Bücher mit dem Tag "fotos"
195 Bücher
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.142)Aktuelle Rezension von: Randaleranke📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.
❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.
✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...
- du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.
- du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.
- du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.
❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...
- du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.
- du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.
- Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.
✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.
P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.
- Mona Kasten
Feel Again
(1.928)Aktuelle Rezension von: Anna_Magdalena„Feel Again“ hat mich besonders berührt, weil Sawyer und Isaac als Paar einfach perfekt funktionieren. Ehrlich: Zuerst dachte ich, das Buch wird nichts für mich – normalerweise lese ich lieber über Bad Boys. Aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt. Sie, die zynische Fotografin mit Schutzpanzer; er, der schüchterne, kluge Softie – zusammen wachsen sie genau dorthin, wo Vertrauen und Anziehung sich die Waage halten. Ihr Deal startet spielerisch, wird dann zu echter Nähe, ohne Grenzen zu übergehen. Mona Kasten zeichnet die beiden mit Humor, knisternden Dialogen und leiser Verletzlichkeit: ein glaubwürdiger Slow Burn mit verdienten Höhepunkten. Vertraute Gesichter geben Wärme, doch Sawyer & Isaac stehlen jede Szene. Geliebt!
- Simon Beckett
Leichenblässe
(2.614)Aktuelle Rezension von: SeelenfunkeUff, was für ein Buch!
„Leichenblässe“ hat mich von Anfang an gepackt – spannend, düster und mit einer beklemmenden Atmosphäre, die bis zuletzt anhält.
Simon Beckett versteht es, jedes Detail so präzise zu zeichnen, dass man meint, selbst daneben zu stehen.
Nichts für zarte Gemüter, aber absolut fesselnd! - Kelly Oram
Cinder & Ella
(1.689)Aktuelle Rezension von: CEMaDRo„sosehr du mich auch zur Weißglut treibst, so selbstgerecht, starrsinnig und unausstehlich du bist – bist du mein absoluter Lieblingsmensch.“
In Cinder & Ella kämpft Ella nach einem schweren Unfall mit ihrem neuen Leben und findet Halt bei ihrem geheimnisvollen Onlinefreund Cinder – ohne zu ahnen, wer wirklich hinter dem Namen steckt.
Eigentlich bin ich gar nicht der Typ Leser, der die berühmten BookTok-Bücher liest – aber irgendwann musste ich einfach wissen, was an Cinder & Ella dran ist. Und schon die ersten Seiten haben mich überrascht: Das Buch beginnt unglaublich dramatisch und emotional, sodass man direkt gefesselt ist. Besonders eindringlich war die Szene: „Ich erinnere mich nur noch daran, dass ich meine Mutter schreien hörte und in meinen Gurt geschleudert wurde.“
Die Geschichte wird größtenteils aus Ellas Ich-Perspektive erzählt, nur ab und zu schaltet sich auch Cinders Sicht ein. Die Parallele zum Märchen Cinderella war unübersehbar, aber gleichzeitig dezent und modern umgesetzt – genau die richtige Mischung, auch wenn ich am Anfang etwas skeptisch war.
Beide Protagonisten fand ich sehr sympathisch, doch meine heimlichen Lieblingscharaktere waren Juliette und Rob, die mit ihrer Art für Auflockerung gesorgt haben. Trotzdem war ich natürlich die ganze Zeit über klar #TeamCinder. Ja, es wurde manchmal kitschig – aber für mich hat es die Grenze zum „too much“ nicht überschritten.
Obwohl ich normalerweise kein Fan von „Friends-to-Lovers“-Geschichten bin, hatte ich mit Cinder & Ella wirklich viel Spaß.
Eine emotionale, romantische und gleichzeitig humorvolle Young-Adult-Geschichte mit Märchenflair. Absolute Leseempfehlung für alle ab 14 Jahren, die Lust auf ein modernes Cinderella-Märchen mit Herz haben.
- Bianca Iosivoni
Der letzte erste Blick
(867)Aktuelle Rezension von: MommeetsbooksIch liebe den Charakter von Emery . Und auch das jeder seine Probleme hat , ist nichts Neues . Aber ich finde es toll, dass es immer mehr thematisiert wird . Dylan und Emery sind grundverschieden und trotzdem passen sie sooo gut zusammen. Das Ende war mir dann doch etwas abgehackt . Das hätte gerne noch 100 Seiten dauern dürfen 😅.
Trotzdem eine riesen Empfehlung für alle collage Romance fans 🥰
- Gerhard Wegner
Michel, der kleine Meereswanderer
(23)Aktuelle Rezension von: Michaela11Auch in diesem Band erlebt Michel viele Abenteuer und sein Leben ändert sich wieder einmal.Er war doch gerade erst noch ein kleiner Baby Weißer Hai und soll nun schon fast erwachsen sein. Nicht nur Fridolin, sein getreuer Freund und Helfer, fragt sich dies.Michel wird erwachsen und leidet plötzlich unter dem Fernfieber. Was ist das genau? Kann ihm Dr. Fisch helfen? Wie wird Fridolin Michel unterstützen?
In diesem Band wird der Leser auf eine Reise quer durch die Ozeane mitgenommen. Michel und Fridolin bereisen die Meereswelt und entdecken einiges im Meer.Sie begegnen Buckelwalen, riesigen Schwärmen von Sardinen und unterstützen kleine Schildkrötenbabys auf ihrem Weg ins Meer. Zudem lernt Michel noch ein sehr nettes Weißes Hai Mädchen namens Sophie kennen.
Wie in den anderen Bänden zuvor auch, werden die kurzweiligen Geschichten mit einem Wissensteil untermalt. Der Leser kann wieder einmal sehr viel über die, oftmals unbekannte Meereswelt, erfahren und entdecken. Die hübschen Illustrationen regen die Phantasie der Kinder an und bieten genug Material um mit ihnen die Geschichten zu vertiefen.
Ein toller Lesespaß für Groß und Klein! - Ransom Riggs
Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
(168)Aktuelle Rezension von: Isabelle_KocherUm die Bücher von Ransom Riggs zu rezensieren gibt es im deutschen nicht genug positive Adjektive. Bereits die ersten Sätze seiner Bücher sind überragend, und was anschließend folgt, wir nur noch besser. Die Figuren, die Handlung, die magische Welt, die Sprache, die Ideen, ... all das ist exzeptionell und wir als Bonus auf noch mit besonderen Fotografien bestückt.
Wer seine neue Lieblingsbuchreihe sucht, sollte nach Miss Peregrine greifen.
Wer den (leider sehr schlechten) Film gesehen hat, sollte sich davon nicht abschrecken lassen - die Bücher sind viel besser.
Wer sich noch nicht an 6 Bücher binden will, kann auch einfach nur die ersten 3 einlassen, danach hat die Geschichte einen ersten Abschluss.
Und wer glaubt, dass nichts im Rampenlicht neben Harry Potter Platz hat, soll sich darauf freuen, mit diesen Büchern eines besseren belehrt zu werden.
- Bruno Blum
Der weiteste Weg
(50)Aktuelle Rezension von: Schildi_88
Bruno und Ivonne unternehmen mit ihrer Betty eine Reise durch die verschiedenen Kulturen. Start ist die Schweiz, über Russland, Kasachstan, Indien, Australien, Malaysia, Japan und die Mongolei geht ihre Reise. Es müssen nicht immer Jahre sein, die man herumreist. Bereits in kleinen Trips kann man neue Menschen und Kulturen kennen lernen. Für die beiden Reisenden ist das Wertvollste am Reisen, die Begegnungen mit den Menschen und genau dieses spiegelt sich im Buch wieder. Hauptschwerpunkt liegt hier auf die Beschreibung von Bräuchen, Kulturen und die Geschichte einiger Bauwerke. Der Leser taucht in die Geschichte der einzelnen Länder ein. Hier steht nicht die Anstrengung der Reise im Vordergrund, sondern der Leser wird mit in die einzelnen Länder genommen. Dies ist ein Buch wo jeder noch etwas lernen kann und von seiner eigenen Reise am Ende wiederkommt. Damit das Reisen nicht so schwerfällt befindet sich im Umschlag eine Reiseroute, auf die gerne immer wieder geschaut werden kann. Loslassen, bevor eine Reise beginnt steht das Thema des Loslassens an. Genauso hier im Buch. Es begann mit Träumen, die nun ausgelebt werden sollen. Kurz wird aufgezählt an was alles gedacht werden muss und trotz aller Mühe sind die letzten Tage vor der Abfahrt am Hektischsten. Doch davon lassen sich die Beiden nicht unterkriegen. An einem Frühlingstag geht es mit „Highway to Hell“ von ACDC auf die Reise. Trotz Reisestrapazen geht der Humor in diesem Buch nicht verloren. So treffen die Beiden bereits an den Rheinfällen auf Sikhs. Für Bruno und Ivonne ist es neu gemeinsam zu reisen. Doch sie lernen sich noch besser kennen und festigen ihre Beziehung. Nach den Rheinfällen geht es nach Sankt Petersburg. Hier wird der Leser nicht allein gelassen. Er bekommt genauste Hintergrundinformationen und fühlt sich wie auf einer kleinen Stadttour. Auch die genaue Beschriftung mit Seitenzahl und darunter der Kapitelname ermöglicht eine problemlose Orientierung in dem Buch. Als sehr positiv zu bewerten sind die ausgewählten Bilder und das damit Abwechseln von Text und Bild. Dies ermöglicht ein angenehmes Lesen und gleichzeitig eintauchen in die Kultur. Sehr gelungen sind die genauen Informationen über den Aralsee. Aber auch ein kleines Lächeln wird dem Leser ins Gesicht gezaubert, zum Beispiel S. 34 als das Polizeiauto im Bach landet. Wie kann man am besten die Grenzübergänge überwinden, hierzu lernt der Leser einiges. Auf den folgenden Seiten wird immer wieder deutlich, was für eine Organisation in der Reise steckt. Einziges Manko ist die Bildbeschriftung auf S.90, hier steht rechts und ganz rechts, dies verwirrt den Leser.
Insgesamt ist dieses Buch nur zu empfehlen und bittet seinen Lesern einen Urlaub in verschiedenen Ländern. Sie müssen sich nicht ins Auto setzten. Sondern legen die Füße hoch und begleiten Ivonne und Bruno auf ihrer Reise und werden zugleich Teil davon. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihrer Reise. Ich bin so eben wieder angekommen. - Anna Romer
Das Rosenholzzimmer
(211)Aktuelle Rezension von: Petra_DreDer Inhalt handelt von einer sehr spannenden Familiengeschichte in der auch eine Liebesgeschichte mit vorkommt. Man fiebert schon auf die nächsten Seiten. Es liest sich flüssig und man verliert auch nicht den Faden beim Lesen. Ein Muss für Leser die Spannung und prickelnde Gefühle beim Lesen lieben.
- James Patterson
Heart. Beat. Love.
(388)Aktuelle Rezension von: Freedom4meEs handelt sich bei dem Buch um einen Roadtrip.
Die Rahmenbedingungen konnten mich schon nicht so ganz überzeugen:
Wieso wird für diesen Roadtrip die Schule abgebrochen und so überstürzt aufgebrochen, wenn es doch sowieso nur noch drei Wochen bis zu den Ferien sind?
Und dann beginnt der Trip auch noch auf einer gestohlenen Harley, obwohl der Plan eigentlich war, Bus zu fahren....
Irgendwie hat mir hier das Gewissen der Protagonisten gefehlt und diese illegalen Sachen haben mich gestört. Das hat das Roadtrip-Feeling irgendwie kaputt gemacht und ich habe mich die ganze Zeit fragen müssen, wieso sie das machen und wie sie den Trip genießen können, wenn sie eigentlich dauerhaft mit der Polizei rechnen müssten...Die beiden Protagonisten sind beste Freunde, wobei Axi gerne mehr möchte. Eine schöne Idee, nur leider konnte mich die Liebesbeziehung nicht ergreifen. Ich habe keine Chemie zwischen den beiden gespürt und nicht mitgefiebert.
Dann gibt es in dem Buch noch ein paar Andeutungen, die auf eine spätere Auflösung hindeuten, die für mich dann irgendwie ausblieb und nicht wirklich kam...Fazit: Es ist ein schöner Roadtrip mit einigen Abenteuern.
Leider konnte mich das Buch emotional einfach nicht berühren und ich habe nicht wirklich mit den Protagonisten mitgefiebert. Dass ohne ersichtlichen Grund illegale Dinge getan werden, war mir außerdem wirklich ein Dorn im Auge.
Das Buch war zwar schön. aber irgendetwas fehlt mir hier einfach...Heart.Beat.Love bekommt von mir 3,4 (also gerundet 3) / 5 Sterne.
- Julian Kutos
Simply Pasta, Pizza & Co.
(22)Aktuelle Rezension von: SeilerSeiteEin gutes Kochbuch ist mehr als eine Sammlung von Rezepten. Es zeigt etwas von der Einstellung des Autors, seinen Vorlieben und macht Lust auf das eigene Ausprobieren und Nachkochen der Gerichte. Alle diese Voraussetzungen erfüllt das Buch "Simply Pasta, Pizza & Co" des Wiener Kochlehrers Julian Kutos.
Gleich zu Beginn berichtet er von seiner Liebe zur italienischen Küche, die man auch bei den einzelnen Gerichten merkt. Unter dem Slogan "Einfach, edel, pur" stellt Kutos zunächst seine Philosophie des Kochens vor. Obwohl die Rezepte alles andere als banal sind, werden sie aus einfachen und leicht zu beschaffenden Zutaten bereitet. Das senkt die Hemmschwelle und ermutigt selbst zum Kochlöffel zu greifen. Die umfangreiche Einführung enthält des Weiteren Empfehlungen für die eigene Vorratskammer und wichtige Kochutensilien. Mit der sehr unterhaltsamen Beschreibung der fünf Geschmacksrichtungen, einer äußerst ausführlich bebilderten Anleitung der richtigen Schneidetechniken sowie Empfehlungen zum Kauf der Lebensmittel und der passenden Getränke dazu ist man bestens für den folgenden Rezeptteil gewappnet.
Auch dieser lässt keinen Wunsch des Hobbykochs fehlen. Endlich einmal hat man die Grundrezepte für Pasta- und Pizzateig, Gnocchi und Pesto in einem Buch zusammen. Die wichtigsten Saucen werden ebenfalls erklärt. Danach gliedert sich das Buch in leichte Vorspeisen (Aperitivo), Pasta und schließlich Pizza Rezepte. Hier findet man all die schönen Begriffe, die man von italienischem Essen so kennt: von Tagliatelle über Fettuccine und Lasagne bis zu Pizza und Focaccia reicht die große Auswahl und bietet reiche Abwechslung. Der Anhang definiert wichtige Kochbegriffe, bietet ein Glossar mit Übersetzung der österreichischen Ausdrücke und macht Vorschläge für die Zusammenstellung von Menüs - von einfach bis elegant.
Neben der guten Auswahl und Anleitung der Gerichte unterstützen vor allem die zahlreichen hervorragenden Bilder von Wolfgang Hummer den guten Eindruck des Buches. Das Foodstyling lässt dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen und immer wieder erklären Bilderserien komplexere Handgriffe. Als etwas Besonderes fangen die Fotografien nicht nur das leckere Essen ein, sondern auch den Autor selbst, wodurch seine Freude am Kochen sehr greifbar wird und sofort ansteckend wirkt.
Fazit: An diesem Buch stimmt einfach alles: die Rezeptauswahl, die Präsentation in Bild und Layout und die Mischung aus Gerichten und Hintergrundinfos. Eine klare Empfehlung für alle, die Freude am Kochen und einem guten Essen haben.
Seitenzahl: 184
Format: 20,5 x 25,1 cm, gebunden
Verlag: Löwenzahn - Chris Carter
Der Vollstrecker
(1.011)Aktuelle Rezension von: SBADieses Buch überzeugt erneut mit einer packenden Handlung, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite nicht loslässt. Die Erzählweise ist temporeich und lässt keine Langeweile aufkommen. Besonders hervorzuheben ist die konsequente Thematisierung von Mobbing und Vergeltung, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Die Autorin schafft es, die psychologischen Auswirkungen auf die Figuren eindrucksvoll darzustellen und dabei eine bedrückende, aber zugleich spannende Atmosphäre zu erzeugen. Ein intensives Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt und lange nachhallt.
- Anabelle Stehl
Breakaway
(342)Aktuelle Rezension von: SophelliestIch habe das Buch als Hörbuch von einer Freundin empfohlen bekommen und daher angehört. Obwohl ich sonst eher keine Liebesromane höre oder lese, konnte mich das Buch überzeugen.
Die Charaktere waren alle sympathisch und vielschichtig. Besonders gut hat mir auch die Entwicklung der einzelnen und die Beziehung zwischen ihnen gefallen. Ab und zu hat Noah meiner Meinung nach nicht ganz logisch reagiert, aber ansonsten kann ich wirklich nichts sagen.
Der Schreibstil war sehr flüssig und hat mich kaum mit Zuhören aufhören lassen. Wirklich sehr gut beschrieben.
Die Geschichte war schön, die Wendung, bzw. das Geheimnis hat Spannung aufgebaut und dann für viele wichtige Botschaften gesorgt.
Fazit
Ein Liebesroman, der nicht herrausragend ist, aber der gut zu Lesen und unterhaltsam ist. Zusätzlich werden einige schwerere Themen aufgegriffen, mit denen sanft umgegangen wird.
- Karin Slaughter
Pretty Girls
(417)Aktuelle Rezension von: celinenalaDie Geschichte dreht sich um Claire, die bei einem Raubüberfall ihren Ehemann verliert. Nach dem Tod von Paul, Claires Mann, findet Claire Hinweise darauf, dass ihr Mann in schlimme Geschäfte verwickelt war, die mit dem Verschwinden von Claires Schwester Julia zusammenhängen könnten. Als dann auch noch Claires Schwester Lydia verschwindet, beginnt für beide Schwestern ein Wettlauf gegen die Zeit.
Ein von Anfang bis Ende sehr spannendes Buch, das ich fast nicht weglegen konnte. Die Geschichte hat mich ziemlich mitgenommen und war teilweise auch ein wenig verstörend. Die positiven Bewertungen hat die Autorin absolut verdient. Das war auf jeden Fall nicht mein letztes Slaughter-Buch.
- Kara Atkin
Blue Seoul Nights
(195)Aktuelle Rezension von: feemitstiftHeute folgt mal eine Rezension, die mir etwas schwergefallen ist, da ich es nicht mag Bücher schlecht zu bewerten, immerhin steckt da meist ganz viel Arbeit dahinter 🫶 Aber jeder hat unterschiedliche Interessen und Meinungen und was für einen das Wohlfühl-Buch schlechthin ist, ist für den anderen vielleicht eine nicht-gemochte Leselektüre…
So war das bei mir mit Blue Seoul Nights. Ich wollte dieses Buch so sehr lieben, schließlich spielt es in meiner Lieblingsstadt Seoul. Es ist schon viel zu lange her, dass ich in Südkorea war, dass ich mich mit einer schönen Geschichte mal wieder hinzaubern wollte. In dieses beeindruckende Land, mit seinen freundlichen Menschen, den leckeren Cafes und dem nächtlichen Trubel 🥰🇰🇷
Leider hat mich das Buch nicht überzeugen können. Ich lese daran jetzt schon seit Anfang des Jahres, aber ich habe es ständig beiseite gelegt. Diese Woche wollte ich Kara Atkins Geschichte dann eine letzte Chance geben. Aber auch diesmal konnten mich Jade und Hyun-Yoon nicht in ihren Bann ziehen 😞
Der Handlung fehlt es an vielen Ecken an Spannung und Glaubwürdigkeit. Ich wusste garnicht so recht, was ich noch zu erwarten habe, nachdem sich die Protagonisten kennengelernt haben. Klar, Jade hat eine tiefe Wunde in sich, die sie verarbeiten muss und die sie daran hindert wirklich glücklich zu werden aber das ist jetzt nichts großartig Neues für eine NA Protagonistin 😪 Auch dass sie und ihre Kollegin bis 6 Uhr saufen gehen, kurz bevor eine wichtige Veranstaltung stattfindet, ist für mich unverständlich. Sowas würde ich keineswegs wagen, wenn ich in einem anderen Land eine neue Arbeitsstelle antrete. Das ist aber nur eine von vielen Szenen, die mich stutzig gemacht haben 🤔
Nicht zuletzt ist Seoul für die Geschichte einfach unrelevant, diese könnte auch in jedem anderen Ort spielen. Es werden hier und dort ein paar Anspielungen gemacht aber den typisch koreanischen Tatsch sucht man vergebens in diesem Buch. Es ist definitiv ein gutes Beispiel dafür, wie der K-Pop/Korea-Hype ausgenutzt wird um Bücher zu verkaufen 😬
P.S. Ich habe das Buch abgebrochen und nur noch mal in das Ende hineingeblättert. Deswegen gelten meine Worte nicht für das ganze Buch.
- Erin Watt
Paper Party
(380)Aktuelle Rezension von: Maijas_LeseoaseWie man schon in den Büchern davor erfahren hat, waren Gid und Sav ein Paar bis eine unglückliche Ehefrau, das Leben der Beiden verändert. Endlich erfährt, was gebau passiert ist und warum er sich von seiner großen Liebe fern hält und wie sehr er sich dafür hasst. Allerdings erfährt man ja auch am Ende von Buch 5, dass die Beiden wieder zueinander gefunden haben. Und wie es dazu kam und auch was genau passiert ist vor all den Jahren, erfährt man in diesem letzten Band. Es war definitiv schön auch die Hintergründe zu erfahren und man kann manches teilweise besser verstehen.
- Celeste Ng
Kleine Feuer überall
(46)Aktuelle Rezension von: JorokaHinter manch schicker Hausfassade und Bewohnern mit demonstrativ symbolisch vor sich her getragener moralischer Monstranz verbirgt sich eine Scheinheiligkeit, die vor allem eigenes Versagen kaschieren soll. Der Finger zeigt immer auf die anderen. Selbst ist man gut situiert, sozial engagiert und gefühlt selbstverantwortungsbefreit.
Mia und und ihre 15jährige Pearl lassen sich ausgerechnet in dieser gutbürgerlichen Umgebung nieder nach vielen Jahren des Umherziehens, schnellem Zeltbraus und Kontaktabbrüchen. Doch dem Schein nach, haben Sie nun Anschluss an eine Familie gefunden, die ihnen eine neue Heimat bieten möchte und sie zunächst mit offenen Armen empfängt.
Doch auch Mia hat eine zum Teil unrühmliche Vergangenheit, die sie wieder einholt, obwohl sie eigentlich moralisch nicht so verwerflich gehandelt hat. Der Stein kommt ins Rollen, als ihre asiatische Arbeitskollegin ihr kleines Baby aus Überforderung vor einer Feuerwache ablegt und sie zu deren 1jährigen Geburtstag eingeladen wird. Denn die zukünftigen Adoptiveltern sind auch obengenannter Schicht zuzurechnen und mit der Wohnungsgeberin eng befreundet.
Es brauchte nicht lange, um von dieser außergewöhnlichen Geschichte gefangen zu werden. Zum Schluss hin konnte ich gar nicht mehr aufhören weiter zu hören. Britta Steffenhagen verleiht mit ihrer unbeschwerten und sehr jugendlich klingenden Stimme dem Hörbuch eine gewisse Leichtigkeit und Frische, trotz zum Teil schwerer Themen.
Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit über 11 Stunden Laufzeit.
Fazit: packender als die meisten Krimis und Thriller, absolut empfehlenswert, 5 Sterne mit *
- Wolf-Dieter Storl
Unsere fünf heiligen Bäume
(57)Aktuelle Rezension von: claidaIn dem Buch "unsere Grüne Kraft" von Christine Storl geht es um das (wie der Titel schon verspricht) Heilwissen der Familie Storl. Ein Vorwort von Wolf-Dieter Storl und tolle Bilder runden das Ganze ab.
Es geht um 16 Heilpflanzen und 6 Mittel aus der Küche, heilsames Räuchern und hilfreiche Grundrezepte zu den Heilanwendungen. Durch das Leben im Einklang mit der Natur auf einem abgelegenen Hof, haben sie viel Erfahrung gesammelt und die Teilen sie hier wunderbar.
Das Buch gefällt mir sehr gut und ist auch als Nachschlagewerk perfekt geeignet. Für alle möglichen Wehwehchen ist etwas dabei. Der Aufbau ist gut gewählt. Ein bisschen Pflanzenwissen, wie man diese erkennt, Anwendungsbeispiele und immer wieder kleine Geschichten. Mega, hat mich voll überzeugt und ich habe auch schon einiges ausprobiert.
Das Heilwissen der Familie Storl ist ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde!
- Nina Ohlandt
Nebeltod
(46)Aktuelle Rezension von: Lene-sWas mich bei dieser Krimireihe bei der Stange hält, sind die Charaktere des Ermittlerteams. Personen beschreiben liegt N.Ohlandt, dies gilt auch für Nebenfiguren. Angenehm sind auch die Landschaftsbeschreibungen, die nicht zu viel Raum einnehmen.
Ansonsten mag ich den Schreibstil der Autorin nicht besonders: zu langatmig, manchmal in Klischees abdriftend und, was hier besonders nervt, die sehr oft dazwischen gestreuten Zitate irgendwelcher Schriftsteller. Das wirkt prätentiös - so, als ob sie ihren Krimis dadurch eine größere Bedeutung verleihen möchte, oder ihre Belesenheit demonstrieren. Hier wäre weniger eindeutig mehr - ich habe jedenfalls diese aus irgendeiner Zitat-Website abgeschriebenen Zitate überlesen, als es mir zu viel wurde. Eine Stelle in diesem Krimi ärgert mich dann auch besonders: ihr laienhaftes und schlecht recherchiertes Urteil über Goethe, welches sie einer Protagonistin in den Mund legt. Auch wenn sich die Protagonistin zu guter Letzt als in ihrem Urteil sehr extrem herausstellt, dies ist unnötig viel aufgewirbelter Staub.
Alles in allem ein bisschen zu viel offensichtlich präsentierte Botschaft, verpackt in eine Geschichte mit mittlerem Spannungsbogen. Wenn man über Ersteres hinwegsieht, bleibt ein durchschnittlich netter Küstenkrimi.
- Kristen Callihan
Idol - Gib mir dein Herz
(263)Aktuelle Rezension von: Cookie02Dies ist der zweite Teil der "Idol"-Reihe und wird abwechselnd aus den Perspektiven von Sophie und Gabriel erzählt. Jeder Teil ist in sich abgeschlossen und behandelt ein anderes Paar.
Der Anfang der Geschichte hat mir sehr gefallen, ich mochte den frechen Schlagabtausch zwischen den beiden Protagonisten und ihr unkonventionelles Kennenlernen. Zugleich hat mir gefallen, wie gut beide den jeweils anderen einschätzen und lesen konnten, sodass man als lesende Person sofort ihre Verbindung gespürt hat. Ich mochte auch die Thematik um Paparazzi, Sensationsgier und was das Interesse der Medien bei Menschen des öffentlichen Lebens anrichten kann, das hier mehrfach aufgegriffen wurde. Die Nebencharaktere, die in anderen Büchern der Reihe eine Hauptrolle spielen, waren mir sehr sympathisch und ich mochte das Gefühl von Familie, das sie sich gegenseitig gaben.
Im Verlauf der Handlung hat sich die Entwicklung der Charaktere für mich ein bisschen im Kreis gedreht und sie kam mir insgesamt zu lang gezogen vor. Ich denke, ein paar Seiten weniger hätten dem Tempo der Geschichte gut getan. Außerdem sind mir die familiären Hintergründe der beiden Protagonisten ein bisschen zu knapp angerissen geblieben. Dennoch wurde ich sehr gut unterhalten, sowohl von den humorvollen Passagen, als auch von den emotionalen oder dramatischen Momenten.
Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte im Musikgeschäft, jedoch ohne eine:n Musiker:in in der Hauptrolle. Ich mochte den Humor und die in der Geschichte angesprochenen Themen und kann eine klare Empfehlung aussprechen. - Petra Hillebrand
Kostbares Dasein
(11)Aktuelle Rezension von: DieBertaKostbares Dasein von Petra Hillebrand
- Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
- Verlag: Tyrolia (9. Januar 2013)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3702232419
- ISBN-13: 978-3702232412
- Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 1,2 x 18,5 cm
Klappentext:
In Zeiten schwerer Krankheit, z. B. nach einer Krebsdiagnose, beginnt für viele Betroffene eine intensive Auseinandersetzung mit ihrer Endlichkeit. Angst, Trauer, Zorn und Mutlosigkeit wechseln sich ab mit aufkeimender Hoffnung und dem Willen, es mit der Krankheit aufzunehmen und irgendwann vielleicht wieder völlig gesund zu werden. In diesen schwierigen Phasen können Büchlein mit den "besten Wünschen zur Genesung" viel zu oberflächlich anmuten; der Patient fühlt sich nicht ernst genommen. Dieses Geschenkbuch, das aus der Erfahrung mit KrebspatientInnen entstanden ist, nimmt die vielen großen und kleinen Abschiede und das Sterben zum Thema. Die behutsamen Texte, in denen trotz allem die Hoffnung spürbar ist, und einfühlsame Fotos bringen die Gefühlsebene der Betroffenen mit ihren Höhen und Tiefen zum Ausdruck.
Ich habe ein kleines wunderbares Buch lesen dürfen, dass zum Nachdenken anregt. Es enthält 22 wunderbare Gedichte und auch 22 wunderschöne Bilder, die sehr bedacht zu den Gedichten ausgesucht wurden. Obwohl es sich hier um ein Buch mit (nur) 48 Seiten handelt ist es kein Buch für eine halbe Stunde. Sicher kann man es in einer halben Stunde oder gar weniger durchlesen und anschauen, aber es berührt doch wesentlich länger und man kann es immer wieder zur Hand nehmen. In schwierigen Momenten des Lebens kann es sicher für Betroffene, egal auf welcher Seite, ob es nun diejenigen sind, die gehen oder diejenigen, die bleiben Hilfestellung leisten. Aber ich denke es ist nicht nur ein Buch für Sterbende und deren Angehörige. Man kann das Buch zu jeder Zeit zur Hand nehmen und sich bewusst machen, wie schön das Leben ist oder war ...
Ich würde das Buch natürlich Betroffenen empfehlen, aber es ist auch für Menschen in jeder Lebenssituation eine Bereicherung.
- Kira Gembri
Wenn du dich traust
(542)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Die Geschichte an sich war süß und die Lovestory echt schön. Aber: für mich ging einfach alles viel zu schnell. Probleme, die eigentlich groß und schwer hätten sein können, wurden viel zu einfach und teilweise unrealistisch gelöst.
Dadurch konnte ich nicht so richtig mitfühlen – es wirkte alles ein bisschen oberflächlich. Schade, weil die Idee echt gut war, aber so hat mir am Ende was gefehlt.
- Mila Olsen
Entführt - Bis in die dunkelste Nacht
(89)Aktuelle Rezension von: naomiserafinaSchon das erste Buch hat mir sehr gefallen und einen besonderen Platz in meinem Herzen. Doch da der zweite Band im Grunde die gleiche Geschichte aus Brendans Sicht erzählt, hat er mich noch einmal auf eine ganz andere Weise berührt. Brendan ist ein ganz spezieller Charakter und ihn hier noch besser kennenzulernen, hat die gesamte Geschichte für mich noch schöner und intensiver gemacht.
Ein kleiner Kritikpunkt sind auch diesmal die sehr langen Kapitel. Ich mag es lieber, wenn ich in einer Lesepause ein Kapitel beenden und beim nächsten Mal frisch in ein neues starten kann. Die Kapitel ziehen sich manchmal etwas.
Trotzdem hat mich das Buch berührt und begeistert und ich freue mich jetzt schon sehr auf die nächsten beiden Bände der Reihe.
- Paul Christoph
Maria Theresia und Marie Antoinette
(4)Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis... so beginnen die meisten Briefe Maria Theresias an ihre Tochter Marie Antoinette.
Paul Christoph stellt in seinem Buch den Briefwechsel zwischen Maria Theresia (1717-1780) und Marie Antoinette (1755-1793) vor. Die eine ist Herrscherin über den Vielvölkerstaat Österreich, die andere ist Königin von Frankreich.
Maria Theresia ist Mutter von insgesamt 16 Kindern, die ein beinahe unbezahlbares (Heirats)Gut für die Herrscherhäuser Europas darstellen. Maria Antonia ist das 15. Kind der Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn, die häufig aber falsch als Kaiserin Maria Theresia bezeichnet ist. Es ist ihr Mann Franz Stephan von Lothringen, der die Deutsche Kaiserkrone trägt. Später wird ihr Sohn Joseph II. "Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sein. Österreich wird erst 1804 unter Franz II, Kaisertum.
Der Briefwechsel zwischen Mutter und Tochter ist sehr innig. Maria Theresia, die ihre Kinder in eher bescheidenem Luxus aufgezogen hat, gibt Marie Antoinette immer wieder gute Ratschläge und erteilt Benimmregeln. Doch wie es sich für Kinder gehört, werden die nicht oder nur wenig befolgt.
„..Meine teure Tochter, ich beschwöre Sie damit aufzuhören; das zieht nicht nur schlechte Gesellschaft an und verursacht übles Gerede.“ S.222
Die überbordende Verschwendungssucht, die Intrigen und die Leichtfertigkeit am französischen Hof überfordern die junge Österreicherin. Leider hat sich Marie Antoinette wenig für Bildung und andere Menschen interessiert. Sie ist unter anderem auch deshalb recht schnell im Gespinst der Hofintrigen gefangen. Allerdings muss man bedenken, dass die Vierzehnjährige aus dem geschützten Bereich des Wiener Hofes ohne eine einzige Vertraute nach Paris verheiratet wird. Der Kulturschock muss gewaltig gewesen sein.
Doch auch in Frankreich ist nicht alles Gold was glänzt.
Missernten, Misswirtschaft und Verschwendungssucht bluten das Land aus und wird dann 1789 in die Katastrophe führen.
Interessant sind die Informationen, die Mutter und Tochter über die politische Weltlage austauschen. So ist in einigen Briefen über den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg von England zu lesen, der Frankreich dazu zwingt England gegenüber Stellung zu beziehen. Auch die Spannungen zwischen Österreich und Preußen, dem ewigen Erzfeind, kommen zur Sprache.
Maria Theresia hat natürlich Spione und Zuträger, unter anderem Graf von Mercy-Argentau, am Französischen Hof und ist deshalb über jeden, der oft unbedachten Schritte ihrer Tochter informiert.
Ständig ermahnt sie Marie Antoinette doch endlich den wichtigen männlichen Thronfolger zu gebären. Eingedenk ihres eigenen Schicksals verständlich. Die Ironie des Schicksals lässt den ersehnten Dauphin erst 1781 also nach dem Tod Maria Theresias zur Welt kommen. Die 1778 geborene Marie Thérèse Charlotte, Madame Royale, zählt nicht wirklich.
Anhand des Briefwechsels ist die Wandlung der jungen Erzherzogin von Österreich zur Königin von Frankreich zu verfolgen. Ihre wahre Größe wird Marie Antoinette erst als Bürgerin Capet erreichen, als sie 1793 ihren Kopf unter die Guillotine legen wird. Das müssen weder Maria Theresia noch Antoinettes Bruder, Joseph II (1741-1790), erleben.
Meine Meinung:
Der Autor bringt seinen Lesern eine ungeheure Fülle von Zahlen, Daten Fakten zur Kenntnis. Viele hunderte Fußnoten ergänzen dieses Buch ebenso wie die abgedruckten Faksimiles einzelner Originalbriefe. Die Briefe sind in teilweise fehlerhaftem Französisch geschrieben.
Der intime Briefwechsel zwischen Mutter und Tochter gibt einen wunderbaren Einblick in die Geschichte zweier unterschiedlicher Herrschaftshäuser: Dem doch eher pragmatischen Wiener Hof, mit seinem „Spanischen Hofzeremoniell“ und dem leichtlebigen, eher weltoffenen Französischen Königshaus.
Die ständigen Ratschläge der Mutter treffen natürlich auf den Widerspruchsgeist der Tochter. Maria Theresia versucht so gut es geht, die Tochter im fernen Paris anzuleiten. Vergebens sind die Bemühungen, Frankreichs Königin vor falschen Freunden zu warnen. Dies wird dann in der sogenannten „Halsband-Affäre“ ihren Höhepunkt und die Beliebtheit der Königin ihren Tiefpunkt erreichen.
Die Briefe sind penibel übersetzt, die historischen Details gut recherchiert. Schön sind die Bemühungen Maria Theresias dargestellt, das fragile Gleichgewicht zwischen den Europäischen Großmächten Frankreich und Österreich zu behalten.
Dem französischen Schreibstil entsprechend sind die Übersetzungen der Briefe ähnlich blumig. Das passt aber perfekt zur damaligen Zeit.
Gut gefällt mir auch das Cover. Es ist eine geschickte Collage zweier Bilder. Nämlich das von Élisabeth-Louise Vigée-Lebrun, Versailles (Marie Antoinette), und das Maria Theresias von Joseph Hickel, Wien.
Ergänzt wird das Buch durch Fotos zweier Gemälde: Maria Theresia (Joseph Decreux, 1769) und Marie Antoinette (von einem unbekannten Meister, 1771)
Zu Beginn erläutert der Herausgeber den „Geheimen Briefwechsel“. Viele Fußnoten, Kommentare und eine genealogische Übersicht helfen den Lesern diesem detaillierten Briefwechsel zu folgen. Ein Literaturverzeichnis rundet dieses interessante Buch ab.
Die Originalbriefe (rund 170 davon sind erhalten) werden im Österreichischen Staatsarchiv aufbewahrt.
Fazit:
Wer sich nicht scheut, tief in die Familiengeschichte des Hauses Habsburg-Lothringen bzw. Bourbon einzusteigen, erhält ein facettenreiches Abbild des 18. Jahrhunderts. Ich gebe gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.























