Bücher mit dem Tag "flieger"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "flieger" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Iron Flame – Flammengeküsst (ISBN: 9783423283830)
    Rebecca Yarros

    Iron Flame – Flammengeküsst

    (1.258)
    Aktuelle Rezension von: LinasLeseeckeOfficial

    Klappentext:

    Violet muss entscheiden, ob sie ans tödliche Basgiath War College zurückkehren will … und inwieweit sie Xaden vertrauen kann.

    Alle hatten erwartet, dass Violet Sorrengail während ihres ersten Jahres am Basgiath War College sterben würde - Violet eingeschlossen. Doch sie hat überlebt.

    Das richtige Training beginnt erst jetzt und Violet fragt sich, wie sie das überstehen soll. Die Herausforderungen sind zermürbend, extrem brutal und dafür gedacht, die Schmerzgrenze der Reiter ins Unermessliche zu treiben, aber das größte Problem ist der neue Vizekommandeur, der Violet brechen will - es sei denn, sie hintergeht den Mann, den sie liebt.

    Auch wenn Violets Körper schwächer und fragiler ist, hat sie immer noch ihren Verstand - und ihren eisernen Willen. Und die wichtigste Lektion, die sie bisher gelernt hat, scheinen alle anderen zu vergessen: Drachenreiter machen ihre eigenen Regeln ...


    „Mein Haus. Mein Stuhl. Meine Frau.“


    Mit Iron Flame setzt Rebecca Yarros die Geschichte rund um Violet und Xaden eindrucksvoll fort und knüpft dabei nahtlos an die Ereignisse aus Fourth Wing an. Die Fortsetzung erweitert die Welt spürbar: Neue Schauplätze bringen frischen Wind in die Handlung und eröffnen tiefere Einblicke in die politische und militärische Struktur dieser Welt.

    Trotz der neuen Umgebungen bleibt die zentrale Liebesgeschichte erhalten - allerdings nicht ohne neue Hürden. Die Beziehung zwischen Violet und Xaden wird auf eine harte Probe gestellt, was der emotionalen Dynamik zusätzliche Tiefe verleiht. Fans der beiden kommen also weiterhin auf ihre Kosten, auch wenn sich ihre Verbindung unter schwierigeren Umständen behaupten muss.

    Ein deutlich größerer Fokus liegt diesmal auf Kriegsthemen und strategischen Überlegungen. Die detaillierten Einblicke in militärische Abläufe und Taktiken sind spannend und gut ausgearbeitet, können aber - je nach Lesegeschmack - stellenweise etwas überwältigend wirken. Gerade dieser starke Fokus auf Strategie hat für mich persönlich das Gleichgewicht der Geschichte leicht verschoben.

    Dennoch bleibt die Handlung durchgehend fesselnd. Yarros versteht es, Spannung aufzubauen und die Leser:innen immer wieder mitzureißen. Ihr Schreibstil ist dabei wie gewohnt packend, emotional und bildhaft, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

    Besonders hervorzuheben ist ein starker Plot-Twist, der die Geschichte in eine unerwartete Richtung lenkt. Ohne zu spoilern lässt sich sagen: Dieser Moment hat es in sich - vor allem für Leser:innen, die bereits Fourth Wing kennen.

    Fazit:
    Iron Flame ist eine spannende und emotional intensive Fortsetzung, die mit neuen Schauplätzen, einer weiterhin mitreißenden Liebesgeschichte und überraschenden Wendungen überzeugt. Der stärkere Fokus auf Krieg und Strategie mag nicht jeden Geschmack treffen, mindert aber nicht die erzählerische Qualität. Insgesamt ein sehr gelungenes Sequel, das die Reihe konsequent weiterentwickelt und Lust auf mehr macht.

  2. Cover des Buches Die Charité: Aufbruch und Entscheidung (ISBN: 9783499274541)
    Ulrike Schweikert

    Die Charité: Aufbruch und Entscheidung

    (141)
    Aktuelle Rezension von: Saphir610

    Als absolute Ausnahme fängt Rahel Hirsch 1903 in Berlin in der Charite als erste Ärztin an. Sie bekommt zu spüren, dass Gleichberichtigung in diesem Berufsstand noch einen weiten Weg vor sich hat. Auch die Arbeiterin Barbara bekommt zu spüren, dass Männer Frauen oft als eine Art Besitz betrachten. Rahel und Barbara werden Freundinnen und beide engagieren sich für Frauenrechte. Dann beginnt der erste Weltkrieg und stellt alles auf den Kopf.

    Der Roman behandelt eine interessante Zeit und Thema. Man muss sich mal vorstellen als Frau kein Wahlrecht zu haben und als Ärztin eine Rarität zu sein.

    Leider hat mir beim Lesen der entsprechende Funke gefehlt um mich in die Geschichte rein zu ziehen. Die Protagonisten konnten mich nicht abholen. Vielleicht habe auch einfach etwas anderes erwartet. Auch hätte ich gerne mehr über die Charite, die Fortschritte in der Medizin erfahren. Im Ganzen hat der Roman eine eher bedrückende Stimmung, die dann mit dem ersten Weltkrieg und am Ende mit dem Jahr 1938 seine Berechtigung findet.

  3. Cover des Buches Der Nostradamus-Coup (ISBN: 9783404174256)
    Gerd Schilddorfer

    Der Nostradamus-Coup

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Der Nostradamus-Coup" ist der dritte Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Als eine alte Douglas DC-3 zum Verkauf steht kann das Fliegerass John Finch nicht widerstehen und schlägt zu. Gemeinsam mit seiner Weggefährtin Amber will er damit von einem Flughafen in der Wüste Libyens starten. Doch als Gaddafis Sohn mitsamt einem seiner Geheimdienstmänner als ungebetene Passagiere die Herrschaft über das Flugzeug nehmen wollen, beginnt für John Finch ein weiteres Abenteuer. Er gelangt in den Besitz eines brisanten Notizbuches, für das sich Geheimlogen, der Vatikan und der IS, aber auch der britische Geheimdienst interessiert. Denn es enthält geheime Botschaften zu den Prophezeiungen von Nostradamus und dem Schatz der Templer. John Finch entfacht damit ein Katz und Maus Spiel der jeweiligen Gegenspieler, dass ihn und seine Mitstreiter ein Abenteuer quer durch Europa erleben lässt. Gerd Schilddorfer begeistert den Leser mit diesem nächsten Band um den Weltenbummler und Fliegerass John Finch, einer Art Indiana Jones der Gegenwart. Die Geschichte bleibt dabei ständig auf einem hohen Spannungsniveau und man fiebert bei Finch und seinen Erlebnissen mit. Dabei wird die Story auf verschiedenen Zeitebenen und aus dem Blickwinkel verschiedener Akteure erzählt. Was anfangs noch Einzelstränge sind, verwebt sich aber bestens miteinander und wird zu einer schlüssigen Story. Mit 800 Seiten ist dieses Buch sicherlich keinerlei Leichtgewicht, aber man wird von Anfang bis Ende darin aufgesogen. Für mich ist auch dieses Abenteuer des John Finch ein absolut gelungener Band und ich freue mich schon auf weitere spannende Abenteuer aus der Feder von Gerd Schilddorfer.

  4. Cover des Buches Totgeliebt (ISBN: 9783934918245)
  5. Cover des Buches Ein Rätsel auf blauschwarzem Grund (ISBN: 9783458682516)
    Lars Mytting

    Ein Rätsel auf blauschwarzem Grund

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    Bereits der erste Band der Trilogie rund um das Gudbrandsdal ("Die Glocke im See") konnte mich begeistern; ich habe diesen Roman regelrecht verschlungen. Und auch "Ein Rätsel auf blauschwarzem Grund" hat mich nicht enttäuscht, Lars Mytting ist einfach ein grandioser Geschichtenerzähler.

    Diesmal begleiten wir - neben ein paar alten Bekannten - die nächste Generation. Der Alltag im engen norwegischen Tal ist hart und entbehrungsreich, doch mit der Nutzung der Wasserkraft hält die Elektrizität Einzug in die Höfe und bringt Erleichterungen in Arbeits- und Privatleben. Nach wie vor spielt nordische Mystik eine Rolle, sie tritt jedoch im Vergleich zum ersten Band etwas mehr in den Hintergrund. Dafür spielt die Zeitgeschichte eine große Rolle. Die Dörfler bekommen die schrecklichen Folgen des ersten Weltkriegs zu spüren, und auch die spanische Gruppe fordert zahllose Opfer. Überaus gelungen ist das Erzähltempo, anfangs noch überwiegend ruhig und beschaulich, so als ob es das gemächliche Landleben wieder spiegelt. Im weiteren Verlauf kommen die Ereignisse Schlag auf Schlag, nicht jede Veränderung kündigt sich an, ganz so als ob sich der durch wissenschaftliche und technische Fortschritte schnellere Zeitlauf auch im Aufbau des Romans niederschlägt.

    Besonders hervorheben möchte ich die starken Frauenfiguren, die Mytting zeichnet, und die ebenso wie die atmosphärischen Landschafts- und Tierbeschreibungen die Liebe des Autors zu seiner Heimat spürbar werden lassen.

    Mich hat der Roman richtiggehend verzaubert, ich empfehle jedoch für ein optimales Leseerlebnis, den ersten Teil der Trilogie vorab zu lesen.

  6. Cover des Buches Das Adenauer-Komplott (ISBN: 9783839220764)
    Sebastian Thiel

    Das Adenauer-Komplott

    (22)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Man könnte wirklich meinen, dass Sebastian Thiel hier ein Stück Lebensgeschichte von Konrad Adenauer erzählt. Aber…

    Inhalt: Maximilian Engel, ehemaliger hoch dekorierter Flieger des zweiten Weltkriegs lässt sich im Suff gehen und macht Äußerungen, die im herrschenden Regime nicht wirklich gut ankommen. Er wird verhaftet und in einen mehr als menschenunwürdigen Knast gesteckt.
    Im Gefängnis hat er eine Unterredung mit einer mehr als hübschen Frau, die ihm ein Angebot macht, dass er kaum fassen kann. Er, ausgerechnet er, soll einem anderen Mann zur Flucht verhelfen und bekommt am Ende nichts als seine Freiheit dafür.
    Maximilian willigt ein und die Person, der er helfen soll ist niemand anders als Konrad Adenauer. Doch bevor sie frei kommen, erlebt er noch eine sehr harte Zeit in einem Konzentrationslager.
    Am Ende ist es Konrad Adenauer, der Maximilan befreit und ihn dann auch aus Geldnöten befreit, indem er ihn in seinem Stab mit beschäftigt und ihm gutes Geld bezahlt.
    Maximilian lernt die attraktive Frau besser kennen und lieben.
    Die Geschichte zieht sich interessant und sich entwickelnd durch die letzte Zeit des zweiten Weltkrieges und die Jahre des Umbruchs und Aufbaus danach, um am Ende tragisch zu enden.

    Fazit: Mit dem geschichtlichen Hintergrund hat der Haftungsausschluss gleich am Anfang erst einmal aufgeräumt. Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden. Aber alles spielt zumindest in einer sehr interessanten zeit. In die Kriegswirren kann man eine Menge Geschichten hinein schreiben. - Ich habe in jedem Fall auf Spannung gehofft.
    Die Spannung war eine ganz eigene. Der Protagonist ist gleich zu Anfang in Schwierigkeiten geraten. Von Anfang an war ich komplett drin in der Geschichte und von Anfang an wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich hier eine wahre Begebenheit lese und nicht irgendeine in die Zeit geschriebene Fiktion. Die ganze Zeit über hatte ich einen farbenfrohen Film in meinem Kopfkino laufen, der mich dann auch richtig gut bei der Stange hat bleiben lassen.
    Zwischendrin wurde es dann ein bisschen ganz arg politisch. Dann hätte das genauso eine Biografie von Adenauer sein können, aber das war es nun einmal nicht. In dieser Phase hat mich dann die kleine Liebesgeschichte bei der Stange gehalten, die dann irgendwann eine sehr dramatische Wende nimmt. Erst ganz am Ende hat sich dann mein Verdacht bestätigt. - Was den Stoff angeht, hat der Autor hier wirklich alle Register gezogen. Weltkriegswirren, junge Liebe, der Vater bzw. Schwiegervater, der die Beziehung nicht will, politischer Umbruch und Neuanfang. Und da rein wurde die Geschichte geschrieben.
    Die Story im Gesamten war sehr interessant und hat mich auf ihre Art gefesselt. Auch wenn dieses politische Gedöns zwischendrin war, hat es mich zwar etwas aufgehalten, aber im Gesamten hat es voll umfänglich in die Geschichte gepasst und ohne diesen Teil wäre die Geschichte ziemlich kurz gewesen, was mich mit Sicherheit auch wieder geärgert hätte.
    Der Stoff war in jedem Fall so gut beschrieben, dass ich die ganze Zeit ein sehr interessantes und echtes Kopfkino vor meinem geistigen Auge hatte. Ich war gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und war auf jeden Fall sehr gut von der Realität abgelenkt. - Das ist für ein Buch immer gut. Alles war leicht zu lesen, gut verständlich, aber eben nicht immer leicht verdaulich. Über die Korruption und das falsche Spiel mancher Protagonisten hätte ich mich stundenlang aufregen können und hätte doch nichts ausgerichtet. - Nur gut, dass das eine ausgedachte Story war. Ansonsten hätte es mir um das Ehepaar mehr als leid getan. Es kann doch nicht sein, dass ein eigener Vater mit seiner Tochter so umgeht. Ein absolutes No-Go!!!

    Ich kann dieses Buch wirklich wärmsten Herzens empfehlen. Nicht nur, dass es einem ein Stück deutsche Geschichte näher bringt in einer ehrlichen Form, wie es ein Geschichtsbuch nie könnte, ist es auch noch spannend geschrieben und lässt es auch an Dramatik, Liebe und Korruption nicht fehlen. - Das ist genau der Stoff, aus dem Kriminalromane sein sollten.

  7. Cover des Buches Die traurigen Toten von Highgate (ISBN: B0000BR4AG)
    John Garforth

    Die traurigen Toten von Highgate

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ein Krimi zur beliebten "Mit Schirm, Charme und Melone"-Krimiserie, aber so voller Sexismus, bspw. wird Mrs. Peel permanent "Mädchen" genannt,  und sie verbreitet auch selbst Frauenklischees, die ihr offenbar gesellschaftlich vermittelt wurden, so seien "Mädchen nun mal" usw., voller Rassismus (sie betrachtet einen Farbigen als schön, weil er "wie ein schöner weißer Mann aussieht, den man mit Schokolade übergossen hat"), und dieser Farbige sieht offenbar "Nigerianer" als unter sich stehend an. Sehr schlecht gealterte Krimigeschichte, heutzutage nicht mehr lesbar (diei eigentliche Krimigeschichte ist so lala).

  8. Cover des Buches Dunkeljäger (ISBN: 9783492280303)
    Alexey Pehov

    Dunkeljäger

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Gina_Grimpo

    Gleich vorab: wer klassische High-Fantasy erwartet (und davon kann man bei diesem Cover und Klappentext wirklich ausgehen) wird hieran wohl keine Freude haben.

    Ich habe das Buch auf Empfehlung eines Bekannten gelesen und war positiv überrascht. Coverbild und Buchbeschreibung haben so gut wie gar nichts mit dem Buch zu tun, aber wenn man erstmal über die anfängliche Verwunderung hinweggekommen ist, macht das Buch vor allem eins: Spaß.

    Denn so düster wie es aussieht, ist es gar nicht. Zugegeben, der Anfang beginnt recht dramatisch, immerhin wurde der Elf Lass verbannt und ist gezwungen zu fliehen. Der Schreibstil ist dabei aber so locker und immer mit einem Augenzwinkern, dass die restliche Geschichte beim Lesen immer mit einem kleinen Schmunzeln einhergeht. Es gibt viel Spannung, viel Action, aber nie absolut auswegs- oder hoffnungslose Situationen. 

    Lass gerät immer mal wieder vom Regen in die Traufe, bevor sein Leben dann doch eine positive Wendung nimmt. Wenigstens für eine gewisse Zeit.

    Die Idee mit den Aeroplanen fand ich super, die Welt selber mutet schon fast eher nach Science-Fiction an und ich fand es sehr erfrischend, mal kein klassisches Mittelaltersetting zu lesen.

    Für mich ebenfalls sehr unterhaltsam waren die sehr langen Kapitelüberschriften, die teilweise schon ein wenig die Spannung genommen haben, wenn sie zu viel verraten haben, aber für sich schon toll geschrieben sind.

    Definitiv keine klassische Fantasy, aber schon allein für die ungewöhnliche Welt und den etwas anderen Schreibstil hat es sich gelohnt.

  9. Cover des Buches Rache auf Helgoland (ISBN: 9783740817701)
    Hauke Burmann

    Rache auf Helgoland

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Kati-Books

    Helgoland, eine Felseninsel wird zu einem Ort voller Geheimnisse. Grönland, Argentinien, Dänemark und Deutschland und alles findet auf Helgoland einen gemeinsamen Nenner. 

    Ein vermisster Wissenschaftler. Dann ein vermisstes Flugzeug samt Pilot. Ein Baby welches nicht dort geboren wie es die Geburtsurkunde bekundet. Machenschaften mit politischen Verstrickungen. Und am Ende lauert der Tod aus vielen Richtungen.

    Polizeiobermeister Feddersen und Wasserschutzpolizist Carstens werden zu einem Fall gerufen der sich mehr und mehr als ein internationaler Sumpf entpuppt. Wieviele Tote werden es wohl am Ende sein?


    Viele Puzzleteile die zusammengesetzt werden wollen. Während des Lesens habe ich ganz schön gegrübelt und mußte mich immer wieder auf neue Orte einstellen. Die Zeitsprünge machten es mir manchmal etwas schwer im Lesefluss zu bleiben und den Überblick nicht zu verlieren. Aber der Spannung und dem Drang dem Verbrechen auf die Spur zu kommen, tat das keinen Abbruch. Die Charaktere sind vielschichtig und die Szenarien sind bildhaft beschrieben. Besonderer Nervenkitzel war für mich die Verstrickungen die Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern, und diese wieder zu Opfern. Ein Krimi, der nicht nur Helgoland in ein neues Licht für mich setzte. Vor allem ließ er mich viel nachdenken, denn er ist an wahren Begebenheiten angelehnt.

  10. Cover des Buches Der rote Baron: Diable Rouge (ISBN: 9783736834774)
    Manfred von Richthofen

    Der rote Baron: Diable Rouge

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Auf knapp 110 Seiten des e-Books lernen wir den Jagdflieger Manfred Freiherr von Richthofen kennen. 

    Geboren 1892 in Breslau lebt er vorerst das Leben eines Landjunkers mit Reiten und Jagen als Hauptbeschäftigung. Er tritt 1911 in ein Ulanen-Regiment ein. Der Draufgänger langweilt sich bald und sucht nach Herausforderungen. Die kommen mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieg. Ursprünglich an der Ostfront eingesetzt, wird er bald nach Westen, als Nachrichtenoffizier und Ordonnanz, abkommandiert. Wieder fühlt er sich unterfordert und lässt sich im Mai 1915 zur Fliegertruppe versetzen. Er absolviert eine Ausbildung nach der anderen und findet endlich seine Bestimmung.
    In den wenigen Jahren seines kurzen (Flieger)Lebens hat er 52 feindliche Piloten getötet, mehr als jeder andere.

    Manfred von Richthofen selbst wird im Juli 1917 bei einem Luftkampf am Kopf schwer verwundet, kann aber noch notlanden.
    Nach nur 40 Tagen Rekonvaleszenz steigt er wieder in seinen berühmten, rot lackierten Fokker-Dreidecker. Er begibt sich mit seiner Staffel tief in feindliches Gebiet.
    Am 21. April 1918 erfüllt sich sein Schicksal. Er verliert Luftkampf und Leben.

    Meine Meinung:

    Das autobiographische Buch basiert auf Tagebucheintragungen, mit allen Stärken und Schwächen persönlicher Aufzeichnungen. 
    Nicht immer ist alles chronologisch. So ist die letzte Datumsangabe mit 29. April 1917, mit dem Besuch des „alten Herrn“, wie er seinen Vater immer nennt. Anschließend gibt es noch ein paar Gedanken zur Jagd im Mai 1917 und einen Rückblick auf die Verwundung seines Bruders Lothar und eine Reminiszenz auf den bereits im Juni 1916 abgeschossenen Ausbildner und Freund Oswald Boelke.

    Weil dieses Buch autobiographisch ist (und vermutlich nicht zur Veröffentlichung bestimmt war), sind auch ziemlich flapsige Bemerkungen darin zu finden:

    „Da flogen wir eines schönen Tages mit unserem Großraumflugzeug los, um die Engländer mit unseren Bomben zu erfreuen, erreichten das Ziel, die erste Bombe fällt.“.

    Oder

    „Mir machte es unheimlich Spaß, die Brüder da unten zu bepflastern.“

    In einigen Stellen ist das Adrenalin zu spüren, das die Piloten beherrscht haben muss. Man muss versuchen, sich die Situation vorzustellen: die ersten Maschinen waren offen, teilweise aus Sperrholz, die Piloten saßen buchstäblich im oder auf dem Tank und waren Wind und Wetter ausgesetzt.
    Sehr eindrucksvoll schildert Manfred von Richthofen den Flug durch die Gewitterfront. Etwas, das ein Pilot eher vermeiden sollte. Doch er ist ein Grenzgänger – im wahrsten Sinn des Wortes. Er pendelt zwischen den Fronten und fliegt tief ins Feindesland.

    Interessant sind auch die Bemerkungen über die Piloten anderer Länder, wie z.B. der Engländer, die als „sportsmen“ bezeichnet werden.

    Manchmal habe ich den Eindruck, Manfred von Richthofen und seine Kameraden halten den Luftkrieg nur für ein großes Abenteuer. Ja, natürlich wissen sie, dass jede Stunde ihre letzte sein könnte, verdrängen dies aber durch ihre markigen Sprüche siehe oben.

    Der Titel „Der Rote Baron“ wird ihm von den Engländern verliehen, die nichts dem deutschen „Freiherrn“ entsprechendes haben.
    Die Franzosen nennen ihn „Diable Rouge“ (=Roter Teufel). Als das erste Mal das rote Flugzeug auftaucht, wird es von den Feinden verunglimpft. Man streut die Propaganda, dass „eine Jungfrau in dem roten Flieger sitzt, ein echter Mann würde so etwas nie tun.“

    Eine kleine Kritik muss ich beim Verlag anbringen: Es wäre angebracht, das Schicksal des Manfred von Richthofen in einem Nachwort zu ergänzen.

    Erwähnenswert ist auch, dass von Richthofen vorerst von den Engländern begraben wurde. Bei seinem Begräbnis flogen die Engländer das erste Mal die „Missing Man Formation“ als Ehrenbezeugung. Die Deutschen erhielten erst zwei Tage nach der Beerdigung die Information, dass ihr Fliegerass „Für Gott, Kaiser und Vaterland“ gefallen war.

    Fazit:

    Ein interessantes autobiographisches Dokument aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.
  11. Cover des Buches Halbschatten (ISBN: B002TVOAFY)
    Uwe Timm

    Halbschatten

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