Bücher mit dem Tag "franco"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "franco" gekennzeichnet haben.

57 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.858)
    Aktuelle Rezension von: Jana03

    Ein sehr tolles Buch, das viel schwarzen Humor und Ironie enthält.                                                  Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Der Schreibstil von Jonasson ist sehr humorvoll und flüssig, sodass es viel Freude beim Lesen bereitet.                                    Allerdings ist an manchen Passagen das Buch etwas langatmig, aber das macht der Autor mit dem schon benannten Schreibstil wieder gut.

    Diesen Autor kann ich nur weiterempfehlen und ich werde auf jeden Fall noch mehr Bücher von ihm lesen.                  

  2. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.757)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Daniel wird von seinem Vater zu einem geheimen Ort gebracht, dem "Friedhof der vergessenen Bücher". Dort findet er ein Buch von Julián Carax und ist sofort fasziniert. Als er sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor macht, gerät er in eine Parallelwelt, die ihn an das Leben von Carax erinnert. Geradezu besessen versucht er sich das Buch und dessen Handlung in seinem Leben zu erklären. Diesen Klassiker musste ich jetzt auch endlich lesen bzw. habe ich die meiste Zeit das Audiobuch @audible gehört. Vielleicht hätte ich komplett nur das Buch lesen sollen, da ich während dem Hören doch des öfteren mit meinen Gedanken abgeschweift bin und mich die Geschichte nicht ganz abholen konnte. Teilweise war es mir etwas zu langwierig, teilweise fand ich die Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte und historischen Einflüssen sehr spannend. Ich werde auf jeden Fall noch das ein oder andere Buch von Zafón lesen und hoffen, dass es mich mehr in seinen Bann zieht.

  3. Cover des Buches Still (ISBN: 9783453419346)
    Zoran Drvenkar

    Still

     (236)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Ich kann mich den anderen Lesern nur vollumfänglich anschließen. Ein absolutes Muss für jeden Thriller-Fan.

    Der Schreibstil - anfangs ungewohnt und verwirrend - macht mit jeder Seite mehr Sinn und hat mich in seinen Bann, in den Bann des Buches gezogen. Gibt es Menschen, die so abgrundtief böse sind - ich hoffe nicht und befürchte, dass die Hoffnung vergebens ist.

    Inhaltlich möchte ich hier nichts verraten um nicht unnötig zu spoilern. Lest es und lasst Euch auf diese Geschichte ein!

  4. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783867177818)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Lesekaiser

    Inhalt:

    Allan Karlsson hat keine Lust auf seine Geburtstagsfeier im Altenheim. Obwohl der Bürgermeister und die Presse auf den 100jährigen Jubilar warten, steigt Allan kurzerhand aus dem Fenster und verduftet. Bald schon sucht ganz Schweden nach dem kauzigen Alten, doch der ist es gewohnt, das Weltgeschehen durcheinander zu bringen und sich immer wieder aus dem Staub zu machen. Mit viel Charme begleitet Otto Sander den schlitzohrigen Allan auf seiner herrlich komischen Flucht durch Schweden und lässt augenzwinkernd die politischen Verwicklungen des 100-Jährigen Revue passieren.

     

    Fazit:

    Das Faszinierende bei dem Buch ist, dass es vollkommenen unrealistisch ist, allerdings durch den witzigen und fesselnden Schreibstil irgendwie real wirkt. 

    Das Buch habe ich schon ein paar Mal gelesen. Einmal sogar auf Englisch (für die Schule). Ich war schon sehr gespannt, wie das Hörbuch dazu sein würde. Vor allem, da es auf drei Stunden gekürzt wurde. Leider war es nicht so ganz mein Fall. Vor allem für Leser/ Hörer, die das Buch noch nicht kennen, dürfte die Geschichte verwirrend sein. 

    Am Ende komme ich zu dem Entschluss, dass man zuerst das Buch lesen sollte, bevor man das Hörbuch anhört. 

  5. Cover des Buches Das Labyrinth der Lichter (ISBN: 9783596522156)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Labyrinth der Lichter

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Der geheime Auftrag der Politischen Polizei führt die junge, vom Krieg gezeichnete Alicia Gris zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Sie soll das mysteriöse Verschwinden des Innenministers Mauricio Valls aufklären, eine umstrittene Persönlichkeit mit düsterer Vergangenheit. Alicia findet in Valls Besitz ein seltenes Buch aus der Reihe «Das Labyrinth der Lichter». Wieso hielt er es versteckt? Hat es mit seinem Verschwinden zu tun? Alicia macht sich auf die Suche. Der Weg führt sich in ein Labyrinth von Intrigen und tödlichen Machenschaften.

    Der vierte und letzte Band der Reihe «Friedhof der Vergessenen Bücher» ist ein spannender Krimi, der schlussendlich alle offenen Fragen, auch aus den drei vorgängigen Büchern, beantwortet. Carlos Ruíz Zafon versteht es einen runden Abschluss zu machen. Sein Schreibstil ist nach wie vor philosophisch, sarkastisch und voller Humor. Mit 944 Seiten ist dieses Buch aber eine ziemliche Herausforderung.

