Bücher mit dem Tag "französische revolution"
76 Bücher
- Cassandra Clare
Die Chroniken des Magnus Bane
(740)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld“To them, as to Magnus, time was like rain, glittering as it fell, changing the world, but something that could also be taken for granted.
Until you loved a mortal. Then time became gold in a miser's hands, every bright year counted out carefully, infinitely precious, and each one slipping through your fingers.“Dieses Buch sollte nach der Hauptreihe sowie den „Legenden der Schattenjäger-Akademie“ gelesen werden. Es ist, wie letztgenanntes, eine Sammlung von Kurzgeschichten aus Magnus‘ Leben, die alle zwar in sich geschlossen sind, aber trotzdem einen roten Faden haben und Magnus als Person noch mehr vervollständigen. In der Hauptreihe sind er (und Alec) eher kürzer gekommen bzw. wurden einige Momente aus Magnus‘ Vergangenheit erwähnt, dann aber nicht weiter darauf eingegangen - Magnus ist ja auch nicht der Gesprächigste gewesen. Hier werden einige dieser Szenen näher beleuchtet, z.B. wie Magnus Raphael oder Camille oder auch Alec kennengelernt hat. Auch seine Verbindungen zu den bekannten Schattenjäger-Familien und Tessa Gray sind näher ausgeführt. Nichtsdestotrotz gibt es immer noch etliche Schlüsselszenen - Magnus ist ja auch mehrere Hundert Jahre alt - die weiterhin im Verborgenen bleiben; auf diese hoffe ich sehr in der „Infernal Devices“-Reihe! Egal, ob Clare sich hier überall bewusst Hintertürchen offengelassen hat oder ob die Komplexität der Welt von vorneherein geplant war: Der Lesesog nimmt keinen Abbruch!
Magnus‘ einzigartiger Charakter, den ich bereits in der „Mortal Instruments“-Reihe sehr ins Herz geschlossen habe, wird in diesem Buch vollumfänglich dargestellt. Mit viel Humor und Eleganz, aber auch Trauer und Hoffnungslosigkeit, fügen die Kurzgeschichten Magnus‘ Charakter noch mehr Tiefe hinzu. Dabei fehlt es jedoch, durch die reine Definition einer „Kurzgeschichte“, teilweise an Spannung und tieferer Emotionalität. Dies kann man sich jedoch auch mit Magnus‘ Alter zurechtreden, dass viele Momente in seinem langen Leben auch einfach untergehen. Es gefällt mir, wie scheinbare Kritik an der Autorin mit Logik des Charakters ausgeglichen werden kann.
“Die Chroniken des Magnus Bane“ sind ebenfalls eine tolle und sinnvolle Erweiterung des Schattenjäger- (oder eher Schattenweltler-)Universums und erhalten von mir 4,5/5 Sterne.
- Johann Wolfgang von von Goethe
Faust I
(3.430)Aktuelle Rezension von: NeuniWie man auch immer zu Goethe stehen mag, der Faust ist gewiss ein großes deutsches Sprachkunstwerk, zumindest den erste Teil der Tragödie kann man immer wieder auf deutschen Bühnen genießen. Goethe entwickelt aus der Faust Sage, die schon im 16Jhr verbreitet war, einen vieldeutigen und vielschichtigen Mythos in dessen Zentrum der Pack zwischen Faust mit dem Teufel steht. Zur Interpretation zitieren wir Faust himself: Da steh’ ich nun, ich armer Tor, und bin (nach der Lektüre) so klug als wie zuvor!
- V. E. Schwab
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
(603)Aktuelle Rezension von: LandiEin origineller Fantasie-Roman, klug und psychologisch reif, mit überraschend harmonischem Ende. Selbst die Rückblenden, von denen ich normalerweise kein Freund bin, sind stimmig. Wenn man anfangen würde zu suchen, würde man bestimmt den ein oder andere Kritikpunkt finden, aber ein so intelligent geschriebener Roman verdient in meinen Augen allemal 5 Sterne.
- Hilary Mantel
Brüder
(159)Aktuelle Rezension von: Ana80Aus der Sicht von Danton, Robespierre und Desmoulins erhalten wir in diesem Roman Einblick in die Geschehnisse der Französischen Revolution. Die drei Männer sind und denken sehr unterschiedlich und geraten doch alle in den Sog der Revolution.
Ich habe es erneut mit Hilary Mantel versucht und muss gestehen, auch hier fiel es mir streckenweise schwer. Der Schreibstil der Autorin macht es der Leserschaft einfach nicht Leicht, am Ball zu bleiben. Oft holprige und abgehackte Dialoge, regelmäßige Verwirrung bei mir, wer denn gerade das Wort ergriffen hat.
Ich habe mir sehr bewusst das Buch noch in meine Urlaubszeit gelegt, im normalen Alltag hätte ich es nicht geschafft es durchzulesen. Ich bin bei Mantel immer hin und hergerissen, da ich es eigentlich genial finde, dass sie Geschichte nicht schönt und möglichst bei den Fakten bleibt, andererseits ihr Stil mich immer wieder sehr viel Konzentration und Ausdauer kostet.
Dennoch gefällt mir das Buch. Empfehlen kann ich es allerdings nur Leser/innen, die Vorkenntnisse über die Revolution haben und diese aus der Sicht einiger der wichtigsten Persönlichkeiten der Revolution und zum Teil auch aus Sicht der Frauen betrachten wollen und dafür viel Zeit mitbringen.
- Charles Dickens
Eine Geschichte aus zwei Städten
(72)Aktuelle Rezension von: irmakvakifli„Es war die beste aller Zeiten, es war die schlimmste aller Zeiten …“ – diese ersten Zeilen von Dickens’ Meisterwerk gehören zu den eindrucksvollsten der Weltliteratur. Sie sind nicht nur ein markanter Einstieg, sondern auch eine treffende Zusammenfassung der ewigen Widersprüche menschlicher Geschichte.
In Eine Geschichte aus zwei Städten schildert Dickens mit seinem typischen, ironisch-feinen Stil die politischen und gesellschaftlichen Spannungen zwischen England und Frankreich zur Zeit der Französischen Revolution. Seine Charaktere sind symbolisch aufgeladen, dabei jedoch lebendig und universell – sie verkörpern Archetypen, die in jeder Epoche wiederkehren.
Besonders in Erinnerung bleibt die Szene mit dem Narren, der gierig auf den verschütteten Wein blickt – eine verstörende Allegorie auf Blut, Gewalt und die groteske Freude im Angesicht des Elends. Diese Darstellung wirkt heute genauso eindringlich wie zur Zeit der Veröffentlichung.
Dickens gelingt es, den Leser mit historischen Mitteln für zeitlose Fragen zu sensibilisieren: Was bedeutet Gerechtigkeit? Wann kippt Ordnung in Chaos? Was macht den Menschen in revolutionären Zeiten aus?
Ein Roman, der uns nicht nur über die Vergangenheit nachdenken lässt, sondern über das, was wir heute sind – und wie nah wir manchmal wieder an den Abgrund treten.
- Victor Hugo
Les Miserables
(220)Aktuelle Rezension von: BookartIch habe tatsächlich vor dem Lesen schon ein paar Ausschnitte aus dem Musical "Les Miserables" mit Alfie Boe in der Hauptrolle online gesehen gehabt. Wir haben es dann in der Schule als Lektüre gelesen und auch das Buch hat mir gut gefallen.
Es geht um einen Ex Häftlung der zurück ins Leben findet. Dabei sind Mitgefühl, Großherzigkeit, Schuld, Straftaten und Wiedergutmachung Themen der Geschichte.
Achtung, ich habe eine andere Ausgabe als die oben genannte gelesen, konnte diese aber bei Lovelybooks nicht finden...Ich kann also nur eine Aussage über folgende Ausgabe machen:
Sprachniveau der CLE International/Klett Ausgabe: A2 mit 1200 Wörtern Textumfang
- Georg Büchner
Dantons Tod
(246)Aktuelle Rezension von: beccarisGeorg Büchners Text kann auch heute noch mit einigem zeitgeschichtlichen Bezug gelesen werden. Die französische Revolution, deren Ursprung auf die massive Staatsverschuldung und die grosse Ungleichheit der Standesgesellschaft Ende des 18. Jahrhunderts zurückzuführen ist, bildet den Hintergrund dieses Dramas. Anhand der Hauptcharaktere Danton und Robespierre schildert Büchner eindrücklich, wohin übersteigerter Idealismus und Fanatismus führen können. Ein paar wenige selbsternannte Vertreter des Volkes – ohne dieses je befragt zu haben – führen die Revolution an, die schnell aus dem Ruder läuft und in einer Schreckensherrschaft und unglaublichem Leid endet. Was die Manipulation der Massen und die daraus entstehende Gruppendynamik bewirken kann, lässt einem erahnen, wie nah Wahnsinn und Tugend sein können. Nicht selten werden dabei Naturereignisse als Argumentationshilfe für demagogische Inhalte missbraucht.
Wenn man die heutige Welt besser verstehen will, sollte man dieses Werk lesen.
- Victor Hugo
Les Misérables - Die Elenden
(54)Aktuelle Rezension von: NeuniDie Elenden ist einer der bekanntesten und besten französischen Romane. Neben einer romantische Liebesgeschichte und einer spannende Abenteuer- und Kriminalgeschichte bietet der Roman ein Panorama der Geschichte und Gesellschaft Frankreichs zwischen der Schlacht von Waterloo 1815 und den Pariser Arbeiteraufständen in den 1830 Jahren. Hugos moralische fundierte Kritik an der sozialen Verhältnissen seine Zeit lässt sich auf das 21 Jahrhundert übertragen.
- Stendhal
Rot und Schwarz
(89)Aktuelle Rezension von: KarenAydinWorum geht es?
Es geht um das Leben und den sozialen Aufstieg des jungen, leidenschaftlichen und stolzen Julien Sorel, der bescheidener Herkunft ist, es aber vom einfachen Hauslehrer in einer kleinen Provinzstadt über das Priesterseminar in Besançon bis in den Palast eines einflussreichen Marquis in Paris schafft. Bestimmend in seinem Leben ist seine fatale Liebe zu der sozial über ihm stehenden, älteren und verheirateten Madame de Rênal.
Kritik
Wow! Ich habe etwas gezögert, ob ich wirklich einen 750-Seiten Roman lesen möchte. Nach spätestens zehn Seiten war ich mit in dem fiktiven Provinznest Verrières. Das lag für mich an dem wunderbaren auktorialen Erzähler und an dem ungewöhnlichen Protagonisten, dem leidenschaftlichen Julien Sorel, einem der faszinierendsten Charaktere der Literaturgeschichte. Gegen ihn wirken alle Jane Austen Helden wie brave und spröde Finanzbeamte und selbst Brontes Heathcliff kommt recht nüchtern und pragmatisch daher.
Der Roman spielt zur Zeit der französischen Restauration (1815-1830). Rot und schwarz stehen für die militärische Karriere (die nach der Abdankung Napoleons nicht mehr möglich ist (rot) und die Laufbahn als Priester (schwarz), die eine Zeitlang als einzige Option für ein Fortkommen (räumlich wie sozial) erscheint. Interessant ist, dass Stendhal diesen Roman nach einer wahren Begebenheit geschrieben hat, er wurde inspiriert von einem Mordprozess. Der Roman soll zu Lebzeiten Stendhals keinen großen Erfolg gehabt haben, zählt aber heute zu den französischen Klassikern.
Wir begegnen Julien, wie er mit der Nase in einem Buch steckt und von seinem brutalen und grobschlächtigen Vater gesucht wird, der möchte, dass er im väterlichen Sägewerk arbeitet. Für so grobe körperlichen Tätigkeiten ist er gar nicht geeignet. „Er verabscheute seine Heimat, alles, was er hier sah, lähmte seine Phantasie.“ (37).
Er träumt von einer Karriere im Militär, verehrt Napoleon leidenschaftlich. Und leidenschaftlich ist er in allen Dingen. Er ist impulsiv, idealistisch, neigt zu Extremen, er liebt und hasst, und es scheint kaum etwas dazwischen zu geben, er ist ein Außenseiter, fühlt sich fremd unter den Menschen, gehört nicht zu denen, in deren Kreis er geboren wurde, wird von denen, in deren Kreise er gelangt nie ganz akzeptiert und wird zerrissen von dem Bewusstsein, dass er ihnen intellektuell und moralisch überlegen ist, aber von ihnen aufgrund seiner Herkunft immer als unterlegen betrachtet werden wird. Julien ist ehrlich, authentisch und möchte dem Leser nicht gefallen.
Er ist allein, aber sehnt sich nach einer Freundin, nach Liebe, nach einer authentischen Bindung auf Augenhöhe und kann es nicht glauben, als er sie in der Ehefrau des Monsieurs de Rênal findet – eine Liebe (nach etwas zweifelhaften Anfängen, denn zu Beginn möchte Julien sich eigentlich nur hochschlafen), die eigentlich nicht sein kann, nicht darf, und der er sich immer wieder aufs Neue rückversichern muss. Wow! Was für eine Liebesgeschichte! Oh, was habe ich mit den beiden gelitten! „Die große seelische Krisis änderte von Grund auf die Art des Gefühls, das Julien mit seiner Geliebten verband. Seine Liebe war nicht mehr lediglich Bewunderung ihrer Schönheit und Stolz auf ihren Besitz. Ihr Glück war nunmehr von einer weit höheren Art; die Flamme, die sie verzehrte, schlug mehr und mehr über ihnen zusammen. Sie durchlebten Augenblicke unsinnigsten Taumels. Unbeteiligten hätten sie für glücklicher als je gegolten.“ (168)
Aus moderner Sicht, in der es diese Schranken nicht mehr gibt, in der auch die Religion nicht mehr die bestimmende Rolle spielt (die Frau droht an ihrer Reue und ihrem Schuldempfinden zugrundezugehen), in der auch die Liebe einen anderen Stellenwert hat und auch anders gelebt wird (wer neigt heute noch zu tränenreichen Geständnissen und impulsiven dramatischen Aktionen), alles eher rational und pragmatisch ist, war es einfach für mich so schön, den beiden altmodischen und leidenschaftlich Liebenden zuzusehen. Denn eigentlich ist es ein Roman über die (transgressive) Liebe und die Leidenschaft, die ein Leben ausmachen und zugrunderichten kann. Zugleich über den Ehrgeiz, das Machtstreben und das Verkennen des Glücks, das man in Händen hält. So etwas kann natürlich nicht gut ausgehen – das ist klar. Es gibt keinen Sonnenuntergang, in den die beiden reiten werden. Der Verlauf ist tragisch. Genaueres werde ich dazu nicht verraten. Es bleibt mitreißend– auf allen 750 Seiten. „Ja, nun ist mein Roman eigentlich zu Ende“, dachte er, „und ich allein war meines Glückes Schmied.“ (627).
Also, im ersten Teil hat mich die Liebe zwischen den beiden fasziniert, das Priesterseminar ist wichtig für den Fortgang der Handlung und durchaus interessant, der Klerus kommt nicht besonders gut weg, aber richtig spannend wird es dann in Paris. Nicht nur, weil dort eine zweite Frau ins Spiel kommt. Julien betritt die Kreise, zu denen er immer gehören wollte, doch auch wenn er mitten unter ihnen ist, jedes Wort, das er sagt, wird auf die Goldwaage gelegt, er muss stets auf der Hut sein, er muss stets Acht geben, wer Freund und wer Feind ist, ihm steht es nicht wie den anderen frei, auszusprechen, was er denkt. Ich kann dieses Gefühl der Nichtzugehörigkeit sehr gut nachvollziehen.
Insgesamt: man muss die Romantik mögen, man muss auch den Stil, der aus heutiger Sicht überbordend ist, die Charaktere, die in hohem Maße empfindsam sind, mögen. Moderne Romance wirkt dagegen nüchtern und etwas steril. Wer keinen Funken von Julien in sich trägt, mag den Roman schwülstig und langweilig finden. Bei mir wird er einen besonderen Platz im Regal erhalten.
- Stefan Bollmann
Frauen und Bücher
(82)Aktuelle Rezension von: UlenfluchtFrauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.
Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.
Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.
Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle.
- Stefan Bachmann
Palast der Finsternis
(243)Aktuelle Rezension von: thrill.tasticIn "Palast der Finsternis" werden fünf Jugendliche nach Frankreich geholt, um einen geheimnisvollen unterirdischen Palast zu erforschen und schon zu Beginn habe ich mich gewundert, warum so junge Leute für eine so bahnbrechende Expedition ausgewählt werden. Klar, sie sind alle 16 bzw. 17 Jahre alt und studieren schon sonst was, statt noch zur Highschool zu gehen (🤨) aber trotzdem...
Zum Glück geht es der Protagonistin Anouk genauso wie mir, denn auch ihr kommt das alles komisch vor.
Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und das ist für mich ganz klar der größte Pluspunkt. Ich mag sie sehr, diesen frechen Sarkasmus und Zynismus.
Leider hat mich die Handlung null komma null überzeugt.
Es ging flott zu lesen aber ich finde, dass angesichts der völlig absurden Situation, in der die Figuren sich wiederfinden, viel zu lange nur ganz kleine Informationsbrocken hingeworfen werden, ohne dass auch wirklich mal was aufgeklärt wird.
Zwar kommt am Ende alles zusammen aber mir war es zu albern und zu weit hergeholt.
Ich hätte so gerne noch etwas Schauriges zu Halloween empfohlen aber zu 3⭐ kann ich mich nicht durchringen, 2⭐ von mir. - Alexander Graf von Schönburg
Weltgeschichte to go
(36)Aktuelle Rezension von: LidenDatum: 03.02.2024
Geschichte und ich .. ja, das ist eine Sache für sich. In der Schule fand ich es gähnend langweilig und aufmerksam zugehört hab ich nie. Dementsprechend ist mein Aufholbedarf riesig - und ich möchte mich in dem Bereich auch bilden. Nur ist es so, dass ich für das Thema immernoch nicht brenne.
Bedeutet: Die Lektüre muss unterhaltsam geschrieben sein, nicht zu sehr ins Detail gehen und mich nicht mit Fakten erschlagen.
Das Buch ist humorvoll und nicht belehrend geschrieben. Die meisten Themen waren eher langweilig, aber durch die kurzen Kapitel aushaltbar. Für Leute, die eine gewisse „Vorbildung“ in dem Bereich haben, kann ich mir allerdings vorstellen das es ihnen zu oberflächlich beschrieben hast. Besonders lesenswert empfand ich die kurze, knackige Zusammenfassung am Ende eines Kapitels.
Ich musste öfters das Handy zücken um bestimmte Worte nachzuschlagen, aber das hat den Lesefluss nicht gestört (und mich gebildet xD)
(Das Vorwort allerdings hätte sich der Autor sparen können, das war langweilig)
Fazit: Solide 3 Sterne. Ich habe einiges gelernt aber musste mich auch durch einige Kapitel quälen.
- Patricia Carlyle
Mit einem Lächeln im Sturm
(14)Aktuelle Rezension von: JazzyMeine Meinung:
Die Französische Revolution trifft auf Powerfrau und Charme eines tapferen Mannes.
Catherine und Christopher könnten nicht unterschiedlicher sein. Bis sich ihre Wege eines Tages kreuzen und sie sich unter gewissen Umständen besser kennen lernen. Christopher ist fasziniert von Catherine und beschützt sie immer wieder. Catherine braucht ihre Zeit um sich klar zu werden, was sie eigentlich in ihrem Leben möchte. Leider kommt die Französische Revolution dazwischen.
Während sich Christopher und Catherine näher kommen, werden sie auch schon wieder auseinandergerissen. Vieles scheint anders zu sein, als es zunächst aussieht und Catherine entwickelt sich in ihrer Persönlichkeit wirklich weiter.
Das besondere für mich an dem Roman war, dass mir die Figuren wirklich sehr im Gedächtnis hängengeblieben sind und die Geschichte mich nicht so schnell losgelassen hat. Ich lese viele Bücher, die mir auch gefallen und bei denen ich ganz klar sage, dass war prima, aber diese Geschichte und die Figuren haben mich wirklich sehr angesprochen.
Fazit:
Ein historischer Roman mit spannenden Themen, eine tolle umgesetzte Liebesgeschichte, an die ich noch so manches Mal denke und eine gute Portion Humor. Ich werde dieses Buch sicherlich noch öfters lesen. Alle zehn Daumen nach oben!
- Annabelle Tilly
Celeste - Zwischen Himmel und Erde
(32)Aktuelle Rezension von: heidi_59
Celeste zwischen Himmel und Erde
Annabelle Tilly
Paris, 1804
Ganz Paris ist im Freudentaumel und feiert die Krönung von Napoleon Bonaparte .
In den engen Gassen vergnügt sich das einfache Volk an den Vorstellungen der vielen angereisten Gaukler. Die hübsche Seiltänzerin Celeste und ihre Pflegeeltern haben Glück und ergattern noch einen freien Platz in der Nähe des berühmten Louvre. Die atemberaubende Show die Celeste auf dem Hochseil ihrem Publikum bietet , begeistert nicht nur die Menschen in den Gassen . Der Direktor des Pariser Ballett ist hingerissen von ihrer Kunst und engagiert sie für sein Opern Ensemble. Schnell wird Celeste zum Liebling der Stadt und weckt nicht nur die Begierde nach ihren kunstvollen Tanzaufführungen, in der aristokratischen Männerwelt .
Doch Celeste hat nur Augen für den Studenten Viktor von Löwenstein , der bei seinem Onkel im Louvre arbeitet und ganz romantisch um ihre Liebe wirbt .
Bei einem Einbruch im Louvre werden Juwelen aus der Krone Napoleons gestohlen und ein Mann wird erschossen. Zum Entsetzen von Celeste führt die Spur des Raubes in die Tiefen der Katakomben von Paris , direkt zum Mörder ihrer Eltern , den sie nie vergessen hat. Dramatische Ereignisse nehmen ihren Lauf und erschüttern die zart erblühte Liebe .
Dem Autoren Duo Annabelle Tilly ist mit dem Roman
„Celeste zwischen Himmel und Erde“ ein toller Roman über Paris zur Zeit von Napoleon Bonaparte gelungen . Die Französische Revolution ist vorbei , Napoleon lässt sich zum Kaiser krönen und ganz Paris erliegt dem Flair der Krönungsfeier .
Das Paris des 18. Jahrhundert wird wieder lebendig in der zauberhaften Szenerie aus Gauklern in den Gassen die ihre Künste darbieten und Aristokraten die sich im Theater an der Kunst der Balletttänzerinnen berauschen. Der Geruch von gebrannten Mandeln steigt beim Lesen aus den Seiten und es scheint fast ,als wenn von irgendwoher die Musik des Leierkasten ertönt. Der bildhafte Schreibstil sorgt für ein tolles Kopfkino , zusätzlich punktet die schöne Geschichte mit ihrem gelungenen historischen Hintergrund und den gut recherchierten geschichtlichen Fakten .
Ein großer Roman über eine dramatische Liebe in Paris, den Louvre, die Geheimnisse der Katakomben und die blutigen Schatten der Französischen Revolution!
Mir hat „Celeste zwischen Himmel und Erde“ sehr gut gefallen und schöne Lesestunden geschenkt.
Sehr gerne vergebe ich dafür
5 Sterne
und eine absolute Leseempfehlung
@heidi_59
- Alex Capus
Königskinder
(178)Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann... Eigentlich gar nicht so schwer, da wir alle Geschichten lieben, ja, irgendwie von ihnen abhängig sind, besonders denjenigen, die einen guten Ausgang nehmen. Und hier gibt es gleich zwei von ihnen und beide enden so wie es sein soll ...
Die eine findet im Jetzt statt, die andere wird ermöglicht durch einen Ausrutscher im Schnee. Die beiden Protagonisten (Ehepaar) kommen mit ihrem Auto auf einer verschneiten (und gesperrten) Passstraße von selbiger ab und bleiben in der Folge im Schnee stecken. Alles halb so schlimm, könnte man meinen, da der Jaunpass, der das freiburgische Greyerzerland mit dem Simmental im Berner Oberland verbindet, ganzjährig fahrbereit gehalten wird. Man muss halt nur die Nacht überstehen, bis dann irgendwann der Schneepflug kommt …
Da außerdem der Ehemann ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, dürfte es auch in dieser Hinsicht nur eine Frage der Zeit sein, bis Rettung naht. Allerdings sind beide etwas niggelig unterwegs. Und so ergibt sich im weiteren Verlauf nicht nur eine höchst amüsant zu lesende Dialogabfolge, die man kaum als Streit bezeichnen kann, sondern auch eine (erzählte) Liebesgeschichte, die, obwohl von mancherlei Hürden verbaut, doch so leichtfüßig daherkommt, dass man geneigt ist, sich einfach mal so hineinfallen zu lassen. Ohne große Anstrengung, ohne den Wunsch, das Größeres passiert.
Obwohl doch so einiges in dieser anrührig erzählten Geschichte passiert. Neben der Französischen Revolution 1789 und der ersten Ballonfahrt durch die Brüder Montgolfier (etwas früher, 1783), bricht, ebenfalls 1783, ein Vulkan in Island aus, der nicht nur in Europa, sondern auf der gesamten nördlichen Halbkugel Missernten und damit einhergehende Hungersnöte zur Folge hat – und hier eine „aktuelle“ Zuschreibung erhält: „Nie hatte sich auf Erden, seit die Menschheit in Ostafrika aus einer Affenart hervorgegangen war, ein schlimmerer Fall von Luftverschmutzung ereignet.“
Doch in erster Linie ist es eine Liebesgeschichte zwischen einem sprachlich ungeübten Kuhhirten und einer Bauerstocher, die allerdings von ihrem Vater für eine bessere Partie vorgesehen ist. Es kommt, wie es kommen muss. Die „Berührungen“ arten etwas aus, der Hirt flieht zum Militär, was der Verbindung aber keinen Abbruch tut. Schließlich landet er (und etwas später auch seine Marie) im Versailler Schloss, um dort „Schweizer Kühe“ ihrer Bestimmung entsprechend zu versorgen. So ganz nebenbei bekommt man einen launig vermittelten Einblick in das Schlossleben zur Zeit Ludwig XVI.: „Der erste Eindruck, den Jakob vom Schloss hat, ist der eines überwältigenden Gestanks; ein unfassbar scharfer, stechender unerträglicher beißender Ammoniakgeruch, ein Brodem der Verwesung, Moder, Schweinestall und Menschenlatrine – Schloss Versailles stinkt aufs Land hinaus wie ein gigantisches Scheißhaus. Das liegt daran, dass es ein gigantisches Scheißhaus ist. Für die fünftausend Bewohner des Schlosses gibt es nur vier spülbare Klosetts, von denen zwei seit Jahrzehnten außer Betrieb sind und ein drittes für die königliche Familie reserviert ist […].“ Das mag zu Einstimmung und für einen ersten Eindruck reichen.
Eine Geschichte wie ein laues Sommerlüftchen – und genauso sollte man sie genießen.
(.9.7.2024)
- Isabel Allende
Die Insel unter dem Meer
(137)Aktuelle Rezension von: Joxanna„Die Insel unter dem Meer“ überzeugt durch Isabel Allendes gewohnt guten, bildhaften Schreibstil und erzählt die mitreißende Lebensgeschichte einer Sklavin vor dem Hintergrund der Französischen Revolution und der Befreiung von Saint-Domingue (heutiges Haiti). Die vielen verschachtelten Zusammenhänge machen den Roman inhaltlich reich, wirken stellenweise jedoch langatmig, sodass man sich zeitweise durch die Handlung kämpfen muss. Insgesamt ist die Geschichte in sich abgeschlossen und bietet sehr interessante sowie erschreckende Einblicke in die historische Realität der Sklaverei und die grausamen Bedingungen auf den Zuckerplantagen.
- Jeanette Limbeck
Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre
(27)Aktuelle Rezension von: Stephanie_RuhNach dem Massaker auf dem Marsfeld 1791 lernt Éléonore den Jakobiner Robespierre kennen. Er bekommt Unterschlupf bei ihren Eltern und sofort ist da eine Verbindung zwischen ihnen. Hat ihre Liebe in diesen unruhigen Zeiten eine Chance?
Das Cover zeigt das Porträt von Éléonore Duplay in Schwarz-Weiß, gerahmt in Rot, der Titel "Die Farben der Revolution" in Blau, die restliche Schrift in Weiß, wodurch die französische Flagge vertreten ist. Subtil und dadurch sehr stimmig.
Jeanette Limbeck habe ich auf einer Lesung kennengelernt und das Buch hat mich sofort interessiert. Sowohl die Entstehungsgeschichte als auch das Buch an sich haben mich angesprochen. Das Buch ist so gut recherchiert, dass man sich vorstellen könnte, so könnte es gewesen sein. Eine von vielen tragischen Geschichten, die in der Zeit der französischen Revolution so oder ähnlich stattgefunden haben. Man sollte ein gutes Namensgedächtnis haben, da sehr viele, natürlich hauptsächlich historische, Persönlichkeiten im Buch erwähnt werden oder zu Wort kommen. Und Französischkenntnisse sind auch von Vorteil, wenn man nicht permanent ins Glossar blättern will. Sehr gerne würde ich mir die beiden Porträts im Pariser Musée Carnavalet live anschauen, das kommt auf meine Bucketlist. Danke, Jeanette Limbeck! - Loel Zwecker
Vom Anfang bis heute
(19)Aktuelle Rezension von: WolfhoundLoel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten.
Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen.
Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.
Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten.
Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.
Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat
- Oliver Bowden
Assassin's Creed - Unity
(14)Aktuelle Rezension von: SchiebeliniIch bin großer Fan der ersten Jahre Assassin's Creed. Ab Teil 3 (der Teil in Amerika) nahm die Begeisterung aber ab. Unitiy habe ich demnach selbst nie gespielt, ich weiß aber grob, was passiert. Außerdem ist dieser Teil derjenige, der mich noch am ehesten interessiert, da es hier ja während der französischen Revolution spielt.
Da kam mir das Buch zum Spiel doch passend. Ich kann mich ganz auf die Geschichte konzentrieren, ohne wieder 20 Aussichtstürme hochzuklettern. Es gibt aber mehrere Dinge, die man hierbei beachten sollte: 1. Man liest zu großen Teilen aus der Sicht von Élise, nicht von Arno. 2. Die erste Hälfte des Bandes hat (meines Wissens nach) nichts mit dem Spiel zu tun, sondern stellt eine eigene Geschichte rund um Élise dar. 3. Wer das Spiel nicht gespielt hat oder sich zumindest grob über dessen Handlung informiert hat, steht hier auf verlorenem Posten.
Der Reihe nach. Statt der Hauptfigur des Spiels Arno zu folgen, lesen wir hier aus der Sicht von Élise, die im Spiel ja auch ihre Rolle hat. Das fand ich per se eigentlich eine tolle Idee. So kann die Geschichte des Spiels noch einmal aus einer anderen Sicht bereichert werden. Vor allem arbeitet die gesamte erste Hälfte des Romans mit einer neuen Geschichte, einer Backstory zu Élise (soweit ich weiß, ich hab das Spiel ja nicht gespielt). Das fand ich richtig gut. Die Geschichte der etwas anders denkenden Templerin, die ganz andere Ideen für den Orden hat als ihr Vater, ist spannend erzählt und führt sie auf ein richtig cooles Abenteuer, was mich sogar dafür belohnt hat, AC III und Black Flag gespielt zu haben, da auch Figuren aus diesen beiden Spielen eine Rolle spielen (nicht persönlich, aber sie werden mehrfach erwähnt). Man erkennt sehr gut, wie Élise sich über diese Zeit hinweg entwickelt.
Arno spielt zu dieser Zeit überhaupt keine Rolle, er kommt erst wieder mehr zum Tragen, als die Handlung des Buches an die des Spieles anschließt. Und von da an geht es für mich doch deutlich bergab. Für Élise zählen eigentlich nur noch Rachegedanken, ohne, dass diese irgendwo hinführen. Die Begegnungen mit Arno sind sehr sporadisch und da wir ihn in der ersten Hälfte auch nie gesehen haben, wirkt die Liebesbeziehungen zwischen beiden sehr unwirklich. Ab hier merkt man auch stark, dass man absolut verloren ist, wenn man das zugehörige Spiel nicht gespielt hat. Arnos Entwicklung zum Assassinen, seine eigene Reise, all das bekommt Élise ja gar nicht richtig mit. Dementsprechend wirkt ein großer Kampf für Arno, der gegen einen ehemaligen Freund kämpfen muss, irgendwie sehr emotionsbefreit. Diesen Freund haben wir als Élise nur zweimal gesehen. Wir kennen die Beziehung zwischen ihm und Arno nicht, wir waren nicht dabei.
Ein weiteres Problem ist die ab da sehr staccato-mäßige Erzählung. Da man offenbar nicht genug zu erzählen hatte, was Élise während der Ereignisse des Spiels angestellt hat, passiert eine kurze Begegnung mit Arno nach der anderen. Witzigerweise habe ich dabei erkannt, dass sogar Szenen weggelassen oder gekürzt wurden. Bei einer Szene hatte ich das Gefühl, dass ein Badass-Moment nur für den Moment aufgenommen wurde, alles darum herum aber nicht (es fehlen mehrere Sätze, die Élise selbst in dieser Szene im Spiel ausspricht). Zudem ist die französische Revolution nur schmückendes Beiwerk, was häufig nur nebenbei erzählt wird, aber nicht wirklich in Élise' Schicksal oder Geschichte eingewoben.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass hier viele tolle Ideen vorkommen: Nicht aus der Sicht von Arno, sondern von Élise zu schreiben gehört dazu, ebenso die wirklich spannende und eindrucksvolle Geschichte, die sie vor der Handlung des Spiels erlebt. Alles andere ist nur mäßig umgesetzt. Als Nichtspieler dieses Spiels bin ich häufig verwirrt, als kompletter Nichtspieler müsste ich tatsächlich auch raten, wer Assassinen und Templer eigentlich sind. Élise bekommt zu wenig zu tun, Arno sehen wir so gut wie nie und irgendwie wirkt die zweite Hälfte sehr lieblos hingeklatscht.
Da mir aber die erste Hälfte so gefallen hat, hier mein Vorschlag für alle Interessierten: Lest das Buch bis zu dem Punkt, an dem sich Arno und Élise auf dieser einen Party treffen, auf der Arno zu Unrecht beschuldigt wird. Damit hat man eine schöne Verbindung zu dem Spiel und weiß etwas mehr über Élise. Vielleicht kann ich die Geschichte der zweiten Hälfte etwas mehr würdigen, wenn ich das Spiel irgendwann mal doch gespielt habe. Aber unabhängig davon kann ich nur gerade noch so 3 Sterne vergeben.
- Sibylle Baillon
Die Lichter des Sturms
(19)Aktuelle Rezension von: Jule003auch Teil 3 steht seinen 2 Vorgängern in nichts nach (man kann ihn aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen beiden Bände lesen)
man fühlt sich richtig in die damalige Zeit hineinversetzt - und es ist einfach alles drin, was es für einen guten historischen Roman braucht: Liebe, Spannung, gut recherchierte Fakten, mitreißend und interessant geschrieben
- Christina Geiselhart
Die Bluthunde von Paris
(27)Aktuelle Rezension von: jackdeckWir haben das Jahr 1774, als Philippine Sanson das Licht der Welt erblickte. Doch die Schönheit, die ihr Gott gab, brachte ihr nicht. Den ihr verkrüppelter Fuß, ihr Umfeld und die grausamen Dinge, die in ihrer Kindheit geschehen sind, scheinen die Hoffnung auf eine besser Zukunft nicht zu ermöglichen. Aufstände im Landesinnern, Krieg und Hunger, bestimmen den Alttag des kleinen Mädchens in ihrer Kindheit und Jugend. Ihr Vater, ein gefürchteter Folterer, ihr Onkel der berühmte Henker von Paris und ihre Mutter, eine Hure und Mörderin, als das zerstörte dennoch nicht ihre Edle Seele.
Das Cover passt, zu diesem historischen Roman. Es hat etwas Düsteres, geheimnisvolle und Vintage mäßiges an sich. Passend dazu, die Schreibweise des Titels, dass sich in dem Buch immer wieder verteilt.
Die Schreibweise des Buches leicht und fließend. Es hat viele sehr spannende Szenen, aber auch sehr brutale, die das Herz schneller schlagen lässt. Autorin Christina weiß, wie sie ihre Leser in den Bann zieht und an das Buch fessel. So ist es in 3 Teilen aufgeteilt. Es beschreibt so nicht nur das Leben während der Revolution des 17. Jahrhundert, sondern auch das Leben davor und danach.
Das Leben von Philippine ist wahrhaft nicht einfach und sie musste als Kind schon viel Leid über sich ergehen. Doch man spürt, dass sie einen starken und liebenswerten Charakter hat und im inneren nie ihre Edle Seele hergibt. Von der Geschichte bin ich sehr fasziniert, den es beschreibt schonungslos und ehrlich, das grausame Leben während der Französischen Revolution.
Selber habe ich mich nie mit solch ein Thema beschäftigt und finde es erschreckend, wie das Leben vor vielen Jahren gewesen sein sollte. Irgendwie hat man während des Lebens immer wieder das Gefühl, als sei man selber mittendrin. Nur die Liebesgeschichte, zwischen den zwei Hauptprotagonisten weist kleine Schwächen auf. Den ich finde sie etwas lang gezogen und das Hin und Her mit den zwei, ist etwas zu viel des guten. Empfehlen kann ich euch die Geschichte mit 4 Sternen - Gerd Koenen
Die Farbe Rot
(6)Aktuelle Rezension von: WedmaFür dieses Werk konnte ich mich leider absolut nicht begeistern. Der Anfang war toll, also wollte ich mir das Ganze näher anschauen, aber je weiter ich las, desto übler wurde mir dabei zumute. Die anfängliche Begeisterung verflog spätestens nach den ersten vierhundert Seiten. Dort wurde neutral, dann aber eher abwertend berichtet. Sobald es um Russland und seine Geschichte ging, wurde der Ton zunehmend abschätzig herablassend. Ich gewann leider immer mehr den Eindruck, dass der werte Autor weder Kommunismus im Allgemeinen noch Russland im Besonderen mag.
Je weiter ich las, desto eher ich bereit war, dem Rezensenten aus der 1-Stern-Abteilung bei amazon recht zu geben, der meinte: „Dieser Schreiberling des Kapitels ist lebenslang seiner antikommunistischen Linie treu geblieben. Es ist schon auffällig u. zudem lächerlich das vor allem ehemalige Mitglieder der K-Gruppen, die übrigens schon immer antisowjetisch agierten, heute in der BRD zu den großen Erklärern des Weltkommunismus stilisiert werden. Koenen, Schlögel, Schroeder oder ein Posener kippten früher ihren Müll auf die Sowjetunion und heute sicher nicht zufällig auf Russland.......“
Diese anti-Einstellung des Autors konnte ich deutlich wahrnehmen, im weiteren Verlauf irritierte sie mich unsäglich. Wäre ihm etwas am Thema, am Land insg. gelegen, hätte er einen anderen Ton angeschlagen und Mittel und Wege gefunden, das Ganze nicht so grässlich darzustellen.
Für Laien schaut Koenen wie ein Kenner aus. In der Sache liegt er oft richtig. Bloß seine Interpretationen sind leider eher fragwürdiger Natur. Zudem fehlten mir leider die Quellen als Beleg manch seiner steilen Thesen, Darstellungen wichtiger Momente blieben auf dem Hörensagen Niveau. Bei einem guten Sachbuch sind einwandfreie Quellenangaben aber unerlässlich.
Mir waren die Inhalte nicht neu. An mehreren Stellen entstand der Eindruck, dass der werte Autor bloß an der Oberfläche gekratzt hatte. Oft musste ich feststellen: Da sind nur die Eisbergspitzen, auf die er die Aufmerksamkeit der Leser fokussiert hatte. Aber warum brachte er ausgerechnet das? Und dann noch auf diese abwertende Art und Weise? Das Scheußlichste geht vor, war wohl die Devise. Oft genug krallte er sich an eine einzelne Quelle, an die Meinung nur eines Autors, der z.B. das Geschehen an der Südfront 1918 schilderte, und natürlich war es das Grässlichste, was da zu finden war. Zudem war der Text oft so staubtrocken, dass ich mich da förmlich durchbeißen musste. Ich habe gehofft, dass es vllt später besser wird. Fehlanzeige.
Weshalb schreibt man dann ein Werk, indem Russland eine große Rolle spielt und die restlichen achthundert Seiten Gegenstand der Ausführungen ist, wenn man so negativ dem gegenüber eingestellt ist, was man schreibt? Ist es eine Art Racheakt?, a lá: Ich erzähle rus. Geschichte, aber so widerwärtig, dass einem die Haare zu Berge stehen, damit die Russen so bescheiden, milde gesagt, in der Öffentlichkeit stehen. Denn klar ist: Derjenige, der die Geschichte erzählt, hat auch die Deutungshoheit, zumindest im Rahmen seines Buches. Und es wird womöglich Leute geben, die dieser Darstellung Glauben schenken werden, da der werte Autor sich als Kenner russischer Geschichte anschickt.
In dem Sinne ist dieses Werk eine klare anti-russische und anti-Kommunistische Meinungsmache, anders gesagt: Propaganda. Und diese ist, wie wohl bekannt, ein Machtinstrument. Funktioniert bloß nur, solange man sie nicht als solche erkennen kann.
Fazit: Wer gern anti-kommunistische, bzw. anti-russische Schriften liest, ist hier goldrichtig. Eine grässliche, einseitige Darstellung in schwarzen Tönen, abschätzig dargeboten, die noch Ihresgleichen sucht.
Ansonsten muss man es sich nicht antun. Zu dem Thema habe ich schon bessere Bücher gelesen. Zu den Anfängen von Kommunismus schreibt sehr gut Jürgen Neffe in „Marx. Der Unvollendete“. Es gibt auch andere Werke zur rus. Geschichte. Ohne die Rachegelüste und/oder ähnl. Allüren.
Mehr als zwei Sterne kann ich hier leider nicht vergeben.
- Kristy Cambron
Wo die Hoffnung blüht
(15)Aktuelle Rezension von: AMCLiestZur Einstimmung auf meinen Urlaub an der Loire habe ich mir diesen historischen Roman gekauft und habe ihn sofort ausgelesen, weil er so spannend war. ihr
Die Geschichte handelt von drei Frauen, Ellie, ihrer Großmutter Viola und Aveline, und spielt in verschiedenen Zeitebenen, in der Moderne, der Resistance und zu Beginn der französischen Revolution. Jede Frau ist auf ihre Weise stark, unabhängig und neugierig und begegnet an der Loire, in der Nähe eines verwunschenen Schlosses ihrem Schicksal.
Als die Amerikanerin Ellie von ihrer demenzkranken Großmutter Viola verstörende Erzählungen hört, macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, die sie im Loiretal versucht, zu finden. Trotz ihrem mangelhaften Französisch findet sie mit Hilfen eines Iren das Weingut, das in der Nähe einer Schlossruine liegt und ihr einziges Bestreben ist es, das Schloss zu sehen, von dem sie sich mehr über die Geschichte ihrer Großmutter erhofft.
Zu Beginn der französischen Revolution möchte die schöne Aveline ihren Verlobten Philippe eben auf diesem Schloss heiraten. Als dieses von einer wütenden Menge erstürmt und sie verletzt wird, erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite.
Die Engländerin Viola flüchtet vor den Nazis in ein verfallenes Schloss und trifft dort auf einen jungen Franzosen, der für die Résistance arbeitet und arbeitet bald mit ihm zusammen, in Erwartung der Alliierten.
Wie diese drei Frauenschicksale zusammenhängen, und wer der heutige Besitzer des geheimnisvollen Schlosses ist, das hat Kristy Cambron wundervoll und spannend bis zur letzten Seite mit leichter, eleganter Feder erzählt, sodass es ein Vergnügen ist, den Roman zu lesen (und hoffentlich bald selbst die Loire, die Weingüter und die berühmten Schlösser zu sehen!)























