Bücher mit dem Tag "franken"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "franken" gekennzeichnet haben.

202 Bücher

  1. Cover des Buches Hortensiensommer (ISBN: 9783453422148)
    Ulrike Sosnitza

    Hortensiensommer

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das wunderschöne Cover versprach eine leichte Sommerlektüre für zwischendurch. 

    Johanna ist Gärtnerin und lebt alleine zurückgezogen in der Nähe von Würzburg in einem viel zu großen Haus. Ihre Einliegerwohnung vermietet sie an Philipp, der erst vor kurzem aus Berlin nach Sommerhausen gezogen ist, um am Gymnasium als Lehrer zu arbeiten. Philipp bemüht sich sehr, um mit Johanna Freundschaft zu schließen, doch sie ist reserviert und abweisend. Man ahnt bald, um was für ein Trauma es sich bei Johanna handelt...

    Das Buch war nicht so meins. Man erfährt zwar viel über Blumen und Pflanzen aber insgesamt war mir die Geschichte zu düster und problembeladen. Johanna stößt jeden vor den Kopf, der ihr helfen will. Auch die anderen Figuren waren nicht sympathisch. Am besten gefiel mir Philipp mit seiner freundlichen und optimistischen Art, obwohl auch er es in der Vergangenheit nicht immer leicht hatte. 

    Dieses Mal konnte mich Ulrike Sosnitza mit ihrem Roman nicht so richtig begeistern. 

  2. Cover des Buches Das Vermächtnis der Wanderhure (ISBN: 9783426635056)
    Iny Lorentz

    Das Vermächtnis der Wanderhure

     (713)
    Aktuelle Rezension von: Margarete-van-Marvik

    Wie immer war auch dieser Roman lesenswert. 

  3. Cover des Buches Resturlaub (ISBN: 9783596512409)
    Tommy Jaud

    Resturlaub

     (1.060)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    „Pitschi“ bekommt Panik als alle Kumpels nach und nach heiraten und seine „Bine“ nun auch Nägel mit Köpfen machen möchte und schon vom Nachwuchs spricht. Am Flughafen, kurz vor dem Urlaub mit Bine und seinen Freunden, bekommt Pitschi so Panik das er einen Überfall vortäuscht und die anderen ohne ihn abfliegen, stattdessen haut er kurzerhand ab nach Argentinien ... dort erlebt er kurioses, nachdenkliches und lehrreiches....

    Super lustiger Urlaubsroman

    Lediglich das Ende war etwas überzogen

  4. Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)
    Sabine Weigand

    Die Seelen im Feuer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Wir befinden uns hier im 17Jh. in Bamberg. Es werden unschuldig Hexen verfolgt, gefoltert und verbrannt. Die Angst geht in der Stadt um. Johanna wurde auch festgenommen und bangt um ihr Leben.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen und ist sehr gut recherchiert,  so werden immer wieder Augenzeugenberichte von damals abgedruckt. Diese waren auf Grund der Sprache von damals, nicht ganz so einfach zu lesen und mein Lesefluss wurde so ein bisschen ausgebremst. Ansonsten war es eine sehr erschreckende Geschichte, da man weiss, dass es diese Hexenverbrennungen wirklich gab.

  5. Cover des Buches Mainleid (ISBN: 9783954516568)
    Anja Mäderer

    Mainleid

     (24)
    Aktuelle Rezension von: PiaOConnell

    Als Fan der schönen Stadt habe ich mich sehr auf diesen Würzburg Krimi gefreut und wurde nicht enttäuscht. „Mainleid“ ist ein toller Titel und auch das Cover macht Lust auf mehr. 

    Dass der Kriminalfall im Studentenmilieu angesiedelt ist, hat angenehme Erinnerungen in mir geweckt und ich wünschte, ich hätte ein Glas Wein vom Stein beim Lesen gehabt. 

    Das sympathische Ermittler Duo, bestehend aus Nadja Gontscharowa und Peter Steiner, das auf eigenen Wunsch von Nürnberg nach Würzburg versetzt wurde, wird gut porträtiert. Auch in den Nebenfiguren finden sich interessante Charaktere. Besonders gefallen haben mir die spanischen Schwestern vom Stammtisch und der Rechtsmediziner Lars Nauke. Gut charakterisiert sind die beiden sehr unterschiedlichen WG-Genossinnen Sophie und Julia.

    Der Krimi ist spannend mit zahlreichen Verdächtigen und falschen Spuren und einer nicht vorhersehbaren Auflösung. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Die Handlung ist rätselhaft und packend. Der Krimi ist in einer lebendigen und humorvollen Sprache geschrieben, sogar der fränkische Dialekt wird ab und zu gekonnt eingesetzt. Bei ein paar Szenen konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen.

    Ich freue mich auf eine Fortsetzung mit den sympathischen Ermittlern in dieser wunderschönen Stadt.

  6. Cover des Buches Frankenstich (ISBN: 9783740806200)
    Katharina Drüppel

    Frankenstich

     (34)
    Aktuelle Rezension von: majaloewenzahn

    Der beliebte fränkische Krimiautor Georg Neuner wird erstochen aufgefunden – ausgerechnet in der Buchhandlung der quirligen Erlangerin Felicitas Reichelsdörfer. Da sie ihn auch noch persönlich kannte, liegt die Vermutung für Kommissar Clemens Sartorius nahe, dass sie etwas mit dem Tod Neuners zu tun haben könnte. Das kann Feli natürlich nicht auf sich sitzen lassen – sie ermittelt auf eigene Faust. Damit bringt sie sich immer wieder in Schwierigkeiten und den exzentrischen Sartorius schier zur Verzweiflung.

    "Frankenstich" überzeugt mit Humor und sympathischen Hauptfiguren, die unterschiedlicher kaum sein könnten, gewürzt mit einer guten Prise Lokalkolorit, und bietet kurzweiligen Lesegenuss, den man auch über die Grenzen Frankens hinaus empfehlen kann.

  7. Cover des Buches Der Franken-Bulle (ISBN: 9783740808006)
    Harry Luck

    Der Franken-Bulle

     (21)
    Aktuelle Rezension von: wacaha

    Eigentlich sollte es nur ein ganz normaler Drehtag am Bamberger Set der Krimiserie „Der Frankenbulle“ werden, doch plötzlich ist eine Darstellerin tot: Aus der Waffe der Hauptperson ist anstatt der üblichen Platzpatrone ein tödliches Geschoss herausgekommen. Das Opfer war noch dazu keine Schauspielerin, sondern die berühmte Drehbuchautorin, die einmal in der Verfilmung ihrer Krimis mitspielen wollte. Die ermittelnden Beamten Horst Müller und Paulina Kowalska finden schnell heraus, dass es sich nicht wie anfangs vermutet um einen Unfall handelt, sondern die Waffe des Hauptdarstellers ausgetauscht wurde. Um den Mord aufzuklären tauchen die Polizisten tief in die Welt des Buchhandels und der Lokalkrimis ein, in der jeder denkt ein Autor zu sein.

    „Der Franken-Bulle“ ist der neue Bamberg-Krimi des Autors Harry Luck. Ihm ist es sehr gut gelungen, das typisch fränkische Lokalkolorit einzufangen, wer Bamberg kennt wird die Stadt aufgrund der anschaulichen Schilderungen wieder erkennen. Auch typisch fränkische Mundart, Verhaltensweisen und Speisen lassen den Leser gedanklich direkt in die Region reisen. Das Cover passt stimmig zur Geschichte, die typischen Fachwerkhäuser und die abgebildeten Türme des Kloster Michelsberg geben ihr einen passenden Rahmen.

