Bücher mit dem Tag "französische autoren"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "französische autoren" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Bäume reisen nachts (ISBN: 9783458360193)
    Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Inhalt:

    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem achtzigjährigen pensionierten Französischlehrer Anatole und dem achtjährigen Mädchen Manon, das Anatoles Aufmerksamkeit erregte, indem sie voller Kummer tagein tagaus lesend unter einer Birke saß und mit Katzen und Ameisen sprach. Der Grund für Manons Kummer ist, dass sie und ihr Vater von Manons Mutter Anaïs verlassen wurden, ohne dass die beiden den Grund kannten, geschweige denn wussten, was aus Anaïs geworden ist. Manons Vater Pierre, ebenfalls in Kummer versunken, ist nicht mehr in der Lage, Manon Halt zu geben. Abgerundet wird das Gespann durch Manons Tante Sophie, die Manon ebensowenig erreichen kann. Nach dem ersten Hinweis über den Verbleib der Mutter, machen sich die Vier auf den Weg, um sie zu suchen und zurückzuholen.


    Meine Meinung:

    Manon und Anatole wirken bezaubernd. Es ist eine der zwischenmenschlichen Beziehungen, die voller Magie stecken. Die beiden haben sich nicht gesucht, aber gebraucht! Der Prozess, in dem Manon sich Anatole ggü. öffnet, ist wunderbar zu beobachten. Ich habe das Buch verschlungen. Es war schön, zu sehen, wie sich eine tiefe Freundschaft entwickelte und Manon dadurch Hoffnung und Positivität zurückgegeben wurden. Ebenso spannend war es, zu verfolgen, wie sich die drei Erwachsenen näher kamen und ihre Beziehungen, die es ohne Manon wahrscheinlich nicht gegeben hätte, zueinander aufgebaut haben. 

    Das Cover mag ich sehr gerne. Insbesondere, weil die Blätter leicht strukturiert sind. Leider nur auf dem Frontdeckel, nicht auf dem Rückdeckel. Aber immerhin! Ich mag diese liebevollen Details. 

    Der Schreibstil ist flüssig, die Autorin wechselt stetig zwischen direkter und indirekter Rede, was abwechslungsreich zu lesen war. Auch die Zitate literarischer Größen sind passend gewählt und keinesfalls überladen. Dadurch bekommt der Inhalt leichte Poesie, was diese zauberhafte Freundschaft abrundet. 

    Mir gefällt der Klappentext überhaupt nicht, weil es inhaltlich nicht ganz stimmt. Der Plan wird (genau genommen) nicht von Anatole und Manon geschmiedet. Was mir zudem nicht gefällt, ist das Ende. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr bekam ich den Gedanken, enttäuscht zu werden. Dem war schlussendlich auch so. Das, was Manon und ihre Familie aushalten musste, über Monate hinweg, mit all den schlechten Gefühlen, wie Sorge, Trauer, Wut, Verzweiflung usw. kann einfach nicht so aufhören, wie es aufhörte. Das Ende war für mich nicht authentisch genug. 

    Dennoch es ist ein sehr gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle.


  2. Cover des Buches Kommando Abstellgleis (ISBN: 9783570585610)
    Sophie Hénaff

    Kommando Abstellgleis

     (36)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Dies war mein erstes Buch der Autoren. Ich glaube, dass es mal im Radio vorgestellt wurde. Es hat mich sehr gut unterhalten und ich habe es förmlich verschlungen in kürzester Zeit. Es liest sich sehr gut und flüssig durch. Für mich waren es auch ein paar spannende Wendungen, wo ich doch eigentlich sogar kein Krimi Fan bin.

  3. Cover des Buches Der Glöckner von Notre Dame (ISBN: 9783734729041)
    Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre Dame

     (291)
    Aktuelle Rezension von: SaniHachidori

    Im Folgenden werde ich euch sehr ausführlich meine Eindrücke schildern. Ich kann euch versprechen, dass dies schon die Kurzform im Gegensatz zu dem Buch selbst ist. Allerdings kann ich euch auch versprechen, dass dies wohl die längste Rezension meiner Laufbahn wird. :D

    Anmerkungen:
    * Die Geschichte des Glöckners von Notre-Dame ist gemeinhin bekannt und schon im Jahre 1831 erschienen. Daher gibt es hier keinen direkten Spoiler-Hinweis; allerdings die lieb gemeinte Anmerkung, dass ich das Werk in seiner Gesamtheit beleuchten und auch einige Vergleiche zum bekannten Disney-Film ziehen werde. Wer also das Buch oder den Film nicht gespoilert bekommen möchte, sollte eventuell von der Lektüre dieses Beitrags absehen. :)
    ** In diesem Artikel werden Begriffe genutzt, die in der Originalschrift verwendet, aus heutigen Gesichtspunkten allerdings kritisch bewertet werden könnten. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mich von Rassismus, Chauvinismus und allen anderen Arten von Diskrimierung klar distanziere. Um dieses Buch im Stil seiner Veröffentlichungszeit zu bewerten, werden zu eurer Information die Originalwörter benutzt, die allerdings nichts mit meiner persönlichen Gesinnung zu tun haben.
     


    INHALT:

    Ich warne euch vor: Es wird nicht einfach, den geballten Inhalt und meine Eindrücke auf den Punkt zu bringen.

    Fangen wir doch einfach bei den Charakteren an. Denn ein ganz großer Unterschied zwischen der Originalgeschichte und dem Disney-Film, sind die Figuren. Da gibt es nicht nur Personen, die im Film gar nicht vorhanden sind, sondern auch Figuren, die im Film zusätzlich erfunden wurden. Auch das Verhalten bzw. das allgemeine Gebärden ist unterschiedlich. 


    "Freundschaft heißt Bruder und Schwester sein, zwei Seelen, die sich berühren, aber nicht vermengen, zwei Finger an einer Hand." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S.132 -


    Welche Charaktere gibt es nun also, die es auch im Film gibt?

    Da wäre natürlich zunächst Quasimodo, Glöckner und Patron für den Titel des Buches. Dieser ist ähnlich bemitleidenswert wie sein Filmbruder.
    Im Buch hat Quasimodo einen Buckel, große Hände, aber auch entstellte Beine und nur ein Auge. Zudem ist er taub, durch seine Tätigkeit als Glöckner und hört nur einen sehr hohen Ton aus einer Pfeife. Seine Haare sind struppig und er wird oftmals als hässlich tituliert. Damit hat er es nochmals um einiges schwerer als die Filmversion.
    Quasimodo war für mich die mit Abstand sympathischste und gutmütigste Person im gesamten Buch. Er war zwar auch brutal, allerdings fand ich es toll, dass die sanfte Stimme, die beschrieben wurde, auch im Film eingebaut ist. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser Protagonist erst im letzten Drittel des Buches so richtig aktiv wurde. Vorher war er doch recht blass und ist einfach nicht richtig zum Zug gekommen.
    Doch wo kommt Quasimodo eigentlich her?
    Im Buch verläuft das ganze etwas anders als im Film, wo Frollo den Tod von Quasimodos Mutter verschuldet und wo er dies auf Anraten des Archidiakons mit der Aufnahme des unglücklichen Kindes aufwiegen soll. Im Original hat eine Frau, die früher ein Freudenmädchen war, ihr Glück in der Mutterschaft gefunden. Eines Tages wird ihr die Tochter gestohlen und anstatt derer ein entstelltes Kind hinterlassen. Das nun ist Quasimodo. Die Frau bringt das entstellte Kind daraufhin nach Paris und legt es vor der Kirche auf einen Altar, der für Findelkinder vorgesehen ist. Aufgrund einer gaffenden Menge wird der Archidiakon bzw. Priester Frollo auf Quasimodo aufmerksam und fühlt sich aus Mitleid verpflichtet, das Kind an sich zu nehmen.

    Ebenfalls vorhanden war Esmeralda, die schöne Zigeunerin und ihre Ziege Djali. Im Buch weicht vor allem Esmeralda sehr von der Filmdarstellung ab. Sie ist nicht nur naiv, sondern auch völlig verblendet in ihrer Liebe zu Phoebus. Natürlich ist sie im Buch ebenfalls eine begnadete Tänzerin und genießt ein hohes Ansehen unter den Zigeunern. Sie wird als deren "heilige Jungfrau" bezeichnet. Tatsächlich ist Esmeralda noch eine Jungfrau, da sie ein Zauberamulett trägt, welches sie zu ihren Eltern führen soll - denn auch sie ist ein Findelkind - das Amulett funktioniert aber nur in Jungfräulichkeit.
    Die Ziege ist ebenso begabt wie im Film, hat allerdings goldene Hörner und Hufe. 

    Wer aufgepasst hat - Phoebus de Châteaupers habe ich gerade schon erwähnt. Nur leider ist auch dieser Protagonist ganz anders als im Film. Im Buch suchen wir vergeblich nach dem charmanten, wortgewandten und gerechten Ritter, der sich in Esmeralda verliebt und alles für sie aufs Spiel setzt. Tatsächlich ist er das genaue Gegenteil. Er ist zwar Bogenschütze in der Stadtwache, aber er jagt jedem Rockzipfel hinterher, verzecht seine Nächte und verprellt seine Verlobte mit seinem unmöglichen Verhalten. Esmeralda findet er zwar attraktiv, aber mehr als körperliches Verlangen steckt ehrlicherweise nicht dahinter. Auch ist er nicht der strahlende Ritter und weder rettet er Esmeralda, noch steht er wirklich zu ihr. Sein Spaß und sein Ruf stehen im Vordergrund. Ein höchst unsympathischer Geselle.

    Natürlich darf auch der Bösewicht Claude Frollo nicht fehlen. Anders als im Film, ist er selbst der Archidiakon. Trotz seiner Priester-Tätigkeit beschäftigt er sich mit Alchemie und der Wissenschaft. Sein Geist war sein Leben lang auf das Lernen aus, bis er Esmeralda das erste Mal erblickt. Auf einmal kann selbst die Wissenschaft ihn nicht mehr ablenken, denn er denkt immerzu an dieses Mädchen. Seine Begierde wächst ins Unermessliche und wird eine wahre Obsession. Er stellt ihr nach und versucht sie wie im Film durch die Androhung ihres Todes dazu zu bewegen, ihn zu heiraten.

    Ein wunderbarer Charakter im Film, der im Buch keine so große Rolle bekam, wie ich es mir gewünscht hätte, war Clopin Trouillefou, den wir aus der Filmumsetzung als charismatischen Anführer der Zigeuner kennenlernen, der wie ein Narr jedes Schauspiel - und sei es eine Hinrichtung - auf die komödiantische Spitze treibt und zudem die Geschichte des Glöckners erzählt. Im Buch ist er zwar ebenfalls König der Zigeuner, aber für meinen Geschmack viel brutaler und skrupelloser. Er blieb mir auf Dauer zu blass, um mich zu begeistern, weil er nur am Rande eine Rolle spielte.


    Welche Charaktere gibt es nur im originalen Buch, aber nicht im Film?

    Eine Person, die schon zum Anfang des Buches eine Rolle spielt, im Film aber nie auftaucht, ist der Dichter Pierre Gringoire. Wir lernen ihn deprimiert und resigniert kennen, denn sein Schauspiel zum Festtag wird nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit bedacht und von der Wahl des Narrenkönigs überschattet. Um seinen Lebensunterhalt gebracht, schleicht er durch die Gassen und wird in einen Konflikt verwickelt, in dem er die schöne Esmeralda zu retten versucht. Er folgt ihr anschließend und entgeht einer Hinrichtung, indem er mit Esmeralda verheiratet wird. Danach schließt er sich den Zigeunern an. Er versucht zwar, die Gunst Esmeraldas zu erringen, ist aber ein anständiger Kerl, der seine Bemühungen schlussendlich einstellt - immerhin hatte sie durch die Heirat verhindert, dass er stirbt. Er hat sowohl Kontakte zu den Zigeunern als auch zu Frollo, was ihn zu einer wichtigen Randfigur macht, die fast schon zu einem Protagonisten avanciert - gerade wenn man den Anfang des Buches betrachtet. Gefallen findet er sehr an der Ziege Esmeraldas, über die er oft sagt, welch schön geratenes Tier sie doch ist.

    Ebenfalls nie im Film erwähnt wird Jehan Frollo du Moulin, der kleine Bruder von Frollo. Dieser wurde zum Waisen und Frollo nahm seinen kleinen Bruder daraufhin bei sich auf, um ihn zu einem ebenso gelehrten Menschen zu erziehen, wie er selbst einer war. Jehan ist zurzeit der Geschichte des Glöckners ein Student und nicht eben brav. Er schlägt leider in eine gänzlich andere Richtung als Frollo es sich erhoffte - versauft sein Geld und frönt dem Rebellentum. Dauerhaft pleite, bittet er Frollo nicht nur einmal um eine finanzielle Unterstützung, was seinem großen Bruder immer mehr zuwider wird. Am Ende wendet sich Jehan ab, wird ein Mitglied der Zigeuner und zieht mit diesen gegen Notre-Dame, wo er schließlich umkommt.

    Eine immer wieder auftauchende Person im Buch ist die Klausnerin, eine alte, verhärmte Frau, die verrückt zu sein scheint. In ihrer Klause haust sie schon viele Jahre und lebt nur von dem, was mildtätige Menschen ihr durch die Gitter reichen. Einen ganz besonderen Hass hat sie auf die Zigeuner, da sie ihr ihre Tochter genommen haben. Da klingelt es wahrscheinlich bei euch - genau diese Person ist die unglückselige, bestohlene Mutter, die Quasimodo nach Paris brachte. Sie trägt immerzu einen kleinen Schuh ihrer Tochter bei sich, der nach dem Verschwinden zurückblieb. Am Ende stellt sich heraus, dass ihre entführte Tochter die Esmeralda ist, die sie so erbittert hasst.

    Es gibt noch weitere Nebencharaktere wie bspw. Ludwig XI. oder Verbündete von Clopin, die für mich allerdings keine so tragende Rolle spielten, dass ich sie hier erklären müsste.


    Welche Charaktere aus dem Film sind nicht im Buch enthalten?

    Wie ihr lesen konntet, ist Frollo im Buch ein Priester und nicht der Richter. Deswegen fällt der aus dem Film bekannte Archidiakon, der Frollo ermahnt, im Original leider weg. Dabei mochte ich diese Figur im Film immer sehr gern, weil er so freundlich war.

    Es war sehr traurig, dass es sie nicht gab, aber das war zu erwarten - die Rede ist von den Wasserspeiern. Sie waren im Film Quasis einzige Freunde. Im Buch hat er einfach niemanden an seiner Seite. Im Film heißen die Wasserspeier Victor, Hugo und Laverne, was eine Hommage an den Autoren dieser Geschichte darstellt. Hugo hat ähnlich wie Gringoire eine Vorliebe für Djali, was ein sehr süßes Detail ist, was aus dem Buch entlehnt wurde.


    Gibt es Szenen im Buch, die Szenen im Film ähneln?

    Es mag erstaunen oder auch nicht - tatsächlich sind die Szenen, die zwischen Buch und Film übereinstimmen sehr gering. Mir fallen nach der Lektüre spontan einige Szenen ein, beispielsweise als Quasimodo auf einem Rad festgebunden und im Film mit Tomaten beworfen wird. Diese Szene gibt es ähnlich auch im Buch, wo es allerdings sehr viel brutaler zugeht und Quasimodo mit Steinen beworfen wird und vorher mit einer Peitsche gepeinigt wird.

    Die zweite Szene, die mir einfällt ist tatsächlich relativ am Ende, als Esmeralda im Film verbrannt und im Buch erhängt werden soll. Frollo bietet ihr an, dass er sie rettet, wenn sie ihn heiratet. Diese Szene ist ziemlich deckungsgleich zwischen beiden Medien.

    Weiterhin sind der Sturm auf Notre-Dame, die Rettung Esmeraldas und der Schrei nach Asylrecht und der Todessturz von Frollo annähernd übereinstimmende Szenen.


    Die Handlung des Buchs


    " '(...) das wird noch ein schlimmes Ende nehmen.'
    ' Aber der Anfang war schön gewesen.' " - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S. 350 -


    Mir fällt es unglaublich schwer, die Handlung herunterzubrechen, aber ich mag es versuchen. Die Handlung wurde immer wieder durch Kapitel unterbrochen, die zur Haupthandlung nichts beitrugen, weswegen man etwas den roten Faden verloren hat.

    Wie ihr in der Charakterbeschreibung schon lesen konntet, werden eine Vielzahl von Handlungssträngen unterschiedlichster Personen verfolgt. Diese kreuzen sich immer wieder mal und laufen dann wieder auseinander.

    Am Anfang begegnen wir Gringoire, der wie gesagt sehr deprimiert ist, weil er um seinen Lebensunterhalt als Dichter gebracht wurde. Schuld daran ist die Wahl des Narrenpapstes, zu der auch Quasimodo das erste Mal die Bühne betritt. Er selbst wird Narrenpapst.
    Er versucht Esmeralda zu retten, als der Glöckner sie entführen will. Die Entführung geschieht auf Geheiß von Frollo. Gringoire scheitert kläglich an Esmeraldas Rettung und stattdessen hilft Phoebus der schönen Zigeunerin. Als Gringoire der Zigeunerin folgt, gerät er in den sagenumwobenen Hof der Wunder und sieht sich nun dem Galgen gegenüber. Seine einzige Chance ist eine verzweifelte Zigeunerin, die ihn zum Mann will.
    Derweil wird Quasimodo aufgrund seiner Tat, Esmeralda entführen zu wollen, zu einer Strafe am Pranger verurteilt. Nach seiner Peinigung taucht Esmeralda selbst auf, um ihm etwas zu Trinken zu geben.
    Danach rettet Esmeralda Gringoire das Leben, da sie ihn aus Mitleid zum Mann nimmt. Die beiden werden für vier Jahre verheiratet. Esmeralda will allerdings nichts von Gringoire wissen und träumt nur immerzu von ihrem Retter Phoebus. Außerdem trägt sie ein Zauberamulett, welches ihr helfen soll, ihre Eltern zu finden. Dieses funktioniert aber nur, solange sie Jungfrau bleibt. Sie weist Gringoire mehrmals ab. Daraufhin entwickelt sich zwischen Gringoire und der Ziege Djali eine besondere Zuneigung.
    Esmeralda trifft sich schließlich mit ihrem geliebten Phoebus. Dieser ist jedoch nicht auf ihre Liebe, sondern ihren Körper aus. Zudem weiß er nicht, dass Claude Frollo ihn verfolgt. Frollo konfrontiert ihn, will ihn töten, doch schlussendlich treffen sie eine Abmachung. Da Phoebus das Zimmer, in dem er sich mit Esmeralda trifft, nicht bezahlen könnte, übernimmt dies Claude Frollo. Als Gegenleistung darf er den beiden bei ihrem Stelldichein zuschauen. Das allerdings erzeugt in Frollo eine rasende Eifersucht und er sticht Phoebus nieder. Esmeralda fällt in Ohnmacht und wird von Frollo geküsst, welcher daraufhin flieht.
    Esmeralda wird anschließend des Mordes an Phoebus und der Hexerei angeklagt. Unter Folter gesteht sie und wird zum Tod durch Erhängen verurteilt. Ihre Ziege wird ebenfalls zu diesem Schicksal verdammt.
    Claude Frollo bietet Esmeralda am Tage der Hinrichtung an, ihn zum Mann zu nehmen, dann würde er sie vor dem Galgen bewahren. Sie erkennt in ihm den Mörder von Phoebus und weist ihn ab. In diesem Moment sieht sie aber auf einem Balkon eben diesen Mann, in den sie sich verliebte - Phoebus lebt - aber an seiner Seite ist eine andere Frau.
    Quasimodo rettet Esmeralda vor der Hinrichtung und bringt sie nach Notre-Dame, wo sie dem Asylrecht unterliegt und sie somit unantastbar wird. Allerdings wird die Kirche für Esmeralda dadurch auch zu einem Gefängnis. Quasimodo sorgt für Esmeralda - bringt ihr Essen oder Blumen - und versucht immer wieder, mit ihr zu sprechen. Sie lässt sich zwar kurz darauf ein, versinkt aber dennoch wieder in ihrer Sehnsucht nach Phoebus. Auch Quasimodos Hässlichkeit stößt sie zu sehr ab, als dass sie Freunde werden könnten. Eine Pfeife, die sie von ihm erhielt, um ihn zu rufen, warf sie achtlos auf den Boden.
    Als Frollo erfährt, dass Esmeralda Unterschlupf in Notre-Dame gefunden hat, schleicht er sich in der Nacht dorthin und überfällt sie geradezu. Er kann seine Begierde nicht mehr zurückhalten. Nur Quasimodos Pfeife verhindert Schlimmeres.
    Gringoire wurde von Frollo dazu angestachelt, Esmeralda aus Notre-Dame zu befreien und die gesamte Zahl der Zigeuner ebenfalls dazu zu bewegen. So kommt es, dass alle Zigeuner aus Paris gegen Notre-Dame in den Krieg ziehen. Dabei sterben viele Angehörige und auch Quasimodo verteidigt die Kirche und Esmeralda erbittert. Dennoch kann er es nicht verhindern, dass Esmeralda schließlich doch noch hingerichtet wird. Daraufhin stößt Quasimodo seinen Ziehvater Frollo von Notre-Dame in die Tiefe. Quasimodos Skelett wird später in Esmeraldas Grab eng umschlungen mit ihren Knochen gefunden.

    Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich vor allem von dem Ende sehr geschockt und auch etwas enttäuscht. Tatsächlich sterben auch viele Nebenfiguren, wie beispielsweise der jüngere Bruder Frollos oder auch Clopin, der König der Zigeuner. Der unerträglich arrogante Phoebus ist neben Gringoire die einzige gewichtige Person, die wirklich überlebt. Gringoire bringt am Ende nochmal etwas Humor in die Geschichte, weil er die liebgewonnene Ziege von Esmeralda vor dem Galgen retten kann und mit ihr fortan zusammenlebt.

    Da die Filmumsetzung so komplett anders ist als das Originalwerk, fällt es mir schwer, einen wirklichen Vergleich zu ziehen. Ich kann nur bemerken, wie viel besser mir der Film ausnahmsweise gefällt. Er bringt alles auf den Punkt und vermittelt dabei wichtige Werte. Das Buch konzentriert sich auf sehr viele unterschiedliche Personen und das in einem Detailgrad, der es schwierig macht, eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen.


    SCHREIBSTIL:


    "An diesen lichten, lauen Tagen voll verhaltener Weihe, gibt es einen Moment, wo das Portal von Notre-Dame zu noch größerer Schönheit aufblüht als sonst, dann nämlich, wenn die schon westwärts sinkende Sonne der Kathedrale fast gegenübersteht und sie aus dieser Sicht bescheint." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S. 303 -


    Victor Hugo schreibt ohne Zweifel meisterhaft. Das sprachliche Niveau ist wirklich sehr hoch. Er beschreibt bildhaft, spielt mit den Worten und findet immer wieder bezaubernde Vergleiche, die einer Situation den letzten Schliff verpassen können.
    Leider verstand er es genau so gut, in ewig langen Passagen von der Haupthandlung abzuschweifen. Alles, was ich in der Handlung beschrieben habe, ist eine Zusammenfassung des roten Fadens. Um diesen sind aber etliche Kapitel über Nebenpersonen oder auch einzelne Kapitel mit 30 Seiten Architekturbeschreibung gebaut. Das macht das Lesen sehr schleppend und gibt einem das Gefühl, mit der Handlung nicht voranzukommen, obwohl etwas passiert.
    Neben der Architektur, wird auch das Interior oft bis ins kleinste Detail beschrieben. Offensichtlich war der Autor ein großer Liebhaber der Baukunst, denn er wusste nicht nur alle Elemente zu benennen, sondern appellierte bei jeder sich bietenden Gelegenheit an den Leser, um für den Erhalt der Kulturstätten und der Architektur vergangener Zeiten zu werben. Sicherlich muss anerkannt werden, dass gerade auf Bauwerke bezogen, der Text ein wahres historisches Zeugnis ist. Auch die Eigenarten und Ansichten der Zeit des Glöckners sowie von Hugos Zeitalter sind wertvolle Dokumentationen für die Nachwelt, um ein Gefühl für frühere Epochen zu bekommen. Jedoch schreibt Hugo oft aus Sicht des Autors und damit positioniert er sich für einige Ansichten meiner Meinung nach zu klar und leider auch etwas enttäuschend. Von einem Autoren, der Weltliteratur schrieb erwarte ich einfach anderes.
    So wie Victor Hugo sich auf das Schreiben von Abschweifungen verstand, so begabt war er auch in der Darstellung von unfassbar unsympathischen Charakteren. Gerade Phoebus ist für Liebhaber des Films im Buch eine moralische Enttäuschung. Selbst Esmeralda ist keine Person, mit der mitgefiebert werden könnte, da sie viel zu einfältig und hörig ist. Noch dazu besitzt sie ein so geringes Selbstbewusstsein, dass es erstaunlich ist, was für eine starke Frau sie in der Filmumsetzung geworden ist.

    Man kommt nicht umhin, zu betonen, wie sehr dieses Werk zwischen komödiantischen Einlagen, grotesken Vorkommnissen und Brutalität schwankt. Leider waren die Dialoge zuweilen recht kitschig und überzogen - andererseits wieder furchtbar trocken und fad. Dieses Wechselspiel machte das Leseerlebnis etwas unstet und auch langatmig.


    Die dunklen Seiten des Buches

    Das Buch "Der Glöckner von Notre-Dame" spielt zwar im 15. Jahrhundert, wurde von Victor Hugo aber Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben.
    In diese Buch werden einige Themen oder auch Ansichten besprochen, die aus heutiger Sicht problematisch sind.
    Da wäre zum Einen der offenkundige Rassismus. Hierbei rede ich nicht nur von der Benutzung des Wortes Zigeuner und deren Darstellung als gefährliche, zügellose und hinterhältige Personen, sondern auch von ein paar Andeutungen in andere Richtungen. Es gab da eine Stelle, als der Narrenkönig mit seiner Parade vorüberzieht, da wurden generalisierende Vergleiche und Klischees zu anderen Nationen gezogen. Auch über Menschen jüdischer Abstammung wurde einmal sehr deutlich hergezogen. Natürlich lag mir das während der Lektüre schwer im Magen und es war sehr unangenehm, so etwas zu lesen. Jedoch habe ich es mit einigen Leuten diskutiert und muss zu dem Schluss kommen, dass man Victor Hugo nicht für etwas verurteilen kann, was der damaligen Zeit geschuldet war. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir es aus heutiger Sicht nicht kritisch sehen dürfen.
    Etwas, was mir das Herz gebrochen hat, waren die Beschreibungen von Quasimodo und anderen körperlich behinderten Menschen. Diese Diskrimierung von Behinderten ist sicherlich historisch gesehen ebenfalls ein Makel der damaligen Zeit, jedoch hatte ich großes Mitleid mit diesen Menschen, weil die Beschreibungen sehr hart waren. Die Hässlichkeit der "Krüppel" war so abstoßend beschrieben und so mitleiderregend, dass mir dabei richtig mulmig wurde. Auch wird gut deutlich, dass diese Menschen zu damaligen Zeiten ausgegrenzt wurden, da sie in eigenen Vierteln bzw. Slums lebten und die Hygiene dort noch katastrophalere Ausmaße hatte.
    Damit eng verbunden ist die Darstellung der Kausalität zwischen Attraktivität und Intelligenz sowie Lebensglück. Es wird mehrmals deutlich gemacht, dass ein äußerlich hässlicher Mensch auch nichts erreichen wird. Es wird ein Zusammenhang zwischen den Fähigkeiten und der Attraktivität hergestellt. Das ist etwas, was mich nachhaltig beschäftigte, da das Aussehen eines Menschen noch so tadellos sein kann - er kann trotzdem eine völlig hohle Nuss sein. Offensichtlich herrschte zu damaligen Zeiten ein ganz anderes Bild vor.
    Und zum Schluss darf die gute alte Frauenfeindlichkeit nicht fehlen. Das war wirklich eines der Themen, was meine Lesepartnerin und ich oft kommentiert haben - weil es einfach viel zu häufig vorkam. Victor Hugo vermittelt in diesem Buch einfach so oft ein schlechtes Frauenbild, dass der Leser kaum noch aus dem Augenrollen herauskommt. Das reicht von "... weil alle Frauen das so machen" bis hin zu "Ich bin es nur wert, erniedrigt zu werden." und hat uns regelmäßig genervte Seufzer entlockt.


    FAZIT:


    "Der Stamm des Baumes wandelt sich nicht, das Laub dagegen sprießt nach eigener Lust und Laune." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S.150 -


    Wie ihr vielleicht schon erahnen könnt, ist das Buch keines, welches mich vollends begeistern konnte. Mir fiel es noch nie so schwer, meine Gedanken zu einem Buch in Worte zu fassen, wie bei diesem hier. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist aber, dass ich einfach unendlich dankbar bin, dass ich dieses Werk von Hugo im Austausch mit meiner lieben Gabriela von Buchperlenblog lesen durfte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Buch ohne den gegenseitigen Ansporn niemals beendet hätte. Auf jeden Fall bin ich stolz, dass ich mal wieder einen Klassiker gelesen, ein Buch von meinem SuB befreit und damit ein großes To-Do erledigt habe.

    Ein Buch, welches durch sprachliche Rafinesse glänzt. Allerdings wird der rote Faden zu oft verloren, Abschweifungen auf ganze Kapitel ausgeweitet und damit die Langatmigkeit provoziert. Die zum großen Teil unsympathischen Charaktere tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Ein historisches Zeugnis, welches leider auch aus diesem Grund oft kritisch zu betrachten ist und zwischen Brutalität, Albernheit und Groteskem schwankt.

  4. Cover des Buches Die Melodie meines Lebens (ISBN: 9783453422001)
    Antoine Laurain

    Die Melodie meines Lebens

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Callso

    Ja, dachte ich, nett - eine Geschichte mit einem gewissen Charme. Nach rund 50 Seiten war ich noch ganz zufrieden, doch dann verlor sich die Story.

    Aus der Grundidee mit dem Musikaufnahmen, die 30 Jahre zurück liegen, und der entsprechenden Suche ist mit der Zeit eine etwas andere Geschichte geworden. Liebesgeschichte, politische Ungereimtheiten, die Story driftet in mehre Ecken ab und verliert sich meiner Meinung nach.

    Und sie verliert vor allen Dingen die Herzhaftigkeit und den französischen Charme. Gerade die Ausflüge in die rechte politische Ecke waren für mich befremdlich...

    Hinten raus hielt die Story dann doch noch mal einige Aha-Effekte bereit.

    Aber insgesamt war die Story zu wüst, zu um umfänglich, zu viel Kreisverkehr auf einer Autobahn, wo man gerne mit Vollgas durch die Geschichte hindurchgleiten möchte...



  5. Cover des Buches Vielleicht morgen (ISBN: 9783492312455)
    Guillaume Musso

    Vielleicht morgen

     (564)
    Aktuelle Rezension von: Lesehase_55

    "Vielleicht morgen" von Guillaume Musso ist nicht mein erster Musso, und wird auch nicht mein letzter sein. 

    Guillaume Musso schreibt so flüssig und spannend, dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Die Poesie liegt hier zwischen den Zeilen, "eine Liebesgeschichte die die Grenzen von Raum und Zeit durchbricht", wie Le Figaro littéraire treffend schreibt.

    Ich fand die Geschichte von Emma, die in New York lebt und an ihre letzte Trennung noch nicht überwunden hat, und Matthew, der sich in Boston allein um seine Tochter kümmert toll. Wie immer, startet die Geschichte unglaublich und löst sich dann später auf. Alles in allem ein leichter Lesespaß, mich jedenfalls hat es gut unterhalten.

    Rezension - Gelesen und selbst gekauft

  6. Cover des Buches Das verlorene Kind (ISBN: 9783746634104)
    Michel Bussi

    Das verlorene Kind

     (48)
    Aktuelle Rezension von: brauneye29

    Zum Inhalt:

    Der fünfjährige Malone ist ein ganz normales Kind, aber er behauptet, dass die Frau, bei der er lebt nicht seine Mutter ist. Erfindet er das nur oder hat er Recht? Zunächst will ihm keiner glauben, doch der Schulpsychologe glaubt ihm und beginnt zu forschen.

    Meine Meinung:

    Ich fand das Buch in erster Linie etwas verworren. Die Story hat schon was, aber so richtige Spannung kam nicht auf, weil man sich ständig neu orientieren musste in der Geschichte. Mir fehlte irgendwie der rote Faden. Die Idee fand ich gut, die Umsetzung nur bedingt gelungen.

    Fazit:

    Etwas verworren

  7. Cover des Buches Reise zum Mittelpunkt der Erde (ISBN: B00E3OKMV6)
    Jules Verne

    Reise zum Mittelpunkt der Erde

     (403)
    Aktuelle Rezension von: Sophelliest

    Da ich gerade ein wenig gefallen an Klassikern gefunden habe, konnte ich auch vor diesem Buch nicht halt machen.

    Der Schreibstil

    Ich fand den Schreibstil ganz in Ordnung, teilweise wurden aber auch Dinge beschrieben, die ich ein bisschen unnötig fand, ich konnte auch mit der Beschreibung von den Steinen nicht wirklich etwas anfangen, dafür fehlt mir die Begeisterung für Geologie.


    Die Charaktere

    Ich fand die Charaktere wirklich sehr interessant und fand die Entwicklung wirklich spannend. Die Entwicklung wurde auch durch den Schreibstil deutlich, was mich wirklich beeindruckt hat.


    Die Story

    Ich weiß nicht wirklich, was ich von der Geschichte halten soll. War ganz in Ordnung, hatte ein bisschen Spannung aber auch viele, meiner Meinung nach, unnötige Szenen.

  8. Cover des Buches Die Frau mit dem roten Schal (ISBN: 9783746633022)
    Michel Bussi

    Die Frau mit dem roten Schal

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    "Die Frau mit dem roten Schal" ist bereits mein viertes Buch von Michel Bussi und ich muss mal wieder feststellen, dass dieser Autor es unglaublich gewitzt schafft spannende Romane zu schreiben. 
    Jamal ist Pfleger in einer psychiatrischen Klinik und bereitet sich in seinem Urlaub in Yport auf den härtesten Lauf in den Bergen vor, als Paralympic, denn Jamal hat eine Beinprothese. Beim Joggen sieht er eine junge, wunderschöne Frau an den Klippen stehen, doch bevor er sie zurück in Sicherheit ziehen kann, springt sie von der Klippe. Er ist fassunslos, doch Gott sei Dank gibt es zwei weitere Zeugen, die gesehen haben, wie die Frau sprang. Doch irgendwie wollen die beiden Zeugen plötzlich gar nichts mehr gesehen haben und Jamal wird zum Hauptverdächtigen. Er versucht auf eigene Faust seine Unschuld zu beweisen und hat glücklicherweise Mona auf seiner Seite, die er in Yport kennenlernt. Doch nach und nach läuft die Geschichte aus dem Ruder und auch Mona scheint ihn für schuldig zu halten.
    Wie ein weiterer Krimi, ohne dass es als solcher deklariert ist. Das gefällt mir!
    Jamal ist ein sympathischer junger Mann. Man geht mit ihm auf die Suche, wundert sich mit ihm und fängt mit ihm an zu zweifeln. Bussi stellt alles sehr plastisch da, man kann die Klippen in der Normandie nahezu sehen, den Wind in der Nase spüren, die Kälte, die durch einen hindurchweht und Jamals Entsetzen bereifen, als er immer mehr zum Schuldigen wird und niemand ihm glaubt.
    Und irgendwie auch aktuell, denn Jamal ist Afrikaner und es scheint für die Einheimischen klar, dass ein Ausländer einen Mord begangen hat.
    Bussi baut immer wieder neue Wendungen ein und wenn man das Gefühl hat des Rätsels Lösung zu kennen, wird man doch wieder überrascht. Erneut ein wirklich gelungener Spannungsroman.
  9. Cover des Buches Victor Hugo (ISBN: 9783423310550)
    Jörg W Rademacher

    Victor Hugo

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon
    Victor-Marie Hugo (1802-1885), Generalssohn, "Napoleon der Literatur" und bereits zu Lebzeiten eine Legende, war Royalist und Revolutionär, Rebell in Kunst und Kirche, Reformer in Paris und Republikaner im Exil.

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    Wer sich für Klassische Literatur interessiert, kommt nicht an Victor Hugo vorbei. "Der Glöckner von Notre Dame" und "Die Elenden" sind seine bekanntesten Werke.
    In dieser Biographie lernen wir den Menschen hinter dem Autor kennen.
    Aufgewachsen als jüngster Spross eines Generals Napoleons, die Mutter auf seiten royalistischer Rebellen. Turbulente und keineswegs geordnete Familienverhältnisse prägen den kleinen Victor.
    Genauso turbulent verläuft sein weiteres Leben.
    Er pfiff auf Konventionen und auf Kritiker, er polarisierte und liebte es zu schockieren.

    So wie er Lyricer und Schriftsteller war, so war er auch Politiker.
    Er setzte sich ein für:
    Abschaffung der Todesstrafe, Abschaffung entehrender Strafen und der Leibesstrafe, Reform der Verwaltung, Akte zur Vorbereitung der Vereinigten Staaten von Europa, unentgeltlicher und obligatorischer Schulunterricht und auch für die Rechte der Frau.
    Er war jedoch ein, seiner Zeit weit vorauseilender, Idealist und daher konnte er Mißstände zwar thematisieren, sich jedoch nie ernsthaft Gehör verschaffen.

    Hier wird auch auf seine vielen Werke eingegangen und was er mit ihnen aussagen wollte - politische Statements verpackt in Dramen und Bühnenwerken, zwei davon aufgrund dessen zensiert und verboten
    .
    Auch auf das private Leben Victor Hugos wird hier eingegangen, wobei er hier nicht so gut wegkommt. Als Patriarch über der Familie herrschend, das Familienzepter fest in der Hand, ein Schürzenjäger und Knauserer.

    Des Weiteren sind hier enthalten: Zeittafeln, zahlreiche Abbildungen und   Auswahlbibliographie.

    Fazit:
    Aufgrund der vielen französischen Namen und Werke manchmal etwas schwierig zu folgen, aber dennoch interessant zu lesen.
    Ein Muss für alle Victor Hugo-Fans!
  10. Cover des Buches Das Geek-Kochbuch (ISBN: 9783741522512)
    Liguori Lecomte

    Das Geek-Kochbuch

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon
    Serienjunkies, Computerfreaks und Super-Geeks aufgepasst! Das ist euer Kochbuch. Feiert noch einmal die dramatische Hochzeit des Königs mit Joffrey Baratheons Taubenpastete, gönnt euch einen Schluck von Omas Flaschen-Suppe, um eure Herz- und Magieleiste aufzufüllen, oder lasst euch von Schoko-Cupcakes à la Bertie Bott verzaubern. Möge die Kochkunst mit euch sein!... (Klappentext)

    ❦❦❦❦❦

    "Oft wollen die Leute wissen, was für ein Koch ich bin.
    Ich antworte dann immer, dass ich mich eher als Spieler sehe,
    der sich in der Küche kreativ austobt."
    (S. 3)

    Ich liebe jede Art von Kochbüchern - je ausgefallener und schräger, um so besser. Ebenso liebe ich zocken, bin ein wahrer Serienjunkie und lasse mich noch viel öfter von einem Buch in fremde Welten entführen. Ja, ich bin wohl so etwas was man heutzutage einen Nerd nennt.

    Dieses Kochbuch vereint quasi gleich mehrere meiner Leidenschaften und es macht wirklich Spaß darin zu schmökern und natürlich auch daraus zu kochen.

    Bevor man sich durch Rezepte wühlt, erhält man ein paar Facts bezüglich der Filme und Games, welche in diesem Buch eine Rolle spielen.
    Danach kommen Küchen-Basics. Leider nur zwei und die wären "Gemüse karamellisieren" und Räuchern mit Heu". Ich persönlich fand ja nur das Heuräuchern interessant, wobei ich das sicher nie anwenden werde. Für absolute Küchenanfänger sind es jedoch eindeutig zu wenig Basics.

    Dann kommen die Rezepte. Dabei wurden die Themen in Kinofilme, TV-Serien, Computerspiele, Comics & Animationsfilme und Snacks unterteilt. Bei den Rezepten hat sich Lecomte - Koch, Autor und Gamer - einiges einfallen lassen. Man reist  mit den Rezepten zu Harry Potter nach Hogwarts und genießt Hähnchen mit Pilzen aus dem verbotenen Wald, taucht ins Matrix-Universum ein und muss sich für die blaue oder rote Pille, eingebettet in einen Muffin, entscheiden. Man bäckt mit Mr. Whites aus "Breaking Bad" Blue-Meth-Donuts, man erhält das Rezept von Links Großmutter für ihre Flaschen-Suppe (The Legend of Zelda), welche unsere Lebens- und Magieleiste auffüllt und man stellt seinen eigenen Pokéball her.

    Für Abwechslung ist also gesorgt. Jedes Rezept enthält ein stimmungsvolles Bild und eine Info zum jeweiligen Film. Es steht hierbei zwar "Achtung Spoiler!", aber so richtig gespoilert wird man hier nicht. Also unbedingt lesen, da dies wirklich interessant und amüsant ist.

    "Ich lade euch auf einen kleinen kulinarischen Trip ein.
    Dabei werdet ihr sehen, dass Kochen geekig sein kann -
    und dass geekige Gerichte toll schmecken und einfach zuzubereiten sind,
    selbst für Noobs."
    (S. 3)

    Diesem Zitat kann ich nicht wirklich zustimmen, denn ein Koch-Noob sollte man wirklich nicht sein. Selbst ich hatte bei manchen Rezepten so meine Probleme. So werden z.B. spezielle Utensilien benötigt, welche bei den Zutaten nicht angegeben werden. Beim Pokèball benötigt man nämlich eine Kugelform. Aha - ja eh, aber was für eine genau?

    Zudem setzt der Autor wohl voraus, dass manche Küchenhandgriffe logisch sind und hat diese daher gleich ganz unter den Tisch fallen lassen. Bei manchen Rezepten hätte ich mir mehr Bilder bezüglich der Arbeitsschritte gewünscht und für manche Geek-Rezepte müsste man ziemlich tief in die Geldbörse greifen, da die Zutaten ausgefallen, eher für gut Betuchte zu sein scheinen und daher in normalen Supermärkten nicht erhältlich sind, wie z.B. Rotbarbenfilet, Totentrompeten (eine Pilzart) oder Tintenfischtinte. Vereinzelt werden wiederum 08/15-Zutaten wie z.B. Mehl nicht angegeben, da davon ausgegangen wird, dass man das sowieso zur Hand hat.

    Man kann natürlich alles entsprechend ersetzen, so habe ich anstatt der Totentrompeten andere Pilze genommen und anstatt Tintenfischtinte tut es schwarze Lebensmittelfarbe auch.
    Lecomte scheint auch der Meinung zu sein, dass man im Besitz einer Großküche mit unzähligen Herdplatten und Töpfen ist. Also wenn ich mir die Küche von ein paar Nerd-Freunden ansehe, kann ich froh sein überhaupt zwei verschiedene Töpfe zu finden. Die Suche nach speziellen Küchenutensilien kann man hier sowieso gleich vergessen. Ich habe eine kleine aber wirklich gut ausgestattete Küche, trotzdem möchte ich nicht unbedingt 5-7 Töpfe herumstehen haben und gestresst in allen einmal kurz umrühren, würzen, schwenken, etc.

    Es gibt aber auch genug einfache Rezepte, welche schnell von der Hand gehen und einen Film- oder Gamingabend zu etwas Besonderem machen.

    Fazit:
    Es hat wirklich Spaß gemacht darin zu schmökern und Rezepte daraus nachzukochen. Ich habe z.B. "Pochierte Hähnchenbrust 'Hogwarts'" und "Schattenwolf-Brot von Heiße Pastete" und mehr, nachgekocht/-gebacken. Dabei habe ich mich jedoch niemals 1:1 an das Rezept gehalten, sondern improvisiert, da entweder Zutaten nicht erhältlich waren, es mir nicht geschmeckt hätte (was eher an meinem persönlichen Geschmack und nicht am Rezept lag), oder es mir schlicht zu viel Arbeit gewesen wäre. So wurden aus dem "Schattenwolf-Brot" einfach mal "Wolfsbrote aus dem Schwarzen Königreich" und aus dem pochierten Huhn "Gebratenes Hogwarts-Huhn mit Pilzen und Gemüse aus dem verbotenen Wald".
    Dieses Buch ist also durchaus inspirierend und regt die eigene Phantasie an. So habe ich nun ein neues Projekt für meinen Blog im Kopf und unsere TV- und Gaming-Abende werden in Zukunft auch alles andere als kulinarisch langweilig.
    Für Kochanfänger ist es jedoch gänzlich ungeeignet. Für die wenigen sehr einfachen Rezepte, würde ich mir dieses Buch also nicht extra kaufen, sondern stattdessen Google befragen.

    © Pink Anemone (inkl. vieler Bilder, Autoren-Info und nachgekochter Rezepte)

  11. Cover des Buches Carthago. Band 4 (ISBN: 9783962198923)
    Christophe Bec

    Carthago. Band 4

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon

    "Seit Urzeiten fasziniert die Menschen das, was in den Tiefen der Ozeane liegt...
    Das Meer ist groß, viel zu groß für uns kleine Menschen.
    Selbst wenn ihm einer sein ganzes Leben weiht, wird er nur einen winzigen Bruchteil davon zu sehen bekommen.
    Und wie im oberirdischen Dschungel sind die existierenden Lebensformen noch überraschender als die kühnsten Fantasien von Science Fiction-Autoren.."
    (S. 29)

    Dieser Comic verläuft in mehreren Handlungssträngen, inklusive Rückblenden in die Vergangenheit.
    Es beginnt im Jahr 1993 im südlichen Pazifik, auf einer Bohrinsel des Konzerns "Carthago". Während einer Bohrung wird eine Unterwasserhöhle geöffnet und dadurch prähistorische Meeresbewohner befreit. Allen voran Megalodon, der Vorfahre des Weißen Hais und dieser ist mächtig hungrig. Um die Bohrungen jedoch nicht zu gefährden, wird die Entdeckung, inklusive der Opfer, vertuscht und geheim gehalten.

    In der Gegenwart treffen wir auf Kim Melville, eine Ozeanologin. Sie wird von einer Gruppe namens "Adome" angeheuert. "Adome" sind dem Konzern Carthago und der Vertuschungsaktion auf die Schliche gekommen und nun soll Kim mit einem Team Megalodon finden. Mit von der Partie sind ihr Freund Martin und ihre Tochter Lou. Lou ist irgendwie anders - sie benötigt mit ihren 10-12 Jahren keinerlei Taucherausrüstung, um in die Tiefe hinab zu tauchen.

    Und dann hätten wir noch den Österreicher Mr. Feiersinger, auch "Der hundertjährige Karpate" genannt. Niemand weiß wie alt er wirklich ist und er frönt einer ganz besonderen Leidenschaft - dem Sammeln von prähistorischen Lebewesen. Natürlich hat auch er erfahren, dass sich Megalodon nun in den Meeren herumtreibt und diesen möchte er haben...um jeden Preis.

    Es tauchen noch mehr Handlungsstränge und Zwischensequenzen aus der Vergangenheit auf, die vermuten lassen, dass Megalodon nicht erst seit dem Vorfall im Jahr 1993 sein Unwesen in den Meeren treibt.
    Die Jagd ist eröffnet....auf allen Seiten.

    ">>Wahrscheinlich ist das Sedna, die sich an den Menschen rächt.
    Manchmal drückt sie ihre Abneigung gegen uns in schweren Stürmen aus.<<
    >>Das kenne ich, macht meine Frau zu Hause genauso.<<"
    (S. 46)

    Da dieser Comic gerade einmal 56 Seiten hat, wäre jedes Wort zur Handlung zu viel.

    Hier erwartet einem auf jeden Fall eine spannende Story mit witzigen und auch derben Sprüchen. In Szene gesetzt wird diese von Zeichnungen im Old-School-Style, welche die Atmosphäre gekonnt einfangen und hervorragend zu diesem Comic passen. Manchmal benötigt es keinerlei Dialoge da die Bilder ganz für sich alleine sprechen.

    Der 1. Teil endet natürlich mit einem unglaublichen Clilffhanger und ließ mich sofort zum 2. Teil "Die Challenger Tiefe" greifen.

    Pink Anemone (Vorstellung der Teile 1 - 3 dieser Reihe, inklusive Bilder und Autoren-/Illustratoren-Vorstellung)

  12. Cover des Buches Das Revier der schrägen Vögel (ISBN: 9783328103547)
    Sophie Hénaff

    Das Revier der schrägen Vögel

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Erneut wird der schräge Haufen verkrachter Beamter zu einer Mordermittlung hinzugezogen - ohne Zugang zu Akten oder wichtigen Informationen versucht die Brigade den Mord an einem ehemaligen, hochrangigen Polizeioffizier aufzuklären, der zugleich Annes ungeliebter Ex Schwiegervater ist. Sie beschaffen sich ihre Informationen aus den Brosamen der anderen Brigaden und über ihre unkonventionelle Ermittlungsarbeit. Wieder gelingt es dem skurrilem Haufen den Kollegen einen Schritt voraus zu sein, sie entdecken Zusammenhänge zu anderen Fällen und finden Spuren in die Vergangenheit, die das Opfer in ein düsteres Licht rücken.

    Die spannende Rahmenhandlung bietet dem Team genug Gelegenheit seine Eigenarten zur Schau zu stellen und so für manch witzige Situation zu sorgen, sei es bei der gescheiterten Festnahme des Hauptverdächtigen, als ein Kollege auf einem Pony reitend die Verfolgung im Zentrum von Paris aufnimmt oder die heldenhafte Schlacht der zehn Polizisten gegen 300 besoffene Chelsea Hooligans. Sophie Henaff zeichnet ihre Protagonisten liebevoll und sympathisch mit ihren Macken, die den Leser immer wieder zum Lachen bringen. Aber unter dieser humorigen Lockerheit lässt das Buch auch den Blick hinter die Fassade zu, die Eifersüchteleien und das offene Mobbing zwischen den einzelnen Polizeibrigaden, welches die Arbeit ausbremst u8nd ineffizient macht, sowie die Demontage unliebsamer Kollegen. Und man bekommt auch vereinzelte Einblicke in das Seelenleben der schrägen Vögel, ihre Einsamkeit, Enttäuschung und Verzweiflung - und der Kraft des Teams, das sie auffängt und akzeptiert. Dieser Fall ist sehr persönlich, sind doch Anne und ihr Kollege Orsini direkt betroffen und er ist spannend und hält einige Überraschungen bereit.

    Mein Fazit - unbedingt lesen, aber erst nach Teil 1 "Kommando Abstellgleis".

  13. Cover des Buches Requiem - Der Vampirritter 1 - Auferstehung (Hardcover, Kult Editionen) (ISBN: B004H0LPKS)

    Requiem - Der Vampirritter 1 - Auferstehung (Hardcover, Kult Editionen)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon
    Als Heinrich im Zweiten Weltkrieg an der russischen Front fällt, glaubt er, endlich Friede zu finden. Doch er kommt auf dem albtraumhaften Planeten "Auferstehung" zu sich, wo die Zeit rückwärts läuft.
    Dort wird er zu dem Vampirritter namens Requiem geschlagen. Auf der Suche nach seiner verschollenen Geliebten Rebecca gerät er in einen kosmischen Kampf zwischen verfeindeten Göttern, denn er besitzt das Schwert, das ihn entweder zum Sieg oder in die ewige Verdammnis führt...
    (Klappentext)

    ☠☠☠☠☠

    "Ich war auf dem Schlachtfeld.
    Und dann stürzte ich in einen Abgrund."

    Die Story beginnt auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs und mit dem Tod des Soldaten Heinrich Augsburg. Sein letzter Gedanke gilt der Geliebten, einer Jüdin, deren Abtransport durch die Gestapo er miterlebte und es nicht wagte einzugreifen. Dann erwacht Heinrich erneut - noch immer das Bild Rebeccas in der Hand - und glaubt sich in der Hölle. Eine Hölle die sich als spiegelbildliche Erde erweist, auf der die Zeit rückwärts läuft und die bevölkert ist durch Horden von Untoten. Die hier herrschende Klasse ist die der Vampirritter, der Heinrich schon bald angehört. Doch um endgültig zum Vampirritter zu werden, muss er seine Vergangenheit abstreifen - inklusive der Erinnerung an Rebecca.

    Dieser Comic lebt von den Zeichnungen von Olivier Ledroit. Die Story besticht nämlich weniger durch Dialoge, als viel mehr durch die Illustrationen. Dadurch sticht dieser Comic auf jeden Fall aus der Masse heraus. Es braucht also keine ausgefeilten Dialoge und ausführlichen Eck-Infos, um eine Geschichte atmosphärisch zu erzählen - manchmal sagen Zeichnungen mehr als Worte und das ist hier der Fall.

    "Wir sind zu Beginn bereits tot.
    Wir können nur mit bestimmten Wafen vernichet werden.
    Andernfalls werden wir zu Kindern und verschwinden eines Tages."

    Die Story selbst ist ebenfalls fern von 08/15 - eine Mischung aus SciFi und Horror, Mystik und klassischen Vampirelementen. Mitten drin ein Anti-Held, hin und hergereissen zwischen Gut und Böse, Blutdurst und Erlösung.
    Die Zeichnungen sind äußerst detailreich, opulent und atmosphärisch und nur zu gerne verweilt man länger auf den Seiten, um diese auf sich wirken zu lassen. Dieser Comic konnte mich also durchaus begeistern und fesseln.

    Leider ist die Story nicht sehr lang, umfassst gerade einmal 47 Seiten und ist nicht in sich abgeschlossen, sondern endet mit einem riesigen Cliffhanger.

    "Fortsetzung folgt"

    Kaum ist man in der Geschichte angekommen und darin eingetaucht, ist sie schon wieder zu Ende. Genau hier liegt auch das große Manko, denn die einzelnen Teile dieser Reihe haben einen stolzen Preis und sind für mich persönlich zu teuer.

    Fazit:
    So gerne ich diese Reihe weiterverfolgen würde, werde ich es wohl bei diesem einen und somit den 1. Teil dieser Requiem-Reihe belassen. Auch wenn die Story absolut meinen Geschmack getroffen hat, ganz zu schweigen von den Zeichnungen, so ist mir der Preis für nicht einmal 50 Seiten eindeutig zu hoch.

    © Pink Anemone (inkl. Bilder und Autoren-Info)

  14. Cover des Buches Carthago. Band 2 (ISBN: 9783962198909)
    Christophe Bec

    Carthago. Band 2

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon

    Dieser Teil knüpft direkt an den 1. Teil an und es wird bereits zu Beginn klar, dass Megalodon und Kronosaurus nicht die einzigen Lebewesen sind, welche anscheinend alles andere als ausgestorben oder Hirngespinste sind.

    Wie auch im 1. Teil "Die Lagune auf Fortuna" begleiten wir wieder Kim, die Ozeanologin, erhalten Einblick in die Machenschaften von Carthago und des Österreichers Mr. Feiersinger. Hier auch wieder mit Blick in die Vergangenheiten so mancher Figuren.

    Manches wird hier aufgeklärt, wie z.B. die Besonderheit von Lou, Kims Tochter, doch vieles bleibt weiterhin im Unklaren.
    Die Spannung wird hier konstant durchgezogen und es sind auch einige Action-Szenen vorhanden. Das lässt mich mit Freude zum 3. Teil "Das Monster von Dschibuti" blicken.

    ">>Um auf den Punkt zu kommen...die Lagune Fortuna ist keine isolierte Oase für prähistorische Fossile.
    Alle diese Fakten weisen darauf hin, dass der Megalodon niemals ausgestorben ist.
    Es hat ihn immer gegeben.<<"
    (S. 46)

    © Pink Anemone




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