Bücher mit dem Tag "frankfurt am main"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "frankfurt am main" gekennzeichnet haben.

104 Bücher

  1. Cover des Buches Wer Wind sät (ISBN: 9783548284675)
    Nele Neuhaus

    Wer Wind sät

     (746)
    Aktuelle Rezension von: Annifshr

    Das Buch war ein keiner Stelle langweilig. Es war durchgehend spannend.

    Erstaunlich ist, wie viele Menschen über Leichen gehen um an Geld zu kommen. Das Buch hat sich super flüssig lesen lassen. Die Handlungen und Charakteren waren in keinster Weise übertrieben oder uninteressant.

    Ich freue mich schon auf die weiteren Teile von Nele Neuhaus!

  2. Cover des Buches Siebenschön (ISBN: 9783423214896)
    Judith Winter

    Siebenschön

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    In diesem Thriller stoßen zwei Ermittlerinnen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Emilia, die ermittelnde Kommissarin muss sich erst einmal mit ihrer neuen Mitstreiterin, Mai Zhou, arrangieren. Diese ist nicht nur ehrgeizig und intelligent, nein sie ist auch noch so bescheiden. Was für ein Schlamassel. Zu allem Überfluss kommt da auch noch eine Mordserie rein. Ein berechnender und besonders akribisch agierender Mörder inszeniert seine abscheulichen Morde geradezu. Während die beiden Ermittlerinnen so ihre Anlaufschwierigkeiten miteinander haben, müssen sie feststellen, dass der Mörder ihnen immer wieder einige Schritte voraus ist. Die Darstellung der beiden Hauptprotagonistinnen und die Krimihandlung ergeben einen tollen Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite den Leser zu fesseln versteht. Die einzelnen Handlungsabläufe verbinden sich allmählich fast wie von selbst zu einem überzeugenden Ganzen. Die Sprache ist flüssig und schnörkellos und durch die geschickt eingelassen Wendungen, weiß man auch nicht zu früh wer der unheimliche Mörder ist. Von mir erhält dieser Thriller eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

  3. Cover des Buches Böser Wolf (ISBN: 9783548285894)
    Nele Neuhaus

    Böser Wolf

     (753)
    Aktuelle Rezension von: Annifshr

    Meiner Ansicht nach das beste Buch bisher aus der Reihe. Ich hoffe die nachfolgenden Bücher sind auch so gut. 

    Es ist wirklich erschreckend, wie Wahr der Inhalt dieses Buches wahrscheinlich ist. Ab und an musste ich wirklich das Buch zur Seite legen, da ich das bereits gelesene erst einmal verarbeiten musste. 


    Die Handlung des Buches war wirklich super! Von Anfang bis zum Ende war es spannend. Oft hatte ich Gänsehaut und musste erst einmal begreifen was ich gelesen hatte. 

    Von mir erhält das Buch 5 Sterne! Ich hoffe die nächsten Bücher von Nele Neuhaus sind genauso gut! 

  4. Cover des Buches Blinde Rache (ISBN: 9783404178711)
    Leo Born

    Blinde Rache

     (152)
    Aktuelle Rezension von: nightchanges1308

    Tattoos, schwarze Kleidung, raue Schale: Mara Billinsky eckt an. Auch bei ihren neuen Kollegen in der Frankfurter Mordkommission, von denen sie nur "die Krähe" genannt wird. Niemand traut Mara den Job wirklich zu, schon gar nicht ihr Chef, der sie lieber auf Wohnungseinbrüche ansetzt. Aber dann erschüttert eine brutale Mordserie die Mainmetropole. Mara sieht ihre Chance gekommen. Sie will beweisen, was in ihr steckt. Auf eigene Faust beginnt sie zu ermitteln - und kommt dem Täter dabei tödlich nah.

    . 📚

    "Blinde Rache" ist der erste Teil einer Reihe um Mara Billinsky. Sie ist eine sehr eigenwillige Ermittlerin, über die ich schon viel gehört habe. Deshalb musste ich dieses Buch unbedingt lesen. 

    Dem Autor, Leo Born, ist es hier gelungen einen Charakter zu erschaffen der absolut keinem Klischee entspricht und auf seine Art absolut sympathisch wirkt. Man kann nie wissen und erahnen was sie als nächstes tut. Ich bin wirklich absolut begeistert von diesem Charakter. 

    Auch bei den anderen Charakteren hat Leo Born gute Arbeit geleistet. Sie waren sehr gut auserzählt und toll plaziert. 

    Der Schreibstil des Autors ist sehr spannend gehalten, so, daß man immer das Gefühl hat weiter  lesen zu müssen. Immer wieder hatte ich eine Idee zur Auflösung, die aber immer wieder zerschlagen und mich am Ende überrascht hat. 

    . 📚

    Fazit: Was für ein unglaublich spannender Thriller im Setting von Frankfurt ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung. 

  5. Cover des Buches Celeste bedeutet Himmelblau (ISBN: 9783802593888)
    Brigitte Pons

    Celeste bedeutet Himmelblau

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Rezensionen-Isabel

    Ich habe es nicht bereut es zu lesen. Also ich fange jetzt einfach mal mit der Kritik an. Ich finde das Buch hört am Schluss zu schnell auf. Man weiß wer der Mörder ist, er wird.... ,aber was passiert mit dem Mädchen? (Ich habe gehört es wird noch ein bzw. mehrere Bänder geben. Vielleicht kommt das Mädchen, celeste, darin noch vor)ich hoffe es. In der leserund habe ich geschrieben. Ich habe eine verbindung mit dem mädchen. Sie ist einer meiner lieblingspersonen in diesem buch. Daher hoffe dass ich noch etwas höre bzw. Noch etwas lese von ihr. Die Geschichte an sich finde ich sehr schön auch der Schreibstil. Oft lese ich ein Buch und Frage mich kommt man auf so eine geschichte. Wie auch an diesem Buch. Eigentlich bin ich mehr so der fan von Romanen. Doch bei diesem Buch habe ich den Klappentext gelesen und gedacht das muss ich haben. Ich habe aus nicht bereut. Ich kann dieses Buch eigentlich nur weiter empfehlen. Ich hoffe es erscheinen noch viele Bände aus der Reihe.

  6. Cover des Buches Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt (ISBN: 9783802597404)
    Andrea Schacht

    Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

     (476)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Im Jahr 2125 ist Europa, nun New Europe, NuYu genannt, matriarchalisch geprägt. Kyria, deren Mutter einen hohen Ministerposten einnimmt, ist eine Gendefekte und hat an ihrem 18. Geburtstag schon länger gelebt, als zu erwarten war. Leider verläuft ihr Geburtstag nicht gut, erst erfährt sie, dass sie als Novizin im Tempel aufgenommen werden soll, nicht gerade das, was sie von ihrem weiteren Leben erhoffte, dann wird sie von einer Hornisse gestochen und landet im Heilungshaus. Dort lernt sie Reb kennen, einen Jungen, der ohne Identität im Untergrund lebt – und damit beginnt für Kyria ein Abenteuer, von dem sie nicht erwartet, es zu überleben …

    Ich war sehr auf den Roman gespannt, denn ich bin ein Fan der Autorin, vor allem ihrer in Köln spielenden, historischen Romane. Ziemlich schnell allerdings trat Ernüchterung ein. Der Roman wollte mich so gar nicht packen, ich hatte sehr oft das Gefühl Altbekanntes zu lesen, ich konnte mich nicht so recht mit den Charakteren und auch nicht mit der Welt, die die Autorin entwickelt hat, anfreunden.

    Erzählt wird distanziert und recht emotionslos, und das, obwohl die Autorin Kyria selbst in Ich-Form erzählen lässt. Ein Mädchen, todkrank, aus ihrer gewohnten Welt gerissen, das schnell nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, sollte mehr Emotionen haben – und die möchte ich als Leser auch gerne miterleben können. Mit Reb zankt sie sich ständig, Kyria ist zickig, er ist frech, das soll wohl auflockern und für Humor sorgen, wird aber nach einer gewissen Zeit nervig. Insgesamt sind die Charaktere nicht sehr tiefgehend gezeichnet.

    Ich persönlich finde matriarchalische Gesellschaften interessant. Die Gesellschaft NuYus wurde aus einem bestimmten Grund so aufgebaut, tatsächlich ist sie aber nicht besser als die frühere, die abgelöst und verbessert werden sollte. Interessanterweise lässt Andrea Schacht die Katastrophe, die die Welt verändert, nicht in einer zukünftigen Welt passieren, sondern 1975, wodurch NuYu eher eine Parallelwelt zu unserer ist. Die Gesellschaft der 1970er Jahre bleibt in sogenannten Reservaten bestehen, hier hat sich nichts weiterentwickelt, das empfand ich nicht sehr realistisch, auch die Gesellschaftsform wurde nicht geändert, hier ist die Rollenverteilung altbekannt – und auch bei den Ausgestoßenen, zu denen Reb zählt, ist die Rollenverteilung klar: Frauen kochen und putzen. Ich finde, hier verschenkt Andrea Schacht allerhand, vor allem die Chance, eine Welt zu zeigen, in der Gleichberechtigung herrscht, in der jeder das sein kann, was er möchte (oder zumindest eine Gesellschaft auf dem Weg dorthin).

    Die Geschichte wirkt auf mich recht oberflächlich, hin und wieder auch nicht ganz logisch, z. B., wenn Reb zwar in das Heilungshaus geschafft, dort aber nicht behandelt wird. Dann wieder wirkt sie sehr bemüht jugendlich. Leider ist die Geschichte nicht sehr spannend. Teilweise plätschert sie so dahin, gegen Ende immer mehr, zwischendurch geschehen Dinge zu plötzlich, viele „Überraschungen“ kann der Leser schon vorab ahnen, lediglich die Frage nach dem Warum finde ich interessant. Leider erfährt man in diesem Band nur relativ wenig darüber. Es handelt sich hier um einen Zweiteiler, d. h., Antworten bekommt man erst im Abschlussband. Und tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mich auf die Auflösung neugierig zu machen und so werde ich die Fortsetzung vielleicht noch lesen. Ich hoffe auch, dass im zweiten Band einige Dinge, die hier nur angerissen werden, wie die Religion oder die Wagenrennen, überhaupt die Welt, in der Kyria groß geworden ist, etwas ausführlicher dargestellt werden. Im Moment habe ich das Gefühl, als hätte man die Geschichte auch gut in nur einem Band erzählen können.

    Wie gesagt, bin ich Fan der Autorin, doch mit diesem Jugendroman hat sie mich enttäuscht. Ich hatte den Eindruck als wolle Andrea Schacht unbedingt auf der Dystopie-Welle mitschwimmen und als habe sie aus allen möglichen Versatzstücken dieses Genres eine Geschichte zusammengesetzt, die auf mich nicht als etwas Neues, Besonderes wirkt, ich hatte vielmehr während des Lesens sehr oft einen Déjà-vu-Gefühl.

    Ich vergebe knappe 3 Sterne. Ganz große Dystopie-Fans können einen Blick wagen, wirklich empfehlen kann ich den Roman leider nicht.

  7. Cover des Buches Kalter Schnitt (ISBN: 9783426516508)
    Andreas Franz

    Kalter Schnitt

     (51)
    Aktuelle Rezension von: gudrunf

    Julia Durant ermittelt in ihrem 17. Fall und der hat es wirklich in sich. Das erste Opfer ist ein Frau, die brutal verstümmelt wurde und bei der Ermittlern viele Fragen aufwirft. Vom Täter fehlt jede Spur und da in der Vergangenheit ähnlich gelagerte Fälle vorgefallen sind, kommt bei Julia schnell der Gedanke an einen Serientäter.

    Die Charaktere sind wie immer sehr gut gezeichnet und auch das zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. Die Taten sind nichts für schwache Nerven. Sehr spannende Unterhaltung die man schwer aus der Hand legen kann.

  8. Cover des Buches Jung, blond, tot (ISBN: 9783426617885)
    Andreas Franz

    Jung, blond, tot

     (490)
    Aktuelle Rezension von: Bookslove_94

    Klappentext:


    Eine Serie mysteriöser Mädchenmorde beunruhigt die Bevölkerung von Frankfurt am Main. Alle Ermordeten sind blond. Der Mörder vergewaltigt seine Opfer, tötet sie und vollzieht sodann ein Ritual, bei dem er die Haare der Mädchen zu zwei Zöpfen mit roten Schleifchen bindet. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Fast hilflos jagen Kommissarin Durant und ihre Kollegen scheinbar hinter einem Phantom her - bis ein nahezu unglaublicher Zufall den Täter enttarnt.



    Hauptprotagonisten:


    Julia Durant:


    Julia ist die Hauptkommissarin in diesem speziellen Fall. Sie ist eine alleinstehende Frau, die gerne mal was trinkt und viel raucht. 


    Julia lebt zurückgezogen, seit ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist und wirkt auf Männer ziemlich kalt. Beruflich geht sie große Risiken ein und tut alles, um die Wahrheit aufzudecken, sei es noch so gefährlich. 


    Meine Meinung:


    Das war bisher mein erster Krimi und mit diesem Buch habe ich wohl eine neue Genre für mich entdeckt. Anfangs hatte ich zwar ein wenig Schwierigkeiten mit dem Schreibstil von Andreas Franz, doch nach einer Weile, habe ich mich daran gewöhnt und konnte es sehr gut lesen. Das Buch hielt bis zum Schluss seine Spannung aufrecht und manchmal dachte ich, ich wisse nun wer der Täter ist, was schnell widerlegt wurde und das Rätsel von vorn begann. Zu den Protagonisten habe ich noch eine zwiespältige Meinung. Teilweise mochte ich sie echt gerne, doch ich kann mir noch nicht wirklich eine Meinung über die Kommissare bilden, da ich noch zu wenig von ihnen weiß. Ich denke das kommt noch mit den nächsten Büchern. Es gibt auf jeden Fall noch ein wenig Luft nach oben aber dafür, dass es mein erster Krimi war, fand ich das Buch sehr gut.


    Daher gebe ich dem Buch 4/5 🌟🌟🌟🌟 


  9. Cover des Buches Todesmelodie (ISBN: 9783426639443)
    Andreas Franz

    Todesmelodie

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Isy75

    Ich habe zu vor kein Buch von FRanz gelesen, aber dieses Buch macht Lust auf mehr. Ich werde mir definitiv noch eines besorgen.  

    Spannung, nette Ermittler, einen Schluss mit dem man nicht gleich rechnet. Obwohl der Täter schnell bekannt, lässt die Spannung doch nicht nach .


  10. Cover des Buches Blutige Gnade (ISBN: 9783404179589)
    Leo Born

    Blutige Gnade

     (66)
    Aktuelle Rezension von: EOS

    Ein grausam getöteter Journalist wird in Frankfurt gefunden. Er war mit einer 'großen Sache' beschäftigt, hatte intensive Recherchen betrieben und war kurz vor dem Gang an die Öffentlichkeit, als er in eine Falle gelockt wird. Die große Sache ist thematisch auch aktuell immer wieder in den Schlagzeilen. Ein Fall für die 'Krähe', wie Mara Billinsky wegen ihres außergewöhnlichen Auftretens genannt wird.  Und es ist spannend, ihr zu folgen, so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Immer noch ein Kapitel mehr....

    Dies ist bereits der 4. Fall am Tatort Frankfurt, aber man muss keine bestimmte Reihenfolge einhalten, denn der Autor schiebt immer wieder kleine Rückblicke ein. Aber ich kann die gesamte Reihe allen Thriller-Freunden nur empfehlen, denn jeder Band verspricht Hochspannung, die bereits im Prolog einsetzt.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und lebendig, das Buch ist ein richtiger Pageturner. Und immer wieder diese Cliffhanger, die einen dazu verleiten, die Lesezeit zu verlängern. Die ganze Zeit rätselt man mit, wer der geheimnisvolle Big Boss im Hintergrund sein könnte, was für mich einen guten Thriller ausmacht. In diesem Buch war ich bereits ziemlich früh auf der richtigen Spur. 

    Mara war mir von Anfang an sympathisch, da sie eine aufrechte Person ist, die in ihrem Leben schon einiges verkraften musste, sich aber fangen konnte und nun ihren Beruf mit vollem Einsatz und akribisch ausübt. Sie gefällt mir allein schon durch ihren Mut, anders zu sein und sich nicht unüberlegt anzupassen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die trotz heftiger Aversionen in ihrem Umfeld nicht aufgibt, sondern kämpft. Inzwischen hat sie sogar ihren Chef überzeugt, der nach anfänglichem Zweifel mittlerweile ihre Arbeit zu schätzen weiß.

    Ich mag aber auch ihren Kollegen Rosen, der mehr durch Kopf- und Computerarbeit auffällt und mit seiner persönlichen Unsicherheit und Angst einen Gegenpol zu Mara bildet. Er zeichnet sich durch große Zuverlässigkeit aus.

    Da ich inzwischen ein richtiger Mara-Fan bin, hoffe ich, dass noch viele weitere Fälle folgen. Dieser Thriller verdient 5 Sterne und wird von mir wärmstens empfohlen.


  11. Cover des Buches Reset (ISBN: B00RUGFXFY)
    Jens Bühler

    Reset

     (37)
    Aktuelle Rezension von: mallory66
    Ich schaue keinen Tatort, auch sonst nur selten deutsche Krimis. Die Atmosphäre ist mir meist zu ernst, zu nüchtern. Viel lieber mag ich amerikanische Krimiserien, Popcornkino im Stundenformat. So war ich auch nach den ersten Kapiteln des Romans nicht sicher, ob ich dieses Buch weiterlesen soll. Denn tatsächlich beginnt es eher wie ein Tatort, mit einem Komissar bei Polizeieinsätzen, zwei türkischen Kleinkriminellen, die scheinbar jedes Klischee erfüllen, einer Armeekommandantin, die ich auch nicht recht einzuschätzen wusste. Doch dann ging es los...

    »Die Horde kreischte, wie tausend kaputte Kreissägen. Wovor liefen die weg? Demirs Verstand blockierte. Während die Bilder durch seine Augen hindurch ins Nichts liefen, meldete sich ein urzeitlicher Instinkt. Die flohen nicht. Die jagten.«

    Ab diesem Zeitpunkt baut der Autor eine ungemeine Spannung auf, 40 Kapitel voll Flucht, Kampf, Hoffnung, Verzweiflung, Angriff und Gegenwehr, ich habe seit gestern Mittag bis gerade eben fast 500 Seiten verschlungen, nur widerwillig unterbrochen durch ein paar Stunden benötigten Schlaf. Der Autor braucht sich hinter amerikanischen Filmen oder Büchern dieser Art eindeutig nicht zu verstecken, dazu gelingt ihm eine Glaubwürdigkeit, die bei den genannten oft fehlt. Wenn die Helden aus einer scheinbar ausweglosen Situation entkommen, dann, indem sie Opfer bringen, es sterben auch die Guten und es nicht abzusehen wie die Menschheit ihrem Untergang entgehen soll. Der Autor hat extrem gut recherchiert, zumindest für mich als Laie scheint es so, und man wird mit Unmengen von militärischer und wissenschaftlicher Information gefüttert, allerdings fast immer so, dass es interessant bleibt und vor allem verständlich. 
    Der Roman war für mich eine absolute Überraschung, vor allem nach den ersten Kapiteln, die nach einem typisch deutschen Krimi aussahen. Ich kann das Buch nur empfehlen, muss allerdings eine Warnung aussprechen: Das Ende ist deutsch, nicht amerikanisch.
  12. Cover des Buches Brennende Narben (ISBN: 9783404178728)
    Leo Born

    Brennende Narben

     (62)
    Aktuelle Rezension von: danislesestube

    Wie sagt man so schön? “Die Zeit heilt alle Wunden.” Was passiert wenn diese immer wieder aufreißen und Narben hinterlassen, die bei jeder Bewegung wie Feuer brennen? 


    Da hilft kein Warten, kein Pflaster, Nichts. Ohne die Gewissheit, die als wohltuende Heil Salbe dient, wird es immer so weiter gehen.


    Mara will endgültig mit ihrer Vergangenheit abschließen. Warum musste ihre Mutter sterben? Was ist an diesem Tag passiert? Sie greift nach jedem Strohhalm der sich ihr anbietet. Sei er noch so kurz. Mit ihrer forschen und direkten Art, macht sie sich noch viel weniger Freunde als sie ohnehin schon hat. 


    Allerdings verlangt der aktuelle Fall einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit. Eine Edel Prostituierte wurde bestiallisch, gerade zu qualvoll hingerichtet. Nicht nur sie musste auf diese Art und Weise sterben. Dies passiert jedem, der auf der Abschussliste eines bestimmten Täters steht. Dieser kennt keine Gnade. Ohne Skrupel, oder schlechtes Gewissen führt er seinen Plan aus. 


    Direkt zu Beginn wird klar, die letzten beiden Teile waren in Sachen Gewalt ein Kinderspaziergang. Die Widersacher in diesem Buch sind ein komplett anderes Kaliber. 


    Dies wird auch Mara klar, die tatsächlich über die Handlung hinweg Angst und Sorge empfindet. Dazu kommt noch, dass ein alter Bekannter in der Stadt ist und es auf sie abgesehen hat. Sie hetzt also von Schauplatz zu Schauplatz, egal ob privat oder beruflich. 


    Jedoch behält Mara die meiste Zeit über einen kühlen Kopf. Besonders überrascht war ich von ihrem Partner der sich diesmal todesmutig in die Schlacht stürzt, und damit aus dem Schatten seiner Kollegin tritt. 


    Das Buch war ein Erlebnis. Der Autor hat die Stimmung perfekt rübergebracht. Die Charaktere kommen genauso rüber wie sie beschrieben wurden. Die Widersacher strahlen über die ganze Handlung hinweg eine sehr bedrohliche Aura aus die einem immer wieder eine Gänsehaut beschert. Was die Spannung betrifft, war das Ganze sowieso eine Punktlandung.


    Der vierte Teil wartet schon auf mich. :)


    Hast du das Buch oder eines der Reihe gelesen?

  13. Cover des Buches Der Jäger (ISBN: 9783426617410)
    Andreas Franz

    Der Jäger

     (198)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    1999. Hauptkommissarin Julia Durant ermittelt mit ihren Kollegen Kullmer und Hellmer im Fall der ermordeten Erika Müller. Wie sie von ihrem Chef Berger erfährt, wurde die Frau genau so ermordet, wie vor einem Jahr Juliane Albertz und Carola Weidmann. Alle Frauen weisen Spuren auf von Handfesseln, sie wurden brutal geschlagen, ihnen wurden die Brustwarzen abgebissen, in den Schamlippen steckte eine goldene Nadel – zu sexuellem Missbrauch kam es jedoch nicht. Und, für Empfindliche: das ist der Umfang von dem, was passiert. Im Gegensatz zu bisherigen Büchern der Reihe ist man als Leser jedoch teils „live“ dabei.  

    So im Großen und Ganzen fand ich den „police procedural“ eher gut. Es gibt eine bizzare Darstellung der Toten, die sich nicht gleich erschließt, für das Mordmotiv brauchen die Kommissare reichlich lange, eine Tote (beziehungsweise drei Tote) bleiben nicht lange allein und zur Identität des Mörders fehlt lange der letzte Hinweis. Insgesamt also gute Zutaten.

    Was passt nicht? Julia Durant ist dauergenervt – und das nervte mich. Dauernd. Eventuell war sogar ihr Autor genervt, denn der lässt sie am Ende des Buches unbezahlten Urlaub nehmen. Das interessiert mich da aber längst nicht mehr. Es werden wieder viele Bierchen gezischt und weitere Alkoholika auch während der Arbeit, gerade Durant steigert sich hier. Geraucht wird eh und es bleibt diese Dauerschleife aus Bier, Salami, öffnet die Post etc. Oh, halt, große Variation: Autor Andreas Franz erwähnt, dass Durant ein Frühstück einnimmt, bei dem sie sich etwas gönnt: zu Cornflakes, Zucker, Milch, Kaffee, Gauloises wird dann eine Banane hinzugefügt. Wie ausgefallen!

    Was passt noch nicht? Ermittelt wird hauptsächlich in den Kreisen etwas vermögenderer Zeitgenossen, obwohl etliche der Opfer definitiv nicht aus diesen Kreisen stammten. Egal – es ist wohl interessanter dort, gerade weil die fleißig sexuelles „Bäumchen-wechsel-dich“ spielen, dass ich so schnell den Überblick verloren habe, dass es mich nicht mehr interessierte. Fazit im Buch: das ist typisch, wenn man Geld hat. Danke für die Belehrung, Lieschen Müller. Ach ja, und Dessous tragen auch nur bestimmte Arten von Frauen. Wow, der Siegeszug von „Shades of Grey“ und entsprechenden „Spielzeug-Versendern“ quer durch alle Schichten dürfte die Kommissare schwer geschockt haben. Ach ja, das Motiv – hm.

    Durant setzt sich wieder über alle Gesetze hinweg, ob sie nun den Schmuck eines Opfers mit besten Absichten verteilt, geheime Informationen privat weitergibt oder Reportern Tipps gibt. Hatten wir schon. Was aber genial ist: wie Autor Franz etwas ganz genau vor den Augen des Lesers ablaufen lässt, der dadurch nach Schema F NIE auf die Voraussetzung zur Klärung des Falles gekommen wäre. Im Vergleich mit den Vorgängern: 3,5 Sterne.

    Personal
    Chef Berger
    Julia Durant, geboren am 5.11.
    Frank Hellmer, seine Frau Nadine
    Kullmer (hatte der mal einen Vornamen??)

    Erika Müller, verheiratet mit Bernd Müller
    Renate Schwab und Inge Sperling, Freundinnnen von Erika Müller
    Juliane Kassner, Studentin mit Nebenjob, Mitbewohnerin von Camilla Faun, Studentin, blind
    Juliane Albertz und Carola Weidmann
    Psychoanalytiker und -therapeut Professor Alfred Richter, oft für die Polizei tätig, verheiratet mit der sehr viel jüngeren Susanne
    Viola Kleiber – Patientin von Richter. Ehefrau von Max Kleiber, Bestsellerautor
    Konrad Lewell. Ledig. Esoterischer Lebensberater
    Vera Koslowski, Inhaberin einer Künstleragentur
    Dr. Alexander Maibaum, Dekan der Uni Frankfurt, seine Frau Carmen
    Claudia van Dyck, ihr Mann, ein Filmproduzent, beider Tochter Maria, 19
    Astrologin Ruth Gonzales
    Jeanette Liebermann, Schauspielerin


    #1 Jung, blond, tot 1996: https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Jung-blond-tot-120834581-w/rezension/2681077832/

    #2: https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-achte-Opfer-120833824-w/rezension/2681389249/  

    #3:  https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Letale-Dosis-877811592-w/rezension/2682029861/

    #4 dieses hier

    #5 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Syndikat-der-Spinne-120833825-w/rezension/2684935245/

    #6 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Kaltes-Blut-144037780-w/rezension/2687987773/

    #7 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Verlies-120833827-w/rezension/2693637878/ 

     


  14. Cover des Buches Mein Leben (ISBN: 9783570551868)
    Marcel Reich-Ranicki

    Mein Leben

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Belka

    Der Meister der Literaturkritik!
    Dieses Buch nehme ich gerne an!!!

  15. Cover des Buches Das Verlies (ISBN: 9783426624456)
    Andreas Franz

    Das Verlies

     (224)
    Aktuelle Rezension von: LaraD

    "Das Verließ“ ist der siebte Teil der Julia-Durant-Reihe. Und wie immer ist es sehr spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Diesmal geht es um einem gewalttätigen Ehemann, der wirklich fies dargestellt wird. Nach außen hin der Saubermann aber bei seiner Familie ein fieses Scheusal.  Es ist eine gut gelungene Gesichte mit einer überraschenden Wendung. Und das sind die Besten!

    Andreas Franz hat auch einen sehr angenehmen und verständlichen Schreibstil, so dass ich alle andere Bücher der Reihe ebenso gerne gelesen habe. 

  16. Cover des Buches Der Verehrer (ISBN: 9783734107870)
    Charlotte Link

    Der Verehrer

     (661)
    Aktuelle Rezension von: Lichterregen

    ">>Das ist es immer, was uns am schlimmsten trifft, nicht? Der Verlust eines Menschen, der uns nahesteht. Es ist schlimmer als Krankheit. Es macht krank.<<"


    Charlotte Link ist eine herausragende Autorin. Dass ich so lange an dem Buch gelesen habe hat nichts mit der Schreibweise oder der Spannung zu tun. Wenn ich zum Lesen kam, dann war ich in so einem Fluss drin, dass ich richtig durch die Seiten geflogen bin. Sehr viele Gespräche, die einem das Gefühl geben, mittendrin zu sein und der Unterhaltung zu lauschen. Einige unvorhersehbare Wendungen, teils eine düstere Stimmung, man lernt auch die Geschehnisse kennen, die zu den Geschehnissen geführt haben, blickt etwas hinter die Kulissen. 

    Den "Verstecken"-Teil fand ich etwas zu langgezogen und das Ende hat mich nicht komplett abgeholt, aber ansonsten habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann auch dieses Buch der Autorin empfehlen, dem man sein Alter beim Lesen nicht anmerkt. 


    Fazit: Spannender Roman/Thriller, mit ein paar Längen, aber insgesamt fliegt man durch die Seiten. 

  17. Cover des Buches Ein allzu schönes Mädchen (ISBN: 9783499332784)
    Jan Seghers

    Ein allzu schönes Mädchen

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    In einem Bergdorf im Elsass entdeckt die Madame Fouchard auf ihrem kleinen Bauernhof ein verwahrlostes Mädchen und nimmt sich ihrer an. Sie ist außergewöhnlich schön, benimmt sich aber eigenartig. Als die Bäuerin stirbt, verschwindet auch das Mädchen aus dem Dorf.
    Im Frankfurter Stadtpark wird die übel zugerichtete Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Wenig später taucht sein Wagen mit einer zweiten Leiche im Kofferraum auf. Kommissar Marthaler und seine Kollegen tappen im Dunklen. Doch je weiter die Ermittlungen kommen, desto öfter berichten Zeugen von einem allzu schönen Mädchen.

    Ein allzu schönes Mädchen erschien 2010 bei Rowohlt. Der 736 Seiten starke Krimi ist der erste von aktuell sechs Bänden in Seghers Reihe Kommissar Marthaler ermittelt.

    Die Geschichte spielt im Jahr 2000 in Frankfurt am Main. Als Rahmen hat Seghers einen (fiktiven?) Besuch des US-Präsidenten gewählt, so dass die Polizei äußerst ausgelastet und das innerstädtische Leben immer wieder gestört ist. Einzelne Schauplätze liegen auch im Elsass und in Saarbrücken.

    Segher beginnt die Geschichte mit einer ausführlichen Einführung im Elsass. Bis zum Auffinden der ersten Leiche und damit Kommissar Marthalers erstem Auftritt vergeht eine ganze Reihe von Seiten. Auch als die Geschichte Fahrt aufnimmt, bleiben die Umstände des Falles lange unklar. Seghers steigert die stressige Stimmung während der ersten Ermittlungsphase geschickt durch die erhöhte Medienpräsenz wegen des Besuchs des US-Präsidenten.

    Wie auch der fünfte Band, den ich ja unglücklicherweise zuerst gelesen habe, lebt Ein allzu schönes Mädchen einerseits von den Charakteren und andererseits von viel Lokalkolorit. Zu Ersterem muss ich im Vergleich aber sagen, dass da definitiv eine Steigerung stattfindet. Marthaler bleibt zwar kauzig, hat im ersten Band aber noch deutlich unsympathischere Wesenszüge. So reagiert er nicht nur ein Mal übertrieben aufbrausend. Seine Kollegen bleiben teilweise noch etwas blass – wie wichtig und sympathisch Carlos mal werden wird, kann man schon erkennen, besonders gut gefiel mir aber auch Manfred. Ein wenig amüsant fand ich, dass Tereza im ersten Band noch deutlich weniger gebrochen Deutsch spricht, als sie das im fünften Band tun wird.

    Sehr gefallen hat mir, dass die genauen Hintergründe der Taten lange unklar blieben. Seghers forciert geschickt einen Hergang samt Tatverdächtigem nach dem anderen. Am Ende wirft er alles nochmal um, um ganz am Ende schließlich die tatsächliche Auflösung der Fantasie der Lesenden zu überlassen. Die Geschichte selbst ist für einen Krimi schön. Ich weiß nicht genau, wie ich das ausdrücken soll, aber ich erwarte bei Krimis eigentlich keine Geschichten, die sich schön anfühlen. Krimis sind üblicherweise blutig, leichig und von Abgründen dominiert. All das trifft auf Ein allzu schönes Mädchen zwar auch zu, trotzdem hatte ich immer das Gefühl, mich in einer schönen Geschichte zu bewegen. Das hat mir sehr gefallen.

    Alles in allem ist Ein allzu schönes Mädchen ein schöner Einstieg, der Lust auf mehr macht. Die Charaktere haben noch Potential, machen aber schon neugierig. Gepaart mit viel Lokalkolorit und einer soliden Story ergibt sich ein spannender Krimi.

  18. Cover des Buches Roofer (ISBN: 9783649615095)
    Jutta Wilke

    Roofer

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenspringer

    Das Jugendbuch "Roofer" wurde von der deutschen Autorin Jutta Wilke geschrieben und im Juni 2017 im Coppenrath Verlag veröffentlicht. 
    Die Handlung spielt in der heutigen Zeit in der Stadt Frankfurt a.M. Die 16-jährige Alice und Nasri sind beste Freundinnen und unzertrennlich. Doch als die "Roofer", eine Gruppe Jugendlicher, die den Nervenkitzel im Erklettern von Gebäuden sucht, in das Leben der beiden Mädchen treten, ändert sich alles. Nasri, verliebt in den angesehenen und waghalsigen Trasher, entfernt sich immer mehr von ihrer besten Freundin. Alice will Nasri nicht verlieren und trifft die Clique obwohl sie deren waghalsigen Unternehmungen ablehnt. Dabei lernt sie den obdachlosen Nik kennen, der ihr Leben zusätzlich auf den Kopf stellt. Als Nasri Trasher ihre Liebe durch eine gefährliche Kletteraktion beweisen soll, ist für Alice eine Grenze überschritten. Doch auch der Konflikt zwischen Trasher und seinem Kletter-Konkurrenten Adrian spitzt sich immer weiter zu.   Alle Beteiligten werden unweigerlich mit ihren Ängsten konfrontiert, die sie zu vertuschen suchen.


    Durch die Erzählperspektive des Ich-Erzählers (mit Ausnahme der Kapitel über Nik) wird dem Leser die Gefühlswelt und inneren Konflikt von Alice offen aufgedeckt. Auf der einen Seite wünscht sie sich Zuneigung und Beständigkeit, die sie anfangs durch Nasri bekommt. Zuhause erwartet sie nur ihr Stiefvater, der ihre Mutter ständig betrügt und unglücklich macht. Ihre Mutter verleugnet jedoch seine Taten und flüchtet sich in ihre Migräneattacken. Zu hause wird Alice so gut wie gar nicht beachtet.
    Auf der anderen Seite hat sie Angst, dass Liebe nicht das ist, was sie zu sein scheint sondern Besitz. Bestätigt sieht sie sich als Nasri den Liebesbeweis für Trasher erbringen will und ungesichert auf einem Bauträger balanciert. Dabei wird ihr klar, dass Nasri genau wie Trasher Angst davor hat nicht geliebt zu werden.
    Erst als Alice Nik näherkommt, erkennt sie, dass Liebe auch echt und ehrlich sein kann. Er ist für sie da und schafft es ihre Welten miteinander zu verbinden. 
    Dann ist da noch die Angst an sich, die Alice lähmt. In den gefährlichen Situationen verlangt sie immer von den anderen, dass sie etwas unternehmen, tut jedoch selbst nie etwas. Sie ist sich darüber bewusst und kritisiert sich selber deswegen. Erst als Nasri auf dem Turm sitzt, handelt sie und klettert zu ihrer Freundin hinauf.


    Alice kann die Roofer nicht verstehen. Für sie ist es Wahnsinn sich in schwindelerregende Höhen zu klettern und Videos von den lebensbedrohlichen Situation ins Netz zu stellen. Doch je mehr Alice die Roofer kennenlernt, wird ihr klar, dass sie durch den angeblichen Mut, den sie durch das Klettern zeigen, viel größere Ängste zu verbergen versuchen. Auch durch die Augen von Nick, von dessen Gefühlwelt ein Erzähler berichtet, wird das Verhalten der Roofer immer klarer. Sie meinen mutig und frei zu sein, doch ihren Ängsten können sie sich nicht stellen. Erst als Trasher betrunken von Nasri abgewiesen wird, er Adrian übertrumpfen will und es zur Katastrophe kommt, wird auch ihm klar, dass das Klettern nur eine Flucht darstellt. 


    Nik wurde von seiner Mutter als kleines Kind zurückgelassen und muss auf der Straße leben. Nur die wöchentlichen Besuche bei einer ehemaligen Nachbarin geben ihm das Gefühl nicht völlig abzusteigen. Auch er hat Angst davor eine Bindung mit einem anderen Menschen einzugehen. Als er Alice Enttäuschung sieht, während er der Clique aus seinem Gedichtband vorliest, sieht er sich bestätigt. Bindung bringt Verpflichtung und Enttäuschung mit sich. Doch das Gefühl der Nähe und Geborgenheit überwiegt, sodass er sich immer mehr auf Alice einlassen kann. 


    Der Roman zeigt sehr authentisch die Angst, dass Liebe nicht echt ist und Zuneigung zur Abhängigkeit werden kann. Auf der anderen Seite besteht der Wunsch der Jugendlichen genau nach dieser Liebe, die Sicherheit und Geborgenheit bringt. Durch die Wahl des Ich-Erzählers aus der Sicht von Alice wird dieser Konflikt sehr deutlich.
    Die Sprache der Handlung ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Handlung ist in jeder Weise nachvollziehbar und logisch. 
    Das Buch ist sehr ergreifend und sehr zu empfehlen.



  19. Cover des Buches Mörderische Tage (ISBN: 9783426639429)
    Andreas Franz

    Mörderische Tage

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Taehti

    Andreas Franz schreibt in seinem elften Band "Mörderische Tage" über einen hochintelligenten Mörder, der Julia Durant und ihrem Team mächtig Probleme bereitet.

    Zudem ist natürlich auch jeder ob der langen Zeit schon genervt und urlaubsreif. Durant und ihr Kollege Hellmer haben allerdings auch noch zwischenmenschliche Probleme, die geklärt werden sollen, was natürlich auch zur allgemeinen Stimmung beiträgt.

    Hellmer ist es auch, dem ein Opfer des Killers auf der Autobahn vor das Auto läuft.

    Das Opfer übersteht zwar den beinahe Zusammenstoß, allerdings verstirbt sie kurze Zeit später im Krankenhaus.

    Die Ermittler sind anfangs überfordert, finden aber irgendwann heraus, dass das Opfer der sog. weißen Folter ausgesetzt war. 

    So ermittelt das K11 fleißig weiter und Julia Durant plant ihren Urlaub in Südfrankreich, doch kurz vor ihrem Abflug kommt alles anders. Derweil lernst Hellmer zwei hochbegabte Jugendliche kennen und wird so auf eine heiße Spur gebracht - ist er doch selbst hochbegabt. 

    Doch noch ist der Täter der Polizei einen Schachzug voraus. 

    Als Julia Durant in die Fänge des Mörders gelangt, entwickelt sich die ganze Geschichte etwas schneller und nimmt Fahrt auf.


    Neben dem Haupthandlungsstrang von Julia Durant und Frank Hellmer gewährt Andreas Franz auch Einblick in das Leben des Täters und anderen beteiligten Personen. 

    Gut dargestellt sind die Sequenzen auf jeden Fall und die kurzen Infos der weißen Folter sind auch nicht ohne. Auch sind die Charaktere gut beschrieben.


    Anfangs war es für mich etwas langatmig, was dann aber an Fahrt aufgenommen hat, zwischendrin wieder etwas abflachte. Aufgrund der Kurzbeschreibung war irgendwie klar, was so ab Seite 350 passieren wird, wodurch die letzten 100 Seiten nochmal kräftig zulegen mussten. 


    Mit der Person Julia Durant konnte ich mich in diesem Band leider überhaupt nicht anfreunden. Ihre Art gefällt mir nicht und diese Beweihräucherung durch ihren Chef auch nicht. Vielleicht klappte das auch nicht anders, wegen den nachfolgenden Bänden? Zudem musste ich schon schmunzeln, als der hochbegabte Killer auftauchte, wenig später die hochbegabte Ehefrau und zwei hochbegabte Teenager, die dem, natürlich, hochbegabten Kriminalbeamten mit der Nase auf seine Hochbegabung hinwiesen. Etwas zuviel des Guten.


    Insgesamt hatte ich leider etwas Mühe, das Buch zu lesen, wobei die Story und der Handlungsstrang viel her gibt. Lag wohl eher auch an der Wortwahl. 

    Für echte Fans ein Muss, sonst reinlesen und selbst entscheiden.

  20. Cover des Buches Teuflische Versprechen (ISBN: 9783426628317)
    Andreas Franz

    Teuflische Versprechen

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 560 Seiten

    Verlag: Knaur TB (1. August 2005)

    ISBN-13: 978-3426628317

    Preis: 10,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Spannend, aber mit kleinen Mankos


    Inhalt:

    Die zwanzigjährige Maria aus Moldawien wurde zur Prostitution gezwungen. Als ihr die Flucht gelingt, landet sie zufällig in der Praxis einer Psychologin. Diese möchte der jungen Frau helfen und kontaktiert ihre Freundin Rita, eine Rechtsanwältin. Kurze Zeit später ist Rita tot. 


    Für Julia Durant ist schnell klar, dass hier das organisierte Verbrechen seine Finger im Spiel hat. Dies ist gefährlich für alle Beteiligten und die Aussichten auf eine erfolgreiche Aufklärung gehen gegen null. Zu undurchsichtig ist der Sumpf aus Korruption und Gewalt. Doch wenn Durant sich einmal festgebissen hat, gibt es kein Zurück …


    Meine Meinung:

    Dies war mein erster Krimi von Andreas Franz. Im Großen und Ganzen hat er mir ganz gut gefallen. Auch wenn er mitten aus der Reihe um die Frankfurter Hauptkommissarin Julia Durant ist, lässt er sich problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. 


    Er ist recht spannend. Nur ab und zu gibt es kleine Längen mit Wiederholungen und zu detaillierten Beschreibungen. Mehr hat mich etwas anderes gestört, nämlich dass die Protagonist*innen manchmal nicht glaubwürdig agieren. Man macht zuerst ein Riesenbohei um die Integrität der Kollegen, die man zu diesem Fall hinzuziehen soll. Später erzählt man sogar Verdächtigen und deren Angehörigen ohne Not, dass man einen V-Mann in die Organisation eingeschleust hat. Unprofessioneller geht’s kaum. Und das viele Geschwafel um Gott hätte Andreas Franz sich auch sparen können.


    ★★★☆☆


  21. Cover des Buches Kalte Schuld (ISBN: 9783732576517)
    Leo Born

    Kalte Schuld

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Ellen_Lang

    In einer alten Lagerhalle werden Tonnen mit Körperteilen in Formalin gefunden. Die Augen der toten Frau starren Mara Billinsky an. Ein Anblick den sie so schnell nicht mehr loswird. Mara setzt alles daran, den Mörder der Frau zu finden. Doch alle Ermittlungen laufen ins Leere. Als sie schon gar nicht mehr daran glaubt, erhält sie einen wertvollen Tipp.

     

    Dieser Kurz-Thriller mit der Kriminalkommissarin Mara Billinsky ist sehr kurzweilig und spannend. Wenn man allerding die „langen“ Thriller von Leo Born kennt, ist man kurzfristig etwas enttäuscht. Viele Dialoge und Überlegungen kommen einfach zu kurz. Auch fehlt der Geschichte ein bisschen die überraschenden Wendungen. Der Fall verläuft geradlinig in eine Richtung, ohne große Überraschungen. Aber durchaus mit Spannung geschrieben. Für kurzweilige Stunden genau das Richtige.

  22. Cover des Buches Die vergessene Freundin (ISBN: 9783453358843)
    Rebecca Martin

    Die vergessene Freundin

     (28)
    Aktuelle Rezension von: tardy
    Zu Ehren des 90. Jubiläums der Odeons Lichtspiele in Frankurt soll eine Festschrift erscheinen. Elly Kramer, Tochter des Gründers und ehemals eine berühmte Schauspielerin, ist alles andere als begeistert. Zu groß ist die Angst, dass unschöne Dinge aus ihrer Vergangenheit wieder ans Tageslicht kommen. Aber Carina Wahlsberg, die mit dem Auftrag ihre große Chance wittert, lässt nicht locker und so beginnt Elly zu erzählen.

    Rebecca Martin ist eine großartige Erzählerin. Ihre Sprache ist lebendig und sehr detailliert. Die Autorin lässt auch immer wieder geschichtliche Ereignisse einfließen und schafft so erstmal ein authentisches Grundgerüst. Die liebevolle Ausarbeitung der Szenarien bewirkt, dass man sich als Leser wie anwesend fühlt. Vor allem der Teil der in der Vergangenheit spielt, hat mich fasziniert. Der Erzählstrang der Gegenwart braucht dagegen einige Zeit, bis er an Fahrt aufnimmt. Leider ist ihr das auch bei den Protagonisten so passiert. Sie blieben für mich anfangs eher fremd und farblos. Ihr, für mich teilweise nicht nachvollziehbares, Verhalten hat mich verstört und erschreckt. Ihre gegenseitige Abhängigkeit, fast schon als obzessiv zu bezeichnen, ist für mich schwer zu verstehen. Erst auf den letzten Seiten erhält man dann die erlösende Erklärung und die gewünschte Spannung steigt steil an. 

    Insgesamt hat mir Rebecca Martins Roman sehr gut gefallen und mich neugierig auf weitere Bücher von ihr gemacht.



  23. Cover des Buches Partitur des Todes (ISBN: 9783499245350)
    Jan Seghers

    Partitur des Todes

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Paris im Jahr 2005. Im Rahmen einer arte-Dokumentation stößt die Journalistin Valerie Rouchard auf Georges Hofmann, dessen Eltern im Dritten Reich nach Auschwitz verschleppt wurden. Durch die Öffentlichkeit der Dokumentation taucht ein bisher unbekannter Brief seines Vaters an ihn auf. Darin ein unveröffentlichtes Werk von Jaques Offenbach.
    Wenig später werden am Frankfurter Mainufer fünf Menschen in einem Imbiss-Boot kaltblütig hingerichtet. Hauptkommissar Robert Marthaler steht unter Zeitdruck und vor einem Rätsel, denn es bleibt nicht bei den fünf Toten.

    Partitur des Todes ist der dritte Band in Jan Seghers Reihe Kommissar Marthaler ermittelt. Das Buch umfasst 480 Seiten und wird bei Rowohlt verlegt.

    Marthalers dritter Fall spielt im Sommer 2005, etwa zwei Jahre nach Die Braut im Schnee. Nach den Geschehnissen des vorhergehenden Bandes wird Abteilungsleiter Herrmann durch Charlotte von Wangenheim ersetzt, er bekommt im Buch aber noch ein paar Auftritte. Privat hat Marthaler wieder einige Sorgen, denn sein Engagement im Beruf steht sich und Tereza nach wie vor im Weg.

    Aus meiner Sicht ist Partitur des Todes der bis dahin stärkste Band der Reihe, das mag aber auch am Thema liegen. Die Entwicklung, die man schon im vorhergehenden Band bei Jan Seghers beobachten konnte, setzt sich fort – er wird immer besser. Er konstruiert einen verworrenen Fall rund um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus’, dabei geht er nicht zimperlich vor. Der Fall ist bis kurz vor Schluss schwer zu durchschauen, das wiederum kennt man ja schon aus den anderen Bänden, auch wenn es diesmal früher im Buch Andeutungen gibt.

    Ebenfalls nicht neu ist Seghers Kritik an Presse und Politik. Der City-Express als Inbild unethischer Auswüchse im Journalismus bekommt wieder eine Sonderrolle, für die Kritik am karrieristischen Charakter der Politik darf diesmal der Hessische Innenminister herhalten. Das LKA hingegen, in Krimis oftmals für überhebliches Verhalten gescholten, kommt bei Seghers ausdrücklich gut weg. Oliver Frantisek, der vom LKA als stilisierter Superpolizist in die SoKo entsandt wird, nimmt eine ganz andere Rolle ein, als man normalerweise erwarten darf.

    Der Fall und die Geschichte darum sind durchgehend schlüssig. Gut finde ich, dass Seghers eine ganze Reihe Faktenwissen um die Frankfurter Auschwitzprozesse einfließen lässt. Die für die Geschichte relevanten Namen wurden zwar geändert und die Lebensläufe, nehme ich an, frei erfunden, trotzdem geizt Seghers nicht mit Reellem, gerade im Hinblick auf das Fritz-Bauer-Institut. Seghers Charaktere könnte es gegeben haben und sie könnten auch diese Lebensläufe gehabt haben. Das gibt dem Buch stellenweise durchaus etwas Beklemmendes. Auch Marthalers Umgang mit diesem Teil der Deutschen Geschichte ist für Teile seiner Generation gut aufgefangen und birgt durchaus ein Stück Kritik, aber auch etwas Versöhnliches – und es passt schlussendlich zu seiner Persönlichkeit.

    Partitur des Todes ist ein weiterer lesenswerter Band der Reihe. Seghers geizt weiterhin nicht mit Lokalkolorit und verbessert sich stetig – wobei ich sagen möchte, dass er einen Punkt erreicht hat, an dem es nicht mehr viel zu verbessern gibt. Ein einigermaßen kurzweiliges Krimivergnügen, nicht nur für Menschen aus dem Frankfurter Raum.

  24. Cover des Buches Teufelsleib (ISBN: 9783426639436)
    Andreas Franz

    Teufelsleib

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Spannender Krimi bis zum Schluss

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