Bücher mit dem Tag "#frauenlesen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "#frauenlesen" gekennzeichnet haben.

218 Bücher

  1. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

    (907)
    Aktuelle Rezension von: Barbara_Landwehr

    Ich habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.

    Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.

    Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.

    Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.

    Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.

    Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?

    Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.

    Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.

    Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.


  2. Cover des Buches Unterleuten (ISBN: 9783442719761)
    Juli Zeh

    Unterleuten

    (689)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm76

    Mit „Unterleuten” ist Juli Zeh ein beeindruckend vielschichtiger Roman gelungen, der ein ganzes Dorf zum Brennpunkt gesellschaftlicher, politischer und moralischer Spannungen macht. Das Buch spielt im fiktiven brandenburgischen Dorf Unterleuten, die Handlung ist im Jahr 2010 angesiedelt. Was auf den ersten Blick wie eine idyllische Ortsbeschreibung wirkt, entpuppt sich als Darstellung eines Ortes, der durch alte Feindschaften, neue Interessen und äußere Einflüsse rapide aus dem Gleichgewicht gerät.


    Auslöser ist der geplante Bau eines Windparks, der das soziale Gefüge des Dorfes komplett sprengt. Einheimische und Zugezogene, Idealisten und Opportunisten, Naturschützer und Investoren verfolgen ihre jeweiligen Ziele und wechseln je nach persönlichem Vorteil ihre Allianzen. Der Roman zeigt eindringlich, wie schnell ein Dorf mit nur rund 200 Einwohnern in einen Strudel aus Misstrauen, Manipulation und Machtkämpfen geraten kann. Die eigentliche Tragik liegt darin, dass fast alle Beteiligten von ihrer eigenen Rechtmäßigkeit überzeugt sind.


    Multiperspektivisches Erzählen – Wahrheit ist subjektiv:

    Die narrative Kraft des Romans basiert darauf, dass Zeh bewusst auf simplen Gut-Böse-Schemata verzichtet. Stattdessen arbeitet sie mit häufigem Kapitelwechsel aus unterschiedlichen Figurenperspektiven. Jede Figur handelt aus ihrer eigenen, subjektiven Logik heraus. Diese Konstruktion verdeutlicht pointiert: Es gibt nicht DIE objektive Wahrheit in diesem Streit. Die verschiedenen Standpunkte führen zwangsläufig zu tragischen Missverständnissen und eskalierenden Situationen. Dieser Ansatz fordert den Leser aktiv zur Reflexion über Mehrdeutigkeit und Partialwahrheiten heraus.


    Stil und Wirkung

    Zeh schreibt präzise, analytisch und zugleich unterhaltsam. Ihr Stil lässt sich als scharf beobachtend, politisch, psychologisch feinfühlig und oft ironisch beschreiben. Bemerkenswert ist, dass sich die über 600 Seiten trotz der inhaltlichen Komplexität erstaunlich flüssig lesen, da jeder Perspektivenwechsel neue narrative Dynamik ins Spiel bringt. Der Leser wird vom Sog des Ganzen erfasst, obwohl es keine klassische Krimi-Struktur gibt.


    Fazit

    „Unterleuten” ist ein herausragender Gesellschaftsroman, der eindrücklich demonstriert, wie fragil Gemeinschaften tatsächlich sind – und wie schnell Menschen zu Gegnern werden, sobald Interessenskonflikte auftreten. Juli Zeh entwirft ein präzises, spannungsgeladenes und oft erschreckend realistisches Bild ländlicher Machtstrukturen sowie menschlicher Abgründe.

    Dies ist kein gemütliches Dorfgeschichtenbuch. Es handelt sich vielmehr um eine schonungslose Gesellschaftsanalyse, die lange nachhallt und zum Nachdenken zwingt. Besondere Stärken liegen in der brillanten Figurenzeichnung – jede Figur ist glaubwürdig, widersprüchlich und authentisch menschlich –, der thematischen Relevanz (Energiewende, Demokratie, soziale Spaltung) sowie der unerwarteten Spannungsentwicklung trotz fehlender genre-typischer Strukturen.

    Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die anspruchsvolle zeitgenössische Literatur schätzen und verstehen möchten, wie das moderne Deutschland an den Schnittstellen von Ökologie, Politik und Menschlichkeit zerrieben wird.

  3. Cover des Buches One True Queen: Von Sternen gekrönt (ISBN: 9783473585991)
    Jennifer Benkau

    One True Queen: Von Sternen gekrönt

    (874)
    Aktuelle Rezension von: jule_loves_to_read

    Das Buch lag lange auf meinem SuB und jetzt hat es mich aus einer Leseflaute geholt – und wie…

    Ich war sofort gefesselt von der Geschichte um Mailin.

    Wie viel muss so ein junges Mädchen nur durchstehen? Zum Beginn war sie schon stark, aber ihre Stärke wächst und wächst im Laufe der Geschichte. Und egal, welche Hürden sie überwinden muss, sie verliert ihr eigentliches Ziel nie aus den Augen. 

    Der Schreibstil passte einfach perfekt zur Geschichte. Man konnte richtig in die Geschehnisse eintauchen. Ich habe mit Mailin gelacht, gebangt, mitgefiebert und vor allem geweint. Dieses Ende.. ich hoffe, mein Herz kann im zweiten Teil wieder zusammengesetzt werden 💔

  4. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

    (2.865)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Hoppe

    Ich hab schon einige Bücher von Cecelia Ahern gelesen und mag ihre Geschichten sehr gerne.  Eine herz zerreißende Geschichte und eine never Endingen Story mit happy End. Einfach toll. Ein großes Kompliment das es nur aus Briefen, Emails und Chat verlaufen besteht. Es ließ sich super toll und flüssig lesen. 

