Bücher mit dem Tag "fotographie"
16 Bücher
- Luca Di Fulvio
Es war einmal in Italien
(98)Aktuelle Rezension von: graphidaEindringlich, spannend, emotional.
Es war einmal in Italien ist ein historischer Roman, der die Geschichte Italiens im Fokus hat.
Luca Di Fulvio nimmt die Leserinnen mit nach Rom in eine Zeit des Umbruchs, politisch wie gesellschaftlich und erzählt eine große Geschichte über Herkunft, Macht, Hoffnung und Überleben und Unabhängigkeit.
Eine Geschichte zwischen Selbstfindung und brutalen Strassenkämpfen, Liebe und Armut.Inhaltlich gut erzählt, schnörkellos, mitunter brutal. Armut, Absturz, Rache, Macht und Gewalt sowie soziale Gegensätze werden klar benannt und nicht beschönigt. Das macht den Roman streckenweise schwer auszuhalten, aber glaubwürdig.
Die Protagonisten sind gut geschrieben, menschlich und manche wachsen einem ans Herz, andere stoßen ab. Die verschiedenen Lebenswege verweben sich nach und nach zu einem gemeinsamen.
Die Handlung spielt 1870 in Rom, in einer Zeit des Umbruchs und der großen politischen, sozialen und menschlichen Veränderungen. In dieser Zeit ging es bei der einfachen Bevölkerung ums nackte Überleben. Der Stärkere setzt sich durch, egal wie.
Der Autor scheut sich nicht, Szenen zu schildern, bei denen ich schlucken musste, aber das alles wirkt als realistischer Teil der dargestellten Zeit. Gleichzeitig gibt es immer wieder Momente von Nähe, Mut und Hoffnung.
Kritisch sehe ich den Schluss, er war nach den vorangegangenen 650 Seiten erstaunlich weichgezeichnet. Auf wenigen Seiten wird viel aufgelöst, fast zu harmonisch. Dieses konzentrierte Happy End passte für mich nicht ganz zu dem zuvor so kompromisslosen Ton der Geschichte.
Trotzdem bleibt es ein eindrucksvoller Roman, der Zeit und Aufmerksamkeit verlangt. Wer bereit ist, sich auf eine intensive, stellenweise harte Erzählung einzulassen, wird mit einer vielschichtigen Geschichte belohnt
Für alle, die historische Romane mögen, die mit Herz, Mut und klaren Bildern erzählen, ist dieses Buch eine echte Empfehlung. .
- William Boyd
Sweet Caress: The Many Lives of Amory Clay
(7)Aktuelle Rezension von: Pat82Ich habe das Buch 3 x gestartet und es heute doch noch geschafft es auch zu beenden. Juhuuuu
Das Buch hinterlässt verschiedene Eindrücke. Am Anfang war ich sehr begeistert und die Geschichte konnte mich richtig mitreissen. Als ich dann erfahren habe, dass alles nur erfunden ist von William Boyd, war ich enttäuscht. Die grosse Begeisterung für die lebendige Geschichte der Amory Clay wurde rasch weniger bis gar keine mehr ...
Jedoch ist die Geschichte so echt geschrieben mit den dazugehörigen Bildern, dass ich mich dann doch motiviert habe weiter zu lesen und ja es war nicht schlecht ... die Geschichte hat seine Längen aber das Grundgerüst ist ganz okay und unterhaltet gut. Schade ist alles nur erfunden den Amory wäre wirklich eine sehr intressante Person gewesen
- Owen Sheers
I Saw a Man
(100)Aktuelle Rezension von: Fee04Kurzbeschreibung
Es war an einem Samstagnachmittag im Juni, als sich ihrer aller Leben komplett veränderte: schlagartig, nur wenige Minuten, nachdem Michael Turner das Haus der Nelsons durch die Hintertür betreten hatte. In der Stille wirkte es, als wäre niemand daheim.
Ein Moment der alles verändert, Geheimnisvoll und mit unerwarteten Wendungen zieht das Buch den Leser in seinen Bann. Wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist, kann unglaubliches passieren.
Ein genialer Thriller/Roman! - Hilary Norman
Panische Angst
(49)Aktuelle Rezension von: Aldonawundervoll,einfach schön geschrieben, kein riesen tamtam dennoch spannend und was mir gut gefallen hat war, daß es diesmal im vordergrund um einen hund und einem blinden menschen ging. die story war einfach gehalten worden und doch einige spannungen und fragen auftauchten sowie eine liebesgeschichte sich mit entwickelte, von mir die volle punktzahl für joanna aus england und jack aus amerika :-) - Regine Glaß
weg
(1)Aktuelle Rezension von: KikiSiegWeg ist ein poetischer Bildband, der sich mittels Gedichten und Fotographien mit dem Ankommen, Abreisen und dem, was dazwischen geschieht und entsteht, beschäftigt. Die Bilder sind Momentaufnahmen von Reisenden in Zug und Bahn, Wartenden am Flughafen, Berufspendlern und Menschen, die an diesen Zwischen-Orten arbeiten.
Die Gedichte sind auch unterwegs entstanden und das merkt man, denn sie fangen wunderbar ein, wie es ist, unterwegs zu sein. Wenn man sie liest, fragt man sich, wie oft man eigentlich unterwegs wirklich im Hier und Jetzt gewesen ist und die besondere Stimmung und Atmosphäre des Reisens voll und ganz aufgesogen hat. Oder ob man nicht viel zu oft geistig dem Körper schon Kilometer voraus war.
Bei jedem Gedicht war ich gespannt auf das Ende, weil ich wusste, dass dort immer ein schöner, interessanter oder tiefsinniger Twist warten würde.
Ich muss gestehen, dass ich „von Haus aus“ eher auf Worte statt auf Bilder reagiere. Als ich das Buch zum ersten Mal durchgeblättert habe, habe ich deswegen auch nur die Gedichte wahrgenommen. Aber sie haben mir halt auch wirklich gut gefallen. Schon in der Leseprobe war ich hin und weg von dem dritten Gedicht (das zitiere ich hier jetzt nicht, schaut dafür selbst in die Leseprobe). Als jemand, der ebenfalls gerne unterwegs ist und die Heimat für die Liebe verlassen hat, hat mich dieses kleine, dreizeilige Gedicht einfach sofort abgeholt. Es fasst so schön in Worte, was ich nur allzu gut kenne.
Ich mag bunte Bilder eigentlich lieber als Schwarz-Weiß-Fotografien. Aber als ich mich mal ruhig mit einer Tasse Kaffee hingesetzt habe und die Kombination von Gedicht und Foto auf mich habe wirken lassen, konnte auch ich erkennen, dass Bilder genau wie Worte Stimmungen einfangen und an die Leser:innen weitergeben - wenn sie sich die Zeit dafür nehmen.
Weg ist ein poetischer Bildband. Dieser ist nicht dafür gemacht, schnell zwischen Tür und Angel „weggelesen zu werden“. Man sollte sich dafür Zeit nehmen und man sollte es genießen. Auf eine lange Zugfahrt würde ich das Buch definitiv mitnehmen. Es passt auch gut ins Handgepäck. Und wenn man die Gedichte und Fotographien zu Hause aufbewahrt, lässt das Durchblättern das Fernweh aufleben (auf eine gute Art) und die Sehnsucht erwacht, den Koffer zu packen und sich auf den Weg zu machen. Egal wohin. Hauptsache weg.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.
- Klaus Tamm
Verwunschene Wildnis
(1)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerBei diesem Buch hat mich der erste Blick auf das Cover verzaubert. Ich habe das Gefühl, ich beobachte eine Elfe, die über einer Blumenwiese im Sonnenlicht tanzt und erst der zweite genauere Blick „zerstört“ ein wenig das märchenhafte Bild und offenbart den Tanz der beiden Insekten- dennoch, was für ein wunderschönes Bild- ein eingefangener magischer Moment aus unserer Natur.
Für mich ist dieses Cover ein wundersames Versprechen auf das Buch, das mir magisch- verzauberte Naturfotos mit Überraschungen verspricht und schon unheimlich neugierig auf diesen Bildband macht.
Auch die Fotos im Buch setzen diese magisch anmutenden Momente fort. Momente des Märchenhaften, wie das Foto eines Wolfes mit diesem eingefangenen Gesichtsmoment- erinnert mich doch stark an ein Märchen der Gebrüder Grimm. Da bekommt man als Leser ein Gefühl, als sei man dabei, im Wald, bei der Begegnung des Wolfes und Teil eines märchenhaften Erlebens und doch auch ein Teil unserer Natur.
Das Inhaltsverzeichnis mit dem das Buch eröffnet nimmt z.T. auch mit seinen märchenhaften Kapitelüberschriften diesen Zauber auf. Das Buch unterteilt sich in die „Welt des Kleinen“, das Geheimnisvolle der Natur, ein Kapitel nennt sich „Verwunschen“ und auch die Vögel kommen zu Wort, oder eher ins Bild.
Es folgt eine doppelseitige Fotoaufnahme, auf der ich mich als Betrachter erst orientieren muss um dann plötzlich das fotografierte Tier zu entdecken- das fand ich sehr gelungen.
In den begleitenden Texten zu den Fotos werden auch immer Zitate rund um die Natur verwendet. Im Vorwort wird auch erwähnt, dass der Fotograf der Bilder versucht diese magischen Momente der Natur einzufangen- meiner Meinung nach ist das absolut gelungen und er vermag es mich als Betrachter zu verzaubern mit den Fotos und den Tieren und er wundersamen Natur. Hier wird auch erwähnt, dass Klaus Tamm mit Schärfe und Unschärfe in den Fotos arbeitet und das mir auch sehr gut gefallen, dass so die Grenzen verwischen- nicht nur in den Fotos auch in der Wahrnehmung.
Auf den folgenden Seiten des Buches findet man zu Beginn des Abschnittes einige Textseiten, auf denen auf die Tiere des Kapitels eingegangen wird. Nun folgen meist doppelseitige Fotos, die ein Tier in den Mittelpunkt stellen und ein kurzer erklärender Textbaustein anbei.
Ich mochte hier besonders die Tierfotographien, wo die Tiere einem einen Blick direkt in ihre Augen ermöglichen. Aber auch dir Fotos, wo mit Bewegungen, Schatten und Licht gespielt wird, sind wundervoll.
Am Ende des Buches berichtet der Fotograf noch einmal von seiner Arbeit, dem Warten auf den richtigen Moment- ein Einfangen eines Bildes. Das rundet das Buch für mich perfekt ab.
Der Fotograf Klaus Tamm hat hier wunderschöne, magische Momente aus unserer Natur eingefangen und anhand der Fotos kann jeder Betrachter daran teilhaben. Was ich noch erwähnenswert finde, das erfährt der Leser im Klappentext des Buches unter Autoreninfos, er spendet das Honorar für dieses Buch an eine Organisation, die Naturschutzprojekte unterstützt.
Mario Ludwig, ist Biologe (Quelle: Klappentext Buch, Autoreninfos) und hat die Texte im Buch verfasst.
Ein wunderschöner, magisch verzauberter Bildatlas, der einem Betrachter die magischen Momente der Natur zeigt. Zum Immer-Wieder -Anschauen, Versinken, Träumen und Verzaubern lassen- wundervolle Fotos von unserer Natur. - Paul Auster
Auggie Wrens Weihnachtsgeschichte
(19)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderIch hatte mich echt auf dieses Büchlein gefreut. Toller Einband, sehr ansprechend gemacht, interessanter Klappentext und tolle Ausstattung. Dachte da habe ich gleich tolle Weihnachtsgeschenke. Schade... Es verspricht soviel und kann dann leider doch nichts halten. Die Geschichte wird einfach runter gerattert und verliert sich irgendwan im oh Gott ich sollte ja eine Weihnachtsgeschichte schreiben, was schreibe ich nur, naja mal überlegen, ach ja, da war mal was... Schade, kürzer, knapper und dafür die wichtigen Dinge deutlicher hervor gehoben hätte es etwas ganz tolles werden können, aber so leider nur ein oh je...
- Kim Leopold
Hundert minus einen Tag
(40)Aktuelle Rezension von: Kallisto92Das Buch, " Hundert minus einen Tag", der Autorin Kim Leopold, ist eine Kurzgeschichte.
Diese spielt zur Weihnachtszeit.
Alina wird kurz vor Weihnachten von ihrem Freund abserviert, da ist sie gerade auf dem Weg zu ihm. Am Bahnhof trifft sie Cameron. Mit ihm erlebt sie ein Abendteuer , doch er hat auch ein Geheimnis vor ihr. Ist Cam vielleicht Alina ihr Weihnachtswunder und was verschweigt der junge Mann?
Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und in der Ich-Perspektive aus Alina´s Sichtweise geschrieben .
Mein Fazit:
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Charaktere sind ausführlich und authentisch beschrieben. Die Liebesstory entwickelt sich sehr schnell, dass Buch hätte meiner Meinung nach gern mehr Seiten haben können. Das Ende wirkt sehr rund. Für mich persönlich gibt es jedoch noch Potenzial für ein weiteres Buch .
- Sejal Badani
Der Weg heim
(2)Aktuelle Rezension von: Ay73Dieses Buch erzählt die traurige Geschichte dreier Töchter und deren Mutter die als Einwanderer-Familie aus Indien in die USA gekommen sind. Die Anfangs-Schwierigkeiten der Sprache, der Sitte und des alltäglichen Lebens. Die Geschichte beginnt damit, dass Sonya nach Hause kommen soll, weil der Vater unerwartet im Koma liegt. Alle sind zusammen und alle werden mit der Vergangenheit, der Gegenwart konfrontiert, mit allem was dieser Vater dieser Familie angetan hat.
Nach außen der treusorgende und liebende Vater, in den eigenen Wändern der prügelnde Vater.. bis auf die Lieblingstochter Trisha, bekommen sie alle heftige Schläge von dem Vater. Dabei ist auch die Angst der Mutter, die nicht einschreitet um ihre Töchter zu schützen.
Das Buch ist sehr traurig, sehr emotional und wahnsinnig gut geschrieben. Der Autorin ist es gelungen, ein fantastisches Buch zu schreiben, auch wenn das Thema einen sehr traurig stimmt...die Emotionen, die Gedanken und auch die Verdrängung der Töchter und der Mutter ist so herzzerreissend, inkl. Tränen... Absolute Lese-Empfehlung
- Rose Bloom
Merci Paris
(39)Aktuelle Rezension von: Nancys-weltMerci paris von rose bloom
@rosebloom_autorin
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📚meine Meinung:
Das cover hat mich angezogen ,nach meiner riesen leseflaute, und war sooo dankbar,das der hinhalt genauso toll ist.
Paula und Nic, ach die zwei sind einfach zucker... klar gibt es auch da schwierigkeiten. Aber erst kam die Vorgeschichte, geplatzte Hochzeit, der chef einfach sch.... ist, als dann eine Einladung kommt eigentlich für den miesepeter geht sie selbst hin und ab da an geht die Geschichte für mich erst richtig los, der flüssige schreibstil ist einfach durch das buch geflogen,und ja ich werde hier nicht alles preisgeben, ausser das es eines der ersten Bücher von ihr ist und ich dieses einfach liebe. Und mich aus dieser leseflaute komplett herausholte das ich im anschluss gleich noch eins geles3n habe😁
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Lest ihr generell von bekannten autoren auch die 'erstlinge' ?( Wenn ihr sie viel später erst entdeckt?.)
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📚 Klappentext/Beschreibung
Paula braucht Ordnung! Ihr Leben ist geplant und sicher, vielleicht etwas eintönig, aber trotzdem ist das gut so. Denn sie ist ganz und gar nicht der Typ für Überraschungen. Vor allem hätte sie darauf verzichten können, ihren langjährigen Freund mit einer Anderen inflagranti zu erwischen.
Paulas geordnetes Leben wirbelt durcheinander, als wäre ein Tornado darüber hinweg gefegt, und hätte alles mit sich gerissen. Sie muss etwas ändern! Ihr Leben soll spannend und aufregend werden, und sie beschließt, ein spontanes Jobangebot in einer absoluten Traumstadt anzunehmen. Paris! Wenn da nur nicht Nic wäre, dem sie kurz vor ihrer Abreise einfach nicht widerstehen konnte. Aber darüber muss sie sich keine Gedanken mehr machen, denn Nic ist in Frankfurt und sie bald weit, weit weg. Oder? - Daniel Schreiber
Susan Sontag. Geist und Glamour
(10)Aktuelle Rezension von: EmmaWinterSie wollte weder das Label als feministische Autorin, das der lesbischen Schriftstellerin, noch das der Miss Camp und doch war sie auch all das. Daniel Schreiber zeichnet den Lebensweg von Susan Sontag (1933-2004) nach, von der vaterlosen Kindheit bis zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und ihrem Tod im darauf folgenden Jahr.
Von Susan Sontag wußte ich vor diesem Buch kaum etwas, das hat sich nun geändert. Schreiber hat das Leben und Werk der amerikanischen Intellektuellen in das jeweilige Umfeld aus Gesellschaft, Literatur, Kunst, Politik, Freundschaften etc. gekonnt eingebettet und die Beziehungen und Einflüsse auf Sontag und ihre Texte und auch ihre Einflüsse auf andere herausgearbeitet. Das liest sich sehr, sehr interessant und viele Arbeiten wären ohne den politischen und gesellschaftlichen Hintergrund nicht einzuordnen. Schreiber setzt Sontags Texte in Bezug zu anderen Autorinnen und Autoren, erläutert die Entstehungsgeschichten und fast die Texte auch zusammen. Ich gebe gerne zu, dass ich hier nicht immer alles verstanden habe. Es geht oft um Theorien, vor allem in ihren Essays. Dennoch hat man selbst bei den kompliziertestes Passagen zumindest eine Ahnung, um was es Sontag ging.
Schreiber schildert den teilweise problematischen Alltag, die schwierigen Partnerschaften, die ständigen Geldsorgen, die Versagensängste, die schwere Krankheit Sontags und ihre nicht enden wollende Umtriebigkeit, ihr großes Interesse für alles, was mit Kunst und Kultur zu tun hatte.
Herausgekommen ist das Porträt einer Frau, die von Ambivalenz geprägt war, die sich oft selbst inszenierte und sich einer eigenen Anspruchshaltung in Bezug auf ihr Schaffen gegenübersah, die sie häufig nicht erfüllen konnte. In Perioden großer Produktivität ersann sie so viele Projekte, dass häufig keines davon umgesetzt wurde. Ein schönes Zitat von Jeff Seroy, Publicity-Direktor ihres Verlages FSG, zeigt auf, wie radikal sie auch mit den Menschen in ihrer Umgebung umging: "Bei Susan saß man entweder auf dem Beifahrersitz, oder man war ein überfahrenes Tier am Straßenrand, aber auf dem Beifahrersitz war es eine großartige Erfahrung." (S. 250f.)
Insgesamt hat mich die Biografie wahnsinnig fasziniert und ich habe mit Schrecken festgestellt, wie viele Personen aus dem engeren und weiteren Umfeld von Sontag mir nichts gesagt haben. Das Buch ist voller Post-Its und ich werde noch weitere Bücher über und vor allem auch Texte von Sontag lesen. Als umfassende Einführung in Leben und Werk fand ich das Buch ideal.
- Philippe Bourseiller
Wildnis der Wälder: Grüne Lebensräume auf der ganzen Welt
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Cinzia Tanzella
Weich unter meinen Füßen
(19)Aktuelle Rezension von: CladdyViivi, eine junge Finnin, wird nach sieben Jahren Beziehung aus heiterem Himmel von ihrem Partner verlassen. Vor Kummer völlig am Boden zerstört, versucht sie dennoch, sich langsam ins Leben zurück zu begeben.
Die Autorin Cinzia Tanzella thematisiert in ihrem ersten Roman den Seelenzustand einer Frau, die unter intensivem Liebeskummer leidet. Diese schildert in Ichform so detailliert und ausführlich die „Zeit danach“, dass es überzeugend autobiographisch anmutet. Die Gespräche mit Freundinnen, der Gang zur Psychogin, die Konsultation einer Kartenlegerin, die Vernachlässigung der Wohnung, alles wird, nicht immer chronologisch, dargelegt. Beschäftigungen, Hobbys, neue Männerbekanntschaften entwickeln sich und ähnlich rasch vergehen sie größtenteils.
Doch trotz intensivster Selbstbeobachtung bleibt Viivi seltsam fremd und oberflächlich. Spürbar fehlt die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Der Blick bleibt im Geschehen gefangen. Allzu leicht ist sie bereit, anderen die Schuld an ihrem Unbehagen zuzuschieben. Auch der Anflug von Selbstironie, der ab und an Hoffnung macht, in der Regel aber allzu schnell etwas weichen muss, was sich eher wehleidig anfühlt, rettet wenig. So verlässt man am Ende das Buch, in das man dank einer wunderbar poetischen Widmung zu Beginn voller Vorfreude eingestiegen ist, in der latenten Gewissheit, dass mit großer Wahrscheinlichkeit auch das Ende einer nächsten Liebe unsere Protagonistin dank mangelnder Reflexion überrumpeln wird.
Weiter getrübt werden Lesefreude und Lesegenuss durch die oftmals ungewohnte Satzstellung und zahlreiche Fehler. Es ist mutig und anerkennenswert, eine solche Geschichte in einer fremden Sprache zu verfassen. Da braucht es kompetente und fachliche Unterstützung, die hier offenbar fehlte. Vielleicht hätte die Autorin besser aus ihrer Muttersprache, dem Italienischen, übersetzen lassen sollen. Vielleicht aber finden sich auch nachsichtige und interessierte Leser, die sich für Thematik und Buch erwärmen können.
- Sebastian Flecker
JazzBallade
(4)Aktuelle Rezension von: hexegilaJazz BalladeVincent Löffler undSebastian FleckerDanke für dieses Ebook.Es war für mich eine HerausforderungHier die Beschreibung von Amazon
Kurzbeschreibung
"JazzBallade" ist eine fotografische Erzählung. Das Buch kombiniert Street-Art-Fotografien mit Texten,die um das Leben des Jazz-Pianisten Blum kreisen.
"Blum stellte sich Fragen über die Musik, den Sinn des Lebens und die Einsamkeit, obwohl er sich keineswegs einsam fühlte. Er war allein, aber nicht einsam. Den Verlust, den er in sich spürte, ignorierte er ..."Zum BuchDas Cover ist schwarz weiß und lässt alles offen, um was es geht.Durch die Beschreibung bin ich neugierig geworden und es reizte mich diese ungewöhnliche Herausforderung anzunehmen.Der Schreibstil ist anfangs nicht ganz so einfach, aber wenn man sich erst einmal eingelesen hat, ist es schön zu lesen.Die Melancholie des Protagonisten ist spürbar.Gerne vergebe ich, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, 4.5 Sterne und eine Lese Empfehlung - 8
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