Bücher mit dem Tag "französische revolution"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "französische revolution" gekennzeichnet haben.

227 Bücher

  1. Cover des Buches Die Chroniken des Magnus Bane (ISBN: 9783401508191)
    Cassandra Clare

    Die Chroniken des Magnus Bane

     (735)
    Aktuelle Rezension von: Ulf_Schlau

    Das Buch erzählt die Hintergrund Geschichte des Hexenmeisters Magnus Bane der in der Hauptreihe von City of Bones sehr beliebt wurde. Diesmal erfährt man etwas mehr über den glamourösen Hexenmeister und seine Freunde und Bekannten und sieht ihn in einem ganz anderen Licht.

    Ich finde es auch toll das das Buch aus seiner Sicht geschrieben ist und finde es ein sehr gelungenes Werk was ich nur weiter empfehlen kann.


  2. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783446260092)
    Alex Capus

    Königskinder

     (169)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Eingeschneit mitten auf dem Jaunpass, übernachten im Auto ist angesagt. Als Zeitvertreib erzählt Max seiner Frau Tina eine Geschichte aus der Gegend, aus der Zeit Ende des 18. Jahrhunderts.

    Interessant ist das switschen zwischen der erzählten Geschichte und den Dialogen von Tina und Max. Als Leser wird man ungeduldig wie es denn nun weitergeht mit dem Kuhirten aus den Greyerzerland, am Hof der französischen Prinzessin - nämlich dann wenn Tina im Auto wieder teils berechtigte, teils nervenden Einwände an der Geschichte ausmacht, dann möchte man zurück zu Jakob und seinen Kühen, zur kühlen Prinzessin, zum stinkenden Königshof. 

  3. Cover des Buches Die Elenden - Les Misérables (ISBN: 9783491961692)
    Victor Hugo

    Die Elenden - Les Misérables

     (200)
    Aktuelle Rezension von: Libertine

    Ein Mann wird zu einer Strafe von vier Jahren verurteilt, weil er Brot geklaut hat und dabei eine Scheibe eingeschlagen hat. Das Leben als Galeerensträfling ist hart – mehrmals versucht der Mann namens Jean Valjean zu fliehen und wird erwischt. Aus den vier Jahren wird eine Haftstrafe von insgesamt 19 Jahren.

    Doch auch nachdem Valjean seine Strafe verbüßt hat, ist er kein freier Mann. Er muss sich an jedem Ort melden, an den er kommt. Seine Papiere brandmarken ihn als gefährlichen Ex-Sträfling. Trotz des Geldes, das er mühsam auf den Galeeren gespart hat, findet er keine Unterkunft und niemand, der ihm etwas zu Essen verkaufen möchte. Erst als er an das Haus des Bischofs Myriel von Digne gelangt, den Valjean durch seine sparsame Lebensweise nicht als solchen erkennt, bekommt er Essen und einen Schlafplatz. Doch Jean Valjean weiß, dass er wieder in die Welt hinaus muss und beschließt, das wenige Silber im Haus des Bischofs zu stehlen.

    Valjean, der sein Glück mittlerweile kennen müsste, wenn er versuchte, eine Straftat zu begehen, wird erwischt und wieder in das Haus des Bischofs gebracht. Doch Myriel von Digne reagiert auf Valjeans Diebstahl auf eine Art, die Valjeans gesamtes Leben verändern wird.

    »Gegen die Frauen und gegen die Armen, auf denen das Unrecht der Gesellschaft am schwersten lastete, war er stets nachsichtig. ›Die Sünden der Frauen, der Kinder, der Bedienten, der Schwachen, der Elenden und der Unwissenden‹, sagte er, ›sind immer die Schuld der Männer, der Eltern, der Brotgeber, der Starken, Reichen und Wissenden.‹«

    Jean Valjean ist einer von jenen, nach denen dieser Roman benannt ist: ›Les Misérables‹ – ›Die Elenden‹. Menschen, die nicht das Glück haben, in ein wohlhabendes Haus geboren zu sein, sondern mit den erdenklich schlechtesten Startbedingungen auf diese Welt kommen, die keine sichere ist. Jean Valjean ist in diesem Strudel, der ihn weiter hinab reißt. Er stahl Brot, wurde zum Sträfling und damit zu einem von der Gesellschaft ausgeschlossenen. Als ein solcher stiehlt er nicht mehr nur Brot, sondern Silber.

    »Wenn die Seele in Dunkelheit schmachtet, ist sie der Sünde zugänglich. Nicht der ist schuldig, der die Sünde begeht, sondern der die Finsternis erzeugt hat.«

    hnlich ergeht es den anderen Figuren in Victor Hugos Roman ›Les Misérables‹. Der jungen und schönen Fantine, der frechen und mutigen Eponine, dem kleinen Gavroche. Victor Hugo gelingt es, eine Welt um diese zu erschaffen, die berührt und in der ›die Elenden‹ in all ihrer Menschlichkeit sichtbar werden. Er zeigt sie verstrickt in ihre sozialen Umstände, die sie einengen und denen sie immer wieder bereit sind, etwas Leben abzutrotzen.

    Die Zeit, in der der Roman ›Les Misérables‹ ist eine, in der sich ein Umbruch ankündigen will. 1815 setzen die Geschehnisse ein und begleiten die Figuren bis 1832.

    »Es war schwer, sich einen herabgekommeneren Menschen als diesen vorzustellen. Er war von mittlerem Wuchse, stämmig, und bei Kräften. Sein Alter hätte man mit sechsundvierzig oder achtundvierzig Jahren angeben können.«

    Obwohl mehr als eineinhalb Jahrhunderte vergangen sind, seitdem Hugo diesen Roman veröffentlicht hat, sind die Kämpfe der Protagonisten nicht verstaubt. Er lädt den Leser ein, diese ›Elenden‹ bei dem Versuch zu begleiten, über sich hinauszuwachsen, in einer Zeit, die von Hunger und Armut geprägt war. Eine definitive Leseempfehlung!

  4. Cover des Buches Les Misérables - Die Elenden (ISBN: 9783730600429)
    Victor Hugo

    Les Misérables - Die Elenden

     (41)
    Aktuelle Rezension von: DallingerAlois

    Ein Buch - das ich jeden empfehlen würde. Es ist eine Gesichte die uns in die Vergangenheit in Frankreich vor Augen bringt mit all den Wirren und Ungerechtigkeiten. Menschlichkeit gepaart mit Unmenschlichkeit- Verrat, Verbrechen und eine Mütterliche Selbstaufgabe die kaum zu ertragen ist. 

    Ich bin begeistert und hab es mindestens schon 4 mal gelesen und bekomme nicht genug davon. Auch die Verfilmung und das Musical dazu kann ich empfehlen. 

    5 Sterne von Herzen

  5. Cover des Buches Die Töchter des Sturms (ISBN: 9783958249462)
    Sibylle Baillon

    Die Töchter des Sturms

     (38)
    Aktuelle Rezension von: alexandra_bartek


    Eigene Meinung:


    Sibylle Baillon entführt uns mit diesem Roman in das 18. Jahrhundert. Es regiert dort in einigen Schichten die Armut. Diese Schichten kämpfen alle um das Überleben. So auch die Familie Coltin. Die Eltern von Marianne, Madeleine und Jeanne, beschließen ihre Töchter in die Obhut von etwas „besser“ gestellten Schichten zu geben. 


    Marianne wird als Gesellschaftsdame für ein reiches verwöhntes Mädchen angestellt, und lernt somit das leben der „reichen“ kennen. Sie geniest dadurch den Vorteil, lesen und schreiben zu erlernen. Bei den beiwohnen der Besuche der Salons lernt sie in diesen Kreisen auch einen Soldaten kenne, ihren späteren Ehemann.


    Madeleine wird zu einer Schneiderin gebracht, die für die „reichen“ und für die französiche Königin als Haus- und Hofschneiderin tätig ist, unter anderem auch für einige andere königliche Häuser. Sie lernt dort ebenfalls das schreiben und lesen. Jedoch wird hierbei klar das es anders ist als bei Marianne. 


    Jeanne hat es am härtersten getroffen. Sie kommt in eine Krämer Familie. Der Hausherr verspricht ihr einiges, jedoch verlangt er auch eine Gegenleistung. Jeanne hält dies nicht aus und läuft weg. Sie lernt Clair kennen die sich ihrer annimmt und eine Art Mutterersatz für sie wird. Jeanne lässt sich von ihrer Situation nicht unterbuttern und sucht sich eine Anstellung. Sie bekommt diese auch und trägt einen Bauchladen um etwas zum Leben beisteuern zu können.


    Sibylle Baillon schafft es Drei Geschichten von den Mädchen so zu erzählen, das man mit ihnen leidet, gerade Jeanne um die e in diesem Band am meisten geht, ist mir als Leserin sehr ans Herz gewachsen. Sie ist einfallsreich und eine Kämpferin.


    Das Spiel wie sich die Schwestern immer wieder sehe ohne es zu merken oder gar zu wissen, hat mich als Leserin oft schmunzeln oder innerlich rufen lassen „Nein wie kann das sein!“.  Aber auch spannend zu lesen wie die Autorin es geschafft hat dies so durchzuziehen. 


    Was den Leser somit jedes mal beschäfftigt ist die Frag, werden es die Schwestern jemals wieder schaffen zu einander zu finden?


    Welche rolle genau spielt Napoleon in der Geschichte? Den Jeanne ganz zu Anfang als jungen Mann kennen lernt der gerade die Kadettenschule abgeschlossen hat.


    Ich gebe für diesen Historisch spannenden Roman 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung an alle historischen Fans. 

  6. Cover des Buches Frauen und Bücher (ISBN: 9783442749805)
    Stefan Bollmann

    Frauen und Bücher

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Frauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.

    Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.

    Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.

    Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle. 

  7. Cover des Buches Die Bluthunde von Paris (ISBN: 9783737553322)
    Christina Geiselhart

    Die Bluthunde von Paris

     (27)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    Wir haben das Jahr 1774, als Philippine Sanson das Licht der Welt erblickte. Doch die Schönheit, die ihr Gott gab, brachte ihr nicht. Den ihr verkrüppelter Fuß, ihr Umfeld und die grausamen Dinge, die in ihrer Kindheit geschehen sind, scheinen die Hoffnung auf eine besser Zukunft nicht zu ermöglichen. Aufstände im Landesinnern, Krieg und Hunger, bestimmen den Alttag des kleinen Mädchens in ihrer Kindheit und Jugend. Ihr Vater, ein gefürchteter Folterer, ihr Onkel der berühmte Henker von Paris und ihre Mutter, eine Hure und Mörderin, als das zerstörte dennoch nicht ihre Edle Seele.

    Das Cover passt, zu diesem historischen Roman. Es hat etwas Düsteres, geheimnisvolle und Vintage mäßiges an sich. Passend dazu, die Schreibweise des Titels, dass sich in dem Buch immer wieder verteilt.

    Die Schreibweise des Buches leicht und fließend. Es hat viele sehr spannende Szenen, aber auch sehr brutale, die das Herz schneller schlagen lässt. Autorin Christina weiß, wie sie ihre Leser in den Bann zieht und an das Buch fessel. So ist es in 3 Teilen aufgeteilt. Es beschreibt so nicht nur das Leben während der Revolution des 17. Jahrhundert, sondern auch das Leben davor und danach.

    Das Leben von Philippine ist wahrhaft nicht einfach und sie musste als Kind schon viel Leid über sich ergehen. Doch man spürt, dass sie einen starken und liebenswerten Charakter hat und im inneren nie ihre Edle Seele hergibt. Von der Geschichte bin ich sehr fasziniert, den es beschreibt schonungslos und ehrlich, das grausame Leben während der Französischen Revolution.

    Selber habe ich mich nie mit solch ein Thema beschäftigt und finde es erschreckend, wie das Leben vor vielen Jahren gewesen sein sollte. Irgendwie hat man während des Lebens immer wieder das Gefühl, als sei man selber mittendrin. Nur die Liebesgeschichte, zwischen den zwei Hauptprotagonisten weist kleine Schwächen auf. Den ich finde sie etwas lang gezogen und das Hin und Her mit den zwei, ist etwas zu viel des guten. Empfehlen kann ich euch die Geschichte mit 4 Sternen
  8. Cover des Buches Judassohn (ISBN: 9783426637708)
    Markus Heitz

    Judassohn

     (320)
    Aktuelle Rezension von: Michelly

    Band zwei der Judas-Reihe von Markus Heitz kann sich durchaus sehen lassen, ist für mich aber ein wenig schwächer als Band eins (4/5 Sternen).

    Die Geschichte ist durchweg spannend und sehr interessant und es gibt Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Mir war lange Zeit nicht klar, wie der Autor die verschiedenen Handlungsstränge denn letztendlich in eine Geschichte verflechten möchte, was durchaus die Spannung zusätzlich erhöhte. Dennoch war mir die Auflösung ein wenig zu abgehoben, damit musste ich mich erst einmal auseinander setzen und darüber nachdenken, was denn nun genau passiert ist. Da ist für mich der Knick in der Geschichte und daher auch der leichte Punkteabzug im Vergleich zum Vorgänger. Zudem geht es in dem Buch (leider) kaum um Sia, sondern wir reisen in deren Vergangenheit und lernen viel über die Umstände dazu. Das ist natürlich nicht negativ in dem Sinne, der Klappentext lies jedoch eine ganz andere Geschichte vermuten.

    Ich werde natürlich trotzdem den dritten Band lesen, die Geschichte rund um Sia ist wirklich spannend und gut aufgebaut und für Vampirfans, die es mögen, wenn es ein wenig härter zugeht, durchaus zu empfehlen. 

  9. Cover des Buches Das barmherzige Fallbeil (ISBN: 9783734104169)
    Fred Vargas

    Das barmherzige Fallbeil

     (91)
    Aktuelle Rezension von: roxfour
    Dieses Buch kann man sehr gut lesen ohne die vorangegangenen Bände zu kennen. 

    Die Story hat mir sehr gut gefallen, der Schreibstil ist fesselnd und abwechslungsreich. Am besten herausgearbeitet fand ich die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten in der Brigade, da bin ich gespannt wie es in der Zukunft weitergehen wird, da hier Konflikte schwelen.
  10. Cover des Buches Die Freiheit, frei zu sein (ISBN: 9783423146517)
    Hannah Arendt

    Die Freiheit, frei zu sein

     (28)
    Aktuelle Rezension von: ManjaEls

    Was ist Freiheit und was bedeutet sie uns`? Woher kommt der Begriff der „Revolution“ und wie unterscheidet sich dieser von dessen heutiger Wahrnehmung?

    In einem, mit 40 Seiten recht knappem, Essay beleuchtet Arendt mit ihrer typischen interdisziplinären und reflektierten Art das Thema der politischen Freiheit. Durch die historische Nachzeichnung der Begriffsherkunft und Parallelen zu verschiedenen Revolutionen und Freiheitsdiskursen gelingt ihr so eine lesenswerte Abhandlung des Themas.

     Dies ist natürlich kein Buch, welches man einfach so zwischendurch von vorn bis hinten durchliest, es bedarf Reflektion und Zeit, sich vertieft damit auseinanderzusetzen. Mit dem interessanten Nachwort vom Philosophen Thomas Meyer ist hier allerdings ein Werk erschienen, welches auch heute noch aktuell ist und für das sich der „Denkaufwand“ lohnt!

    Nur diejenigen, die die Freiheit von Not kennen, wissen die Freiheit von Furcht in ihrer vollen Bedeutung zu schätzen, und nur diejenigen, die von beidem frei sind, von Not wie von Furcht, sind in der Lage, eine Leidenschaft für die öffentliche Freiheit zu empfinden. (S. 26)
  11. Cover des Buches Das Collier der Königin (ISBN: 9783453425286)
    Beate Maxian

    Das Collier der Königin

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Beate Maxian hat mit ihrem neuen Roman eine Geschichte geschrieben, der in zwei Zeitebenen und zwei Ländern spielt. 

    Der historische Handlungsstrang spielt im revolutionären Frankreich von 1794 und der andere im Österreich der Gegenwart. Verbunden werden die beiden Handlungsstränge durch ein Collier, das seit Langem im Besitz von Leas Familie ist. Die Herkunft des Schmuckstückes, das Lea von ihrer Tante Gloria nun erhält, ist geheimnisumwittert. Zum einen weiß niemand so recht, wann es in den Familienbesitz geraten ist, und zum anderen wird es, der Überlieferung nach, immer nur an die Erstgeborene der Familie vererbt.  

    Grund genug für Lea, die in ihrem Beruf unglücklich ist, die Herkunft zu erforschen. Gemeinsam mit Elias, dem Patensohn von Tante Gloria und Historiker, reist sie nach Paris und heftet sich auf die Spuren des Colliers. In Paris entdecken sie, dass Isabelle Blanc, die Tochter des Goldschmiedes, der das Schmuckstück angefertigt hat, von einem Revolutionär ein Neugeborenes in die Hand gedrückt bekommen hat... 

    Wie das Baby und das Collier zusammenhängen, lest bitte selbst. 

    Meine Meinung: 

    Der historische Handlungsstrang hat mir sehr gut gefallen, ranken sich doch um das Schicksal der Kinder der geköpften Königin Marie Antoinette zahlreiche Legenden. Das einzige, die Revolution und die Schreckensherrschaft überlebende Kind, Marie Thérèse Charlotte (1778-1851), besser bekannt als Madame Royale, spielt in diesem Teil der Geschichte eine nicht unwesentliche Rolle im Hintergrund.  

    Der Handlungsstrang der Gegenwart ist stellenweise hervorsehbar. Das macht aber nichts, denn wir dürfen die Entwicklung von Lea von einer unzufriedenen Versicherungsangestellten zu einer selbstbewussten jungen Frau, der es gelingt durch ihr einnehmendes Wesen die Versöhnung zwischen ihrer Mutter und deren Schwester Gloria, herbeizuführen, die sich nach einem Streit in jungen Jahren lange nicht mehr gesehen haben.   

    Geschickt verknüpft die Autoren die historischen Fakten rund um Madame Royale mit der fiktiven Geschichte um das ebenso fiktive Collier. Das wird im Nachwort erklärt. Interessant wäre, den weiteren Weg des Colliers von Isabelle Blanc bis hin zu Gloria weiterzuverfolgen, liegen doch immerhin zwei Weltkriege dazwischen. 

    Als Wienerin kenne ich natürlich die Straßen und Gassen, in denen Lea und Elias nach Antworten suchen. Die Orte in Paris, die die beiden aufsuchen sind so gut beschrieben, dass man meinen könnte, selbst dabeigewesen zu sein.  

    Fazit:

    Diesem flüssig geschriebenen Roman, der mich auf zwei Zeitebenen nach Wien in der Gegenwart und nach Paris zur Zeit der Französischen Revolution geführt hat, gebe ich gerne 5 Sterne. 

  12. Cover des Buches The Bane Chronicles (ISBN: 9781406360585)
    Cassandra Clare

    The Bane Chronicles

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    MAGNUS!!!!

    Er ist die absolut beste Buchperson, die es gibt! Und es gibt viele echt gute! Okee, vielleicht ist er nur unter den TopThree - aber das nur, weil es echt viel zu viel Auswahl gibt.

    Nun ja... Endlich wird mal etwas mehr Licht in Magnus sonst nicht ganz so durchschaubaren Charakter gebracht. Er ist zwar immer sehr ehrlich, doch verstehen tut man ihn nicht immer. Ich kenne ihn schon aus The Mortal Instruments und mag ihn da schon total - am liebsten zusammen mit Alec. Und das war ein großes Problem für dieses Buch! Ich war auf jede andere Person, die er auch nur ansatzweise im romantischem Sinne mochte, eifersüchtig, da diese Personen nicht Alec waren. Glücklicherweise waren es nicht allzu viele.

    Zum Thema Licht in seinen Charakter bringen: Seine verletzliche und sensible Seite wird viel mehr offenbart (da ja auch aus seiner Sicht geschrieben wird) und man merkt, dass er zwar schon ein echt cooler Typ ist und sehr sarkastisch und selbstbewusst und das nicht nur spielt, aber er braucht eben auch mal jemanden, der ihn beschützt - und den findet er in den letzten Kapiteln in Alec🤍 Die beiden sind so unglaublich süß zusammen - ich kann nicht genug bekommen!

    Weil man für all diese vereinte Eigenschaften, kombiniert mit seinem einzigartigen Stil, keine Worte finden kann, nenne ich das jetzt einfach magnushaft! Es gibt niemanden sonst wie ihn und wird es auch nie geben!

    Es gab zwischendurch Parts, die fand ich leider etwas öde, da sie sich zogen - aber es ist schon krass, wo er in der Weltgeschichte alles mitgemischt hat.

    Ich wurde sowieso in The Mortal Instruments auf viele von seinen Memoarien schon neugierig, da er sie immer mit Augenverdrehern oder Seufzern erzählte - und das will bei ihm was heißen.

    Außerdem gibt es viele lustige Fakten über bekannte Personen, denn ein ewig lebender Hexenmeister kommt viel rum und kennt fast alles und jeden - ob er will oder nicht! Zum Beispiel Raphael Santiago; es gibt ein Kapitel namens Saving Raphael Santiago und dieses gefiel mir sehr gut, denn so konnte man sogar ein wenig hinter Raphaels Fassade blicken - unfassbar witziges Kapitel!

    Aber am besten waren natürlich die Kapitel mit Alec!!❤


  13. Cover des Buches Das wilde Kind (ISBN: 9783423140652)
    T. C. Boyle

    Das wilde Kind

     (128)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Ende des 18. Jahrhunderts entdecken ein paar Männer in einem Wald in Südfrankreich eine Kreatur, die sie vorerst nicht einzuordnen vermögen. Handelt es sich um ein Tier oder einen Menschen? Der Wilde wird nach längeren Versuchen gefangen und später in eine Taubstummenanstalt gesteckt. Psychologen und Ärzte versuchen Victor, wie sie ihn nennen, zu zivilisieren. Sie merken bald, dass der Junge mangelhafte geistige Fähigkeiten hat, sind sich aber nicht einig, ob diese biologischen oder kulturellen Ursprungs sind. Victors Verhaltensweisen stellen die Fachleute immer wieder vor neue Rätsel. Er ist nur beschränkt fähig, Dinge nachzuahmen oder zu kommunizieren, leidet häufig unter Wutanfällen und kann nicht sozialisiert werden. Er ist gegenüber anderen Menschen gleichgültig und verweigert jegliche Anpassung. Der junge Chefarzt, Jean Itard, muss schliesslich zugeben, dass er gescheitert ist. Victor muss sein Leben lang betreut werden.

    Eine bewegende Geschichte ohne sentimentale Verklärung, die die pädagogischen Betrachtungsweisen der damaligen Zeit beleuchtet und bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

    Sprachlich sehr nüchtern und sachlich, kurz, prägnant und mit grosser Ausdruckskraft ist diese Erzählung leicht zu lesen.


    Eine Person fand diese Informationen hilfreich


  14. Cover des Buches Die Rose des Herzogs (ISBN: 9783426520222)
    Marita Spang

    Die Rose des Herzogs

     (40)
    Aktuelle Rezension von: TanjaJahnke

    1841. Wir treffen auf die Greisin Charlotte, die in Angesicht ihres baldigen Ablebens ihr Leben noch einmal Revue passieren lässt. So erleben wir an ihrer Seite den Zeitraum 1786 bis 1804; Jahre der Flucht, Angst, Krieges, Entbehrungen, Abschiede und Verlustes. Aber auch Jahre des Glücks, der Liebe und Hoffnung.
    Charlottes Leben war turbulent und geprägt von Hofart, der französischen Revolution und den daraus resultierenden Folgen für den einstmaligen französischen Adel.

    Marita Spang kredenzt eine Geschichte voller Bilder und Emotionen. Mehr als einmal standen mir die Haare zu Berge. Ich habe mehrfach mit Charlotte geweint, habe mit Louis-Antoine seinen Großvater und den Krieg verflucht, habe gelitten, getrauert, aber mich ebenso mit ihnen gefreut.
    Auch wenn mir bewusst war welche dramatisches Leben Louis-Antoine hatte, habe ich gefiebert und (auch gegen jede Vernunft) auf ein kleines Wunder gehofft.
    Eine wirklich eindrucksvolle Geschichte, die mich in ihren Bann zog und auch in meine Träume verfolgte.

    Man durchlebt an Charlottes Seite die wesentlichen Stationen ihres Lebens und blicken zuweilen auch anderen Figuren über die Schulter. Dabei vergehen zwischen den einzelnen Stationen auch mal einige Wochen, Monate oder sogar Jahre. Wobei die übersprungene Zeit adäquat in den Erinnerungen der Figuren zusammengefasst oder in Form von Briefen wiedergegeben wird und keinerlei Lücken entstehen und zugleich unnötige Längen vermieden werden.

    Kurz gesagt ein Buch, dass mich wirklich begeistert hat und ich jedem wärmstens ans Herz legen möchte.

    5 von 5 Rosen

  15. Cover des Buches Feuer und Sturm: Historischer Roman (ISBN: B07L1ZDNK1)
    Sibylle Baillon

    Feuer und Sturm: Historischer Roman

     (20)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77

    Nachdem die Schwestern Jeanne, Marianne und Madeleine viele Jahre getrennt waren, haben sie sich nun endlich wiedergefunden. Gemeinsam wohnen sie bei Madame Bertin, die vor den Revolutionären nach England floh. Paris steht ganz im Zeichen der Schreckensherrschaft von Robespierre. Täglich werden zahlreiche Menschen hingerichtet. Die Gefängnisse sind voll und die Angst vor Denunziationen groß.

    Doch die gemeinsame Zeit dauert nicht lange an. Als erste macht sich Marianne heimlich ohne das Wissen ihrer Schwestern auf den Weg nach Cholet zu ihren Eltern. Gerade in der Gegend toben kriegerische Auseinandersetzungen der revolutionären Truppen und den Royalisten. Marianne begibt sich auf eine waghalsige Reise. Auch wenn sie ihre Eltern seit über zehn Jahre nicht gesehen hat, treibt Marianne die Ungewissheit, was aus ihnen geworden ist, fort aus Paris.

    Madeleine wird aufgrund ihrer Tätigkeit bei der Schneiderin der Königin mit ihrer Kollegin Louisa verhaftet und ins Gefängnis gebracht. Jeanne bleibt mit Madeleines Baby allein zurück. Für die kleine Janmy findet Jeanne schnell eine Amme, doch über den verbleib von Madeleine kann sie nichts in Erfahrung bringen. Als Jeanne das Haus von Madame Bertin verlassen muss, verhilft ihr ein glücklicher Zufall zu einer Anstellung bei dem berühmten Maler Louis David, der auch in politischen Dingen mitmischt. Er bewahrt Jeanne vor dem Elend in den Straße Paris.

    Jeder der drei Schwestern ist wieder auf sich allein gestellt und trifft auf Menschen, die ihnen mal mehr, mal weniger wohlgesinnt sind. Doch eine Eigenschaft eint sie, der Wille zu Überleben.


    Wie schon im ersten Teil, trennen sich auch in der Fortsetzung die Wege der Schwestern gleich zu Beginn. Die älteste, Marianne, nimmt große Gefahren auf sich, um herauszufinden, was aus ihren Eltern und dem Hof geworden ist. Zu Hause angekommen, erwartet sie eine Überraschung. Sie kann nicht bleiben und schließt sich einer royalistischen Armeetruppe an. Aus nächster Nähe erlebt sie die gnadenlosen Kämpfe und gerät dabei mehrmals selbst in Lebensgefahr. Während diesen bedrohlichen Umständen entdeckt Marianne ihre Leidenschaft zu einem Mann. Doch wie lange kann eine Liebe den Krieg ausschließen?

    Madeleine sitzt ohne Verhandlung im Gefängnis und bekommt dort hautnah zu spüren, wie wahllos Menschen zur Guillotine geführt werden. Jeden Abend, wenn die Namenslisten verlesen werden, erwartet sie ihren Namen zu hören. So sehr sich Jeanne auch bemüht, herauszufinden, wo Madeleine sich befindet, kann sie ihre Schwester nicht ausfindig machen. Glücklicherweise hat Jeanne die Anstellung beim Maler Davis im Louvre bekommen. Denn täglich nimmt das Elend auf den Pariser Straßen zu. Als Jeanne beobachtet, wie Kinder angesprochen und mitgenommen werden, erwacht ihr Misstrauen. Jeanne macht sich mit ihren Nachforschungen keine Freunde. Auch Jeannes Liebesbeziehung zu Camille wird durch die Trennung auf eine harte Probe gestellt.

    Viele historische Themen und Personen dieser Zeit, finden ihren Platz im Roman. Die Geschichte beleuchtet auch unbekanntere Ereignisse der Revolution genauer. Das macht für mich den Reiz dieser Erzählung aus, weil sie versucht so lebensnah wie möglich das Leben von damals wiederzugeben. Als Leser habe ich den Eindruck direkt dabei zu sein. Der Roman ist spannend geschrieben, sodass man sich nur ungern beim Lesen unterbrechen lässt. Der Autorin ist ein authentisches Porträt dieser Zeit gelungen und ihre drei Protagonistinnen schlagen sich jede auf ihre Weise durch. Unerschrockene, pragmatische Frauen, deren Weg ich als Leserin mit Neugier begleite. Das Schicksal der drei Frauen bleibt ungewiss. Ich bin gespannt, welche Herausforderungen die Schwestern in der Fortsetzung meistern müssen.

  16. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  17. Cover des Buches Faust (ISBN: 9783406611384)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust

     (3.375)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    Wolfgang von Goethe’s Buch «Faust» gehört zu den grossen Klassikern der Weltliteratur. Anfang hatte ich grosse Schwierigkeiten zu lesen, da alles in Reimen und Metaphern geschrieben ist. Deshalb brauchte ich lange die ganze Handlung zu verstehen. Weil es ein Theaterstück ist, wo es nicht schlimm ist, dass es sich alles reimt, weil es beim Zuhören nicht so stört, muss man vielleicht beim Lesen darüber hinwegsehen, da mich am Anfang dieser Punkt wirklich genervt hat.

    Es geht um den Gelehrten Heinrich Faust, welcher mit sich unzufrieden ist. Tief deprimiert und lebensmüde geworden, verspricht er dem Teufel Mephisto seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, Faust von seiner Unzufriedenheit und Ruhelosigkeit zu befreien. Mephisto schliesst mit Faust einen Pakt, verwandelt zurück in einem jungen Mann, nimmt ihn auf eine Reise durch die Welt mit und hilft mit der jungen Margarete näher zu kommen. Die junge Dame bringt eine Wendung in die Geschichte.

    «Faust» empfehle ich nur diejenigen, die anspruchsvolle Reime gerne lesen und auch nachvollziehen können.

  18. Cover des Buches Brüder (ISBN: 9783832162269)
    Hilary Mantel

    Brüder

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieses Buch zu bewerten, fällt mir nicht ganz leicht. Ich habe mich so auf diesen Roman gefreut, denn eigentlich ist das Thema genau meins. Ich interessiere mich sehr für König Heinrich VIII und sein Umfeld. Daher würde ich dem Buch inhaltlich auch fünf Sterne geben. 

    Ich mag Historische Romane am liebsten, wenn sie mich mitnehmen in die Zeit. Wenn ich mich zurückversetzt fühlen kann in die Vergangenheit. Wenn ich mit den Charakteren mitfühlen kann. 

    Das war hier leider nicht so. Das Problem ist der Schreibstil. Sehr anspruchsvoll, sehr sachlich irgendwie. Das ist eigentlich kein Kritikpunkt, aber ich persönlich mag es lieber, wenn der Schreibstil ein bisschen flüssiger ist, ein bisschen "umgänglicher". 

    Trotzdem ist es ein sehr gutes Buch, und irgendwann werde ich mich wohl auch an den zweiten Band wagen, da das Thema mich einfach viel zu sehr reizt! 

  19. Cover des Buches Die Lichter des Sturms: Historischer Roman (Die Sturm-Saga - Band 3) (ISBN: B07NPGTK6B)
    Sibylle Baillon

    Die Lichter des Sturms: Historischer Roman (Die Sturm-Saga - Band 3)

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Kemmi1969

    „Die Lichter des  Sturm“ ist der dritte Teil der Sturm-Saga, in der uns Sibylle Baillon in das Ende des 18. Jahrhunderts nach Frankreich entführt. An historisch überlieferten Ereignissen in der französischen Geschichte lässt uns die Autorin am Schicksal dreier Schwestern teilnehmen. Dabei sind die Bände so gestaltet, dass man sie gut einzeln lesen kann. Allerdings bilden sie gemeinsam ein absolut lesenswertes Ganzes.

    Dreh- und Angelpunkt dieser Saga sind die drei Schwestern Marianne, Madeleine und Jeanne Cotin, die sich in Paris im Jahr 1794 mal alleine und mal gemeinsam behaupten müssen. Dabei hat keine von ihnen das Glück gepachtet. Sie haben mit der allgemeinen Armut, der gesellschaftlichen Stellung, den Auswirkungen des Krieges und auch mit der Liebe zu kämpfen. Sibylle Baillon erzählt auf spannende und mitfühlende Art und Weise, wie jede der drei Schwestern mit ihrem Schicksal umgeht und mal mehr oder weniger damit zurecht kommt.

    Richtig schön gelungen finde ich die Aufzählung der wichtigsten Romanfiguren am Ende jedes einzelnen Buches. Hier wird der Leser abschließend darüber aufgeklärt, welche historische Persönlichkeit wirklich existiert hat und welche der dichterischen Freiheit der Autorin entsprungen sind.

  20. Cover des Buches Das Blut der Lilie (ISBN: 9783492274494)
    Jennifer Donnelly

    Das Blut der Lilie

     (115)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks

    Ich hätte nie damit gerechnet, dass sich in diesem Buch eine Art Zeitreise-Geschichte verbirgt, eingewebt in eine sehr musikalische Atmosphäre, was mir persönlich sehr gut gefiel. Das Buch hat mich echt total überrascht und fasziniert. Wieder ein Punkt, weshalb ich Jennifer Donnelly als Autorin sehr liebe.

  21. Cover des Buches Friedhof der Unschuldigen (ISBN: 9783423143974)
    Andrew Miller

    Friedhof der Unschuldigen

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Catherine_Bouvier

    Es hätte ein einzigartiger Roman werden können. Die Umsiedlung der Toten des Friedhofs der Unschuldigen in Paris Ende des 18. Jahrhunderts. In einer Zeit, in der Aberglaube auf Aufklärung trifft. Leider bleiben die Figuren eindimensional und wenig eingängig. Das Sittengemälde von Paris ist gelungen, wenn auch mit kleinen historischen Ungenauigkeiten wie der Verwendung von Desinfektionsmittel und der Bezeichnung Droschke für Kutsche (Droschke wurde im Berliner Raum verwendet). Der Schreibstil ist teils sehr langatmig und dadurch ermüdend.

  22. Cover des Buches Eine Geschichte zweier Städte (ISBN: 9783730605875)
    Charles Dickens

    Eine Geschichte zweier Städte

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Elbe1092

    Einfach nur tragisch und so voller Leben . 

  23. Cover des Buches Eine Idee vom Glück (ISBN: B074QL9W5L)
    Christina Geiselhart

    Eine Idee vom Glück

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Tamilein
    Klappentext
    Es fing so vielversprechend an, damals im Juli 1789: Camille Demoulins ruft im Park des Palais Royale zum Sturm auf die Bastille. Befreiung vom Joch des Absolutismus, Abschaffung der Todesstrafe, Pressefreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Das Glück ist eine neue Idee in Europa!“, ruft Saint-Just und begeistert damit Volk und Intellektuelle. Doch innerhalb von zwei Jahren versinkt die Idee in einem blutigen Sumpf aus Hass und Fanatismus. „Setzen wir den Terror auf die Tagesordnung!“, verkündet Konventionsmitglied Barère und die Köpfe rollen. Inmitten dieses blutigen Wahnsinns kämpfen zwei Frauen um die Rettung der Idee und der Liebe. Todesmutig macht sich Charlotte Corday auf einen gefährlichen Weg und ersticht den blutrünstigen Hetzer Jean-Paul Marat in seiner Badewanne. Getrieben von ihrer großen Liebe zu Saint-Just setzt Louise Gellé ihren Ruf, ihre gesellschaftliche Sicherheit aufs Spiel und verlässt ihren Ehemann, um dem Geliebten nach Paris zu folgen. Sie träumt von einer gemeinsamen Zukunft, doch die zeichnet sich bald als so schockierend ab, dass sie unmenschliche Kraft braucht, um zu überleben.


    Das Cover
    Das Cover passt perfekt zu dem anderen historischen Roman Die Bluthunde von Paris, was sich im Bücherregal auf jeden Fall positiv hervorhebt. Insgesamt ein sehr zurückhaltendes Cover, das einen kleinen Einblick auf den Inhalt des Romans gewährt. Auch in diesem Roman ist die Umbruchstimmung, die in Paris zu dieser Zeit herrscht, deutlich im Cover zu sehen. Auch verträumte Blicke sind zu entdecken. Man darf gespannt auf den Inhalt sein.


    Meine Meinung
    Das nenne ich mal einen dicken Schinken. So ein dickes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen und ich muss gestehen, dass ich mich zeitweise durch einige Passagen "durchquälen" musste.
    Auch in diesem Roman geht es um Protagonisten, die während der Revolution in Paris agieren. Schon im vorhergegangenen Roman Die Bluthunde von Paris beschäftigte sich die Autorin mit dieser Thematik und hat diese wirklich toll umgesetzt. Eine ausgezeichnete Recherchearbeit war mir bereits im Vorgänger-Roman aufgefallen. Diese lässt sich auch hier besonders vermerken. Auch in diesem Roman beherrscht Gewalt, Brutalität und die Revolution die Pariser und ihre Gassen und Straßen. Doch die Liebe soll auch in diesem Roman nicht zu kurz kommen. Allerdings konnte ich mich mit den Protagonisten besser anfreunden. Nicht, dass ich ihr Handeln weniger verurteilen würde. Ich konnte sie nur besser verstehen, was dem Ganzen eher zuträglich ist.
    Der Adel steht hier im Fokus des Romans. Es wird geschildert, wie dieser die Revolution wahrnahm und vor allem wie er handelte.
    Die Autorin stellt hohe Anforderungen an die Leser ihres Romans. Ein gewisses Interesse an der beschriebenen Zeit muss vorhanden sein, sonst kann man sich das Buch sparen. Das Buch ist ein richtiger Schinken, ein dickes Ding. Ich habe mich zeitweise da durch gequält, weil mir das Durchhaltevermögen fehlte. Es handelt sich hier um einen historischen Roman, der mit guter Recherche, einer brutalen Zeit und einem flüssigen Schreibstil besticht. Die Länge des Romans ist der Fülle an Informationen geschuldet. Weglassen würde ich an dieser Stelle nichts, aber ich rate dem Leser viel Zeit mitzubringen.
  24. Cover des Buches Eine Geschichte aus zwei Städten (ISBN: 9783849609726)
    Charles Dickens

    Eine Geschichte aus zwei Städten

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Azalee
    Es war nicht der erste Dickens, den ich gelesen habe, aber der erste seit langer Zeit und in einer "richtigen" Übersetzung für Erwachsene (die Weihnachtsgeschichte und Oliver Twist habe ich vor wahrscheinlich zehn Jahren in einer extra Ausgabe für Kinder gelesen).

    SCHREIBSTIL:

    Zu Beginn fiel es mit etwas schwer in die Handlung hineinzufinden, weil die Sätze teilweise recht verschachtelt waren. Dickens Beschreibungen sind genau passend, es sind keine ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen, aber dennoch kann man sich die Atmosphäre und die Personen gut vorstellen. Das Buch ist aus der Perspektive eine allwissenden Erzählers geschrieben, dadurch hat der Leser Einblick in mehrere Personen. Zudem kommentiert er das Geschehen immer wieder.

    HANDLUNG:
    Wir befinden uns in England und in Frankreich, vor, während und nach der Französischen Revolution. Es dauert nach einem packenden Anfang, in dem Lucie Manette und ihr Vater nach vielen Jahren wieder vereinigt werden,  wieder einige Zeit bis die Handlung an Fahrt aufnimmt, der Leser kann in der Zeit die Vorbereitungen bis zur Revolution mitverfolgen. Erst nach der Revolution nimmt das Schicksal der Figuren seinen Lauf, Charles Darnay, dem Ehemann von Lucie Manette, soll auf durch die Hand der "Frau Guillotine" sterben, seine Ehefrau und vor allem ihr Vater versuchen das mit allen Mitteln zu verhindern.

    FIGUREN:
    Dickens stellt in seinem Werk eine Vielzahl der unterschiedlichsten Figuren vor. Angesichts der Fülle an Figuren ist es nicht verwunderlich, dass die meisten sich auf einen oder einige wenige Charakterzüge beschränken. Genauso wenig wird geschildert, wie sichd die Gefühle tatsächlich entwickeln (hier hatte ich anhand der Beschreibung mehr erwartet, auch das Cover der Insel-Ausgabe täuscht den Anschein einer Romanze vor), stattdessen werden sie dem Leser meist einfach "serviert". Für den Roman ist das ausreichend und bietet dem Leser die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Motive kennenzulernen.
    Da sind einerseits die "Engländer", die mit den Folgen der Französischen Revolution zu kämpfen haben. Sie sind alle mehr oder weniger gut ausgearbeitet, irgendwie mochte ich Jerry ja recht gern (auch wenn er seine Ehefrau alles andere als gut behandelt, aber ich fand seine Figur recht witzig und auch den Sinneswandel, den er im Laufe der Zeit vollzieht gut geschildert).
    Lucie Manette steht im Mittelpunkt, sie wird von einem ganzen Haufen Männer umsorgt und umschwärmt. Ihnen allen kommt sie mit viele Güte und Liebe entgegen.
    Ihr Vater, der Arzt und Schuhmacher ist von einer düsteren Vergangenheit geprägt, immer wieder scheint diese durch. Er würde, genauso wie alle anderen Männer, wahrscheinlich alles für Lucie tun.
    Sydney Carton schließlich gibt alles - sein Leben. Man merkt durchaus seine Verzweiflung über sein scheinbar sinnloses Dasein und wie er sich im Laufe der Zeit wandelt.
    Auch die Motive der Franzosen sind meist klar, ihre Lebensumstände werden auch hinreichend geschildert. Auf das bekannte (und fälschlicherweise) Marie Antoinette zugeschriebene "Wenn das Volk kein Brot hat, sollen sie doch Kuchen essen" warten wir vergeblich. Stattdessen soll das Volk gar mit Gras abgespeist werden - der arme Kerl in Dickens Werk, der das gesagt hat, wird daür glatt als einer der ersten geopfert. Schon das zeigt durchaus, wie hart das einfache Volk damals leben musste und macht auch die Ankläge Charles Darnays bis zu einem gewissen Grad verständlich.

    FAZIT:

    Dickens schafft hier ein Werk über die Französische Revolution. Wer leichte Lektüre für nebenbei erwartet, ist hier falsch, stattdessen lassen seine Beschreibungen durchaus ab und zu einen herben Beigeschmack zurück. Er überzeugt mit einer Fülle an Figuren, die alle ihre eigenen Motive haben. Allzu tief ausgearbeitet sind sie nicht, das ist angesichts der Tatsache, dass jeder einmal im Mittelpunkt stehen soll, auch gar nicht so stark möglich (es sei denn er hätte nochmal fünfhundert Seiten drangeklatscht - ob er dann allerdings, gerade auch in seiner Zeit - noch so viele Leser gefunden hätte, ist fraglich).

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks