Bücher mit dem Tag "frauenrechte"

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230 Bücher

  1. Cover des Buches Animant Crumbs Staubchronik (ISBN: 9783959913911)
    Lin Rina

    Animant Crumbs Staubchronik

     (963)
    Aktuelle Rezension von: wortverzaubert

    Animant Crumb ist durch und durch ein Bücherwurm.

    Sie verbringt lieber die Zeit mit einem guten Buch wie mit anderen Menschen. Doch dann wird ihr ein Job unterbreitet in einer Londoner Bibliothek. Ani willigt ein und eine völlig neue Welt eröffnet sich für die junge Frau.

    Meine Erwartungen an die Geschichte konnten leider nicht vollends erfüllt werden.

    Ich habe das Buch immer wieder als langatmig empfunden und teilweise wurde bereits in den Kapitelüberschriften zu viel verraten. Dadurch hatte ich erst recht den Eindruck, dass in den Kapiteln nicht mehr viel Neues auf mich zu kommt.

    Der Schreibstil ist altertümlich gehalten. Die alte Sprache passt gut zur Geschichte, da sie im Jahr 1890 spielt. Allerdings braucht man etwas Zeit, um hineinzufinden und sich daran zu gewöhnen.

    Positiv finde ich die Entwicklung der Hauptfiguren. Animant und Thomas durchlaufen beide eine interessante Veränderung, die ihre Charakter formt.

    Gut dargestellt ist auch die Rolle der Frauen in der damaligen Zeit. So war es zum Beispiel für Frauen nicht üblich zu studieren, oder eine Bibliothek zu besuchen.

    Nach wie vor bin ich von dem wunderschönen Cover sehr angetan!

  2. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.226)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil I einer Trilogie (Jahrhundert-Saga: Sturz der Titanen-Winter der Welt-Kinder der Freiheit)

    „Die Herrscher Europas haben etwas Schlimmes und Dummes getan, das zehn Millionen Menschen das Leben gekostet hat.“ (S. 899)

    Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert. In seiner Jahrhunderttrilogie nimmt uns Ken Follett mit in ein bewegendes Jahrhundert europäischer Geschichte.

    Inhalt

    Der Auftakt STURZ DER TITANEN beginnt in den Zehner Jahren des 20. Jahrhunderts. In England spüren die Bergleute die Auswirkungen der Industrialisierung körperlich – nie ausbleibende Unfälle, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und ein selbstgefälliger Adel, der die rechtelosen Bürger ausbeutet. Ausbeutung durch die privilegierten Fürsten spürt auch das russische Volk -nachdem 1905 ein Bürgeraufstand blutig niedergemetzelt wurde, brodelt es gefährlich im Zarenreich. Im deutschen Kaiserreich herrscht ein arrogantes Machtstreben nach einem „Platz an der Sonne“ -eine Vereinbarung mit dem Nachbarreich Österreich-Ungarn bringt die Schwarzpulverfässer in Stellung, ein Funke aus Sarajevo entzündet sie. Der Machthunger nach der Vorherrschaft in Europa unter den Obersten der Staaten entfacht einen verlustreichen Krieg und Revolutionen in Politik und Gesellschaft folgen.

    Tipp: lest nicht den Klappentext! Ich bin froh, dass ich ohne viel Vorwissen in die Geschichte eingestiegen bin.

    Schreibstil

    Downton Abbey trifft auf einen Politthriller. Ken Follett, der Stephen King des historischen Romans, erzählt authentisch und so charakterstark wie ein Lew Tolstoi. Seine unterschiedlich angelegten Figuren haben Tiefe, Ausstrahlungskraft und Gefühl. Die Charakterentwicklungen sind authentisch und machen Spaß zu Lesen. Die verwobenen Liebesgeschichten lockern den ernsten Hintergrund auf, aber wirken ab und an etwas zu seicht, schmachtend, groschenromanhaftig. Es hält sich aber noch in annehmbaren Rahmen.

    Protagonisten

    Der Einstieg gelingt leicht. Billy Williams, ein Junge aus dem englischen Volk, erlebt seinen ersten Arbeitstag untertage. Der Leser bekommt ein Gefühl für die miserablen Arbeitsbedingungen und mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen in der Industrialisierung und erlebt im Laufe der Geschichte wie sich eine Arbeiterbewegung etabliert. Billys Schwester, Ethel arbeitet im Gutshaus der adeligen Familie Fitzherbert, was bei mir ein Gefühl von Downton Abbey aufkommen ließ. Das Familienoberhaupt Earl Fitz engagiert sich im britischen Oberhaus, dem House of Lords. Seine Schwester Maud ist Frauenrechtlerin, abwertend: Suffragette. Politische Spannungen sind da vorprogrammiert.

    Durch sein politisches Engagement unterhält Fitz Beziehungen zu Diplomaten und Attachés u.a. aus Deutschland, Österreich und Amerika. Die Männer treffen sich in England, bauen Bekanntschaften, sogar Freundschaften auf. Der Deutsche Sozialdemokrat Walter von Ulrich, der immer wieder gegen seinen konservativen Vater ankämpfen muss, verliebt sich in Fitz Schwester Maud. Walters österreichischer Cousin Robert unterstützt die beiden. Der Amerikaner Gus ist auch noch mit von der Partie, wird aber erst spät in der Handlung interessant.

    Durch seine Ehe mit der Russin Bea unterhält Fitz auch Beziehungen zum Zarenreich, in dem zwei junge Brüder durch das zaristische Regime zu Waisen wurden. Grigori musste schon früh lernen für sich und seinen jüngeren Bruder Lew aufzukommen. Während er unerbittlich für seinen großen Traum -nach Amerika zu emigrieren- schuftet, lebt Lew von einem Tag auf den nächsten und bringt sich in folgenreiche Schwierigkeiten.