    Mit Horst Müller und Paulina Kowalska hat der Autor ein Ermittlerduo geschaffen, das unterschiedlicher nicht sein könnte und bei dessen Charakterisierung mit sämtlichen Klischees und Vorurteilen gespielt wird: Der alteingesessene Müller ist mit seiner brummelig Art der „typische Oberfranke“, er hält nostalgisch an alten Werten und Vorstellungen fest, kennt sämtliches unnütze Wissen und besteht auf die korrekte Anwendung der deutschen Rechtschreibung und Grammatik. Auch wenn er als Spießer überzeichnet wird ist der dennoch sympathisch, denn er besticht mit seinem fränkischem Humor und seiner väterlichen Bodenständigkeit. Sein Gegenpart bildet die junge Paulina Kowalska, die modern und sehr technik-affin dargestellt wird. Das Ermittlerduo arbeitet dennoch harmonisch zusammen, beide nutzen ihre verschiedenen Stärken, um sich zu ergänzen und auf das gemeinsame Ziel hinzuarbeiten. Hie kleinen Neckereien zwischen den beiden sind sehr amüsant zu lesen, ihre Dialoge machen demnach viel Spaß, auch wenn sie an manchen Stellen schon fast ins Skurrile abdriften.

    Besonders am „Franken-Bullen“ ist, dass das Buch ein Krimi über den Krimi ist und zudem eine Nebengeschichte beinhaltet, die der Leser zunächst gar nicht einordnen kann. Beim weiteren Voranschreiten des Krimis wird diese aber immer plausibler und durch die Auflösung schließlich gut nachvollziehbar, warum diese Stellen mit eingebaut wurden. Ein verwirrender, aber kreativer Kunstgriff des Autors. Mit Prolog, Sub-Plot, Epilog und Leseprobe, die auch irgendwie noch zur Story gehört ist es aber eigentlich eine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte…  und das war mir an manchen Stellen leider etwas zu viel und zu gewollt. Auch waren die Kapitel für meinen Geschmack etwas zu lang, da viel Nebensächliches erörtert wurde, das unwichtig war, die Handlung in die Länge zieht und lediglich dazu dient, falsche Fährten einzustreuen, die teilweise ins Absurde führten und dann sie wieder erwähnt wurden. Der Schreibstil des Autors hingegen hat mir gut gefallen, Herr Luck hat durch kleine Nebensätze, -informationen und Wortspielereien subtilen Humor zwischen den Zeilen vermittelt.

    Sehr selbstironisch wird im Buch mit dem Genre "Regionalkrimi" und der Bücherszene im Allgemeinen abgerechnet. Es liefert einen Blick hinter die Kulissen von Verlagen, Agenten, Literaturkritikern, Autoren und Buchhandlungen  – sollte es dort wirklich so zugehen wie im Buch geschildert werde ich definitiv nicht unter die Autoren gehen. Der Anschein wird vermittelt, als ob jeder Autor werden könnte (und auch davon träumt) und es nichts dabei sei, ein gutes Buch zu verfassen. Insbesondere Krimis und Autoren mit regionalem Bezug werden dabei schon fast ins Lächerliche gezogen. Diese kritische Abhandlung über das (regionale) Büchergeschäft hat mich – trotz der offensichtlichen Selbstironie – nicht besonders angesprochen.

    Alles in allem in „Der Franken-Bulle“ ein angenehmer Cosy Crime mit wenig Spannung, aber einem liebenswerte Klugscheißer als Protagonisten, der dem Leser viel unnützes Wissen lehrt. Das Buch war angenehm und flüssig zu lesen, hat mich aber leider nicht vollständig gepackt.

  8. Cover des Buches Brunnenleich (ISBN: 9783839223444)
    Ilona Schmidt

    Brunnenleich

     (25)
    Aktuelle Rezension von: unclethom
    Ich mag es für mich neue Autoren zu entdecken. Hier habe ich mir das neue Buch der Autorin Ilona Schmidt ausgesucht und ich kann sagen, dass sie es versteht spannend und unterhaltend zu schreiben.
    Gleich mit dem Prolog oder wie hier, dem ersten Kapitel, hat sie mich gefesselt. Nach und nach lernt man viele sehr interessante und sehr plastisch beschriebene Charaktere kennen.
    Besonders gut gefiel mir das Ermittlerteam und da insbesondere das Verhältnis zwischen Robert Levin und seiner Vorgesetzten Maxi Frohn.
    Die Story ist von Anfang an auf einem recht hohen Spannungslevel und behält die Spannung auch weitestgehend bis zum dramatischen Finale bei.
    Ich mag es wenn ich mitermitteln kann, doch genau das macht einem Ilona Schmidt nicht allzu leicht. Geschickt eingebaute Wendungen lassen den Leser immer wieder an andere Schuldige denken, und auch diese Spuren führen oftmals ins Leere. Das ist für mich großes Kino, denn ich mag geschickt konstruierte Krimis die jedoch nicht konstruiert wirken.
    Ilona Schmidt gelingt es ihren Figuren Leben einzuhauchen, so gut dass man teilweise das Gefühl hat neben den Figuren mitzuermitteln.
    Schritt für Schritt führt die Autorin den Leser durch die Story und je weiter man vordringt desto spannender wird es und gipfelt dann in einem dramatischen Finale.
    Mich konnte Ilona Schmidt auf Beste unterhalten. Und ich denke, dass „Brunnenleich“ nicht mein letztes Buch aus der Feder von Ilona Schmidt gewesen ist.
    Insgesamt komme ich hier auf 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!
  9. Cover des Buches Mainschatten (ISBN: 9783954519774)
    Anja Mäderer

    Mainschatten

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Thea_Lehmann

    Ein gemütlicher Heimatkrimi, der niemandem den Schlaf raubt, aber dafür schöne Einblicke in die fränkische Seele und speziell Würzburg bietet. Mit viel Lust am Erzählen entführt uns die Autorin in die Gesellschaft einer Tanzschule und den Animositäten und Intrigen, die hinter den Kulissen stattfinden. Im Mittelpunkt steht Kommissarin Nadja Gontscharowa, die das K1 stellvertretend leitet. Sie und ihre Kollegen ermitteln im Fall eines toten Tanzlehrers, dessen Tod sich im Laufe der Ermittlungen als Mord herauskristallisiert. Die Kommissarin taucht als Tanzschülerin ein ins Milieu der Tänzer und Freunde der Tanzschule, um den Mörder zu entlarven. Dabei ist sie allerdings wenig erfolgreich. So liebevoll die einzelnen Szenen, vom Aussuchen eines Ballkleides bis zur Geburtstagsparty einer Tanzlehrerin geschildert werden, so wenig spannend wird die Ermittlungsarbeit beschrieben. Selbst als die Kommissarin im Zuge der verdeckten Ermittlung in Lebensgefahr kommt, als noch ein Mord passiert und als das Team zum Schluss auf der richtigen Fährte ist und dem Mörder eine Falle stellt, kommt keine echte Spannung auf. Den Fall lösen letzten Endes nicht Kommissarin Gontscharowa. und ihr Freund und Kollege Peter, sondern der beherzte Einsatz der psychisch angeschlagenen Mutter eines Verdächtigen. Interessant sind die Einblicke in die unterschiedlichen Mordmethoden, die angewendet werden. Gekonnt auch stellt Anja Mädler eine Reihe sehr unterschiedlicher Charaktere  vor, seien es Kollegen von Nadja Gontscharowa bei der Kripo, über den Staatsanwalt und  Gerichtsmediziner bis zum in seiner Freizeit tanzenden Pater. Das ist eine sehr bunte, weltoffene Mischung von Protagonisten, die viel Potential für weitere Fälle haben.

     Ich hoffe, es gibt bald mehr von dieser jungen Autorin.

     

  10. Cover des Buches Die Fürstin (ISBN: 9783426518533)
    Iny Lorentz

    Die Fürstin

     (72)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Deutschland im frühen 18. Jahrhundert: Die junge Charlotte stammt aus einem verarmten Adelshaus und hat das Glück, als eine von 8 Schwestern verheiratet zu werden. Sie soll ihrem Gemahl, dem Fürsten Carl Anton, um den sich viele Gerüchte ranken, den ersehnten Erben schenken. Ein Sohn ist die einzige Möglichkeit für diesen, sein Fürstentum vor seinem raffgierigen Fein zu schützen. Eine dementsprechend schwierige Aufgabe kommt auf Charlotte zu. Doch die arrangierte Ehe erblüht nicht in Leidenschaft und die junge Fürstin muss sich in ihrer neuen Stellung erst zurechtfinden. Während Charlotte nach ihrem eigenen Glück sucht, wird sie zunehmend zur Zielscheibe des Hasses der Feinde ihres Mannes.

    Der Schreibstil ist, wie man es von Iny Lorentz kennt, nicht besonders anspruchsvoll und dementsprechend flott und angenehm zu lesen. Auch fehlte der Handlung nicht an Spannung. Auch dieser Roman war wieder top recherchiert, wie man es vom Autorenduo gewohnt ist. Interessant war für mich die Wahl des Schauplatzes, da das Saaletal für einen historischen Roman ein ungewohnter Schauplatz ist. Besonders gut haben mir die Protagonisten gefallen. Sie wirken authentisch und nicht zu sehr übertrieben. Einige von ihnen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Überrascht hat mich das Aufgreifen von Liebe zwischen Männern und die Vorurteile und Feinde gegen die diese Männer kämpfen mussten. Die Geschichte hat mir einiges mitgegeben ich habe ein wenig dazugelernt. 

    Letztendlich ist der Roman wirklich sehr gut geschrieben und eine große Empfehlung für alle Leser von Iny Lorentz. "Die Fürstin" gehört zu meinen liebsten historischen Romanen hat mir wirklich einiges mitgegeben. 

  11. Cover des Buches Tod in Oberammergau (ISBN: 9783740806309)
    Josef Rauch

    Tod in Oberammergau

     (21)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Es sollte ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk werden, das Philipp Marlein seinem Freund Emil Bär machen wollte, aber dann kommt alles etwas anders. Das gebuchte Seminar findet Emil nicht so überzeugend. Dafür sind Erna Kalb und Sandra Danner, die Damen vom Verein „Ecce Homo“, umso interessanter. Sie sind der Meinung, dass Jesus nur ein Mensch war. Doch am nächsten Morgen sind die Damen tot, gekreuzigt auf dem Kreuzberg. Bär und Marlein geraten sofort in Verdacht. Sie flüchten und müssen nun alles daransetzen, ihre Unschuld zu beweisen. Doch es gibt weitere Tote und alle gehören „Ecce Homo“ an. Die Spuren führen bis nach Oberammergau, wo Philipp und Emil sich dann auf der Bühne der Passionsfestspiele wiederfinden.

    Ich kannte die Herren Marlein, Hobbydetektiv, und Bär, Ex-Pfarrer und Psychoanalytiker im Ruhestand, noch nicht, obwohl sie doch schon einige Fälle gelöst haben.

    Der Schreibstil ist wirklich toll und die lockeren Dialoge der Freunde gefallen mir sehr gut. Aber auch die Charaktere sind gut und lebendig dargestellt. Die beiden Ermittler sind Typen mit Ecken und Kanten.

    Zum wiederholten Mal bekommen es die Freunde mit einem Fall zu tun, der an den Grundfesten des christlichen Glaubens rüttelt. Hat die Bibel recht? Oder war doch alles ganz anders? Diese Fragen werden nicht wirklich beantwortet; das muss wohl jeder mit sich ausmachen. Aber die Freunde sorgen dafür, dass dieser Kriminalfall, der so gar nichts von der Idylle der Gegend hat, gelöst wird.

    Ein toller und spannender Krimi mit interessanten Ermittlern, viel Lokalkolorit, Humor und Action. Was will man mehr? Ganz klar – weitere Fälle mit dem Duo!

  12. Cover des Buches Schwarze Madonna (ISBN: 9783954514427)
    Xaver Maria Gwaltinger

    Schwarze Madonna

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Limericks

    Der ehemalige Pfarrer Emil Bär lebt zurückgezogen auf einer Alm und will eigentlich nur noch seine Ruhe. Diese jedoch ist schnell vorbei als seltsame Dinge passieren: ein Mädchen wird erst als vermisst gemeldet und dann tot aufgefunden - das Seltsame daran: sie war schwanger... Dann verschwinden die Mädchen der Nachbarin...

    Was hat das alles mit der Entführung der berüchtigten Schwarzen Madonna aus Altötting zu tun??? Als Bär dann rausfindet dass mehr dahinter steckt und sich auf den Weg macht die Mädels zurückzuholen, passieren auch mit ihm merkwürdige Dinge, unter anderem findet er einen toten Hund als Warnung vor seiner Tür und er wird in eine geschlossene Klinik eingewiesen. Wird er die Mädchen noch rechtzeitig finden??? Alleine wird es jedenfalls schwierig....

    Da kommt dann auch der Privatermittler Philip Marlein ins Spiel. Dieser hat sich mit Lena Wiegand angefreundet, die er beschatten soll. Schnell läuft der Auftrag dann allerdings aus dem Ruder, als er feststellt dass sein Fall und der Fall von Bär zusammenhängen und die beiden ermitteln wohl oder übel zusammen weiter, als sie feststellen dass man alleine nicht weiter kommt. Und zusammen finden sie unglaubliches heraus: das Verschwinden der Madonna hat ebenfalls etwas mit ihren Fällen zu tun und es tun sich menschliche und religiöse Abgründe auf....


    Der Autor schafft es trotz der Länge von 446 Seiten den Leser bei Laune zu halten, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Am Anfang mag es schwierig sein sich in die Dialoge von Emil Bär und Philip Marlein reinzulesen, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Was mich sehr beeindruckt zurückgelassen hat ist die Leichtigkeit wie der Autor ein schwieriges religiöses Thema in den Roman einflechtet und man auch Hintergründe erfährt. Das ist der große Unterschied zum Sakrileg von Dan Brown - man kann den Krimi immer wieder lesen und entdeckt Stellen die man vorher vielleicht nur überflogen hat und die im Nachhinein eine große Rolle spielen. Ich würde mich sehr freuen wenn es noch mehr solche Bücher von dem Team Bär/Marlein zu lesen gibt...

    Auch eine Verfilmung des Buches kann ich mir vorstellen, dann müssten es allerdings bayrische Schauspieler sein die der Gegend und dem Humor auch gerecht werden.

  13. Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)
    Donna W. Cross

    Die Päpstin

     (4.347)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Inhaltsangabe:
    Johanna, ein junges Mädchen mit überragenden Geistesgaben, wächst im Frankenreich des 9. Jahrhunderts heran. Als Tochter eines strenggläubigen Vaters und einer heidnischen Mutter gelingt ihr, was allen Mädchen im Mittelalter verwehrt blieb: Sie erhält eine fundierte heilkundliche und philosophische Ausbildung. (...) Als Mönch verkleidet, tritt sie zunächst ins Kloster Fulda ein und macht sich Jahre später auf den Weg nach Rom. Dort gelangt sie als Leibarzt des Papstes innerhalb kurzer Zeit großer Berühmtheit. Und schließlich ist sie es selbst, die die Geschicke der katholischen Kirche leitet. (...)

    Meine Meinung:
    Nachdem ich den Film: Die Päpstin gesehen habe und danach entdeckte, dass es ein Buch dazu gibt, war schnell klar, dass ich diesen historischen Roman unbedingt lesen muss. :)
    Und ich bin absolut begeistert davon. 📚
    Immer wieder schön, so ein geniales Buch vom SuB befreit zu haben!

    Cover: Das Cover spiegelt perfekt den Inhalt des Buches wieder. :)
    Insgesamt ist es eher in roten Tönen gehalten.
    In der Mitte des Covers erstreckt sich, vom Boden bis zur Decke, der Papstthron- er ist reich und üppig verziert. Vor dem Papstthron gibt es noch ein paar Stufen um ihn zu erklimmen und eine Art "roter Teppich".
    Vor den Stufen liegt eine Leiche. Wenn ich raten könnte, würde ich sagen, dass es sich um die Leiche einer Frau handelt.
    Auf dem Papstthron selbst, sitzt ebenfalls eine Frau- die Gesichtszüge sind deutlich weicher und Brüste sind unter dem straffen Gewand zu sehen- diese segnet die tote Frau.
    Rechts und links vom Papstthron stehen einige Berater des Papstes.

    Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr Gut gefallen. :)
    Er war sehr leicht zu lesen und es herrschte eine sehr angenehme Leseatmosphäre.
    Hin und wieder war das Latein etwas anstrengend, aber das kann man auch guten Gewissens überlesen, da es meistens übersetzt wird.
    Dieser Roman zeigt die erschreckende Engstirnigkeit in dieser Zeit perfekt an. Frauen haben keinen Wert, werden als ungebildet und denkunfähig abgeschrieben. Vieles wird Gott gegeben dargestellt- völlig unrevolutionär, wird daran festgehalten und nichts anderes zugelassen.
    Ein sehr spannender und wichtiger Roman mit vielen moralischen Denkanstößen und dem großen Apell: Das andere und neue Meinungen nicht immer falsch sein müssen.

    Idee: Die Idee hat mir einfach nur super Gut gefallen- denn Johanna hat es tatsächlich gegeben. Natürlich wurden einige Daten umgeändert & es gibt viel Fiction, aber allgemein ist es einfach nur faszinierend, dass es sich so vielleicht im ungefähren zugetragen haben könnte. :)
    "Manche Gedanken sind gefährlich".
    Das muss sich die junge, ehrgeizige Johanna unbedingt einprägen.
    Denn der Grad zwischen Gotteslästerung und neues Erlernen und hinterfragen ist sehr, sehr schmal. Gerade als Mädchen steht Johanna in der Jungenschule unter ständiger Beobachtung und wird beim kleinsten Vergehen und Fehler bestraft.
    Auch ihr Bruder Johannes sieht Johanna als Unnatürlich an und hilft ihr nicht..
    Schließlich wird Johanna gezwungen zu heiraten, damit darf sie jedoch gleichzeitig nichtmehr die Schule besuchen..eine durchgekaterte Sache um Johanna loszuwerden. Denn nicht nur ihre Mitschüler und ihr Lehrer wollen sie loswerden.
    Auch Gerolds Frau möchte das Johanna schnellstmöglich verschwindet.
    Durch einen Angriff von Barbaren am Tag ihrer Hochzeit kann sie fliehen.. und ab dort begibt sie sich in große Gefahr..

    Kapitel: Von Kapitel zu Kapitel baute sich das Buch einfach super spannend auf.
    Wir folgen Johanna auf ihrem beschwerlichen und auch gefährlichen Weg und nehmen selbst jedoch auch einiges mit: Das es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen! :)
    Das Ende war einerseits traurig, da es so mit Johanna zugrunde ging, jedoch auch irgendwie schön. :) Denn wir treffen ein altes Gesicht wieder in einem wirklich schönen Zusammenhang. :) Mehr wird nicht verraten: Aber ich mochte es zumindest und war zufrieden.

    Charaktere: Alle Charakter in diesem Buch wurden sehr Gut meiner Meinung nach umgesetzt. :) Viele Hasscharakter.. aber auch äußerst sympathische Figuren kreuzen in diesem Buch unseren Weg.
    Gerade Johannas Vater ist ein deutlicher Hasscharakter: engstirnig durch seinen Glauben, gibt es bei ihm keine Abweichungen und keine andere Begründung außer Gott- Wissenschaft, Theorie und Denken. Gibt es bei ihm nicht. So dass Johanna mehr als ein Mal von ihm gezüchtigt werden muss.
    Johanna war schon als kleines Kind neugierig, wissbegierig und intelligent.. hinterfragte alles und gab sich mit belanglosen Antworten nicht zufrieden. Ich mochte Johanna im Kindes- sowie Erwachsenenalter sehr. :) Sie ist herzensgut, mutig und fleißig. Und lässt keinen Weg aus, auch den ärmsten und schwächsten zu helfen. Sie geht Gottes Weg- aber auch den wissenschaftlichen und theoretischen und verlässt sich nie zu 100% allein auf Gott.
    Gerold- Johannas Ziehvater, und späterer Gefährte, ist ebenso gutmütig wie sie und begleitet sie stets auf ihrem Weg. Neben Johanna ist Gerold einer meiner Lieblingscharaktere gewesen. :)

    Mein Fazit: Ein wahnsinnig gelungener historischer Roman, den ich absolut genossen und verschlungen habe! :) Ich fande es höchst interessant Johanna auf ihren Weg zu begleiten und fande die Auffrischung zu der alten Denkweise und auch des alten Frauenbildes höchst spannend.
    Herzliche 5 Sternchen und eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die intelligente und taffe Protagonistinnen mögen

  14. Cover des Buches Einer flog über die Vogelsburg (ISBN: 9783740806583)
    Anja Mäderer

    Einer flog über die Vogelsburg

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Julia_liest

    Will Klien befindet sich wegen einer Zwangsstörung in der Klinik auf der Vogelsburg bei Volkach im schönen Unterfranken. Er und die anderen Patienten der Zwangsgruppe Anne, Mäuschen, Irmela, Marie und Holger sind ein gutes Team.

    Der Patientenalltag auf der Vogelsburg ändert sich jedoch als Wills Therapeut tot im Altmain schwimmt. Dr. Jacobi, der Will leider recht unsympathisch ist, wohnt nun den Gruppensitzungen bei und die Frage nach Herrn Brunners Mörder beschäftigt die Zwängler immer mehr – er oder sie könnte schließlich dem Umfeld der Klinik angehören. Brunner war beliebt und ein fähiger Therapeut – was für ein Motiv könnte jemand für den Mord gehabt haben?

    Will und seine Freunde machen sich an ihre eigenen Ermittlungen.

     

    Der Franken Krimi „Einer flog über die Vogelsburg“ von Anja Mäderer spielt auf der Vogelsburg bei Volkach, umgeben von Weinbergen an der idyllischen Mainschleife.

     

    Will befindet sich wegen eines extremen Waschzwangs in der Klinik. Mich hat sehr beeindruckt, wie die Autorin aus seiner Sicht über das Zwangsverhalten und seine Gedanken schreibt. Zudem hat sie der Hauptfigur einen sehr sympathischen Charakter verpasst, der durchaus seine Eigenheiten hat aber mit Intelligenz, Herz und einem gewissen Humor ausgestattet ist und für mich etwas ganz Besonderes war.

    Auch die anderen Protagonisten konnte ich mir lebhaft vorstellen, da auch diese gut beschrieben werden.

     

    Der Krimi wird aus der Perspektive von Will als Patient erzählt und wechselt mit Abschnitten über das Leben von Dr. Jakobi als Arzt ab. Den Wechsel von Ich-Perspektive zur Personalen Erzählperspektive fand ich sehr interessant. Sie macht die Geschichte vielschichtiger und gewährt dem Leser noch einen zusätzlichen Einblick.

     

    Die Handlung wurde sehr gut konstruiert, sie spielt sich zwischen Klinikalltag und Mordermittlungen ab und lässt Raum für Spekulationen über den Täter. Einige Wendungen, bzw. zusätzliche Ereignisse sorgen dafür, dass man sich zu keiner Zeit sicher über den Ausgang sein kann. Dieser kristallisiert sich erst gegen Ende heraus und sorgt für ein packendes Finale.

     

    Nebenbei bindet Anja Mäderer historische Fakten über die Vogelsburg ein und beschreibt bei einem Ausflug von Dr. Jakobi das sommerliche Treiben in Würzburg genau wie ich es als Einheimische gut kenne. So fühlt man sich mit „Einer flog über die Vogelsburg“ noch mehr verbunden.

    Ein wirklich empfehlenswerter Krimi, auch wenn man als Leser keinen persönlichen Bezug zum Frankenland haben sollte. Der Burg möchte ich in Kürze auf jeden Fall auch mal einen Besuch abstatten (als psychiatrische Klinik wurde sie übrigens tatsächlich nie genutzt, verrät Anja Mäderer am Ende).

  15. Cover des Buches Die Manufaktur der Düfte (ISBN: 9783596036707)
    Sabine Weigand

    Die Manufaktur der Düfte

     (32)
    Aktuelle Rezension von: zauberblume
    Dies ist der erste Roman, den ich von Sabine Weigand gelesen habe und ich muss sagen: Die Autorin hat einen neuen Fan. In ihrer großartigen Gründerzeitsaga sind fast alle mitwirkenden Personen real und auch die Seifenfabrik Philipp Benjamin Ribot, um die sich dieser Roman dreht, war einst ein wichtiger Betrieb in Mittelfranken.

    Unsere Geschichte beginnt im Jahr 1845. Der junge Philipp Ribot befindet sich auf der Walz und macht eines schönes Tages in Schwabach halt. Hier bekommt er beim Seifensieder Strunz Arbeit. Und somit ist der Grundsein der Seifenfabrik Ribot gelegt. Nach und nach kommt es zu Veränderungen beim alten Strunz. Und dann ist da Fritz, Philipps Sohn, der große Träume hat. Gerne probiert er Neues und seine Seifenrezepturen machen die Familie reich und mächtig. Und als Fritz in Russland weilt, lernt er seine große Liebe Aleksandra kennen. Doch die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern. Auch seine Schwester Lisbeth verliebt sich in den falschen Mann. Darf sich eine Tochter aus reichem Haus mit einem Arbeiter abgeben? Und dann droht auch noch der Krieg und Fritz Lebenswerk steht auf dem Spiel.....

    Wahnsinn! Ich bin jetzt noch schwer beeindruckt von diesem Meisterwerk, denn das ist dieses Lesehighlight für ich auf jeden Fall. In dieser Lektüre wird das Leben der Familie Ribot wieder lebendig. Besonders dazu beigetragen haben die Kapitel mit der Anmerkung "Aus den Lebenserinnerungen des Fritz Ribot, begonnen 1921. Heraurragend recheriert bekommt man ein Buch zu lesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite wirklich total gefesselt hat. Ich fühle mich direkt ins Jahr 1845 zurückversetzt. Ich sehe ich in Schwabach, lerne die einfachen Handwerker kennen, sehe wie alle ums Überleben kämpfen. Und dann ist da auch das Leid und der Kummer, den Philipp in den Anfangsjahren zu spüren bekam. Mich hat dies zutiefst berührt. Begeistert hat mich aber dann Fritz. Spannend seine Jahre in Russland, dann die Rückkehr, die Veränderungen in der Firma, die ja eigentlich mit der Seifenproduktion angefangen hat und sich immer weiterentwickelte. Man lernt auch die Ribots kennen, ihre Stärken und ihre Schwächen. Bedauert hat ich vor allem, dass zur damaligen Zeit, so vieles was heute für uns selbstverständlich ist, nicht möglich war. Wie stark der Einfluss der männlichen Familienmitglieder auf ihre Frauen war. Es sind ja wirklich alle Charaktere so bildlich beschrieben, ich kann mir wirklich jeden Einzelnen vorstellen. Und einigen von ihnen hätte ich ja gerne meine Meinung gesagt, denn auch im Hause der Ribots lag einiges im Argen. Und viele wurde einfach totgeschwiegen. Total interessant fand ich jedoch die geschichtliche Entwicklung im Laufe der Jahre. Die Autorin hat hier meine Neugierde geweckt. Besonders gerne war ich jedoch bei Fritz im Labor, denn hier riecht es ja wirklich wunderbar. Ich bin nämlich auch ein großer Fan von handgemachten Seifen. (Ein Dank an die Autorin für die vielen interessanten Hinweise im Anhang.)

    Übrigens ist auch die ganze Aufmachung des Buches klasse. Das Cover ein echter Hingucker. Wenn an das Buch aufschlägt, kommt erst richtig ins Schwärmen. Dann gibt es noch ein hilfreiches Personenverzeichnis und den ganzen Stammbaum der Familie Ribot.  Für mich ein perfektes Gesamtpaket.

    Man kann dieses Buch gar nicht genug loben, schade, dass man eigentlich nur 5 Sterne vergeben darf, denn diese herausragende Lektüre hat eindeutig mehr verdient. Ein Lesevergnügen der Extraklasse!
  16. Cover des Buches Krieger des Nordens (ISBN: 9783734101892)
    Jonas Herlin

    Krieger des Nordens

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    „Krieger des Nordens“ von Jonas Herlin erbat ich beim Bloggerportal von Random House, weil ich noch immer die Mission verfolge, endlich meine Nische im Genre der historischen Romane zu finden. Aktuell versuche ich es mit Wikingergeschichten, die meinen generellen Lesevorlieben theoretisch entgegenkommen sollten. Im November 2015 hatte ich mich bereits an „Götter der Rache“ von Giles Kristian herangewagt, war aber leider nur mäßig begeistert. Ich erhoffte mir von „Krieger des Nordens“ den großen Knall, der bei Kristians Trilogieauftakt für mich ausblieb.

    Der Raubzug der Nordmänner ins Fränkische Reich versprach, ein voller Erfolg zu werden. Getragen von den Wassern des mächtigen Rheins gelang es den Wikingern, die heikle politische Situation zwischen den drei Enkeln Karls des Großen auszunutzen und bis nach Xanten vorzudringen. Von Gier getrieben segelte Grimr Schädelspalter mit 700 Kämpfern und seinen Söhnen Thorbrand und Olav weiter flussaufwärts. Hier, auf einer Flussinsel mitten im Frankenreich, wendet sich das Blatt. Was als siegreiche Eroberung einer wehrlosen Stadt beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Desaster. Als Grimr einer schweren Verletzung erliegt und Thorbrand für seinen Jähzorn verbannt wird, obliegt es Olav, die Verteidigung gegen die Franken anzuführen, die die Plünderung ihrer Ländereien nicht länger tatenlos hinnehmen. Die Nordmänner sind rettungslos unterlegen, die Lage ist aussichtslos. Doch kein Wikinger würde jemals kneifen, wenn es gilt, für Beute und die Leben seiner Kameraden zu kämpfen. Blut tränkt die Ufer des Rheins. Werden die Krieger des Nordens als reiche Männer in ihre Heimat zurückkehren oder dem Tod die Hand reichen?

    So viel zu dem erhofften großen Knall. Ihr seht mich mit weit heruntergezogenen Mundwinkeln und einem tiefen Stirnrunzeln vor dem Laptop sitzen. Meine Güte, war dieses Buch furchtbar. Ich fand es grauenvoll. Wenn Jonas Herlin gern Geschichtsunterricht geben möchte, soll er das tun. Aber bitte, bitte, bitte, er soll nie wieder ein Buch wie „Krieger des Nordens“ verfassen. Ich finde keine Worte, um auszudrücken, wie sehr ich mich gelangweilt habe. Es war so… so… dröge. Mein Hirn wollte sich ständig ausschalten und sich angenehmeren Gedanken hingeben, wie der Frage, wann der nächste Abwasch fällig ist oder ob ich für die Staubfluse in der Ecke extra den Staubsauger rausholen sollte. Ich konnte mich nur mit Mühe über die Seiten quälen und habe mich zwingen müssen, am Ball zu bleiben, um dieses literarische Pendant einer Schlaftablette endlich beenden zu können. Ich hatte das Gefühl, Herlin wollte mir unbedingt ganz viel beibringen, was auch funktionierte, aber die Geschichte, die all die Informationen seiner umfangreichen Recherche transportieren sollte, überzeugte mich leider überhaupt nicht, weil sie hinter den zahllosen Fakten nahezu verschwindet und Herlin meiner Meinung nach einfach kein schriftstellerisches Talent besitzt. Da ist kein Gespür für Atmosphäre, kaum inhaltliche Variabilität, kein durchdacht konstruierter Spannungsbogen. Stattdessen kenne ich jetzt wohl jeden der 700 Nordmänner mit Namen. Die Art und Weise, wie Herlin Charaktere etabliert, ist die seltsamste, die mir je untergekommen ist. Wann immer eine Figur mit einer Sprechrolle starb, war er offenbar der Meinung, sie ersetzen zu müssen, damit stets jemand vorhanden ist, der überflüssige Kommentare abgeben und mit anderen Worten wiederholen kann, was bereits dreimal gesagt wurde. Es ist übrigens ganz wichtig, dass die Schiffe auf die Insel gebracht werden, damit die Franken sie nicht zerstören, klar?! Er stellte mir am laufenden Band neue Persönlichkeiten vor, samt Kurzbiografie. Es waren viel zu viele, oberflächliche Figuren, die kaum erkennbaren Wert für die Handlung hatten. Ich kapiere einfach nicht, was das sollte. Wenn man eine Geschichte schreibt, die auf einen blutigen Belagerungskampf hinausläuft, sterben auf beiden Seiten zwangsläufig einige Akteure. Sonst wäre die Belagerung ja kaum blutig, oder? Ein cleverer Autor lässt Figuren, die für die Handlung unverzichtbar sind, allerdings erst dann sterben, wenn er sie nicht mehr braucht, keine Sekunde früher, damit er ihre Rollen eben nicht erneut ausfüllen muss und nicht jegliche Bindung, die die Leser_innen bis dahin aufgebaut haben, zerstört wird. Irgendjemand sollte das Jonas Herlin wohl mal sagen.
    Dann haben wir da noch das Motiv der entzweiten Brüder. Thorbrand und Olav. Die beiden sind so gegensätzlich, dass sie schon wieder stereotyp sind. Ich weiß eigentlich nicht so recht, was mir Herlin durch ihre Schicksale mitteilen wollte. Vermutlich ging es abermals darum, möglichst viel historisches Wissen in das Buch zu quetschen, da Thorbrand in seiner Verbannung an der Seite eines Mönches durch das Fränkische Reich reist und die zeitgenössische Politik kennenlernt, während Olav als Anführer der Wikinger Einblicke in ihre Kultur gewährt. In der Theorie nett, in der Praxis jedoch unzusammenhängend und zu viel Input. Außerdem empfand ich es als unvorteilhaft, dass ich den beiden dadurch stets ein Stück voraus war. Es kam keine Spannung auf, kein Hoffen und Bangen, ob die Nordmänner es nun nach Hause schaffen oder nicht. Ich wusste einfach zu viel.

    „Krieger des Nordens“ war in jeglicher Hinsicht ein Fehlschlag. Es ist ein quälend fantasieloses Buch, trocken und zermürbend, die längste Geschichtsstunde aller Zeiten. Ich glaube nicht, dass ich Jonas Herlin jemals wieder eine Chance gebe. Dazu war diese Lektüre wirklich zu traumatisierend.
    Meine Experimente mit Wikingerromanen werde ich an dieser Stelle allerdings noch nicht abbrechen. Einmal werde ich es noch wagen, geht dieser Versuch auch wieder schief, orientiere ich mich neu. Ich begebe mich vertrauensvoll in Hände eines echten Nordmannes, der dann hoffentlich weiß, wovon er schreibt und sein Werk nicht als Zwangsgeschichtsunterricht missbraucht: Snorri Kristjansson.

    Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

  17. Cover des Buches Sieben Tage ohne (ISBN: 9783462045123)
    Monika Peetz

    Sieben Tage ohne

     (211)
    Aktuelle Rezension von: beetletin

    Die Dienstagsfrauen 

    von Monika Peetz


    Roman 1 : Die Dienstagsfrauen

    Roman 2 : Sieben Tage ohne

    Roman 3 : Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben


    Oh was für herrliche Romane. Ich habe alle 3 Bücher hintereinander verschlungen. Ich habe gelacht und geweint. Da ich vorher keine Verfilmung gesehen habe, konnte ich voreingenommen an die Sache ran gehen.

    Und ich empfehle jedem, diese Reihe wirklich in Chronologischer Reihenfolge zu lesen.

  18. Cover des Buches Perlenmedaillon (ISBN: 9783596510610)
    Sabine Weigand

    Perlenmedaillon

     (102)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Roman konnte mich gleich in seinen Bann ziehen und ihn nur ungern aus der Hand legen. Alles ist sehr gut beschrieben und recherchiert. Eine klare Leseempfehlung von mir und 5 Sterne. Von der Autorin möchte ich auf auf jeden Fall noch mehr lesen. Schon die Markgräfin konnte mich begeistern. 

  19. Cover des Buches Arnulf - Die Axt der Hessen (ISBN: 9783862823406)
    Robert Focken

    Arnulf - Die Axt der Hessen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Arnulf ist ein Freier aus Hessen, der zuerst als Holzknecht arbeitet. Wegen einiger Vorfälle, wird er gezwungen an dem Krieg gegen die Sachsen teilzunehmen. Als sax hamar macht er sich einen Namen und bleibt im Sachsenland, um es für den König Karl zu halten. Hier endet der 1. Teil.

    Bewertung:
    Das Buch ist sicher nicht jedermans Sache. Es ist ungeschönt, blutig, mit vielen Beschreibungen. Für mich waren die Bilder im Kopf genauso, wie ich mir das 8. Jahrhundert vorstelle. Kleine Orte, schmutzig, aber trotzdem voll Überraschungen.
    Die Charaktere entwickeln sich, es gibt verschiedene Sorten und keiner ist schwarz oder weiss. Jeder hat seine Vergangenheit und eine Entwicklung hinter sich. Die Mischung aus Kriegern, Prelaten und Gelehrten und einfachen Bauern ist faszinierend, zeigt das Leben wirklich in Farbe. Jede Person ist ein Individuum und gleichzeitig ein Beispiel für viele andere. Das ist dem Autor wirklich gelungen.
    Das Buch ist zwar nach Arnulf genannt, aber ich finde es schön, dass er nicht die einzige Hauptperson ist. Ohne Einhart und Esiko wäre dieses Buch nicht das, was es ist. Ein Roman voller Verwicklungen und Informationen.
    Der Autor hat, meiner Meinung nach, gut recherchiert, man sieht, dass er die Zeit und die Orte gut beschreiben kann. Es ist für einen der sich mit Geschichte auskennt schön zu lesen, wie Karl Einhart bittet, in seiner Chronik nicht alles zu schreiben, weil es nicht gut aussehen würde. Da hat der Autor schön mit Quellen (oder nicht existenten Quellen) gearbeitet.
    Mir hat das Buch gefallen und ich werde sicher den nächsten Teil lesen.

  20. Cover des Buches Die Hure Babylon (ISBN: 9783426511947)
    Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen knappen Einblick in das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Dies ist der dritte Band der sogenannten "Montalbano-Familien-Saga" und steht den beiden Vorgängerbänden in nichts nach.
    Immer wieder werden "Brücken" eingebaut hin zu Ereignissen und Personen aus den ersten beiden Bänden, die dem Leser schöne Erinnerungen an diese Bücher beschert.

    Es ist nicht unbedingt nötig die vorhergehenden Bücher gelesen zu haben, ich würde es aber dennoch dringend empfehlen. Das Lesevergnügen wird durch Kenntnis der bisherigen Geschehnisse doch deutlich vergrößert.

    Die Geschichte des vorliegenden Bandes strotzt wieder vor prallem, mittelalterlichem Leben und Lieben, von Intrigen und dem Fluch der verführten Religiosität. Darüberhinaus befasst sich das Buch sehr ausgiebig mit dem Leben und Leiden der Menschen auf dem Kreuzzug. Dem Leben im Tross und auf der Wanderschaft und den unfassbaren Gräueln der Schlachten. 

    Die Protagonisten sind hervorragend gezeichnet in all ihrer Unsicherheit, ihrer Zwiespältigkeit und ihren Selbstzweifeln - aber auch in ihrer Liebe, ihrer Lebenslust, ihrer Freude und freundschaftlichen Verbundenheit.

    Sehr interessant und dem Lesevergnügen sehr zuträglich ist es, dass Teile des Buches in Ich-Form aus Sicht von Ermengarde von Narbona heraus geschrieben ist. Dies bietet eine schöne Abwechslung zur ansonsten vorherrschenden Erzählform-

    Wie immer verbindet auch dieser Band wieder echte historische Ereignisse und Figuren mit einer fiktiven Handlung und erfundenen Personen. Dies gelingt dem Autor mühelos - ohne die im Anhang aufgeführte Erläuterung würde man kaum das eine vom anderen unterscheiden können. Sehr gut auch wieder die Erläuterung der Fremdwörter im Anhang. 

    Erneut ein Buch zum Geniessen! 
  21. Cover des Buches Warum Bayern ein orientalisches Land ist und andere weiß-blaue Wahrheiten (ISBN: 9783944936482)
    Klaus Reichold

    Warum Bayern ein orientalisches Land ist und andere weiß-blaue Wahrheiten

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Als geborene Bayerin bin ich immer neugierig, mehr über unser geliebtes weiß-blaues Land zu erfahren. Ich weiß natürlich schon einiges über die Geschichte des Landes und über seine Entstehung und Entwicklung. Dieses Buch aber hat mich trotzdem neugierig gemacht und ich bin total begeistert. Schön, dass ich dieses vielseitige Kleinod entdeckt habe.

    Den Autor Kleins Reichold kannte ich bereits von dem Buch „Die phantastische Welt des Märchenköngis“, das ich ebenfalls sehr gerne gelesen habe. Umso neugieriger war ich nun, warum Bayern ein orientalisches Land ist und was es sonst noch für weiß-blaue Wahrheiten gibt.

    Mir gefällt schon der erste Blick aufs Cover und die Innenseiten des Covers sind ebenfalls sehr interessant und informativ gestaltet. Ich mag es, wenn ich schon beim ersten Blättern einen so positiven Eindruck bekomme. Und dann der Prolog… Aus der Ich-Perspektive des Erzählers geschrieben und so unterhaltsam. Man erfährt hier schon viel über Bayern und es macht noch neugieriger auf das, was kommt.

    Die Gliederung des Buches in viele kleinere Geschichten, die jeweils ein Kapitel lang sind, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Jedes Kapitel ist in sich geschlossen und kann daher auch alleine gelesen werden. Das mochte ich auch sehr. Man kann sich einfach aussuchen, worüber man jetzt lesen möchte und dann den jeweiligen Abschnitt genießen. Und es ist ein Genuss, soviel Neues, Spannendes, Witziges und Unterhaltsames über Bayern zu erfahren. Hier wird jeder fündig, hier kann jeder noch was lernen. Ein wunderbares Buch, das einen Ehrenplatz in meinem Regal bekommen wird, das ich immer wieder gerne lesen und auch nachkaufen und verschenken werde. Wer Bayern mag, wird dieses Buch lieben!