    Mein Fazit: Ein ausgiebiges Ende der Reihe, dass alle Erzählstränge der einzelnen Bücher zusammenführt. Wer in die Vergangenheit Barcelonas eintauchen will, kann sich in diesem Labyrinth verlieren. 4 Sterne.

  6. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: B006GSIDQI)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (175)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Ich höre  es jetzt zum zweiten Mal und wieder packt mich die wunderbar entspannte Stimme des Sprechers. 

    Barcelona wird liebevoll zum Ort der Geschichte. Ganz grob zum Inhalt : Ein Junge erhält ein Buch und geht auf die Suche nach dem Schriftsteller und weiteren Büchern von ihm. Er stößt auf ein blindes Mädchen, welche Humor und Tiefsinnn mitbringt, und ihm bei seiner Suche hilft.  Es kommt,  So wie ich mich noch erinnere, zu einem makaberen Moment, was das Ganze noch mystischer macht.  

    Ich persönlich mag Zafón sehr, aber die Stimmung muss da sein.  Aufmunternd ist es nicht, jedoch auch nicht wahnsinnig düster - mystisch, traumhaft passt glaube ganz gut.


  7. Cover des Buches Nada (ISBN: 9783518466339)
    Carmen Laforet

    Nada

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Elfeliya

    Andrea kommt aus der Provinz nach Barcelona. Dort hofft sie auf Abenteuer und Freiheit. Doch schnell zerplatzen ihre Träume, als sie im Haus der Großmutter ankommt und gemeinsam mit der Großfamilie (Onkel, Tanten, Schwägerin, Hausmädchen, Kleinkind) auf engstem Raum lebt.

    Das Buch beschreibt ein Jahr aus dem Leben von Andrea und für mich war die Geschichte nicht eindrucksvoll oder einprägsam. Andrea entwickelt sich in dieser Zeit kaum, geht zwar ihren Weg, will jedoch nirgends anecken. Es gab kaum wirklich interessante Erlebnisse in diesem Jahr und wäre nicht die wunderbare Wortwahl der Autorin gewesen, hätte ich das Buch nicht beendet. Die Autorin findet jedoch einfach den passenden Ton und so lässt sich das Buch gut lesen.

    Aus diesem Grund dann doch noch 3 Sterne.

  8. Cover des Buches Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García (ISBN: 9783462054521)
    Moritz Rinke

    Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Liesbeth_S

    Pedro ist Postbote auf Lanzarote und das bedeutet, er gehört zu einer aussterbenden Gattung, denn statt Briefen und Paket verteilt er nunmehr hauptsächlich Postwurfsendungen. Um seinem Arbeitgeber, der königlichen Post zu beweisen, dass sein Job nach wie vor wichtig ist, macht er kilometerweite Spritztouren über die Insel. Als seine große Liebe Carlotta ihn verlässt und mit ihrem Sohn Miguel nach Barcelona zieht, gerät sein Leben aus den gewohnten Bahnen.

    Um was es bei dem Roman geht, lässt sich auf den ersten Blick nicht so genau sagen, den er umfasst eine bunte Mischung von Ereignissen und Themen, die von der Vergangenheit Spaniens bis in die Gegenwart reichen. Aktuelle Probleme wie die Flüchtlingskrise kommen genauso vor wie das Franco-Regime und dessen Verbindungen zu Nazi-Deutschland. Zwischen den Hauptcharakteren geht es um die Themen Freundschaft und Beziehung und mit dem Verhältnis von Pedro zu Miguel wird auch das Thema Vaterschaft thematisiert, wobei Vatergefühle nicht immer notwendigerweise auf biologischer Vaterschaft basieren müssen.

    Die zweite Hauptperson in der Geschichte neben Pedro ist die Insel Lanzarote selbst. Im Laufe der Geschichte lernt man die verschiedenen Gruppen der Inselbewohner kennen, es gibt Nudisten, (ehemalige) Berühmtheiten, die sich auf die Insel zurückgezogen haben, Künstler, Flüchtlinge, Einheimische und Prostituierte, um nur einige davon zu nennen. Ihre Lebensgeschichten werden in den Erzählstrang eingearbeitet. Historische Tatsachen wie die Spuren, die Deutsche während des Zweiten Weltkrieges auf Lanzarote hinterlassen haben, sind genauso Teil der Geschichte wie die Person des Schriftstellers José Saramago, der lange Jahre auf Lanzarote lebte und auch dort verstarb.

    Kurz gesagt, ein kurzweiliger Roman, der eine Fülle von Ereignissen und Geschichten zu einer turbulenten Geschichte vereint. Eine Liebeserklärung an eine Insel und ihre Bewohner.

  9. Cover des Buches Archipel (ISBN: 9783499291562)
    Inger-Maria Mahlke

    Archipel

     (60)
    Aktuelle Rezension von: KatMa

    Inger-Maria Mahlke legt hier einen Stoff vor, der quasi 100 Jahre Spaniens Geschichte (von 1919 bis 2017) anhand einer Unmenge von Figuren und Familien vor ihren Lesern auseinanderfaltet. Der Schreibstil ist dabei äußert kompliziert und man muss die ganze Zeit konzentriert bleiben. Es beginnt damit, dass die Geschichte "rückwärts" erzählt wird, was für mich wirklich interessant aber nochmal anstrengender war. Dazu kommen all die Figuren, spanischen Ausdrücke, geschichtlichen Ereignisse, Zeitsprünge...unzählige Informationen, die bei mir den ganzen Lesespaß zerstörten. So viele Schicksalsschläge werden beschrieben aber man fühlt dabei nichts! Die Menschen und ihr Schicksal blieben mir gleichgültig. Die vielen nebensächlichen Details machen die Geschichte zwar bildhaft, man weiß genau wo an welchem Platz sich welcher Gegenstand befindet und seinen spanischen Namen aber - und hier wiederhole ich mich gern - all die Umbrüche und familiären Dramen bleiben platt und farblos.

    Für mich war es eines dieser Bücher (vergleichbar vielleicht mit "Nichts weniger als ein Wunder" von Markus Zusak), bei denen man spürt, dass es gut ist, das mich aber einfach nicht packen konnte. Ich musste mich regelrecht durch dieses Buch durchkämpfen.

  10. Cover des Buches Blutorangen (ISBN: 9783351035945)
    Verena Boos

    Blutorangen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Maria Teresa Molins, genannt Maite, hat es geschafft. Sie hat sich gegen ihren strengen Vater durchgesetzt, verlässt ihre Heimatstadt Valencia und studiert nun in München. Hier lernt sie Carlos kennen, einen spanischstämmigen jungen Mann und verliebt sich in ihn. Bei seinem Großvater Antonio, der sich in München eine neue Existenz aufgebaut hat, stößt sie auf ein Foto eines jungen Mannes in deutscher Uniform. Eine solche Uniform trägt ihr Vater auf einem Foto, dass sie zufällig einmal bei sich zuhause gesehen hat. Nun stellt sie Fragen und beginnt nachzuforschen. Alte Wunden reißen auf und ein totgeschwiegenes Kapitel ihrer Vorfahren kommt immer mehr ans Licht.


    Dies ist kein Roman, den man mal schnell zwischendurch liest. Durch die drei Zeitzonen, durch die er mich führt, brauche ich meine ganze Aufmerksamkeit um dem äußerst interessanten Geschehen folgen zu können. Spannung baut sich auf und hält mich gefangen, nachdem ich die Familienzugehörigkeiten verinnerlicht hatte, bis ich die letzte Seite erreicht und zusammen mit Maite ihr Leben bzw. ihre Vergangenheit und die ihrer Familie aufgearbeitet habe.

    In einer eindrucksvollen, berührenden, bildhaften und sehr lebendigen, hier und da aber auch abgehackten Sprache, was meinen Lesefluss manchmal aus dem Tritt gebracht hat, nimmt mich Verena Boos mit in die Aera Francos und dem spanischen Bürgerkrieg. Mir war bis jetzt nicht bekannt, dass spanische Männer auch im deutschen Krieg gegen Russland dabei waren. Für mich war es sehr interessant zu lesen, wie sich der Bogen der Geschichte von Spanien, wo er schließlich auch wieder endet, über Frankreich nach Deutschland, weiter nach Russland zieht.

    Die Personen finde ich gut beschrieben. Vor allem Maites Vater Francisco und Carlos Opa Antonio, dessen Schicksal mich tief berührt hat, kann ich mir sehr gut vorstellen. Bei der Vielzahl an Personen hätte ich mir hier zu Beginn der Geschichte einen Stammbaum gewünscht, an dem man die Zugehörigkeiten immer mal wieder nachsehen kann.

    Dieses Buch und diese Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

  11. Cover des Buches Als das Leben vor uns lag (ISBN: 9783404177516)
    Care Santos

    Als das Leben vor uns lag

     (35)
    Aktuelle Rezension von: paradisehours
    Cover: Das Cover ist sehr hübsch und wirkt nostalgisch weshalb es sehr gut zum Buch passt. Leider fehlt mir der inhaltliche Bezug ein wenig. Vielleicht wäre ein anderes nostalgisches Bild besser gewesen.
    Charaktere: Die vier Mädels sind alle sehr gut ausgearbeitet. Man erkennt ihr Komplexität, die im Laufe des Buches immer mehr Form annimmt. Die Verschiedenheit ihrer Charaktere und Leben zeichnet ein ziemliches gutes Bild der Gesellschaft.
    Inhalt: Vier Mädchen die sich aus dem Internat kennen und nach der letzten Nacht nie wieder etwas voneinander hören. Unausgesprochen liegen die Geschehnisse der letzten Nacht zwischen ihnen. Nach all den Jahren beschließt eine von ihnen ein Treffen zu arrangieren und jede von Ihnen bringt ihre eigenen Probleme mit. Das Thema hat von Anfang an Spannung versprochen. Das Setting ist eher ruhig und unspektakulär, dafür sind die Gespräche umso spannender. Stück für Stück offenbaren sich die Frauen einander und finden dabei mehr über sich selbst heraus als sie dachten.
  12. Cover des Buches Das Flüstern der Stadt (ISBN: 9783499234620)
    Rosa Ribas

    Das Flüstern der Stadt

     (51)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Die seit zwei Jahren verwitwete Mariona wird in ihrer Wohnung ermordet. Im Barcelona der 1950er Jahre kann es geschehen, dass eine polizeiliche Ermittlung von oben gelenkt wird. Der Staatsanwalt bestimmt den Ermittler Castro als leitenden Beamten. Dieser wiederum möchte, dass die Zeitung in seinem Sinne über den Fall berichtet. Allerdings ist sein üblicher Kontakt erkrankt und so bekommt die junge Journalistin Ana Martí den Auftrag, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Zunächst darf Ana einem Verhör beiwohnen, bei dem ihr gleich klar wird, wie Untersuchungen unter der Franco-Diktatur laufen. Es fehlt nicht viel und Castro hätte ihr den anschließenden Bericht in die Feder diktiert. 


    Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer bisher dreiteiligen Reihe um die Journalistin Ana Martí und ihre Cousine Beatriz, eine Literaturwissenschaftlerin. Beide Frauen sind nicht frei in ihrer Berufsausübung. Dennoch fühlen sich sowohl Ana als auch Beatriz der Wahrheit verpflichtet. Und so erfüllt sich der Wunsch der Polizei, die Berichterstattung zu steuern zwar, aber nicht der Wunsch, dass es Ana damit auch bewenden lässt. Und die journalistische Art, Sachverhalte zu hinterfragen, ist der polizeilichen nicht so unähnlich. Es überrascht daher nicht, dass Ana Hinweise finden, die der Polizei nicht bedeutend genug erschienen.


    Eine spannende Stadt in einer spannenden Zeit. Besonders am Anfang macht das Autorinnenduo Rosa Ribas und Sabine Hofmann klar, wie schwierig und eingeschränkt das freiheitliche Leben in der Diktatur war. Im weiteren Verlauf konzentriert sich die Handlung mehr auf die Nachforschungen der gewitzten Reporterin und ihrer vielleicht etwas phlegmatischen, aber keineswegs dummen Cousine. Mit einfachen Mitteln und ihrer Hartnäckigkeit lassen sie sich einfach nicht einbremsen. Da fallen die obrigkeitshörigen Polizisten doch ab. Dieser Kriminalroman gibt einen packenden Eindruck vom Spanien unter Franco, fokussiert sich aber letztlich auf den verzwickten Fall mit einer überraschenden Auflösung.


  13. Cover des Buches Wie ein Stein im Geröll (ISBN: 9783453352469)
    Maria Barbal

    Wie ein Stein im Geröll

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Manuela_Waldmeier

    Dieses Buch erzählt die Geschichte von Conxa, welche früh ihr Elternhaus verlassen musste um bei Onkel und Tante zu leben, welche keine eigenen Kinder haben. Das Buch bleibt sich von Anfang bis Ende treu , es gibt wenige höhen und tiefen was den Schreibstil angeht und lässt sich flüssig lesen. Es erzählt die Geschichte eines langen Lebens , der Abnabelung von zu Hause, eigenen Kindern und Enkeln so wie dem unausweichlichen Tod welcher Conxa in ihrem Leben nicht fern bleibt.  Wie ein einzelner Stein im Geröll ist jeder in irgendeiner Weise , so auch Conxa. Fazit: Eine Lebensgeschichte die erzählt wurde weil sie erzählt werden musste und die den Leser an ein oder anderer Stelle durchaus zum Nachdenken anregt . 

  14. Cover des Buches Die Stimmen des Flusses (ISBN: 9783518467008)
    Jaume Cabré

    Die Stimmen des Flusses

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Flamingo
    Die „Stimmen des Flusses“ ist eine spannende Familien- und Dorfsaga mit einer großen Portion spanischer geschichtlicher Politik. Auf 666 Seiten verwebt Cabré rd. 90 Jahre spanische Geschichte mit der Geschichte eines Dorfes und einer Familie. Aktueller Aufhänger ist eine Lehrerin, die im Jahr 2002 das Tagebuch eines Lehrers aus den 1940ern findet.
    Geschrieben ist dies in Cabrés üblichem affektiertem Stil, der im Wesentlichen von Leserunfreundlichkeit geprägt ist. Er hat sich allerdings weiter entwickelt von seinem 1996 geschriebenen (aber erst jetzt in 2018 veröffentlichten) Roman „Eine bessere Zeit“. Allerdings muss man immer noch sehr genau lesen, der Autor macht es einem nicht leicht. Manchmal schien es mir auch, er wusste selber nicht, ob er einen anspruchsvollen zeitgenössischen Roman schreiben will oder eine Sex-Schmonzette, die man am Bahnhof kauf. Da kommt für mich sehr ein lüsterner alter Mann durch. Die erzählte Geschichte aber belohnt den Leser und im Grunde bleibt es bis zur letzten Seite spannend.
    Die volle Zahl an Sternen war leider nicht nicht möglich, da der Roman doch teilweise sehr viele Längen hat. Es sind einfach zu viele Baustellen. Selbst die Lehrerin Tina, die im Grunde der Katalysator für die Erzählung ist, hat unglaublich viele Baustellen: Eheprobleme, der Sohn gescheitert, eine Erkrankung und einen Erfinder, der sie permanent dick nennt mit sechs Kilo Übergewicht.
    Man merkt, dass Cabré ein alter Mann ist, der vermutlich ein Frauenbild hat, welches noch sehr tief im vorherigen Jahrhundert verwurzelt ist. Eigentlich werden alle Frauen als Huren oder Flittchen dargestellt. Schade, dass ihm hier nicht eine moderne Frauenfigur gelungen ist, die auch zu mehr Identifikation mit zumindest dieser weiblichen Leserin geführt hätte. Eines der großen Probleme von „Eine bessere Zeit“ war mMn, dass es nicht eine einzige sympathische Figur gab, auf deren Seite man sich schlagen konnte. Hier, in „Die Stimmen des Flusses“ hätte es Tina sein können, aber leider reduziert Cabré sie auf ihre Probleme und ihr Gewicht. Schade.
    Aber trotz diverser Unzulänglichkeiten und eines gewöhnungsbedürftigen Erzählstils ist es ein toller Spanienroman, der gerade in unserer heutigen Zeit an Aktualität nicht zu übertreffen ist. Wer sich z.B. wundert, dass in den USA die evangelikalen Christen einem Abschaum wie Trump immer noch die Treue halten, findet hier die Antwort. Alles, was der Vernichtung der Horden des Bösen (hier konkret Möder, Kommunisten, Atheisten, Freimaurer, Juden, separatistische Katalanen) beiträgt, ist Gott dem Herrn gefällig (lol dass ich als überzeugte Atheistin so einen Schwachsinn schreibe). Und solange Trump der Vernichtung jeglicher liberaler Agenda dienlich ist, wird er für die religiöse Rechte ein guter Christ sein. Und dieses Thema zieht sich auch durch „Die Stimmen des Flusses“. Überhaupt ist das Thema Macht, Macht der Kirchen, Macht des Geldes sehr zentral. Auf alle Fälle ein Roman, der zum Nachdenken anregt.
    P.S.: Ein Mini-Bonus-Pünktchen gibt es für das Lesezeichen mit Personenregister und DEM zentralen Zitat (über den Fluss) des Romans. Das Personenregister hat mich teilweise echt gerettet. 
  15. Cover des Buches Hemingway und ich (ISBN: 9783746636696)
    Paula McLain

    Hemingway und ich

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Stephs_littlelibrary

    Absolut spannend und einfühlsam erzählt uns Paula McCain die Geschichte des weltberühmten Schriftstellers Ernest Hemingway und seiner dritten Frau Martha Gellhorn. Anmutig, abenteuerlustig und mit viel Eifer wirft sich die junge Frau in ihre noch junge Karriere als Kriegsreporterin und Schriftstellerin, als sie ihn in einer einsamen Bar trifft. Schon bald ist klar: Ihre Wege sind schicksalhaft miteinander verbunden. Doch muss sie sich entscheiden, wer sie sein will: Hemingways Ehefrau, die zufällig auch schreibt oder eine Schriftstellerin, die sich ihren eigenen Weg bahnt?

    Eine Geschichte über eine starke Frauenfigur in einer bewegten historischen Zeit. Zwischen dem spanischen Bürgerkrieg und dem Zweiten Weltkrieg versucht Gellhorn ihren Weg als Journalistin und Schriftstellerin zu finden und zu gehen. Von der ersten Seite an hat mich McClain in diese Geschichte mit hineingezogen und definitiv mein Interesse an diesen Personen geweckt!

  16. Cover des Buches Der Preis, den man zahlt (ISBN: 9783458363750)
    Arturo Pérez-Reverte

    Der Preis, den man zahlt

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Schnuppe
    Nach der Leseprobe, die mich beeindruckt hatte, erwartete ich einen spannenden Spionageroman, der auch Zeitgeschehen widerspiegelt.
    Leider hat sich der Plot nicht wie erwartet entwickelt. Historisch hat Arturo Pérez-Reverte gut recherchiert und vieles eingebaut, hier gab es einiges zu lernen. Die Spionagegeschichte fand ich mit der Zeit jedoch abflachend und nicht gut geschrieben. Streckenweise musste ich mich zwingen dabei zu bleiben, weil der Autor sich in Details verlor. Die Rettungsmission mit den verschiedenen Gruppierungen, bei denen keiner ist was er vorgibt und auch die Liebesgeschichte hätten besser und spannender aufbereitet werden können.
    Der Titel hat sich mir nicht wirklich erschlossen.
    Das Cover ist sehr gelungen.
    Das Ganze soll sein Serienauftakt sein, diese werde ich nicht weiterverfolgen. Insgesamt bleibe ich etwas enttäuscht zurück, ich hatte mir mehr erhofft.
  17. Cover des Buches Das zweite Leben des Señor Castro (ISBN: 9783404177660)
    Jordi Sierra i Fabra

    Das zweite Leben des Señor Castro

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Lia48
    INHALT:
    Spanien, 1977: Franco ist nun seit mehr als 1 1/2 Jahren tot und die Diktatur zu Ende. Überall wird Wahlkampf betrieben. Es ist die Zeit des Umbruchs - die Demokratie zieht in das Land.
    Mittlerweile wurde die Kommunistische Partei legalisiert, weshalb viele Menschen nach Spanien zurückkehren.

    So auch der 61-jährige Rogelio Castro, der von allen für tot gehalten wird. Schließlich wurde er vor 40 Jahren im Krieg erschossen!
    Die Augen werden deshalb groß, als der mittlerweile stattlich gewordene Mann, gemeinsam mit seiner Familie in sein kleines Dorf zurückkehrt.
    Doch was ist damals tatsächlich geschehen?
    Und wer hat ihn verraten?
    Die Dorfbewohner stehen Kopf...


    MEINUNG:

    In diesem Buch stehen die Geschichte Spaniens vom Bürgerkrieg bis zum Beginn der Demokratie sowie die Beziehungen zwischen den Dorfbewohnern im Fokus.
    Deshalb ist es ein eher ruhiges Buch mit wenig Handlung.
    Die geschichtlichen Aspekte werden auch für den Laien sehr verständlich erklärt, was mich persönlich begeistert hat! Zudem wurde die spanische Geschichte wunderbar mit der Handlung des Buches verknüpft, so dass es auf mich alles andere als trocken wirkte. Ich mag es, wenn man ganz nebenbei beim Lesen ein Stück Geschichte für sich mitnehmen kann!
    Auch das spanische Flair kam bei mir an, das Cover passt wunderbar und die Namen empfand ich als passend gewählt.
    Das Buch wird aus recht vielen Perspektiven erzählt und es tauchen auch so einige Personen auf. Mir persönlich hat es aber geholfen, dass ich mir ein Namensregister angelegt habe.
    Durch die vielen verschiedenen Blickwinkel erfährt man viel über die Menschen im Dorf und mit der Zeit wirkt die Geschichte dadurch auch rund und durchdacht.
    Durch die vielen Wechsel in der Perspektive bin ich allerdings mit den Figuren kaum warm geworden, sie wirkten auf mich zu distanziert und bei mir kamen nur wenige Emotionen an. Erst gegen Ende konnte ich mich zumindest mit Rogelio anfreunden.
    Dadurch, dass recht wenig passierte, fehlte mir hier und da die Spannung und es kamen immer wieder Längen auf.
    Leider wirkte der Inhalt recht vorhersehbar auf mich. Trotzdem empfand ich den Schlussteil als gelungen.
    Des Weiteren ist der Schreibstil recht einfach gehalten, lässt sich aber flüssig lesen. Meinetwegen hätte er gerne noch etwas mehr Charakter haben dürfen.

    FAZIT: Ein eher ruhiges Buch mit der gut verständlich dargestellten Geschichte Spaniens. Jedoch blieben mir die zahlreichen Figuren durch die häufigen Wechsel in der Perspektive zu distanziert. 3-3,5/5 Sterne!

  18. Cover des Buches Die Frauen von La Principal (ISBN: 9783458362579)
    Lluís Llach

    Die Frauen von La Principal

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein großes, renommiertes Weingut mitten in der spanischen Provinz. Ein Vater, der von fünf Kindern nur eine Tochter hat und genau an diese das untergehende Geschäft vererbt, wodurch er sie  dem schillernden Leben in Barcelona fernhält. Ihr Name ist Maria und obwohl sie innerlich vor Wut schäumt, nimmt sie die Herausforderung an, denn eines steht nach dem plötzlichen Tod des Vater fest: Sie erbt nahezu alles, während sich Ihre Brüder, allen voran der Erstgeborene, hintergangen fühlen. Maria steigt zur uneingeschränkten Herrscherin des Weingutes und des ganzen Dorfes auf, sie wird gefürchtet und geachtet und spielt ihre Macht klug aus, die Sie an Ihre Tochter Maria weitergibt, die diese an ihre Tochter Maria weitergibt... Und doch überschattet ein zurückliegendes Ereignis die Idylle im Dorf: Eines Tages steht ein Polizist vor der Tür und will einen Mord aufklären.

    Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen, da es sich ziemlich zog und ich vor allem mit den vielen Marias so meine Probleme hatte. Zwischendurch gab es Längen, obwohl das Buch nicht sonderlich dick ist und über mehrere Generationen berichtet, es konnte mich nicht richtig erreichen. Gegen Ende hin wurde es dann jedoch besser und flüssiger und auch für mich interessanter.

    Eine ganz nette Lektüre für Zwischendurch, aber gepackt hat es mich nicht.

  19. Cover des Buches Der Spanische Bürgerkrieg (ISBN: 9783442154920)
    Antony Beevor

    Der Spanische Bürgerkrieg

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Durruti
    Bei diesem Buch handelt es sich um ein Standartwerk über den spanischen Bürgerkrieg. Allein aufgrund seines Umfanges werden alle nennenswerte Aspekte angesprochen. Besonders erfreulich ist, dass der Autor den Anarchisten und Anarchosyndakalisten genau den Platz einräumt, den sie verdient haben. Sowohl die Kollektivierungen in Katalonien als auch die Widersprüche innerhalb des anarchistischen Lagers (insbesondere bei der Regierungsbeteiligung) werden ausführlich erörtert und gewürdigt. Dabei lässt der Autor, der in seinen sonstigen Werken (z.B. Stalingrad oder Berlin 1945: Das Ende) nicht durch besonders libertäre Tendenzen aufgefallen ist, seine Sympathien für die Anarchisten mit ihren hohen moralischen Ansprüchen und auch ihrem Pragmatismus durchblicken. Auch wenn einzelne Truppenbewegungen zu detailliert beschrieben werden, fasziniert das Buch gleichwohl und macht deutlich, dass es noch einen anderen Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus geben könnte. Die Geschichte im 20. Jahrhundert hätte auch anders verlaufen können...
  20. Cover des Buches Die schöne Schrift (ISBN: 9783888974953)
    Rafael Chirbes

