektion, wobei zunächst unklar ist, ob diese einen Schmerz oder eine Hoffnung verkörpert (oder beides in einem).

    Diese Anfangssituation des Buches ist klug inszeniert: Die unmittelbare und doch schleichende Konfrontation mit der Lage, in der sich Antje Rávik Strubel Protagonistin Adina befindet, bringt den Leser*innen ihre Person sofort nah, macht sie greifbar. Sie steht erstmal für sich. Auch, dass so zunächst das Opfer und nicht die Tat im Fokus steht, verändert die sonst übliche Dynamik in einem Buch über Missbrauch.

    Denn ein solcher Missbrauch ist der Schatten, das von Anfang an auf die Stimmung des Buches drückt, seine Atmosphäre erzeugt. Adina ist eine missbrauchte Person, in mehrfacher Hinsicht, körperlich, aber auch ihre Träume wurden missbraucht. Sie war schon weit gekommen: aus dem rückständigen tschechischen Dorf, wo sie aufwuchs, gelang ihr der Sprung nach Berlin, wo sie sogar eine Mentorin fand und eine Zukunft in Aussicht hatte. Aber dann geschahen Dinge, die sie zur Flucht nach Helsinki bewogen und nun ist sie einerseits ohnmächtig, andererseits befeuert von dem Wunsch nach Gerechtigkeit oder vielmehr: nach Sichtbarkeit.

    Denn Unsichtbarkeit ist das zentrale Thema von Strubels Roman: die Unsichtbarkeit der Träume von Frauen, die Unsichtbarkeit von Frauen im Rechtssystem und die Unsichtbarkeit von Osteuropäerinnen im Besonderen. Und die aus diesen Enttäuschungen und Verwundungen resultierende Unsichtbarkeit von Liebe und Zuneigung in den Augen derer, die immer und immer wieder die Machtverhältnisse aufgedrückt bekommen, bis sie als ständige Opfer dazu gezwungen sind, fast ausschließlich in ihnen zu denken.

    Ich muss zugeben, dass ich mich am Anfang mit dem Buch schwergetan habe und erst gegen Ende die Klugheit des Aufbaus und des Bogens, den Strubel schlägt, wirklich honorieren konnte. Es ist also eines dieser Bücher, die einen für ein bisschen Geduld und Einlassung fürstlich entlohnen. Und es ist ein Buch, dass jede*r, der sich mit feministischen Themen auseinandersetzen will und auch bereit ist, dabei eine vielschichtige Materie zu durchstreifen, lesen sollte.

  7. Cover des Buches Tage voller Zorn (ISBN: 9783404192311)
    Tuomas Oskari

    Tage voller Zorn

    (68)
    Aktuelle Rezension von: buchgestapel

    Worum geht’s?

    Leo Koski ist finnischer Ministerpräsident, eine beeindruckende Position in seinen jungen Jahren. Als sich dann jedoch eine junge Frau vor dem Haus eines politischen Unterstützers anzündet, droht die Regierung ins Wanken zu geraten – denn zum ersten Mal in seinem Leben stellt Leo alles und jeden um sich herum in Frage.


    Meine Meinung

    Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht, auch wenn ich eigentlich bekennender Politthriller-Fan bin und daher natürlich auf eine mitreißende Geschichte gehofft habe. Der Erzählstil und die Plottwists haben mich aber so abgeholt, dass ich bis zum Schluss restlos begeistert war und am liebsten direkt mit Band zwei der Reihe weitergemacht hätte.

    Der Erzählstil war dabei von Anfang an ziemlich rasant, was perfekt zum beschriebenen Setting und den Vorgängen in der Politik gepasst hat. Das aufgewühlte politische Klima kam meiner Meinung nach sehr gut zur Geltung, was das Szenario insgesamt für mich sehr nachvollziehbar und durchaus glaubwürdig gemacht hat, gleichzeitig lief man als Leser so aber nicht Gefahr, durch übermäßig ausschweifende wirtschaftswissenschaftliche Betrachtungen gelangweilt zu werden.

    Leo Koski hat mir als Protagonist dabei wirklich gut gefallen, da man bei ihm wunderbar beobachten kann, wie seine Entwicklung von der braven Marionette hin zu einem selbstständig denkenden Menschen verläuft. Zu Beginn fand ich ihn durchaus ein wenig naiv und habe mich gefragt, wie man so überhaupt Ministerpräsident hätte werden können, im Laufe der Geschichte konnte er mich als Figur dann aber definitiv von sich überzeugen.

    Auch die Kombination mit seiner politischen Gegnerin Emma Erola konnte mich überzeugen, da auch sie im Laufe der Geschichte eine durchaus interessante Entwicklung durchmacht. Zum Ende hin fand ich ihren Handlungsbogen zwar etwas schwächer, grundsätzlich habe ich ihre Figur aber trotzdem als Bereicherung für die Geschichte wahrgenommen.

    Am meisten begeistert haben mich neben den Figuren dann aber definitiv die Wendungen, die ich überraschenderweise alle nicht habe kommen sehen. Die kleinen Cliffhanger am Ende der meisten Kapitel haben den Spannungsbogen durchgehend hoch gehalten, was es mir wirklich schwer gemacht hat, Pausen beim Lesen einzulegen. Abgesehen von einer Figur, deren Zielsetzung für mich nicht so glaubwürdig war, wie es die Auflösung hat suggerieren wollen, konnte mich die Geschichte jedoch immer wieder aufs Neue überraschen, weshalb Band zwei definitiv jetzt schon auf meiner Leseliste für dieses Jahr steht.


    Fazit

    Dieses Buch hat mich auf jeden Fall begeistern können, weshalb ich auch die Fortsetzung unbedingt lesen möchte. Wer spannende Politthriller und überraschende Wendungen mag, dem wird diese Geschichte sicherlich so zusagen, wie das bei mir der Fall war.

    Dafür gibt es volle fünf Bücherstapel von mir.

  8. Cover des Buches Vom Himmel in die Traufe (ISBN: 9783404160310)
    Arto Paasilinna

    Vom Himmel in die Traufe

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Wurm200


    Hermanni Heiskari sitzt seit Tagen vor einem Loch im zugefrorenen See und hatte blieb bisher erfolglos beim Angeln. Plötzlich strafft sich allerdings die Leine seiner Angel und ein riesiger Fisch scheint angebissen zu haben. Zur gleichen Zeit stürzt ein Heißluftballon an eben diesem See, an dem Hermanni sitzt und angelt ab. Hermanni eilt der Frau mit Namen Lena Lundmark trotz des Fisches zur Hilfe. Diese unterbricht er dann allerdings auch wieder, um seinen Fisch an Land zu ziehen. Nach erfolgreichem Fang widmet er sich wieder der beim Unfall verletzten Frau und transportiert diese allen Umständen trotzend, zum nächsten Krankenhaus.

    Arto Paasilinas Roman “Vom Himmel in die Traufe” wird in vier Teilen mit insgesamt 35 Kapitel erzählt.
    Was zu Beginn des Buches wie eine normale Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Art Roadtrip. Im Vordergrund hier stehen der Protagonist Hermanni und sein Begleiter Ragnar (wobei mir hier schon die Frage aufgekommen ist, wieso nicht Lena als Begleiterin gewählt wurde). Durch diesen Trip soll erreicht werden, dass sich der Protagonist in die vornehmliche Welt einfindet. An dieser Stelle möchte ich zum Verständnis schon erwähnen, das die Charaktere zwei völlig verschiedene Menschen sind. Hermanni als ärmlicher Holzfäller, trifft auf die reiche Lena.
    Um genau diese Wandlung des Protagonisten dreht sich dann der Rest des Buches und wir folgen Ragna und Hermanni auf der Reise quer durch die Welt. Hier gibt es einige, wenn auch kleine Momente, die für einen gewissen Witz sorgen.
    Ein weiterer Pfeiler der Handlung bildet der ambitionierte Plan des Protagonisten, eine Revolution der Arbeitslosen in Finnland anzuzetteln. Leider meint es Arto Paasilina hier ein wenig zu gut und nutzt wirklich jede Gelegenheit dazu, dem Lesenden mehr und mehr von diesen Plänen zu erzählen. Hier hätte es ruhig etwas weniger sein dürfen, denn ehrlich gesagt, fängt es irgendwann an, ein wenig zu nerven, auch wenn es genau diese Stellen im Buch sind, die ein Problem der Gesellschaft aufgreift.
    Im Großteil der Handlung begegnet man beim Lesen der Protagonistin kaum und das, obwohl im Klappentext doch die Liebesgeschichte von Hermanni und Lena hervorgehoben wurde. Hier vermittelt der Klappentext einen falschen Eindruck davon, worauf das Augenmerk in der Handlung gelegt wurde.
    Zum Ende des Buches kommt der Autor wieder dahin, womit die gesamte Handlung eigentlich angefangen hat, nämlich dem Ballon.

    Cover: Das Hardcover von “Vom Himmel in die Traufe” ist in der Farbe blau gestaltet. Am auffälligsten ist der große abgebildete Ballon, welcher mittig auf dem Cover zu sehen ist. Dieser nimmt in dem Roman eine wichtige Rolle ein, weshalb er sehr gut aufs Cover passt. Über dem Ballon steht der Titel des Buches geschrieben, welcher ebenfalls blau gedruckt wurde. Hierdurch hebt er sich kaum vom Hintergrund ab.
    Ein Fehler, der nicht sofort ins Auge fällt, ist mir dann allerdings beim Klappentext aufgefallen, denn hier wird Frau Lundmark, Lundberg genannt.
    Unter dem Schutzumschlag befindet sich ein Buch in grüner Farbe.
    Titel und Cover sind wirklich passend gewählt und gefallen mir wirklich gut, auch wenn dieses blau in blau etwas eintönig erscheint.

    Fazit: Arto Paasilinas erzählt in seinem Roman “Vom Himmel in die Traufe” eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art. Zwei völlig verschiedene Charaktere treffen dabei durch ein Unglück aufeinander, wodurch eine Reise queer durch die Welt beginnt. Leider wird hier viel verschenkt und der Autor verwendet in meinen Augen zumindest zu viel Zeit dafür, den Lesenden von den Plänen der Revolution zu erzählen. Ein durchaus interessanter Reiseroman, der Probleme der Gesellschaft aufzählt und durchaus zum Nachdenken anregen kann. Für mich war es der erste Roman von Arto Paasilinas, den ich durchaus empfehlen kann. Von mir bekommt “Vom Himmel in die Traufe” 4/5 Sterne.


  9. Cover des Buches Der Sommer der lachenden Kühe (ISBN: 9783404194353)
    Arto Paasilinna

    Der Sommer der lachenden Kühe

    (87)
    Aktuelle Rezension von: broul
    Ein Taxifahrer gabelt einen demenzkranken Vermessungsrat auf. Dieser möchte einfach irgendwohin fahren. Nachdem der Taxifahrer sich auf die für ihn neue Situation eingelassen hat, werden die zwei Männer sogar so etwas wie Freunde. Typisch Paasilinna, skuril, anders und lustig. Er kommt einfach auf Ideen, die man komplett überhaupt nicht erwartet, so zum Beispiel die komplette Zerstörung eines Bauernhofes, womit schlussendlich sowohl Bauer als auch Staat vollauf zufrieden sind. Und auch die französischen Vegetarierinnen die von Osteuropäischen "Fleischern" bekehrt werden - einfach herrlich. Leichte und lustige Unterhaltung, für alle die mit etwas schrägem Humor ausgestattet sind ;)
  10. Cover des Buches Ein Junge namens Weihnacht (ISBN: 9783423086738)
    Matt Haig

    Ein Junge namens Weihnacht

    (160)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Tatsache ist, Nikolas hatte ein hartes Leben. Aber er machte das Beste daraus…“


    Nikolas ist der Sohn eines Holzfällers in Finnland. Seine Mutter ist vor ein paar Jahren tödlich verunglückt. Das Geld ist meist knapp.

    Der Autor hat eine märchenhafte Geschichte geschrieben. Er erzählt, wie aus Nikolas der Weihnachtsmann wurde. Das Buch ist meiner Meinung nach aber nicht als Kinderbuch geeignet. Dafür sind einige Stellen zu brutal.

    Eines Tages macht sich der Vater mit anderen Männern auf den Weg in den Norden. Sie wollen beweisen, dass es das Wichteldorf wirklich gibt. Auf Nikolas soll seine Tante Carlotta aufpassen.


    „...Du kannst nicht hier drinnen wohnen, wenn ich da bin, sonst siehst du mich womöglich noch in Unterhose! Außerdem hab ich´s im Rücken.Ich brauche zwei Matratzen…“


    Kurzerhand schickt sie ihren Neffen zum Schlafen vor die Tür. Zusammen mit der Maus Miika, die von einem Stück Käse träumt, begibt sich Nikolas auf die Suche nach seinem Vater. Unterwegs treffen sie auf Blitz, ein Rentier. Der Weg nach Norden ist lang und beschwerlich. Und er wird Nikolas´ Leben für immer ändern.

    Das Buch vermittelt einige Werte. Es geht darum, ob Güte und Freundlichkeit gegen Abgrenzung und Verachtung helfen können. Gleichzeitig wird gezeigt, dass der Mensch oft sowohl positive als auch negative Seiten hat. Natürlich gehört eine Prise Magie in die Geschcihte.

    Gut gefallen mir die gegen Ende des Buches eingebundenen Seiten aus einer Wichtelzeitung. Sie spiegeln wichtige Ereignisse.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

  11. Cover des Buches Hexenjäger (ISBN: 9783404184811)
    Max Seeck

    Hexenjäger

    (192)
    Aktuelle Rezension von: quer_shelf_ein

    Ein Buch, das ich ohne Blick auf den Klappentext, einfach aufgrund des Covers und des Titels ausgewählt habe, denn seien wir ehrlich, Hexen gehen eigentlich immer.

    Dass der eigentlich Inhalt relativ wenig mit Hexen zu tun hat, wurde mir dann leider recht schnell und mit einer Prise Enttäuschung klar.

    Generell war dieser Thriller in meinen Augen ziemlich durchwachsen.

    Nachdem sich die Anfangsspannung ein neues Buch anzufangen verflüchtigt hatte, hat es sich ziemlich gezogen und ich habe schon überlegt es abzubrechen. Nicht, weil es schlecht gewesen wäre, sondern weil es einfach nicht besonders genug schien und meine Lesezeit im Moment doch recht knapp bemessen ist.

    Naja ich hab dann doch weiter gelesen und es wurde etwas besser, denn die polizeiliche Ermittlungsarbeit hat mir hier wirklich gut gefallen. Klare, lückenlose Kommunikation, gemeinsame Aufarbeitung von neuen Beweisen und Theorien und keine egozentrischen Alleingänge von selbsternannten Superbullen - das war mal wieder eine nette Abwechslung.

    Als dann nach und nach mehr Einzelteile auf dem Weg zur Aufklärung des Falles zusammengesetzt wurden, hat es mir sogar noch besser gefallen, denn mit okkulten Motiven und einem ominösen, kaputzenbemanteltem Geheimbund kann man mich eigentlich immer locken... leider verlief das Ganze (wie es bei dieser oder ähnlicher Thematik leider oft der Fall ist) dann gegen Ende der Story doch eher flach und enttäuschend und war dann leider auch wieder mit altbewehrten Thrillerklischees gespickt.

    Die weibliche Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, war realistisch geschrieben und ist nich zu oft in der Klischeesuppe untergegangen. Allerdings hätte man sich die Kapitel, welche ihre Vergangenheit und eine toxische Beziehung beleuchten auch sparen können, da sie Null Berührungspunkte mit der eigentlichen Story hat und somit nur die plumpe Vorarbeit für einen späteren Band/Fall ist.

    Im Großen und Ganzen kann man das machen... kann man aber auch lassen .

  12. Cover des Buches TEAM HELSINKI (ISBN: 9783404189502)
    A.M. Ollikainen

    TEAM HELSINKI

    (87)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Nach dem Fund einer Toten in einem Container beginnen Kommissarin Paula und ihr Team zu ermitteln. Doch die verdächtige Familie gibt zu perfekte Antworten.
    .
    Das Buch klang vielversprechend, aber ich wurde leider sehr enttäuscht. Paula als ermittelnde Kommissarin ist die Hauptperson, aber trotzdem hat sie keine wirklich herausstehenden Charaktereigenschaften und es gibt auch keinerlei Entwicklung. Sie ist und bleibt ein total flacher Charakter. Die Nebencharaktere sind noch schlimmer, sie bestehen praktisch nur aus ihren Namen, ansonsten könnte man sie ohne Probleme austauschen. Auch der zu lösende Kriminalfall ist nicht wirklich spannend. Davon einmal abgesehen, war das Buch ganz zu lesen.

  13. Cover des Buches Liebten wir (ISBN: 9783548285771)
    Nina Blazon

    Liebten wir

    (209)
    Aktuelle Rezension von: LichtEngel

    Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, unerfüllte Liebe, Vergangenheit und Gegenwart, all das findet man in diesem Buch von Nina Blazon. Es ist mein erster Roman von dieser Autorin. Ich hatte erst etwas die Befürchtung, dass es für meinen Geschmack zu sehr ins Kitschige gleiten würde. Doch ich wurde sehr angenehm überrascht. Es war nie kitschig, sondern leicht und sehr lebendig. Ein lockerer und irgendwie bezaubernder Schreibstil, der mich begeistert hat.

    Eine Familiengeschichte mit Tiefgang, aber auch mit einer Prise Humor. Es geht um die zwei lebensverändernden Geschichten der beiden Hauptcharaktere Mo und Aino.
    Ein ungewöhnlicher, ungeplanter finnischer Roadtrip zweier unterschiedlicher Frauen, die sich kaum kennen, wobei Jede ihre Geheimnisse verbirgt.

    Ich bin begeistert! So viel Tiefgang hätte ich von dem Buch nicht erwartet.

  14. Cover des Buches Die Bibliothek im Nebel (ISBN: 9783426530405)
    Kai Meyer

    Die Bibliothek im Nebel

    (142)
    Aktuelle Rezension von: Sunny_96

    Der Roman "Die Bibliothek im Nebel" des Autors Kai Meyer hat mich absolut beeindruckt. Selten habe ich ein so spannendes und atmosphärisches Buch gelesen. Es entführt die Leser durch den detaillierten Schreibstil in eine längst vergangene Zeit. 

    Im Jahr 1917 lebt der junge Artur in Sankt Petersburg in einer prächtigen Villa bei der Familie Kalinin, die ihn bei sich aufgenommen hat. Er verbringt seine Tage hauptsächlich mit Büchern und Ofelyia, die für ihn wie eine Schwester geworden ist. Doch dann kam der Tag, an dem er der jungen Künstlerin Mara auf der Straße begegnet. Niemand ahnte, dass dieser Tag sein komplettes Leben beeinflussen würde. Eine turbulente Geschichte voller Freundschaft, Liebe und Abenteuer beginnt. 

    Der zweite Erzählstrang handelt von der kleinen Liette, die im Jahre 1928 bei ihrem Onkel den Sommer verbringt. Als sie im Dachboden seines Hotels an der Cote d'Azur spielt und zufällig alte Reisekoffer russischer Familien findet, stößt sie auf ein mysteriöses Geheimnis dass sie noch viele Jahrzehnte später zu lüften versucht. 

    Besonders beeindruckt hat mich, wie die beiden Erzählstränge ganz langsam miteinander zu verschmelzen scheinen. Immer wieder werden kleine und große Geheimnisse gelüftet, bis sich alles zu einem großem Ganzen zusammenfügt. Ich konnte selbst mit ins Geschehen eintauchen und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. 

    Die Geschichte ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk und lässt die Grenzen zwischen Krimi, Abenteuerbuch, Liebesgeschichte, Verrat und Familiengeheimnissen verwischen. Daher eine absolute Weiterempfehlung meinerseits ⭐⭐⭐⭐⭐

  15. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442713042)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

    (122)
    Aktuelle Rezension von: paulkretzschmar

    Sofi Oksanen hat mit "Fegefeuer" einen vielfach ausgezeichneten Roman verfasst, der von einer Familientragödie in der Geschichte Estlands zwischen Mitte der dreißiger Jahre bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts handelt.

    Das Leben auf dem Bauerngut der beiden Schwestern Aliide und Ingel in den Wirren der Zeit des zweiten Weltkrieges und den ersten Jahren der Sowjetunion wird bestimmt durch eine Spirale von Liebe, Eifersucht, Misstrauen, Schuld und insbesondere sexueller Gewalt, die während des Stalinismus unzählige Opfer mit sich bringt. Es herrscht ein permanentes Klima der Angst, in denen Menschlichkeit und und Moral durch Verleumdungen und Spitzeleien ersetzt werden. Jeder kann Täter und Opfer zugleich sein.

    In einer zweiten Handlungsebene, findet die inzwischen alte Aliide, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Mädchen Zara halbtot in Garten ihres Bauernhofes, den sie verwitwet und verarmt, trotz aller Widrigkeiten noch immer bewohnt.

    Zara wurde von skrupellosen Menschenhändlern als Zwangsprostituierte nach Berlin verschleppt. Während einer Reise zurück nach Estland, wo  Leid durch neue Freier drohte, gelang ihr die Flucht, und der einzige Ort, wo sie Sicherheit suchte, war Aliide's Bauernhof, denn sie war die Enkelin ihrer Schwester Ingel. Aber statt Hilfe stößt sie zuerst auf Misstrauen und ihre Peiniger sind ihr schon auf der Spur.

    Trotz aller schmerzhafter Bilder und der beklemmenden Atmosphäre, hat mich dieses Buch nur teilweise abgeholt.

    Die vielen verschiedenen Handlungsebenen der Rückblenden und der Zeitsprünge störten mitunter den Lesefluss und waren anstrengend zu lesen. Traumata wechselnden teilweise mit trivialen Handlungen und oberflächlichen Effekten. Der etwas abrupte Schluss und die überwiegend unsympathischen Protagonisten trugen ihr übriges dazu bei, dass ich dieses Buch nicht als Meisterwerk empfinden konnte.

    Die Tragik der Geschehnisse wirkte irgendwie seltsam hölzern und  emotionsarm.

    Die Schicksalsromane von Hera Lind haben mich dagegen viel mehr berührt und begeistert, besonders in Punkto Schreibst

    Aber das können andere Leser durchaus anders sehen. Dann hilft nur Selbstlesen.

    Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung und gute 3 Sterne!


  16. Cover des Buches Sisu (ISBN: 9783431040937)
    Katja Pantzar

    Sisu

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Lieblingsleseplatz

    Nordische Lebensweisheiten sind ja gerade im Trend. Und kaum haben wir unser Heim hyggeliggemacht kommen die Finnen mit Sisu daher … doch was steckt dahinter? Ein weiterer Trend? Wahre Lebensweisheiten?

    Sisu – der finnische Weg zu Mut, Ausdauer und innerer Stärke

    ..das klingt nach der ultimativen, universellen Antwort auf all unsere Fragen. (Und ich dachte das wäre 42, … egal) Doch was können wir wirklich von den Finnen lernen? Das Buch ist autobiographisch de Geschichte von Katja Pantzar, die nach Finnland zieht und sich dort erstmal erstaunt und staunend mit der finnischen Lebensweise konfrontiert sieht.

    Im Prinzip ist ein Plädoyer an die Einfachheit. Back to the roots. Wunderbar einfühlsam bringt uns die Autorin alte Weisheiten wieder ins Gedächtnis. Am allerbesten hat mir der Abschnitt über Literatur als Rettungsanker gefallen …

    Weniger ist mehr. Ohne all den Ballast, den wir mit uns herum schleppen und um uns horten lebt es sich leichter, freier! Eigentlich wissen wir das ja, oder? Aber denken wir auch daran?

    Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt. Heute beim Spaziergang mit Hund und Tochter habe ich meine Umwelt anders wahr genommen. Bewusster.

    Ich vergebe von 5 Lieblingslesesessel für ein Buch, dass mir zwar nicht unbedingt neue, bahnbrechende Erkenntnisse geliefert hat, aber auf amüsante Weise die Lebensweisheiten aus dem Norden näher gebracht und mich ein wenig zum Umdenken gebracht hat.

  17. Cover des Buches Feindesopfer (ISBN: 9783404192212)
    Max Seeck

    Feindesopfer

    (67)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Die finnische Reihe rund um die interessanten Ermittler und Ermittlerinnen: und ihre vielschichtigen, unheimliche Fälle ist wirklich großartig: Atmosphärisch, düster, fesselnd, facettenreich und originell!

    Das Privatleben bzw. die persönlichen Probleme der Ermittelnden spielen eine große Rolle bzw. fließen gekonnt die zu untersuchenden Fälle mir ein, was psychologisch sehr interessant ist!

    Ich freue mich schon auf Band 4!

  18. Cover des Buches True Crime Best of 2 (ISBN: 9783757943622)
    Adrian Langenscheid

    True Crime Best of 2

    (27)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    In dieser Sammlung werden mehrere wahre Kriminalfälle nacherzählt.
    .
    Die True-Crime-Fälle stammen aus verschiedenen Ländern, man bekommt so also zumindest einen kleinen Eindruck in andere Rechtssysteme. Einige der Fälle kannte ich schon, aber durch die verschiedenen Ursprungsländer waren es weniger als erwartet. Wie auch bei den anderen Bänden war der Schreibstil wieder sehr angenehm zu lesen und den Opfern gegenüber sehr respektvoll. Natürlich waren alle Fälle sehr tragisch, aber für mich am bewegendsten war der Haustyrannenmord.

  19. Cover des Buches Hexenjäger (ISBN: 9783838796215)
    Max Seeck

    Hexenjäger

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Bonsai-Fee

    Diese Frage stellt sich den Ermittlern, die den Tod von mehreren Frauen ermitteln.

    Ein erfolgreicher Autor von Thrillern, die Morde an Frauen nach Art der Hexenprüfungen des Mittelalters nachempfinden wird Vorbild (?) einer mysteriösen Mordserie.

    Wer imitiert diese grausamen Tötungsarten - oder müssen gar "Hexen" sterben ?

    ... oder ist es doch ganz anders ?

    Ein Skandinavien-Thriller der Extra-Klasse, spannend, mystisch, mysteriös und am Ende doch verblüffend.

    Gelungener Spannungsbogen bis zum unerwarteten Ende !

    Herr Seeck, bitte mehr davon !


  20. Cover des Buches Lauras Verschwinden im Schnee (ISBN: 9783351034115)
    Pasi Ilmari Jääskeläinen

    Lauras Verschwinden im Schnee

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Radagast
    Ich habe bisher wenige Romane gelesen, wo Autoren die Hauptfiguren waren. Daher fand ich dieses Buch beim Lesen der Inhaltsangabe sehr ansprechend. Der Einleitungsteil war für mich gut überschaubar und ich konnte mir von anfang an ein gutes Bild der jeweiligen Charaktäre machen. Es gelang dem Autor von anfang an gut das "magische Treiben" der literarischen Gemeinschaft einfliesen zu lassen. Das es einen Hauch von Skurrilität und Fiktion hat, fand ich spannend. Im Hautteil des Romans war ich teilweise irritiert von der Handlung der Geschichte. Ich wollte das Buch beiseite legen und mich einen anderen Buch widmen, da es für meinen Lesegeschmack noch verrückter wurde. Nach ein paar Tagen, wo ich nicht weiterlas, nahm ich es doch noch einmal in die Hand und las es fertig. Der Schlußteil hatte den Charakter eines Krimis ohne Auflösung. Bei Bücher die nicht so skurril geschrieben sind fände ich es schade, wenn es kein Ende gibt. Doch bei diesen Buch überraschte es mich nicht. Mich erinnert dieses Buch sehr stark an die Serie Twin Peaks. Dieses Buch ist nicht richtig schlecht und nicht wirklich gut. Meiner Meinung nach ist es mitten drin. Ein eigensinniges Buch mit dem gewissen "Twin Peaks Effekt".
  21. Cover des Buches Kolibri (ISBN: 9783453419124)
    Kati Hiekkapelto

    Kolibri

    (69)
    Aktuelle Rezension von: Phyria

    Anna Fekete’s erster Tag als Kriminalkommissarin ist alles andere als leicht. Als wäre es nicht genug, dass sie einen ausländerfeindlichen Alkoholiker als Partner bekommt, ist ihr erster Fall eine junge Joggerin, die auf grausame Weise erschossen wurde und bei der man, vom Amulett abgesehen, keine Indizien auf den Täter findet. Als man später einen zweiten Jogger tot auffindet, drängt die Zeit den Täter zu fassen. Parallel dazu kümmert sich Anna um den Fall eines kurdischen Mädchens, das bei der Polizei um Hilfe gebeten hat um im Nachhinein alles abzustreiten. Anna lässt sich jedoch nicht abwimmeln und beobachtet die Familie, weil sie annimmt es könnte zu einem Ehrenverbrechen kommen.

    Meine Meinung:

    Zuallererst muss ich sagen, dass ich dieses Buch nicht in die Kategorie Thriller einordnen würde, es ist eher ein Krimi. 

    Es lässt sich gut lesen, auch wenn ab und zu mal ungarische Wörter und Sätze vorkommen, dessen Sinn man nur erahnen kann, weil nirgendwo die Übersetzung steht.

    Mit Anna Fekete bekommen wir eine Protagonistin, die ursprünglich aus Ukraine stammt aber ohne Akzent einwandfrei finnisch spricht und vor ihrem neuen Job Streifenpolizistin war. Und auch wenn es vor allem aus ihrer Sicht erzählt wird konnte ich keinen wirklichen Zugang zu ihr finden. Sie wirkt keinesfalls unsympathisch aber es gibt einige Handlungen die ich von einer Polizistin nicht erwarten würde. Es dreht sich sehr viel um ihr Leben, die Probleme mit denen sie zu kämpfen hat, ihrem alkoholsüchtigen Bruder, den wechselnden Partnern, dem Schlafentzug und die Lust nach den Zigaretten und ab und zu mal einem Bierchen, wobei sie auch da etwas übertreiben kann. Mich hat es vor allem gestört, dass immer wieder ihre Lust nach einer Zigarette erwähnt werden musste und dass sie doch eigentlich mit dem rauchen aufhören möchte und wieder joggen gehen muss, es aber nie tut und dann doch lieber eine oder mehrere raucht. Es hat gar nicht mehr aufgehört. Ihr Partner Esko Niemi dagegen ist ein absoluter Kotzbrocken, der meiner Meinung nach fast schon übertrieben unsympathisch dargestellt wurde. Da fällt es mir schwer zu verstehen, weshalb jeder sein Verhalten toleriert, guter Ermittler hin oder her. Zusätzlich gibt es zwei weitere Kommissare, aus deren Sicht man mehr über ihr Leben, das auch nicht so rund läuft, erfährt.

    Dadurch, dass eben so viel Privates erzählt wird und auch die Geschehnisse um Bihar eine große Rolle spielen, von denen man sogar erwartet, dass sie mit den Mordfällen etwas zutun haben, gerät der eigentliche Fall des Öfteren in den Hintergrund. Richtige Spannung kommt erst gegen Ende auf und das Buch selber besteht meiner Ansicht nach aus einigen Stellen die man ruhig hätte auslassen können, denn ich bin auf das Buch gerade wegen des Falles und nicht des Füllmaterials aufmerksam geworden. Von einer Migrationsgeschichte stand immerhin nirgendwo etwas, doch zieht sich der Erzählstrang, der in Form einer Mail von Bihar geschrieben wurde, über das ganze Buch hinweg. Man erfährt vieles über ihre Familie, die Einwanderung, ihre Kultur und das Schicksal, das ihre Eltern für sie auferlegt haben. Gerade weil sich Bihars Geschichte der von Anna ähnelt, fühlt sich diese Bihar gegenüber verpflichtet zu helfen, auch wenn keine Anzeichen für Gewalt oder ähnliches vorliegen. Und auch wenn es zuerst sehr interessant klang, wurde es mit der Zeit langatmig und hat die Spannung leider sehr rausgenommen.

    Der Ausgang der Mordfälle hat mich dagegen sehr überrascht, wäre darauf nämlich nie gekommen. Man hat als Leser Raum mitzurätseln und die Frage ob es nur zufällige oder gar auserwählte Opfer sind lässt einen nicht ruhen. Auch die Verdächtigen haben im Grunde alle einen Grund für die Morde, doch haben sie diese auch begangen?

    Fazit:

    Auch wenn hier ganz schön viele interessante Themen behandelt wurden, mangelt es an Spannung. Nichtsdestotrotz ist es ein gut geschriebenes Debüt, weswegen ich ein weiteres Buch der Autorin nicht ausschließen würde. Denn das Potenzial für folgende Bänder ist auf jeden Fall vorhanden.

  22. Cover des Buches Zwischen zwei Leben (ISBN: 9783446283220)
    Minna Rytisalo

    Zwischen zwei Leben

    (77)
    Aktuelle Rezension von: otegami

    Eine fremde Zahnbürste im Badezimmer war für Jenny der letzte Auslöser, sich eine Wohnung zu suchen und sich nach 24 Ehejahren von ihrem sie betrügenden Ehemann zu trennen. Leicht ist ihr dieser Schritt nicht gefallen. ‚Es brauchte dazu Jahre des Heranreifens und viele langsame Bewegungen. Sie hatte Gründe, zu gehen, aber es hätte auch Gründe gegeben, zu bleiben, es gab gute Momente und viele Erfahrungen, die ihr ohne Jussi entgangen wären.“

    Wir dürfen mit ihr zurückblicken auf ihre Kindheit in einfachen Verhältnissen, auf ihre Jugend, ihre Unsicherheit – sehr im Gegensatz zu ihrer selbstsicheren, nur ein Jahr jüngeren, Schwester Johanna – und ihre Sehnsucht nach Akzeptanz und Harmonie.

    Aufgepeppt wird die Geschichte durch die Ajattaras (Wesen aus der finnischen Mythologie) im Buch jedoch die weiblichen Märchenwesen der Gebrüder Grimm: Aschenputtel, Gretel Rapunzel, Schneewittchen und Dornröschen. Sie kommentieren alles, was passiert, auch nach dem Auszug, Sie erzählen außerdem ihre eigenen Geschichten, wie sie sie selbst erlebt hatten und was der Volksmund daraus gemacht hat: „Wir wurden ausgenutzt und mussten für Unterhaltung, Moralvorstellungen und ganze Wirtschaftszweige herhalten, ohne irgendwie davon zu profitieren. Unsere wirklichen Geschichten sind zu gefährlich und wir wurden in Formen gezwängt, in denen wir uns selbst nicht wiedererkennen.“ (Mit Mythologie habe ich es ja gar nicht, aber hier fand ich diese Ausflüge sehr passend und auch unterhaltsam.) 

    Jenny (mit y!), wie sie sich seit dem Auszug nennt, schreibt auf Anraten ihrer Therapeutin Briefe an eine Person, die sie jedoch nie abschickt, die ihr aber helfen, Klarheit über sich selbst zu gewinnen. Sie wählt dazu Brigitte Macron, die Gattin des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, und setzt sich auch mit deren Lebensgeschichte auseinander und vergleicht sie mit ihrer eigenen. 

    Obwohl ich keine eigenen Erfahrungen mit einer Scheidung habe, gefiel mir diese ruhige, aber eindringliche Geschichte einer Frau Ende 40, einer ‚MutterMutter‘ (die in ihrem Muttersein aufging) mit ihrem Reifeprozess, dem Blick auf Lebensziele und Selbstansprüche sehr, sehr gut! Frauen mit Interesse an feministischen Themen (+ mehreren Jahren Beziehungserfahrung) werden voll auf ihre Kosten kommen. Von mir bekommt das Buch der finnischen Autorin Minna Rytisalo, übersetzt von Maximilian Murmann, begeisterte 5 Sterne! Ihr ‚Lempi, das heißt Liebe‘ genoss ich 2018 als Hörbuch! Ich werde die Autorin also weiter im Auge behalten, damit ich nichts von ihr verpasse!

     

  23. Cover des Buches Skandinavische Weihnachten (ISBN: 9783789104152)
    Esther Kalb

    Skandinavische Weihnachten

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Eine Kurzgeschichten-Sammlung von Hans Christian Andersen, Sven Nordquist, Astrid Lindgren, Mauri Kunnas, Tove Jansson uva:

    - Das Mädchen mit den Schwefelhölzern,

    - Das Geheimnis der Weihnachtswichtel,

    - Pelle zieht aus,

    - Wo der Weihnachtsmann wohnt,

    - Der Tannenbaum

    und viele weitere weihnachtliche Erzählungen und Gedichte.

    Unterteilt in Herkunftsland und ergänzt durch Weihnachtswissen rund um Traditionen.


    Altersempfehlung:

    ab 5 Jahre (zum Vorlesen)


    Illustrationen:

    Kleine und große Zeichnungen verschiedener Illustrator:innen schmücken das Geschehen der jeweiligen Geschichte und ergänzen die Handlung.

    Gedichte werden durch weihnachtliche Vignetten unterstrichen.

    Insgesamt ist der Bildanteil aber gering. Es gibt auch Doppelseiten ohne eine Zeichnung.


    Mein Eindruck:

    Ein weihnachtlicher Bücherschatz für die ganze Familie: gebunden in dunkelrotes Halbleinen und mit goldglänzender Schrift auf Buchrücken und Titel sowie mit Lesebändchen.

    Bei der Vielzahl an kurzen Geschichten ist für jeden Geschmack etwas dabei:

    zum Schwelgen in Kindheitserinnerungen oder zum neu Entdecken sowie zum Eintauchen in die skandinavische Weihnachtswelt.

    Ganz besonders die Strukturierung gefällt. So wird jedem skandinavischen Land ein Abschnitt zugeteilt, z. B. sind Erzählungen von Astrid Lindgren und Sven Nordqvist sowie Wissenswertes rund um Bräuche und der Weihnachtsgruß "God jul!" im Kapitel "Schweden" zu finden. Weiter geht's mit Dänemark, Norwegen, Island bis hin zu Finnland.

    Alle Geschichten sind in sich abgeschlossen, unterhaltsam und abwechslungsreich. Die Schriftgröße ist normal und aufgrund hoher Textsdichte eignet sich das Buch am besten zum Vorlesen.

    Ein umfangreiches und interessant gestaltetes Hausbuch, welches durch viele unterhaltsame Kurzgeschichten, Weihnachtswissen und wunderschöne Illustrationen eine Einstimmung auf das Weihnachtsfest und Begleitung durch die Adventszeit ist.


    Fazit:

    Abwechslungsreich gestaltetes Weihnachtsbuch:

    Eine gelungene Auswahl weihnachtlicher Kurzgeschichten ergänzt durch ein paar farbenfrohe Illustrationen und abgerundet durch Wissenstexte rund um Traditionen zum Fest.


    ...

    Rezensiertes Buch: "Skandinavische Weihnachten" aus dem Jahr 2017

  24. Cover des Buches Der wunderbare Massenselbstmord (ISBN: 9783404170708)
    Arto Paasilinna

    Der wunderbare Massenselbstmord

    (248)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Am Anfang waren es nur zwei Personen, der gescheiterte Direktor und der freigestellte Oberst. Als der Direktor sich umbringen möchte, entdeckt er den Oberst, der sich gerade erhängt, und aus einem Impuls heraus rettet er den Oberst. Später gesteht er, dass er sich eigentlich selbst umbringen wollte. Dabei merken sie, wie gut es ihnen geht, sobald sie miteinander reden.

    In Finnland müssen doch noch mehr solche Menschen existieren, das denken sie, schalten eine Annonce frei und laden die Selbstmörder zu einer Versammlung ein. Bei der Versammlung werden sie beratschlagt von einer Psychologin, die selbst eine Nahtoderfahrung hat. Später wollen sich aber 30 von ihnen sofort umbringen und so beginnt eine Reise. Es ist eine lustige Reise, bei der ich gemerkt habe, wie die Selbstmörder neuen Lebensmut gewinnen.

    Der Direktor gerät dabei völlig in den Hintergrund und spielt bald keine Rolle mehr. Es sind über 40 Personen, um die sich der Autor kümmern muss, wodurch die meisten Figuren gar nicht mehr funktionieren.

    Es war dennoch lustig, zu verfolgen, wie die Figuren Lebensmut gewinnen, wie aus der Gruppe sich Pärchen bilden, wie Liebe aufblüht und die meisten Figuren einen zweiten Lebensweg entdecken. Es ist ein nettes Buch, mit mehrere Happy-Ends, die ich beim Lesen selbst erwartet habe, wobei der Busfahrer, der als einziger seine Vergangenheit nicht offenlegt, vom Autor verbogen wird, damit auch er am Schluss ein glückliches Ende bekommt.

    Ich habe es fertiggelesen, ich habe mich amüsiert, es hat mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht, dennoch habe ich mir etwas anderes erwartet, eine völlig neue Idee oder so, stattdessen ist das Buch, so wie man es erwartet hat. Es steuert ganz hart auf mehrere Happy-Ends und ist dabei alles andere als Außergewöhnlich. Ich habe etwas Besseres erwartet.

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