Bücher mit dem Tag "fotografien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fotografien" gekennzeichnet haben.

139 Bücher

  1. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.118)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Der Titel verspricht einen positiven Inhalt, auch der Klappentext des Buches lässt eher an einen Aufbruch in der neuen Welt Anfangs des 20. Jahrhunderts glauben. Es werden mehrere Personen, teilweise in verschiedenen Jahrzehnten, zwischen welchen hin- und hergesprungen wird, beschrieben. Alles befremdlich, beängstigend, Vergewaltigungen, unpersönlicher Sex, Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Psychopathie, Erniedrigung. Ich habe es nach fast 300 Seiten abgebrochen und kann es nicht empfehlen. Zwei Sterne nur deswegen, weil es ja nach 300 Seiten eventuell doch noch ein gutes Buch werden kann. Meines Erachtens muss ein Buch allerdings nach spätestens 40 Seiten inhaltlich auf eine klare Linie kommen, mittel derer ich es beurteilen kann.

  2. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426510575)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.036)
    Aktuelle Rezension von: gleanserendipity

    Wenn ich jetzt selber eine Inhaltsangabe schreibe, spoiler' ich eventuell etwas wichtiges und orientiere mich einfach an dem Klappentext.

    Jacobs Großvater erzählte seinem Enkel immer wieder von einer Insel mit einem Heim für besondere Kinder. Doch als sein Urgroßvater auf einmal auf stirbt - und das nicht gerade gewöhnlich, sondern sehr mysteriös - wird Jacob von schrecklichen Albträumen heimgesucht und macht sich auf die Suche zu der besonderen Insel.

    (VORSICHT; MÖGLICHER SPOILER)

    Ich finde die Geschichte hat Science Fiction - Inhalte, denn es gibt Zeitschleifen.... Auf der anderen Seite finde ich, dass es an einen Psychothriller grenzt. Es gibt Monster, die die "Guten" umbringen wollen. Es folgen so viele Plots, dass es immer gruseliger wird und ich habe gehofft, es gäbe nicht so viele!

    Dann gibt es aber noch ein tiefgründiges Thema in diesem Buch: (VORSICHT; MÖGLICHER SPOILER)

    Ich überlegte, ob es nicht einer der besten Bücher zum 2. Weltkrieg sei... Die Hälfte der Geschichte spielt also am 3. September 1940. Jacobs Großvater, der einst in diesem Heim lebte, wurde von Monstern, wie Weights und Hollowgasts heimgesucht. "Hollowgasts" klingt ungemein nach "Holocaust". Jacobs Großvater, Abe Portman wurde in Polen als Jude gesehen und hatte eine ganz besondere Fähigkeit (das nenne ich jetzt aber nicht, falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt). Er war sich sicher gegen die sie zu kämpfen.

    Diesem Buch gebe ich vier Sterne, da ich den amerikanischen Stil nicht gerne lese, in dem das Buch geschrieben ist.

  3. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783423281560)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

     (277)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Der erste Roman von Celeste Ng besticht durch eine feinfühlige, psychologisch raffiniert erzählte Geschichte, die mir sehr gefallen hat. Bei dem aktuellen Werk der Autorin hatte ich am Anfang den gleichen Eindruck, leider verblasste dieser sehr schnell beim Weiterlesen. Es handelt sich um eine durchaus süffig zu lesende Erzählung, jedoch mehr im Stil einer amerikanischen TV-Serie: eine gut situierte Familie der gehobenen sozialen Schicht, allesamt gut ausgebildet, hübsch, redegewandt und als Klassenunterschied eine alleinerziehende Mutter, Künstlerin, die sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält, letztlich aber die moralische Hoheit besitzt. Das erscheint mir doch sehr klischeehaft und verklärt. Die gängigen adoleszenten Probleme werden thematisiert, jedoch gibt es keinerlei tiefere Auseinandersetzung.


    Eventuell waren meine Erwartungen etwas zu hoch, nach dem grossartigen Debütroman ‚Was ich euch nicht erzählte‘.

  4. Cover des Buches Leichenblässe (ISBN: 9783499248597)
    Simon Beckett

    Leichenblässe

     (2.478)
    Aktuelle Rezension von: Kathleen1974

    Titel: „Leichenblässe“ (3. Fall von David Hunter)

    Autor/Autorin: Simon Beckett

    Verlag: Rowohlt

    Erscheinungsjahr: 2010

    Seitenanzahl: 414

    Klappentext (Quelle: www.amazon.de)

    „Bei seinem letzten Einsatz ist David Hunter nur knapp dem Tode entronnen. Nicht vollständig genesen, quält den Forensiker die Frage, ob er seinem Beruf noch gewachsen ist. Bis ein alter Freund ihn um Hilfe bittet: In einer Jagdhütte in den Smoky Mountains wurde ein Toter gefunden. Die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit zersetzt. Die Spuren sind widersprüchlich. Und David Hunter ist im Begriff, einen folgenschweren Fehler zu begehen …“
     

    Kurzeinschätzung:

    Nunmehr ist es der 3. Fall von David Hunter, den ich regelrecht verschlungen habe. Auch dieser konnte mich begeistern. Ich finde es sehr beeindruckend, wie es dem Autor immer wieder gelingt, mich an diese Thriller-Reihe zu fesseln.

    Auch dieser Fall war sehr spannend und für mich nicht vorhersehbar gestaltet. Simon Beckett findet für meinen Lesegeschmack immer den passenden Rahmen, wie auch die perfekte Anzahl an Beteiligten, um den jeweiligen Thriller „entspannt“ zu lesen und somit nicht den Überblick zu verlieren. Der Autor legt viel Wert auf eine bildhafte Schreibweise und sehr spannende Situationen und Geschehnisse. Die jeweilige Stimmung wirkt dann entsprechend stark auf mich. Somit fühle ich mich mittendrin im Fall und habe zudem Platz für meine eigenen Gedanken und Vermutungen zum Geschehen.

    Wieder ein aktionsreicher, gruseliger und spannender Band der David Hunter – Reihe. Schon jetzt freue ich mich auf den 4. Fall.

    Bewertung:

    5 von 5 Sterne

  5. Cover des Buches Das Rosenholzzimmer (ISBN: 9783442484423)
    Anna Romer

    Das Rosenholzzimmer

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Taluzi

    Audrey Kepler erbt von ihrem Exmann das verlassene Thornwood House im ländlichen Queensland. Sie entflieht mit ihrer Tochter dem hektischen Leben in Melbourne. Das Herrenhaus übt einen unbeschreiblichen Reiz auf Mutter und Tochter aus. Während sich Bronwyn sofort wohl fühlt, ist Audrey unruhig und hat seltsame Träume nachdem sie ein Foto des ehemaligen Besitzers Samuel Riordan findet. Samuel wurde beschuldigt eine junge Frau ermordet zu haben. Audreys Interesse ist geweckt und schnell ahnt sie, dass der wahre Mörder noch lebt.


    „Das Rosenholzzimmer“ von Anna Romer ist als Roman deklariert, aber spannend wie ein Krimi.

    Atmosphärisch erzählt die Autorin von der idyllischen Landschaft und den Familiengeheimnissen der Familie. Die Geschehnisse in der Vergangenheit werden nach und nach offen gelegt. Der Leser ist da klar im Vorteil, weil er durch die Rückblicke einen guten Eindruck erhält. Anfangs ist es sehr verwirrend, was entspringt Audreys Träumen und was sind wahre Geschehnisse aus der Vergangenheit. Aber von Seite zu Seite ist man mehr in den Geschehnissen verstrickt und will das Geheimnis der Vergangenheit lösen. Dabei wird verstrickt sich Audrey in ihre Träume und so manche gefährliche Situation

    Wie es sich für einen Roman gehört, kommt die Liebe nicht zu kurz. 

  6. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783492307116)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

     (4.050)
    Aktuelle Rezension von: MarionS

    Ich habe die Reise mir Hape Kerkeling total genossen! Sehr zu Empfehlen. 

  7. Cover des Buches Stigmata (ISBN: 9783401508306)
    Beatrix Gurian

    Stigmata

     (291)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Der Jugendthriller „Stigmata: Nichts bleibt verborgen“ ist ein Projekt der deutschen Autorin Beatrix Gurian, das sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Erol Gurian realisierte. In dem Roman spielen alte Fotos eine entscheidende Rolle. Bevor das Buch erschien, entwickelte sich in einem Gespräch zwischen der Schriftstellerin und ihrer Agentin die Idee, diese Fotos tatsächlich abzubilden. Glücklicherweise ist ihr Mann hauptberuflich Fotograf und war sofort bereit, seinen kreativen Beitrag zu leisten. Die Motive ergaben sich aus der Geschichte, an einigen Stellen passte Beatrix Gurian diese jedoch den Ergebnissen ihres Shootings an. Auf diese Weise entstand ein einzigartiges Gesamtwerk, in dem die Fotos von Erol Gurian mehr als Illustrationen sind.

    Emmas letzte Worte an ihre Mutter waren hässlich. Leider kann sie sie nicht zurücknehmen, denn ihre Mutter verunglückte bei einem Autounfall. Seit zwei Wochen verbarrikadiert sich Emma in ihrer Wohnung, zerfressen von Schuld und Kummer. Das penetrante Klingeln an der Tür ignoriert sie. Als das Läuten endlich aufhört, liegt auf ihrer Schwelle ein Päckchen. Es enthält ein altmodisches Fotoalbum, aus dem alle Fotos entfernt wurden. Bis auf eines. Auf der letzten Seite klebt eine Fotografie, die ihre Mutter als Kleinkind zeigt. Darunter steht in Druckbuchstaben „Wenn du wissen willst, wer die Mörder deiner Mutter sind, meldest du dich an“. Ein beigelegtes Prospekt führt Emma zu einem elitären Jugendcamp in einem alten Schloss. Was hat das mit dem Tod ihrer Mutter zu tun? Wieso behauptet der unbekannte Absender, sie sei ermordet worden? Fest entschlossen, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, meldet sich Emma für das Camp an und erreicht wenige Wochen später das mysteriöse Schloss. Doch die Geheimnisse ihrer Mutter sind tief vergraben und schon bald gerät Emma selbst in tödliche Gefahr…

    „Stigmata: Nichts bleibt verborgen“ weist erstaunlich viele Parallelen zu einem Slasher-Horrorfilm auf. Diese Erkenntnis überrascht mich selbst, denn anfangs war es lediglich die Ausgangssituation des Romans, die mich an dieses Filmgenre erinnerte: vier Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren werden unter einem Vorwand in ein baufälliges, einsam gelegenes Jagdschloss gelockt und müssen ihre Handys an drei Betreuer_innen abgeben. Ich hätte ja schon da schnurstracks kehrt gemacht, weil ich sofort roch, dass irgendwas faul ist, aber natürlich hat unsere Protagonistin und Ich-Erzählerin Emma legitime Gründe, zu bleiben. Schließlich will sie herausfinden, wer ihre Mutter ermordete und warum. Je länger ich über das Buch nachdachte, desto deutlicher entpuppte sich der weitere Verlauf ebenfalls als Slasher-Reminiszenz. Die Teenager werden zunehmend Opfer seltsamer Ereignisse, die darauf schließen lassen, dass jemand ihnen Böses will. Emma betreibt unterdessen Nachforschungen, schnüffelt herum und entdeckt geschickt platzierte Hinweise, die ihr klarmachen, dass sie absolut nichts über die Vergangenheit ihrer Mutter weiß. Dennoch entzieht sich ihr des Rätsels Lösung, bis der Täter entscheidet, die Situation eskalieren zu lassen und es zum Showdown kommt. Diese Handlungsstruktur findet man in verschiedenen Abwandlungen sehr häufig in Slasherfilmen. Das entscheidende Element darin ist die fehlende Kontrolle der Opfer. Beatrix Gurian gaukelt ihren Figuren, vor allem Emma, in „Stigmata“ die Illusion von Kontrolle vor, bis diese Illusion durch den großen Auftritt des Täters zerplatzt und sie ihm plötzlich hilflos gegenüberstehen. Emma glaubt, sie käme der Antwort, was wirklich mit ihrer Mutter geschehen ist, durch ihre eigenen Bemühungen näher, in Wahrheit folgt sie jedoch nur den Brotkrumen, die der Antagonist absichtlich hinterlässt. Für mich erklärt diese Analyse, wieso mir Emmas Spurensuche von Beginn an merkwürdig ziellos erschien und ich ihre Prioritäten nicht nachvollziehen konnte, obwohl ich den Thriller durchaus spannend fand und die involvierten Fotos die schaurige Atmosphäre des Settings vorteilhaft unterstützen. Gurian konnte Emma nicht erlauben, eigenständig Fortschritte zu machen, weil sie ihr dadurch mehr Kontrolle zugestanden hätte, als sie angesichts des nahenden Showdowns haben durfte. Zusätzlich bringt sie Leser_innen von „Stigmata“ in eine Position, in der sie Emma überlegen sind, indem sie eine zweite Zeitlinie eröffnet, die die Kindheit und Jugend ihrer Mutter thematisiert und eine Einordnung der Fotografien ermöglicht. Ich fand diese Entscheidung unglücklich, weil ich lieber mit Emma zusammen gerätselt hätte, statt ihr in einigen Punkten voraus zu sein. Meine Unwissenheit hätte der offenbarenden Konfrontation mit dem Täter mehr Gewicht verliehen, die auf mich so wie sie ist etwas lahm wirkte. Ähnlich wie in einem Slasherfilm streifte Beatrix Gurian die sich anbietende Systemkritik lediglich und richtete das Finale von „Stigmata“ beinahe völlig auf ihren Bösewicht aus, dessen Handlungsweise mich nicht so recht überzeugen wollte. Da wäre mehr drin gewesen.

    Ich mag Slasher-Horror. Ich mochte auch „Stigmata: Nichts bleibt verborgen“. Die spezifische Handlungsstruktur, die die Filme ebenso auszeichnet wie das Buch, enthält jedoch einige Fallstricke, die, bleiben sie unbeachtet, dazu führen, dass diese Form der Unterhaltung niemals die vorderen Plätze meiner Favoritenliste füllen wird. „Stigmata“ ist ein kurzweiliger, angemessen dramatischer Jugendthriller, dessen Geschichte mir insgesamt weniger imponierte als die Kulisse und die Eindrücke, die ich durch die integrierten Fotos gewann. Beatrix Gurian gelang es, mir eine unterhaltsame Lektüre zu schenken, aber meiner Meinung nach blieb sie hinter dem tatsächlichen Potential ihrer Geschichte zurück, weil sie sich zu sehr auf Einzelschicksale konzentrierte, statt die Frage nach der hintergründigen Verantwortlichkeit aufzuwerfen. Nichts bleibt verborgen – vergolten wird hingegen längst nicht alles.

  8. Cover des Buches Die Stunde der Schuld (ISBN: 9783734105289)
    Nora Roberts

    Die Stunde der Schuld

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Naomis 11. Geburtstag steht kurz bevor, als sie ihrem Vater nachts in den Wald folgt, in der Erwartung einen Blick auf ihr Geschenk erhaschen zu können. Doch statt des erhofften roten Fahrrades sieht sie das wahre Gesicht ihres Vaters und macht eine Entdeckung, die das Leben ihrer Familie und ihres eigenen für immer verändern wird. Doch Naomi lebt, wird zu einer starken jungen Frau, einer erfolgreichen Fotografin und bereits die Welt. Es ist Liebe auf den ersten Blick, als sie sich entschließt in einem alten baufälligen Haus an der Küste sesshaft zu werden, und sich sogar mit dem attraktiven Xander Keaton verabredet. Doch das Glück währt nur kurz – denn ganz in der Nähe ihrer neuen Heimat wird die Leiche einer Frau entdeckt, mit erschreckenden Parallelen in die Vergangenheit…

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Mit Erschrecken musste ich feststellen, wie lange es bereist her war, dass ich ein Nora Roberts-Buch zur Hand genommen habe! Viele ihrer Bücher füllen meine Regale und besonders die Geschichten mit einem Thriller-Anteil können mich stets begeistern. Und so finden wir auch in „Die Stunde der Schuld“ die bewährte Mischung aus Liebesroman, etwas Familiengeschichte, landschaftlich wundervollen Beschreibungen, Tieren und einer spannungsgeladenen Rahmenhandlung! Aber auch Themen wie Hausrenovierung, Freundschaften, Möbelrestauration und Gartengestaltung werden angeschnitten.

    Das Cover greift die teils düstere Atmosphäre im Buch und den Handlungsort im Haus über den Klippen auf. Von dem bedrohlich wirkenden Himmel heben sich Titel und gelber Autorenname gekonnt ab. Der Schreibstil ist bekannt locker und flüssig zu lesen!

    Wir starten mit Naomis Kindheit und der besagten Nacht, die alles veränderte, in die Geschichte und merken hier gleich, dass Nora Roberts keine seichten Episoden, sondern durchaus harte Geschehnisse in ihre Bücher einarbeitet. Nach und nach folgen wir Naomi durch ihr Leben, mit Alltag und Schicksalsschlägen, und lernen sie auf diese Art kennen. Sie ist eine starke Frau, tolle Fotografin und doch scheint sie sich von tieferen Beziehungen bewusst abzugrenzen. Eine Ausnahme stellen die ersten tollen Nebencharaktere dar: Ihr Bruder und ihre Onkel. Doch spätestens als sie ihr Herz, mit etwa 30 Jahren, für das Haus an der Küste öffnet, schlüpfen auch andere Protagonisten hinterher. Wer Hunde liebt, wird sich hier wohl fühlen – ebenso wie derjenige der von einem selbstbewussten, bücherliebenden Mechaniker und Bandleader als Love-Interest nicht abgeneigt ist. Xander kam mir nicht so nah wie die Männer in anderen Liebesgeschichten der Autorin, war aber durchaus sympathisch – wenn mir auch am Ende etwas weniger Romantik gereicht hätte. Dafür hätte der Showdown durchaus etwas größer ausfallen dürfen. Die Identität des Mörders hatte ich schon längere Zeit davor geahnt – nichts desto trotz haben die Szenen gegen Schluss aus seinem Blickwinkel nochmal zur Spannung beigetragen.

    Besonders erwähnen möchte ich noch die, bei der Autorin so typischen, Beschreibungen der Umgebung und Landschaft. Ich hatte selbst zwischendurch so sehr den Wunsch durch den kleinen Ort zu schlendern, an der Küste entlang zu gehen, ihre Fotografien zu betrachten und den Sonnenuntergang von Naomis Haus aus zu genießen!

     

    》FAZIT:

    Erneut ein Nora Roberts-Buch aus der Sparte Liebesroman + Thriller, der mich begeistern konnte. Tolle Atmosphäre, interessante Charaktere, spannende Handlung, ein Hauch Erotik und natürlich die Liebe.

    (4,5 Sterne)

  9. Cover des Buches Zersplittertes Herz (ISBN: 9783902972033)
    Lexi Ryan

    Zersplittertes Herz

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    Zuerst will ich mal klarstellen das ich Liebesromane mag.Das sieht man auch an meiner Bibliothek.Aber dieses Buch war mir einfach zu kitschig.Die Hauptprotagonisten haben mir überhaupt nicht gefallen auch wenn ihre Geschichte tragisch ist, vorallem die von Maggie.Ich müsste spoilern um die verschiedenen Momente zu benennen die ich total unglaubhaft und zum Teil leider auch doof fand.Weil der Schreibstil soweit eigentlich gut und flüssig ist gebe ich trotzdem 3 Sterne.Da ich den Folgeband zusammen mit diesem gekauft habe werde den wohl noch lesen,in der Hoffnung das er mir besser gefällt. 📖 Klappentext: Nach einem Jahr auf der Suche nach sich selbst kehrt Maggie Thompson in ihre Heimatstadt New Hope zurück, um an der Hochzeit ihrer Schwester teilzunehmen.Diese heiratet den Mann,den Maggie einst geliebt und dennoch verlassen hat.Im Fokus ihrer perfekten Familie setzt Maggie alles daran ,ihre wahren Gefühle zu verbergen .Da tritt Asher Logan in ihr Leben.Ein Mann , vor dem sie die Risse in ihrem Herzen nicht verbergen kann.Doch Gefühle zulassen würde bedeuten sich ihren hässlichen Geheimnissen zu stellen und zu lernen,Fehler zu verzeihen...
  10. Cover des Buches Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder (ISBN: 9783473523245)
    Jenny Nimmo

    Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    „Charlie Bone“ gehört zu den Serien, die ich als Kind gerne gelesen habe und die ich jetzt nochmal lesen wollte. Ich muss sagen, auch 15 Jahre später kann mich die Reihe noch begeistern. Charlie muss auf eine besondere Schule, denn er ist selbst besonders – „sonderbegabt“ um genau zu sein: er kann Fotos sprechen hören. Die Schule sieht auf den ersten Blick wenig freundlich aus und auf den zweiten Blick ist sie noch schlimmer: was plant der Sohn des Direktors? Was hat es mit den Kindern des roten Königs auf sich, den sonderbegabten Kinder der Schule? Und was hat Charlies eigene Familie, Grandma Bone, seine fiesen Tanten und sein mysteriöser Onkel Paton, mit all dem zu tun?

    Der erste Band der Reihe ist unglaublich spannend und macht Lust auf die weiteren Bände. Die Schule, das Bloor, wie sie immer genannt wird, bietet viel Potenzial für weitere spannende Abenteuer. Charlies Freunde sind ein bunter, sympathischer Haufen, über den wir im Verlauf der Reihe noch mehr erfahren werden. Der Auftakt der Reihe führt einerseits in Charlies Welt, bringt die Geschichte überzeugend rüber und verspricht andererseits auch spannende Verwicklungen in den Folgebänden. Und da ich diese (wenn es auch Jahre her ist) bereits gelesen habe, weiß ich auch, dass die Reihe dieses Versprechen auch halten kann. Die Autorin hatte viele großartige Ideen, die gut umgesetzt wurden, ohne dass das Buch überladen wirken würde. Das Buch ist nicht nur magisch, sondern an vielen Stellen auch sehr düster, gemischt mit britischem Charme. Der Schreibstil ist natürlich nicht allzu komplex, das Buch ist schließlich für Kinder, aber die Sprache ist zeitlos und in Kombination mit dem Inhalt durchaus auch was für Ältere. Somit hat das Buch eigentlich alles, was ich von einem gelungenen Reihenstart erwarte: Spannung, Charme, Witz, gute Ideen und Potenzial, dass auch mal ausgeschöpft wird, statt im Sand zu versickern. Es hat mir damals (mit ca. 8 Jahren) gefallen, es hat mir heute gefallen – meiner Meinung nach absolut großartig.

