Bücher mit dem Tag "frauenbewegung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "frauenbewegung" gekennzeichnet haben.

175 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.264)
    Aktuelle Rezension von: Erwin-Reader

    Ganz in der Tradition der "Kingsbridge-Saga" erweckt hier Ken Follett die Zeit um den ersten Weltkrieg zum Leben. An seinen Charakteren "Billy with Jesus", Ethel, Lady Maud, Walter von Ulbrich, Fitz, Grigori und und und ... nimmt man nur zu gerne Anteil. Man fiebert mit ihnen und taucht ganz in ihre ganz persönliche Sichtweise auf das Leben der damaligen Zeit ein.

    Das ist auch der Schwachpunkt, der zu einem Stern Abzug führt bei mir: das detailreiche Ausleuchten der (vielen) Charaktere erfordert viele Seiten und führt so unweigerlich zu einem fast unlesbaren Wälzer.

    Dennoch habe ich jede Seite genossen.

  2. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof (ISBN: 9783548289960)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof

     (311)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Bei diesem historischen Roman fiel mir zuerst das Cover auf. Als dann auch noch der Klappentext interessant klang, war mir klar das ich diesen Roman lesen möchte.


    Und so habe ich mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut. So habe ich voller Interesse mit dem Lesen begonnen und konnte den Reader kaum mehr aus der Hand legen. Denn ich habe es geschafft, das Ebook in einem Rutsch durch zu lesen.


    Es ist flüssig geschrieben, und hat spannende und interessante Stellen die man entdecken kann. Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz. Auch kommen zB romantische Szenen im Roman vor.

    Aber auch die ein oder andere Actionszene kommt auch darin vor.


    Wer gut geschriebene historische Romane mag, sollte sich ihn mal anschauen.

  3. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (238)
    Aktuelle Rezension von: berliness

    Der Aufbau dass zwei Geschichten in zwei Zeiten erst parallel erzählt und dann zusammengeführt werden ist nicht neu, aber hier durch die - man ahnt es ziemlich früh - familiäre Verbindung sehr gut erzählt. Die Enkelin und die ihr unbekannte Vergangenheit ihrer Großmutter.  Die Geschichte der Großmutter als junge Frau wird spannend erzählt und gibt einen guten Einblick in die Zeit im dritten Reich. Die Auflösung ist ebenfalls gut gelungen nur die notwendige, sehr zufällige Begegnung am Anfang der Geschichte finde ich nicht gut gelungen. Das Aufeinandertreffen von Ostfrau und Westmann in der Wendenacht, deren Familien - Achtung Spoiler - sich schon vor dem Krieg kannten ist mir, nun ja, zu zufällig. Da hätte ich mir eine elegantere Lösung gewünscht, obwohl das Leben ja manchmal die verrücktesten Geschichten schreibt. Aber hier im Buch war mir das zu durchsichtig. 

    Die Geschichte ist dann aber sehr gut erzählt, schöne Details, sehr kurzweilig, guter Erzählstil für meinen Geschmack. Gerne mehr von der Autorin!

  4. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

     (379)
    Aktuelle Rezension von: ihkft

    Könnte ich eine Rezension mit nur 100 Wörtern schreiben? Definitiv nicht und das würde dem Roman auch nicht gerecht werden. 

    Die Story ist schnell zusammengefasst: In der nahen Zukunft dürfen Frauen nur noch 100 Wörter pro Tag sprechen. Reglemntiert wird dies über ein Armband, welches die Wörter zählt und bei zu vielen Wörtern durch Stromschläge bestraft.

    Was mich besonders fasziniert hat sind zum einen die Rückblenden, die aufzeigen, wie schnell dieses neue Gesetz eingeführt wurde und zum anderen die Bereitschaft der Menschen, so etwas so schnell und einfach zu akzeptieren. Auch die familiären Schwierigkeiten fand ich spannend: Söhne, die diese falsche Ideologie nur zu leicht annehmen, Töchter, die retadieren und die Sprache völlig verlernen - welche Möglichkeiten hat man als Mutter noch, wenn man mit seinen Kindern nicht sprechen kann? Wie soll eine Beziehung funktionieren, wenn Ehepartner nicht mehr kommunizieren können? 

    Beim Lesen hatte ich ständig diese brodelnde Wut der Machtlosigkeit und Unfassbarkeit in mir, die die Protagonistin sehr gut herüberbringt. 

    Das von einigen bemängelte Ende bzw. die Entwicklung der Story fand ich gar nicht so aprupt oder abwegig. Klar, kam am Ende etwas Drive auf und manches ging nicht so sehr in die Tiefe, aber das hat m.E. der Story keinen Abbruch getan. 

    Ich kann diesen Roman nur jedem empfehlen, der schon Atwoods "Report der Madg" und Aldermanns "Die Gabe" mochte. 

  5. Cover des Buches Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen (ISBN: 9783736315426)
    Evie Dunmore

    Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Annika_85

    Mich hat der Klappentext sofort begeistert und das Buch hat mich nicht enttäuscht. Sehr gut geschrieben, die Charaktere sind super gezeichnet und ich konnte sie mir sofort vorstellen. Das Entstehen der Beziehung zwischen Annabelle und Sebastian zu verfolgen war einfach nur schön.

    Als ich darüber las, welch ein Privileg es damals für eine Frau zu studieren und sie dafür kämpften, dass nach einer Hochzeit nicht ihr Eigentum in den Besitz des Ehemannes übergeht, hat es mich dankbar gemacht, dass damals Frauen (und auch Männer) für die Frauenrechte eingestanden sind.

    Den welches Privileg ist es heute, dass jede Frau und auch jeder Mann alles werden kann, was sie/er möchte. Das ist etwas sehr wertvolles 💝

    Das Buch fiel für mich zum Ende hin etwas ab. Ich hatte durchgehend eine Begeisterung und wollte wissen, wie es weitergeht, aber zum Ende ging für mich die Spannung ein wenig flöten.

  6. Cover des Buches Die Sammlerin der verlorenen Wörter (ISBN: 9783453292635)
    Pip Williams

    Die Sammlerin der verlorenen Wörter

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Oxford, Ende des 19. Jahrhunderts. Esme wächst in einer Welt der Wörter auf. Unter dem Schreibtisch ihres Vaters, der als Lexikograph am ersten Oxford English Dictionary arbeitet, liest sie neugierig heruntergefallene Papiere auf. Nach und nach erkennt sie, was die männlichen Gelehrten oft achtlos verwerfen und nicht in das Wörterbuch aufnehmen: Es sind allesamt Begriffe, die Frauen betreffen. Entschlossen legt Esme ihre eigene Sammlung an, will die Wörter festhalten, die fern der Universität wirklich gesprochen werden. Sie stürzt sich ins Leben, findet Verbündete, entdeckt die Liebe und beginnt für die Rechte der Frauen zu kämpfen.

    Mein Fazit: 


    ich musste abbrechen und habe mich damit sehr schwer getan. 200 Seiten habe ich gelesen und dachte, dass der Roman doch langsam mal ab fahrt aufnehmen müsste. Tat er in meinen Augen aber nicht. Es passiert einfach nichts und ich glaube, dass esmes Geschichte auch in weniger Worten erzählt gewesen wäre. Sie ist so eine zarte und unscheinbare Persönlichkeit, kann sich kaum gegen die männerdomäne durchsetzen, beginnt dann aber hinterrücks Worte zu sammeln, die eher anrüchiger Natur sind. Das war spannend, ging dann aber plätschernd über 100 Seiten so. Ich hab mich nur noch gequält. Leider. Denn sowohl Story als auch Cover sahen so vielversprechend aus. Ich fühle mich wirklich schlecht, weil ich aufgehört habe, aber 200 Seiten müssen genügen, um den Leser zu binden. Der Schreibstil ist gut, der Erzählstil nunmal eher weniger :/ 

  7. Cover des Buches Die Villa an der Elbchaussee (ISBN: 9783746634449)
    Lena Johannson

    Die Villa an der Elbchaussee

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Die Geschichte von Frieda beginnt kurz nach dem ersten Weltkrieg, was ich an sich schon spannend finde. Eine schwierige und spannende Zeit! Zudem spielt die Geschichte in Hamburg, und es geht um Kakao und Schokolade. Also schon drei Gründe, die dieses Buch für mich interessant machten! :-)
    Ich hatte dann auch tatsächlich sehr viel Freude mit dem Buch und habe Frieda und ihre Familie/Freunde sehr gerne begleitet. Die Charaktere konnten mich alle überzeugen; ich hatte von allen ein gutes Bild vor Augen. Auch die Zeit nach dem ersten Weltkrieg und das Kriegstrauma, das Friedas Bruder Hans durchlebt, wurden sehr glaubhaft dargestellt.
    Ich bin jetzt sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird und freue mich darauf, die Charaktere bald "wiederzusehen"!

  8. Cover des Buches Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen (ISBN: 9783959670845)
    Margot Shetterly

    Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Auf das Buch Hidden Figures bin ich aufmerksam geworden, weil ich zuvor den gleichnamigen Film gesehen habe. Ich mag die Schauspielerin Oktavia Spencer unheimlich gerne und ich fand den Film großartig. Von daher wollte ich natürlich auch das Buch lesen.
    Die Autorin Margot Lee Shetterly hat sehr gut recherchiert, soweit ich das beurteilen kann. Es gab unheimlich viel zu erfahren, langweilig wurde es keineswegs. Allerdings ist es als Sachbuch bzw. als biografisches Sachbuch mit dem Film weniger vergleichbar, da natürlich im Buch viel Augenmerk auf Daten gelegt wurde. So etwas ist filmisch selbstverständlich zweitrangig bzw. weniger sachlich dargestellt.
    Ich mochte beides und kann das Buch jedem empfehlen, der ergänzend etwas über die Geschichte erfahren möchte.

  9. Cover des Buches Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1) (ISBN: 9783864931901)
    Henrike Engel

    Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1)

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Kann „Die Hafenärztin“ mit der „Hafenschwester“ mithalten? Dies war die Frage, die ich mir lange gestellt habe und was mich zuerst davon abgehalten hat, das Buch lesen zu wollen. Ich bin bekanntermaßen ein Fan der Reihe um die Hafenschwester Marthe von Melanie Metzenthin. Zwar liegt der Schwerpunkt von der Hafenärztin Anne Fitzpatrick eher auf den Kriminalfällen, doch leider war der Auftakt der neuen Saga erst ab der Mitte so richtig spannend und mitreißend.

    Henrike Engel hat zweifellos mit Anne Fitzpatrick eine beeindruckende Persönlichkeit geschaffen, welche mir sehr gefällt und die auch über weite Strecken gut agiert. Ihr Gegenpart ist der Kommissar Berthold Rheydt. Dieser hat sowohl Frau als auch Sohn verloren und widmet seine ganze Kraft dem Verbrechen und seiner Leidenschaft dem Fußball. Als Dritte im Bunde spielt die Pfarrerstochter Helene Curtius eine entscheidende Rolle. Sie kämpft für mehr Selbstbestimmung, findet die Hauswirtschaftsschule überflüssig und würde viel lieber Lehrerin werden.

    In der ersten Hälfte des Romans plätschert die Geschichte ein wenig dahin, es war interessant zu lesen, aber gepackt hat mich die Geschichte erst in der zweiten Hälfte. Auch die Protagonisten konnte ich in der Mitte des Buches besser fassen. Gerade mit Helene hatte ich am Anfang so meine Schwierigkeiten, da sie mir ein wenig zu naiv und unbedarft war.

    Weitere Themen des Romans sind die Frauenbewegung und die aufkommenden Techniken in der modernen Kriminalistik. Es gibt auch einige sehr interessante Passagen über den Fußball, die ich als Nicht-Fußball-Fan gerne gelesen habe.

    Der Aufbau der Geschichte ist stringent und nur mit kleinen Zeitsprüngen versehen. Die Erzählperspektiven wechseln zwischen den drei Hauptfiguren hin und her, der Fokus liegt aber bei Anne Fitzpatrick.

    Der Erzählstil der Autorin nimmt immer mehr Fahrt auf, bevor es am Ende zu einem Showdown kommt, der meiner Meinung nach etwas überhastet und zu sehr gewollt war. Der Fall war dann auf einmal sehr schnell geklärt. Der Schreibstil ist gut und leicht zu lesen, Dialoge und erzählende Passagen ergänzen sich gut und sorgen für einen angenehmen Lesefluss.

    Insgesamt hat der Roman mit aber gut gefallen, da ich bei Erstlingen bekanntermaßen ein Auge zudrücke und nicht allzu streng bin. Ein Roman für alle die gerne einen historischen Kriminalfall in Hamburg anno Domini 1910 lesen möchten und sich für die Anfänge der Kriminalistik begeistern können. Band 2 „Die Hafenärztin – Ein Leben für das Glück der Kinder“ ist im Mai 2022 erschienen und ich werde die Geschichte weiterverfolgen.

  10. Cover des Buches Das Haus der vergessenen Träume (ISBN: 9783453357150)
    Katherine Webb

    Das Haus der vergessenen Träume

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Charlea

    Das Cover hatte mich sehr an ein Buch einer anderen Autorin erinnert, aber ich vermute, dass das eine Entscheidung des Verlags ist, sämtliche Bücher von Autorinnen sehr ähnlich zu gestalten. Eigentlich war mein erster Gedanke, dass ich kein ähnliches Buch lesen möchte als das, was ich bereits kannte - Gott sei dank war die einzige Ähnlichkeit zwischen den Büchern das Cover.

    Leider muss ich dem Verlag noch einen weiteren Kritikpunkt andichten, den ich jedoch nicht mit Sternen bewerten werde, da die Autorin dafür nichts kann, und zwar geht es um den Titel. Im englischen Original heißt das Buch "The Unseen" und dieser Titel hätte wirklich so fantastisch auch auf deutsch gepasst. Man hätte daraus "Die Unsichtbaren" oder "Die, die keiner jemals sieht" machen können, denn genau darum geht es im Buch - um das Dienstpersonal, das über Jahrhunderte einfach nur existiert, ohne von der Herrschaft beachtet zu werden. Wo "Das Haus der vergessenen Träume" herkommt, ist und wird mir auf ewig schleierhaft bleiben.
    Cat ist schon früh ein Rebell und hat dadurch schon einen hohen Preis bezahlt, bis sie um 1911 herum in die einsame Gegend von Berkshire ziehen muss, um dort bei dem Vikar Albert Canning und dessen Frau zu arbeiten.
    Doch dies ist nicht die einzige Rahmengeschichte - das Buch beginnt in der näheren Vergangenheit, als der Tod eines Soldaten aufgeklärt werden soll.

    Wie beide Geschichten geschickt mit einander verwoben werden, einen genialen Twist am Ende des Buches bewirken, soll jeder Leser selbst erfahren. Ich habe das Buch wirklich in kürzester Zeit schlicht und weg weggeatmet und bin sehr froh, dass ich noch ein weiteres Buch der Autorin auf dem TBR-Stapel liegen habe. Die Schreibe ist herrlich flüssig und die Charaktere plastisch - zum Greifen nah.

  11. Cover des Buches Das Lied des Nordwinds (ISBN: 9783404176434)
    Christine Kabus

    Das Lied des Nordwinds

     (75)
    Aktuelle Rezension von: InaRom

    Stavanger, Norwegen 1905 – Liv

    Die achtzehnjährige Liv ist ein Mädchen aus ärmsten Verhältnissen und wird vom Pfarrer ihres Heimatortes als Dienstmagd zur Familie Treske vermittelt. Pfarrer Nylund ermahnt Liv noch einmal eindringlich, ihre Tochterpflicht zu erfüllen. Damit ist gemeint, dass Liv ihr schwer verdientes Geld wöchentlich an die Mutter, die noch für fünf weitere Kinder und einen kranken Mann Sorge trägt, abzuliefern hat. Livs erster Eindruck vom Lehrer Oddvar Treske ist erschütternd. Gerade als sie sich bei der Familie vorstellen will, versetzt Herr Treske seinem neunjährigen Sohn eine solche Ohrfeige, die den kleinen Elias ins Wanken bringt. Schon nach kurzer Zeit bemerkt Liv, dass der Junge auch von seiner Mutter keine Hilfe zu erwarten hat. Die ängstliche Frau zieht sich mit ihrem kleinen Töchterchen zurück und überlässt Elias der Brutalität und Kälte ihres Mannes. Liv kann dem Treiben ihres Arbeitgebers nach einer gewissen Zeit nicht mehr zuschauen und möchte dem kleinen Jungen, der sie so an ihren verstorbenen Bruder Goran erinnert, helfen. Sie schmiedet einen Plan … 

     

    Schlesien, 1905 – Karoline

    Karoline heiratet glückselig Moritz, den Sohn des Grafen von Blankenburg-Marwitz und lebt auf Schloss Katzbach. Schon bald nach der Eheschließung stellt sich heraus, dass die Grafenfamilie nur hinter dem Geld her war, das Karoline als Mitgift in die Ehe einbrachte. Moritz ist ein Tunichtgut, der keine Verantwortung übernehmen will und sich in der Weltgeschichte herumtreibt. Wie seine hartherzige Mutter scheint er von Karoline keine Notiz nehmen zu wollen. Die junge Gräfin ist allen nur lästig und wird dementsprechend schlecht behandelt. Als Moritz schwer krank wird, zittert die Grafenfamilie um ihren Besitz, denn ohne männlichen Erben würde das Schloss an einen entfernten Verwandten gehen. Karoline wird heimlich Zeugin eines Gesprächs, das ihr fast das Herz bricht, und beginnt zu handeln …

    Ich halte ein Buch mit einem wunderschönen Cover und einer wunderbaren Geschichte in Händen. Die Geschichte spiegelt im Jahre 1905 abwechselnd das Leben von Liv, einem armen Bauernmädchen und Karoline, einer Tochter aus gutem Hause, das durch die Heirat zur Gräfin avancierte. Der Schreibstil ist flüssig und so spannend, dass man am Ende eines Kapitels aufstöhnt, weil man unbedingt gleich wissen will, wie es mit den beiden jungen Frauen weitergeht. Besonders gefallen hat mir der Teil, wie sich Liv um den kleinen Elias kümmert. Immer unter dem Mantel der Angst, dass ihre Liebe, die sie dem kleinen Jungen entgegenbringt, durch eine Unachtsamkeit auffällt. Das hätte ja zur Folge, dass sie ihren Arbeitsplatz verliert und Elias es bei den Treskes noch schwerer gehabt hätte. Auch die Wandlung von Karoline zur starken Frau hat mich sehr beeindruckt. Auch in dieser Geschichte wird immer wieder die Unterdrückung der Frau zur damaligen Zeit angesprochen. Ein großes Lob gebührt der Autorin für ihre tolle Recherche zu den politischen Ereignissen und gut vorstellbaren Beschreibungen der jeweiligen Landschaften. Natürlich gibt es auch hier einen roten Faden, der sich langsam aber stetig und dem Leser sehr willkommen, am Ende der Geschichte zu einem Ganzen zusammenfügt. Das war für mich das erste Mal, dass sich die Fäden nicht nach Jahrzehnten, sondern im gleichen Jahr verbinden. Mir hat es große Freude bereitet, dieses Buch zu lesen. Einen halben Stern Abzug gebe ich nur, weil mir die wiederholten Handlungen, Vorlieben, Kriegsvorbereitungen diverser Kaiser und manche Landschaftsbeschreibungen zu langatmig waren. 4 ½ Sterne. 

  12. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.573)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Dass Klassiker nie einfach zu lesen sind ist mir natürlich klar. Umso schöner, dass Jane Eyre durch gute Lesbarkeit glänzt. Es ist erstaunlich wie ein Buch über fast 200 Jahre auch heute noch vorbehaltlos zugänglich bleibt. Natürlich sind die Dialoge nicht so, wie wir sie heute führen würden und die Rolle der Frau ist, so freiheitsliebend und emanzipiert Jane auch sein möchte, immer den Männern unterlegen. Alles andere wäre auch nicht glaubwürdig. Aber kurz zur Geschichte: Jane Eyre wächst als ungeliebtes Kind bei ihrer Tante auf, wechselt irgendwann in ein puritanisches Pensionat und findet später eine Anstellung als Gouvernante im Hause Edward Rochsters. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Liebe die nicht sein soll. Es passieren Dinge die es den beiden schwer macht zueinander zu finden. Mehr will ich dazu nicht verraten, denn es soll ja auch für alle spannend bleiben.

    Die Figuren sind sehr komplex gezeichnet. Für mich war es schwer Mister Rochester zu mögen, versucht er doch mit Neckereien die m. E. überzogen sind, spöttischem Zynismus und Besitzanspruchsverhalten Jane zu gewinnen. In der damaligen Zeit war es vielleicht die Art Frauenherzen zu erobern. Es fiel mir unwahrscheinlich schwer mich da rein zu versetzen. Auch die Figur des St. John Ist nicht gerade ein Sympant, muss er doch ständig raus kehren wie moralisch er ist und wie er über den Frauen steht. Gut, nun war das so vor 200 Jahren ,umso toller hat mir Jane Eyre imponiert. Was für eine starke Frauenfigur, wenn man bedenkt, wann das Buch geschrieben wurde. Charlotte Brontë muss einen starken Wunsch nach Autonomie gehabt haben. Es scheint als wäre ihr mit diesem Buch ein Blick in die Zukunft gelungen. Die Geschichte ist außerdem unwahrscheinlich packend und spannend. Man will wissen wie es weitergeht und mancher Weg von Jane bekommt durch Zufälle oder Visionen eine Wendung. Ich empfehle das Buch allen die sich mal an Klassiker heran wagen möchten Und natürlich denen die starke, emanzipierte Frauenfiguren lieben. 

  13. Cover des Buches Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt (ISBN: 9783802597404)
    Andrea Schacht

    Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

     (476)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Im Jahr 2125 ist Europa, nun New Europe, NuYu genannt, matriarchalisch geprägt. Kyria, deren Mutter einen hohen Ministerposten einnimmt, ist eine Gendefekte und hat an ihrem 18. Geburtstag schon länger gelebt, als zu erwarten war. Leider verläuft ihr Geburtstag nicht gut, erst erfährt sie, dass sie als Novizin im Tempel aufgenommen werden soll, nicht gerade das, was sie von ihrem weiteren Leben erhoffte, dann wird sie von einer Hornisse gestochen und landet im Heilungshaus. Dort lernt sie Reb kennen, einen Jungen, der ohne Identität im Untergrund lebt – und damit beginnt für Kyria ein Abenteuer, von dem sie nicht erwartet, es zu überleben …

    Ich war sehr auf den Roman gespannt, denn ich bin ein Fan der Autorin, vor allem ihrer in Köln spielenden, historischen Romane. Ziemlich schnell allerdings trat Ernüchterung ein. Der Roman wollte mich so gar nicht packen, ich hatte sehr oft das Gefühl Altbekanntes zu lesen, ich konnte mich nicht so recht mit den Charakteren und auch nicht mit der Welt, die die Autorin entwickelt hat, anfreunden.

    Erzählt wird distanziert und recht emotionslos, und das, obwohl die Autorin Kyria selbst in Ich-Form erzählen lässt. Ein Mädchen, todkrank, aus ihrer gewohnten Welt gerissen, das schnell nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, sollte mehr Emotionen haben – und die möchte ich als Leser auch gerne miterleben können. Mit Reb zankt sie sich ständig, Kyria ist zickig, er ist frech, das soll wohl auflockern und für Humor sorgen, wird aber nach einer gewissen Zeit nervig. Insgesamt sind die Charaktere nicht sehr tiefgehend gezeichnet.

    Ich persönlich finde matriarchalische Gesellschaften interessant. Die Gesellschaft NuYus wurde aus einem bestimmten Grund so aufgebaut, tatsächlich ist sie aber nicht besser als die frühere, die abgelöst und verbessert werden sollte. Interessanterweise lässt Andrea Schacht die Katastrophe, die die Welt verändert, nicht in einer zukünftigen Welt passieren, sondern 1975, wodurch NuYu eher eine Parallelwelt zu unserer ist. Die Gesellschaft der 1970er Jahre bleibt in sogenannten Reservaten bestehen, hier hat sich nichts weiterentwickelt, das empfand ich nicht sehr realistisch, auch die Gesellschaftsform wurde nicht geändert, hier ist die Rollenverteilung altbekannt – und auch bei den Ausgestoßenen, zu denen Reb zählt, ist die Rollenverteilung klar: Frauen kochen und putzen. Ich finde, hier verschenkt Andrea Schacht allerhand, vor allem die Chance, eine Welt zu zeigen, in der Gleichberechtigung herrscht, in der jeder das sein kann, was er möchte (oder zumindest eine Gesellschaft auf dem Weg dorthin).

    Die Geschichte wirkt auf mich recht oberflächlich, hin und wieder auch nicht ganz logisch, z. B., wenn Reb zwar in das Heilungshaus geschafft, dort aber nicht behandelt wird. Dann wieder wirkt sie sehr bemüht jugendlich. Leider ist die Geschichte nicht sehr spannend. Teilweise plätschert sie so dahin, gegen Ende immer mehr, zwischendurch geschehen Dinge zu plötzlich, viele „Überraschungen“ kann der Leser schon vorab ahnen, lediglich die Frage nach dem Warum finde ich interessant. Leider erfährt man in diesem Band nur relativ wenig darüber. Es handelt sich hier um einen Zweiteiler, d. h., Antworten bekommt man erst im Abschlussband. Und tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mich auf die Auflösung neugierig zu machen und so werde ich die Fortsetzung vielleicht noch lesen. Ich hoffe auch, dass im zweiten Band einige Dinge, die hier nur angerissen werden, wie die Religion oder die Wagenrennen, überhaupt die Welt, in der Kyria groß geworden ist, etwas ausführlicher dargestellt werden. Im Moment habe ich das Gefühl, als hätte man die Geschichte auch gut in nur einem Band erzählen können.

    Wie gesagt, bin ich Fan der Autorin, doch mit diesem Jugendroman hat sie mich enttäuscht. Ich hatte den Eindruck als wolle Andrea Schacht unbedingt auf der Dystopie-Welle mitschwimmen und als habe sie aus allen möglichen Versatzstücken dieses Genres eine Geschichte zusammengesetzt, die auf mich nicht als etwas Neues, Besonderes wirkt, ich hatte vielmehr während des Lesens sehr oft einen Déjà-vu-Gefühl.

    Ich vergebe knappe 3 Sterne. Ganz große Dystopie-Fans können einen Blick wagen, wirklich empfehlen kann ich den Roman leider nicht.

  14. Cover des Buches Unsere Hälfte des Himmels (ISBN: 9783426519011)
    Clarissa Linden

    Unsere Hälfte des Himmels

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Nil
    Mit großer Vorfreude habe ich den Roman Unsere Hälfte des Himmels von Clarissa Linden zur Hand genommen und angefangen zu lesen. Große Themen beinhaltet der Roman: die Emanzipation, die Veränderungen von den 20er Jahren hin zum Nationalsozialismus und die Rolle der Frauen beim Fliegen. VIelleicht wollte der Roman zu viel und hat sich dann in einer recht einfachen Familiengeschichte zerlaufe und das auf mehr als 300 Seiten.

    Der Roman hat zwei Handlungsstränge, zum einen die Geschichte von Liselotte im Jahr 1971 und die ihrer eigenen Mutter im Jahr 1935. Die Tochter beginnt das Leben der Mutter zu recherchieren als diese im Koma im Krankenhaus landet. Und ganz nebenbei befreit sie sich von den Fängen des eigenen Lebens.

    Mir persönlich war die Geschichte zu einfach mit vielen Wiederholungen, wenig Reflektion und Tiefe. Da hätte ich mehr erwartet.
  15. Cover des Buches Die Frau von Montparnasse (ISBN: 9783746638140)
    Caroline Bernard

    Die Frau von Montparnasse

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Katjuschka

    Leider sehe ich mich nicht nicht in der Lage eine faire Rezension zu schreiben, da ich keinen Zugang gefunden habe.

    Simone de Beauvoir ist mir von Seite zu Seite seltsamer vorgekommen und ich bringe sie in keinster Weise mit der Ikone des Feminismus in Verbindung, für die ich sie bisher gehalten habe.

    Sie redet die ganze Zeit von Freiheit und Selbstbestimmung der Frau, hängt aber wie ein abhängiges kleines Hündchen an Sartre und bringt sich in völlige Abhängigkeit zu ihm.

    Ich fand sie nach 1/3 des Buches nur noch schrecklich.

    Und Sartre selbst? Ein selbstherrlicher, arroganter Egomane, wie ein Mensch kaum selbstverliebter sein kann.

    Diesem Fatzken hinterherzuhecheln hat Simone de Beauvoir für mich noch unerträglicher gemacht. 


    Ich musste leider abbrechen.


    Am Schreibstil von Caroline  Bernard lag dies sicher nicht, den "Frida Kahlo" fand ich hervorragend!


    Aus Fairnessgründen werde ich bei Amazon & Co. keine Rezension posten.

  16. Cover des Buches Das andere Geschlecht (ISBN: 9783499227851)
    Simone de Beauvoir

    Das andere Geschlecht

     (63)
    Aktuelle Rezension von: xoxo_love_books

    Dieses Werk wurde mir zur Bearbeitung meiner Hausarbeit in Philosophie zum Thema, ob das derzeitige philosophische Wissen androzentrisch ist oder nicht zum Lesen empfohlen. Es ist ein Werk, welches das Frau sein seit der römischen  und griechischen Antike bis zu Beginn des 20. Jhd. untersucht und Unterschiede zwischen Mann und Frau versucht zu nennen. Von der Biologie aber vor allem von den Soziologischen Faktoren. Beauvoir untersucht den  Werdegang von Frauen und beschreibt die damalige Situationen von Frauen, wobei  festzustellen ist, dass das Denken der Menschen bzw. der allgemeine gesellschaftliche Gedanke damals noch deutlich konservativer war, als es das heute ist. Bis letztendlich zur Befreiung der Frau. Ein politisches, kritisches, bahnbrechendes, feministisches Werk und jede*m zu empfehlen! 

  17. Cover des Buches Die Geschichte der getrennten Wege (ISBN: 9783518469538)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte der getrennten Wege

     (256)
    Aktuelle Rezension von: Willson

    Ich mochte die ganze Reihe von Elena Ferrante sehr gerne und mir fällt es schwer jedes Buch einzeln zu bewerten, da ich fand es gehört alles zusammen. Ich fand alle Charakäre wurden sehr detailliert und realistisch beschrieben und eine Entwicklung von Buch zu Buch ist bei allen vorkommenden Personen vorhanden. Auch wenn sich Teile etwas zogen, war stets Spannung vorhanden und am Ende war es so als ob man Abschied von einer Familie nimmt, die einem ein paar Wochen begleitete.  

  18. Cover des Buches Die Erfindung der Flügel (ISBN: 9783442717071)
    Sue Monk Kidd

    Die Erfindung der Flügel

     (283)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Auf dem Totenbett gesteht der Richter John Grimké seiner Tochter Sarah, eine der beiden Protagonistinnen des Romans "Die Erfindung der Flügel", dass ihn die eigene Gier darin gehindert habe, für die Abschaffung der Sklaverei einzutreten.

    Ich habe mich gefragt, woher die Gier von Menschen kommt, die andere deshalb unterdrücken.

    Viele Menschen halten sich für die Corona der Schöpfung, übersehen aber dabei, dass der Mensch lediglich am sechsten Tag erschaffen wurde, während der Höhepunkt der Schöpfung die Ruhe ist, um zu erkennen, dass diese Schöpfung vollkommen ist und es keinen Mangel gibt.

    Da die Ruhe fehlt, gaukelt der Verstand uns einen Mangel vor, den wir mit Gier zu beseitigen versuchen. Statt sich gelassen zurückzulehnen und zu sagen: "Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch." Matthäus 6,26 "Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht." Matthäus 6,28

    Weil wir das Vertrauen verloren haben oder nie hatten, lassen wir uns wie die Sklavin Hetty Handful, die zweite Protagonistin des Buches, in die Tretmühle im Arbeitshaus oder auf dem Arbeitsmarkt zwingen und uns zu Krüppeln machen.

    Wenn wir aber die Lilien auf dem Knopf von Sarah, der zum Symbol für die Freiheit wird, sehen würden, dann würden uns Flügel wachsen auf dem Feld. Wir müssten sie nicht als schwarze Dreiecke auf einem Quilt nähen, sondern könnten uns mit ihnen in die Freiheit erheben.

    Frei wären wir dann auch von der Qual, Männer mit unseren Körpern und Charisma anziehen zu müssen, um sie durch unseren Geist zu kastrieren, sondern könnten das ihrer Gier überlassen. Das gilt auch für Frauen wie die beiden Mary Grimkés, deren Verstand vom männlichen Denken, also von Angst vor dem Mangel, dominiert ist. Durch das Foltern ihrer Sklaven verstümmeln sie ihre eigene Seele. Beim Anblick des Quilts, auf dem die Sklavin Charlotte die Grausamkeiten ihres Sklavenlebens dargestellt hat, reibt sich Mary die Hände, als wolle sie sie von der Schuld reinwaschen.

    Die männliche Gier ist immer stärker als die weibliche, weil Frauen im Gegensatz zu Männern eine Frucht hervorbringen und nähren können. So ist es sehr verständlich, dass die männlichen Reformatoren am Anfang der Neuzeit die Weiblichkeit im Chtistentum enthaupteten, weil es dort eine gab, die der Zeugung durch den Mann nicht mehr bedurft hatte.

    Ich danke herzlich Sue Monk Kidd für dieses hervorragende Porträt der Schwestern Sarah Moore und Angelina Grimké und ihr Einfühlungsvermögen in die Sklavinnen dieser Welt.

     Vera Seidl 

     

  19. Cover des Buches Unter den Linden 6 (ISBN: 9783550200601)
    Ann-Sophie Kaiser

    Unter den Linden 6

     (89)
    Aktuelle Rezension von: beme65

    Unter den Linden 6 vereinigt verschiedene Komponenten in einem Roman. Zum einen die Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts die als Forscher bahnbrechende Entdeckungen gemacht haben zum anderen drei Frauen, die in dieser Zeit ihren Platz in der von Männern dominierten Welt des Wissens suchen. Drei sehr unterschiedliche Lebenswege kreuzen sich und gehen einen Teil zusammen. Die Umstände der Freiheitsbewegungen für die Rechte von Frauen sind ebenso Thema der drei Damen, wie die Liebesgeschichten, die ihr Leben und Wirken beeinflussen. Ein Gesellschaftsroman, mit historischem Hintergrund aber gleichzeitig auch eine Liebesgeschichte in verschiedenen Erzählsträngen.
    Insgesamt ein besonderes Buch, dass interessant gestaltet und aufgebaut ist. Allerdings ist es für meinen Geschmack ein wenig zu lang, da über Strecken nicht wirklich viel Handlung erkennbar ist und die Themen sich wiederholen.

  20. Cover des Buches Sehnsucht nach Sansibar (ISBN: 9783442476664)
    Micaela Jary

    Sehnsucht nach Sansibar

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm

    3.5


    1888 sind drei Frauen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen an Bord eines Schiffes auf dem Weg nach Sansibar. Da ist zum einen Viktoria, eine Reederstochter, die nach einem Skandal Hamburg verlassen soll, um ein wenig Gras über die Sache wachsen zu lassen, zum anderen Antonia, die einen Forscher als seine Sekretärin auf einer Expedition begleitet und Juliane, ein verwöhnte junge Frau aus reichem Hause. An Bord freunden die sich drei Frauen und starten in ihr Abenteuer auf Sansibar.


    Mich konnte die Geschichte um die drei Frauen sehr gut unterhalten und ich fand ihre unterschiedlichen Lebensweise und Lebenshintergründe sehr interessant. Wir begleiten die drei Frauen auf ihrem Abenteuer in einem fremden Land, wie sie sich zurechtfinden müssen und neue Dinge auf sie warten.


    Auch die Umgebung und das Land werden mit vielen Details beschrieben und man hat das Gefühl alles genau vor Augen zu haben. Dennoch haben sich ab und an ein paar Längen eingeschlichen und mir fehlte manchmal ein wenig ein roter Faden. Die Geschichte konnte mich aber auch des öfteren überraschen.


    Insgesamt war das Buch für mich ein unterhaltsamer historischer Roman, der mit einem tollen Setting überzeugen kann.

  21. Cover des Buches Das Feuer der Freiheit (ISBN: 9783423260862)
    Lyndsay Faye

    Das Feuer der Freiheit

     (30)
    Aktuelle Rezension von: benfi
    KURZBESCHREIBUNG:
    Während eines Einsatzes wird Timothy Wilde von dem Stadtrat Robert Symmes darüber informiert, dass er bedroht wird. Der zwielichtige Geselle verdächtigt die Frauenrechtlerin Sally Woods hinter diesen Drohungen. Der Kupfersternträger und New Yorks erster Detektiv nimmt die Untersuchung der Drohbriefe auf, als auch schon das erste Gebäude von Symmes den Flammen zum Opfer fällt und dabei zwei sogenannte Heimnäherinnen sterben. Hat der Vorfall tatsächlich etwas mit den Kämpfen der Frauenbewegung zu tun, welche eben jenen armen Frauen zu einem besseren Lebens-Status verhelfen will? Je tiefer Timothy bei seinen Ermittlungen in die undurchsichtigen Hintergründe dringt, umso düsterer und unbarmherziger scheint die Lösung des Falls. Da taucht auch noch seine alte Liebe Mercy Underhill in New York auf und sein Bruder Valentin nimmt den Wahlkampf gegen den mächtigen Symmes um den Titel des Stadtrates auf. Zu viele Probleme auf einmal, wie es für den jungen Wilde erscheint...

    KOMMENTAR:
    Der Roman 'Das Feuer der Freiheit' ist der dritte Teil um den Kupfersternträger Timothy Wilde. Die Autorin beendet damit ihre Werke um den Aufbau der New Yorker Polizei in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Durch ihre sehr einfühlsame Schreibweise und ihren charakterstarken Figuren wie dem Anti-Held Timothy Wilde ist der Leser schnell in dem Geschehen, welches außer eben den vertrauten und lieb gewonnenen Personen wie die beiden anderen Bücher als eigenständiger Roman dasteht. Dabei fügt sie kleine Überraschungen ein, wobei allerdings einige davon unglücklicherweise auf dem Klappentext wie auch im Inlay schon ausposaunt werden; beziehungsweise man einiges schnell erahnen kann. Da hat der Verlag leider etwas gepatzt, würde ich meinen! Trotzdem ist auch dieser dritte Roman ein feines Buch, welches besonders Fans von historischen Kriminalromanen ans Herz gelegt werden kann. Ich persönlich muss allerdings hinzufügen, dass ich mich irgendwo im letzten Fünftel des Buches stehen gelassen fühlte und glaubte, nicht mehr mittendrin im Geschehen zu sein, sondern hinter der Handlung hinterher zu humpeln. Ich denke, so beschrieben trifft es mein Gefühl am Besten. Nicht der stärkste Band der Trilogie, jedoch auch keinesfalls ein schwacher Roman. Die Messlatte der beiden Vorgänger lag halt recht hoch...
    8,2 Sterne
  22. Cover des Buches Das Fräulein mit dem karierten Koffer (ISBN: 9783596700493)
    Claudia Kaufmann

    Das Fräulein mit dem karierten Koffer

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    Claudia Kaufmann ist unter anderem als Drehbuchautorin für "Lilly Schönauer" und "Der Bergdoktor" bekannt - nicht gerade mein TV-Geschmack.

    Doch der neueste Roman aus ihrer Feder hat mich durchaus positiv überrascht. Er überzeugt als glaubhaftes Sittengemälde der noch jungen Bundesrepublik in den 1960er Jahren: Schwule erfahren nicht nur gesellschaftliche Ächtung, sondern ihnen droht überdies Strafverfolgung und Gewalt, und auch als ledige Mutter wird man gegängelt und verachtet. 

    Auch die dargestellten Generationenkonflikte haben mich beeindruckt: Die jungen Erwachsenen haben großenteils andere Moralvorstellungen als ihre Mütter und Väter und auch die unrühmliche Nazi-Vergangenheit der Eltern- und Großelterngeneration bietet reichlich Konfliktpotenzial.

    Sprache und Setting ermöglichen dem Leser eine Zeitreise rund 70 Jahre in die Vergangenheit: Kaufmann schreibt Mannequin statt Model, und Diskothek statt Club, dies wirkt authentisch.

    Im letzten Drittel lässt die Geschichte leider ein wenig nach; Zeitsprünge erschließen sich oft nur mühsam, es wird ein wenig konfus. Zudem hätte ich mir ein wenig mehr Münchner Lokalkolorit gewünscht. Leider gibt es nur wenige Beschreibungen der bayerischen Landeshauptstadt; der Roman hätte genauso gut in einer anderen Metropole des Nachkriegsdeutschlands spielen können.

    Davon abgesehen ist es ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang, der Gott sei Dank auch auf ein klassisches Happy End verzichtet.

  23. Cover des Buches Zwei wie Hund und Katz (ISBN: 9783957340146)
    Jen Turano

    Zwei wie Hund und Katz

     (22)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

    Ich habe diese Buch verschlungen, es ist so erfrischend und humorvoll geschrieben.
    Lustig, aber auch mit spannenden Stellen, manchmal etwas überzogen, aber das reale Leben ist ja schon ernst genug 😊

    Ich mochte Arabella, eine sehr sympathische Frau, mit fester Meinung aber auch dem Mut sich unangenehmen Dingen zu stellen.
    Mut etwas verändern zu wollen und dafür Kritik in Kauf zu nehmen.

    Das dabei auch das Gebet immer wieder eine Rolle spielt hat mir sehr gefallen.

    Kurz, wer ein lustiges, freches, mit witzigen Dialogen geschriebenes Buch und einer zarten Liebesgeschichte lesen möchte ist hier richtig.

  24. Cover des Buches Die Frauen vom Nordstrand - Eine neue Zeit (ISBN: 9783746635705)
    Marie Sanders

    Die Frauen vom Nordstrand - Eine neue Zeit

     (33)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    Inhalt:

    Annie hat zusammen mit ihrer Mutter und den Angestellten das Familienhotel Seeperle durch den Krieg geführt und möchte nun mit Renovierungen einen Neubeginn wagen. Nach ersten schwierigen Diskussionen mit ihrem kriegsverwundeten Vater schafft sie es, die nötigen Hürden zu meistern und mit einem Freund das Hotel zu neuem Glanz zu verhelfen. Noch ahnt Anni nicht, dass sie nur kurze Zeit später vom völligen Glück ins tiefe Unglück stürzen wird und an der Rechtlage zu Gunsten von Vätern und Ehemännern zu scheitern droht. Ihre neu gewonnene Freundin Edith setzt sich für die Rechte der Frauen ein und steht Anni beratend zur Seite. Auch die neue Ärztin in St. Peter muss sich ihren Platz im Ort erst erkämpfen, aber kann schon bald die Frauen gut beraten und unterstützen. Doch auch diese beiden Frauen holt die Vergangenheit schnell ein.

     

    Meine Einschätzung:

    Es ist schwer vorstellbar, dass die Rolle der Frau noch vor 50-70 Jahren so viel anders aussah als heute. In diesem Buch wird eine Zeitspanne aufgegriffen, in welcher es stückweise zum Umbruch kam und die Frauen in ganz kleinen Schritten etwas mehr Rechte bekamen. Aber mit diesem Auftakt der Buchreihe stehen die Protagonistinnen noch ganz am Anfang.

    Beim Lesen habe ich mehr als einmal den Kopf geschüttelt, warum das Gesetz es so schlecht mit den Frauen meint und welche „Rechte“ sich die Männer herausnehmen. Am schlimmsten wurde es zum Ende hin in Bezug auf Hinnerk. Die Autorin hat sehr gute Situationen gewählt, um das Ausmaß der damaligen Gesetze zu verdeutlichen. Auch die Eheschließung von Annis bester Freundin Rena hat mich zu Tränen gerührt und mich über deren Mutter nur den Kopf schütteln lassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese erzählten Situationen sehr häufig damals vorkamen, aber ich möchte so etwas nicht selbst erleben. Schlimm genug, dass es weiterhin in manchen Ländern so gelebt wird, aber die heutige Deutsche Frau hat Glück in dieser Zeit geboren zu sein.

    Anni hat Visionen und Pläne für das Hotel, welches sie ohnehin einmal erben soll. Sie möchte mit der Zeit gehen und hat es schwer die offensichtlich notwendigen Neuerungen durchzusetzen. Ihre kleinen Erfolge waren schön. Nun ist das Ende recht offen und das Schicksal jeder der drei Frauen ebenfalls. Ich bin gespannt, wie die folgenden Jahre für Anni, Edith und Helena werden und ob es die Zeit auch gut mit Rena meint.

    Insgesamt eine schöne Story. Alltägliche Situationen von damals, die aufgrund der geschichtlichen Umstände an interessant zu lesen sind.

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