Bücher mit dem Tag "flugzeugabsturz"
106 Bücher
- Sebastian Fitzek
Flugangst 7A
(1.427)Aktuelle Rezension von: nathis_nerdweltWas ist schlimmer als einen Langstreckenflug mit Flugangst zu überstehen? Richtig, im Flugzeug mit Flugangst zu kämpfen, während ein Unbekannter anruft, der deine schwangere Tochter entführt hat und dir sagt, daß ein ehemaliger Patient an Bord ist und du diesen dazu bringen sollst, das Flugzeug abstürzen zu lassen.
Mit Mats Krüger, einem erfolgreichen Psychologen möchte ich echt nicht tauschen. In diesem Psychothriller spielt Fitzek mit den menschlichen Urängsten und führt uns in den Abgrund der menschlichen Psyche. Besonders gelungen ist die drückende Atmosphäre. Die Hilflosigkeit von Mats wurde echt gut rüber gebracht.
Die Handlung beginnt spannend und man hat sofort mit Mats mitgefiebert. Einige Wendungen konnten mich überraschen, andere fand ich teilweise etwas zu weit her geholt. Das Ende ist Geschmackssache, mir persönlich hat es leider nicht ganz so zugesagt, obwohl es ziemlich emotional wurde.
Fazit: Alles in allem ein gelungener Psychothriller, der zwar seine kleinen Schwächen hatte, mich aber trotzdem gut unterhalten konnte.
- Julie Clark
Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.
(524)Aktuelle Rezension von: SatzSeiteBuchClaire führt nach außen ein perfektes Leben: Sie ist mit einem einflussreichen, reichen Politiker verheiratet und hat scheinbar alles, was man sich wünschen kann. Doch in Wahrheit ist Ihr Mann gewalttätig und kontrolliert jeden Bereich ihres Lebens. Claire will ihn verlassen, doch ihr sorgfältig geplanter Fluchtversuch scheitert im letzten Moment.
Am Flughafen begegnet sie Eva, einer fremden Frau, die ebenfalls vor ihrem Leben fliehen möchte. Kurzentschlossen tauschen die beiden ihre Flugtickets und damit ihre Identitäten. Claire fliegt nach Kalifornien, Eva übernimmt ihren Flug nach Puerto Rico. Doch dann stürzt das Flugzeug nach Puerto Rico mit Eva an Bord ab, Claire gilt offiziell als tot. Damit scheint für Claire ihr neues Leben beginnen zu können. Doch als sie in Evas Haus ankommt, merkt sie schnell, dass die Frau, deren Identität sie angenommen hat, ein dunkles Geheimnis hatte.
„Der Tausch“ ist ein psychologisch spannender Thriller, der vor allem durch seinen cleveren Aufbau überzeugt. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt: Während wir Claire in der Gegenwart begleiten und verfolgen, wie sie immer tiefer in Evas Leben eintaucht, erfahren wir auf der zweiten Zeitebene Stück für Stück, was Eva bis zum Tag des Tausches erlebt hat und warum auch sie ihr bisheriges Leben hinter sich lassen möchte. Nach und nach setzen sich so die einzelnen Puzzleteile zusammen.
Ich habe mit Claire mitgefiebert und so sehr gehofft, dass ihr die Flucht gelingt. Gleichzeitig fand ich auch Evas Geschichte berührend. Das Ende fand ich gut und stimmig und vor allem realistisch.
Mein Fazit: Ein spannender und unvorhersehbarer Pageturner für alle, die psychologische Spannung lieber mögen als blutige Morde. Absolute Leseempfehlung! - Nina George
Die Passantin
(614)Aktuelle Rezension von: MirarimMEINUNG
Selten formuliere ich mein Missfallen so deutlich, aber hier hat mir der Schreibstil wirklich gar nicht gefallen. Es mag ein literarischer Stil sein, ich bin aber gar nicht damit klar gekommen. Unendlich verschachtelte Sätze, die nicht mehr aufgehört und noch schier in den Wahnsinn getrieben haben.
Das Buch ist in drei Teile unterteilt, die alle unterschiedliche Erzählstimmen haben. Ich persönlich fand Teil 1 (erzählt von Jeanne Patou) am schlimmsten. Danach war es etwas flüssiger zu lesen.
Vom Thema her war es natürlich eine schreckliche und auch Geschichte. Ich mochte das Haus der Frauen, was im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Ich fand es spannend deren Geschichten zu lesen. Ich fand es auch sehr interessant was Jeanne Patou zwischen 2015 und 2019 widerfahren ist bzw was sie ganz grundsätzlich tut.
Ich mochte auch, dass die Geschichten anderer Frauen in das Buch gefunden haben und damit ein Zusammenhalt geschaffen wurde. Ich mochte das drastische aufzeigen des Zuhörens.
Aber ich mochte nicht, dass vor allem am Anfang vieles ständig wiederholt wurde. Ich mochte nicht, dass ständig ein Bezug zum Sex gesucht wurde. (Auch wenn die Gewalt darin natürlich Thema war!) Ich mochte nicht, das Gefühl zu haben, die Hälfte vom Buch nicht kapiert zu haben und das alles einhergehend mit der Aneinanderreihung von Worten.
Für mich war es leider nichts. Ich hatte mir mehr erhofft - aber vielleicht findet jemand anderer ja mehr Gefallen daran, die Bewertungen sprechen dafür.
KLAPPENTEXT
Die gefeierte Filmikone Jeanne Patou erfährt aus dem Fernsehen, dass sie für tot gehalten wird. Für Jeanne ist es die Chance, unterzutauchen und so ihrem Ehemann zu entkommen, der gleichzeitig ihre größte Obsession und ihre fatalste Leidenschaft ist. Sie verschwindet in die Anonymität – und in einen Kosmos der untergetauchten Frauen, mit denen sie ein altes Haus in Barcelona bewohnt. Während sie ihre Schicksale kennenlernt, wird ihr auch ihr eigenes immer deutlicher.
Viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, eine Passantin unter vielen, als sie plötzlich ihrem Mann begegnet. Ihr ist klar: Sie muss sich stellen – ihrem Mann, aber vor allem sich selbst.
- William Golding
Herr der Fliegen
(914)Aktuelle Rezension von: Hilda_JannsenNach einem Flugzeugabsturz findet sich eine Gruppe von Jungen, zwölfjährig und jünger, auf einer Insel wieder, kein Erwachsener hat den Absturz überlebt. Sehr schnell vergeht der Spaß am Abenteuer, noch schneller ergibt sich die Notwendigkeit, einen Anführer zu wählen und Bündnisse zu schmieden. Die neue Ordnung hat nicht lange Bestand, als sich die Freude an der reinen Macht durchsetzt. Es gibt Tote.
Der Romanklassiker legt den Finger in die Wunde jeder guten Gesellschaftsordnung, die nur so stark sein kann wie ihre Mitglieder, die integer und zahlreich genug sind, sich von der Freude an der Macht nicht verführen zu lassen. Und diese Stärke ist nicht angeboren, sondern muss erlernt werden, am besten in einer Umgebung mit guten Vorbildern.
Eindrucksvoll finde ich, dass selbst die Guten in der Geschichte nicht hundertprozentig gut (Ralph und Piggy) oder zu schwach (Simon, Sam und Eric) sind, was der Realität näherkommt, als wenn es einen echten Helden gegeben hätte. Der Verfall der Ordnung tritt nahezu sofort ein und ist auch nicht aufzuhalten, aber genau das kann man von Kindern (die weder unschuldig noch rein sind) letztlich auch nicht erwarten.
- Michel Bussi
Das Mädchen mit den blauen Augen
(209)Aktuelle Rezension von: Nala73Ein Flugzeugabsturz – nur ein namenloses Baby überlebt 1980. In der Vorweihnachtsnacht kommt es im verschneiten Jura zu einem tragischen Unfall: Ein Flugzeugabsturz, den allein ein kleines Baby überlebt. Doch auf der Passagierliste sind zwei Säuglinge vermerkt, beide Mädchen, beide drei Monate alt. Welches der Babys wurde gerettet? Zu einer Zeit, in der es noch keine DNA-Tests gibt, ist dies kaum mit Sicherheit nachzuweisen. In einem aufwühlenden Sorgerechtsprozess, den die Großeltern beider Familien führen, fällt trotz letzter Zweifel schließlich ein Urteil: Emilie Vitral hat überlebt, nicht Lyse-Rose de Carville. Achtzehn Jahre später entdeckt ein Privatdetektiv den Schlüssel zur Wahrheit, kurz darauf wird er tot aufgefunden. Zuvor aber hat er Emilie seine Aufzeichnungen zukommen lassen, die das Leben der jungen Frau von Grund auf verändern.
- Hervé Le Tellier
Die Anomalie
(257)Aktuelle Rezension von: wortmelodieAls ich den Klappentext von "Die Anomalie" gelesen habe, habe ich ehrlich gesagt etwas völlig anderes erwartet als das, was mich am Ende zwischen diesen Buchdeckeln erwartet hat. Statt eines reinen Spannungsromans bekam ich eine überraschend philosophische Geschichte serviert, die sich mit Fragen beschäftigt, über die man auch nach dem Zuklappen des Buchs noch eine Weile nachdenkt. Leider hat mich die Umsetzung dabei nicht immer vollständig überzeugen können.
Besonders schwer hatte ich es mit den vielen Figuren. Zwar bringt Hervé Le Tellier eine ganze Reihe interessanter Charaktere auf die Bühne und stattet sie mit ausführlichen Hintergrundgeschichten aus, doch genau das wurde für mich irgendwann auch zum Problem. Immer wieder musste ich mich neu orientieren und überlegen, aus wessen Perspektive die Geschichte gerade erzählt wird. Dadurch fiel es mir schwer, eine echte Bindung zu den Figuren aufzubauen oder mit ihnen mitzufiebern. Die einzelnen Charaktere wirkten zwar vielschichtig, blieben für mich emotional aber oft auf Distanz.
Auch die Handlung hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Es gibt einige spannende Passagen und die zentrale Idee fand ich ausgesprochen faszinierend. Vor allem die philosophischen Überlegungen rund um die Theorie, dass wir möglicherweise in einer Simulation leben, hätten für meinen Geschmack sogar noch deutlich mehr Raum einnehmen dürfen. Gleichzeitig hatte ich jedoch häufig das Gefühl, dass wichtige Zusammenhänge fehlen oder nur angedeutet werden. Hinzu kommen größere Zeitsprünge, bei denen teilweise genau die Ereignisse ausgelassen werden, über die ich eigentlich gerne mehr erfahren hätte. Einige Szenen waren zudem überraschend brutal oder eklig beschrieben, was mich stellenweise etwas überrumpelt hat. Und das Ende? Das habe ich leider nicht vollständig verstanden, sodass bei mir nach dem Lesen eher Verwirrung als Zufriedenheit zurückblieb.
Der Schreibstil war ebenfalls nicht ganz einfach. Le Tellier arbeitet häufig mit langen Schachtelsätzen und verwendet viele Fremdwörter. Zwar ließ sich deren Bedeutung meist aus dem Kontext erschließen, dennoch hat das meinen Lesefluss immer wieder etwas gebremst. Gleichzeitig passt diese anspruchsvolle Sprache natürlich auch zu den philosophischen Fragestellungen des Romans.
Insgesamt ist "Die Anomalie" ein Buch mit einer originellen Grundidee und interessanten Denkanstößen, das mich aber in der Umsetzung nicht vollständig abholen konnte. Wer Freude an philosophischen Fragestellungen, ungewöhnlichen Erzählstrukturen und literarischen Romanen hat, könnte hier deutlich mehr Begeisterung entwickeln als ich. Für mich war es ein interessantes Leseerlebnis mit einigen spannenden Momenten, aber auch mit vielen Fragezeichen. - Kathy Reichs
Durch Mark und Bein
(392)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Über Swain County, North Carolina, ist Flug 228 der TransSouth Air abgestürzt und Tempe Brennan wird mit der Identifikation der Opfer betraut. In der Nähe des Unglücksorts bringt sie ein grausiger Fund auf die Fährte eines schrecklichen Verbrechens ...
Fazit
Den Einstieg empfand ich als holprig, schwerfällig und zäh, die Handlung kam nur langsam in Fahrt. Einmal in Gang, nimmt die Handlung ordentlich Fahrt auf und es wird doch sehr spannend und temporeich.
- Alex Morel
Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt
(464)Aktuelle Rezension von: FantasticfoxDas Cover ist einfach traumhaft und der Klappentext hat ich direkt berührt und zum Nachdenken angeregt.
So habe ich auch direkt mit dem Lesen angefangen und wurde von einem wunderbar emotionalen und angenehmen Schreibstil gefesselt, auch an Spannung hat es nicht gemangelt.
Dementsprechend hat es auch nicht lange gedauert, bis ich mit dem Buch durch war. Ich wollte es nicht aus der Hand legen und gleichzeitig nicht, dass es zu Ende geht.
Sehr tolles Buch.
- Penny Vincenzi
Die Stunde des Schicksals
(29)Aktuelle Rezension von: elycalxaDer letzte Teil der Lytton-Saga.
Auch der dritte Teil der Lytton-Saga ist wieder sehr gut geschrieben. Ein Buch voller Liebe, Hoffnung und Intrige.
Zum Mitte des Buch fängt es an sich sehr zu ziehen, auch das Ende geht mir etwas zu schnell.
Von den Personen und Handlungen ist es teilweiße zu viel. Es sind nur kurze Passagen der einzelnen Personen, so dass ich zeitweiße Schwierigkeiten hatte alle auseinander zu halten und mitzukommen. Gerade weil auch sehr viele Handlungen passiert sind. - Rye Curtis
Cloris
(63)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt📌 "Ich weiss noch genau, dass ich weinen wollte, es aber nicht tat. Wahrscheinlich sind manche Dinge einfach zu traurig, als dass unsere Tränen ihnen gerecht würden." (S. 54)
Cloris, also.
Noch nie zuvor gesehen oder etwas darüber gehört oder gelesen.
Ist ja doch eher selten.
Zum Inhalt:
Cloris, 72 Jahre alt, überlebt als Einzige einen Flugzeugabsturz.
Sie bannt sich ihren Weg durch die Wildnis, auf der Suche nach Zivilisation.
Heimliche Hilfe erfährt sie hierbei durch einen maskierten Unbekannten.
Gleichzeitig hat Rangerin Lewis mit der Suche nach Cloris begonnen, stets einen randvoll gefüllten Thermobecher Merlot am Start.
Abwechselnd liest man hier von der Vermissten und dem Suchtrupp.
Besser gefallen hat mir definitiv der Teil um Cloris.
Rangerin Lewis war mir gänzlich unsympathisch, wenn ich auch die Merloteskapaden ganz amüsant fand.
Überleben in der Wildnis ist das Thema, welches hier eher als eine Art Komödie umgesetzt wird, gleichzeitig ist es aber auch irgendwie eine Art von Liebesgeschichte, denn man liest viel von Cloris' Beziehung zu Mr Waldrip.
Der Humor ist meiner Ansicht nach schon sehr speziell und sicher nicht jedermanns Sache.
Mir hat es ganz gut gefallen.
- Rebecca Yarros
In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen
(117)Aktuelle Rezension von: LadyFantasy28Rebecca Yarros schafft es immer wieder mich mit ihrer Art zu schreiben absolut zu verzaubern und alles fühlen zu lassen. Egal ob Fantasy oder Romance. Ihr Schreibstil ist unvergleichlich und ihre Worte berühren, die Geschichte hallt noch lange in meinen Gedanken nacht. Nate ist eine absolute Greenflag und Bookboymaterial vom feinsten
Die Geschichte ist feinfühlig, aufwühlen, tief romantisch uns spannend bis zur allerletzten Seite. Sie lässt ihre Charaktere gerne leiden und ihr Weg ist nie einfach.
Nate und Isabeau lernen sich bei einem Flugzeugabsturz kennen. Sie sind wie zwei Magnete und das Schicksal reisst sie immer wieder auseinander und wieder zusammen. Nie scheint der Richtige Zeitpunkt zu sein. Bis sie sich in Afganistan während des Kriegs wieder begegnen und ihre leidgeplagten Seelen ihren ganz eigenen Kampf führen.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und ich weiss schon jetzt das diese Zwei und ihre Geschichte mich noch lange in meinem Herzen begleiten werden
- Nadine Stenglein
Fantasy-Saga / Aurora Sea
(93)Aktuelle Rezension von: MatthissDas Setting mit Sylt und dem mysteriösen Verschwinden der Eltern sehr neugierig gemacht hat. Die Ausgangsidee funktioniert gut: Sea-Geheimnisse, SMS eines Fremden, Meereswesen und hat mich sofort eingefangen.
Die Protagonistin Emma ist sympathisch: Nach dem Verlust ihrer Eltern lebt sie bei ihrer Tante und trägt diesen Schatten mit sich. Ihre Zweifel und Ängste bekommt man gut mit. Dabei gefällt mir, dass nicht alles glattläuft und sie nicht einfach sofort alle Antworten hat. Das macht sie authentisch.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig. Die kurzen Kapitel haben dafür gesorgt, dass ich oft weitergelesen habe („nur noch ein Kapitel“) und ich hatte tatsächlich Szenen vor Augen, etwa die Beschreibung der Insel, der See, der SMS-Nachricht vom Fremden. Die Fantasieelemente Meerwesen, Geheimnisse finde ich spannend umgesetzt.
Was mir weniger gefallen hat: Der Spannungsaufbau wirkt an manchen Stellen etwas zu vorhersehbar. Ich hatte relativ früh eine Ahnung, wohin sich die Geschichte entwickelt. Und gegen Ende ging mir alles dann doch ein bisschen zu schnell: Viele Ereignisse und Wendungen auf engem Raum.
Das Buch ist insgesamt eine gute Wahl für alle, die gerne eine Mischung aus Fantastik und Meer-Mystik lesen wollen. Für mich war es unterhaltsam und stimmungsvoll.
Empfehlenswert, wenn man Fantasie mag und sich auf eine märchenhafte Stimmung einlassen möchte
- Cay Rademacher
Brennender Midi
(118)Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee... wobei das eins der besseren Bücher war... Erst fand ich es stinkelangweilig, aber dann gings. Und irgendwas fesselte mich und so kam ich dann doch noch zum Ende. Ich glaub, ich hab ne ganze Woche benötigt, um das Buch zu lesen.
Echt schade, dabei gefiel mir der Provenceflair, die Ermittler und der Fall war eigentlich auch interessant. Aber interessant ist was anderes wie spannend. Und Highlights hatte ich - persönlich - leider keins.
Aber wer Krimis aus der Provence mag, mit schönem Umfeld, der ist hier eigentlich gut aufgehoben.
Nur halt der Krimi war nicht plausibel oder spannend. Schade eigentlich.
Immerhin kann der Autor schreiben, er hat mich ans Buch gefesselt, bis es ausgelesen war. ;-) Ja doch, kann man so sagen... :-) Vielleicht sollte er Geschichten aus der Provence schreiben, mit dem Flair und tollen Charakteren? Schreiben kann er jedenfalls. Nur wars nicht so meins.
- Noa C. Walker
Der Duft von Nelken
(43)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Ein Mitarbeiter der europäischen Flugsicherungsagentur Eurocontrol aus Maastricht hat bei uns angerufen. Eines unserer beiden Firmenflugzeuge sei laut eingereichten Flugplan überfällig. Zudem hat ein Frachter in der Keltischen See Flugzeugwrackteile gemeldet...“
Für Sandra bricht eine Welt zusammen. In dem Flugzeug war ihr Mann Oliver und ihre beidne kleinen Kinder.
Die Autorin hat einen fesselnden und berührenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist gehoben. Er lässt viel Platz für die Emotionen der Protagonisten, sorgt aber auch für den hohen Spannungsbogen.
Mittlerweile sind 7 Jahre vergangen. Sandra arbeitet als Kinderkrankenschwester. Die Gewinne aus der Fabrik ihres verstorbenen Vaters spendet sie zum großen Teil. Die Leitung des Unternehmens liegt in der Hand von Siegfried Müller, einem Freund ihres Vaters. Sandra nimmt aber an den wichtigsten Sitzungen teil.
Der wird unruhig, weil plötzlich jemand bemüht ist, Aktien des Unternehmens aufkauft.
„...Abgesehen davon ist noch nicht verloren. Wir haben es rechtzeitig bemerkt...“
Mit diesen Worten beruhigt Siegfried Sandra, die sich schuldig fühlt, weil sie früher alles Oliver überlassen hat. Es bleibt aber die Frage, wer hinter den Aufkäufen steckt. Es muss ein Insider sein, denn die Aktien wurden nie an der Börse gehandelt.
Nach Olivers Tod lag die geschäftliche Abwicklung in den Händen von Monika Scheibe. Die hat kurz darauf das Unternehmen verlassen, weil sie in London ein lukratives Angebot erhielt. Sandra setzt alles in Bewegung,um sie zu kontaktieren. Das erweist sich als schwierig. Sandra reist nach Cornwall, wo sie beim Halbbruder ihres Mannes und dessen Frau unterkommt. Doch hier häufen sich mysteriöse Ereignisse. Bald muss sie sich fragen, wem sie wirklich trauen kann.
Die Geschichte erlaubt einen tiefen Einblick in Sandras Psyche. Immer wieder gibt sie sich die Schuld am Tode ihrer Kinder. Das verfolgt sie auch in ihren Träumen. Doch nach und nach zeigt sich, dass sie trotzdem an innerer Stärke gewonnen hat. Sie versucht, sich die Geschehnisse logisch zu erklären. Und dann macht sie eine unerwartete Entdeckung...
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen.
- Miriam Covi
Herzklopfen in Wildberry Bay
(45)Aktuelle Rezension von: Selena_BooksIch war schon in Band eins dieser Trilogie in Wildberry Bay und seine Bewohner verliebt. Dabei hätte ich mir nicht vorstellen können, dass die Liebe noch inniger werden kann. Während Miriam Covi es schafft die Weiten von Wildberry Bay noch intensiver und liebevoller zu gestalten. Sind es vor allem die Geschichten der Bewohnen von Wildberry Bay, die mein Herz nach und nach immer mehr erobern.
Nun auch mit Helena und Luke. Eine Geschichte, wie eine Liebe so intensiv und innig. Ich war regelrecht gefangen in den Emotionen der beiden und habe mich so sehr in die Geschichte gewünscht. Den Wellengang auf der „Feels like home“ spüren, die Gestaltung und Renovierung des Sea Heaven zu begleiten, die Gerüche und Geschmäcker im Bayview Diner warzunehmen und Peter Pan zu streicheln, der freudig hin und her springt.
Nach Beenden dieses Buches verspüre ich wahrhaftige Sehnsucht und vor allem Heimweh nach einem Ort den ich selbst noch nie besucht habe, der sich aber so sehr nach zu Hause anfühlt.
Es ist schön zu sehen, wie sich die Beziehung von Helena und Luke nach und nach entwickelt. Dabei gibt es Höhen sowie Tiefen, was es für mich realistisch und echt macht. Beide Perspektiven erzählen zwar die selbe Geschichte und doch ist es anders. So kann ich mich völlig in dem Buch fallen lassen.
Ich bin froh, dass ich Wildberry Bay noch nicht verlassen muss und nun in den dritten und somit leider letzten Teil eintauchen darf.
- Richard Doetsch
Die dreizehnte Stunde
(125)Aktuelle Rezension von: Roxy31📖 Rezension zu Die 13. Stunde von Richard Doetsch
ISBN: 978 3404160240
Es gibt Bücher, deren Handlung einen von der ersten Seite an fesselt und dann bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Die 13. Stunde gehört für mich genau in diese Kategorie. Die Grundidee ist außergewöhnlich, die Geschichte entwickelt sich rasant und gleichzeitig schafft es Richard Doetsch, den emotionalen Kern nie aus den Augen zu verlieren.
Was mich besonders begeistert hat, war die Kombination aus Spannung, Zeitreise und den großen Fragen des Lebens. Was würden wir tun, wenn wir die Möglichkeit hätten, Fehler rückgängig zu machen? Würden wir dieselben Entscheidungen treffen oder alles verändern?
📚 Worum geht es?
Im Mittelpunkt steht Nick Quinn, dessen Leben innerhalb weniger Augenblicke vollständig aus den Fugen gerät. Seine Frau wird brutal ermordet und plötzlich erhält er eine unglaubliche Chance. Er kann in der Zeit zurückreisen und die vergangenen Stunden erneut erleben.
Mit jeder Stunde, die er zurückkehrt, versucht Nick, den Lauf der Ereignisse zu verändern und den Tod seiner Frau zu verhindern. Doch jede Veränderung hat neue Konsequenzen und schnell wird klar, dass das Schicksal sich nicht so einfach überlisten lässt.
Dadurch entwickelt sich eine Geschichte voller Spannung, überraschender Wendungen und emotionaler Entscheidungen, die bis zum Ende nicht vorhersehbar bleibt.
✍️ Schreibstil und Atmosphäre
Richard Doetsch schreibt flüssig und mit einem hohen Erzähltempo. Die Kapitel sind angenehm kurz und sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Gleichzeitig nimmt sich der Autor genug Zeit, um den Figuren Tiefe zu verleihen und ihre Beweggründe nachvollziehbar zu machen.
Besonders gefallen hat mir, dass die Spannung nicht nur durch die eigentliche Handlung entsteht, sondern auch durch den ständigen Wettlauf gegen die Zeit. Immer wieder fragt man sich, ob Nick diesmal den entscheidenden Unterschied machen kann.
Die Atmosphäre wechselt gekonnt zwischen Hoffnung, Verzweiflung und Nervenkitzel. Dadurch bleibt die Geschichte bis zum Schluss abwechslungsreich.
👥 Figuren und Entwicklung
Nick Quinn war für mich eine sehr greifbare Hauptfigur. Seine Verzweiflung, seine Hoffnung und sein unermüdlicher Wille, den Menschen zu retten, den er liebt, wirken authentisch und nachvollziehbar.
Gerade weil er Fehler macht und nicht jede Entscheidung perfekt ist, wirkt er menschlich. Man fiebert mit ihm mit und wünscht sich, dass er einen Weg findet, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.
Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Geschichte bei. Sie sind mehr als bloße Randfiguren und sorgen dafür, dass die Handlung immer neue Facetten erhält.
⏰ Spannung und Themen
Neben der spannenden Handlung beschäftigt sich das Buch mit Fragen, die wohl jeder schon einmal hatte. Wie wertvoll ist Zeit? Kann man das Schicksal wirklich verändern? Welche Folgen haben selbst die kleinsten Entscheidungen?
Besonders diese Mischung aus Thriller, Mystery und emotionalem Drama hat mir sehr gefallen. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und zeigt eindrucksvoll, dass jede Entscheidung weitreichende Konsequenzen haben kann.
📌 Stärken
Eine originelle und spannende Grundidee
Hohes Erzähltempo mit vielen Wendungen
Emotionale Tiefe trotz actionreicher Handlung
Sympathische und glaubwürdige Figuren
Eine Geschichte, die bis zum Ende überrascht
⚠️ Kleine Schwächen
An manchen Stellen muss man sich auf die Zeitreise Logik einlassen
Einige Entwicklungen wirken etwas konstruiert
Wer ausschließlich realistische Thriller liest, könnte mit der Mystery Komponente weniger anfangen
🧠 Mein Gesamteindruck
Die 13. Stunde hat mich von Anfang bis Ende bestens unterhalten. Die außergewöhnliche Idee, Zeitreisen mit einem spannenden Thriller zu verbinden, ist hervorragend umgesetzt. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte trotz aller Spannung nie ihre emotionale Seite verliert.
Ich habe mit Nick gelitten, gehofft und bis zum Schluss mitgefiebert. Genau solche Bücher liebe ich, weil sie nicht nur spannend sind, sondern einen auch zum Nachdenken bringen.
⭐ Fazit und Bewertung
5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
Die 13. Stunde ist ein außergewöhnlicher Thriller, der Spannung, Emotionen und eine faszinierende Zeitreise Idee miteinander verbindet. Richard Doetsch erzählt eine Geschichte über Liebe, Verlust und die Frage, ob man das Schicksal wirklich verändern kann. Für mich war es ein fesselndes Leseerlebnis, das mich bis zur letzten Seite begeistert hat und noch lange nachgewirkt ist.
- Nora Roberts
Erinnerung des Herzens
(55)Aktuelle Rezension von: liebesleserBei „Erinnerung des Herzens“ handelt es sich um einen älteren, aber immer wieder neu aufgelegten Roman von Nora Roberts; vielleicht könnte man sogar von einem „Klassiker“ sprechen. Zeitlos ist er nicht, denn die Achtziger, in denen man sich in Buch, Film und Serie sehr für das Leben der Superreichen, Superberühmten und Superbösen interessierte, haben dieser Geschichte ihren Stempel aufgedrückt.
Abgesehen von Kassetten, schnurlosen Telefonen und Schlagzeilen in gedruckten Magazinen ist die Erzählart auch geprägt von Staunen und Erregung angesichts des ausschweifenden Lebensstils mancher Protagonisten und des selbstverständlichen Luxus, der allgegenwärtig ist. Lesbar und spannend ist der Roman trotzdem, spannend vor allem im letzten Drittel, wenn der Gesellschaftsroman mehr und mehr zu einem Krimi wird.
Auf den dreihundert Seiten vorher „braut sich was zusammen“, man ahnt schon, dass es (abgesehen von der Lovestory) böse endet. So gut wie jeder, der in Eve Benedicts Biografie vorkommen soll, hätte Grund genug, dies verhindern zu wollen. Und fast jeder versucht es, auf seine Weise. Bis zum Mord geht nur eine Person - man fragt sich bis kurz vor Schluss, welche. Wenn man es dann weiß, erscheint es einem doch wie eine recht willkürliche Konstruktion der Autorin.
Die Elemente Liebe, Spannung und Gesellschaftsdrama vermischt Roberts nicht immer stilsicher; die Sexszenen wirken in ihrer schwülstig-schwärmerischen Art eher deplatziert (in einer Erotik-Romanze wären sie besser aufgehoben gewesen), die Spannung kommt nur schubweise, vor allem gegen Ende, und für ein Sittengemälde fehlen dann doch noch ein paar Farben. Aber wie gesagt, der Roman liest sich gut und hat seine großen Momente. Für Roberts-Fans sicherlich ordentlicher Stoff.
- Lucy Clarke
The Castaways
(65)Aktuelle Rezension von: Kerty-LLori und Erin wollten einen Urlaub auf Fidschi und bekommen Verzweiflung. Kurz vor dem Flug streiten sich die Schwestern, so dass Lori allein in den Fliegee steigt. Doch das Flugzeug Kommt nie an. Lori erwacht im Flugzeugwrack. Sie sieht, wie einige wenige die das Wrack verlassen, für andere kommt jede Hilfe zu spät. Gefangen mit Fremden, auf einer Insel mitten im Ozean ohne Leben, muss Lori darauf hoffen, dass ihre Schwester sie findet.
Für Erin beginnt eine furchtbare Suche, als sie erfährt, dass das Flugzeug ihrer Schwester abgestürzt ist. Doch wie soll sie rauchenden,wo es abgestürzt ist und welche düsteren Geheimnisse der Mitfliegenden könnte Lori beim Überleben zum Verhängnis werden.
Der Schreibstil des Buches war wieder sehr gut. Ich mag die Bücher von Lucy Clarke. Sie schaffen eine unterschwellige düstere Stimmung und halten einen bei Atem.
Die Charakter sind alle etwas undurchsichtig, was zusätzlich eine bedrohliche Stimmung auf der Insel hervorruft. Lori macht einen starken Wandel durch, der interessant zu beobachten ist.
Die Story selbst hat, wie von Lucy Clarke gewohnt, zwei Handlubgsstränge und Sichten. Einen Strang der heute spielt und einen in der Vergangenheit, während des Unglücks. Beide Stränge gemeinsam erzählen nach und nach die Story. Das Unglück wird sowohl von Erin erforscht, als auch von Lori erlebt. Am Ende Treffen sich beide Stränge und offenbaren den Ausgang. Die Story lässt einen durch Höhen und Tiefen gehen und das Geschehene wird lebendig. Ich persönlich fand andere Bücher besser. Ich fand, es gab einige Längen. Gerade auf der Insel hätte die Stimmung deutlich bedrohlicher sein können. Die Spannung hat sich erst gegen Ende eingestellt, als die Stimmung deutlich gekippt ist.
Alles in allem war es ein wirklich gutes Buch. Aber die Bedrohung und Spannung hätte deutlich besser hervor gehoben werden können. Daher habe ich mich für 3,5 Sterne entschieden.
- Juan Gabriel Vásquez
Das Geräusch der Dinge beim Fallen
(23)Aktuelle Rezension von: winniccxxDer Roman "Das Geräusch der Dinge beim Fallen" von Juan Gabriel Vásquez handelt von Antonio Yammara, einem Jura-Professor aus Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens. Er freundet sich mit Ricardo Laverde an, der allerdings eines Tages neben ihm stehend auf offener Straße erschossen wird. Dieses Erlebnis lässt Yammara nicht mehr los, und er begibt sich auf Spurensuche über seinen Freund Laverde.
Der Roman spielt zunächst hauptsächlich in den Jahren nach dem Tod Pablo Escobars, in denen in Kolumbien Chaos herrschte. Der Autor schafft es dabei, sehr schön die Lage zu beschreiben und die Charaktere einzuführen. Man kann gut mit Yammara mitfühlen, obwohl ich teilweise nicht unbedingt nachvollziehen konnte, warum er wie handelt. Besonders nach der Ermordung seines Freundes, bei der auch Yammara angeschossen wird, fühlt man mit ihm mit. Schließlich findet er eine heiße Spur und kann einiges über Laverdes früheres Leben in Erfahrung bringen. Insofern ist das Buch mehr oder weniger zweigeteilt, während der erste Teil im Jahre 1996 spielt und von der Spurensuche Yammaras handelt, erzählt der zweite Teil des Leben Laverdes vor seiner Ermordung nach. Diese deutliche Zweiteilung habe ich zwar als ein wenig ungewöhnlich Empfunden, hat dem Roman jedoch nicht geschadet.
Besonders interessant war für mich die Verflechtung mit der Geschichte Kolumbiens und dem Aufstieg der Drogenproduktion im Land, der sich kaum jemand entziehen kann. Dabei nimmt der Autor auch immer wieder Bezug auf reale Geschehnisse, wie beispielsweise das Flugunglück von Santa Ana aus dem Jahre 1938 oder Pablo Escobars Ermordung, sowie die Lebensumstände zu dieser Zeit. Diese Verflechtung von historischen Fakten und Fiktion gelingt dem Autor sehr gut.
Insgesamt war es für mich ein hervorragender Roman, den ich innerhalb von wenigen Tagen gelesen habe. Besondere Empfehlung für diejenigen, die sich auch für die geschichtlichen Umstände interessieren. Fünf Sterne!
- K. R. Winter
Regenwaldgeflüster
(84)Aktuelle Rezension von: s_maximeIch habe „Regenwaldgeflüster“ in einer Nacht durchgelesen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Das Buch hat Mich von der ersten Sekunde an gefesselt und in seinen Bann gezogen.
Die Geschichte eines normalen Mädchen, dass gemobbt wird und schließlich mit ihrer Erzfeindin und einem Promi zusammen im Regenwald landet, ist genau das, was ich gerne lese.
Das sie und der Promi sich schließlich ineinander verlieben ist doch das Klishee schlechthin, doch was will man mehr?Das Buch ist super spannend und aufregend geschrieben, doch auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Ein Zitat das mich besonders berührt hat, weil in ihm viel Wahrheit verborgen liegt, war „Vielleicht könnten wir ja einfach aufhören, an die Zukunft zu denken und versuchen, nur im Hier und Jetzt zu bleiben? Die Zeit wird dann schon zeigen, wie es weitergeht.“
„Regenwaldgeflüster“ ist eine ganz klare Leseempfehlung :) - Salman Rushdie
Die satanischen Verse
(3)Aktuelle Rezension von: Thomas_LettnerDieses epische Werk besteht aus mehreren Handlungssträngen, die nichts miteinander zu tun haben. Einige sind sehr islamkritisch. So wird beispielsweise die Entstehungsgeschichte des Islam und die Geschichte Mohammeds erzählt, der seine neue Lehre im damals noch polytheistischen Mekka verbreitet und nicht vor Betrug zurückschreckt (z.B. der Erzengel Gibril berichtet ihm angeblich stets das, was Mohammed dienlich ist). Die Haupthandlung erzählt von zwei in Großbritannien lebenden Indern, die sich bei einer Flugzeugentführung kennenlernen und diese wie durch ein Wunder überleben. Rushdies Schreibstil ist sehr ausschweifend, sehr detailverliebt und oft auch sehr humorvoll. Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, man braucht allerdings viel Sitzfleisch und Geduld, da es mehrere hundert Seiten umfasst. Was genau Rushdie mit diesem Buch aussagen wollte bzw. was seine Kernaussage ist, ist mir allerdings unklar. Das Buch und seine verschiedenen Handlungsstränge haben auch kein eindeutiges Ende, bei dem sich alles auflöst.
- T. J. Newman
Flug 416
(219)Aktuelle Rezension von: MiADa mich alles anspricht, was mit dem Fliegen zu tun hat, musste ich dieses Buch natürlich lesen. Schon das Cover ist ein Highlight.
Die inhaltlichen Wendungen waren so rasant und teilweise überhaupt nicht vorhersehbar, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Großartig fand ich die Recherchequalität der Autorin, die als Stewardess tiefen Einblick hat.
Ein rundum gelungen Buch! - Marc Kemper
Um mich herum stehen bekannte Gesichter
(30)Aktuelle Rezension von: AmbermoonAm Ende der Welt sieht Camilla Hamilton ihre einzige Chance auf einen Neubeginn: Ein verheerender, von ihr verschuldeter Autounfall hat ihr Leben unwiderruflich aus der Bahn geworfen und die junge Forscherin an den Rand der absoluten Selbstaufgabe gedrängt. Angetrieben von der Hoffnung, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, begibt sie sich auf eine verheißungsvolle Reise an den Polarkreis.
Statt der geplanten Forschungsreise ereilt Camilla jedoch eine weitere Katastrophe, als ihr Flugzeug über der russischen Tundra abstürzt. Inmitten der eisigen Wildnis, meilenweit von jeglicher Zivilisation entfernt, nimmt sie einen Überlebenskampf an, den sie längst verloren geglaubt hat…
Wozu ist ein Mensch - und sein Verstand - fähig, um sich vor Unheil zu schützen? Marc Kemper erzählt eine atmosphärische Geschichte über Depression, Schuld, Zweifel und den folgenreichen Kampf gegen die Natur... (Klappentext)❆❆❆❆❆
"Camilla rekapitulierte all die Tode, die sie hätte sterben sollen: Der Autounfall. Der Drogencocktail. Der Flugzeugabsturz. Der Bär. Das Eis. Der Hunger. Und doch war sie noch am Leben. Ein Leben, dass sie - obwohl sie jetzt so hart darum kämpfte - gar nicht mehr wollte."
(S. 113)Camilla, eine junge Paläontologin, ist am Ende. Durch einen Unfall, den sie verschuldete, kam ein Kind ums Leben und Schuldgefühle treiben sie in die Depression. Der Entschluß ist gefasst - sie möchte sich das Leben nehmen, denn mit dieser Schuld kann und möchte sie nicht weiterleben.
Kurz bevor es um sie herum für immer finster wird, ruft ihr Chef an und eröffnet ihr ein Angebot - eine Expedition an den Polarkreis. Dies wäre weit genug weg, um zu vergessen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen und so nimmt sie dieses Angebot an. Jedoch kommt alles anders als geplant, denn den Zielort wird Camilla nie erreichen.
Das Flugzeug stürzt über der russischen Tundra ab und Camilla schließt ein weiteres Mal mit dem Leben ab, doch auch jetzt läuft ihr Lebensfaden wieder weiter.
Nun heißt es überleben, überleben in einer unwirtlichen eisigen Welt, gemeinsam mit nur wenigen Überlebenden und einem Minimum an Ausrüstung und Essen. Doch wenn Camilla gedacht hat, sie könne jetzt erst recht die Vergangenheit vergessen, dann hat sie sich getäuscht, denn diese holt sie immer wieder ein.
Und so ist dies nicht nur ein Kampf ums Überleben, sondern auch ein Kampf gegen die eigenen Dämonen."Sie hatte schon ewig keinen so klaren Nachthimmel gesehen. Selbst in solch verzweifelten Situationen warf einem das Universum hin und wieder einen Knochen hin. Doch nur wenn man den Kopf hoch hält, kann man die Sterne sehen."
(S. 70)Marc Kemper konnte mich bereits mit seiner "Schmerzflimmern"-Reihe begeistern und dementsprechend neugierig war ich auf seine neue Novelle. Diese unterscheidet sich jedoch stark von "Schmerzflimmern", sowohl von der Stimmung und der Atmosphäre her, als auch von der Grundthematik. Hier werden nämlich ernste Töne angeschlagen, jedoch nicht minder intensiv.
Der Autor schafft es die Gefühle der Protagonisten hervorragend zu transportieren, was bei Depression nicht unbedingt einfach ist. Aufgrund dessen und da man aus der Sicht von Camilla liest, hat man das Gefühl in ihrem Kopf zu sitzen, durch ihre Augen zu sehen und auch die eisige Kälte wie Nadelstiche auf der Haut zu spüren.
Gemeinsam mit Camilla stellt man sich der Herausforderung im eisigen Sibirien zu überleben und macht sich gleichzeitig daran die eigenen Dämonen zu bekämpfen.
Auch die anderen Überlebenden haben ihre Dämonen mitgebracht, jeder läuft vor irgendetwas davon und so mancher wird nicht mehr zurückkehren."Auch Camilla hatte Studien über das Polar T3-Syndrom gelesen. Wissenschaftliche Abhandlungen, die herausfanden, inwiefern der Aufenthalt in diesen Regionen dazu führte, dass Forscher und Entdecker schneller dazu neigten, Dinge zu vergessen. Wohingegen es für die meisten betroffenen Menschen eher ein Grund zur Sorge darstellt, war es für Camilla möglicherweise exakt das, wonach sie sich so sehr sehnte."
(S. 19)Marc Kempers Schreibstil ist flüssig, direkt und ungeschönt. Gleichzeitig schafft er es eine unglaubliche Atmosphäre zu erschaffen, welche die Grundstimmung ebenso betrifft wie auch das Setting. Die Story ist mitreißend, intensiv und spannend zu verfolgen. Vor allem was die Entwicklung der Protagonistin betrifft.
Es gab für mich im Verlauf ein paar Logikschnitzer, welche die Handlung der Protagonisten betraf, doch die überraschende Wendung am Ende rückte all das in ein völlig anderes Licht und somit passte doch wieder alles hervorragend zusammen.
Ich will hier nicht näher darauf eingehen. Es sei nur so viel gesagt - es erinnerte mich in gewisser Weise an den Film "The Sixth Sense". So ein Plot Twist kann mich immer wieder begeistern.So far, so good, nun kommen wir jedoch zu den Kritikpunkten, welche doch mein Lesevergnügen etwas schmälerten.
Während der Autor hin und wieder so manch intensiven Moment zu rasch verstreichen lässt, hält er sich bei manchen Erklärungen zu lange auf. Dadurch wird zwar ersichtlich, dass der Autor viel Arbeit in die Recherche gesteckt hat, dies jedoch meist völlig belanglos war.
Aufgrund dessen fällt die Atmosphäre manchmal in sich zusammen und störte dadurch meinen Lesefluß."Rotes Blut kam aus Adern und Arterien. Blutungen, die man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit provisorisch behandeln konnte. Schwarzes Blut hingegen bedeutete eine Verletzung der inneren Organe. Blut, welches mit Magensäure in Kontakt gerät, verdunkelt sich. Natürlich hatten ältere Menschen in der Regel von Natur aus dunkleres Blut,...."
(S. 52)Die Story dürfte in den frühen 90ern angesiedelt sein, so klar erwähnt wird das jedoch nicht. Die wenigen Andeutungen hätte man auch völlig lassen können, denn die Story selbst funktioniert auch ohne diese sehr gut.
Weiters hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, vor allem bezüglich Camillas Vergangenheit und ihrer Dämonen. Diese werden zwar immer wieder erwähnt, jedoch nie näher darauf eingegangen. Und auch alles Weitere wird meiner Meinung nach viel zu schnell abgehandelt.Fazit:
Die Novelle besticht durch ihre dichte Atmosphäre, der Schreibstil ist genial und die Story mitreißend. Letztere hätte so viel hergeben können, doch meiner Meinung nach fehlt hier das Wichtigste, nämlich Tiefgang. Davon hätte ich mir wirklich mehr gewünscht.
Man blickt immer nur kurz in Camillas Vergangenheit und ihre Dämonen werden ständig und immerzu erwähnt, doch beides wird nie näher erläutert. All das mühsam erbaute Konstrukt bekommt dadurch Risse und alles verpufft ohne Eindruck zu hinterlassen. Was ich bei der Thematik Depression sehr schade finde.
Alles wird viel zu schnell abgehandelt und ließ mich irgendwie nicht ganz zufrieden zurück. Es hätte so verdammt gut werden können, wenn sich der Autor mehr Zeit und mehr Seiten zugestanden hätte.© Pink Anemone (inkl. Autoren-Info, Leseprobe)
- Jessica Barry
Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
(204)Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte79Ein Flugzeug stürzt über den Rocky Mountains ab und nzr Ally überlebt. Sie muss aber fliehen, denn jemand ist hinter ihr her. Ihre Mutter glaubt nicht an ihren Tod und forscht nach.
Der Thriller ist super spannend. Er ist aus 2 Perspektiven geschrieben , aus Allys Sicht und aus der Sicht ihrer Mutter. Beide wechseln sich ab. Wir erfaheen Allys Leben der vergangenen Jahre und nach und nach setzt sich das Puzzlestück zusammen, in welche Gefahr sie hineingeraten ist. Sie ist auf der Flucht und kämpft um ihr Leben und dessen ihrer Mutter. Die Flucht ist rasant dargestellt und man gerät in einen Sog, dass Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.
Ein toller spannender interessanter Thriller!























