Bücher mit dem Tag "fremdenfeindlichkeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fremdenfeindlichkeit" gekennzeichnet haben.

87 Bücher

  1. Cover des Buches Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte (ISBN: 9783453321366)
    TJ Klune

    Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte

     (626)
    Aktuelle Rezension von: Renates_Geschichten

    Es hat Tiefgang und liest sich trotzdem locker. Es regt zum Nachdenken an und jeder Charakter ist liebevoll abgearbeitet. Absolut empfehlenswert!

  2. Cover des Buches Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8) (ISBN: 9783548289793)
    Nele Neuhaus

    Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)

     (604)
    Aktuelle Rezension von: Estelle38

    Hier habe ich nun endlich einmal Im Wald von Nele Neuhaus lesen können. Lange hatte es meine Schwester bei sich stehen und ich bin erst vor kurzem wieder auf die Reihe gekommen, die mir bereits früher schon tolle Leseabende beschert hat. Auch dieses Mal war es wieder spannend und gut geschrieben.
    Im Wald ist ein sehr guter und komplexer Krimi. Bis zum Schluss hatte ich wirklich keine Ahnung, wer nun dahintersteckt! EInfach nur hochwertig und weiter zu empfehlen!

  3. Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783608963915)
    John Lanchester

    Die Mauer

     (167)
    Aktuelle Rezension von: renee

    In John Lanchesters Buch "Die Mauer" wird ein Blick auf ein England der Zukunft geworfen. Ein England, welches sich mit einer die Insel umspannenden Mauer schützt. Vor den Anderen. Ein England, welches nach einer Klimakrise nur noch an den Schutz des eigenen Landes, der eigenen Bevölkerung denkt. Und dies trifft natürlich nur auf den Teil der Bevölkerung zu, der nicht Dienst auf der Mauer leistet. Diese Menschen schützen den Staat, aber wenn sie einen Fehler machen, können sie erstens durch die Anderen sterben oder an einen Einfall der Anderen schuldig sein. Und die Strafe dafür ist ein Aussetzen auf dem offenen Meer. Ein hartes Land ist England geworden, ein irgendwie unmenschliches Land.

    Während in England der Brexit vorbereitet wird, legt Bestsellerautor John Lanchester diesen brisanten neuen Roman vor. Was für ein Zeichen! Andere Staaten bauen Mauern, wenn man an den Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko denkt, oder an die Zäune in Ceuta und Melilla, oder, oder, oder. Doch was machen diese Zäune/diese Mauern. Schützen sie oder grenzen sie aus. Eine Antwort darauf liefert den aufmerksamen Lesern das Buch "Die Mauer".

    Dieses England in dem Roman schützt sich durch eine Mauer. Dieses England, welches an den Veränderungen in der Welt ebenso beteiligt war und ist. Wie auch andere Staaten sich mit einer Mauer schützen. Die ebenso durch ihre Gier an der Veränderung der Erde schuld waren und sind. Und die junge Bevölkerung dieses Englands darf die eigenen Köpfe hinhalten für dieses Land. Ihre Köpfe hinhalten für die Gier der vergangenen Generationen und für ihren eigenen Lebensstandard. Auch dieser Generationenkonflikt wird in "Die Mauer" thematisiert.

    Ein spannendes Buch ist dem Autor John Lanchester gelungen, dennoch ist das Buch aber auch irgendwie etwas blutleer. Denn die Geschichte und auch die Charaktere haben schlussendlich nichts so wirklich Einprägsames an sich, wenn man mal die gesamte Aufmache der Geschichte und den treffenden Vergleich mit dem heutigen Geschehen wegnimmt. Dann sind da nur noch ein paar Soldaten, die ihren Weg gehen. Nun, und das klingt dann wieder etwas lahm, oder?

  4. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Sabine_Herbst

    Wer noch nicht wusste, wie die Gastarbeiter nach Deutschland kamen, der ist hier genau richtig. Auch die Geschichte um die Automobilindustrie wird auch für Laien gut beschrieben. Und das alles ummantelt mit einer Liebesgeschichte, Drama und allem was dazugehört. Manche Absätze waren für mich etwas langatmig. Ich würde diesen Roman auf alle Fälle wieder lesen. 

  5. Cover des Buches Als der Teufel erwachte (ISBN: 9783954519804)
    Jennifer B. Wind

    Als der Teufel erwachte

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: In einer Werkstatt wird im Kofferraum eines Wagens ein grausiger Fund gemacht: dort liegen zwei Leichen ineinander verschlungen. Wer sind die jungen Männer und wer hat sie dort deponiert? Es stellt sich heraus, dass es sich bei den beiden wohl um Flüchtlinge handelt. Die Ermittler vom LKA Georg Kunze, Tom Neumann und der Kollege Maier beginnen ihre Nachforschungen. Und treten dabei so ganz zufällig zwei Mafia-Bossen auf die Füße…

    Meine Meinung: Im zweiten Teil mit den Ermittlern geht es gleich richtig zur Sache. Schnell wird klar, dass es hierbei um groß angelegte Schlepperbanden handelt, die sich eine goldene Nase damit verdienen, die Flüchtlinge zu transportieren. Die Trickkiste, um diese zu verstecken, wird immer größer. Und dabei ist es denen auch egal, wenn den Transport nicht alle überleben. 

    Erschreckend wird hier aus Sicht eines jungen Arztes aus Syrien dargestellt, wie so eine Flucht abläuft. Und wie gefährlich nur alleine die Überfahrt über das Mittelmeer ist. Natürlich kennen wir alle die Bilder aus dem Fernsehen, aber hier so ein Einzelschicksal im Genauen nachzulesen, hat mich zumindest sehr erschüttert. Das sind Menschen, die alles verloren haben und ihr letztes Geld den Schleppern in den Rachen werfen, um irgendwo in Frieden leben zu können.

    Die Ermittler müssen am Anfang ohne Jutta Stern auskommen, die sich noch in Indien aufhält, da sie ihren Vater sucht. Kurz vor dem Heimflug nach Österreich passiert ihr aber auch noch etwas Schlimmes. Die Geschichte von Jutta, die im ersten Teil „Als Gott schlief“ schon ein wenig erzählt wird, ist mir in diesem Band besonders ans Herz gegangen. Auch die Beziehung zwischen Tom und ihr verkompliziert sich. Manche mögen das ja nicht so gern, wenn viel aus dem Privatleben der Ermittler berichtet wird, aber in diesem Fall gefällt mir das, weil mir Jutta, Tom und Georg mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind. Insgesamt eine „runde Sache“.

    Der Schreibstil ist sehr schön und ausführlich. Die Kapitel werden immer aus anderen Perspektiven erzählt, das macht die Geschichte wirklich spannend. Die Autorin beschreibt die Flucht des Syrers Samir und später auch die seiner Mutter Nesrin so authentisch, dass ich wirklich mitgelitten habe. Man merkt, dass Jennifer B. Wind hier gut recherchiert hat. Die Flüchtlingsproblematik ist nicht neu, aber leider auch noch nicht Geschichte und das macht das Buch für mich, auch wenn es bereits 2016 erschienen ist, hochaktuell.

    Das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es Hoffnung macht. Auf ein besseres Leben für alle. Irgendwie schafft Jennifer es immer wieder, dass ich mir zum Schluss die Tränen verdrücken muss, da mich das emotional total mitnimmt. Und das macht für mich den besonderen Stil dieser tollen Autorin aus, danke sehr für ein tolles Lese-Erlebnis! 

    Mein Fazit: Auch der zweite Band um die Ermittler Jutta Stern, Tom Neumann und Georg Kunze konnte mich wieder total fesseln! Fast atemlos und immer mit Tränen in den Augenwinkeln bin ich durch das Buch geflogen. Gut recherchiert und spannend zu Papier gebracht, das Buch muss unbedingt gelesen werden! 

  6. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783499266829)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 320 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)

    ISBN-13: 978-3499266829

    Preis: 11,00 €


    Spannender Krimi und mehr


    Inhalt:

    Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet. 


    Meine Meinung:

    Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt. 


    Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran.  Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.


    Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.


    Die Reihe:

    1. Kühn hat zu tun

    2. Kühn hat Ärger

    3. Kühn hat Hunger


    ★★★★★

  7. Cover des Buches Wie ein Schatten im Sommer (ISBN: 9783570314395)
    Adriana Popescu

    Wie ein Schatten im Sommer

     (51)
    Aktuelle Rezension von: booklover_2111

    Persönliche Meinung 

    Wie ein Schatten im Sommer mag vielleicht aussehen wie ein leichter Sommerroman, doch das Buch ist weit mehr. Es beinhaltet Themen wie Rassismus, das Anderssein und Orientierungslosigkeit. All diese Dinge machen dieses Buch so wirklich, echt so greifbar.

    Denn wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich meinen, Walddorf mit all seinen Bewohnern und Problemen gibt es wirklich.

    Und auch die Hoffnung auf eine Welt in der jeder willkommen ist, egal wer er oder sie ist und wo diese Personen herkommen, findet man auch in unserer realen, heutigen Welt immer wieder.


    Charaktere und Schreibstil

    Der Schreibstil war leicht und tiefgründig zugleich. Walddorf mit seinen Maisfeldern und seinem Badesee wurde so beschrieben, dass ich immer ein klares Bild im Kopf hatte, wo sich die Charaktere gerade befinden.

    Vio, Vio war mir als Protagonistin sehr sympathisch und ich bewundere sie um ihre Kraft und ihren Mut sich nicht unterkriegen zu lassen.

    Konstantin, bei Konstantin war ich mir lange nicht sicher, was ich von ihm halten soll, aber zum Schluss hat sich gezeigt, dass er im Grunde schon gut ist und nur manchmal einen Stoß in die richtige Richtung braucht.

    Und meine Lieblingsperson in diesem Buch war Mone, einfach weil sie immer sie selbst war!


    Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen! 

     

  8. Cover des Buches Der unerbittliche Gegner (ISBN: 9783462049381)
    Voosen | Danielsson

    Der unerbittliche Gegner

     (32)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Nyström und Forss, Band 5: Der verstümmelte Körper einer Frau wird unter der Eisdecke des Sees in Småland gefunden. Kommissarin Ingrid Nyström und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf. Wenige Tage später wird ein junger Familienvater heimtückisch getötet. Mordopfer, -waffe und Tatort waren unterschiedlich, doch die Fälle werden aufgrund der zeitlichen Nähe trotzdem miteinander abgeglichen. Dann wird ein weiterer Toter gefunden…

    Erster Eindruck: Das Cover wirkt – wie von dieser Reihe gewohnt – kalt, bedrohlich mit einem Adler; passt sehr gut.

    Dies ist Band 5 der Reihe; er lässt sich ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Der Blickwinkel ändert immer wieder, mal aus Sicht der Chefin, dann aus Sicht von Stina Forss oder anderen Personen – sehr lebhaft, aber auch komplex. Der Prolog ist mysteriös und macht neugierig auf die Geschichte. Sie spielt in der Gegenwart in Schweden und es gibt Rückblenden ein paar Jahre zurück in Afrika.

    Die Arbeit geht in Växjö seinen gewohnten Gang. Das Team um Ingrid Nyström ist gut eingespielt, auch Kent Vargen hat sich gut eingegliedert. Mir war er schon im letzten Band nicht so geheuer; er hat ein Medikamentenproblem, unterdrückte Aggressionen und eine Zwangsstörung. Doch das ist noch nicht alles. Ingrid mag ich seit dem ersten Band, nur verstehe ich nicht, wieso sie es sich so schwer macht, am Leben ihrer Tochter teilzunehmen. Stina ist… nun ja, ich gehöre nicht zu ihren grössten Fans – da hat sich ebenfalls nichts geändert. Ihre Sozialkompetenz ist unterentwickelt und sie scheut sich davor, andere ins Vertrauen zu ziehen. Bei ihr wird wiederholt eingebrochen, aber nichts gestohlen. Wer tut das? Will diese Person Stina Angst machen? Wieso holt sie nicht Hilfe?
    Sehr interessant waren Einblicke in ein raffiniert geschütztes Computerprogramm, das Labyrinth genannt wurde. Dieses Programm war nicht einfach passwortgeschützt, sondern durch eine Auswahl von Bildern, die nur demjenigen etwas sagt, der die versteckten Daten schützen will. Wenn beim ersten Schritt das richtige Bild von zweien angewählt wird, wird der Bildschirm schwarz und sodann erscheinen neu vier Bilder zu einem neuen Thema – dann acht, 16, 32, 64. Doch welches Bild von zig Handtaschen oder Autos ist nun das richtige? Wer falsch tippt, fällt raus. Nach einer gewissen Anzahl Fehlversuche blockiert das System. Was die Technik heutzutage alles kann…

    Fazit: Das Buch war ein wahrer Pageturner und ich musste einfach immer weiterlesen. Die Beschreibungen waren wie gewohnt sehr detailliert und so entstanden unschöne Bilder vor meine geistigen Auge. Wer Lektüre zur Entspannung sucht, ist hier falsch, denn hier gibt es nur Spannung satt. Hass, Gier, Fremdenfeindlichkeit – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Von mir gibt es die maximale Anzahl Sterne. Ich freue mich auf den nächsten Band, muss aber vorher ein bisschen durchatmen.

  9. Cover des Buches Nicu & Jess (ISBN: 9783958541061)
    Sarah Crossan

    Nicu & Jess

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Grossstadtheldin
    Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

    Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch den Empfehlungstisch in der Bibliothek. Ich hatte von Sarah Crossan bereits » Eins « gelesen und mich dabei in ihren Schreibstil verliebt. Nun war ich besonders gespannt auf » Nicu & Jess «, da sie es gemeinsam mit einem anderen Autoren geschrieben hatte.

    Handlungsüberblick:

    Das Buch erzählt eine ganz besondere Liebe zwischen Nicu, der mit seinen Eltern aus Rumänien nach England geflohen ist und Jess, die nur zu gerne ihrem Familienchaos entfliehen würde.

    Mein Bucheindruck:

    Dieses Buch überzeugt vollständig durch seine coole Aufmachung. Das Neonpink auf dem weißen Cover ist ein echter Hingucker. Außerdem sind die Seiten an den Rändern in derselben neonpinken Farbe eingefärbt, was mir unsagbar gut gefällt und sich von der Masse abhebt!

    Mein Leseeindruck:

    Das Buch hat mich tief bewegt, während die Seiten nur so dahin flogen. Ich denke, es leistet einen großen Beitrag zum Thema Toleranz und Akzeptanz und ist daher sehr lesenswert. Die Geschichte bietet viel Stoff zum Nachdenken.
    Die beiden Protagonisten sind durch die besonderen Schreibstile sehr greifbar und wuchsen mir schon nach wenigen Seiten unheimlich ans Herz. Mitzuerleben, wie sich diese zarte Liebesgeschichte entspann, war einfach etwas ganz Besonderes. Die Lektüre glich einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe mit Nicu und Jess gelitten, himmelhoch gejauchzt und mich über ihre Wortspiele gefreut. Das bittersüße Ende des Buches ließ mich schließlich einige Tränen verdrücken, während zugleich ein zartes Lächeln an meinen Lippen zupfte.

    Mein Eindruck vom Schreibstil:

    Ich habe das Buch innerhalb von zweieinhalb Stunden inhaliert! Der Schreibstil von Sarah Crossan ist unverwechselbar! Ihn ergänzt mit Brian Conaghans Schreibstil zu lesen war einfach eine Wucht! Das Buch hat eine tolle Dynamik in den Erzählperspektiven! Mich hat es sehr beeindruckt, wie toll die beiden unterschiedlichen Erzählstimmen von den beiden Autoren herausgearbeitet wurden. Man weiß ganz genau, welcher Erzählabschnitt von Nicu und welcher von Jess erzählt wird. » Nicu & Jess « ist eine wortgewaltige Erzählung mit einem hinreißenden Schreibstilmix.

    Mein Abschlussfazit:

    Die Geschichte von Nicu und Jess ist etwas ganz Besonderes und wird auf eine einzigartige und berührende Art erzählt. Wer das Spiel mit unterschiedlichen Erzählerstimmen schätzt, wird dieses Buch lieben! 
  10. Cover des Buches Winter so weit (ISBN: 9783841503985)
    Peer Martin

    Winter so weit

     (37)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Der erste Band hat mir sehr gut gefallen. Das Coverbild ist okay und den Titel finde ich gut.

    Von der Fortsetzung war ich dann doch sehr enttäuscht und ich habe es abgebrochen. Es war mir einfach zu langatmig geworden obwohl der Schreibstil immer noch gut ist.

    Nuri kann ich mit ihrer Sehnsucht und Rastlosigkeit gut verstehen. Aber gerade die Zeit in Syrien hat mich irgendwie so gar nicht gepackt.

    Ich habe es jetzt erst einmal abgebrochen und werde es in einiger Zeit noch mal lesen. 

    Gut gefällt mir, dass immer zum Ende eines Kapitels Stichworte zum googlen aufgelistet sind. 



  11. Cover des Buches Engel aus Eis (Ein Falck-Hedström-Krimi 5) (ISBN: 9783548287201)
    Camilla Läckberg

    Engel aus Eis (Ein Falck-Hedström-Krimi 5)

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Auch in diesem Kriminalroman um Kriminalkommissar Patrik Hedström ist es wieder spannend bis zum Schluß. Patrik ist im Erziehungsurlaub und kümmert sich um Maja. Doch bei einem Einsatz treffen die Kommissare unterwegs zufällig Patrik und bitten ihn mitzukommen um sich den Tatort anzusehen. Zwei Jugendliche sind in das Haus des ehemaligen Geschichtslehrers Erik Frankel eingebrochen und haben dort dessen Leiche gefunden. Frankel wurde ermordert. Erika wird unbewußt in die Sache mit hineingezogen: sie hat beim Ausräumen der Sachen ihrer Mutter ein Nazikreuz gefunden und dies um nähere Betrachtung an Erik Frankel weitergegeben um genaueres darüber zu erfahren und nun ist Frankel tot.

    Durchaus wieder spannend geschrieben und ich konnte das Buch keine Sekunde aus der Hand legen. Mir hat hier ganz gut gefallen, dass dieses Mal Erika mehr im Zentrum der Geschichte gestanden hat und auch sehr viel selber ermittelt hat.

  12. Cover des Buches Fremdland (ISBN: 9783442488049)
    Philipp Reinartz

    Fremdland

     (22)
    Aktuelle Rezension von: camilla1303
    Der Kriminalroman „Fremdland“ von Philipp Reinartz ist 2018 im Goldmann Verlag erschienen.

    Jerusalem „Jay“ Schmitt von der Neunten Mordkommission für besondere Fälle wird zu einer Mordermittlung in einer Seniorenresidenz gerufen. Neben der Leiche, die in ihrem Zimmer ermordet wurde, findet sich eine rätselhafte Botschaft. Zeitgleich ermittelt er in einem Fall aus der Vergangenheit und sein eigener Vater scheint ein Verdächtiger zu sein. Fremdenhass und Polizeigewalt werden authentisch thematisiert.

    „Fremdland“ ist der zweite Band der Reihe rund um den Ermittler Jerusalem „Jay“ Schmitt. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Immer wieder eingebaute Rückblenden erschließen sich den LeserInnen nur nach und nach und haben mich, auf Grund der fehlenden Zeitangabe, beim Lesen mehr als einmal verwirrt. Immer wieder wird man beim Lesen auf die falsche Spur geführt, bis sich am Ende alle losen Enden zusammenfügen und man sprachlos zurückbleibt.

    „Fremdland“ ist meiner Meinung nach ein intellektueller Krimi mit authentischem Schreibstil, der beim Lesen die ganze Aufmerksamkeit der Lesenden fordert.
  13. Cover des Buches Mission Hollercamp Band 1 - Der unheimliche Fremde (ISBN: 9783958541672)
    Lena Hach

    Mission Hollercamp Band 1 - Der unheimliche Fremde

     (76)
    Aktuelle Rezension von: die_magische_buecherwelt

    Durch die kurzen knackigen Kapitel fliegt man regelrecht durch das Buch. Und doch kommt ein schönes Campingfeeling rüber. Der Schreibstil ist auch sehr knackig.

    Die Randnotizen von Emily, finden wir klasse und die kleinen Illustrationen lassen ein schmunzeln. 

    Sehr gut ist auch das in dieser Geschichte viele Themen aus dem echten Leben aufgegriffen wird, zum Beispiel: Containern, das Aussehen der Menschen, ob es die Hautfarbe oder die Herkunft ist. Dann der Streit zwischen den Eltern und Scheidungskinder. Sowie aber auch die Behinderung in vorm des Hörgerätes.

    Für Kinder ist es sehr schön zum mitraten, wer ist wer. 

    Das Ende ladet ein auf mehr ein und lässt viele Überraschungen offen.


  14. Cover des Buches A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer (ISBN: 9783347123793)
    S. Sagenroth

    A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer

     (47)
    Aktuelle Rezension von: moniques_buecherwelt

    Worum geht es?
    Das nächste Abenteuer von Sid und Chiara. Beide werden in den Sommerferien zu Mr. Tory nach London eingeladen und dieses Angebot nehmen beide nur zu gern an! Sie machen Pläne, was sie alles sehen und erleben möchten. Aber was wären Ferien, wenn nicht auch ein Abenteuer dabei rausspringt, oder? Sie lernen am Strand von Camber die drei Freundinnen Sarah, Nele und Emily kennen, sowie den Flüchtling Laith. Ein paar Tage später verschwinden Sarah und Emily plötzlich und mit ihnen auch Laith.

    Meine Meinung:
    Ich freue mich schon jedes Mal, wenn ich Sid und Chiara bei einem neuen Abenteuer begleiten darf. Ich mag die Spontanität der beiden einfach, ebenso wie ihre Gedankengänge.
    Sie begeben sich wieder mal auf eine nicht ganz ungefahrliche Reise mit dem Ziel Laith, Emily und Sarah zu finden. Dabei lernen sie wieder sehr interessante Menschen kennen und ich finde es großartig, wie gut auch hier die Charaktere und ihre Persönlichkeiten beschrieben werden! Der Schreibstil der Autorin fesselt mich jedes Mal mehr und bei den abenteuerlichen Reisen, vergesse ich die Zeit und alles um mich herum, weil ich einfach das Gefühl habe, ein Teil dieses Abenteuers zu sein.

    Das Setting ist auch hier wie immer super detailreich beschrieben und man bekommt jedes Mal mehr Urlaubsfeeling!

    Fazit:
    Ich hätte jetzt beinahe gesagt, es sei ein großartiges Finale von Sid und Chiara, aber dann entschied sich @s.sage noch einen vierten Band zu veröffentlichen!😅

    Also, dieser Teil passt wie angegossen in die Reihe, auch wenn er wieder in sich abgeschlossen und uns hängig der beiden vorangegangenen Bände lesbar ist! Für mich volle 5⭐ wert! Und jetzt bin ich wirklich gespannt was in Band 4 auf mich wartet, denn er spielt in der aktuellen C-Zeit.🙊

  15. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312995)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (704)
    Aktuelle Rezension von: hummmel

    finished: 01. Januar 2021


    Ein total wichtiges Buch, welches für alle Altersgruppen wissenswert sein wird. Zugegeben maßen ist der Schreibstil sehr auf  die 2010er abgestimmt & viele der Trends sind jetzt schon nicht mehr relevant, weswegen das Lesen manchmal etwas unangenehm wurde. Aber das hält eine 5/5 Bewertung dennoch nicht auf

  16. Cover des Buches Post von Karlheinz (ISBN: 9783328102724)
    Hasnain Kazim

    Post von Karlheinz

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Heutzutage wird man, sofern man es möchte, mit Nachrichten, Artikeln und Einträgen in diversen Foren überhäuft. Gewisse Themen sind ein gesellschaftlicher Dauerbrenner wie z.B. Politik, Migration und Demokratie (zumindest in Deutschland/Österreich). 

    Der Journalist Hasnain Kazim hat seit Anfang der 90iger Jahre immer wieder Post von wütenden und rechtsorientierten Menschen bekommen. Ein Potpourri an diversen Nachrichten von erbosten Menschen die ihm geschrieben haben, hat er in diesem Buch veröffentlicht.
    Beim Lesen dieser Nachrichten die Hr. Kazim bekam, bekam ich zeitweise Gänsehaut bzw. musste ich etwas schmunzeln. Gänsehaut bekam ich, wenn ich die Nachrichten von Menschen las die blindwütig in die Tasten hauten und ihrer Dummheit freien lauf ließen. Schmunzeln musste ich wenn sie als Antwort getrollt wurden und es ihnen schlagartig die "Tastatur verschlug". Die Art und Weise wie er auf diese Nachrichten antwortete fand ich zeitweise provokant und auch wieder passend. Auch dass er sich die Zeit nahm und nicht nur zwei Zeiler schrieb, sondern sich wirklich Gedanken machte wie und was er antwortete beeindruckte mich. 

    Ich kann dieses Buch jenen Menschen empfehlen denen es nicht egal ist wie man mit "Fremden" umgeht. Überlegt und liberal auf Hass und Vorurteile antwortet bzw. diskutiert. Auch ist es ein Buch wo man sich selbst reflegtieren kann. Wie fremdenfeindlich bin ich? Kenne ich meine eigene Religion (wenn man einer Religion angehört)? In welcher Gesellschaft möchte ich leben bzw. was kann ich tun um sie gut zu herhalten?

  17. Cover des Buches Der Fluch - Bachmann ist King - Stephen King ist Bachmann (ISBN: B00HP33SDQ)
    Richard Bachmann

    Der Fluch - Bachmann ist King - Stephen King ist Bachmann

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ein Rechtsanwalt lebt den amerikanischen Traum: Er hat eine perfekte Familie, er ist Partner in seiner Kanzlei geworden und hat sich einen ordentlichen Wanst angefuttert. Als ihm eine alte Sinti vors Auto läuft, während er unachtsam ist, als seine Frau ihm während der Fahrt einen Handjob leistet, bricht das Unheil in seine Idylle ein: "Dünner" raunt ihm ein alter Zigeuner zu, als er frisch freigesprochen von seinem Richterkumpel das Gerichtsgebäude verläßt. Er verliert seitdem wahnsinnig viel Gewicht, und nur der tödlich beleidigte Alte kann den Fluch von ihm nehmen. Letztendlich bekommt jeder, was er sich verdient hat! ...Die Verfilmung gilt nicht als besonders gelungen, mit der neuen Tricktechnik wäre bestimt noch einiges mehr drin!

  18. Cover des Buches Bretonisch mit Meerblick (ISBN: 9783740807962)
    Gabriela Kasperski

    Bretonisch mit Meerblick

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Ein Haus in der Bretagne, ein Traum von Vielen. Tereza Berger, eine Schweizerin, vierzig und geschieden erbt überraschend ein altes Haus auf der malerischen Halbinsel Crozon. Eigentlich will sie es gleich wieder verkaufen. Je länger sie sich jedoch vor Ort aufhält, desto mehr verliebt sie sich in das raue Land und seine Menschen.

    Da wird eine Leiche am Strand angespült. Tereza war die Letzte, die den Verstorbenen lebend gesehen hat. Sogleich gerät sie in Verdacht, etwas mit seinem Ableben zu tun zu haben. 

    Vor dem Hintergrund einer alten Sage lässt die Autorin ihre facettenreichen Figuren agieren, geizt nicht mit imaginären Bösewichten und lässt Neid, Eifersucht und Geldgier als Antriebsfedern immer wieder neue Impulse geben. Es wird viel mit gespaltener Zunge gesprochen. So weiß der Leser nie, wem er trauen kann und darf. Denn irgendwie scheint jeder als Täter in Frage zu kommen. Da gibt es die ominösen Kapuzenträger, die nicht nur Tereza in Angst und Schrecken versetzen. Wo sie auftauchen, ist immer Ärger vorprogrammiert. Die Frauenbewegung am Ort versucht dagegenzuhalten, doch auch da scheint Eskalation vorprogrammiert zu sein.

    Dieser Krimi startet recht gemächlich, die Handlung wirkt eher wie ein Urlaubsroman. Der eigentliche Kriminalfall steht nicht so im Vordergrund. Vielmehr geht es um den bretonischen Lokalkolorit und die Menschen. Die Charaktere sind vielfältig ausgeschmückt, ihre Eigenarten lassen sich gut erkennen und wir bekommen ein buntes Menschenbild geliefert, bei dem auch die Lebensgewohnheiten der Bretonen deutlich werden. Diese hat die Autorin gut recherchiert und reell herübergebracht.

    Interessant sind vor allem die Figuren. Tereza, die neutrale, leicht naive Schweizerin; Ayala, eine südafrikanische Surflehrerin; der schottische Kommissar Gabriel Mahon; Terezas bereits erwachsene Kinder und sympathische, aber auch kauzige Einheimische.

    Mit einem Kriminalroman hat das Ganze allerdings wenig zu tun. Die Spannung hält sich in Grenzen. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Die Handlung dennoch ansprechend und mit einem guten Spannungsbogen erzählt.

    Das Grundgerüst bei solchen Krimis ist oft gleich:  Es gibt mindestens eine Leiche und es wird ermittelt. An Gabriela Kasperskis Krimi gefällt mir die leichte, lässige Art. Die Geschichte ist wie die Hauptfigur: nicht gar zu zielstrebig, dafür sympathisch, nicht aufdringlich, sondern tolerant, neugierig, interessiert, offen. 

    Der ermittelnde Kommissar ist leider ein eher stereotyper Typ Richtung einsamer, geheimnisvoller Wolf mit vermutlich zarter Seele. Darüber lässt sich jedoch hinwegsehen, da es zahlreiche andere Nebenfiguren gibt, die gut entworfen und hervorragend in die Handlung eingewebt sind. 

    Bedauerlicherweise blieben die Unterhaltungen der Romanfiguren kurz und knapp und auf das Nötigste beschränkt. Einerseits mag das verlockend klingen, wenn es einer nicht so mit weitschweifig gehaltenen Dialogen hat. Doch andererseits lernt der Leser die Romanfiguren ja auch anhand ihrer geführten Dialoge besser kennen. Abgesehen von Tereza, der Hauptfigur, die die Geschichte in „Ich-Form“, also aus ihrer Sicht erzählt, bleiben die übrigen Akteure des Romans ziemlich blass und zu schablonenhaft dargestellt.

    Daher hätte ich mir gewünscht, dass Gabriela Kasperski ihr Augenmerk verstärkt auf die Charakterisierung ihrer Romanfiguren gelenkt hätte. Etwas mehr Tiefgang und Eigenwilligkeit hätte dafür gesorgt, dass der Leser mehr Empathie mit den agierenden Personen hätte empfinden können. Dass die Leser mit so vielen verschiedenen Akteuren konfrontiert werden, die sie im Geiste erst einmal sortieren müssen, macht das Ganze nicht besser.

    Zudem hat die Autorin (zu) viele französische Sätze, Redewendungen und ähnliches in ihren Text eingebaut. Vermutlich in  der Überzeugung, ihrem Roman dadurch die nötige Prise bretonisches Flair zu verleihen. Außerdem isst und trinkt die Heldin beinahe ständig irgendwelche französischen oder bretonischen Köstlichkeiten, was durchaus seinen Reiz hat und bei dem Leser sicherlich für leichte Heißhungerattacken sorgen mag. Dennoch erschien mir diese Vorgehensweise einfach zu platt.

    Ein weiterer Kritikpunkt war, dass der Krimi zu schnell aus und aufgelöst war. Die Ermittlungen hätten noch länger dauern und ausführlicher sein können. Der Beginn war so vielversprechend: Da waren die zwei Toten erst einmal Nebensache. Die Handlung sprühte vor Witz und dann dieser etwas schnelle Schluss. Das fand ich etwas schade. Irgendwie war der Fall auch nicht richtig aufgelöst. Am Schluss hatte ich dann den Eindruck, dass noch ein paar offene Fragen blieben.

    Was bleibt, ist ein Wohlfühlkrimi mit Urlaubsfeeling. Die große Liebe, die die Autorin mit der Bretagne verbindet, ist zwischen den Zeilen spürbar. Gut geeignet, als Einstimmung auf Land und Leute, ein Buchtipp für den Sommerurlaub in der Bretagne. Beim Lesen stand ich quasi hinter Tereza Berger und habe mit ihr aufs Meer geblickt, die wilde Küste der Bretagne bewundert und frische Croissants gefuttert. Allerdings mag ich meinen Kaffee lieber schwarz.

  19. Cover des Buches Die verbotene Geschichte (ISBN: 9783426513354)
    Annette Dutton

    Die verbotene Geschichte

     (69)
    Aktuelle Rezension von: JaninaBernstein

    Kurzzusammenfassung:

    Die Kölner Ärztin Katja ist emotional am Ende: Nach dem Tod ihres Mannes Michael vor mehreren Jahren hat sie sich abgekapselt - sie lässt niemanden an sich ran. Doch dann soll der Leichnam, einer ihr unbekannten Verwandten namens "Phebe Parkinson" verlegt werden - sie beschließt dieser Zeremonie beizuwohnen und reist nach Papua - Neuguinea. So entkommt sie einerseits Großvater Alberts Geburtstag und beschießt gleichzeitig zu der Unfallstelle zu reisen, bei der ihr Mann Michael ums Leben gekommen ist - in Tasmanien, bei einem Hubschrauberabsturz. In Papua- Neuguinea angekommen hat Katja mit den Einheimischen zu kämpfen, denn: Sie sagen Katjas Familie sei verflucht. Katja beginnt zu recherchieren, über ihre Familie, über Phebe aber auch über Phebes beste Freundin Johanna. Katja schafft es mit Hilfe von alten Briefen, Verwandten von Johanna und den Einheimischen die Machenschaften ihrer Familie aufzudecken und so ein klares Bild ihrer Vorfahren zu konstruieren. Was sie entdeckt erschüttert sie und auch ihre Familie.

    Meinung:

    1. Story:

    Die Story rund um Katja von Beringsen, Johanna Kiehl (später Hunter) und Phebe Parkinson ist ein schönes Konstrukt. Hier treffen verschiedene Ereignisse und Verkettungen, welche die drei Frauen zusammen bringt, auf einander - auch, wenn Johanna und Phebe längst tot sind, als Katja die Geschichte rund um ihre Familie und die beiden Frauen entdeckt. Jedoch ist die Story teilweise sehr schwer zu fassen/ greifen. Hierzu komme ich im nächsten Punkt.

    2. Stil:

    Annette Buttons Schreibstil ist sehr einfach und verständlich. Es gibt keine Schachtelsätze, die die Story verkomplizieren oder es schwerer machen, den Inhalt zu fassen. Leider ist die Art der Darstellung etwas komplizierter. Button arbeitet mit vielen verschiedenen Protas, Zeiten und Darstellungsarten: Katja Beringsens Story befinden sich in der Gegenwart, Phebe und Johannas Story in der Vergangenheit und dann gibt es noch ein paar Personen, die in der Zeit springen bzw. die in der Gegenwart noch existieren, zu denen es aber ebenfalls eine Story/ eine Szene in der Vergangenheit gibt. Soweit, so gut - nichts, was zunächst kompliziert erscheint. Jedoch werden zu der Hauptstory, rund um die Gegenwart und Katja, immer wieder Briefe, Artikel oder Nebenstorys zu Johanna oder Phebe ergänzt. Was die Story komplizierter macht: Diese Ergänzungen sind nicht in chronologischer Rheinfolge, sondern teilweise sehr durcheinander. Man ist immer wieder gezwungen zurück zu blättern und zu schauen, in welcher Zeit man sich gerade befindet und ob das Gelesene schon passiert ist oder ob die Szene, die man gerade ließt, noch vor dem bereits Gelesenen angesetzt wurde. Das macht es teilweise super schwer der Story zu folgen. Hinzu kommen die verschiedenen Stämme, welche in Papua- Neuguinea, angesiedelt sind und verschiedene Kriege - auch hier: Sehr schwer zu durchblicken und nachzuvollziehen.

    3. Figuren:

    Die Prota Katja Beringsen ist für mich leider nicht ganz greifbar. Sie ist sehr undurchsichtig und reagiert in vielen Situationen zickig und ist sehr schnell eingeschnappt - für mich leider nicht verständlich. Ebenfalls wird die Beziehung zu Christoph Lambert, ihrem Chef in dem Krankenhaus St. Mary´s, nicht ganz deutlich. Am Ende sind diese zusammen - zu keiner Zeit merkt man ein Knistern zwischen den beiden. Daher kam die Beziehung recht plötzlich und unerwartet. 

    Super finde ich die klare Abgrenzung zu Katjas Familie. Die Eltern, werden meistens mit dem Vor- und Zunamen genannt. Das zeigt die persönliche und emotionale Distanz zu einander. Ebenfalls finde ich Bibi "Heinrich von Beringsen", wie auch sein Sohn und Katjas Großvater "Albert von Beringsen" super ausgearbeitet. Beide sind berechnend und grausam - das hebt sie klar von dem Rest der Familie ab. Leider ist das Motiv von Bibi oder auch Heinrich Beringsen nicht ganz so stark, seine Herkunft zu vertuschen. Macht, Geld und Einfluss ist ein recht schwaches Motiv, wie ich finde. Dafür ist er über Leichen gegangen.

    Fazit:

    Alles in allem, ist die Geschichte an sich eigentlich interessant. Jedoch muss ich klar sagen, dass ich eher Sympathie für Johanna und Phebe hege und mit Katja als Hauptprota nicht wirklich viel anfangen kann. Ebenfalls ist die Story nicht ganz so spannend erzählt. Viele der Ereignisse haben mich nicht überrascht oder gepackt. Daher konnte ich die Euphorie, die Katja über ihre Erkenntnisse und Funde der Familiengeschichte gemacht hat, nicht wirklich teilen. Ich würde diese Geschichte leider nicht weiter empfehlen.

  20. Cover des Buches Inside AFD (ISBN: 9783958902039)
    Franziska Schreiber

    Inside AFD

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Readers_love

    Dieses Buch offenbart spannendes und interessantes Wissen zu Partei und Personen innerhalb der AfD.

    Personen und Handelnde der Partei werden vorgestellt und der Weg der Partei von Gründung bis 2018 erläutert und das ist durchaus wissenswert.

    Ich bin mit einer gewissen Skepsis an das Buch heran gegangen. Und auch wenn ich nicht in Allem der Autorin zustimme ist es durchaus spannend und teils schockierend was berichtet wird. 

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört,  gelesen von der Autorin selbst und auch das ist durchaus hörenswert.

  21. Cover des Buches Roh (ISBN: 9783958901797)
    Uli T. Swidler

    Roh

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Sontho
    Das Cover ist sehr duster gehalten.Da fällt das im Licht stehende Kreuz, fast wie ein schiefstehender Grabstein ins Bild. So gesehen passen Cover und Buch gut zusammen.Uli T. Swindler führt uns in eine Welt in der Fundamentalis, Rechtsradikalismus und Terrorismus zu Hause sind. Gekonnt eingeflochten sind die zur Zeit oft zu findenden Stammtischparolen. Der Inhalt bietet neben guter Unterhaltung viel Stoff zum Nachdenken. Im Zentrum des Geschehens steht Streifenpolizist Carl Gruber, der während eines Einsatzes in eine gezielt für ihn gestellte Falle tappt. Dabei wird mit seiner Dienstwaffe ein 15jähriger türkischerJunge erschossen. Das geschieht in einem Viertel, dass bei der Polizeieher als No Go Area gilt. Hier gilt Meti Arslan´s Wort als Gesetz.Im Zuge der nachfolgenden Ermittlungen kommt es zwar zu keiner Verurteilung Grubers. Aber er muß seine Arbeit für die Polizei aufgeben, und arbeitet seidem als Privatdetektiv. Das seine ersten Klienten schon einen eher radikalen Hintergrund haben,erfährt er erst gegen Ende der Geschichte.Seine Ehe bleibt auch auf der Strecke. Gruber stellt auf eigene Faust Ermittlungen an. Dabei kommt ihm seine Kollegin Lena Gülec nach anfänglichem Mißtrauen doch zu Hilfe.Sehr schnell schon kommt Gruber ins Visier der Caring Christians. Diese Vereinigung ist ein weltweit operierendes Netzwerk mit christlich fundamentalistischen Hintergrund. Gruber gerät zwischen die Mühlsteine, hier die Parallelwelt Arslansund dort die Caring Christians Das Buch hat mich durch seinen mitreissenden Stil und seine dochsehr aktuelle Thematik sehr schnell in seinen Bann gezogen. Der Protagonist Gruber ist zu Beginn alles Andere als einSymphatieträger. Doch er durchläuft eine erstaunliche Wandlung, die ihn besondersgegen Ende der Geschichte doch noch richtig punkten lässt. Die anderen Charaktere der Geschichte sind ebenfalls vielseitig angelegt. Sie lassen Raum für überrschende Entwicklungen.Die Themen Fundamentalismus und Rechtsradikalismus werden in den Erzählsträngen der Geschichte sachlich und mit moderaten Worten behandelt. Das entwickelte Szenario wirkt glaubwürdig und am aktuellen Tagesgeschehen angepasst. Die verschiedenen Charaktere sind gut und glaubwürdig in das Geschehen einbezogen.Dazu trägt auch die hevorragende Recherche des Autors bei. Der Spannungsbogen der Geschichte wurde durch das Zusammentreffender verschiedene Charaktere immer wieder hochgeschraubt. Dies gipfelt in einem spektakulären Finale. Alles in Allem ist es ein Thriller mit Suchtcharakter.
  22. Cover des Buches Blaues Gold (ISBN: 9783954006052)
    Alice Frontzek

    Blaues Gold

     (18)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber
    Kurzbeschreibung Der 30-jährige Krieg bedroht den Erfurter Waidhandel. Nur Florian und Caterina Seber erweisen sich als geschickte Händler des traditionsreichen Blaufärbemittels – zum Neid der Zunftbrüder. Dann kehrt Florian von einer Handelsreise nicht zurück und Caterina steht vor der schwierigen Aufgabe, den Handel gegen den Widerstand der Zunft weiterzuführen. Sie muss sich über die Waidordnung hinwegzusetzen, egal, welche Konsequenzen das für sie haben wird.
    Meinung Mittendrin mag ich es ganz gerne, mal einen historischen Roman zu lesen. Als ich die Anfrage vom Sutton Verlag bekam, konnte ich nicht wider stehen und machte mich voller Neugierde an „Blaues Gold“. Ich muss sagen, die Geschichte rund um Florian und Caterina Seber habe ich schon öfters so ähnlich gelesen, dennoch fühlte ich mich unterhalten.
    Schon von der ersten Seite an wurde ich mitten in das Geschehen im Jahre 1630 eingeführt. Ich erfuhr viel über die Lebens- und Arbeitsweisen der Einwohner Erfurts. Vor allem über den Waidhandel und das ganze Drum herum wurde von der Autorin sehr detailliert dargestellt. Im Mittelalter war das Leben ja meiner Meinung nach nicht so prickelnd. Viele Intrigen wurden gesponnen und wenn man sich einen Fehler leistete, konnte es dazu kommen, getötet zu werden. Vor allem Frauen hatten keinen leichten Stand. Schnell waren sie als Hexe verschrien und wurden hingerichtet.
    So geschah es auch mit Caterina. Als ihr Mann Florian von einer Reise nicht mehr lebend heim kam, wollte sie das Geschäft übernehmen und weiter führen. Leider gestaltete sich dies als schwierig. Es gab viele Neider und unrechtmäßige Unterstellungen, die dazu führten, dass Caterina als Hexe verurteilt wurde. Zum Glück hatte sie doch ein paar Freunde, die ihr zur Flucht halfen……
    Frau Frontzek hat gekonnt die Gefühle und Emotionen, vor allem die Sorgen und Ängste der Menschen, gut dargestellt. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen, einfach und flüssig ging das Buch zu lesen. Kurze Kapitel mit der Zeitdauer, welches spielt und eine normale Schriftgröße machten es zu einem gelungenen Werk.
    Die Charaktere waren mir dann aber leider etwas zu unscheinbar. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren und somit konnte ich mich mit keinem so richtig verbunden fühlen. Auch die Umgebungsbeschreibungen hätten meiner Meinung nach besser sein können.
    Cover Ein eher unscheinbares Cover, dass ich in einem Buchladen höchstwahrscheinlich nicht zur Hand genommen hätte. In der unteren Buchhälfte die Stadt Erfurt und darüber der Titel in blau aufgedruckt.
    Fazit „Blaues Gold“ war für mich ein mittelmäßiger historischer Roman, mit einer doch schon bekannten Handlung. Flache Charaktere und eine etwas zu geringe Beschreibung der Umgebung lassen mich das Buch mit noch 3 von 5 Sternen bewerten.
  23. Cover des Buches Serafina – Das Königreich der Drachen (ISBN: 9783570402498)
    Rachel Hartman

    Serafina – Das Königreich der Drachen

     (289)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein super Fantasybuch mit einer gut durchdachten Handlung, die finde ich zumindest auch nicht allzu voraussehbar ist. Die Charaktere sind sympathisch (fand vor allem den Onkel klasse) und man kann mit ihnen mitfühlen. Sie sind also "greifbar" dargestellt. Persönlich fand ich auch die Beschreibungen in der Geschichte super (also wie die Umgebung beschrieben wird und die Drachen, etc.) Die Idee mit dem geistigen Garten fand ich mega und auch wie die Grotesken beschrieben werden ist einfach klasse. Ich finde es ist ein super Buch für Zwischendurch, vor allem wenn man Geschichten über Drachen (also viel Fantasy) mag.

  24. Cover des Buches Gegen den Hass (ISBN: 9783596522217)
    Carolin Emcke

    Gegen den Hass

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Sandra1975

    Ich habe das Buch als Plädoyer gegen die Romantisierung von Krisen gelesen und mochte sowohl den Schreibstil als auch die Gedankenführung. Es ist schon ein Weilchen her, seitdem ich das Buch gelesen habe, daher habe ich nicht alle Details präsent. 

    Krisenzeiten können eine Chance zur Veränderung sein, es gibt aber auch Menschen, die sich aus Angst in umso starrere Denkmuster zurückziehen. Daraus speist sich dann der Hass auf alle und alles, was diese Starrheit infrage stellt. Diese These (die meiner Meinung nach dem Buch zugrunde liegt) ähnelt der Begrifflichkeit, mit der Karl Jaspers seinerzeit den Marxismus beschrieb: Man habe eine bestimmte Notwendigkeit vor Augen, nach der sich die Geschichte entwickeln MUSS und lehne alles ab, was von dieser imaginierten Notwendigkeit abweiche. 

    Die Antwort gegen den Hass ist insofern Emckes Buch selbst. Es liefert keine fertigen Lösungen oder plakative Thesen. Es ist ein nachdenkliches, geradezu meditatives und ruhiges Buch. Ein diskursiver Gegenpol zu den grölenden, besserwisserischen Stimmen des postmodernen Populismus.


Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks