Bücher mit dem Tag "freiheitskampf"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "freiheitskampf" gekennzeichnet haben.

363 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783751203036)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

     (17.800)
    Aktuelle Rezension von: JuliaS22

    Dieser erste Teil gehört zu einer meiner absoluten Lieblingsbuchreihen.


    74 Jahre nach Ende des Kriegs in Panem werden die alljährlichen Hungerspiele gehalten, um alle Bewohner Panems an die schrecklichen Kriegszeiten und deren Ausgang zu erinnern. Deshalb muss jeder der 12 Distrikte jährlich einen weiblichen und einen männlichen Tribut zwischen 9 und 16 Jahren stellen, der in den sogenannten Hungerspielen um sein Leben kämpft. Nur der letzte lebende Tribut wird die Spiele gewinnen und weiter leben. 

    Katniss lebt mit ihrer Schwester Prim und ihrer Mutter in armen Verhältnissen in Distrikt 12- dem Distrikt für Kohleabbau. Ihr Vater ist verstorben und sie versucht die Familie durchzubringen. Gut dass ihr Vater ihr einige Dinge in der Natur gelehrt hat.
    Wie der Zufall es so will, wird Prim, die kleine Schwester, ausgelost. Um ihre Schwester zu retten meldet sich Katniss freiwillig.
    Somit ist Katniss‘ Kampf um Leben und Tod zwischen den anderen Tributen besiegelt.


    Ein aufregendes Buch meiner Meinung nach mit viel Tiefgang, Platz zum nachdenken, aber auch voller Spannung, etwas Gewalt und Kampf, sowie liebevoller Lichtblicke. Grandios geschrieben.

  2. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.618)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    Wow. 

    Bevor ich angefangen habe, die Highland-Saga zu lesen, habe ich die Serie gesehen und das am Anfang mehr widerwillig. Natürlich hat mich die Serie nach und nach in den Bann gezogen und daher stand der Entschluss fest - ich muss unbedingt die Bücher lesen!

    Der Schreibstil ist so wunderbar flüssig und da schrecken die 1107 Leseseiten überhauot nicht ab. Ich musste den Roman verschlingen auch wenn ich die Serie und somit die Inhalte bereits kannte.

    Die Serie hält sich zu größten Teilen direkt an das Buch oder zumindest die erste Staffel. Mehr kann ich ja noch nicht sagen. Beim Lesen ist man aber sofort in dieser Welt gefangen und fiebert mit Claire mit. Mein Herzschlag wurde an spannenden Stellen schneller und das, obwohl ich das Ende schon kannte. Wenn eine Autorin das schafft, dann hat sie alles richtig gemacht. Ich bin nun auch lesend im Highlander-Fieber gefangen!

  3. Cover des Buches Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn (ISBN: 9783751203746)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 3. Flammender Zorn

     (8.242)
    Aktuelle Rezension von: annikasleseecke

    Der dritte und somit letzte Band der Reihe hat mir leider nicht so gut wie die ersten beiden gefallen. Vieles wurde meiner Meinung nach mit zu wenig Gefühl und zu wenig Details beschrieben. Diesmal fand ich eindeutig den Film, bzw. die Filme besser. Dennoch war es spannend und lies sich schnell durchlesen. Das Buch lässt mich zwar mit gemischten Gefühlen zurück, jedoch habe ich es auch hier genossen es zu lesen und bin gerne nochmal in die Welt von Panem abgetaucht.

  4. Cover des Buches Die Tribute von Panem 2. Gefährliche Liebe (ISBN: 9783751203043)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 2. Gefährliche Liebe

     (8.951)
    Aktuelle Rezension von: annikasleseecke

    Ein großartiger zweiter Band bei dem ich mir tatsächlich diesmal wünsche die Filme vorher nicht gekannt zu haben.

    Auch hier wieder..die Charaktere. Hach Finnick.

    Man fliegt nur so durch die Seiten und gerade durch die Spannung und die ganzen Plottwist kann man das Buch nur schwer weglegen. Ganz klare Empfehlung!!

  5. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783846600351)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

     (1.303)
    Aktuelle Rezension von: Ginas_Seitengefluester

    Was die Autorin Sabaa Tahir hier geschaffen hat, ist wirklich faszinierend! Ich liebe wirklich alles daran! Laia, wie sie alles versucht, um ihren Bruder zu retten und dabei eine hammer Charakterentwicklung durchmacht. Elias, der Schwarzkliff und alles daran hasst und allen voran sich selbst, mit sich und seinem Schicksal stark hadert und einerseits gebrochen ist  aber andererseits ein unheimlich starken und mutiger Charakter besitzt. Die Befehlshaber und ihre undurchsichtigen Machenschaften. Einfach alles. Und dauernd stellt man sich die Frage: wem kann man tatsächlich trauen? Wer ist Freund und wer Feind?

     

    Da es der erste Band ist, bin ich unglaublich gespannt was die nächsten Teile noch bringen und ob ich mit ein paar meiner Thesen richtig liege...

  6. Cover des Buches Legend (Band 2) - Schwelender Sturm (ISBN: 9783785581599)
    Marie Lu

    Legend (Band 2) - Schwelender Sturm

     (1.182)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Day möchte unbedingt wissen, wie es Tess geht. Daher kehrt er mit June zurück und schließt sich den Patrioten an, denn deren Ziele scheinen gut zu sein und schließlich haben sie Day ja auch geholfen …

    Meinung:
    Der Einstieg in diesem Teil gelingt mühelos, man muss aber den ersten kennen, sonst ist man verloren – auch wenn viele Dinge wiederholt werden, so stark kann der Inhalt aus dem ersten Teil einfach nicht gebündelt werden. Day und June sind ein tolles Team und auch wenn viele andere bekannte Charaktere wieder dabei sind, geht es doch hauptsächlich um sie und wie sie die Republik verbessern (wollen). Die Zwietracht, welche im Buch von sämtlichen Seiten gesät werden verwirren den eigenen Kopf, wer glaubt nun wem und wer spielt richtig oder falsch? Praktisch ist meine Meinung zum Ende hin bestätigt worden, aber zwischendrin war auch ich stellenweise am Zweifeln und das macht ein gutes Buch aus, nicht immer zu wissen, wo die Wahrheit liegt – wahrscheinlich wie immer: irgendwo dazwischen  Die Handlung ist spannend, ebenso die Rückblenden und Träume von Day und June. So lernt man die beiden und ihre Bedürfnisse noch besser kennen und kann ihre Eigenschaften dadurch noch besser verstehen. Auch die Republik und die Kolonien bekommen in diesem Teil mehr Tiefe und die Frage, welche ich mir gestellt habe, war: Wo würde ich leben wollen und wie leben wir jetzt schon? Phasenweise waren die Beschreibungen sehr realitätsnah und das finde ich sehr erschreckend!

    Cover:
    Das Cover ist toll und passt zur Reihe. Edel, mystisch, kämpferisch.

    Fazit:
    Eine sehr spannende Fortsetzung, welche mich fesseln konnte und immer wieder zum Zweifeln brachte. Eine Reise in unterschiedliche Lebensstile und eine leichte Verbindung ins reale Leben. Daher volle 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Zu empfehlen an alle, welche Teil 1 kennen und Dystopien mögen.

  7. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (696)
    Aktuelle Rezension von: PeytonS

    Ich habe es geliebt dieses Buch zu lesen und war ganz traurig, als mein e-reader Seite 470 von 555 anzeigte, und auf einmal die Danksagung erschien. 

    Wundervoll geschrieben verbindet dieses Buch Emotion, schockierende Fakten aus der Vergangenheit und quasi einen Teil Autobiografie. Ich würde direkt wieder neu anfangen dieses tolle Buch zu lesen. 

  8. Cover des Buches These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1) (ISBN: 9783551317742)
    Amie Kaufman

    These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)

     (871)
    Aktuelle Rezension von: Avada_Kaddavra

    Obwohl ich anfangs von dieser Cyber-Titanic-Atmosphäre gebannt war konnte mich das Buch im weiteren Verlauf nicht mehr so ganz abholen. Mir ist leider zu wenig passiert, zu wenig Spannung aufgekommen und auch die Beziehung zwischen den Charakteren überzeugt mich nicht ganz😐 Trotzdem werde ich die Reihe weiterverfolgen🙂

  9. Cover des Buches Pandemonium (ISBN: 9783551313683)
    Lauren Oliver

    Pandemonium

     (1.212)
    Aktuelle Rezension von: Bee2205

    in diesem BAnd sind die Kapitel in "jetzt" und "damals" eingeteil, wodurch wir nach jedem Kapitel in der Zeit springen. Durch diese Zeitsprünge möchte man die ganze Zeit weiterlesen, da man unbedingt wissen will, was zu den jeweiligen Zeitpunkten passiert ist.

    In den damals Kapiteln erfahren wir, wie sich Lena in der Wildnis geschlagen hat, wie sie sich anderen Menschen anschließen konnten und wie sich ihr Leben verändert hat.

    In den jetzt Kapiteln befindet sie sich wieder innerhalb der Mauern und versucht einen Auftrag für die Rebellen zu erledigen, welche sie vor verschiedene Schwierigkeiten stellt, während ihre Gedanken und ihr Herz noch bei Alex sind. Jedoch schleicht sich mit der Zeit noch eine weitere Person in ihr Herz.

    Der zweite Teil ist anders als der erste, was aber nicht schlimm ist und man neuen Schwung bekommt und der Cliffhänger am Ende sorgt dafür, dass ich auf jeden Fall wissen muss wie der dritte Teil weiter geht. Zusätzlich gibt es noch die ein oder andere Überraschung, die einem geboten wird in diesem Buch.

  10. Cover des Buches Die Rebellion der Maddie Freeman (ISBN: 9783843210409)
    Katie Kacvinsky

    Die Rebellion der Maddie Freeman

     (1.244)
    Aktuelle Rezension von: Zarina

    Inhalt und Thema des Buches: "Die Rebellion der Maddie Freeman" entführt die Leser in eine düstere Zukunft, in der persönliche Freiheiten stark eingeschränkt sind und Technologie alles durchdringt. Maddie Freeman, eine junge Frau, beginnt, das System zu hinterfragen, in dem sie lebt, und entscheidet sich, für ihre Überzeugungen einzustehen oder der von anderen. 

    Meine Meinung: Ich entdeckte "Die Rebellion der Maddie Freeman" vor einigen Jahren in einem Buchladen und war sofort fasziniert. Das Cover zog mich magisch an, und nachdem ich zuhause den Buchtrailer gesehen hatte, war ich gespannt auf die Geschichte. Beim Lesen fand ich die dystopische Welt extrem und doch erschreckend realistisch. Besonders in der heutigen Zeit, nach den Ereignissen um COVID-19, konnte ich mir diese Zukunftsvision noch deutlicher vorstellen.

    Maddie als Hauptfigur empfand ich als etwas ambivalent. Obwohl sie mutig ist, fand ich sie manchmal nicht standhaft genug, besonders wenn es um die Beeinflussung durch andere Menschen, insbesondere ihren Schwarm, ging. Zudem hätte ich gerne mehr über die Welt erfahren, in der die Geschichte spielt. Viele Aspekte wurden nur angerissen, und die Einblicke in das Leben der Computer Zombies blieben oft oberflächlich.

    Trotz dieser Kritikpunkte war die Geschichte insgesamt spannend und fesselnd erzählt. Ich würde "Die Rebellion der Maddie Freeman" jedem empfehlen, der dystopische Geschichten mag und sich gerne mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt.

    Schlüsselthemen: Ein zentrales Thema des Buches ist der Kampf gegen ein unterdrückendes System und die Suche nach persönlicher Freiheit. Technologie spielt eine ambivalente Rolle, indem sie einerseits Kontrolle ermöglicht, andererseits aber auch als Werkzeug des Widerstands genutzt wird. Die Beziehungen zwischen den Charakteren, insbesondere Maddies Freundschaften und ihre Liebe, geben dem Buch zusätzliche Tiefe.

  11. Cover des Buches Die Kathedrale des Meeres (ISBN: 9783328103134)
    Ildefonso Falcones

    Die Kathedrale des Meeres

     (525)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Zuallererst, Die Säulen de Erde hat mir nicht gefallen. Die Kathedrale des Meeres ist streckenweiße super spannend und historisch dicht erzählt, aber es gibt so viel überflüssiges, soviele brutale Schilderungen, Sexszenen, Gewalt und unnötig in die Länge gezogene Gemetzel. Das ermüdet dann leider und ist viel zu lang


  12. Cover des Buches Das Geisterhaus (ISBN: 9783518472668)
    Isabel Allende

    Das Geisterhaus

     (833)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Es wird ein gewaltiges Familienepos über drei Generationen geschildert. Im Mittelpunkt steht Clara mit ihren übernatürlichen Kräften und Fähigkeiten. Liebe, Hass und Tod prägen dieses grandios erzählte Familienepos von der wunderbaren und einzigartigen Isabel Allende. Es ist eines ihrer besten Bücher und ich lese es immer wieder gerne.


  13. Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783872910479)
    Friedrich Schiller

    Die Räuber

     (667)
    Aktuelle Rezension von: Yazzie

    Der Anfang des Buches war vielversprechend und sehr spannend. Ich fand rasch einen Zugang zu den Charakteren. Diese waren sehr vielfältig und man konnte sich sogar in den unsympatischsten Personen hineinversetzen.

    Bei der Mitte der Geschichte zog sich die Handlung in die Länge und es wurde immer mühseliger das Buch zu lesen.

    Nach der Mitte der Geschichte wurden für mich wichtige Informationen ausgelassen und ich konnte mich somit nichtmehr auf die Handlung konzentrieren, sondern musste öfters nachlesen ob ich etwas ausgelassen hatte. Aus diesem Grund musste ich das Buch im Endeffekt weglegen. 

    Die Schreibweise war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da das Buch in der Epoche des Sturm und Drangs geschrieben worden ist, ich konnte mich aber schnell an den Schreibstil und die Fremdwörter gewöhnen.

    Leider wurden meine Erwartungen an das Buch nicht übertroffen oder gar erfüllt. Ich wollte dieses Buch so sehr zuende lesen, jedoch konnte ich es nicht.

  14. Cover des Buches War Chant I: Sieger (ISBN: 9783958692398)
    Nika S. Daveron

    War Chant I: Sieger

     (20)
    Aktuelle Rezension von: TillyJonesbloggt

    Inhalt/Meinung
    Die Entscheidung „War Chant“ zu lesen, nahm mir der Klappentext ab, denn der hatte mich quasi sofort an der Angel. Ich liebe Dystopien und wenn es dann noch ein Schattenspiel zwischen Gut und Böse ist, kann das nur gut werden. Oder?

    Die Welt von „War Chant“ ist am Ende. Einige Menschen leben auf einer Insel aus Müll („Odyssey“) und fristen ihr tristes Dasein unter dem Regime der „Sieger“. Die Sieger bestimmen alles! Sie geben den Menschen mit 6 Jahren einen Namen und bestimmen, als was gearbeitet wird. Sie machen die Regeln und setzten sie durch. Und verlangen Dankbarkeit von den anderen Menschen, die im Grunde nur da sind, um den Siegern ihren Lebensstandard erhalten zu können. Die Welt war sehr interessant und detailreich dargestellt. Dadurch, dass die Geschichte in der Ich-Form geschrieben ist, sieht man natürlich immer nur das, was die Protagonistin sieht, aber sie kommt viel rum, sodass ich nie das Gefühl hatte, irgendwas zu verpassen. Die Müllinsel, die nach vielen Katastrophen entstanden ist, treibt auf dem offenen Meer. Festland oder andere Inseln sind Gerüchte, denen die Menschen mehr oder weniger Glauben schenken. Es ist ein schmutziges, undankbares Leben, aber die Menschen das einzige was sie haben. Auch wenn sie dauerhaft unterdrückt und bei Missachtung der Regeln teilweise sofort mit dem Tod bestraft werden. Wenn man nichts mehr hat, außer den Kleidern die man trägt, kann man auch nichts verlieren.

    Als erstes lernen wir die Protagonistin Harbinger kennen. Am Anfang ein kleines Mädchen ohne Namen, mausert sie sich schnell zu einer recht guten Gladiatorin. Harbinger ist nicht dumm und lernt sehr schnell, sieht viel, was um sie herum passiert und steht auch für ihre Freunde und Familie ein. Leider muss ich sagen, dass ich sehr lange keinen rechten Zugang zu ihr fand. Sie wirkte manchmal sehr trotzig, unfreundlich und lustlos. Sie tat zwar alles, was man ihr so sagte, aber eigentlich hatte sie gar keine Lust dazu. Jedenfalls kam es mir so rüber. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen, wurde sie irgendwie immer zum Handeln gezwungen, anstatt sie die Dinge einfach mal selber in die Hand nahm. Erst im letzten Drittel wurde sie mir sympathischer, als sie anfing, auch mal Gefühle zu zeigen. Zwar ist sie immer wirklich sehr betroffen, wenn jemand stirbt den sie kennt, aber das kam nie richtig bei mir an.

    Der nächste, den ich von Anfang an allerdings sehr interessant fand, ist Crawford. Ein Soldat der „Sieger“, der von Beginn an immer in Harbingers Nähe zu sein scheint. Er ist der Antiheld schlechthin und hält bis zum Ende seine Ziele recht gut unter Verschluss. Ich muss zugeben, dass er mein Favorit unter den Charakteren ist, weil er für mich am ehrlichsten und, bezugnehmen auf die Welt, am authentischsten wirkte. Crawford gehört zu den Siegern, er könnte alles haben, ihm liegt die ganze Müllinsel zu Füßen. Und dennoch hat er einen unerklärbaren Narren an Harbinger gefressen, der für mich aber nie aufgesetzt wirkte. Er tat schlimme Dinge, aber hat sich irgendwie auch immer an die Regeln gehalten. Dadurch, dass er zu den Bösen gehört, verkörpert er sozusagen das Feindbild für alle, allen voran Harbinger, die in ihm sehr lange das reine Böse sieht.

    Die Geschichte als solche packte mich recht schnell. Während Harbinger erwachsen wird und irgendwie ihren Weg geht, lernt mal als Leser schnell, dass auf „Odyssey“ nicht alles, was sich Gut oder Böse nennt, auch gut oder böse ist. Alles hat seine Schattenseiten und die zu erkennen, fällt oftmals sehr schwer. Die Menschen treiben untereinander ihre Spielchen, spinnen Intrigen und manipulieren andere, wie sie es eben gerade brauchen. Natürlich wollen die einfachen Menschen sich erheben und gegen die Sieger angehen, eine Rebellion lag von Anfang an schon in der Luft. Harbinger glaubt irgendwann an diese Sache und muss sich dann aber schnell eingestehen, dass auch bei einer guten Rebellion ganz viele Schattenseiten vorhanden sind.

    Der Schreibstil der Autorin tat einiges um der verloren und hoffnungslosen Stimmung auf „Odyssey“ noch einen drauf zu setzen. Jede Figur hat ihre eigene Stimme und gerade das machte sie sehr greifbar. Alles war sehr bildlich geschrieben und sorgte dafür, dass ich mich immer so fühlte, als würde ich neben Harbinger stehen und mit ihr zusammen ein Abenteuer erleben. Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, waren die ganzen Gladiatura-Begriffe, die zwar am Anfang erklärt werden, aber für mich einfach zu viel waren um mir die ganzen Unterschiede zu merken. Das brachte mich immer mal wieder raus, wenn von einer bestimmter Gladiator-Art die Rede war und ich nicht mehr wusste, welche genau jetzt gemeint war.

    Das Ende von Band 1 ist kein Ende, sondern ein Übergang zu Band 2 und ich muss sagen, auch wenn ich anfangs keinen Zugang zu Harbinger hatte, so bin ich doch wirklich gespannt, was sie im zweiten Teil alles ertragen muss.

    Fazit
    „War Chant“ ist eine wirklich interessante Dystopie mit Charakteren, die fernab vom Klischee agieren. Das Setting erinnerte mich ein bisschen an „Waterworld“, hatte aber seinen ganz eigenen Charme und war von vorne bis hinten komplett durchdacht. Das Leben auf der Müll-Insel ist grausam bis kaum zu ertragen und die Figuren werden dadurch von Anfang an geprägt. Für Dystopie-Fans lohnt es sich auf jeden Fall, zu „War Chant“ zu greifen!
  15. Cover des Buches Requiem (ISBN: 9783551315236)
    Lauren Oliver

    Requiem

     (834)
    Aktuelle Rezension von: Bethany_be

    Was mich wirklich gefreut hat, ist, dass in diesem Buch aus Lenas und Hanas Perspektive geschrieben wird. Beide sind sehr starke Charaktere und vor allem der Kontrast zwischen Wildnis und Zombieland hat mir gut gefallen. 

    Jede Seite war spannend und durch den detaillierten, lebhaften Schreibstil wurde ihr Leid, aber auch ihr Glück oder ihre Wut verstärkt. 

    Die Dystopie hat ein wirklich interessantes Thema und die Ausarbeitung ist wirklich gelungen. Das Setting ist sehr detailliert, ich konnte mir einen Stadtplan von Portland machen und auch ein gutes Bild von der Situation im Allgemeinen. 

    Julian und auch Alex fand ich in diesem Band zu wenig ,,anwesend" . Die Liebesgeschichte, besonders ihr Liebesdreieck, hätte meiner Meinung nach noch mehr fokussiert werden können. 

    Das Ende war wirklich fesselnd, doch hat es mich nicht ganz überzeugt. Ich habe noch so viele offene Fragen: Wie geht es mit dem Kampf weiter? Was passiert aus Alex, Lena und Julian? Wird Lena ihre Mutter noch weiter kennenlernen? Wie geht es Tack, nachdem Raven gestorben ist? 

    All das hätte ich gerne in einem Epilog erklärt bekommen.... 

  16. Cover des Buches Als der Himmel zerriss (ISBN: 9783775157322)
    Stephanie Rapp

    Als der Himmel zerriss

     (17)
    Aktuelle Rezension von: pallas
    Irland 1845;
    Um ihr gemeinsames Erbe - einen Landbesitz im irischen "Ashton Manor" - entgegen zu nehmen verlässt Emily Winston zusammen mit ihrem Vater England. Kaum in ihrer neuen Heimat angekommen ist das Land einer noch nie da gewesenen Hungersnot ausgesetzt und so ist es schon bald unmöglich,  den geringsten Teil von den Pächtern einzutreiben.
    Zu allem Überflüß eskaliert nun auch noch der in Irland schon lange währende Konflikt zwischen Protestanten, Katholiken und Methodisten obwohl das Land angesichts der unglaublichen humanitären Katastrophen einen inneren Zusammenhalt dringend nötig hätte. Emily kommt zu allem Unglück ungewollt zwischen die rivalisierenden Parteien und schließlich bricht auch noch die Kartoffelpest aus, die zur fast vollständigen Vernichtung der restlichen Nahrungsgrundlage der Menschen führt.
    Emily verliert schließlich ihren Grundbesitz und muss Irland verlassen. Sie wandert mit der Familie O'Neill nach Australien aus wo sie einst geboren wurde.
    Dort angekommen bekommt sie in Van Diemens Land, dem heutigen Tasmanien, eine Anstellung als Lehrerin. Emily weiß, dass sie in dieser Gegend geboren wurde und möchte ihre eigentliche Herkunft genauer ergründen. Wer war wohl ihre Mutter wirklich gewesen? Ihr Vater hat nie viel von ihr gesprochen. Während ihrer Nachforschungen kommt sie dem Geheimnis ihres Lebens auf die Spur. Was Emily entdeckt lässt sie staunen und als sie schließlich auch noch ihre irische Familie wiedertrifft gibt es weitere großartige Überraschungen.

    Stephanie Rapp hat die Fakten und Hintergründe um die historische Hungersnot, der "Irish potato famine" des Irland im 19. Jahrhundert präzise recherchiert und als hervorragendes Fundament für dieses sehr ansprechende und gehaltvolle Buch eingesetzt. Aus diesem historischen Rahmen heraus entwickelt die Autorin eine eindrucksvolle Sicht auf die soziale Kluft zwischen Arm und Reich und lässt den Leser auf beindruckende Weise die unvorstellbar brutale Einstellung der irischen Großgrundbesitzer, die sich nicht im Geringsten um die Lebensbedingungen ihrer Pächter gekümmert haben, erleben.

    Besonders hervorheben möchte ich, wie behutsam und gelungen die Autorin überlebenswichtige christliche Einstellungen wie Gottvertrauen, Liebe und Vergebung in die Geschichte eingewoben hat. Wesentliche Elemente unseres Glaubens, die in dieser schrecklichen Zeit das Überleben möglich machten können auch uns heute helfen das Leben und seine Herausforderungen zu meistern.
    Die Lektüre des Romans wird durch den flüssigen Stil, der lebendigen Sprache und den eindrucksvollen Bildern zu einem besonderen Genuß. Es gelang Stephanie Rapp mit ihrem Werk "Als der Himmel zerriss"  einen im besten Sinne des Wortes authentischen, emotional mitreißenden und über die Thematik erschütternden Roman zu schreiben.
  17. Cover des Buches Der scharlachrote Pfad (ISBN: 9783948878184)
    Kerstin Groeper

    Der scharlachrote Pfad

     (29)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Wild ging es zu, als diverse Indianerstämme noch Kriege gegeneinander führten, Frauen und Kinder raubten und an ein freies Leben glaubten. Doch zum Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich alles. Die Indianer mussten ihre Lebensweise umstellen und wurden den von Weißen aus ihren Jagdgebieten vertrieben. 

    Neun Jahre lang begleitet die Autorin eine fiktive Familie und beschreibt deren Leben ebenso, wie die Stammesbräuche. Als Leser erfährt man, wie Familien auseinander gerissen und neu zusammengestellt werden. Man sieht die Kinder aufwachsen und das Streben der Jungen danach, Krieger zu werden. Auch wenn die Autorin in ihrem Nachwort schreibt, dass die sich weniger für die Kriegsführung und die Kämpfe interessiert, kommt sie nicht umhin, auch diese zu beschreiben. Besser gefallen haben mir allerdings die Szenen, die das Alltagsleben der Indianer zum Inhalt haben.

    Ebenso wie die Jahreszeiten wiederholen sich viele Verhaltensweisen und Erlebnisse der Indianer in der ersten Hälfte des Romans. Beinahe hätte ich die Lust am Weiterlesen verloren. Dabei hatte ich vor Jahren schon „Im fahlen Licht des Mondes“ von Kerstin Groeper gelesen, das mir sehr gut gefallen hatte. Beim „scharlachroten Pfad“ (ihrem ersten Roman) gelang es der Autorin erst etwa ab der Hälfte, mich in gewohnter Weise einzufangen. Da kannte ich die Personen und verfolgte atemlos mit, wie die Weißen mit Amerikas Ureinwohnern umgingen, so dass sie über die Grenze nach Kanada flüchten mussten, um ihr Leben zu retten.

    Sieben Bücher über das Leben von Indianern hat Kerstin Groeper inzwischen veröffentlicht. Die Idee dafür entstand bereits in den 80er Jahren, als sie in Kanada lebte und die Reservation „Wood Mountain“ in Saskatchewan besuchte und die Geschichte einer Lakota-Gruppe erfuhr. 

    Obwohl mich der Anfang des Buches teilweise langweilte und maximal drei Sterne wert war, fand ich den zweiten Teil so spannend, dass insgesamt doch eine vier-Sterne-Wertung zustande kam. 

  18. Cover des Buches Wilhelm Tell (ISBN: 9783872910066)
    Friedrich Schiller

    Wilhelm Tell

     (505)
    Aktuelle Rezension von: Lobitix

    Schlecht, einfach nur schlecht.

  19. Cover des Buches Der lange Weg zur Freiheit (ISBN: 9783104031545)
    Nelson Mandela

    Der lange Weg zur Freiheit

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H
    Dieses Buch ist mit so gewaltiger Sprache geschrieben, dass ich zu jeder Zeit das Gefühl hatte dabei gewesen zu sein. Dieses Buch umfasst einen Zeitraum von seiner Jugend bis weit nach seiner Gefangenschaft. Seine Geschichte, die mit soviel Ehrlichkeit und Offenheit in diesem Buch so detailliert beschrieben werden machen es, trotz der hohen Seitenzahl zu einem Lesegenuss. Aus meiner Sicht ein absolutes „Muss“ fürs Bücherregal.
  20. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (353)
    Aktuelle Rezension von: roxfour

    Felicity Claire, eine mit einem in der Resistance aktiven Franzosen verheiratete Britin, führt ein sechsköpfiges Frauenkommando an, das als Ziel die Zerstörung einer Telefonzentrale. 

    Es werden zwar immer wieder mal Folterszenen sehr detailliert geschildert, alles in allem war das Buch aber sehr flüssig und spannend geschrieben. Die Story hat an sich hat mich sehr angesprochen, wenngleich ich auf die künstlich aufgeblähte, detailverliebte Schilderung vieler Szenen gut hätte verzichten können (was bei mir dazu geführt hat, dass ich einige Abschnitte schlichtweg nur überflogen habe, weil es mich irgendwann etwas generbt hat). Alles in allem trotzdem ein gelungenes, spannendes Buch.

  21. Cover des Buches Iron Flowers – Die Kriegerinnen (ISBN: 9783737355629)
    Tracy Banghart

    Iron Flowers – Die Kriegerinnen

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    HANDLUNG

    Die beiden Schwestern Serina und Nomi haben sich ihr Leben ganz anders vorgestellt als es jetzt ist.

    Serina wollte eine Grace werden, Nomi war noch nie Fan von Graces und der Unterdrückung von Frauen, wusste aber auch keinen Ausweg.

    Aber jetzt fühlen sich beide als Gefangene des Systems. Denn Nomi ist eine Grace geworden und muss sich dem grausamen Regenten unterstellen und Serina im Gefängnis, dem Berg des Verderbens, gelandet.

    Keine von beiden möchte sich dem Schicksal ergeben. Mit Mut und Willenskraft kämpfen die beiden für ihre Freiheit, die Liebe, aber vor allem für die Freiheit der Frauen.


    MEINUNG

    Die Geschichte geht nahtlos von Band 1 in Band 2 über. Hätte ich den zweiten Band direkt im Anschluss gelesen, hätte er mir eventuell besser gefallen. So ist für mich der Zauber etwas verloren gegangen, was aber finde ich leider öfter passiert.

    Zuerst war ich echt begeistert von der Idee und auch der Umsetzung. Leider war es aber auch so, dass die Spannung meiner Meinung nach eher in Band 1 war. In diesem Buch ist schon auch noch einiges passiert, dennoch war schon klar, wohin der Weg der beiden Schwestern Serina und Nomi geht.


    Auch wenn die Liebesbeziehungen eher eine Nebenrolle spielen, fand ich auch die in Band 1 aufregender und konnte sie mehr fühlen als hier.

    Insgesamt hat die Idee des Buchs finde ich eine gute Grundidee und mir hat auch gefallen, dass Serina und Nomi so aus dem "Nichts" zu den Charakteren wurden, die sie inne hatten. Jedoch hat auch genau das die Glaubwürdigkeit etwas geschmälert. Es wurden zwar ein paar Hindernisse oder Zögern eingebaut, aber für mich war es nicht ganz authentisch.

    Meiner Meinung nach nicht die beste gelungene Fortsetzung, aber es gibt der Reihe immerhin einen Abschluss. Ich würde definitiv empfehlen beide Bücher direkt hintereinander zu lesen, sodass der Zauber der Geschichte erhalten bleibt.

  22. Cover des Buches Die Drachenkämpferin - Der Talisman der Macht: Roman (ISBN: B005QSBWTY)
    Licia Troisi

    Die Drachenkämpferin - Der Talisman der Macht: Roman

     (307)
    Aktuelle Rezension von: thatworldofstories

    In meinem neuesten Read gab es ausnahmsweise mal eher High Fantasy. Die Bücher aus der Drachenkämpferin Trilogie von @Licia Troisi sind tatsächlich gar nicht so umfangreich, wie ich es sonst von High Fantasy Romanen gewohnt bin. Trotzdem bietet die Reihe nicht weniger Spannung Action und vor allem Drachen, als meine letzten Romantasy Reads, tatsächlich kam hier eher ein tolles Eragon Feeling auf. 


    Auch wenn die Reihe nach der Drachenkämpferin Nihal benannt ist, so folgt man durch alle Bücher hinweg mehreren Charakteren, vor allem aber Nihal und Sennar, dem Magier, die beide versuchen ihre Heimat von der Bedrohung durch einen bösen, magischen Tyrannen zu befreien. Dabei beschreibt das Buch eine unglaublich tolle Entwicklung der beiden, die sich als Kinder trafen, sich eine tiefe Freundschaft entwickelte, die schließlich in einer unglaublichen Liebe endete. Trotzdem werden dabei die individuellen Entwicklungen der Charaktere nicht vernachlässigt und gerade Nihal entwickelt sich von einer Herkunftsssuchenden, über eine Rachedürstende hin zu einer edlen Drachenkämpferin. 


    Was mir wirklich sehr fehlte und aus meiner Sicht für eine Drachenreitergeschichte essentiell ist, waren die Drachen. Also ja, sie waren im Hintergrund immer da, aber es gab wenig Interaktionen und man konnte keine innigen Beziehungen ausmachen, weil es auch keine Gespräche zwischen Reiter und Drache gab, bzw. Man die Drachen einfach nicht gehört hat.  


    Insgesamt war die Reihe schön und flüssig zu lesen. Ich hatte das Gefühl, die verschiedenen Länder und deren Bewohner genau kennenlernen zu können und habe fleißig mitgefiebert. Für ein Drachenreiterbuch fehlte mir aber einiges an Action, Feuer und Drachen, daher sollte man sich mit seinen Erwartungen beim Lesen etwas zurückhalten.


    On to the next 💓 


    *unbezahlte Werbung, da selbstgekauft 

  23. Cover des Buches Ruf des Dschungels (ISBN: 9783426418543)
    Sabine Kuegler

    Ruf des Dschungels

     (158)
    Aktuelle Rezension von: LindyBooks

    Sabine Kuegler verbrachte ihre Kindheit in der Abgeschiedenheit mitten im Dschungel. Nach 15 Jahren in der westlichen Zivilisation treibt sie das Heimweh endlich wieder zurück nach West-Papua, zurück nach Hause. Ihr Gesicht ist das einer Europäerin, doch in ihrem Herzen ist sie eine Eingeborene, das "Dschungelkind". Doch zurück am magischen Ort ihrer Kindheit erkennt Sabine Kuegler, dass sie das Kind in sich zurücklassen muss, um das Gebiet zu retten und die Menschen zu schützen, die ihr so viel gegeben haben.

    Den zweite Teil dieser "Autobiografie-Trilogie" fand ich auch sehr interessant und nicht nur, wie es ist, nach 15 Jahren zurückzukehren, nachdem man in einer ganz anderen Welt zurechtkommen musste und nachdem man vierfache Mutter und überhaupt älter geworden ist. Sondern man erfährt auch viel über die politische und wirtschaftliche Situation in West-Papua, welche sehr erschreckend ist und die man hier in Deutschland gar nicht so mitbekommt.

    Wer "Dschungelkind" mit Begeisterung gelesen hat, dem gefällt mit Sicherheit auch dieses Buch, ansonsten empfehle ich auf jeden Fall zuerst "Dschungelkind" zu lesen.

  24. Cover des Buches Nächstes Jahr in Havanna (ISBN: 9783453422780)
    Chanel Cleeton

    Nächstes Jahr in Havanna

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Roman ist der erste Teil einer mehrbändigen Familien-Saga um Kubaner und Exil-Kubaner. 

    Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt. Der eine Erzählstrang führt uns nach Kuba in das Jahr 1958/59 und zu Elisa. Der zweite in das Jahr 2017 und zu Marisol, die den letzten Willen ihrer verstorbenen Großmutter Elisa, nämlich deren Asche in Kuba zu verstreuen, erfüllen soll. 

    Marisol, die in Florida lebt, hat eine bestimmte Vorstellung von Kuba, und wandelt auf den Spuren ihrer Großmutter. Obwohl Fidel Castro seit Kurzem Geschichte ist, sind die Schatten seiner Herrschaft nach wie vor deutlich zu spüren. 

    Meine Meinung: 

    Die mehrfachen Perspektivwechsel haben mir sehr gut gefallen. Die Ähnlichkeiten zwischen Enkelin Marisol und Großmutter Elisa sind deutlich erkennbar. 

    Sehr gut sind die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den reichen Zuckerrohrplantagenbesitzern und der armen Bevölkerung beschrieben sowie die Korruption des Staates. Dass sich die besitzlose Mehrheit gegen die besitzende Minderheit auflehnt, ist als bekannt vorauszusetzen. Interessant, wie ahnungslos Elisa in ihrem goldenen Käfig aufwächst. Spannend auch, dass der Bruder sich den Aufständischen anschließt. Dass über die Revolutionäre wenig geschrieben wird, ist klar. Kurz nach der Machtübernahme von Fidel Castro 1959 flieht Elisa mit ihrer Familie, nicht ohne vorher einen Großteil des Vermögens in Sicherheit gebracht zu haben. 

    Auch im zweiten Handlungsstrang sind die Unterschiede zwischen reich und arm deutlich sichtbar. Diem Menschen in Kuba leben nach wie vor an der Armutsgrenze. Allerdings sind viele zu Lebenskünstlern geworden und unterlaufen das kommunistische System. Es kommt, wie es kommen muss: Wie einst ihre Großmutter verliebt sich auch Marisol in einen jungen Mann, der gegen die Ungerechtigkeiten kämpft.  

    Auf das Buch bin ich wegen des Titels aufmerksam geworden „Nächstes Jahr in Havanna“ ist eine Abwandlung des jüdischen Wunsches „Nächstes Jahr in Jerusalem“, der die Rückkehr aus der Diaspora in die alte Heimat symbolisieren soll. 

    Fazit:

    Hat mir recht gut gefallen. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

     

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