  5. Cover des Buches A Good Girl’s Guide to Murder (ISBN: 9783846602454)
    Holly Jackson

    A Good Girl’s Guide to Murder

    (797)
    Aktuelle Rezension von: Amelie_Engel

    Spoilerfreie Meinung💕

    Das Buch wurde mir als Einstieg in die Krimiwelt empfohlen. Und das war es wirklich! Es ist ein Jugendbuch, das zum Miträtseln einlädt. Es überwiegt die Ermittlungsarbeit der Protagonistin, weniger eine spannende Krimiatmosphäre. Das macht es aber nicht weniger fesselnd. Es werden sehr wichtige Themen angesprochen, die gut eingebunden wurden. Für mich kamen wenig Emotionen auf, aber der Spaß an der Suche des Täters hält einen definitiv am Lesen. Es ist ein Krimi zum Teilhaben. Wenn man gerne True-Crime Podcasts hört und gerne Kriminalfälle verfolgt, wird man viel Freude an diesem Buch haben.

    Achtung, ab hier folgen Spoiler❗

    Setting⭐⭐⭐,5

    Das Setting wurde wenig beschrieben, aber ich konnte mich trotzdem gut zurechtfinden. Dadurch überzeugt das Buch aber wenig durch eine besondere, atmosphärische Stimmung. Die Handlung steht stark im Vordergrund. Während des Lesens erschloss sich mir die Entferungen der Orte und der Welt nicht von alleine.

    Charaktere⭐⭐⭐⭐

    • Pip

    Pip fand ich schnell sympathisch. Ihre Hausarbeit ist für sie in dieser Zeit das Wichtigste und sie versteift sich darauf.  Sie erinnerte mich an einigen Stellen sehr an Kim aus den Büchern der drei Ausrufezeichen. Dazu passt für mich auch, dass sie manchmal sehr kurzsichtige Entscheidungen traf, wie sie sich in Nachrichten als jemand anderes (Chloe an Emma) ausgab. Es erschien mir unrealistisch, dass es den beiden ehemaligen Freundinnen nicht auffiel. Sie verabredeten sich beinahe am Ende des Nachrichtenaustauschs. Später bricht sie mit Ravi auch einfach in ein Haus ein, was ohne Konsequenzen blieb. Außerdem bringt sie sich öfter in Gefahr. Dabei hat sie zwar Spaß und verkopft sich sehr in den Ermittlungen, aber manchmal hätte ich mehr Vorsicht erwartet (z.B. dass sie die Drohbriefe meldet)

    Pip vertraute Ravi sehr schnell. Sie gab ihm einfach Informationen weiter und fand ihn von Beginn an sympathisch. Auf der einen Seite ging mir das zu schnell, auf der anderen Seite machte es deutlich, dass es sich dabei nicht um polizeiliche Ermittlungsarbeit, sondern "nur" um eine 17-Jährige mit Neugierde handelte.  Später im Buch beschlossen Ravi und Pip niemanden mehr direkt zu kontaktieren. Pip schrieb dennoch Rezensenten zum Ivy House an. Das wurde danach nicht mehr aufgegriffen. Für mich stellt das keinen großen Stolperer dar, aber ich bemerkte es.

    • Ravi

    Ravi stand ich zu Beginn skeptisch gegenüber. Ich vermutete sogar, dass er vielleicht seinen Bruder umgebracht hat. Er wirkte auf mich zu engagiert, zu bemüht, mit Pip die Ermittlungen zu führen. Es geht um seinen Bruder. Aber andererseits ist es schon Jahre her, die Justiz vermeintlich sicher und er lässt sich auf eine kleine Schularbeit mit Pip ein? Man erfährt über sein sonstiges Leben leider auch wenig. Was macht er sonst den ganzen Tag? Trotzdem wurde er mir immer sympathischer. Und ich hoffte immer mehr, dass diese sympathische Nebenfigur bestimmt nicht der Täter se. So kam es zum Glück auch. 

    Er setzt Pip später eine klare Deadline für ihren Versuch, Naomi zu schützen. Erst war ich darüber nicht glücklich, denn es entspricht dem Klischee, dass der Ältere (hier 20), die Jüngere (17) unter Druck setzt. Aber als er merkte, dass es ihr zusetze, nahm er es zurück. Er baute sie auf und riet ihr, sich erstmal auf ihre Prüfung in Cambridge zu konzentrieren.

    Ich war am Ende erleichtert, dass er nicht mit Pip zusammenkam. Dafür ist mir der Altersabstand zu groß, die Freundschaft zu schön.

    • Elliot

    Zu Elliot fiel mir nur ein Satz ein: Er hatte Angst, dass er für einen Mord verdächtigt werden würde, also beging er einen.

    Verwundert war ich aber darüber, dass er Pip sofort alles gestand.  Es wirkte unrealistisch, dass er all seine Spuren über Jahre verwischte , aber es einer 17jährigen für eine Schularbeit gestand. Das fiel nicht nur bei ihm auf, sondern bei einigen von Pips Tatverdächtigen. Für mich blieben Emotionen in der Luft hängen, die durch mehr Details vielleicht aufgekommen wären.

    • Cara & Naomi

    Während ich Cara sehr sympathisch fand, wusste ich anfangs (wie vom Buch gewollt) nicht, was es mit Naomi auf sich hat. Manchmal wünschte ich mir mehr Perspektiven im Buch, auch wenn es vielleicht verwirrend geworden wäre. Was hat sich Naomi bei Pips Ausfragerunden gedacht? Als ihre Auflösung kam, war ich zwar erleichtert. Trotzdem fehlte mir die Reaktion von Cara & Naomi auf Elliots Tat. Es lässt Interpretationsspielräume offen.

    Handlung⭐⭐⭐,5

    Das Buch spricht einige wichtige Themen an: Rassismus, Sexismus, Drogensüchte und warum es "Ja heißt Ja" braucht. Für mich waren alle Themen sinnvoll eingebunden. Mehrmals habe ich im Internet gelesen, dass es sich um den "White Savior" Trope handeln könnte, da Pip sich unbedingt für die "unterdrückte, schwarze" Familie einsetzen möchte. Dagegen stehen die Argumente, dass gesagt ist, wie problematisch es ist, dass Menschen eher Pip als Ravi zuhören. Ravi ist ein aktiver Teil und wird am Ende auch dafür belohnt. Es ist eine gemeinsame Arbeit, die Pip nicht für sich alleine nutzt.

    Durch die schnellen Geständnisse kam die Auflösung relativ unaufgeregt. "Es war dann halt so." Pip hielt später einen Vortrag, aber der Weg von dem sehr spannenden Setting mit Elliot zu dem Einreichen der Schularbeit wurde nicht beschrieben. Dadurch blieben bei mir Emotionen aus. Es wirkte eher wie Fakten, die am Ende feststanden.

    Am Ende bleiben einige Fragen für mich offen. Bei ihren Recherchen fällt Pip auf, dass Jason, Andies Vater, seine Frau sowie seine Töchter nicht immer gut behandelt. Nachdem die Tat rekonstruiert wurde und die wahren Täter enthüllt, spielte das für Pip keine Rolle mehr. Außerdem wurde zwar erwähnt, dass Pip sich mit Cara versöhnt hat. Da hätte ich es schön gefunden, wenn ich dieses Treffen lesen hätte können. So wirkte es auf mich sehr abrupt.

    Schreibstil-Gefühl⭐⭐⭐,5

    Der Schreibstil hielt mich gebannt. An wenigen Stellen wurde "Beweismaterial" im Drehbuch-Stil geschrieben, wo ich mich erwischte, eher drüberzulesen. Es las sich sehr gut, aber Emotionen verbinde ich mit diesem Buch nicht. Dafür fehlten mir die Bezüge. Pip handelte vieles schnell ab, ohne sich näher damit zu beschäftigen.

    Unterhaltung⭐⭐⭐⭐

    Das Miträtseln im Buch machte mir viel Spaß. Eine große Vorfreude auf Band 2 habe ich noch nicht, da der Fall für mich eigentlich abgeschlossen ist. Aber bestimmt werde ich trotzdem zu Band 2 in näherer Zukunft greifen. Die Serie steht auch auf meiner "Watch List". Ich bin gespannt, wie ich die Welt um Pip da wahrnehme.

  6. Cover des Buches Children of Blood and Bone (ISBN: 9783596712168)
    Tomi Adeyemi

    Children of Blood and Bone

    (499)
    Aktuelle Rezension von: AnnieHall

    Zélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. Doch Jahre später bekommt sie die Chance, die Magie nach Orïsha zurückzubringen. Dafür begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und muss ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein – besonders dem Kronprinzen, der alles daran setzt, die Rückkehr der Magie zu verhindern.

    Children of Blood and Bone entführt die Leserinnen und Leser in eine faszinierende Welt, die stark von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Früher konnten Flammentänzer das Feuer beherrschen, Geistwandler Träume erschaffen und Seelenfänger über Leben und Tod wachen. Diese kulturellen Einflüsse verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und heben sie von vielen klassischen Fantasywelten ab. 

    Im Mittelpunkt steht die junge Zélie, deren Mutter während der Blutnacht ermordet wurde. Ihre Wut, Trauer und Hoffnung sind spürbar und machen sie zu einer starken und glaubwürdigen Hauptfigur. Seit jener Nacht leben Menschen mit magischem Potenzial unterdrückt und in ständiger Angst, doch als sich für Zélie die Möglichkeit ergibt, die verlorene Magie zurückzubringen, beginnt eine gefährliche Reise durch Wüsten, Städte und spirituelle Welten. Besonders spannend sind dabei die verschiedenen Arten von Magie, die Götter und Rituale, die der Geschichte eine große Tiefe verleihen.

    Neben dem spannenden Abenteuer greift das Buch auch ernste Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung und Machtmissbrauch auf. Dadurch wirkt vor allem der Konflikt zwischen Magiern und Nichtmagiern emotional und teilweise erschreckend real. 

    Mitunter ist die Geschichte allerdings etwas überladen und schreitet sehr schnell voran. Viele Ereignisse passieren in kurzer Zeit, wodurch einige Entwicklungen oder Beziehungen etwas überstürzt erscheinen. Auch manche Nebenfiguren bleiben weniger ausgearbeitet, als es die komplexe Welt eigentlich verdient hätte.

    Trotzdem ist Children of Blood and Bone ein spannender und emotionaler Auftakt einer Fantasytrilogie mit einer starken Heldin und einer außergewöhnlichen Welt. Für LeserInnen von Jugendfantasy sowie Geschichten über Rebellion, Identität und Hoffnung ist das Buch eine klare Empfehlung. 

  7. Cover des Buches Ich bin Circe (ISBN: 9783961610952)
    Madeline Miller

    Ich bin Circe

    (414)
    Aktuelle Rezension von: Wildnwitchybooks


    „Circe“ von Madeline Miller ist noch ein Überbleibsel von meinem London Book Shopping Trip im letzten Jahr. Ich habe mir das Buch damals in London gekauft und jetzt endlich beendet – wobei „endlich“ hier tatsächlich ziemlich gut passt.


    Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios, passt jedoch von Anfang an nicht wirklich in die Welt der Götter. Sie wird von ihrer Familie verspottet und ausgegrenzt, bis sie entdeckt, dass in ihr eine ganz eigene Macht steckt: Hexerei. Schließlich wird sie auf die Insel Aiaia verbannt, wo sie ihre magischen Fähigkeiten immer weiterentwickelt und im Laufe ihres Lebens auf zahlreiche bekannte Figuren der griechischen Mythologie trifft, darunter Hermes, Daedalus und natürlich Odysseus. 


    Madeline Miller erzählt Circes Geschichte dabei aus einer feministischen Perspektive und macht aus einer Figur, die in den alten Mythen häufig über andere definiert wird, eine unglaublich vielschichtige Protagonistin mit ihrer ganz eigenen Geschichte. Gerade Circe selbst hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich mochte ihre Entwicklung, ihre Art und die Darstellung dieser Frau, die sich ihren Platz zwischen Göttern und Menschen erst selbst schaffen muss.


    Mein Problem mit dem Buch hatte deshalb eigentlich erstaunlich wenig mit dem Buch selbst zu tun: Ich bin gerade einfach komplett Fantasy-müde. Und leider fällt für meinen Kopf aktuell auch griechische Mythologie unter Fantasy. Dadurch bin ich beim Lesen ständig zwischen zwei Gefühlen hin und her geschwankt: „Oh, ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht!“ und „Ich habe gerade einfach überhaupt keinen Bock auf Fantasy.“


    Das hat dafür gesorgt, dass ich deutlich länger für das Buch gebraucht habe, als es eigentlich verdient hätte. Denn die Geschichte ist gut, Circe ist eine großartige Protagonistin und die feministische Neuerzählung der bekannten Mythologie hat mir wirklich gefallen. Ich glaube nur, dass ich dieses Buch zu einem anderen Zeitpunkt wesentlich mehr hätte genießen können.

  8. Cover des Buches Ophelia Scale - Die Welt wird brennen (ISBN: 9783570313831)
    Lena Kiefer

    Ophelia Scale - Die Welt wird brennen

    (864)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Der Einstieg in Die Welt wird brennen war für mich erstmal mit etwas Orientierung verbunden, aber ich war trotzdem ziemlich schnell in der Geschichte drin. Die Welt, die hier aufgebaut wird, ist definitiv nichts Leichtes – eher ungewohnt, aber gleichzeitig richtig gut durchdacht.


    Besonders spannend fand ich, wie erschreckend realistisch diese dystopische Welt wirkt. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, dass das alles gar nicht so weit weg von unserer eigenen Realität ist – und genau das hat für mich einen großen Reiz ausgemacht.


    Ophelia als Protagonistin fand ich stark, aber auch noch schwer einzuschätzen. Ich hatte das Gefühl, dass da noch viel mehr hinter ihr steckt, was vielleicht erst in den nächsten Teilen richtig zum Vorschein kommt.


    Die Atmosphäre war durchgehend spannend und das Tempo hatte für mich definitiv einen Sog – ich wollte schon wissen, wie es weitergeht. Trotzdem hat mich das Buch emotional nicht komplett abgeholt, weshalb es für mich eher „gut“ als ein echtes Highlight war.


    Es gab einige überraschende Momente und Plots, die das Ganze interessant gemacht haben, ohne dabei komplett vorhersehbar zu sein.


    Insgesamt ein solider Auftakt in eine Reihe mit viel Potenzial, der mich neugierig macht, aber noch nicht komplett überzeugt hat.


  9. Cover des Buches Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss Schmuckausgabe (ISBN: 9783737344067)
    Anna Benning

    Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss Schmuckausgabe

    (640)
    Aktuelle Rezension von: aheartforspinach

    So schnell wie das Buch mich mitgenommen hatte, bin ich wohl selbst in einen Vortex gefallen (haha, ich weiß! Schlechter Witz). Aber alle Witze beiseite: Das Buch ist wirklich extrem gut. Man kommt schnell rein und muss dabei zwar ein paar Begriffe lernen, doch das tut dem Buch in meinen Augen keinerlei Abbruch. Das Konzept der Vortexe fand ich super gut und interessant und auch Wettläufe ließen mich regelrecht mitfiebern. Auch, dass es endlich mal wieder eine richtig gute Dystopie ist, hat mich abgeholt.  

    Das Buch ist in meinen Augen für ein jüngeres Publikum geschrieben. Das finde ich absolut nicht schlecht oder bemängelswert - man sollte es nur wissen bevor man mit falschen Erwartungen heran geht. Stellenweise merkt man es an der Liebesgeschichte, aber auch bei Elaines Verhalten. Wobei... letzteres kommt in meinen Augen auch oft genug in Büchern vor, die junge Erwachsene ansprechen.

  10. Cover des Buches Das Lied des Achill (ISBN: 9783961612048)
    Madeline Miller

    Das Lied des Achill

    (472)
    Aktuelle Rezension von: Pantoffeltier

    Die Autorin erzählt die Geschichte des Halbgottes Achill aus der Perspektive seines Gefährten Patroklos. Der strahlend schöne Achill entscheidet sich dafür ein großer Kriegsheld zu sein – jedoch zum Preis, in der Schlacht zu sterben. Seine eigentlich ehrenhaften Ansichten werden in der Kriegsrealität auf eine harte Probe gestellt.

    Madeline Miller interpretiert die Geschichte aus der Illias neu. Der Fokus liegt sehr stark auf der Liebesgeschichte zwischen den beiden Männern, die in einem Krieg, in dem Menschen von Göttern gelenkt werden, keine Chance hat. Dieser Fokus wurde mit der Zeit etwas eintönig; ich hätte mir weitere Perspektiven auf die Geschehnisse gewünscht. Die vielen verschiedenen Menschen und Götter tauchen oft nur kurz auf und verschwinden dann wieder. Gerade die Nebencharaktere werden kaum charakterisiert und sich vielleicht darauf verlassen, dass man die Namen und Hintergründe schon aus seiner Allgemeinbildung kennt.
    Auslöser des Krieges ist natürlich der nicht näher spezifizierte Raub von Helena, die im Kriegsverlauf aber nicht mehr erwähnt wird. Frauen sind eben die Auslöser von Streitigkeiten und müssen sich im Krieg notgedrungen vor allem mit der Rolle als Sklavinnen abfinden. In Wirklichkeit geht es in diesem Krieg vor allem um gekränkte männliche Ehre und beleidigte Götter und Göttinnen. Selbst strategische Kriegsüberlegungen werden kaum ausgeführt. Dadurch wird die Botschaft aber auch klar: Dieser Krieg war eine endlose Gewaltspirale aus Rache, der Tod und das Leiden größtenteils sinnlos.
    Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen. Es ist aber eher intellektuell ansprechend als emotional. Weder Achill noch Patroklos wurden mir besonders sympathisch, aber ich habe die Handlung doch mit Interesse verfolgt und mein Wissen über griechische Mythologie mal wieder aufgefrischt.