    Fazit: Großartiges Kinder- und Jugendbuch, für Ältere wie für Jüngere geeignet, viele gute Ideen, die gut umgesetzt wurden

  11. Cover des Buches Frauen, die lesen, sind gefährlich (ISBN: 9783938045060)
    Stefan Bollmann

    Frauen, die lesen, sind gefährlich

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Books_mytruepassion
    https://booksmytruepassion.blogspot.com/2019/08/rezension-zu-frauen-die-lesen-sind.html#more
    In "Frauen, die lesen, sind gefährlich" zeigt uns der Autor Stefan Bollmann verschiedene Gemälde und Fotografien aus der Geschichte, die Frauen beim Lesen zeigen. Künstler wie Rembrandt, Vermeer oder Vincent van Gogh sind ebenfalls in dem Buch vertreten. Die Gemälde zeigen, dass Frauen auch schon im 11. Jahrhundert, und wenn nicht sogar schon eher, auf Gemälden zu sehen sind wie sie in Büchern lesen. Da es früher als gefährlich galt einer Frau das lesen zu erlauben oder sie dabei zu erwischen, haben diese Bilder eine sehr wichtige Bedeutung für die Gleichberechtigung der Frauen. Es werden verschiedene Gemälde näher Vorgestellt und die Ideen der Künstler erläutert.
    Die Einleitung des Buches ist unglaublich inspirierend und bereitet einen auf den Inhalt des Buches sehr gut vor. Man bekommt richtig Lust mehr über die Intentionen der Künstler zu erfahren. Das Buch ist kurz gehalten, bzw. gibt es meiner Meinung nach manchmal zu wenig Informationen zu den Gemälden und deren Künstlern. Aber im Großen und Ganzen gibt das Buch einen guten Einblick in das Thema Frauen und Bücher, was ich unglaublich faszinierend finde.
    Einige der Gemälde sind unglaublich schön und die Geschichten und die Bedeutungen dazu haben mir auch wahnsinnig gut gefallen. Eines meiner absoluten Lieblingsgemälde in dem Buch ist "Rosengarten" von Peter Severin Kroyer, dass die Frau des Malers zeigt, die in einem Liegestuhl sitzt und liest, während ihr Mann, der Maler, genau dieses Bild zeichnet und sie auf ihn wartet.
    Der Schreibstil in dem Buch ist ist sehr leicht verständlich und es werden auch keine künstlerischen Fachwörter verwendet, was ich sehr gut fand, da man dadurch auch als nicht Kunstliebhaber alles verstehen konnte.
  12. Cover des Buches Die Brücken am Fluss (ISBN: 9783800092154)
    Robert James Waller

    Die Brücken am Fluss

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Patrizia70

    Francesca und Kincaid lernen sich kennen, während Francescas Familie verreist ist. Sie verbringen vier Tage gemeinsam und nähern sich an. In dieser kurzen Zeit entstehen beiderseits große Gefühle. Letztendlich bleibt Francesca bei ihrer Familie. Vergessen jedoch werden sie einander nicht.

    Den Kinofilm sah ich bevor ich das Buch las. Beides begeisterte mich sehr. Dieses gefühlvolle Buch , dass mich auch traurig stimmte, erhält meine Leseempfehlung. 


  13. Cover des Buches Ocean Rose. Erfüllung (ISBN: 9783548285139)
    Tricia Rayburn

    Ocean Rose. Erfüllung

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Dies ist der letzte Teil der Reihe und Vanessa fährt erneut mit ihren Eltern in den Urlaub. Doch diesmal wollen sie das Ferienhaus, welches sie an Justine erinnert, verkaufen und Vanessa möchte sich aufs College vorbereiten. Doch da beginnt wieder eine Reihe von Morden. Doch diesmal werden Frauen ermordet.

    Der letzte Teil der Reihe hat mir am besten gefallen. Die Spannung steigt immer weiter, sodass es fast schon an einen Krimi grenzt, aber dennoch gibt es genug Fantasyelemente. Dabei erfährt man mehr über die Sirenen und auch die Charaktere entwickeln sich weiter. Dennoch kommen neue interessante Charaktere vor und auch wenn die Handlung hier wieder etwas ruhiger ist, wie in den Vorgängern auch, so gibt es kaum Längen. Am Ende wird es sogar richtig rasant und spannend. Und auch die Romantik kommt hier nicht zu kurz, wobei sie immer noch realistisch und nicht kitschig ist, was mir gut gefallen hat.

    Letztendlich ist dies ein guter Abschluss der Reihe, der die zwei Bände davor noch überragt.

  14. Cover des Buches Springerkind (ISBN: 9783990846971)
    Catherine Huber

    Springerkind

     (14)
    Aktuelle Rezension von: CatiLesemaus
    Zum Inhalt (Klappentext):

    Wenn ich dir sage, dass ich mich an jeden Ort dieser Welt denken kann, würdest du mir glauben?

    Emma ist anders, sie erfährt, eine Springerin zu sein. Nur ein einziger Gedanke genügt, um sie an ferne Orte zu versetzen. Von diesem Zeitpunkt an gleicht ihr Dasein einem endlosen Abenteuer. Nur allzu klar, dass ihr Leben mit einem Mal auf dem Kopf steht. Aber da wendet sich plötzlich das Blatt, denn das Springen hat seinen Preis und die Schwelle zu einem verbotenen Kreis ist nur einen Wimpernschlag entfernt.

    Meine Meinung:

    Vorweg möchte ich anmerken, dass ich das Buch durch eine Leserunnde erhalten habe, da ich die Beschreibung des Buches recht interessant fand.

    Der Einstieg in das Buch gelingt auch recht leicht. Es ist gut geschrieben und man kann leicht eine Verbindung zur Protagonistin Emma aufbauen. Wir begleiten Emma in ihrer neuen Heimat in Wien. Es kommen auf sie die typischen Probleme eines Teenagers zu, der an einem neuen Ort ist: Sie muss neue Freunde finden und dann ist noch dieser süße Junge...
    Recht schnell zeigt sich aber, dass an dieser Jungsgruppe, wo auch Emmas Schwarm zu gehört, irgendetwas seltsam ist. Später stellt sich sogar raus, dass Emma die gleichen Fähigkeiten wie sie besitzt: Alleine mit ihrer Gedankenkraft kann sie zu jedem Ort der Welt springen. Eine wirklich tolle Fähigkeit, die aber auch schnell für Schlechtes benutzt werden kann.

    Schnell wird klar, dass Emma einen eigenen Kopf hat und sie nicht viel sagen lässt. Dabei hat sie eine tolle Familie, findet eine tolle neue beste Freundin und auch im Liebesleben sieht es gut aus. Gegen Ende sieht es leider nicht mehr ganz so rosig aus. Was da genau passiert, müsst ihr selbst Lesen.

    Bei dieser Geschichte fand ich dann doch, dass das eine oder andere zu leicht gelöst wurde. Auch einige Handlungen waren für mich nicht ganz logisch. Sie wurden eindeutig eingebaut, damit die Spannung größer ist, aber bei mir hat das zu Fragezeichen in meinem Kopf geführt. Auch fand ich schade, dass Emma so wenig zum reinen Vergnügen gesprungen ist bzw. diese Stellen soäter in der Geschichte nicht mehr wirklich beschrieben wurden. Da hatte ich mehr Situationen erhofft.

    Das Ende ist ein wenig offen, sodass ein zweites Band nahtlos dran schließen kann.

    Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Buch eigentlich eher im okay Bereich fällt. Das liegt aber letztendlich mehr daran, dass das Buch einfach nicht das richtige Genre für mich ist. Ich bin doch ein bisschen zu alt für ein solches Buch. Die Idee und die Umsetzung ist aber insgesamt ganz gut, von daher bin ich bei der Bewertung nicht so streng. Ich bin mir sicher, dass es für Jugendliche eine sehr spannende Geschichte ist, mit denen die sich besser identifizieren können.
  15. Cover des Buches HOLIDAY Reisebuch: Atlas der Naturwunder (ISBN: 9783834231871)

    HOLIDAY Reisebuch: Atlas der Naturwunder

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Die Natur ist ein Wunder! Größer, vollkommener und eindrucksvoller, als wir es uns in unseren kühnsten Träumen vorstellen können. Es gibt diese Orte, an denen die ganze Kraft, Schönheit und Perfektion in ganz besonderer Weise zur Geltung kommen. Wenn der Himmel hoch im Norden in irrlichterndem Grün der Aurora borealis erstrahlt. Wenn sich Tausende von Kranichen wie choreografiert auf dem Darß in Bewegung setzen. Wenn man die ganze Gewalt des Ozeans durch die haushohen Wellen an der Küste Portugals spüren kann.

    Der Atlas der Naturwunder nimmt den Leser mit auf die Reise zu diesen Orten und liefert einzigartige Reiseinspirationen für das once-in-a-lifetime-Naturerlebnis.

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Das „HOLIDAY Reisebuch: Atlas der Naturwunder“ konnte mich auf den ersten Blick begeistern: Was für ein Titelbild! Aber auch das Konzept im Inneren des Buches kann absolut überzeugen.

    Auf 360 Seiten finden wir verschiedenste Kurzportraits zu Naturwundern rund um die Welt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten dieses Buch zu lesen:

    • Ganz lockeres Durchblättern: Auf jeder Seite finden sich hier die unterschiedlichsten Sehnsuchtsorte. Jeder davon wird durch eine wundervolle, untertitelte Fotografie eingeleitet, gefolgt von einer Überschrift, der Ortsangabe, einem kleinen Länderkarten-Ausschnitt mit markierter Lage, einer interessanten und informativen Kurz-Beschreibung sowie einem Tipp für den „perfekten Ort“ um dieses Naturwunder zu erleben. Hierbei geht es um Tageszeiten ebenso wie besonderen Aussichtspunkten.
    • Nach bester Reisezeit: Nach dem kurzen Vorwort im Buch finden wir eine, durch Farben strukturierte, Übersicht, die die vorgestellten Reiseziele nach bester Reisezeit innerhalb des Kalenderjahres gliedert. Jeder Monat dieses Kalendariums erhält dabei eine Farbe und listet Naturwunder, Ort und Land auf.
    • Nach Kontinenten: Das Buch ist in je ein Kapitel pro Kontinent gegliedert. Europa, Asien, Australien/Ozeanien, Nordamerika, Mittel-/Südamerika, Antarktis und Afrika.
    • Nach Karten der Kontinente: Zu Beginn jedes Kapitels ist eine Karte des jeweiligen Kontinentes abgebildet. Mit Pins werden alle vorgestellten Orte markiert.
    • Nach Art der Naturwunder: Die einzelnen Porträts sind in verschiedene Kategorien unterteilt. Eis & Gletscher, Flora, Fauna, Lost Places, Geologie, Meere, Wetter & Astronomie, Wüste sowie Flüsse, Seen, Wasserfälle. Hier kommt sicher keine Langeweile auf und die eigene Reiseliste wächst ins Unendliche!

     

    Ich bin begeistert und kann das Buch auch als Geschenk sehr empfehlen!

     

    》FAZIT:

    Wundervolle Fotografien, tolle Tipps für Aussichtspunkte, beste Tages- oder Reisezeiten zum Erleben, verschiedenste Möglichkeiten die einzelnen Naturwunder kennen zu lernen und damit eine Menge an Sehnsuchtsorten zu denen man sich träumen oder hoffentlich bald auch wieder reisen kann!

  16. Cover des Buches Die Ärzte. Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf (ISBN: 9783896023698)
    Markus Karg

    Die Ärzte. Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Kleene20
    Ein absolutes muss für jeden Fan. Ein solch gigantisches Buch muss man erstmal lesen.
  17. Cover des Buches Wildpflanzen essen (ISBN: 9783517098470)
    Leoniek Bontje

    Wildpflanzen essen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: MelaKafer

    Die Wildpflanzenexpertin Leoniek Bontje und die Ernährungsberaterin Yvet Noordermeer haben in ihrem Buch "Wildpflanzen essen" über 50 Rezepte aus den verschiedensten Wildpflanzen zusammengetragen. Die Rezepte sind geordnet nach dem Sammelzeitpunkt der entsprechenden Wildpflanzen. So kann man sich  im April und Mai auf die Suche nach Magnolien begeben und daraus leckeren Magnoliensirup herstellen - das war mir völlig neu. Das Brennnessel eine heilende Wirkung hat und man daraus auch leckere Suppe machen kann, war mir bekannt, dass man sie aber auch hervorragend grillen kann, nun wiederum ganz und gar nicht. Während ich selber schon Gerichte mit Bärlauch, Löwenzahn und Gundermann zubereitet habe, wäre ich nie auf die Idee gekommen, einen Kuchen mit Mädesüssblüten zu machen oder die Knospen des Klatschmohns als Kapernersatz zu verwenden (das kenne ich nur von Kapuzinerkresse). Die Pflanzen, die hier beschrieben werden, findet man in unseren Breiten nahezu überall in der Natur und zum Teil auch in den Gärten - wie Sanddorn, Haselnuss, Schlehe, Beinwell, um nur einige wenige zu nennen. Jede Pflanze wird kurz beschrieben mit den zu verwendbaren Teilen, der Heilwirkung und der Blütezeit.

    Als Bestimmungsbuch würde ich das Buch alleine aber nicht verwenden, dafür liegt sein Schwerpunkt zu sehr auf der Verarbeitung und Zubereitung der Pflanzen. Und da es bei der ein oder anderen Pflanze doch zu Verwechslungen etwa mit Giftpflanzen kommen kann, ist ein gutes Bestimmungsbuch oder ein Mitsammler, der sich auskennt unabdingbar.

    Es bietet aber eine Fülle an Rezepten, die sich leicht umsetzen lassen und dabei richtig lecker sind.

    Das Buch ist sehr schön übersichtlich und ansprechend gestaltet, das Cover ist schlicht und daher absolut passend, der Einband wirkt durch seine textile Struktur sehr hochwertig. Eine runde Sache also, die sich bestens als Geschenk für Naturfreunde, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen, eignet.




  18. Cover des Buches Secrets of Grey Eyes (ISBN: 9783744873574)
    Samantha J. Green

    Secrets of Grey Eyes

     (20)
    Aktuelle Rezension von: GossipGirl

    ENDLICH!! Erfahren wir was Isa in ihrer Vergangenheit widerfahren ist und wovon sie in Gottes Namen davonläuft! Das hat mich ja in Band 1 schon wahnsinnig gemacht!
    Aber es kommt alles noch viel schlimmer - mal wieder! 

    Es kommen DInge ans Licht mit denen weiß Gott niemand auch nur im Ansatz gerechnet hat!

    Samantha FUCK du machst mich echt fertig !!

    Mir stockte mehrfach vor lauter Schock der Atem und mir kamen auch schon wieder unzählige male die Tränen!
    Es ist unglaublich was für Emotionen auf einen niederprassen wenn man solch Geschichten zulässt, sie fühlt und sich einfach darauf einlässt. 

    Ich werde nicht spoiler, deswegen verrate ich nur meine Emotionen und den Klappentext. 

    Ob ihr euch dem Abenteuer stellen wollt müsst ihr selbst entscheiden. 

  19. Cover des Buches Frida Kahlo: Ihre Fotografien (ISBN: 9783791386157)
    Hilda Trujillo

    Frida Kahlo: Ihre Fotografien

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    Eigentlich bin ich kein Fan von Bildbänden, obwohl ich tolle Fotografien gerne mag. Aber häufig nehmen diese Bücher so viel Platz im Regal ein.
     „Frida Kahlo. Ihre Fotografien“ durfte trotzdem einziehen. Denn als ich kürzlich einen tollen Roman über diese beeindruckende und außergewöhnliche Persönlichkeit gelesen habe, wurde mein Interesse an Frida, ihrem Leben und an ihren Werken, definitiv geweckt.

    Frida Kahlo hat mehr als 6000 Fotografien hinterlassen, die zum Teil erst viele Jahre nach ihrem Tod gesichtet wurden. Es handelt sich dabei weder nur um Fotografien, auf denen sie selbst abgebildet ist, noch wurden die Bilder nur von ihr gemacht. Vielmehr hat Frida die verschiedensten Fotos gesammelt, die einen Einblick in ihre Lebenswelt und in ihre Interessen gewähren. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf ihrem Privat- und Familienleben.

    Dieses Buch ist in verschiedene Kategorien unterteilt: „Herkunft“, „Papa“, „Das Blaue Haus“, „Der geschundene Körper“, „Die Liebe“, „Die Fotografie“ & „Die Politik“.
    Vor den Fotos zum jeweiligen Kapitel, die den Hauptteil des Buches einnehmen, findet man interessante Hintergrundinformationen zu Frida Kahlo, ihrem Leben und den Fotografien, die von verschiedensten Autoren verfasst wurden.
    Dabei erfährt man z. B. einige familiäre Hintergründe. Besonders spannend fand ich beispielsweise, dass manche von Fridas Vorfahren einen sehr traditionellen Kleidungsstil hatten und Trachten trugen, was sicherlich etwas auf Fridas Kleidungsstil abgefärbt hat. Oder dass Frida sehr stolz darauf war, Indio-Vorfahren zu haben.
    Auch wird deutlich, dass der Vater in Fridas Leben eine wichtige Rolle gespielt haben muss. Von ihm gibt es im Buch sehr viele Fotos, meistens Selbstportraits.

    Frida liebte ihre Fotografien und nahm manchmal auch Eingriffe an ihnen vor (bemalte sie, schrieb darauf Gedanken, oder schnitt etwas aus). Man bekommt den Eindruck, dass sie ihr emotional sehr wichtig waren.
    In diesem Buch wird deutlich, dass Frida schon von klein auf mit der Fotografie in Berührung kam. Ihr Vater war Fotograf, sie assistierte ihm immer wieder in der Dunkelkammer, retuschierte, oder begleitete den Vater bei Aufnahmen und lernte etwas über Bildkompositionen. Viele Fotos im Buch wurden von ihrem Vater gemacht.
    Auch Fridas Verbindung zum Fotografen Nickolas Muray, der einige ihrer Aufnahmen gemacht hat, spielte sicherlich eine Rolle.
     Sie selbst experimentierte gerne mit der Fotografie. Sie übernahm Bilder, die sie beeindruckten, auch gerne in ihre Gemälde. Frida sah sich aber nicht als Fotografin, sondern mehr als Künstlerin.

    Erst war ich kurz enttäuscht darüber, dass Frida (bis auf den Anfang) verhältnismäßig selten auf den Fotos abgebildet wird, der Vater dagegen sehr oft und dass zweimal identische Fotos noch einmal zu sehen sind. Aber dann wurde mir klar, dass die Bilder mehr das zeigen, was ihr in ihrer Lebenswelt wichtig war und ihre Gefühle und ihr Leben darin widergespiegelt werden. Und das hat mich neugierig werden lassen und ich mochte es.
    Insgesamt fand ich es sehr spannend, mich anhand der Fotos durch Fridas Lebenswelt zu bewegen.

    Und durch die hochwertige Aufmachung, nimmt man den Bildband gerne in die Hand, auch wenn er recht schwer ist. Doch das glatte Papier ist weder zu dünn, noch zu dick, sodass die Seiten sich gut blättern lassen.

    FAZIT: Wenn man sich für die Person Frida Kahlo wirklich interessiert, dann kann ich das Buch sehr empfehlen. Es ist sicherlich auch eine schöne Geschenk-Idee für Frida-Fans! Von mir gibt es 4,5/5 Sterne!

  20. Cover des Buches Bruder Wolf (ISBN: 9783924044237)
    Jim Brandenburg

    Bruder Wolf

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Maggi
    "Bruder Wolf" stand über 2 Jahre auf meinem Wunschzettel, bevor ich mir diesen schönen Bildband gönnte und nun, da er mein ist, muss ich wirklich sagen: es hat sich sehr gelohnt das Geld zu investieren! Auch der Hinweis der netten Buchhänderin, dass das Buch bereits in den 90er Jahren erschien und somit wohl nicht den neusten Forschungsstand abdecken könnte, hielt mich nicht ab. Denn ich habe in keinem anderen Bildband über Wölfe, ich habe mir einige zum Vergleich angeguckt, solch schöne, eindrucksvolle Bilder und eine so wunderschöne Aufmachung des gesamten Buches gefunden. Außerdem berichtet Brandenburg aus erster Hand über seine Beobachtungen und das ist, so finde ich, meist mehr wert als pauschalisierende Statistiken und Durchschnittserkenntnisse über eine Rasse. Daher kann der aktuelle Forschungsstand hier ruhig hinten an stehen und Platz machen für ein stimmungsvolles Ganzes! Inhalt: Der Tierfotograph Jim Brandenburg zieht sich in die kanadische Wildnis zrück, um dort wild lebende Wölfe in Ravenwood zu fotographieren. Das ist offenbar gar nicht so leicht, da wilde Wölfe recht scheu sind und den Menschen eher meiden. Die meisten Bilder, die man allgemein so über Wölfe findet stammen aus Reservaten, in denen Populationen erforscht werden, d.h. diese Wölfe sind quasi "halbwild", oft sind größere Gebiete eingezäunt und sie kennen Menschen. Jim Brandenburg geht da anders vor und trotz Warnung einiger Forscher, dass ihm dies nicht gelingen würde ist ein beeindruckender Bildband entstanden! Auch die Textteile haben mir gut gefallen. Sie sind sowohl informativ, als auch gut verständlich, da Brandenburg in erster Linie als Freund von Wölfen und nicht als Wissenschaftler formuliert. Auch alte Wolfslegenden der Ureinwohner fließen ein und die Stellung des "weißen Mannes" zum Wolf samt ihrer negativen Konnotation werden aufgearbeitet. Fazit: Ein überaus schöner, stimmungsvoller Band mit tollen Bildern, Geschichten und guten Informationen. Ein Buch, dass sich auch mit userem Verhältnis zur Natur und ihren Geschöpfen auseinandersetzt. Ein intimer Einblick in das Leben und die Verhaltensweisen der Wölfe, der das Fenster in eine uns fremd gewordene Welt öffnet! Uneingeschränkt empfehlenswert!
  21. Cover des Buches Der Kuss des Dämons (ISBN: 9783641241087)
    Lynn Raven

    Der Kuss des Dämons

     (968)
    Aktuelle Rezension von: Luisa0706

    Die Geschichte um Dawn und Julien fand ich sehr schön. Anfangs hat mich das ganze etwas an Twilight erinnert mit dem "du darfst mir nicht zu nahe kommen..."  Nach der Hälfte des Buches hat das aber eine ganz andere Wendung genommen. Das Ende war sehr spannend und aufregend. Der Schreibstil von Lynn Raven war wie immer super, es liest sich alles sehr flüssig. Gut fand ich auch die starke Persönlichkeit von Dawn, die sich von niemanden etwas verschreiben lässt. Einen 2. Teil gibt es auch, den ich auch auf jeden Fall lesen werde. 

  22. Cover des Buches Nach dem Regen (ISBN: 9783938297421)
    Thomas Lawall

    Nach dem Regen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Gedichte sind immer schwer zu rezensieren. Mir liegt ein kleiner Gedichtband vor. Der Deckel zeigt mir ein verdeckten Blick auf das Meer, entspannt, ruhig. Nach den ersten Seiten schon packt mich ein Gefühl von Vergangenheit, Kindheit. Dies verstärken die grobkörnigen Schwarzweiß Bilder. Der Dichter hat für seine Gedichte ein freies Format gewählt, die Versform pro Gedicht ist gleich, es reimt sich nicht. Gedichte kann man nicht nebenbei lesen, oder in einem Zuge wie Krimis; viele lese ich und denke drüber nach; lese sie noch einmal, versuche mich hineinzuversetzen, einen neuen Aspekt zu erfassen. Der Inhalt ist sehr intim, Thomas Lawall erzählt von seinen Gefühlen, seinen Erlebnissen, seinen Träumen, Hoffnungen und Wünschen. Insgesamt lässt sich über alle Gedichte ein Muster ziehen und mich dem Autor etwas näher kommen. Die Bilder verstärken die Imagination der Worte noch. Gedichte müssen in mir einen Gedanken formen, Bilder, mich mit ihren Worten in etwas Bekanntes oder Unbekanntes führen. Leider gelingt Thomas dies nur phasenweise. Seine ersten Gedichte sind die stärksten, an manchen habe ich Tage überlegt, sie wie einen alten Whisky in meinem Ohr zergehen lassen. "Vakuum" - dieses "Ich warte", ist ein kleines Nachschwingen ein verharren. "Ganz tot" macht mir die Schmerzlichkeit des Todes und des eigenen Universums bewusst. "Nach dem Regen" spielt leichtfüßig, barfuss im Regen, tänzelt an den Worten, Regentropfen entlang. Mein Lieblingsgedicht aber ist "Greifbare Nähe" wo ich am ehesten den Dichter sehe, wo ein Gedanke dieses Kleinod umfasst und in knappen Worten umreißt und sich dieser Gedanke vom Blatt löst um in mir aufzugehen. Meistens jedoch finde ich diese Blase nicht, der Dichter dreht mir zu viele Pirouetten, als ob er alles in eins fassen will - und scheitert. Manches ist auch nach vielem Lesen recht platt geraten, bei manchem gutem Anfang wie in "Wenn die Blätter fallen" wird die offene Form störend, ja zerreißt meine Gedankenblase. Doch was bin ich der ich hier eines Anderen persönliche, intime Momente beschreibe, ja ihnen noch eine Wertung zukomme. Möge sich jeder eine eigene Meinung machen. Ein kleiner Gedichtband, der durch die, vom Autor selber geschossenen, Schwarzweiß Bilder, aufgewertet wird.
  23. Cover des Buches Audrey Hepburn (ISBN: 9783896027238)
    Ellen Erwin

    Audrey Hepburn

     (9)
    Aktuelle Rezension von: mistellor

    Dieses Buch zählt jetzt zu meinen Lieblingsbüchern. Es ist liebevoll aufgemacht, mit wunderbaren Bildern, die man nicht oft gesehen hat.

    Das Buch besteht aber nicht nur aus Bildern und Text, sondern im Buch sind viele Überraschungen in Tüten versteckt. Zum Beispiel Kinokarten, Filmfotos, Privatfotos, Programme, Programmzettel, Theaterprogramme, Drehpläne, Drehbuchseiten, Briefe, Zeichnungen, handgeschriebene Zettel und vieles mehr. Natürlich alles Kopien, aber der Verlag hat bei den Reproduktionen sich sehr viel Mühe gegeben und sie liebevoll aufbereitet.

    Auch der Text ist sehr persönlich gehalten. Man erfährt noch viel Neues, auch wenn man sich vorher mit Audrey Hepburn beschäftigt hat. Einer der Autoren des Buches ist Sean Hepburn Ferrer, der Sohn von Audrey Hepburn. Es berichten außerdem in diesem Band vor allem Menschen, die sie auch wirklich gekannt haben, dadurch erlebt man Audrey Hepburn ganz neu.

    Ich kann dieses Buch nur für jeden Filminteressierten empfehlen, es ist jeden Cent wert. 

    Das Portrait eine sehr schönen, sehr intelligenten und besonders einfühlsamen und sozial engagierten Frau.

    Eine der schönsten Bildband-Biographien die ich kenne.

  24. Cover des Buches Zuhause in Fukushima (ISBN: 9783218009065)
    Judith Brandner

    Zuhause in Fukushima

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Kei Kondo hat seinen Bio-Bauernhof verloren. Sadako Monma musste ihren Kindergarten schließen. Der Arzt und Diplomat Ryohei Suzuki kehrte nach der Katastrophe nach Fukushima zurück, um im dortigen Krankenhaus zu arbeiten.

    Judith Brandner erzählt in diesem Buch in 13 sensiblen Porträts, wie sich die Katastrophe von Fukushima auf die dort lebenden Menschen auswirkt. Manche haben aus diesem gravierenden Einschnitt neue Energien und Lebenskraft geschöpft, andere sind nahe daran, an der Situation zu zerbrechen. Sie sind Flüchtlinge im eigenen Land, persönliche und berufliche Einschränkungen gehören heute zu ihrem Alltag. Manche sind KünstlerInnen, die ihre Bekanntheit dafür einsetzen, um den Menschen in der Region zu helfen. Auch Journalisten sind unter den Porträtierten, einer arbeitet heute als Undercover-Journalist, u. a. als Arbeiter im Kraftwerk Fukushima, um über die tatsächliche Situation berichten zu können.

    Der japanische Fotograf Katsuhiro Ichikawa hat Judith Brandner bei ihren Recherchen begleitet und die Menschen fotografiert, mit denen sie gesprochen hat. Die Fotos zeigen auf berührende Weise, wie die Menschen heute dort leben und fühlen.

     

    EIGENEN MEINUNG:

    Gleich zu Beginn möchte ich sagen, wie sehr mich dieses Buch berührt hat, wie unglaublich ergreifend, schockierend und doch einfach wundervoll ich es finde! Ich hatte das Glück, dieses Buch bei der Lovelybooks Bücherregal-Aktion zu gewinnen und bin einfach nur froh, dass ich mich dafür beworben habe! Normalerweise schreibe ich bei meinen Rezensionen den Inhalt ja in eigenen Worten, aber in diesem Fall habe ich tatsächlich Angst etwas zu verfälschen, zu vergessen, zu verändern. Denn in diesem Buch ist für mich einfach alles, so wie es ist, absolut richtig! Ich war schon lange nicht mehr so begeistert und einfach auch überrascht von einem Buch, besonders von einem Sachbuch!!

    Das Cover des Buches ist mir ganz klar aufgefallen und dann sieht man dazu diesen Titel. Es ist nicht schwarz/weiß, grau oder düster gehalten, sondern es hat einfach tolle Farben und wirkt für mich realitätsnah, ehrlich, offen, obwohl es ein solches Thema behandelt! Das ist schon das erste von dem ich einfach nur begeistert bin und was auch schon viel über das Buch sagt: Es will nicht schockieren oder Mitleid erregen, sondern es erzählt von echten Menschen! Ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, wie wundervoll sie schreibt, wie sie einen berührt und den Menschen doch immer ihren Stolz und ihre Persönlichkeit lässt.

    Ganz besonders toll fand ich, schon im Einstieg in das Buch, wie die Autorin sich selbst mit einbezieht, von ihrer Reise durch ein Land erzählt. Von ihren Erlebnissen, dem Kennenlernen fremder Leute, aber auch von ihren eigenen Schwächen und wie sie sich in vielen Momenten fühlte. Dabei ist mir besonders eine Szene mit einem Bettler in Erinnerung geblieben, bei dem die Autorin selbst reflektiert wie schlecht sie sich verhalten hat. Ich bin hin und weg…

    Hin und weg auch von so viel Ehrlichkeit und so viel Einblick in eine Kultur auf so wenigen Seiten! Das Buch liest sich für mich fast abenteuerlich, wenn man der Autorin folgt und sich auf sie einlässt! Bevor ich genauer dazu komme was ich mir zu den Geschichten aufgeschrieben habe, möchte ich noch sagen, dass mir als erstes im Buch der Hinweis auf eine Klimaschutz-ID aufgefallen ist! Davon hatte ich zuvor noch nie etwas gehört und dem möchte ich auf jeden Fall noch genauer nachgehen!

    Die Geschichten an sich lesen sich unglaublich leicht, fließend, auch durch die extreme Ehrlichkeit (wie oben beschrieben) der Autorin. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, obwohl ich anfangs vor dem Thema schon etwas Angst hatte. Ich bin eher empfindsam und wollte durch das Lesen nicht geradewegs in eine Depression stürzen… Diese Angst war vollkommen unbegründet! Ich habe sofort eine Verbindung zu der Erzählung gespürt, auch wenn sich das komisch anhört, war sofort darin vertieft! Die Sätze der Autorin sind bewegend und man merkt wieder wie schnell man selbst vergisst, während die Menschen denen etwas Schlimmes passiert ist weiter damit leben und auch leben müssen… Ich habe beim Thema Fukushima bisher auch einfach viel an die Auswirkungen auf die Umwelt, die Felder, die Meere, ganze Landstriche gedacht. Jetzt muss ich zugeben, dass mir die persönlichen Konsequenzen die dieser schreckliche Unfall für Familien, Ehen, Kinder, Seelen hat überhaupt nicht ins Gedächtnis gekommen sind… Und genau solche Geschichten erzählt die Autorin, unterlegt mit der genau richtigen Anzahl einfach wundervoller, ausdrucksstarker Fotografien! Nicht nur von Menschen, auch von deren Umgebung, deren Arbeit, deren Stolz, der ihnen zum Teil einfach genommen und niemals ersetzt wurde, an den wenigen Stellen an denen dies vielleicht sogar möglich gewesen wäre…

    Die Erzählungen klingen teilweise fast unwirklich, gehen zumindest bei mir über den menschlichen Verstand hinaus und müssen dann doch anerkannt werden. Allerdings geschieht dies stets äußerst feinfühlig, ohne Effekthascherei, absolut ehrlich. Die Gefahr die die Menschen in Fukushima bedroht ist so schwer zu fassen, einfach unsichtbar. Die Schicksale, die die Autorin aufzeigt, bringen einen diesen Menschen so unheimlich nahe und es wird einem bewusst, dass dies nur ein kleiner Ausschnitt ist. Die schiere Masse an Betroffenen macht einen sprachlos, Alte wie Junge, vielleicht sogar Ungeborene.

    Besonders schön finde ich auch, wie die Autorin einem die Landschaft, und die Bedeutung dieser, um Fukushima näher bringt. Für die Menschen, die Kinder die dort lebten, teilweise noch leben und nicht loslassen können… Ich habe es richtig gespürt, die Jahreszeiten, die Ernte, die verlorene Heimat von der so oft im Buch die Rede ist.

    Schließlich spielt im Buch auch die Regierung eine Rolle. Dann wenn die Autorin in Kontakt mit ihnen gerät, die Menschen von ihren Hoffnungen und der Realität sprechen. Auch wenn Menschen von ihrem Kampf gegen die Atomkraft und für Verständnis und Weitsicht erzählen. An diesen Punkten wird es oft einfach nur unglaublich, man spürt das Entsetzen, den Unglauben und ist selbst mit hin- und hergerissen… Man fühlt sich wie die Menschen dort ausgeliefert und ist dann noch erstaunter, dass manche daraus auch etwas Positives schöpfen konnten oder einfach nicht vorhaben aufzugeben!

    Eine Beschreibung die mir auch immer noch nicht aus dem Kopf gehen will ist die der Kulissen. Ja manchmal denkt man es erbaut jemand Kulissen und dahinter ist nichts übrig bzw. die Menschen sind einfach nichts wert. Der Umgang mit ihnen, so wie er im Buch beschrieben ist, muss einem einfach nahe gehen. Das Wissen was es für Folgen für die Menschen untereinander hat macht mich sprachlos, hilflos… Im Kopf bleibt mir auch immer noch die Frage, ob z. B. Kinder die den Unfall miterlebt haben spätere auf eine Art Rote Heirats-Liste gestellt werden könnten. Ob sie als potentielle Mütter oder Väter später gebrandmarkt sein werden, wie es in der Geschichte schon einmal war. Schrecklich…

    Ganz zum Schluss muss ich aber noch mal betonen, dass mich dieses Buch nicht kaputt gemacht hat, sondern es hat mich berührt, aufgerüttelt, mir die Augen geöffnet, mich offenen werden lassen. Da sind Menschen, die immer noch jeden Tag mit der Katastrophe leben, die Hoffnung brauchen, deren Seelen verletzt sind und denen die Heimat gestohlen wurde. Aber selbst diese Menschen suchen noch die Schuld bei sich selbst, weil sie vor dem Unfall nichts gegen die Atomkraft getan haben – ich denke darüber sollte jeder von uns nachdenken.

    Ein tolles Buch, mit einer tollen, vorsichtigen Erzählweise und viel japanischer Mentalität! Und für mich persönlich zumindest ein journalistisches Meisterwerk… Ich könnte noch Seitenweise so weiterschreiben, bin über mich selbst erstaunt, aber sage jetzt nur: LESEN! UNBEGINGT LESEN!

     

    FAZIT:

    Dieses Buch hat für mich eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Ich freue mich über jeden einzelnen, der es zur Hand nimmt (es ist ein leichtes, kleines Büchlein für ein solches Thema) und bin mir sicher, dass jeder daraus etwas für sich mitnehmen kann. Seien es Geschichten, Menschen, Landschaften, Fotografien, Gedanken oder Einsichten! Ein einfach wunderbares Buch, nicht zum Verschlingen, sondern genießen, mit vielen leisen Zwischentönen. 

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks