Bücher mit dem Tag "fluch"
698 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.691)Aktuelle Rezension von: Popis0904Der erste Band von Das Reich der sieben Höfe Dornen und Rosen von Sarah J. Maas hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Ich habe das Buch innerhalb von nur zwei Tagen verschlungen und der zweite Band wartet zum Glück schon auf mich!
Schon lange stand dieses Buch auf meiner Leseliste, und ich bin unglaublich froh, endlich in diese Welt eingetaucht zu sein. Die Geschichte entfaltet von der ersten Seite an eine starke Sogwirkung: Spannung, Emotionen und Geheimnisse greifen perfekt ineinander und lassen einen kaum los.
Besonders beeindruckt hat mich die Entwicklung der Charaktere. Feyre wächst im Laufe der Handlung spürbar über sich hinaus, und auch die anderen Figuren gewinnen zunehmend an Tiefe. Ihre Beziehungen zueinander sind vielschichtig und entwickeln sich auf eine Weise, die mich emotional total abgeholt hat.
Auch sprachlich ist das Buch ein echtes Highlight. Die bildhafte, atmosphärische Erzählweise lässt die Welt lebendig werden. Man hat das Gefühl, selbst durch die Höfe zu wandern, die Magie zu spüren und Teil der Geschichte zu sein. Das Setting ist detailreich, faszinierend und einfach wunderschön beschrieben.
Ich bin wirklich begeistert. Für alle, die Fantasy mit starken Charakteren, einer mitreißenden Handlung und einer Prise Romantik lieben, ist dieses Buch absolut empfehlenswert!
- Jennifer L. Armentrout
Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen
(1.029)Aktuelle Rezension von: NadjaIch habe dieses Buch angefangen… und war komplett verloren. In dieser Welt, in Poppys Gedanken, in dieser Mischung aus Sehnsucht, Verboten und einer Liebe, die eigentlich nicht existieren darf. 💔✨
Poppy hat mich von Anfang an berührt. Dieses Leben im goldenen Käfig, dieses ständige „Du darfst nicht fühlen, nicht sprechen, nicht leben“… und trotzdem trägt sie so viel Stärke in sich. Man spürt bei jeder Seite, wie sehr sie sich nach Freiheit sehnt – nach einem echten Leben, nach Nähe, nach sich selbst. Und genau das geht so tief unter die Haut. 💖
Und dann kommt Hawke… 😭❤️🔥
Diese Dynamik zwischen ihnen hat mich komplett eingenommen. Seine Art, sie herauszufordern, sie zum Lächeln zu bringen, sie fühlen zu lassen – obwohl sie es eigentlich nicht darf… dieses Knistern ist einfach unbeschreiblich intensiv. Jeder Dialog, jeder Blick hatte für mich so viel Bedeutung.
Die Welt ist düster, geheimnisvoll und voller Regeln, die langsam anfangen zu bröckeln. Man merkt schnell: Hinter allem steckt mehr, als man zuerst glaubt. Intrigen, Geheimnisse und Wahrheiten, die Stück für Stück ans Licht kommen, genau das hat mich so gefesselt. ✨🔥
Ja, am Anfang braucht die Geschichte ein wenig Zeit, um sich zu entfalten, aber genau dadurch wird alles so viel intensiver. Wenn es dann Fahrt aufnimmt, kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen.
Für mich ist Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen so viel mehr als nur ein Fantasybuch. Es ist eine Geschichte über
💔 Sehnsucht
🔥 Mut
💫 verbotene Gefühle
❤️ und den Wunsch, endlich frei zu sein
Ich habe mitgefühlt, mitgefiebert und mich komplett in diese Geschichte verloren. Und ganz ehrlich? Ich wollte dieses Buch am Ende gar nicht loslassen.
Wenn du intensive Emotionen, eine starke Heldin und eine prickelnde, verbotene Liebe suchst… dann wird dich dieses Buch genauso einnehmen wie mich.
⭐⭐⭐⭐⭐
- Andrzej Sapkowski
Der letzte Wunsch
(853)Aktuelle Rezension von: hackenoh„Der letzte Wunsch“ ist kein klassischer Roman, sondern eine Sammlung miteinander verbundener Kurzgeschichten. Gerade das macht den Einstieg in die Witcher Welt so besonders. Stück für Stück lernt man Geralt von Riva kennen und bekommt einen Eindruck davon, wie diese Welt funktioniert.
Düsterer Ton und moralische Grauzonen
Was mir besonders gefallen hat, ist der Ton der Geschichten. Die Welt ist rau, oft brutal und selten eindeutig. Entscheidungen sind selten klar richtig oder falsch. Genau diese moralischen Grauzonen machen die Geschichten so interessant und unterscheiden sie deutlich von vielen anderen Fantasybüchern.
Märchen neu erzählt
Viele Geschichten greifen bekannte Märchen auf und drehen sie in eine deutlich düstere Richtung. Dadurch entstehen sehr originelle Episoden, die gleichzeitig vertraut und völlig neu wirken.
Fazit
„Der letzte Wunsch“ ist ein faszinierender Einstieg in die Witcher Reihe. Die Geschichten sind atmosphärisch, klug geschrieben und zeigen sofort, warum diese Welt so viele Leser begeistert. Ein sehr starker Beginn einer der bekanntesten modernen Fantasyreihen.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Halbblutprinz (Harry Potter 6)
(9.681)Aktuelle Rezension von: Bigsale3Harry Potter ist mein absolutes Lieblingsbuch und ich empfehle es dringend weiter. Und der sechste Band, der Halbblutprinz ist ein Meisterwerk und es lohnt sich das Buch zu lesen!
Harry kehrt für sein sechstes Schuljahr nach Hogwarts zurück und noch mehr Ruhm und Ansehen erwarten ihn dort. Er ist berühmter denn je. Doch Voldemort ist auf freiem Fuss und deshalb kann er seine Schulzeit gar nicht geniessen. Ein spannendes tragisches Jahr erwartet ihn! Er erfährt vieles über Tom Riddles (Voldemort) Vergangenheit, vielleicht sogar mehr als er wissen wollte... Und was heckt Draco Malfoy eigentlich aus?
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)
(2.094)Aktuelle Rezension von: walli007Harry Potter kann es kaum glauben, jetzt ist er schon 37 Jahre und sein zweiter Sohn Albus kommt endlich nach Hogwarts. Albus jedoch ist nicht so begeistert, auf die Schule zu kommen. Und dann kommt er auch noch zum Haus Slytherin. Wenigstens einen Freund findet er in Scorpius Malfoy. Die Jahre gehen ins Land und das Verhältnis zwischen Harry und Albus bessert sich nicht und auch sein Stand in Hogwarts hat noch Luft nach oben. Da erhält Harry Potter eine besorgniserregende Nachricht. Er muss das sofort mit Hermine besprechen, die ihre Stellung als Zauberministerin bestens ausfüllt.
Im achten Band aus dem Harry Potter Universum kann man den großen Zauberer nochmal neu kennenlernen. Er ist erwachsen geworden, verheiratet mit Ginny, Familienvater. Trotzdem ist er noch Harry Potter, ein Teamplayer, manchmal sogar etwas unsicher. Gerade mit seinem Sohn Albus hat er Probleme. Der Junge sollte sich doch auf seine Zeit in Hogwarts freuen. Und dann landet er ausgerechnet in Haus Slytherin gemeinsam mit Scorpius Malfoy. Harry macht sich Sorgen und kann sich seinem Sohn doch nicht öffnen. Was für ein Abenteuer Albus und Scorpius im vierten Jahr zu bestehen haben, ist schon sehr aufwühlend.
Gerne wollte man mehr von Harry Potter erfahren, aber wie soll das gehen, wenn die Schule abgeschlossen und die große Schlacht geschlagen ist. Mit dieser zeitlichen Lücke von fast zwanzig Jahren in Harrys Leben war wohl nicht zu rechnen. Dennoch fügt sich dieser Band, der einen Theatertext darstellt, sehr gut in die Reihe ein. Denn es gibt noch was zu erzählen. Harry ist wahrscheinlich genauso älter geworden wie seine Fans. Dazu die Vater-Sohn-Problematik, in die sich einige Leser sicher gut einfühlen können. Auch wie Albus auf eine Art durch seine Freundschaft mit Scorpius wächst und auch zu seinem Freund steht, gibt ein sehr schönes Beispiel, was Freundschaft bewirken kann. Durch die Darstellung als Theaterstück, das auch tatsächlich in Hamburg noch gespielt wird, wirkt der Text sehr lebendig und man bleibt immer gefesselt.
- Tahereh H. Mafi
Shatter Me
(1.948)Aktuelle Rezension von: bookworm_ally1312🔥Eigene Meinung:🔥
Wow. Endlich mal was anderes! 🫣🥰
Ich bin zwar etwas spät dran, und doch wollte ich unbedingt mal die gehypte Reihe "Shatter Me" starten
(beim Blick auf die Reihenfolge der Bände mit den ganzen Novellen war es aber vielleicht doch nicht so eine gute Idee 🥲)
und JA, es ist wirklich so toll wie alle behaupten ☺️
Kaum schlug ich das Buch auf, wurde ich in die düstere Geschichte gesogen 💫
Der Schreibstil ist mal was neues, aber ich war von Anfang an drinnen 🫠
Die durchgestrichenen und kurzen, abgehackten Sätze, die Wörterdopplung - all das brachte Juliettes Zustand perfekt zur Geltung.
Juliette war nicht die typische, starke Protagonistin. Sie ist eine zarte, verletzliche Person, deren Herz viel zu oft getreten und zerbrochen wurde 💔
Durch herzzerreißende Rückblicke in ihre Vergangenheit, ihr Leben als Ausgestoßene, war ich oft den Tränen nahe 🥲 Am liebsten würde ich Juliette in den Arm nehmen 😔 (Was eigentlich problematisch durch ihre Gabe wäre ☝🏼)
Adam. Mit anderen Worten: eine schleimige, hinterhältige Schnecke 🙈 Ich mochte ihn von Anfang an nicht, das ganze Liebes Geschnulze hat das Buch den halben Stern gekostet...
Die Story... Hat noch nicht richtig begonnen 😗 Und trotzdem kam man superschnell durch die Kapitel 💫
Ich habe das Gefühl, das diese Reihe noch richtig fantastisch werden könnte 💙
•••••••••
🔥Handlung:🔥
Juliettes Berührung ist tödlich. Sie wurde gefürchtet, ausgestoßen, gehasst.
Nach jahrelanger Einsamkeit, Isolation und letzendlich sogar Gefangenschaft planen Machthaber der nahezu zerstörten Welt sich ihrer Gabe als Waffe für den Krieg Gebrauch zu machen.
Doch Juliette entscheidet sich, zu Kämpfen. Gegen diejenigen, die ihre Magie zum Töten nutzen wollen, für ihre Liebe ✨️💕 Und für den Zauber der Berührung ☝🏼💫
•••••••••
🔥Fazit:🔥
Innerhalb von Sekunden packte mich Juliettes Geschichte, ließ sie mich miterleben... und ich war gefangen. Gefangen in den greifbaren Gefühlen der Protagonistin, gefangen, in der düsteren Atmosphäre, gefangen in den Seiten 🙈💫✨️
Die Lovestory war das Einzigste, was mir nicht direkt gefallen hat, vor allem lag das aber am Love Interest 🫠
•••••••••••
🔥Bewertung:🔥
Story: 8/10
Schreibstil: 9.5/10
Hauptcharakter(e): 9.5/10
Cover: 7.5/10
Gesamt: 9/10
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.600)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist toll. Ich mag die Art und Weise wie der Autor Geschichten erzählt. Ich muss dazu gestehen, dass ich die Inspirationsquelle (Film - „the Purge“) nie gesehen habe. Die Grundidee fand ich sehr faszinierend, vor allem die ethische Sichtweise.
Der Handlungsfaden war an manchen Stellen etwas verwirrend für mich. Ich habe tatsächlich bis zum Ende mit gerätselt und versucht mir die ein oder andere Frage zu beantworten. Am Ende habe ich tatsächlich auf alle Fragen eine Antwort bekommen und wurde sogar überrascht.
Ben war ein fesselnder Charakter. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem die zu seiner Tochter waren interessant zu verfolgen. Rückblickend fand ich die ethische und soziale Perspektive sehr interessant in dem Buch.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne. - Cassandra Clare
Lord of Shadows
(500)Aktuelle Rezension von: miartEmma,
manchmal frage ich mich, wie viel Gewicht ein Herz tragen kann, bevor es endgültig zerbricht. Das Parabatai-Band zieht uns jetzt in die Tiefe. Du glaubst, Marks Nähe könnte mich retten? Doch alles, was ich sehe, ist das Feuer, in dem wir beide brennen - selbst wenn wir versuchen, uns voneinander zu lösen.
Die Welt um uns herum zerfällt in Scherben. Das Institut ist voller Schatten und nicht nur jener, die wir bekämpfen. Kit - der verlorene Herondale - trägt die Last seiner Herkunft, auch wenn er seinen Platz langsam findet. Ty und Livvy sind wie Licht und Dunkelheit untrennbar verbunden. Und dann Mark, Kieran und Cristina - ihre Liebe ist wie ein Lied in drei Stimmen - Polyamorie - so wild und chaotisch wie die Feenwelt, aus der sie stammen. Wir kämpfen, lieben, verlieren. Jeder Schlag hinterlässt neue Risse in unserem Schicksal.
Cassandra hat uns eine Welt geschenkt, die so lebendig ist, dass ich den Sand von Idris auf meiner Haut spüre. Ihre Magie liegt in den Details und ausführliche Charakterzeichnungen, die uns gefangen nehmen.
Emma, du bist Kriegerin, Heldin - und meine unerreichbare Sehnsucht. Verloren in einer Geschichte, die uns zerbricht. Doch trotz aller Länge, trotz aller Tragik bleibe ich hier, gefangen zwischen Pflicht und Verlangen.
Immer dein,
Julian - Haruki Murakami
Kafka am Strand
(1.116)Aktuelle Rezension von: entspanntesLesenKafka Tamura verlässt Nakano und macht sich auf den Weg über die große Brücke. Er lässt zurück seinen Vater, mit Sack und Pack, hofft Abstand zu gewinnen und vielleicht seine Mutter und Schwester irgendwo da draußen zu finden. Währenddessen passieren in Nakano und rundherum surreale Dinge - mittendrin Nakata, ein Sechzigjähriger, der mit Katzen sprechen kann und anders denkt.
Meine Meinung:
Murakami erbaut Welten, die nebeneinander existieren. Ich kannte seinen Stil schon durch das zuletzt erschienene Buch "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer".
Das Buch arbeitet tief mit Symbolik, erklärt nicht und lässt Zugang über die Gefühle des Lesers selbst.
Da Murakami zu fließend erzählt, entsteht dieser meditative Sog - ohne laut zu sein und Effekte zu provozieren.
Die Kapitel wechseln ab, es gibt 2 Wege und verschiedene Konstellationen, welche sich zum Teil spiegeln. Zu einem ist da der 15 jährige Kafka, Oshima als Leitfigur und Saeki, die Bibliotheksleiterin. Zum anderen Nakata auf seinem Weg mit Hoshino, um etwas zu tun, wofür es keine Zeit und keinen konkreten Rahmen gibt.
Der Roman war eine Wucht für mich und bewegte mich, weitere Murakami Romane auf meine Leseliste zu setzen.
Es kann bewegen, spiegeln, zeigen oder einfach eine Geschichte sein, die magisch anhaftet.
- Cornelia Funke
Reckless 1. Steinernes Fleisch
(1.803)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Der 1. Teil hat mir nicht gefallen. Jacob kommt mir zu überfliegermäßig rüber. Er kann alles, er ist der Beste und er macht immer alles richtig. Solche Übercharakter-Geschichten finde ich immer ziemlich nervig. Hinzu kommt, dass mir bei dieser Geschichte zu viel klischeehaft aus anderen Märchen übernommen erscheint. Sei es der Dauerklassiker, dass etwas "hinter den Spiegeln" passiert oder dass Füchse immer die Schlauen sind etc. Ich finde die Reckless-Reihe ist eine der schlechteren Buchreihen von Cornelia Funke. Die Drachenreiter-Reihe hingegen ist viel besser gestaltet und auch nicht mit so stark angeberischen Übercharakteren versehen.
- Bianca Iosivoni
Midnight Chronicles - Schattenblick
(773)Aktuelle Rezension von: LinasLeseeckeOfficialKlappentext:
Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft.
Der Auftakt der Midnight Chronicles
449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich - sondern auch für ihr Leben...
Der Auftakt der Reihe mit Schattenblick - Midnight Chronicles von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl bietet einen soliden Einstieg in eine düstere Urban-Fantasy-Welt voller Geheimnisse, Gefahren und übernatürlicher Wesen.
Die Storyline ist insgesamt spannend und gut aufgebaut. Man wird schnell in die Handlung hineingezogen und begleitet Roxy auf ihrem Weg durch eine Welt, die von Schattenjägern und dunklen Kreaturen geprägt ist. Allerdings bleibt die Geschichte in ihrer Tiefe stellenweise etwas zurück - einige Aspekte hätten noch stärker ausgearbeitet werden können, um der Handlung mehr Komplexität zu verleihen.
Sprachlich fällt auf, dass sich bestimmte Formulierungen wiederholen, insbesondere das häufige „Schlucken“ der Charaktere in emotionalen Situationen. Das kann auf Dauer etwas auffällig wirken und den Lesefluss leicht stören, auch wenn es der Spannung keinen gravierenden Abbruch tut.
Das Ende des Buches ist relativ offen gehalten, was gut zur Struktur einer Reihe passt. Roxys Aufgabe ist noch lange nicht abgeschlossen, und viele Fragen bleiben unbeantwortet - ein klarer Anreiz, weiterzulesen und tiefer in die Geschichte einzutauchen.
Fazit:
Ein spannender, wenn auch nicht besonders tiefgründiger Auftakt, der mit einer interessanten Welt und solider Handlung überzeugt. Kleine sprachliche Schwächen und ein eher offenes Ende trüben das Gesamtbild nur leicht, machen aber gleichzeitig neugierig auf die Fortsetzung. - Amy Ewing
Das Juwel - Die Gabe
(1.788)Aktuelle Rezension von: dottis_buecherregalIch habe dieses Buch gelesen, ohne vorher den Klappentext zu kennen. Es handelt von einer Gesellschaft, in der Blutlinien und sozialer Status die wichtigste Rolle spielen. Aufgrund weit verbreiteter Inzestprobleme ist der Adel unfruchtbar geworden, weshalb Aristokraten „Surrogate“ halten.
Die Geschichte wirkt wie eine abgeschwächte Version von "Der Report der Magd", da die Grundidee die selbe ist.
Violet wird von ihrer Familie getrennt, sobald die Regierung entdeckt, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügt. Diese Kräfte erlauben es ihr, sowohl das Aussehen als auch den Charakter des Kindes zu beeinflussen, das sie austrägt. Außerdem kann sie die Dauer der Schwangerschaft erheblich verkürzen.
In dieser Welt werden Surrogate von adeligen Frauen ersteigert, um als Leihmütter deren Kinder auszutragen und die Blutlinien der Aristokratie zu stabilisieren.
Violet ist eine starke Protagonistin und ist deutlich reifer beschrieben als sechzehn. Die Liebesgeschichte, die im letzten Drittel des Buches stattfindet, hätte aus meiner Sicht nicht sein müssen.
- Nino Haratischwili
Das achte Leben (Für Brilka)
(274)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingEin Buch, was allein durch seinen Umfang schreckt und entsprechend lang bei mir lag, bevor ich mich herangewagt habe. Tja, was soll ich sagen: Ich habe nicht bereut, es gelesen zu haben und vermutlich werden mich die lebensnah geschilderten Protagonistinnen und ihre Schicksale sowie wie vor allem ihre Welt (Georgien als Teil der Sowjetunion über das 20. Jahrhundert hinweg) noch lange begleiten. Auch mochte ich den teils poetischen Schreibstil und, wie alles miteinander verwebt war.
Mehr als 3 Sterne kann und mag ich dennoch nicht geben. Allzu sehr schimmerte durch die Geschichten aller beschriebenen Frauen ein Fatalismus, eine Tragik, eine Schicksalsergebenheit, die meines nicht ist und die ich der Autorin als Eigenschaft unterstelle. Ja, die Zeiten waren hart und schwierig. Ja, es gab Tod, Folter, Vergewaltigung, persönliches Unglück. Aber MUSS denn deshalb wirklich jede einzelne Person dieses Buches eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln, gebrochen sein und fortan unfähig zu Glück, Selbstliebe, etc.? Ich finde: nein, und hätte mir in all dem Schatten mehr Licht gewünscht. Leider war es jedoch über all die mehr als 1200 stolzen Seiten des Romans so, dass, wenn man einmal glaubte, dass es jetzt endlich mal für eine der geschilderten Frauen ganz gut liefe, man sicher sein konnte, dass das Unglück nicht fern war, oft durch eigenes Zutun. Das ermüdet und nervt sogar mit der Zeit, und schmälert die unglaubliche Leistung der Autorin, über 100 Jahre georgischer und europäischer Geschichte mit berührenden, miteinander zusammenhängenden Einzelschicksalen zu verknüpfen, leider arg.
- Ursula Poznanski
Saeculum
(1.949)Aktuelle Rezension von: RattusExlibricusKategorie: Thriller | Mitraten | Kammerspiel
Besonderheit: Ich nehme das Buch seit Jahren immer mal wieder zur Hand, wenn ich „leichtere“ Unterhaltung suche. Und obwohl ich die Auflösung auswendig kenne, nimmt mich die angenehme Spannung jedes Mal wieder mit.
Worum dreht sich die Handlung?: Bastian ist Medizinstudent und sollte eigentlich dringend auf die Prüfungen lernen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – lässt er sich von seiner brandneuen Freundin überreden, mit ihr und ihren Mittelalterfreunden einen Convention im Wald mitzumachen. Sogar eine ganz exklusive, bei der die Plätze begehrt und rar sind. Was als interessante und auch spaßige Erfahrung beginnt, schlägt schnell in bitteren Ernst um: Die Verbindung zur Außenwelt reißt ab, Leute verschwinden und mehr als eine Person scheint etwas zu verbergen zu haben. Wer hat es auf die Gruppe abgesehen und inszeniert perfide einen wiedererwachenden Fluch? Und wie lange dauert es, bis die ersten daran glauben und sich blind manipulieren lassen?
Große Themen im Hintergrund: Gruppendynamik in Extremsituationen, Manipulierbarkeit, Rache
Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):
- Handlung ***
Die Handlung ist abwechslungsreich und hält Überraschungen bereit. Die Schilderungen sind greifbar und spannend dargelegt, das Setting ist ungewöhnlich. Allein vom ursprünglichen Spiel (bevor es schiefgeht) zu lesen hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Sagen- und Horrorelemente werden gut eingeflochten, es wirkt selten zu dick aufgetragen und wenn, wird das innerhalb der Handlung auch hinterfragt. Die Spannung entsteht durch die beklemmende soziale Situation, der Kontrollverlust und Unberechenbarkeit der Gruppe und nicht durch billige Effekte oder Gewalt. Das ist (leider) bei Büchern für diese Zielgruppe fast schon ungewöhnlich und toll umgesetzt. Die Schilderungen erzeugen gekonnt Spannung, die Motive sind unverbraucht und die Auflösung schlüssig. Viel Handlung entsteht durch Interaktion der Charaktere miteinander, es gibt aber auch externe Ereignisgeber.
Die Endauflösung macht es sich vielleicht etwas einfach, bildet aber einen guten Abschluss zum Buch. Schön ist auch, dass es kein reines Happy End gibt, das wäre beim phasenweise doch recht misathropischen Grundtenor unrealistisch.
- Aufbau ****
Der Aufbau läuft klar auf das Finale zu, nach einer Einleitung, die genug Zeit erhält, um das Setting auf sich wirken zu lassen, verdichten sich die Ereignisse schnell. Die Auflösung ist gut gemacht und die Hinweise werden zur richtigen Zeit gegeben. Spannungskonstruktion funktioniert hier sehr gut. Kleine Hinweise sind gekonnt über das ganze Buch eingestreut, so dass man eine Chance bekommt, mitzuraten.
- Charakterzeichnung **°
Leider der schwächste Punkt. Die Charaktere stellen oft ganz klar Klischees dar und einige bleiben sehr blass. Die wenigen Hauptcharaktere kommen besser weg, tappen aber auch hin und wieder in die Klischeekiste. Allerdings muss man dem Buch zu Gute halten, dass diese Klischees immerhin lebendig, konsequent im Verhalten und anschaulich geschildert werden, so dass man sie der Geschichte gut abkauft. Und gerade von der Interaktion dieser simpel gehaltenen Typen lebt das Kammerspiel – es hat also auch sein gutes. Und versprochen- einige Charaktere werden euch doch überraschen! Ein bisschen mehr Ambivalenz an der ein- oder anderen Stelle, gerade bei Nebencharakteren, wäre wahrscheinlich trotzdem drin gewesen. Beim ersten Mal lesen fiel es mir noch nicht so stark auf, aber die Charaktere altern mit mehrmaligem lesen nicht unbedingt super.
- Sprache und Stil ***
Die Sprache ist klar, spannend und erzeugt Stimmung – genau richtig für einen Thriller. Natürlich kann man da kein sprachliches Meisterwerk erwarten, aber es ist schon ein bisschen mehr vorhanden als unbedingt nötig – nicht nur Spannung und Stimmung, sondern auch schöne Szenerien werden mit einer hohen Anschaulichkeit geschildert, Sprachverwendung und Wortschatz sind für einen Thriller sehr gut.
- Zielgruppe(n)
Breite Zielgruppe. Menschen, die einen ungewöhnlichen Thriller mit Kammerspielflair und mystischer Atmosphäre suchen, der doch klar auf dem Boden der Realität bleibt. Das soziale Feld schafft hier die Beklemmung, nicht Gruselelemente – darauf muss man sich einlassen wollen. Das führt dazu, dass es zwischendrin vom Erzähltempo her auch mal ruhiger wird – vielleicht ein Stolperstein für klassische „Thrillerleser“. Vielleicht zu sehen als eine Mischung aus Jugendthriller, Kammerspiel und psychologischem Experiment (in dieser Reihenfolge).
- Fazit ***
Ich lese das Buch trotz kleiner Schwächen in der Charakterzeichnung immer wieder gern zwischendurch, und das, obwohl ich die Auflösung kenne. Mir gefällt die Szenenzeichnung und die Art der Konstruktion. Das Buch bewegt sich ein bisschen zwischen den Genres, primär würde ich es als Kammerspiel-Jugendthriller bezeichnen. Das Setting ist unterhaltsam zu lesen und die Geschichte spannend erzählt. Trotzdem liest sich das Buch leicht und angenehm, ohne ins banale abzurutschen.
- Kami Garcia
Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
(1.046)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenEthan lebt seit seiner Geburt im kleinen Örtchen Gatlin, wo es kein Kino gibt und die besten Bücher verboten sind. Es gibt nur einen Laden und die Kirche ist so ziemlich das Größte für die Damen der Gesellschaft. Nie gibt es was aufregendes, bis Ethan in die Elfte kommt. Die neue Schülerin Lena ist das Schulgespräch. Doch nicht im positiven Sinne, denn alle haben es auf die abgesehen, schließlich wohnt sie beim alten Ravenwood. Dem Unikum der Stadt und außerdem wohnt er in Gruselhaus am Rand des Ortes. Ethan jedoch verliebt sich sofort in Lena, schließlich ist sie das Mädchen aus seinen Träumen. Als dann auch noch seltsame Dinge geschehen versucht Ethan hinter Lenas Geheimnis zu kommen.
Unsere Hauptperson in diesem Buch ist Ethan, aber eigentlich geht es um Lena, die Neue in der Stadt. Die Nichte vom verschrobenen Ravenwood. Ethan ist ein junger Mann mit Charakter und einer klaren Meinung. Er gibt nicht viel auf andere und denkt selbstständig ohne sich dem Gruppenzwang anzuschließen. Seine Hormone spielen jedoch auch klar verrückt. So ist er bereits seit Sekunde eins in Lena verliebt und das nur, weil sie ihm in seinen Träumen bereits erschienen ist. Eigentlich ziemlich seltsam so jemanden direkt zu lieben, ohne die Person zu kennen, doch das soll wahrscheinlich die besondere Verbindung zwischen den beiden darstellen. Dahingehend ist er auch erschreckend naiv, wurde er doch von einer sehr klugen Frau (oder auch drei) aufgezogen. Der Verlust seiner Mutter und die Abwesenheit seines Vaters haben ihn erwachsen werden lassen, doch sobald es Lena betrifft, fällt er in den Strudel der Hormone zurück und denkt zu wenig nach. Bezüglich aller magischen Themen ist er auch seltsam offen und unerschrocken. Er stellt seine Welt nicht in Frage, als er von der Castergesellschaft erfährt, da regt er sich mehr über die Bibliothek auf. Er nimmt alles hin und hat einzig eine Meinung zu der Berufung von Lena. Gefühlt interessiert ihn alles weitere jedoch auch nicht.
Dann ist da Lena, das Castermädchen, welches Angst vor ihrer Berufung hat. Ich habe mich ehrlich schwer mit ihr getan. Sie ist von Anfang an relativ abweisend und auch ihre Gefühle für Ethan drückt sie wenn dann eher noch auf ihre unerklärliche telepatischen Kommunikationsweise aus. Sonst wirkt sie abweisend, eigenbrötlerisch und kalt. Außerdem benimmt sie sich manchmal kontrovers, was mich weiter wenig für sie begeistern konnte. So will sie sich eigentlich aus alles raus halten, um nicht in den Fokus von den Mädels der Schule zu geraten oder generell Aufstehen zu erregen und dann will sie doch auf den Schulball. Sie will nicht mit Ethan zusammen sein, um niemanden in Gefahr zu bringen, als allerletzten ihn und dann ruft sie ihn, um nicht alleine zu sein, obwohl sie weiß, dass es gefährlich für ihn wird, weshalb sie sich dann wieder die Schuld gibt. Das hat schon genervt. Die von ihr selbst geschaffene Distanz war nicht nur für Ethan ein anstrengender Punkt. Schließlich ging es ja das ganze Buch lang nur um sie. Einzig ihre Ironie hat mich stellenweise begeistert.
Die anderen Buchcharaktere waren praktisch ein Alles oder Nichts. Entweder lasch und grau oder so übertrieben dargestellt, dass man sich gefragt hat, ob die Personen nicht besser in Therapie gehen sollten. Anstrengend und nicht angenehm. Einzig Onkel Macon hat mir irgendwie gefallen, doch auch er hätte gerne mehr Futter bekommen können.
Die Handlung ist an sich ganz gut. Es gibt Höhen und Tiefen, an manchen Stellen hätte es meiner Meinung nach gerne kürzer gehalten werden können. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden steht auch offensichtlich im Vordergrund, obwohl es echt lange braucht, bis wir uns mal in einer richtigen Beziehung der beiden befinden. Vielleicht für einen Teenager-Roman auch in Ordnung, für mich war es definitiv zu lang mit zu wenig Inhalt. Auch hinsichtlich der Castergesellschaft hätten man so viel mehr Input bekommen können. Wenn man davon erfährt ist es wirklich kaum mit Informationen gespickt und im Verlaufe des Buches bekommt man nur weniger Brocken geliefert. Zum Ende hin und gerade am solchen war es dann wie eine Bombe, die Chaos bringt. Die Informationen kamen, aber wenig geordnet und es gab keine richtigen Erklärungen oder Zeit zum Verdauen, da hätte ich mir das Buch über einfach mehr gewünscht.
Der Schreibstil ist frisch und jugendlich. Man pflügt durch die Seiten, wenn man zumindest allein den Schreibstil betrachtet.
Insgesamt ist der Auftakt der Reihe ganz nett. Allerdings waren mir zu wenig Fantasy-Aspekte darin, bis auf die ganzen Wetterumschwünge, davon hatten wir wirklich mehr als genug. Zu viel Herumgedruckse im Liebesteil und zu viel Hinnehmen beim Übernatürlichen. Zu wenig Informationen auch bei Hintergrundinformationen und zu viele Seiten ohne Inhalt. Dennoch gut zu lesen, aber ich werde die Folgebände eher nicht auf meine Leseliste packen 🔮
- Tomi Adeyemi
Children of Blood and Bone
(498)Aktuelle Rezension von: AnnieHallZélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. Doch Jahre später bekommt sie die Chance, die Magie nach Orïsha zurückzubringen. Dafür begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und muss ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein – besonders dem Kronprinzen, der alles daran setzt, die Rückkehr der Magie zu verhindern.
Children of Blood and Bone entführt die Leserinnen und Leser in eine faszinierende Welt, die stark von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Früher konnten Flammentänzer das Feuer beherrschen, Geistwandler Träume erschaffen und Seelenfänger über Leben und Tod wachen. Diese kulturellen Einflüsse verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und heben sie von vielen klassischen Fantasywelten ab.
Im Mittelpunkt steht die junge Zélie, deren Mutter während der Blutnacht ermordet wurde. Ihre Wut, Trauer und Hoffnung sind spürbar und machen sie zu einer starken und glaubwürdigen Hauptfigur. Seit jener Nacht leben Menschen mit magischem Potenzial unterdrückt und in ständiger Angst, doch als sich für Zélie die Möglichkeit ergibt, die verlorene Magie zurückzubringen, beginnt eine gefährliche Reise durch Wüsten, Städte und spirituelle Welten. Besonders spannend sind dabei die verschiedenen Arten von Magie, die Götter und Rituale, die der Geschichte eine große Tiefe verleihen.
Neben dem spannenden Abenteuer greift das Buch auch ernste Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung und Machtmissbrauch auf. Dadurch wirkt vor allem der Konflikt zwischen Magiern und Nichtmagiern emotional und teilweise erschreckend real.
Mitunter ist die Geschichte allerdings etwas überladen und schreitet sehr schnell voran. Viele Ereignisse passieren in kurzer Zeit, wodurch einige Entwicklungen oder Beziehungen etwas überstürzt erscheinen. Auch manche Nebenfiguren bleiben weniger ausgearbeitet, als es die komplexe Welt eigentlich verdient hätte.
Trotzdem ist Children of Blood and Bone ein spannender und emotionaler Auftakt einer Fantasytrilogie mit einer starken Heldin und einer außergewöhnlichen Welt. Für LeserInnen von Jugendfantasy sowie Geschichten über Rebellion, Identität und Hoffnung ist das Buch eine klare Empfehlung.
- V. E. Schwab
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
(610)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Wenn ich könnte, würde ich 10 Sterne vergeben.
Ich wusste nicht genau, was mich erwartet, aber die Geschichte der Addie LaRue hat mich voll mitgenommen. Die Vorstellung, was man empfindet, wenn jeder einen sofort vergisst, die Einsamkeit, die man dabei verspürt, obwohl man unter Menschen ist und was man im Laufe der Jahrhunderte erlebt, hat mich sehr berührt. Ein Buch, welches philosophische Fragen aufwirft.
Ich verstehe die KritikerInnen nicht, die das Buch als langatmig empfinden. Ich persönlich finde, die Geschichte braucht ihre Zeit, um auf einen einzuwirken. Und auch, dass einige Fragen offen bleiben, empfinde ich als passend. Eine Geschichte muss nicht jede Frage beantworten, sondern einige Antworten können der Fantasie des Lesers überlassen bleiben.
Möglicherweise fehlt der Geschichte der klassische Spannungsbogen. Ich selber habe das nie als störend empfunden und je weiter ich in die Geschichte eingedrungen bin, umso begieriger war ich, zu erfahren, wie es weiter ging. Mich persönlich hat die Geschichte total mitgenommen.
Mein Fazit: Wow, was für ein Buch!
- Renée Ahdieh
Zorn und Morgenröte
(933)Aktuelle Rezension von: Anna0807Die Grundidee dieses Buches hat mich von Anfang an angesprochen. Das Setting, die Ausgangssituation und die bekannte Geschichte, auf der alles basiert, haben für mich eigentlich großes Potenzial versprochen.
Leider hat mich die Umsetzung lange Zeit nicht wirklich erreicht. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, nicht richtig in die Geschichte hineinzufinden. Erst im letzten Drittel kam bei mir so etwas wie echtes Interesse auf, und ich hatte das Gefühl, endlich in der Handlung angekommen zu sein.
Ein großer Kritikpunkt für mich war der Erzählstil. Die vielen Sprünge zwischen Szenen haben es mir schwer gemacht, mich fallen zu lassen. Oft wirkten Szenen zu knapp erzählt, und auch die Dialoge haben sich für mich teilweise leer und wenig bedeutungsvoll angefühlt. Dadurch fehlte mir die Tiefe, die ich für eine solche Geschichte gebraucht hätte.
Auch mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Viele Entscheidungen wirkten auf mich nicht nachvollziehbar, und gerade Shazi und Chalid haben mich eher genervt als berührt. Besonders ihre Beziehung konnte mich emotional überhaupt nicht abholen, da sie für mich zu wenig ausgearbeitet war.
Dabei liegt das Problem für mich weniger in der Idee der Handlung, sondern vielmehr in der Umsetzung. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, wirkt aber stellenweise blass und wenig ausgeschöpft.
Bis kurz vor dem Ende war ich mir deshalb ziemlich sicher, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde. Das Finale konnte mich dann zumindest etwas versöhnlicher zurücklassen. Es war solide und hat mich dazu gebracht, Band zwei vielleicht doch noch eine Chance zu geben – auch wenn ich mir da selbst noch nicht ganz sicher bin.
Insgesamt bleibt für mich ein Buch mit starker Grundidee, das mich in der Umsetzung jedoch nicht überzeugen konnte.
- Cassandra Clare
Clockwork Prince
(1.430)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld„I've never minded it," he went on. "Being lost, that is. I had always thought one could not truly be lost if one knew one's own heart. But I fear I may be lost without knowing yours.”
Vier Monate ist der letzte Band der Reihe nun für mich her und dank Clares Schreibstil, beiläufig vergangene Ereignisse zu wiederholen, bin ich auch gut wieder in die Geschichte eingetaucht. Das war es dann aber leider auch schon und das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt an diesem zweiten Band: An Handlung passiert eigentlich gar nichts. Die ersten 300 Seiten plätschern nur so vor sich hin, ehe es einen winzigen Schritt vorangeht und dann auch wieder auf der Stelle trampelt. Das hat mich wirklich überrascht, denn die „Infernal Devices“-Reihe ist sehr gut bewertet und das tatsächlich auch von Buch zu Buch besser. „Clockwork Prince“ jedoch fand ich leider am langweiligsten vom bisherigen Shadowhunter-Universum.
Ich verstehe, dass der Fokus hier wesentlich auf dem Liebesdreieck zwischen Will, Jem und Tessa liegt und somit auch auf dem character development, doch etwas Handlung und Spannung müsste doch drin sein! Bei der Suche nach Mortmain geht es eigentlich keinen Schritt weiter, Tessas wahre Identität ist immer noch ein Rätsel. Immerhin erfahren wir, warum Will immer so gehässig ist/war und die Nate-Storyline wird auch abgeschlossen. Das war es im Grunde schon.
Das genannte Liebesdreieck ist leider auch nicht zu hundert Prozent mein Geschmack. Mir gefällt die Dynamik zwischen den dreien eigentlich sehr und auch die Kurzgeschichte aus „Legenden der Schattenjägerakademie“, die in der Zukunft spielt, war sehr emotional. Nachdem sich Tessa hier am Ende aber nun für Jem entscheidet und Will ihr dann vom Fluch erzählt, wird sehr deutlich, dass Jem nur ein Lückenfüller war, und das finde ich einfach nicht fair ihm gegenüber. Dass das trotzdem als Liebe dargestellt wird, Tessa aber nun immer nur Gedanken für Will hat, schmerzt mich einfach. Das verleiht dem Ganzen, dass Tessa und Jem ja viel später nach Wills Tod auch noch heiraten, irgendwie einen faden Beigeschmack. Ich bin sehr gespannt, wie sich das noch entwickelt, auch wenn ich das Ende ja kenne.
“Clockwork Prince“ war für mich leider ein typisches Fillerbuch, mit dessen Weiterlesen ich mich aufgrund starker Langeweile sehr schwer getan habe. Ich vergebe 3/5 Sterne und hoffe, dass der Abschlussband wieder besser wird.
- Stella Tack
Ever & After: Der schlafende Prinz
(658)Aktuelle Rezension von: Series-MagicZwischen alten Märchenschatten, neuen Geheimnissen und einer Idee, die vertraute Stoffe überraschend anders aufblühen lässt, entfaltet sich hier eine Geschichte, die neugierig macht und ihren ganz eigenen Reiz besitzt.
Stella Tack hat mit Ever and After – Der schlafende Prinz für mich wirklich etwas Besonderes geschaffen. Die Grundidee, sich mit den Nachfahren der bekannten Märchenfiguren aus den Grimm-Märchen zu beschäftigen, hat mir sehr gut gefallen, weil sie erfrischend anders wirkt und sofort Lust auf mehr macht. Gerade dieser märchenhafte Hintergrund, verbunden mit etwas Neuem und Eigenständigem, hat die Geschichte für mich besonders spannend gemacht.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war die Atmosphäre der Handlung. Der Auftakt bringt viele interessante Ansätze mit, wirkt stellenweise aufschlussreich und eröffnet eine Welt, über die man unbedingt mehr erfahren möchte. Man merkt schnell, dass hinter der Geschichte noch sehr viel steckt, und genau das macht den ersten Band so reizvoll.
Ein kleiner Punkt, der meinen Lesefluss etwas gebremst hat, waren die teilweise sehr langen Kapitel. Das hat es für mich zwischendurch etwas schwieriger gemacht, ganz leicht durch die Geschichte zu gleiten. Dennoch konnte das meine Neugier auf die Handlung nicht wirklich schmälern, weil die Idee und die spannende Umsetzung für mich klar im Vordergrund standen.
Insgesamt ist Ever and After – Der schlafende Prinz für mich ein gelungener und spannender Reihenauftakt mit einer originellen Märchenidee, der Lust darauf macht, noch tiefer in diese besondere Welt einzutauchen.
- Cornelia Funke
Reckless 3. Das goldene Garn
(437)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Auch dieser Teil ist leider nicht mein Geschmack. Er ist zu kitschig geraten, zu märchenklischeehaft und mit zu viel Übercharakteristik Jacob betreffend gestaltet. Hinzu kommt, dass einige Szenen sehr langatmig und zäh sowie auch trocken rüber kommen, wodurch ich schnell das Interesse an diesem Teil verloren habe.
- Otfried Preußler
Krabat: Roman
(1.957)Aktuelle Rezension von: Rainbow_DashIch habe „Krabat“ seit meiner Kindheit mehrmals gelesen und es ist immer noch eines meiner Lieblingsbücher. Ich weiß, dass viele Leser das Buch nicht mögen und den Schreibstil und die Sprache als veraltet und unpassend empfinden. Für mich hingegen ist „Krabat“ ein wichtiges Werk der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.
Man muss sich einfach vor Augen halten, dass Ottfried Preußler das Buch vor 60 Jahren geschrieben und vor 55 Jahren veröffentlicht hat. Man muss auch bedenken, wo Ottfried Preußler geboren und aufgewachsen ist. Er wurde in Böhmen geboren, wuchs im Krieg auf, und so sind seine Geschichten stark von böhmischen Sagen und Volkssagen geprägt. Er griff auch auf Legenden aus der benachbarten Lausitz zurück. So ist „Krabat“ eine Nacherzählung einer sorbischen Legende.
Die Düsternis der Geschichte lässt sich dadurch erklären, dass die Handlung im frühen 18. Jahrhundert während des Großen Nordischen Krieges in der Lausitz spielt. Es war eine Zeit der Not für die Menschen damals, und der Tod schwebte allgegenwärtig über ihnen. Die Handlung orientiert sich eng am Kirchenkalender (Ostern, Michaelis, Weihnachten). Zudem ist die Geschichte von Macht und Magie geprägt, da der Mühlenmeister mit dunklen Künsten verkehrt. Er unterstreicht seine Macht auch durch seinen stets gebieterischen Tonfall. Dies wird durch die altertümliche Sprache noch verstärkt.
Weitere Themen der Geschichte sind Freundschaft und Liebe, die alles Böse überwinden können. Die Liebesgeschichte von Krabat und der Kantorka ist anders als heutige Romanzen. Krabat verliebt sich nicht in ein Gesicht, sondern in die Stimme der Kantorka. Ihr Gesang berührt ihn und schenkt ihm Hoffnung. Genau das ist die Rolle der Kantorka. Sie verkörpert Güte und Licht im Gegensatz zur dunklen Macht des Meisters. Die Beziehung zwischen Krabat und der Kantorka beginnt sich erst im dritten Lehrjahr zu entwickeln und ist zunächst sehr zart. Die beiden gewinnen Zuneigung zueinander und kümmern sich umeinander. Es ist schließlich diese Liebe und Fürsorge, die die Macht des Meisters bricht und ihn besiegt.
Fazit: „Krabat“ ist für mich ein zeitloses Werk, das seine Kraft aus Atmosphäre, Mythos und Menschlichkeit schöpft. Auch wenn Sprache und Erzählweise heute manchem Leser ungewohnt erscheinen mögen, entfaltet die Geschichte gerade durch ihre historischen und kulturellen Wurzeln eine besondere Tiefe. Preußler verbindet düstere Sagenwelt, historische Realität und universelle Themen wie Freundschaft, Mut und Liebe zu einem eindrucksvollen Jugendroman, der mich bis heute begleitet. Vier Sterne, weil dieses Buch trotz seines Alters nichts von seiner Wirkung verloren hat.
- Julia Adrian
Die Dreizehnte Fee - Erwachen
(983)Aktuelle Rezension von: natti_LesemausEs gibt keine Happy Ends- für keinen von uns...
1000 Jahre hat die 13. Fee geschlafen, betrogen von ihren Schwestern. Jetzt, als sie erwacht ist, ist Welt nicht mehr so wie sie einst war. Ihre Kräfte sind verschwunden, statt Fee werden sie jetzt Hexen genannt und Menschen fürchten sich vor ihnen. Hexenjäger machen jagd auf ihres gleichen.
Von Rache getrieben, wegen dem Betrug ihrere Schwestern, schließt sie sich einem Hexenjäger an, um ihre Schwestern zu jagen. Aber Lilith ist nicht mehr die alte. Sie hat Gewissenbisse, empfindet Reue und sucht die Liebe. Aber sie kennt ihren Schwetsern gegenüber auch keine Gnade.
Wie wird es enden?
Es ist eine kurze Geschichte, mit knapp 200 Seiten. Die Kapitel sind schnell gelesen, man entdeckt viele bekannte Märchen und fragt sich, was treibt den Jäger und die Fee an?
Ich war richtig gefesselt von der Geschichte und bin gespannt, wie es weiter geht.. Einmal etwas anderes, ohne Happy End... oder gibt es vielleicht doch eines am Ende???
- Benedict Jacka
Das Labyrinth von London
(278)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Willkommen in London! Wenn Sie diese Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Alex Verus, der Besitzer, verkauft hier keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam, denn diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Zum Beispiel ist Alex kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben.
Fazit
Ich lese normalerweise nicht viel Fantasy, doch Das Labyrinth von London hat mich vollkommen überrascht und begeistert. Dieser Auftakt der zwölfbändigen Urban-Fantasy-Reihe war für mich etwas gänzlich anderes: frisch, originell und voller Energie. Besonders beeindruckt haben mich die Figuren, die nicht einfach schwarz-weiß gezeichnet sind, sondern vielschichtig und lebendig wirken. Dazu kommt eine temporeiche, spannende Handlung, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Für mich war es ein außergewöhnliches Leseerlebnis, das Lust auf die Fortsetzung macht.