  11. Cover des Buches Queen of Air and Darkness (ISBN: 9783442490608)
    Cassandra Clare

    Queen of Air and Darkness

    (271)
    Aktuelle Rezension von: BiblioJess

    Stichworte: Schattenjäger Universum, Band 3 von 3, Verbotene Liebe, Fluch, Parallelwelt, politische Umstürze und Gefahren.

    Meine Meinung:
    Ich beginne wie bei jedem Schattenjäger Buch: Ganz viel Liebe für dieses Universum, diese Bücher, diese Charaktere! Ich hab auch diese Generation wieder sehr ins Herz geschlossen, und das Buch war ein wirklich fulminantes Ende der Reihe (aber mit einigen offenen Handlungssträngen für die nächste!). Es hätten auch 100 Seiten weniger sein können, und gerade Emma hat mich hier manchmal aufgeregt, aber abgesehen von Feinheiten war ich wieder rundum gebannt und emotional endlos tief drin.

    Ich könnte noch weitere 20 Jahre alles von den Schattenjägern aufsaugen. Empfehlung!

    4,5 Sterne

  12. Cover des Buches Love to share – Liebe ist die halbe Miete (ISBN: 9783453360358)
    Beth O'Leary

    Love to share – Liebe ist die halbe Miete

    (735)
    Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooks

    Dieses Buch lag viel zu lange auf meinem SuB. Die Idee fand ich cool, aber ich habe es trotzdem immer wieder vor mir hergeschoben. Jetzt bin ich so froh, dass ich es endlich gelesen habe!

    Erzählt wird abwechselnd aus Leons und Tiffys Sicht und genau das hat die Geschichte für mich so besonders gemacht. Beide Figuren haben ihre eigenen Baustellen, ihre Emotionen sind so greifbar und ehrlich. Dieser Perspektivwechsel hat der Story enorm viel Tiefe gegeben.

    Die Ausgangssituation ist super: Zwei Menschen teilen sich eine Wohnung sehen sich aber nie und kommunizieren nur über kleine Zettel. Tiffy ist frisch getrennt und kämpft noch mit dem Liebeskummer Leon ist anfangs noch in einer Beziehung das hat mich zuerst kurz zögern lassen. Ich dachte das fühlt sich vielleicht komisch an. Aber meine Zweifel waren komplett unbegründet. Es war richtig authentisch und hat mich emotional total abgeholt.

    Besonders berührt hat mich Leons Job auf der Palliativstation. Die Nebenfiguren dort und Leons Bruder haben der Geschichte eine tolle Tiefe verliehen. Auch Tiffys Alltag und der Plot mit ihrem Ex habe ich so nicht erwartet das hat die Story nochmal spannender gemacht.

    Am Anfang brauchte ich ein paar Seiten um richtig reinzukommen und es gab ein, zwei ruhigere Stellen die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber insgesamt bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

    Die kleinen Zettel die Gesten und das langsame Kennenlernen das war so schön erzählt und hat mich total gepackt. Die Story wird mit jeder Seite besser ernster und auch witziger. Die Nebenhandlungen vor allem rund um Leons Bruder haben mich echt berührt.

    Fazit:
    Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit viel Herz und berührenden Momenten. Charmant tiefgründig witzig und emotional ich bin so froh dass ich das Buch eine Chance gegeben habe.

    
4,5/5

  13. Cover des Buches Wenn Männer mir die Welt erklären (ISBN: 9783455001969)
    Rebecca Solnit

    Wenn Männer mir die Welt erklären

    (109)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    In "Wenn Männer mir die Welt erklären" seziert die feministische Ikone Rebecca Solnit in neun Essays was es bedeutet, als Frau im Patriarchat zu leben. Sie schreibt von alltäglicher männlicher Überheblichkeit, der Kernfamilie als Institution, Gewalt gegenüber Frauen, dem Kassandra-Syndrom und postkolonialen Machtverhältnissen. Ihr titelgebender Essay über Mainsplaining ist damit also nur der Einstieg in ein Buch, das ganz verschiedene Aspekte feministischer Theorie und Realität aufgreift. Die Autorin steigt tief in die Gräben feministischer Debatten hinab und legt eine Vielzahl von Ungleichheiten offen, mit denen Frauen nach wie vor konfrontiert sind.  

    "Gewalt hat keine Ethnie, Klasse, Religion oder Nationalität, aber ein Geschlecht."

    Besonders eindrücklich ist das Kapitel, das sich mit Zahlen und Fakten zu Gewalt gegen Frauen beschäftigt. Auch wenn sich viele Beispiele auf die USA beziehen, ist die dargestellte Realität erschreckend universell und wirkt weit über den konkreten Kontext hinaus. Was der Autorin ebenfalls sehr gut gelingt, ist das Sichtbarmachen subtiler Machtstrukturen. Sie zeigt, wie Unterdrückung sich als vermeintliche Ohnmacht, als „Natur der Dinge“, als gesellschaftliche Normalität tarnt und dadurch umso schwerer zu benennen ist. Dafür verbindet sie stilistisch Schärfe mit Witz und analytischer Klarheit. Die einzelnen Essays unterscheiden sich leicht im Ton, sind aber alle zugänglich geschrieben und als Einstieg in das Thema gut geeignet. Besonders im letzten Drittel, in dem sie den Bogen über kulturelle Narrative bis hin zu literarischen Bezügen, etwa zu Virginia Woolf, spannt, wird es aber gelegentlich etwas trocken. Nichtsdestotrotz entsteht ein vielschichtiges Bild, das sowohl intellektuell anregt als auch emotional nachhallt. 

    "Wir sind entweder gemeinsam frei oder gemeinsam unfrei. Wer glaubt, er müsse gewinnen, dominieren, bestrafen und uneingeschränkt herrschen, ist mit Sicherheit alles andere als frei."

    Bemerkenswert ist zudem, wie aktuell das Buch trotz seines Alters wirkt. Auch mehr als ein Jahrzehnt nach Veröffentlichung treffen viele Beobachtungen noch immer ins Schwarze. Eine traurige Bilanz der Entwicklungen der letzten Jahre! Rebecca Solnit zeigt also auch, dass Fortschritte im Feminismus keineswegs linear verlaufen und bereits Erkämpftes immer wieder infrage gestellt werden kann. Umso wichtiger ist der beharrliche Aufruf, jetzt nicht stehen zu bleiben, sich auf Veränderungen auszuruhen, sondern weiterzukämpfen! 

     

    Fazit

    "Wenn Männer mir die Welt erklären" ist auch zehn Jahre nach Erscheinen ein wichtiges und leider nach wie vor hochaktuelles Buch. Rebecca Solnit gelingt es in neun Essays, komplexe feministische Themen klug, eindringlich und leicht greifbar zu machen – auch wenn einzelne Passagen dabei etwas trocken ausfallen. 

     

  14. Cover des Buches Sprache und Sein (ISBN: 9783446265950)
    Kübra Gümüsay

    Sprache und Sein

    (128)
    Aktuelle Rezension von: Bibliokate

    Ein Stereotyp ist wie ein Panzer. Doch er beschützt nicht diejenigen, die ihn tragen, sondern die Ignoranz der Außenstehenden. Stereotype sind Panzer der Ignoranz, die die Ignorierten zu tragen haben. Sie wiegen schwer, sie belasten die Träger*innen und zwingen sie in schwachen, menschlichen Momenten in die Knie" s. 69


    Kübra Gümüşay hat mit "Sprache und Sein" ein beeindruckendes, manchmal schmerzhaftes und wachrüttelndes Buch verfasst. 


    Wie beeinflusst Sprache wie wir Unterschiede wahrnehmen, wie manifestiert sich Rassimus und unterdrückung in unserem Sprachgebrauch und welche Schritte und Methoden braucht es um unsere Sprache und somit auch unser Denken zu verändern. 


    Mal wissenschaftlich, mal sehr persönlich erkundet sie die Möglichkeiten die unsere Sprache uns eröffnet aber auch die Grenzen ebendieser. 

    Wie können wir eine Pluralistische Welt schaffen in der alle Erfahrungen und Lebensrealitäten valide sind? 


    "Wie aber würde sich unsere Wahrnehmung dieser Gesellschaft verändern, wenn wir sie ausschließlich mit dem Blick eines von Armut bedrohten Menschen betrachten und beschreiben würden? Wie würden sich unsere Geschichten über uns selbst verändern und infolgedessen unsere Gesellschaft selbst?" S.161

    Was Kübra Gümüşay auf diesen knapp 200 Seiten auszudrücken vermag ist absolut unglaublich, kraftvoll und zum umdenken anregend.

    Ein Buch das beim Erscheinen nicht umsonst große Beachtung erfahren hat und nach wie vor absolut empfehlenswert ist. Ich hoffe dieses großartige Buch erreicht noch einige Köpfe und Herzen mehr. 


  15. Cover des Buches Wolfszeit (ISBN: 9783473584437)
    Nina Blazon

    Wolfszeit

    (181)
    Aktuelle Rezension von: LissiB

    Dieser quasi historische Roman hat in mir wirklich jegliche Empfindungen ausgelöst. Dachte ich auf den ersten 150 Seiten noch "wann geht's denn jetzt endlich mal los" (ich hätte beinahe abgebrochen), hat mich der Roman ab dem zweiten Drittel so sehr gefesselt und gepackt, dass ich manchmal kaum gewagt habe, zu atmen. Die Geschichte basiert auf einer wirklich tollen Recherche und diversen Hintergrundfakten, die die Autorin in Erfahrung gebracht hat. Sie hat sich bei ihrer Erzählung von vielen Experten leiten lassen und somit ist eine Geschichte entstanden, die mich mit ihrer Wendung am Ende überrascht hat, aber so gut wie keine Logikfehler aufwies, sodass sie glaubhaft war und mich in ihren Bann ziehen konnte. Ein gelungenes Werk! Aufgrund der langen "Vorgeschichte", bis der Protagonist so richtig eintaucht in die rasanten Geschehnisse, hat es mir ein weeenig zu lange gedauert, daher ein halber Stern Abzug, sodass ich auf 4,5 Sterne komme :) Nina Blazon kann's einfach. 

  16. Cover des Buches Faye - Herz aus Licht und Lava (ISBN: 9783743201910)
    Katharina Herzog

    Faye - Herz aus Licht und Lava

    (235)
    Aktuelle Rezension von: Marceline

    Ich kann mir gut vorstellen, das mein 13 jähriges Ich dieses Buch spannend gefunden hätte. Aber jetzt, doppelt so alt ist es für mich ein absolutes nö.

    Die Protagonistin wirkt echt derbe unglaubwürdig, ihre anbandelnde Beziehung ist super seltsam und die ganze Situation mit dem Baum, dem Herz und den 18 Jahren ist total schräg.

    Also ok für jüngere Leser.

    Aber für mich war’s Zeitverschwendung. 

  17. Cover des Buches Bridget Jones. Schokolade zum Frühstück (ISBN: 9783730616000)
    Helen Fielding

    Bridget Jones. Schokolade zum Frühstück

    (1.110)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_K1

    Ich fand die Art von Bridget oft sehr anstrengend und habe mich häufig gefragt, wie unfähig ein Mensch sein kann. Auch wenn es zwischendurch mal was zum schmunzeln gab.

    Bin relativ schnell aufs Hörbuch umgestiegen und hätte es ansonsten sicherlich nicht beendet. War ganz nett nebenbei, aber einfach nicht meins.

  18. Cover des Buches Die Zeuginnen (ISBN: 9783492316651)
    Margaret Atwood

    Die Zeuginnen

    (236)
    Aktuelle Rezension von: einbisschenbuecherei

    Die Fortsetzung von „Der Report der Magd“ bietet eine fesselnde Erzählung aus drei Perspektiven: Tante Lydia, Agnes und Daisy.  Obwohl sich das Buch vom ersten Band unterscheidet, ist es dennoch außergewöhnlich gut geschrieben.


    Es liefert reichlich Hintergrundinformationen zu Gilead, seinen Machtstrukturen und den dortigen Gräueltaten. Einige offene Fragen aus dem ersten Band werden beantwortet.


    Die Geschichte wird durch die Akten der Zeuginnen und vorhandene Zeugenberichte erzählt. Der Schreibstil ist klar und verständlich und zieht den Leser in die Geschichte hinein.


    Margaret Atwood hat mit ihrer Reihe eine erschreckende und widerwärtige Welt geschaffen, die nichts für schwache Nerven ist. Auch der zweite Teil ist ein unglaublich spannendes Buch, das den Leser glauben lässt, dass es nicht noch schlimmer werden kann.


    Wer den ersten Teil mochte, sollte unbedingt auch Teil Zwei lesen.

  19. Cover des Buches The Handmaid's Tale (ISBN: 9780099563143)
    Margaret Atwood

    The Handmaid's Tale

    (175)
    Aktuelle Rezension von: buecher_t1na

    Dieses Buch lag schon länger bei mir zuhause. Meine neue Kollegin hatte mir erzählt, dass sie die Serie gerade schaut und super spannend findet. Daraufhin meinte ich, ich würde zuerst das Buch lesen und dann die Serie schauen - und zufällig kam die Serie jetzt im Mai zu Netflix. Also ran an's Buch! Wobei ich mich dunkel erinnerte, dass ich zumindest Teile der ersten Staffel irgendwann schon mal gesehen hätte... Nun ja, auf ein Neues!

    Ich hatte hier einige Kommentare dann auch gelesen und kann nachvollziehen, dass das Buch schwierig zu lesen ist.
    Da alles nur aus Offreds Sicht geschrieben ist, sind das ja auch keine aktiven Dialoge. Cora said..., Rita said.....Das war anstrengend.
    Genauso konnte Offred ja oft nur in Erinnerungen schwelgen, aber dadurch, dass auch alles in derselben Schriftart war, war es teilweise schwer nachzuvollziehen, wo das jetzt spielt.
    Es gibt sozusagen drei Zeiten - die Gegenwart in der Offred im Hause von Fred und Serena als Handmaid lebt. Zusätzlich die Zeit im Center, als die Mädchen zu "Handmaids" ausgebildet wurden und die Zeit "vorher", als sie mit Luke und ihrer Tochter Hannah war.
    Ich finde, das ist in der Serie natürlich einfacher nachzuvollziehen, da Offred dann natürlich auch normale Kleidung trägt. Von daher, war das Buch sehr anstrengend. Aber ich hab's durchgezogen, denn interessant war es ja schon irgendwie.
    Aber für mich wurde es spannender als Serena das mit Nick angesprochen hat, als kleines Geheimnis und Offred dann doch öfter mal rüber geschlichen ist.
    Die Serie finde ich deutlich einfacher, da natürlich auch viel mehr Interaktion vorhanden ist und man auch andere Charaktere sieht - denn klar, man weiß ja nicht, was mit den anderen Handmaids im Buch passiert.
    Dennoch sehr interessant, aber lesen würde ich es nicht nochmal. 😅

  20. Cover des Buches Der Sprung (ISBN: 9783257245790)
    Simone Lappert

    Der Sprung

    (288)
    Aktuelle Rezension von: Sanni_Koz

    Das Buch "Der Sprung" von Simone Lappert handelt von einer Frau (Manu) die auf einem Dach steht und sich weigert herunterzukommen. Niemand weiß, was in ihr vorgeht und ob sie womöglich springen möchte.

    Im Buch werden 3 Tage behandelt, der Tag davor und Tag 1 & Tag 2 - die Erzählweise erinnert an einen Episodenfilm mit unabhängigen Geschichten, die sich dann zum Ganzen verweben. Jeder Tag wird aus den unterschiedlichen Sichten von 10 Figuren erzählt, die mehr oder weniger mit Manu zu tun haben - hier merkt man, welche Auswirkungen Manus Verhalten auf eine Stadt hat. Der Detailreichtum überzeugt bis zum Schluss und fesselt einen ans Buch - man spürt im Buch, dass sich die Autorin jede Charaktere hat wachsen lassen mit dem Buch und der Handlung.

    Dadurch, dass es viele verschiedene Sichtweisen, von den unterschiedlichen Personen gibt, ist das Buch etwas kompliziert zu lesen. Es empfiehlt sich Notizen beim Lesen zu machen, um die Zusammenhänge zwischen den Personen zu begreifen und nicht durcheinander zu kommen.

    Das Buch ist mit viel Feingefühl und Empathie geschrieben. 

  21. Cover des Buches Das flüssige Land (ISBN: 9783608964363)
    Raphaela Edelbauer

    Das flüssige Land

    (126)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Ruth Schwarz ist Physikerin in Wien, die schon einige Zeit an ihrer Habilitation schreibt. Als ihre Eltern bei einem Autounfall sterben, möchten sie deren Wunsch erfüllen und die Beerdigung im Geburtsort Groß-Einland arrangieren. Aber wo befindet sich dieser Ort, den Ruth nur vom Hörensagen kennt, gelegen irgendwo zwischen Niederösterreich und der Steiermark? Auf ihrer tagelangen Irrfahrt gelangt Ruth irgendwann in die Gastwirtschaft zur tausendjährigen Eiche und damit findet sie den ersten Anhaltspunkt. Groß-Einland entpuppt sich als geheimnisvoller Ort, den Ruth mehrere Jahre nicht verlassen wird, was wir schon auf Seite 11 erfahren. Der Ort gleicht einem Museumsdorf und steht wortwörtlich auf wackeligen Beinen, denn unter ihm befindet sich das "Loch", das von allen Einwohnern konsequent ignoriert wird.

    Was für eine Geschichte! Eine Naturwissenschaftlerin wird mit einem Naturphänomen konfrontiert und gleichzeitig wird alles in eine unglaublich phantasievolle, fantastische Geschichte verpackt, die letztlich die Vergangenheit anprangert. Mir hat das alles sehr gut gefallen. Die vielen sprachlichen Anspielungen: da ist ein "Raster verrutscht", da "hängt alles schief" und da werden "Leerstellen gestopft", das alles ist doppeldeutig und passt so gut. Gemeinsam mit der Protagonistin verliert man zudem den Bezug zu Zeit und Raum. Die Geschichte ist voller skurriler Figuren und es ist beeindruckend, mit welchem Gleichmut die wunderlichsten Dinge beschrieben und von diesen Figuren durchgeführt und akzeptiert werden. Für mich hält der Klappentext die Ankündigung eines "unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassenden" Textes absolut ein. Ein gelungener Debütroman, der es zu Recht auf die Shortlist des Deutschen und des Österreichischen Buchpreises 2019 geschafft hat. Wer einmal einen "Heimatroman" der ganz anderen Art lesen möchte, sollte zugreifen.

  22. Cover des Buches Vengeful - Die Rache ist mein (ISBN: 9783596705023)
    V. E. Schwab

    Vengeful - Die Rache ist mein

    (223)
    Aktuelle Rezension von: Tigerlilly94

    Band 1 um den Antihelden Victor Vale hat mich begeistert, Band 2 finde ich ebenfalls sehr gelungen. Hier kommen alte Bekannte und neue EOs zusammen und sorgen für eine explosive Mischung. Spannend, düster, unverblümt. Mir waren nur die Zeitwechsel ein bisschen zu sprunghaft, da brauchte ich erst einmal eine Weile, um reinzukommen. Davon ab hat mir die Geschichte gut gefallen.

  23. Cover des Buches Unsere Welt neu denken (ISBN: 9783548064666)
    Maja Göpel

    Unsere Welt neu denken

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Die Welt macht gerade gesamtgesellschaftliche Entwicklungen durch, die deutlich zeigen, dass die Menschheit so wie bisher nicht weitermachen kann. Maja Göpel möchte aufzeigen, welche alten Verhaltensweisen hinderlich sind und welche stattdessen eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen.


    Wieder einmal bin ich bei einem Sachbuch von seiner Struktur begeistert. Maja Göpel beleuchtet in jedem Hauptkapitel einen anderen gesellschaftlichen Aspekt wie etwa Natur, Konsum, aber auch Gerechtigkeit und stellt stringent schädliche und förderliche Sichtweisen gegenüber. Am Ende des Kapitels folgt eine kurze Zusammenfassung. Wer davon noch nicht genug hat, findet am Ende von „Unsere Welt neu denken. Eine Einladung“ eine weiterführende Literatur- und Linkliste. Dafür schon einmal großes Lob!

    Zwei kleinere Kritikpunkte hätte ich noch anzubringen. Zum einen wirkt manches eher zusammenfassend und Göpels eigene Ansichten kamen mir etwas zu kurz, so dass manche Kapitel wie eine Gegenüberstellung der Meinungen anderer wirkten, ohne groß kommentiert zu werden.

    Das heißt jedoch nicht, dass Maja Göpel mit ihrer Meinung hinter dem Berg hält, ganz im Gegenteil: Sie macht ihre Position als Ökonomin stark deutlich. Das bedeutet, dass das Buch teilweise wirtschaftlich aufgeladen ist. Da ich mich in dem Bereich jedoch nur bedingt auskenne, fand ich das Buch stellenweise doch recht anstrengend zu lesen.


    Keine Frage: „Unsere Welt neu denken“ ist – gerade in der aktuellen Zeit – ein enorm wichtiges Buch, das ich gerne gelesen habe. Und ja, ein Buch kann anstrengend sein und trotzdem gut!

  24. Cover des Buches Vicious - Das Böse in uns (ISBN: 9783596705030)
    V. E. Schwab

    Vicious - Das Böse in uns

    (489)
    Aktuelle Rezension von: Lissianna

    Die Geschichte dreht sich um zwei ambitionierte Medizinstudenten, die ein riskantes Experiment wagen: Sie wollen den Tod überwinden, um mit besonderen Fähigkeiten ins Leben zurückzukehren. Der Plan gelingt – doch die Konsequenzen sind weitreichender und düsterer als erwartet. Während der eine nahezu unsterblich wird, kann der andere Schmerz kontrollieren. Schnell wird klar, dass solche Kräfte nicht automatisch etwas Gutes bedeuten.

    Der Roman ist durchgehend spannend und lebt von seiner düsteren, fast schon beklemmenden Atmosphäre. Allerdings hatte ich einige Schwierigkeiten mit dem Erzählstil. Die zahlreichen Zeitsprünge haben es mir nicht leicht gemacht, der Handlung immer zu folgen und die Zusammenhänge vollständig zu erfassen. Auch die beiden Hauptfiguren blieben mir emotional eher fern. Ihre Entscheidungen wirkten oft extrem und schwer nachvollziehbar. Besonders Eli erschien mir zunehmend problematisch, da er sich selbst eine gottähnliche Rolle zuschreibt. Victor hingegen wirkte im Vergleich etwas greifbarer.

    Sehr gelungen fand ich die Nebenfiguren, vor allem Serena und Syd, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Insgesamt bietet das Buch viel Action und Spannung, besonders im Zusammenspiel mit Victor und Syd. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Thriller-Elemente die eigentliche Fantasy zu stark in den Hintergrund gedrängt haben. Das Ende überzeugt mit überraschenden Wendungen und einem offenen, neugierig machenden Abschluss.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks