Bücher mit dem Tag "flaubert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "flaubert" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Die Erziehung der Gefühle (ISBN: 9783596902460)
    Gustave Flaubert

    Die Erziehung der Gefühle

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  2. Cover des Buches Der Geist der Bücher (ISBN: 9783548608488)
    Christoph Wortberg

    Der Geist der Bücher

     (93)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus
    Inhalt:
    Der rachsüchtige Gondar hat der Weltliteratur den Kampf angesagt. Doch er hat nicht mit dem Widerstand der Schriftstellerin Lynn und ihres Neffen Ben gerechnet.
     Die berühmte Schriftstellerin Lynn aus New York kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass die Welt der Literatur in Gefahr ist. Gondars Schergen meucheln Helden, zerstören Schauplätze und löschen die Erinnerung an ferne Zeiten. Lynn muss die Welt retten, die ihr so viel bedeutet. Ihr fünfzehnjähriger Neffe Ben folgt ihr, denn schließlich ist sie seine letzte Verwandte. Mit Hilfe eines Amuletts nimmt er ihre Spur auf und gelangt so in das Verona Romeo und Julias. In letzter Sekunde rettet er Julia vor den Häschern Gondars. Mit ihr und Romeos Freund Mercutio an der Seite setzt er seine Reise durch die aufregende Welt der literarischen Abenteuer fort – immer auf der Suche nach seiner Tante und dem Rätsel der Zerstörung dieser Welt. Dann nimmt Gondar auch ihn und seine Freunde ins Visier.

    Meinung:
    Ein Werk für Jugendliche das einen in die Welt der Bücher und Literatut führt.
    Das Buch ist gut lesbar und interessant, und vor allem, wenn man so ziemlich alle literarischen Figuren, die auftauchen, kennt, muss man weiterlesen.
    Kapitän Ahab mit seiner Mannschaft, Robinson Crusoe und   Freitag, Don Quijote und Sancho Panza, Oliver Twist, Madame Bovary, Anna Karenina, der junge Werther, das Fräulein von Scuderi und viele andere Protagonisten berühmter Klassiker kreuzen den Weg von Ben und helfen ihm bei der Suche und dem Kampf gegen den finsteren Gondar, was viele mit dem (vorläufigen) Tod bezahlen müssen.
    Einige große Sprünge plötzlich verwirren etwas und man fragt sich, wie können die Sprünge zwischen den einzelnen Büchern überhaupt funktionieren.
    Für Liebhaber der Literatur bestimmt ein gutes Werk, aber manchmal hätte es an einigen stellen weiter ausgebaut werden können.
  3. Cover des Buches Crack Wars (ISBN: 0252071905)
    Avital Ronell

    Crack Wars

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  4. Cover des Buches Briefe (ISBN: 9783257203868)
    Gustave Flaubert

    Briefe

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Flaubert war emsiger Briefeschreiber - hiervon kündet der dicke Band Briefe, den Helmut Scheffel, der Herausgeber, zusammengestellt hat. Viele der Briefe sind amüsant zu lesen, erzählen indirekt vom Leben im Paris des 19. Jahrhunderts und vom eitlen Kulturbetrieb. Und sie erzählen von Flaubert, einem aufgeweckten, vielseitig interessierten Autor, der sozialkritisch seine Gegenwart betrachtete, über sie wettert, sich - je älter er wird - immer weniger mit seiner Zeit anfreunden kann. Für Flaubert-Fans ein Muss, für Historiker oder Literaturfreunde ebenfalls, denn als Zeitdokument sehr erkenntnisreich.
  5. Cover des Buches Madame Bovary (ISBN: 9781544125961)
    Gustave Flaubert

    Madame Bovary

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Oriodoran
    Nachdem seine erste, zweckmäßige Ehe scheitert, schätzt sich der Landarzt Charles Bovary glücklich, als er mit der klugen und attraktiven Emma verheiratet wird. Er sieht in ihr die perfekte Frau, er verehrt sie und legt ihr die Welt zu Füssen.
    Doch Emma fühlt sich in der Ehe gefangen und empfindet ihren Mann als einen Taugenichts. In ihrer Phantasie lebt sie ein Leben voller gesellschaftlicher Höhepunkte, Prunk und Geld. Als sie an Depressionen erkrankt, zieht Charles mit ihr in eine andere Stadt, in der Hoffnung, ihr damit zu helfen. Emma aber wird nicht glücklich, sie stürzt sich in hohe Schulden bis hin zu Affären mit Männern guten Standes.
    Immer weiter verwickelt sich Emma in ihr Streben nach einem besseren Leben, in ihre Lügen und ihre Schulden. Doch glücklich wird sie auch dadurch nicht.

    Flaubert hat mir in jeder Zeile des Buches eines vor Augen gehalten: Du wirst nie zufrieden, mit dem, was du hast. Sobald du es erreicht hast, hast du schon wieder ein neues Ziel. Was ja durchaus sein Gutes hat.
    Mit seiner von Traurigkeit und Verzweiflung geschwängerten Geschichte vermittelt er uns etwas, was damals wie heute Wert hat. 

    Trotz ihrer unsymphatischen Art, litt ich mit Emma mit, denn es war mir ein Leichtes, mich in ihre Lage zu versetzen. Denn geht es nicht uns allen so? Sind nicht  wir Madame Bovary? So wie Flaubert eins sagte "Madame Bovary - C'est Moi"?
  6. Cover des Buches Wörterbuch der Gemeinplätze (ISBN: 9783458330035)
    Gustave Flaubert

    Wörterbuch der Gemeinplätze

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Flaubert (1821 – 1880) hat hier ein Kuriosum geschaffen, dessen Sinn sich dem Leser nicht sogleich erschließt. Das „Wörterbuch der Gemeinplätze“ wird heute in der Stadtbibliothek von Rouen aufbewahrt, bestehend aus einer riesigen Sammlung verschiedenster Dokumente, Zettel, Fetzen, Zeitungsartikel und dergleichen. Abgeheftet in insgesamt acht Bänden, jeweils ca. 300 Seiten dick. Ziel dieser irren Wut des Sammelns war das Zusammenstellen eines Katalogs der „Blödheiten“, inspiriert durch Flauberts letztes Werk „Bouvard und Pecuchet“. Flauberts letzter Roman (siehe meine Rezensionen) konnte leider nicht vollendet werden, da Flaubert über der Vollendung verstarbt; das Ende des Buches kann man jedoch aus Manuskripten und Notizfragmenten erahnen. Das „Wörterbuch“ sollte nun einen Querschnitt all dessen darstellen, was an „Wahrheiten“ und Grotesken der damaligen Welt im Umlauf war; es sollte dasjenige Wissen und Halbwissen dokumentieren, was man in Salons und unter angeblich „gebildeten“ Menschen so alles vertrat. Vieles von dem, was bereits Flaubert als kuriose Unwahrheit enttarnte, die sich aber hartnäckig hielt wie ein Kaugummi an einer glatten Oberfläche, kann man heute in moderner Fassung und aktueller Prägung wiederfinden. Immer noch gibt es Halbwahrheiten, die trotz aller Ernsthaftigkeit weiterhin vertreten werden; scheinbar logische Schlussfolgerungen, die sich unnachgiebig aufrecht erhalten und das Wissen sowie die Intelligenz desjenigen, der sie vertritt, dokumentieren sollen. Bei genauerem Hinsehen erweisen sich indes all diese Halbwahrheiten als Blödsinn, als Nonsens, der eigentlich – wären seine Vertreter tatsächlich so intelligent wie sie zu behaupten versuchen – durchschaut werden müsste. Man kommt beim Lesen schon unter dem Buchstaben „A“ aus dem dauerhaften Schmunzeln nicht heraus. Und man erkennt sich oftmals wieder, dass man ebenso mit einem Bündel Halbwahrheiten hausieren geht, sie oftmals aus eigener Denkfaulheit nicht zu hinterfragen sucht. Herrlich zu Lesen, viel zum Schmunzeln. Sinnvoll wäre es allerdings, das „Wörterbuch“ zusammen mit „Bouvard und Pecuchet“ zu lesen, da sich in dieser Kombination die Intention Flauberts erst in seiner Gänze erfassen lässt.
  7. Cover des Buches Flauberts Papagei (ISBN: 9783462044034)
    Julian Barnes

    Flauberts Papagei

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Welcher Papagei stand wohl auf Flauberts Schreibtisch als er seine Meisterwerke schrieb? Diese Frage treibt den englischen Arzt Geoffrey Braithwaite durch Frankreich, auf den Spuren des von ihm so bewunderten Dichters dessen Biografie er schreiben will. Dabei findet er mehr als eine Geschichte, mehr als eine etwas irre helfende Hand und stets begleiten ihn die Werke des Franzosen. 

    Ein Buch dessen Inhalt sich nur schwer wiedergeben lässt, das sich aber hochinteressant liest. Die Geschichte des Arztes tritt dabei fast vollständig in den Hintergrund. Versatzstücke aus Flaubert-Biografien, Literaturwissenschaft, Textgeschichte und amüsante Anekdoten zur Beschäftigung mit Literatur überhaupt – unvergessen bleibt mir die Passage über die Beschreibung von Augen in literarischen Werken -  machen vergessen, dass hier keinesfalls ein unterhaltsames Sachbuch vorliegt, sondern ein Roman. Die Suche nach dem richtigen ausgestopften Papagei ist dabei kaum ein roter Faden zu nennen und doch symbolisiert er wie dieses Buch zu einem Streifzug durch das Leben und die Rezeption Flauberts geht. Wenn man es am wenigsten erwartet taucht er wieder auf und doch spielt die Antwort am Ende kaum eine Rolle. 

    Schwer zu fassen, aber äußerst witzig hat Julian Barnes hier ein interessantes Buch vorgelegt, das jedem, der ein bisschen von Flaubert kennt und sich für sein Lebe interessiert bestens unterhält. Man darf nur niemals vergessen: Es bleibt ein Roman, so sehr es sich auch als Sachbuch und unterhaltsame Lehrstunde ausgibt.

  8. Cover des Buches HHhH (ISBN: 9783499255878)
    Laurent Binet

    HHhH

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Laurent Binet wollte schon immer einen Roman über Reinhard Heydrich schreiben bzw. über die beiden Attentäter Jozef Gabčík und Jan Kubiš. Und hat er das getan? Nein – er schrieb einen Roman über eine, der immer schon einmal einen Roman über Heydrich und seine beiden Attentäter schreiben wollte. Was anfangs noch wie eine ausgeweitete Captatio benevolentiae ausgesehen hat, krankt zunehmend an der ständigen Sucht des Autors, den Schreibprozess und die damit verbundenen Entscheidungen (Darstellung, Auswahl, Recherche, Blickwinkel etc.) zu reflektieren. Um es mit Binet zu sagen: „Diese Geschichte wird zu meiner persönlichen Angelegenheit.“ (S. 148) Leider.

    Man darf annehmen, dass jeder Autor, der seinen Roman oder sein Sachbuch einem Thema widmet, sich mit diesem intensiv befasst und bis zur Besessenheit hineingekniet hat. Insofern ist Binet nichts Besonderes wiederfahren, vielleicht aber hat er gemerkt, dass nichts Besonderes aus seinem Roman herausgekommen wäre. Darum impfte er ihn mit seinen Metabetrachtungen – vielleicht auch, weil Jonathan Littells „Die Wohlgesinnten“ ebenfalls das Sujet des Menschen im Nationalsozialismus ausleuchtet und es so extrem gut machte.

    Binet stolpert nun also durch die Geschichte, indem er Heydrichs Leben und Werdegang kolportiert, hin und wieder Szenen formuliert, um ihre Textgenese anschließend zu kritisieren (Was ist erfunden? Was ist nachprüfbar? Was kann man erzählen? Was darf man erzählen?), weshalb er sich dem Kriegsverbrecher Reinhard Heydrich kaum nähert. Er kreist um ihn – und endlich später auch um die tschechoslowakischen Fallschirmspringer und Freiheitskämpfer –, ohne dass sich eine einzige historische Erkenntnis aufschließen würde, die jeder Handbuchartikel liefern könnte. Die Aneinanderreihung von Anekdoten, Kolportagen, Geschichtchen und die zwischengeschaltete Metabetrachtung von Binets Näherung zum Thema gärt zu einem blubbernden, undefinierbaren Cocktail. Bisweilen schleicht der Verdacht heran, dass Binet es sich womöglich leicht machen wollte, „… da ich mir nicht die Zeit genommen habe, eine vertiefte Recherche zum Thema durchzuführen.“ (S. 192). Den möglichen Vorwurf entkräftet der Text rhetorisch, indem er ihn selbst äußert und indirekt abzuschmettern versucht.

    Dass es nicht auf das Detail ankommt, solange der Kern sichtbar wird, thematisiert Binet selbstredend auch. Doch setzte er es nicht um, obschon doch „der Erzähler beinahe uneingeschränkte Freiheiten“ besitze (S. 189). Binet nutzt seine Freiheiten zur Metaanalyse des Biographieschreibvens, was legitim, aber auch fad ist. Nicht eine historische Wahrheit, eine anthropologische Erkenntnis oder ein erhellendes Verständnis lässt sich aus diesem Sachbuch-Roman ziehen. Ob ein Roman über Reinhard Heydrich korrekt sein kann, ob man sich „sicher sein“ kann (S. 256), fragt sich Binet, statt sich zu fragen, ob er wahr sein kann. Denn eine historische Wahrheit misst sich nicht nur am korrekten Detail (schwarzes Auto/grünes Auto), eine literarische Wahrheit noch viel weniger. Und genau diese literarische Wahrheit vermisse ich hier schmerzlich.

    Rezensionen von Binets Heydrich-Text kreisen um die Bemerkungen auf der Metaebene und räsonieren über die Rechercheproblematik bei historischen Romane, die Binet so plastisch darlege. Dabei äußert keiner, dass hier selbstverständlich ein Text den Leser massiv manipuliert und mit dem texinhärenten Ich keinesfalls der Autor gleichzusetzen ist! „Aber ich bin eben keine Figur“, schreibt Binet auf Seite 217 – aber ist es freilich doch! Sogar die Hauptfigur.

    Ist das ironisch? Zum Beispiel auch, wenn Binet über das Pathos in Alan Burgess‘ Attentats-Roman von 1960 klagt (S. 243), um wenig später Gabčík und Kubiš den „heiligen Boden“ Prags betreten zu lassen (S. 248)? Überhaupt setzt sich der zweite Teil des Romans über die Metaüberlegungen des ersten Teils hinweg und erzählt die Geschichte des Attentats romanhaft (und gut). Hier liest sich der Text wie ein historischer Thriller und liefert dem Leser Erkenntnisse über die Drangsal des totalitären NS-Regimes im Protektorat, über die inneren Mechanismen des Machtapparates und die Bedeutung, die Heydrichs seelenloser Bürokratismus und karrieregeile Menschenverachtung besaßen.

    „HHhH“ ist weder Fisch noch Fleisch, weder Biographie noch Roman, ist voller inkonsequenter Erzählhaltungen und setzt sich m.E. viel zu wenig mit der Frage der Wahrheitssuche in der Geschichte auseinander, weil zu sehr die Mechanik derselben im Vordergrund steht.

    Ich verstehe nicht, warum Binet den Prix Goncourt du Premier Roman bekommen hat. Vielleicht habe ich aber auch den ganzen Roman nicht verstanden.

  9. Cover des Buches Madame Bovary (ISBN: 9783328106722)
    Gustave Flaubert

    Madame Bovary

     (546)
    Aktuelle Rezension von: moontales

    Wer gern Klassiker liest sollte vor Madame Bovary keinen Halt machen. Das Buch hat durchaus seine Höhen und Tiefen, ich habe es aber dennoch innerhalb von wenigen Tagen durchgelesen, was bei mir ein gutes Zeichen ist ;) Teilweise fällt es schwer die Hauptprotagonistin im Handeln zu verstehen, allerdings liegt das daran, dass wir heute in einer komplett anderen Zeit leben. Deshalb kann und will ich dafür keine Sterne abziehen. Das Ende hat mir zuerst nicht gefallen, nach einer Nacht drüber schlafen fand ich es dann ehrlich gesagt gar nicht schlecht und durchaus realistisch. Von mir gibt es also eine Leseempfehlung zu diesem Buch :)

  10. Cover des Buches Bouvard und Pécuchet (ISBN: 9783458174318)
    Gustave Flaubert

    Bouvard und Pécuchet

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    "Bouvard und Pécuchet" erzählt die Geschichte zweier zwar interessierter aber irgendwie doch stumpfsinniger und flachgeistiger Pariser Büroangestellter, die sich bei einem Spaziergang in Paris über den Weg laufen und erkennen, dass sie für einander bestimmt zu sein scheinen. Nachdem beide in den Ruhestand getreten sind und der eine eine nicht unerhebliche Erbschaft antreten konnte, erfüllen sie sich den ersten einer Vielzahl von Wünschen, die sich im Laufe des Romans ihrer Phantasie entwinden und die sie umzusetzen wünschen. Die Intention des Autors bleibt verwischt; genau dies haben seine Zeitgenossen und Literaturkritiker auch an diesem Roman bemängelt. Was wollte Flaubert mit dem Roman zum Ausdruck bringen? Ich habe gelesen, dass es (wohl) Sinn und Zweck war, sämtliche zur Zeit Flauberts bekannte wissenschaftliche Theorien und Disziplinen ad absurdum zu führen. Das mag zwar eine plausible Idee sein, aber um diese Idee glaubwürdig darzustellen, hätte er sich lieber zweier intelligenterer Protagonisten bedienen müssen. Die Wissenschaft statt dessen durch zwei Stumpfsinnige entlarfen zu wollen, erscheint doch recht erfolglos und wenig überzeugend. So bleibt mir nur eine Erklärung logisch: es ging Flaubert vielleicht einzig um eine Charakterstudie; Bouvard und Pécuchet glänzen durch Mittelmäßigkeit. Einerseits vor Ideen überlaufend, andererseits fehlt es ihnen an geistiger Reife und Fähigkeit, die Materien, die sie gerne durchdringen würden, mit Ernsthaftigkeit und tatsächlichem Begreifen zu erfassen. Sie bleiben nur auf einem laienhaften Niveau verharren. Gelingt ihnen etwas nicht, verspricht es nicht den Erfolg einzufahren, den sie sich erhofft haben, verschafft es ihnen nicht die ersehnte Befriedigung oder fühlen sie sich durch andere übervorteilt oder veräppelt, werfen sie alsbald das Handtuch, verlieren fast alles Geld und bringen am Ende gar die ganze Dorfgemeinschaft gegen sich auf. Und was bleibt ihnen am Ende: sie zimmern einzig das, was sie ihr ganzes Leben womöglich nur gekonnt haben: einen Schreibpult, an dem sie als Schreiber wieder arbeiten möchten. Aber bevor sie diese Erkenntnis haben graben sie nach archäologischen Kostbarkeiten, sammeln Kunst, züchten Obst, pekieren Bäume, versuchen sich im Okkultismus, möchten das Christentum verstehen, üben sich in Pädagogik und probieren Frauen auf recht drollige Weise aus (einschließlich der damit gerne verbundenen Geschlechtskrankheiten). Menschen, denen es an Mittelmaß nicht mangelt, gibt es viele. Unsere vielgestaltige und farbenfrohe Welt ermöglicht jedem, alles einmal auszuprobieren. Hobbies hat man im Laufe seines Lebens viele, vieles wechselt, manches stellt sich im Nachhinein als etwas heraus, dem man vielleicht doch nicht gewachsen war. All dies liegt im Maß des Normalen; Flaubert beschreibt jedoch zwei Kerle kindlicher Natur, die in drei Jahren fast die ganze Welt geistig umrunden. Dass dabei nichts Sinnvolles und Solides bei herauskommen kann, erscheint zwangsläufig. Deshalb ein überaus empfehlenswerter und (vielleicht auch) lehrreicher Roman ;-) !!
  11. Cover des Buches Istanbul (ISBN: 9783446252295)
    Orhan Pamuk

    Istanbul

     (67)
    Aktuelle Rezension von: black_horse
    Nachdem mich "Diese Fremdheit in mir" des Autors im letzten Jahr nachhaltig beeindruckt hat, habe ich zu diesem Werk gegriffen, um mehr über Orhan Pamuk zu erfahren.

    Dieses Buch ist kein Einfaches. Es lässt sich nicht in einem Rutsch lesen. Ich habe es über ein halbes Jahr in Etappen immer wieder zur Hand genommen. In 37 Kapiteln erzählt der Autor über seine Kindheit und Jugend in "seiner Stadt". Er analyisiert dabei sehr genau die Wahrnehmung von Istanbul und dem ganz besonders melancholischen Flair - dem Hüzün. Im Mittelteil lässt er sich sehr ausführlich über Maler und Schriftsteller - einheimische und europäische - und deren Blick auf die Stadt aus. Das fand ich ziemlich anstrengend zu lesen. Sehr interessant dagegen seine eigene Entwicklung von klein auf bis zu seinem Studium der Architektur. Pamuk hat ganz offensichtlich eine ganz besondere Beziehung zu seiner Stadt aufgebaut. Er ist ein angenehmer Erzähler, der ganz wunderbar Bilder vor dem Auge des Lesers entstehen lassen kann.

    Apropos Bilder: Das Buch enthält sehr viele Fotos der Stadt, aber auch einige der Familie. Eine tolle Zusammenstellung von Eindrücken.

    Ein wirklich besonderes Buch mit einer interessanten Mischung aus Autobiografie und Stadtporträt, das einige Längen aufweist, aber den hüzün der Stadt sehr gut transportiert.
  12. Cover des Buches Die geheimen Gutachten des Vatikan (ISBN: 9783865390707)
    Peter Godman

    Die geheimen Gutachten des Vatikan

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Literarischer Führer Frankreich (ISBN: 9783458344988)
    Hans G. Bauner

    Literarischer Führer Frankreich

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Zu dem Buch muss man vorweg eine Einschränkung vornehmen, die auch mir vor dem Kauf nicht bekannt war: es handelt sich um einen Reiseführer in Lexikonform! Nicht um ein Buch, in dem biographisch über Autoren Frankreichs geschrieben wird und Reisetipps dem interessierten Leser zur Hand gegeben werden. So ist das Buch - entgegen meiner eigenen Erwartung - alphabetisch nach Ortschaften und Regionen Frankreichs aufgegliedert. Jeweils hier finden sich - wie im Brockhaus - Hinweise zu den verschiedensten Autoren: wo sie gelebt haben, welche Romanfigur in welcher Straße angesiedelt wurde etc. Reiserouten erschließen sich so nur indirekt, also wenn der interessierte Romanleser eine Tour plant und zur Auswahl seiner Reiseziele die Ortsbeschreibungen und -hinweise des Buches zur Hand nimmt. Alle Abbildungen in schwarz-weiß; Karten gibt es auch keine wirklichen. Im Ganzen handelt es sich eigentlich mehr um ein 'Lexikon' französisch-sprachiger Autoren und ihrer Romanfiguren. Wer in diesem Sinne mit solchen Informationen eine Lesereise durch Frankreich planen will oder seine Kulturreise mit den entsprechenden Informationen über Autoren und ihre Werke bereichern möchte, dem empfehle ich dieses dicke Buch.
  14. Cover des Buches Briefwechsel 1863-1880 (ISBN: 9783921592519)
    Gustave Flaubert

    Briefwechsel 1863-1880

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Mit rund vierzig Jahren beginnen sich Flaubert und Turgenjew regelmäßig Briefe zu schreiben. Beide Männer sind literarisch bereits bekannt, publizieren, haben als Schriftsteller Erfolg – und fragen sich gegenseitig, die jeweils die Werke des anderen dem Freund gefallen. Turgenjew lebt mittlerweile im Pariser Exil, beide Männer sind – je älter sie werden – mehr und mehr Kulturpessimisten. Ihr Briefwechsel ist damit nicht nur der lockere Austausch von Leseerfahrungen und Literaturbewertungen, sondern vor allem auch die Realisierung des Bedürfnisses, bevor man von der Welt gehen müsse, „noch ein paar Kübel Scheiße“ auf die Köpfe ihrer Mitmenschen zu werfen (S. 13). In genau solchem Ton sind die Briefe: viel Humor, Kritik, Meckereien, Bosheiten – frei von der Leber weg. Ein sehr unterhaltsamer Lesegenuss!
  15. Cover des Buches Drei Erzähungen. Trois contes (Insel Bibliothek) (ISBN: B004TN7XY0)
  16. Cover des Buches Die Erziehung des Herzens (ISBN: 9783257207231)
    Gustave Flaubert

    Die Erziehung des Herzens

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Als Frédéric zum Studium nach Paris kommt, hat er hochfliegende Träume und viele Pläne, doch alles verpufft als er Frau Arnoux trifft und sich Hals über Kopf in sie verliebt.  Da sie als verheirate tugendhafte Frau für den unbeholfenen, völlig realitätsfremden Jungen unerreichbar bleibt, freundet er sich mit ihrem Mann an. Die nächsten Jahrzehnte lähmt diese Liebe ihn in all seinen Unternehmungen, macht ihn blind für den Egoismus und das Schmarotzertum seiner Freunde und sorgt dafür, dass er nur um ihr alles zu erhalten sich fast völlig ruiniert.

    Flaubert ist niemals eine einfache Lektüre. Melancholie, düstere Realität und unsympathische Charaktere sind Bestandteil seiner detaillierten Gesellschaftspanoramen. Hier hatte ich allerdings den Eindruck etwas Wesentliches verpasst zu haben. Zäh schleppte sich die Geschichte von Seite zu Seite. Frau Arnoux wurde für mich als Leser niemals zu dem hohen Ideal, das Frédéric in ihr sah, sondern ging mir schließlich gehörig auf den Geist. Den apathischen Protagonisten wollte man wahlweise treten oder ohrfeigen, um ihn endlich zur Besinnung und zum Leben zu bringen. Was Flaubert mit der Geschichte transportieren wollte, ist mir völlig entgangen. Weder mit Inhalt noch mit Drama konnte er mich packen. Um diese Geschichte zu würdigen, muss ich nach einem anständigen Kommentar mit Interpretationsansätzen suchen. 

    Das Nachwort des Übersetzers E.A. Reinhardt hat mir hier nicht weiterhelfen können. Er verliert sich zu sehr in seiner Flaubert-Begeisterung und beschränkt sich schließlich auf nebulöse Andeutungen, dass man schon wüsste, was der Roman bedeuten soll – und wenn nicht, dass ist man halt so ein Ignorant wie Flauberts Zeitgenossen. 

    Das Buch selbst konnte mich nur mäßig begeistern und ich bleibe mit dem dumpfen Gefühl zurück, etwas Wesentliches in ihm übersehen zu haben.

  17. Cover des Buches Ein Leben (ISBN: 9783832164737)
    Guy de Maupassant

    Ein Leben

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein Roman aus vergangenen Zeiten. Das 19. Jahrhundert. Es ist eine Geschichte, die eine Frau in den Mittelpunkt stellt. Sie wächst in Reichtum auf, behütet, voller romantischer Träume in Bezug auf ihr Leben, die zukünftige Liebe ihres Lebens und dennoch voller Unwissen, was da auf sie zukommen wird. Sie kommt zurück auf das Landgut ihrer Eltern in der Normandie. Aufgewachsen in einer Klosterschule, unwissend und voller Tatendrang das Leben zu entdecken.
    Ein junger Mann umwirbt sie- „Julien de Jeanne“. Die Hochzeitsnacht scheint wie eine Art Schock für sie zu sein, doch die Hochzeitsreise entschädigt und sie scheint Gefallen zu finden, am Verheiratet sein. Doch zurück im Alltag holt dieser sie ein. Ihr Mann spart an allen Ecken und Kanten und es warten noch einige unangenehme Überraschungen auf sie.
    Es hat dieses besondere Flair, diese Geschichte. Man spürt es durch den ein wenig altertümlich wirkenden Erzählstil, dennoch liest sich die Geschichte locker und leicht. Erstmals 1883 erschienen und hier nun neu übersetzt, spürt man als Leser den Ton der damaligen Zeit, aber für mich war es sehr gut zu lesen, da es dieser Stil von damals hier nicht überwiegt, sondern es eher modern erzählt ist.
    Im Anhang finden sich vielseitige Anmerkungen zum Text. Kleine Details, die Dinge erklären oder näher beschreiben in der Geschichte. Für mich war das sehr gelungen.
    Ebenso finden sich hier Briefe, Entwürfe und ein Nachwort von Julian Barnes und ein Zitatnachweis.
    Die Geschichte entführt den Leser in eine andere Welt. Eine vergangene Welt. Eine Welt, in der Frauen im Unklaren gelassen wurde, bezüglich auf die Biologie des Körpers, Unmündig gegen ihrem Mann, abhängig von ihm. Die Figur Jeanne ist dennoch voller Träume und Sehnsüchte.
    Doch schnell erwacht sie in er Realität.
    Sehr gut gefallen hat mir die Figur ihrer Mutter. Ihre eigene Realität schaffend, dadurch alle an sich bindet und für sie diensteifrig zur Seite stehend. Ich fand ihre dramatische Darstellung sehr gelungen und sie als Figur sehr lebendig. Julien wirkte anfangs noch sympathisch, verwandelt sich im Lauf der Ehe und Geschichte immer mehr zum Gegenteil.
    Anfangs fand ich das Buch sehr fesselnd und gelungen, das ließ im Laufe der Geschichte etwas nach. Für mich plätscherte es da etwas, aber zum Ende konnte ich mich wieder fesseln.
    Ein durchaus anspruchsvolles Buch über eine Frau, die voller Träume und Sehnsüchte auf ihr Leben schaut und dann entdecken muss, dass die Realität eines Frauenlebens im 19. Jahrhundert doch ganz anders ist.



  18. Cover des Buches Sainte-Beuve (ISBN: 9783423343558)
    Wolf Lepenies

    Sainte-Beuve

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Saint-Beuve – nur wenige werden ihn kennen, und doch war er die Person der französischen Literaturwelt des 19. Jahrhunderts. 1804 in Boulogne-sur-Mer geboren, wollte Saint-Beuve zunächst Medizin studieren, entfloh hierfür der Enge der ländlichen Heimatstadt nach Paris, trotz der dortigen Wohnungspreise. Er war schulisch ein Überflieger, erhielt ein Stipendium und versuchte sich schon früh an eigenen literarischen Werken; hinzu kamen Rezensionen zu Werken anderer Schriftsteller. Ein erster Gedichtband erschien unter Pseudonym. Mit den Julitumulten 1930 in Paris lies er sich philosophisch vom Saint-Simonismus mitreißen. In dieser Zeit beginnt er auch in Pariser Blättern über aktuelle Lite-ratur zu schreiben: der Beginn seiner Karriere als Literaturkritiker. . Wolf Lepenies zeigt bereits in den einleitenden Kapiteln, dass Saint-Beuve ein Leuchtturm in der Literaturlandschaft Frankreichs im 19. Jahrhundert war. Indem er die namhaftesten Autoren dieser Jahre zitiert, wird deutlich, wer alles über Saint-Beuve Notiz meckerte, wer hoffte, eine positive Kritik seiner Werke zu erhalten, und: wer ziemliche Probleme mit der von Saint-Beuve ausgesprochenen Ablehnung hatte. Selbst Marcel Proust schrieb einen ganzen Aufsatz (neben Auf der Suche nach der verlorenen Zeit hatte Proust wenig Muße und Zeit für andere Texte) über Saint-Beuve. Zola wurde verrissen, Balzac bewertete Saint-Beuve völlig unter dem, was die Nachwelt schließlich von ihm hielt. Mit Victor Hugo überwarf er sich, nachdem erst Hugo’s Frau mit Saint-Beuve eine Affäre einging, ihr folgte die eigene Tochter Adéle. Zum literarischen Schaffen Hugo’s hatte Saint-Beuve ebenfalls eine recht ambivalente Einstellung. Die Brüder Goncourt mussten auch mit scharfer Kritik rechnen, ebenso George Sand oder Guy de Maupassant – also: eigentlich alle literarischen Größen hatten mehrheitlich mit beißender Kritik seitens Saint-Beuve zu rechnen. Wolf Lepenies stellt jedoch fest, dass Saint-Beuve bei aller Kritik sehr wohl erkannte, dass sich Gesellschaft, Zeitgeist und Literatur im 19. Jahrhundert in einer Phase des Umbruchs befanden. Diese „Schwelle zur Moderne“ wird ihm – zumindest wohl als ‚Bauchgefühl‘ – bewusst; Lepenies arbeitet gut heraus, dass Saint-Beuve ob dieser Erkenntnis innerlich zerrissen war. Das Verharren auf der Schwelle in etwas Neues lässt Unbehagen auf-kommen; die Zukunft erscheint düster, weil nicht klar vorhersehbar. Man wird unsicher. Nicht nur die politischen Verhältnisse in Frankreich künden von Veränderungen – in Ganz Europa formieren sich Ideen, die spätestens mit Nietzsches paradigmatischen Philosophie offenkundig wurde, der auch zu Saint-Beuve Kontakt hatte. Dass sich die gesamte europäische Kultur einschließlich ihrer Literatur am Ende des 19. Jahrhunderts massiv wandeln würde, ahnte Saint-Beuve bereits beim redigieren und rezensieren der ihm vorliegenden aktuellen Literatur. . Wolf Lepenies hat mit seiner Saint-Beuve-Biographie, die 2006 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, eine sehr interessante, umfassende und ein Kaleidoskop von Eindrücken vielschichtiger Art schaffende Biographie geschrieben. Wer sich im Allgemeinen für die Literatur Frankreichs im 19. Jahrhundert interessiert und – nebenbei – gerne die Klassiker wie Balzac, Flaubert, Zola oder Maupassant liest, wird sich wohl aufgehoben fühlen zwischen all den großen Personen, ob sie Saint-Beuve nun verrissen hat oder nicht. Zumindest liefert Saint-Beuve unvergleichliche Zeitdokumente über Schriftsteller, die die europäische Kultur im 19. Jahrhundert entscheidend geprägt und literarisch abgebildet haben.
  19. Cover des Buches Der Buchhändler (ISBN: 9783442750030)
    Matt Cohen

    Der Buchhändler

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Toxicity74
    Paul ist der jüngere der beiden Stevens Brüder. Henry, der ältere der beiden, übernimmt schon früh die Führung über seinen kleinen Bruder. Erst beim Boxen, wo er ihn bald schon, entgegen Pauls eigentlicher Neigung, trainiert und zu höherem anstachelt. Später bei den gemeinsam verbrachten Ferien bei der Mutter, die vom Vater der beiden getrennt lebt. Henry bringt Paul das Billard spielen bei und lebt noch einige Jahre mit seiner Frau Janine zusammen mit Paul unter einem Dach. Doch bald schon wird die Rolle die Henry in Pauls leben spielt für diesen zur Belastung. Als Mitarbeiter in einem Second-Hand-Buchladen versucht Paul sein eigenes Leben aufzubauen. Eines Tages betritt eine junge attraktive und extrovertierte Frau den Laden. Judith zieht Paul in ihren Bann und reisst ihn mit sich in einen Sumpf aus Drogen und Alkohol. Judith und Henry sind zukünftig die beiden bestimmenden Themen in Pauls Leben. Der kanadische Autor Matt Cohen beschreibt mit dem Ich-Erzähler Paul wie sich dieser in Abhängigkeiten (von Menschen und diversen Substanzen) verstrickt, immer auf der Suche nach dem eigenen Weg. Ich empfand etwa im dritten Viertel des Buches (insgesamt 283 Seiten), dass die Handlung etwas abflachte und das Lesen beschwerlicher wurde. In dieser Phase probt Paul das Leben ohne Judith, wird dafür um so mehr wieder in das seines großen Bruder hineingesogen. Mir kam dieser Abschnitt etwas langatmig vor, doch schon bald nimmt die Handlung wieder an Fahrt auf. Insgesamt gefiel mir Der Buchhändler von Matt Cohen gut, auch wenn das Versprechen des Klappentextes, der von einem Buch über die Welt zeitloser Literatur spricht, nicht eingehalten wird. Vielmehr geht es um die einnehmende Macht von Gefühlen, Abhängigkeiten und Beziehungen.
  20. Cover des Buches Tour de France (ISBN: 9783442731183)
    Julian Barnes

    Tour de France

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Lev
    Flaubert, Flaubert, Flaubert. Leider hat Barnes nicht, wie auf der Buchrückseite beschrieben, eine "einzigartige Liebeserklärung an Frankreich geschrieben", sondern maximal eine an Gustave Flaubert. Eine Bewertung dessen Bücher, eine Beschreibung diverser Biographien und Kriitken zu Flaubert und dessen Büchern, einen Bericht über das Verhältnis von Flaubert zu anderen Schriftstellern seiner Zeit, aber abgesehen von Flauberts Nationalität, hat das Buch wenig mit Frankreich zu tun - leider. Für mich waren leider nur wenige Kapitel interessant, für einige fehlte mir auch schlicht das Hintergrundwissen zu Flaubert - ich habe die zweite Hälfte meist nur noch überflogen.
  21. Cover des Buches Romane und Erzählungen. 8 Bände (ISBN: 9783458335689)
    Gustave Flaubert

    Romane und Erzählungen. 8 Bände

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Obwohl ich ein großer Fan von Gustave Flaubert bin, so bin ich doch an Der Versuchung des Heiligen Antonius gescheitert. Das Buch war mir zu abstrakt, ohne ersichtliche Handlung, geschrieben wie ein innerer Dialog, Stellung nehmend zu einzelnen Aspekten des Lebens und persönlichen Meinungen. . Ähnlich reagierten auch Flauberts Zeitgenossen im Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches. Um sich der eigenwilligen Form zu öffnen braucht man Empathie, Verständnis für die abstrakte Form und viel Zeit. Vielleicht hat man dann einen Zugang zu diesem Buch. Ich leider nicht.
  22. Cover des Buches Reisetagebuch aus Ägypten (ISBN: 9783257219814)
    Gustave Flaubert

    Reisetagebuch aus Ägypten

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Flaubert macht sich im Oktober 1849 auf in den Orient. Er ist 28 Jahre alt, jung, unternehmungslustig, von der heimischen Regelmäßigkeit und seiner Mutter angeödet. Von Frankreich aus mit dem Schiff zunächst nach Ägypten. Dort einmal den Nil aufwärts, dann wieder abwärts. Was er sieht ist nicht nur das als selig empfundene Mittelmeer, sondern auch Skurrilitäten der Einheimischen: dreckige Witze, kopulierende Pärchen, Maulesel, antike Statuen, Paschas oder Festgelage. Unterwegs ist er mit zwei männlichen Freunden und einem Sack Flöhe, die abends beim Briefe schreiben übers Blatt Papier hüpfen würden. Die Gesundheit ist gut – das schreibt er immer wieder. Nach Ägypten folgt eine Reise von Beirut ans Tote Meer und von dort aus zurück – über Tripolis – wieder nach Beirut. Über Rhodos mit dem Schiff zurück nach Frankreich. . Flaubert schreibt in knapper, dokumentarischer Art über seine Eindrücke und Reisestationen. Seine Art der Beschreibung ist anregend, man reist quasi „mit“. Der Insel-Ausgabe sind im Anhang eine Karte mit den Reiserouten und zeitgenössischen s/w-Fotographien beigegeben, die einen Eindruck davon vermitteln, was Flaubert auf seine Tour gesehen haben könnte.
  23. Cover des Buches Romane und Erzählungen. 8 Bände (ISBN: 9783458335665)
    Gustave Flaubert

    Romane und Erzählungen. 8 Bände

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Flaubert macht sich im Oktober 1849 auf in den Orient. Er ist 28 Jahre alt, jung, unternehmungslustig, von der heimischen Regelmäßigkeit und seiner Mutter angeödet. Von Frankreich aus mit dem Schiff zunächst nach Ägypten. Dort einmal den Nil aufwärts, dann wieder abwärts. Was er sieht ist nicht nur das als selig empfundene Mittelmeer, sondern auch Skurrilitäten der Einheimischen: dreckige Witze, kopulierende Pärchen, Maulesel, antike Statuen, Paschas oder Festgelage. Unterwegs ist er mit zwei männlichen Freunden und einem Sack Flöhe, die abends beim Briefe schreiben übers Blatt Papier hüpfen würden. Die Gesundheit ist gut – das schreibt er immer wieder. Nach Ägypten folgt eine Reise von Beirut ans Tote Meer und von dort aus zurück – über Tripolis – wieder nach Beirut. Über Rhodos mit dem Schiff zurück nach Frankreich. . Flaubert schreibt in knapper, dokumentarischer Art über seine Eindrücke und Reisestationen. Seine Art der Beschreibung ist anregend, man reist quasi „mit“. Der Insel-Ausgabe sind im Anhang eine Karte mit den Reiserouten und zeitgenössischen s/w-Fotographien beigegeben, die einen Eindruck davon vermitteln, was Flaubert auf seine Tour gesehen haben könnte.
  24. Cover des Buches Die Kunst des Erzählens (ISBN: 9783499630163)
    James Wood

    Die Kunst des Erzählens

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Jewego

    Vorab sei gesagt: Ich habe dieses Buch gekauft und gelesen, um eine Schreibblockade zu überwinden und mich als Autorin weiterzuentwickeln. Ich schätze dieses Werk für neugierige Leser, die selbst nichts mit dem Schreiben zu tun haben, als eher ungeeignet ein. Literaturbegeisterte, in Bezug auf klassische Romane, könnten eine Ausnahme sein. Meine nachfolgenden Worte sind also aus der Sicht einer Autorin über dieses Werk geschrieben worden und soll vor allem meinen Kollegen helfen, einen Eindruck über diese Lektüre zu gewinnen.


    Das erste Drittel des Buches hat mir besonders gefallen. James Wood geht hier insbesondere auf den Erzählstil ein und wie man diesen am besten darstellt. Inhaltlich ist es interessant aufgebaut und einfach dargestellt. Zahlreiche Beispiele aus bekannten Werken literarischer Weltgeschichte werden uns präsentiert und besprochen. Woods Erzähl- und vor allem Erklärstil gefällt mir wahnsinnig gut und es macht Spaß dranzubleiben. Dieser Teil war also am sinnvollsten und machte auch für meine 4-Sterne Bewertung den Großteil aus. Ich habe hier zwar nicht *viel* gelernt, aber dafür etwas Wichtiges und auf angenehme Art und Weise. 


    Die letzten beiden Drittel hingegen waren aus meiner Sicht wenig interessant oder gar hilfreich (wie gesagt; für Autoren). Es geht um Realismus, Sprache und auch Theater. Ich muss sagen, einige Stellen, und da bin ich ganz ehrlich, haben hier meinen Horizont überstiegen. Gerade im Theaterbereich kenne ich mich absolut nicht aus. Auch mit den Beispielen konnte ich hier wenig anfangen. Bis ungefähr Seite 90 habe ich viel aus dem Buch mitnehmen können und danach leider gar nichts mehr.


    Trotzdem ist dieses Werk nicht schlecht. Wood hat interessante Ansichten und ich habe sein Buch gern gelesen. Die Übersetzung wurde gut umgesetzt und Beispiele, bei denen die englische Sprache eine Rolle spiele, wurden innerhalb des Buches übersetzt, sodass man Beispiele teilweise in beiden Sprachen vorfand.


    Unterm Strich würde ich das Buch weiterempfehlen. Das erste Drittel hat mich überzeugt und vielleicht könnt ihr ja auch mehr mit dem Rest anfangen.

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