    Nach und nach verschachteln sich die einzelnen Handlungsstränge der Protagonisten. Es ist ein Fest, diese Verbindungen nachzuverfolgen, noch dazu, weil auch historische Persönlichkeiten gekonnt einbezogen werden. So kann sich der Lesende über die Auftritte von Woodrow Wilson, König George V., David Lloyd George, Kaiser Wilhelm II, Trotzki und Lenin „freuen“.

    Contra: Gerne hätte ich auch noch eine französische Perspektive gelesen…aber wahrscheinlich hätte das doch den Rahmen gesprengt. Das Buch hat immerhin schon 1020 Seiten…nicht unbedingt ein Buch, dass man überallhin mitnimmt.

    Fazit

    STURZ DER TITANEN von Ken Follett ist ein opulentes Familiendrama rund um den ersten Weltkrieg (Zeit der Handlung: ca. 1911-1923)  mit differenzierten Charakterzeichnungen à la Tolstoi. Follett schreibt polithistorisch fundiert, spannend & gefühlvoll! Politische Spannungen wie in einem Politthriller, Geschlechter- und Standeskonflikte und tragische Liebesgeschichten sind vor dem historischen Setting authentisch verwebt. Dieser Roman ist eine Mahnung zum Frieden und ein Ruf nach Völkerverständigung ganz in der Tradition der Antikriegsromane, jeder sollte es lesen!

    Tipp: Der Roman wird auch grandios vertont von Philipp Schepmann (Lübbe Audio, ca. 37 Std).

     

    STURZ DER TITANEN. Die Jahrhundertsaga. | Ken Follett| aus dem Englischen von Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher| Illustrationen von Tina Dreher| Bastei Lübbe Hardcover| 2010| 1020 Seiten| 28,00€ (erhältlich nur noch die Taschenbuchausgabe für 15,00€)

  3. Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783961610006)
    Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

     (342)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Mir gefiel die Geschichte an sich, allerdings hat mich der Schreibstil massiv gestört. Die fast 15-jährige, bildungsarme und dennoch charakterstarke Protagonistin Mary schreibt diese Geschichte- ihre Geschichte. Sie schreibt in einfachen Sätzen mit schwachem Ausdruck, ohne korrekte Zeichensetzung und mit Rechtschreibfehlern. Dieser Umstand hat mich sehr in meinen Lesefluss gestört. Ich verstehe, dass die Autorin diese Art des Erzählens gewählt hat, allerdings fühlte ich mich durch die Eintönigkeit der Sprache schnell gelangweilt.

  4. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof (ISBN: 9783548289960)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof

     (298)
    Aktuelle Rezension von: leonielinder

    Die Kulisse dieses Romans verdient sicherlich einen Pluspunkt: ein Gutshaus in Schweden - wunderschön!

    Wäre dieses Buch 300 statt 700 Seiten lang, dann hätte ich es vermutlich sehr gemocht. Die Grundstory war wirklich gut. ABER: die Protagonistin stellt sich selbst immer unendlich viele unnötige Fragen und es gibt Wiederholungen ohne Ende. Die Plottwists sind absolut vorhersehbar und wirken sehr gestellt. Deshalb habe ich mich leider nur gelangweilt und muss das Buch als Flop betiteln. 

  5. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (235)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Selten habe ich so ein schön geschriebenes Buch über den Ersten Weltkrieg gelesen, man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzten und mit ihnen mitfühlen.
    Die junge Paula setzt sich für Frauenrechte und Arbeitsrechte ein. Sie will betroffene Frauen helfen und mietet dafür in den schweren Zeiten Notwohungen für die Frauen und deren Kindern ein. Doch als die Lage in Berlin schwerer wird, sind auch Paulas Mittel begrenzt und sie muss Wohnungen aufgeben. Bis Hitler an die Macht kommt.

    Der Roman ist sehr schön geschrieben, dass Buch lässt sich gut lesen, so dass man es eigentlich gar nicht aus der Hand legen möchte. Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber aufjedenfall nicht mein letztes!!
  6. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783827013842)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

     (676)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Ein erschütternder Roman, der sehr deutlich aufzeigt, was passiert, wenn Menschen die Macht an sich reissen, die behaupten im Namen eines Gottes zu sprechen.
    Nur schade, das vermutlich nur von der weissen Bevölkerung gesprochen wird. Leider erschließt sich aus dem Buch nicht, wie Gilead mit Farbigen oder Native Americans umgegangen ist.
    Die Anspielungen auf die Nazis (schwarze Uniformen, das Ausweisen von Juden) zeigen allerdings das die Autorin unfähig ist, die Völkermorde auf dem Nordamerikanischen Kontinent angemessen zu reflektieren.

  7. Cover des Buches Miroloi (ISBN: 9783446261716)
    Karen Köhler

    Miroloi

     (160)
    Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt

    Der Schreibstil ist erst mal gewöhnungsbedürftig.

    Durch die abgehakten Sätze kam ich mir ehrlich gestanden erst arg verschaukelt vor. Dieses Buch ist von so naiver Sprache, dass es fast schon eine Zumutung ist und die Story ist äußerst fragwürdig.

    Eine Insel im Meer ohne Strom und irgendwelche Annehmlichkeiten, weil alles weltliche verboten ist, die Männer dürfen schreiben und lesen (nutzen ihr Wissen aber nicht), saufen und ihre Frauen schlagen, vergewaltigen und missbrauchen und die Frauen selber sind alle unterdrückt und meinungsarm und fügen sich dem Patriarchat und gehen in ihren Aufgaben und Pflichten völlig auf?!

    Stattdessen wird der Glaube und die Dorfgemeinschaft trotz aller Widrigkeiten gelebt und geliebt.

    Wer soll denn da bitte an der Nase herumgeführt werden? 

    Aus Sicht der namenlosen Protagonistin, die das schwächste Glied der Kette ist, dadurch, dass sie ein Findelkind ist und eine körperliche Behinderung aufweist, die ihr durch Gewalt der Dorfbewohner zugefügt wurde, wird hier in unzähligen kurzen und gut lesbaren Strophen (Kapiteln) ihr persönliches Miroloi (Klagelied) von Unterdrückung, Unwissenheit, fehlender und gewonnener Lebenserfahrungen... erzählt. Und am Ende ist die ewig Unterdrückte die Einzige, die sich auflehnt und versucht etwas zu verändern. *hust*

    Kann man gut lesen, wie gesagt, die Sprache ist wenig anspruchsvoll, konnte mich persönlich aber leider nicht überzeugen. 

    Kein Lobgesang an dieser Stelle von mir. 

  8. Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462053289)
    Nam-Joo Cho

    Kim Jiyoung, geboren 1982

     (282)
    Aktuelle Rezension von: xthelittleRose

    Kim Jiyoung, geboren 1982 wächst im Südkorea der 80er Jahre auf. Als Leser:innen begleiten wir sie von Geburt an bis hin zu ihren ersten eigenen Erfahrungen als Mutter. Eindrucksvoll und erschreckend wird anhand jedem Abschnitt ihres Lebens aufgezeigt in was für einer männerdominierten, misogynen Welt wir leben und das nochmal verstärkter in asiatischen Ländern.

    Schon als kleines Kind lernt sie sich ihrem Bruder unterzuordnen. Er bekommt ein eigenes Zimmer, während sie sich eins mit ihrer Schwester teilen muss. Er bekommt mehr Nahrung und Anerkennung, egal wie sehr sich Kim Jiyoung und ihre Schwester bemühen. Auch im Haushalt muss er nicht helfen, die Schwestern jedoch schon. So zieht es sich ihr gesamtes weiteres Leben fort. In der Schule ist es in Ordnung, wenn Jungs sie ärgern. An der Universität erhalten die männlichen Kommilitonen die Praktika, auch bei schlechteren Leistungen. Im Arbeitsleben erhalten Männer eher den Job und als sie schließlich Mutter wird erwartet ihr Mann, dass sie mit dem Kind zu Hause bleibt.

    Character (10/10):
    Besonders gut an Kim Jiyoung hat mir gefallen wie naiv und nüchtern sie beschrieben wurde. Es wurde beim Lesen sehr schnell deutlich, dass sie, vor allem als Kind, nicht versteht, warum bestimmte Dinge von ihr erwartet werden, aber nicht von Jungs. Im Laufe ihres Lebens wächst sie natürlich mehr und mehr in dieses System hinein, dennoch hinterfragt sie oft warum sie und alle andere Frauen so behandelt werden wie sie behandelt werden. Teilweise wird auch auf ihre Großmutter und Mutter eingegangen. Man merkt als Leser:in, dass mit jeder Generation ein bisschen mehr passiert. So hat Jiyoung zumindest die Möglichkeit zur Schule und Universität zu gehen, was ihrer Großmutter noch vollkommen verwert blieb. Es ist traurig, dass Männer und Frauen immer noch so unterschiedlich behandelt werden. Dennoch weckt es die stille Hoffnung, dass so lange wir weiter dafür Kämpfen diese Unterschiede irgendwann vollkommen überwunden sind.

    Atmosphere (10/10):
    Auch die ganze Atmosphäre des Buchs fand ich großartig. Auch diese war einfach nüchtern und abgeklärt. Oft gab es Fußnoten, die die Geschehnisse mit Zahlen belegt haben. Es wurde von der Autorin hier nichts beschönigt dargestellt. Sie hat einfach die Fakten in Form von einer Geschichte dargelegt.

    Writing Style (10/10):
    Der Schreibstil blendet mit dem, was ich bereits geschrieben habe, ein. Es war wirklich einfach nüchtern, sachlich und auf den Punkt gebracht. Dennoch hat es sich wirklich gut und schnell lesen lassen. Ich war wahnsinnig begeistert!

    Plot (10/10):
    Muss ich dazu noch was sagen? Ich fand ganz einfach genial, dass die Autorin in diesem Buch geschafft hat diese ganzen Fakten in einer Geschichte zu vereinen und zusätzlich ihre eigenen Erfahrungen mit einfließen zu lassen.

    Intrigue (10/10):
    Mich hat es vollkommen gepackt. Ich habe nur zwei Tage für dieses Buch gebraucht, da ich es gar nicht aus der Hand legen wollte. Es war teilweise schockierend zu lesen, dennoch habe ich die ganzen Informationen nur so aufgesogen, weil ich der Meinung bin, dass man so etwas lesen muss, um seine eigenen Erfahrungen besser reflektieren und einordnen zu können. Oft sind wir bestimmte Aussagen und Verhaltensweisen so gewöhnt, dass wir sie gar nicht mehr hinterfragen.

    Logic (10/10):
    Auch hier habe ich nichts zu beanstanden. Für mich hat die ganze Handlung auf erschreckende Weise Sinn ergeben.

    Enjoyment (10/10):
    Von Lesespaß zu reden ist in solch einem Kontext ein bisschen komisch, da es natürlich nicht wirklich Spaß macht nochmal so deutlich vor Augen geführt zu bekommen wie viel noch immer schiefläuft. Aber genau deshalb liest man ja im Endeffekt solche Bücher. Man möchte etwas dazu lernen.

    Fazit (10/10):
    Noch kein Buch zuvor hat von mir die volle Punktzahl erhalten, aber "Kim Jiyoung, Geboren 1982" verdient es meiner Meinung absolut. Es ist ein wirklich tolles und wichtiges Werk. Es gibt selten Titel, bei denen ich sage, dass man sie gelesen haben muss, weil natürlich jeder einen anderen Geschmack, aber hier mache ich eine Ausnahme. "Kim Jiyoung, Geboren 1982" muss jeder gelesen haben. Natürlich wird es nicht jede*r gleich schätzen, doch ich bin der festen Überzeugung, dass wenn man sich darauf einlässt jede*r etwas daraus mitnehmen kann. Ein wirklich starkes und eindrucksvolles Buch, welches ich ganz sicher noch öfter lesen werde.

  9. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (985)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  10. Cover des Buches To Kill A Mockingbird (ISBN: 9781784752637)
    Harper Lee

    To Kill A Mockingbird

     (449)
    Aktuelle Rezension von: chillbibliophie

    INHALT:

    At the age of eight, Scout Finch is an entrenched free-thinker. She can accept her father's warning that it is a sin to kill a mockingbird, because mockingbirds harm no one and give great pleasure. But Scouts world isn‘t as happy as it seems. 

    REZENSION:

    Ich bin relativ schwer in das Buch hineingekommen. Das könnte aber an der englischen Version liegen. 

    Die Geschichte wird aus der kindlichen Sicht von Scout, was also auch etwas anders ist. 

    Leider war für mich einfach nicht wirklich viel los. Erst am Seite 200/310 ging es mal. Da wurde auch endlich das Hauptthema aufgegriffen. 

  11. Cover des Buches Die Tanzenden (ISBN: 9783492070140)
    Victoria Mas

    Die Tanzenden

     (197)
    Aktuelle Rezension von: Buecher_lesen_traeumen

    "Die Tanzenden" war auf jeden Fall ein Buch, bei dem mich vor Allem das Cover überzeugt hatte, weshalb ich es unbedingt haben wollte.

    Vom Cover und Klappentext her hatte ich mich auf jeden Fall auf eine etwas andere Geschichte eingestellt als die, die mich letztlich erwartet hat. 🤨

    Die Geschichte wird in der Erzählperspektive erzählt und trotz dessen, konnte ich mich richtig gut auf die Charaktere einlassen und mich in sie hineinversetzen!

    Mich konnte die Geschichte total fesseln und hat mich stellenweise ziemlich erschreckt! Vor allem, weil gewisse Dinge damals (um 1885) wirklich passiert sind. 😔

    Die Protagonisten Geneviève und Eugénie sind einfach nur bewundernswert!

    Wenn ihr also mal Lust auf einen Roman habt, der euch nach Paris in eine Zeit entführt, in der Frauen aus den banalsten Gründen weggesperrt und für verrückt erklärt wurden, ihr gleichzeitig mal wieder starke Protagonistinnen erleben wollt, dann schnappt euch genau dieses Buch und begleitet Geneviève und Eugénie durch eine ziemlich schräge und irgendwie auch heutzutage unvorstellbare Zeit! 😵

  12. Cover des Buches Als das Leben unsere Träume fand (ISBN: 9783404176007)
    Luca Di Fulvio

    Als das Leben unsere Träume fand

     (110)
    Aktuelle Rezension von: ND1214

    Ich wollte man was anderes lesen und hab dieses Buch in die Finger bekommen. Angesprochen hat mich das es hier um 3 unterschiedliche Charakteren handelt die auf dem Weg in eine neue Welt sind. Das Buch geht sehr schnell in einen hohen Spannungsbogen und fesselt einen sofort. Ich muss zugeben das das Buch nicht für jeden geeignet ist das es Handlungen in dem Buch gibt die einen sehr berühren und sehr nahe gehen. Ich habe mich aber in dieses Buch verliebt, obwohl ich sonst nicht in diesem Genre lese. 

  13. Cover des Buches Als die Träume in den Himmel stiegen (ISBN: 9783596299706)
    Laura McVeigh

    Als die Träume in den Himmel stiegen

     (83)
    Aktuelle Rezension von: leniks

    Das Buch habe ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde gelesen. Der Titel und auch der Klappentext haben mich dazu bewogen es zu lesen. Samar und ihre Familie müssen aus ihrem sicheren Haus in Kabul fliehen, Dies erzählt sie anders als von mir erwartet. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob die Familie nun .... Toll fand ich die Fahrt mit der Transibierischen Eisenbahn. Der Schreibstil war gut, jedoch habe ich manches zweimal lesen müssen im den Sinn zu verstehen. Ich bin jedenfalls froh so etwas nicht erlebt zu haben, denn solche Geschichten gibt es sicherlich auch in echt. Das Buch umfasst 352 Seiten mit 36 Kapiteln untergliedert in 6 Teile. Die Unterteilung in die Teile habe ich nicht nachvollziehen können. Von mir bekommt das Buch drei gute Sterne.


  14. Cover des Buches Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019 (ISBN: 9783608504842)
    Bernardine Evaristo

    Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    Das Buch "Mädchen, Frauen etc" von Bernadine Evaristo ist ein Buch, dass mich um den Schlaf brachte. Nachts um 3 Uhr bin ich wieder aufgestanden, um weiter zu lesen, was mich dermaßen begeisterte. Der Roman ist faszinierend, zeigt uns ein Abbild unserer euroäischen Welt, das wir Weißen nicht auf dem Schirm haben!

    Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich durch das farbenprächtige Cover. So bunt stelle ich mir Afrika vor. Meine Neugierde war geweckt. Doch die Leseprobe ließ mich unschlüssig zurück. Ein Roman bei dem es weder Punkt am Ende, noch Großschreibung am Anfang eines Satzes gibt - finde ich mich da in die Handlung? Oder lege ich dieses Buch nach 30 Seiten entnervt zur Seite, weil es mir zu anstrengend ist?

