Bücher mit dem Tag "fisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fisch" gekennzeichnet haben.

115 Bücher

  1. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596520701)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

    (1.276)
    Aktuelle Rezension von: buch_leselust

    Ergreifend ist hier wirklich das richtige Wort. Ich habe mit Mariam und Layla mitgelitten und mitgefiebert. 

    Es hat mich stark berührt, was ihnen alles passiert und gleichzeitig wütend gemacht, weil es wirklich nicht unrealistisch ist.


    Die Rolle und Stellung der Frau in Afghanistan wird hier erschreckend real dargestellt und gibt einen guten Einblick in das Leben vor Ort. Leider weiß man ja, wie es sich über die letzten Jahre weiterentwickelt hat...

  2. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499269356)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

    (1.076)
    Aktuelle Rezension von: Leonie1

    Der alte Mann und das Meer ist ein ruhiges, eher schlichtes Buch, das sich sehr schnell lesen lässt. Während des Lesens wirkt die Geschichte fast unspektakulär, doch im Nachhinein bleibt einiges zum Nachdenken zurück und muss erst einmal sacken.

    Der alte Mann ist eine sehr mutige Figur. Trotz Niederlage strahlt er Zuversicht, Würde und innere Stärke aus. Gerade dieses Durchhalten und Weitermachen macht seine Geschichte besonders. Auch wenn das Ende traurig ist, fühlt es sich gleichzeitig wie eine Art Sieg an, weil er sich selbst treu bleibt.

    Dennoch bleibt ein leiser Wunsch, dass die Geschichte anders ausgegangen wäre. Genau diese Mischung aus Verlust, Hoffnung und innerem Triumph macht das Buch aber wohl so nachhaltig.

    Insgesamt ein okayes, ruhiges Werk, das weniger durch Handlung als durch seine Symbolik und Stimmung wirkt.

  3. Cover des Buches Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht (ISBN: 9783453410534)
    Nicholas Sparks

    Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

    (913)
    Aktuelle Rezension von: SarahWants2Read

    Worum geht es?: Niemand im Küstenort Southport weiß, wer die neue Einwohnerin Katie ist und woher sie kommt. Sie lebt komplett zurückgezogen und vermeidet jeden Kontakt mit anderen. Erst dem jungen Witwer Alex, der zwei kleine Kinder hat, gelingt es langsam und behutsam, ihr näherzukommen. Doch Katie hütet ein dunkles Geheimnis. Wird sie für die Liebe alles aufs Spiel setzen?


    Das Cover: Das Cover hat mich sofort begeistert. Der dunkelblaue Hintergrund kombiniert mit der leuchtenden Laterne erzeugt eine stimmungsvolle Atmosphäre, die perfekt zur Geschichte passt. Es deutet an, dass das Buch ein düsteres Thema behandelt, gleichzeitig aber einen Funken Hoffnung bereithält – genau das, was die Handlung später so eindrucksvoll widerspiegelt.


    Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Erzählerperspektive erzählt, und ich habe den Schreibstil von Nicholas Sparks regelrecht geliebt. Die Kapitel sind angenehm kurz, oft unter 30 Seiten, was den Lesefluss unglaublich erleichtert. Der Stil ist flüssig, emotional und sehr nah an der Verfilmung, was für mich ein großer Pluspunkt war. Da ich den Film bereits geliebt habe, waren meine Erwartungen entsprechend hoch – und das Buch hat sie sogar übertroffen. Besonders die überraschenden Wendungen zum Schluss haben mich begeistert. Alle Charaktere, ob Katie, Alex, seine Kinder oder sogar Kevin, bekommen ausreichend Raum, um sich zu entfalten. Dadurch konnte ich sie alle viel besser kennenlernen. Ich habe das Buch in wenigen Tagen regelrecht „inhaliert“.


    Die Hauptfiguren: Katie ist eine junge Frau, die vor ihrem gewalttätigen Ehemann flieht und in Southport endlich einen Ort findet, an dem sie sich sicher fühlt. Dort baut sie sich ein neues Leben auf und entwickelt langsam Gefühle für den verwitweten Alex. Doch die Frage bleibt: Können die beiden wirklich eine gemeinsame Zukunft haben, solange Kevin alles daransetzt, seine Frau wiederzufinden? Diese emotionale Spannung trägt einen großen Teil zur Intensität der Geschichte bei.


    Endfazit: Ich liebe den Film zu Safe Haven, und deshalb war mir klar, dass ich irgendwann auch das Buch lesen muss. Es lag allerdings jahrelang auf meinem SUB, weil ich Angst hatte, dass es nicht mit der Verfilmung mithalten könnte. Diese Sorge war völlig unbegründet. Das Buch ist grandios und bietet die perfekte Mischung aus Romance und Thriller. Der Schreibstil ist fesselnd und gleichzeitig magisch – für mich ist es nun das neue Lieblingsbuch des Autors. Eine große Leseempfehlung!


    Das Buch erhält von mir begeisterte 5 von 5 Sterne.

  4. Cover des Buches Murtagh – Eine dunkle Bedrohung (ISBN: 9783570317143)
    Christopher Paolini

    Murtagh – Eine dunkle Bedrohung

    (132)
    Aktuelle Rezension von: AndreasW

    Ich habe Murtagh - Eine dunkle Bedrohung gelesen, weil ich die Eragon-Reihe bereits kannte und neugierig war, wie Christopher Paolini die Geschichte weiterführt. Dabei wirkt das Buch weniger wie eine klassische Fortsetzung und mehr wie ein neuer Einstieg aus einer anderen Perspektive.

    Im Mittelpunkt steht diesmal Murtagh, eine Figur, die man bereits kennt, die hier aber deutlich mehr Tiefe bekommt. Die Geschichte ist insgesamt persönlicher und dunkler als die Hauptreihe. Statt großer Schlachten geht es stärker um innere Konflikte und darum, wie sich ein Charakter in einer unsicheren Welt zurechtfindet.

    Die Welt selbst bleibt grundsätzlich gleich, wirkt durch die neue Perspektive aber anders. Weniger geordnet, weniger kontrolliert und teilweise auch gefährlicher. Besonders interessant fand ich, dass man bekannte Elemente neu erlebt, ohne dass sich die Regeln der Welt komplett verändern.

    Die Handlung folgt zwar grob einer Heldenreise, wird aber stark vom inneren Konflikt der Hauptfigur getragen. Das funktioniert gut und hebt das Buch von der ursprünglichen Reihe ab.

    Fazit:
    Eine gelungene Erweiterung der Eragon-Welt, die durch eine andere Perspektive neue Tiefe gewinnt. Besonders empfehlenswert für Leser der Reihe, aber auch interessant für alle, die Charakterentwicklung und düstere Fantasy mögen.

    Einen ausführlichen Analyse-Artikel aus Autorenperspektive zu Murtagh - Eine dunkle Bedrohung habe ich hier veröffentlicht:

    https://open.substack.com/pub/andreaswoelfel/p/was-ich-als-autor-aus-murtagh-gelernt?r=476xu4&utm_campaign=post&utm_medium=web

  5. Cover des Buches Vegan-Klischee ade! (ISBN: 9783955751951)
    Niko Rittenau

    Vegan-Klischee ade!

    (26)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚die Quintessenz ist, dass zwar jede vollwertige rein pflanzliche Ernährung automatisch eine vegane Ernährung ist, aber nicht jede vegane Ernährung auch eine vollwertige rein pflanzliche Ernährung darstellt‘ (Seite 19)

    Niko Rittenau setzt sich in seinem Buch initial mit der Frage auseinander, was Ernährungsgesellschaften über vegane Ernährung sagen.

    Danach befasst es sich mit Protein, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12, Vitamin B2, Vitamin D, Eisen, Kalzium, Zink, Selen und Jod sowie stellt die fünf wichtigsten Lebensmittelgruppen der veganen Ernährung vor (Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen).

    Am Ende seines Buches geht Rittenau auf die Sojakontroverse ein.

    Ich lebe seit 14 Jahren vegetarisch und fast genauso lang ‚so vegan wie möglich‘, d.h. ich verzichte auf fast alles Tierische, esse aber selten Käse und Schokolade. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mal mit ernährungsspezifischen Themen befasst, in den letzten Jahren aber zugegebenermaßen eher weniger.

    Das Buch ist eine echte Fundgrube an Wissen, und mein Anspruch war eigentlich, das Buch komplett von vorn bis hinten zu lesen. Dies fand ich aber eher etwas ermüdend und für mich zu detailliert, so dass ich irgendwann quer gelesen habe.

    Vor allem die Tabellen mit dem Gehalt bestimmter Vitamine, Spurenelemente etc. in pflanzlichen Lebensmitteln sowie die Zusammenfassungen am Ende der einzelnen Kapitel fand ich sehr gelungen und hilfreich, und wenn ich darüber mehr wissen wollte, habe ich in den jeweiligen Abschnitten genauer nachgelesen. Diese Art des Lesens funktioniert bei diesem Buch sehr gut, weil Rittenau sein Buch sehr klar gegliedert und übersichtlich aufgebaut hat. Auf diese Weise kann man entweder schnelle Antworten auf Fragen zur veganen Ernährung bekommen oder (für die Geduldigeren unter uns) ganz genau erfahren, wieso Rittenau welche Antwort gibt.

    Mich hat das Buch inspiriert, wieder mehr auf bestimmte Lebensmittel zu achten, meine Ernährung etwas genauer zu planen, bestimmte Lebensmittel bewusst in meine Mahlzeiten aufzunehmen.

    Ich habe hier sehr viel Neues erfahren und bereits Bekanntes wiederholt, zudem habe ich ein gutes Gefühl, dass ich dem Gelesenen Glauben schenken kann, weil Rittenau sehr genau und sehr ausführlich recherchiert zu haben scheint.

  6. Cover des Buches Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer - und die späte Rache (ISBN: 9783426521670)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer - und die späte Rache

    (145)
    Aktuelle Rezension von: cozyeveningreads

    Isabelle Bonnet, Leiterin einer geheimen Spezialeinheit in Paris, überlebt nur knapp ein Sprengstoffattentat. Um sich von diesem traumatischen Erlebnis zu erholen, reist sie in ihren Heimatort Fragolin in der Provence. Dort hofft sie auf Ruhe, doch schon bald wird diese gestört. Zuerst verschwindet ein wohlhabender Engländer aus seiner Villa, kurz darauf wird am Strand von Saint-Tropez eine Frauenleiche entdeckt.

    Isabelle lässt sich überreden zur Ablenkung den Fall zu übernehmen. Dafür wird sie zur einfachen Kommissarin herabgestuft und erhält einen gefälschten Lebenslauf. Bei den örtlichen Kollegen stößt sie damit zunächst auf wenig Begeisterung. Unterstützung bekommt sie ausgerechnet von dem unscheinbaren Polizei-Archivar, Apollinaire, der sich jedoch als überraschend kluger und hilfreicher Assistent erweist.

    Während der Ermittlungen wird Isabelle gleichzeitig immer wieder mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, denn auch der ungeklärte Unfalltod ihrer Eltern wirft noch Jahre später viele Fragen auf…


    Isabelle versucht nach dem traumatischen Sprengstoffattentat ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und Schritt für Schritt in den Alltag zurückzufinden. Ich fand es unfassbar spannend, ihre Gedanken zu verfolgen, zu beobachten, wie sie wie sie sich als starke Persönlichkeit in einer von Vorurteilen geprägten Männerwelt behauptet.

    Und die Dynamik zu Apollinaire, ihrem tollpatschigen, schrulligen Assistenten ist wirklich toll geschrieben, ein so gegensätzliches Duo, das dadurch kriminologisch wirklich unschlagbar wird. 

    Pierre Martin lässt einen den provenzialischen Sommer fühlen, durch die genauen Beschreibungen hat man das Gefühl den Lavendel selbst riechen zu können und die Sonne auf der Haut zu spüren.

    Ein idealer Cozy Crime Roman für jeden, der sich ein paar Stunden in die Provence träumen möchte🤍

  7. Cover des Buches Die Ärztin - Eine unerhörte Frau (ISBN: 9783746635736)
    Sabine Fisch

    Die Ärztin - Eine unerhörte Frau

    (27)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Als bekennender Vielleser ist mir dieses Thema natürlich nicht unbekannt. Intelligente Frauen gab es schon immer und endlich, endlich wird ihnen – vor mehr als hundert Jahren - auch das Recht zugesprochen, in Deutschland Medizin studieren zu dürfen. Aber, wie sagt man so schön, Papier ist geduldig. Das muss auch Amelie, die selbst aus einer Medizinerfamilie stammt, schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Sie arbeitet sicher doppelt so hart wie ihre Kommilitonen und wird dennoch massiv angefeindet und blockiert. Als sie schließlich auch von ihrer Mitstudentin keine Hilfe mehr erwarten darf, drohen die Dinge zu eskalieren …

    Wie gesagt, ein nicht unbekanntes Thema, doch immer wieder auf seine eigene Art neu aufgegriffen. So diesmal von Sabine Fisch, deren Debutroman „Die Ärztin: Eine unerhörte Frau“ ich dieses Wochenende genießen durfte. Ein großer Pluspunkt war von vorne rein, dass ich wusste, dass sich wohl aus dem Leben und Wirken der Fräulein Dr. Amelie von Liebwitz ein Dreiteiler entwickeln wird und ich somit so richtig tief eintauchen konnte in die Geschichte. Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil der Autorin stellte sich das auch dann bald als eine meiner leichtesten Übungen heraus obwohl ich doch auch immer über manche Stellen stolperte wie z. B.  … „sprach’s und verschwand“ … diese Ausdrucksweise hat für mich nur in Grimms Märchen einen Platz. Nichts desto trotz habe ich diesen Roman genossen und vergebe – mit ein wenig Luft nach oben für den nächsten Teil – sehr verdiente vier von fünf Sternen. Eine liebe Lesefreundin wird den Roman nach mir genießen und ich bin schon heute gespannt auf ihr Urteil ;) 

  8. Cover des Buches Die Sehnsucht des Vorlesers (ISBN: 9783423253932)
    Jean-Paul Didierlaurent

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    (311)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Guylain arbeitet für ein Recyclingunternehmen und muss täglich sicherstellen, dass die riesige Schreddermaschine reibungslos funktioniert und Abertausende von Büchern zerkleinert. Aufgrund seiner Liebe zu Büchern verabscheut Guylain diese Arbeit jedoch zutiefst und spricht von der Maschine als „die Bestie“. Sein einziger Trost ist, dass es ihm hin und wieder gelingt einige Seiten vor der Zerstörung zu retten. Diese liest er dann bei der täglichen Zugfahrt zu seiner Arbeitsstelle seinen Mitreisenden vor. Eines Tages findet Guylain einen USB-Stick auf dem eine ihm unbekannte Frau namens Julie von ihrem Alltag erzählt. Nachdem Guylain diese Texte gelesen hat ist er überzeugt, dass Julie seine Seelenverwandte ist und er setzt alles daran sie zu finden…

    Für ihn war der Inhalt bedeutungslos. Was zählte, war der Akt des Vorlesens. Er schenkte jedem einzelnen Blatt seine ungeteilte Aufmerksamkeit, damit das Vorlesen seine magische Wirkung entfalten konnte: Jedes Wort, das ihm über die Lippen kam, befreite ihn ein bisschen von dem Ekel, der ihn beim Gedanken an seine Arbeit überkam. (S. 14)

    Meine Meinung:

    Der Klapptext hat mich direkt angesprochen. Ich hoffte auf ein Highlight wie „Der Buchspazierer“ (von Carsten Henn) und das Thema Büchervernichtung hat mich auch ein bisschen an das Buch „Fahrenheit 451“ (von Ray Bradbury) erinnert. In „Die Sehnsucht des Vorlesers“ ist die Büchervernichtung aber nicht ganz so dramatisch, weil es nicht darum geht von sämtlichen Büchern alle vorhandenen Ausgaben zu zerstören. Es sollen „nur“ Bücher geschreddert werden, die nicht verkauft werden konnten und die daraus gewonnenen Rohstoffe sollen zudem zur Herstellung neuer Bücher verwendet werden.

    Die Lebenswelt, die Gedanken und die Gefühle von Guylain werden sehr einfühlsam und anschaulich beschrieben. Dadurch kann man sich sehr gut in Guylain hineinversetzen. Er lebt relativ zurückgezogen, sein Alltag ist etwas trostlos, seine Arbeit verabscheut er richtiggehend und sein Chef ist noch dazu ein ziemlich unangenehmer Zeitgenosse. Daher wünscht man es Guylain sehr, dass er neuen Mut schöpft und ihn ein erfüllteres und glücklicheres Leben erwartet. Es macht Guylain sympathisch wie sehr er sich um Guiseppe bemüht und was für ein guter Freund er diesem ist. Guiseppe ist ein früherer Arbeitskollege von Guylain und hat bei einem Arbeitsunfall seine Beine verloren hat. Es wird zudem richtig rührend beschrieben wie sehr Guylain an seinem kleinen orangefarbenen Freund, dem Goldfisch Rouget de Lisle, hängt:

    Er brauchte den Goldfisch wirklich, er litt unter einer regelrechten Abhängigkeit und konnte nicht auf einen stummen orangefarbenen Gefährten auf seinem Nachttisch verzichten. Es war ein großer Unterschied, ob man allein lebte oder zusammen mit einem Goldfisch, das wusste er aus Erfahrung. (S. 162/163)

    Das Buch hat sowohl fröhliche Momente als auch traurige, die sehr betrüblich sind. Für schöne und zu Herzen gehende Momente sorgt Guylains Freundschaft zu Guiseppe und zu seinem Goldfisch Rouget de Lisle. Außerdem ist es toll wieviel positive Gefühle er selbst aus dem Vorlesen zieht und wie viel Freude er damit besonders den älteren Herrschaften in der Seniorenresidenz bereitet. Auch die Seelenverwandtschaft, die Guylain spürt als er die Texte der ihm unbekannten Julie liest berührt einem und es ist schön zu lesen mit wieviel Hoffnung und Durchhaltevermögen er sich daran macht Julie ausfindig zu machen.  

    Es hätte mir besser gefallen, wenn diese fröhlichen und hoffnungsvollen Momente mehr Raum eingenommen hätten. Stattdessen wird sehr ausführlich und eindrücklich beschrieben wie sehr Guylain unter seiner Arbeit leidet und wie sehr er sie verabscheut. Das allein wäre für mich aber noch kein Kritikpunkt. Es kommt jedoch hinzu, dass auch Julie mit ihrer Arbeit ziemlich unglücklich ist. Sie hat des Öfteren mit Kunden, die sich ihr gegenüber respektlos verhalten, die auf sie herabsehen und die ihr demütigende Erfahrungen verschaffen. Das zu lesen tat weh und machte traurig. Ich habe sowohl Julie als auch Guylain gewünscht, dass es ihnen gelingt eine Arbeit finden, die sie glücklicher macht und die ihnen nicht so zusetzt. Dazu kommt es aber nicht. Die beiden haben sich vielmehr mit ihrer jeweiligen Situation abgefunden und sie haben anscheinend diesbezüglich die Hoffnung auf Besseres aufgegeben. Da Guylain bzw. Julie aber noch keine 40 bzw. noch keine 30 Jahre alt ist liegen aber noch Jahrzehnte mit ihrer Arbeit vor ihnen: Jahrzehnte in denen ihnen ihre Arbeit weiter zusetzen wird. Am Ende der Geschichte bleibt einem einzig die Hoffnung, dass Guylan und Julie vielleicht Freunde bzw. vielleicht sogar ein Paar werden und zumindest dadurch das Leben der beiden glücklicher wird. Das hofft man, aber es wird leider bloß angedeutet und es ist ungewiss ob es wirklich so kommen wird.

    Das führt mich zu meinem größten Kritikpunkt: Das Ende der Geschichte ist meiner Meinung viel zu abrupt. Es bleiben Fragen offen und es werden Sachen angedeutet statt dass man erfährt was im weiteren Verlauf tatsächlich noch passiert ist. Damit hatte ich meine Probleme – zumal ich fast zur gleichen Zeit einen Roman mit einer ähnlichen Thematik gelesen habe, der es diesbezüglich meiner Meinung nach besser gemacht hat:

    Ich habe fast zur gleichen Zeit „Der Buchspazierer“ (von Carsten Henn) gelesen. Darin geht es ebenfalls um die Liebe zu Büchern und zum Lesen. Allerdings hat mir „Der Buchspazierer“ viel besser gefallen (= 5-Sterne-Buch). In beiden Geschichten geht es um einen liebeswerten und etwas zurückgezogen lebenden Buchfreund, der es nicht ganz leicht hat. Außerdem handelt es sich in beiden Fällen nicht „nur“ um eine lockere, hoffnungsvolle Geschichte. Stellenweise sind beide Geschichten durchaus auch dramatisch, traurig und nachdenklich machend. Was mir am Buch „Der Buchspazierer“ besser gefallen hat als beim Buch „Die Sehnsucht des Vorlesers“ ist insbesondere das Ende. Beim „Buchspazierer“ ist das Ende wunderschön, hoffnungsvoll und fällt zudem deutlich ausführlicher aus. Bei „Die Sehnsucht des Vorlesers“ ist mir das Ende zu abrupt: Man ahnt zwar wie es weitergehen könnte, aber es wird eben mehr angedeutet als tatsächlicher erzählt. Es ist davon auszugehen, dass die Hauptperson Guylain zwar zukünftig etwas glücklicher sein dürfte als gegenwärtig, aber die Abscheu vor seinem Beruf wird ihm wohl dennoch weiterhin sehr zusetzen und nicht einfach verschwinden.

    Fazit:

    Es handelt sich um eine schöne Geschichte über die Liebe zu Büchern, aber man hätte noch mehr daraus machen können und ich hätte mir ein ausführlicheres Ende gewünscht. Für mich konnte das vorliegende Buch nicht an „Der Buchspazierer“ (von Carsten Henn) heranreichen.

  9. Cover des Buches Der große Ernährungskompass (ISBN: 9783844535624)
    Bas Kast

    Der große Ernährungskompass

    (17)
    Aktuelle Rezension von: JeannasBuechertraum

    Ich beschäftige mich jetzt schon länger mit dem Thema "Ernährung" und da durfte dieser Bestseller natürlich auch nicht fehlen. Da ich Sachbücher jedoch immer gut hören kann (beim Haushalt, Bus fahren oder spazieren gehen) habe ich mir das Hörbuch bei Audible geholt. 

    Es wird sehr angenehm gesprochen. Zunächst wird eine Einführung in die verschiedenen Kapitel gegeben und dann geht detailliert um Proteine, Kohlenhydrate und Fette. Mir waren eben diese Hauptthemen teilweise doch etwas zu Chemisch erklärt. Auch wenn sich immer mühe gegeben wurde es anschaulich zu halten. Was ich aber toll finde - und das ist auch der Grund wieso ich finde das es jeder mal gehört oder gelesen haben solle: Bast betont immer wieder das wir Menschen unterschiedlich ticken. Was bei dem einen gut funktioniert (zb auf Kohlenhydrate zu verzichten) muss nicht auch bei dem anderen gut funktionieren. Er erklärt dies auch an extrembeispielen und verschiedenen Kulturen die besonders Alt werden sich jedoch unterschiedlich ernähren. Ein großes Thema spielt dabei der Insulinspiegel.

    Immer wieder verweist er darauf das er viele verschiedenen Studien verglichen hat und wie er seinen eigenen Lebensstil und Ernährungsplan umgestellt hat. Das sich dies mit neuen Studien und Erkenntnissen aber auch wieder ändern kann. Inhaltlich hat es auch einige Gemeinsamkeiten mit "Mediale Medizin" von Anthony Williams das ich zuvor gehört hatte. Jedoch wird hier viel mehr noch darauf gepocht das jeder seine eigene Lösung finden muss. Und zwar indem er vieles ausprobiert. Z.B.  ein paar Wochen auf Kohlenhydrate verzichtet um zu schauen wie der Körper reagiert.

    Ich finds aber auch super das er bei gewissen Nahrungsmitteln sehr eindeutig war: Vollkorkprodukte sind gut! Weißmehl ist eine Süßigkeit mit keinerlei Mehrwert. Ich selbst muss solche Fakten tatsächlich dann auch sehr eindringlich erklärt bekommen, ich muss es nachvollziehen können und dann fällt es mir auch nicht mehr schwer darauf zu verzichten. 

    Ich habe einiges im Hinterkopf behalten von diesem Hörbuch das ich ad hoc auch umsetzten konnte. Das dem Hörbuch eine PDF mit den wichtigsten Fact's beigelegt wurde find ich auch richtig klasse. Ebenso wie die Zusammenfassung der 12 Ernährungstipps am Ende. Es steht zu Recht auf den Bestsellerlisten. Von mir auch eine klare Weiterempfehlung! =)

  10. Cover des Buches Annis kleines Café am Meer (ISBN: B099SH6W4C)
    Inga Schneider

    Annis kleines Café am Meer

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Lotte hat mit ihrem Freund Schluss gemacht und reist von Süddeutschland nach Flensburg zu ihrer Tante Anni. Diese hat sich die Schulter gebrochen und benötigt dringend Hilfe in ihrem kleinen Café. Die Auszeit und die Ablenkung tun Lotte gut. In Flensburg lernt sie Kasper kennen und außerdem erfährt sie mehr über Annis Vergangenheit... ❤️ 

    ❤️ Ein schönes Wohlfühlbuch, das beim Lesen ein gutes Gefühl gibt. Sympathische Charaktere, ein schönes Setting, eine Romanze und natürlich auch ein Happy End. Mir hat es richtig gut gefallen und Spaß gemacht. 

    20.04.2026

  11. Cover des Buches Das Evangelium der Aale (ISBN: 9783446265844)
    Patrik Svensson

    Das Evangelium der Aale

    (113)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dies ist eins der wirklich sehr wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe.

    Wer gefühlt alles über Aale wissen möchte, für den ist das Buch bestimmt super und der Autor hat garantiert wirklich viel Arbeit in dieses Buch gesteckt, aber ich konnte damit leider gar nichts anfangen. 

    Leider hatte ich eher das Gefühl ein trockenes Fachbuch zu lesen.

  12. Cover des Buches Der Ernährungskompass - Das Kochbuch (ISBN: 9783570103814)
    Bas Kast

    Der Ernährungskompass - Das Kochbuch

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Snowbird

    Nach der enormen Resonanz auf den Ernährungskompass hat Bas Kast diesem in Zusammenarbeit mit Michaela Baur mit dem Kochbuch eine Sammlung von Rezepten als praktische Anleitung hinzugefügt. Den Rezepten vorgeschaltet ist ein theoretischer Teil, in dem er die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Ernährungskompass sowie die 10 Goldenen Regeln (im Kompass sind es 12) zusammenfasst. Dieser Text ersetzt allerdings die Lektüre des Kompasses nicht, macht es aber möglich, beide Bücher in umgekehrter Reihenfolge zu lesen. Besonders gut gefällt mir an dieser Stelle die Kompass-Ampel: eine Übersicht, die den Verzehr von Lebensmitteln in (sehr) gut (= grün) - in Ordnung/neutral (= gelb) und lieber vermeiden (= rot) einteilt. Das ist eine schnell zu erfassende Orientierungshilfe und einprägsame Unterteilung.

     

    Im Hauptteil folgen 111 Rezepte, sortiert in morgens, mittags und abends. Ein kurzer Erfahrungsbericht darüber, was sich nach der Arbeit mit dem Ernährungs-Kompass für den Autor verändert hat sowie ein Register der Rezepte und ein Register der Zutaten runden das Buch ab.

     

    Zur Gestaltung: Die Darstellung der Rezepte ist ungewöhnlich, denn Zutatenliste und Beschreibung werden zusammengefasst. Das ist platzsparend und übersichtlich, mir gefällt das gut. Weniger gut finde ich, dass es zu vielen Rezepten keine Abbildung gibt bzw allenfalls ein sehr allgemeines Systemfoto. Das erscheint mir bei Gerichten, die für mich völlig neu sind, etwas unglücklich, denn da wüsste ich schon gerne, wie sie aussehen sollten, wenn sie fertig sind. Zudem erschließt sich die Lust auf ein Gericht leichter mit den Augen als durch das Lesen eines Rezepts. Ich finde Illustrationen auch gerade für Ernährungsumstellungs-Anfänger wichtig, die erst damit beginnen, sich mit einer neuen Ernährungsart vertraut zu machen. Erschwert wird der Zugang zu den Rezepten für Anfänger auch durch die Verwendung von teilweise eher ungewöhnlichen Zutaten, die man in einem 0-8-15-Supermarkt auf dem Land nicht unbedingt bekommt.

     

    Ich koche schon länger nach den Prinzipien der Mittelmeerküche, deshalb ist mir ein Teil der Rezepte dieses Kochbuches aus der Erfahrung vertraut. Andere Rezepte finde ich gewöhnungsbedürftig. Der Ernährungs-Kompass als theoretische Grundlage ist super, den empfehle ich uneingeschränkt, aber dieses Kochbuch finde ich zum Einstieg in eine neue Ernährungsweise nur bedingt geeignet.


  13. Cover des Buches Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel (ISBN: 9783832163600)
    Bradley Somer

    Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Saskia21

    ,,Wer sein Leben in einem Goldfischglas fristet, wird als alter Fisch sterben, der nie ein Abenteuer erlebt hat."

    Wow, endlich wieder ein Buch, das richtig gute und vor allem kluge Ansätze hat, um seine Sichtweise auf gewisse Dinge zu ändern. Auch in Bezug auf das Leben. Denn darum geht es in diesem Buch, man lernt viele verschiedene Mitbewohner kennen, taucht in deren Leben ein und in das, was sie in der Zeit, in der Ian aus dem Stockwerk fällt, gerade erleben.

    Von Kapitel zu Kapitel versetzt man sich in immer wieder andere Bewohner, lernt jede Geschichte kennen und das, was sie gedanklich rumtreibt.

    Dabei geht es vom Enstehen eines Lebens, bis zum Tod, in so kurzer Zeit kann eben sehr viel passieren.

    Wie es für Ian weitergeht und warum er überhaupt gesprungen ist, erfährt man erst im letzten Kapitel. Aber das verrate ich natürlich nicht, sondern spreche meine absolute Leseempfehlung für dieses wunderbare Werk aus!

  14. Cover des Buches Die Eloquenz der Sardine (ISBN: 9783406798115)
    Bill François

    Die Eloquenz der Sardine

    (16)
    Aktuelle Rezension von: lillywunder

    Vielleicht seid ihr noch skeptisch, wenn ihr diese Worte lest. Merkwürdiger Titel, denkt ihr vielleicht, und Fische auf dem Cover, warum. Dann lasst mich euch wenigstens ein klein wenig neugierig machen auf dieses wunderbare Stück Literatur. Ich bin mit diesem Buch im Gepäck ans Mittelmeer gereist, aber ich bin sicher, dass "Die Eloquenz der Sardine" es auch in der S-Bahn oder im Wartezimmer schafft, euch völlig für die Unterwasserwelt zu verzaubern.


    Bill Francois ist ein Geschichtenerzähler. Er mag Physik studiert haben, zu Hydrodynamik forschen, aber im Wesentlichen ist er für mich ein Geschichtenerzähler, der es spürbar liebt, Menschen zu begeistern. Es beginnt mit einer Geschichte über die Sardine, die ihm als kleinen Jungen im Meer begegnet ist und ihm die Angst vor dem Meer genommen hat. Eine Begegnung zwischen zwei Lebewesen und lauter Fragen: Wer bist du? Wo kommst du her und wohin bist du unterwegs? Was hast du erlebt und wie nimmst du diese Welt wahr? Für ihn ist es der Auslöser für eine unheimliche Faszination. Fortan zieht es ihn ins offene Meer und er lässt sich mitreißen von den Klängen unter Wasser, den Farben und Gerüchen. Und so liest sich das Buch wie eine Reihe von Begegnungen, in denen Bill Francois sich den Unterwasser-Lebewesen annähert und versucht ihre Lebensweise zu verstehen, ihrer Geschichte zu lauschen. Der Geschichte des Lachses, der auch über tausende Kilometer Entfernung seinen Geburtsbach aufspürt, die Finnwale, die über ebensolche Entfernungen miteinander kommunizieren, die Verkaufsstrategien des Putzerfisches, der Tanz der Sardinen, das hundertjährige Leben des Lachses.


    Bill Francois erklärt uns diese Welt trotz großem Fachwissen einfach und lebensnah. Vor allem aber vermittelt er mit jedem Satz seine enorme Wertschätzung für die Unterwasserwelt und eine tiefe Empathie seinen Bewohnern gegenüber, die sich ganz natürlich auch darin äußert, dass er für einen besonnenen Umgang mit diesem Lebensraum wirbt. Ein Buch, das voll Neugierde steckt und voller Wärme. Voller zartem Witz, der einen zum seligen Lächeln bringt und voller kluger Gedanken, die einen immer wieder "Das muss ich dir vorlesen" ausrufen lässt! Und habe ich schon gesagt, dass dieses Buch eins der schönsten ist? Überzeugt euch selbst.


    Großartig, wirklich großartig übersetzt von Frank Sievers.

  15. Cover des Buches Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben (ISBN: 9783426525074)
    Gabriella Engelmann

    Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben

    (217)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Die 55-jährige Journalistin und Podcasterin Anna reist für das Schreiben eines Beitrags über die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen an den abgelegenen Lister Ellenbogen. Im reetgedeckten Haus der alten Dame trifft Anna allerdings nur deren Tochter Elisa an. Als ein heftiges Gewitter die antiquarischen Buchschätze bedroht, die Fenja auf dem Dachboden hortet, packen die Frauen gemeinsam an. Dabei fällt Anna ein alter Gedichtband in die Hände, der als Versteck für einen Samtbeutel und eine silberne Dose dient. Ehe sie es sich versieht, wird Anna mit Geheimnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, die bis in die Gegenwart reichen. Denn Fenja hatte eine Schwester, die von einem Tag auf den anderen spurlos verschwand - genau wie Fenja jetzt. Während Anna sich mit der Geschichte der Lorenzens beschäftigt, Seeschwalben beobachtet und ihr Herz ungewohnt schneller schlägt, wenn Elisas Bruder Eric in der Nähe ist, stößt sie auf eine dramatische Liebesgeschichte aus dem Jahr 1937. Immer tiefer dringt Anna auf den verworrenen Familienpfaden der Lorenzens in die Vergangenheit vor und erkennt schließlich, dass Fenja ihr Schweigen brechen muss, wenn sie endlich die Wunden in ihrer Familiengeschichte heilen will. Doch lebt die alte Dame, der Bücher die Welt bedeuteten, überhaupt noch?

    "Der Gesang der Seeschwalben" ist der erste Teil einer Dilogie. Teil 2 ist Anfang des Jahres erschienen. 

    Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. Zunächst lernen wir Anna kennen, die in der Gegenwart nach Sylt kommt, um mit Fenja Lorenzen zu sprechen. Diese Kapitel sind in der Ich-Perspektive geschrieben. Die beiden kennen sich bereits von einem Podcast, den Anna über "Bücherfrauen" gemacht hat. Nun möchte sie ein Buch über Fenja schreiben. Aber als Anna an dem alten Reetdachhaus ankommt, ist Fenja nicht da, hat nur eine Nachricht hinterlassen, dass sie plötzlich etwas erledigen musste. Stattdessen trifft Anna auf Fenjas Tochter Elisa, die nach einer Trennung Zuflucht und einen Neuanfang auf Sylt sucht. Elisa ist genauso überrascht und gemeinsam versuchen die beiden Frauen, Fenja zu finden. Eine Spur führt nach Niebüll.

    Im Jahr 1937 treffen wir auf die junge Lene. Zusammen mit ihren Eltern lebt sie behütet in einem Reetdachhaus auf Sylt. Ihre große Leidenschaft sind Bücher. Dann kündigt sich ein Urlaubsgast aus Friedrichstadt an und Lene ist schon sehr gespannt auf den Buchhändler Marten, der auf Sylt in Ruhe ein eigenes Buch schreiben möchte. Aber es sind unruhige Zeiten, auch wenn die nordfriesische Insel noch relativ verschont bleibt von den politischen Ereignissen im Rest von Deutschland. Dann muss Marten Hals über Kopf zurück nach Hause und Lene stellt fest, dass sie schwanger ist. Eine unverheiratete Mutter? In der damaligen Zeit undenkbar. Zum Glück hat sie die Unterstützung ihrer Eltern. 

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Der Autorin gelingt es durch ihre Beschreibung die Schönheit der Insel, die Ursprünglichkeit und raue Natur vor dem Auge des Lesers lebendig werden zu lassen, zur damaligen Zeit und heute. Ich konnte mir das Leben in dem alten Reetdachhaus sehr gut vorstellen. Zwischen den Zeitebenen gibt es auch kurze Kapitel mit dem Titel "Das Haus am Rande der Welt" und das passt tatsächlich wunderbar. In diesen Abschnitten erfährt man noch mehr über Lene sowie ihre Kinder Martje und Fenja.  

    Nach und nach erfahren wir mehr über die Vergangenheit und Familiengeschichte von Fenja und ihrer Mutter Lene und lernen so auch besser das heutige Verhältnis von Fenja zu ihren Kindern, insbesondere zu ihrer Tochter Elisa, zu verstehen. Durch Annas Recherchen werden Geheimnisse gelüftet, die endlich Klarheit bringen und vielleicht auch zu einer besseren Mutter-Tochter-Beziehung beitragen. 

    Eine emotionale Geschichte, die nachhallt und auch nachdenklich macht. Und ich bin schon gespannt auf den 2. Teil der Bücherfrauen von Listland. In "Der Duft des Strandhafers" geht es um Fenjas verschwundene Schwester Martje.

  16. Cover des Buches Einfach Bau (ISBN: 9783831050819)
    Sarah und Christian Bau

    Einfach Bau

    (4)
    Aktuelle Rezension von: sternenstaubhh

    Dieses Kochbuch wurde für mich zu einer richtigen Abendlektüre. Ich liebe es einfach darin zu schmökern, mir Anregungen abzuholen und Pläne für die nächsten Tage zu machen.

    Das Buch verspricht eine Sternekoch für zu Hause und bietet tatsächlich spannende Gerichte, für jede Gelegenheit. Ob Snacks, Vorspeisen, Suppen, Zwischengänge; Vegetarische Gerichte, Fisch, Fleisch oder Dessert - hier bekommt man richtig Lust loszulegen. Hinzu kommen noch die vielen Tipps und Kniffe, die einem helfen richtig professionell in der Küche das tollste Gericht zu zaubern. Besonders die Zwischengänge fand ich sehr gut. Perfekt fürs Home Office. Gerade mittags möchte man häufig kein richtiges Mittagessen das schwer im Magen liegt, sondern etwas leichtes aber gehaltvolles. Hier kommen z.B. Kopfsalatherzen besonders gut an. Aber auch die Kokossuppe hat mich völlig überzeugt.

    In diesen Rezepten stecken wunderbare japanische Geschmackslemente, die aus den Gerichten etwas wunderbar Schmakhaftes zaubern. Das ich gerne in der Küche mit Pak Choi, Zitronengras und anderen Zutaten experimentiere, hat mich dieses Buch sofort angesprochen. Ich finde es schön, sich selbst mit den einzelnen Gerichten zu verwöhnen oder sich eine ganz besondere Auszeit aus dem Alltag zu gönnen. 

    Insgesamt finde ich dieses Buch einfach großartigt. Mit ihm kann man richtige Sternegerichte mit einer asiatischen Note in der heimischen Küche zaubern. Die dafür nötigen Kniffe und Tricks finden sich ebenfalls auf den Seiten und bieten so auch gleich noch einige Insidertipps. Ich hätte mir vor diesem Buch kaum zugetraut tatsächlich Gerichte auf Sterneniveau nachzukochen. Dank der detailreichen Beschriebungen und Erklärungen ist das aber kaum ein Problem. Ganz im Gegenteil. Mir hat das Nachkochen richtig viel Spaß gemacht und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.

  17. Cover des Buches Erika Mustermann (ISBN: 9783959100779)
    Bettina Peters

    Erika Mustermann

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Ninespo
    „Erika Mustermann“ in drei Worten?

    Humorvoll, charmant, sarkastisch.

    Cover & Gestaltung von „Erika Mustermann“?

    Sowohl Cover als auch Gestaltung von „Erika Mustermann“ ist vor allem eines: typisch Deutsch! Gartenzwerge, ein perfekt getrimmter Rasen, blauer Himmel und eine perfekte Hecke. Das Bild des deutschen Schrebergartens. Wäre das nicht eine perfekt manikürte Hand, die einen Hammer auf den überrascht schauenden Gartenzwerg niedersausen lässt. Das Innere des Buchs ist recht schlicht gehalten. Die Kapitelüberschriften greifen den Stil des Titels auf, was die Gestaltung in sich stimmig erscheinen lässt.

    Worum geht`s in „Erika Mustermann“?

    Wer kennt sie nicht, Erika Mustermann? Überall lächelt sie uns an, wenn es um Personalausweise zur Altersabfrage im Supermarkt geht oder Verträge geht. Doch wie sieht es hinter der perfektesten Frau Deutschlands aus? Dieser Frage hat sich Bettina Peters angenommen, die in ihrem Roman „Erika Mustermann“ eine humorvolle Geschichte erzählt, die bereits im Prolog unheimlich belustigend beginnt. Wenn Gartenzwerge fliegen lernen, gibt es Scherben. Diese Scherben wieder zusammenzusetzen, darum geht es gewissermaßen im Romangeschehen.

    Der Schreibstil von Bettina Peters?

    „Erika Mustermann“ ist das erste Buch, das ich von Bettina Peters lese. Aber ich bin sehr von ihrer Art zu schreiben begeistert. Sie schreibt erfrischend, sarkastisch und schafft es, ihrer Geschichte eine gewisse Geschwindigkeit zu geben. Der Roman liest sich flüssig und problemlos. Wortwahl und Satzlänge variieren je nach Figur, was ich persönlich immer sehr schön finde.

    Das Figurenpersonal in „Erika Mustermann“?

    Ich mag ja sarkastische Protagonisten und Figuren, weshalb ich mit Erika unheimlich gut zu Recht kam. Besonders in Kombination mit einem gewissen Mann innerhalb der Romanhandlung konnte ich mich vor Lachen kaum halten. Die beiden Figuren verbindet eine gewisse Spannung, die sehr vielversprechend ist.
    Besonders gut gefallen hat mir die Verbindung zwischen eigener Figur und weitbekannter Werbefigur in Erika. Sie wandelt auf einem schmalen Grat zwischen Statistik und eigener Persönlichkeit. Sehr angenehm ist auch der Ausgang des Balanceaktes, der der Hauptaspekt des Romans ist.

    Positives über „Erika Mustermann“?

    Ich konnte mich köstlich über den Roman amüsieren. Überall begegnet man Statistiken und Erika als fleischgewordener Bestätigung selbiger. Dass das zu humorvollen Begegnungen mit Erikas Umwelt führt, ist nur eine Frage von Sekunden. Auch der Plot und vor allem das Ende des Romans konnten mich für sich begeistern.

    Empfehlung zu „Erika Mustermann“?

    „Erika Mustermann“ ist genau das richtige Buch für eine Leseflaute, trübe oder triste Tage, wenn man dringend etwas zum Lachen braucht. Mich persönlich hat es aus einer Leseflaute gerettet und mir die Lesezeit versüßt. Ich danke dem Eden Books Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Leseexemplars innerhalb der Lovelybooks Leserunde zu „Erika Mustermann“.

    Die Rezension im Original auf: http://www.ninespo.de/2016/11/06/rezension-erika-mustermann/
  18. Cover des Buches Das Meer (ISBN: 9783426307076)
    Wolfram Fleischhauer

    Das Meer

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Tintenpfad

    Dieses Buch nutzt das Krimi-Genre, um die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch Profitinteressen offenzulegen.
    Es ist erschreckend zu sehen, wie tief Korruption in politische Entscheidungsprozesse reicht.
    Die Geschichte macht die abstrakte Umweltzerstörung greifbar und regt zum Diskutieren über notwendige Systemveränderungen an. Für Menschen mit einem Sinn für Gerechtigkeit ist die Handlung eine wichtige Mahnung.

  19. Cover des Buches Ein Winter in Sokcho (ISBN: 9783351050511)
    Elisa Shua Dusapin

    Ein Winter in Sokcho

    (30)
    Aktuelle Rezension von: aaalxxaaa

    Ein Winter in Sokcho erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die in der Grenzstadt Sokcho lebt und als Dolmetscherin für französische Touristen arbeitet. Zwischen der Kälte der Stadt, ihren täglichen Routinen und der Begegnung mit einem französischen Künstler entfaltet sich eine stille, aber intensive Reflexion über Identität, Zugehörigkeit und das Verlangen nach Nähe. Dusapins Sprache ist klar, poetisch und bildhaft, wodurch die Atmosphäre des verschneiten Küstenorts lebendig wird.

    Ich fand das Buch verwirrend, besonders die inneren Gedanken der Erzählerin und die vage Handlung haben es mir schwer gemacht, komplett hineinzufinden. Trotzdem hat die eindrückliche Sprache und die subtile Stimmung des Romans etwas Besonderes, das noch lange nachhallt.

  20. Cover des Buches One Piece 62 (ISBN: 9783551759887)
    Eiichiro Oda

    One Piece 62

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Chianti_Classico

    Die Strohhutpiraten sind wiedervereint und machen sich endlich auf den Weg zur Fischmenscheninsel, doch auch in der Tiefe lauern viele Gefahren, und ihre Ankunft sorgt wieder mal für mehr Unruhe, als ihnen lieb ist. Werden sie auch hier bestehen können?

    "Abenteuer auf der Fischmenscheninsel" ist der zweiundsechzigste Band der One Piece Reihe von Eiichiro Oda.

    Auch dieser Band war wieder sehr stark und hat mir richtig gut gefallen!
    Die Strohhüte sind nach ihrer Wiedervereinigung direkt ins nächste Abenteuer gestartet. Es bleibt keine Zeit, um sich über die letzten zwei Jahre auszutauschen, denn sie tauchen im wahrsten Sinne des Wortes ab und kommen ihrem Ziel, der Fischmenscheninsel immer näher. Doch auch auf diesem Weg müssen sie ein paar Hindernisse beseitigen und ihre Ankunft verläuft alles andere als reibungslos.

    Ich fand es sehr spannend, die Charaktere nach dem Zeitsprung neu kennenlernen zu dürfen, denn sie haben sich ja doch weiterentwickelt und sind stärker geworden!
    Die Fischmenscheninsel ist wieder mal ein Meisterwerk von Eiichiro Oda, es gibt so viel zu entdecken und es wird direkt wieder spannend! Ich freue mich auf den nächsten Band!

    Fazit:
    "Abenteuer auf der Fischmenscheninsel" von Eiichiro Oda ist ein starker Band, der mich wieder mitreißen konnte!
    Ich mochte es sehr, die Strohhutpiraten nach dem Zeitsprung neu kennenzulernen und herauszufinden, wie sie sich weiterentwickelt haben! Die Fischmenscheninsel ist ein spannendes Setting und ich freue mich sehr auf die weiteren Abenteuer, die sie dort erleben werden!

  21. Cover des Buches Simply Quick (ISBN: 9783706626200)
    Julian Kutos

    Simply Quick

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Mrs. Dalloway
    Oft fehlt die Zeit, oder die Zutaten... und trotzdem will man etwas Leckeres essen. Dann ist dieses Buch perfekt dafür gemacht. Hier gibt es schnelle Salate, Vorspeisen, Schnelles mit Brot, Pasta und Reis, Schnelles Gemüse und Fleisch sowie wirklich schnelle Desserts.


    Ich habe einige Gerichte getestet und bin ganz begeistert von diesem Buch. Mein Highlight ist auf jeden Fall der Schinken-Sauerrahm-Toast! Es ist so einfach und doch so genial. Ich werden diesen Toast auf jeden Fall noch öfter machen.
    Auch die Pasta Carbonara und die Penne alla Wodka (ohne Wodka) gehen schnell und machen richtig satt.
    Beim Gemüse mochte ich das/die (?) Potato Tostato sehr gern. Das geht nicht nur schnell, sondern ist auch ziemlich gesund.

    Das Buch kann ich nur wärmstens weiterempfehlen. Jeder, der gerne kocht und isst wird in dem reichhaltigen Rezeptfundus fündig werden.
  22. Cover des Buches Zwischen dir und mir die Sterne (ISBN: 9783733502522)
    Darcy Woods

    Zwischen dir und mir die Sterne

    (142)
    Aktuelle Rezension von: Zauberkaktus

    Zwischen dir und mir die Sterne von Darcy Wood ist eine erfrischend andere Liebesgeschichte, die vor allem durch ihre ungewöhnliche Idee heraussticht. Die Einbindung von Horoskopen, die für Wil eine zentrale Rolle spielen und ihr bei nahezu jeder Entscheidung helfen, ist wirklich genial umgesetzt. So etwas habe ich zuvor noch in keinem Buch gelesen – es wirkt neu, originell und sorgt immer wieder für amüsante Momente.

    Oft musste ich beim Lesen schmunzeln oder sogar den Kopf schütteln, weil es schon fast verrückt erscheint, wie sehr sich Wil auf die Aussagen der Sterne verlässt. Doch genau das macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Dieses Spannungsfeld zwischen rationalem Denken und blindem Vertrauen in Horoskope verleiht der Handlung eine ganz eigene Dynamik.

    Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind sehr gelungen dargestellt. Vor allem das Hin und Her zwischen Grant und Seth bringt zusätzliche Spannung in die Geschichte. Das ständige Zweifeln, das Sich-selbst-Gefühle ein- und wieder ausreden, wirkt authentisch und nachvollziehbar.

    Ein weiteres Highlight für mich: Das Cover der Ausgabe von 2016 gefällt mir deutlich besser. Es fängt die verträumte, verspielte Atmosphäre der Geschichte perfekt ein und passt wunderbar zu Wils „Sterne bestimmen mein Leben“-Gefühl.

    Insgesamt ist es eine wunderschöne, unterhaltsame Geschichte, die durch ihre Originalität überzeugt. Wer eine etwas andere Liebesgeschichte sucht, wird hier definitiv fündig. Eine klare Leseempfehlung!

  23. Cover des Buches Tasty (ISBN: 9783517097329)
    Tasty

    Tasty

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Tasty - Das Original. Das erste Kochbuch, dass von Tasty rausgebracht wurde. Das Cover gefällt mir auch hier super gut. Wie bei den anderen Büchern sieht man auch hier viele leckere Gerichte. die einem Lust auf das Buch machen. Das Buch ist, anders als üblich, nicht in Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise, oder Fisch, Fleisch, Gemüse, etc unterteilt. Die Rezepte hier sind nach Themen wie Party, Landküche und ähnliches unterteilt, was erst einmal gewöhnungsbedürftig ist, wenn bspw. die Kekse direkt nach den Rippchen kommen. Ich hätte mir mehr Struktur gewünscht.

    Insgesamt 80 Rezepte sind aufgeführt, da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Für Anfänger ist es zwar geeignet, aber es fehlt  die Visualisierung.

    Einfache Zubereitung, wenig Zutaten - die meisten Lebensmittel hat man zu Hause. Die Schritte sind einfach erklärt, jedoch hat mir etwas ganz wichtiges gefehlt: Bilder! Nicht jedes Rezept hatte Bilder und gerade bei denen, wo sie fehlen, hätte ich mir gerne welche gewünscht. Ich wusste meistens nie, wie die Rezepte aussehen sollten und hatte somit wirklich Schwierigkeiten an manchen Stellen.

    Oftmals stimmen die Mengenangaben nicht einmal , teilweise wurde es zu matschig oder die Portionen stimmten einfach nicht. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass es Amerikanisch angehaucht war, aber oft haben die dort andere Produkte und Angaben als wir hier.

    Aber ich kann sagen, dass dieses Buch trotzdem Lust auf kochen macht, einen inspiriert auch neues auszuprobieren und man findet für jeden Anlass etwas.

  24. Cover des Buches Mädchen grillen anders (ISBN: 9783706626064)
    Silke Haun

    Mädchen grillen anders

    (18)
    Aktuelle Rezension von: tardigrada


    Nach dem wunderbaren Backbuch „Fräulein Glücklich backt“, hat Silke Haun ein neues Buch veröffentlicht.
    Die Foodbloggerin und preisgekrönte Food-Fotografin beweist in ihrem zweiten Werk wieder ihr Händchen für ganz besondere Rezepte und preiswürdige Fotos.
    Dieses Mal übergibt sie den Frauen die Grillzange. Vorbei ist es mit schnöden Würstchen und Kartoffelsalat. Hier liegt nichts schwer im Magen.
    Das Fräulein Glücklich präsentiert von Aufstrich und Soßen über Gemüse, Brote, Salate und Früchte bis hin zu partytauglichen Getränken, Rezepte mit einem gewissen Pfiff. So erfahren auch vertraute oder einfache Rezepte eine ganz neue Geschmacksrichtung.
    Dabei ist alles selbstgemacht. Sogar Brot, Ketchup, Hamburger-Brötchen und Gewürz-Salze.
    Was für tolle Ideen!
    Silke Haun versteht es das Fleisch zur Nebensache zu machen. Und bei den meisten Rezepten mit Fleischanteil gibt es noch Tipps was für einen
    Belag man als vegetarische Alternative verwenden kann.
    Das Buch startet mit einer ganz kurzen Einführung zum Thema Grill und Handwerkszeug ohne zu viel technischen Schnickschnack zu erwähnen, denn den braucht es gar nicht. Vielmehr kommt Silke Hauns sympathische Persönlichkeit zur Geltung. Man bekommt das Gefühl, man hat eine
    Verbündete in Sachen Grillen gefunden.
    Das erste Kapitel widmet sich Aufstrichen, Soßen und Chutneys. 3 Gewürzsalze, 3 Kräuterbutter-Varianten und 3 Chutneys. Das ist Ruckzuck selber angemischt. Dazu noch ein Rezept für Mayo, Ketchup und BBQ Soße. Was will man mehr?!
    Ich persönlich verweigere ja die vielen Soßenflaschen aus dem Supermarkt. Wenn man das selber machen kann bin ich dabei! So weiß ich auch was drin ist und der Geschmack ist unübertrefflich natürlich.
    Eine handvoll Salate präsentiert Silke Haun sommerlich leicht und blumig. Es gibt kein schweres Dressing und der Kartoffelsalat ist eine vollkommen bunte Variation mit Bohnen, Tomaten und Linsen.
    Die Brotrezepte gefallen mir als Beilage sehr gut. Ob als Stange, Laib oder als füllbare Fladen. Es gibt sogar Mini-Fladenbrot oder belegte Bruscetta, die man auf dem Grill vollendet.
    Was in diesem Buch für mich ganz groß rauskommt ist das Gemüse. Hier kann der Veggie- und Beilagen Fan sich so richtig austoben.
    Dazu noch die Rosmarin-Polenta auf den Rost und man braucht gar kein Fleisch mehr.
    Apropos Fleisch: Ja, es gibt auch ein paar Rezepte, wo Fleisch und Fisch der Hauptakteur ist. Aber das hält sich wirklich in Grenzen (ca. 10 Rezepte). Hier wird dann Wert auf gutes Würzen gelegt und auch einen Dip gibt es noch mal extra dazu: Mango-Limette. Den sollte man nicht
    übersehen, denn er ist unglaublich gut!
    Bei einem Mädchen-Grillbuch darf der Nachtisch nicht fehlen. Obst vom Grill ist in dieser Kategorie das ganz große Thema. Hier hat es mir der Beeren-Crumble angetan. Ja, man kann auch kleine Tartelette Förmchen auf den Grill werfen. Ich habe es probiert! Es funktioniert hervorragend und das Ergebnis ist wirklich die Krönung des Grillabends.
    Als Abschluss präsentiert Silke Haun noch ein paar leckere Getränke. Melonenbowle in der Frucht angerichtet oder einen Pina Colada (gerne auch mit passender Eiskugel dazu) oder Bowle mit Himbeeren als Beispiele. Alles wirkt sommerlich und erfrischend.
    Fazit:
    Fräulein Glücklich hat ein sehr gutes Gespür für Rezepte. Was sie anfasst wird zu kulinarischem Gold. Ich habe ganz tolle Anstöße für ausgefallenere Grillabende bekommen. Alles ist einfach umzusetzen und die Ergebnisse werden für viel Lob sorgen.
    Wie sagt Silke Haun auf ihrem Blog immer am Ende? „Und das Fräulein war wieder glücklich“. Das möchte ich in diesem Falle leicht abgewandelt für mich verwenden. „Und am Ende des Grillabends war ich wieder satt und extrem glücklich“, denn gutes Essen macht gute Laune!

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