Bücher mit dem Tag "fischer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fischer" gekennzeichnet haben.

256 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

    (5.829)
    Aktuelle Rezension von: SMBerghoff

    Ich habe "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón gelesen wie man einen geheimen Garten betritt: langsam, neugierig – und am Ende wollte ich gar nicht mehr wieder raus. Schon die erste Szene, in der der junge Daniel in den "Friedhof der vergessenen Bücher" geführt wird, ließ mich spüren, dass dieses Buch selbst eine Liebeserklärung an Bücher ist.

    Was mich besonders fasziniert hat, ist die dichte, fast gotische Atmosphäre Barcelonas: enge Gassen, verregnete Plätze, der Geruch von altem Papier und Geheimnissen. Die Geschichte verwebt Liebe, Verrat, politische Schatten der Franco-Ära und die Spurensuche nach dem rätselhaften Autor Julián Carax so kunstvoll, dass ich mich immer wieder fragte, ob ich gerade einen Krimi, eine Familienchronik oder ein Märchen lese. Wahrscheinlich alles zugleich?

    Natürlich dehnt Zafón manche Episode, und wer nur auf rasanter Spannung reitet, könnte ungeduldig werden. Doch gerade diese geduldige Erzählweise machte für mich den Zauber dieses besonderen Buches aus: Ich wollte in diesen verschlungenen Seiten verweilen. Das passiert mir selten und daher gebe ich die Höchstwertung. Für mich ist Schatten des Windes ein grandioses Loblied auf die Macht von Geschichten – ein Roman, der lange nachhallt und der zeigt, wie Bücher selbst zu Schicksalen werden können.

  2. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783462005103)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

    (5.448)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    An der Küste von Peru verschwindet plötzlich ein Fischer spurlos. Zeitgleich stoßen Ölexperten in Norwegen auf einen merkwürdigen Organismus, der große Teile des Meeresbodens bevölkert und somit in Besitz genommen hat. Auch parallel greifen Wale an der Küste von British Columbia ein Schiff an und viele Fische werden Tod an einer Küste angeschwemmt. Dies ist nur der Beginn einer ökologischen Katastrophe die nach und nach, verdeutlicht das sich die Natur zusammen rottet um sich allmählich an der Menschheit zu rächen…

    Ein nach wie vor unheimlich gutes Buch, das damals als es herauskam und heute noch ziemlich aktuell ist. Da es sich eindeutig um eine fiktive Geschichte handelt, ist sie doch so realistisch und nachvollziehbar beschrieben, dass man sich nicht wundern würde, wenn man diese Ereignisse morgen in den Nachrichten hören würde. Sehr empfehlenswert und regt zum Nachdenken an. Zudem ist es unheimlich bildlich beschrieben so das man die Szenarien unheimlich gut vor Augen hat, was die Situation noch viel schlimmer macht.

  3. Cover des Buches Silber - Das erste Buch der Träume (ISBN: 9783949465215)
    Kerstin Gier

    Silber - Das erste Buch der Träume

    (7.460)
    Aktuelle Rezension von: cozyeveningreads

    Einfach zum Wegträumen schön, im wahrsten Sinne des Wortes✨

    Ich  habe die Silber-Trilogie vor mehreren Jahren das erste mal gelesen und seitdem kaum eine Trilogie so oft gelesen und angehört.

    Liv zieht mit ihrer Schwester und Mutter nach London zu ihrer neuen Stieffamilie. Dabei entdeckt sie das luzide Träumen (die Fähigkeit im Traum zu merken, dass man träumt) und dass sie sogar in die Träume anderer eintreten kann. Aus Neugier stolpert sie in den Traum ihres Stiefbruders und wird Teil seiner Clique, die einen Dämon beschwört. Obwohl sie nicht daran glaubt, merkt sie schnell: Mit diesen Träumen stimmt etwas nicht…

    Der Schreibstil ist wirklich total flüssig, man kann richtig gut in die Welt eintauchen, die Kerstin Gier erschaffen hat, wirklich absolute Leseempfehlung, auch für Erwachsene🤍

  4. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596710775)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

    (2.751)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Anne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.

    Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.

  5. Cover des Buches Silber - Das dritte Buch der Träume (ISBN: 9783596522910)
    Kerstin Gier

    Silber - Das dritte Buch der Träume

    (3.074)
    Aktuelle Rezension von: _lxrxnx_

    Mit „Silber – Das dritte Buch der Träume“ verabschiedet sich Kerstin Gier von Liv Silber und ihrer traumhaften Parallelwelt – und schafft es, ihre Geschichte mit Wärme, Witz und ganz viel Herz zu Ende zu bringen. Schon nach wenigen Seiten war wieder dieses vertraute Gefühl da, als würde man alte Freunde treffen: Liv mit ihrer unverblümten Art, Mia mit ihrem klugen Sarkasmus, Henry mit seiner charmanten Unzuverlässigkeit und natürlich Grayson, der nach wie vor als Fels in der Brandung fungiert.

    Was ich an Kerstin Gier so schätze, zeigt sich hier noch einmal deutlich: Sie schreibt mit einer Leichtigkeit, die täuscht. Zwischen all den humorvollen Dialogen, den Familienmomenten und den peinlich-ehrlichen Gedanken steckt erstaunlich viel Beobachtungsgabe. Sie trifft genau diesen Punkt zwischen Witz und Echtheit – so, dass man lacht und gleichzeitig denkt: Ja, genauso fühlt sich das an, sechzehn zu sein und die Welt nicht zu verstehen.

    Der Roman bleibt durchweg unterhaltsam, verliert aber ein klein wenig von der geheimnisvollen Spannung, die die ersten beiden Bände so stark getragen hat. Die Traumwelt, einst voller Rätsel und Andeutungen, tritt hier stärker in den Hintergrund. Stattdessen stehen die Figuren und ihre Beziehungen im Vordergrund – was schön ist, aber auch dazu führt, dass die Magie, die „Silber“ ursprünglich so besonders machte, ein wenig verblasst.
    Man merkt, dass Gier sich mehr auf das emotionale Finale konzentriert: auf Vertrauen, Freundschaft, Liebe und das Erwachsenwerden. Das ist feinfühlig umgesetzt, nimmt aber etwas Tempo aus der Handlung.

    Dennoch überzeugt der Abschluss durch seine gewohnt klugen Dialoge und den unverkennbaren Humor. Besonders Livs innere Kommentare sind wieder ein Highlight – herrlich ehrlich, manchmal leicht sarkastisch, aber nie verbittert. Auch die Dynamik der Familie Silber bleibt ein großer Pluspunkt: chaotisch, liebevoll, manchmal absurd, aber immer realistisch.

    Ich habe das Buch mit einem Lächeln geschlossen – und mit einem kleinen Stich Wehmut, weil sich diese Reihe für mich immer ein bisschen wie ein sicherer Ort angefühlt hat. Vielleicht, weil Gier es schafft, Geschichten zu schreiben, die leicht wirken, aber im Kern etwas ganz Menschliches erzählen: das Bedürfnis, verstanden zu werden – auch in einer Welt, die sich manchmal wie ein Traum anfühlt, aus dem man nicht ganz aufwachen will.

    4 von 5 Sternen.
    Ein warmherziger, humorvoller Abschluss, der weniger auf große Wendungen setzt, dafür aber auf echte Gefühle. Nicht der spektakulärste, aber der emotional ehrlichste Teil der Trilogie – und damit ein schöner Abschied von Liv Silber und ihrer wunderbaren Traumwelt.

  6. Cover des Buches Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann (ISBN: 9783596706181)
    Kerstin Gier

    Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann

    (1.309)
    Aktuelle Rezension von: Bookish_Thoughts

    Kerstin Gier war für mich früher einfach Magie pur ✨

    Ich habe ihre Silber-Reihe und die Edelstein-Trilogie geliebt, sie waren ein riesiger Teil meiner Lesejugend. Ihr Schreibstil, die Fantasiewelten, der Humor… all das hat mich damals total verzaubert. Ich habe besonders Silber so oft gelesen, sie war meine Wohlfühl-Buchreihe. Ich würde sogar soweit gehen und sagen ihre Bücher waren mein Einstieg in die Fantasywelt der Bücher. 

    Als ich Vergissmeinnicht angefangen habe, kam dieses nostalgische Gefühl direkt wieder hoch. Es war, als würde ich kurz in meine alte Lesezeit zurückkehren mit einem warmen Lächeln.

    Ich muss aber ehrlich sagen: Vielleicht bin ich einfach ein bisschen rausgewachsen aus dem Stil. Trotzdem war es schön, wieder in diese verspielte, verträumte Fantasy-Welt einzutauchen, die Kerstin Gier erschaffen hat. 

    Die Beziehung zwischen Matilda und Quinn fand ich richtig süß! Langsam, charmant und mit dieser typischen Kerstin-Gier-Leichtigkeit.

    Auch wenn mich das Buch nicht ganz so gefesselt hat wie Silber, hat es mir ein Stück meines alten Lesezaubers zurückgegeben und allein dafür mochte ich es sehr. 💜

  7. Cover des Buches Selection – Der Erwählte (ISBN: 9783733500962)
    Kiera Cass

    Selection – Der Erwählte

    (3.850)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    3,5 Sterne 

    Im Casting um den Platz als Frau an der Seite des Prinzen sind noch fünf Kandidatinnen übrig geblieben. America ist sich weiterhin nicht sicher, wem ihr Herz mehr gehört, Maxon oder ihrer Jugendliebe Aspen. Sie muss sich nun endlich entscheiden und dann für denjenigen kämpfen, bevor es zu spät ist.

    Meine Beziehung zu dieser Reihe wird leider mit jedem Teil schwieriger. Die Storyline hat weiterhin eine große Sogwirkung auf mich, aber das Verhalten einiger Personen ist für mich nicht entschuldbar und total überzogen. Was Maxon teilweise für Sprüche America gegenüber fallen lässt (und sie sich dann auch gefallen lässt, zum Beispiel "Ich bitte dich, America, du hast schon so viele dumme Dinge gesagt und getan, da überrascht es mich schon ein wenig, dass du überhaupt noch so etwas wie Scham empfinden kannst" S. 35), hat mich richtig wütend gemacht und das Drama zum Ende des Buches hin war absolut inszeniert und unglaubwürdig überzogen. Der Prinz ist mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer geworden und dass America das nicht nur hingenommen hat, sondern auch noch die Schuld bei sich selbst gesucht hat, geht einfach gar nicht. Er hat mehr von seinem Vater in sich, als er denkt. Da stand Aspen dieses Mal tatsächlich wesentlich besser da als treuer Freund und selbst die Beziehungen zwischen den Frauen haben sich zum Positiven verändert. Zum Schluss kam das Ende etwas zu abrupt und die Ereignisse überschlugen sich, so dass ich erstmal Zeit brauchte, um alle Geschehnisse nochmal Revue passieren zu lassen.

    Gerade für junge Frauen finde ich das vermittelte Bild von Liebe und Zuneigung in dieser Reihe sehr schwierig. Wenn man das ausblenden und kritisch einstufen kann, wird man jedoch sehr gut unterhalten. 

  8. Cover des Buches P.S. Ich liebe dich (ISBN: 9783492320818)
    Cecelia Ahern

    P.S. Ich liebe dich

    (8.800)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Hoppe

    Dies war mein erstes Buch der Autorin Cecelia Ahern und was soll ich sagen?!?! WOW! Einfach eine Achterbahn der Gefühle. Die Autorin erfasst ein sehr sehr wichtiges und emotionales Thema und das auf eine sehr sympathisch Weise. Ich habe viel lachen können und gleichzeitig geheult wie ein Schlosshund. Ich habe mich ab der ersten Seite vollkommen rein stürzen können und es ließ sich super flüssig lesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und bin sehr auf weitere Bücher der Autorin gespannt.  

  9. Cover des Buches Das Rosie Projekt (ISBN: 9783944668604)
    Graeme Simsion

    Das Rosie Projekt

    (1.476)
    Aktuelle Rezension von: Brina_10

    Don Tillmann weiß, das soziale Interaktion nicht sein Fachgebiet ist. Als Professor und Forscher, der Umgang mit Analysen und rationalen Gedanken hingegen schon. Was liegt also näher als einen Fragebogen zu erstellen? Einen Fragebogen, um die perfekte Ehefrau zu finden? Don ist begeistert von seiner Idee und weiß, das sie erfolgreich sein kann. Doch dann trifft er Rosie. Rosie, die alle Fragen sprengt und sich einfach nicht um den Fragebogen schert, weil sie ein ganz anderes Ziel hat: Ihren leiblichen Vater zu finden.

    Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es war erfrischend und einfach mal etwas total anderes. Und auch, wenn Don stellenweise echt anstrengend war, war es genau diese überzogene Darstellung, die das Buch für mich so einzigartig gemacht hat.

    Don und Rosie verfolgen ein gemeinsames geheimes Projekt. Und auch hier ist die Darstellung total überzogen und wahrscheinlich wenig realistisch. Aber genau das, macht es so einfach, sich auf das Buch einzulassen. Es besticht durch seinen trockenen Humor und einzigartige Charaktere.

    Das Buch vereint sämtliche Klischees und regt genau deshalb dazu an, nachzudenken. Seine eigene Einstellung zu hinterfragen, andere Perspektiven einzunehmen und die Geschichte einfach auf sich wirken zu lassen. Irgendwie kann sich sicher jeder in diesem Buch ein stückweit wiederfinden und das macht es so einfach, das Buch zu mögen.

    Ich habe den Schreibstil, den Humor, die Protagonisten und alles andere an dem Buch einfach sehr gemocht und freue mich schon total auf die anderen Bände.

  10. Cover des Buches Flawed – Wie perfekt willst du sein? (ISBN: 9783596033836)
    Cecelia Ahern

    Flawed – Wie perfekt willst du sein?

    (1.197)
    Aktuelle Rezension von: Buchspinat

    Zum Inhalt:

    Celestine führt ein gutes Leben. Ihre Familie gilt als perfekt. Sie gilt als perfekt. Niemand hat etwas auszustehen. Nicht wie die Menschen, die von der Gilde als „fehlerhaft“ beurteilt und ebenso gebrandmarkt und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden. Celestine hat eine große Zukunft vor sich und ist glücklich verliebt in Art – den Sohn des obersten Richters der Gilde. Doch dann passiert eines Morgens im Bus etwas, dass Celestines Leben vollkommen aus der Bahn wirft und plötzlich gilt sie selbst als „fehlerhaft“.

    Meine Meinung:

    Eine Dystopie, die so absurd erscheinen mag beim Lesen und dennoch – wenn man die täglichen Nachrichten liest und hört – in vielen Dingen eine erschreckende Parallele zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung – nicht nur in unserem Land – geworden ist.

    Menschen, die nicht den Grundsätzen der Gilde entsprechen und moralisch einwandfreie Menschen sind – wobei die moralischen und ethischen Grundsätze praktischerweise direkt von der Gilde definiert werden – werden als fehlerhafte Menschen gebrandmarkt. An der Schläfe, der rechten Hand, am Brustkorb oder auf der Zunge. Je nach ihrem Vergehen.

    Da ist z.B. die junge Frau, die ihre schwerkranke Mutter zum geplanten Suizid ins Ausland begleitet hat und dadurch „fehlerhaft“ wurde.

    Das Leben als „fehlerhafter Mensch“ ist schlimm. Nur Grundnahrungsmittel, Ausgangssperre, schlechte Arbeitsbedingungen, ständige Überwachung und viele Repressalien mehr bestimmen den Alltag einer fehlerhaften Person.

    Das Celestine eine fehlerhafte Person werden könnte, erscheint ihr vollkommen absurd, doch dann – eines morgens auf dem Weg zu Schule – droht ein fehlerhafter älterer Herr im Bus zu kollabieren. Niemand hilft ihm. Nicht fehlerhaften Menschen ist nämlich das Helfen von fehlerhaften Menschen untersagt. Sonst werden sie selbst zu fehlerhaften Menschen verurteilt.

    Celestine kann nicht einfach zusehen, wie der Mann vor ihren Augen stirbt. Egal, ob das erlaubt ist oder nicht. Also greift sie ein. Als Einzige. Alle schauen zu und nehmen in Kauf, dass der Mann vor ihren Augen sterben könnte.

    Sie wird verhaftet. Richter Crevan bietet ihr einen Ausweg an. Das Einzige, was sie dafür tun muss, ist zu behaupten, dass sie nicht geholfen hat, sondern nur ihre Mitmenschen vor dem fehlerhaften Mann beschützen wollte und der fehlerhafte Mann selbst an der Situation schuld ist. Dann würde alles wieder gut werden.

    Doch das wäre gelogen. Das wird ihr sehr schnell klar. Und Celestine – trotz großer Angst vor dem Leben als Fehlerhafte – stellt plötzlich das gesamte Regime in Frage und kann es nicht mit ihren eigenen ethischen Grundsätzen vereinbaren, zu lügen.

    Was dann geschieht? Das verrate ich Euch nicht. Nur so viel: Celestine wird zum Aushängeschild einer Revolution, die längst überfällig ist. Eine Revolution, in der die Menschen, die unterdrückt werden, die nicht dem gesellschaftlichen Standard entsprechen, aufbegehren. Einer Revolution gegen eine Gesellschaft, in der die Menschen mit Angst und Drohungen stillgehalten werden, damit die Machthaber ihre Macht behalten und ausbauen können.

    Menschen, die Sachverhalte und Situationen hinterfragen, sind für Diktatoren und ähnliche Konstrukte sehr gefährlich. Also müssen sie klein gehalten werden. Das geschieht am besten, in dem man Angst schürt. Immer wieder. In dem man Exempel statuiert.

    Doch Celestine ist nicht allein. Das wird ihr allmählich bewusst – als sie sich auf die Suche nach Informationen begibt. Ihr Tun ist gefährlich, doch sie kann nicht mehr zurück.  Fehlerhaft ist sie sowieso. Dann kann sie auch dafür kämpfen, dass sich etwas ändert. Denn viel schlimmer kann es nicht mehr werden…

    Die Geschichte geht unter die Haut und oftmals bin ich beim Lesen unfassbar wütend geworden. Auf Menschen, die ein System ungefragt kaufen. Die sich einreden lassen, dass ethische Grundsätze „fehlerhaft“ sind. Die Menschen vorverurteilen und sie auf unaussprechliche Art und Weise aus der Gesellschaft ausschließen. Weil sie nicht ins Bild passen. Weil sie anders sind. Sich anders entschieden haben.

    Schon immer werden Menschen, die nicht „perfekt“ in unsere Gesellschaft passen, diskriminiert und ausgegrenzt. Ob damals zu Zeiten der Sklaverei, der Apartheit, des zweiten Weltkriegs. Sei es bei Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit LGBTQ-Hintergrund. Menschen, die Bürgergeld beziehen oder aus anderen Gründen nicht in die Gesellschaft passen. Die Liste ist noch lange nicht am Ende.

    Das bringt mich zu folgender Frage: wer definiert denn, wer in einer Gesellschaft überhaupt perfekt ist und dazugehören darf? Und wer nicht? Wer entscheidet das?

    Das muss aufhören. Jeder Mensch ist wertvoll. Einzigartig. Und auf seine Weise perfekt.

    Denn – um Margot Friedländer zu zitieren: „Es gibt kein jüdisches, kein muslemisches und kein christliches Blut. Es gibt nur menschliches Blut. Drum sei Mensch!“

    Meine Rezension findet Ijr auch auf www.buchspinat.de

  11. Cover des Buches Scythe – Der Zorn der Gerechten (ISBN: 9783733503659)
    Neal Shusterman

    Scythe – Der Zorn der Gerechten

    (694)
    Aktuelle Rezension von: JeannasBuechertraum

    wow, die Reihe ist unfassbar gut durchdacht, ich bin wahnsinnig beeindruckt! Band 1 war zwar ein ticken besser, aber Band 2 war durchaus eine würdige Fortsetzung! 


    In Band 2 erleben wir wie Sythe Anasthasia ihren eigenen Weg findet ihre Arbeit auszuüben. Das stößt auf Wiederstand aber der Thunderhead hat klar kommuniziert das sie und Rowen noch sehr wichtig sein würden. Rowen dagegen geht seiner eigenen Moral nach. Doch ihre Gegner schlafen nicht - sie warten. Und Bald beginnt ein Wettkampf auf den sich keiner Vorbereitung konnte.

    Dazu gesellt sich einer neuer Charakter: Greyson Tolliver. Ein Junge der mit dem Thunderhead als einziger Bezugs"person" aufgewachsen ist. Und nun versucht diesem Gerecht zu werden. Auch wenn er dafür ernorme unausgesprochene Prüfungen durchlaufen muss. 


    Es war faszinierend zu erleben wie die Geschehnisse sich aufbauen und ineinandergreifen. Beeindruckend wie viel Gesellschaftskritik auch hier mit eingearbeitet wurde. Es war spannend, gab ganz neue Einblicke in das Sythetum nicht nur von Midamerika sondern von der ganzen Welt. Aber das Ende war das Beste von allen. Wow einfach wow! Was ein Aufbau, was für krasse Wendung und was ein offenes Ende.. wirklich toll durchdacht und umgesetzt. Das hat sich jmd mehr als nur ein paar Gedanken gemacht. Das Hier ist ein Ausnahmewerk das es definitiv gilt gelesen oder gehört zu werden. Denn es wird auch echt klasse gesprochen. Absolute Empfehlung meinerseits! 

  12. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

    (2.861)
    Aktuelle Rezension von: Eni_Noel

    Wie schnell habe ich dieses Buch durchgelesen! Ich liebe Rosie und Alex. Diese beiden muss man einfach mögen. In einer Leichtigkeit und mit witzigen Dialogen u.a. in SMS- oder E-Mail-Form erzählt Cecelia Ahern eine Geschichte vom Suchen und Finden, die mich bis zum letzten Wort gebannt hat. Als Leserin habe ich Rosie und Alex viele Jahre ihres Lebens begleitet und habe mit ihnen gelitten, gehofft, geweint und gelacht. Wie kann man ein halbes Leben auf so wenig Seiten so unglaublich anschaulich und lebendig schildern? Cecelia Ahern macht es möglich und schafft Figuren, die man nie wieder vergessen wird. Ich liebe es! Das besondere I-Tüpfelchen ist die exzellente Verfilmung (Love Rosie) dazu - nach wie vor einer meiner Feel-good-Favoriten. 

  13. Cover des Buches Das Juwel - Die Gabe (ISBN: 9783596196647)
    Amy Ewing

    Das Juwel - Die Gabe

    (1.787)
    Aktuelle Rezension von: dottis_buecherregal

    Ich habe dieses Buch gelesen, ohne vorher den Klappentext zu kennen. Es handelt von einer Gesellschaft, in der Blutlinien und sozialer Status die wichtigste Rolle spielen. Aufgrund weit verbreiteter Inzestprobleme ist der Adel unfruchtbar geworden, weshalb Aristokraten „Surrogate“ halten.

    Die Geschichte wirkt wie eine abgeschwächte Version von "Der Report der Magd", da die Grundidee die selbe ist.

    Violet wird von ihrer Familie getrennt, sobald die Regierung entdeckt, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügt. Diese Kräfte erlauben es ihr, sowohl das Aussehen als auch den Charakter des Kindes zu beeinflussen, das sie austrägt. Außerdem kann sie die Dauer der Schwangerschaft erheblich verkürzen.

    In dieser Welt werden Surrogate von adeligen Frauen ersteigert, um als Leihmütter deren Kinder auszutragen und die Blutlinien der Aristokratie zu stabilisieren.

    Violet ist eine starke Protagonistin und ist deutlich reifer beschrieben als sechzehn. Die Liebesgeschichte, die im letzten Drittel des Buches stattfindet, hätte aus meiner Sicht nicht sein müssen.



  14. Cover des Buches Scythe – Die Hüter des Todes (ISBN: 9783733503642)
    Neal Shusterman

    Scythe – Die Hüter des Todes

    (1.231)
    Aktuelle Rezension von: Halla_Echo

    Als ich das Buch (als Hörbuch) begann, ahnte ich nicht, wie sehr mich die Geschichte begeistern würde. Ich ertappte mich dabei, trotz extremer Müdigkeit "noch 5 Minuten" weiter hören zu wollen, woraus dann doch noch eine Stunde wurde. Hätte ich die Geschichte in Buchform in den Händen gehalten, würde ich es als Pageturner betiteln. Drum schreibe ich die Rezension erst jetzt, nachdem ich Buch 3 beendet habe. 


    Die Story ist sehr futuristisch, schafft es jedoch auch mühelos, den menschlichen Alltag der Scythe authentisch zu darzustellen.

    Beide Protagonisten sind Teenager, weshalb eine Romanze fast unumgänglich war, da sie sehr nahe zusammenarbeiten bzw. trainiert werden. Diese Romanze allerdings hat mich nicht sehr überzeugt. Sie gestaltet sich irgendwie eher wie die Verbindung zwischen Geschwistern, was für den Fortgang der Story in den folgenden Büchern tatsächlich mehr Sinn macht,  denke ich. Drum sehe ich über das Halbgare daran hinweg. Generell finde ich es erfrischend, eine Coming-of-age-Story zu sehen, die ohne das typische Hormonchaos auskommt. 

    Das Konzept der wohlwollenden KI ist sehr spannend umschrieben und wird in den späteren Büchern noch kritisch beleuchtet. 


    Fazit:

    Kaum hatte ich den ersten Teil der Trilogie beendet, lag schon Teil zwei in meinem Warenkorb. Mit Teil 3 lief es genauso. Die Buchreihe ist großartig! Absolute Leseempfehlung :)

  15. Cover des Buches Wolkenschloss (ISBN: 9783596523092)
    Kerstin Gier

    Wolkenschloss

    (1.583)
    Aktuelle Rezension von: Magdalena_Efrt

    Wenn man bedenkt, wie schnell ich das "Wolkenschloss" verschlungen habe, müsste ich eigentlich volle Punktzahl geben: Ich habe die Lektüre geliebt und mich im Wolkenschloss, dem in die Jahre gekommenen Familienhotel in den schweizer Alpen, sofort wohlgefühlt. 

    Nicht zuletzt dank Hauptprotagonistin Fanny Funke, Jahrespraktikantin und Schulabbrecherin aus Achim bei Bremen, 17 Jahre alt, keck, clever und sympathisch ab der ersten Seite. 

    Aber auch dank des illustren Personals im Hotel und der noch illustren Gästeschar, die kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel eintreffen. Auch das Hotel selbst versprüht einen magischen Charme und bietet unheimlich viel zu entdecken. Erker, Winkel, geheime Treppen und Räume, Keller, Küche, Bibliothek, Ballsaal, Ställe und einen in die Jahre gekommenen Wellnessbereich.

    Kurz gesagt, der Roman zieht seinen Erfolg aus Atmosphäre, Kulisse und den Figuren. Es ist winterlich, kuschelig, spannend und heimelig zugleich, man möchte einfach mit Fanny den Hotelalltag und das Hotel und seine vielen Winkel, Zimmer und Geheimngänge entdecken und mehr über seine Geschichte und seine Bewohner erfahren und sich verlieben wie ein junger Teenager.

    Von der Handlung her, passiert eigentlich erstmal gar nicht viel und mir war bis kurz vor Ende des Buches überhaupt nicht klar, wohin die Autorin mit der Geschichte will (es hätte eine Dreiecks-Romance-Lovestory, ein Thriller, eine fantastische Geschichte um das Hotel selbst werden können, alles erschien möglich und für alles gab es Anlagen). Erst im letzten Drittel nimmt die Handlung endlich Fahrt auf und ein unvorhergesehener Plottwist reißt aus dem Hotelalltag. Aber dann geht es auch schon Schlag auf Schlag, endet dann aber leider auch wieder sehr plötzlich, weil die Hauptprotagonistin das große Finale und den Showdown quasi bewusstlos verpasst. Schade eigentlich, irgendwie das Potential nicht entfaltet (das zudem rückblickend ganz schön aufwendig konstruriert wurde und auf vielen Zufällen oder ungeklärten Begebenheiten beruht).

    Irgendwie also nicht das, was ich von Kerstin Gier kenne und gewohnt bin - der Handlung fehlt der roten Faden auf weiten Strecken, auch wenn die Autorin weiß, wie sie Spannung aufbaut und Atmosphäre erzeugt und uns die Figuren sympathisch werden lässt und allerlei Andeutungen macht, dass im Wolkenschloss nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

    Trotzdem bin ich am Ende nicht enttäuscht, habe das Buch verschlungen und genossen und bleibe mit einem warmen Lesegefühl im Bauch zurück - bester Ersatz für einen Hotelurlaub in den schweizer Alpen, den man zu dem Preis finden kann.

  16. Cover des Buches 2666 (ISBN: 9783446284708)
    Roberto Bolaño

    2666

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Jona_DER_Jona

    Zu nächst einmal folgendes: Dieses Buch ist für mich Kanon der Weltliteratur und muss als solches anerkannt werden, Punkt. Bolano beschreibt mit einer Trockenheit und gleichzeitig einer immensen Sensibilität und Einfühlsamkeit die ganz persönlichen und auch völlig unpersönlichen, gesellschaftlichen Abgründe der modernen Gesellschaft. Er erschafft großartige Stimmungsbilder, die sich alle um ein Mysterium ranken, welches bis zum Ende des Romans nicht einmal vollständig erahnt werden kann, dabei bildet man sich ein, mit jeder Seite die Verzweiflung und die Todesnähe, aber auch den den Lebenswillen wahrzunehmen, die der moribunde Autor der Nachwelt hier hinterlassen hat. 

    Stilistisch herausragend, inhaltlich interessant, fesselnd, gesellschaftskritisch, düster: Der Roman hat trotzdem die Schwäche der Länge. Diese wäre für mich nicht einmal das Problem gewesen, wäre da nicht Teil 4 der wie ein Brocken in der Mitte des Romans prangt und den Leser erschlägt mit diversen Beschreibungen von teils sexuell motivierten Frauenmorden, die zuerst erschüttern und recht bald nur noch langweilen. Ich bin hier zerrissen: Das Buch vollständig aufzutrennen wäre Kunstmord, nur Teil 4 zu beseitigen ebenso, in seiner jetztigen Form verschreckt der Roman aber nach wie vor (vielleicht auch zurecht).

    Unbedingt lesenswert, wenn auch dem Leser auf keinen Fall die Entschlossenheit abgehen darf.

  17. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.383)
    Aktuelle Rezension von: Annis_Buecherregal

    Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce hat mich tief berührt. 

    Anfangs wirkt die Geschichte sehr unscheinbar: Ein Rentner, der einfach nur einen Brief einwerfen will. Doch aus dieser kleinen Geste entwickelt sich eine unglaubliche Reise, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 🚶‍♂️

    "Auf seiner Reise begegnet er den unterschiedlichsten Menschen – von seiner oft übersehenen Frau Maureen über Fremde, die ihm helfen, bis hin zu einem Nachbarn – und jeder von ihnen ist ein Spiegel für sein eigenes Leben. Es sind diese Begegnungen, die ihm helfen, seine inneren Dämonen zu verstehen und zu akzeptieren."

    Was das Buch so besonders macht, ist die Mischung aus Hoffnung und Melancholie. Es zeigt eindringlich, wie die Vergangenheit die Zukunft bestimmt und dass man sich seinen Fehlern stellen muss, um weiterzukommen. Harold versucht, seine Fehler "wegzumachen", lernt aber, dass es viel wichtiger ist, die eigenen und die Narben anderer zu akzeptieren. 

    Eine der stärksten Botschaften für mich war, dass man den Wert einer Person oft erst erkennt, wenn sie nicht mehr da ist. Das hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Momente, wie die Begegnung mit dem Mädchen, das sagt: "Du musst nur stark genug an das Positive denken, dann wird es auch wahr." ✨


    Ein sehr schönes, gut lesbares Buch, das voller Menschlichkeit steckt und zeigt, wie man auch im hohen Alter mutige Schritte machen kann. Absolut lesenswert!


    Ich glaube fest daran, dass die Kraft des positiven Denkens viel verändern kann. Aber hat diese Idee wirklich keine Grenzen? Was denkt ihr: Wann hört positives Denken auf zu wirken?

  18. Cover des Buches Children of Blood and Bone (ISBN: 9783596712168)
    Tomi Adeyemi

    Children of Blood and Bone

    (497)
    Aktuelle Rezension von: AnnieHall

    Zélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. Doch Jahre später bekommt sie die Chance, die Magie nach Orïsha zurückzubringen. Dafür begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und muss ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein – besonders dem Kronprinzen, der alles daran setzt, die Rückkehr der Magie zu verhindern.

    Children of Blood and Bone entführt die Leserinnen und Leser in eine faszinierende Welt, die stark von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Früher konnten Flammentänzer das Feuer beherrschen, Geistwandler Träume erschaffen und Seelenfänger über Leben und Tod wachen. Diese kulturellen Einflüsse verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und heben sie von vielen klassischen Fantasywelten ab. 

    Im Mittelpunkt steht die junge Zélie, deren Mutter während der Blutnacht ermordet wurde. Ihre Wut, Trauer und Hoffnung sind spürbar und machen sie zu einer starken und glaubwürdigen Hauptfigur. Seit jener Nacht leben Menschen mit magischem Potenzial unterdrückt und in ständiger Angst, doch als sich für Zélie die Möglichkeit ergibt, die verlorene Magie zurückzubringen, beginnt eine gefährliche Reise durch Wüsten, Städte und spirituelle Welten. Besonders spannend sind dabei die verschiedenen Arten von Magie, die Götter und Rituale, die der Geschichte eine große Tiefe verleihen.

    Neben dem spannenden Abenteuer greift das Buch auch ernste Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung und Machtmissbrauch auf. Dadurch wirkt vor allem der Konflikt zwischen Magiern und Nichtmagiern emotional und teilweise erschreckend real. 

    Mitunter ist die Geschichte allerdings etwas überladen und schreitet sehr schnell voran. Viele Ereignisse passieren in kurzer Zeit, wodurch einige Entwicklungen oder Beziehungen etwas überstürzt erscheinen. Auch manche Nebenfiguren bleiben weniger ausgearbeitet, als es die komplexe Welt eigentlich verdient hätte.

    Trotzdem ist Children of Blood and Bone ein spannender und emotionaler Auftakt einer Fantasytrilogie mit einer starken Heldin und einer außergewöhnlichen Welt. Für LeserInnen von Jugendfantasy sowie Geschichten über Rebellion, Identität und Hoffnung ist das Buch eine klare Empfehlung. 

  19. Cover des Buches Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten (ISBN: 9783328604204)
    Callie Hart

    Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten

    (324)
    Aktuelle Rezension von: Anna-Karenina

    Auf der Suche nach einem Schatz in der Romantasy-Abteilung stößt man unweigerlich auf Quicksilver, weil es in Social Media gehyped wurde. Ich hab das Buch nun schon zum zweiten Mal gelesen und bin erneut hin und weg. Hier wurde großen Wert gelegt auf ein anständiges Word Building nachvollziehbare Hintergrund Geschichten. Die Protagonisten sind durchgearbeitet und sympathisch, Entscheidungen und Gedanken sind nachvollziehbar. Natürlich finden sich hier Motive wie auch in allen anderen  Highfantasy Romanen- ein wenig Vampire, ein wenig Fae, Drachen, Hexen, Magie. Alles nichts Neues, aber doch auf so wundervolle Art und Weise neu erzählt. Die Liebesgeschichte könnte dem ein oder anderen zu Spicy sein, sie ist aber nicht aufdringlich. Ich bin einfach begeistert, wie gut hier alles zusammenpasst. Es könnte nur noch besser sein, wenn noch 100-200 Seiten mehr zu finden wären. 

  20. Cover des Buches Ich hab dich im Gefühl (ISBN: 9783492312868)
    Cecelia Ahern

    Ich hab dich im Gefühl

    (1.237)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Justin Hitchcock ist in Chicago groß geworden. Seine von ihm geschiedene Frau und die gemeinsame Tochter sind jedoch nach London gezogen und so zog er nach – als Kunst- und Architektur-Spezialist hat er kein Problem, einen Job zu bekommen. Hin und wieder gibt er als Gast-Dozent des Trinity-College in Dublin Vorlesungen. Der einsame und liebevolle Chaot trifft am Trinity-College auf Sarah, die ihm trotz seiner Spritzenphobie eine Spende abnehmen kann.

    Weil Joyce Conor in Eile ist, vertritt sie sich und stürzt die Treppe hinunter. Dadurch verliert sie das ungeborene Kind und benötigt eine Bluttransfusion. Mit dem Verlust des Kindes wird auch ihre Ehe eingeläutet. Ihr Mann ist kaum zu Hause und leben sie schon getrennte Leben. Joyce möchte noch einmal ganz von vorn anfangen.

    Zu ihrem Neu-Anfang passieren allerdings seltsame Dinge: Sie kennt sich plötzlich mit Kund und Architektur aus und kann Latein und italienisch fließend sprechen. Seltsame Träume und Gefühle überfallen sie und als sie beim Frisör zufällig auf Justin trifft, weiß sie, dass sie ihn irgendwie kennt, nur weiß sie nicht genau, woher.

    Als Justin Joyce zum ersten Mal sieht, hat er ebenfalls ein sehr seltsames Gefühl und die Frau geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Aber es ist nicht so leicht, eine fremde Frau im riesigen Dublin wieder zu treffen, wenn man weder Namen noch Adresse hat.

    Mein Fazit:

    Cecelia Ahern kann wunderbare und magische Geschichten erzählen. Und diese gehört ebenfalls dazu, auch wenn sich meine Begeisterung in einigen Punkten in Grenzen hält. Zuerst das Postive: Der Plot ist einfach originell! Es ist zwar eine Liebesgeschichte, aber eben auch eine Außergewöhnliche. Die Irrungen und Wirrungen des Kennenlernens in zwei Staaten mit allen zufälligen und absehbaren Begebenheiten ist einfach herzerfrischend und süß wie Zucker!

    Die Autorin hat mit einer scheinbaren Leichtigkeit den Fortgang der Geschichte erzählt, als würde sie es mir direkt von Angesicht zu Angesicht erzählen – mit allen Nebengeräuschen, die so dazu gehören. Die Figuren glänzen dabei alle auf ihre Art und Weise: Ihr Vater, der schon etwas tüttelig ist und sich darauf freut, im Monday Club von seinen Abenteuern zu berichten. Da ist Justins Bruder, der kurz vor dem 40. Geburtstag steht und Angst hat, seinem Vater zu folgen, der schon früh verstarb. Einige kleinere und größere zufällige Begegnungen runden die Geschichte ab, die somit auch lange nicht wirklich vorankommt. Immer wieder stehen sie kurz davor, sich wieder zu begegnen und dann kommt doch wieder das dazwischen. Das ist leider mein großer Kritikpunkt: Es wurde zu viel. Entsprechend erscheint mir das Ende, als wollte die Autorin dann schnell fertig werden und hat es dann auf ein paar Seiten abgehandelt und -wie ich finde- auch nicht sehr glaubwürdig geschrieben. Das Ende empfand ich im Verhältnis zur übrigen Geschichte lieblos und stiefmütterlich behandelt. Schade!

    Die Geschichte hat liebevolle Figuren und eine großartige Hintergrundstory. Aber die scheinbar endlose Verkettung von unglücklichen Zufällen und ein abruptes Ende schmälern den guten Eindruck, es gibt nur vier Sterne und eine bedingte Lese-Empfehlung.

  21. Cover des Buches Selection - Die Krone (ISBN: 9783733502652)
    Kiera Cass

    Selection - Die Krone

    (1.397)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    Prinzessin Eadlyn sucht weiter im Casting nach ihrem zukünftigen Prinzgemahl. Aufgrund schwerwiegender Ereignisse muss sie die Entscheidung vorantreiben und den Kreis der Herren verkleinern, um all ihren Pflichten und Aufgaben gerecht zu werden. Ihre fünf Finalisten hat sie alle ins Herz geschlossen, doch wer wird der Mann an ihrer Seite und wird es einer der Herren schaffen, sich endgültig in ihr Herz zu schleichen? 

    Ich kann es auch bei diesem Teil wieder nur betonen, dass mir das Casting der Männer einfach so viel besser gefällt. Es ist so entspannt und freundschaftlich und Eadlyn spielt nicht wie ihr Vater vorher mehrere Personen gegeneinander aus, weil sie Gefühle für mehrere entwickelt und sich nicht entscheiden kann oder will. Sie behandelt alle, die es verdient haben, höflich und respektvoll und macht niemandem unnötig Hoffnungen. Außerdem entwickeln sich ihre Gefühle in einem langsamen, realistischen Tempo. Jeder Charakter entwickelt sich in der Geschichte weiter und lernt etwas dazu, vor allem Eadlyn selbst. Sie wird so schnell erwachsen und verantwortungsvoll und lernt, mit ihrem Erbe umzugehen und es für etwas Gutes zu nutzen.

    Obwohl die Geschichte weniger Drama enthält, ist sie trotzdem spannend gestaltet und ein Pageturner mit Überraschungen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ihr Herz für meinen Favoriten schlägt und sie für alle Probleme eine clevere Lösung gefunden hat.  Der poetische Epilog hat noch länger bei mir nachgewirkt. Für mich ist der letzte Band der Reihe der Beste gewesen und ich werde die Charaktere vermissen. 

  22. Cover des Buches Perfect – Willst du die perfekte Welt? (ISBN: 9783596033843)
    Cecelia Ahern

    Perfect – Willst du die perfekte Welt?

    (857)
    Aktuelle Rezension von: Buchspinat

    Zum Inhalt:

    Celestine hat sich bei ihrem Großvater versteckt. Doch der oberste Richter Crevan gibt keine Ruhe. Er will Celestine unbedingt aufspüren, denn sie ist im Besitz von etwas, dass ihm sehr gefährlich werden und sogar das ganze Regime stürzen könnte. Das muss er unbedingt vereiteln.

    Eigentlich will Celestine nur, dass alles so wird wie früher, doch das wird nicht geschehen. Dessen ist sie sich sehr bewusst. Was bleibt, außer zu kämpfen? Und sie ist nicht allein. Carrick taucht wieder auf und überredet sie, nicht mehr zu fliehen, sondern für die Freiheit zu kämpfen…

    Meine Meinung:

    Ich kann Euch nicht zu viel verraten. Das würde die Spannung zerstören. Band Zwei der Dilogie geht genauso spannend und temporeich weiter, wie Band Eins angefangen hat. Von daher kann ich den zweiten Band genauso empfehlen, wie den ersten Teil dieser großartigen Geschichte. 

    Celestine beginnt, über sich hinauszuwachsen. Immer mehr Menschen stehen plötzlich hinter ihr und dem Wunsch nach Freiheit. Auch nicht fehlerhafte Menschen. Sie findet Verbündete, muss aber auch lernen, dass manche Verbündete nur ihren eigenen Vorteil suchen und bereit sind, Celestine danach über die Klinge springen zu lassen. Das macht Vertrauen schwer. Doch ohne Vertrauen geht es nicht.

    Celestine lernt schnell und steckt irgendwann mittendrin in einer Revolution, die sich sich Wochen zuvor niemals hätte vorstellen können. Als ihre Anführerin. Mit einer Courage, die mich stark beeindruckt hat.

    Und sie ist nicht allein. In Carrick hat sie einen Mitstreiter gefunden, der ebenso mutig ist wie sie. Der ähnliche Werte hat. Der Menschen überzeugen kann, ihr Vorhaben zu unterstützen. Und der ihr etwas bedeutet. Und sie ihm. Trotz aller Schwierigkeiten bahnt sich zwischen den Beiden etwas an, dass größer ist als das, was Celestine einst mit Art (Richter Crevans Sohn) geteilt hat…

    Manchmal hat man einfach keine andere Wahl. Dann muss man für das kämpfen, was einem wichtig ist. Für Freiheit. Für Demokratie. Für gleiche Rechte. Egal ob man „fehlerhaft“ ist oder nicht. Gemeinsam.

    Das gilt für uns alle. Gerade in Zeiten, wo die Rechte von Minderheiten beschränkt werden sollen. Wo finanziell schwache Menschen ausgegrenzt werden sollen. Wo die Reichen und Mächtigen für eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich sorgen. Wo jeden Tag von Rassismus und Gewalt zu lesen ist. Von Femiziden. Von Rechtsextremismus. Von Kriegen. Von Menschen, die ihr Hab und Gut verlieren und aus Angst vor Ermordung ihr Heimatland verlassen müssen.

    Lasst uns füreinander einstehen. Für Demokratie. Für Freiheit. Für Rechtsstaatlichkeit.

    Solidarisch. Mit einem offenen Herzen. Füreinander. Denn wir sind alle gleich. Wir sind Menschen.

    Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de

  23. Cover des Buches Die Karte meiner Träume (ISBN: 9783596184446)
    Reif Larsen

    Die Karte meiner Träume

    (284)
    Aktuelle Rezension von: Veronika_Schmid

    Dieses Buch ist komplett anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Es hat eine Weile gedauert, bis ich in den Lesefluss gekommen bin, aber es ist so wunderbar lustig, traurig, langweilig, spannend,... Ich konnte so gut mit T.S. mitfühlen. Die Geschichte ist einfach großartig in ihrer Einfachheit. 

  24. Cover des Buches Das Juwel - Die Weiße Rose (ISBN: 9783596036202)
    Amy Ewing

    Das Juwel - Die Weiße Rose

    (978)
    Aktuelle Rezension von: Applesreading

    Im zweiten Band der Das Juwel-Reihe setzt Amy Ewing die Geschichte von Violet Lasting fort. Nachdem sie von der Herzogin vom See enttarnt wurde, flieht Violet mit ihren Gefährten Ash und Raven aus dem Palast. Doch die Flucht ist alles andere als einfach. Das Juwel zu verlassen ist gefährlich, und die Verfolger des Adels sind ihnen ständig auf den Fersen. Auf ihrer Reise stößt Violet auf eine geheime Rebellengruppe, die ihr neue Hoffnung und Antworten auf ihre Fragen bietet. Dabei entdeckt sie, dass ihre Gabe weit mächtiger ist, als sie dachte.


    Wie schon im ersten Band bleibt der Schreibstil von Amy Ewing eine Herausforderung. Allerdings wird er im zweiten Band noch komplizierter. Beim ersten Band bereits wirkt der Stil schon kompliziert, aber in Die Weiße Rose noch schwerer und leider unnötig komplex. 


    Band 2 ist ein packender, aber sprachlich anstrengender zweiter Band. Die spannende Handlung und die Weiterentwicklung von Violet sind nach wie vor fesselnd, doch der immer komplexer werdende Schreibstil macht die Lektüre schwieriger als nötig. Wer den ersten Band mochte, wird auch diesen Band mögen, muss jedoch erneut Geduld mit dem Stil aufbringen.

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