  22. Cover des Buches Fliehganzleis (ISBN: 9783839210123)
    Friederike Schmöe

    Fliehganzleis

     (44)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16
    ~~~
    Titel: Fliehganzleis (Bd 2 der Kea Laverde Reihe)
    Autorin: Friederike Schmöe
    Genre: Krimi, leichter Thriller
    Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
    Erschienen: 2009
    Seitenanzahl: 321 + 11 Seiten Erklärungen zum Buch und Werbung
    ~~~

    Unbewältigte Vergangenheit - Larissa Gräfin Rothenstayn, die in der DDR aufwuchs und 1975 in den Westen fliehen konnte, bittet die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dann wird sie in ihrem Schloss in Unterfranken von einem Unbekannten schwer verletzt, die Polizei spricht von versuchtem Mord. Kea arbeitet sich durch das Familienarchiv. Ihre Recherchen führen sie zurück in das Jahr 1968 und zu einem Verbrechen, das nie gesühnt wurde...

    Friederike Schmöe wurde 1967 in Coburg geboren. Heute lebt sie in Bamberg. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist die habilitierte Germanistin als Dozentin an den Universitäten in Bamberg und Saarbrücken beschäftigt. Mit Katinka Palfy, der kultigen Heldin ihrer ersten acht Romane, hat sie sich in der Krimiszene längst einen Namen gemacht. Fliehganzleis ist nach Schweigfeinstill der zweite Band ihrer Krimiserie um die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde.

    Meine Meinung:
    Dieses Cover hat mir diesmal besser gefallen. Es ist zwar noch eher schlicht und ist jetzt nichts Besonderes, aber ich finde es schon sehr viel besser als das vom ersten Band. Ansonsten wirkt es wie eine Fotografie, die ich auch angefertigt hätte (als Laie).
    Der Titel zeichnet sich durch das zusammengeschriebene Wort deutlich von der Menge ab und fällt dementsprechend positiv auf.
    Der Schreibstil ist solide - nichts Besonderes, aber flüssig zu lesen. Das Buch ist eher locker geschrieben und macht Spaß zu lesen.
    Größtenteils zumindest. Ich hatte nämlich das Gefühl als wäre der Schreibstil in diesem Teil etwas ernster als beim Vorgänger. Und zusätzlich wurden Orte und Gefühle diesmal deutlicher hervorgehoben.
    Die Charaktere zeichneten sich wieder durch Vielfältigkeit und Abwechslung aus. Die meisten Charaktere sind zudem auch sympathisch. Manche eher nicht. Aber natürlich wäre eine Geschichte ohne blöden Charaktere langweilig. Wir erfahren etwas mehr über die Hauptprotagonisten. Vor allem Kea Laverde wurde gefühlstechnisch mehr in den Vordergrund gestellt. In diesem Teil wirkte sie viel zerbrechlicher und trauriger als sonst, obwohl sie ja eher die durchsetzungsfähige und chaotische Frau mittleren Alters ist. Das fand ich etwas schade, aber auch verständlich. Allgemein wurde aber diesmal weniger Wert auf die sozialen Kontakte und Verbindungen zwischen den Hauptcharakteren gelegt. Den Charakteren, die für diesen Mordfall wichtig waren, wurden viel eingehender beleuchtet.
    Die Story war spannend und an sich interessant. Allerdings viel zu viel Politik. Meiner Meinung nach. Das hat mir einen großen Dämpfer dafür gegeben dieses Buch noch mehr zu mögen und hat mich sehr gelangweilt und war immer froh, wenn diese politischen Gespräche zu Ende waren. Zum Glück kennt sich mein Freund in so etwas gut aus und konnte  mir etwas Nachhilfe geben, sonst hätte ich die Geschichte gar nicht mehr verstanden, weil ich mich zusätzlich nicht viel mit Politik beschäftige - vor allem nicht über die Politik von damals. Dafür lernt man was dazu. Die geschichtlichen Ereignisse weisen eine gute Recherche auf, denn die meisten Geschehnisse sind Fakten aus dem echten Leben - am Ende vom Buch, im Nachwort, wird alles nochmal genauer aufgezeigt was der Realität entspricht und was nicht.
    Auch das Ende hat mir gut gefallen und bin schon auf den nächsten Band gespannt, wenn Kea Laverde ganz zufälligerweise an Ort und Stelle ist, wenn ein Mord begangen wurde. 
    (Sie hat innerhalb eines Jahres mehr Morde erlebt als ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben mitbekommen werde - wenn überhaupt. Aber natürlich wäre es ohne kein Krimi.)

    Wer Fragen hat, darf mich gerne privat auf LovelyBooks anschreiben :)

  23. Cover des Buches Ein Lied über der Stadt (ISBN: 9783869131924)
    Ewald Arenz

    Ein Lied über der Stadt

     (37)
    Aktuelle Rezension von: gst

    „Die Tiere auf der Wiese waren frei. Die Vögel waren frei. Nur ihre Welt, die dazwischen lag, wurde jeden Tag enger.“ (Seite 176)

    1929: Die 18jährige Pfarrerstochter Luise träumt vom Fliegen. Denn das bedeutet für sie die Freiheit an sich. Gemeinsam mit ihrem Kameraden Georg baut sie nachts heimlich an einem Flugzeug. Tagsüber kämpft sie in ihrer engstirnigen fränkischen Kleinstadt für Gerechtigkeit. Auch wenn sie sich anfänglich sträubt, nimmt sie nach ihrem Schulabschluss ihr Lehramtsstudium in München auf.

    „Weil im Käfig die Freiheit größer war als draußen“, kehrt sie 1935 in die Heimat zurück. Damals sollen Professoren zu ihren Studentinnen gesagt haben: „Die Verweigerung der Mutterschaft ist völkische Fahnenflucht“. Frauen sollten „zurück an den Herd“, Lehrerinnen wurden entlassen, Ärztinnen durften keine Praxen eröffnen und Bücher wurden verbrannt. Luise bekam keine Gelegenheit mehr, ihrem Hobby, dem Fliegen, zu frönen.

    „Luise dachte, dass diese ganze neue Zeit wie ein Fasching war, in dem die Diener auf einmal Herren sein durften. Nur hörte der Fasching nie auf.“ (Seite 167)

    Der mit mehreren Förderpreisen ausgezeichnete Ewald Arenz scheint Kopfbedeckungen zu lieben. Zumindest finden sich im Netz mehr Bilder mit Hut oder Mütze als ohne. Vielleicht hat der 1965 in Nürnberg geborene Schriftsteller deshalb auch so liebevoll über Luises Fliegermütze geschrieben? Auf jeden Fall muss er für dieses eindrückliche Zeitdokument akribisch recherchiert haben. Als Sohn eines evangelischen Landpfarrers hat der Geschichtslehrer an einem Nürnberger Gymnasium wahrscheinlich auch ein paar eigene Erfahrungen in diesen Roman einfließen lassen – obwohl sein Buch in der nicht selbst erlebten Vergangenheit spielt.

    Mir hat er jedenfalls spannende Lesestunden geschenkt. Je weiter ich in diese Materie vordrang, desto schwerer fiel es mir, das Buch aus der Hand zu legen. Fazit: eindeutige Leseempfehlung!

  24. Cover des Buches Die Markgräfin (ISBN: 9783596511204)
    Sabine Weigand

    Die Markgräfin

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Rikasbookshelf
    Dies war mein erstes Buch von der Autorin und ich bin begeistert.  Es war sehr interessant ihr Leben zu verfolgen und es hat mir viel Freude bereitet diesen Roman zu lesen, weil er einfach gut geschrieben ist und Lust auf mehr Bücher von ihr macht.

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