Bücher mit dem Tag "fjodor dostojewski"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fjodor dostojewski" gekennzeichnet haben.

20 Bücher

  1. Cover des Buches Schuld und Sühne (ISBN: 9783866477650)
    Sven Michaelsen

    Schuld und Sühne

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Hier haben wir mal wieder ein Exemplar der 99 Bücher, die man gelesen haben sollte (ich arbeite mich seit einiger Zeit durch dieses Rubbelposter). Und ja, es hatte natürlich keiner gesagt, dass es einfach wird. Aber im Vergleich zu anderen Klassikern konnte mich "Schuld und Sühne" mit seinem moralisch- psychologischen Ansatz irgendwie so gar nicht packen. Es ist wahrscheinlich ein Frevel, aber für mich war das nichtssagend.

  2. Cover des Buches Weiße Nächte (ISBN: 9783458345343)
    Fjodor M. Dostojewski

    Weiße Nächte

     (176)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Ein Mann lernt eine Frau kennen.  Nicht auf klassische Weise. Viele Gedankenspiele und innere Zerrissenheit tragen beide mit sich.  Die Liebe zu Petersburg sowie zu seinen Charakteren wird deutlich. Es ist verträumt schön und gleichzeitig realistisch-traurig.

  3. Cover des Buches Der Idiot (ISBN: 9783596901869)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Idiot

     (271)
    Aktuelle Rezension von: PaChen

    Der Idiot ist zweifelsohne ein Klassiker - wenn ein Buch nach mehr als 200 Jahren noch immer Aktualität besitzt und Neugierde weckt, dann kann man das ohne Weiteres behaupten.

    Zugegeben, ich selbst bin kein Freund klass. russischer Literatur; um was es in Gebrüder Karamasov ging, kann ich mich nicht mehr erinnern ( ah, doch, zwei Brüder, Mord, Totschlag & Liebe ! ) und den Plot des Archipel Gulag fand' ich so elegant und gekonnt geschrieben, dass ich das Buch schon nach zwei Stunden in den Hausflur legen musste, damit es eine andere arme Seele aufgabelt.

    Jedoch habe ich mich, nach einem zweijährigen Hiatus fern ab der Gulags der russischen Literatur sozusagen, mit viel Zeit und einem positiven Corona-Test in der Tasche, wieder mal an die alten Russen rangetraut. Also: der Idiot sollte es sein!

    Hier bleibt noch zu erwähnen, dass ich absolut kein Hintergrundwissen bzgl. Russlands dieser Zeit habe, und ohne jedwede Vorkenntnisse in das Buch hineinmäandert bin. Die Übersetzung von Fr. Geier tut einen fantastischen Job, auch Unwissende, wie ich einer bin, aufzufangen und an der Hand zu führen durch das Russland Ende des 19. Jahrhunderts.

    Der Idiot war meiner Meinung nach das erste russische Buch, dass mich in den ersten 250 Seiten - also dem I. Teil - komplett an das Bett fesselte; ab es nun an meinem covid'schen Keuchhusten lag oder an Dostojewski, sei dahingestellt....aber, in aller Ernst: der Plot interessierte mich, die Charaktere, allen voran die mysteriöse Nastassja und der naive, treuherzige Fürst faszinierten mich. Das Ende des 1. Teils war für mich ein absolutes Highlight, und ich fand die Szene brilliant - ich konnte lachen, mitfiebern, freuen und trauern.

    Ich konnte kaum fassen, dass noch nun beinahe 7-8 Lesestunden, erst der I. Teil des Buches zuende war, und erhoffte mir viel. Doch leider konnt der Rest des Buches meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Der Plot wurde immer grobmaschiger und zäher, das Tempo verlor sich und stolperte immer wieder über überdehnte Monologe, Charakterauftritte, die wohl kennzeichnend sein mögen für Dostojewskis begabte und so oft ausgezeichnete psychologische Charakteranalyse, jedoch schaffte es Dostojeski nicht, dass ich mich für diese Charakter überhaupt erst interessierte. - weshalb sollte ich dann einen ellenlangen Monolog oder Dialog zwischen zweier jener Charakter verfolgen?

    Nachdem ich den II. Teil irgendwie noch hinter mich gebracht habe, muss ich zugeben, dass Teile III. und IV. eines außerordentlichen Kraftakts bedurften, und ich am Ende Stellen mit weiteren, langatmigen Ereignissen dieser Charaktere einfach überflog. - schade, für einen Dostojewski. Das Ende war auch eher enttäuschend, und stellte für mich als Leser einen traurigen, ernüchternden Kontrast zum so hoffnungsvollen Anfang dar.

    TLDR: Gut in die Kurve gekommen, aber Kurve nicht gekratzt. Langatmiger Klassiker, der am Ende mit Schnappatmung zugrunde geht. Empfohlen nur an Hartgesottene!



  4. Cover des Buches Die Sanfte (ISBN: 9783866475014)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Die Sanfte

     (66)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest
    Inhalt : Ein Pfandleiher steht vor der Leiche seiner Frau, die sich vor wenigen Stunden selbst ermordet hat und erinnert sich zurück an sein Leben mit ihr.
    Als 41-jähriger hat er die Not der damals nicht einmal 16-jährigen ausgenutzt, die von ihren zwei Tanten als Sklavin gehalten wurde und an einen widerwärtigen Krämer verheiratet werden sollte. Er hielt um ihre Hand an und somit entschied sich das Mädchen für das wohl kleinere Übel und nahm den Heiratsantrag an. Die Beziehung ist von Anfang an geprägt von Strenge und Schweigsamkeit und der Pfandleiher gibt zu, dass er sich seine Frau auf diese Weise erziehen wollte. Erst als es zu spät ist, werden ihm seine Fehler bewusst.

    Meine Meinung: Dieses schmale Büchlein besteht aus einem inneren Monolog des Pfandleihers, der die Beziehung zu seiner nun toten Frau überdenkt. Man erfährt, wie die Beiden sich kennen gelernt haben, wie sich die Beziehung entwickelt hat und wie es letztendlich zu dem Selbstmord der jungen Frau kam. Außerdem berichtet der Pfandleiher auch ein wenig aus seiner Vergangenheit - darüber, wie er zu seinem Beruf kam und was er in seinem Leben schon durchmachen musste.
    Am Anfang sind die Gedanken des Pfandleihers recht konfus, aber relativ schnell werden sie strukturierter und man kann besser folgen. Der Mann war mir nicht sympathisch, denn er gesteht, dass er in seiner Frau einen Freund gesucht hat, den er sich erziehen und besiegen muss. Er macht einen sehr selbstgerechten Eindruck und ihm scheint jegliche Wärme zu fehlen. Seine Frau und er wirken wie Fremde und die Wesensveränderung des Pfandleihers am Ende kam mir etwas plötzlich.
    Da ich mich etwas schwer getan habe, mich in den Pfandleiher hineinzuversetzen und seine Gedanken nachzuvollziehen, konnte mich das Buch nicht so richtig begeistern. Trotzdem mochte ich den Schreibstil, der gut verständlich war, aber natürlich trotzdem nicht ganz einfach, da es sich um ein sehr altes Buch (Erstausgabe 1876) handelt. Ich würde ihn als blumig und poetisch beschreiben.
    Auch wenn mich die Geschichte nicht ganz erreicht hat, ist sie doch aufwühlend und zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, Gefühle zu zeigen und nichts als selbstverständlich hinzunehmen.
  5. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (647)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  6. Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783596907304)
    Fjodor M. Dostojewski

    Verbrechen und Strafe

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Rodion Romanowitsch Raskolnikow, ein ehemaliger Student, fristet ein ärmliches Dasein und muss immer wieder Geld bei einer alten Wucherin leihen. Da er sich zu Höherem berufen fühlt und die alte Frau für ihn nur eine Laus ist, will er sie umbringen. Nachdem Raskolnikow seinen Plan umgesetzt hat, plagt ihn jedoch sein Gewissen und die Polizei gerät auf seine Spur. Wird er mit seiner Tat davonkommen oder nicht? 


    „Verbrechen und Strafe“ ist mein erstes Werkt von Fjodor Dostojewski und ich wusste vorher nicht, dass Elemente eines Kriminalromans in dieses Buch eingeflossen sind. So wurde es unerwarteterweise phasenweise echt spannend. Vor allem Raskolnikows Katz-und-Maus-Spiel mit den Ermittlern und der verbale „Showdown“ mit Porfirij Petrowitsch waren ganz großartig herausgearbeitet.

    Durch die Ermordung der Alten glaubt Raskolnikow der Menschheit etwas Gutes zu tun, da er „unwertes“ Leben beseitigt. Wenn ihr euch jetzt fragt, „Habe ich das nicht schon einmal irgendwo gehört?“ oder es euch beklemmend aktuell vorkommt, dann geht es euch wie mir. Gerade die Aktualität der zugrundeliegenden Motive des Protagonisten, gepaart mit dem Blick auf arme und reiche Menschen in Sankt Petersburg, auf die man im Roman trifft, haben mich begeistert! Dadurch wird „Verbrechen und Strafe“ zu einem zeitlosen Meisterwerk.


    Es gibt noch einige weitere Erzählstränge, die sich um Sonja und Raskolnikows Familie drehen. Dabei geht es wieder um Armut und um Wege, daraus zu entkommen. Außerdem wird ein gutes Bild der damaligen Gesellschaft gezeichnet. Dies hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.


    Die Charaktere sind alle gut gezeichnet: Dunja gefiel mir extrem gut mit ihrer Charakterstärke, Dmitrij lockert die Handlung auf und bringt eine humorvolle Note mit ein, Sonja ist eine gute Seele und verantwortlich für die Läuterung Raskolnikows. Luschin ist ein Narzisst, Swidrigajlow ein widerlicher Pädophiler und Porfirij Petrowitsch ein gerissener Ermittler.


    Mit Swetlana Geiers Übersetzung bin ich sehr gut zurechtgekommen. Der Stil eines Romans aus dem 19. Jahrhundert wird als Rahmen beibehalten, doch lockern zeitgenössische Worte und ein modernerer Satzbau das Ganze auf lassen den Leser nicht ermüden. So macht das Lesen russischer Klassiker Spaß! Ich bin mir sicher, dass ich gerne noch zu weiteren Werken Dostojewskis greifen werde. 

  7. Cover des Buches Die Brüder Karamasow (ISBN: 9783746639000)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

     (218)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Dostojewski ist nichts, was ich mal nebenbei lese. Es ist auch keine Literatur, die ich als erstes wählen würde. Aber ich weiß, dass ich ohne ihn auch nicht leben könnte. Es ist nicht vergleichbar mit einer Hassliebe, eher ist es eine wahnsinnige Herausforderung. 

    Ich hatte Glück, dass ich ,,Die Brüder Karamsow,, innerhalb einer Leserunde lesen und verstehen konnte. Mit Sicherheit hätte ich es sonst nicht weit geschafft. Zum Verständnis und zur Beendigung hat es jedenfalls sehr viel beigetragen.

    Dostojewski hat gefühlt hier alle Themen reingebracht, die ihn beschäftigt haben: Kirche/Glaube (ganz groß), Familie und soziale Verhältnisse, Frauen natürlich, die Justiz und ihre Arbeitsweise, Gewaltverhalten, Sozialkritik (Verständnis für die Benachteiligten)...Große Themen,  die auch mich auf jeden Fall beschäftigen und er hat es mir nochmal bewusst gemacht. Danke dafür. 

    Aber so dankbar ich ihm auch bin, so sehr habe ich auch manchmal gedacht,  dass ich nicht vorankomme.  Und das ist nicht nur auf das Lesen bezogen, sondern auch auf meine Gedanken und Gefühle. Obwohl das Buch in sich eine runde Geschichte abgibt, ist es ein vollgepackter Frachter, der einfach nur massiv wirkt.

    Man muss sich auf Dostojewski einlassen, ihn verstehen lernen und, ich sehe es persönlich so, ihn irgendwie auch menschlich mögen und ,,nahe,, sein 😄

  8. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? (ISBN: 9783837109276)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.
  9. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783746638768)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (257)
    Aktuelle Rezension von: claudiaZ

    Das Werk hat mir ausgesprochen gut gefallen, insbesondere durch die Veränderung der Atmosphäre im Verlauf der Handlung. Zu Beginn des Buches ist Alexej als dienstbarer Hauslehrer bei einer russischen Familie angestellt, die sich in einem Hotel einer deutschen Kurstadt aufhält. Im Laufe der Handlung entwickelt er sich durch die Ereignisse zu einem leichtfertigen Spieler. Spielsucht ist nun eigentlich kein erstrebenswertes Lebensziel. Aber war Alexej´s Leben im Dienst der russischen Großfamilie, die in prekären finanziellen Verhältnissen lebt, wirklich dem Leben als Spieler vorzuziehen? Denn dort war er den Launen und Intrigen der einzelnen Familienmitglieder und deren Bekannten ausgesetzt und auch im Ungewissen hinsichtlich seiner Zukunft. Als Spieler lebt er ohne wirkliche Lebensziele, vertraut einzig auf sein Glück und dass sich in schwierigen Situationen ein Ausweg finden wird. 

    Wie aus dem Nachwort zu lesen ist, hat das Buch autobiografische Züge hinsichtlich der Spielsucht. Daher also die überzeugende Darstellung. Ansonsten ist noch angemerkt, dass das Manuskript binnen weniger Tage fertig gestellt wurde. Man kann es genau so schnell lesen! 

  10. Cover des Buches Drei Meister (ISBN: 9783746715933)
    Stefan Zweig

    Drei Meister

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Allein schon für das Drittel, das Dostojewski einnimmt, ist das Buch das volle Geld und weitaus mehr wert. Grandioser, lebendiger, bildhafter, geraffter, energetischer habe ich noch keine Abhandlung über Dostojewski gelesen. Nicht gelesen haben, darf nicht sein! Fünf Punkte ganz klar zu wenig.
  11. Cover des Buches Fjodor M. Dostojewski (ISBN: 9783865064585)
    Rainer Buck

    Fjodor M. Dostojewski

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Gulan
    „Dostojewski widmet sich den Schicksalen von gesellschaftlichen Randsiedlern. Seine Protagonisten gehören zu den „Stillen im Lande“, hinter denen man gemeinhin keine besondere Gefühls- und Gedankentiefe vermutet. Ohne ihr Los zu beschönigen oder sie äußerlich aus den engen Fesseln ihrer Lebensumstände zu befreien, verleiht er ihnen eine völlig eigene Würde.“ (S.28)

    So beschreibt Biograf Rainer Buck Fjodor M. Dostojewskis ersten Roman „Arme Leute“, der 1846 erscheint. Und gibt damit einen ersten Einblick in das Werk eines der bekanntesten Schriftsteller der Welt. Autor Rainer Buck begründet den Erfolg Dostojewskis und seine bis heute andauernde Relevanz, „weil sich zentrale Existenzfragen nicht ändern“ (S.10). Das Gefälle zwischen Arm und Reich, wirtschaftlicher Druck, Willkür, Machtmissbrauch, die Frage nach Gott und Gerechtigkeit. Dostojewski durchleuchtet „die hintersten Winkel der menschlichen Existenz und die Abgründe der Seele“ (S.9).

    Dabei ist sein eigenes Leben Dostojewskis wichtigste Inspiration und seine Erfahrungen bilden den Kern vieler seiner Werke. Am einschneidendsten ist sicherlich seine Verhaftung aufgrund einer angeblichen Verschwörung gegen den Zar kurz nach seinem literarischen Durchbruch. Er wird zum Tode verurteilt, scheinexekutiert und dann ins sibirische Straflager „begnadigt“. Die Jahre im Lager bestreitet er lediglich mit einem Neuen Testament. Die Figur des Jesus Christus und dessen Werte werden ihn ein Leben lang prägen.

    Auch das weitere Leben Dostojewskis hat es in sich. Tod der ersten Ehefrau, Tod zweier Kinder, trotz Ruhm und Erfolg ständige Geldsorgen, seine ausgeprägte Spielsucht („Wir haben sieben Wochen in der Hölle gelebt“ (S.89), so Dostojewski über seine Zeit in Baden-Baden). Autor Rainer Buck zeichnet Dostojewskis Leben chronologisch nach und vermittelt einen Eindruck von dessen wichtigsten Werken und deren Entstehungsgeschichte.

    Eine kompakte Biografie, die das Leben Dostojewskis interessant und kurzweilig nachverfolgen lässt. Natürlich hätte man einiges noch vertiefen können, aber dabei besteht ja auch oft die Gefahr des Überfrachtens. Wer also einen anregenden und knappen, aber dennoch nicht oberflächlichen Eindruck in das Leben des russischen Schriftstellers erhalten möchte, ist mit diesem Buch gut aufgehoben.

  12. Cover des Buches Traum eines lächerlichen Menschen / Bobok (ISBN: 9783596293049)
  13. Cover des Buches Garten der Steine (ISBN: B002CB930I)
    Daniil Granin

    Garten der Steine

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Hallogen
    Reiseberichte können durch Beschreibung ähnlicher Verhältnisse und Vorkommnisse Erinnerungen an andere Orte wecken oder aber einem neue Sichtweisen auf einen bekannten Ort eröffnen. Von daher bot es sich an, dieses Werk zu lesen, kenne ich doch die ostdeutschen Städte, in die sich der russische Autor begibt, allesamt. Für einige der Berichte hätte ich fünf Punkte vergeben, für andere vier, für wenige drei, daher muss ich sie doch separat abhandeln: "Anmerkungen zum Reiseführer" berichtet von einer Reise (1967) nach London, die auch nach Schottland führte, und hat mir am besten von allen gefallen, weil Granin die Tatsache, dass über London einfach alles gesagt ist, als Chance versteht und stattdessen die Klischees auflistet, die solche Beschreibungen ausmachen. Zwar besucht er auch selbst solche Standard-Orte wie Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, doch beginnt er dabei Gedanken zur Starrheit Englands zu entwickeln, über die er zu Charles Dickens Londonbild kommt, was ihn schließlich zu einem faszinierenden Erlebnis aus St. Petersburg führt: mit einem Enkel Fjodor Dostojewskis begab er sich dort auf die Spuren der Romanfigur Raskolnikow, die dieser Enkel ausgemacht haben will, und deren Verfolgung fast schon detektivisch erscheint. Leider ist der Ton (im Bezug auf London) etwas vom Kalten Krieg gefärbt, aber das ist äußert selten auszumachen, zumal er stets um Relativierung bemüht ist. Ansonsten enthält dieser Bericht Beobachtungen zu Denkmälern, Kritik an der globalen abstrakten Malerei, Überlegungen zur Vergänglichkeit von Neuerungen (Brückenbau, Autos) oder auch zur Präsenz von Gegenwart und Vergangenheit. Neben "Garten der Steine" (Reisenovelle zu Japan) und "Vier Wochen mit den Beinen nach oben" (Australien), die ebenfalls recht umfangreich sind, gibt es eine Reihe von Reiseskizzen zur DDR (Warnemünde, Leipzig, Magdeburg, Wernigerode) aus den 1960er Jahren, die stets bemüht sind, aus einem kleinen Detail etwas größeres zu entdecken. So bemerkt er an Bachs Grabplatte, dass dieser – zu Lebzeiten verkannte – Musiker die Jahrhunderte überdauerte, wohingegen all die selbstherrlichen Landesherren reichlich erstaunt wären, erführen sie, dass man sie heute gar nicht mehr kennt. Schließlich waren sie doch in ihrer Zeit die bekanntesten Personen. Diese Skizzen sind v. a. als Blick auf Deutschland interessant (etwa was die Gleichförmigkeit von Autobahnen angeht). Bemerkenswert an Granin ist sein Bemühen um Fairness. So schildert er in Wernigerode ein bewegendes deutsches Soldatenschicksal, ist immer wieder bemüht, zwischen Deutschen und Faschisten zu trennen, d. h. nicht der Pauschalisierung anheim zu fallen. Am wenigsten gelungen scheint mir das sprunghafte "Schauen und sehen", ein Versuch, ein Gesamtbild der DDR als Land des optimistischen Aufbaus zu entwerfen. Am besten ist hingegen "Die schöne Uta" geraten, welches sich zunächst mit der berühmten Naumburger Domfigur auseinander zu setzen scheint, aber in Leutenberg spielt, und eine völlig andere Richtung nimmt als man erwartet: Granin trifft sich mit einem der Männer, die seine Heimatstadt bombardierten! Während er in seinem Inneren diesen Mann, der wenig Reue zeigt, weil er seinen Auftrag in Russland genauso erfüllte wie auch anderswo, am liebsten umbringen würde, ringt er sich äußerlich Fassung ab, obwohl mit der Bombardierung indirekt auch die Tragödie seines Lebens zusammen zu hängen scheint. So ist dies eine interessante Konfrontation, in der es um das deutsch-russische Verhältnis geht, aber auch darum, dass man es sich nicht so einfach machen sollte, und die DDR als Staat der guten Deutschen darstellen sollte (was viele in der SU und anderswo damals taten). So erwähnt er auch westdeutsche Bemühungen um Aussöhnung, berichtet von der Eröffnung der Buchenwald-Gedenkstätte, führt ein fiktives Gespräch mit Goethes Faust und Wagner, besucht die ’Wolfsschanze’ Hitlers, die er am liebsten "anpissen" würde, wundert sich über das Unverständnis von Unbeteiligten des Zweiten Weltkriegs (Australier, Pakistani) für den Widerstand Leningrads, berichtet von den schwierigen Friedhofsritualen und einem extrem tragischen Schicksal, das er aber nur anreißt. Er besucht seinen Kindheitsort Staraja Russja, der völlig zerstört wurde, blickt auf die verschiedensten Städte, erzählt, wie sie im Zweiten Weltkrieg deutsche Soldaten zu ’bekehren’ versuchten und entwirft tolle Bilder von Biographiebrüchen etwa das einer Emigrantin, die nach Dresden zurückkehrt. "Einmal zuschlagen" ist eine Reiseskizze aus den USA, die man wohl eher als Kulturschock bezeichnen müsste, und die trotz Bemühung zur Polemik verkommt. Hier, wie auch in anderen Skizzen, glücken ihm aber manchmal auch tolle Beobachtungen (etwa zu Empfängen oder den straff organisierten Terminen). "Der Fischmarkt" ist eine Reisenovelle aus Japan (nutzt die gleichen Figuren wie "Garten der Steine"), ist aber pure Kapitalismuskritik, die versucht den Umweltaspekt zu thematisieren: "Diese Schönheit muss doch eine andere Bestimmung haben! Außer Profit und Gewinn! Die Natur hatte doch gewiß etwas anderes im Sinn!". Schließlich gibt es zwei Reiseberichte zu Frankreich, von denen "Die Kirche von Auvers" hervorsticht, wohingegen "Place Pigalle" recht politisch erscheint: er betrachtet angewidert das Vergnügungstreiben an diesem Standort, der einst Schauplatz eines Revolutionsversuchs (1871) war. "Über ganz was anderes" ist eine Kritik am Massentourismus Capris, und fast ein wenig albern darin, da es eine Schuh-Szene gibt, die wohl eher fiktiv – und als solche dann recht plump – ist. Das Grundanliegen, den Tourismus zu kritisieren, der nur die Orte im Reiseführer abhakt, ist oft zu spüren und allemal verständlich, denn eine Reise ohne diese Plätze würde Erstaunen hervorrufen (so nach dem Muster: "Was? Du warst in Paris und hast xyz nicht gesehen?"), doch sollte jeder seinen Urlaub so machen, wie er es will, was der Bildungsreisende manchmal übersieht. Seine Reiseberichte brachten mir sofort Bilder von eigenen Reisen ins Gedächtnis zurück, und was kann es schöneres geben, als ein Buch, das dies leistet. Selbst in den schwächeren Skizzen gelingt Granin stets ein tolles Bild, so dass vier Punkte mehr als gerechtfertigt sind.
  14. Cover des Buches Die Besessenen (ISBN: 9783036956046)
    Elif Batuman

    Die Besessenen

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Verschollene Kapitel (ISBN: 9783930325290)
    Pawel Huelle

    Verschollene Kapitel

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Hallogen
    Diese literarischen Kolumnen sind relativ weit gestreut, reichen von Erika Steinbach (Bund der Vertriebenen) bis zur Französischen Revolution, beschäftigen sich aber v. a. mit Anekdoten und Randepisoden mitteleuropäischer Autoren und Philosophen wie Elias Canetti, Bohumil Hrabal, Bruno Schulz oder Karl Popper und mit russischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts (Muratov, Nabokov, Bulgakov) sowie mit dem Literaturbetrieb als solchen. Mehrfach schildert Huelle Reisen zu den Heimatorten von Schriftstellern (Nabokov, Dostojevski), auf denen er deren Umfeld nachfühlen will. Die thematische Vielfalt lässt die Zusammenstellung dann aber willkürlich erscheinen, denn Stalin, Erika Steinbach oder Kaiser Hirohito haben mit Literatur nun wirklich nichts zu tun. Zudem ist der Ton einige Male unpassend. Das Buch zeugt von der Bildung des Autors, aber auch davon, dass er manchmal etwas zu ungestüm vorgeht (etwa wenn er darauf verfällt, Kriegsverbrechen aufzurechnen oder wenn er Strafe für Stalin fordert). Es ist mehr ein Buch zum Rumblättern als zum Lesen, denn diese Anekdötchen sind zwar recht nett, aber so besonders spannend ist es dann auch nicht, dass etwa Schulz genau ein Jahr nach seinem letzten Brief an seine Brieffreundin starb. Recht amüsante Details aus dem Leben von Schriftstellern (so heuerte Hrabal einen Doppelgänger an, um Touristen etwas zu bieten), mehr nicht.
  16. Cover des Buches Ein grüner Junge (ISBN: 9783596907335)
    Fjodor M. Dostojewski

    Ein grüner Junge

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ursprünglich in der Regel als der Jüngling erschienen. In einer solchen Übersetzung habe ich auch gelesen, bin aber nie richtig in Tritt gekommen. Die Intention des Jünglings doch auch mal ein Rothschild zu werden, verliert sich recht schnell. Was folgt ist ein für recht unübersichtliches Geschehen, dass ich nur zum Teil nachvollziehen konnte. Dazu kommen noch die klassischen Längen Dostojewskis. So habe ich mich letztendlich mühselig durchgekämpft. Bücher konne komplett an einem vorbeigehen. Das ist so eins. Der Hype um Swetlana Geier, ging auch an mir nicht vorbei. Also wählte ich den Jungling alias den grünen Jungenn um mich auch an ihren Künsten zu erlaben. Es war die blanke Enttäuschung, sodass ich das Buch nach knapp hundert Seiten zur Seite legte und es vermutlich auch nicht wieder in die Hand nehmen werde. Die viel gerühmte Nüchternheit und Klarheit ihrer Übersetzungen kommt mir garnicht entgegen. Sie nimmt dem Stil Dostojewski die Korona eines eben alten Buches, in dem man auch die Vergänglichkeit von Sprache genießen kann. Dostojewskis Gedankenzüge sind extrem seiner Zeit verhaftet. Das sollte auch weiterhin durch die "verwelkte Sprache" erlebbar sein. Geier hat seinem Text die Farbe genommen, wie wenn man einen schön gestrichenen Schrank abbeizt und meint, der Schrank habe an seiner Funktionalität nichts verloren. Ja stimmt. Aber ist dann nicht mehr so schön.
  17. Cover des Buches Böse Geister (ISBN: 9783596907311)
    Fjodor M. Dostojewski

    Böse Geister

     (28)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783957284426)
    Bastien Loukia

    Verbrechen und Strafe

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Der Roman «Schuld und Sühne» des Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski, neu richtig übersetzt mit «Verbrechen und Strafe», wurde ab Januar 1866 in zwölf Teilen in der Monatszeitung «Ruskji Vestnik» in Russland veröffentlicht und erschien erst über zehn Jahr später abgeändert in Buchform. Ein bedeutender Roman der russischen Literatur. Ein Kriminalroman, der sich mit der vorherrschenden Gesellschaftsform beschäftigt: Armut und Ungleichheit; mit einem Verbrechen und der daraus resultierenden Schuld. Sankt Petersburg um das Jahr 1860, Entbehrung, Akoholismus und Prostitution prägen das Straßenbild. Der arme Jurastudent Rodion Raskolnikow, der sich gerne mit Napoleon vergleicht, sich den meisten Menschen überlegen fühlt, glaubt, ein gewissenloser Mensch zu sein, der einfach tun kann, was er will. Um an Geld zu kommen, plant er den perfekten Mord. 


    «Ich wollte bei der Ausführung die denkbar größte Gerechtigkeit walten lassen ... Unter allen Läusen wählte ich die allerunnützeste ...»


    Im Visier hat er eine habgierige Pfandleiherin, die für ihn Abschaum ist, weil sie letztendlich ihre Kunden, die von ihr abhängig sind, auspresst, betrügt. In ihrer Wohnung erschlägt er sie brutal mit einem Beil. Dummerweise kommt ihre Schwester dazu, die er nun auch erschlagen muss. Nach der Tat verfolgen ihn fiebrige Schuldgefühle, Dämonen überfallen seinen Geist. Die Angst, entdeckt zu werden, hängt im Nacken. Und obwohl ein anderer den Mord gesteht, wird der Mörder am Ende von der Hure Sonja geläutert, indem sie ihm von der Auferweckung des toten Lazarus vorliest. Er stellt sich, wird zu acht Jahren Strafarbeit in einem sibirischen Straflager verurteilt. Sonja begleitet ihn dorthin. 


    Circa 700 Seiten hat der Klassiker, und ich war gespannt, wie diese Adaption als Graphic Novel umgesetzt wird. Zeichnungen arbeiten mit Emotionen. Soziales Milieu, ein Täter, der sich intellektuell überlegen fühlt, seine seelische Zerrissenheit nach der Tat, die ihn dann doch unerwartet überfällt, die Angst vor der Entdeckung. Seine Dämonen, die ihn dazu treiben, zu glauben, mit guten Taten etwas wieder gut zu machen. Die Umsetzung funktioniert. Natürlich spiegelt eine Graphic Novel nicht die russische Literatur. Darum geht es nicht. Die Bedeutsamkeit des Romans liegt ja in der Aussage. Und hier hat Bastien Loukia tiefe Atmosphäre geschaffen. Die Aquarelle geben das historische soziale Milieu wieder, die ärmlichen Lebensverhältnisse, wie auch in die Sankt Petersburger Gesellschaft; skurrile Typen, detailliert und ausdrucksstark gezeichnet, wechselnde Perspektiven. Menschliche Abgründe, der Konflikt von Rodion Raskolnikow kommt gut zur Geltung, ebenso seine Alpträume. Es gibt schauerliche Momente, sein Fieberdelirium, Träume, eine von ihm beobachtete Tierquälerei. Besonders gut hat mir der Mix aus verschiedenen Kunststilen gefallen, die sich immer wieder einschieben. Farben wechseln mit der Atmosphäre, detaillierte Figuren legen die Charaktere offen, in all ihrer Verderbtheit. Gleich zu Anfang werden die einzelnen Charaktere in Porträtform vorgestellt, eine sanfte Einführung auf die Figuren, die folgen werden. Ein Comic, das sich lohnt zu lesen. Eine Altersangabe hat der Knesebeck Verlag offengelassen. Es ist eine Allage Graphic Novel, die ab 14 Jahren empfehlen würde – ein Klassiker, der brutale Szenen beinhaltet.


    Bastien Loukia ist ein französischer Maler, Illustrator und Comic-Autor. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt, seine erste Graphic Novel über den Komponisten Eric Satie erschien in Frankreich im Jahr 2016.

     https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/verbrechen-und-strafe-von-bastien.html


  19. Cover des Buches Sternstunden der Menschheit (ISBN: 9783150206393)
    Stefan Zweig

    Sternstunden der Menschheit

     (195)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Eine Empfehlung einen Profs, weil im Buch viele sog. „Schwarze Schwäne“ in den Geschichten enthalten sein sollten. Schwarze Schwäne gelten hier als der am unwahrscheinlichsten eintretende (negative) Fall. Deswegen hat es mich interessiert und ich habe mir das Buch mH des Hörbuchs zu Gemüte geführt.

    Nicht immer sind die schwarzen Schwäne in den Anekdoten aus der Weltgeschichte so offensichtlich zu finden. Zeitgleich bekommt man aber auch einige interessante Entwicklungen aus der Geschichte, die man so – wenn überhaupt - vielleicht bisher noch nicht gekannt hat.

    Muss leider anmerken, dass in meiner Print-Ausgabe von Edition Anaconda 2 Kapitel fehlen (Cicero und Wilson). 

  20. Cover des Buches Ein Sommer in Baden-Baden (ISBN: 9783833305139)
    Leonid Zypkin

    Ein Sommer in Baden-Baden

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wer den Punkt als Satzzeichen ablehnt, liegt mit dem Buch richtig, denn geschrieben wie an einem Faden, mit Massen von Kommata, aber kaum Punkten, sodass eine reizvolle, nicht unbedingt abstoßende Form entsteht, die allenthalben hoch gelobt wird, jedoch nicht von mir, da es sich um eine eher abstrakte Anlehnung an Dostojewskis Vita handelt. ;-)
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