Bücher mit dem Tag "fremdenfeindlichkeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fremdenfeindlichkeit" gekennzeichnet haben.

84 Bücher

  1. Cover des Buches Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte (ISBN: 9783453321366)
    TJ Klune

    Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Perlamoon

    Das Buch ist mir sofort ins Auge gesprungen, das Cover gefällt mir unglaublich gut. Ich konnte es kaum erwarten, es zu lesen.

    In dem Buch geht es um LInus Baker, einen etwas übergewichtigen 40-jährigen Sachbearbeiter für die BBMM, quasi das Jugendamt für magisch begabte Kinder. Sein Leben besteht nur aus Arbeit und dem sich wiederholenden trottendem Alltag. Als er einen Sonderauftrag bekommt, beginnt sich sein Leben zu wandeln. Es wird bunt.... Er soll das Heim von Arthur Parnassus für einige Wochen unter die Lupe nehmen und lernt dort viele interessante Kinder kennen und lieben. Und nicht nur die....

    Die erste Hälfte hatte sich etwas gezogen, obwohl sie mir eigentlich ganz gut gefiel. Aber als endlich etwas zur Sprache kam, was ich so nicht erwartet hätte, fieberte ich fort an mit. Jeder einzelne Charakter hat was liebevolles und irrsinnig witziges. Ich musste öfter schmunzeln. Es ist so schön zu sehen, dass diese besonderen Kinder ihre Hoffnungen und Träume nie verloren haben, obwohl sie von der "normalen" Welt verstoßen worden sind. Dabei sind Arthur und Zoe ihnen eine riesige Unterstützung.

    Das Buch hat zum Glück genauso geendet, wie ich es mir vorgestellt habe und zwar mit einem Happy End für alle. Dem besten Ende, was ich mir hätte vorstellen können.

    Der Schreibstil von Klune gefällt mir sehr gut, weil er immer ein bisschen Humor in jede Situation gebracht hat. Zudem gefällt mir der Ansatz nicht immer in Schwarz Weiß denken zu sollen sehr gut und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch ohne irgendwie verurteilend zu wirken.

    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und es war defintiv eines meiner Highlights dieses Jahr!


  2. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.369)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  3. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    In diesem Buch geht es um den sehr bekannten Serienmörder Fritz Honka gen. Fiete, der 4 Frauen vergewaltigt, missbraucht und getötet hat. 

    Ist ein sehr krasses und krankes Buch. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. 

    Meine Altersempfehlung wäre ab 18 Jahren, weil es doch sehr detailliert geschrieben ist. 


  4. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312988)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (639)
    Aktuelle Rezension von: Moinseetretboot

    In The Hate U Give geht es um die 16-jährige Starr, deren Wohnviertel ein Hotspot für Bandenkriminalität ist. Nachdem ein Polizist vor ihren Augen ihren besten Freund Khalil erschießt, spitzt sich die Lage zu und Starr muss entscheiden, ob sie ihre Stimme erhebt oder nicht...


    Obwohl Starr schon einige Probleme überstehen musste, ist das Buch alles andere als düster. Die liebenswerten Charaktere und der lockere Schreibstil der Autorin –unterbrochen von einigen Textnachrichten – führten dazu, dass ich das Buch geradezu verschlungen habe. 


    Am meisten geschätzt an dem Buch habe ich die unterschiedlichen Charaktere, wie sehr man mit Starr mitgefiebert hat und wie viel man über die Situation in den USA (Rassismus, die Black Community, Bandenkriminalität, Problemviertel etc.) erfährt.

    Man hat wirklich gemerkt, dass die Autorin auch von ihren eigenen Erlebnissen berichtet hat, was die Geschichte sehr mitreißend und vor allem authentisch gemacht hat. 


    Als ich das Buch 2017 zum ersten Mal gelesen habe, hat mich der Umgang mit POC in den USA ziemlich geschockt und hielt ein paar Situationen für weit hergeholt. Die Ereignisse der letzten Monate haben aber gezeigt, dass die Thematik keinesfalls inaktuell ist.

    The Hate U Give ist ein wirklich tolles Buch, das nicht an Aktualiät verliert. Es glänzt mit Facettenreichtum, Eindringlichkeit, Emotionalität, Ehrlichkeit und einer starken Message. Klare Leseempfehlung!

  5. Cover des Buches Im Wald (ISBN: 9783548289793)
    Nele Neuhaus

    Im Wald

     (579)
    Aktuelle Rezension von: LissiB

    "Im Wald" war tatsächlich der erste Taunus-Krimi, den ich gelesen habe. Zuvor war ich hauptsächlich im Fantasy-Bereich "zuhause". Mein Mann hatte mir den Krimi von Nele Neuhaus vor unserem Urlaub aus dem Supermarkt-Regal zur Neuerscheinung mitgebracht und ich dachte "ach komm, gibst du dem Genre ne Chance", auch wenn ich zuvor immer befürchtete, dass ich beim Lesen von Krimis nachts kein Auge mehr zumachen könnte. 

    Nach anfänglichen "Schwierigkeiten", in den auf mich nüchtern wirkenden Schreibstil reinzukommen, bin ich immer tiefer in die Irrungen und Wirrungen dieses Falles vorgedrungen. Nachdem ich inzwischen die Taunus-Krimis der Reihenfolge nach fast alle gelesen habe, muss ich sagen: Es ist zwar Nele Neuhaus Stil, zig Charaktere in eine Story zu packen, aber bei "im Wald" ist es mir besonders schwer gefallen, die Personen alle einordnen zu können. Durch den Rückblick in die Vergangenheit kamen immer mehr Personen hinzu und ich habe es irgendwann aufgegeben, sie alle noch zuordnen zu wollen. Vor allem am Ende, als sich die Ereignisse überschlugen, kam ich nicht mehr ganz mit. Im Vergleich zu den anderen Taunus-Krimis fand ich diesen hier in der Mitte auch etwas langatmig. Die Tatsache, dass auch Privates des Ermittlerteams zur Sprache kommt, fand ich in anderen Krimis passend, hier aber irgendwie zu ausgedehnt. Die Figur "Bodenstein" ging mir in diesem Krimi leider stark "auf den Keks". Ja, es war sein persönlichster Fall, aber irgendwie konnte ich mich nur schwer in den Ermittler hineinversetzen. Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch alles in allem überzeugen konnte und dieser Krimi meine Neugier auf die anderen Taunus-Krimis dennoch wecken konnte, worüber ich sehr froh bin, da mich Nele Neuhaus jetzt tatsächlich so angefixt hat, dass ich heute gerne zu Krimis greife und somit meinen Lese-Horizont erweitert habe. Dafür bin ich "Im Wald" sehr dankbar :)

  6. Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783608963915)
    John Lanchester

    Die Mauer

     (160)
    Aktuelle Rezension von: maibe_schreibt

    Durch eine Mauer schützt sich Großbritannien vor den Klimaflüchtlingen aus dem überschwemmten Rest der Welt. Auf einem Abschnitt der Mauer beginnt Joseph seinen Dienst. Geplagt von Kälte, Angst und Einsamkeit will er seine Pflicht erfülle, denn Versagen wird mit dem Tod bestraft.

    Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, habe ich das Buch verschlungen. Das Thema ist aktuell und die Umsetzung sehr interessant. Durch die Beschreibungen hatte ich teilweise das Gefühl selbst in der Dunkelheit alleine auf der Mauer zu sitzen. 


    xoxo Maibe.Schreibt

  7. Cover des Buches Drei Kameradinnen (ISBN: 9783462052763)
    Shida Bazyar

    Drei Kameradinnen

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Ihr werdet alles, was ich sage, ein wenig anzweifeln und euch vergewissern, dass ihr es besser wisst. Ihr habt vielleicht recht, genauso wie ich. Ich habe recht, und ich habe beim Schreiben manchmal gelogen, okay, aber ich habe trotzdem recht, denn lügen und recht haben, das schließt sich nicht aus, auch bei mir nicht.“ (Zitat Pos. 4193)

     

    Inhalt

    Kasih kennt Hani und Saya schon seit ihrer Kindheit und Jugend in einer hauptsächlich von Menschen mit Migrationshintergrund bewohnten Problemsiedlung am Stadtrand. Inzwischen haben sie studiert, Saya ist beruflich viel auf Reisen, doch ihre Freundschaft ist beständig. Nun treffen sie einander nach sechs Jahren wieder, Saya kommt für einige Tage zu Kasih auf Besuch, da eine gemeinsame Freundin heiratet. Dann kommt diese besondere Nacht, in der Kasih alles niederschreibt, wie es ist, als Deutsche mit den täglichen Diskriminierungen und Vorurteilen zu leben, die sich allein durch das Aussehen ergeben. Es sind Erinnerungen und aktuelle Ereignisse in einer Zeit, in welcher Ausländerhass und Rassismus stärker werden, statt zu verschwinden.

     

    Thema und Genre

    In diesem Roman geht es um die Kraft der Freundschaft, den Alltag von Frauen und Familien mit Migrationshintergrund, um Alltagsrassismus, Rechtsruck in der Politik, Vorurteile und Missverständnisse.

     

    Charaktere

    Kasih ist studierte Soziologin, arbeitslos, kritisch und dennoch der Ruhepol zwischen der pragmatischen Hani und der zornigen, aufbrausenden Saya, deren innere Wut und Solidarität dazu führen, dass sie keine Konfrontation auslässt. „Damit war die Diskussion beendet und erst Jahre später, wirklich viele Jahre später, sagen wir, in diesem Jahr, war Saya aufgefallen, dass sie in solchen Diskussionen nie eine Chance gehabt hatte, denn alle, auch sie selbst, sahen ihre Rolle lediglich darin, provozierende Dinge in die Runde zu werfen und allen inbrünstig zu widersprechen, aber ihre Rolle sah nicht vor, recht zu haben.“ (Zitat Pos. 702)

     

    Handlung und Schreibstil

    Dieser Roman besticht neben Inhalt und Handlung durch seine moderne Erzählform, in Verbindung mit einer modernen, aber gleichzeitig eindrücklichen Sprache. Wir Lesende sind „Ihr“, viele von uns sicher die „Weißen“, während die drei Frauen Kasih, Hani und Saya „wir“ sind. Es sind Episoden, Ereignisse, kurze Szenen, die hauptsächlich Kasih als Ich-Erzählerin schildert, Erinnerungen an die Kindheit und Jugend, an ihre Beziehungen als Erwachsene. Eingebettet sind diese Rückblicke, in die ebenfalls knapp und rasch aufeinanderfolgend skizzierten aktuellen Ereignisse innerhalb von wenigen Tagen. Wenn es sich um Situationen handelt, in denen Kasih nicht anwesend ist, wechselt die Autorin in eine personale Erzählperspektive. Diese Vielfalt, die raschen Gedankensprünge, die geballte, zornige Kraft der Aussagen und Inhalte der Ich-Erzählerin machen diesen Roman packend, intensiv, und gleichzeitig regt jede Seite zu neuem Nachdenken an, zu Änderungen der eigenen Erfahrungen und Sichtweisen. Auch ich musste ein persönliches Vorurteil revidieren, denn ich hätte dieses Buch längst lesen können, aber die für mich negative Wortwahl des Titels schreckte mich ab, bis ich durch die Longlist-Broschüre eine längere Leseprobe lesen konnte, zusammen mit mehr Informationen.

     

    Fazit

    Eine intensive Geschichte über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, bewusst, oder im Alltag unbewusst, über gegenseitige Vorurteile und Missverständnisse, die einen normalen, unverkrampften Umgang miteinander verhindern. Es geht um eine einfach Frage: Jobsuche, Wohnungsnot, Beziehungen – es sind Probleme, die wir alle kennen, egal, ob unsere Haut etwas heller oder dunkler ist. Warum aber macht das immer noch einen Unterschied?

     

  8. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

     (175)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Die sich über drei Generationen erstreckende Familiengeschichte erklärt in interessanter Weise, wie sich die damaligen ersten Gastarbeiter aus Italien gefühlt haben müssen - als Gäste zum Arbeiten, aber nicht als Bürger oder gar Freunde. Heutzutage nennt sich das Migration, man merkt aber recht schnell, dass sich so viel seit den 60-er Jahren nicht geändert hat - EU hin oder her. Zwischenzeitlich war das Buch etwas zäh zu lesen, deswegen "nur" durchschnittliche 3 Sterne.

  9. Cover des Buches Als der Teufel erwachte (ISBN: 9783954519804)
    Jennifer B. Wind

    Als der Teufel erwachte

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: In einer Werkstatt wird im Kofferraum eines Wagens ein grausiger Fund gemacht: dort liegen zwei Leichen ineinander verschlungen. Wer sind die jungen Männer und wer hat sie dort deponiert? Es stellt sich heraus, dass es sich bei den beiden wohl um Flüchtlinge handelt. Die Ermittler vom LKA Georg Kunze, Tom Neumann und der Kollege Maier beginnen ihre Nachforschungen. Und treten dabei so ganz zufällig zwei Mafia-Bossen auf die Füße…

    Meine Meinung: Im zweiten Teil mit den Ermittlern geht es gleich richtig zur Sache. Schnell wird klar, dass es hierbei um groß angelegte Schlepperbanden handelt, die sich eine goldene Nase damit verdienen, die Flüchtlinge zu transportieren. Die Trickkiste, um diese zu verstecken, wird immer größer. Und dabei ist es denen auch egal, wenn den Transport nicht alle überleben. 

    Erschreckend wird hier aus Sicht eines jungen Arztes aus Syrien dargestellt, wie so eine Flucht abläuft. Und wie gefährlich nur alleine die Überfahrt über das Mittelmeer ist. Natürlich kennen wir alle die Bilder aus dem Fernsehen, aber hier so ein Einzelschicksal im Genauen nachzulesen, hat mich zumindest sehr erschüttert. Das sind Menschen, die alles verloren haben und ihr letztes Geld den Schleppern in den Rachen werfen, um irgendwo in Frieden leben zu können.

    Die Ermittler müssen am Anfang ohne Jutta Stern auskommen, die sich noch in Indien aufhält, da sie ihren Vater sucht. Kurz vor dem Heimflug nach Österreich passiert ihr aber auch noch etwas Schlimmes. Die Geschichte von Jutta, die im ersten Teil „Als Gott schlief“ schon ein wenig erzählt wird, ist mir in diesem Band besonders ans Herz gegangen. Auch die Beziehung zwischen Tom und ihr verkompliziert sich. Manche mögen das ja nicht so gern, wenn viel aus dem Privatleben der Ermittler berichtet wird, aber in diesem Fall gefällt mir das, weil mir Jutta, Tom und Georg mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind. Insgesamt eine „runde Sache“.

    Der Schreibstil ist sehr schön und ausführlich. Die Kapitel werden immer aus anderen Perspektiven erzählt, das macht die Geschichte wirklich spannend. Die Autorin beschreibt die Flucht des Syrers Samir und später auch die seiner Mutter Nesrin so authentisch, dass ich wirklich mitgelitten habe. Man merkt, dass Jennifer B. Wind hier gut recherchiert hat. Die Flüchtlingsproblematik ist nicht neu, aber leider auch noch nicht Geschichte und das macht das Buch für mich, auch wenn es bereits 2016 erschienen ist, hochaktuell.

    Das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es Hoffnung macht. Auf ein besseres Leben für alle. Irgendwie schafft Jennifer es immer wieder, dass ich mir zum Schluss die Tränen verdrücken muss, da mich das emotional total mitnimmt. Und das macht für mich den besonderen Stil dieser tollen Autorin aus, danke sehr für ein tolles Lese-Erlebnis! 

    Mein Fazit: Auch der zweite Band um die Ermittler Jutta Stern, Tom Neumann und Georg Kunze konnte mich wieder total fesseln! Fast atemlos und immer mit Tränen in den Augenwinkeln bin ich durch das Buch geflogen. Gut recherchiert und spannend zu Papier gebracht, das Buch muss unbedingt gelesen werden! 

  10. Cover des Buches Bruno Chef de police (ISBN: 9783257240467)
    Martin Walker

    Bruno Chef de police

     (258)
    Aktuelle Rezension von: Tommywien

    Bis dato habe ich noch nichts von Martin Walker gelesen, aber da ich ein großer Fan der Diogenes Bücher bin, musste ich mit dieser Reihe beginnen. Vorweg kann ich betonen, dass ich es nicht bereut habe.

    Bruno ist der Polizeichef des kleinen fiktiven Städtchen Saint-Denis. Als Polizeichef von Saint-Denis hat er tag ein tag aus tag aus mit sympathischen, liebenswerten Kleinkriminellen zu tun. Die Idylle wird allerdings abrupt unterbrochen, als die Leiche eines alten Algeriers aufgefunden wurde. Zunächst deutet alles auf ein rechtsradikales Motiv hin, da das Opfer ein Hakenkreuz auf der Brust eingeritzt hatte. Für Bruno ist es die erste Mordermittlung überhaupt und gleich derartig präsanter Fall.

    Passend zu der Kleinstadtumgebung hat Martin Walker einen gemütlichen Erzählton eingeschlagen. Ich liebe solche Krimis, wer allerdings nach Action und Spannung sucht, wird mit diesem Buch keine Freude haben. Die fehlende Spannung wird allerdings mit viel französischem Flair und detallierten histiroschen Fakten ausgeglichen. Hinsichtlich der historischen Fakten, kam Martin Walker seine Ausbildung als Historiker zu gute. Natürlich kommt auch die Kulinarik in diesem Buch nicht zu kurz, ich ertappte mich des öfteren, dass ich hungrig wurde.  Erschreckend ist für mich, dass das Thema nichts an seiner Aktualität eingebußt hat, im Gegenteil Rassismuss ist auf unserer Erde leider präsenter den je. 

    Etwas störend empfand ich die ausufernden Darstellungen von Tennismatches. Ich spiele zwar selber Tennis, aber dies empfand ich in Tat mehr als langweiliges Füllmaterial.

    Wer Krimis aller Donna Leon liebt, wird auch die Reihe von Martin Walker lieben, da bin ich mir sicher. Ich werde jedenfalls immer wieder eines der Bücher lesen.

  11. Cover des Buches Die Salbenmacherin (ISBN: 9783839217313)
    Silvia Stolzenburg

    Die Salbenmacherin

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Schmusekatze69

    Olivera (16) lebt mit ihrer Familie in Konstantinopel und wünscht sich, dass ihr Vater endlich einen Heiratskandidaten für sie aussucht. Sie selbst hat schon eine jungen Mann ins Auge gefasst. Laurentius ist ein Handelspartner ihres Vaters und kommt aus Tübingen. Mit Hilfe einer List und Ihrer Großmutter, bekommt sie die Zustimmung und reist kurze Zeit später mit Lauenz nach Tübingen ab. Was aber als Liebesheirat begann, entpuppt sich bald als großer Fehler. Gewalt und  Jähzorn werden genau so wie Unaufmerksamkeit zur Tagesordnung. Was dann Oliver entdeckt, bringt ihr Leben in Gefahr. 

    Silvia Stolzenburg läßt unterschiedliche Kulturen des 15. Jahrhunderts aufeinander prallen. Sie bringt Missverständnisse und Aberglauben gegenüber anderen Kulturen sehr bildlich herüber. Auch über die Handelsware zwischen dem Orient und Europa werden glaubwürdig und sehr informativ dargestellt. Die Ablehnung dunkelhäutiger Frauen gegenüber, machen das Leben zur damaligen Zeit nicht einfach. Die Autorin großen Wert auf eine genaue Darstellung der damaligen Zeit mit   Gesellschaftsform oder den Lebensumständen. Alles verknüpft sie auch noch einen spannenden Krimi. Dem Leser wird schnell klar, dass Laurenz etwas verbirgt. Seine eigenes Gewissen lastet auf ihm und lässt ihn unberechenbar werden. Interessant sind auch die Informationen über einer Salbenmacherin, ihrer Arbeit und ihrer Zusammenarbeit mit einem Apotheker. Ein großartiges Buch und für jeden der historische Bücher liebt sollte es ein Muss werden. ⭐⭐⭐⭐⭐

  12. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783499266829)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Yolande
    Jan Weiler wurde am 8. Oktober 1967 in Düsseldorf geboren. Er besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete ab 1994 beim SZ-Magazin, zunächst als redaktuer, später als Chefredakteur.
    2003 schrieb er ein Buch über die Lebensgeschichte seines italienischen Schwiegervaters. Mit "Maria, ihm schmeckt's nicht" wurde er deutschlandweit bekannt und ist seither als Vorleser seiner Werke in verschiedenen Städtetouren zu sehen. Außederdem schreibt er Kolumnen für die Zeitschrift "stern" und die "Welt am Sonntag".
    Jan Weiler lebt mit seiner Familie in der Nähe des Starnberger Sees.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Lovelybooks).
    Ehemann, Vater, Freund, Polizist, Nachbar – und umfassend überfordert. 
    Martin Kühn ist 44, verheiratet und hat zwei Kinder. Er wohnt auf der Weberhöhe, einer Neubausiedlung nahe München. Früher stand dort eine Munitionsfabrik, aber was es damit auf sich hatte, weiß Kühn nicht so genau. Es gibt ohnehin viel, was er nicht weiß: Zum Beispiel, warum von seinem Gehalt als Polizist ein verschwindend geringer Betrag zum Leben bleibt. Ob er sich ohne Scham ein Rendezvous mit seiner rothaarigen Nachbarin vorstellen darf. Warum er jeden Mörder zum Sprechen bewegen kann, aber sein Sohn nicht mal zwei Sätze mit ihm wechselt. Welches Geheimnis er vor sich selber verbirgt. Und vor allem, warum sein Kopf immer so voll ist. 
    Da wird ein alter Mann erstochen aufgefunden, gleich hinter Kühns Garten in der Böschung. Und plötzlich hat Kühn sehr viel zu tun.

    Ich habe vor einiger Zeit Jan Weilers Buch "Im Reich der Pubertiere" gelesen. Der humorvolle Schreibstil hat mir gut gefallen und deshalb habe ich einen Krimi in ähnlichem Stil erwartet. Leider wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht, im Gegenteil, ich fand es sogar ziemlich deprimierend. Ein Kommissar in einer Lebenskrise ist ja per se nichts Schlechtes, aber mir war es streckenweise zu arg. Seinen Humor empfand ich als Sarkasmus. 
    Die Krimihandlung trat ein wenig in den Hintergrund, war aber auch ziemlich konstruiert und abgedreht. Auch das Mordmotiv war mir zu weit hergeholt. 

    Fazit: Das Buch konnte mich nicht überzeugen, zu deprimierend. Ich fand es sehr enttäuschend.

  13. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423212120)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (974)
    Aktuelle Rezension von: AmaraSummer

    „Mörder ohne Gesicht“ ist der erste Fall für Kommissar Kurt Wallander. Wallander sucht nach einem Mörder, der keine Grenzen kennt und tappt dabei lange Zeit im Dunkeln. Dabei stößt er nicht nur auf interne, sondern auch auf externe Probleme.

    Mir wurde die Reihe empfohlen. Zwar standen die Bücher schon seit längerer Zeit auf meinem Wunschzettel, sie konnten meine Neugierde aber nie so sehr wecken, dass ich sie unbedingt lesen wollte. Letzten Endes habe ich das Buch also nur gelesen, weil eine Bekannte es mir geschenkt hat.

    Kurt Wallander ist ein Zeitgenosse voller Ecken und Kanten, der meilenweit davon entfernt ist perfekt zu sein. Natürlich wirkt er dadurch authentischer, was die Geschichte deutlich realistischer macht. Leider war ein Großteil seiner Eigenschaften alles andere als positiv. Aus diesem Grund war mir Kurt Wallander extrem unsympathisch.

    Der Klappentext klang sehr vielversprechend und konnte meine Neugierde auf Anhieb wecken. Entsprechend groß waren meine Erwartungen. Ein Großteil davon wurde leider nicht erfüllt. Ich bin mir daher nicht sicher, ob ich die Reihe vorsetzten werde.

    Wallander ermittelt im Laufe der Geschichte in mehreren Mordfällen gleichzeitig. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass das für ordentlich Spannung sorgt. Leider war dem nicht so. Die verschiedenen Handlungsstränge haben vielmehr für Verwirrung und Chaos gesorgt. Spannend war das Ganze zu keinem Zeitpunkt. Die Auflösung sorgte am Ende dann für noch mehr Enttäuschung. Irgendwie war das Ganze zwar schlüssig, für meinen Geschmack hat es aber zu viele Zufälle gegeben, was dem Faktor „realistisch“ einen gehörigen Dämpfer verpasst. Am aller schlimmsten ist für mich aber die Tatsache, dass der Kriminalfall nur eine kleine Nebenrolle spielt.

    Die deutsche Übersetzung von Henning Mankells Schreibstil lässt sich halbwegs flüssig lesen und die Wortwahl hat größtenteils zum Genre gepasst. Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Kurt Wallander. Die Kapitel waren extrem lang, was das Buch unglaublich langatmig gemacht hat.

     

    Fazit

    Die ganzen positiven Reaktionen kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. „Mörder ohne Gesicht“ ist für mich kein Krimi, sondern lediglich ein Roman mit ein paar eingestreuten Krimi-Elementen. Von mir gibt es keine Leseempfehlung und nur 2 von 5 Sterne.

  14. Cover des Buches Der unerbittliche Gegner (ISBN: 9783462049381)
    Voosen | Danielsson

    Der unerbittliche Gegner

     (31)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Nyström und Forss, Band 5: Der verstümmelte Körper einer Frau wird unter der Eisdecke des Sees in Småland gefunden. Kommissarin Ingrid Nyström und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf. Wenige Tage später wird ein junger Familienvater heimtückisch getötet. Mordopfer, -waffe und Tatort waren unterschiedlich, doch die Fälle werden aufgrund der zeitlichen Nähe trotzdem miteinander abgeglichen. Dann wird ein weiterer Toter gefunden…

    Erster Eindruck: Das Cover wirkt – wie von dieser Reihe gewohnt – kalt, bedrohlich mit einem Adler; passt sehr gut.

    Dies ist Band 5 der Reihe; er lässt sich ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Der Blickwinkel ändert immer wieder, mal aus Sicht der Chefin, dann aus Sicht von Stina Forss oder anderen Personen – sehr lebhaft, aber auch komplex. Der Prolog ist mysteriös und macht neugierig auf die Geschichte. Sie spielt in der Gegenwart in Schweden und es gibt Rückblenden ein paar Jahre zurück in Afrika.

    Die Arbeit geht in Växjö seinen gewohnten Gang. Das Team um Ingrid Nyström ist gut eingespielt, auch Kent Vargen hat sich gut eingegliedert. Mir war er schon im letzten Band nicht so geheuer; er hat ein Medikamentenproblem, unterdrückte Aggressionen und eine Zwangsstörung. Doch das ist noch nicht alles. Ingrid mag ich seit dem ersten Band, nur verstehe ich nicht, wieso sie es sich so schwer macht, am Leben ihrer Tochter teilzunehmen. Stina ist… nun ja, ich gehöre nicht zu ihren grössten Fans – da hat sich ebenfalls nichts geändert. Ihre Sozialkompetenz ist unterentwickelt und sie scheut sich davor, andere ins Vertrauen zu ziehen. Bei ihr wird wiederholt eingebrochen, aber nichts gestohlen. Wer tut das? Will diese Person Stina Angst machen? Wieso holt sie nicht Hilfe?
    Sehr interessant waren Einblicke in ein raffiniert geschütztes Computerprogramm, das Labyrinth genannt wurde. Dieses Programm war nicht einfach passwortgeschützt, sondern durch eine Auswahl von Bildern, die nur demjenigen etwas sagt, der die versteckten Daten schützen will. Wenn beim ersten Schritt das richtige Bild von zweien angewählt wird, wird der Bildschirm schwarz und sodann erscheinen neu vier Bilder zu einem neuen Thema – dann acht, 16, 32, 64. Doch welches Bild von zig Handtaschen oder Autos ist nun das richtige? Wer falsch tippt, fällt raus. Nach einer gewissen Anzahl Fehlversuche blockiert das System. Was die Technik heutzutage alles kann…

    Fazit: Das Buch war ein wahrer Pageturner und ich musste einfach immer weiterlesen. Die Beschreibungen waren wie gewohnt sehr detailliert und so entstanden unschöne Bilder vor meine geistigen Auge. Wer Lektüre zur Entspannung sucht, ist hier falsch, denn hier gibt es nur Spannung satt. Hass, Gier, Fremdenfeindlichkeit – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Von mir gibt es die maximale Anzahl Sterne. Ich freue mich auf den nächsten Band, muss aber vorher ein bisschen durchatmen.

  15. Cover des Buches Adas Raum (ISBN: 9783103973150)
    Sharon Dodua Otoo

    Adas Raum

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Ada ist nicht eine, sondern viele Frauen in verschiedenen Zeiten und sie lebt verschiedene Leben in verschiedenen Schleifen. Sie kämpft, sie trauert, sie lacht, sie wird Mutter.

    Die Autorin hebt nicht nur die Grenzen der Zeit auf, sondern auch des Raumes und gewisser Maßen auch der Arterie. Die Erzählstränge starten unabhängig voneinander und fügen sich auch nicht direkt zu einem zusammen. Trotzdem verbindet sie nicht nur die Person Ada miteinander. 

    Ich finde die Idee ziemlich genial, doch denke ich, dass ich dieses Buch mehrmals lesen muss, um wirklich einen Durchblick zu bekommen. Zudem bin ich mir noch nicht sicher, wie ich über die Rolle von Gott in dem Buch denken soll. Für mich persönlich, hätte ich mir mehr Struktur gewünscht, aber ich denke, dass eben das auch der Knackpunkt ist, den die Autorin schaffen wollte.

  16. Cover des Buches Nicu & Jess (ISBN: 9783958541061)
    Sarah Crossan

    Nicu & Jess

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Grossstadtheldin
    Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

    Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch den Empfehlungstisch in der Bibliothek. Ich hatte von Sarah Crossan bereits » Eins « gelesen und mich dabei in ihren Schreibstil verliebt. Nun war ich besonders gespannt auf » Nicu & Jess «, da sie es gemeinsam mit einem anderen Autoren geschrieben hatte.

    Handlungsüberblick:

    Das Buch erzählt eine ganz besondere Liebe zwischen Nicu, der mit seinen Eltern aus Rumänien nach England geflohen ist und Jess, die nur zu gerne ihrem Familienchaos entfliehen würde.

    Mein Bucheindruck:

    Dieses Buch überzeugt vollständig durch seine coole Aufmachung. Das Neonpink auf dem weißen Cover ist ein echter Hingucker. Außerdem sind die Seiten an den Rändern in derselben neonpinken Farbe eingefärbt, was mir unsagbar gut gefällt und sich von der Masse abhebt!

    Mein Leseeindruck:

    Das Buch hat mich tief bewegt, während die Seiten nur so dahin flogen. Ich denke, es leistet einen großen Beitrag zum Thema Toleranz und Akzeptanz und ist daher sehr lesenswert. Die Geschichte bietet viel Stoff zum Nachdenken.
    Die beiden Protagonisten sind durch die besonderen Schreibstile sehr greifbar und wuchsen mir schon nach wenigen Seiten unheimlich ans Herz. Mitzuerleben, wie sich diese zarte Liebesgeschichte entspann, war einfach etwas ganz Besonderes. Die Lektüre glich einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe mit Nicu und Jess gelitten, himmelhoch gejauchzt und mich über ihre Wortspiele gefreut. Das bittersüße Ende des Buches ließ mich schließlich einige Tränen verdrücken, während zugleich ein zartes Lächeln an meinen Lippen zupfte.

    Mein Eindruck vom Schreibstil:

    Ich habe das Buch innerhalb von zweieinhalb Stunden inhaliert! Der Schreibstil von Sarah Crossan ist unverwechselbar! Ihn ergänzt mit Brian Conaghans Schreibstil zu lesen war einfach eine Wucht! Das Buch hat eine tolle Dynamik in den Erzählperspektiven! Mich hat es sehr beeindruckt, wie toll die beiden unterschiedlichen Erzählstimmen von den beiden Autoren herausgearbeitet wurden. Man weiß ganz genau, welcher Erzählabschnitt von Nicu und welcher von Jess erzählt wird. » Nicu & Jess « ist eine wortgewaltige Erzählung mit einem hinreißenden Schreibstilmix.

    Mein Abschlussfazit:

    Die Geschichte von Nicu und Jess ist etwas ganz Besonderes und wird auf eine einzigartige und berührende Art erzählt. Wer das Spiel mit unterschiedlichen Erzählerstimmen schätzt, wird dieses Buch lieben! 
  17. Cover des Buches Winter so weit (ISBN: 9783841503985)
    Peer Martin

    Winter so weit

     (37)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Der erste Band hat mir sehr gut gefallen. Das Coverbild ist okay und den Titel finde ich gut.

    Von der Fortsetzung war ich dann doch sehr enttäuscht und ich habe es abgebrochen. Es war mir einfach zu langatmig geworden obwohl der Schreibstil immer noch gut ist.

    Nuri kann ich mit ihrer Sehnsucht und Rastlosigkeit gut verstehen. Aber gerade die Zeit in Syrien hat mich irgendwie so gar nicht gepackt.

    Ich habe es jetzt erst einmal abgebrochen und werde es in einiger Zeit noch mal lesen. 

    Gut gefällt mir, dass immer zum Ende eines Kapitels Stichworte zum googlen aufgelistet sind. 



  18. Cover des Buches Engel aus Eis (ISBN: 9783548287201)
    Camilla Läckberg

    Engel aus Eis

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Auch in diesem Kriminalroman um Kriminalkommissar Patrik Hedström ist es wieder spannend bis zum Schluß. Patrik ist im Erziehungsurlaub und kümmert sich um Maja. Doch bei einem Einsatz treffen die Kommissare unterwegs zufällig Patrik und bitten ihn mitzukommen um sich den Tatort anzusehen. Zwei Jugendliche sind in das Haus des ehemaligen Geschichtslehrers Erik Frankel eingebrochen und haben dort dessen Leiche gefunden. Frankel wurde ermordert. Erika wird unbewußt in die Sache mit hineingezogen: sie hat beim Ausräumen der Sachen ihrer Mutter ein Nazikreuz gefunden und dies um nähere Betrachtung an Erik Frankel weitergegeben um genaueres darüber zu erfahren und nun ist Frankel tot.

    Durchaus wieder spannend geschrieben und ich konnte das Buch keine Sekunde aus der Hand legen. Mir hat hier ganz gut gefallen, dass dieses Mal Erika mehr im Zentrum der Geschichte gestanden hat und auch sehr viel selber ermittelt hat.

  19. Cover des Buches A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer (ISBN: 9783347123793)
    S. Sagenroth

    A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Gila63

    "A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer" von S. Sagenroth


    Als der siebzehnjährige Sid und seine Freundin Chiara eine Einladung von Mr. Tory erhalten, ihn für zwei Wochen in England zu besuchen, freuen sie sich darauf, sich wiederzusehen und gemeinsam ein paar Tage am Meer zu verbringen. Allerdings sind sie schon erstaunt, dass Mr. Tory diesmal gar keinen richtigen Auftrag für sie zu haben scheint. Das einzige, was er wissen möchte, ist: "Was macht Freiheit aus?"

    Doch kaum in London angekommen, stecken Sid und Chiara mitten in einem Fall. Zwei Mädchen und der illegale Flüchtling Laith, den sie am Tag zuvor an Strand kennengelernt haben, werden vermisst.

    Ein aufregender und turbulenter Roadtrip, der sie  bis nach Cornwall führen soll, beginnt.


    Es handelt sich hierbei um den dritten Teil einer Reihe. Ich bin jedoch gleich mit diesem Buch gestartet, denn alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. 

    Ich würde jedoch jedem empfehlen, mit Teil 1 zu starten, um die Charaktere kennenzulernen und die Zusammenhänge besser zu verstehen.


    Es fiel mir aber trotzdem nicht schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Die Autorin hat einen wunderschönen leichten und flüssigen Schreibstil und es hat mir großen Spaß gemacht, die Beiden bei ihrem Abenteuer zu begleiten. 

    Die Protagonisten haben sehr unterschiedliche Charaktere. 

    Während Sid eher in sich gekehrt, ruhig und schüchtern ist, stürzt sich Chiara oft unüberlegt in unbekannte Situationen und geht ohne sich zurückzuhalten oder Angst zu haben, auf andere zu. Beide sind von der Autorin sehr glaubwürdig, realistisch und lebendig gestaltet worden. 

    Ich habe schnell vermutet, dass sich zwischen ihnen Gefühle entwickeln, doch S. Sagenroth hat dies nicht in den Vordergrund der Geschichte gesetzt.

    Auch die anderen Figuren, wie zum Beispiel Chan, Laith und Emily, sind sehr facettenreich und detailliert beschrieben. 

    Der mysteriöse Mr. Tory sorgt für eine geheimnisvolle Atmosphäre und ich habe mich oft gefragt, warum er so großzügig ist?! Warum handelt er so? Vielleicht hätte ich das in einem der ersten beiden Bände erfahren?! Auch die rätselhaften Probleme, die Emily mit sich herumschleppt und die Zeitungsartikel, die den Leser auf dem laufenden halten, sorgen für die nötige Spannung.

    Die Autorin führt ihre Leser, gekonnt durch die abwechslungsreiche Handlung, in der sie auch aktuelle und ernste Themen mit eingebunden hat. 

    Dabei verleiht die Geschichte von Laith, der aus Afghanistan geflüchtet ist und um Asyl kämpft, dem Plot genauso viel Tiefe, wie die philosophische Frage von Mr Tory, "Was macht Freiheit aus?"


    "A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer" ist eine tolle, tiefsinnige Geschichte, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird und vor allem für Jugendliche wirklich toll ist! 

    Dafür gibt es 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung! 

  20. Cover des Buches Feuerfrühling (ISBN: 9783743959415)
    Peer Martin

    Feuerfrühling

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Igelchen
    "Rot ist die Farbe des Blutes auf seinem Ärmel."
    "Rot ist auch die Farbe der Blume, die er in der Hand hält, irgendeine kleine Bergblume, er kennt ihren Namen nicht, aber sie ist schön."

    Das sagt die Inhaltsangabe...

    Arsal, der Ort im Libanon, an dem Calvin und Nuri Zuflucht gefunden haben, steht in Flammen. Sie beschließen, endlich nach Deutschland zurückzukehren. Mit fünf Kindern und einem Stoffhasen. Ohne gültige Papiere. Ihre Reise wird zu einer Odyssee über das Meer, durch Internierungslager, über Grenzen aus Hass und Stacheldraht. Europa, der rettende Kontinent, will die Fliehenden nicht haben.
    Und Calvin hat noch einen Gegner: sich selbst. Die Gewalt, die er erleben musste, hat Spuren hinterlassen, er verliert mehr und mehr die Kontrolle.
    In Berlin jedoch wartet man. Werden er und Nuri rechtzeitig zurückkehren, um im Prozess gegen Pascal auszusagen, der damals das Feuer im Flüchtlingsheim gelegt hat? Kann es Gerechtigkeit geben? Und kann ihre Liebe all diese überstehen? Oder bleibt nur das Feuer, das am Ende alles vernichtet?

    "Das ist es, dachte ich, was wir eigentlich alle wollen. Ein normales Leben. Auch wenn wir glauben, ständig etwas verändern und erreichen zu müssen, Demokratie, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit. Im Grunde wollen wir alle nur auf einem Sofa sitzen und Toastbrot essen, ohne das jemand an die Tür klopft und eine Waffe auf uns richtet und uns mitnimmt und einsperrt."

    Das sage ich...

    Im dritten Teil erreicht die Geschichte von Nuri und Calvin ihren Höhepunkt. Die beiden versuchen zusammen mit fünf Kindern einen Weg nach Deutschland zu finden. Doch diese Flucht bringt alle körperlich und seelisch an ihre Grenzen. Die Erlebnisse in Syrien haben Calvin verändert und seine Wut wird immer stärker. Die Beziehung von Nuri und Calvin wird auf eine harte Belastungsprobe gestellt. In Deutschland rückt der Prozess gegen Pascal immer näher. Cindy fängt an einige Dinge in Frage zu stellen und begibt sich dabei in Gefahr.

    Die Haupterzählungen im Buch spielen auf der einen Seite in Berlin und auf der anderen Seite wird die Flucht dargestellt. Es war für mich sehr spannend zu lesen, wie Nuri und Calvin Deutschland immer näher kommen und doch so weit entfernt sind.

    Besonders begeistert bin ich von Cindy. Dieser Charakter hat innerhalb der drei Bände eine Wandlung erlebt, die ich mir am Anfang der Reihe nicht hätte vorstellen können. Ich muss zugeben, dass mir Cindy immer mehr ans Herz gewachsen ist. Daher fand ich es besonders schön von ihr in diesem Buch auch wieder etwas lesen zu können.

    Der Schreibstil von Peer Martin ist wieder beeindruckend. Er schafft es immer wieder mich mit seinen Worten an das Buch zu fesseln. Doch dieses Mal ist das Buch in meinen Augen düsterer gehalten, was natürlich dem Thema geschuldet ist. Die poetische Sprache von Nuri, welche im ersten Band noch so klar herausgestochen ist, fehlt hier leider etwas. Mitunter hatte ich das Gefühl, dass in diesem Buch der Fokus etwas mehr auf Calvin lag. Gerade im ersten Teil des Buches kam die Figur von Nuri für mich zu kurz.

    "Bis heute trage ich dieses Bild in mir, das Bild der abziehenden Panzer mit den totenschwarzen Flaggen, und ich stelle mir manchmal vor, wie es sein wird, wenn sie eines Tages wirklich abziehen, wenn die Flaggen des Daisch uns endgültig verlassen, den Irak freigeben, Syrien, die Welt. In meiner Vorstellung stehe ich auf einem Balkon, und ich weiß nicht, wie das Zimmer drinnen aussieht, zu was für einem Haus es gehören oder wann all das geschehen wird. Doch es wird geschehen. Irgendwann."

    Fazit

    Der Leser ist auch beim letzten Band wieder sehr gefordert. Und ich muss zugeben, dass es für mich nicht immer leicht war all diese Sachen zu lesen. Sein ganzes Leben zurückzulassen, alles verloren zu haben und auf ein neues und besseres Leben zu hoffen, diese Vorstellung ist beängstigend. Doch gerade deshalb sollte jeder diese Trilogie gelesen haben. Diese Bücher können eine Teil dazu beitragen die geflüchteten Menschen besser zu verstehen. Diese Buchreihe wird noch lange bei mir nachwirken. Ich gebe gern fünf Sterne.
  21. Cover des Buches Fremdland (ISBN: 9783442488049)
    Philipp Reinartz

    Fremdland

     (22)
    Aktuelle Rezension von: camilla1303
    Der Kriminalroman „Fremdland“ von Philipp Reinartz ist 2018 im Goldmann Verlag erschienen.

    Jerusalem „Jay“ Schmitt von der Neunten Mordkommission für besondere Fälle wird zu einer Mordermittlung in einer Seniorenresidenz gerufen. Neben der Leiche, die in ihrem Zimmer ermordet wurde, findet sich eine rätselhafte Botschaft. Zeitgleich ermittelt er in einem Fall aus der Vergangenheit und sein eigener Vater scheint ein Verdächtiger zu sein. Fremdenhass und Polizeigewalt werden authentisch thematisiert.

    „Fremdland“ ist der zweite Band der Reihe rund um den Ermittler Jerusalem „Jay“ Schmitt. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Immer wieder eingebaute Rückblenden erschließen sich den LeserInnen nur nach und nach und haben mich, auf Grund der fehlenden Zeitangabe, beim Lesen mehr als einmal verwirrt. Immer wieder wird man beim Lesen auf die falsche Spur geführt, bis sich am Ende alle losen Enden zusammenfügen und man sprachlos zurückbleibt.

    „Fremdland“ ist meiner Meinung nach ein intellektueller Krimi mit authentischem Schreibstil, der beim Lesen die ganze Aufmerksamkeit der Lesenden fordert.
  22. Cover des Buches Fliegende Fetzen (ISBN: 9783442456390)
    Terry Pratchett

    Fliegende Fetzen

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Den Krieg auf die Schippe nehmen kann nur einer wirklich gut - Pratchett hat es mal wieder geschafft mit Humor und Scharfblick die Gesellschaft auf liebenswerte Art vorzuführen :)

    Mein Fazit: Ein weiterer re-read aus dem Scheibenwelt-Universum und wieder bin ich mit Samuel Mumm und Konsorten aus der Stadtwache von Ankh-Morpork unterwegs ... was für ein geniales Abenteuer mal wieder!

    Dieses Mal nimmt Pratchett die "Kriegstreibereien" aufs Korn; ein ernstes Thema, das er allzu genau mit viel trockenem Humor, Feingefühl aber auch sehr deutlich beleuchtet und mit sämtlichen Vorurteilen aufräumt.

    Ich hab mich wieder köstlich amüsiert, weil es trotz der zur Realität bezogenen Konflikte einfach wunderbar witzig war und der Menschheit so gekonnt den Spiegel vorhält. Der Autor hat wirklich meinen größten Respekt solch humorvolle Geschichten zu entwerfen und damit - ohne dass man es als Leser zunächst wahrnimmt - den "Finger genau auf die menschliche Überheblichkeit zu legen".
    Dazu kommt die geniale Auflösung durch den Patrizier, den man nie unterschätzen sollte, und der selbst Mumm noch überraschen kann :)

    Zitat: "Ich glaube, es heißt: >Wer den Frieden will, sollte für den Krieg bereit sein<, Exzellenz", sagte Leonard.
    Vetinari neigte den Kopf zur Seite, und seine Lippen bewegten sich, als er die Worte lautlos wiederholte. "Nein", sagte er schließlich. "Nein, ich glaube, das ergibt keinen Sinn." Seite 280

    Weltenwanderer

  23. Cover des Buches Die verbotene Geschichte (ISBN: 9783426513354)
    Annette Dutton

    Die verbotene Geschichte

     (69)
    Aktuelle Rezension von: JaninaBernstein

    Kurzzusammenfassung:

    Die Kölner Ärztin Katja ist emotional am Ende: Nach dem Tod ihres Mannes Michael vor mehreren Jahren hat sie sich abgekapselt - sie lässt niemanden an sich ran. Doch dann soll der Leichnam, einer ihr unbekannten Verwandten namens "Phebe Parkinson" verlegt werden - sie beschließt dieser Zeremonie beizuwohnen und reist nach Papua - Neuguinea. So entkommt sie einerseits Großvater Alberts Geburtstag und beschießt gleichzeitig zu der Unfallstelle zu reisen, bei der ihr Mann Michael ums Leben gekommen ist - in Tasmanien, bei einem Hubschrauberabsturz. In Papua- Neuguinea angekommen hat Katja mit den Einheimischen zu kämpfen, denn: Sie sagen Katjas Familie sei verflucht. Katja beginnt zu recherchieren, über ihre Familie, über Phebe aber auch über Phebes beste Freundin Johanna. Katja schafft es mit Hilfe von alten Briefen, Verwandten von Johanna und den Einheimischen die Machenschaften ihrer Familie aufzudecken und so ein klares Bild ihrer Vorfahren zu konstruieren. Was sie entdeckt erschüttert sie und auch ihre Familie.

    Meinung:

    1. Story:

    Die Story rund um Katja von Beringsen, Johanna Kiehl (später Hunter) und Phebe Parkinson ist ein schönes Konstrukt. Hier treffen verschiedene Ereignisse und Verkettungen, welche die drei Frauen zusammen bringt, auf einander - auch, wenn Johanna und Phebe längst tot sind, als Katja die Geschichte rund um ihre Familie und die beiden Frauen entdeckt. Jedoch ist die Story teilweise sehr schwer zu fassen/ greifen. Hierzu komme ich im nächsten Punkt.

    2. Stil:

    Annette Buttons Schreibstil ist sehr einfach und verständlich. Es gibt keine Schachtelsätze, die die Story verkomplizieren oder es schwerer machen, den Inhalt zu fassen. Leider ist die Art der Darstellung etwas komplizierter. Button arbeitet mit vielen verschiedenen Protas, Zeiten und Darstellungsarten: Katja Beringsens Story befinden sich in der Gegenwart, Phebe und Johannas Story in der Vergangenheit und dann gibt es noch ein paar Personen, die in der Zeit springen bzw. die in der Gegenwart noch existieren, zu denen es aber ebenfalls eine Story/ eine Szene in der Vergangenheit gibt. Soweit, so gut - nichts, was zunächst kompliziert erscheint. Jedoch werden zu der Hauptstory, rund um die Gegenwart und Katja, immer wieder Briefe, Artikel oder Nebenstorys zu Johanna oder Phebe ergänzt. Was die Story komplizierter macht: Diese Ergänzungen sind nicht in chronologischer Rheinfolge, sondern teilweise sehr durcheinander. Man ist immer wieder gezwungen zurück zu blättern und zu schauen, in welcher Zeit man sich gerade befindet und ob das Gelesene schon passiert ist oder ob die Szene, die man gerade ließt, noch vor dem bereits Gelesenen angesetzt wurde. Das macht es teilweise super schwer der Story zu folgen. Hinzu kommen die verschiedenen Stämme, welche in Papua- Neuguinea, angesiedelt sind und verschiedene Kriege - auch hier: Sehr schwer zu durchblicken und nachzuvollziehen.

    3. Figuren:

    Die Prota Katja Beringsen ist für mich leider nicht ganz greifbar. Sie ist sehr undurchsichtig und reagiert in vielen Situationen zickig und ist sehr schnell eingeschnappt - für mich leider nicht verständlich. Ebenfalls wird die Beziehung zu Christoph Lambert, ihrem Chef in dem Krankenhaus St. Mary´s, nicht ganz deutlich. Am Ende sind diese zusammen - zu keiner Zeit merkt man ein Knistern zwischen den beiden. Daher kam die Beziehung recht plötzlich und unerwartet. 

    Super finde ich die klare Abgrenzung zu Katjas Familie. Die Eltern, werden meistens mit dem Vor- und Zunamen genannt. Das zeigt die persönliche und emotionale Distanz zu einander. Ebenfalls finde ich Bibi "Heinrich von Beringsen", wie auch sein Sohn und Katjas Großvater "Albert von Beringsen" super ausgearbeitet. Beide sind berechnend und grausam - das hebt sie klar von dem Rest der Familie ab. Leider ist das Motiv von Bibi oder auch Heinrich Beringsen nicht ganz so stark, seine Herkunft zu vertuschen. Macht, Geld und Einfluss ist ein recht schwaches Motiv, wie ich finde. Dafür ist er über Leichen gegangen.

    Fazit:

    Alles in allem, ist die Geschichte an sich eigentlich interessant. Jedoch muss ich klar sagen, dass ich eher Sympathie für Johanna und Phebe hege und mit Katja als Hauptprota nicht wirklich viel anfangen kann. Ebenfalls ist die Story nicht ganz so spannend erzählt. Viele der Ereignisse haben mich nicht überrascht oder gepackt. Daher konnte ich die Euphorie, die Katja über ihre Erkenntnisse und Funde der Familiengeschichte gemacht hat, nicht wirklich teilen. Ich würde diese Geschichte leider nicht weiter empfehlen.

  24. Cover des Buches Post von Karlheinz (ISBN: 9783328102724)
    Hasnain Kazim

    Post von Karlheinz

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Der Journalist Hasnain Kazim (Spiegel, Spiegel ONLINE) erhält allein aufgrund seines ausländisch klingenden Namens und seiner dunklen Haut- und Haarfarbe täglich hasserfüllte e-mails. Viele davon beantwortet er – durchaus mit spitzer Feder -  und mitunter ergibt sich daraus ein verbaler Schlagabtausch. In diesem Buch nun veröffentlicht er einen Teil dieser Korrespondenzen, thematisch gegliedert und – natürlich – anonymisiert.

     

    Erschreckend ist zu lesen, auf welches Niveau sich hasserfüllte Leser begeben, um im Netz ihre Wut auszubreiten. Wie kann sich ein Empfänger solcher Botschaften zur Wehr setzen?

     

    Nun, Hasnain Kazim ist von Beruf Schreiber. Er hat die sprachlichen Mittel sich zu wehren und tut das auch. Es ist seine Art, sich mit e-mails auseinanderzusetzen, die ihm den Tod wünschen. 

    So wirkt das Buch in erster Linie als ein Werk, das der Autor für sich selbst geschrieben hat, um sich Luft und Gehör zu verschaffen.

    In zweiter Linie hält er der Gesellschaft den Spiegel vor: So etwas geschieht in diesem Land, seid wachsam und weist solche Pöbler in ihre Schranken.

     

    Manche Antwort ist launig, manche provozierend. In vielen Texten fordert Kazim eine bessere Bildung für den Schreiber.

    Über manches kann man als Leser den Kopf schütteln, hin und wieder lachen, noch häufiger sich Fremdschämen.

     

    Ein lesenswertes Buch, das endlich einer größeren Leserschaft zeigt, wie Alltagsrassismus sich äußert.

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