Bücher mit dem Tag "flensburg"
51 Bücher
- Anette Hinrichs
Nordlicht - Die Tote am Strand
(163)Aktuelle Rezension von: Blackfairy71Das Böse kennt keine Grenzen – Zwei Länder, zwei Ermittler, ein Mord…
Im beschaulichen Küstenort Kollund an der deutsch-dänischen Grenze wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Tote wird als Liva Jorgensen identifiziert, die zwölf Jahre zuvor verschwand. Jetzt stellt sich heraus, dass Liva jahrelang unter falschem Namen in Deutschland gelebt hat. Was ist damals wirklich geschehen? Vibeke Boisen, gerade frisch als Leiterin der Flensburger Mordkommission angetreten, und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg rollen den Fall wieder auf und stechen damit in ein gefährliches Wespennest.
„Die Tote am Strand“ ist der erste Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg. Inzwischen gibt es sechs Teile der Reihe „Nordlicht“ und im nächsten Jahr erscheint der siebte.
Vibeke Boisen ist 36 Jahre alt und lebt in Flensburg. Aufgewachsen ist sie bei ihren Adoptiveltern Elke und Werner. Ihre leibliche Mutter hat sie nie kennengelernt. Werner, selbst Polizist, hat sie nach einem Einsatz als kleines Mädchen zu sich genommen. Für Vibeke sind die beiden ihre Eltern. Deswegen ist es besonders schwer für sie, dass Werner zur Zeit nach einem Schlaganfall im Krankenhaus im Koma liegt.
Vibeke ist bodenständig, hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und hält sich stets an die Regeln. Deswegen hat sie auch immer wieder Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit dem dänischen Kollegen Rasmus Nyborg von der Polizei Esbjerg in Südjütland. Dieser ist zwar ein brillanter Ermittler, aber eher ein Bauchmensch und er gibt nicht viel auf Konventionen. Nach der Scheidung von seiner Frau lebt der Sechsundvierzigjährige in einem alten Bulli. Der Tod seines fünfzehnjährigen Sohnes hat ihn tief getroffen und letztendlich seine Ehe zerstört.
Trotzdem müssen sich die beiden zusammenraufen, um den Tod von Liva Jorgensen aufzuklären. Auch der Rest des Teams passt gut dazu, jeder hat seine Eigenheiten und besonderen Fähigkeiten und kann so zur gemeinsamen Arbeit beitragen. Zum Schmunzeln fand ich manchmal auch, wenn das „typisch deutsche“ oder das „typisch dänische“ erwähnt wird. Das macht das Ganze sehr authentisch.
Ein gelungenes Krimidebut. Von Anfang bis Ende habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die Spannung wird durch viele Überraschungen und Wendungen aufrecht erhalten, immer wieder gibt es neue Ermittlungsansätze.
Auch der flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen, ebenso wie die anschauliche Beschreibung der Gegend im Grenzgebiet Südjütland und die Arbeit der dortigen Behörden.Meistens wird aus Sicht von Vibeke oder Rasmus erzählt, ein paar Mal aber auch aus der anderer Charaktere.
Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und freue mich schon auf den 2. Teil.
- Alexandra Flint
Kein Ozean zu tief (Tales of Sylt, Band 3)
(87)Aktuelle Rezension von: MogniBei manchen Bücher hab ich manchmal echt keine Ahnung, wie sie auf meinen SUB gelandet sind, das kommt selten vor, aber manchmal ist es so. Bei "Kein Horizont zu weit" von @alexandraflint war das der Fall. Denke es war in irgendeiner Box.
Cover und Farbschnitt versprechen ein Wohlfühlbuch und fallen in der Buchhandlung perfekt auf.
Und der Kurzbeschreibung verspricht uns eine Second Chance Story (in Büchern 📚 liebe ich sie, im wahren Leben hab ich einen Bauchplatscher gemacht und brauche es nicht mehr) .
Fünf Jahre sind vergangen, seit Leni Raffael zum letzten Mal gesehen hat. Fünf Jahre, seit er bei einem Brand Vater und Bruder verlor. Doch jetzt ist Rafe zurück auf Sylt, um den Wiederaufbau des Familienhotels zu überwachen. Und ausgerechnet die Werft, in der Leni ihre Ausbildung zur Schiffsbauerin macht, ist an dem Projekt beteiligt. Allerdings wird schnell klar, dass Rafe weder mit Leni noch der Insel etwas zu tun haben will. Warum also ist da noch immer dieses vertraute Kribbeln?
Liest sich doch schon mal sehr gut, man kommt auch schnell in die Geschichte rein. Die Charaktere sind liebevoll erarbeitet und der Schreibstil der Autorin bringt die Emotionen und Geschehnisse gut rüber. Man leidet mit den Personen, denn man kann sich in sie einfüllen.
Für mich ist es das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, es gefiel mir wirklich gut. Ausser das Buch aus Lenis Sicht geschrieben ist, hätte es mir mehr von beiden gewünscht. Denke es hätte dem Buch mehr Tiefe gegeben, denn die Konflikte (mit sich selber und der Vergangenheit) wären dann mehr unter die Haut gegangen. So ist Rafes Gefühlsleben ein bisschen unter gegangen und für mich wäre das der Hauptbestandteil des Buches gewesen.
🌟🌟🌟🌟 von 5 und ich breche eine Zacke ab.
- Anette Hinrichs
Nordlicht - Die Spur des Mörders
(104)Aktuelle Rezension von: Blackfairy71Am Sockel des Idstedt-Löwen auf dem Alten Friedhof in Flensburg wird die Leiche des 73-jährigen Karl Bentien gefunden. Er wurde brutal zu Tode getreten und ausgeraubt. Ein zufälliges Opfer oder gezielter Mord? Der pensionierte Studienrat gehörte der dänischen Minderheit an, Medien und Behörden sehen nach dem Mordfall bereits das friedliche Zusammenleben im Grenzland in Gefahr. Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei stehen unter Hochdruck und müssen rasch Ergebnisse liefern. Dann stoßen sie im Keller des Toten auf eine versteckte Kammer mit brisantem Inhalt...
"Die Spur des Mörders" ist der zweite Teil aus der Krimireihe "Nordlicht" von Anette Hinrichs. Dieses Mal geht es zwar um einen Toten in Deutschland, aber da dieser der dänischen Minderheit angehörte, ist auch die dänische Polizei an den Ermittlungen beteiligt.
Es stellt sich heraus, dass der Tote eine Verbindung zu einem Flüchtlingslager in Oksböl hat. Hierher kamen zum Ende des 2. Weltkrieges Zehntausende Menschen aus Ostpreußen, Pommern usw. auf der Flucht vor der Russischen Armee. Unter ihnen waren auch Tausende Kinder, die teils als Waisen im Lager endeten. Krankheit und Tod waren allgegenwärtig. Das Grausame daran beschreibt die Autorin in ihrem Nachwort: Der dänische Ärzteverband untersagte deutschen Flüchtlingskindern medizinische Hilfe. Es starben Siebentausend deutsche Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung und Infektionskrankheiten. Grund dafür war natürlich der Hass auf die Deutschen wegen der Besetzung Dänemarks, aber was können Kinder dafür?
So ist das Buch nicht einfach nur ein Krimi, sondern war für mich auch sehr lehrreich in Sachen deutsch-dänischer Geschichte., denn dieses Kapitel deutscher Flüchtlinge war mir bisher nicht bekannt.
Von diesem Aspekt abgesehen ist aber auch die gesamte Handlung wieder sehr spannend mit Überraschungen und Wendungen und einer Auflösung, die für mich überraschend kam. Bis dahin gibt es viele Verdächtige und das regt zum Miträtseln an.
Neben den beiden Hauptfiguren Vibeke und Rasmus gibt es auch ein Wiedersehen mit dem Team der Sondereinsatztruppe in Padborg: Sören, Jens, Pernille und Luis.
Besonders für Vibeke ist der Fall nicht leicht, denn sie ist wie Karl Bentien selbst in Heimen und Pflegefamilien aufgewachsen. Daher ist es ihr besonders wichtig, dem Toten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Auch Rasmus hat aufgrund des Todes seines Sohnes Probleme mit dem sinnlosen Tod der vielen Flüchtlingskinder umzugehen.
Übrigens gibt es auf dem Gelände des ehemaligen Flüchtlingslagers inzwischen ein Museum und damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Aufarbeitung der dänisch-deutschen Vergangenheit. Und 15 Kilometer von Esbjerg findet man die Deutsche Kriegsgräberstätte Osböl, wo 121 deutsche Soldaten und 1675 Flüchtlinge begraben sind. Hier wurde als erstes Zeichen der Versöhnung im Jahr 1997 von deutschen und dänischen Jugendlichen ein Gingko-Baum gepflanzt.
- Inga Schneider
Annis kleines Café am Meer
(54)Aktuelle Rezension von: NikoLaus
Ein Wohlfühlroman, der die Sehnsucht nach Meer weckt. Meeresrauschen, Windgeflüster und Sandstrände voller Muscheln.
Zusammen mit Lotte Christiansen nimmt uns die Autorin mit nach Flensburg in das Café von Tante Lotte.
Dort warten neben einigen Überraschungen, auch ein attraktiver Fischbrötchenverkäufer, dänisches Hygge-Feeling und viele emotionale Momente auf ihre Leser. Es wird eine turbulente und auch geheimnisvolle Zeit, die sehr fesselnd ist.
Entspannte Lesezeit, mitreißende Momente und leckeres Essen, bei dem einen das Wasser im Mund zusammenläuft!
Genau so sollte ein Wohlfühlroman sein, der mich für ein paar Stunden aus dem Alltag entführt! - Nina Ohlandt
Nebeltod
(46)Aktuelle Rezension von: Lene-sWas mich bei dieser Krimireihe bei der Stange hält, sind die Charaktere des Ermittlerteams. Personen beschreiben liegt N.Ohlandt, dies gilt auch für Nebenfiguren. Angenehm sind auch die Landschaftsbeschreibungen, die nicht zu viel Raum einnehmen.
Ansonsten mag ich den Schreibstil der Autorin nicht besonders: zu langatmig, manchmal in Klischees abdriftend und, was hier besonders nervt, die sehr oft dazwischen gestreuten Zitate irgendwelcher Schriftsteller. Das wirkt prätentiös - so, als ob sie ihren Krimis dadurch eine größere Bedeutung verleihen möchte, oder ihre Belesenheit demonstrieren. Hier wäre weniger eindeutig mehr - ich habe jedenfalls diese aus irgendeiner Zitat-Website abgeschriebenen Zitate überlesen, als es mir zu viel wurde. Eine Stelle in diesem Krimi ärgert mich dann auch besonders: ihr laienhaftes und schlecht recherchiertes Urteil über Goethe, welches sie einer Protagonistin in den Mund legt. Auch wenn sich die Protagonistin zu guter Letzt als in ihrem Urteil sehr extrem herausstellt, dies ist unnötig viel aufgewirbelter Staub.
Alles in allem ein bisschen zu viel offensichtlich präsentierte Botschaft, verpackt in eine Geschichte mit mittlerem Spannungsbogen. Wenn man über Ersteres hinwegsieht, bleibt ein durchschnittlich netter Küstenkrimi.
- Andreas Izquierdo
Über die Toten nur Gutes
(177)Aktuelle Rezension von: mesuDie Geschichte ist leicht lesbar und hat auch einen gewissen Humor. Mads Madsen ist Trauerredner. Sein ehemaliger Schulfreund Patrick ist tot und Mads erhält quasi aus dem Jenseits die Botschaft von Patrick seine Trauerrede zu übernehmen. Mads hat seinen alten Freund damals völlig aus den Augen verloren, als er mit seiner Mutter wegezogen ist. Für ihrn war Patrick immer der nette, verlässliche Kumpel mit dem er durch Dick und Dünn gegangen ist. Doch als er Nachforschungen über ihn anstellt, scheint sein Eindruck von Patrick völlig falsch zu sein. Fast niemand will über ihn und seinen Unfalltod sprechen, keiner mochte ihn richtig. Mads begibt sich auf eine Spurensuche in die Vergangenheit.
Leichte Unterhaltung, die aber für mich zuwenig Tiefgang und Spannung hat. Die Geschichte konnte mich nicht so recht begeistern.
- Karen Kliewe
Die Brandung – Leichenfischer
(135)Aktuelle Rezension von: theagri_liestIm zweiten Teil in der Reihe mit dem deutschen Kommissar Ohlsson und der dänischen Archäologin erzählt Karen Kliewe gewohnt gekonnt von einem verzwickten Fall im grenzüberschreitenden Flensburg Land.
Bei einer Grabung werden die Leichen zweier jungen Frauen gefunden. Bestattet im Stil von alten Wikinger-Ritualen.
Das Hörbuch ist schön und spannend zu hören, nordische Vibs, bekannte, engagierte, gut geschilderte Personen, Zusammenarbeit zwischen deutschen und dänischen Ermittlern, nettes Privatleben, das sich mit der Arbeitswelt mischt; all das macht den Krimi kurzweilig und typisch nordisch.
- Svenja Lassen
Seesterntage
(115)Aktuelle Rezension von: HopeandliveWir befinden uns in Flensburg in der Vorweihnachtszeit. Die äußerst unterschiedlichen Zwillingsschwestern Lara und Linn sind gemeinsam Besitzerinnen von einem sehr romantischen Vintage-Möbelladen, dem "Hygge up" und während Lara für sie ganz überraschend, denn schließlich ist sie gelernte Krankenschwester, in dem Laden aufgeht und ihr ganzes Herzblut hineinsteckt, sieht ihre Schwester Linn es eher mal entspannt und nimmt sich ohne Vorwarnung mal eine Auszeit auf unbestimmte Zeit genau bevor das Weihnachtsgeschäft boomt. Es ist nicht schwer zu erraten, bei welcher Schwester die Sympathien beim Leser liegen.
Zu allem Überfluss hat sich Linn auch spontan entschlossen, sich einen zuckersüßen kleinen Pudelwelpen namens Snorre zuzulegen, ja spontan kann sie, und den lässt sie ihrer Schwester Lara auch noch da. Falls einem das Vorweihnachtsgeschäft nicht an die Grenzen bringt, dann vielleicht die Erziehung eines Hundewelpen während dieser Zeit, besonders wenn man so gar keine Ahnung von Hunden hat. Doch Lara stellt sich auch dieser Herausforderung, während Linn sich im Süden Europas amüsiert.
Die schokoladenverzierte Lebkuchenspitze der Kirsche auf der Sahnetorte ist jedoch der Nachbar, der in das leergewordene Geschäft nebenan einzieht und ein Tattoo-Studio eröffnet. Als wäre das nicht genug, ist es auch noch ein alter Bekannter der Schwestern, Hendrik, ein sehr tätowierter und außerordentlich gut aussehender junger Mann, der ein Ex von Linn ist und laut Linn kein gutes Haar an Lara gelassen hat. Lara ist fest entschlossen das Tattoo-Studio samt attraktiven Besitzer absolut abzulehnen und richtig blöd zu finden. Jedoch fängt ihr Herz bei jeder Begegnung ziemlich an zu stolpern und Snorre findet ihn auch ganz toll. Wie es sich in einer norddeutschen Adventszeit gehört, kommt man sich bei dem einen oder anderen Fischbrötchen und Glühwein doch mal näher und es entwickeln sich Dinge, die Lara nie erwartet hätte.
Doch dann kommt ihre Schwester ganz überraschend wieder zurück und die Dinge nehmen ihren Lauf.....
Svenja Lassen hat es geschafft, den Leser mit hinein in ein wunderschön angelegtes norddeutsch angelegtes vorweihnachtliches Setting mit hinein zu nehmen und bei aller Leichtigkeit, mit der sich die Geschichte liest, doch Tiefgang zu schildern. Die Protagonisten sind wunderbar bildhaft beschrieben, es tauchen viele Personen auf, die schon in den zwei Bänden zuvor die Hauptpersonen spielten und doch kann diese Geschichte auch alleine gelesen werden. Auch Hundefans kommen mit dem süßen Snorre auf ihre Kosten. Dann mal ab nach Flensburg.
- Anette Hinrichs
Nordlicht - Das fremde Gesicht
(28)Aktuelle Rezension von: Sigrid1Es gibt wieder Arbeit für die grenzüberschreitende Sonderkommission aus Padborg. Und damit treffen auch wieder unsere beiden Kommissare aus Flensburg und Esbjerg aufeinander. Vibeke und Rasmus könnten nicht unterschiedlicher sein, aber zusammen bilden sie ein unschlagbares Team. Vibeke ist mehr die regelkonforme Ermittlerin und daher im Widerspruch zu Rasmus, der die Regeln nicht immer sehr genau nimmt und das tut, was er für richtig hält. Das sorgt manchmal für Reibungen, aber bisher konnten sie ihre Arbeitweisen allerdings sehr konstruktiv nutzen. Allerdings muss man sagen, dass Rasmusen oft auf der Abschußliste seiner Vorgesetzten steht. Und das ist im Moment eh sehr schwierig, weil seine Freundin jetzt auch seine Chefin ist. Das bringt nicht nur auf der Arbeit Spannung mit sich, sondern auch sein Privatleben ist davon betroffen. Ich mag diesen unkonventionellen Ermittler und auch seine Handlungen, die nicht immer korrekt und oft sehr gefährlich sind. Auch in diesem Band setzt er sich dadurch großen Risiken aus - beruflich wie auch privat. Aber das macht diese Serie aber auch so interessant. Man erlebt die unterschiedlichsten Charaktere in Aktion und dabei wird es nie langweilig. Dieser Fall hier ist in meinen Augen sehr verzwickt, weil man irgendwie Zusammenhänge ahnt, aber sie einfach nicht erkennen kann. Allerdings sind unsere Ermittler und ihr Team schon sehr gut und daher bin ich am Ende des Buches mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Man erlebte Spannung und interessante Momente, wurde in gefährliche Situationen verwickelt und durfte aber auch ein paar Minuten Erholung genießen. Die privaten Lebensumstände spielen natürlich auch wieder eine große Rolle. Sie gehören einfach dazu und man möchte ja von Band zu Band die Weiterentwicklung der Protagonisten erleben. In diesem Band fand ich die Orte, in denen die Handlungen spielten, sehr interessant. Denn ich kenne die meisten davon und finde es immer toll, wenn die Beschreibungen der Ortschaften oder Landschaften meinen eigenen Erinnerungen gleichen. Es ist auch irgendwie immer gut zu erkennen, dass hier die Orte nie weit entfernt sind. Egal ob man an der Nordsee (Romo) oder an der Ostsee (Flensburg) ist, alles ist schnell zu erreichen.
Hier kommt eben viel zusammen - deutsche und dänische Ermittler - Nord- und Ostsee - die unterschiedlichsten Charaktere - Vergangenheit und Gegenwart - Spannung und Entspannung. Es wird nie langweilig und man kann dem Geschehen immer gut folgen. Es macht einfach Spaß und ich kann dieses Buch - die ganze Serie - wieder mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.
- Hanna Aden
Lass uns tanzen, Fräulein Lena
(37)Aktuelle Rezension von: Eva_GNiebüll, 1946: Lena Both ist vor einem Jahr gemeinsam mit ihrer Schwester in den nordfriesischen Ort gekommen. Damals hatte sie nichts und war vollkommen geschwächt von der Flucht und den Strapazen des langen Weges von Pommern nach Nordfriesland. Doch mittlerweile hat sich einiges in ihrem Leben geändert und sie ermöglicht nicht nur ihrer Schwester Margot den Besuch des Gymnasiums, sondern arbeitet auch hart dafür, ihre Mutter und ihre Schwester Lieselotte aus einem Flüchtlingslager in Dänemark nach Niebüll zu holen. Doch dafür braucht sie Geld und ein Zimmer, das groß genug für sie vier ist. Das Leben im kleinen Städtchen Niebüll fühlt sich für Lena aber nach wie vor nicht nach Heimat an, denn ständig wird sie von Einheimischen mit komischen Blicken angesehen und auch Fräulein Gerdes, der sie alle drei Wochen beim Waschen der Wäsche hilft, macht immer wieder seltsame Andeutungen über Gerüchte, die ihr über Lena zu Ohren kommen. Einzig ihr Freund Rainer ist ein Lichtblick ins Lenas Leben, treffen sie sich doch regelmäßig zu Spaziergängen und können dann über alles sprechen. Allerdings wartet Lena nun schon sehr lange auf Annäherungsversuche von Rainer, hat sie sich doch ein wenig in ihn verguckt und eigentlich gedacht, dass er ähnliche Gefühle für Lena hat...
Hanna Aden erzählt das Leben der neunzehnjährigen Lena auf eine sehr einfühlsame und authentische Weise. Denn das Leben des Flüchtlingsfräuleins ist alles andere als einfach. Scheut sie doch die Arbeit nicht, ist immer freundlich und ehrlich und doch kursieren immer wieder Gerüchte über sie und ihre angeblichen Missetaten und machen ihr so einen Neuanfang in Niebüll unnötig schwer. Obwohl der Roman größtenteils aus Lenas Sicht erzählt wird, kommen auch andere Charaktere wie Rainer, Erwin, Doro oder Gisela zu Wort und dürfen in eigenen Kapiteln ihre Perspektive schildern. So entsteht eine weit größere Tiefe und Mehrschichtigkeit der Handlung.
Bereits der erste Band über Lena und ihr Leben in Niebüll war sehr fesselnd, daher bin ich mit großen Erwartungen in dieses Buch gestartet. Ich wurde allerdings nicht enttäuscht und war auch jetzt wieder vollkommen gefesselt von Lenas Schicksal. Es gefällt mir, wie realistisch und authentisch die Autorin über die damalige Zeit und das Leben als Flüchtling erzählt und mir so immer wieder das Gefühl gibt, gerade selbst Teil der Handlung zu sein. Ein packendes Lesehighlight!
- Nina Ohlandt
Eisige Flut
(56)Aktuelle Rezension von: sommerleseEisige Flut ist der 5. Band von Nina Ohlandts Nordsee-Krimi, der Titel erschien 2018 bei Bastei Lübbe.
Als Elke Derling an einem eiskalten Morgen im Februar die Tür öffnet, um die Zeitung zu holen, bekommt sie den Schock ihres Lebens. Vor der Tür steht ihre Tochter Anja, sie ist tot und von Kopf bis Fuß in einer Eishülle gefangen. Der in dem Fall ermittelnde Kommissar Benthien steht vor einem Rätsel. Warum hat der Mörder Anjas Leiche so grotesk in Szene gesetzt? Als weitere Eisleichen gefunden werden, kommt Bewegung in die Mordserie und Benthien entdeckt Verbindungen, die in die Vergangenheit führen.
Nina Ohlandt präsentiert den eisigen Winter an der Nordsee sehr authentisch und überträgt die nordische Kälte mit ihren Beschreibungen der Schauplätze direkt auf den Leser. Die schockierende Art der Zurschaustellung der Eisleichen hat bei mir eine gruselige Grundspannung erzeugt. Doch dann folgen endlose Befragungen durch Benthiens Team, in denen auch DNA Spuren gesichert werden, das Team ist rund um die Uhr im Einsatz, um eine hilfreiche Spur zu finden.
Der Krimi fängt spannend an, die Ermittlungen sind umfangreich, aber insgesamt recht spannungsarm. Es folgen einige Verdachtsmomente und Wendungen, die interessant sind, mich aber nicht großartig gefesselt haben und die Spannung leider nicht weiter aufbauen. Dagegen sorgt zum zum Ende hin eine ereignissreiche Täterverfolgung dann wieder für eine Dramatik, die den Täter auf recht überraschende Weise präsentiert.
Das Privatleben Benthiens und von Lilli Velasco spielt in diesem Band eine große Rolle. Das lockert die Geschichte unterhaltsam auf. Mir gefällt auch die Idee von Benthiens Vater, er hat nun einen Foodblog und bringt damit neuen Wind in die Familie.
Zwischendurch tauchen einige rätselhafte Briefe zwischen Vater und Tochter auf, in denen schreckliche Lebensumstände sichtbar werden. Die Schlüsselrolle der Verbindung zu den Morden konnte ich leider nicht erkennen. Insgesamt gesehen erscheinen die vielen Figuren recht unscheinbar und in der Darstellung auch recht blass. Ich hatte nach der ungewöhnlichen Zurschaustellung der Leichen mehr Grundspannung erwartet.
"Eisige Flut" ist ein unblutiger Krimi, der mich mit einer großartigen Grundidee und einer spürbaren winterlichen Kälte mit Nordseeflair gut unterhalten hat.
- Reinhard Pelte
Inselkoller
(13)Aktuelle Rezension von: julestodoKriminalrat Jung, ein Einzelkämpfer und mit der Aufklärung alter Verbrechen betraut, reist nach Sylt um dort den Spuren nachzugehen.
Sehr gefallen hat mir der Schreibstil und die Figuren, die authentisch wirken.
Leseempfelung für alle, die einen soliden Regionalkrimi zu schätzen wissen!
- Sabine Weiß
Brennende Gischt
(52)Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee3,5 Sterne
Die Flensburger Mordkommission hat den Mord an einem Pastor aufzuklären. Seine Leiche wurde nach einem Brand im Keller eines verlassenen Hauses gefunden, doch das Feurer war nicht die Todesursache.
Der Fall ist äußerst verzwickt und es dauert, bis die Ermittlungen vorankommen.
Grundsätzlich hat mir dieser Krimi recht gut gefallen. Das Setting Sylt ist auf jeden Fall schon mal interessant, aber auch das Geheimnisvolle an diesem Mordfall hat mich gereizt.
Mit dem Ermittlerteam bin ich noch nicht so recht warmgeworden; da ist für meinen Geschmack noch Luft nach oben. Aber da es der zweite Band einer Reihe ist, kann sich das ja noch entwickeln.
Ansonsten eine gute und spannende Unterhaltung mit einem undurchsichtigen Mordfall und vielen Verwicklungen.
Achtung, Triggerwarnung; es geht auch um Kindesmissbrauch.
27.08.2024
- Sabine Weiß
Zornige Flut
(46)Aktuelle Rezension von: tigerbeaKriminalkommissarin Liv Lammers ist nach einem Brand in ihrem Haus gerade erst wieder in den Dienst zurückgekehrt, als einer ihrer Kollegen in einer Fastenklinik in Archsum einen menschlichen Schädel im Aquarium findet. Obwohl die Verletzungen auf einen gewaltsamen Tod schließen lassen, ist es fast nicht möglich, den Schädel einem Vermißtenfall zuzuordnen. Möglich wäre es, daß es sich um einen bekannten Sylter Galeristen handelt, der sich seit Monaten nicht mehr bei seinen Freunden gemeldet hat. Während Liv in diesem Fall ermittelt, entgeht sie nur knapp einem nächsten Unfall. Es stellt sich die Frage, ob hier jemand die Aufklärung des Falles verhindern will oder ob es jemand auf Livs Leben abgesehen hat.
Sabine Weiss läßt Liv Lammers in "Zornige Flut" nun zum siebten Mal ermitteln. Es ist immer wieder schön, wenn man mit der sympathischen Liv ermitteln kann. Sie, sowie alle anderen wiederkehrenden Charaktere dieser Serie, sind mir aufgrund ihrer authentischen Art im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen. Man teilt mit ihnen Höhen und Tiefen, nimmt richtig an ihrem Leben teil. Dabei schafft es die Autorin perfekt, Privatleben und Kriminalfall im Gleichgewicht zu halten. Dies gefällt mir immer sehr gut, denn auf diese Art und Weise hält man den Bezug zu den Charakteren, ohne daß die Spannung verloren geht. Sabine Weiss erschafft von Beginn an einen hohen Spannungsbogen, der bis zum Schluß sein Level hält. In diesem Buch erlebt man norddeutsches Flair in Perfektion. Man erlebt die Schönheit der Insel Sylt und stolpert immer wieder über typisch norddeutsche Begriffe und Redensarten. Dies schafft Regionalität.
Sabine Weiss hat hier bewiesen, daß eine Serie auch über mehrere Bände hin sehr spannend bleiben kann!
- Thomas Herzberg
Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)
(102)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Küstenkrimis sind genau mein Ding und das Cover sah vielversprechend aus. Aber das Buch liest sich wie eine Seifenoper über eine Kommissarin, ihre Schwester, ihre pubertierende Nichte, ihren Exschwager, mit dem sie zusammenarbeiten muss und einen Kollegen, der einst von ihr einen Korb bekommen hat. Ab und zu versuchen sie auch zu ermitteln. Als die Mutter der Toten jammerte: "Mein Junge ist ein guter Junge. Das mit der Vergewaltigung damals hat er doch gestanden. Er ist ein guter Junge!" habe ich abgebrochen.
- Svenja Lassen
Muschelträume
(140)Aktuelle Rezension von: Leseeule79Ich freue mich, dass ich die Reihe endlich begonnen habe. Ich hatte wunderschöne Lesestunden und konnte beim Lesen das Meer riechen und das Rauschen der Wellen hören. 🌊🏖
Nora ist mir total sympathisch und die Geschichte passt auch perfekt zum Titel und dem wunderschönen Cover. 😍
In dem Buch sind sehr schöne Zitate, besonders hat mir das Zitat von Seite 149 gefallen. 🥰
GENIEẞE DEN AUGENBLICK, DENN DER AUGENBLICK IST DEIN LEBEN. - Svenja Lassen
Strandversprechen
(92)Aktuelle Rezension von: Nadine21Mia, die gerade nicht wirklich glücklich in ihrem Job ist und zudem auch immer noch ihrem Exfreund Julius hinterher trauert, reist zu der Hochzeit ihrer besten Freundin nach Flensburg. Dort möchte sie ein wenig Urlaub machen und dann als Trauzeugin ihrer Jugendfreundin beistehen. Auf dem Weg nach Flensburg wird sie von Hanna gebeten, Hannas Bruder Jonas mitzunehmen. Mia war als Teenager in Jonas verliebt und hat einen besonders peinlichen Augenblick erlebt. Ihn jetzt, nach all der Zeit wiederzusehen, erfüllt sie ein wenig mit Angst. In Flensburg angekommen, wird Mia sowohl mit der Vergangenheit, als auch mit der Zukunft konfrontiert und sie weiß nicht, wie sie damit klar kommen soll.
Im 4. Band gibt es nur kurze Wiedersehen mit den Charakteren aus Band 1-3. Die Geschichte von Mia und Jonas, die beide ihre Geheimnisse haben und sich seit Jahren aus dem Weg gehen, ist aber ein würdiger Abschluss der Reihe. Die beiden als "Bruder/ Schwester" und Fake Date zu erleben, zeigt, wie nah sie sich waren und sind. Ich frage mich, warum Mia es nicht früher geschafft hat, Jonas von ihrem Geheimnis zu erzählen. Die beiden waren sich so oft so nah.
Auch die Landschaft und die Liebe der Autorin zum Meer kommt in diesem Band wieder gut zum Vorschein. Es ist wirklich toll all die Orte und Sehenswürdigkeiten kennenzulernen und macht Lust wieder einmal an die Ostsee zu reisen.
- Anette Hinrichs
Nordlicht - Tod in den Fluten
(40)Aktuelle Rezension von: Paddy1896Die Geschichte lebt von seinen Figuren und deren schicksalhafter Vergangenheit. In fast allen Teilen geht es auch um die Befindlichkeiten der Ermittler und ihrer Geschichte miteinander.
Dadurch gerät der Handlungsstrang an einigen Stellen etwas in den Hintergrund. An sich ist das Szenario einer toten Bankerin, die beim Firmen-Event über Bord geht, ein spannendes, welches sehr viel zu bieten hat. In Teilen wird das Drumherum der Bank auch genutzt, aber es wäre sicherlich auch noch mehr drin gewesen.
Der Täter kommt mir am Ende ein bisschen zu sehr aus dem Nichts, die zweite Leiche hätte es nicht zwingend gebraucht. Entweder hätte sie eine größere Rolle spielen sollen oder man hätte sie weglassen können.
Ingesamt aber eine gelungene Fortsetzung der Reihe, wenn man sich gerne auch intensiv mit den Figuren auseinander setzen möchte. Beide wirken auf ihre Art und Weise wieder typisch mit und machen Spaß! Gemeinsam sind sie ein gutes Team!
Ich mag die Ermittler und die Umgebung und werde der Reihe treu bleiben!
- Nina Ohlandt
Zornige Brandung
(26)Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaberBenthien verbringt einige Ferientage mit seinem Vater und seiner fast erwachsenen Tochter in ihrem Haus auf Sylt. Als im Nachbarhaus ein bekannter Regisseur ermordet aufgefunden wird, ergibt sich eine Chance, dass der ehemalige Kommissar wieder in die Ermittlungen eingebunden wird, denn der zuständige Kriminalrat weilt ebenfalls auf der Insel. Dann führt ein Cold Case noch zwei seiner ehemaligen Kollegen ebenfalls nach Sylt. Sie ist seine Ex und die Mutter seiner kleinen Tochter, er einer seiner besten Freunde. Die Familienverhältnisse sind allerdings noch viel komplizierter als ich hier beschreien kann. Zu guter Letzt stößt noch eine mit den zuvor Genannten bekannte Staatsanwältin zur Truppe.
Das Team rund um den ehemaligen Kommissar besteht aus vielen unterschiedlichen, starken Charakteren, die sich hervorragend ergänzen. Trotz ihrer Vielzahl habe ich mich schnell in die Umstände eingefunden. Beide Fälle sind sehr interessant und überzeugend aufgebaut. Man lernt Sylt sehr intensiv kennen, die Beschreibungen sind detailgetreu und lassen ein genaues Bild vor dem innere Auge entstehen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Auch die authentischen Dialoge haben mir gut gefallen. Der Spannungsbogen ist so, wie ich ihn in einem Krimi mag.
Dies ist bereits der 11. Band rund um Kommissar Benthien; es hat mir aber nicht gefehlt, die Vorgängerbände nicht gelesen zu haben, da für das Verständnis wichtige Elemente in den Text eingeflossen sind. Gerne werde ich auch mal einen Blick auf die früheren Bände werfen, da mir dieser Nordsee-Krimi ausgesprochen gut gefallen hat. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
- Michael Jensen
Totenwelt
(22)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer zweite Fall des ehemaligen Kommissars Jens Druwe knüpft da an, wo der erste aufhört, nämlich im Flensburg der Zeit des Kriegsendes. Vesuchten im ersten Teil die Ratten das sinkende Schiff zu verlasen, so geht es hier eher um die wahnwitzigen Vorstellungen der noch von Hitler ernannten Dönitz-Regierung, noch irgendeine Rolle in der internationalen Nachkriegspolitik und beim Wiederaufbau Deutschlands zu spielen. So ist es denn ausgerechnet der neue Reichsinnenminister Stuckart, der Druwe das verführerische Angebot macht, in führender Position am Neuaufbau der Polizei mitzuwirken, wobei es aber offensichtlich weniger um eine Selbstreinigung als um die Weiterbeschäftigung nicht ganz so hochrangiger Nationalsozialisten geht. Druwe lässt sich in Unkenntnis der wahren Motive und Hintergründe Stuckarts (immerhin ein knallharte Rassenideologe, der auch Teilnehmer der bberüchtigten "Wannsee-Konferenz" war) zunächst darauf ein. Damitr gerät er in ein Machspiel zwischen der neuen Regierung, nach wie vor aktiven SS-Schergen und den divergierenden Interessen verschiedener Abteilungen der neuen britischen Besatzungsmacht. Und ausgerechnt da nimmt ein ehemaliger Kollege aus Berlin Kontakt zu ihm auf, der aus der Erbmasse der Abwehr um den Admiral Canaris brisantes Material über führende Nazigrößen übernommen hat, das er nun gegen Startkapital und Zusicherung von Straffreihet an die Briten aushändigen mächte. Druwe vermittelt ein Geheimtreffen, das jedoch mit dem Tod sowohl des britischen Offiziers als auch des Informanten endet. Druwe ist schnell klar, dasss die beiden sich nicxht gegenseitig erschossen haben können, also muss er in dem o.g. Interesengeflecht wie auf einem Gelände mit Tretminen agieren, am Ende nur jhalb erfolgreich, da es ihm zwar gelingt, die Tat aufzuklären, aber nur um den Preis der eigenen Freiheit.
Wie schon im Vorgängerroman gelingt es Michael Jensen die Stimmung im unverhofft zur inoffiziellen "Reichshauptstadt" Flensburg einzufangen. Da der Band inhaltlich und zeitlich eng mit dem Vorgänger verknüpft ist, empfiehlt es sich, sofern man diesen noch nicht kennt, damit einzusteigen.
- Reinhard Pelte
Kielwasser
(7)Aktuelle Rezension von: GospelsingerEin Marinesoldat verschwindet bei einem Auslandseinsatz der Bundeswehr im Arabischen Meer. Über Bord gefallen, heißt es, aber es gibt Zweifel. Der Flensburger Kommissar Tomas Jung lässt sich undercover auf das Schiff einschleusen und fährt mit vor die Küste Dschibutis. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, deshalb hatte ich erst einmal einige Schwierigkeiten, mich in das Buch hineinzufinden. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, zu wenig Hintergrundwissen über die Hauptfigur zu haben. Die Krimihandlung selbst fand ich leider etwas schwach. Aber sehr angetan war ich von dem für mich ungewohnten Setting. Auf einer Fregatte im Arabischen Meer, das war schon interessant. Die vielen Abkürzungen und Marineausdrücke, die in Fußnoten am Seitenende erklärt wurden, sorgten für eine gehörige Portion Realismus. Über die Auslandseinsätze der Bundeswehr gibt es bisher nur einige persönliche Erfahrungsberichte. Das Thema in einen Krimi zu verpacken, ist eine gute Idee, aber auch ein Zeichen dafür, wie normal diese Situation geworden ist. - Carsten Sebastian Henn
Rum oder Ehre
(62)Aktuelle Rezension von: sbalunzia„Rum oder Ehre“ fand ich ein grossartiges und sehr informatives Buch. Nicht nur wegen des Krimis an sich, sondern vor allem wegen der Gedanken, die sich der Autor gemacht hat. Beim Lesen wird nicht nur ein Krimi erzählt, man unternimmt auch eine Reise durch Jamaika, lernt die Insel und ihre Besonderheiten kennen, trifft auf Rastafari und wird mit ihrer Lebensweise vertraut gemacht, und erfährt eine Menge über Rum (obwohl ich Rum selbst gar nicht so sehr mag).
Den Krimi an sich fand ich durchaus solide. Würde ich ihn isoliert betrachten, hätte ich vermutlich eine etwas schlechtere Bewertung gegeben, da ich einige Teile als unrealistisch empfand. Insgesamt wird das Buch meiner Meinung nach jedoch stark durch den Schreibstil und die vielen interessanten Fakten aufgewertet, die immer wieder eingestreut sind.
Der Autor hat auch weitere Bände über Whiskey und Gin (ohhh den hab ich sehr gerne :)), die mich auf jeden Fall auch sehr interessieren würden.
- Anette Hinrichs
Nordlicht - Das kalte Grab
(30)Aktuelle Rezension von: engineerwifeDie zuständigen Ermittler stoßen auf der dänischen Insel Als auf ein grausames Szenario: zwei Leichen, brutal ermordet, werden blutüberströmt und an einen Heizkörper gefesselt in ihrem abgelegenen Haus gefunden. Es handelt sich um das deutsche Ehepaar Konrad Dahlmann und seine Frau, die, wie sich in den folgenden Ermittlungen immer mehr rauskristallisiert, nicht besonders beliebt waren an der jütländischen Küste. Was führte zu ihrer Ermordung, war es ein verunglückter Raubüberfall oder gab es ein anderes Motiv? Als eine weitere Leiche gefunden wird, ändert sich der Blickwinkel der ermittelnden Kommissare Boisen und Nyborg, denn die Morde scheinen mit Vorfällen im Eiswinter 1978/79 zusammenzuhängen. Eine spannende Mörderjagd beginnt …
Zum nun bereits sechsten Mal zieht das ungleiche Ermittlerduo bestehend aus Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg für mich als Leserin in den Kampf gegen das Verbrechen. Auch die persönliche Entwicklung der Beiden nimmt wieder ihren rechtmäßigen Platz in diesem kalten Thriller ein ohne je überbordend zu wirken. Ich liebte auch diesmal mal wieder den wie immer flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil der begabten Autorin Anette Hinrichs, der mich auch die fünf Vorgängerbände verschlingen ließ. Es war mal wie immer ein wenig wie heimkommen - mit dem spröden Ermittlerteam habe ich gerne ein wenig beim Lesen gefroren und gebibbert. Natürlich gibt es von mir mit fünf Sternen die absolute Bestnote verbunden mit einer vorbehaltlosen Leseempfehlung an alle Fans von solider Kriminalliteratur!
- Sabine Weiß
Blutige Düne
(52)Aktuelle Rezension von: StarbksIch liebe Krimis mit Lokalkolorit, vor allem, wenn ich selbst gerade reise. Den Kriminalroman "Blutige Düne" von Sabine Weiss habe ich schon vor einiger Zeit und zum Teil wirklich bei einem Sylt-Aufenthalt gelesen. Es ist der 4. Teil der Liv-Lammers-Reihe. Für den Leser und die Leserin, die die anderen Teile nicht kennen, ist das aber kein Problem.
Eine schöne Zeit auf Sylt wird für die Ermittlerin Liv Lammers mit einem Mord garniert. Wenn man sich nicht wundert, dass ein bekannter Rocker und Inhaber einer Bar ermordet wird, so wundert man sich dann doch, dass ein zweiter Mord scheinbar mit dem ersten in Verbindung steht; diesmal ist es aber ein Naturschützer, und so sieht der Fall schon ganz anders aus. Ein schwarzer Nagellack verbindet beide Fälle.
Anfangs führt der Roman sehr viele Personen ein, als Leser darf man dieses Buch nie zu lange weglegen. Es wird sonst schwer, der Handlung zu folgen. Schließlich wird man aber von den komplexen und tiefgründigen Handlungssträngen gefangen genommen. Dabei geht es sowohl um das Privatleben der Ermittlerin als auch um die Opfer.
Am Ende ist soweit alles schlüssig und aufgeklärt. Der Roman entlässt den Leser und die Leserin mit Lust auf weitere Fälle der Ermittlerin und weitere Romane der Autorin.























