Bücher mit dem Tag "fremdenlegion"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fremdenlegion" gekennzeichnet haben.

46 Bücher

  1. Cover des Buches Zerschunden (ISBN: 9783426517895)
    Michael Tsokos

    Zerschunden

     (358)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.

  2. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (267)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Die Idee des Autors, das Jahr 1913 an Hand von Anekdoten und Erlebnissen von Zeitgenossen Revue passieren zu lassen, hat mich angesprochen.

     

    Besonders interessant ist, dass drei Massenmörder gleichzeitig in Wien waren: Hitler, Stalin (damals noch unter einem Geburtsnamen Josef Wissarionowitsch Dschugaschwilli) und Josef Brož, der sich später Tito nennt. Wissentlich getroffen haben sich die drei nicht. 

     

    Die anderen Erlebnisse und Ereignisse rund um Maler wie Egon Schiele, Gustav Klimt oder Pablo Picasso und Literaten wie die Brüder Mann, um nur einige zu nennen, sind hinreichend bekannt und bringen (zumindest mir) wenig Neuwert. 

     

    Der Leser von heute weiß, dass die großen Monarchien schwanken und sich eigentlich schon überlebt haben. Thronfolger Franz Ferdinand beschwört seinen Onkel, Kaiser Franz Joseph, die Unruhen auf dem Balkan, insbesondere in Serbien, ernst zu nehmen, aber keine militärische Intervention einzuleiten, Was antwortet der Kaiser: „Wir werden darüber nachdenken lassen.“ - Das Ergebnis ist bekannt: Franz Ferdinand nebst Gemahlin fallen am 28. Juni 1914 einem Attentat zum Opfer und die Welt taumelt in den Abgrund des Ersten Weltkriegs. 

     

    Meine Meinung:

     

    Ein bisschen liest sich das Buch wie der Jahresrückblick eines Lexikons. „Was geschah am...“ 

     

    In mehr oder weniger langen Sequenzen werden Ereignisse und Erlebnisse dokumentiert. Manche Stellen wirken langatmig. Der eine oder andere Einblick in das Leben der Künstler ist schon sehr privat. 

     

    Der Titel ist auch ein wenig irreführend, da die Zeit zwischen 01.01. und 31.12. 1913 beschrieben wird.

     

    Fazit:

     

    Hat mich leider nicht ganz überzeugt, daher nur 3 Sterne. 

     

  3. Cover des Buches Die dunkle Seite (ISBN: 9783442458790)
    Frank Schätzing

    Die dunkle Seite

     (298)
    Aktuelle Rezension von: Angel10

    - zweiter Golfkrieg, Fremdenlegion, Söldner, Psychopathen,


  4. Cover des Buches Draussen (ISBN: 9783550081811)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Draussen

     (224)
    Aktuelle Rezension von: leipzigermama

    Wieder mal ein Buch bei dem ich recht Zwiegestalten bin. Einerseits fand ich es gut Einblick in die einzelnen Charaktere zu erhalten. So bekamen Chayenne, Stephan und zwei ihrer Widersacher eine eigene Stimme. Abgerundet durch Auszüge aus einem Tagebuch dessen Besitzer erst zum Ende des Buches klar wird und auch wie wichtig dessen Inhalte für die Story tatsächlich sind. Doch leider überfordert einen der Wechsel zwischen den Personen gerade am Anfang doch etwas. Ich brauchte etwa die Hälfte des Buches, um mich wirklich auf den Erzählstil einzustellen. Ab da wurde es für mich schlüssig und die restlichen Seiten flogen nur dahin.

    Letztendlich fragte ich mich, warum Stephan mit den Kindern einen solchen Weg eingeschlagen hat. Warum er nicht anderweitig Hilfe gesucht und stattdessen ein Leben im Wald mit Outdoortraining sowie Waffenkunde vorgezogen hat. Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben. Ja, dann wäre das Buch sicher nicht so faszinierend. Aber letztendlich fand ich den Gegner dann doch zu schwach für eine solche Maßnahme.

    Ein interessanter Thriller. Aber leider keiner der mich nachhaltig vom Hocker haut. Also einfach mal was für ein kurzweiliges Lesevergnügen ohne großartig bleibenden Eindruck.

    Achtung Spoiler!

    Was mich am Anfang aus der Bahn warf, war das erste Kapitel. Hier wurde ein Mädchen im Wald überfallen und regelrecht zusammengeschlagen. Klingt wie ein guter Auftakt eines faszinierenden Thrillers. Stellte sich aber später eher als ein Teilstück der Geschichte mitten aus dem Buch „gerissen“ wurde heraus. Es verwirrte mich und machte mir die ersten Seiten etwas madig.

  5. Cover des Buches Heiß (ISBN: 9783455404265)
    Gerd Schilddorfer

    Heiß

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Lancel_Lau

    asdfasdf

  6. Cover des Buches Medusa (ISBN: 9783426632307)
    Thomas Thiemeyer

    Medusa

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Asura

    Als ich den Titel des Buches las, hatte ich eine etwas andere Handlung im Kopf. Dennoch eine spannende Reise an der Seite der Protagonistin. Dieses Buch bietet einige Facetten. Manchmal ist es aber doch langatmig. Die Charaktere sind... substanzlos. Ich konnte zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung zu auch nur einem Charakter in diesem Buch aufbauen. Das Ende war auch etwas zu unspektakulär. Dennoch: Ich habe es gerne gelesen und bereue es keineswegs. 

  7. Cover des Buches Ein Mann - Ein Buch (ISBN: 9783866154872)
    Philipp von Keisenberg

    Ein Mann - Ein Buch

     (55)
    Aktuelle Rezension von: nordfriese
    Der einzige Grund, im Besitz dieses Buch zu sein, ist entweder der Griff in den Tisch mit den Mängelexemplaren und dann zu denken - so schlecht kann es gar nicht sein, also mitnehmen. Oder: es geschenkt zu bekommen. Eigentlich ist es so schlecht, dass man es nicht mal als Geschenk bekommen möchte. Sorry!
  8. Cover des Buches Kölner Totenkarneval (ISBN: 9783839211977)
    Stefan Keller

    Kölner Totenkarneval

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Zabou1964
    Auf diesen Köln-Krimi bin ich eher durch Zufall aufmerksam geworden. Beim Stöbern durch das Programm des Gmeiner Verlags ist mir das Cover, das die Beine von drei Clowns zeigt, ins Auge gesprungen. Da ich nicht allzu weit von Köln entfernt wohne und die Stadt sehr mag, habe ich zu dem Werk des mir bis dahin unbekannten Autors gegriffen. Und ich habe es nicht bereut. Mitten im Trubel des 11.11. explodiert um 11 Uhr 11 in einer Kneipe der Kölner Altstadt eine Bombe und reißt sieben Menschen in den Tod. Obwohl die Kommissarin Paula Wagner und ihr Vorgesetzter Bergkamp zuerst am Tatort eintreffen, übernimmt das BKA sofort den Fall. Sie haben auch sehr schnell einen Schuldigen gefunden: Ali Ökcan, eines der Opfer, wird als vermeintlicher Islamist zum Täter abgestempelt. Doch Alis Eltern können sich mit dieser Verurteilung ihres Sohnes nicht abfinden. Sie beauftragen den Privatdetektiv Marius Sandmann, Alis Unschuld zu beweisen. In einem zweiten Handlungsstrang wird ein toter Mann im Rhein gefunden. Obwohl es zunächst so aussieht, als sei der Mann nach dem Feiern betrunken in den Rhein gefallen, mag die forsche Kommissarin Paula Wagner nicht an einen Unfall glauben. Sie nimmt die Ermittlungen in diesem Fall auf und stößt schon bald auf Ungereimtheiten. Den sympathischen Verlierertypen Sandmann hatte ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Auch Paula Wagner mochte ich wegen ihrer selbstbewussten Art und der zum Teil unorthodoxen Ermittlungsmethoden. Ihr Vorgesetzter Bergkamp dagegen stellt eher den Beamtentyp dar, wie man ihn sich vorstellt: etwas behäbig und wenig motiviert. Sandmann begibt sich in einige gefährliche Situationen und verfolgt mehrere Spuren, sodass auch ich als Leser bis zum Schluss nicht wusste, wer der wirkliche Attentäter war. Der Krimi, der neben Spannung auch viel Kölner Lokalkolorit bietet, hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Obwohl dies bereits der zweite Teil der Marius-Sandmann-Reihe ist, hatte ich als Quereinsteiger keine Probleme, die Handlung und die Figuren zu verstehen. Allerdings haben mich die interessanten Figuren neugierig auf den ersten Fall „Kölner Kreuzigung“ gemacht, den ich mit Sicherheit auch noch lesen werde. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung dieser Reihe. Fazit: Stefan Keller konnte mich mit einem spannenden Fall mit brisantem Hintergrund fesseln. „Kölner Totenkarneval“ ist ein Regionalkrimi, der nicht nur „Jecken“ und Kölnern zu empfehlen ist.
  9. Cover des Buches Doppelter Tod (ISBN: 9783958244016)
    Michelle Cordier

    Doppelter Tod

     (13)
    Aktuelle Rezension von: nodi
    Damien Pomelli, Millionärssohn und ehemaliger Fremdenlegionär arbeitet jetzt in Nizza als Streitschlichter. Als zwei seiner ehemaligen Kameraden tot aufgefunden werden, wird auch er zu einem Verdächtigen der Polizei.

    Spannende Mordfälle, sympathische Ermittler und die wunderbare Kulisse Nizzas als Handlungsort haben mir unterhaltsame und mitreißende Lesestunden beschert. Der Handlungsort wurde sehr gut beschrieben, man fühlte sich regelrecht in diese Gegend versetzt. Auch sonst ist in diesem Krimi so ziemlich alles vertreten. Sympathische aber auch undurchsichtige Protagonisten, packende Mordfälle, viele Verwicklungen und falsche Fährten und sogar die Liebe kommt hier nicht zu kurz.

    Der Krimi liest sich leicht und flüssig und bis auf ein paar kurze Abschnitte war er für mich auch durchweg sehr spannend geschrieben. Am Anfang konnte man nur miträtseln, oft wurde man bei der Aufklärung der Mordfälle auf eine falsche Fährte gelockt. Nach und nach bekam man dann immer mehr Klarheit auf welcher Seite die Verdächtigen denn nun wirklich stehen. Noch interessanter wurden für mich die Ermittlungsarbeiten durch die beiden doch sehr grundverschiedenen Protagonisten Vidal und Pomelli, die zwar das gleiche Ziel verfolgen die Morde aufklären zu wollen, aber doch nicht immer einer Meinung sind.

    Die packende Story, Nizza als eindrucksvoller Schauplatz der Morde, ein angenehmer Schreibstil und interessante Protagonisten haben mich bei diesem Buch gut unterhalten.


  10. Cover des Buches Der Schakal (ISBN: 9783492231251)
    Frederick Forsyth

    Der Schakal

     (121)
    Aktuelle Rezension von: BeaMilana
    Die Story dieses weltberühmten Thrillers dürfte den meisten durch die Verfilmungen bekannt sein. Die französische Untergundorgansiation OAS engagiert einen eiskalten Auftragskiller, um den verhassten Präsidenten Charles de Gaulle endlich aus dem Weg zu räumen. Der Leser wird nicht nur Zeuge eines atemberaubenden Kopf an Kopf Rennens zwischen dem  Schakal und seinem Jäger, Kommissar Claude Lebel, sondern erfährt auch authentische Hintergrundinformationen zur Arbeit europäischer Geheimdienstorgansiationen und den politischen Gegnern Frankreichs im Kontext der Historie.

    Auch wenn die Sprache manchmal etwas umständlich und gestelzt klingt, beeindruckt die Story durch Glaubwürdigkeit, Detailgenauigkeit und ein hohes Erzähltempo, das nie durchhängt.

    Aufgrund eines ersten Exposés wurde Forsyths Erstlingsroman von zwanzig Verlegern abgelehnt, weil er von einem Attentat an dem höchsten französischen Politiker handelte, der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lebte. Als er jedoch den fertigen Roman vorlegte, brachte er es fertig, den Leser permanent in einem Zustand negativer Spannung zu halten, und wurde ein Millionenbestseller. Zu Recht: DER SCHAKAL ist ein handwerklich erstklassiger Pageturner – es lohnt sich ihn zu lesen!
  11. Cover des Buches In der Fremdenlegion (ISBN: 9783847265825)
    Erwin Rosen

    In der Fremdenlegion

     (1)
    Aktuelle Rezension von: MatthiasJDiaz

    Ich bin durch Zufall auf das Buch gestoßen und es hat mich schnell in seinen Bann geschlagen. Der Autor Erwin Rosen berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen als deutscher Rekrut und einfacher Soldat in der französischen Fremdenlegion in Nordafrika. Zwar werden keine Schlachtgeschichten präsentiert, dafür sind die Beschreibungen des Soldatenalltags derart unterhaltsam und faszinierend beschrieben, dass man tatsächlich meint, dabei zu sein. Die Sprache enthält zeitgemäß herabwertende Schilderungen nicht-nordeuorpäischer Menschen und Kulturen und trägt dazu bei, dass man hier einen authentischen Einblick, im positiven wie im negativen Sinne, in die Lebenssicht und -wirklichkeit eines jungen deutschen Mannes des ausgehenden 19. Jahrhunderts erhält. Durch den Anstoß dieses Buches habe ich mir auch die weiteren Bücher des Autors vorgenommen, die gleichermaßen faszinierend sind.

  12. Cover des Buches Wasserhochzeit (ISBN: 9783866600928)
    Zhilad Ključanin

    Wasserhochzeit

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Hallogen
    Trotz der unzugänglichen Form, die fast eine Zumutung, von vielen Wiederholungen, Auslassungen und zunächst unverständlichen Äußerungen und Handlungen geprägt ist, ein gutes bis sehr gutes Buch, das von großer Meisterschaft, totaler Kontrolle über den Inhalt und großem Wissen des Autors zeugt sowie Tabuthemen (z. B. den Partisanenmythos) anspricht bzw. andeutet. In diesem sperrigen Buch geht es um eine bosnische Kleinstadt (wohl Sanski Most) und ihr Verhältnis zum Fluss und die Idee einer Brücke über diesen, um Dinge die im Abstand von je zirka 15 Jahren (1945, 1963, 1978, 1993) ab dem Zweiten Weltkrieg passieren. Wer Andric' "Die Brücke über die Drina" kennt, wird leicht die Parodie auf dieses Werk erkennen. Daneben gibt es aber auch viele schöne (d. h. gelungene) Bilder, ja eine regelrechte Liebeserklärung an die Altstadt von Marseille.
  13. Cover des Buches Das Sandkorn (ISBN: 9783257243253)
    Christoph Poschenrieder

    Das Sandkorn

     (32)
    Aktuelle Rezension von: parden
    DAS DRITTE GESCHLECHT...

    Jacob Tolmeyn begegnet dem Leser das erste Mal am 06. Juni 1915, als er, immer wieder innehaltend, durch die Straßen Berlins streift und dabei eine ganze Anzahl kleiner Säckchen Sand ausleert, Worte dazu murmelnd. Ein Verhalten, das nicht lange unbeachtet bleibt; bald schon folgt ihm ein ganzer Trupp Neugieriger, die sein Treiben gespannt beobachten. Grund genug, um einen Polizisten in den unruhigen Zeiten des Ersten Weltkriegs misstrauisch werden zu lassen. Und so wird der junge Mann verhaftet und aufs Polizeirevier gebracht. Kommissar Treptow übernimmt das Verhör Tolmeyns, das fortan als Rahmenhandlung zu einer ganz anderen Geschichte dient, die im Verlaufe der Befragung zutage tritt: der Rückblende in das Jahr 1914, kurz vor und nach Ausbruch des Krieges.

    Der Leser begleitet den Kunsthistoriker Jacob Tolmeyn nach Rom, genauer ins dortige Königlich Preußische Historische Institut, wo er alte Dokumente sichten und auswerten muss. Es überrascht ihn, als er plötzlich den Auftrag erhält, nach Südiatlien zu reisen, um der anstehenden Räumung der Krypta des Doms zu Andria beizuwohnen, wo die Gräber der Gemahlinnen von Friedrich II. vermutet werden, von Federico secondo, dem Stauferkaiser. Im Autrag von Wilhelm II., des letzten Deutschen Kaisers und Königs von Preußen, ergeben sich im Anschluss noch weitere Forschungsreisen nach Südiatalien, die Jacob Tolmeyn in Begleitung seines Schweizer Kollgen Beat Imboden absolviert.


    " °Matera (...) it eine alte malrische Bergstadt von 17081 Einwohnern.° - 'Herrgott noch mal', sagt er, 'wenn es der verdammte Baedeker doch wengistens einmal richtig hinbekäme. M a l e r i s c h? Nur wenn einer wie Hieronymus Bosch malt." (S. 307)


    Unter der apulischen Sonne, bei der Vermessung der staufischen Kastelle, stoßen sie auf Legenden und Vermutungen, viel Sand und Staub, eine große Hitze, primitive Unterkünfte, Landadel, Armut und eine Vielzahl steinerner Zeichen einstiger Macht, angenagt vom Zahn der Zeit, überlagert von Bautätigkeiten späterer Erpochen. Bei der letzten Forschungsreise wird den beiden Kunsthistorikern zudem eine Begeleitung aus dem italienischen Kriegspresseamt mitgeschickt, eine junge Frau zu ihrer Überraschung, Letizia. Jeder der drei hat jedoch seine ganz eigenen Themen, die im Verlaufe der Erzählung immer deutlicher zutage treten - alle sind auf ihre Art auf der Suche nach einem Leben, das nicht von Vorurteilen bestimmt ist..


    "Die beiden anderen können gut miteinander. Das sieht sogar Tolmeyn (...) Die Drei ist doch eine vermaledeite Zahl, denkt er, vor allem die Zwei in der Drei, die die einsame Eins macht." (S. 319)


    Die 'einsame Eins' in dieser Rechnung ist er selbst, Tolmeyn, der eifersüchtig reagiert darauf, dass sich sein Kollege Beat so gut mit Letizia versteht. Doch versucht er unbedingt, diese Eifersucht zu verbergen, denn nicht Letizia ist es, an der er heimlich selbst Interesse hat, sondern Beat, sein männlicher Kollege. Homosexualität - in Deutschland zu dieser Zeit streng verboten und per Paragraph 175 auch gesetzlich unter Strafe gestellt. Der Hauptgrund, weshalb Tolmeyn eine gutdotierte Stellung in Berlin aufgab und nach Rom ging, aus Furcht, erpressbar zu sein, als 'Freundling' oder Anhänger des 'Dritten Geschlechts' geoutet zu werden. Ein Leben und Lieben in Verborgenen, immer in der Furcht vor der Entdeckung. Und nun sitzt er in einem Berliner Verhörraum und läuft Gefahr, dass sein gut gehütetes Geheimnis gelüftet wird.

    Kaleidoskopartig erzählt der Autor scheinbar von leichter Hand geschrieben - und doch ist jedes einzelne Wort wohlgesetzt - von Geschehnissen kurz vor Beginn sowie kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Eine Vielfalt von Themen steht hier gleichberechtigt nebeneinander, man bekommt ein eindringliches Bild vermittelt von den Zuständen zu dieser Zeit. Poschenrieder gelingt es, einen historischen Roman, einen Kriminalroman, einen Roman über gesellschaftliche (In-)Toleranz, aber auch über die Liebe zu schreiben und bei all dem auch eine (Anti-)Kriegsgeschichte zu erzählen. Selbst nahezu beiläufig Erzähltes entwickelt sich hier zu einem interessanten Thema, wie z.B. der kleine Einblick in die Geschichte der Fotografie. Dabei wirkt das Buch keineswegs überfrachtet, die Elemente und Zeitebenen greifen gekonnt und passend ineinander wie das feingewirkte Innenleben einer komplexen Uhr - und der Schreibstil ist so leicht wie passend, authentisch zum gewählten Zeitalter, und dabei kein bisschen übertrieben.

    Ein vielschichtiger, spannender, anspruchsvoller Roman mit einem erzählerischen Sog von der ersten Seite an bis zum überraschenden Ende, ein fein geknüpfter Webteppich aus Geschichte und Geschichten voller schöner Bilder, dabei auch ein unaufdringlicher Appell zu mehr Menschlichkeit und Toleranz. Mit diesem Roman hat mich Christoph Poschenrieder sehr beeindruckt, und sicher wird es noch weitere Bücher von ihm geben, die den Weg zu mir finden.

    Von mir eine ganz eindeutige Leseempfehlung!


    © Parden
  14. Cover des Buches Die Legionäre. (ISBN: B00HZWBXIE)
    Stalmann Olivier

    Die Legionäre.

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Mark-Andre

    Top Buch

  15. Cover des Buches Nulllinie (ISBN: 9783959626040)
    Felix A. Münter

    Nulllinie

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Emmas_Bookhouse
    Nulllinie – Felix A. Münter
    Verlag: Papierverzierer
    Taschenbuch: 12,95 €
    Ebook: 3,99 €
    ISBN: 9783959626040
    Erscheinungsdatum: 2. September 2017
    Genre: Thriller
    Seiten: 222
    Inhalt:
    Als ob Oscar mit der Krankheit seiner Tochter nicht schon genug Probleme am Hals gehabt hätte, reist auch noch sein Bruder Alain ab, um irgendwelche journalistischen Nachforschungen in Moldawien anzustellen. Eigentlich hatten sie ausgemacht, dass sich Alain alle zwei Tage bei ihm meldet. Doch auf einmal erfolgen keine weiteren Anrufe. Aus der leichten Beunruhigung wird schnell blanke Angst, da Alain weder auf Anrufe noch auf E-Mails reagiert. Zum Unmut seiner Frau macht sich Oscar, der einst in der Fremdenlegion gedient hat, auf den Weg, seinen Bruder zu suchen. Zwischen intriganten Soldaten, Verrätern und Gangsterbossen beißt er sich durch, um der dünnen Fährte seines Bruders zu folgen
    Ein Thriller, der eindeutig mehr Wahrheiten bereithält, als wir es wahrhaben wollen!
    Mein Fazit:
    Zum Cover:
    Das Cover gefällt mir sehr gut und passt sehr schön zum Titel. Es wurde nicht zu viel schnick schnack verwendet, perfekt. Die Farbwahl gefällt mir auch gut, hier ist alles stimmig.
    Zum Buch:
    Oscar fliegt auf der Suche nach seinem Bruder nach Moldawien, denn er befürchtet Alain sei in Gefahr. Er verlässt seine Frau und seine kranke Tochter wirklich nur ungern, aber hier geht es eben um seinen Bruder und das ist nun mal auch Familie.
    In Moldawien angekommen, ist es schwieriger seinen Bruder aufzuspüren als gedacht und Auskünfte gibt es hier auch nur gegen Bezahlung.
    Wird Oscar seinen Bruder finden?
    Ich war hier gleich zu Anfang schon von der Geschichte gefesselt, sie beginnt spannend und zieht sich auch spannend durch das ganze Buch. Der Schreibstil ist flüssig und, wie ich finde, sehr realistisch. Etwa ab der Mitte dachte ich mir schon worauf es hinausläuft, aber das hat das Lesevergnügen nicht eingeschränkt.
    Die Protagonisten sind sehr gut erzählt und herausgearbeitet, wie finde und man fühlt und leidet mit ihnen mit. Oscar ist mir richtig ans Herz gewachsen und ich fand ihn auch sehr realistisch dargestellt. Auch seine Zeit bei der Legion wurde hier sehr gut mit eingebaut und es rettete das ein oder andere Mal sein Leben.
    Wir haben hier ein Thema, was wie ich denke immer noch Brand aktuell ist und man darüber auch nicht hinweg sehen sollte. Hier möchte ich die schwarzen Ziffern gar nicht wissen, denn das würde mir noch viel mehr Angst machen, als man sowieso schon hat.
    Das Ende ist nochmal ein richtiger Schockmoment, zumindest ging es mir so. Hätte ich mir doch etwas anderes gewünscht, aber so ist es nun mal. Nicht immer läuft es im Leben so wie man es möchte und es gibt Hürden zu überwinden.
    Wer jetzt wissen möchte um welches Thema es geht, dem kann ich dieses Buch nur nahe legen, es ist spannend, realistisch und regt einem zum nachdenken an.
    Ich gebe hier 5 von 5 Sternen, weil es für mich eine klare Empfehlung ist.
  16. Cover des Buches Mein Vater, der Mörder (ISBN: 9783894258177)
    Leo P. Ard

    Mein Vater, der Mörder

     (5)
    Aktuelle Rezension von: hebersch
    Der Roman, der in unterschiedlichen Zeiten spielt, handelt von einem Bochumer Unternehmer, dem eine hohe politische Auszeichnung zuteil werden soll. Ein alter Freund von ihm wird ermordet in einem Hospiz aufgefunden. Polizistin Sonja und der Frank, der Sohn von Berger, begegnen sich in Vietnam auf den Spuren des Krieges der 50er Jahre. Der Krimi hat nicht die Ironie früherer Romane, überzeugt aber durch eine gute Geschichte vor zeitgeschichtlichem Hintergrund.
  17. Cover des Buches Der Krieg entläßt seine Kinder (ISBN: 9783548236230)
    Harald Dietl

    Der Krieg entläßt seine Kinder

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Die Fieberkurve (ISBN: 9783293203334)
    Friedrich Glauser

    Die Fieberkurve

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Afrikanische Spiele (ISBN: 9783608105940)
    Ernst Jünger

    Afrikanische Spiele

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Schwarze Roben (ISBN: 9783839223369)
    Stefanie Gregg

    Schwarze Roben

     (1)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Bombenattentat in Kiel. 12 Mitarbeiter der Anwaltskanzlei "Bartelsen & Partner", die mit dem Kleinbus in den Schwarzwald in ein exclusives Golfhotel fahren wollten, werden in der Tiefgarage kurz vor der Abfahrt in die Luft gesprengt. Markus Lohmann, der sich etwas verspätet hat, kommt mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Klinik. Alle anderen Mitarbeiter sind tot.

    Staatsanwältin Elena Karinoglous will diesen Fall unbedingt selbst übernehmen. Zusammen mit Hauptkommissar Sven Fricke, mit dem sie schon mal einen Fall gelöst hat, macht sie sich auf Spurensuche. Fricke, der sich nach Eckernföhrde hatte versetzen lassen, kehrt zusammen mit Lars Oppermann, seinem kurzfristigen Partner, nicht nur wegen dem neuen Fall nach Kiel zurück.


    Bei ihrem Fall "Blutvilla" habe ich Elena Karinoglous und Sven Fricke schon über die Schulter schauen dürfen und ihre kleinen Reibereien mitbekommen. Das ist auch bei diesem Fall nicht anders. Immernoch finden sie Gefallen aneinander, schleichen um einander herum, wie die Katze um den heißen Brei. Aber wer weiß, dieser Fall scheint sie wieder ein Stück näher zueinander geführt zu haben. Ich habe die Beiden richtig lieb gewonnen.

    Ich lerne sehr viele verschiedene Menschen kennen, die in diesen Fall in irgendeiner Form verstrickt sind. Manche werden sehr detailliert beschrieben. Sie habe ich sofort gut im Kopf. Bei anderen kann ich meine Fantasie spielen lassen um sie mir vorzustellen. Das gefällt mir besonders gut.

    Bei den Fahrten durch den Kieler Stadtteil Düsternbrook und bei denen Blicken aus den Fenstern der Anwaltskanzlei kommt der Lokalkolorid richtig gut rüber. Ich würde gerne stundenlang dort am Fenster stehen und über die Ostsee schauen.

    Frust, Wut oder wenn Fricke eine Riesenlaus über die Leber gelaufen ist – die verschiedenen Gefühle der Protagonisten kommen sehr gut vorstellbar rüber. Sie scheinen richtiggehend auf mich überzuschwappen.

    Stefanie Gregg und Paul Schenke haben sich auch bei dieser Geschichte einen spannenden Plott und interessante Protagonisten ausgedacht. Leider kommt bei dem ganzen Auf und Ab für mich die Spannung etwas zu kurz. Trotzdem habe ich gut mitfiebern und mit recherchieren können. Die absolut schlüssige Auflösung kam mit einem Täter, den ich nicht auf dem Flipchart hatte, für mich etwas unverhofft um die Ecke.


    Wer Krimis mag, die nicht vor Blut strotzen; mit einem Ermittlerpärchen, das sich nicht entscheiden kann, aber sehr gut zusammen arbeitet; einer interessanten Geschichte und einer sehenswertenb Umgebung – der ist hier genau richtig. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall der Staatsanwaltschaft und der Kripo Kiel.

  21. Cover des Buches Ausgewählte Erzählungen, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783608953398)
  22. Cover des Buches Die Fremdenlegion in Indochina (ISBN: 9783943288834)
    Michael Kaponya

    Die Fremdenlegion in Indochina

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Verdammt und geliebt. (ISBN: 9783943288018)
    Wolf-R. Barthel

    Verdammt und geliebt.

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Einmal Legionär (ISBN: 9783442066797)
    Philip Rosenthal

    Einmal Legionär

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks