Bücher mit dem Tag "fische"
72 Bücher
- Ernest Hemingway
Der alte Mann und das Meer
(1.088)Aktuelle Rezension von: Karandi
Ich habe ehrlich gesagt meine kleinen Probleme mit Ernest Hemingway. Die Geschichte an sich ist zwar schön gedacht und eignet sich sicherlich auch gut als eine Art „Gutenachtgeschichte“, vielleicht sogar für Menschen mit Kindern.
Für meinen Teil muss ich aber sagen: Ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben, allerdings hat es mir auch keinen so großen Mehrwert gegeben, dass ich sagen würde, man müsse es unbedingt gelesen haben.
Es war mein zweites Buch von Hemingway. Das erste war Wem die Stunde schlägt, und das hat mir insgesamt etwas besser gefallen. Trotzdem muss ich im Großen und Ganzen sagen: Hemingway ist einfach nicht mein Autor – auch wenn das natürlich reine Geschmackssache ist.
Viele Menschen schwören zum Beispiel auf Franz Kafka, und auch da muss ich zugeben, dass er mich nicht wirklich abholt. Was ich ihm jedoch anrechne, sind die tiefgehenden Botschaften, die er vermittelt – deshalb ordne ich ihm persönlich einen höheren Stellenwert zu.
Hemingway hingegen ist für mich ohne Frage eine interessante Persönlichkeit, aber kein Autor, den ich als „muss man unbedingt gelesen haben“ einstufen würde.
Aber wie gesagt: Das ist nur mein persönlicher Geschmack.
- Arno Strobel
Das Skript
(548)Aktuelle Rezension von: Darryl1208Insgesamt ein spannender, leicht unappetitlicher Krimi, dessen Hauptmanko das übliche Klischee, das der direkte Vorgesetzte der Ermittler*innen, ein Arschloch ist, ist.
Die Geschichte ist bis zum Schluss spannend und hat einige interessante Überraschungen parat. Das das Ermittler*innen Team am Anfang seine Probleme miteinander hat, ist sehr glaubwürdig und es las sich gut wie sich das ändert. - Jean M. Auel
Ayla und der Clan des Bären
(361)Aktuelle Rezension von: Petra54Das Buch (fester Einband) hat ein gutes Titelbild (auf meinem deute ich Höhlenmenschen), das interessant verwaschen ist und einen nicht wirklich gut zu lesenden Titel. Die Geschichte spielt 35tausend Jahre vor unserer Zeit, in der ein kleines Mädchen bei einem Erdbeben ihre Familie verliert und von Neandertalern aufgenommen wird, obwohl ihre Andersartigkeit die Clan-Erdlinge abschreckt. Die Geschichte ist außergewöhnlich spannend, genervt haben mich nur die zu ausführlichen Beschreibungen von Pflanzen u.ä. (deshalb der Punktabzug). Zu bemängeln wäre noch die zu kleine Schrift.
Auf jeden Fall freue ich mich auf die Fortsetzungen und hoffe, dass auch diese so wunderbare Unterhaltung bieten. - Caroline Peckham & Susanne Valenti
Zodiac Academy 2: Skrupellose Fae
(92)Aktuelle Rezension von: JMGWie Trash TV nur in Buchform, aber so gut! So lustig, so toll, einfach nur süchtig machend. Bei dieser Reihe bekommt man das Gefühl, dass man anstatt ein paar Tropes aus dem Lostopf gezogen, einfach alles ausgeschüttet bekommt. Du denkst jetzt hast du alles erlebt, da wird es noch verrückter. Aber es wurde trotzdem stark umgesetzt. Ich liebe es einfach!
- John Irving
Die wilde Geschichte vom Wassertrinker
(297)Aktuelle Rezension von: hankhauserWow, endlich habe ich dieses Buch gelesen! Ich hab es in den vergangenen Jahren gleich mehrere Male nach den ersten Seiten abgebrochen, weil es besonders für den geneigten Irving-Leser nicht Liebe auf den ersten Blick ist. Man wird ziemlich ins kalte Wasser geworfen, weil Fred "Bogus" Trumper schon in den Zwanzigern ist, schon in einer Beziehung und sogar schon eine Ehe hinter sich hat, aus der ein Sohn stammt. Außerdem ist Bogus ein ziemlicher Loser, aber man merkt schnell, ein liebenswerter Loser. Auch die anderen Figuren wachsen einem schnell ans Herz. Abgesehen von Ralph Packer vielleicht ;-) Es geht um Sex, Liebe und Freundschaften, und jedes Wasserlassen wird analysiert. Aber es ist genial, vielleicht etwas sprunghaft und anekdotenreich. Es eröffnet sich dem Leser nicht so ein Panorama wie bei Irving sonst, aber es hat seine Momente und ist aberwitzig. man merkt, dass er danach "Garp" geschrieben hat. Man kommt sich vor wie in einem Film von Woody Allen, weil es so neurotisch und exzentrisch ist. Ich fühlte mich an die erste Folge "Shameless" erinnert, wo einem alles etwas zu viel ist. Aber es hat alles, was irving ausmacht und es ist ein wirklich guter Irving, was bedeutet, dass ich es bestimmt nochmal lesen werde. Wenn es euch am Anfang zu trivial erscheint und nicht wirklich gut oder greifbar, am Ende macht alles, aber auch alles Sinn, auch die Lektüre an sich! Am Ende möchte man auch so gute Freunde haben, vielleicht wie im Film "Der große Frust"...
- Nicole Böhm
House of Zodiac - Sternenstaub
(92)Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreamsDer Auftakt der HOUSE OF ZODIAC Reihe ist mein erstes Fantasy-Buch von Nicole Böhm, und bot genau die richtige Abwechslung zwischen den vielen NA-Geschichten, die ich ansonsten so lese.
Anfangs brauchte ich jedoch schon so meine Zeit, bis mich die Geschichte wirklich für sich eingenommen hat.
Bei so einem gigantischen Weltenaufbau mit eigenem Magiesystem sind viele Erklärungen und Erläuterungen aber auch einfach unumgänglich.
Doch mit Jupiters Ankunft in Zodiac, war ich dann auch im Geschehen angekommen, und konnte spätestens ab hier dann auch das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Einerseits war es so aufregend, Zodiac, seine Reich und Bewohner zu erkunden, andererseits bangt man natürlich mit Jupiter um ihre heile Rückkehr zur Erde.
Denn, man, diese junge Frau, hat auf Zodiac wirklich kaum eine ruhige Minute.
Gefühlt auf jeder zweiten Seite passierte irgendwas; Charaktere treten in Erscheinung von denen man nie wirklich weiß, ob sie Freund oder Feind sind, Nox, trotz der unleugbaren Chemie zwischen ihnen, eingeschlossen.
Beim Lesen hatte ich wirklich ganz viele Spekulationen und Vermutungen, sowohl um Jupiter, als auch um die Vergangenheit und Hintergründe des einen und anderen Charakters.
Tja, und dann kam das Ende. Bei dem es noch einmal spannend zuging, sich die Ereignisse schon fast überschlugen und Jupiters eine Erkenntnis auch bei mir einschlug wie eine Bombe.
Ich kann also gar nicht anders, wie auch zu Bd. 2 zu greifen – ich muss doch jetzt wissen, wie es weitergeht. ;)
STERNENSTAUB hat mir gut gefallen.
Es gab zwar die eine und andere Länge in der Handlung, doch einmal den Zugang nach Zodiac gefunden, war es wirklich süchtig machend.
4 Sterne
- Caroline Peckham & Susanne Valenti
Zodiac Academy 5: Verfluchte Schicksale
(35)Aktuelle Rezension von: Sophie0406𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:
⭐️⭐️⭐️⭐️
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»Du kannst mir nicht erzählen, dass du das nicht auch spürst, wenn wir zusammen sind. Wie mein Herz pocht, meine Seele brennt, mein ganzer Körper schmerzt … Ich weiß, dass du es auch spürst. «
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Für mich ging es nach einer kurzen Pause in die 5. Runde der Zodiac Academy. Und diese 5. Runde wurde mit einem Knockout der Leserin beendet. Mal ernsthaft? Wie viele Herzinfarkte, wie viele Verzweiflungen und wie viel Fassungslosigkeit sollen mich diese Reihe noch kosten?
Zugegeben, ich empfand diesen Teil der Reihe als den schwächsten bisher, da die ersten 50 % nicht viel passierte. Außer dass ich den dauerhaften Drang widerstehen musste, meinen Kopf gegen die nächste Wand zu hämmern, da mich die Beziehung zwischen Tory und Darius so viele Nerven und so viel Kraft gekostet hat. Die Tension zwischen den beiden ist so unfassbar gut, aber sie macht einen auch komplett irre. Lance und Darcy haben die Situation diesmal auch nicht entschärfen können, da diese mich auch komplett im Stich gelassen haben. Ab der Hälfte wurde das Buch spürbar besser, da endlich wieder was passierte. Und gegen Ende hin konnte ich meinen Lesefluss einfach nicht mehr zügeln. Bis tief in die Nacht habe ich meinen kostbaren Schlaf geopfert, um am Ende mit einem völlig bodenlosen Cliffhanger zurückgelassen zu werden. Ich muss nun erstmal Kraft sammeln, um die 6. Runde zu überstehen.
- Robyn Carr
Neubeginn in Virgin River
(240)Aktuelle Rezension von: mattderEine Krankenschwester will einen Neubeginn und nimmt eine stelle in Virgin River an. Der Arzt ist alt und braucht hilfe. Die will er nicht an nehmen. Es entwickelt sich eine schöne Geschichte mit Herz schmerz. Aber auch Kriminalität. Na ja ist ein Frauen Roman macht trotzdem SPSS zu lesen. Wer die Serie kenn wird es lieben.
- Caroline Peckham & Susanne Valenti
Zodiac Academy 3: Die Abrechnung
(70)Aktuelle Rezension von: JMGWie Trash TV nur in Buchform, aber so gut! So lustig, so toll, einfach nur süchtig machend. Bei dieser Reihe bekommt man das Gefühl, dass man anstatt ein paar Tropes aus dem Lostopf gezogen, einfach alles ausgeschüttet bekommt. Du denkst jetzt hast du alles erlebt, da wird es noch verrückter. Aber es wurde trotzdem stark umgesetzt. Ich liebe es einfach!
- Patrik Svensson
Das Evangelium der Aale
(114)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDies ist eins der wirklich sehr wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe.
Wer gefühlt alles über Aale wissen möchte, für den ist das Buch bestimmt super und der Autor hat garantiert wirklich viel Arbeit in dieses Buch gesteckt, aber ich konnte damit leider gar nichts anfangen.
Leider hatte ich eher das Gefühl ein trockenes Fachbuch zu lesen.
- Caroline Peckham & Susanne Valenti
Zodiac Academy 4: Die Schattenprinzessin
(55)Aktuelle Rezension von: JMGWie Trash TV nur in Buchform, aber so gut! So lustig, so toll, einfach nur süchtig machend. Bei dieser Reihe bekommt man das Gefühl, dass man anstatt ein paar Tropes aus dem Lostopf gezogen, einfach alles ausgeschüttet bekommt. Du denkst jetzt hast du alles erlebt, da wird es noch verrückter. Aber es wurde trotzdem stark umgesetzt. Ich liebe es einfach!
- Johanna Basford
Mein Phantastischer Ozean - Postkartenbuch
(29)Aktuelle Rezension von: geister-uschiSuper schönes Malbuch mit Unterwassermotiven und um den Ozean. Sehr detailliert und aufwendig gezeichnet. Am besten mit Fineliner oder Buntstiften ausmalen. Einfach mal an nichts denken und entspannen..
- Nicole Böhm
House of Zodiac - Kometenschauer
(38)Aktuelle Rezension von: Juliane_Peter✨ Dieses Buch hat mich einfach komplett begeistert! 🪐❤️
Ich wusste schon nach dem ersten Band, dass ich diese Reihe liebe. Aber dass House of Zodiac 2 das Ganze sogar noch übertreffen würde, hätte ich niemals gedacht. 😍❤️ Ich habe wirklich jede einzelne Seite verschlungen und war von der ersten bis zur letzten Seite komplett gefesselt. Dieses Buch hat einfach alles, was mein Fantasyherz glücklich macht. 🥹📖✨
Jupiter steht erneut vor riesigen Herausforderungen und muss sich in einer Welt voller Intrigen, Geheimnisse und Machtkämpfe behaupten. Niemand scheint mehr genau zu wissen, wem man überhaupt noch vertrauen kann und genau das sorgt dafür, dass die Spannung von Anfang an unglaublich hoch ist. Gleichzeitig werden auch die Beziehungen zwischen den Figuren immer intensiver und emotionaler. Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn ihr solltet das unbedingt selbst erleben. 🤭❤️
Nicole Böhm hat einfach einen Schreibstil, der mich komplett abholt. Er ist flüssig, bildgewaltig und unglaublich atmosphärisch. Ich hatte das Gefühl, selbst durch Zodiac zu laufen und all die Orte mit eigenen Augen zu sehen. 🪐✨ Die Welt wirkt so lebendig und detailliert, dass ich vollkommen darin versunken bin. Auch das Magiesystem und die politischen Intrigen wurden wieder so spannend umgesetzt.
Und die Charaktere… ich liebe sie einfach so sehr. 🥹❤️ Jupiter wächst mit jeder Herausforderung weiter über sich hinaus und entwickelt sich unglaublich weiter. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich jederzeit nachvollziehen und ich habe so oft mit ihr mitgefiebert. Und Nox… was soll ich sagen? Dieser Mann macht mich fertig. 😭❤️ Ich liebe ihn einfach. Die Dynamik zwischen den beiden ist voller Gefühl, Sehnsucht und Spannung. Jede gemeinsame Szene hat mein Herz höherschlagen lassen. 🫠❤️
Die Wendungen haben mich mehr als einmal überrascht und ich musste immer wieder sagen: “Okay… noch ein Kapitel.” Aus einem Kapitel wurden dann natürlich direkt fünf. 😂📖
Für mich war dieser zweite Band sogar noch stärker als der Auftakt und ich hätte niemals gedacht, dass das überhaupt möglich ist. 😍 Diese Reihe entwickelt sich gerade zu einer meiner absoluten Lieblingsreihen und ich freue mich jetzt schon wahnsinnig darauf, endlich weiterlesen zu können. ❤️
- Mies van Hout
Pappbuch "Heute bin ich"
(25)Aktuelle Rezension von: helenpreidt_"Heute bin ich" ist ein wundervolles Pappbuch, das speziell für Kleinkinder konzipiert ist. Die schlichte, klare Darstellung sorgt dafür, dass Kinder nicht von zu vielen Reizen überflutet werden, sondern sich ganz auf die Figuren und ihre Gefühle konzentrieren können.
Das Buch fördert spielerisch das Erkennen und Benennen von Emotionen. Kinder lernen, Freude, Traurigkeit, Wut oder Überraschung zu deuten und entwickeln so frühe emotionale Kompetenz. Die stabile Pappbuch-Ausführung ist ideal für kleine Hände und macht das Vorlesen oder Selbstentdecken zum sicheren Erlebnis.
Ein schlichtes, aber sehr wertvolles Buch, das Kinder sanft an ihre Gefühle heranführt und sie darin unterstützt, Emotionen zu verstehen.
- Paul Torday
Lachsfischen im Jemen
(66)Aktuelle Rezension von: KarenAydinLachse und Angeln. Und das über mehr als 320 Seiten? Ich halte persönlich nicht viel von diesem Sport. Nicht nur, weil mir die Fische leid tun, sondern ich denke auch, dass es ein wenig aufregendes Hobby ist. Und dann ein ganzes Buch über Lachse und Fischerei? Kann das spannend sein? Ich habe mich auf das Experiment eingelassen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es so ist. Dies liegt zum einen an dem herrlich schrägen Plot, zum anderen aber auch an dem erzähltechnisch sehr spannenden Aufbau.
Worum geht es genau?
Der britische Wissenschaftler und Fischereiexperte Dr. Alfred Jones wird darum gebeten, dem unverschämt reichen Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama bei der Realisierung seines wahnwitzigen Plans zu helfen. Er möchte einen Wadi in einen Lachsfluss verwandeln und so den Angelsport im Jemen etablieren (einem islamischen Land, in dem es überhaupt keine Tradition des Fischens gibt). Jones lehnt zunächst ab, doch dann mischt sich der Pressesprecher des britischen MP ein, der dieses harmlose Projekt zunächst als perfekte Gelegenheit für eine (angesichts des Irak-Kriegs dringend notwendige) positive PR-Kampagne sieht. Er übt Druck auf den Fischereiwissenschaftler aus, der daraufhin, zusammen mit einer Mitarbeiterin in diesem Projekt namens Harriet Chetwode-Talbot den Scheich auf dessen Anwesen in Schottland trifft.
Ein ganz besonderer Erzählstil
Es ist nicht nur die herrlich absurde Geschichte, die diesen Roman zu etwas ganzem Besonderen macht, es ist der Aufbau und der ihm eigene, sehr trockene und bisweilen etwas böse britische Humor. Der Roman besteht aus Emails, Zeitungsausschnitten, Protokollen, Tagebucheinträgen und im letzten Abschnitt auch Verhörprotokollen. So bekommt der Leser einen humorvollen Einblick in die freud- und lieblose Ehe des Protagonisten, weil die Emails, die Alfred und Mary austauschen so verfasst sind, dass man ganz genau herauslesen kann, was die Eheleute sich eigentlich sagen möchten. Die wissenschaftliche Ernsthaftigkeit mit der versucht wird, Wege zu finden, das absurde und absolut nicht umsetzbare Projekt zu realisieren, ist herrlich komisch, ebenso wie der Einblick in die Korrespondenz hinter den Kulissen von 10 Downing Street, was Teile des Romans zu einer sehr bissigen und kritischen Politsatire macht. Auch Al-Kaida mischt sich in das Projekt ein. Auch wenn der grundsätzliche Ton humorvoll ist, so enthält der Roman auch sehr absurd-traurige Elemente, bei denen einem das Lachen wie eine Gräte im Hals stecken bleibt.
Der Scheich ist eine besonders interessante Gestalt. Er glaubt fest an das Gute, an die Möglichkeit der Verwirklichung seines Traums und an die positiven Auswirkungen dieses Projekts auf die Bevölkerung. Er ist der einzige, der immer nur durch Dritte geschildert wird. Wir erfahren nie, was er wirklich denkt. Das was aber deutlich wird, ist, dass er den kauzigen Wissenschaftler Jones nachhaltig verändert. So ist der Roman ebenso sehr Entwicklungsroman wie Wissenschafts – oder Politsatire.
In der zweiten Hälfte beginnen Verhörprotokolle, da wird es richtig spannend, weil es schwierig ist, aus den Aussagen zusammenzusetzen, was nun eigentlich geschehen ist.
Also, alles in allem ist es ein sehr lesenswerter und komplexer Roman, der viel Stoff zum Nachdenken bietet, aber gleichzeitig so locker-leicht und humorig geschrieben ist, dass er keine Sekunde langweilig ist.
Wem das Buch gefallen könnte? Das ist dieses Mal sehr schwierig, da ich kein Buch kenne, das diesem hier ähnlich ist. Ich kann nicht einmal sagen, dass es für Menschen ist, die sich für Lachsfischen oder für britische Nahostpolitik interessieren oder generell Satire mögen, denn da gehöre ich eigentlich auch nicht zu. Ich empfehle es also jedem, der Mut und Lust hat, sich bei Tordays Debütroman auf etwas Neues einzulassen.
Es gibt offenbar auch eine Verfilmung. Da ich aber nach dem Trailer („Wohlfühl-Komödie“) befürchte, dass dieser so flach wie die jemenitischen Wadis vor der Regenzeit ist, empfehle ich den Roman.
- Aimée Carter
Animox 3. Die Stadt der Haie
(81)Aktuelle Rezension von: NephilimleserInhalt:
Auf der Suche nach dem Stein des Unterwasserreichs, dürfen SImon und seine Freunde ausnahmsweise in das streng militärisch kontrollierte Unterwasserreich. Dort lernen sie auch Jams Schwestern kennen, alles Haie! Und den genau strukturierten Tagesplan und seine Schwierigkeiten. Es ist sehr gefährlich für Simon ohne Jam das Meer zu besuchen. Doch als Orion sich wieder einmischt, bleibt ihm nichts anderes übrig.
Meine Meinung:
Komplett anders ist das Reich organisiert als die bisherigen. Daher ist das Unterwasserbuch auch besonders spannend. Meinem Sohn hat das Buch sehr gut gefallen. Er fand es außerordentlich spannend.
- Darcy Woods
Zwischen dir und mir die Sterne
(142)Aktuelle Rezension von: ZauberkaktusZwischen dir und mir die Sterne von Darcy Wood ist eine erfrischend andere Liebesgeschichte, die vor allem durch ihre ungewöhnliche Idee heraussticht. Die Einbindung von Horoskopen, die für Wil eine zentrale Rolle spielen und ihr bei nahezu jeder Entscheidung helfen, ist wirklich genial umgesetzt. So etwas habe ich zuvor noch in keinem Buch gelesen – es wirkt neu, originell und sorgt immer wieder für amüsante Momente.
Oft musste ich beim Lesen schmunzeln oder sogar den Kopf schütteln, weil es schon fast verrückt erscheint, wie sehr sich Wil auf die Aussagen der Sterne verlässt. Doch genau das macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Dieses Spannungsfeld zwischen rationalem Denken und blindem Vertrauen in Horoskope verleiht der Handlung eine ganz eigene Dynamik.
Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind sehr gelungen dargestellt. Vor allem das Hin und Her zwischen Grant und Seth bringt zusätzliche Spannung in die Geschichte. Das ständige Zweifeln, das Sich-selbst-Gefühle ein- und wieder ausreden, wirkt authentisch und nachvollziehbar.
Ein weiteres Highlight für mich: Das Cover der Ausgabe von 2016 gefällt mir deutlich besser. Es fängt die verträumte, verspielte Atmosphäre der Geschichte perfekt ein und passt wunderbar zu Wils „Sterne bestimmen mein Leben“-Gefühl.
Insgesamt ist es eine wunderschöne, unterhaltsame Geschichte, die durch ihre Originalität überzeugt. Wer eine etwas andere Liebesgeschichte sucht, wird hier definitiv fündig. Eine klare Leseempfehlung!
- Helmut Satz
Heuschrecken haben keinen König
(1)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Das Buch beleuchtet die Strukturen, die hinter Schwarmverhalten in der Tierwelt stecken, also den Bewegungen der Vogelschwärme und der Fischeschwärme, aber auch die Abstimmung des Leuchtverhaltens unter den Leucht-käfern oder dem Zug der Heuschreckenschwärme (und warum diese sich überhaupt bilden).
Diese Strukturen sind universell und man findet sie auch in der Physik wieder, zum Beispiel bei der Magnetisierung von Eisen oder der Lichtemission eines Lasers.
Helmut Satz beschreibt diese Phänomene in insgesamt 22 kurzen Kapiteln. Für den Leser bedeutet dies, dass man, falls nicht selbst vom Fach, aus den Bereichen Informatik, Mathematik, Physik und Biologie allerhand faszinierende und unerwartete Phänomene kennen lernt. Auch wenn der Klappentext von "einfacher Mathematik" und "allgemeinverständlichem Niveau" spricht, so sollte doch eine gewisse naturwissenschaftliche Neugier und Vorkenntnis vom Leser mitgebracht werden.
Ganz so einfach sind die Sachverhalte dann doch nicht zu verstehen.
Wer sich auf die Inhalte einlässt, bekommt dann aber auch ganz schnell Lust auf mehr. Daher ist das Buch ein guter Überblick und Startpunkt für weitere Lektüre in den Bereichen der Naturwissenschaften.
- Morten A. Strøksnes
Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen
(56)Aktuelle Rezension von: StephanusZwei Freunde sind vom Hochseefischen begeistert und beschließen den Versuch zu unternehmen einen Eishai zu fangen. Der Eishai lebt in großen Tiefen vor der Küste Norwegens und ist sehr schwer zu fangen, da er nur sehr selten dichter an die Wasseroberfläche kommt. Es trifft sich gut, dass der Freund des Autors, Hugo, auf den Lofoten ein Haus hat und von dort starten die beiden das Unternehmen Eishaifang. Zunächst beginnt die Suche und das Ausprobieren des richten Materials und Köders, bevor dann das Material und der richtige Köder gefunden ist und der weitere Versuch des Eishaifangs beginnen kann. Bei diesen Versuchen, die ein Jahr dauern, geraten beide u.a. in Lebensgefahr und die Natur und die Gefahren des Meeres treten hervor.
Der Autor schildert als Ich-Erzähler das Streben des Menschen der Natur ein Stück abzuringen und letztlich über diese zu Siegen. Dieses alte menschliche Streben dient als roter Faden des Buches in Form der Versuche einen Eishai zu fangen. Die Wartezeit auf das Tier nutzt der Autor dazu Mythen und Legenden über das Meer und die Seefahrt einzuflechten, aber auch Fischkunde und viele Beobachtungen über die Natur und das Meer. Diese füllen das Buch und machen es zu einem interessanten Lesevergnügen und ich empfand als Leser oft die ungeheure Kraft der Natur und des Meeres hautnah, als würde direkt der Strand und das Meer vor mir liegen. Für mich waren die Passagen über die Fische und Meerestiere dann aber ein wenig zu umfangreich und haben mich ab der Mitte des Buches eher gelangweilt und gierig darauf warten lassen, dass wieder etwas zum Eishaifang und damit dem roten Faden erzählt wird. Insgesamt aber ein außergewöhnliches Buch mit tiefsinnigen Einblicken.
- Nina Müller
Kuschelflosse - Die mächtig magische Glitzerbohne
(13)Aktuelle Rezension von: Kerstin_LohdeSehnsüchtig habe ich schon auf ein neues Hörbuch aus der Kuschelflosse Welt gewartet. Als es dann endlich da war, konnte ich es leider nicht sofort hören.
Aber ein paar Tage später, habe ich es regelrecht weg gesuchtet. Und ich habe es wieder genossen, Kuschelflosse, Herrn Kofferfisch und alle anderen wieder zu hören.
Denn ich finde keiner bringt die Charaktere so gut rüber in den Hörbüchern wie Ralf Schmitz.
Von daher hoffe ich das er auch alle weiteren Kuschelflosse Abenteuer erzählt.
Denn er schafft es mit seiner Stimme jeden Protagonisten seine eigene Art einzuhauchen.
Ich kann diese Hörbuch Reihe nur jedem empfehlen, der es gut gesprochen mag.
Meine Empfehlung gilt auch oder vor allem für Familien mit Kindern ab 8 Jahren.
- Mojib Latif
Das Ende der Ozeane
(5)Aktuelle Rezension von: KymLucaDer Autor behandelt hier sehr anschaulich und verständlich ein für uns alle unglaublich wichtiges Thema.Sehr informativ, sollte man gelesen haben. - Jón Kalman Stefánsson
Fische haben keine Beine
(13)Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooksAn einem Dienstag verlässt der Verleger und Schriftsteller Ari seine Frau und Kinder ohne jede Vorankündigung. Er findet für kurze Zeit Unterkunft in einem Hotel, bevor es ihn nach Kopenhagen zieht. Doch warum hat er sich zu diesem Schritt entschlossen? Drei Jahre später kehrt Ari zurück, auf die Bitte seines Vaters. Ein altes Foto von ihm und seiner Mutter wecken alte Erinnerungen. Seine Familie und die eigene Jugend in der abgelegenen Stadt Keflavík: zwischen Beatles, der US-Army, Pink Floyd und den ersten Begegnungen mit Mädchen.
Der Roman beginnt mit Aris Rückkehr nach Island. Drei Jahre lang war er fort, um nun überraschend in den Ort seiner Jugend zurückzukehren. Auslöser für seine Reise in die Heimat ist ein Brief von seinem Vater, der im Sterben liegt. Ari möchte seinen Vater ein letztes Mal sehen. Mit dem Schreiben hat sein Vater auch eine alte Urkunde von Aris Großvater Oddur geschickt, einem angesehenen Kapitän und Schiffseigner. Erzählt wird die Handlung von einem namenlosen Ich-Erzähler, der zwischen den verschiedenen Genrationen von Familienangehörigen wechselt und ihre jeweilige Geschichte erzählt. Während ein Teil der Handlung Aris Rückkehr darstellt, wird gleichzeitig das Leben seiner Großeltern in Norðfjörður beschrieben, während es eine dritte zeitliche Ebene gibt, die dazwischen liegt und die Jugend von Ari und dem Erzähler des Romans behandelt. Ort des Geschehens ist ein Ort im Südwesten Islands: Keflavík.
In Keflavík gibt es drei Himmelsrichtungen: den Wind, das Meer und die Ewigkeit.
Dem eigentlichen Roman ist ein Zitat vorangesetzt, in dem es heißt: „Keflavík gibt es nicht.“ Den Ort gibt es natürlich doch und es ist ein zentraler Punkt für Aris Leben. Denn hier hat er seine Jugend verbracht. Mit dem Zitat ist vielleicht eher gemeint, dass die Stadt unscheinbar ist, leicht in Vergessenheit gerät und damit auch das Schicksal ihrer Bewohner. Doch für Ari bedeutet er immer noch viel und ist vor allem auch mit Erinnerungen verbunden: Rockmusik, amerikanische Soldaten und Mädchen. Hierhin kehrt er also zurück, nachdem er in Kopenhagen als Lektor gearbeitet hat und vor etwas Unausgesprochenem zwischen ihm und seiner Frau geflohen ist.
Denk mit uns daran: Das Meer ist größer als der Alltag. Auf dem Meer erholt man sich. Da ist die Weite, die unermessliche Größe, die beruhigt, tröstet und die Probleme des Lebens klein aussehen lässt. Schwierigkeiten an Land, Reibungen, Ärger, Umgang mit Menschen, lästige Pflichten – man schaut in die Wellen und merkt, wie das Dasein in der Brust zur Ruhe kommt. […] Zur See fahren, das ist die Freiheit. Doch Freiheit beinhaltet auch, dass du dich auf niemanden verlassen kannst, auf keinen anderen Menschen und schon gar nicht auf deine Gebete, denn die Güte des Himmels bleibt an Land zurück. Du kannst dich nur auf dich selbst verlassen.
Die Figuren von Fische haben keine Beine sind ‚normale‘ Menschen, die alltägliche Schicksale erleben und dabei auf der Suche nach Glück und Liebe sind. Leben und Tod spielt dabei immer eine Rolle. Dabei werden einfühlsam viele kleine Beobachtungen beschrieben, die auf den ersten Blick nur wenig Bedeutung haben und zu voreiligen Schlüssen verleiten, doch wie sich später herausstellt, für die Betroffenen fatale Folgen haben. Ebenso geht es um zwischenmenschliche Beziehungen: sowohl Freundschaft als auch Partnerschaft. Stefansson macht viele kluge Bemerkungen, die durchaus in die Kategorie philosophisch eingeordnet werden können und beschäftigt sich mit großen Themen, aber anhand von einfachen Personen.
Doch der Roman ist nicht nur auf inhaltlicher Ebene absolut lesenswert. Die Sprachkunst und Sprachvielfalt des Autors ist ein ganz eigenes Erlebnis. Voller Poesie und eindrücklicher Bilder schildert er das Leben von Aris Familie über mehrere Generationen hinweg. Das Tempo des Romans ist eher gedrosselt, so dass genug Zeit bleibt, um der sprachlichen Umsetzung des Buches die Aufmerksamkeit zu widmen, die sie verdient. Manchmal entsteht das Gefühl, dass eigentlich der ganze Roman zitiert werden sollte. Es ist bewundernswert, wie Stefánsson es schafft, für alles die passenden Wörter und Sprachbilder zu finden. Obwohl sich Fische haben keine Beine sich mit grundlegenden Fragen des menschlichen Lebens beschäftigt, die letztlich auch um die Frage nach dem Sinn des Lebens kreisen, regt der Roman vielmehr zum Nachdenken an, als das er versucht, Antworten zu liefern. Eigenverantwortung und die Suche nach dem, was den Einzelnen ausmacht, sind nicht umsonst häufig thematisierte Aspekte der Handlung.
Er guckt die Postkarten an und denkt: Sie zeigen unsere Träume. Traurig denkt er, manchmal sind unsere Träume nichts als Täuschungen, Ausflüchte, Beweis dafür, dass wir uns nicht trauen, der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen, uns mit der Welt auseinanderzusetzen und mit uns selbst in ihr.
Fische haben keine Beine ist eine klare Empfehlung. Ruhig und mit großer Sprachkunst erzählt Jón Kalman Stefánsson von einfachen Menschen und Themen, die letztlich jeden betreffen. Er zeigt deutlich, wie einzigartig und verletzlich das Leben ist und bietet viele Gelegenheiten, um über das Gelesene nachzudenken und auch zu diskutieren.
- Frauke Bagusche
Das blaue Wunder
(23)Aktuelle Rezension von: KaschiaSehr spannende Einblicke in die faszinierende Unterwasserwelt. Die Erfahrungen von Frauke Bagusch zeigen aber auch auf, wie schnell alles zerstört werden kann.
Leider hatte ich inhaltlich andere Vorstellungen. Mir persönlich war es zu viel "Koralle" und teilweise wird ein Thema in verschiedenen Kapiteln/ Zusammenhängen angesprochen. So hatte ich dann den Eindruck, das hätte ich ja bereits gelesen. Andere Kapitel hingegen waren sehr leicht zu lesen.























