Bücher mit dem Tag "frauenbewegung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "frauenbewegung" gekennzeichnet haben.

53 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

    (1.307)
    Aktuelle Rezension von: shrimpdumpling

    Ich fand den Prolog so dermaßen toll, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Er hat mich direkt in die Geschichte gezogen und dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

    Am meisten geliebt habe ich, wie verstrickt die Charaktere und ihre Geschichten miteinander sind. Obwohl es so viele verschiedene Figuren gibt, hatte ich nie Probleme, den Überblick zu behalten. Im Gegenteil: Ich fand es unglaublich spannend zu sehen, wie sich ihre Wege immer wieder kreuzen und wie ihre Schicksale miteinander verbunden sind.

    Mein Lieblingscharakter war definitiv Billy. Seine Geschichte hat mich am meisten interessiert und ich habe mich immer besonders auf seine Kapitel gefreut.

    Außerdem fand ich es faszinierend, historische Ereignisse durch die Augen so vieler unterschiedlicher Menschen zu erleben. Dadurch wirkte die Geschichte lebendig und nie wie trockener Geschichtsunterricht.

    Der einzige Punkt, der mich manchmal etwas ausgebremst hat, waren die sehr detaillierten Beschreibungen einiger Kriegsszenen. Diese Passagen waren mir stellenweise etwas zu lang, sodass ich eher darüber geflogen bin, weil mich die Figuren und ihre persönlichen Geschichten deutlich mehr interessiert haben.

    Insgesamt hat mir das Buch aber unglaublich gut gefallen. Die Mischung aus Geschichte, Politik, Krieg und den miteinander verwobenen Lebensgeschichten der Charaktere hat mich komplett überzeugt, und ich freue mich schon darauf, die weiteren Bände der Reihe zu lesen.

  2. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

    (428)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Vox" von Christina Dalcher wollte ich eigentlich schon vor einigen Jahren lesen, doch irgendwie sind dann doch immer wieder andere Bücher in den Fokus gerutscht.

    Mittlerweile gibt es schon zahlreiche Rezensionen und Bewertungen zu dem Buch, in denen die Geschichte nur durchschnittlich abschneidet und hinter den Erwartungen vieler Leser zurückbleibt.

    Ich bin also voller Neugier in die Welt eingetaucht, in denen Frauen um ihre Worte beschnitten werden.

     

    "Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringen könnt ihr uns nicht!"

    Zitat Klappentext

     

    Insgesamt war das Buch gut zu lesen. Oft empfand ich gerade zum Ende hin die Story als zu schnell abgehandelt und oberflächlich. Einige Szenen und Situationen ergaben nicht wirklich Sinn, bzw. hätte ich mir hier eine tiefere Ausarbeitung gewünscht.

    Da ich vor kurzem erst die Serie "The Handmaid´s Tale" nach der Romanvorlage von Margaret Atwood gesehen habe, hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, eine Kopie dessen zu lesen.

    Zwar ist die Geschichte der Wissenschaftlerin Jean McClellan eine Andere, doch tauchen in meinen Augen zu viele Parallelen zu der umfeierten TV-Serie auf. Sei es nun die Gründung eines neuen Amerikas aufgrund religiöser Fanatiker, die Unterdrückung und Beschneidung der Frauen, pastellfarbene Twinsets oder eine Rebellin, die durch ihren Liebhaber Unterstützung findet, um das System zu stürzen.

    Hier hatte ich tatsächlich häufig den Eindruck eine Fanfiction zu lesen.

    Im Ganzen nett zu lesen, aber die Geschichte begleitet leider einen faden Beigeschmack, wenn man die preisgekrönte Dramaserie um die Protagonistin June Osborne kennt.

  3. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof (ISBN: 9783548289960)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof

    (317)
    Aktuelle Rezension von: AmberStClair

    Klappentext:

    Ein schwedisches Landgut, eine mächtige Familie, eine Frau zwischen Liebe und Pflicht: Die große Saga von Corina Bomann

    Agneta kämpft mit den Tränen. Ein Telegramm hat sie nach Hause gerufen, ihr Vater ist bei einem Brand ums Leben gekommen. Dabei hatte sie sich schweren Herzen von ihrer mächtigen Familie losgesagt und in Stockholm ein freies Leben als Malerin geführt. Eine Aussöhnung schien unmöglich. Jetzt werden ihr Titel, Glanz und Vermögen zu Füßen gelegt, sie soll das Erbe ihres Vaters antreten als Gutsherrin vom Löwenhof. Ihre Wünsche und Träume sind andere, sie sehnt sich nach einem Leben an der Seite von Michael, einem aufstrebenden Anwalt. Selbstlos stellt Agneta sich der Pflicht und Familientradition. Ihr Herz jedoch kann nicht vergessen und sehnt sich nach Liebe …


    Meine Meinung:

    Der erste Teil der Trilogie „Die Frauen vom Löwenhof“ fing gut an. Der Schreibstil war sehr flüssig und verständlich geschrieben. Man konnte sich die einzelnen Personen gut vorstellen. Eine fesselnde Geschichte in der sehr viele Ereignisse geschehen und spannend herüber kommt.

    Agneta hat es nicht immer leicht, viel Trauer um geliebte Menschen, falsche Entscheidungen die sie in ihrem Leben trifft was ihr viel Schmerz bringt. Aber auch in der Liebe hat sie kein glückliches Händchen. Erst auf Umwegen findet sie ihr Glück.

    Eine wirklich sehr schöne Geschichte, die ausführlich erzählt wird so das man sich gut mit hinein versetzen konnte. 

  4. Cover des Buches Die Geschichte der getrennten Wege − Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) (ISBN: 9783518469538)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte der getrennten Wege − Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3)

    (281)
    Aktuelle Rezension von: Egata

    Die Protagonistinnen werden älter, die Themen politischer, Studentenunruhen, Feminismus, Straßenkämpfe. Nun ist Elena unglücklich mit Kindern und Haushalt, hat aber keine finanziellen Sorgen und gibt ein Buch heraus. Lila arbeitet in einer Fabrik, hier zeigt sich der Kontrast zwischen Oberschicht und schlimmer Armut, wie er für ganz Italien galt.

    Großartig erzählt die Autorin von den siebziger Jahren in Italien und verknüpft soziale und politische Themen mit den beiden persönlichen Lebensgeschichten. Starke Gefühle, intensive Bilder. Alles hautnah zum Miterleben.

  5. Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462007541)
    Cho Nam-Joo

    Kim Jiyoung, geboren 1982

    (494)
    Aktuelle Rezension von: PinapinaPinapia

    In dem Roman wird das Leben von Kim Jiyoung beschrieben, die Mutter wird. Vor allem geht es um die sexistische Diskriminierung, die sie an jeder Stelle ihres Lebens erfährt.

    Die Autorin Cho Nam-Joo nutzt eine klare und ruhige  Sprache. Es ist leicht in ihre Geschichte einzutauchen und am Leben der Hauptfigur teilzunehmen, auch wenn manchmal viele Zitate aus verschiedenen Statistiken passend zum Thema im Text vorkommen. 

    Ich fand es sehr bedrückend zu lesen und hatte ständig das Bedürfnis zu schreien, um diesen Ungerechtigkeiten, die ihr und so vielen anderen Frauen ebenfalls passieren einen Laut zu geben. 

  6. Cover des Buches Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen (ISBN: 9783736315426)
    Evie Dunmore

    Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen

    (169)
    Aktuelle Rezension von: Timila

    Die Rebellinnen von Oxford – Verwegen erzählt die Geschichte von Annabelle Archer, einer der ersten Frauen, die an der Universität Oxford studieren dürfen. Um ihr Stipendium zu behalten, muss sie die Frauenrechtsbewegung unterstützen und versucht, den mächtigen Herzog Sebastian Devereux für ihre Sache zu gewinnen – was nicht nur politisch schwierig ist, sondern auch emotional, denn zwischen ihnen knistert es von Anfang an heftig. 

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist die starke, selbstbewusste Protagonistin, die sich in einer Zeit behauptet, in der Frauen kaum Rechte haben, sowie die feurige Dynamik zwischen Annabelle und Sebastian. Die Autorin verwebt historische Aspekte der Frauenbewegung mit einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte, die sich angenehm entwickelt und mich als Leserin emotional mitgenommen hat.

    Einige andere Rezensionen loben den flüssigen Schreibstil, die lebendigen Figuren und die Spannung, die entsteht, wenn gesellschaftliche Normen auf persönliche Wünsche treffen - dem kann ich nur zustimmen. Besonders stark ist, wie die historischen Hintergründe – inklusive der Herausforderungen der Suffragettenbewegung – eingebettet werden, ohne trocken zu wirken. Was mir persönlich etwas weniger gefallen hat, ist, dass das Thema Frauenrechte stellenweise nicht so intensiv vertieft wird, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hätte mir mehr Einblick in das Studium und die historischen Details gewünscht, da der Fokus teils stärker auf der Liebesgeschichte liegt. Außerdem wirkt das Ende etwas zu schnell oder abrupt, vor allem mit dem Wissen, dass Annabelle im zweiten Teil der Reihe nicht mehr als Protagonistin auftreten wird. 

    Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gefallen, und mit ein wenig Abstand werde ich auch den zweiten Teil der Reihe lesen!

  7. Cover des Buches Die Sammlerin der verlorenen Wörter (ISBN: 9783453428591)
    Pip Williams

    Die Sammlerin der verlorenen Wörter

    (124)
    Aktuelle Rezension von: AnnKat

    Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie lebt nicht von Spannung, oder unerwarteter Wendungen, sondern von den wirklich liebenswerten Charakteren. Unsere Protagonistin lernt im Verlauf ihres Lebens die verschiedensten Personen, jeglichen Alters und gesellschaftlicher Stellung kennen und die meisten davon schließt man direkt ins Herz. Zudem konnte ich die Figuren in ihrem Denken und Handeln sehr gut verstehen, auch wenn sich meine Lebensrealität stark von ihrer unterscheidet. In ihrem Leben steht Esme vor schwierigen Entscheidungen und sie muss auch den ein oder anderen Schicksalsschlag verkraften, wo ich kurz schlucken musste, weil ich insgeheim auf glücklichere Wendungen gehofft hatte. Aber gerade das hat Esme und ihrer Geschichte mehr emotionale Tiefe gegeben und sie authentisch gemacht. Interessant fand ich auch die verschiedensten Wörter und deren Definitionen, die immer wieder eingesträut wurden. 

    Einen Stern ziehe ich ab, da Esme und ihr Leben recht romantisiert dargestellt werden. Esme kommt aus priviligierten Verhältnissen, wird in kein gesellschaftliches Korsett gepresst, darf ihr Leben mehr oder weniger frei gestalten und auch die Männer, die in ihr Leben treten sind für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlich in ihrem Denken. Das eher schwierige Leben als Frau zu diesen Zeiten bekommen wir eigentlich nur durch andere Charaktere mit, was ich teilweise schade finde.

  8. Cover des Buches Die Charité: Aufbruch und Entscheidung (ISBN: 9783499274541)
    Ulrike Schweikert

    Die Charité: Aufbruch und Entscheidung

    (142)
    Aktuelle Rezension von: Saphir610

    Als absolute Ausnahme fängt Rahel Hirsch 1903 in Berlin in der Charite als erste Ärztin an. Sie bekommt zu spüren, dass Gleichberichtigung in diesem Berufsstand noch einen weiten Weg vor sich hat. Auch die Arbeiterin Barbara bekommt zu spüren, dass Männer Frauen oft als eine Art Besitz betrachten. Rahel und Barbara werden Freundinnen und beide engagieren sich für Frauenrechte. Dann beginnt der erste Weltkrieg und stellt alles auf den Kopf.

    Der Roman behandelt eine interessante Zeit und Thema. Man muss sich mal vorstellen als Frau kein Wahlrecht zu haben und als Ärztin eine Rarität zu sein.

    Leider hat mir beim Lesen der entsprechende Funke gefehlt um mich in die Geschichte rein zu ziehen. Die Protagonisten konnten mich nicht abholen. Vielleicht habe auch einfach etwas anderes erwartet. Auch hätte ich gerne mehr über die Charite, die Fortschritte in der Medizin erfahren. Im Ganzen hat der Roman eine eher bedrückende Stimmung, die dann mit dem ersten Weltkrieg und am Ende mit dem Jahr 1938 seine Berechtigung findet.

  9. Cover des Buches Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen (ISBN: 9783959670845)
    Margot Shetterly

    Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Auf das Buch Hidden Figures bin ich aufmerksam geworden, weil ich zuvor den gleichnamigen Film gesehen habe. Ich mag die Schauspielerin Oktavia Spencer unheimlich gerne und ich fand den Film großartig. Von daher wollte ich natürlich auch das Buch lesen.
    Die Autorin Margot Lee Shetterly hat sehr gut recherchiert, soweit ich das beurteilen kann. Es gab unheimlich viel zu erfahren, langweilig wurde es keineswegs. Allerdings ist es als Sachbuch bzw. als biografisches Sachbuch mit dem Film weniger vergleichbar, da natürlich im Buch viel Augenmerk auf Daten gelegt wurde. So etwas ist filmisch selbstverständlich zweitrangig bzw. weniger sachlich dargestellt.
    Ich mochte beides und kann das Buch jedem empfehlen, der ergänzend etwas über die Geschichte erfahren möchte.

  10. Cover des Buches Die Villa an der Elbchaussee (ISBN: 9783746634449)
    Lena Johannson

    Die Villa an der Elbchaussee

    (94)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Die Geschichte von Frieda beginnt kurz nach dem ersten Weltkrieg, was ich an sich schon spannend finde. Eine schwierige und spannende Zeit! Zudem spielt die Geschichte in Hamburg, und es geht um Kakao und Schokolade. Also schon drei Gründe, die dieses Buch für mich interessant machten! :-)
    Ich hatte dann auch tatsächlich sehr viel Freude mit dem Buch und habe Frieda und ihre Familie/Freunde sehr gerne begleitet. Die Charaktere konnten mich alle überzeugen; ich hatte von allen ein gutes Bild vor Augen. Auch die Zeit nach dem ersten Weltkrieg und das Kriegstrauma, das Friedas Bruder Hans durchlebt, wurden sehr glaubhaft dargestellt.
    Ich bin jetzt sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird und freue mich darauf, die Charaktere bald "wiederzusehen"!

  11. Cover des Buches Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1) (ISBN: 9783864931901)
    Henrike Engel

    Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1)

    (197)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Dieser erste Teil aus der Hafenärztin Reihe hat mich ganz gut unterhalten können. Es hat etwas gedauert, bis die Geschichte mich gepackt hat, aber dann war es durchaus spannend. Das Buch ist aber sehr düster, so dass man in der Stimmung dafür sein sollte. Die folgenden Bände werde ich vielleicht mal nach und nach lesen. 

  12. Cover des Buches Mit einem Mann möcht ich nicht tauschen (ISBN: 9783786175070)
    Rainer Noltenius

    Mit einem Mann möcht ich nicht tauschen

    (10)
    Aktuelle Rezension von: friederickesblog

    Das Cover:

     

    Das Cover zeigt Marie Bruns-Bode, die Frau, deren Leben in dieser Biografie aufgezeigt wird und das Buch zu einem ganz besonderen Buch macht.

     

    Das Buch:

     

    Rainer Noltenius erzählt aus den Tagebüchern und Briefen seiner Großmutter Marie Bruns-Bode, Tochter des Wilhelm Bode, Generaldirektor der Berliner Museen. Mit seiner Hilfe wurde sie 1907 als Lehrerin für Kunstgeschichte an den Kaiserhof berufen. 1915 heiratete sie Viktor Bruns, einen internationalen Richter beim Völkerbund in Den Haag. Ausführlichere Hinweise auch im Klappentext.

     

     

    Meine Meinung:

     

    Der Name Bode sagt jedem etwas, der sich für Kultur interessiert, oder auch als Gast in Berlin war, denn das Bode Museum ist in jedem Stadtführer. Der Autor hat ein bemerkenswertes Zeitgemälde aus den Tagebüchern und Briefen (1885 – 1952) geschaffen, das mich sehr fasziniert und tief beeindruckt hat.

    So habe ich diese faszinierende und außergewöhnliche Frau einerseits über ihre Tagebucheinträge und anderseits aus Briefen von Verwandten und Bekannten kennenlernen dürfen. Zahlreiche Fotos untermauern das geschriebene Wort.

    Eine Biografie, ein Stück Familiengeschichte, wunderbar aufbereitet und in guter Gliederung geschrieben und beschrieben, dabei werden uns nicht nur das junge Mädchen und die Frau nähergebracht, sondern auch ein großes Stück Zeitgeschichte vermittelt, und zwar von ihrer Kindheit an, über die Ehe mit Volker Bruns, während der Weimarer Republik, sowie die NS Zeit, bis über den Krieg und ersten Jahre danach.

     

     

    Es ist meines Erachtens kein Buch, das man liest und dann ins Bücherregal stellt. Es ist ein Buch, das immer wieder einmal in die Hand genommen werden will, zumal es durch den Gebr. Manns Verlag in einer wunderbaren hochwertigen Ausstattung vorgelegt wurde. Danke an den Autor für dieses meisterliche Werk.

     

    Heidelinde von friederickes Bücherblog

  13. Cover des Buches Wir Alphamädchen (ISBN: 9783442373130)
    Meredith Haaf

    Wir Alphamädchen

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Revontulet
    Eine tolles Buch zum Einstieg in den Feminismus. Ich habe mich bis jetzt nie für eine Feministin gehalten, weil das für mich etwas militantes war, etwas, dass Frauen dazu bringt, sich die Haare abzuschneiden und ihre BHs zu verbrennen. Aber in diesem Buch geht es um Frauenthemen, die wichtig sind und für die es sich zu kämpfen lohnt. Wichtige Themen wie Verhütung, Vergewaltigung, Arbeitsplätze,... werden angesprochen, und zwar auf eine witzige und leicht verständliche Art. Ich kann jetzt mit gutem Gewissen behauten, dass ich Feministin bin und trotzdem lebe ich als Frau und mit BH und kann mich des Lebens erfreuen.
  14. Cover des Buches Die Frau von Montparnasse (ISBN: 9783746638140)
    Caroline Bernard

    Die Frau von Montparnasse

    (59)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Wir befinden uns im Jahr 1929 und die junge Simone de Beauvoir ist von Jugend an regelrecht besessen vom Schreiben und möchte unbedingt studieren, lesen, schreiben, lesen. Die hochbegabte und hochintelligente Frau gibt nichts auf die von der Gesellschaft geforderten Ansprüche an Frauen und wie sie zu leben haben. Ihre Welt sind die Bücher, die Worte der Philosophen, sie saugt alles in sich auf, ist wissbegierig, stellt die richtigen Fragen und denkt selbstständig. Soweit, so gut. Das fand ich sehr sympathisch. 

    Im sozialen Miteinander war Simone jedoch oft sehr forsch und schroff, ungeduldig mit ihren Mitmenschen, meistens weil sie nicht so schnell denken konnte wie sie, dann wieder sehr sanft und empathisch, alles in allem keine einfache Persönlichkeit. Es zog sie schon immer zu den intellektuellen Außenseitern hin und so lernte sie auf der Universität den etwas älteren und ebenfalls hochbegabten Studenten Jean-Paul Sartre kennen, ein intellektuelles Genie, der was Bücher, Lesen und Schreiben betraf, völlig auf Simones Wellenlänge lag und die beiden konnten sich quasi Tag und Nacht über Bücher austauschen. Sartre war seiner Zeit ein Genie und er war ein Narzisst. Klein von Wuchs, völlig unattraktiv, jedoch absolut ehrgeizig, nicht nur intellektuell, sondern auch in seiner Manie jede Frau ins Bett zu bekommen, die nicht bei drei auf dem Baum war.

    Simone und Sartre begannen ein Verhältnis. Sie wurde seine Geliebte und schlossen einen Pakt, denn wie bürgerliche Leute einfach heiraten wäre spießig. Nein, ihre Seelenverwandtschaft und ihr intimes Zusammensein, sollte auf unbestimmte Zeit geschlossen sein, jedoch zu den Bedingungen, die sie gemäß ihrer intellektuellen Elite wie sie sie verstanden. Ihre Liebe, die ich während des Lesens als Hörigkeit empfand, sollte ihre sexuelle Freiheit sichern. Jeder sollte lieben können wen er gerade will und da sie sich ja alles erzählen, besonders Sartre schilderte in allen Einzelheiten seine Seitensprünge, die ja keine waren, denn sie waren ja beide so frei. Und somit schlossen und öffneten sich polyamouröse und bisexuelle Kreise, Partner und Partnerinnen wechselten sich munter ab, es gab etliche Nervenzusammenbrüche, es wurde gelogen und betrogen, teilweise über viele Jahre, Menschen wurden verletzt und es gab Verhältnisse mit Abhängigen und das alles wurde dann in den jeweiligen Büchern dieser so hochgelobten Autoren als Freiheit verkauft. Ich hatte schon das eine oder andere Mal Brechreiz verspürt beim Lesen. Simone litt sehr unter Sartres Fremdgehen und hielt dennoch an dieser hörigen Liebe fest, war auch kein Kind von Traurigkeit und ich konnte ihr das Schreiben und das Gerede von Freiheit am Ende nicht mehr abnehmen. Ich hatte den Eindruck, jeder rennt seiner Lust nach, doch verkauft es intellektuell als Freiheit und Liebe. Würde man es Egozentrik nennen, käme es der Wahrheit wohl näher.

    Simone de Beauvoir kämpft um ihren schriftstellerischen Erfolg, viele Verlage lehnen ihre Texte als unpassend ab. Sie wird als Wegbereiterin des Feminismus gefeiert. Gemeinsam mit Sartre formulieren sie die Philosophie des Existenzialismus, sind der Mittelpunkt der Pariser Boheme. Jedoch hatte sie einige Verhältnisse mit ihren Schülerinnen, auch ehemaligen Schülerinnen, die sie fördert und unterstützt, #metoo lässt grüßen, doch damals und auch heute ist ja unter dem Wort "Freiheit" alles erlaubt, egal wie viele junge Menschen dabei auf der Strecke bleiben.

    "Es war ein heilloses emotionales Durcheinander, und manchmal dachte Simone, dass sie eine unmögliche Ansammlung egozentrischer Menschen waren, die viel zu dicht aufeinanderhockten und immer neue Zwistigkeiten produzierten, die aber nicht ohne einander konnten."

    Caroline Bernard hat das Leben und den Charakter von Simone de Beauvoir sehr gut eingefangen und ein sehr lebendiges Bild von ihr gemalt. Das hat mir sehr gut gefallen. An Simone de Beauvoir hat mir eigentlich nur ihre Liebe zur Literatur gefallen. 

    Simone de Beavoir sagte auch,"...dass die persönliche Freiheit da aufhört, wo sie andere betrifft. Und wie man damit umgeht." So beschreibt sie es in einem ihrer Bücher. Ihr Leben sprach jedoch eine andere Sprache, denn obwohl sie so verletzt von Sartre war, der ständig ihre Grenzen überschritt, nahm sie sich auch gerade den Menschen auf den sie Lust hatte. Ich bin dankbar diese Biografie von Simone de Beauvoir gelesen zu haben, sie kam zur richtigen Zeit und werde mit Sicherheit kein Buch dieser "Ikone des Feminismus" lesen. Jedoch freue ich mich auf weitere Bücher von Caroline Bernard, die es einfach versteht, schwierige Persönlichkeiten zu beschreiben.


  15. Cover des Buches The Suffragettes (Penguin Little Black Classics) (ISBN: 9780241252116)
  16. Cover des Buches Freiflug (ISBN: 9783832166243)
    Christine Drews

    Freiflug

    (71)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Ich hatte vorher noch nie von Rita Maiburg gehört, aber natürlich muss irgendeine Frau die erste Linienflugkapitänin der Welt gewesen sein. Mich hat die Geschichte vor allem interessiert, weil sie sich Mitte der 1970er Jahre zugetragen hat, als ich geboren wurde. Neben dem Kampf gegen Diskriminierung durch die Lufthansa, die damals weibliche Piloten grundsätzlich abgelehnt hat (mit einer hanebüchenen Begründung!), geht es in diesem Buch auch um das Ehe- und Scheidungsrecht. Es ist wirklich haarsträubend, was damals noch (und teilweise bis in die späten 90er Jahre! Der Kanzler lässt grüßen... 🤬) für Gesetze galten. Allein schon dafür lohnt sich die Lektüre. Aber auch sowohl die wahre Geschichte von Rita Maiburg als auch die fiktive Geschichte ihrer Rechtsanwältin Katharina Berner sind lesenswert und transportieren ganz viel 1970er Jahre Feeling. Besonders gut hat mir gefallen, dass am Ende nicht alle Probleme perfekt gelöst waren. So ist die Geschichte viel authentischer.

    Das Foto der Autorin kam mir so bekannt vor, aber unter ihrem Namen konnte ich kein Buch finden, das ich vorher schon gelesen habe. Nach etwas gründlicherer Recherche fand ich heraus, dass sie unter dem Pseudonym Emmi Johannsen die Borkum-Krimis schreibt. Die lese ich ja auch sehr gern.

  17. Cover des Buches AnarchaFeminismus (ISBN: 9783897713154)
  18. Cover des Buches Frauen und Macht (ISBN: 9783596523283)
    Mary Beard

    Frauen und Macht

    (47)
    Aktuelle Rezension von: GAIA

    Das Buch „Frauen & Macht“ von Mary Beard wird an verschiedensten Stellen als „Manifest“ bezeichnet, im Klappentext als „ein leidenschaftlicher Aufruf an Frauen, sich jetzt die Macht zu nehmen.“ Leider kann ich heute, einen Tag nach dem internationalen Frauentag, dem Buch diese Zuschreibungen nicht attestieren.

    Das Problem, warum die Stimmen von Frauen durch die Menschheitsgeschichte, von der Antike bis hinein in die Gegenwart, so schwer zu finden sind, ist Thema dieser Veröffentlichung. Wie vielen Leser:innen bekannt sein sollte, gibt es – so auch laut Beard – „in der westlichen Geschichte eine radikale – reale, kulturelle und imaginäre – Separierung der Frauen von der Macht.“ So weit, so schlimm. Beard rekapituliert nun in ihrem schmalen Büchlein, welches nur 90 Seiten inhaltlich relevanten Text beinhaltet und mit vielen Abbildungen bestückt ist, recht kurz angebunden, wie Frauen in ihrer Redefreiheit und Machtausübung bisher eingeschränkt wurden. Leider nennt sie zwar viele Beispiele, geht diesbezüglich jedoch seltenst in die Tiefe, sodass die Ausmaße der historisch untermauerten Paradigmen nicht wirklich zur Geltung kommen. Auch liest sich der Text (eventuelle auch aufgrund einer holprigen Übersetzung?) nicht flüssig. Hier scheint mir auch das Layout der Seiten eine Rolle zu spielen. Durch das kleine Format des Buches, die Schriftgröße usw. schaffen es im Schnitt nur acht Wörter auf eine Zeile. Schachtelsätze lassen sich so nur stockend lesen. Auch werden die dargelegten Gedanken auf fast jeder zweiten Seite von Abbildungen unterbrochen, die nicht in den Text eingefügt sind, sondern – unabhängig von deren Maße – immer eine ganze Seite blockieren. Mitunter passen infolgedessen die Abbildungen inklusive ausführlichen Abbildungsbeschreibungen entweder noch nicht oder nicht mehr zum Gelesenen. Das alles fördert den Lesefluss nicht gerade, sodass der nötige Schwung für ein mitreißendes Manifest verlorengeht und die Aussage hinter dem Text verpufft.

    Im Nachwort der Autorin erfährt man dann erst, dass es sich bei diesem Buch um zwei verschriftlichte Vorträge der Autorin handelt, welche das erste und zweite (und damit schon letzte) Kapitel des Buches ergeben haben. Sie habe „der Versuchung widerstanden, drastische Veränderungen vorzunehmen, neue Themen einzuführen oder einige der Ideen, die hier nur angedeutet werden, ausführlicher darzulegen.“ Meines Erachtens hätten genau diese Ergänzungen dem Text durchaus sehr gut getan. Auch machen somit die vielen Abbildungen im Kontext von Vorträgen sehr viel mehr Sinn, da sie sicherlich während der Präsentation im Hintergrund in das Gesagte eingewoben worden sind.

    Insgesamt kann ich mich den Worten des Lobes, die ich vor dieser Lektüre in anderen, inspirierenden Büchern („FRAUEN LITERATUR“ von Nicole Seifert und „Handbuch für Zeitreisende“ von Kathrin Passig und Aleks Scholz) über „Frauen & Macht“ gelesen habe und die mich dazu animierten mir die Primärliteratur zuzulegen, nicht anschließen.

    Laut Wikipedia ist ein Manifest „eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur.“ Es seien „Sprechakte, die das Ziel hätten, die Welt zu verändern.“ Dieses Ziel hat die Autorin vielleicht auch bei Veröffentlichung im Sinn gehabt, meine Person hat sie damit aber nicht „leidenschaftlich aufrufen“ können. Sicherlich handelt es sich hier um ein geschichtswissenschaftlich solides, lesenswertes Werk für Interessierte. Hinter dem Ofen hervorlocken konnte es jedoch leider nicht so richtig.

  19. Cover des Buches Against White Feminism (ISBN: 9783446276727)
    Rafia Zakaria

    Against White Feminism

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkarawane

    Wer von uns migrantischen Frauen und Männern kennt es nicht: Wir werden in vermeintliche Dialoge verwickelt, die sich schnell als Monologe entpuppen – darüber, wie falsch unsere Meinungen, Perspektiven oder kulturellen Hintergründe angeblich sind. Ob es um diskriminierende Bedeutungen, moralische Vorstellungen oder unsere Traditionen geht – man will uns nicht nur belehren, sondern oft auch absprechen, überhaupt eine legitime Position zu haben. Denn schließlich, so scheint es, wissen andere besser, was richtig ist – für die Welt, für die Demokratie und für den Feminismus.

    Unaufgefordert werden uns Artikel und Bücher von weißen Autor*innen geschickt, deren Narrative vermeintlich allgemeingültig sind. Meist stammen sie von Akademiker*innen oder bekannten Journalist*innen, die – natürlich – belegen sollen, dass wir „gefährlich“ denken, Demokratie oder Frieden ablehnen und daher „aufgeklärt“ werden müssen. Was nichts anderes bedeutet, als dass wir „zivilisiert“ werden sollen.

    Rafia Zakarias Buch Against White Feminism ist ein eindringlicher Aufruf zur Neuausrichtung feministischer Perspektiven – hin zu einem Feminismus, der alle Frauen einschließt, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder sozialem Status. Ihr Anliegen ist einen intersektionalen Feminismus, der die Erfahrungen und Kämpfe von Women of Color nicht länger marginalisiert, sondern in den Mittelpunkt stellt.

    Zakaria spricht dabei nicht nur theoretisch, sondern auch aus eigener Erfahrung. In mehreren Kapiteln schildert sie schmerzhaft ehrlich, wie sie als nicht-weiße Frau mit weißem Feminismus konfrontiert wurde – mit Tokenismus, dem Silencing, Mikroaggressionen und einem entwürdigenden Alltagsrassismus, der demütigend, entmutigend und traumatisierend wirkt.

    Besonders bemerkenswert ist dabei Zakarias Fähigkeit zur Selbstkritik: Sie beschreibt Situationen, in denen sie selbst aufgrund mangelnder Vorbereitung oder Erfahrung Entscheidungen traf, die sie im Nachhinein reflektiert. Statt sich als perfekte Kritikerin zu inszenieren, zeigt sie sich als Teil eines Lernprozesses – ein seltener, aber ehrlicher Umgang mit eigenen Fehlern, der viele Leser*innen zum Nachdenken bringt.

    Bereits Clara Zetkin stellte auf dem Internationalen Arbeiterkongress in Paris fest: „Die Arbeiterinnen, welche nach sozialer Gleichheit streben, erwarten für ihre Emanzipation nichts von der Frauenbewegung der Bourgeoisie.“ Ein Zitat, das deutlich macht: Diese Spannungen innerhalb feministischer Bewegungen sind kein neues Phänomen, sondern ziehen sich historisch durch die feministische Geschichte – bis heute. Zakaria zeigt auf, wie weiße Feminist*innen Leid als Vorwand nutzen, um ihre eigene Agenda unter dem Deckmantel der „Befreiung“ durchzusetzen. Im Kontext internationaler Entwicklungspolitik treten westliche Geberländer gegenüber sogenannten „Nehmerländern“ häufig mit einem missionarischen Gestus auf – mit Angeboten, die nicht nur ungefragt, sondern teils ungefragt durchgesetzt werden. Die betroffenen Frauen werden dabei nicht gefragt, ob sie diese „Hilfe“ überhaupt wollen. Ganze Kulturen, Lebensweisen und kollektive Identitäten werden dadurch zerstört – im Namen von Fortschritt, Demokratie und Gleichstellung.

    Zakaria entlarvt diese postkolonialen Muster, in denen weiße Frauen sich selbst als Retterinnen inszenieren – ohne zu reflektieren, aus welchen Machtverhältnissen heraus sie handeln und welchen kolonialen oder rassistischen Logiken sie selbst unterliegen. Sie zeigt, wie westliche Feministinnen strukturelle Gewalt und Überlegenheit reproduzieren, selbst wenn sie es gut meinen – und dass gut gemeint oft das Gegenteil von gut gemacht ist.

    Historisch dominieren weiße Mittelschichtsfrauen den feministischen Diskurs. Sie galten lange als „die Expert*innen“, leiteten internationale Organisationen, bestimmten den feministischen Literaturkanon und setzten Themen wie sexuelle Selbstbestimmung, LGBTQ-Rechte oder Antirassismus auf die Agenda – oft jedoch ohne ihre eigenen Privilegien zu reflektieren oder Raum für andere Perspektiven zu lassen. Statt gemeinsam mit Schwarzen und migrantischen Frauen zu sprechen, sprachen sie über sie hinweg – und sicherten so ihre kulturelle Deutungshoheit.

    Zakaria, amerikanische Muslimin, Juristin und politische Theoretikerin, reiht sich mit ihrem Werk in die Tradition intersektionaler Denkerinnen wie Kimberlé Crenshaw, Audre Lorde oder Adrienne Rich ein. Mit analytischer Schärfe und persönlichem Erfahrungswissen zeigt sie, wie tief koloniales Denken in feministischen Bewegungen verwurzelt ist – ob bewusst oder unbewusst – und wie es echte Gleichstellung verhindert.

    Gleichzeitig zeigt sie auf, dass ein Feminismus, der Frauen of Color in den Mittelpunkt stellt – die an den Rändern und an den Schnittstellen der Unterdrückung leben –, letztlich allen Frauen zugutekommt. Wer Frauen an den Marginalisierungen stärkt, stärkt die Bewegung insgesamt. Ein Feminismus, der nur weiße, westliche Frauen ins Zentrum rückt, verschärft hingegen Ungleichheiten und richtet aktiv Schaden an.

    Against White Feminism ist kein bequemes Buch! Es ist unbequem für all jene, die sich selbst als feministisch verstehen, aber ihre eigene Rolle in globalen Machtverhältnissen nicht reflektieren wollen. Gleichzeitig ist es zutiefst stärkend und bestätigend für viele Women of Color, die sich in der weißen Dominanz des Mainstream-Feminismus nicht wiederfinden.

    Dieses Buch sollte gerade auch von weißen Leser*innen gelesen werden – besonders von jenen, die bereit sind, sich ehrlich mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Fehlern und blinden Flecken auseinanderzusetzen. Zakarias Werk ist ein Weckruf: für Selbstreflexion, für Solidarität, für strukturelle Veränderung. Ein zentrales Fazit zieht sich durch das ganze Buch: Wer Frauen of Color hilft, hilft allen Frauen. Ein Feminismus, der wirklich transformativ sein will, muss an den Rändern ansetzen – nicht im Zentrum der Macht.

  20. Cover des Buches gebärstreik (ISBN: 9783763803781)
  21. Cover des Buches Generation Ally (ISBN: 9783821839189)
    Katja Kullmann

    Generation Ally

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    KK schreibt über die damals sehr beliebte Serie auf Vox, aber in erster Linie geht es um das Aufwachsen ihrer Mädchen- und Frauengeneration, denen die Frauenquote immer zu spießig und einengend war und die so frei und ungebunden waren, daß sie ihren Besitz jederzeit eintüten konnten und am nächsten Tag ins Ausland hätten ziehen können. Erstaunlicherweise geht es in dem Buch um eher wenig um Ally (und ich habe die Serie damals sehr gern gesehen, s. letzter Satz des Buches), aber es stecken viele Wahrheiten drin, so daß man sich auch als Mann angesprochen fühlen Konnte (ich bilde mir allerdings ein, nicht so hilflos-kükenmäßig zu sein wie die beschriebenen y-Chromosom-Träger). In der am Ende beschriebenen "Luderliga" fehlte natürlich noch "Oberluder" Micaela Schäfer, und man würde dafür BRENNEN, eine aktualisiert Fortsetzung zu lesen.

  22. Cover des Buches Rebellische Frauen - Women in Battle (ISBN: 9783458683117)
    Marta Breen

    Rebellische Frauen - Women in Battle

    (18)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Die drei wichtigsten Anliegen der Frauenbewegung waren: das Recht auf Bildung, Arbeit und ein eigenes Einkommen, das Recht, an politischen Wahlen teilzunehmen, das Recht, über den eigenen Körper zu verfügen.‘ (Seite 23)

    ‚Rebellische Frauen‘ erzählt von Sklaverei und Sklavenbefreiung, Sojourner Truth und Frauenrechten, Jean‑Jacques Rousseau und der Französischen Revolution, Frauenwahlrecht und Suffragetten, Sozialismus und Clara Zetkin, Abtreibung und Verhütung, Regierungschefinnen und Präsidentinnen, Homosexualität und Pride‑Bewegung, Malala und Friedensnobelpreis.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es bietet spannende Einblicke in die Geschichte, Politik und Kultur, die Illustrationen sind lebendig gestaltet, und die Texte sind zwar knapp, aber sehr lehrreich.

    Dies ist ein Buch, das man gut an starke Frauen verschenken oder auch für sich selbst kaufen kann.

    ‚Wenn die Männer töten, so ist es an uns Frauen, für die Erhaltung des Lebens zu kämpfen. Wenn die Männer schweigen, so ist es unsere Pflicht, erfüllt von unseren Idealen, die Stimme zu erheben.‘ (Seite 66)

  23. Cover des Buches Feminismus für Eilige (ISBN: 9783746620671)
  24. Cover des Buches 1919 - Das Jahr der Frauen (ISBN: 9783869152219)
    Unda Hörner

    1919 - Das Jahr der Frauen

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Deutschland & Europa 1919: Mord an Rosa Luxemburg, Weimarer Verfassung tritt in Kraft, das Konzept der Waldorfschule etabliert sich, Käthe Kollwitz wird Professorin am Bauhaus, Dadaismus trifft den Nerv der Zeit. Wie die Collagen von Hannah Höch bastelt Unda Hörner aus 12 Monaten 12 Kapitel voll Kunst, Kultur und Politik.

    Viele berühmte Frauenpersönlichkeiten werden zu Protagonistinnen, statt zu Randfiguren der patriarchalen Geschichtsschreibung. Einige von ihnen konnte ich erst durch diesen Roman kennenlernen, darunter Hannah Höch, Gunta Stölzl, Marie Juchacz, Anita Augspurg, Sylvia Beach.

    Durch die vielen Wechsel der Blickwinkel wird das Buch nicht langweilig und bleibt interessant. Die Meilensteine der Frauenbewegung fand ich besonders stark dargestellt. Der Roman ist wie eine Frau: mutig, standhaft, voller Energie.

    1919. DAS JAHR DER FRAUEN | Unda Hörner | ebersbach & simon | 2019 | 242 Seiten| 22,00€

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks