Bücher mit dem Tag "freiburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "freiburg" gekennzeichnet haben.

39 Bücher

  1. Cover des Buches Das Alphabethaus (ISBN: 9783423219525)
    Jussi Adler-Olsen

    Das Alphabethaus

    (561)
    Aktuelle Rezension von: Catarina90

    „Das Alphabethaus“ von Jussi Adler-Olsen erzählt die Geschichte zweier britischer Piloten, die sich im Zweiten Weltkrieg als SS-Offiziere ausgeben und in einer Nervenheilanstalt untertauchen. Die Grundidee ist stark und gut recherchiert, besonders der erste Teil im Krieg bietet spannende Ansätze. Allerdings wirkt die Handlung stellenweise konstruiert, langatmig und nicht immer ganz plausibel – vor allem im späteren Teil, der Jahrzehnte danach spielt. Man merkt, dass es sich um ein Frühwerk handelt: interessant, aber erzählerisch noch nicht auf dem Niveau der späteren Thriller. Insgesamt lesbar, aber eher Durchschnitt – daher 3 von 5 Sternen.

  2. Cover des Buches Schilf (ISBN: 9783641242732)
    Juli Zeh

    Schilf

    (241)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Oder: Alles nur Zufall und am Ende regiert die Entropie die Welt respektive das Universum? Es geht HOCH her in diesem Roman von Juli Zeh: Quantenphysik trifft auf Multi- bzw. Schichtenwelten, Individuen auf multiple ICHs, Raum und Zeit fügen sich zum „Raum-Zeit-Kontinuum“ und bilden einen „Zeitschaum“, in dem sich Wahrheiten und Wahrscheinlichkeiten relativieren und Sein und Schein kaum noch einen Unterschied machen– und über allem führen die Zufälle Regie.  

    Das klingt zunächst recht komplex. Ist es auch. Hier wird allerdings nicht Physik zu einem unüberwindlichen Hindernis, sondern sie dient der Romanhandlung als Korsett, als Möglichkeit, einem Thema Inhalt und Reiz zu geben. Und das gelingt meisterlich, in einer metaphernreichen, blumigen Sprache, hinter der selbst die Altmeister dieser Kunst, wie T.C. Boyle oder Heinrich Steinfest, zu verschwinden drohen. Auch wenn es gelegentlich eine Windung zu viel wird, wie das folgende Beispiel zeigt: „Die zurückweichende Nacht wirft Farbbomben an den östlichen Himmel; dazwischen Wolkengraffiti, dass die Sonne bald von den Wänden des anbrechenden Tages gewaschen haben wird.“ Solche kleinen Ausrutscher werden von Sätzen zum Verschwinden gebracht, die einen Nachklang erzeugen, so eindringlich sind, dass man nicht umhinkommt, einige Sekunden innezuhalten, um dem Geschriebenen eigenen Gehalt zu geben: “Ein Leben reißt so leicht. Etwas schlingert, gerät aus der Spur, und schon ist aus drei Menschen [Familie] einer geworden, und den gibt es auch nur noch zur Hälfte. […] Wer sterben will, muss vollständig sein, dachte der Kommissar, denkt der Kommissar.“ Dies ist kein Schreibfehler, sondern die Möglichkeit die ICHe (den Beobachter im Kopf) des Kommissars unter einen Hut zu bringen. Darunter ein Neuroblastom, dass sich als inoperabel erweist, und somit dem Geschehen eine weitere zwiespältige Nuance verleiht.

    Ansonsten kämpfen die beiden Freunde (seit Kindheitstagen) auf verschiedenen Ebenen ihren freundschaftlichen Kampf, der mit der Zeit allerdings in eine Rivalität mündet – mit einem entsetzlich (missverstandenen) Versuch. An welchem seidenen Faden das Leben hängt, wird hier deutlich und hinterlässt auf jeden Fall den Wunsch, manch eigene Rivalitäten (und seien es solche mit der eigenen Person) noch einmal zu überdenken.

    (18.6.2023)

  3. Cover des Buches Das Geheimnis der Hebamme – Das Buch zum Film (ISBN: 9783426520154)
    Sabine Ebert

    Das Geheimnis der Hebamme – Das Buch zum Film

    (747)
    Aktuelle Rezension von: miss_chips

    Wir befinden uns im Deutschland zur Zeit von Kaiser Barbarossa. Nachdem Marthe, die als Hebamme und weise Frau arbeitet, nach einer Fehlgeburt vor dem Burgherr Wulfhart fliehen muss, schließt sie sich einer Gruppe aus Siedlern an, die sich auf den Weg nach Osten machen, um dort eigenes Land zu erhalten. Ritter Christian führt die Gruppe an und findet nach und nach Gefallen an Marthe, die ihm auch nicht ganz abgeneigt ist. Jedoch hat Christian Feinde, die damit auch Marthe ins Auge fassen. Zudem ist Marthe als unverheiratete junge Frau sowieso gefährdet. 

    Marthe ist eine wirklich liebenswürdige Protagonistin, die stets bemüht ist Menschen zu helfen und ihr Bestes zu geben. Sie weiß, welche Kräuter wie helfen und wie man mit Menschen in einer Notlage umgehen sollte. Leider hat sie trotz ihres jungen Alters schon viele schlimme Dinge erlebt. Man trachtet ihr nach dem Leben; sie ist in neuer Umgebung auf sich allein gestellt; sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann. 

    Christian ist ein Ritter, der bürgerlich geboren wurde. Daher wird er von manchen der nobelgeborenen Ritter nicht als wahrer Ritter angesehen. So auch nicht von seinem ärgsten Rivalen Randolf. Christian ist ein überraschend sympathischer Charakter, der tatsächlich nicht glaubt, dass Frauen stumm und still zu sein haben. Er setzt sich im Buch immer wieder für Marthe ein und hat im Verlauf des Buches meinen Respekt gewonnen. 

    Es gab einige Charaktere, die einfach nur abscheulich waren. Ich weiß, dass ich im Mittelalter andere gesellschaftliche Maßstäbe ansetzen muss. Aber wie Frauchen verachtend sich manche der Charaktere verhalten haben, hat mir doch immer wieder zugesetzt. Es gab viele Vergewaltigungsszenen, viele misogyne Kommentare und Gedanken, die nicht unbedingt schön zu lesen waren. 

    Natürlich gab es auch andere nette Charaktere, um die ich ständig gebangt habe. Leider wurden sie nicht nur einmal verletzt und gedemütigt. Mögen sie auch den Rest dieser Reihe überleben. 

    Die Geschichte war interessant zu lesen. Die Kombination aus Fiktion und historischer Realität, gepaart mit einem Funken Übernatürlichkeit hat mich in seinen Bann gezogen. Reale Personen und Orte sind immer wieder aufgetaucht und wurden wunderbar in die Welt unserer Protagonisten eingeflochten. 

    Zudem mochte ich persönlich den Schreibstil sehr, da er klar und auf den Punkt war. Es habe elendig langen Beschreibungen der Landschaft. Stattdessen wurden nur die nötigen Details eingebunden und die Storyline vorangetrieben. 

    Alles in Allem war das wirklich ein sehr gutes Buch für mich und ich bin gespannt, wie es mit Christian und Marthe weitergeht. Wer jedoch Probleme mit Gewalt und frauenfeindlichem Verhalten hat, sollte dieses Buch unbedingt meiden. 

  4. Cover des Buches Morgen irgendwo am Meer - Der Roman zum Film (ISBN: 9783570315323)
    Adriana Popescu

    Morgen irgendwo am Meer - Der Roman zum Film

    (184)
    Aktuelle Rezension von: SinaAnis

    Nachdem ich das Buch "Mein Sommer auf dem Mond" total gut fand, musste ich mir mehr von der Autorin holen.

    Morgen irgendwo am Meer darf man definitiv nicht als leichte Sommerlektüre abstempeln. So wie man Adriana Popescu kennt, schreibt sie keine Bücher, die nicht auch irgendwie einen tieferen Sinn haben- so auch dieses.


    Auch dieser Jugendroman hat mir also total gefallen, auch wennn ich am Anfang ziemlich Mühe hatte, in die Geschichte rein zu finden, da es gerade am Anfang viel Drama und Unzufriedenheit gab.

    Beide meine bisher gelesenen Bücher, konnten mich aufgrund des Schreibstils aber auch wegen den diversen Charakteren und deren Geheimnisse fesseln.


    Ich kann also ihre Bücher total empfehlen, einfach nicht unterschätzen

  5. Cover des Buches Die Hexe von Freiburg (ISBN: 9783499215353)
    Astrid Fritz

    Die Hexe von Freiburg

    (221)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Dieses Buch las sich durchaus erwartungsgemäß. Es ist aber immer wieder erschreckend zu sehen, oder in diesem Fall halt zu lesen, wie die Hexenprozesse abgelaufen sind. Ansonsten kann ich mich dem Klappentext nur anschließen, eine für ihre Zeit unfassbar starke Frau mit einem schlimmen Schicksal.

  6. Cover des Buches Henkersmarie (ISBN: 9783499268403)
    Astrid Fritz

    Henkersmarie

    (57)
    Aktuelle Rezension von: Malka

    Mit Henkersmarie gelingt Astrid Fritz ein eindrucksvoller historischer Roman, der lange nachhallt. Im Mittelpunkt steht Marie, die Tochter eines Henkers, die im spätmittelalterlichen Freiburg lebt – gesellschaftlich ausgegrenzt, zwischen Schuldzuweisung und Vorurteilen gefangen. Die Autorin erzählt Maries Lebensweg mit großer Nähe zur Figur und macht ihre innere Zerrissenheit, ihren Wunsch nach Anerkennung und ihre leise Rebellion gegen die ihr zugedachte Rolle eindringlich spürbar. Dabei verwebt Fritz persönliche Schicksale geschickt mit historischen Ereignissen und zeichnet ein authentisches Bild einer Zeit, in der Herkunft über Leben und Chancen entschied.


    Der Schreibstil ist klar, bildhaft und zugleich angenehm unaufgeregt. Astrid Fritz versteht es, historische Details präzise einzubauen, ohne den Erzählfluss zu bremsen. Besonders überzeugend ist ihre Sprache in den leisen Momenten: Gedanken, Ängste und Hoffnungen der Protagonistin wirken glaubwürdig und emotional, ohne pathetisch zu sein. Die Atmosphäre der Stadt, der Gerüche, der Enge und der sozialen Härte wird sehr plastisch dargestellt und zieht Leserinnen und Leser tief in die Handlung hinein.


    Kritisch ließe sich anmerken, dass einige Nebenfiguren etwas blasser bleiben und bestimmte Konflikte – gerade gegen Ende – schneller aufgelöst werden, als man es sich wünschen würde. Dennoch mindert das den Gesamteindruck kaum. Henkersmarie ist ein starkes, bewegendes Buch über Ausgrenzung, Selbstbehauptung und weibliche Stärke in einer gnadenlosen Zeit. Ein historischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt – absolut lesenswert.

  7. Cover des Buches Begnadet (ISBN: 9781514746035)
    Sophie Lang

    Begnadet

    (30)
    Aktuelle Rezension von: chrikri

    Ich gehe nicht weiter auf den Inhalt ein, da der Klappentext recht aussagekräftig ist und ich evtl. spoilern könnte.
    Fantasy und eine etwas andere Lovestory sind genial miteinander vermischt und an Spannung soll es auch nicht mangeln.
    Haupcharaktere sind sehr authentisch und der Leser hat keine Probleme schnell Sympatie für den einen oder anderen zu empfinden.
    Ich war begeistert, obwohl SciFi und Fantasy nicht unbedingt zu meinen Genre gehören.
    Aber ich fühlte mich sehr unterhalten und gebe eine klare Leseempfehlung.



  8. Cover des Buches Hostienfrevel (ISBN: 9783499267963)
    Astrid Fritz

    Hostienfrevel

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Serafina lebt seit ungefähr einem halben Jahr bei den Beginen. Es ist das Jahr 1415 und im Münster in Freiburg, macht man einen schaurigen Fund. Mit Blut befleckte Hostien liegen dort. Wer ist verantwortlich für diese frevelhafte Tat und welches Motiv steht dahinter? Die unerschrockene Serafina macht sich auf die Suche nach den Hintergründen und will nicht so recht daran glauben, dass der beschuldigte Jude damit etwas zu tun. Sie begibt sich in allergrößte Gefahr! Astrid Fritz schreibt wie immer intelligent, fundiert und sehr spannend. Serafina ist eine tolle Figur!


  9. Cover des Buches Wenn die Tage länger werden (ISBN: 9783746643113)
    Anne Stern

    Wenn die Tage länger werden

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Leiraya

    Von Anne Stern habe ich bereits ein paar Bücher gelesen, und fand nun auch das Cover von "Wenn die Tage länger werden" sehr ansprechend. Ich habe mich dadurch zunächst auf ein gemütliches Sommerbuch eingestellt. Durch den Klappentext war ich mir dann nicht mehr so sicher. 

    Denn die alleinerziehende Lisa verbringt zum ersten Mal drei Wochen am Stück ohne ihren sechsjährigen Sohn. Dieser darf nämlich mit seinem Vater in den Urlaub fahren. Und Lisa weiß zunächst gar nicht, was sie mit der vielen kinderfreien Zeit in Freiburg anfangen soll. Sie nimmt ihre Geige aus Kindertagen zur Hand und will sie restaurieren lassen. Dadurch gelangt sie in den Schwarzwald zu Hans, der sich ihrer Geige annimmt und trifft dort seine Tochter Ute. Aus diesen Begegnungen und verschiedenen anderen Gedanken des plötzlichen Nicht-Mutter-Seins ergeben sich ganz neue Sichtweisen und Handlungsebenen für Lisa. Teils beschäftigen sich diese mit den unterschiedlichsten Fragen zum Thema Mutter- bzw. Kindseins. Es geht aber auch um geschichtliche und ethisch-moralische Fragen, die ein sehr realistisches Bild des erdachten Plots kreieren. In vielem konnte ich mich wiederfinden oder hatte zumindest Gedankenimpulse über die ich noch nachgedacht habe. Bei manchen Themen ging die Autorin für meinen Geschmack jedoch auch etwas zu schnell drüber hinweg und ich hätte mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Trotzdem hat es für mich eine spannende Dynamik, die in meinen Augen sehr zu einer Mutter passt, die oft kaum mehr Zeit als ein paar Minuten hat, um über etwas nachzudenken.

    Zwar ist es kein typischer Sommerroman, aber es wird auf eine Art erzählt, die bestens zu den Sommerferien passt: alles ist ungezwungener als im normalen Alltag und die alleinerziehende Protagonistin kann sich mal mit anderen Themen als gewöhnlich befassen. 

  10. Cover des Buches Tod im Höllental (ISBN: 9783499273476)
    Astrid Fritz

    Tod im Höllental

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Wie es sich schon am Ende des 3. Bandes „Das Siechenhaus“ angedeutet hat, sind Serafina und Achaz jetzt ein Paar und die Hochzeit steht an.     Doch statt der Vorfreude auf die gemeinsame Zukunft mit dem Stadtarzt, überschattet die Sorge um die Schwesternsammlung die Vorbereitungen der Feierlichkeiten.   Seit einiger Zeit ist ein Wanderprediger in Freiburg, der mit viel Nachdruck gegen die Beginen hetzt.   Ihnen wird Ketzerei nachgesagt. Als eine tote Begine gefunden wird,  versucht die Meisterin Catharina Hilfe beim Konstanzer Bischof zu erbitten. Dafür macht sie sich auf nach Villingen. Der Weg dorthin führt durch eine tiefe Schlucht, die das 'Höllental' genannt wird.   Dort gerät die Meisterin in einen Hinterhalt und wird gefangen genommen.   Serafina macht sich auf den Weg und will ihrer Meisterin helfen.  

    Mir hat diese Geschichte wieder hervorragend gefallen.  Ich bin mittlerweile ein richtiger Serafina-Fan und freue mich schon sehr auf weitere Geschichten mit ihr. 

  11. Cover des Buches Die Wölfe vor den Toren (ISBN: 9783499001826)
    Astrid Fritz

    Die Wölfe vor den Toren

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Lucy_Wichmann

    Ich liebe dieses Buch und habe es schon 2 mal durchgelesen. Selbst wenn man nicht von Anfang an bei der Serie dabei war ist man dennoch sehr gut im bilde. 

  12. Cover des Buches Kaiserstuhl (ISBN: 9783548067872)
    Brigitte Glaser

    Kaiserstuhl

    (84)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Die Romane von Brigitte Glaser verbinden jeweils geschickt eine fiktive Geschichte mit historischen Ereignissen, die sehr gut recherchiert sind.
    Nach „Bühlerhöhe“ (spielt 1952) und „Rheinblick“ (angesiedelt 1972) ist „Kaiserstuhl“ bereits der dritte Roman, den ich von der Autorin gelesen habe.
    Im Zentrum steht jeweils eine Protagonistin, die in politische und private Begebenheiten verstrickt ist.

    1962: Henny betreibt in der Freiburger Altstadt eine alteingesessene Weinhandlung, als unversehens ihre ehemalige Liebe, ein Erzfeind aus der NS-Zeit und eine geheimnisumwobene Champagnerflasche ihr Leben durcheinander wirbeln.
    Die Autorin fängt wunderbar die Wirtschaftswunderzeit und den Lokalkolorid des Badischen ein. Da ich lange in Freiburg gelebt habe, hat mir das besonders gut gefallen.
    „Bühlerhöhe“ halte ich nach wie vor für das stärkste Buch dieser Reihe, dennoch kann ich auch dieses empfehlen, vor allem, wenn man die Gegend kennt und zudem an Deutscher Geschichte interessiert ist.

  13. Cover des Buches Das Siechenhaus (ISBN: 9783499269455)
    Astrid Fritz

    Das Siechenhaus

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    In den ersten beiden Bänden war die Begine Serafina auf der Jagd nach gemeinen Mördern.   Hier im 3. Band ist die Geschichte etwas anders angelegt.  Es geht diesmal um eine falsche Diagnose und das Schicksal des Freiburger Bäckermeisters Kannengießer.   Dieser Mann soll von Lepra befallen sein und  stirbt den „bürgerlichen Tod“.  Er wird der Stadt verwiesen und muss sein Dasein im Siechenhaus fristen.   Serafina fällt auf, dass der Bäckermeister nicht die typischen Hautveränderungen eines Leprakranken hat, sondern eher an einer harmlosen Krätze erkrankt ist.  Sie setzt alle Hebel in Bewegung um eine zweite Siechenschau zu veranlassen und dem Bäckermeister zu helfen.

    Neben dem Bäckermeister, muss sich Serafina auch um den Stadtarzt Sorgen machen und im Beginenhaus steht die Wahl zur Meisterin an.  Catharina sieht in ihr eine würdige Nachfolgerin.   Serafina kommen aber immer mehr Zweifel, ob sie für diese Aufgabe die Richtige ist.

    Mir hat die Zeitreise ins mittelalterliche Freiburg wieder viel Freude gemacht und die ganzen Hintergrundinformationen über Lepra und die gesellschaftlichen Konsequenzen fand ich hoch spannend. 

  14. Cover des Buches Das Geheimnis der Zuckerschwestern (ISBN: 9783960872207)
    Susanne Ferolla

    Das Geheimnis der Zuckerschwestern

    (27)
    Aktuelle Rezension von: abi_gail
    Der Leser wird gleich zu Beginn in die Story geworfen und mit den seltsamen Parallelen zwischen Béatrice und einer verschwundenen Richters Tochter neugierig gemacht. Dadurch möchte man von Anfang an wissen, wie es weitergeht. Über das Ende kann man dann auch eine Weile nachdenken. Die Autorin hat einen sehr angenehmen und bildhaften Schreibstil, der durch die Geschichte trägt. Besonders das italienische Setting ist sehr malerisch beschrieben.
    Für einen verregneten Nachmittag, ist dieses Buch genau das richtige, um sich in seinen Lese-Sessel zu kuscheln.
  15. Cover des Buches Der Turm aus Licht (ISBN: 9783499001192)
    Astrid Fritz

    Der Turm aus Licht

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieses Buch hat mir wieder einmal gezeigt, dass ich unbedingt mehr Historische Romane lesen muss! Es hat mich gepackt und mitgerissen. Es ist so vieles passiert - neben dem schon faszinierenden Bau des Freiburger Münsters! 

    Von 1270 bis 1330 begleiten wir den Bau dieser Kirche und die vielfältigen Charaktere. Es gibt Intrigen, Kämpfe, Machtspiele, Liebe, Hass und noch vieles mehr. Langeweile gibt es nicht.

    Ein beeindruckendes Buch! 

    28.12.2024

  16. Cover des Buches Mord im Zeichen des Zen (ISBN: 9783832163112)
    Oliver Bottini

    Mord im Zeichen des Zen

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Briggs

    Der Prolog: Ein bisschen amüsant, sehr detailreich, fast filmisch. Sehr gut als Einstieg in ein geheimnisvolles Szenario mit interessanten Charakteren.
    Ein Mönch wandert.
    Warum?
    Louise Boni wird versuchen, das herauszufinden, und gelangt in eine Geschichte, die es in sich hat.

    Bottini erzählt das Geschehen sehr engmaschig aus der Sicht der Polizistin und obwohl lange nichts passiert, ist das nie langweilig. Allerdings neigt er dazu, Rätsel aufzumachen und sie ewig nicht aufzulösen. Verfolgt man seine Hauptfigur, steckt man in ihren Gedanken und ist dennoch oft nur Beobachter eines Rätsels. Das ist für mich eine Stärke des Buchs - der Leser ermittelt mit.

    Leider wird für einen ersten Band sehr viel Wissen um die Vorgeschichte der Ermittleribn offenbar vorausgesetzt. Das sorgt so ein bisschen dafür, dass man sich fühlt, als müsse man dem Autor die Würmer aus der Nase ziehen.
    Der angenehme Erzählton macht das aber vielfach wett: Ich fühle mich wie in einem Fernsehkrimi, so nah dran.
    Auch das Ende verblüfft: Irgendwann klingt das Buch wie im Epilog, dabei ist noch nichts aufgelöst.

    Für mich große Krimikost, ich freue mich auf weitere Bände.

  17. Cover des Buches Der Totentanz zu Freiburg (ISBN: 9783499005930)
    Astrid Fritz

    Der Totentanz zu Freiburg

    (34)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Astrid Fritz – Der Totentanz zu Freiburg

    Der Totentanz zu Freiburg ist ein historischer Kriminalroman von Astrid Fritz, der 2022 bei Rowohlt Taschenbuch erschienen ist.

    Zum Autor:
     Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.


    Zum Inhalt:

    September 1419: Armenapothekerin Serafina und Stadtarzt Adalbert Achaz sind glückliche Eltern der einjährigen Kathrin. Serafinas Sohn Vitus ist als Schausteller in der Stadt und gerät unter Mordverdacht, als ein angesehener Kaufmann ermordet wird.

    Meine Meinung:
     Auch bei diesem Buch konnte und musste ich mit Serafina und Adalbert mitfiebern. Vitus, Serafinas Sohn, gerät unter Mordverdacht und wird von Serafina und Adalbert versteckt, weil sie zurecht glauben, dass die öffentlichen Ermittlungen ein feststehendes Ergebnis haben. Also muss sich das Ehepaar selber kümmern.

    Serafina und Adalbert sind wie immer sympathische Figuren, deren enge Verbindung jederzeit spürbar ist. Sie ermitteln emsig und ideenreich und mit unerwarteter Unterstützung können sie Vitus in Sicherheit bringen. Lange Zeit agiert Serafina ungewohnt zurückhaltend, aber als sie auf eine heiße Spur stößt vergisst sie alle Vorsicht, folgt ihrem Herzen und gerät in große Gefahr.

    Die meisten Figuren haben nur wenig Grautöne, insbesondere Serafinas dauerhafter Gegenspieler Schneehas ist ein unangenehmer Zeitgenosse. Trotzdem überraschen einige Figuren mit unerwarteten Taten. Der Schreibstil ist emotional und informativ zugleich und lässt sich angenehm weg lesen. Die besondere Stärke des Romans liegt aber in der Schilderung des historischen Umfelds und des alltäglichen Lebens zu jener Zeit. Unauffällig und ohne den Handlungsfluss zu stören werden dem Leser jede Menge Informationen präsentiert, die das Handeln der Figuren nachvollziehbar und glaubwürdig machen. Manchmal glaubte ich direkt vor Ort zu sein.

    Nach ruhigem Start bleibt die Spannung bis zum Showdown auf hohem Niveau. Die Auflösung ist vollständig und nachvollziehbar.

    Fazit:
     Ein überzeugender historischer Kriminalroman mit leichten Schwächen in der Figurenzeichnung, der aber mit seinem Schreibstil und vielen historischen Details punktet. Den Titel bewerte ich mit sehr guten vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten). Gerne spreche ich eine Leseempfehlung für dieses Buch aus, das mich in die alte Zeit abtauchen ließ und mich sehr gut unterhalten hat.

  18. Cover des Buches Das Schloss am Moor (ISBN: 9783962151546)
    Sylvia Weill

    Das Schloss am Moor

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Xanaka
    Margareth Harper wächst in England mit einer deutschsprachigen Mutter und einem englischsprachigen Vater auf. Ihre Mutter stirbt unverhofft, als sie erst 14 Jahre alt ist. Vier Jahre nach dem Tod der Mutter entschließen sich beide gemeinsam nach Deutschland nach Freiburg zu fahren um die dortige Familie der Mutter, insbesondere deren ältere Schwester zu besuchen. In Freiburg angekommen, werden sie von Tante Sabinelotte warmherzig aufgenommen und bleiben. Das der Aufenthalt sehr viel länger dauert, als angenommen wird Margareth erst klar, als ihr Vater schwer erkrankt und stirbt. Sabinelotte und ihre Familie nehmen Margarethe, wie sie sie jetzt nennen, bei sich auf. Aber sie wollen sie auch versorgt wissen und hoffen, dass sie bald einen passenden Ehemann finden könnte. Da ist die Bekanntschaft mit Robert Penderroy aus England gar nicht so schlecht. Als sein Vater stirbt, erbt er den Titel und macht Margareth einen Heiratsantrag. Sie ist sich nicht sicher, es gibt da auch noch Friedrich den deutschen Cousin, der ihr sehr viel mehr bedeutet, als anfänglich gedacht. Mehr aus Vernunftsgründen, als aus Liebe, nimmt sie den Antrag von Robert an und kehrt mit ihm nach England auf sein Schloss zurück.

    Hier wird sie nicht so richtig warm. Sie hat niemanden, dem sie vertrauen kann. Sie fühlt sich nicht wohl. Und es geschehen merkwürdige Dinge, die ihr immer wieder Angst machen. Es ist von dreizehn Feen die Rede, die das erstgeborene Kind rauben, von weißen Frauen und Erscheinungen. Noch merkwürdiger, dass sie die weiße Frau sehen kann und die Elfen tanzen sieht. Es kommt der Moment, wo sie nicht mehr genau weiß, ob das alles wahr ist. Große Sorgen hat sie auch, dass ihr niemand ihre Erlebnisse glaubt. Was Margareth dort noch erlebt und was alles geschieht, das sollte schon jeder selbst lesen.

    Sylvia Weill hat hier einen mystischen Roman mit viel Geheimnissen und unvorhergesehenen Ereignissen geschrieben. Es ist keine schwerwiegende Literatur, eher für den Urlaub und zur Unterhaltung. Aber es liest sich gut. Es passieren immer wieder Dinge, mit denen man so nicht rechnen würde und das macht die Spannung aus. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und fühlte mich prächtig unterhalten.

    Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

  19. Cover des Buches Sonnenberg (ISBN: 9783471360798)
    Brigitte Glaser

    Sonnenberg

    (72)
    Aktuelle Rezension von: venenorojo

    Brigitte Glasers Werk "Sonnenberg" handelt von der Freundschaft zweier Frauen, Johanna und Luzie, eingebettet in die Geschichte der Anti-Atomkraft-Bewegung, die durch den geplanten Bau eines Kernkraftwerkes in Wyhl eben dort aufkeimte. Während Johanna in den gemeinsamen Studienzeiten durch den Tod ihres Vaters quasi dazu gezwungen ist, in den Familienbetrieb, ein Weingut, einzusteigen, erforscht Luzie Marokko für sich, offiziell die Rifkabylen in der Zeit des Rifkrieges in Marokko. Die beiden Freundinnen wollten diese Reise gemeinsam unternehmen, doch bei Johanna verhindert die Übernahme des Betriebs und auch eine ungeplante Schwangerschaft den Besuch Marokkos. Während Johanna Verantwortung übernimmt und sich mit ihrer Großmutter und Mutter um das Weingut und das Baby zu kümmert, schlendert Luzie unbekümmert durch die Welt. Als Luzie nach ihrer doch sehr langen Reise problembeladen wieder zurückkehrt, findet sie bei Johanna Unterschlupf und steigt mit ihr gemeinsam in den Widerstand gegen den Bau des Kernkraftwerkes in Wyhl ein. Doch es gibt ein Geheimnis zwischen den beiden Frauen, das wie ein Damoklesschwert über ihrer Freundschaft hängt. Wird ihre Freundschaft stärker sein?
    Neben der interessanten Geschichte dieses Widerstandes und der Besetzung des Baugebietes standen für mich der Familienzusammenhalt der drei Generationen des Weinguts als auch die Freundschaft der beiden Frauen im Vordergrund, die sich als junge Mädchen kennengelernt haben und gemeinsam durch dick und dünn gegangen sind. Für mich waren beide Protagonistinnen absolut authentisch geschildert und mit all ihren Ecken und Kanten beschrieben. Mir hat der Roman sehr gefallen, weswegen ich eine klare Leseempfehlung ausspreche.

  20. Cover des Buches Teufelskanzel (ISBN: 9783839213940)
    Thomas Erle

    Teufelskanzel

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Sjard_Seliger

    Ich glaube, ich bin schlichtweg noch nicht im Zielpublikum vom Alter her, um dieses Buch wirklich spannend zu finden. Liegt es nun an mir oder ist es doch der Autor...?

    Thomas Erles Debüt-Roman "Teufelskanzel" ist ein ganz netter, solider Lokal-Krimi aus Südbaden mit einer guten Portion Mystik mit drin, welcher allerdings so einige Schwächen vorzuweisen hat. 

    Zudem ist der Badische Sprache bzw. die Alemannische einfach nur putzig, ulkig und überaus interessant anzuhören. Sehr gut hier eingebracht als Sprache der Einheimischen in Emmendingen und Freiburg. 

    Durchaus positiv gefiel auch mir der gut recherchierte Hintergrund zur keltischen Vergangenheit des Südschwarzwaldes und die mit den Bergen Kandel, Belchen, Feldberg und Grand Ballon eng verbundene Historie der keltischen Brauchtümer. Hier konnte ich persönlich als Leser noch eine Menge lernen und Neues erfahren. Natürlich bewegt sich das alles in sehr esoterischen Gefilden, allerdings bewahrt Autor Erle auch immer eine gewisse Distanz, die seine Hauptfigur Lothar Kaltenbach mitbringt.

    Bis auf ihn sind alle Charaktere doch eher oberflächlich gestaltet und es fiel einem schwer, sich mit einem Charakter zu sympathisieren. Nur Lothar Kaltenbach selbst wirkt nicht so hölzern. Die Tatsache, dass er Musiker ist, Blues liebt, Vinyl sammelt und eine Vespa fährt, machen ihn durchaus sympathisch. Allerdings agiert er im Verlauf der Geschichte doch oft sehr zaghaft, schüchtern, oder wirkt überfordert mit der Situation. Das zeigt sich vor allem in seinem ungeschickten Umgang mit seinem weiblichen Gegenpart Luise, für die er zwar etwas empfindet und sie schlussendlich rettet, jedoch meist so naiv unpassend agiert, dass es einem manchmal fast peinlich ist... 

    Zudem scheint der Herr (im mittleren Alter) die Möglichkeiten des Internets und des Smartphones noch nicht ganz zu begreifen. Bsp.: Eine abendliche Internet-Recherche gibt er schnell wieder auf, weil es ihn frustriert, nichts zu finden. Er kommuniziert fast ausschließlich durch Festnetz-Telefon und Anrufbeantworter. Und kurz vorm Finale nennt er Smartphones altmodisch "Fotohandys" - und darin zeigt sich auch gut das eigentliche Problem des Buches:


    Mag die Umgebung Südbadens um Freiburg herum und Geschichte der Berge auch noch so schön beschrieben und detailreich recherchiert sein... wirklich Spannung kommt nicht auf, oder nur sehr selten. Der ganze Schreibstil wirkt manchmal altbacken und vor allem viel zu harmlos. Bis weit über die Hälfte des Buches trudelt der Plot so gemütlich vor sich hin und zieht sich in die Länge. Außerdem macht es der stark erzählerische Schreibstil des Autors zu weilen nicht leicht, konzentriert zu bleiben, weil er sich in belanglosen Nebendetails verliert. Hier wären Kürzungen angebracht, um die Story knackiger/fesselnder zu machen.

    Das immerhin schlüssige Finale wiederum gerät aber Hals über Kopf und kommt viel zu kurz, überstürzt und undramatisch. Hier wäre noch viel mehr herauszuholen gewesen.


    Alles in Allem zwar eine nette, solide Geschichte in einer tollen Umgebung, mit vielen Ortsverweisen, guten Beschreibungen und einer Lektion in keltischer Mystik im Schwarzwald, allerdings enttäuscht der Schreibstil und das fehlende Tempo. 

    Vielleicht gefällt dieser gemächliche Stil der älteren Generation Ü50, vielleicht bin ich noch zu jung und Thriller-veliebt für dieses Buch - Aber es hat geschafft, mir schönes Fernweh nach da unten zu machen. Und das will auch was bedeuten.

  21. Cover des Buches Klaras Schweigen (ISBN: 9783453428348)
    Bettina Storks

    Klaras Schweigen

    (118)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:
    "Sie spricht wieder". Miriam hält ihr Handy am Ohr und kann nicht glauben was ihre Großtante Lotte erzählt. Was für tolle Nachrichten! Sechs Wochen ist es jetzt her, dass Miriams Großmutter Klara einen Schlaganfall erlitt. Ob sie je wieder sprechen könne, war ungewiss. Als Miriam ins Krankenhaus eilt, ist es erst als spreche sie nur mit sich selbst. Doch dann kommen Klara ein paar französische Worte über die Lippen. Dabei hatte Klara die Sprache nie gesprochen. Oder doch? Schließlich war Konstanz und Freiburg nach dem Krieg in die französische Besatzungszone gefallen. Als Klara dann auch noch von einem Pascal spricht, beginnt Miriam zu recherchieren und stößt dabei auf Schweigen seitens ihrer Großtante Lotte. Was war damals passiert? Gibt es etwa ein Familiengeheimnis?

    Leseeindruck:
    "Klaras Schweigen" wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal haben wir das Jahr 2018. Miriam versteht die Welt nicht mehr. Anscheinend ist über ihre wahren Wurzeln Stillschweigen vereinbart worden. Dieser Erzählstrang ließ sich flüssig lesen und ich konnte mitverfolgen wie Miriam durch einen Glückstreffer bei ihren Nachforschungen der Wahrheit immer näher kam. Dabei habe ich bewundert, dass Miriam trotz ihrer ersten Fassungslosigkeit, noch immer so liebevoll mit ihrer Großmutter Klara umgegangen ist. Klara selbst erholt sich zunehmend von ihrer Krankheit und erzählt Miriam etwas zu ihren Eltern. Die ganze Tragik dahinter konnte ich zwar verstehen, aber da mir die Figuren selbst nicht ganz so nah waren, habe ich deren Reaktion wiederum nicht ganz nachvollziehen können. Ein zweiter Erzählstrang führt uns ins Jahr 1944 und von da aus wird in großen Sprüngen Klaras Leben und Schicksal erzählt. Die großen Zeiträume haben mich ein bisschen verwirrt. Auch wenn es sich gut mit 2018 zusammengefügt hat, hat das alles dazu geführt, dass ich nicht so richtig mit Klara mitfiebern konnte.

    Fazit:
    "Klaras Schweigen" ist ein toller Roman, den ich gerne gelesen habe. Durch den Erzählstil mit teilweise großen Zeitsprüngen, habe ich es aber nicht geschafft, den Figuren näher zu kommen. Das Ende fand ich sehr berührend. Die Tragik, die durch eine Lüge in der Not entstanden ist, unfassbar. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

  22. Cover des Buches SPURLOS (ISBN: 9783328111542)
    Leon Sachs

    SPURLOS

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Schulz

    Wenn jemand ein neues Leben beginnen und nicht gefunden werden möchte, aus welchen Gründen auch immer, kommt er zu Robin. Ihr Job ist diese Menschen spurlos verschwinden zu lassen. Doch dann werden zwei ihrer ehemaligen Klienten, zwei untergetauchte Kronzeugen, quasi zeitgleich ermordet. Wie konnte das passieren? Und das war nur der Anfang. Bald schon muss Robin sich die Frage stellen, wem sie überhaupt noch trauen kann.

    Da Thriller über Zeugenschutz eigentlich nicht so mein Ding sind, hätte ich mir dieses Buch nach dem Klappentext wahrscheinlich nicht selbst gekauft. Da ich es aber geschenkt bekommen habe und es ja wirklich viele gute Bewertungen hat, habe ich mit gedacht, dass es mich vielleicht doch begeistern kann. Und dies war absolut der Fall.

    Während der Leser auf den ersten hundert Seiten die verschiedenen Figuren kennenlernt und in Robins Job hinein schnuppern darf, was echt interessant ist, geht es danach richtig ab. Ich konnte das Buch zeitweise nicht mehr aus den Händen legen, so spannend war es. Es gibt unvorhergesehene Wendungen, actionreiche Szenen und über allem steht die düstere Frage: Wem kann Robin vertrauen und wem nicht? Und genau diese Frage treibt den Leser immer weiter an zu lesen.

    Die toughe Robin mochte ich wirklich gern. Bei aller Spannung kommen aber auch ihre Gedanken, Gefühle und inneren Konflikte nicht zu kurz, was sie sehr authentisch wirken lässt. Viele der anderen Figuren sind zwar im Prinzip auch sympathisch. Aber schafft es der Autor ganz wunderbar, dass der Leser jedem misstraut und deshalb niemanden von den anderen so wirklich mag, denn da ist immer der Gedanke: Vielleicht spielt derjenige ja ein ganz falsches Spiel? Zumindest war es bei mir so. mit der Auflösung hätte ich dann aber doch nicht gerechnet, obwohl sie sie logisch ist. Beides ist mir bei Thrillern immer sehr wichtig.

    Das Thema Zeugenschutz und neue Identitäten ist wie gesagt eigentlich nicht so meins, wird hier aber echt toll umgesetzt.

    Ein weiteres Plus sind die ausführlich beschrieben realen Schauplätze. Leider war ich bisher weder in Frankfurt am Main, wo Robin ihre Agentur betreibt, noch in einer der anderen Städte, in denen der Thriller handelt.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  23. Cover des Buches Schweig still, mein Kind (ISBN: 9783868007336)
    Petra Busch

    Schweig still, mein Kind

    (120)
    Aktuelle Rezension von: Pinta

    Der Krimi ist gut und spannende konstruiert. Es liest sich flüssig bis auf die vielen Bezeichnungen von Blumen. Die Spannung wird gut gehalten bis am Schluss. Es geht um ein eingeschworenes Dorf im Schwarzwald wo es zwei Tote gibt. Am Anfang will niemand etwas wissen aber immer mehr bröckelt die Fassade und es werden schreckliche Sachen aufgedeckt.?

  24. Cover des Buches Begnadet - Buch 1-2 (ISBN: 9783738090727)
    Sophie Lang

    Begnadet - Buch 1-2

    (2)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Sophie Lang – Begnadet


    Aeia Engel, 20 Jahre jung, studiert Psychologie, als vom TREECSS- Institut ein sagenhaftes Angebot bekommt: Sie bekommt dort einen Job bei Professor Ronan Meusburger und kann auch weiter Psychologie studieren.

    Auf dem Weg zu ihrem ersten Arbeitstag, findet sie unweit ihrer Wohnung die zerstückelte Leiche eines Mannes im Park. Sofort ermittelt die Polizei.

    Doch ihr erster Arbeitstag ist von weiteren kleinen Hürden gespickt, zuerst muss sie sich mit der modernen Technik und der künstlichen Intelligenz Eve anfreunden, danach den „verrückten“ Professor finden und mit den neuen Kollegen Vigor und Kyala zurecht kommen. Und als wenn das nicht genug ist, muss sich die schüchternde Aeia vor den Avancen ihrer männlichen Kollegen retten, obwohl sie einen festen Freund hat.

    Doch schon bald bekommt sie eine Aufgabe zugeteilt, die ihrer besonderen Begabung entspricht. Eine Aufgabe die sie in höchste Gefahr bringt.


    Das Cover ist eine wahre Augenweide, detailreich und passend zur Story. Das ist mir sofort ins Auge gesprungen.

    Der Roman selbst hält eine Palette voller Gefühle bereit: beklemmend, düster, humorvoll, fesselnd, temporeich, spannend, faszinierend, ein bisschen Liebe und Freundschaft. Der Roman ist locker und flüssig geschrieben. Aus der Hand legen konnte ich ihn nicht vor lauter Spannung, obwohl ich nur mal kurz reinlesen wollte. Detailreich und gut ausgearbeitet waren sämtliche Charaktere und auch die Geschichte sowie die Örtlichkeiten. Das hat mich noch besser in die Geschichte finden lassen und ich hatte das Gefühl direkt mitten im Geschehen zu stehen.

    Aeia ist sehr sympathisch und gut ausgearbeitet, man fühlt eine gewisse Nähe zu ihr.


    Der Roman hat mich von Anfang an gefesselt, der Spannungsbogen wurde im gesamten Buch aufrecht gehalten und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

    Eine ganz klare Leseempfehlung von mir und fünf Sterne.

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