Bücher mit dem Tag "flensburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "flensburg" gekennzeichnet haben.

47 Bücher

  1. Cover des Buches Die Flut (ISBN: 9783596198351)
    Arno Strobel

    Die Flut

     (320)
    Aktuelle Rezension von: ankes_herz

    Die Handlung hat mir hier besonders gut gefallen. Scheinbar entspannte freie Tage werden zu einem absoluten Horrortrip und wem kann man noch trauen?

    Anfangs erscheint alles ganz logisch, ich habe schnell geahnt wer der Mörder ist, doch im Laufe der Handlung zweifelt man sehr, fängt an jeden zu verdächtigen.

    Das Ende fand ich zunächst ärgerlich. Wie kann es sein, dass der Mörder davon kommt? Doch dann die Überraschung.

    Ein gelungenes Buch, welches ich einfach nicht aus der Hand legen konnte. Tolle und entspannte erzählweise, die auch das Lesen nach einem anstrengenden Arbeitstag ermöglicht. Wer dieses Buch liest, braucht definitiv keinen Fernseher um runterzukommen. 

  2. Cover des Buches Nordlicht - Die Tote am Strand (ISBN: 9783734107221)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Tote am Strand

     (124)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Als die Leiche einer jungen Frau im Kollund am Strand gefunden wird, ahnt noch keiner was da noch angespült wird. Da dieser Tatort an der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland , wird in Padborg eine Sondereinheit kurzerhand zusammengestellt. Ein interessantes Team mit unterschiedlichen Charakteren. Die Kommissarin Vibeke Boisen und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg bringen neben ihren ermittlerischen Tätigkeiten auch viel Privatleben mit in den Verlauf. Dies war ab und zu interessanter als der eigentliche Fall. Bei mir hat es schon eine Weile gedauert bis die typische Krimispannung aufkam. Deswegen gibt es einen Stern Abzug.

  3. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

     (78)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Ein neuer Fall für Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg. Am Fuße des Idstedt-Löwen wird ein 73-jähriger Mann tot aufgefunden. Auf der Suche nach dem Täter gräbt das Ermittler-Team tief in der Vergangenheit des Verstorbenen, dabei werden Verbindungen zu dunklen Kapiteln der Deutsch-Dänischen-Geschichte aufgedeckt.


    Schon der erste Teil der Nordlicht Reihe hat mir gut gefallen, dieser zweite ist sogar noch besser. Ich habe fast bis zum Ende im Dunkeln getappt und es haben sich immer neue Verdachtsmomente ergeben. Die Spannung ist nicht zu kurz gekommen! Diese betrifft nicht nur die Suche nach dem Täter, sondern auch die Vergangenheit des Verstorbenen. Die Autorin hat die Deutsch-Dänische Geschichte auf eine interessante und passende Weise in den Krimi eingebaut.


    Die Ermittler haben sich schon im ersten Teil in mein Herz geschlichen und ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen gefreut. Ich finde es besonders toll, dass das Privatleben und die Vergangenheit beider muteinbezogen wird, aber nicht zu stark thematisiert wird. Außerdem gefällt mir die Charakterentwicklung und ich bin gespannt wie es mit beiden weiter geht. 


    Der Schreibstil ist toll und die Beschreibung der verschiedenen Schauplätze sehr eindrücklich. Abgerundet wird die Darstellung der Umgebung noch durch Fotos der Schauplätze und eine Karte auf der die entscheidenden Orte eingezeichnet sind, so kann man sich das Geschehen noch besser vorstellen.

  4. Cover des Buches Küstenmorde (ISBN: 9783404169504)
    Nina Ohlandt

    Küstenmorde

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Da ich die Nordsee und Regionalkrimis mag, habe ich mich sehr auf das Lesen gefreut. Das Buch verfügt über eine gute Story und einen Ermittler mit viel Potenzial. Eine 5-Sternebuch also? Leider nicht. Die Autorin verfängt sich in unnötigen Dialogen und Beschreibungen, die weder Charaktere weiterbringen, noch dem Buch regionalen Charme verleihen. Das Buch hätte gut um 100 Seiten kürzer ausfallen können. Hinzu kommt ein Schreibstil, der teils an erste Übungen in Literaturkursen erinnert. 

  5. Cover des Buches Eisige Flut (ISBN: 9783404176373)
    Nina Ohlandt

    Eisige Flut

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Das Buch fesselte mich von Beginn an, ist gut geschrieben, die Spannung bleibt hoch. Die Region wird schön beschrieben ohne von der Handlung abzulenken.

    Kritikpunkte: Wer der/die Täter/in ist, war mir schon rund 150 Seiten vor Ende klar. Das war bei den Vorgängern weniger vorhersehbar. Und: Wie immer zu viele Protagonisten, so dass ich bei gewissen am Schluss nicht mehr wusste, wer sie sind.

  6. Cover des Buches Blutige Düne (ISBN: 9783404179756)
    Sabine Weiß

    Blutige Düne

     (48)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Die Story, die Sabine Weiß erzählt, ist komplex und vielschichtig. Am Anfang werden sehr viele Personen in die Geschichte eingeführt, die eine nebensächliche oder eine wichtige Rolle spielen. So ist man als Leser gefordert aktiv in diesem Fall mitzudenken. Es gibt auch viele interessante Fakten und Hintergründe rund um das Rockermilieu, die die Autorin gekonnt in die Handlung einbaut. Die Beschreibung der Natur und die Ortskenntnis der Autorin wecken Lust auf einen Besuch der Insel. Kommissarin Liv Lammers möchte ein paar unbeschwerte Tage auf Sylt verbringen, der Insel, auf der sie aufgewachsen ist und die ihr dennoch Unbehagen bereitet. Prompt gibt es einen Mordfall und sie ist wieder im Dienst. Das Opfer ist ein Rocker, der in der Mörderkuhle bei Tinnum gefunden wurde. Sie sind noch bei den Arbeiten am Tatort, als das LKA den Fall an sich zieht. Kurz darauf wird ein Mordanschlag auf einen jungen Mann verübt. Doch was hat der Bufti einer Meeresschutz-Organisation mit Rockern zu tun?

    Was mir immer besonders an Sabines Krimis gefällt, sind die schönen Landschaftsbeschreibungen von Sylt. Sie machen Lust und Laune direkt dorthin zu fahren. Nordseefeeling pur!!!

    *Fazit*
     Ich liebe diese Reihe, sie ist spannend und fesselnd, spielt auf einer wunderschönen Insel und hat tolle Charaktere. Mir gefällt es, wenn ich den Ermittlern über die Schulter gucken kann. Dieser Fall ist ziemlich undurchsichtig und wir werden von der Autorin auch mal auf eine falsche Fährte geschickt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

  7. Cover des Buches Sturmläuten (ISBN: 9783404174720)
    Nina Ohlandt

    Sturmläuten

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Das Buch hat mich überzeugt, war stets spannend und die Story war nicht vorhersehbar.

    Es gab einige aus meiner Sicht unnötige Dinge, so etwa die ganzen Foltergeschichten.

  8. Cover des Buches Möwenschrei (ISBN: 9783404171361)
    Nina Ohlandt

    Möwenschrei

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Das Buch liesst sich teils leicht und fliessend mit spannendem und nicht erwarteten Ende. Doch der Weg dahin ist harzig. Das hängt einerseits damit zusammen, dass ganze Handlungsstränge für das Buch und den Fall komplett unerheblich sind. Andererseits gibt es derart viele Protagonisten bei Polizei und Verdächtigen inkl. schwer verstehbarer Verwandtschaftsverhältnisse, dass ich selbst zur Mitte des Buches teils nicht wusst, wer in der Pension jetzt wer ist. Als letzten negativen Punkt sehe ich, dass einige Dinge gar nie aufgeklärt worden sind. 

    Positiv ist die dezente, aber schöne Beschreibung der Insel. Ausserdem kommt man den Charakteren, besonders Benthieh, Lilly und Fitzen, näher als im ersten Buch. Diese sind wirklich gut beschrieben. 

    Fazit: Weniger wäre mehr.

  9. Cover des Buches Nebeltod (ISBN: 9783404173181)
    Nina Ohlandt

    Nebeltod

     (40)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Gleich mehrere Fälle halten das Team um John Benthien beschäftigt. Ein Schuss auf ein Auto aus dem Hinterhalt, zwei getötete und verstümmelte Pferde auf einer Weide und ein brutaler Mord, bei dem ein Mann auf Gleise gebunden wurde, wo er von einem Zug überrollt wurde. Hier erhält das Team ein Foto des noch lebenden Opfers mit der Unterschrift „Schuldig“. Als ein weiterer brutaler Mord passiert, muss das Team schnell handeln.

    „Nebeltod“ ist der dritte Fall für John Benthien. Für mich ist es das erste Buch der Reihe, doch es lässt sich gut ohne Vorkenntnisse lesen.

    Der Fall beginnt auch gleich spannend und interessant – der Mord auf den Gleisen ist echt hart und auch die anderen Morde der Serie sind nicht ohne. Die Ermittlungen des Teams fand ich interessant und spannend. Ein bisschen zog sich die Geschichte hier und da, aber als Leser war man auch damit beschäftigt, die vielen Verdächtigen zu sortieren und auszuschließen.

    Auch Benthiens persönliche Probleme waren fesselnd und hier interessiert es mich sehr, was hier am Ende herauskommen wird, das bleibt allerdings ungelöst.

    Insgesamt hat mir der Roman gefallen und ich bin gespannt auf weitere Fälle des Teams.

  10. Cover des Buches Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1) (ISBN: 9783945362921)
    Thomas Herzberg

    Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)

     (80)
    Aktuelle Rezension von: buckelfips


    Man kommt mit den ersten Seiten direkt in Flensburg an, so wie die beiden neuen Kommissare, die sich von früher kennen. Man kann die Spannung zwischen den Beiden richtig spüren und wartet ständig darauf, dass es zwischen den Zweien funkt.

    Der Krimi selbst war sehr gut, wenn auch etwas überfrachtet. Schmuggel, Menschenhandel, Gewalt in der Schule, pupertierende Teenager, illegale Einwanderer,... sind etwas viel.

    Gefallen hat mir besonders, dass beide Kommissare sehr menschlich dargestellt werden und auch menschliche Probleme haben. Leider fehlten
    mir die Hintergründe der Vorgeschichten der Kommissare.

    Fazit: Krimi für ein gemütliches Wochenende, auf den Nachfolger bin ich gespannt. Empfehlenswertes Buch

  11. Cover des Buches Küstennebel (ISBN: 9783492264730)
    Gisa Pauly

    Küstennebel

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Gisa Pauly wird mit jedem Krimi besser. Dieser Teil hat mir sehr gut gefallen. Und es macht unheimlich viel spass Zeit mit Erik und Mamma Carlotta zu verbringen. Diesmal in Italien unterwegs zu sein, fand ich besonders gut. 

  12. Cover des Buches Tod und Spiele (ISBN: 9783839219478)
    Petra Mattfeldt

    Tod und Spiele

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12
    "Tod und Spiele" ist der zweite Band aus der Falko-Cornelsen-Reihe von Petra Mattfeldt. Falko Cornelsen hat große Eheprobleme und kann seiner Frau eine vergangene Affäre nicht verzeihen. Um sich über die Zukunft seiner Ehe klar zu werden, nimmt er sich in seinem Kommissariat in Lüneburg ein paar Tage frei und besucht seinen Freund und Kollegen Oliver in Flensburg. Doch kaum angekommen wird dieser zu einem Toten in einem Domina-Studio gerufen. Oliver bittet Frank sein Team als Profiler im vorliegenden Fall zu unterstützen und schon ermitteln diese gemeinsam in einem Fall, der immer mysteriöser wird. Nachdem ich vor kurzem auch den ersten Band der Reihe gelesen hatte, fiel es mir leicht gleich wieder die private Situation des Protagonisten zu verstehen, hier bauen die Bände ein wenig aufeinander auf. Die Geschichte ist im wesentlichen in zwei Handlungsstränge gegliedert. Zum einen die Morde, die den Verdacht von einem Rachefeldzug nahe legen und zum anderen die schrecklichen Geschehnisse der gefangenen Kinder, die für Sex.Partys missbraucht werden. Dieser Erzählstrang hat es in sich und ist nichts für schwache Nerven. Die Autorin schaffte es hier mich beim Lesen richtig wütend zu machen über das Leid, das den Kindern zugefügt wird und ich hoffte auf eine gerechte Bestrafung dieser Taten. Durch den Wechsel dieser beiden Erzählstränge fesselte mich Petra Mattfeldt immer wieder an die Geschichte und lies dabei aber stets geschickt offen wer der Täter sein könnte. Zwar hat man eine klare Vermutung, aber es ist halt dann doch ein wenig anders als vermutet. Die Geschichte endet zum einen tragisch, aber auch für Falko Cornelsen mit einem neuen Abschnitt seines Lebens. Diesen Übergang zum aktuellen dritten Band fand ich sehr gelungen. In Summe hat mir dieser Krimi sehr gut gefallen, spannend geschrieben und auch mit einem gelungenen privaten Anteil des Protagonisten, der sich stimmig in die Geschichte einfügt. Ich werde als Leser dieser Reihe definitiv treu bleiben.
  13. Cover des Buches Rum oder Ehre (ISBN: 9783832183981)
    Carsten Sebastian Henn

    Rum oder Ehre

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Konsumfrau

    Carsten Sebastian Henn hat mit seinem Roman "Rum oder Ehre"  einen kurzweiligen Krimi mit ganz viel skurrilem Humor zusammengemixt. Dabei mischt er norddeutsche Schnoddrigkeit mit karibischem Temperament, denn die Hauptfigur Martin Störtebäcker verschlägt es von der Rum-Stadt Flensburg auf die Rum-Insel Jamaika, wo sein jüngerer Bruder vor 20 Jahren spurlos verschwand. Mit seinen 72 Jahren nicht mehr der Jüngste, findet er tatkräftige Unterstützung in einer quirligen Taxifahrerin und einer Miss Marple verehrenden Kommissarin. Während ihn seine Spur von einer Rum Distillery zur nächsten führt und wir immer mehr in die Geschichte, Herstellung und so manches Rezept rund um den Rum eintauchen, bringt die ein oder andere Leiche Spannung ins Spiel.

    Ich finde den Mix aus Krimi, Familiendrama und Komödie ganz grandios in Szene gesetzt. Der geradlinige, trockene Humor des Käpt'n von der Ostsee in Kombination mit der von gewissen Kräutern benebelten Lebensfreude der karibischen Insulaner führt zu amüsanten und gar nicht mal so abwegigen Lebensweisheiten. Wer einen Bezug zu Flensburg oder Jamaika hat und dazu noch gerne Rum süffelt, wird dieses Buch lieben!

  14. Cover des Buches Brennende Gischt (ISBN: 9783404176670)
    Sabine Weiß

    Brennende Gischt

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Sylt-Krimi ist der zweite Fall für die junge Ermittlerin Liv Lammers.

    In der Ruine eines abgebrannten Hauses wird die Leiche eines Pastors gefunden, der einen nicht ganz so gottgefälligen Lebenswandel geführt hat. Und was der Seelsorger im Haus des vor kurzem verstorbenen Millionär Armin Zurssen zu suchen? Hängt das damit zusammen, dass das Haus testamentarisch die örtliche Kirche gehen soll?

    Noch bevor es Antworten auf die drängendsten Fragen gibt, wird eine weitere Leiche gefunden. Wie schon im ersten Fall („Schwarze Brandung“)vermutet, scheint es bei der Polizei einen Maulwurf zu geben. Doch wer könnte das sein? Momke, der gedanklich bei Verlobter und Hochzeitsvorbereitungen weilt?

    Je tiefer Liv und ihre Kollegen in den Fall eintauchen, desto mehr Abgründe tun sich auf. Es gibt jede Menge Verdächtige, aber weit und breit kein schlüssiges Motiv. Erst ein altes Foto führt die Ermittler auf die richtige Spur. Und wieder einmal gerät Liv Lammers’ Familie, mit der sie vor Jahren gebrochen hat, in den Fokus der Ermittler. 

    Fazit:  

    In diesem zweiten Fall erfahren wir ein wenig mehr über die Familiengeschichte von Liv Lammers. Der mächtige Familienclan macht es weder den Lesern noch den Polizisten leicht. Allgegenwärtig ist Livs Schwester Annika, die das Immobiliengeschäft des Vaters weiter ausbaut, nicht immer mit fairen Mitteln. 

    Die Autorin vermittelt wieder einen guten Einblick in die Polizeiarbeit. Die Alleingänge von Liv sind legendär, aber nicht ganz ungefährlich. Ein Disziplinarverfahren hängt abermals wie ein Damoklesschwert über ihr. Momke geht mir mit seinen Gedanken zur bevorstehenden Hochzeit ein bisserl auf die Nerven, weil das die Handlung nur wenig weiterbringt. Allerdings als Verdächtiger in Sachen „Maulwurf“ passt es dann wieder.

    Gut gefällt mir, wie Sabine Weiß Bräuche, Traditionen und den alten Sylter Dialekt in die Handlung einbaut. Auch die Beschreibungen der Insel und deren Bewohner, die abseits der Tourismussaison ein eher beschauliches Dasein führen, sind gut gelungen.  

    Fazit: 

    Ein fesselnder Fall, der Lust auf die Fortsetzung („Finsteres Kliff“) macht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.


  15. Cover des Buches Schwestern fürs Leben (ISBN: 9783426308165)
    Sybille Schrödter

    Schwestern fürs Leben

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Benundtimsmama

    Meine Meinung zum Buch:


    Der sehr ansprechende Klappentext hat mich auf das Buch „Schwestern fürs Leben“ von Sybille Schrödter aufmerksam gemacht. Die Autorin war mir bisher noch kein Begriff und ich habe mich sehr gefreut, mal wieder eine Familiengeschichte zu lesen.


    „In einer Zeit, die Gehorsam verlangt, beginnen sie zu kämpfen: vier ungleiche Schwestern zwischen den Weltkriegen“ (Auszug Klappentext)


    Die Geschichte, in der die Protagonistin Helene, genannt Lene, mein Herz im Sturm erobert, beginnt im August 1910. Ihre eigenwillige und zielstrebige Art gefiel mir gleich von Anfang an. Schon im Alter von acht Jahren zeigt Lene, was für einen starken Charakter sie hat. 


    Bereits in den ersten Kapiteln bin ich mit dem Schreibstil der Autorin gut zurecht gekommen. Ich mag ihre detailreiche Sprache und ihren flüssigen und tiefgründigen Schreibstil sehr. 


    Im Buch bekommen sehr viele Haupt- und Nebenprotagonisten ihren Auftritt, das hat mich in der Anfangszeit ein wenig überfordert. Praktischerweise gibt es im Buch eine Übersicht über die wichtigsten Personen. Die habe ich fleißig genutzt und so konnte ich langsam in die Geschichte der Familie Dannenberg eintauchen und mit ihr zusammenwachsen. 


    Ich finde die Autorin hat einen guten Job gemacht und in diesem Buch die Bandbreite ihres Könnens bewiesen. Besonders den schwierigen Stand der Frauen in den Jahren 1910-1945 hat sie gut herausgearbeitet. Es hat großen Spaß gemacht, die Entwicklung der vier Frauen mitzuerleben. Sie müssen gegen Vorurteile ankämpfen, schmerzhafte Verluste verkraften und in einer Männerwelt ihren Mann stehen. 


    Ich war sehr beeindruckt, wie sich die verschiedenen Charaktere im Laufe der Geschichte verändert haben. Mit einigen Frauen habe ich mehr sympathisieren können als mit anderen, was dem Lesevergnügen aber überhaupt keinen Abbruch getan hat. 


    Durch immer wechselnde Ereignisse wird der Spannungsbogen durchweg hoch gehalten und auch mit den vielen wechselnden Protagonisten bin ich problemlos zurechtgekommen.


    Das Buch findet für mich einen guten Abschluss, auch wenn am Ende nicht alle Fragen geklärt werden können. Dies macht aber umso mehr Lust, im nächsten Band wieder auf die Familie zu treffen.


    Auch die Covergestaltung finde ich sehr ansprechend und passend zur Geschichte gewählt. 


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung der Geschichte.

    Einen Stern ziehe ich ab, weil das Buch in einigen Passagen kleine Längen hat und man diese meiner Meinung nach kürzer hätte halten können.


    Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe vier von fünf Sternen. 





  16. Cover des Buches Totenwelt (ISBN: 9783746636764)
    Michael Jensen

    Totenwelt

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    Der zweite Fall des ehemaligen Kommissars Jens Druwe knüpft da an, wo der erste aufhört, nämlich im Flensburg der Zeit des Kriegsendes. Vesuchten im ersten Teil die Ratten das sinkende Schiff zu verlasen, so geht es hier eher um die wahnwitzigen Vorstellungen der noch von Hitler ernannten Dönitz-Regierung, noch irgendeine Rolle in der internationalen Nachkriegspolitik und beim Wiederaufbau Deutschlands zu spielen. So ist es denn ausgerechnet der neue Reichsinnenminister Stuckart, der Druwe das verführerische Angebot macht, in führender Position am Neuaufbau der Polizei mitzuwirken, wobei es aber offensichtlich weniger um eine Selbstreinigung als um die Weiterbeschäftigung nicht ganz so hochrangiger Nationalsozialisten geht. Druwe lässt sich in Unkenntnis der wahren Motive und Hintergründe Stuckarts (immerhin ein knallharte Rassenideologe, der auch Teilnehmer der bberüchtigten "Wannsee-Konferenz" war) zunächst darauf ein. Damitr gerät er in ein Machspiel zwischen der neuen Regierung, nach wie vor aktiven SS-Schergen und den divergierenden Interessen verschiedener Abteilungen der neuen britischen Besatzungsmacht. Und ausgerechnt da nimmt ein ehemaliger Kollege aus Berlin Kontakt zu ihm auf, der aus der Erbmasse der Abwehr um den Admiral Canaris brisantes Material über führende Nazigrößen übernommen hat, das er nun gegen Startkapital und Zusicherung von Straffreihet an die Briten aushändigen mächte. Druwe vermittelt ein Geheimtreffen, das jedoch mit dem Tod sowohl des britischen Offiziers als auch des Informanten endet. Druwe ist schnell klar, dasss die beiden sich nicxht gegenseitig erschossen haben können, also muss er in dem o.g. Interesengeflecht wie auf einem Gelände mit Tretminen agieren, am Ende nur jhalb erfolgreich, da es ihm zwar gelingt, die Tat aufzuklären, aber nur um den Preis der eigenen Freiheit.

    Wie schon im Vorgängerroman gelingt es Michael Jensen die Stimmung im unverhofft zur inoffiziellen "Reichshauptstadt" Flensburg einzufangen. Da der Band inhaltlich und zeitlich eng mit dem Vorgänger verknüpft ist, empfiehlt es sich, sofern man diesen noch nicht kennt, damit einzusteigen.

  17. Cover des Buches Totenland (ISBN: 9783746634609)
    Michael Jensen

    Totenland

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    Die Idee, das Ende des Dritten Reiches zum Handlungsspielraum eines Kriminalromans zu machen, ist nicht neu, das gab es schon in "Onkel Toms Hütte" und im ersten Roamn der Goldammer-Reihe. Nun hat sich auch Michael Jensen mit seinem Protagonisten Jens Druwe an dieses Thema gewagt, meiner Meinung nach weitgehend durchaus gelungen. Im noch von den Briten nicht eroberten Teil Schleswig-Holsteins wird ein ranghoher NS-Funktinär ermordet aufgefunden. Jens Druwe kommt so ins Spiel, ein ehemaliger Kripo-Kommissar aus Berlin, nun zum Dorfpolizisten degradiert undsowohl äußerlich wie auch innerlich schwer durch den Krieg gezeichnet. Schnell spürt er einen flüchtigen KL-Insassen auf, der für seine Vorgesetzten von der eigentlich zuständigen Kripo einen Idealen Täter abgibt. Doch Druwe hat aus verschiedenen Gründen seine Zweifel und ermittelt mehr oder weniger auf eigene Faust in den Wirren der letzten Tage des Dritten Reichs. Er entdeckt Hinweise darauf, dass der Funktinär seine Stellung missbraucht hat, um sich persönlich zu bereichern, allerdings scheint er dabei nicht allein gehandelt zu haben. Tatsächlich stand er im Mittelpunkt eines Geflechts der SS, das über die sogenannte "Rattenlinei-Nord" die Flucht von hochrangigen Vertretern dieser verbrecherischen Organisation ins Ausland vorbereiten sollte, die dann sozusagen die Keimzelle eines späteren Wiederaufbaus des Nationalsozialismus in Deutschland übernehmen sollten. Mit seinem Einsatz gelingt es Druwe, diese Flucht zu unterbinden.

    Der Roman beschreibt aber nicht nur den Fall, sondern am Beispiel seines Protagonisten auch, wie schnell man im Dritten Reich schuldig werden konnte und wie unterschiedlich die Menschen mit dieser Schuld umgingen. Auch das macht die Reihe, deren beiden Folgebände ich bereits geordert habe, lesenswert. Leider passieren dem Autoren zwei grobe historische Schnitzer, die leicht vermeidbar gewesen wären. Die Armee, die unter Paulus in Stalingrad unterging, war nicht die siebte, sondern die sechste, und die mit diesem Untergang in Verbindung stehende Sportpalastrede Goebbels war 1943, nicht 44. 

  18. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders - (ISBN: 9783837150070)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders -

     (12)
    Aktuelle Rezension von: MissRichardParker

    Als die schrecklich zugerichtete Leiche eines 73-jährigen in Flensburg gefunden wird, ist die Polizei schockiert. Wer hat den alten Mann zu Tode getreten? Bald wir klar, dass das Opfer der dänischen Minderheit angehört hat und Viebke Boisen nimmt die Ermittlungen zusammen mit ihren dänischen Kollegen auf. Eine nervenaufreibende Ermittlung beginnt...

    Der zweite Fall des dänisch-deutschen Ermittlerteams hat mich wieder vollends gepackt. Innert kürzester Zeit habe ich mich mitten in der Geschichte befunden und konnte kaum stoppen. Auch hier hat die Sprecherin wieder super gepasst. Die sehr spannend geschriebene Geschichte hat einen historischen Hintergrund und war für mich sehr interessant. Ausserdem entwickeln sich die bereits bekannten Figuren aus dem ersten Fall stets weiter, was mir immer äusserst gut gefällt. Eine sehr fesselnde, spannende und flüssig geschriebene Geschichte um ein Ermittlerteam, welches mir schon ans Herz gewachsen ist.

  19. Cover des Buches Annis kleines Café am Meer (ISBN: B099SH6W4C)
    Inga Schneider

    Annis kleines Café am Meer

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Schmusekatze69

    Was für eine Vorstellung......den Freund beim Fremdgehen zu erwischen und das im Urlaub. Lotte kleine heile Welt ist zusammengebrochen. Da kam der Hilferuf von Tante Anni gerade zur rechten Zeit. Koffer packen und auf nach Flensburg. Dort angekommen, erfährt sie nicht nur, dass das kleine Café finanzielle Probleme hat, nein auch das das Café heruntergekommen und vor dem Aus steht. Lotte krempelt die Ärmel.hoch und legt los.... Wärend der Renovierung kommt ihr Kasper, ein charmanter Fischverkäufer, immer näher und ein großes Familiengeheimnis ans Licht. 

    Hach, auch wenn es in letzter Zeit viele Bücher gibt, die am Meer spielen und es um ein Café geht...... Ich gestehe, ich kann einfach nicht genug davon bekommen. Vielleicht, weil es einfach ein Traum wäre, am Meer zu wohnen.

     Lotte war mir von Anfang an echt sympathisch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Kasper, hach, den würde ich am liebsten für mich selber haben 😁 Ein toller Kerl. Immer da wenn man ihn braucht und seine ruhige Art läßt jedes Problem klein kleiner erscheinen. Tante Annis Geschichte, ihre Lebensbeichte, hat mich schlucken lassen. Schade, dass es so gekommen ist, wie es kam. Ich frage mich immer noch, was wäre, wenn ihr Vater anders reagiert hätte. 

    Das Buch ist toll geschrieben. Locker und leicht. Somit ein richtiges Wohlfühlbuch, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass man über Annis Leben mehr erfahren hätte.

  20. Cover des Buches Inselkoller (ISBN: 9783839210147)
    Reinhard Pelte

    Inselkoller

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Thomas Jung ist Leiter und wohl einziger Mitarbeiter der Abteilung für unaufgeklärte Kapitalverbrechen. Man kann halt schlecht mit ihm zusammenarbeiten und so ist er zwar noch am Arbeiten, aber weit weg vom Schuss.

     

    Jung bekommt den Auftrag, einen Mord oder Selbstmord auf der Insel Sylt aufzuarbeiten. Haben die Kollegen anständig recherchiert oder sind da etwa Fehler unterlaufen?

     

    „Inselkoller“ ist ein Sylt Krimi aus der Feder des Autors Reinhard Pelte. 

     

    Das Buch beginnt im Prolog mit einen Interview mit dem Autor. Erstens ist das kein Prolog und zweitens hat es mich nicht interessiert. Somit hatte ich die ersten Seiten schon gespart. 

     

    Zu Anfang fand ich den Krimi noch richtig gut. Wobei ich mich fragte, warum im zweiten Kapitel von einem Somali berichtet wird und schon fast die komplette Story verraten wird. Zumindest, wenn man schon mehr als einen Krimi gelesen hat. 

     

    Und dann fing es langsam bei mir an. Den Somali überflog ich nur. Die Sache mit den zwei Frauen ist auch überflüssig, weil man sich dann auch schon den Rest der Story denken kann. 

     

    Auch so ging es mit dem Krimi steil bergab. Jung ist absolut unsympathisch. Wäre jetzt nicht so das Drama, aber er war wirklich unsympathisch. Vor allen Dingen verhielt er sich unmöglich anderen Leuten gegenüber. Er war gleich großkotzig, motzig und genervt von allem und jedem. Man kann halt nicht mit ihm zusammenarbeiten.

     

    Dazu tapste Jung nur herum und fragte Leute. Ebenso versprach er jedem, gleich alle seine Ermittlungsergebnisse mitzuteilen, sobald er etwas weiß. Labertasche halt. 

     

    Ich konnte seinen Ermittlungsweg, wenn man das so nennen kann, kaum verstehen. Und trotzdem hat jeder ihm gleich alles erzählt. Gerade als es ins militärische ging. Noch mehr Labertaschen. 

     

    Es wurde mehr Gewicht auf Essen und den Schnupfen des Herrn Jung gelegt, als auf eine anständige Aufklärung des Falles. Dazu kam dann noch, dass Herr Jung am Ende gleich zwei Fälle aufgeklärt hatte, die er nicht einmal wirklich aufgeklärt hatte.

     

    Denn es interessierte den Autor recht wenig, wie es weiter ging oder gehen sollte. Jung hatte etwas herausgefunden und Ende der Story. Im Epilog wird dann dem geneigten Leser, der bis dahin noch kam, erzählt, was man eigentlich eh schon lange wusste. 

     

    Am Anfang dachte ich wirklich, es ist ein gelungener Krimi, wurde dann allerdings schnell eines Besseren belehrt. Kurz gesagt, ein Krimi, den ich mir auch aus den Ärmeln hätte leiern und dazu nebenbei noch das Lob eines Literaturkritikers einheimsen können.  

     

  21. Cover des Buches Inselroulette (ISBN: 9783839215333)
    Reinhard Pelte

    Inselroulette

     (6)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD
    Wie kann eine junge Frau verschwinden und erst Tage später von ihrem Arbeitgeber als vermisst gemeldet werden? Kriminalrat Tomas Jung wird nach Sylt geschickt, um sich vor Ort ein Bild zu machen und den Fall schnellstmöglich zu lösen. Je tiefer die Polizei in das Leben der Frau eindringt, desto mehr Fragen stellen sich. Plötzlich wird eine Frauenleiche gefunden...

    Kann es wirklich sein, dass eine junge, hübsche Frau keinerlei soziale Kontakte pflegte? Denn genau so scheint es, als Tomas Jung den Fall der verschwundenen Bente Friedrichsen übernimmt. Oder sollte sie gar ein Doppelleben geführt haben? Lange Zeit tappt nicht nur die Polizei, sondern auch der Leser im Dunkeln, bis sich schließlich ein wichtiges Indiz zeigt, dass allerdings schnell übersehen werden kann. Dementsprechend wichtig ist es, dem Geschehen konzentriert zu folgen, um die entscheidende Wendung nicht zu verpassen.

    Anfangs hat man das Gefühl die Geschichte dümpelt einfach so vor sich hin. Doch im weiteren Verlauf wird deutlich, dass es sich nur um die Ruhe vor dem Sturm handelt, denn unterschwellig brodelt es bereits. Der ruhige Schreibstil passt allerdings hervorragend zum Ort des Geschehens und zieht den Leser mit in die Ferne. Es wird nach und nach Spannung aufgebaut, allerdings nicht so offensichtlich wie man es möglicherweise gewohnt ist. Lässt man sich aber auf die Gegebenheiten und den Stil ein, spürt man es ganz deutlich.

    „Inselroulette“ ist der sechste Band der Reihe um Kriminalrat Tomas Jung. Manches Mal wird auf die vergangenen Bände mittels Fußnoten verwiesen, wodurch man schon merkt, dass einem dort Wissen fehlt. Dieses ist zwar nicht unbedingt von Nöten, um den aktuellen Fall nachvollziehen zu können, dennoch hat man das Gefühl etwas nachholen zu müssen, um manche Handlungsweisen in den jeweiligen Situationen verstehen zu können.

    Alles in allem bietet „Inselroulette“ ein paar kurzweilige, spannende Lesestunden, die den Leser selbst ans Meer versetzen.
  22. Cover des Buches Böses Spiel (ISBN: 9783570306307)
    Brigitte Blobel

    Böses Spiel

     (36)
    Aktuelle Rezension von: LeseVerrueckt

    Das Thema "Mobbing" ist immer brandaktuell. Heute wie "damals", als das Buch geschrieben wurde. In Büchern von Brigitte Blobel geht es meist um typische Probleme, mit denen junge Heranwachsende konfrontiert sind. 

    Die Geschichte ist gut geschrieben und man kann sich leicht in die Lage der Protagonistin hineinversetzen. Auch die Sachen, die ihr geschehen, wirken alltäglich und realitätsnah. Ein nicht so gut betuchtes Mädchen wechselt aufgrund ihrer guten Noten als Externe auf ein Internat, wo Klassenunterschiede deutlich hervortreten.

    Zu Beginn und zum Schluss wird die Geschichte aus der Sicht des "Retters" geschrieben, der auch nur zu den beiden literarischen Zeitpunkten "stattfindet".

    Meiner Meinung nach kommt das Ende etwas abrupt und auch der Genesungsweg hätte ruhig ein wenig genauer beschrieben werden können.

  23. Cover des Buches Inselbeichte (ISBN: 9783839211229)
    Reinhard Pelte

    Inselbeichte

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Gospelsinger
    Tomas Jung ist beruflich auf dem Abstellgleis. Offensichtlich ist es nicht möglich, ihn zu entlassen, aber er bekommt halt nur noch Fälle, die nie gelöst wurden und deren Spuren eiskalt sind. Wie zum Beispiel der Fall eines Mädchens, das auf dem Weg nach Husum spurlos verschwunden ist. Zehn Jahre ist das her, die Mutter ist inzwischen gestorben, der Rest der Familie ist auseinandergebrochen. Was soll der ganze Aufwand noch? Aber Tomas Jung ist beharrlich und lässt sich nicht abschrecken. Durch Zufall findet er mitten in einer Schneekatastrophe eine Spur. Das sind eben die Vorteile der Provinz: Jeder kennt jeden und so bekommt man hilfreiche Hinweise. Mir hat dieser Krimi mit seinem perfekt dosiertem Lokalkolorit gut gefallen. Tomas Jung mit seinem friesischen Dickschädel ist mir sympathisch, und ich lasse mich immer wieder gern literarisch an die Nordsee versetzen.
  24. Cover des Buches Totenland (ISBN: 9783961052059)
    Michael Jensen

    Totenland

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Die mit diesem Titel beginnende Romanreihe um Kommissar Jens Druwe gehört zu den vielen Versuchen, im Sog von Volker Kutschers Serie der Gereon-Rath-Krimis (Babylon Berlin) auch Erfolg zu haben. Selten ist das aber so gut gelungen wie hier. Der Autor Michael Jensen ist sprachlich (ohne ein Thomas Mann zu sein) Volker Kutscher sogar überlegen. Mir persönlich gefällt außerdem, dass hier norddeutsche Langsamheit und nicht Berliner Hektik herrrscht. "Totenland" spielt in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs in der Nähe von Flensburg im Süden Schleswigs zwischen null- bis hundertprozentigen Nazis. Von letzteren wird einer grausam ermordet. Jens Druwe ermittelt, ohne auf politische Vorgaben zu achten. Für die Hörbuchfassung wurde ein mit Rolf Berg ein überaus passender Vorleser gewählt.

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