    Nichts dergleichen! An die Schreibweise hatte ich mich nach wenigen Seiten gewöhnt. Jedes Satzende ergab sich durch den Sinn. 

    Im Mittelpunkt des Romans stehen Frauen. Theaterregisseurin, erfolgreiche Investmentbankerin, Lehrerin, Unternehmerin usw. Im Grunde alles Menschen, wie sie uns Tag für Tag irgendwo auf der Straße begegnen können und die wir im Alltagstrott nicht mehr wahrnehmen. Doch diese Frauen sind anders. Sie haben alle eine Gemeinsamkeit: Ihre Hautfarbe ist nicht Weiß sondern von hellem Braun bis hin zu tiefem Schwarz. Sie kamen aus der ganzen Welt - nicht nur aus Afrika - und leben nun in oder in der Nähe von London. In einer weißen Gesellschaft fallen sie auf, obwohl sie alles dafür tun akzeptiert und möglichst auch übersehen zu werden. Sie haben Abschlüsse in ihrer Heimat gemacht, kamen nach London in der Hoffnung auf ein gutes Leben, nur um erkennen zu müssen, dass ihre Abschlüsse in der weißen Welt nichts wert sind. Trotzdem beißt sich jede von ihnen durch. 

    S. 212: "...sie erzählte ihm von Carol, die als Bankerin in der City arbeitete, und von Freddy, der aus der englischen High Society stammte

    sie gestand ihm, wie erschüttert sie gewesen war, als Carol ihr erzählte, sie werde einen Weißen heiraten, es war der Anfang vom Ende ihrer rein nigerianischen Abstammungslinie

    ihre Kinder werden hellere Haus haben, und deren Kinder werden aussehen wie Weiße

    nach nur zwei Generationen zu verschwinden

    ist es das, wofür wir nach England gekommen sind?"


    Zu Beginn die Theaterregisseurin Amma, die lt. ihrer Tochter Yess mit keiner Liebhaberin zweimal ins Bett geht. Amma ist kraftvoll und hat Durchsetzungsvermögen. Nach vielen Jahren der Arbeit und Entbehrung wird ihr Stück im London Theater aufgeführt. Sie hat es endlich geschafft, bekommt die Anerkennung für die sie kämpfte und die ihr trotzdem so lange verwehrt blieb. 

    Amma und Yess, zwei Biographien die es in sich haben und ganz sicher nicht als alltäglich zu bezeichnen sind. Doch es geht auch recht bürgerlich zu mit der Lehrerin Shirley, die sich in ihrem Bemühen aufreibt, ihren    Schülerinnen zu einem guten Start ins Leben zu verhelfen. Am Ende bleibt sie selbst ausgebrannt zurück und zweifelt am Sinn all dessen, wofür sie einst brannte. Jede der vorgestellten Frauen ist auf ihre Art besonders. 

    Wer jetzt glaubt, es ginge nur um Probleme, der irrt. Es gibt viele lustige Begebenheiten und das Buch bringt einen mehr als einmal zum Schmunzeln. Und manchmal bleibt einem auch das Lachen im Hals stecken. Die Frauen kämpfen nicht nur mit Schwierigkeiten in ihrem Leben, bzw. ihren Beziehungen, sondern auch immer auf die ein oder andere Weise mit ihrer Hautfarbe. 

    Für diesen Roman bekam Bernadine Evaristo 2019 den Booker Prize. Ich finde, für diesen Roman hat sie es auch verdient, denn es ist ein gewaltiges Werk. Manchmal dachte ich, das Buch sei zu überladen. Doch je öfter ich darin las war ich überzeugt, es ist genau richtig, wie es geschrieben wurde. Es beunruhigt den Leser, treibt ihn aus seinem Schneckenhaus, von der Couch auf der man es sich bequem gemacht hat. Diese unterschiedlichen Lebensentwürfe wie sie hier beschrieben werden sind kraftvoll bunt und manchmal äußerst ungewöhnlich, aber nie eintönig oder langweilig.  



  15. Cover des Buches Iron Flowers – Die Kriegerinnen (ISBN: 9783737355629)
    Tracy Banghart

    Iron Flowers – Die Kriegerinnen

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Chillysbuchwelt

    Cover:

    Wieder ein toller Blickfang, welches perfekt zum ersten band passt. 😍

     

    Meinung:

    Wir starten genau dort, wo der erste Band geendet hat.
    Dadurch das ich die beiden direkt hintereinander lesen konnte, war ich natürlich sofort wieder voll drin.
    Die Autorin hat wieder zu jedem Kapitelabschluss einen kleinen Cliffhanger für uns parat, sodass man das Buch wieder kaum aus der Hand legen konnte, weil man wissen wollte, wie es weiter geht.
     Auch der Schreibstil lädt quasi zum Lesen von vielen Seiten ein, denn dieser ist sehr einfach gehalten, wodurch ich einen sehr guten Lesefluss hatte.

    Wie auch im vorherigen Band lesen wir auch im Finale abwechselnd aus der Perspektive von Serina und Nomi.
    Die Liebesgeschichte zwischen Nomi und dem Prinzen ist einfach nicht optimal umgesetzt.
    Hier mangelt es einfach an Authentizität und tiefe, hier hätten es mehr Seiten gebraucht.
    Das wir Renzo ein bisschen mehr kennenlernen konnten, hatte mich gefreut, doch dies war wieder einfach zu wenig.
    Die Geschichte zwischen Val und Serina fand ich etwas besser und nachvollziehbarer umgesetzt.
    Die Kritikpunkte von Band 1 sind leider auch im Finale die gleichen.
    Das Tempo fand ich stellenweise wieder viel zu schnell, wodurch es oberflächlich blieb.
    Ich hatte gehofft, dass den Nebencharakteren im Finale noch etwas mehr Tiefe gegeben wird, aber leider blieben die meisten blass.
    Einige haben die Protagonistinnen sehr ins Herz geschlossen, ohne dass mal wirklich auf ihnen näher eingegangen wurde.
    Schade.
     Das Ende gefiel mir ganz gut, ich finde, dieses kann man als Abschluss so gut hinnehmen.

    Fazit:

    Auch im finalen Band fehlte es auf jeden Fall nicht in an Spannung, denn diese wurde stets aufrechterhalten.
    Ich fand es wieder toll aus der Perspektive beider Protagonistinnen zu lesen.
    Tatsächlich kann ich mich der Kritik an Nomi auch nicht so ganz anschließen, ich mochte beide sehr gern, wobei sie eben unterschiedlich sind.
    Leider sind die Kritikpunkte aus dem ersten Band geblieben.
    Das Tempo der Geschichte war mir an vielen Stellen wieder zu zügig, wodurch einiges einfach oberflächlich wirkt.
    Auf die Nebenfiguren wurde quasi gar nicht eingegangen, sodass diese einfach blass wirkten.
    Trotz der ganzen Kritik war die Grundgeschichte megainteressant und spannend.
     Auch das Ende gefielt mir gut, sodass dies Buch dennoch ein gelungener Abschluss ist und ich die Dilogie Empfehlen kann.💗

  16. Cover des Buches Die Hafenschwester - Als wir zu träumen wagten (ISBN: 9783453292338)
    Melanie Metzenthin

    Die Hafenschwester - Als wir zu träumen wagten

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Ich wollte einen Ausgleich zum vermutlicherweise schwierigen 'Zauberberg' von Thomas Mann, etwas Lockeres, Leichtes, aber nicht Primitives und dachte zuerst, es in diesem Buch gefunden zu haben: die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich trotz schwerer Schicksalsschläge – Mutter und Schwester an Cholera gestorben, Vater ergibt sich dem Alkohol – nach oben arbeitet und OP-Schwester wird. Das fand ich zuerst spannend und durchaus nachvollziehbar erzählt. Außerdem mag ich es immer, wenn eine Geschichte einen gesellschaftlichen Hintergrund hat, hier die sich entwickelnde sozialdemokratische Arbeiterbewegung, Frauenrechte und die Unterschiede zwischen den soziale Schichten.

    Aber die Art, wie es erzählt wurde, dass es nämlich meiner Meinung nach nicht genügend in die Handlung eingeflochten war, hat mich zunehmend gelangweilt. Auch fand ich die Personen teilweise im Sprechen etwas hölzern; es kam mir eher wie Schrift- als gesprochene Sprache vor. Das und einiges im Verhalten und den Handlungen machte die Personen – immerhin ein ganz junges Mädchen von zuerst 15, später 18 Jahren – unglaubwürdig.

    Auch wenn ich das Buch nach der Hälfte abgebrochen habe, wird es sicher interessierte Leser finden. Für mich war es nicht das Richtige.

  17. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

     (324)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Klappentext:

    Die Herzen von Willa Alden und Seamus Finnegan schlagen für die Gipfel der Welt – und füreinander. Doch auf einer schicksalhaften Bergtour erleidet Willa einen Unfall und ist fortan für ihr Leben körperlich gezeichnet. Voller Vorwürfe wendet sie sich von Seamus ab – die Trennung bricht ihm das Herz. Jahre später kreuzen sich ihre Wege ein zweites Mal, und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.

    Das es ein doch etwas kitschiges Buch werden würde, hätte man sich denken können. Aber ich wollte es dennoch mal lesen, denn die ersten beiden Bände der Autorin hatten mir recht gut gefallen. Bei diesem Buch kann ich sagen, es war ein Fehlgriff. Vorhersehbar, in die Länge gezogen, zu viele Zufälle. Es war einfach nicht für mich gemacht und ich habe mich da durchgequält. Vielleicht hat sich im Laufe der Jahre ja auch mein Anspruch verändert.

  18. Cover des Buches Good Night Stories for Rebel Girls (ISBN: 9783446256903)
    Elena Favilli

    Good Night Stories for Rebel Girls

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Loly

    Good Night Stories for Rebel Girls ist ein Buch, angelegt für Kinder, indem beschrieben wird, was Frauen der vergangenen Epochen und der Gegenwart erreicht haben und warum sie in die Geschichte eingegangen sind. Insgesamt stellt dieses Buch 100 einzigartige Frauen vor und beschreibt kurz ihre Lebensgeschichte.


    Es ist ein paar Jahre her, dass ich mir dieses Buch zugelegt habe. Zu der Zeit war es häufig im Gespräch, was meine Neugier weckte. Ich hatte bisher kein „feministisch angehauchtes“ Buch gelesen und wollte das unbedingt ändern; also habe ich es dieses Jahr getan.

    Good Night Stories for Rebel Girls hat mir sehr gefallen. Die Lebensgeschichten der Frauen und Mädchen wird kurz, knapp und verständlich erklärt. Neben dem Text befindet sich, auf der anderen Seite, zu jeder Person eine Illustration mit Zitat. Die Illustrationen wurden von verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen gezeichnet und sind wunderschön.

    Von Politikerinnen und Forscherinnen, über Piratinnen und Sportlerinnen, hinzu Aktivistinnen und Autorinnen. Jeder erdenkliche Bereich wurde abgedeckt. Die Diversität weiblicher Stärke und Talente wird in diesem Buch deutlich dargestellt.

    Ich war und bin immer noch beeindruckt von dem Mut mancher Frauen und Mädchen. Sie waren ihrer Zeit weit voraus und haben sich nicht unterbringen lassen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, alle der im Buch vorgestellten Frauen bereits gekannt zu haben, aber ich kannte ungefähr 30 von ihnen bevor ich das Buch gelesen habe und von weiteren 20 habe ich den Namen schon einmal gehört.

    Meiner Meinung nach ist die Message hinter diesem Buch, dass jeder das Recht hat zu träumen und jeder alles schaffen kann, egal zu welchem Geschlecht  man gehört und in welcher Zeit man lebt. Dieses Buch empfehle ich allen Träumern und Träumerinnen, die etwas über historisch bedeutende Frauen und Mädchen erfahren möchten.  

  19. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (675)
    Aktuelle Rezension von: primweltenarchiv

    Wir werden zurückversetzt in eine Zeit, die vielleicht in manchen Belangen besser war, jedoch in keiner Weise in dem Punkt, den dieses Buch behandelt: Die Rassentrennung.

    Inmitten vieler furchtbarer Charaktere, die man aus heutiger Sicht nur verurteilen kann, haben wir eine herrlich sympathische Weiße, die die Rassentrennung für falsch hält – stand sie doch selbst ihrem wunderbaren Häusmädchen näher, als es zur damaligen Zeit "normal" war. Um die Missstände aufzudecken und das System ins Wanken zu bringen, will sie über die Geschichten der schwarzen Dienstmädchen schreiben. Ein absolutes No Go für solche, sich negativ über ihre Hausherren zu äußern. Doch eine mutige Frau wagt den Anfang und viele folgen ihr. 

    Ich liebe die Protagonistin, ihre Aufgeschlossenheit, sie ist ein fröhlicher Wirbelwind in finsteren Zeiten. Und ganz besonders sind mir die verschiedenen Dienstmädchen nahegegangen. Es gab traurige Moment, in denen ich den Kopf schütteln musste, und ich durfte herzlich lachen (insbesondere bei dieser einen speziellen Szene :D)

     

    Mein Fazit:

    Ein Buch, das meiner Ansicht nach jeder Mensch mal gelesen haben sollte. Hier wird ein wichtiges Thema behandelt, das zwar heute nicht mehr in diesem Ausmaß vorhanden ist, aber es ist noch da, wir bekommen es immer wieder mit, wie unsere dunkelhäutigen Mitmenschen herabgesetzt werden. Das muss aufhören und dieses Buch zeigt uns, dass wir zumindest schon einen ganzen Schritt geschafft haben in den letzten Jahrzehnten. Must Read und 5 von 5 Sternen!

  20. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404167890)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

     (1.282)
    Aktuelle Rezension von: Bettina_Reuter

    Gesichildert wird das Leben im Dorf Kingsbridge zur Zeit des 14.Jdts. Zwar eine Art Fortsetzung seines Buches "Die Säulen der Erde", steht es jedoch für sich und man kann es auch ohne Kenntnis des Vorläufers gut lesen.

    Detailreich und sehr gut recherchiert schildert Ken Follett das Leben der Bewohner und ich habe beim Lesen viel über das Leben im Mittelalter gelernt. Man taucht quasi ein in das vielschichtige Alltagsleben je nach Bevölkerungsschicht: einfache Handwerker, arme und unfreie Landbewohner, das Leben der Mönche und Nonnen im Kloster, die Rolle der Frauen in der Gesellschaft, Ritter und Grafen und schließlich das harte Leben der Geächteten, auf sich gestellt im Wald. Dies alles zu lesen war für mich durchaus lehrreich, eine angnehme Art, Geschichte zu erfahren.

    Mich störte jedoch zunehmend die klare Unterteilung in Gut und Böse. Auch wenn die "guten" Akteure durchaus auch ihre Fehler hatten und ein wenig reflektierten, fühlte ich mich jedoch etwas an "Denver-Clan" erinnert. Wer diese Serie der 80er noch kennt ; ) Das war mir etwas zu platt.

    Der Schreibstil war angenehm, vielleicht etwas zu saftig. Eher ein Urlaubs-Schinken, dann aber wegen der 1300 Seiten eher als E-Book!

    Aber ich glaube nicht, dass ich ein weiteres Buch von Ken Follett lesen werde, sondern für gute Geschichtsdarstellung lieber auf die Suche nach anderen Autoren gehe.

  21. Cover des Buches Unsichtbare Frauen (ISBN: 9783442718870)
    Caroline Criado-Perez

    Unsichtbare Frauen

     (67)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Dieses Buch bietet einem einen Rundumblick der Themenlandschaft von Strukturellen Sexismus.

    Dabei immer mit Zahlen untermauert, was mir sehr gefällt.


    Solche Art von Bücher hat das Potenzial das Leben des Lesenden zu verändern. Sie sind Sicht verändernd.


    Es bietet für viel Gesprächsstoff, aber auch für Wut, wenn man die Ungerechtigkeit unserer frauenfeindlichen Gesellschaft so deutlich vor Augen geführt bekommt.


    Was ich jedoch als einen kleinen Manko empfinde ist die schlechte Strukturierung.

    Die Überschriften sind absurd und es gibt keine Gliederung – im Text wird oft in den Themen hin und her gesprungen – weil vieles auch schlicht zusammen hängt, schon klar – aber ich mag Struktur und finde es gerade bei so einen Themenvielfalt sinnvoll, um den Überblick zu behalten.

  22. Cover des Buches Die Wunderfrauen: Von allem nur das Beste (ISBN: 9783596705658)
    Stephanie Schuster

    Die Wunderfrauen: Von allem nur das Beste

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Streifi

    Der zweite Band der Wunderfrauen setzt 10 Jahre nach dem Ende des ersten Bandes ein. Helga ist mittlerweile Ärztin und arbeitet in der Klinik von Dr. von Thaler. Ihr Sohn David geht zusammen mit Josie, der Tochter von Louise zur Schule. So nähern die beiden sich wieder aneinander an und können die letzten Unstimmigkeiten zwischen sich ausräumen. Marie ist mittlerweile mit Martin verheiratet und bekommt ihr viertes Kind von ihm. Und Annabelle ist gerade Mutter einer Tochter geworden. Allerdings ist Marlene missgestaltet.

    Hier nimmt die Autorin dann auch gleich Bezug auf das damalige Tagesgeschehen. Marlene ist ein Contergan geschädigtes Kind und ihr Vater versucht herauszufinden, wie das passieren konnte. Auch andere Themen der Zeit werden aufgegriffen, wie die Debatte über Verhütung und Schwangerschaftsabbrüche. Die Flurbereinigung spielt eine Rolle und Louise muss sich mit der Konkurrenz der Selbstbedienungs-Supermärkte, die immer mehr aufkommen, beschäftigen.

    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, man merkt den Charakteren an, dass sie älter geworden sind. Nicht unbedingt vernünftiger, aber alle vier stehen mehr im Leben und wissen sich auf ihre Art und Weise durchzusetzen. Besonders Annabelle emanzipiert sich immer mehr von ihrem Mann und wächst an ihrer Aufgabe mit Marlene und ihrer Freundschaft zu Louise, die sich deutlich vertieft.

    Die Beschreibung der Gegend ist so gut, dass ich Starnberg direkt wieder vor Augen hatte. Durch die wechselnde Perspektive begleitet man jede der Frauen immer wieder ein Stück ihres Weges und lernt ihr Ängste und Zweifel, aber auch ihre geheimen Freuden kennen.

    Ich freue mich jetzt auf jeden Fall auf Band 3, der wieder 10 Jahre später spielt. Auch diese Geschichte wird wieder wohl recht spannend werden. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für dieses Buch, es hat mir wirklich gut gefallen.

  23. Cover des Buches Cop Town - Stadt der Angst (ISBN: 9783734104060)
    Karin Slaughter

    Cop Town - Stadt der Angst

     (198)
    Aktuelle Rezension von: leipzigermama

    Ich habe die anderen Bücher von Karin Slaughter geliebt. Ok, bei manchen war es schwer sich durch die ersten, trägen Seiten zu kämpfen. Aber gerade Belladonna oder Gottlos blieben mir im Gedächtnis haften.
    Aber leider, leider, baut Karin Slaughter von Buch zu Buch ab. Anfangs war man noch mittendrin im Geschehen. Nun gibt es einen Prolog, der Fragen aufwirft und dann unzählige, träge Seiten die erst einmal die Leben aller Protagonisten genau beleuchten muss.
    Ok, das ist an dieser Stelle vielleicht etwas übertrieben. Es war einfach schwer am Ball zu bleiben. Doch ich biss die Zähne zusammen, um bis zum Ende zu kommen.
    An einigen Stellen war die Story mitreißend und man wollte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Dann kamen aber leider wieder viele, träge Seiten. Insbesondere die Stellen mit dem Onkel habe ich irgendwann gehasst.
    Ob ich das Buch weiterempfehlen würde?
    Wenn man schon andere Bücher der Autorin kennt? Vielleicht.
    Wenn es das erste Buch der Autorin ist, das man lesen möchte? Nein! Definitiv nein!
    Es gibt einfach bessere Werke. Wie schon erwähnt Belladonna und Gottlos.

  24. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

     (347)
    Aktuelle Rezension von: Jazmyn

    VOX wurde von Christina Dalcher geschrieben und am 25.09.2019 im Fischer Verlag veröffentlicht.

     

    Das Buch hat mich vom Hocker gehauen und sprachlos gemacht. So sprachlos wie die Frauen, um die es in dem Buch geht.

     

    #100 Wörter beschreibt die Geschehnisse am besten.

    Die Frauen und Mädchen dürfen diese Wörteranzahl maximal an einem Tag verwenden, ansonsten werden sie bestraft. Unter ihnen gibt es aber auch welche, die gar nicht mehr sprechen dürften, deren Wortzähler auf 0 steht.

     

    Für uns in einer Welt, in der leider immer noch für mehr Gleichberechtigung in jeglichem Sinne gekämpft wird, ist solch ein Rückschritt kaum vorstellbar.

    Ich finde den Gedanken meiner Stimme, meiner Meinung und Freiheit beraubt zu werden, schrecklich.

     

    Jean, der Protagonistin, geht es genauso. Sie hat 4 Kinder, darunter ein kleines Mädchen, dass nicht das Sprechen gelehrt bekommt, denn das ist nicht mehr wichtig.

    Sie wurden Ihrer Worte beraubt, weil Frauen ja nicht sprechen müssen. Dies obliegt nur den Männern.

     

    In dem Buch geht es um tragische Schicksalsschläge und einen Kampf für die Gerechtigkeit, für eine Stimme.

     

    Ich hoffe, dass so etwas nie wirklich eintreten wird, aber heutzutage kann man leider nichts ausschließen.

    Begonnen hat das Ganze durch die Wahl des "falschen" Präsidenten und die Tatsache, dass einige nicht wählen gehen wollten.

     

    Auch dadurch wird ein Zeigefinger auf uns gerichtet. Das Wahlverhalten der Menschen hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert. Es gehen immer weniger Menschen wählen. Das sollten wir ändern, um so etwas einen "falschen" Präsidenten/ eine "falsche" Partei zu verhindern.

    Also geht Wählen.

     

    FAZIT:

     

    Das Buch war für mich vom Anfang bis zum Ende ein Pageturner. Die Personen und die Thematik haben mich gefesselt, traurig gemacht und gezeigt, dass auch heute noch sehr viel für die Gleichberechtigung getan werden muss.

    Das Buch hat das Potenzial zum Jahreshighlight und kann nichts anderes als 5 Sterne erhalten.

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