Bücher mit dem Tag "flüchtlinge"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "flüchtlinge" gekennzeichnet haben.

525 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (ISBN: 9783404176908)
    Petra Hülsmann

    Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

     (371)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Annika Paulsen, Geografie und Musik Lehrerin am Werther-Gymnasium in Hamburg mochte ihr Leben an dieser Schule. Doch von heute auf morgen wurde sie zwangsversetzt an die Astrid Lindgren Schule. Dort muss sie sich mit ganz anderen Problemen als je zuvor beschäftigen. 

    Es ist nicht schwer vorauszuahnen, dass sie sich zuerst gegen die neue Situation sträubt und letztlich die Schüler ins Herz schließt. 

    Auch die Liebesgeschichte die sich während des Romans entwickelt ist zeitig voraus zusehen. 

    Nichtsdestotrotz ist es eine schöne Geschichte für zwischendurch die man gerne liest. 

  2. Cover des Buches Die Stadt der verschwundenen Kinder (ISBN: 9783453534223)
    Caragh O'Brien

    Die Stadt der verschwundenen Kinder

     (1.039)
    Aktuelle Rezension von: LenaMeli

    Ich hatte dieses Buch innerhalb drei Tagen gelesen. Der Anfang gestaltete sich Recht schwierig da ich nicht gleich reingefunden habe. Trotzdem hat es mich dann Recht schnell gepackt und ich habe dann so sehr mit Gaia und Leon mitgefiebert und Mitgefühlt. 

  3. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783630874739)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

     (195)
    Aktuelle Rezension von: wort_bildung

    Tja, eigentlich bin ich ein großer Fan klarer Worte. Würde jetzt gerne sagen, es hat mir gefallen oder es hat mir eben nicht gefallen. Aber weder kann ich eine Empfehlung aussprechen, noch kann und möchte ich sagen: Lest es nicht. Es war wirklich ein Erlebnis. Eins mit Höhen. Und eins Tiefen.

    An dieser Stelle würde ich gerne kurz den Inhalt für euch zusammenfassen. Aber nicht mal das geht so richtig. Im Grunde ist „Herkunft“ aber eine autobiografische Erzählung. Von Saša Stanišić, seinen Heimaten, seiner Fluchterfahrung, seinen Begegnungen, einem Drachen, seiner Familie und allen voran seiner Großmutter. Von Erinnerungen und dem Vergessen. Irgendwie trifft es Erzählung aber auch nicht richtig, weil nicht stringent. Vielmehr hangelt man sich von Essay zu Essay, die zusammen ein unvollständiges Ganzes ergeben. Alle sind anders, alle sind gleich. Manche gefallen, manche überhaupt nicht.

    Ihr merkt, so richtig war es das irgendwie nicht. Stanišić schreibt so besonders. Anspruchsvoll, wortgewandt und poetisch. Aber eben auch kryptisch und wirr. Teilweise konnte ich seinen Gedankengängen und Erzählsträngen einfach nicht folgen, so sehr ich es auch wollte, sodass meine Gedanken hier und da weggewandert sind. Am Ende bin ich doch okay mit dem Buch. Noch einmal lesen würde ich es aber nicht. „Herkunft“ ist Kunst, das ganz sicher. Vielleicht aber eine Kunst, die ich nicht verstehe.

  4. Cover des Buches Fanatisch (ISBN: 9783649624547)
    Patricia Schröder

    Fanatisch

     (152)
    Aktuelle Rezension von: natural_ranchgirl

    "Fanatisch" war mein erstes Buch dieser Autorin und ich war absolut begeistert.

    Die Handlung hat mich sofort gepackt und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe einen Thriller in diesem Stil noch nie gesehen, er packt einen mit Klauen und lässt nicht mehr los. Was ich besonders fand ist das ich denke das es auch in echt passieren könnte was dort mit den Mädchen geschieht.


    Eine echte Leseempfehlung von mir, wer sich auf eine überraschende Wendung freut der ist hier genau richtig.

  5. Cover des Buches Die Eishexe (ISBN: 9783471351079)
    Camilla Läckberg

    Die Eishexe

     (176)
    Aktuelle Rezension von: karin66

     

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des Covers und des Titels angesprochen.

    Von der Autorin habe ich bereits einige Bücher gelesen.

    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.

    Die einzelnen Personen sind vortrefflich ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.

    Zur Geschichte zwei Mädchen im Alter von 4 Jahren werden an ein und demselben Ort ermordet. Der Zeitabstand ist ungefähr 30 Jahre. Wie durch ein Zufall sind auch die beiden Hauptverdächtigten von dem ersten Mord wieder in der Gegend. Doch ob es Zufall ist oder nicht, wird hier nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt. 

    Meine Meinung zu dem Buch, es wurden definitiv zu viele Geschichten und Namen in ein Buch gepackt. Das ist am Anfang sehr verwirrend und hindert den Lesefluss. Es wäre sicher sinnvoller gewesen, das Buch komplexer zu machen und sich auf weniger, dafür ausgearbeiteter zu konzentrieren und so einen kontinuierlichen Spannungsbogen aufzubauen. So hat das Buch seine Längen, zum Ende hin wird es wieder richtig spannend. Doch ehrlich gesagt, sind mir 500 spannende Seiten lieber als über 700 und darunter einige sehr zähe Stellen.

    Ein Buch mit Höhen und Tiefen, das man lesen kann, aber nicht muss. Die Autorin hat mit Sicherheit bessere Werke.

  6. Cover des Buches 10 Stunden tot (ISBN: 9783550200052)
    Stefan Ahnhem

    10 Stunden tot

     (195)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Fabian Risk riskiert für seine Arbeit als Mordermittler den Zusammenhalt seiner Familie und stürzt sich verbissen in einen neuen Fall, in dem ein Mörder scheinbar zufällig und ohne bestimmtes System in der schwedischen Küstenstadt Helsingborg sein Unwesen treibt. Risk hat kaum einen Ansatzpunkt, da der Mörder seine Taten nur aus reiner Lust am Töten verübt…

    Stefan Anhem hat mit „10 Stunden tot“ einen Romanzweiteiler verfasst, der in seiner Reihe um Kommissar Fabian Risk den Band vier und fünf markieren. Man sollte sich also vor dem Lesen bewusst sein, dass der Fall am Ende nicht aufgeklärt wird und viele Fragen offenbleiben. Vorkenntnisse aus den anderen Bänden sind zwar nicht zwingend notwendig, da sich die wichtigsten Zusammenhänge schnell erschließen oder einige kleine Erklärungen mitgeliefert werden. Dennoch: Kennt man die Probleme von Fabian Risk, insbesondere in seiner zerrütteten Ehe, kann man noch mehr mitfiebern, dieser Teil der Handlung erschießt sich dann besser. Schön ist, dass sich die Charaktere hier noch einmal weiterentwickeln können und neue Herausforderungen entstehen, was die Bindung zu ihnen noch einmal verstärkt. Sie sind gut beschrieben und bringen einen individuellen Charme mit ein.

    IM eigentlichen Fall vereinen sich gleich mehrere Handlungsstränge, die Idee des Würfelmörders ist nur ein Teil davon. Es ist etwas unübersichtlich, was nun im Fokus steht, was gerade ermittelt wird, was wozu gehört. Und das stört den Lesefluss leider etwas, der Roman wirkt dadurch recht ruckelig. Und dann – auch wenn klar ist, dass das Ende offen ist – bleibt doch ein etwas ratloses Gefühl zurück. Sehr positiv anzumerken ist allerdings, dass hier eben nicht nach Schema F erzählt wird, sondern ein sehr eigenständiger und innovativer Roman entstanden ist, die sich auch von den bisherigen Romanen um den schwedischen Ermittler unterscheiden und viele neue Stimmungen mit einbringen.

    Es ruckelt an einigen Stellen, der Erzählfluss will sich nicht so recht einstellen, immer hat man das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Dennoch ist „10 Stunden tot“ von Stefan Ahnhem voller interessanter Ideen, packenden Momenten, gelungenen Wendungen und einer gehörigen Portion Grausen, da die Taten sehr brutal verübt werden. Dass die Grenze zum guten Geschmack zwar – mal wieder – gestreift, aber nie überschritten wird, ist dem Autor ebenfalls positiv anzurechnen.   

  7. Cover des Buches Am Ende bleiben die Zedern (ISBN: 9783827013026)
    Pierre Jarawan

    Am Ende bleiben die Zedern

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Janine_Napirca

    „Und am Ende? Am Ende bleiben die Zedern. Sie werden dicht beieinanderstehen und auf den Libanon herabblicken. Und vielleicht, wenn der Wind günstig steht und vom Meer heraufseht, wird man es hören. Man wird hören, wie sie einander zuflüstern, dass ich einst in ihrem Schatten saß. Und wie ich hier entlangging, um Vater zu suchen.“


    Auch in ‚Am Ende bleiben die Zedern‘ von Pierre Jarawan haben wie bereits in ‚Ein Lied für die Vermissten‘ Worte und Erzählungen einen so hohen Stellenwert und die Liebe zum Libanon - trotz seiner Imperfektion - wurde erneut sehr magisch und authentisch gezeichnet. 


    Samir lebt mit seinem Vater Brahim, seiner Mutter Rana, seiner Schwester Alina und dem Freund der Familie Hakim und dessen Tochter Yasmin in Deutschland, nachdem die Erwachsenen aus dem Libanon geflohen sind. Als Brahim eines Tages verschwindet, ist nichts mehr so idyllisch und heimelig wie es war. Samir beginnt seinen Vater auf das höchste Podest zu idealisieren und mit ihm seine Vorstellung vom Leben im Libanon, den er jedoch nie betreten hat, während seine Mutter und seine Schwester, die sich kaum noch an ihren Vater erinnern kann, versuchen ihr Leben weiter zu leben. Samirs einzige Chance, mit seinem Schicksal fertig zu werden, ist, auf den Spuren der Vergangenheit seines Vaters in den Libanon zu reisen und möglicherweise dort Antworten auf all seine Fragen zu finden.


    Ich kann mit meiner Rezension dem Roman gar nicht gerecht werden, weil man all die Schönheit, Zerrissenheit und Sehnsucht gar nicht in Worte fassen kann. Es hat mich so sehr berührt und erschüttert, Jarawans Schreibstil ist einfach einzigartig und nebenbei lernt man noch so viel über die Geschichte des Libanons, die Rivalitäten der drei großen Weltreligionen, die verantwortlich für die Spaltung der Gesellschaft sind, ohne dass man das Gefühl hat, die eine oder andere wäre „besser“ oder eher gesagt weniger schlimm, als die andere. Man könnte sich wirklich nur wünschen, dass sämtliche Politiker*innen und Fundamentalist*innen diesen Roman lesen. Vielen Dank für diese so wichtige Aufklärungsarbeit, die Pierre Jarawan auch zusätzlich zu seinen Romanen leistet.

  8. Cover des Buches Opfer 2117 (ISBN: 9783423282109)
    Jussi Adler-Olsen

    Opfer 2117

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Levus

    Auch dieser Fall des Sonderdezernat Q enttäuscht nicht. Wie gewohnt kommt keine Langeweile auf und der Roman fühlt sich insgesamt sehr realistisch an. An einigen Stellen scheint ein bisschen Kritik an den Medien durch, die sich für Klicks  und Auflage für nichts zu schade sind. Insgesamt spannend und emotional, von der ersten bis zu letzten Seite.

  9. Cover des Buches Während die Welt schlief (ISBN: 9783453356627)
    Susan Abulhawa

    Während die Welt schlief

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

    4,5 Sterne

    Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal beim Lesen eines Romans so viel gelernt habe. Der Nahost-Konflikt war für mich immer einfach nur ein Wort, weit weg von meinem Verständnis, meiner Komfortzone und meinem Interesse. Doch jetzt, nach Beenden dieses Buches, ist es ein gewaltiger Ansturm von Bildern und Gefühlen. Für mich zählt es ganz klar zu den wichtigsten Büchern, die ich je gelesen habe.
    Lieblingszitat: "Es gibt keinen Ort, an den sie fliehen kann in diesem Land, in dem sogar Schatten entwurzelt werden."

  10. Cover des Buches In eisiger Nacht (ISBN: 9783404176212)
    Tony Parsons

    In eisiger Nacht

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Paradoxon

    Ich gebe dem Kriminalroman "In eisiger Nacht" von Tony Parsons 4 von 5 Sternen.


    Zum Inhalt:

    In einem Kühllaster findet die Polizei zwölf erfroren Frauen, welche versucht wurden illegal ins Land geschleust zu werden. Doch im Führerhaus befinden sich 13 Pässe. Was ist mit der dreizehnten Person passiert? Auf der Suche tauchen die Polizisten immer tiefer in die Welt des Menschenhandels ein und starten eine Reise, die viel Opfer fordert.


    Meine Meinung:

    Der Anfang des Buches hat mich so neugierig gemacht, dass ich direkt das Buch verschlungen habe. Es ist in einem einfachen Schreibstil und kommt schnell auf den Punkt. Die Thematik (Prostitution und Menschenhandel) finde ich persönlich sehr spannend.

    Allerdings ging es mir in diesem Buch an einigen Stellen ein wenig zu schnell. Mit etwas mehr Details wäre das Werk spannender und gefühlvoller geworden und man hätte sich besser mit den Personen identifizieren können. 

    Daher gibt es einen Stern abzug.


    Ich empfehle dieses Buch allen, die nach einem einfachen und unkomplizierten Kriminalroman suchen.

  11. Cover des Buches Sommer unter schwarzen Flügeln (ISBN: 9783789142970)
    Peer Martin

    Sommer unter schwarzen Flügeln

     (132)
    Aktuelle Rezension von: book1
    WOW. Ich hatte Gänsehaut und es hat mich mega mitgenommen, das was dort im Buch steht ist pure Wahrheit. Die Menschheit heute ist unglaublich. Ich freue mich die zwei andere Bücher zu lesen. In der Schule wird das Thema in diesem Buch täglich angesprochen und umso mehr finde ich das sehr wichtig. Ich liebe kitschige Bücher und das ist auch kitschig, ich Liebs.. Aber sie sind nicht gestorben?? 
    Bei mir war nicht alles klar... Aber mein Lieblings Buch....
  12. Cover des Buches Sophia oder Der Anfang aller Geschichten (ISBN: 9783446249417)
    Rafik Schami

    Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

     (107)
    Aktuelle Rezension von: elsterpopelster

    Zwei Handlungsstränge ziehen sich durch den Roman, die durch kleine Verästelungen bis zum endgültigen Kreuzungspunkt ein feines Netz der Erzählkunst abbilden. Zum einen ist da Salman, ein junger Rebell, gezwungen zur Flucht aus seiner Heimatstadt Damaskus. Er führt in Rom mit Frau und Sohn ein glückliches Leben, doch wächst seine Sehnsucht nach den Orten der Kindheit und lässt ihn vierzig Jahre später dorthin zurück kehren. 🧳


    Wie sehr hatte er die kleinen Gassen der Stadt, die Gastfreundschaft der Syrer und seine Verwandten vermisst. In seinem Herzen war ein Teil für Damaskus reserviert, dessen Erinnerungen er im Exil sorgsam pflegte. Doch hat sich in seiner Abwesenheit viel verändert und seine Erinnerungen werden zur Fata Morgana. Sein im Ausland aufgebauter Wohlstand soll ihm in Syrien zum Verhängnis werden. Umzingelt von Spitzeln begibt er sich erneut auf die Flucht. 🌦


    Der zweite Handlungsstrang erzählt von der Liebe und bildet damit ein Gegengewicht. ⚖️


    Beim Lesen habe ich deutlich Rafik Schamis gespaltenen Gefühle zu seinem Heimatland gespürt. Aus seinen geschriebenen Worten spricht seine Liebe für die syrische Kultur, doch auch sein Zorn auf das Regime, die Überwachung und Willkür des Staates. Der Roman wird durch sie sehr lebendig und vermitteln ein Verständnis für die komplizierten Gründe, die Menschen zur Flucht treiben. Zeitlich endet das Buch noch vor dem 2011 begonnenen Bürgerkrieg. Der Roman gibt aber auch Hoffnung, denn so sehr die Gesellschaft auch unterdrückt wird, findet sie in ihrer Unterdrückung auch Zusammenhalt. Ein sehr lesenswerter Roman, den ich mit Freude endlich verschlungen habe. 💙

  13. Cover des Buches Als die Träume in den Himmel stiegen (ISBN: 9783596299706)
    Laura McVeigh

    Als die Träume in den Himmel stiegen

     (82)
    Aktuelle Rezension von: leniks

    Das Buch habe ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde gelesen. Der Titel und auch der Klappentext haben mich dazu bewogen es zu lesen. Samar und ihre Familie müssen aus ihrem sicheren Haus in Kabul fliehen, Dies erzählt sie anders als von mir erwartet. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob die Familie nun .... Toll fand ich die Fahrt mit der Transibierischen Eisenbahn. Der Schreibstil war gut, jedoch habe ich manches zweimal lesen müssen im den Sinn zu verstehen. Ich bin jedenfalls froh so etwas nicht erlebt zu haben, denn solche Geschichten gibt es sicherlich auch in echt. Das Buch umfasst 352 Seiten mit 36 Kapiteln untergliedert in 6 Teile. Die Unterteilung in die Teile habe ich nicht nachvollziehen können. Von mir bekommt das Buch drei gute Sterne.


  14. Cover des Buches Dark Destiny (ISBN: 9783839001455)
    Jennifer Benkau

    Dark Destiny

     (431)
    Aktuelle Rezension von: divergent

    Ich habe Band eins; "Dark Canopy" richtig gerne gelesen und fand die Welt,die die Autorin hier geschaffen hat wirklich sehr spannend beschrieben. Auf Band zwei war ich also echt gespannt und habe mich auch tierisch auf diesen gefreut. Leider muss ich aber sagen bzw schreiben,dass dieser Band leider etwas schwächer als der Teil zuvor war.Die Geschichte knüpft zwar direkt an die Geschehnisse der Geschichte von Teil eins an, aber ich fand die Story hier irgendwie nicht immer ganz so spannend zu lesen.Für mich hat sich die Geschichte öfters etwas gezogen.Das Ende hat mich überrascht und enttäuscht zugleich.
    Ich finde,man hätte dieses Ende (keine Sorge,ich werde es hier nicht spoilern) einfach nicht gebraucht. Es hat mir auch (wie man anderen schon) diese Dilogie etwas kaputt gemacht. Etwas ähnliches ist mir zuletzt,vor einigen Jahren,bei der Divergent aka Die Bestimmung-Trilogie auch schon wiederfahren.

  15. Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783608963915)
    John Lanchester

    Die Mauer

     (159)
    Aktuelle Rezension von: maibe_schreibt

    Durch eine Mauer schützt sich Großbritannien vor den Klimaflüchtlingen aus dem überschwemmten Rest der Welt. Auf einem Abschnitt der Mauer beginnt Joseph seinen Dienst. Geplagt von Kälte, Angst und Einsamkeit will er seine Pflicht erfülle, denn Versagen wird mit dem Tod bestraft.

    Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, habe ich das Buch verschlungen. Das Thema ist aktuell und die Umsetzung sehr interessant. Durch die Beschreibungen hatte ich teilweise das Gefühl selbst in der Dunkelheit alleine auf der Mauer zu sitzen. 


    xoxo Maibe.Schreibt

  16. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.920)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  17. Cover des Buches Tausendschön (ISBN: 9783442375813)
    Kristina Ohlsson

    Tausendschön

     (146)
    Aktuelle Rezension von: glueckswinkel

    Der Einstieg war eher langsam. Aber zum Glück hab ich durchgezogen, denn das Buch hat mich am Ende doch überrascht.

    Es sind so viele Fäden, die augenscheinlich zusammenhängen. Es geht um Flüchtlingsschmuggel, um eine Kirchengemeinde, Nazis und zerrüttete Familien.

    Aber all diese Dinge fließen so gleichmäßig an das Buch, gekonnt und nicht zu aufgesetzt.

    Das Buch ist aus verschiedenen Ansichten geschrieben, wobei einige Passagen natürlich wieder spannender gehalten werden als andere.

    Wie genau die Fäden zusammenhängen und wer hier wirklich wen täuscht, war am Ende wirklich sehr verblüffend. Diese ganze geplante Rache, diese ganze Wut, die in einer einzigen Person steckt, war sehr bedrückend.

  18. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Fingerhut (ISBN: 9783446250550)
    Michael Köhlmeier

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Greedyreader
    Michael Köhlmeiers Roman „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ erinnert vom Titel her an Andersens berühmtes Märchen, ist aber keins. Der Roman erzählt von einem 6jährigen Mädchen, das sich Yiza nennt, aber seine Identität nicht wirklich kennt. Das Kind ist offensichtlich unbegleitet in einer namenlosen Stadt in einem europäischen Land angekommen und wird von einem „Onkel“ betreut, der nicht wirklich sein Onkel ist. Er bringt Yiza mit genauen Verhaltensmaßregeln täglich auf einen Markt, wo sie stumm sitzen und lediglich laut und anhaltend kreischen soll, wenn jemand das Wort Polizei ausspricht. Irgendwann kommt der Onkel nicht mehr wieder, und das Mädchen ist auf sich allein gestellt. Yiza versteht die Menschen nicht und hat bisher lediglich überlebt, weil sie niedlich aussieht und die Passanten und Geschäftsleute ihr gern helfen. Eines Tages wird sie in ein Heim gebracht, wo sie zwei Jungen in derselben Situation kennenlernt: Arian und den 14jährigen Schamhan, der die Sprache des Mädchens versteht und für Arian dolmetscht. Die drei bilden zeitweise eine Kleinfamilie, geben einander Schutz und Wärme, bis sie nach einem Einbruch gefasst werden. Arian und Yiza können entkommen und in einem eiskalten leer stehenden Gewächshaus kurze Zeit überleben. Dann erkrankt Yiza schwer. Die Besitzerin des Grundstücks pflegt sie im Haus gesund, sperrt das Mädchen jedoch ein und will es für sich behalten. Bei Arians Versuch, seine Gefährtin zu befreien, kommt es zur Katastrophe.
    Köhlmeier erzählt in nüchterner Sprache ohne jede Sentimentalität von einem Schicksal, wie es heutzutage überall in Europa vorkommen kann. Obwohl der Autor es nicht darauf anlegt, empfindet der Leser angesichts der ungeheuren Härte einer solchen Kampfes um das nackte Überleben Empathie und kommt ins Grübeln. Ein Einzelschicksal ist allemal beeindruckender als Zahlen und Statistiken. Köhlmeiers Roman ist keine herzerwärmende schöne Geschichte, sondern ein wichtiges und gut geschriebenes Buch.        
  19. Cover des Buches Unter der Drachenwand (ISBN: 9783446258129)
    Arno Geiger

    Unter der Drachenwand

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Es ist Dezember 1943. Der Soldat Veit Kolbe kommt nach einer mittelschweren Verletzung, die er sich in Russland zugezogen hat, nach Hause nach Wien zu seinen Eltern. Lange hält er es aber dort nicht aus und übersiedelt nach Mondsee, an dem namensgleichen See und unter der Drachenwand gelegen, wo sein Onkel Johann die Gendarmerie leitet. In einem Zimmer über einem Schweinestall wohnt Veit und neben ihm eine Reichsdeutsche, Margot aus Darmstadt. Sie hat ein kleines Mädchen und ihr Mann Ludwig ist an der Front. Die Umstände wollen es, dass sich beide näher kennenlernen und verlieben. Die Monate vergehen, die Verletzung verheilt und Veit muss zur ärztlichen Nachuntersuchung. Er fürchtet sich davor und versucht alles, um seinen Krankenstand zu verlängern, was anfangs auch gelingt. Doch es ist die Zeit in der an der Front jeder Mann und jeder Bub gebraucht wird und alles als kriegstauglich erklärt wird, was auf zwei Beinen laufen kann. Nach einem Jahr, im Dezember 1944, muss er einrücken und an die Ostfront zurück, die nicht mehr auf russischem Boden ist.

    Gleichzeitig erzählt der Roman die Geschichte von Margots Mutter in Darmstadt. In Briefen, die die Mutter ihrer Tochter schreibt, werden die Geschehnisse in Darmstadt und das dortige Leben, besonders nach der Bombardierung, anschaulich erzählt. Es gibt von Oskar Meyer zu berichten, einem Juden aus Wien mit seiner Frau Wally und seinen beiden Söhnen. Und dann es gibt noch über Nanni und Kurti, den Brasilianer und seiner Schwester zu erzählen.

    Zu schreiben, dass es ein schönes Buch ist, lässt der Inhalt nicht zu. In ruhiger und klarer Sprache erzählt Geiger durch seine Romanfiguren das Leben während des 5. Kriegsjahres in Wien, in Mondsee, in Darmstadt und in Budapest. Er schreibt über die psychischen Verfassungen der Menschen und über deren familiäre Beziehungen, er lässt Kriegsbefürworter und -gegner zu Wort kommen, berichtet über die Hoffnung auf baldiges Kriegsende und die Angst, nicht zu den Siegern zu gehören. Man kann sich hineinfühlen in das Elend, in die Verzweiflung, in die Schlechtigkeit der Menschen und das rare Gute. Das Buch wirkt auf mich zu Ende hin sehr bedrückend. Manches erinnert mich an die spärlichen Kriegserzählungen meines Stiefvaters, der 1914 geboren wurde und während des 2. Weltkrieges zuerst den Westfeldzug und dann den Ostfeldzug Richtung Leningrad mitgemacht hatte. Es ist das 1. Buch über den 2. Weltkrieg aus österreichischer Perspektive erzählt, das ich lese. 

  20. Cover des Buches Widerfahrnis (ISBN: 9783627002282)
    Bodo Kirchhoff

    Widerfahrnis

     (92)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Reither hat sich auf seinen Altersruhesitz im Weißbachtal zurückgezogen. Seinen Verlag hat er verkauft, weil er feststellte, „dass es allmählich mehr Schreibende als Lesende gab“ (Seite 10). Noch hat er sich alte Gewohnheiten erhalten: er liebt nach wie vor Bücher, überlegt bei jedem Satz, ob er druckreif ist und spricht dem Rotwein zu. Als er ein Büchlein aus der hauseigenen Bibliothek mitnimmt, wird er von Leonie Palm, der Leiterin des Lesekreises, beobachtet. Da sie es geschrieben hat, wüsste sie gerne sein Urteil. Deshalb besucht sie ihn abends, um für den nächsten Tag einen Termin zu vereinbaren. Doch es kommt anders als gedacht. Zwischen den beiden entwickelt sich ein Gespräch, das sie noch in der Nacht zu einem Ausflug an den Achensee aufbrechen lässt. Der erhoffte Sonnenaufgang ist noch weit und zum Warten darauf ist es zu kalt, also geht die Fahrt weiter. Die beiden kommen sich zögernd näher und das späte Glück scheint zum Greifen nah zu sein.

    Ich habe die beiden gerne auf ihrer Reise über den Brenner und durch Italien begleitet. Ich spürte richtig, wie es nach und nach wärmer wurde und die kalten Tage im Gebirge in den Hintergrund rückten. Die im Alter der Protagonisten ungewohnte Spontanität lud mich zum Träumen ein. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches häuften sich die Überraschungen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

    Fazit: Kirchhoff ist ein begnadeter Erzähler.

  21. Cover des Buches Sternenschimmer (ISBN: 9783522502788)
    Kim Winter

    Sternenschimmer

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Ruby-Celtic

    Ein Buch, dass mich in meinen jüngeren Jahren bestimmt unglaublich begeistert hätte. Noch jetzt hat es mir durchaus Freude bereitet in die Geschichte einzutauchen, diese zu genießen und die Idee und die Umsetzung zu verfolgen.

    Erzählt wird die Geschichte aus Sichtweise von Mia, welche ein schönes und ruhiges Leben lebt. Sie hat ihre Mutter, ihre Freunde und ein geregeltes Leben. Ihr Charakter ist sehr wandelbar, was auch mit an ihrem Alter liegt. Mit 17 Jahren ist sie noch sehr jung, hat noch Flausen im Kopf, möchte die Welt retten und übersieht dass das manchmal mehr Arbeit ist als man glaubt ;)

    Iason ist ihr Gegenpart und schon wesentlich weiter und erfahrener, was leider auch an seiner Vergangenheit liegt und daran was er und seine Schwester durchmachen mussten. Er ist sorgsam, vorsichtig und wägt immer wieder ab wie er vorzugehen hat. Ein Kopfdenker, welcher nur nach und nach auch sein Herz mit einbindet.

    Insgesamt ist die Story nicht ganz neu, hat aber dennoch interessante und neue Richtungen. Dennoch hat mir persönlich etwas mehr Information zum Planeten Loduun gefehlt, aber es kann natürlich gut sein, dass dies im zweiten Band höhere Priorität hat.

    Die Umsetzung der Geschichte ist einfach, aber dennoch gefühlvoll und mitreisend aufgebaut. Gerade für die jüngeren Leser ein perfektes Buch um sich wiederzuerkennen und sich fallen lassen zu können. Mir waren manche Situationen etwas zu irritierend und vorhersehbar, aber ich denke dass das eher am Alter und den schon gelesenen Büchern liegt.

    Im Großen und Ganzen ein tolles Buch, welches zum Träumen verleitet und dafür sorgt dass man sich fallen lassen kann.

    Mein Gesamtfazit:

    Mit „Sternenschimmer“ hat Kim Winter einen schönen, gefühlvollen und jugendlichen Auftaktband geschaffen, der verzaubert und ans Herz geht. Die Charaktere sind insgesamt ganz schön gezeichnet, auch wenn sie mir manches Mal zu sprunghaft erschienen wobei dies wieder zum Alter gepasst hat. Ich denke, dass diese Reihe vor allem für junge Leser genau das richtige ist.

  22. Cover des Buches Nebelkind (ISBN: 9783734100697)
    Emelie Schepp

    Nebelkind

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Kalinka_Maier

    Die Hauptfigur der Staatsanwältin finde ich spannend. Die Erzählung ist teilweise mit Rückblenden erzählt und fesselnd. Freue mich schon auf den nächsten Band.

  23. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

     (76)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Dieser zweiter Teil der Nordlicht Reihe von Anette Hinrichs hat mir sehr gut gefallen. Bei der Mordermittlung wurde das altbewährte Einsatzteam der Sonderermittlung Paborg wieder eingesetzt. Rasmus entwickelt sich als Charakter weiter und lernt mit seinen Verlust besser umzugehen. Vibeke hingegen wird im aktuellen Fall oft in ihre Kindheit zurück versetzt, was sie viel Kraft kostet. Langsam verstehen sich die sehr unterschiedlichen Ermittler Boisen und Nyborg besser. Haben ja beide eine schlimme Zeit zu verarbeiten. Trotzdem lässt ihre Aufmerksamkeit im laufenden Fall nicht nach. Um so tiefer sie in die Vergangenheit tauchen, um so spannender wurde es. Das hat mir gut gefallen. Das aufgedeckte Verbrechen in der Vergangenheit hat mich sehr aufgewühlt und betroffen gemacht. 

  24. Cover des Buches Salz für die See (ISBN: 9783551560230)
    Ruta Sepetys

    Salz für die See

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico
    Januar 1945, die letzten Kriegstage brechen an, als sich die Wege von vier Jugendlichen mit völlig unterschiedlichen Wurzeln und Hintergründen kreuzen.
    Gemeinsam machen sie sich auf nach Westen auf der Flucht vor der Roten Armee.

    "Salz für die See" ist ein Einzelband von Ruta Sepetys, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Joana Vilkas, Florian Beck, Emilia Sto żek und Alfred Frick erzählt wird.

    Florian ist Preuße, der auf einer geheimen Mission unterwegs ist. Er ist schweigsam und gebildet, zeigt aber auch eine Lässigkeit, die man in den letzten Kriegstagen selten sieht. Er will nach Westen, um dort nach seiner Schwester Anni zu suchen.
    Joana ist einundzwanzig und hat ihr Heimatland Litauen vor vier Jahren verlassen. Sie hat Glück, dass sie deutsche Vorfahren hat, denn so darf sie legal nach Deutschland reisen. Sie ist eine hingebungsvolle Krankenschwester, der das Wohl ihrer Mitmenschen sehr am Herzen liegt.
    Die fünfzehn Jahre alte Polin Emilia wird von Florian aus einer schlimmen Situation gerettet und ist ihm danach völlig ergeben, eine Verbindung, die ich sehr spannend fand! Wie sie alle, musste auch Emilia in Kriegszeiten Schreckliches erleiden und doch hat die ihren Mut nicht verloren. Sie ist eine richtige Kämpferin!
    Alfred ist siebzehn Jahre alt und Matrose in Gotenhafen. In Gedanken schreibt er heldenhafte Briefe an seine Jugendliebe Hannelore, doch die Realität ist eine ganz andere. 
    Während ich Florian, Joana und Emilia sehr mochte, kam ich mit Alfreds Art überhaupt nicht klar. Er ist sehr egoistisch und fanatisch, dem Reich und Hitler absolut zugetan. Er ist kein Sympathieträger, aber auch seine Sicht hat einen interessanten Einblick in die Geschehnisse gegeben!

    Die vier Protagonisten haben mir insgesamt richtig gut gefallen! Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten und haben völlig verschiedene Wurzeln und doch kreuzen sich ihre Wege und sie helfen sich gegenseitig. Besonders ihre Geschichten fand ich sehr spannend, denn der Krieg hat sie nicht verschont und ihre Familien auseinandergerissen. 
    Es gibt auch eine zarte Liebesgeschichte, die sich nicht in den Fokus gedrängt hat und die mit sehr gut gefallen hat! Ein kleines Licht in diesen dunklen Tagen!

    Dank der kurzen Kapitel, die oft nur ein bis zwei Seiten lang waren, ließ sich das Buch sehr gut lesen! Allerdings fand ich es anfangs doch etwas schwierig eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, da die Perspektive zu schnell und zu oft gewechselt hat. 

    So gut sich das Buch auch lesen ließ, die Handlug war keine leichte Kost. 
    Die letzten Kriegstage im Jahr 1945 zeigen Menschen, die alles verloren und nur noch wenig Hoffnung haben. Eine Hoffnung ist, dass sie mit einem Schiff über die Ostsee nach Deutschland fliehen können, doch für viele Menschen endet diese Hoffnung im eiskalten Meer. Ruta Septeys beschönigt nichts, sondern zeigt sehr realistisch, wie schlimm die Situation der Menschen damals war.
    Ich war vom Zweiten Weltkrieg schon immer fasziniert und habe viele Fakten förmlich inhaliert. Vom Untergang der Wilhelm Gustloff hatte ich trotzdem noch nie etwas gehört. Dabei ist es eine der größten Katastrophen der Seefahrt, von der bis heute nur wenige wissen! Allein das zeigt schon, wie wichtig "Salz für die See" ist. Man muss sich erinnern, um zu verhindern, dass solche Gräueltaten noch einmal passieren!
    Ruta Sepetys mischt gut recherchierte Fakten mit vielfältigen Charakteren und lässt auch noch andere sehr spannende historische Tatsachen einfließen, eine sehr gelungene Mischung! 

    Fazit:
    "Salz für die See" von Ruta Sepetys ist ein sehr wichtiges Buch, das über den Untergang der Wilhelm Gustloff erzählt.
    Mir haben die vielfältigen Charaktere mit ihren völlig unterschiedlichen Wurzeln richtig gut gefallen, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte, eine richtige Bindung zu ihnen aufzubauen, was auch an den sehr kurzen Kapiteln lag.
    Ruta Sepetys hat für ihren Roman sehr gut recherchiert und erzählt eine spannende Geschichte, die mich wirklich mitreißen konnte!
    Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!

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