Bücher mit dem Tag "florenz"
100 Bücher
- Dan Brown
Inferno - Filmbuchausgabe
(1.532)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband. - Tanja Kinkel
Die Puppenspieler: Roman
(447)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerSüddeutschland, 1484: Richard ist zwölf, als er aufgrund einer erlogenen Hexerei-Anklage seine Mutter an die Inquisition verliert. Ihre Hinrichtung traumatisiert den Jungen für immer, öffnet ihm aber auch auf eine groteske Weise das Tor zu einer nie geahnten Welt: Seine junge Tante Sybille Artzt nimmt ihn in ihrem Haushalt auf - und in dem ihres Ehemannes, des Kaufmannes und kaiserlichen Bankiers Jakob Fugger.
An Jakobs Seite wird Richard zum Kaufmann und Spion ausgebildet - eine Tätigkeit, die ihn nach Florenz führt, in das Zentrum der Kultur der Renaissance, wo er zu Jakobs Informanten wird, und schließlich in das Rom des Jahres 1492, wo die Familien der Borgia, Della Rovere, Sforza, Colonna und Orsini um den Papsttrohn ringen.
Im Zentrum der Macht angelangt, beschließt Richard, sich zu rächen an jenen Kirchenmännern, die seine Mutter getötet haben. Doch auf ihn lauern mehr Feinde als geahnt - und die Tatsache, dass seine Geliebte eine übersinnlich veranlagte Zigeunerin ist, macht ihn umso verwundbarer ...
Dieses Buch ist sicher kein stümperhaftes Actionwerk. Kein rohes Schlachtenabenteuer. Dafür ist es ein subtiles Panorama des späten 15. Jahrhunderts in der Zeit von 1484 bis 1493, das angenehm langsam Spannung aufbaut und extrem gut eine Atmossphäre der Zeit erschafft, wie ich es sonst nur aus Gablé-Romanen kenne. Und mit Gablé kann sich Tanja Kinkel durchaus messen. Solange es noch solche Autoren gibt, bin ich auf die Bernard Cornwells und Iny Lorentz's dieser Welt nicht angewiesen, um unterhaltsame Bücher zu finden.
Ein historischer Roman, der mich als Leser weder mit massenweise Infos, noch mit schwülstigen Liebesschwüren und zum Glück auch nicht mit Schlachtengedröhne erschlägt, sondern Zeit lässt, in das Buch herein zu finden.
Absolut zu empfehlen!
- Elena Ferrante
Die Geschichte eines neuen Namens − Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2)
(374)Aktuelle Rezension von: EgataDies ist der zweite Teil der Neapolitanischen Saga. Die Freundinnen sind nun sechzehn. Beide gehen unterschiedliche Wege, bleiben aber stets in Kontakt. Während Lila vergewaltigt wird und unglückliche Jahre verbringt, konzentriert sich Elena auf Schule und Studium, ist aber dennoch nicht zufrieden. Die Autorin schildert die schwierige finanzielle Situation, das Leben mit der so selbstverständlichen Gewalt und den Kampf der beiden jungen Frauen, das Beste daraus zu machen. Das ist wieder einfühlsam und fesselnd erzählt.
- Elena Ferrante
Die Geschichte der getrennten Wege − Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3)
(281)Aktuelle Rezension von: EgataDie Protagonistinnen werden älter, die Themen politischer, Studentenunruhen, Feminismus, Straßenkämpfe. Nun ist Elena unglücklich mit Kindern und Haushalt, hat aber keine finanziellen Sorgen und gibt ein Buch heraus. Lila arbeitet in einer Fabrik, hier zeigt sich der Kontrast zwischen Oberschicht und schlimmer Armut, wie er für ganz Italien galt.
Großartig erzählt die Autorin von den siebziger Jahren in Italien und verknüpft soziale und politische Themen mit den beiden persönlichen Lebensgeschichten. Starke Gefühle, intensive Bilder. Alles hautnah zum Miterleben.
- Kate Eberlen
Miss you
(216)Aktuelle Rezension von: MonikaisreadingEine total schöne Liebesgeschichte um zwei Menschen die sich im Laufe des Lebens immer wieder knapp verpassen. Ich habe mit beiden geweint, geflucht gelitten und mich gefreut. Ich zähle es zu meinen Lieblingsbüchern
- Andreas Gruber
Herzgrab
(227)Aktuelle Rezension von: Holla_Die_WaldfeeDie Geschichte dreht sich um die Wiener Privatdetektivin Elena Gerink und ihren Mann Peter vom BKA, die unabhängig voneinander in die Toskana reisen, und in zwei verschiedenen Vermisstenfällen ermitteln.
Die Story beginnt eher bedächtig, nimmt aber im Laufe des Buchs rasant an Fahrt auf.
Gruber jongliert gewohnt gekonnt mit mehreren Handlungssträngen, diversen losen Fäden, und vielen Beteiligten. Er schafft es aber, am Ende alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzuführen. Zudem liebe ich einfach seinen Schreibstil.
Was als zwei ruhige, scheinbar unabhängige Vermisstensuchen beginnt, entwickelt sich zu einem mörderischen Spektakel, in teils beklemmender Atmosphäre. Immer mehr Zusammenhänge werden aufgedeckt, und jedesmal wenn man denkt das wars jetzt, setzt Gruber noch eins oben drauf. Das Ganze gipfelt schließlich in einem unfassbar rasanten, actiongeladenen Finale in bester Stirb langsam-Manier.
Für mich ist dieser packende Thriller eine klare Empfehlung und ein absolutes Muss für jeden Gruber-Fan. - Bernhard Aichner
Interview mit einem Mörder
(134)Aktuelle Rezension von: CalipsoKurze prägnante Sätze in einer eigenwilligen, jedoch witzigen Lyrik. Ein Glücksfall für alle Krimi Liebhaber. Ein Buch was man bis zum Ende durchlesen möchte. Ich mag die Serie um Max Broll dem Totengräber.
- Jasmin Romana Welsch
Krieger des Lichts (Band 2): Sum lux in tenebris
(104)Aktuelle Rezension von: Isa_HeDer zweite Teil der Krieger des Lichts Trilogie schließt unmittelbar an die Ereignisse aus Teil eins an, ist aber von der Grundstimmung komplett anders. Denn nach dem Kampf mit Astaras gibt es einige Opfer zu betrauern. Dies ist im Buch deutlich spürbar.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir auch in diesem Teil wieder sehr gut. Die Story ist immer noch unheimlich packend und das Buch immer noch durchzogen von den verschiedensten Emotionen. Mia hat stark mir ihrer Trauer zu kämpfen, findet aber nach und nach durch die Hilfe von Keon und Raphael ins Leben zurück. Mia wächst darum und man erkennt deutlich die Entwicklung ihres Charakters. Sie wirkt nicht mehr kindlich und auch mit ihrer Gabe lernt sie immer besser umzugehen. Neben Mias Schule lernt man den Orden in Florenz kennen. Hier bekommt man ein anderes Setting zu sehen und lernt neue Charaktere kennen, die mir wieder sehr sympathisch und wieder sehr lebendig in ihrer Charaktergestaltung waren. Auch dieser Tapetenwechsel hat Mia wieder Kraft gegeben und half ihr bei der Verarbeitung ihrer Trauer.
Wie auch schon Band eins ist auch dieses Buch wieder sehr emotional, aber auch dieser spezielle Humor, den man zumeist in Zusammenhang mit Keon erlebt, ist wieder vorhanden. Aber auch einige Überraschungen hält das Buch bereit. Bei einigen hatte ich schon so eine Vermutung, andere kamen für mich sehr plötzlich.
Alles in allem gefiel mir auch der zweite Teil der Trilogie sehr gut. Er ist anders als Band eins, es gibt weniger Kämpfe und der Fokus liegt auf etwas anderem. Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, habe geweint, habe gelacht und einfach ständig mit den Charakteren mitgefühlt. Ich freue mich schon sehr auf den finalen Band.
- Isabel Abedi
Die längste Nacht
(188)Aktuelle Rezension von: lealiebtlesenIn "Die längste Nacht" geht es um Vita, die nach ihrem bestandenen Abitur mit ihren zwei Freunden zu einem Roadtrip durch Europa aufbricht. Ihre erste richtige Station führt die drei nach Italien in das kleine Dorf Viagello. Dort fällt ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße und mit ihm auch ein für Vita unglaubliches Familiengeheimnis, das sie nun aufzudecken versucht...
Vorweg muss ich sagen, dass mir diese Rezension ein wenig schwerfällt. Ich habe an der Geschichte kaum etwas auszusetzen, trotzdem hat mir irgendwie das gewisse Etwas gefehlt.
Die Geschichte besticht vor allem durch den schönen bildlichen Schreibstil, der insbesondere die Schönheit Italiens und das italienische Lebensgefühl perfekt einfängt. Der Roman ist dadurch perfekt für den Sommer und löst eine Menge Fernweh aus.
Das Geheimnis, das im Vordergrund der Geschichte steht, wird erst nach und nach aufgedeckt. So bleibt es durchgehend spannend und interessant. Ich habe mir bis zum Schluss die genauen Umstände nicht richtig ausmalen können und wurde dementsprechend von der Auflösung sehr überrascht.
Nichtsdestotrotz hat mir an der Geschichte irgendetwas gefehlt. Ich hatte Schwierigkeiten wirklich mit den Protagonisten mitzufiebern. Die Gefühle von Vita. aus deren Sicht die komplette Geschichte erzählt wird, kamen nicht ganz bei mir an. Auch Luca blieb mir für meinen Geschmack zu distanziert und leider auch austauschbar, sodass ich den beiden ihre Liebe nicht richtig abnehmen konnte.
Gut gefallen haben mir hingegen die Darstellung bzw. Verknüpfung der Zusammenhänge und der gesamte Handlungsverlauf der Geschichte. Lediglich am Ende hätte ich es schöner gefunden, wenn ein wenig mehr offene Fragen beantwortet worden wären. Ein paar Kleinigkeiten blieben für mich nämlich noch offen. Andererseits kann ich auch nachvollziehen, warum die Autorin sich für dieses Ende entschieden hat. Es rundet die Geschichte auf jeden Fall gut ab.
Fazit:
"Die längste Nacht" ist eine tolle Jugend-/Sommerlektüre, die flüssig zu lesen ist, trotzdem aber durch einen wunderschönen Schreibstil besticht. Auch die Handlung selbst ist fesselnd und lädt zum Miträtseln ein. Auch wenn ich ein oder zwei kleine Kritikpunkte habe, kann ich den Roman doch uneingeschränkt weiterempfehlen! - Charlotte Thomas
Die Madonna von Murano
(148)Aktuelle Rezension von: rehlein24Die Geschichte von Sanchia wird in einem höchst spannenden, geschichtlich sehr gut eingebettenen Rahmen präsentiert. Beim Lesen hatte ich bereits Respekt vor der ganzen Hingabe und der dahinterliegenden Recherche für ein so gut getroffenes Bild von den Städten Italiens und der Gesellschaft im 15. Jahrhundert. Dieser Buch empfehle ich all denen, die sich sowohl geschichtlich interessieren, die dicke Wälzer mögen und die Lust haben auf ein verstricktes, mitreißendes, dramatisches und immer wieder doch Mut machendes Menschenleben!
- Gail Carriger
Entflammte Nacht
(87)Aktuelle Rezension von: AsbeahLady Alexia Band 3: Der unverschämte Gatte Lord Maccon hat Alexia wegen vermeintlicher Untreue verstoßen. Wohl nicht einmal Alexia selbst weiß, weshalb sie diesen pelzigen Zausel liebt. Nachdem sie auch aus ihrem Elternhaus verscheucht wurde, sucht sie Unterschlupf bei ihrem Vampirfreund Akeldama. Dieser wiederum hat sein Haus fluchtartig verlassen. Zeichnet sich da ein Muster ab? Alexia will ihre Ehre wiederherstellen und reist mit ihrer Freundin Madame Lefoux nach Italien, in der Hoffnung, dortiges Wissen um das Geheimnis ihrer Schwangerschaft ergründen zu können. Dumm nur, dass ihr mörderische Vampire bis nach Italien folgen, während sich ihr Schuft von Gatte in Selbstmitleid ergeht. Und dann wird sie auch verschleppt...
In diesem Band teilt sich also die Handlung in zwei Stränge, Alexia und ihre Reiseerlebnisse, und als zweiter Strang die in London zurückgebliebenen - Lord Maccon, Professor Lyall und Lord Akeldama. Dadurch hat die Geschichte für mich an Reiz verloren. Viel Wert wurde wieder auf irgendwelche obskure Erfindungen gelegt, die mich ausnahmslos langweilten. Auch zu kichern gab es leider weniger als sonst.
Mein Fazit: Total langweilig. Um hundert Seiten gestrafft wäre es sicher spannender geworden. 3 Sterne
- Cristina Caboni
Die Rosenfrauen
(105)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderElena Rossini hat zwar ein ungeheures Talent für Düfte und stammt auch aus einer Familie, in der das kreieren von Düften und Parfums dazu gehört, aber sie geht einen anderen Weg. Bald wird sie heiraten und ist einfach nur glücklich. Als sie eines Tages früher nach Hause kommt und ihren Verlobten mit einer anderen erwischt, bricht für die junge Frau eine Welt zusammen. Durch Zufall bekommt sie aber die Möglichkeit ihr vergrabenes Talent wieder zu fördern und fängt an sich ihren Talenten zu stellen und vor allem, sie forscht in der Geschichte ihrer Familie nach. Endlich will Elena Klarheit haben und sie will sich auch wieder verlieben und Den Duft finden. Cristina Caboni hat einen wunderschönen Familien/Liebesroman geschrieben und entführt uns unter anderem in die Provence und in die Toskana und im Anhang befindet sich ein tolles Duftlexikon.
- Sabine Thiesler
Der Keller
(134)Aktuelle Rezension von: M__E__U_Als ausgesprochener Fan dieser Autorin empfinde ich dieses Buch definitiv nicht als ihr bestes.
Es liegt irgendwo in Teilen zwischen Groschenroman und hervorragendem Thriller und Psychogramm der Protagonist:innen - zumindest nach meinem Empfinden wechselte es immer wieder zwischen diesen Qualitäten hin und her.
Manche ausschweifende Beschreibung der skurrilen Biographien wäre mE in dieser epischen Breite nicht notwendig gewesen.
Dennoch konnte ich mich nicht dem Sog der Geschichte entziehen - ich habe es als Hörbuch beim Autofahren "konsumiert".
Die toskanischen Betrachtungen sind definitiv immer wieder ein Gewinn in ihren Büchern.
Allerdings würde ich dieses Buch nicht als das Highlight ihrer Reihe empfehlen.
- E. M. Forster
Zimmer mit Aussicht
(64)Aktuelle Rezension von: mnikkimEs war auf jeden Fall kein Summer Read, das bei mir dieses typische Sommer oder Frühlingsgefühl auslöst oder verstärkt (Italien: ja, aber Italien wird nicht wirklich im schönen Licht gezeigt).
Die Geschichte war mehr eine etwas über 400 Seiten lange Lektion über Klassenunterschiede zur edwardischen Zeit, mit Coming-of-Age und religiösen Aspekten. Ich habe mich schlecht gefühlt, die Kapitel einfach durchzulesen, ohne sie nochmal anständig zu analysieren oder zu recherchieren, weil sie so viel mehr aussagen.
Ich bin auch mehr als einmal in den Dialogen verloren gegangen um wen es gerade geht, wer spricht, weil echt viel über andere Leute gegossipt wird.
Mit dem Anfang konnte ich flott einsteigen, aber in der Mitte hat die Geschichte mich leider verloren, genauso wie die Motivation, alles in einem Zug ohne Pausen zu lesen. Es ist dann schon anstrengend geworden.
Hehe, fand die Romanze trotzdem sehr schön und schnuckig. - Sarah Winman
Das Fenster zur Welt
(110)Aktuelle Rezension von: SunnySue"Es gibt Momente im Leben, so monumental und still, dass die Erinnerung daran nie hervorgerufen werden kann, ohne schlucken zu müssen oder ohne dass der Herzschlag sich beschleunigt."
In "Das Fenster zur Welt" nimmt uns Sarah Winman mit auf eine Reise in die Jahre von 1944 - 1979. Zwischen Florenz und London lachen, lieben und weinen wir. In diesem Roman zeigt Winman uns, dass schlimme Zeiten manchmal Menschen zusammenbringen, die sich normalerweise niemals begegnet wären, die sich aber gegenseitig sehr bereichern. So sehr, dass sich manchmal auch ein Leben komplett ändern kann.
Übersetzt aus dem Englischen von Elina Baumbach.
"Die schönen Künste öffnen uns die Augen für die Schönheit der Welt, Ulysses. Sie verändern unsere Sichtweise und Urteilsbildung. Das Flüchtige wird in der Kunst für immer eingefangen."
Evelyn Skinner ist 60 Jahre alt und als Kunsthistorikerin sieht sie es als ihre Pflicht die wertvollen Kunstschätze in Florenz vor den Bomben des zweiten Weltkrieges zu beschützen. Dabei trifft sie auf den jungen britischen Soldaten Ulysses, dem sie eine ganz neue Sichtweise auf die Welt eröffnet.
Nach dem Krieg kehrt Ulysses wieder nach London und seiner alten Liebe Peggy zurück, die jedoch ihr Herz während des Krieges an einen andern verloren hat. Als eines Tages der Nachlassverwalter Massimo vor Ulysses steht und ihm von einer Erbschaft in Florenz erzählt, bricht Ulysses in ein ungewisses Abenteuer auf. Mit dabei Pegs Tochter Alys, sein alter Freund Cress und der Papagei Claude. Gemeinsam erobern sie Florenz und seine Menschen. "Firenze, amore mio!"
"Wir haben uns in einer Höhle oder auf einem Blatt Papier verewigt, um zu zeigen, wer wir sind, um unsere Weltanschauung zu teilen und das Leben, das uns aufgebürdet wurde."
Sarah Winman hat hier einen Roman voller Liebe und Wärme geschrieben. Einen Roman über Freundschaft, Schönheit und einen Neubeginn, in einer Stadt, die selbst voller Schönheit ist und inmitten der Hügel der sonnenverwöhnten Toskana mit der Sonne um die Wette strahlt.
Ihre Figuren sind jeder auf seine Art besonders, obwohl ich mit Peggy so meine Probleme hatte. Dagegen haben mir Ulysses und Cress ganz besonders gut gefallen. Beide haben eine innere Stärke, die aus ihnen herauszustrahlen scheint. Und auch die kleine und kluge Alys mochte ich ganz gern. Es war schön Zeit mit ihnen zu verbringen und ihr Leben und dessen Wandel zu beobachten.
Trotz der Wärme, konnte mich das Buch letztlich nicht ganz einfangen. Mir fehlte etwas mehr Atmosphäre, die mich mitnimmt in das trubelige Leben Firenzes. Ich konnte die Stadt nicht spüren und das fand ich sehr schade. Was ich mir außerdem gewünscht hätte, wäre etwas mehr Spannung, denn über weite Strecken plätschert die Geschichte so vor sich hin - was natürlich nicht schlecht sein muss.
Trotz meiner Kritik habe ich das Buch gerne gelesen und finde, dass es eine schöne und leichte Lektüre für den Sommer ist, die bei dem ein oder anderen vielleicht auch ein wenig das Fernweh lindern kann.
(3,5⭐️ von 5⭐️)
- Gabriella Ullberg Westin
Der Schmetterling
(143)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
von HarperCollins:
Heiligabend in Hudiksvall, Nordschweden: Henna öffnet dem Weihnachtsmann die Tür, der ihre beiden Kinder überraschen soll. Doch es ist nicht ihr Ehemann in Verkleidung, sondern ihr Mörder. Er drängt sie ins Haus und streckt sie mit mehreren Schüssen nieder. Sie stirbt vor den Augen ihrer Kinder.
Kriminalinspektor Johan Rokka ist nach zwanzig Jahren in Stockholm gerade erst in seine alte Heimatstadt zurückgekehrt und übernimmt die Mordermittlung. Es ist ein schwerer Start, denn Henna war die Frau seines alten Schulfreunds Måns. Im Kreis der Verdächtigen sind Freunde von früher. Dann geschieht ein zweiter Mord. Kennt Rokka den Mörder bereits? Ist er der nächste auf seiner Liste?
Mein Fazit:
Vor acht Jahren habe ich diesen Roman von HarperCollins geschenkt bekommen. Ich weiß gar nicht mehr, wie es zustande kam. Jedenfalls schlummerte dieses eBook auf meinem SuB und ich dachte, ich probiere es mal mit einem schwedischen Krimi. Ich habe den Eindruck, dass die schwedischen Krimis recht erfolgreich sind.
Wir können es kurz und schmerzlos halten: Der Krimi gefällt mir überhaupt nicht. Ich hatte die Idee, dass der Plot ungefähr so läuft: Es passiert ein Mord – Ermittler nehmen Ermittlungen auf – Mord wird aufgeklärt! Der Erste und der letzte Punkt werden in der Geschichte eingehalten. Die Mitte – Ermittler nehmen Ermittlungen auf – habe ich mir anders vorgestellt.
Allen voran Johan Rokka ist für mich unglaubwürdig und nicht wirklich vorbildlich. Er ist kaum im Präsidium, fliegt einfach nach Florenz ohne echte Anhaltspunkte und als leitender Ermittler ist er für sein kleines Team kaum präsent. Als dann ein weiterer Mord passiert, verliert sich das alles noch mehr. Und dann trifft er sich lieber mit seinen früheren Teamkollegen und beginnt eine Affäre mit der Tochter eines früheren Freundes. Ja, Johan ist auch nur ein Mann, aber es nimmt mich nicht gerade ein für ein.
Liebe Frau Westin, es hat mich gefreut, Ihre Bekanntschaft zu machen. Aber wir werden wohl keine Freundinnen. Diese Serie werde ich nicht weiterverfolgen und diesem ersten Teil gebe ich schwache drei Sterne.
- Jenna Evans Welch
Love & Gelato
(126)Aktuelle Rezension von: BookiiiiiiiesDas ist das beste Buch, das ich bisher gelesen habe, und ich bin irgendwie ein richtiger Bücherfan, also lese ich viele Bücher. Als ich dieses Buch zum ersten Mal in einer Buchhandlung in Paris gesehen habe, war ich mir nicht sicher, ob ich es kaufen soll. Aber seit ich angefangen habe, es zu lesen, liebe ich dieses Buch und konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Wenn du also darüber nachdenkst, dieses Buch zu lesen, kann ich es dir auf jeden Fall empfehlen. Lies aber nicht weiter, wenn du keine Spoiler willst, denn ich muss dir sagen, wie sehr ich das Ende geliebt habe, als sie sich im letzten Kapitel endlich geküsst haben. Ich war so glücklich darüber! Das Buch ist außerdem nicht spicy, sie küssen sich vorher nur einmal für etwa 5 Sekunden, und die ganze Zeit fiebert man auf diesen letzten Kuss hin.
- Ingrid Noll
Die Häupter meiner Lieben
(291)Aktuelle Rezension von: Imke_BrunnNur äußerlich sind die beiden Mädchen normale Teenagerinnen. Hinter der Fassade verbergen sich zwei ziemlich skrupellose junge Frauen, denen man besser nicht in die Quere kommt, wenn man überleben will. Die Schicksale der jungen Frauen werden von der Teenagerzeit beginnend für mehrere Jahre und über die verschiedensten unerwarteten Wendungen und Schicksalsschläge begleitet. Die Plot-Twists und der Stil der Autorin waren angenehm zu lesen. Mir war der Umgang der Mädchen mit ihren bösen Taten etwas zu selbstverständlich.
- Maggie O’Farrell
Porträt einer Ehe
(50)Aktuelle Rezension von: Buecherfunde“Ihr Vater hätte eine gute Partie für sie gefunden, denn dazu ist sie schließlich erzogen worden; um verheiratet zu werden, um als Bestandteil der Machtkette zu dienen und für Männer wie Alfonso Erben zu gebären.” S. 302
Florenz im 16. Jahrhundert: Lucrezia de’ Medici, Tochter des Herzogs von Florenz, wächst zusammen mit ihren sieben Geschwistern im prunkvollen Palazzo auf. Sie ist das typische Kind in der Mitte - zu jung für die älteren Geschwister, zu alt für die jüngeren. Hinzu kommt, dass sie etwas anders ist, verträumt, sehr intelligent und künstlerisch begabt. Nur Sofia, ihre Kinderfrau, gibt ihr die Wärme und Aufmerksamkeit, die sie von ihren Eltern nicht bekommt. Und da ist das Malen, das ihr so viel Kraft gibt.
Als Mitglied der Familie de' Medici muss man funktionieren und seine Pflicht erfüllen und als weibliches Familienmitglied bedeutet das, möglichst prestigeträchtig zu heiraten. Da kommt Alfonso, der Herzog von Ferrara, ins Spiel. Eigentlich war eine Hochzeit zwischen ihm und der älteren Schwester Maria geplant, die kurz zuvor allerdings verstirbt. Um die Verbindung der Familien trotzdem zu gewährleisten, soll nun Lucrezia anstelle ihrer Schwester Alfonso heiraten. Sie ist erst 12, als sie mit dem 27-Jährigen verlobt wird und 15, als die beiden heiraten und für Lucrezia eine Reise ins Ungewisse beginnt.
Die historische Notiz zu Beginn des Romans verrät bereits das tragische Ende, trotzdem hatte ich während des Lesens die leise Hoffnung auf ein Happy-End. Ich habe Lucrezia ins Herz geschlossen und hätte sie am liebsten fest in den Arm genommen.
Anfangs habe ich mich mit der bildlichen, teilweise ausufernden Sprache schwergetan, doch bald war ich drin in der schönen, aber auch düsteren Welt der italienischen Renaissance.
Sehr interessant fand ich auch das Nachwort der Autorin, sind doch die Figuren des Buches und ihre Eckdaten historisch belegt. - Susan Elizabeth Phillips
Vorsicht, frisch verliebt!
(218)Aktuelle Rezension von: liebesleserIch habe in der freudigen Erwartung eines unterhaltsamen Lesevergnügens mit dem Buch begonnen, da ich von S. E. Phillips Romane in einem leichten, flüssigen Stil gewohnt bin, in dem es zwar die übliche Lovestory mit Hindernissen gibt, diese aber mit Esprit, frechem Schlagabtausch und einer gehörigen Portion Erotik gewürzt ist.
Im ersten Drittel des Romans wird genau das auch geliefert, dann aber verliert sich Phillips im Hin und Her zwischen der eigentlich schon perfekten Affäre von Isabel und Ren, die aber vorerst offiziell nur sexueller Natur sein „darf“ (obwohl sie längst spürbar mehr ist) und der Ehekrise zwischen Tracy (Rens Exfrau) und Harry. Daneben kommt es auch noch zu einer Suche nach einer Skulptur, deren Verschwinden angeblich für Unfruchtbarkeit bei den Frauen des Dorfes sorgt. Spannender wird die Geschichte dadurch nicht, sie verliert nur vollends ihren roten Faden.
Mehrmals könnte sie auf ein Ende zusteuern (Harry und Tracy versuchen es wieder miteinander, Isabel und Ren spüren beide, dass es „mehr“ ist als nur Sex), aber es darf irgendwie noch nicht sein, weil…ja, warum? Weil das Buch über 400 Seiten haben muss? Weil noch eine weitere Sexszene untergebracht werden muss? (Irgendwann schleicht sich beim Lesen der reichlichen Erotikstellen auch Ermüdung ein, und das Hervorholen von Handschellen wirkt dann wie eine hilflose Bemühung, noch für eine Steigerung zu sorgen) Oder weil alles bis ins letzte geklärt werden muss, was noch irgendwie offen ist? Oder weil es gar nicht geklärt werden kann, da die Protagonisten einfach auch gar nicht wissen, was sie wollen? Es wird eh zuviel geklärt und besprochen. Manchmal möchte die Leserin sich auch einfach „ihren Teil denken“ oder einen prickelnden Schwebezustand genießen. Aber nein – vielleicht weil Isabel so korrekt ist – muss alles (Gefühlsregungen und Sex ebenso wie Streit und Disharmonie) eingeordnet werden, muss es für alles Regeln und Lösungen geben. Das ist abtörnend und bremst die Leselust. Da hilft dann auch nicht das gewollt spektakuläre, aber letztlich absurde Finale. Isabel plötzlich als Furie – wo soll diese Dramatik herkommen? Warum dieses alberne Hin und Her zwischen unbändiger Wut und ewiger Liebe? Um dann – oh Überraschung – auf den letzten Seiten doch noch die Hochzeit festzumachen und im Epilog die Kinderchen auflaufen zu lassen.
- Marina Neumeier
Aquarius – Herz über Kopf durch die Zeit
(61)Aktuelle Rezension von: Anne_Sawyer„Wo viel Gefühl ist, da ist auch viel Leid.“
Als Rosalie im Haus Ihres Professors bei einer Gemäldesammlung ein Bild berührt, findet sie sich plötzlich um 1480 in Florenz wieder. Und als ob das nicht genug ist, wird sie auch noch von Leo begleitet, mit dem sie wahrlich keinen guten Start hatte …
Seit langem hat mich kein Zeitreiseroman so abgeholt wie dieser. Rosalie hatte ich sofort ins Herz geschlossen und auch Leos Beweggründe, wenn er sich verhält, wie er sich nun mal leider anfangs verhält, konnte man sehr gut nachvollziehen, was ihn für mich trotz allem sympathisch gemacht hat. Ich fand die Chemie und vor allem die Kabbeleien der Beiden einfach großartig gezeichnet. Auch in Florenz habe ich mich sehr gerne befunden und habe sogar einige Personen und Begriffe aus dieser Zeit gegoogelt. Und das macht einen guten Zeitreiseroman für mich aus.
Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Der Schreibstil war schön humorvoll, dass ich einige Male kichern und lachen musste. Auch die Zeitreisefantasyelemente fand ich wunderbar.
- Elisa Sabatinelli
Sommer auf meiner Haut
(14)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerHmm, wie fange ich jetzt am besten an?
Das Buch so an sich finde ich sehr ansprechend und die Geschichte ebenso. Nur leider hat das Buch nur wenige sehr gute Stellen und zwischendurch viele Durststrecken.
Die Reise, die wir miterleben dürfen, ist echt wunderschön und man kann wenig voraussehen, nur haben mich diese ewigen Erzählungen über 'uninteressante' Dinge echt genervt!
Dafür waren aber auch diese gewissen Stellen (😉) an sich sehr gelungen und gut beschrieben, aber eben nur für maximal 2 Seiten...
Außerdem fande ich das Ende ziemlich abrupt und verstehe auch nicht, warum 3 Kapitel des 2. Teiles bereits hier veröffentlicht werden... Noch dazu waren das langweilige 3 Kapitel!
Deswegen weiß ich ehrlich nicht, ob ich jemals den 2. Teil kaufen und lesen werde. Klar will ich wissen, wie die Reise und sonstige Ereignisse ausgehen, aber einiges hält mich eben auch ab, denn egal wie sehr mich die guten Stellen locken, die ewigen Durststrecken schrecken mich doch ganz schön ab und überhaupt war es am Ende mehr ein Zwang es zu lesen, was ich aber schade finde, da das Buch und die Geschichten echt Potenzial haben...
- Julia Fischer
Die Galerie der Düfte
(20)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Die junge Apothekerin fährt nach Florenz um dort in der legendären Othema Protumo die Santa Maria Novella um Erlaubnis zu fragen die dortigen Düfte ihn ihr Sortiment in München aufnehmen zu dürfen. Dort begegnet sie den beiden Brüdern Luca und Sandro.
Dem sonst so unnahbaren und korrekten Luca fällt Johanna gleich positiv auf, irgendwie verzaubert Johanna ihn total, doch die hat nur Augen für seinen gutaussehenden und draufgängerischen Bruder Sandro. Es kommt wie es kommen muß: Sandro und Johanna verbringen eine Nacht. Johanna ist schwer verliebt und maßlos enttäuscht als Sandro sie nicht verabschiedet, als sie von Florenz zurück nach München fährt. Doch Luca ist da.
In München stellt Johanna fest, dass sie schwanger ist und vertraut sich Luca an.
Ein sehr schöner Roman um die Liebe und viele verschiedene Düfte. Ich habe das Hörbuch sehr genossen und konnte sehr oft die vorgetragenen Düfte regelrecht in meiner Nase riechen.























