Bücher mit dem Tag "freimaurer"
45 Bücher
- Dan Brown
Das verlorene Symbol
(2.045)Aktuelle Rezension von: RamonaFroeseMir hat das Buch sehr gut gefallen... Manche fragen inm Buch regen sehr dazu an darüber nach zu denken, bei anderen denke ich mir was zur Hölle...
Die Gechichte als solches um die Jagd nach dem Verlorenen wissen bzw altem Wissen ist sehr gut gemacht.
Ich interessiere mich generell für Geheimbünde und und Logen und da passte das Buch sehr gut.
- Dan Brown
Illuminati
(5.126)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooksEin Buch, vor dem ich unfassbar viel Respekt hatte und auf das ich trotzdem immer wieder Lust hatte.
Ich habe die Verfilmung vor Jahren gesehen und wollte seitdem unbedingt die Buchvorlage von Dan Brown lesen, um die Geschichte noch einmal ganz neu zu erleben. Also ist das Buch irgendwann bei mir eingezogen und stand… sehr lange auf meinem SuB.
Zum einen, weil ich mir eine große Special Edition gegönnt habe. Wunderschön, aber auch ziemlich unhandlich. Zum anderen, weil ich einfach Respekt hatte. Ich wusste, dass es komplexer wird, voller Rätsel, Geschichte, Kunst und Verschwörungen. Und genau das hat mich gleichzeitig gereizt und abgeschreckt.
Die Grundidee ist schnell klar: ein temporeicher Rätsel-Thriller, bei dem unter enormem Zeitdruck Hinweise entschlüsselt werden müssen, um ein großes Geheimnis aufzudecken und Leben zu retten.
Was ich absolut geliebt habe, war dieser konstante Spannungsbogen. Es geht Schlag auf Schlag, ein Hinweis führt zum nächsten. Dieses Gefühl von Dringlichkeit war unglaublich gut umgesetzt. Das Thema rund um die Illuminati fand ich wahnsinnig spannend und atmosphärisch dicht eingebunden.
Trotzdem hatte ich zwischendurch Schwierigkeiten. Manche geschichtlichen oder künstlerischen Hintergründe waren komplex und ich habe gemerkt, dass ich nicht alles sofort greifen konnte.
Außerdem fällt es mir generell schwer, mir viele Namen zu merken und richtig zuzuordnen. Hier habe ich öfter gedacht: Wer war das jetzt noch mal genau? Das lag weniger am Buch selbst als an mir, hat mich aber manchmal etwas aus dem Lesefluss gebracht.
Robert Langdon als Protagonist fand ich dafür umso spannender. Auch wenn der Fokus stärker auf dem Plot als auf tiefgehender Charakterentwicklung liegt, hat er mich neugierig gemacht
🔹 Fazit
Eine spannende und intensive Leseerfahrung. Ein Buch, das mich trotz kleiner Stolpersteine total gepackt hat. Ich freue mich schon auf die nächsten Teile der Reihe! - Beatrix Gurian
Glimmernächte
(170)Aktuelle Rezension von: Freia2Ich fand das Buch sehr spannend geschrieben. Es gab viele Wendungen auch auch die Charaktere waren sehr sympathisch. Wo wir grad bei Charakteren sind, da gab es etwas was mir nicht so gefallen hat. Viele ( nicht alle! ) Charaktere hatten meiner Meinung nach so komplizierte Namen die so schwer zu merken waren, das ich selbst am Ende der Geschichte noch nicht wusste wer wer war. Das fand ich sehr verwirrend. Aber ansonsten fand ich das Buch lesenswert. Somit empfehle ich es weiter, meiner Meinung nach so ab 12 Jahren.
- Alan Moore
From Hell
(37)Aktuelle Rezension von: Anja_WeinholdWenn sich Alan Moore mit einem Thema wie Jack the Ripper aufhält, dann darf man erwarten, dass das Ergebnis verstörend wird. So auch in From Hell. Eingetaucht in Tuchezeichnungen, die vor allem ein gesellschaftliches Potrait des 19. Jahrhunderts sind. From Hell ist mit rund 800 Seiten auch ein echter Comic-Brocken! (Entsprechend hat die Verfilmung mit Johnny Depp nur am Rande etwas damit zutun.) Alan Moore zeigt hier auch sehr deutlich warum es "Comic-Kunst" heißt. Das Buch ist von vorn bis hinten einfach ein Meisterwerk. Panels, Story, Charaktere, überhaupt die Tiefe. Im Grunde wie jeder von Moores Comics.
- Carla Maria Heinze
Potsdamer Abgründe
(21)Aktuelle Rezension von: SatoBei einem Überfall im Geheimen Preußischen Staatsarchiv wird ein aus elitären Kreisen stammender Ex Politiker und Manager schwer verletzt. Doch was hatte das Opfer dort zu suchen, zumal das Archiv nicht frei zugänglich ist. Als kurz darauf auch die Nichte des Opfers ermordet wird, beginnt der Ermittlungsapparat auf Hochtouren zu laufen. Dabei gilt es eine Vielzahl von Puzzleteilchen richtig zuzuordnen. Das gestaltet sich schwierig, da zunächst unklar ist, wonach Opfer und Täter suchten. Die Spuren führen weit in die Vergangenheit zu Friedrich II und seine Verbindungen zur Freimaurerei. Viele Dokumente dieser Zeit wurden während des 2. Weltkrieges vernichtet oder landeten nach Kriegsende in den Archiven der Sieger. Und damit geraten auch Ereignisse aus dem Mai 45 in den Focus der Geschichte, wobei der Vater des Opfers als britischer Offizier und Kunsthistoriker eine entscheidende Rolle spielte.
Neben der teilweise stark verzweigten Haupthandlung spielt natürlich das Leben der wichtigsten Protagonisten eine große Rolle und auch an dieser Front tut sich viel. Maik von Lilienthal erwägt einen Wechsel von Potsdam zum BKA nach Berlin, um den Einfluss seiner Mutter Enne zu entgehen, doch ein Unfall seines Chefs eröffnet neue Perspektiven und so ist er plötzlich der große Chef. Da er jedoch weiterhin die Fäden der Ermittlungsarbeit nicht aus der Hand gibt, sind Reibereien – insbesondere mit seiner privaten, wie auch dienstlichen Partnerin Susanne vorprogrammiert.
Die Autorin schafft es die Charaktere sympathisch zu gestalten, sie auch mit menschlichen Schwächen auszustatten und nicht zu unnatürlichen Helden aufzuputschen. Ab und an wird die Geschichte aber grenzwertig, da Familie Lilienthal sowohl mit der Familie des Opfers in England freundschaftlich verbunden ist – schließlich war Maik mit der ermordeten Nichte dereinst verlobt – und dann noch Ennes Patentochter ihre Dissertation in besagtem Geheimen Staatsarchiv schreibt und dabei das erste Opfer entdeckte. Auch die Eskalation beim furiosen Finale empfand ich als etwas übertrieben. Aber egal, der Gesamteindruck wird dadurch nicht geschmälert, die Geschichte wird flüssig erzählt, ist durchgehend spannend und man erfährt viele interessante Fakten zur Geschichte der Freimaurer und dem Schacher um die „Kriegsbeute“ aus den deutschen Archiven.
Das Buch beinhaltet eine abgeschlossene Handlung, um aber die Protagonisten besser zu verstehen und ihre interessante Entwicklung nachzuverfolgen, ist es sinnvoll die Bücher der Reihe nach zu lesen – es lohnt sich!
- Lenz Koppelstätter
Was der See birgt
(133)Aktuelle Rezension von: Ely90"Was der See birgt"
Das Buch handelt von Gianna, einer Journalistin einer Lokalzeitung, die der Polizei bei der Aufklärung eines Mordfalls hilft. Dieser erweist sich als komplexer als erwartet und verwickelt mehrere Verbrechen und mehrere Personen. Ihre Chefin Elvira und ihr Onkel, der Marchese Pitti Sambaldi, unterstützen sie dabei.
Die Geschichte spielt in Riva am Gardasee, umfasst aber auch mehrere Orte am Seeufer. Obwohl der Anfang etwas gemächlich ist – was völlig normal ist, da man die verschiedenen Charaktere erst kennenlernen muss –, hat mich das Buch zunehmend gefesselt und ich habe es in Windeseile verschlungen!
Sehr empfehlenswert!
Ich fange gleich mit dem nächsten Band an.
Ich gebe dem Buch 4 Sterne, weil der Anfang für meinen Geschmack etwas zu langsam war (die Geschichte nimmt erst ab der Mitte des Buches richtig Fahrt auf) und weil mir die Aufteilung in Kapitel leider nicht gefallen hat, da eines auf derselben Seite endete und das nächste direkt darunter begann.
- Anne-Gine Goemans
Honolulu King
(24)Aktuelle Rezension von: aba"Als Hardy Hardy schließlich sprach, wünschten alle aus tiefstem Herzen, er hätte den Mund gehalten."
Hardy Hardy (ja, so heißt er wirklich) betreibt einen kleinen Laden in Harlem. Eigentlich ist das ein "Toko", eine Art Kiosk mit Imbiss, wie es davon viele in Indonesien gibt. Denn Hardy ist ein sogenannter "Indo", ein Indonesier niederländischer Abstammung. In Indonesien und auch später in den Niederlanden Teil einer Minderheit.
Sein richtiges Zuhause war seine Ehefrau, mit der er viele glückliche Jahre verbrachte, und mit der er eine einzige Tochter hat, die sich aber für ihren Vater schämt, und eine Enkelin, die gern an seiner Seite ist.
Hardy beschäftigt sich auch mit hawaiianischer Musik, lange Zeit hat er in einer Band gespielt, die "Honolulu Kings", die mit einem "One-Hit-Wonder" zu einer flüchtigen Berühmtheit geworden sind. Aber da ist noch etwas, was Hardy beschäftigt: das Schicksal der Indonesier, die in den Niederlanden leben. Er fühlt sich dazu verpflichtet, zu sorgen, dass diese Menschen zu Wort kommen. Aber warum? Was treibt ihn dazu? Was hat er erlebt, was getan? Oder nicht getan?
Anne-Gine Goemans hat mit Hardy eine Figur geschaffen, die mir ans Herzen gewachsen ist.
Hardy leidet so viel. Er verliert allmählich sein Zuhause, er fühlt sich nicht mehr zu irgendwas dazu gehörig. Der Grund ist die Demenz, an der seine Frau leidet. Mit jedem Tag, der vergeht, entfernt sie sich mehr und mehr von ihm, sie lässt ihn allein, allein mit seinen Problemen, mit dem Toko, den sie zusammen aufgebaut und betrieben haben, mit der Musik.
Bis in die 40er Jahre war Indonesien eine niederländische Kolonie. Vieles, was in dieser Zeit passiert ist, ist den Meisten unbekannt. Zum Beispiel die Zeit, als Indonesien von den Japanern im Zweiten Weltkrieg okkupiert wurde. Sogar viele Niederländer sind sich nicht darüber bewusst, wie ihre Landsleute darunter gelitten haben. Hardy dokumentiert dieses Stück Geschichte, verleiht den Opfern eine Stimme und gibt den Tätern ein Gesicht.
Anne-Gine Goemans hat mich unterhalten und tief berührt. Hardy und seine Sehnsucht nach seiner Frau, seine alten Freunde, der Imbiss als letzte Bastion im Kampf gegen die Ungerechtigkeit der Japaner… Am Ende zieht die Autorin ein As aus dem Ärmel und sorgt auf diese Weise für eine unglaubliche und schockierende Wendung, die alles, was man vorher gelesen hat, in Frage stellt und mich wirklich überrascht und so lange beschäftigt hat, dass ich mit fast jedem, den ich kenne, darüber sprechen musste.
Tokos in den Niederlanden und auf niederländischen Inseln kenne ich zuhauf. Aber nach dem Lesen dieses Buches werde ich bei jedem Besuch eines Tokos etwas mehr Zeit darin verbringen und an Hardy denken. - John Dickie
Die Freimaurer – Der mächtigste Geheimbund der Welt
(21)Aktuelle Rezension von: KaitoDie nicht ganz so geheime Geheimgesellschaft der Freimaurer hat eine lange und schillernde Geschichte in verschiedenen Ländern. Da gibt es für den interessierten Lese sehr viel zu entdecken und spannende Verbindungen zum Zeitgeschehen werden sichtbar. Man bekommt so schnell ein Gefühl dafür, warum die Freimaurer seit jeher Autoren zu den abenteuerlichsten Geschichten inspirieren.
Dieses Buch möchte die Fakten der Geschichte hinter der Geheimgesellschaft vermitteln. Leider ist es ziemlich trocken und langatmig geschrieben. Detail reiht sich an Detail, Jahreszahl an Jahreszahl und der Leser bekommt ein ganzes Telefonbuch mit Namen an den Kopf geworfen. Da hilft es dann auch nicht, dass die Ereignisse chronologisch beschrieben werden. Dabei gibt es so viele interessante Aspekte in Bezug auf die Freimaurer: die Verbindung zu den Illuminati und die Amerikanischen Regierung und wie diese überhaupt erst entstanden ist.
Sprachlich ist der Text gut verständlich. Begriffe werden erklärt und es werden auch einige Illustrationen eingestreut. Doch die Längen bei den Erklärungen lassen sich nicht schönreden. Der Autor beißt sich förmlich an einzelnen Begebenheiten fest.
Auch wenn mich der Inhalt wirklich sehr interessiert hat, konnte ich das Buch nicht zu Ende lesen. Es hat sich einfach so maßlos gezogen und die Daten und Namen haben sich einfach nur wie eine nie endende Karawane aneinander gereiht.
Fazit: Als Einstieg in das Thema Freimaurer eindeutig zu langatmig. Da verliert man schnell den Spaß. Aber vielleicht als Nachschlagewerk, wenn man schon etwas tiefer drin ist, geeignet.
- Dan Brown
Das verlorene Symbol
(93)Aktuelle Rezension von: Anna_Wehmeier⭐ 5 von 5 Sternen ⭐
Über das Buch:
In Das verlorene Symbol wird der Harvard-Symbologe Robert Langdon von seinem alten Freund und Mentor Peter Solomon nach Washington, D.C. eingeladen, um dort einen Vortrag zu halten. Doch was zunächst wie ein ehrenvoller akademischer Auftrag wirkt, entpuppt sich schnell als der Beginn eines packenden Abenteuers. Statt Solomon zu treffen, findet sich Langdon in einem Netz aus uralten Geheimnissen, rätselhaften Symbolen und lebensbedrohlichen Herausforderungen wieder. Es beginnt eine atemlose Jagd quer durch die verborgenen Seiten der amerikanischen Hauptstadt – ein Rennen gegen die Zeit, bei dem nicht nur sein eigenes Leben auf dem Spiel steht.
Meine Meinung:
Dan Brown beweist einmal mehr sein meisterhaftes Talent, historische Mythen, Verschwörungen, Geheimkulte und reale Schauplätze zu einer dichten, spannungsgeladenen Geschichte zu verweben. Die Handlung fesselt von der ersten bis zur letzten Minute, die Rätsel sind raffiniert konstruiert und die Atmosphäre ist so lebendig, dass man sich fühlt, als würde man selbst durch die verborgenen Tunnel und Hallen Washingtons hasten. Besonders hervorheben möchte ich die fantastische Hörbuchfassung, die von Wolfgang Pampel gelesen wird. Seine markante Stimme, bekannt als deutsche Synchronstimme von Harrison Ford, verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und macht das Zuhören zu einem echten Genuss.
Fazit:
Eine absolute Empfehlung für alle, die spannende Thriller lieben! Trotz der langen Laufzeit bleibt das Hörbuch durchgehend packend und verliert nie an Tempo. Das verlorene Symbol zieht einen regelrecht in seinen Bann – ein Hörvergnügen der Extraklasse, das ich jedem ans Herz legen kann.
- Kai Meyer
Das Haus der Bücher und Schatten
(138)Aktuelle Rezension von: MongeriEs wird alles aufgeklärt und der rote Faden zieht sich wirklich gut durch. Ich hab auch diesen Roman wieder wirklich genossen, ich mag den Stil von Meyer wirklich gerne, aber am Ende wars mir ein bisschen zu viel "Haudrauf" und zu viele Wendungen. Das hat die letzten 100 Seiten ein bisschen mühsam gemacht. Aber dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen.
- Robert C. Marley
Inspector Swanson und das Schwarze Museum
(24)Aktuelle Rezension von: PMelittaM1894: Eigentlich wollte Inspector Swanson mit seiner Familie in den wohlverdienten Urlaub, doch dann bleibt der Zug mitten auf der Strecke stehen. Der Grund ist ein Toter, der offensichtlich ermordet wurde. Swanson untersucht Leiche und Tatort, verfolgt einen Verdächtigen, und ist auf einmal mitten in dem Fall, während seine Familie weiter nach Schottland fährt.
Inspector Swanson ist für mich ein alter Bekannter, bereits vier Bände habe ich von der Reihe gelesen. Auch dieser Band hat mich wieder abgeholt. Besonders gut finde ich, dass in jedem Band einige historische Persönlichkeiten auftauchen, hier z. B. Arthur Conan Doyle, Bram Stoker und Walter Dew, der am Jack-the-Ripper-Fall (dem übrigens auch ein Band der Reihe gewidmet ist), mitgearbeitet hat. Es lohnt sich, den einen oder anderen Namen zu googeln, ein paar Anhaltspunkte finden sich auch in „Personen & Begriffe“ im Anhang.
Auch dieser Fall ist nicht einfach zu lösen, doch natürlich gibt es am Ende eine nachvollziehbare Lösung. Bis dahin konnte ich gut miträtseln, auf die richtige Lösung bin ich dieses Mal aber nicht gekommen.
Auch Swanson selbst ist übrigens eine historische Persönlichkeit. Robert C. Marley zeichnet ihn sehr sympathisch, wie auch sein Team, zu dem auch der oben bereits erwähnte Walter Dew gehört. Interessant ist auch die Kriminaltechnik und das titelgebende Schwarze Museum. Leider muss ich sagen, dass letzteres im Roman kaum eine Rolle spielt, so dass ich mich frage, warum ihm der Titel gewidmet wurde, ebenso finde ich den Klappentext nur zum Teil passend. Beides hat mich einen anderen Schwerpunkt bezüglich der Geschichte erwarten lassen. Letztlich hat das aber mein Leseerlebnis kaum beeinträchtigt.
Robert C. Marley erzählt spannend, unterhaltsam und humorvoll, ich habe auch diesen Roman wieder sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere. Gut gefallen mir auch die literarischen Anspielungen, so fährt Swansons Zug 16 Uhr 50 ab Paddington.
Die Reihe um Inspector Swanson punktet mit seinem sympathischen Protagonisten, einer Reihe historischer Persönlichkeiten, spannenden Fällen, und unterhält gut. Sehr gerne empfehle ich die Reihe. - Robert Galbraith
Der Tote mit dem Silberzeichen
(14)Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedelsDie verzweifelte Decima Mullins bittet Privatdetektiv Cormoran Strike um Hilfe den Tod ihres Freundes aufzuklären. In einem Geschäft, das Silber für Freimaurer anbietet, wurde nach einem Raubzug eine unbekannte, verstümmelte Leiche entdeckt. Die Polizei vermutet, dass Decimas Freund, der unter mysteriösen Umständen verschwunden ist, etwas damit zu tun hat. Doch Decima beteuert, dass er sie niemals verlassen hätte, denn das gemeinsame Baby ist inzwischen geboren. Zunächst erwägt Cormoran den Fall abzulehnen, doch je tiefer er und seine Geschäftspartnerin Robin ermitteln, tauchen weit verzweigte Beziehungen auf. Weitere Männer werden vermisst und die Spuren führen in unterschiedliche kriminelle Machenschaften.
Auch die Beziehung zwischen Robin und Cormoran verläuft nicht geradlinig. Während sie beruflich gut zusammenarbeiten, ist ihre Freundschaft außerhalb der Ermittlungen immer wieder durch gegenseitige Mutmaßungen und Vorwürfe geprägt.
Ich hatte Mühe, allen Personen und Begebenheiten zu folgen. Das Hörbuch erschwert dies, wenn auch fantastisch von Dietmar Wunder gelesen, im Gegensatz zum gedruckten Roman. Dennoch ist der komplizierte Fall mitreißend, wenngleich ich mir weniger ausufernde Handlungsstränge gewünscht hätte. - Tessa Korber
Toter Winkel
(6)Aktuelle Rezension von: haberlei„Toter Winkel“ von Tessa Korber ist der erste Band der Jeannette-Dürer-Krimi-Reihe.