    Die schöne Schrift

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Melidi10

    Eine wirklich schöne Geschichte über das Leben und das Leid einer Mutter nach dem spanischen Bürgerkrieg.
    Ana schreibt einen Brief an ihren Sohn, in dem sie ihm über die Zeiten vor und nach seiner Geburt berichtet. Das Frauenbild das damals herrschte und die Repression kommen in der Geschichte sehr gut zu Geltung und man kann sehr leicht mit Ana mitfühlen und versteht ihren Kummer und Leid, zu mal sie immer mehr Menschen, aber auch Vertrauen verliert.

    Mir hat am meisten die Darstellung der damaligen Zeiten sehr gut gefallen, man hat einen sehr guten Einblick auf die Hungersnot und die Unterdrückungen bekommen, ebenso wie es für einen Republikaner zu der Zeit mit der Macht Francos umzugehen.

    Es ist ein Kreislauf der dargestellt ist, was ebenso den Kreislauf des Lebens widerspiegelt.

    Ich liebe diese Geschichte aufgrund der Gefühle die Ana uns mitteilt und auch die Bedeutung, was letztendlich 'die schöne Schift' zu bedeuten hatte und die eigentliche Wertung die darin liegt. 

  21. Cover des Buches Intervention (ISBN: 9783651000575)
    Jonathan Freedland

    Intervention

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel
    Der Thriller von Jonathan Freedland „Intervention“ hat es in sich. Die in der Zeit 1936 und 1940 spielende Geschichte besticht durch seine vielen belegten Zitate und Begebenheiten dieser Kriegsjahre.

    Aber nun erst mal zum Inhalt. Ein während des Spanienkrieges schwer verwundeter Wissenschaftler aus Oxford vermisst Frau und Kind. Wo sind sie hin, hat sie ihn wirklich verlassen? Und warum? Fiel sie einem Verbrechen zum Opfer? Aber warum hinterlässt sie einen Brief mit den einzigen drei Worten „Ich liebe Dich“? James Zennor, Wissenschaftler und ehemaliger Teilnehmer bei der alternativen Olympiade in Spanien, versucht alles, um seine Frau und seinen Sohn wiederzufinden. Zennor, der durch sein Kriegstrauma und seine nicht mehr voll einsetzbaren Schulter Dienstuntauglich ist, macht sich Vorwürfe, dass er durch sein Verhalten Frau und Sohn vertrieben haben könnte. Doch wo sind sie? Für ihn kommt es gar nicht infrage, England zu verlassen, wo doch die Truppen Hitlers vor der Tür stehen und er nicht mehr als Soldat dagegen ankämpfen kann. Je verzweifelter er sucht, umso näher kommt er Geheimnissen auf die Spur, die er sich nicht im Traum vorstellen konnte. Als er erfährt, dass um ihn herum eine Intrige gesponnen wurde, damit seine Familie von ihm fortkommt, macht er sich auf den Weg, sie zu finden. Für die damalige Zeit sehr schnell, ist er dann dennoch auf einem der letzten Schiffe Richtung Amerika, dem eigentlich verbündeten jungen Bruder Englands, der doch hoffentlich bald eingreifen wird, um England und den Rest der westlichen Welt im Krieg gegen Hitler zu unterstützen, oder? Und so findet er sich plötzlich in Yale wieder, der Eliteuniversität mit vielen Geheimbünden und ebensolchen Gedankenwelten.
    Der Autor nutzt viele Informationen der damaligen Zeit, verbindet die traumatischen Veränderungen, die einem Mensch widerfahren, um einen sehr spannenden Thriller zu schreiben. Absolut lesenswert!

  22. Cover des Buches Auroras Anlaß (ISBN: 9783257217315)
    Erich Hackl

    Auroras Anlaß

     (65)
    Aktuelle Rezension von: leserin
    Schon der erste Satz "Eines Tages sah sich Aurora Rodriguez veranlaßt, ihre Tochter zu töten" zog mich in den Bann. Man will ab jetzt einfach wissen, warum tötet eine Mutter ihre schlafende Tochter mit vier Pistolenschüssen aus nächster Nähe. Die Mutter stellte sich sofort nach der Tat den Behörden. In 13 Kapitel wird der Leser über die Gründe dieser Tat aufgeklärt. Aurora R. wird 1890 im nordspanischen Ferrol geboren, verbringt dort 24 Jahre ihres Lebens und stellt fest, daß das Elend und die Armut der Massen auf mangelnde Bildung und Kinderreichtum basiert. Auch die bürgerlichen und gebildeten Frauen haben keine Rechte und nichts zu vermelden. Sie engagiert sich stark für die Rechte der Frauen. Aurora plant eine Schwangerschaft und findet per Anzeige einen Mann (unbekannter Priester der Handelmarine) "für ihre Zwecke". Sie entbindet in Madrid ihre Tochter Hildegart und zieht diese nach ihren Prinzipien auf. Das Kind entwickelt sich prächtig und kann schon mit 3 Jahren Maschinschreiben, mit 13 Jahren beginnt es ihr Jurastudium, mit 14 Jahren tritt es den Sozialisten und der Gewerkschaft bei. Mit 18 Jahren schreibt Hildegart bereits Bücher über sexuelle Aufklärung und Hygiene, über soziales Elend und feministische Grundlagen. Hackl beschreibt die Tragik einer Mutter-Tochter-Beziehung auf eine großartige und spannende Weise. Als Leser erhält man Einblick in das Spanien vor Franko und vor dem Bürgerkrieg und erlebt eine interessante und starke Millieustudie, die trotz dem frühen Erscheinungsjahr 1987 nach wie vor aktuell zu interessanten Diskussionen anregen würde.
  23. Cover des Buches Der Bogen des Cellisten (ISBN: 9783833309434)
    Andromeda Romano-Lax

    Der Bogen des Cellisten

     (44)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus

    Diesem Roman wird nachgesagt, dass es den Werken von Carlos Ruiz Zafóns gleicht. Ich habe das Buch vor Carlos Ruiz Zafóns gelesen und sehe eher im Schreibstil eine Ähnlichkeit, aber nicht in der Geschichte.

    In dem Buch geht es um den kleinen Feliu, der seinen Vater im Krieg verliert. Der Vater hinterlässt einen Cellobogen, mit dem Feliu seine Liebe zur Musik entdeckt und pflegt. Sein Wege führen in nach Barcelona und Madrid, wo er das Cello spielen lernt. Begleitet werden wir von eindrucksstarken Menschen und von der Geschichte Spaniens.

    Mit den ersten Seiten baute sich eine Welt auf, die trotz der Schmerzen sehr lebensfreudig und voller Klang ist. Mir hat das Buch sehr gefallen, da auch der Sprachstil vom Autor leicht romantisch angehaucht ist und die Geschichte lebendig aufsteigen lies.

    Wer nicht nur eine Lebensgeschichte lesen möchte sondern auch Spanien kennen lernen möchte, ist mit diesem Buch genau an der richtigen Stelle.

  24. Cover des Buches Der Tanz der Freiheit (ISBN: 9783426198339)
    Dave Boling

    Der Tanz der Freiheit

     (5)
    Aktuelle Rezension von: louella2209

    Miren – so heißt Miguel Navarros große Liebe, die ihm 1935 im baskischen Guernica begegnet.

    Miren, das ist auch der Name einer Seife, die die junge Tänzerin benutzt. Miguel liebt ihren Geruch, der Duft nährt seine Liebe jeden Tag, und fast meint man, die Seife schütze das Paar vor dem Unheil der Welt. Doch was wird aus ihrem Glück, als Zerstörung und Tod über die Stadt hereinbrechen.


    Der Leser begleitet die Familie Navarro durch die Wirren des Krieges. Zugegeben der Anfang gestaltet sich etwas zäh und schleppend, werden die einzelnen Familienmitglieder doch sehr ausschweifend durchleuchtet. Es lohnt sich dennoch durchzuhalten. Denn schon im zweiten Teil des Buch entführt Dave Boling den Leser durch einen kulturellen Streifzug durch das Baskenland, wunderschöne Landschaften, kulinarische Kostbarkeiten und exotische Düfte.

    Der Fokus liegt jedoch auf dem Konflikt zwischen den Basken und Spanier, dessen Ausmaß der Autor im Verlauf der Handlung eindrucksvoll schildert.


    „Deshalb kommt Justo her, um zuzuhören. Die Sprache war ohnehin immer der wichtigste Akt der Separation, denn den Worten sind sie stärker verbunden als dem Land. Da nichts auf den Landkarten ihre Existenz widerspiegelt, entspricht der Umfang ihres „Landes“ der Reichweite ihrer Sprache. Aber wie die Tänze, die Flagge und die Feste, so sind auch die Worte verboten, und ein auf „Baskisch“ geflüstertes Gebet ist so illegal wie der Ruf zu den Waffen auf einem öffentlichen Platz“ Zitat S.16


    Die Handlung dieses Romans ist im Zeitraum von 1893-1941 angesiedelt, eine längst vergangene Zeit möchte man meinen und dennoch ist die Unterdrückung einzelner Kulturen und Bevölkerungsgruppen auch heute noch ein hochbrisantes Thema. Man muss zwar eine klare Linie ziehen zwischen Fiktion und historischen Fakten, trotzdem geht einem die Liebesgeschichte zwischen Miguel und Miren sehr nahe, müssen sie doch ihre wahre Herkunft ständig verstecken.


    Der sprachliche Stil des Autors ist ein literarischer Leckerbissen, wenn auch keine leichte Kost. Er beschreibt die Schrecken des Krieges und der Verfolgung mit beeindruckender Intensität, um im nächsten Atemzug die Schönheiten der Liebe und des Lebens aufzuzeigen.


    4 Sterne und eine Empfehlung für Freunde von anspruchsvollen historischen Romanen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks