Bücher mit dem Tag "fischerdorf"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fischerdorf" gekennzeichnet haben.

54 Bücher

  1. Cover des Buches Die kleine Bäckerei am Strandweg (ISBN: 9783833310539)
    Jenny Colgan

    Die kleine Bäckerei am Strandweg

     (355)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Dieses Buch hatte mich in der Bibliothek magisch angezogen. Cover, Klappentext und Titel haben mich überzeugt, es auszuleihen.

    Polly steht vor dem Nichts. Sie lässt sich scheiden, zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus und ausgerechnet auf einer Insel, die man durch Ebbe und Flut nur stundenweise besuchen bzw verlassen kann, findet sie eine Wohnung über einer ehemaligen Bäckerei. Sie liebt es zu backen und auf alle Fälle solltet ihr nebenbei eines der leckeren Produkte nebenbei essen. Ihr bekommt definitiv Hunger! Das habe ich nicht nur beim ersten Mal gespürt, auch als reread (da ich die Reihe mir zugelegt habe und unabhängig weiterlesen will).

    Nach einiger Zeit richtet sie sich langsam in der Wohnung ein und entdeckt, dass sie über einer Bäckerei wohnt. Doch vorerst bereitet sie diverse Gebäckstücke notdürftig in den vollkommen runtergekommenen Ofen zu. Die einzige Bäckerei, die es auf der Insel gibt, bietet fast nur Rohlinge an, die nur noch in den Ofen geschoben werden müssen.

    Polly lernt die Fischer kennen, die sie anfänglich mit ihrem Brot versorgt. Natürlich spricht sich das schnell herum. Sie gerät ins Visiers ihrer Hausbesitzerin. Nur was steckt hinter all dem?

    Diesen Auftakt der Reihe kann ich nur empfehlen. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fliegen nur so vor sich hin. Ich bin schon gespannt, was mich im nächsten Band erwartet.

  2. Cover des Buches Kein Sommer ohne Liebe (ISBN: 9783596035342)
    Mary Kay Andrews

    Kein Sommer ohne Liebe

     (170)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Kein Sommer ohne Liebe von Mary Kay Andrews ist ein seichter, etwas dahin plätschernder Sommerroman. Der sich schnell lesen lässt. Mir persönlich war das Buch zu oberflächlich und ich kam mit den Protagonisten und deren Namen nicht zurecht.

    Geer ist Location – Scout und ist für einen neuen Film auf der Suche nach dem perfekten Ort. Den findet Geer in Cypress Key. Der kleine Ort ist etwas verschlafen, urig und hat seinen ursprünglichen Charme. Allerdings hat Cypress Key auch einen Bürgermeister der nicht sonderlich begeistert von den Dreharbeiten in seinem Ort ist. Bei all den Unstimmigkeiten zwischen Geer und Eb (dem Bürgermeister) finden die beiden gefallen aneinander. Doch es gibt immer wieder Auseinandersetzungen und private Probleme.

    Der Schreibstil ist leicht, sommerlich und frisch. Allerdings stolpert man am Anfang über die etwas komisch anmutenden Namen wie Geer, CeeJay, Eb oder Ginny. Aber wenn man die etwas öfter gelesen hat geht es schon. Die Geschichte an sich hätte eigentlich ganz nett sein können. Für mich gab es aber einige Längen und zu viel Nebensächlichkeiten die die Geschichte künstlich in die Länge zog.

    Auch blieben die Protagonisten sehr distanziert. Man hat alle nur Oberflächlich kennen gelernt und ehrlich gesagt war mir niemand so wirklich sympathisch. Auch konnte ich mit ihnen nicht wirklich mitfühlen. Sie waren mir zu unauthentisch und zu sehr auf sich bezogen. Es wird zwar viel geredet in dem Buch aber eine echte Kommunikation kam nicht zu Stande.

    Das Buch ist zwar nett zu lesen und gerade in den Sommermonaten geeignet wenn man nicht so viel denken will und sich nur berieseln lassen will. Wer hier eine tolle Story erwartet wird eher enttäuscht sein.

  3. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.911)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    1929

    Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu leben in einem kleinen Fischerdorf unter armen Verhältnissen. Ihr Vater verkauft sie nach Kyoto und während Chiyo in der Okiya aufgenommen wird, wird Satsu zur Prostitution gezwungen.

    Die Geisha des Hauses, Hatsumomo, spinnt immer wieder Intrigen gegen Chiyo, weshalb ihre Schulden immer weiter wachsen. Die Summe ist so hoch, dass sie es im Leben nie abarbeiten könnte.

    Doch ihr Leben wendet sich, als die Geisha Mameha Chiyo unter ihre Fittiche nimmt und sie ausbildet. Dabei hat Chiyo nur ein Ziel: Den Direktor wieder sehen, den sie als Kind getroffen hat.

    Ich habe zuerst den Film „Die Geisha“ gesehen, die bunten Farben, Kostüme und Bilder. Der Film hat mich einfach nur gepackt und die Musik dazu ging unter die Haut. Ich habe im Abspann dann gesehen, dass der Film auf dem Buch basiert und musste es einfach lesen.

    Das Leben einer Geisha wird in diesem Buch gut beleuchtet. Bestes Beispiel ist eben die Aufklärung darüber, dass eine Geisha eine Künstlerin ist und keine Prostituierte. Doch ist auch hier ein wenig Fiktion mit eingeflossen, wie der Teil mit der Mizuage (Entjungferung).

    Mizuage (jap. 水揚げ) ist eine der Zeremonien, die den Aufstieg einer Maiko zur Geisha symbolisiert. Anders als in dem Film „Die Geisha“ angedeutet, und im Unterschied zu einer nicht Geishas betreffenden früheren japanischen Praxis, handelt es sich nicht um einen sexuellen Akt.

    Die Maiko ändert fünfmal ihre Frisur, um die Schritte zu symbolisieren, die sie auf dem Weg zum Status einer Geiko vollzieht. Bei der Mizuage wird der obere Haarknoten symbolisch aufgeschnitten, um den Übergang vom Mädchen zur jungen Frau zu kennzeichnen. Danach trägt die Maiko eine erwachsenere Frisur. Die veränderte Frisur bedeutete, dass die Maiko in die letzte Phase ihrer Laufbahn als Maiko eingetreten war. Für die Stammkunden war es das Zeichen, dass sich die Maiko dem heiratsfähigen Alter näherte und nun Anträge gemacht werden durften. Anlässlich der Feierlichkeiten wurden den wichtigsten Familien und verwandten Häusern von der angehenden Geiko Geschenke überreicht. Dies diente der Festigung von Beziehungen untereinander und der Information der Öffentlichkeit über die Mizuage. Nach der Mizuage ist der nächste große Übergangsritus im Leben einer Maiko ihre Erikae (襟替え „Wenden des Kragens“).

    Eine Zeremonie gleichen Namens gab es früher auch bei japanischen Kurtisanen und bezeichnete bei diesen die zeremonielle Defloration. Es war üblich, eine bevorstehende Mizuage durch das Verteilen von Ekubo (runde Reiskuchen mit einem roten Punkt in der Mitte) bei den Kunden anzuzeigen, von welchen für das Privileg der Defloration hohe Geldgebote erwartet wurden. Es wird häufig fälschlicherweise angenommen, dass für das Recht auf die Mizuage hohe Summen gezahlt wurden, das war aber in der Regel nicht der Fall. Die Mizuage-danna wurden nach Ansehen und Vertrauenswürdigkeit ausgewählt und die Wahl sollte es für die Maiko so angenehm wie möglich machen. Heutzutage existiert der Mizuage-Brauch nicht mehr.
    (Quelle: Wikipedia)


    Der Roman ist an manchen Stellen sehr trocken geschrieben und weicht vom Film ab. Daher sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen.

    Chiyo ist ein sehr naives Mädchen, weshalb sie oft sehr dumm handelt und Dinge tut, die sie hätte besser wissen müssen. Erst unter der führenden Hand von Mameha ist sie reifer geworden.

    Mameha ist eine sehr gütige Person und strahlt nicht nur im Film viel Wärme aus, während Hatsumomo ein sehr integranter Mensch ist und das Gegenteil. Sie ist ein Biest und dennoch hat auch sie ihre Geschichte mit einer unerfüllten Liebe.

    Die Mutter der Okiya ist nur geldsüchtig und hat nichts anderes im Sinn. Akribisch werden alle Ein- und Ausgaben notiert und festgehalten.

    Das Buch ist an manchen Stellen etwas ausschweifend und zäh, aber dennoch interessant geschrieben.

  4. Cover des Buches Wunder einer Winternacht (ISBN: 9783499248467)
    Marko Leino

    Wunder einer Winternacht

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.


    Rezension

    Der erste Satz des Buches ist der ungewöhnlichste Beginn einer Weihnachtsgeschichte, den ich jemals gelesen habe. Auf jeden Fall ein geschickter Schachzug, denn so war ich gleich noch neugieriger auf die Geschichte. Der Grund für diesen merkwürdigen Beginn ist, dass die Geschichte in zwei Zeitebenen spielt: Die Erzählung, wie Nikolas vor vielen, vielen Jahren zum Weihnachtsmann wurde, ist eingebettet in eine kleine Rahmenhandlung, die zur heutigen Zeit spielt. Zwei Jungen sind bei ihrem Großvater zu Besuch und er erzählt ihnen Nikolas Geschichte. Nicht nur über die Erzählung an sich, sondern auch über Gegenstände und andere Aspekte wird dabei eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart geschlagen. Dadurch fühlt sich die Geschichte an wie echtes Zeitgeschehen.


    Das ist auch der Punkt, der mir an dieser Geschichte besonders gefallen hat: Dass sie, abgesehen von einigen Details am Ende, tatsächlich wahr sein könnte. Es ist eine auf der Logik und den Gesetzen unserer Welt basierende Geschichte. Magie, Wichtel und andere fantastische Elemente, die normalerweise in keiner Weihnachtsgeschichte fehlen, spielen hier keine Rolle. Der kleine Nikolas ist ein ganz normaler Mensch, der mit seinen eigenen Händen und der Technik seiner Welt Weihnachtsgeschenke herstellt und sie des Nachts persönlich vor den Türen seiner bisherigen Pflegefamilien ablegt. Das Buch erzählt, wie dieses Unterfangen immer größere Ausmaße annimmt, wie Nikolas diese Schwierigkeiten bewältigt und wie es dazu kam, dass heutzutage Eltern die Geschenke unter den Baum legen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie der Autor eine Weihnachtsgeschichte erzählt hat, an die auch diejenigen glauben können, die wissen, dass es den Weihnachtsmann nicht wirklich gibt, weil das Buch als Tatsachenbericht und nicht als Fantasy-Geschichte konzipiert ist.


    Obwohl mir die Geschichte insgesamt gut gefallen hat, gab es einzelne Aspekte, insbesondere am Anfang, die mich nicht restlos überzeugen konnten oder an die ich mich erst gewöhnen musste. Zum einen ist das der Name des Protagonisten: Nikolas. Es ist nicht die erste Weihnachtsgeschichte, die ich lese, in der der Protagonist Nikolas heißt. Und auch diesmal hatte ich am Anfang wieder Schwierigkeiten, mich daran zu erinnern, dass es in dem Buch um den Weihnachtsmann geht und nicht um den Nikolaus.

    Außerdem muss ich gestehen, dass mir die Geschichte an manchen Stellen fast schon zu traurig war. Nikolas muss sehr viel durchmachen in seinem Leben und das geht nicht spurlos an ihm vorbei. Teilweise wird er regelrecht depressiv und in diesen Momenten ging die märchenhafte Weihnachtsstimmung ziemlich verloren. Für mich ist die Advents- und Weihnachtszeit eigentlich immer eine fröhliche Zeit, in der ein Buch mit so vielen traurigen Momenten beinahe die Stimmung ein wenig verdirbt.


    Fazit

    Obwohl ich anfangs Schwierigkeiten mit dem Namen des Protagonisten hatte und mir das Buch an einigen Stellen fast schon zu traurig war, hat es mir gut gefallen. Es schlägt geschickt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sodass sich die Geschichte anfühlt wie echtes Zeitgeschehen. Dazu trägt auch bei, dass der Autor im Grunde auf Magie und dergleichen verzichtet und stattdessen eine Geschichte erzählt, die auch nach der Logik unserer Welt wirklich wahr sein könnte. „Wunder einer Winternacht“ erzählt eine Weihnachtsgeschichte, an die auch Erwachsene glauben können, und bekommt dafür vier Schreibfedern.

  5. Cover des Buches Der Leuchtturmwärter (ISBN: 9783548285863)
    Camilla Läckberg

    Der Leuchtturmwärter

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Furbaby_Mom

    Dieser Kriminalroman war leider überhaupt nichts für mich. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir eine gänzlich andere Geschichte erwartet:

    "Schriftstellerin Erica Falck hat mit ihren Zwillingen alle Hände voll zu tun, seit ihr Mann Patrik wieder im Polizeidienst ist. Sie findet kaum Zeit für ihre Schulfreundin Annie, die gerade in das idyllische Fischerdorf Fjällbacka zurückgekehrt ist. Annie zieht in das kleine Haus auf der Leuchtturminsel vor der Küste. Dort soll es nachts spuken, und dunkle Legenden ranken sich um den Ort. Annie scheint es nicht zu stören, vor allem als Mats, ihre erste große Liebe, zu ihr zurückkehrt. Doch dann wird Mats brutal ermordet. Patrik und Erica beginnen zu ermitteln."

     

    Bereits der Einstieg zieht sich wie Kaugummi und gestaltet sich unheimlich anstrengend zu lesen – zig Perspektiven etlicher Hauptcharaktere, Nebenfiguren und deren diverser Familienangehöriger wechseln sich innerhalb der einzelnen Kapitel ab; es herrscht ein heilloses Durcheinander, auch im Hinblick auf die verschiedenen Nebenplots. Die in der Inhaltsangabe erwähnte Freundschaft zwischen Erica und Annie hat im Grunde nie existiert, da Erica zu Schulzeiten eher eine stille Bewunderin der coolen Annie gewesen war, aber mehr auch nicht. Folglich kann von potentieller Wiedersehensfreude keine Rede sein – und wo wir gerade dabei sind, auch nicht von aktiver Mithilfe: Erica stolpert eher aus Neugier in die Ermittlungen ihres Gatten hinein.

    Bereits nach wenigen Kapiteln war mir der Hintergrund zu Annies Situation sowie zu ihrem Sohn klar, da die Wortwahl diesbezüglich einfach zu bewusst gewählt worden war; von da an wartete ich im Grunde nur noch auf die Auflösung. Was Mats angeht, erfährt man ja bereits aus der Inhaltsangabe, dass er ermordet werden wird – ein Jammer, denn er und seine Eltern waren mir mit am sympathischsten. Von der ersten großen Liebe, die Mats und Annie einmal verbunden haben soll, spürt man allerdings herzlich wenig. Dafür werden die familiären Hintergründe sämtlicher Nebenfiguren im Detail ausgebreitet; kaum ein Thema, das nicht auch noch auf Krampf untergebracht wird: eine Fehlgeburt aufgrund eines Unfalls, häusliche Gewalt und Frauenhäuser, Drogen, allerlei Familienprobleme…und obendrein Geister, die auf der Insel herumspuken und dem Krimi jeglichen Realitätsbezug rauben. Gekrönt wird das Ganze von Rückblenden in das späte 19. Jahrhundert, als die Insel (Annies Rückzugsort) von einer jungen Frau namens Emelie, die in einer unglücklichen Ehe mit dem Leuchtturmwärter Karl gefangen ist, bewohnt wird. Selten war ich so erleichtert gewesen, ein Buch endlich beenden zu können.

    Die zwei Sterne vergebe ich ausschließlich aufgrund des emotionalen Schreibstils und der guten Ausarbeitung der einzelnen Personen. Den überladenen Plot, den (fehlenden) Spannungsaufbau, die chaotische Aufeinanderfolge der Szenen sowie das bestenfalls langweilige, aber eher enttäuschende Ende nehme ich von der Bewertung aus.

  6. Cover des Buches Tödliches Treibgut (ISBN: 9783959671040)
    Denzil Meyrick

    Tödliches Treibgut

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12
    "Tödliches Treibgut" ist der erste Band der Jim-Daley-Reihe von Denzil Meyrick. DCI Jim Daley wird dabei von Glasgow in das kleine Fischerdorf Kinloch beordert um den mysteriösen Tot einer Frau zu untersuchen, die am Strand angespült wurde. Schnell stellt sich heraus, dass diese vom Ort und kein Kind von Traurigkeit war. Nach und nach offenbaren sich aber weitere Geheimnisse der Bewohner in dem kleinen Städtchen. Mehrere Themen werden in diesem Krimi verwoben: Eheprobleme, Drogen, Intrigen und Mord. Obwohl das Buch flüssig und leicht zu lesen ist, fehlten mir doch einige wichtige Zutaten für einen Krimi. So verlor sich nach dem Prolog das Buch schnell in alltäglichen Ermittleralltag und die Geschichte plätscherte so dahin. Zwar durchaus schlüssig und nachvollziehbar, aber ohne bei mir als Leser die nötige Spannung zu erzeugen. Erst zur Hälfte nahm dies dann zu, um dann stetig bis zum Ende zuzulegen. Dabei stellte sich aber wiederum als Manko heraus, dass man den wahren Täter als Leser dann eigentlich kennt und richtig zuordnen kann. Dies empfand ich als ein wenig zu einfach. Der Krimi endet mit einem Cliffhanger, der beim Titel des Folgebandes schon darauf schließen lässt, um was es geht. In Summe ist "Tödliches Treibgut" für mich ein solider Krimi, der mir aber nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
  7. Cover des Buches Das Geheimnis des Nordsterns (ISBN: 9783733781651)
    Karin Seemayer

    Das Geheimnis des Nordsterns

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Taluzi

    Sommer 1904, eine Liebe die nicht unterschiedlicher sein kann. Der Seemann Peer Svensson liebt die Opernsängerin Sarah Tanner. Gemeinsam versuchen sie ein Leben in San Francisco aufzubauen. Aber Peer zieht es zurück aufs Meer. Er will in seine alte Heimat Schweden besuchen und dann zurück zu Sarah kommen. Aber er kommt nicht wieder.

    In seiner Heimat in dem beschauliche Mollösund ist nichts mehr so wie er es verlassen hat. Sein Pflichtgefühl bindet ihn an Schweden, aber sein Herz ist bei Sarah.

    Sarah wartet sehnsuchtsvoll auf Peer und beschließt eines Tages zu ihm zu reisen. Sie folgt dem Nordstern dem gemeinsamen Symbol ihrer Liebe.


    „Das Geheimnis des Nordsterns“ von Karin Seemayer ist ein wunderbarer und sehnsuchtsvoller Liebesroman.

    Der Leser fiebert mit den Protagonisten mit und hofft, dass ihre Liebe jedwedes Hindernis überwinden wird.

    Sehr gut beschrieben werden, die langen Fahrtwege damals. Von San Francisco nach Schweden hat es nun mal mehrere Monate gedauert. Selbst die Post war deutlich länger als heute unterwegs. Für viele ist das heute gar nicht mehr vorstellbar. Diese Entschleunigung spürt man auch beim Lesen.

    Der Schreibstil strahlt Ruhe aus, ist aber dennoch lebendig und spannend.

    Die Landschaftsbeschreibungen der Schären und die Beschreibungen der damaligen Arbeitsbedingungen auf den Dampfschiffen gelingen der Autorin sehr gut und wurden von ihr genaustens recherchiert.

    „Das Geheimnis des Nordsterns“ ist der 2. Band mit den Protagonisten Peer und Sarah. Den Vorgängerband „die Sehnsucht der Albatrosse“ kenne ich nicht. Zum Verständnis dieser Geschichte muss man ihn nicht zuerst gelesen haben. Beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

    Von mir gibt es die volle Leseempfehlung für dieses tolle Buch.

  8. Cover des Buches Sommer in St. Ives (ISBN: 9783734104398)
    Anne Sanders

    Sommer in St. Ives

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Lola Lessing reist mit ihrer Familie nach Cornwall. Dort sollen sie 6 gemeinsame Wochen mit ihrer Großmutter Elvira verbringen. Elvira hat sich gewünscht, dass sich die Familie in dem malerischen Fischerdörfchen St. Ives trifft. Sie wollte ihrer Famillie unbedingt etwas mitteilen. Elvira verkündet ihre Botschaft und das Chaos bricht in der Familie aus. Die Mutter zieht aus, Lola lernt einen jungen Mann kennen und öffnet sich ihm, ihr Vater macht sich Gedanken über sein bisheriges Leben, ihre Schwester zweifelt an ihrem Leben und ihr Bruder zieht sich in die Gassen von St. Ives zurück. 

    Die Geschichte hat mir leider nicht so zugesagt. Die Inhaltsangabe hat ein spannendes und interessantes Buch versprochen. Die Handlung hat sich meiner Meinung nach unnötig in die Länge gezogen und plätscherte nur so vor sich hin. 

    Das einzige was ich hier sehr spannend fand, waren die Beschreibungen von St.Ives. Da ich selber schon in diesem wirklich eindrucksvollen Künstler- und Fischerdorf war, haben mir die Beschreibungen von dort sehr gut gefallen, aber ansonsten ist das Buch eher nicht so meins.

  9. Cover des Buches Eisblaue See, endloser Himmel (ISBN: 9783426516393)
    Morgan Callan Rogers

    Eisblaue See, endloser Himmel

     (76)
    Aktuelle Rezension von: GrauerVogel

    Den ersten Teil habe ich geliebt, der zweite hat mich dagegen leider enttäuscht. 

    Florine als Charakter mochte ich immer noch sehr, aber die Handlung des ganzen Buches ist im Grunde unnötig. 10 % davon sind tatsächlich relevant, ansonsten lesen wir nur Alltag. 

    Natürlich war es auch interessant zu lesen, wie Florines Leben und das der anderen Bewohner von The Point so weitergehen. Mir wirkte aber vieles davon viel zu gestellt oder einfach belanglos. 

    Bud wurde mir immer unsympatischer und ich sehe, dass einfach versucht wurde, hier einen Spannungsbogen zu erzeugen, der ist bei mir aber nicht angekommen, weil er ja mit dem zentralen Thema - dem Verschwinden von Florines Mutter - gar nichts zu tun hat. Ich habe mich über ihn nur aufgeregt und gehofft, sie würde ihn endlich verlassen.

    Die Auflösung am Ende wirkte dann auch sehr an den Haaren herbeigezogen. Immerhin wurde versucht, Szenen aus dem ersten Teil einzubeziehen, die bis dahin keine nähere Bedeutung hatten, das fand ich gut. Aber ansonsten hat das für mich alles hinten und vorne keinen Sinn ergeben und wirkte sehr erzwungen.

    Das Buch bekommt von mir zwei Sterne, weil ich gerne wieder als Leser nach Point und zu Florine zurückgekehrt bin. Ansonsten hat es sich leider nicht gelohnt, es zu lesen, was mich schon irgendwo traurig macht. 

  10. Cover des Buches Rubinrotes Herz, eisblaue See (ISBN: 9783839891063)
    Morgan Callan Rogers

    Rubinrotes Herz, eisblaue See

     (52)
    Aktuelle Rezension von: KajaN

    Rubinrotes Herz, eisblaue See, von Morgan Callan Rogers ist ein Buch, das ich auf einem Wühltisch gefunden habe.  Die Geschichte spielt in Maine und beschreibt das Leben an der See, unter den Fischern, deren Familien sich dort seit Ewigkeiten angesiedelt haben, wunderbar plastisch und unmittelbar. Irgendwann hat man beim Lesen Salzgeruch in der Nase und hört die Möwen schreien. Es ist ein hartes, einfaches Leben. Manche Menschen sind glücklich, manche nicht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die kleine Florine, deren Mutter ohne Vorwarnung verschwindet. Es könnte alles Mögliche mit ihr passiert sein. Es könnte alles Mögliche mit ihr passiert sein. Sie könnte die Familie, die nur aus Florine, ihrem Ehemann und ihrer liebenswerten, aber kauzigen Schwiegermutter besteht, freiwillig verlassen haben. Oder sie ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Ich sage es lieber gleich, das wird der erste Teil nicht klären. (Es gibt noch einen zweiten: „Eisblaue See, endloser Himmel“,). Aber das ist auch kein Buch, das eine spannende Frage aufwirft und dann ins Trudel gerät.  Der Roman beschreibt mit so viel Kraft, Klarheit und Wärme das Erwachsenwerden der Hauptfigur unter den denkbar schwierigsten Umständen, das dieses Mysterium immer da ist und doch zweitrangig wird. In erster Linie geht es darum, wie Florine ihr Dasein nach der „Stunde Null“ meistert. Sie ist ungerecht zu ihrem Vater und zu seiner neuen Freundin, weil sie nicht will, dass er mit allem abschließt (was er im Übrigen nie tut), sie zieht zu ihrer Großmutter, schwänzt die Schule, verliebt sich mehrfach und macht Erfahrungen mit einer Gesellschaft, die so ganz anders ist, als ihre Dorfgemeinschaft. Die Gemeinschaft der Fischer wird nicht romantisiert. Aber trotzdem sind es gerade diese Menschen, die das kleine Mädchen mit schlichter Aufmerksamkeit umgeben und auffangen, wenn ihre eigene Familie nicht mehr weiterweiß. In Zeiten des Individualismus ist man daran gewohnt, feste Gemeinschaften als repressiv, nervig und kontrollierend darzustellen. Aber sie können auch anders, und wie das geht, zeigt dieser Roman. Es gibt nichts Gutes im Schlechten, sagt man. Aber es gibt Gutes, das sich im Schlechten bewährt. Florine, ihre lebenskluge Großmutter, die sich erlaubt, alle mit ihrem unerschütterlichen Glauben zu nerven, weil sie selbst vorlebt, was sie für richtig hält und die wunderbaren Freunde von Florine machen aus dieser Coming of age Story, einen Roman über die Dinge, die uns aus Krisen helfen: Verbundenheit und Verbindlichkeit, Zuneigung und Verständnis, auch wenn man beides manchmal scheinbar nicht verdient. 

    Florine sagt einmal: Es war gut, dass Grand mich liebte, denn in dem Frühjahr, als ich vierzehn wurde, hätte mir jeder andere einen Zementsack ans Bein gebunden und mich im Meer versenkt.“

    Und das ist noch so ein Baustein zu einem gelungenen Roman und einem gelungenen Leben: Echter Humor und das Streben nach einem Sinn, der immer auch das Schöne wahrnimmt. Gut, das kann man mit der Kraft eines Teenagers besser als mit der Last kommender Jahre. Aber ich habe die kleine, große Hauptfigur Florine mit ihren Ängsten, ihrer Verletzlichkeit und ihrer Wut sofort ins Herz geschlossen. Sie hadert mit ihrem Leben und der Unsicherheit, die das Verschwinden ihrer Mutter hinterlassen hat, aber sie liebt auch mit der gleichen Power. Und Morgan Callan Rogers hat ihr eine wunderbare Schar von Freunden an die Seite gestellt. Mich erinnerten Dottie, Bud und Glen an eine heranwachsende Version der „Ferien auf Saltkrokan- Kinder“. Es sehr unterhaltsam diesen unterschiedlichen Charakteren auf ihrem Weg durch harte wie schöne Teenie-Jahre zu folgen. Morgan Callan Rogers hat ein ebenso witziges wie weises Buch geschrieben, und ich kann es nur jedem ans eigene rubinrote Herz legen. Für eiskalte Tage. Oder ab sofort.

     

  11. Cover des Buches Französisch von unten (ISBN: 9783966980869)
    Wolfgang A. Gogolin

    Französisch von unten

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Maydu

    Man kommt schnell in die Geschichte und den zwischenmenschlichen Beziehungen.  Leider hat man vom Krimi nicht viel bemerkt. Es war demnach nicht so spannend,  aber trotzdem amüsant.  Es ist einfach mal was Anderes. 

    Unkompliziert und mit der Hauptfigur schon zum Lächeln.  Man kann sich das Ganze sehr gut bildlich vorstellen. 


  12. Cover des Buches Im Zauber der Sirenen (ISBN: 9783548282848)
    Tricia Rayburn

    Im Zauber der Sirenen

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Linnea_Draconis
    Inhaltliches: Erzählperspektive: Ich-Erzähler aus der Sicht Vanessas Lesbarkeit: flüssig Besonderheiten des Buches: /
    Klappentext: Während ihrer Sommerferien an der Küste Maines stößt Vanessa auf ein dunkles Geheimnis: Die Frauen von Winter Harbour können mit ihrem magischen Gesang Männer verzaubern. Auch Simon, Vanessas große Liebe, gerät in ihren Bann. Als mehrere Männer tödlich verunglücken, begreift Vanessa, dass sie es mit mörderischen Sirenen zu tun hat. Kann sie die unheimlichen Wesen aufhalten, bevor ein weiteres Unglück geschieht?
    Charaktere: Zu Beginn war ich von dem Hauptcharakter etwas genervt, denn sie hat vor allem Angst, was man sich nur vorstellen kann. Vanessa war zunächst für mich einer der Charaktere, die man eigentlich am liebsten mit den Kopf gegen die Wand klatschen möchte – doch ich muss sagen, im Laufe der Geschichte hat sie sich verändert. Sie ist gewachsen und hat dieses kindliche Getue abgelegt. Sie ist reifer und älter geworden, etwas, was mir sehr gut gefallen hat. Gegen Mitte des Buches mochte ich sie sogar und war froh, dass ich mich auf sie eingelassen hatte. Im Gegensatz zu ihr lernt man kurz ihre Schwester kennen, die ich gleich sympathisch und anregend gefunden habe. Ebenso wie ich Simon, Vanessas große Liebe, gleich sympathisch gefunden habe. Er ist eine Art Nerd, redet ständig über das Wetter und nimmt Messungen durch. Doch gerade diese schrullige Art macht ihn liebenswert und schnell erfährt man, dass er neben dieser kleinen Eigenheit auch über einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, den er bei der ängstlichen Vanessa zu genüge ausleben kann. Auch Paige, eine Freundin Vanessas, fand ich interessant. Sie ist das Gegenteil von Vanessa und ihre ungestüme Art ist sehr erfrischend.
    Inhalt: Jeden Sommer verbringen die Geschwister Vanessa und Justine ihre Ferien in Winter Harbor, wo sie ihre Zeit mit Caleb und Simon verbringen. Doch diesen Sommer ereignet sich etwas Schreckliches, den Justine verunglückt im Meer und ihr lebloser Körper wird an den Strand gespült. Caleb, der kurz vor Justines Tod mit ihr zusammen war, ist unauffindbar und so machen sich Vanessa und Simon es zur Aufgabe Caleb wieder zu finden. Währenddessen spielt das Wetter in Winter Harbor verrückt und es ereignen sich immer mehr Todesfälle. Immer mehr Männer verschwinden und ihre leblosen Körper werden einige Zeit später an den Strand gespült. Alle Leichen haben eines gemeinsam: Sie tragen ein Lächeln auf den Lippen. Vanessa und Simon verfolgen diese Mordserie und versuchen den Täter zu überführen, was sich als nicht einfach herausstellt. Zunächst beginnt die Geschichte traurig, denn man durchlebt Justines Tod, was durchaus an die Tränendrüsen gehen kann. Man erlebt, wie Vanessa die Trauer um ihre Schwester verarbeitet. Schnell driftet die Geschichte in eine andere Richtung ab, denn die Geschichte wird spannender und man wird förmlich mitgerissen. Auch kommen die Fantasyelemente immer stärker zum Tragen. Viele der Entwicklungen sind unerwartet und sehr rätselhaft, auch gegen Ende des Romans sind nicht alle Fragen geklärt. Dies wird wohl in Band 2 geschehen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Geschichte bleibt bis zu den letzten Seiten spannend. Ein gelungener Auftakt einer Trilogie.
    Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, die blau-grünen Elemente erinnern an das Meer und auch die dunkelhaarige Frau, deren Gesicht man nicht ganz sieht, passt wunderbar zu der Geschichte. Die Schriftart erinnert mich ebenfalls an das Meer. Ein schönes Buch, das man gerne im Regal stehen haben möchte. Coverkäufer werden bei diesem Werk nicht enttäuscht werden.
    Empfehlenswert: Ja, dieses Buch ist sehr zu empfehlen.
  13. Cover des Buches Französisch von unten (ISBN: 9783964439956)
    Wolfgang A. Gogolin

    Französisch von unten

     (30)
    Aktuelle Rezension von: dartmaus

    Das Cover des Buches ist wirklich ein Hinkucker. Es fällt jedem Katzenfreund sofort ins Auge.

    Mir gefällt es richtig gut.


    Inhalt: Juste Simons Leben liegt nach der Scheidung von seiner Frau in Scherben. Aber auch in seinem Wohnort liegt einiges im Argen Der Bürgermeister will Kindergarten, Kirche etc. schließen. So droht dem ganzen Ort der Untergang. Nach einem Unfall erlebt Juste zusammen mit Kater Merlin merkwürdiges.


    Meine Meinung: Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen. Allerdings gab es zwischendurch immer wieder kleine Längen, die den Lesefluss hinderten. Die einzelnen Charaktere und Szenen sind gut und sehr bildlich beschrieben. Auch der Kater Merlin wird wirklich gut und detailliert beschrieben. Schon interessant, was in sieben Leben einer Katze so alles passieren kann.

    Etwas überzogen fand ich allerdings das Merlin immer wieder in einem anderen Tier geboren wird. Da hat mir der arme Kerl richtig leid getan. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen.

    Der Schreibstil ist bis auf die kleinen Längen sehr flüssig und interessant, gespickt mit jeder Menge schwarzem Humor. Besonders die einzelnen Dialoge sind manchmal echt zum Schreien.


    Mein Fazit: Humorvolles Buch mit einigen Längen, aber trotz allem vergebe ich 4 Sterne.

  14. Cover des Buches Dornentöchter (ISBN: 9783548285900)
    Josephine Pennicott

    Dornentöchter

     (123)
    Aktuelle Rezension von: MissNorge

    ✿ Kurz zur Geschichte ✿

    Als Sadie in das alte Cottage ihrer Familie in Tasmanien zieht, hofft sie auf einen Neubeginn. Doch das schöne Haus hat ein Geheimnis. Vor Jahrzehnten starb dort Sadies Großmutter auf mysteriöse Weise. Ist die Zeit reif, das Rätsel zu lösen? Über Generationen hinweg hat die Familie geschwiegen, nun will Sadie endlich die Wahrheit ans Licht bringen. Sie dringt tief in die Vergangenheit ein und kommt dabei auch ihrem Traum von einem Leben voller Liebe und Vertrauen näher.

    (Quelle: Amazon.de)

    ✿ Meine Meinung ✿

    Och menno, das war aber leider nichts. Ich hatte mich so sehr auf ein spannendes und faszinierendes Familiengeheimnis gefreut, welches so nach und nach ans Tageslicht kommt. Doch die Autorin kommt mir da mit Teufeln und Geistern um die Ecke. Hätte ich das gewusst, dann ... Der Plot teilt sich in zwei Erzählungen auf, die mir aber beide zu träge und öde waren. Die Charaktere, egal ob damals oder heute, konnten mich nicht überzeugen. Sie waren mir alle zu eintönig und zu nervig. 

    ✿ Mein Fazit ✿

    Schade, sehr enttäuschend.

  15. Cover des Buches Schnee, der auf Zedern fällt (ISBN: 9783455651430)
    David Guterson

    Schnee, der auf Zedern fällt

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Dini94

    Zu Beginn des Buches befindet sich der Leser in einer Gerichtsverhandlung. Der japanischstämmige Amerikaner Kabou Minamoto wird wegen Mordes an einen amerikanischen Bürger angeklagt. Der Einzige der ihm eventuell helfen könnte, wäre der einarmiger Journalist namens Ishmael Chamber. Dieser jedoch befindet sich in Zwiespalt, denn seine Jugendliebe ist jetzt Kabou´s Frau.

    Der Klapptext deutet auf eine spannende Geschichte, jedoch wird der Leser sehr oft in die Vergangenheit zurück versetzt. Der Autor versucht mit den vielen Rücksprüngen, die damalige angespannte Situation zwischen Amerikaner und japanischstämmigen Amerikaner darzustellen.

    Das Gerichtsverfahren und die Mordaufklärung sind eher nebensächlich. Der Mordvorgang klärt sich auf die restlichen 100 Seiten. Tut mir Leid für den Spoiler. 

    Ja, es ist ein historischer Roman und ja, die Grundidee ist gelungen aber der Inhalt könnte etwas anders verpackt bzw. erzählt werden. Wem langwierige Lebensgeschichten gefallen, wird dieses Buch mögen.

  16. Cover des Buches Das Gesetz der Lagune (ISBN: 9783257231809)
    Donna Leon

    Das Gesetz der Lagune

     (197)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    In Commissario Brunettis zehntem Fall hat er kein Verbrechen in Venedig aufzuklären, sondern in dem Fischerdorf Pellestrina, dass Teil der venezianischen Lagune ist. Ein Fischer wird mit seinem Sohn ermordet aufgefunden, aber keiner im Dorf kann bzw. will Brunetti bei der Aufklärung helfen. Als dann noch eine weitere Dorfbewohnerin tot aufgefunden wird, werden Signorina Elletra und Pucetti undercover in das Dorf versetzt. Doch das morden hat kein Ende und Brunetti macht sich große Sorgen. 

    Diesen Fall fande ich sehr toll, da es einerseits außerhalb von Venedig spielt und man andererseits auch sehr viel über Signorina Elletra erfährt. Die verschlossenen Dorfbewohner machen den Leser fast wahnsinnig mit ihrer Sturheit und Verschwiegenheit. Das problematische Verhältnis zwischen der Lebensgrundlage der Fischer und dem durch die Industrie verschmutzten Wasser und somit auch der Meeresbewohner, ist in diesem Roman genauso aktuell wie es heute ist. Die letzten Seiten des Romans sind an Spannung und Dramatik nicht zu übertreffen.

  17. Cover des Buches Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard (ISBN: 9783401506920)
    Neil Gaiman

    Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Kaito

    Eine nordische Legende für junge Leser.

    Inhalt:

    Tief in den Wäldern des Nordens begegnet der Wikingerjunge Odd den Göttern Odin, Thor und Loki. Doch die drei brauchen Odds Hilfe. Denn nur einer wie Odd kann die Eisriesen aus Asgard vertreiben und die Welt vom ewigen Winter befreien: Einer, der so fröhlich ist, einer, der so glücklich ist  - wie Odd.


    Meinung:

    Ich war überrascht wie schmal diese Buch ist. 120 Seiten sind wirklich nicht viel.

    Aber das heißt nicht, dass diesem Buch etwas fehlt.

    Im Gegenteil hat sie so ziemlich alles, was ein gutes Abenteuer braucht: Götter, eine fremde Welt, eine große Notlage und ein junger, eher unauffälliger Held.

    Wobei so unauffällig ist Odd garnicht. Erstaunlicherweise ist er trotz seines wenig angenehmen Lebens (sein Vater starb auf See, nach einem Unfall ist ein Bein verkrüppelt und der neue Mann seiner Mutter ist ungehobelt und unfreundlich) ein sehr fröhlicher und zufriedener Junge. Schon ein bisschen merkwürdig. Daher wohl auch der treffende Name für ihn.


    Ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen, denn die Schauplätze sind anschaulich, detailreich und atmosphärisch beschrieben.

    Die Geschichte ist ruhig erzählt und trotzdem fesselnd und spannend. Hinzu kommen viele wunderbare Illustrationen. Da Odd sich mehr auf sein köpfchen verlässt und nicht auf körperliche Gewalt, ist das Abenteuer sehr gut für junge Leser geeignet.


    Fazit:

    Mein zweiter Ausflug in ein Kinderbuch von Neil Gaiman war ein voller Erfolg. Atmosphärisch, spannend und lehrreich ist die Reise von Odd in die Götterwelt des Nordens.

  18. Cover des Buches Der Wind und Wellen lenkt (ISBN: 9783957346599)
    Amanda Dykes

    Der Wind und Wellen lenkt

     (15)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt:

    Um den Tod seines Zwillingsbruders, der im Zweiten Weltkrieg zu Tode kam, zu verarbeiten, veröffentlicht der einfache Fischer Robert ein Gedicht in einer Zeitung. Doch das ist nicht alles – sein Lebensprojekt ist ein Leuchtturm, den er aus „Erinnerungssteinen“ baut. Jahrzehnte später kommt Roberts Großnichte Annie nach Maine, denn ihr Onkel ist schwer krank und liegt im Koma. Wird Annie die vielen Fäden aus Vergangenheit und Gegenwart stimmig zusammenfügen können?


    Persönlicher Eindruck:

    Anders als die zahlreichen begeisterten Leser kann ich diesem Buch so gut wie keine Begeisterung abgewinnen. Im Gegenteil: ich war glaub ich noch nie so enttäuscht von einem Buch aus einem christlichen Verlag. Dieser sehr emotionale und in seiner Erzählung mehr als depressiv-melancholische Roman, der in einem kleinen Fischerdorf an der Küste Maines spielt, hatte für mich auf etwas mehr als 400 Seiten keinerlei Spannung. Die Erzählung plätschert bis zum Ende einfach so dahin. Trotz der Dramatik und dem Potential, die dieser Geschichte innewohnt, konnte mich die Autorin nicht fesseln – was ich sehr bedauere.

    Hauptthema der Handlung sind Tod, Trauer und Erinnerung. Auf zwei Zeitlinien erzählt Amanda Dykes die Geschichte der beiden Zwillingsbrüder Robert und Roy einerseits, andererseits die von Annie, Roys Enkeltochter, die 60 Jahre später den Küstenort besucht, als ihr Großonkel im Koma liegt und dessen Erinnerungen sowie ihre eigenen sortiert und aufwärmt.

    Es fällt mir schwer hier zu vermitteln, weshalb die Geschichte so gar nicht meins war. Es ist nicht nur der etwas gewöhnungsbedürftige Erzählstil im Präsens oder der mehr als flache Spannungsbogen. Es ist auch die Art, wie die Geschichte den Leser runterzieht. Es ist diese düstere Grundstimmung, das jammervolle Element, das nahezu jede im Buch vorkommende Person prägt. Schade, denn die Erzählung rund um das tägliche Leben der Hummerfischer von Maine war detailreich und nachvollziehbar, auch das Setting der Landstriche an der nordamerikanischen Ostküste.  Gut gefallen haben mir auch solche Kleinigkeiten wie die gegenseitigen Lebenszeichen der beiden Nebenfiguren Ed und Sully, oder auch der Zusammenhalt der Dorfbewohner.

    Dem gegenüber stehen dann wieder Dinge wie: Einfacher Fischer ohne dementsprechende Fachkenntnis baut kurzerhand Leuchtturm aus einfachen Steinbrocken. Oder: Sündhaft teure Fresnellinse (das ist die Linse für das Licht des Leuchtturmes) wird bei Brand zerstört – dann baut man einfach schnell mal selber eine neue. Nein, das war unrealistisch und nicht glaubwürdig. Hier wirkt die Idee mehr als künstlich und zu sehr konstruiert-gewollt.

    Der christliche Aspekt des Romans spielt eigentlich erst in der zweiten Hälfte eine Rolle, ist dann aber prägend für die Geschichte. Hoffnung ist ebenfalls ein Thema – wird aber von der allgegenwärtigen Trauer nahezu verdrängt.

    Mein Fazit: Ein Roman für Leser, denen eine durchgängig depressive Grundstimmung nichts ausmacht – ich fand es weniger angenehm. Schade, dieser Roman war so gar nicht mein Fall.

  19. Cover des Buches Fang des Tages (ISBN: 9783899418620)
    Kristan Higgins

    Fang des Tages

     (95)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84
    Maggie ist dreißig, chaotisch und Single. Sie führt ein Dinner in einem typischen Ostküsten-Kleinstadt und eines Morgens kommt ihr Traummann durch die Tür. Sie bekommt seinen Job nicht mit. Als die ihn dann in der Kirche wieder sieht kann sie es nicht glauben, er ist der neue Priester der Gemeinde. Ihr suchender Single-Blick geht auf Wanderschaft und erlebt so manche Überraschung.

    So viel wie in diesem Buch habe ich lange nicht gelacht. Maggie scheint aber auch wirklich in jedes Fettnäpfchen zu treten. Vieles kam mir bekannt vor, schon selbst erlebt. Damals konnte ich auch nicht lachen, aber bei Maggie schon. Sie und ihre Familie sind schon, Gesprächsstoff für das Stadtgespräch. Auch ihre Dates sind sehr humorvoll, gefühlvoll und auch etwas romantisch. Die Geschichte ist voller Gefühle, humorvoll und Romantisch ohne gleich ins Kitschige zu gehen. Hier kann man sich für ein paar Stunden vor der Welt verstecken und das Leben genießen.
  20. Cover des Buches Stadt der Steine (ISBN: 9783442463305)
    Xiaolu Guo

    Stadt der Steine

     (19)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Dieser Roman lässt uns China und seine Menschen besser verstehen. Fesselnd, aufwühlend und sehr intensiv geschrieben.

    Der Roman "Stadt der Steine" der chinesischen Autorin Xiaolu Gu erschien bereits 2005. 2018 wird er im Knaus Verlag neu aufgelegt.


    Die junge Chinesin Coral Jiang lebt mit ihrem Freund Red in einem Wolkenkratzer mitten in der Millionenstadt Beijing. Eines Tages erhält sie ein Paket ohne Absender, darin befindet sie ein
    getrockneter Aal. Schon der Geruch erinnert sie an ihre Kindheit in der kleinen Fischersiedlung, die Stadt der Steine. Mit Macht kommen Gefühle, Erinnerungen und tief vergrabene Erlebnisse in ihr hoch, die sie damals dazu brachten, diesen Ort für immer zu verlassen.

    Die Stadt der Steine ist ein ursprüngliches Fischerdorf am ostchinesischen Meer in dem gewaltige Taifune für Verwüstungen sorgen, wo die Menschen wortkarg und mit wenig Schulwissen ihr karges, hartes Leben als Fischer fristen und die althergebrachten Traditionen gelebt werden. Wo nur die Geburten der Söhne etwas zählen und Zwangsheiraten und Vergewaltigungen an der Tagesordnung sind.

    Mit kurzen, prägnanten und sehr aufwühlenden Sätzen zeichnet die Autorin ein nachdenklich machendes Bild dieses Ortes, stellvertretend für die vielen anderen ländlichen Gebiete Chinas. Als Waise wächst Coral eher geduldet als geliebt bei ihren Großeltern auf. In einem Haus, indem statt Lachen und Leben, Einsamkeit, Wortlosigkeit und Gewalt regierte.

    Die Geschichte von Coral wird nicht immer vollständig beschrieben, manche Dinge muss sich der Leser aus dem Kontext heraus denken. Doch gerade das macht das Buch so dramatisch und eindringlich. Gewalt und scheinbar lieblose Familienbande haben ihre Spuren auch in Corals Leben hinterlassen. Sie hat es geschafft, die Schatten ihrer Vergangenheit aus ihrem Leben zu verbannen, doch der nach alter Tradition der Stadt, gesalzene, getrocknete Aal bringt alle Gefühle wieder zurück.


    Mit diesem Roman gewinnt man ungeahnte Einblicke in Chinas Traditionen, Lebensbedingungen und den Wandel zur Moderne. Mit dem Aal kommen auch bei Coral die Erinnerungen, die sie solange unterdrückt hat, zurück. Schlimme Erlebnisse, sexuelle Gewalt und große Armut.


    Man ist beim Lesen sehr betroffen und wird nachdenklich, denn dieser bildgewaltige Roman hinterlässt seine Spuren. Ein sehr zu empfehlender Roman über das traditionelle China und das Leben in den modernen Großstädten Chinas.

  21. Cover des Buches Französisch von unten (ISBN: 9783969664629)
    Wolfgang A. Gogolin

    Französisch von unten

     (11)
    Aktuelle Rezension von: rewareni

    Im kleinen verschlafenen Städtchen Arnaud in der Normandie, passieren wie schon so oft Dinge, mit denen keiner rechnen würde. Warum liegt plötzlich ein Baby genau vor einem Bordell und warum wird Malo von seiner Frau Bernadette gebissen? Auch Juste versteht die Welt nicht mehr als Blanche ihm beinahe seine Zehe zertrümmert, nur weil sie sich vor einer Spinne fürchtet. Auch Kater Merlin streift durch die Stadt und hadert wieder einmal mit der Göttin Isis, aber wer weiß, vielleicht hilft ihm dieses Mal der Menschengott, damit er endlich ein richtiger Kater sein kann. Arnaud wäre nicht Arnaud, wenn es nicht wieder einen Mord geben würde und wer weiß, vielleicht ist es sogar der letzte.

    ,, Sieben Todsünden“ aus der – Französisch von unten - Reihe, ist der dritte und letzte Band von Wolfgang A. Gogolin, wo der Autor den frechen und immer nach weiblichen Kätzinnen ausschauenden Kater durch das nicht immer friedliche Arnaud streifen lässt. Man trifft auf viele bekannte Protagonisten, wo man schon ihre Eigenheiten und vor allem ihre Schwächen kennt. Im finalen Band hat der Autor noch viele seiner bekannten zynischen und nicht immer ernst zu nehmenden Szenen eingebaut. So muss man auf eine ,,Vampirette“ gefasst sein, auf eine stinkende Socke, die vergraben werden soll oder auch auf Liebesdienerinnen, die sich liebevoll um ein Baby kümmern, selbst wenn das nicht jedem gefällt. Auch Kater Merlin hadert wie immer mit seinem Schicksal und dass er dabei seine vorlauten Äußerungen nicht für sich behalten kann, ist man ja schon von ihm gewohnt.

    Die Beschreibungen der alltäglichen Handlungen und Ereignisse werden wie schon aus den früheren Geschichten sehr bildhaft dargestellt. Der Schreibstil ist dabei eher als ruhig zu bezeichnen, da die dargestellten Szenen oft gemächlich erscheinen, so lange bis wieder einmal ein humorvoller Geistesblitz auftaucht oder eine menschliche Tragödie kurz bevor steht. Der Humor ist vielleicht nicht jedermanns Sache, da er sicherlich auch als ,,abgedreht“ zu bezeichnen ist. Wer die Geschichten aber rund um Kater Merlin und den Bewohnern Arnauds kennt, mag gerade diese Szenen. Das Ende ist berührend und die Morde werden zum Schluss noch aufgeklärt. Es ist ein Abschiednehmen von Merlin und Arnaud und drei humorvollen Geschichten.

  22. Cover des Buches Der Letzte seiner Art (ISBN: 9783404180233)
    Andreas Eschbach

    Der Letzte seiner Art

     (370)
    Aktuelle Rezension von: Patrick_Eicher

    Die Geschichte beginnt und man ist sofort mittendrin und lernt Duane kennen, der in einem irischen Dorf lebt - allerdings unterscheidet ihn etwas von den anderen Bewohnern. Durch ein Projekt des US-Militärs ist Duane zu einer Art Cyborg geworden, der nun seinen Frieden im Ruhestand zu finden versucht. Als ein japanischer Anwalt auftaucht und ermordet wird, merkt Duane schnell, dass das nicht so Recht klappen soll mit einem ruhigen Leben...

    Ich finde den Schreibstil von Andreas Eschbach wie immer sehr gut, auch die Hauptperson ist sehr authentisch und echt charakterisiert, sodass man mit Duane mitfühlt und sich in ihn hineinversetzen kann. Leider fehlt hier an einigen Stellen die Spannung, also ist es für mich kein perfekter "Eschbach" allerdings ein guter, solider Sci-Fi-Thriller, der den Leser zu unterhalten weiß

  23. Cover des Buches Die Leiche im Wrack (ISBN: 9789963524037)
    Alex Winter

    Die Leiche im Wrack

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Anna28
    ... und es wird einfach nicht langweilig für und vor allem mit ihm!

    Diesmal verschlägt es ihn wieder ans Meer (wie schon in Moonlight Bay). Vom "Setting" her gefällt es mir im Outback eigentlich besser, aber Alex Winter versteht es auch an der Küste, ein spannendes Szenario aufzubauen. Auch dort leben "Abos", die irgendwie in den Fall der "Leiche im Wrack" verwickelt zu sein scheinen (ob sie es sind, mag ich hier nicht verraten).
    Das Buch bietet für das Krimi /Thriller-Herz wieder alles, von Spannung über geschichtliche Hintergründe, ein jahrhunderte gehütetes Geheimnis - und diesmal sogar etwas fürs Herz.
    Ich warte schon mit Spannung auf den 6. Teil (den es hoffentlich bald gibt!).
  24. Cover des Buches Tränen aus Stein (ISBN: 9783442368150)
    Deirdre Purcell

    Tränen aus Stein

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Anasa
    Es geht um das Schicksal zweier Familien, die durch einen Flugzeugabsturz auf tragische Weise miteinander verbunden werden. Susanna, das Baby, der Familie Smith aus Amerika, die unterwegs zu einer Europareise war, überlebt den Absturz und wird von einem Fischer an der Küste einer irländischen Insel gefunden. So wächst sie als „Molly“ in Irland mit zwei Brüdern auf ohne das Wissen um ihre wahre Herkunft. Auch ihre Brüder wissen nicht, dass sie nicht ihre leibliche Schwester ist. Die Gefühle, die zwischen ihr und ihrem „vermeintlichen Bruder“ Conor entstehen, versuchen beide über Jahre zu unterdrücken. Molly wird schließlich zu einer begehrten Schauspielerin und begegnet dem amerikanischen Journalisten Christian, der sich sogleich in sie verliebt. Die beiden heiraten und erst Jahre nach dem Tod ihrer „irländischen Eltern“ erfährt Molly von ihrer wahren Identität.

    Das Buch ist nicht wirklich meins, obwohl die Geschichte den Leser durchaus fesselt, da man der Aufklärung von Molly’s wahrer Identität und dessen Bedeutung für ihre Beziehung zu Conor entgegenfiebert. Vermutlich ist es gerade das Bizarre und Tragische der Geschichte, das sie einen lesen lässt, obwohl die Atmosphäre des Romans m.M. zu düster ist und mir die Darstellung an sich nicht zusagt. Mindestens drei Personen ertränken ihre Probleme im Alkohol, der eine enorme Rolle im Roman einnimmt und ständig hervorgeholt wird. Das Leben der meisten Figuren des Romans wirkt trostlos, sinnlos. Probleme werden verdrängt und vor sich her geschoben.

    Es wird aus vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben. Die Übergänge von der einen zur anderen Figur sind dabei maximal durch einen Absatz gekennzeichnet. Man kann als Leser zwar folgen, aber ich empfinde es dennoch als etwas unstrukturiert. Zudem stolpert man über einige Tippfehler (Personalpronomen, Verbformen, …), die den Lesefluss stören.

    Die Handlung ist teilweise vorhersehbar. So ahnt man beispielsweise, dass sich Priester Morahan Tod fahren wird. Sowohl seinen, als auch den Tod des Christian finde ich fast ein bisschen grotesk dargestellt. Romantisch wird es auch nicht wirklich (der Roman ist auf keinen Fall schnulzig oder kitschig) und das Ende ist mir zu banal. Gerade am Ende fehlt ausgerechnet die Perspektive des Conor, als er die Wahrheit erfährt. Berührend traurig wird es, als Molly ihr Kind bekommt und es schließlich wieder hergeben muss. Mich überzeugt das „Innenleben“ der Figuren teils nicht. Die Euphorie, mit welcher Molly, schon so kurz nachdem sie von ihrer wahren Identität erfahren hat, erfüllt ist beispielsweise.

    Die Dialoge sind teilweise „platt“, manchmal aber auch humorvoll. Über Gefühle wird an sich im Roman nicht viel zwischen den einzelnen Charakteren gesprochen. Die teilweise großen Zeitsprünge sind der Autorin gut gelungen, sprich sie fallen nicht ins Gewicht, wirken nicht störend o.ä. Teils beschreibt die Autorin zu weitgehend nebensächliche Dinge (und obwohl sie das wiederrum so gut macht, dass man das meiste davon trotzdem liest, habe ich mich hin und wieder dabei ertappt einige Zeilen übersprungen zu haben.)

    Fazit: Ob man das Buch gut findet oder nicht, ist vielleicht Geschmackssache.

     

     

     

     

     

     

     


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