Kurz zum Inhalt:
Im Nürnberger Stadion wird ein angesehener Geschäftsmann ermordet aufgefunden. Jeannette Dürer nimmt im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen an, dass die Tat nicht Fußballfans zuzuschreiben ist, sondern der Angehörigkeit des Opfers zu den Freimaurern. Ein zweiter Mord bekräftigt ihre Vermutung.Mir liegt eine alte Ausgabe des Krimis vor, deren sehr düster gehaltenes Cover eines der Nürnberger Wahrzeichen, die Kaiserburg, zeigt. Das ca. 200 Seiten umfassende Büchlein fand ich beim Sortieren meiner Bibliothek. Zu diesem Zeitpunkt genau, was ich brauchte: ein dünnes, handliches Buch, das in die Handtasche passte, für unterwegs. Das Buch erschien 2000, meine Ausgabe stammt aus 2008. Vermutlich ist dieser Krimi heutzutage entweder nur noch gebraucht erhältlich oder als eBook.
Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind kurz, lediglich nummeriert, ohne Orts- oder Zeitangaben. Die Handlung spielt im Herbst des Jahres 1999 - zum Zeitpunkt, als das Friedensmahl in Nürnberg stattfand, an dem sogar Königin Silvia teilnahm. Dieses historische Ereignis ist in die Krimihandlung eingebaut, der Trubel und die Festlichkeiten sind anschaulich beschrieben, ebenso wie generell das Lokalkolorit deutlich zu spüren ist, anhand diverser Sehenswürdigkeiten der Stadt Nürnberg, die gleichsam als Tatorte für die Morde dienen.
Jeannette Dürer und ihr Kollege Martin Knauer bilden ein interessantes Team, denn sie sind auch privat befreundet, nämlich tatsächlich nur befreundet, weil die attraktive Jeannette sich so besser andere Kollegen vom Hals halten kann bzw. der schwule Martin sich nicht outen muss. Jeannette hat den höheren Dienstrang und ist Martins Vorgesetzte. Die Ermittlungen vollziehen sie teils gemeinsam, vielfach auch getrennt. Durch die sich dadurch ergebenden Perspektivenwechsel gestaltet sich die Handlung abwechslungsreich. Noch dazu geben kurze Szenen Einblick in die mysteriöse und verstörende Gedankenwelt des Mörders. Hier hat man als Leser nur scheinbar einen Wissensvorsprung gegenüber der Ermittlerin, aber nur scheinbar, denn bis zuletzt verfolgt man mit Jeannette falsche Spuren. Erst im dramatischen Finale wird der Täter gefasst und die überraschende Lösung präsentiert.
Die Charaktere, vor allem das Ermittler-Duo, sind lebendig gezeichnet, mit Stärken und Schwächen und Emotionen, auch weil sich bei den beiden Berufs- und Privatleben vermengt. Dass die Handlung Ende der 1990er Jahre spielt, zeigt sich auch sehr deutlich an Jeannettes Umwelt, im Arbeitsklima, im damals vorherrschenden Chauvinismus der männlichen Kollegen ihr gegenüber. Aber Jeannette ist nicht nur ehrgeizig, sie weiß sich zu wehren, sich durchzusetzen.
Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Die aufwändige Ermittlungsarbeit ist mit Spannungsmomenten angereichert, die Protagonisten sind sympathisch und so nebenbei habe ich auch noch so einiges über die Stadt Nürnberg und ihre Sehenswürdigkeiten erfahren.
- Claude Cueni
Giganten
(15)Aktuelle Rezension von: Insider2199Der Roman hält nicht, was Titel, Cover und KT versprechen!
Der 1956 in Basel geborene Autor schrieb neben historischen Romanen und Thrillern auch Theaterstücke, Hörspiele und über 50 Drehbücher für Film und Fernsehen. Außerdem designte er jahrelang Computer-Games. Bekannt wurde er durch seine monumentale 1500-seitige Trilogie über "Geld, Götter und Leidenschaft", die u. a. die Geschichte des Geldes in drei Epochen erzählt: "Cäsars Druide" (Geld aus Metall), "Das große Spiel" (Geld aus Papier), "Gehet hin und tötet" (virtuelles Geld). Der vorliegende Roman ist mein erster von ihm.
Inhalt (Klappentext): Der Roman erzählt die Geschichte zweier Freunde, die im ewigen Wettstreit um das größte Bauwerk der Welt zu Rivalen werden; es ist das Drama zweier Rivalen, die im Wettstreit um eine Frau zu Feinden werden. Der eine ist der kühl berechnende Visionär und Ingenieur Gustave Eiffel, der geniale Eisenmagier, der den Eiffelturm erbaute; der andere der Bildhauer Frédéric Bartholdi, ein Künstler aus Leidenschaft, der von der Idee besessen ist, einen weiblichen Koloss von Rhodos zu erschaffen, und die Freiheitsstatue errichtete. Zwischen den beiden Männern steht eine junge Pariserin, die sich zwischen Vernunft und Herz, zwischen wirtschaftlicher Sicherheit und einem Leben als Bohemien, entscheiden muss.
Meine Meinung: Zuerst einmal zu den positiven Aspekten des Romans: das Buch lässt sich leicht lesen und man erfährt zahlreiche historische Fakten zum Bau des Eiffelturms und der Freiheitsstatue. Das ist aufgrund des Covers, Titels und Klappentexts auch zu erwarten gewesen. Die gleichen Infos bekomme ich aber auch, wenn ich mir die Wikipedia-Beiträge zu den Events durchlese. Somit lag meine Erwartungshaltung bei so einem fiktiven Roman doch etwas höher, v.a. wenn die Rivalität der beiden Erbauer im Klappentext angedeutet wird: da erwarte ich logischerweise Konflikte und Dramatik – doch hier enttäuscht der Roman, was mich zu folgenden Kritikpunkten überleiten lässt …
Erstens kocht die Rivalität bzw. Konflikte auf kleiner Flamme, denn es geht hpts. ständig um die Frau, in die sich Frédéric verliebt und die ihm Mr. Eiffel wegschnappt. Es ist ja nicht so als würde die Frau zu irgendwas gezwungen, sondern sie entscheidet sich freiwillig dazu, den Eiffelturm-Erbauer zu heiraten und Frédéric jammert ständig rum und kann dies nicht ertragen. Zu einem richtigen Fight zwischen den beiden kommt es leider nicht wirklich, es wird mit der Zeit einfach nur nervig, weil die Frau auch nicht richtig weiß, was sie will und das Gezeter auch noch in sehr banalen, gestelzten Dialogen verpackt wird.
Zweitens fand ich es sehr schade, dass man hpts. nur mit der Perspektive von Frédéric konfrontiert wird und somit auch über den Bau der Freiheitsstatue viel mehr erfährt als über den des Eiffelturmes. Mich hätte aber auch diese Seite interessiert; es gibt z.B. viele interessante Facts, die ich im Internet nachlas, die sich leider nicht in diesem Roman wiederfinden. Schade.
Und drittens gibt es auch in diesem Roman – was leider keine Seltenheit darstellt – sehr viele Lückenfüller, sprich ich hätte mir ein besseres Editing gewünscht. Da gibt es z.B. einen sehr ausschweifenden Sub-Plot über Frédérics Bruder Charles, den man meines Erachtens getrost hätte streichen können, denn der Fokus sollte doch auf der Rivalität der beiden „Giganten“ liegen, doch dieser kommt leider zu kurz oder ist zu trivial dargestellt. Ergo Thema verfehlt.
Fazit: Der Roman hält nicht, was Titel, Cover und KT versprechen! Ja, der historische Roman liefert einige interessante Fakten, aber keine, die man im Internet nicht selbst gefunden hätte. Die Rivalität der „Giganten“ kam zu kurz und versumpfte in nervigen, trivialen, gestelzt klingenden Dialogen. Das Buch erreicht leider nicht ganz Durchschnittsniveau, somit vergebe ich 2,5 Sterne und sage: muss man nicht unbedingt gelesen haben.
- Edith Kneifl
Totentanz im Stephansdom
(13)Aktuelle Rezension von: BarbaraDruckerDieser Krimi beleuchtet eine brisante und dunkle Facette der Wiener Geschichte, die ich bislang nicht einmal geahnt hatte, obwohl sie im Grunde genommen sehr plausibel ist. Leider kommt dadurch das Freimaurermotiv viel zu kurz, ich hatte mir mehr Einblick in diese Gesellschaft erhofft. Die sonstigen Recherchen scheinen mir fundiert, über weite Strecken herrschte mir jedoch zu viel Infodump vor. Es wurden durchaus interessante Fakten zusammengetragen, etwa über die Symbolik im Stephansdom oder über die Zusammensetzung der Wiener Gesellschaft, und die sozialen Probleme in dieser Epoche werden beim Namen genannt. Hätte die Autorin dieses umfangreiche Wissen anschaulich und spannend verpackt, statt es einfach nur wie in einem Wien-Führer anzubringen, hätte das eine mitreißende Milieustudie werden können. Sie zeigt zwar auf die Wunde, legt den Finger aber nicht drauf und tut nicht weh. Dieser sehr beschauliche Krimi verbindet auf überraschende Weise Gesellschaftskritik und Wien-Nostalgie, plätschert aber letztendlich doch an der Oberfläche dahin. Sehr sympathisch und menschlich gezeichnete Hauptfiguren verleihen dem Roman einen versöhnlichen Touch und sorgen für Operettenflair.
- Annabelle Tilly
Lady Liberty
(49)Aktuelle Rezension von: TanzmausCamille St. Laurent hat nur einen Wunsch. Als Journalistin arbeiten und anerkannt werden. Doch als Frau hat man es schwer, gerade in Paris im Jahre 1885. Doch dann bietet sich ihr eine einmalige Chance. Sie soll über die Ankunft, den Aufbau und die Einweihung der Freiheitsstatue berichten.
In Amerika angekommen, stellt ihr der Zeitungsverleger Joseph Pulitzer einen irischen Kollegen zur Seite. Dieser interessiert sich nicht nur für die Freiheitsstatue. Vielmehr beschäftigt ihn ein ungeklärter Mord, der wohl mit dem Sockelbau für die Freiheitsstatue in Verbindung steht. Als ein weiterer Mord geschieht, begeben sich Camille und Patrick in tödliche Gefahr…
Noch heute gilt die Freiheitsstatue, die 1984 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde, als ein Symbol der Freiheit, des Friedens, der Menschenrechte, Abschaffung der Sklaverei und Demokratie. Trotz ihres Alters hat sie nichts von ihrem Charme und ihrer Faszination eingebüßt. Diese Stärke wird von Annabelle Tilly in diesem Roman eingefangen und dem Leser mitgegeben. Ich hatte zunächst Zweifel, wie die Geschichte auf mich wirken würde und war jedoch nach wenigen Seiten in einem Lesesog, der mit nicht nur mitriss, sondern zudem immer mehr begeisterte.
Als Leserin durfte ich zunächst Camille kennenlernen, die in Paris eine sehr moderne Einstellung zur Rolle der Frau hat und damit oft aneckt. Die Reise nach Amerika bietet ihr die Chance, sich zu beweisen. Zeitgleich wurde Patrick vorgestellt, der als Reporter arbeitet, dabei aber nicht in alt-hergebrachten Ansichten verankert ist, sondern auch durchaus über den Tellerrand blickt und sich für Schwächere einsetzt.
Natürlich steht Lady Liberty im Fokus des Romans und doch gibt es viele weitere Schauplätze, die sich rund um die Dame ranken. In dem Buch vereinen sich Krimi, historischer Roman sowie eine kleine Liebesgeschichte und bietet damit viel Abwechslung. Mir hat das Buch sehr gefallen. War ich noch zu Beginn etwas skeptisch, wich die Skepsis bald und machte der Begeisterung Platz. Es machte Spaß, New York durch die Augen einer Pariserin zu entdecken, mit ihr durch die Straßen zu bummeln und die Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Fazit:
Eine spannende Reise nach Amerika, bei der man nicht nur Lady Liberty, sondern auch New York City im 19. Jahrhundert ein wenig besser kennenlernen kann und dabei bestens unterhalten wird. Ein Buch zum Eintauchen, Entspannen, Entdecken und Mitfiebern.
- Dieter Aurass
Frankfurter Schattenjagd
(20)Aktuelle Rezension von: sab-mzDer neue Krimi„Frankfurter Schattenjagd“ von Dieter Aurass hat mich sehr überrascht.
Dieter Aurass, der lange beim BKA und bei der Bundespolizei gearbeitet hat, hat zwar einen „Frankfurt“-Krimi geschrieben, aber Frankfurt im Jahr ??.
Frankfurt ist nun die Hauptstadt der „Föderation der europäischen Staaten“.
Was hat Dieter Aurass sich da nur ausgedacht, dachte ich nach den ersten Seiten, da war ich noch sehr skeptisch, ob mir der Krimi gefällt.
Die Wohnungssituation in Frankfurt ist noch prekärer als es heute schon der Fall ist. Die Stadt ist auf 8 Millionen Bewohner angewachsen.
Beamte aus ganz Europa müssen in der Hauptstadt wohnen.
DEX, Kriminalhauptkommissar kann sich kein Zimmer leisten und es steht ihm, da er ledig ist, auch nicht zu, er wohnt in einer WG.
Er arbeitet bei der EPO – European Police Organisation
DEX heisst mit vollem Namen Xaver Xiang, den bayerischen Vornamen Xaver hat er von der Mutter, den Nachnamen vom chinesischen Vater.
Zu seinen Mitarbeitern in der Abtlg. „Organisierte Kriminalität“ zählen noch
Basil Brown der Engländer, einer der erfahrensten Ermittler bei Scotland Yard
Lieutenant de Police Jacqueline Bertrand (32),
Oberkommissarin Sabina Semjunk,
Kapitan Boris Kasov, Russe aus Aserbaidschan,
Detective Lee Chang (24), ein Hongkong-Chinese, der excellent Computer und Technik beherrscht, 7 Sprachen spricht und extrem gut kombinieren kann.
Aufgeteilt werden die Menschen in dieser fernen oder gar nicht mehr so fernen Zukunft in
NEO-Mix, wie DEX – die Eltern gehören 2 verschiedenen Ethnien an, bei ihm 1 x Europa, einmal Chinese,
Ethno-Mix – ein Elternteil aus Europa ein Elternteil im Rahmen des Exodus nach Europa geflohen.
Es werden Leichenteile gefunden, diese wurden über eine Strecke von 200 m aus einem fahrenden Zug geworfen.
In Frankfurt herrscht der Mafiapate Radenko und Shixin und Tamisaka treiben ihr Unwesen.
Wer hat etwas damit zu tuen? Wer weiß etwas?
So, nun genug verraten.
Dieter Aurass ist ein Krimi gelungen mit Szenarien, die man sich nicht vorstellen möchte. Dabei sind sie teilweise schon da, vieles merken wir sicher gar nicht.
Die Macht der Computer und der Technik wird uns drastisch aufgezeigt, aber auch die Machtspielchen, Bandenkriege, usw. die es schon immer in der Geschichte gab.
Ein sehr ungewöhnlicher Krimi, ungewohnte Protagonisten und viele Verquickungen.
Ein spannender Krimi, der auch nachdenklich macht. - Peter Krassa
Der Wiedergänger. Das zeitlose Leben des Grafen Saint-Germain
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Constanze Wilken
Das Licht von Shenmoray
(22)Aktuelle Rezension von: DarkReaderLeider muss ich zu diesem Buch sagen, dass ich von der Autorin schon wesentlich besseres gelesen habe.
Das lag wohl hauptsächlich daran, dass mich eine der Protagonistinnen extrem nervte, nämlich die Großmutter.
Ständig lief sie davon, wenn sie am Meisten gebraucht wurde und das ging mir ziemlich gegen den Strich.
Leider konnte ich auch den anderen Protagonisten nicht viel abgewinnen, Sympathieträger waren sie für mich alle nicht.
Vieles blieb auch nach dem Ende der Geschichte noch im Dunkeln, etwas, was ich gar nicht mag.
Einzig die schönen Landschafts- und Ortsbeschreibungen versöhnten mich ein wenig mit dem Buch und auch der Schreibstil gefiel mir gut.
Dafür gibt es drei Sterne, mehr war bei mir leider nicht drin. - Helga Glaesener
Die Tote im Fechtsaal
(28)Aktuelle Rezension von: Athene100776Annie führt eine Fechtschule, um ihre Tochter und sich selber über Wasser zu halten. Sie leben nicht gerade gut davon und dazu kommt noch, dass man im 19.Jahrhundert mit so einer "seltsamen" Frau nicht gerne gesehen wird. Doch dann stirbt eine ihrer Schülerinnen und schnell fällt der Verdacht auf Annie.
Die Autorin hat ein Gespür dafür, dem Leser eine spannende Geschichte zu präsentieren. Von Beginn an war ich von der Handlung gefesselt , was neben dem Schreibstil auch an der aufgebauten Spannung lag, die die Autorin scheinbar mühelos halten konnte.
Die Charaktere sind bildlich und realistisch beschrieben, schnell hatte ich meine Lieblingscharaktere auserkoren , da brachte eine Wandlung mein ganzes Denken zum einstürzen. Diese Wandlungen und Veränderungen trugen dazu bei, das der Krimi für mich nicht langweilig wurde und ich mit meinen eigenen Gedanken immer wieder bei Null anfangen musste.
Die Handlung an sich ist in sich schlüssig und zum Ende hin völlig logisch und klar durchdacht.
Gerne hätte ich noch mehr über verschiedene Situationen aus dieser zeit und dem Umfeld von Annie erfahren, doch das hätte sicher de Rahmen des Buches überspannt. - Tomasz Duszyński
Glatz
(2)Aktuelle Rezension von: Ulf_BorkowskiTomasz Duszyńskis "Glatz" ist ein packender Kriminalroman, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Der polnische BestsellerAutor versteht es meisterhaft, eine beklemmende Atmosphäre zu erschaffen, die einen nicht mehr loslässt.
Die Handlung spielt im niederschlesischen Glatz des Jahres 1920, wo diverse Honoratioren der Kleinstadt einer unheimlichen Mordserie zum Opfer fallen. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig – weder reine Helden noch eindeutige Schurken, sondern Menschen mit Brüchen und Geheimnissen.
Besonders beeindruckend ist der Schreibstil des Autors: präzise, atmosphärisch dicht und ohne unnötige Längen. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut, und gerade wenn man glaubt, die Lösung zu kennen, überrascht Duszyński mit unerwarteten Wendungen. Die Gewalt wird nie zum Selbstzweck, sondern dient der Geschichte und der Charakterzeichnung.
Der Protagonist ist komplex angelegt – ein Ermittler mit eigenen Dämonen, der in einem moralisch grauen Bereich agiert. Diese Ambivalenz macht den Roman besonders interessant und hebt ihn von klischeehaften Genre-Vertretern ab.
"Glatz" ist mehr als nur ein Krimi – es ist ein intensives Leseerlebnis, das noch lange nachwirkt und den Vergleich zu Volker Kutschers Rath-Reihe, im TV als "Babylon Berlin" bekannt, nicht scheuen muss. Ein absolutes Muss für Fans von dunklen, intelligenten Kriminalromanen und ein starkes Plädoyer für die polnische Kriminalliteratur. Wer Nordic Noir schätzt, wird hier eine ebenso fesselnde osteuropäische Variante entdecken.
- Gabriela Kasperski
Zürcher Glut
(25)Aktuelle Rezension von: CrazycolorTigerZürcher Glut ist ein Schweizer Krimi, welcher, wie der Name sagt, zu einem grossen Teil in Zürich spielt. Bereits auf der ersten Seite wird Spannung geschaffen und durch die kurzen Sätze wird das Tempo gleich erhöht. Obwohl Krimis nicht ganz meinem Genre entsprechen, habe ich diesen Krimi sehr gemocht. Er war etwas ganz Anderes im Vergleich zu den Büchern, die ich ansonsten lese und brauchte daher ein bisschen, bis ich mich im Roman wiedergefunden habe.
Durch die Perspektive vieler Figuren erlebt man Zürich auf eine ganz neue Weise. Die Autorin vermischt in ihrem Roman Reales und Fiktives und nimmt die Lesenden somit auf eine aussergewöhnliche Reise mit. Durch viele Plottwists werden immer wieder neue Überraschungen geschaffen und bieten so ein nie langweilig werdendes Leseerlebnis. Besonders die Modernität des Schreibstiles hat mich positiv überrascht und mir die Geschichte gleich noch einmal näher gebracht. Auf einem schmalen Grad zwischen modern und traditionell wandert die Autorin und bietet somit ein Lesespass für jedes Alter.























