Bücher mit dem Tag "fremdgehen"
199 Bücher
- Jojo Moyes
Eine Handvoll Worte
(1.851)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteWer war nicht von dem Buch "Ein ganzes halbes Jahr" restlos begeistert? Ich war schon sehr gespannt, was mich in diesem Roman erwarten wird. Ellie ist Journalistin und unsterblich, aber leider auch unglücklich verliebt. Ihr Freund ist nämlich verheiratet.
Bei der Durchforstung eines Zeitungsarchives fällt ihr ein Brief in die Hände. Ein Unbekannter bittet eine Frau für ihn ihren Mann zu verlassen. Ellie lässt der Brief nicht mehr los, ist sie doch gerade in einer ähnlichen Situation . Sie stellt Nachforschungen an und findet so Jennifer. Stück für Stück erfährt man, was Jennifers tragische Geschichte war.
Der Roman ist romantisch, und spannend. Für Fans von Jojo Moyes ein ein Must-have!
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.800)Aktuelle Rezension von: ANT79Dr. Emma Stein, eine erfolgreiche Psychiaterin, wird in einem Hotelzimmer Opfer einer brutalen Vergewaltigung durch einen Psychopathen, den die Presse den "Friseur" nennt, weil er seinen Opfern vor der Ermordung die Haare vom Kopf schert.
Emma überlebt als einziges Opfer, ist aber zutiefst traumatisiert und kann seitdem ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie leidet unter extremen Angstzuständen und Paranoia.
Als der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen – einen Mann, den sie nicht kennt, beginnt ein Albtraum für sie. Bald weiß Emma nicht mehr zwischen Wahn & Wirklichkeit zu unterscheiden. Immer mehr zweifelt sie an ihrer eigenen Wahrnehmung.
Ist Emma wirklich wieder in Gefahr und wird vom "Friseur" gejagt, oder ist sie aufgrund ihres Traumas in eine psychotische Episode abgerutscht? Sie fängt an alle Menschen um sich herum zu verdächtigen: ihren eigenen Ehemann, ihre Freunde, und sogar ihre Therapeuten.
Durch zahlreiche unerwartete Wendungen und Enthüllungen, die mich immer wieder auf die falsche Fährte geführt haben, wußte ich bis zum Schluss nicht wer Opfer oder Täter ist.
Ich kann euch das Hörbuch auf jeden Fall empfehlen. Allein schon aufgrund des Hörbuchsprechers.
- Jennifer Estep
Frostkuss
(2.708)Aktuelle Rezension von: Wauwuschel-- Reread nach über 10 Jahren --
Gwen Frost ist das unscheinbare Gypsy-Mädchen mit einer seltsamen Gabe und keinen Freunden. Ganz neu auf der Mythos Academy muss sie sich erst einmal mit den Göttern, der Magie und den unterschiedlichen Gruppen auseinandersetzen. Als ein Mädchen ermordet wird, versucht sie schließlich als Einzige, den Fall aufzuklären.
"Aber irgendwie würde ich Antworten auf meine Fragen finden. Schließlich war ich Gwen Frost, das Gypsymädchen, das Dinge sah. Das Mädchen, das man anheuerte, wenn man etwas verloren hatte." -Gwen
Es ist schon mehr als 10 Jahre her, seitdem ich die Mythos-Academy-Reihe gelesen habe. Deswegen habe ich gedacht, dass es allmählich an der Zeit ist, einen Reread-Marathon zu starten, um zu schauen, ob die Bücher wirklich so gut sind, wie mein früheres (jugendliches) Ich gedacht hat und muss sagen: Ja, das sind sie auf jeden Fall. Sie waren früher schon ein voller Erfolg und sind es auch jetzt noch. Tatsächlich sind ohne Ausnahme alle Bücher von Jennifer Estep lesenswert und das schließt diese Reihe ohne Frage mit ein. Das neue wie das alte Cover sind schön und der Schreibstil liest sich wunderbar flüssig, auch wenn es auf den ersten Seiten gewöhnungsbedürftig war, nur aus einer Sichtweise zu lesen. Ich schließe Gwen ganz neu in mein Herz und habe das Buch in wenigen Stunden durchgelesen.
Schon das Setting und die Idee des Buches sind hammermäßig. Wir befinden uns in einer Akademie, in der Schüler verschiedener Gruppen, zB. Amazonen, Walküren, Wikingern oder Spartanern, das Kämpfen lernen. Der Unterricht hat zum Teil normale Inhalte und zum anderen Teil werden die jungen Erwachsenen in ihren speziellen Kräften und Magien geschult. Dabei wurden Mythen aus aller Welt vereint, sodass wir nicht nur griechische und nordische Mythologie mit deren Göttern haben, sondern auch chinesische, indische und viele mehr. So bleibt es abwechslungsreich und es wird nie langweilig. Auch der Grundkonflikt mit den Schnittern Vs die Guten wurde gut aufgegriffen und wir haben somit einen roten Faden, der sich durch die ganze Reihe zieht. Wahrscheinlich hat mit diesem Buch meine Liebe zur Mythologie und Academy-Romanen begonnen.
Jetzt könnte man meinen, dass dieses Buch an sich ziemlich klischeebehaftet ist, doch es bleibt in meinen Augen einzigartig und ist wie schon gesagt vor so vielen ähnlichen Romantasy-Romanen erschienen. Ja, unsere Protagonistin hat einzigartige Fähigkeiten; Ja, sie steht im Zentrum der Handlung; Ja, es entwickelt sich ganz langsam eine Liebesgeschichte (mehr dazu hoffentlich in den nächsten Bänden); Ja, Gwen ist besonders. Doch es wurde so schlau eingefädelt, dass das alles nichts ausmacht und man die Geschichte bis aufs Äußerste genießt. Es bleiben spannende und actiongeladene Szenen übrig, in denen man mitfiebert, egal ob die Protagonistin gerade ganz klischeehaft mit ihrem Schwarm beim Ball tanzt oder nicht.
Hier bietet es sich gut an, etwas über die Personen zu sagen, die meiner Meinung nach charakterstark und vielfältig gestaltet wurden. Gwen ist ein eher ruhiges Mädchen, das irgendwie versucht in einer unbekannten Umgebung zu überleben. Sie hat Humor, ist teilweise selbstbewusst und im restlichen Abschnitt arbeitet sie an sich selbst und weiß, wann sie Hilfe von Außen braucht. Dabei ist sie sich nicht zu schade, sich retten zu lassen und gesteht sich ihre Gefühle offen ein. Die Protagonistin macht sogar den ersten Schritt und ist einfach authentisch und sympathisch mit großem Potenzial für eine Charakterentwicklung.
Was mir besonders gut gefallen hat war, dass sie in der ersten Hälfte des Buches sagt, keine Freunde zu haben und wirklich keine hat und somit alles im Alleingang startet. In anderen Büchern versucht die Protagonistin, wichtig zu sein, mit dem Satz: Ich habe keine Freunde. Und am Ende hat sie eigentlich eine BFF und die anderen sprechen mit ihr. Hier wird Gwen wirklich ignoriert und sie versucht den Todesfall im Alleingang zu lösen und über Seiten hinweg haben wir nur sie allein. Damit hat die Autorin uns Gwen ein Stück näher gebracht und das ist wundervoll.
Daphne wird erst später eingeführt und die beiden passen zusammen, aber hier werde ich mehr im zweiten Buch drauf eingehen. Auch der Love-Interest Logan kommt erst spät ins Spiel und es passiert auch nicht wirklich was. Mit den Charakteren und deren Beziehungen wird sich Zeit gelassen, sodass die Handlung langsam ins Rollen gerät. Wir haben praktisch ein paar Szenen, in denen er Gwen hilft und sie sich näher kommen, mehr nicht und diese natürliche Entwicklung ist sehr gut gelungen. Natürlich erwartet man hier in den Folgebänden mehr und es kann noch alles passieren. Auch andere Personen, wie das tote Mädchen, die Verdächtigen, Professoren und Mitschüler werden gut in die Geschichte integriert und es wurde eine gute Basis geschaffen.
Zum Schluss gebe ich meine Meinung noch zum Inhalt dazu, denn dieser war ausschlaggebend dafür, dass ich weiter und immer weiter gelesen habe. Die Geschwindigkeit ist langsam und man kommt erst entspannt an der Akademie an, während anschließend der Mord und danach die Suche nach dem Mörder anstehen. Es gibt Pausen dazwischen, wo wir Gwen kennenlernen und Hintergründe sowie Intrigen im Dunklen herausfinden. Außerdem endet es in einem fesselnden Finale, wodurch man direkt weiterlesen möchte. Alles passt einfach so gut zusammen und greift schön ineinander, wodurch man eine einzigartige Erfahrung macht. Noch einmal hervorheben möchte ich Gwens Gabe der Psychometrie, die durch ihre Einmaligkeit überzeugt. Daraus kann sich noch viel entwickeln und wir haben den Kick, der ein Leseerlebnis erst richtig spannend macht.
Insgesamt kann ich diese Reihe wirklich jedem ans Herz legen und selbst nach so vielen Jahren überzeugt sie ausnahmslos!
- Gillian Flynn
Gone Girl - Das perfekte Opfer
(1.729)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Der Start ins Buch hätte spannender sein können, ca die ersten 100 Seiten hat mir die Sogwirkung etwas gefehlt. Es war aber auch nicht langweilig, sondern immer gut lesbar, wenn man mit dem Lesen angefangen hatte.
Der Mittelteil und das Finale waren grandios, da konnte ich dann nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
Das Ende fand ich wiederum ernüchternd. Einer von beiden hätte zum Schluss sterben oder ins Gefängnis wandern müssen. Dass Amy mit ihren Intrigen einfach so davon kommt, nur weil sie am Ende schwanger ist und Nick unbedingt ein Baby wollte, genügt mir nicht und lässt mich als Leser etwas unbefriedigt zurück.
Trotzdem im Großen und Ganzen ein solider, spannender Psychothriller, mit gut ausgearbeiteten Charaktern und einem flüssigen, angenehm zu lesenden, Schreibstil.
- Paula Hawkins
The Girl on the Train (English Edition)
(736)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRachel fährt jeden Tag mit dem Zug. Sie lebt in London und im Zug kann sie gut nach draußen sehen und fährt an schönen Häusern, tollen Gärten und glücklichen Paaren und Familien vorbei. Aber dann beobachtet sie etwas komisches. Ein Paar scheint Probleme zu haben und eine schöne Frau steht mit einem anderen Mann auf dem Balkon. Was geht hier vor sich? Was passiert in der vermeindlichen Idylle? Rachel ist alarmiert und fängt an Nachforschungen anzustellen und kommt doch etwas ganz furchtbarem auf die Spur, nämlich sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Das Buch packt einen von der ersten Seite an und jede weitere Angabe würde das Lesevergnügen und den Spannungsbogen vermiesen.
- Adèle Bréau
Fast perfekte Heldinnen
(65)Aktuelle Rezension von: HubertMEine leichte, unterhaltsame Lektüre ich kann das Buch weiterempfehlen.
- Milan Kundera
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
(1.167)Aktuelle Rezension von: anonymer_BuchliebhaberDies war mein erstes Werk Kunderas und nun habe ich Angst, dass es nicht mehr besser werden kann.
Die einzelnen Charaktere zeichnen sich nicht nur in ihren einzelnen Verbindungen untereinander aus und wie ihre verschiedenen Ziele sie eigentlich trennen müssten (siehe beispielsweise ein Treffen von Teresa und Sabina), sondern vor allem in ihren sehr menschlichen Fehlern. Thomas und Teresa haben in diesem Roman wirklich mein Herz erobert und ich wünschte, ich könnte ihn noch einmal zum ersten Mal lesen.
- Colleen Hoover
Maybe Someday
(1.665)Aktuelle Rezension von: BellaNoelleBei Colleen Hoover gibt es nur hopp oder top. Ich hab schon einige Bücher von ihr gelesen, die mir super gut gefallen haben. Aber genauso viele, die mir absolut nicht gefallen haben. Dieses hier reiht sich leider wirklich ganz unten ein.
Die Hauptprotagonist*innen waren mir sehr unsympathisch, die Geschichte fand ich ziemlich inhaltlos - man hätte das Ganze auch auf 100 Seiten packen können. Insgesamt habe ich glaube ich selten so häufig die Augen verdreht beim Lesen eines Buches wie bei diesem hier. Sydney und Ridge sollen 22 und 24 sein, benehmen sich aber wie 16. Und Sydney hat quasi in jedem Kapitel geweint, unabhängig davon, welche Emotion sie damit ausdrücken wollte. Sie hat IMMER geweint. Und ja, es ist selbstverständlich in Ordnung, emotional zu sein und das ist auch nicht der Punkt meiner Kritik. Aber wenn in einem Buch JEDE EMOTION der Frau (natürlich nur der Frau) durch Weinen dargestellt wird, nervt es irgendwann extrem.
Es ist auch eine ordentliche Ladung Sexismus im Buch enthalten. Und diesen angeblichen Feminismus von wegen die Hauptprotagonistin ist eigentlich stark und unabhängig, aber in den entscheidenden Momenten dem Mann dann doch vollkommen verfallen, kann ich auch nicht ab. Was für ein Blödsinn. Soll das vermitteln, dass egal, wie unabhängig eine Frau ist, sie früher oder später doch immer einsehen wird, dass sie den Mann braucht? Liebe bedeutet nicht Abhängigkeit. Nein, auch wahre Liebe nicht.
Und zum Inhalt kann ich nur sagen: ja, es kann passieren, dass man sich in mehr als einen Menschen verliebt - aber das sollte auch nicht per se verteufelt werden. Es ist immer nur die Frage, wie damit umgegangen wird. Und hier wird nicht gut damit umgegangen.
Das Ende war meines Erachtens nach vollkommen unrealistisch und sowas von kitschig, da bleibt mir nichts mehr zu zusagen. Naja, vielleicht bin ich aus diesen New Adult Büchern auch einfach rausgewachsen, aber mir ist es ein Rätsel, wie diese ganzen guten Bewertungen zustande kommen. Ich war einfach nur froh, als ich mich zu Ende durch das Buch gequält hatte.
- Theodor Fontane
Effi Briest
(1.832)Aktuelle Rezension von: MC_NeleDer Autor schildert das Leben von Effi Briest so eindrucksvoll, dass ich bereits als Jugendliche die Träume, Wünsche und Gefühle von Effi Briest mitempfinden konnte. Gesellschaftliche Zwänge stehen im krassen Gegensatz zu Entfaltung und selbstbestimmtem Leben.
Auch wenn sich Vieles gravierend verändert hat, ist es noch heute aktuell und ein lesenswerter Klassiker.
- Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.256)Aktuelle Rezension von: Alison_SauerDer Thriller "Girl on the Train" überzeugt mit einer spannenden Handlung und einer unzuverlässigen Erzählerin, die den Leser ständig im Unklaren lässt. Rachel beobachtet täglich ein Paar vom Zug aus – bis die Frau plötzlich verschwindet. Die Geschichte entfaltet sich aus drei Perspektiven und offenbart nach und nach dunkle Geheimnisse.
Meiner Meinung nach ist die Geschichte Packend, psychologisch tiefgründig und voller überraschender Wendungen.
- Estelle Maskame
DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden
(771)Aktuelle Rezension von: auvuleDa ich bereits den ersten Teil gelesen habe und ihn geliebt habe, habe ich direkt mit dem zweiten Teil begonnen. Ich kann nur sagen, dass das Buch ein emotionales Wirrwarr, Herzschmerz, Spannung und Wut enthält. Es hat mich wirklich gefesselt, da bestimmte Ereignisse mich überrascht haben und ich dachte: 'Oh mein Gott...'
Eden ist einfach eine unbeschreiblich starke Figur. Bei Tyler gab es jedoch Momente, in denen ich ihn am liebsten geschlagen hätte. Trotzdem ist er eine starke und faszinierende Persönlichkeit. Und Eden weiß das auch.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den dritten Teil und werde ihn auf jeden Fall lesen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!✨🥹
- Andreas Gruber
Todesfrist
(994)Aktuelle Rezension von: SBADie Grundidee von Todesfrist ist eigentlich richtig spannend: eine Reihe brutaler Verbrechen, eine Ermittlerin, die sich durch ein kompliziertes Netz von Spuren kämpfen muss, und ein Täter, der scheinbar unaufhaltsam zuschlägt. Klingt nach einem Thriller, der einen fesseln sollte. Leider wirkt die Umsetzung nicht so packend. Schon nach ungefähr 250 Seiten ist ziemlich klar, wer der Täter ist – Überraschung gibt es da kaum. Die Spannung bleibt eher flach, es fehlt ein richtiger Höhepunkt, der einen mitreißt. Stattdessen zieht sich die Handlung oft in die Länge, manche Passagen wirken fast schon ermüdend. Insgesamt: gute Idee, aber die Geschichte verliert durch die Vorhersehbarkeit und die monotone Spannung viel von ihrem Reiz
- S.J. Watson
Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
(1.658)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst - alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?
Meinung: Die Inhaltsangabe hat mich sofort angesprochen und ich erwartete mir einen Pageturner, der mich miträtseln lässt. Der Psychothriller konnte auch beinahe zur Gänze überzeugen, wenn da nicht einige Kleinigkeiten gewesen wären, die ich noch anführen werde.
Christine Lucas leidet unter einer Amnesie - jedes Mal, wenn sie morgens aufwacht, glaubt sie, sie sei Mitte zwanzig und alleinstehend. Doch sie muss täglich feststellen, dass sie auf die Fünfzig zugeht und verheiratet ist - mit einem Mann, den sie glaubt, noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen zu haben. Jeden Tag, wenn er zur Arbeit fährt, bekommt sie einen Anruf von einem gewissen Dr. Nash, der sie daran erinnert, in ihrem Tagebuch zu lesen, das sie im Schrank versteckt hat. Die Aufzeichnungen in diesem Tagebuch machen den Großteil der Geschichte aus. Jeden Abend schreibt Christine, was sie tagsüber erlebt hat, damit sie am nächsten Tag zumindest ein paar Anhaltspunkte in ihrem Leben hat, das vor zwanzig Jahren durch einen Unfall auf tragische Weise verändert worden war. Seither lebt sie jeden Tag, als wäre es ein Neuanfang. Mithilfe des Tagebuchs, das sie seit zwei Wochen als Therapiemaßnahme führt, bekommt sie eine Ahnung, wie ihr Alltag abläuft. Und sie muss feststellen, dass jemand nicht ganz ehrlich zu ihr ist.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, und doch kam es mir oft so vor, als würde ich auf der Stelle treten. Natürlich ist das Sinn der Geschichte, dass jeder Tag gleich beginnt - Christine wacht auf, weiß nicht, wo sie sich befindet, wer der Mann neben ihr ist und muss sich in einem für sie fremden Haus zurechtfinden. Dennoch war die Story nicht ganz rund für mich (siehe Spoiler unten).
Im letzten Drittel nimmt das Buch ordentlich an Fahrt auf - Christine kommt langsam der Ursache für ihren Zustand auf den Grund. Mit der Auflösung habe ich von Beginn an gerechnet, leider war das keine Überraschung für mich. Aber das soll kein Minuspunkt sein. Im Großen und Ganzen konnte mich "Ich. darf. nicht. schlafen." gut unterhalten und ich empfehle das Buch jedem, der gerne ruhige Psychothriller liest.
*ACHTUNG, SPOILER*
Mir erscheint es als schwierig, dass ein Mann, der sich als Ben ausgibt, Christine aus einer Einrichtung holen kann, um dann gemeinsam mit ihr zu leben. Außerdem zweifelt Christine ständig an seiner Aufrichtigkeit, da wäre ich zumindest einmal auf die Idee gekommen, nach Beweisen zu suchen, dass er wirklich Ben ist. Ein Ausweis hätte da schon genügt, oder ein Treffen mit jemandem, der das bestätigen kann. So musste Christine alles glauben, was "Ben" (also Mike) ihr aufgetischt hat. Auch dass Dr. Nash Ben nie begegnet ist, finde ich von ärztlicher Seite etwas eigenartig. Aber gut, für die Story musste es so sein, sonst hätte sie nicht funktioniert. Auch das Motiv des Täters erscheint mir absurd. Wenn Christine doch jeden Tag ihr Gedächtnis verliert, und er sowieso vorhat, ihr die Wahrheit zu sagen, hätte er das doch gleich von Beginn an tun können (nach ihrer Entlassung), ohne in die Rolle eines Mannes zu schlüpfen, den er nicht kennt. Aber auch das hätte für die Story nicht funktioniert. Es waren einfach nur kleine Ungereimtheiten, die mich ein bisschen an dem Ganzen zweifeln ließen. Auch das offene Ende hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Denn ich war sehr gespannt, ob Christine am nächsten Tag weiß, was sie erlebt hat.
*SPOILER ENDE*
- Marah Woolf
GötterFunke 1. Liebe mich nicht
(1.107)Aktuelle Rezension von: BeaSwissgirlMein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)
Ich hatte Lust auf eine etwas ältere Young Adult Urban Romantasy im Bereich Mythologie, ganz ohne Spice& Co und genau das habe ich auch erhalten.
Dies war mein erstes Buch von Marah Woolf und ich muss sagen, der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Dieser ist nämlich lebendig, flüssig, unkompliziert und hat gerade das richtige Mass an Beschreibungen um sich alles vorstellen zu können. Es wird aus der ICH- Perspektive von Jess erzählt, dazwischen gibt es aber noch die Aufzeichnungen des Hermes, was ich eine gelungene Abwechslung fand.
Jess unsere " Hauptprotagonistin" ist gut ausgearbeitet, denn ihre Gefühls und oder Gedankenwelt ist ausführlich beschrieben so dass ihre Handlungen nachvollziehbar sind. Besonders gelungen und auch amüsant zu verfolgen wie sie ihre Gedanken oft direkt hinterfragt vor allem in Bezug auf Cayden ;) Sie war jetzt nicht gerade meine Protagonistin ever, trotzdem mochte ich sie ganz gerne. Zu Beginn gefiel mir auch ihre beste Freundin Robyn, diese nervte mich im weiteren Verlauf jedoch immer wie mehr und ich hatte den Eindruck eine ganz andere Person vor mir zu haben. So vollends zu meiner Befriedigung aufgeklärt wurde ihr Veränderung für mich in diesem Band jedenfalls nicht. In mein Herz geschlossen hatte ich allerdings Josh, den besten Freund von Jess und Apollon, zwei sehr ähnliche Charaktere. Sie sind witzig, liebenswürdig, harter Kern, weiche Schale i love it. Auch Athene, Apollons Schwester und Leah die zu einer guten Freundin von Jess wird waren mir durchaus sympathisch. Und dann ist da noch Cayden...mir war er zu unnahbar, ambivalent, undurchsichtig, was natürlich Teil der Story ist und Sinn macht, trotzdem ich mochte ihn einfach irgendwie nicht.
Das Setting in den Rockys fand ich toll gewählt und ganz am Anfang verspürte ich auch dieses gewisse Camp, Berge, Wald- Feeling mit der Zeit allerdings schwächten sich diese Bilder in meinem Kopf allerdings ab, da wäre sicher noch konstantere Atmosphäre möglich gewesen. Ebenfalls gefiel mir die Idee an sich und die Umsetzung der griechischen Mythologie. Für Anfänger in diesem Bereich sicher überfordernd, dafür gibt es im Anhang des Buches zwar ein Glossar, welches aber teilweise auch spoilert. Als anstrengend empfunden habe ich das dauernde Hin und her zwischen Cayden und Jess, was sicher irgendwie auch so sein muss und für die Story Sinn macht, mich kostete es allerdings sehr viele Nerven! Auch habe ich Jess Verliebtheit durchaus spüren können, die von Cayen aber so gar nicht! Jedoch war es im Gegenzug erfrischend keine Spice Szenen lesen zu müssen und siehe da....es funktioniert auch OHNE diese!!!
Alles in allem habe ich genau DAS erhalten was ich wollte von daher
vergebe ich solide vier Sterne mal schauen wann ich zu Band zwei greife.
- Michael Robotham
Adrenalin
(449)Aktuelle Rezension von: Daniela_BeilnerDie Reihe hat inzwischen bereits 11 Teile. In diesem Auftakt lernen wir vor allem den Psychologen Joe O´Laughlin sehr intensiv kennen - er wird zunächst von Ruiz als Berater bei den Ermittlungen bemüht gerät aber sehr schnell in den Fokus und wird zum Hauptverdächtigen ...
Es ist für mich als Leserin sehr rasch klar dass es sich um eine Verschwörung sondergleichen handelt und dass jemand Joe komplett zerstören will und auch wer dahintersteckt war mir sehr schnell klar - spannend war für mich das wie und das warum
Stück für Stück decken wir gemeinsam mit Joe auf weshalb ihn der Täter ins Visier genommen hat - ab "Buch 3" wirds dann richtig spannend und am Ende gibts noch eine Wendung die ich so nicht habe kommen sehen
Da es der Auftakt zu einer sehr langen Thriller-Reihe ist ist der doch sehr umfassende Einblick in das Leben und die Vergangenheit von Joe für mich ok - wäre es ein Stand Alone oder eine Trilogie wäre es mir definitv zu viel gewesen
- Ayla Dade
Like Fire We Burn
(514)Aktuelle Rezension von: Tine04Ein wahnsinniger emotionaler Ritt. Es gab sehr viel Herzschmerz und habe mit Wyatt und Aria mitgefühlt und mitgefiebert. Ich liebe dieses Buch und vorallem Aylas Schreibstil, durch diesen man sofort in die Geschichte reinfindet und emotional sehr mit dabei ist. Ich freue mich auf die nächsten Bänder. Auch wenn ich warte, bis ich alle habe und dann alle zusammen lesen werde.
- Gloria Träger
Als wir uns sahen
(26)Aktuelle Rezension von: MissB_Meine Meinung inklusive kleinem Spoiler: Das Buch startet mitten in einem Streit zwischen Carly und Gerrit und macht dann einen Schlenker in die Vergangenheit und das Kennenlernen des Paares. Die Liebesgeschichte der beiden ist wirklich wunderschön. Bis zum Tag an dem sich alles ändert, denn Carly begeht einen bösen Fehler. Sie betrügt Gerrit. Entschuldigung für den Spoiler, aber ich möchte ein bisschen näher auf dieses Thema eingehen.
Ein Betrug ist eine unschöne Sache. Ich finde es sehr mutig, dass die Autorin dieses Thema in ihrem Buch behandelt hat. Es ist ein Thema, dass sicher viele Menschen bzw. Paare betrifft und beschäftigt, aber es ist eben auch ein Thema, dass nicht unbedingt betrachtet wird. Die Autorin setzt sich intensiv mit dem Thema auseinander. Wie konnte es dazu kommen? Und was nun? Wie fühlen sich die beteiligten damit? Die Klärung dieser Fragen und Gefühle ist ihr meiner Meinung nach sehr sehr gut gelungen. Ich habe sehr mit Carly und Gerrit mitgelitten. Wie die Geschichte ausgeht müsst ihr natürlich selbst nachlesen (:
Dies war mein erstes Buch von Gloria Träger und ich bin sehr begeistert von ihrem Schreibstil und den reellen Gefühlen der handelnden Personen.
- Charlotte Link
Die Betrogene
(597)Aktuelle Rezension von: norahildegardKate Linvilles erster Fall (für mich schon ihr zweiter) und was soll ich sagen? Was ein Buch! Ich wusste vorher schon, dass ich Charlotte Link und ihre Art, Geschichten zu erzählen, mochte. Doch spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass ich es liebe!
Das Buch war durchweg spannend, absolut nicht vorhersehbar und obwohl manches banal erschien, war es dann doch irgendwie wichtig. Das Ende habe ich bis kurz vor knapp so gar nicht kommen sehen, fand es aber definitiv einen gelungenen Plottwist, der auch nicht zu weit hergeholt, sondern genau passend war!
Ein kleiner Minuspunkt war die Länge. Während der Großteil des Buchs absolut spannend waren, gab es doch die ein oder andere Stelle, die zwar viel Liebe zum Detail hatte, bei der dann aber doch einfach um den heißen Brei geredet wurde. Hier und da hätte eine Kürzung vermutlich nicht weh getan, wobei ich auch sagen muss, dass ich besonders die Nebenhandlung super interessant fand — hab mich immer gefreut, wenn sich ein neues Kapitel darum handelte!
Wer mal ein Buch von Charlotte Link lesen will oder eine neue Thrillerautorin zum durchsuchten sucht, macht mit "Die Betrogene" sicherlich nichts falsch!
- Simon Beckett
Flammenbrut
(885)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeKate ist alleinstehend und wünscht sich ein Baby. Sie sucht eine Kinderwunschklinik auf. Da Kate keinen anonymen Samenspender möchte, gibt sie eine Annonce auf. Alex meldet sich daraufhin bei ihr. Eine ungewöhnliche Beziehung beginnt...
Mein Leseeindruck:
Keine leichte Kost. Das Thema ist an sich schon sehr sensibel - unerfüllter Kinderwunsch.
Ich fand die Geschichte von Kate und Alex sehr spannend, aber ich kann mir auch vorstellen, dass eingefleischte Thrillerfans vielleicht eher enttäuscht sind. Ziemlich lange geht es im Buch nur um Kate und Alex und den Beginn ihrer doch etwas außergewöhnlichen Beziehung. Erst relativ spät entwickelt sich die Geschichte dann in eine Richtung, die zum Thriller "passt"...
Ich fand die Handlung dennoch von Anfang an spannend, da ich die ganze Zeit eine Art Erwartungshaltung hatte. Ich habe immer auf den "Knall" gewartet, der dann irgendwann ja auch kam.
Die Geschichte ist vielleicht nicht hochspannend, aber mir ging sie doch unter die Haut.
13.11.2023
- S. K. Tremayne
Eisige Schwestern
(12)Aktuelle Rezension von: TheaWolf30Es war einmal....
Es war einmal ein junges Paar, dass sich vor einigen Jahren kennen lernte, heiratete und eine Familie gründete. Er war als Architekt sehr erfolgreich. Sie verwirklichte sich als Journalistin. Dann wurde sie schwanger, mit Zwillingen. Sie veränderte sich figurlich, war abgekämpft vom Alltag mit den Kindern und nicht mehr so ansehnlich wie zuvor. Er verlor das Interesse an ihr. Sie begann eine Affäre. Nach einiger Zeit fand das einst so tolle Schicki-Micki-Paar doch wieder zusammen, aber irgendetwas stimmte trotzdem nicht. Und dann der große Knall, der dem tollen Leben, das sie führten, endgültig ein Ende setzte: eines ihrer Kinder stürzte vom Balkon und starb an den schweren Verletzungen. Gepeinigt und erschüttert flüchtet die Familie nun aus London und lässt sich auf einer einsamen, schottischen Insel nieder. Hier beschäftigt das Paar vor allem eine Frage: welcher der Zwillinge hat überlebt?
Nach einigen sehr guten Büchern war es nun wieder soweit: ein nicht wirklich tolles Elaborat fand den Weg zu mir....und dass es nicht wirklich toll war, stellte ich schon nach dem ersten Kapitel fest. Sarah, die Frau und Mutter, ist eine nervige, unfähige und völlig gestörte Frau, die sich zeitweise wie ein 15-jähriger Teenager verhält. Sie interessiert sich nur für Sex, Sex und nochmal Sex. Angus säuft und kann seine Wut nur schwer kontrollieren, was mir angesichts von der dämlichen Sarah an seiner Seite sogar manchmal verständlich war. Die Beziehung der beiden war von jeher von Oberflächlichkeit geprägt und das Verbindungsglied war/ ist Sex. Wenn der ausfiel/ ausfällt, klappt(e) es einfach nicht mehr. Obendrein hat Sarah manchmal Angst vor Angus, was angesichts dessen, dass er nie handgreiflich wurde und sie auch sonst nicht demütigt, recht irritierend wirkt. Dass beide nicht besonders helle sind, zeigt sich schon dadurch, dass sie ihre 6-jährigen Zwillinge nicht auseinander halten konnten. Geredet wird in dieser kaputten Familie nie viel. Das vor war Lydias/ Kirsties Tod nicht anders als danach. Auch das überlebende Kind wird nur belogen - zu seinem eigenen Schutz, wie die Eltern meinen. Für mich war es nur irritierend und unverständlich.
Unverständlich war auch die Entscheidung der beiden, auf eine einsame Insel mit einem kaputten Haus zu ziehen. Es mangelt an Geld, um es zu reparieren. Es mangelt an Gesellschaft. Es ist kalt; im Notfall ist man von der Welt abgeschnitten. Das Kind wird immer seltsamer und der Familienhund sucht irgendwann verstört das Weite. Kein Wunder bei Sarahs absurden Verhaltensweisen und Angus`Trinkerei.
Abgesehen davon, dass es insgesamt eine sehr unglaubwürdige Geschichte mit unsympathischen Hauptpersonen war, bleibt die Feststellung, dass der Autor absolut unfähig ist, sich in eine Frau hinein zu versetzen. Manchmal fragte ich mich, ob er mit der sexbesessenen Sarah ein Idealbild von einer/ seiner Frau schaffen wollte? Natürlich steht Sarah auch noch auf richtig harten, fast gewalttätigen Sex, während sie andererseits aber Angst vor etwaigen Gewaltausbrüchen ihres Mannes hat. Sie mag darüber hinaus anonymen Sex (mit gänzlich Unbekannten) und überhaupt....nichts anderes als Sex. Klar, es gibt solche Frauen, aber dem Autor ist es nicht gelungen, mir ein stimmiges Gesamtbild von dieser Person zu vermitteln.
Gut fand ich an diesem Buch, dass es doch einen gewissen Spannungsaufbau gab - auch, wenn Sarah nervte, wollte ich doch wissen, wie es weiter geht. Und die Hybriden-Insel-Landschaft war sehr schön dargestellt.
- Jennifer Lillian
Verliebt in seinen Freund
(18)Aktuelle Rezension von: alexandra_bartekSally ist unzufrieden mit ihrer Beziehung zu Brad, und das schon obwohl sie erst ein paar monate zusammen sind. Sally versucht alles um diese Beziehung neu zu gestallten. Leider macht Brad ihr das überhaupt nicht einfach. Daph ihre beste Freundin will ihr dabei helfen. Sie machen Urlaub zu 9 und Alex ist auch darunter mit dem Sally irgendwann mal was hatte vor Brad. Brad ist mir sehr unsympatisch da er nur an sich denkt und Sally mehr und mehr vernachläsigt, Alex merkt es und ist für Sally da. Die Spannung zwischen den beiden ist fühlbar allerding hängt Sally sehr an Brad was das ganze zu einem hin und her macht was mich Persönlich sehr genervt hat gerade im letzen drittel. Sally badet in Selbstmitleid und vergisst alles was ich eine weile verstehen konnte aber das zog ich über monate hinweg und hat das Buch gegen Ende leider sehr langathmig gemacht. Das Ende ist etwas gemein weil es genau wo es spannend wird abreist.
Das Buch bekommt 3 Sterne.
- Dani Atkins
Die Nacht schreibt uns neu
(377)Aktuelle Rezension von: Sabine1979Das Buch beginnt sehr schnell mit einem Drama, bei dem man einfach nur mitfiebern und hoffen muss.
Danach ist Emma in einem Gefühlschaos zwischen zwei Männern. Den einen kennt sie schon ewig und den anderen erst seit kurzem, aber ihre Gefühle sind sehr intensiv.
Es geht immer wieder hin und her und beim Hochzeitstag war ich mir nicht zu 100% sicher, welchen Mann sie gewählt hat.
- Lucinda Riley
Das Schmetterlingszimmer
(213)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Posy Montague ist 70 Jahre alt und blickt auf ein bewegtes Leben zurück, zum großen Teil in Admiral House in Suffolk verbracht. Ihre beiden Söhne Sam und Nick hat sie als Witwe allein groß gezogen. Nick ist ein erfolgreicher Antiquitätenhändler, der nach jahrelangem Auslandsaufenthalt wieder nach Großbritannien zurückkehrt. Sam ist mit Amy verheiratet und hat zwei kleine Kinder, doch er glänzt eher durch Misserfolge im unternehmerischen Bereich. Für den Lebensunterhalt muss Amy aufkommen, was ihr zunehmend schwerer fällt.
Posy trifft eines Tages Freddie Lennox wieder. Er war einst die Liebe ihres Lebens, aber dann hatte er sich ohne weitere Erklärungen aus ihrem Leben gestohlen. Sie erfuhr nie, weshalb er sich von ihr getrennt hatte.
Als Nick, Freddie und der charmante Schriftsteller Sebastian Girault in Posys Leben erscheinen, werden Ereignisse in Gang gesetzt, die unumkehrbar sind. Und dann ist da noch das Geheimnis um das geliebte Schmetterlingszimmer ihres Vaters, das nach all den Jahren noch gelüftet werden muss.
Mein Fazit:
Ein wunderbares Buch, ich kann es nicht anders sagen. Es ist ähnlich in dem Stil geschrieben wie die Bände der Sieben Schwestern-Reihe. Vergangenheit und Gegenwart spielen eine wichtige Rolle und es werden Brücken gebaut und somit beide Zeitformen geschickt miteinander verknüpft.
Zugegeben, das eine oder andere kleine Detail konnte man schon ein bisschen vorher ahnen. Warum Nick heimlich so viel in Suffolk verweilte, obwohl seine frische Liebe Tammy in London auf ihn wartete. Und Sam ist mir von allen am unsympathischsten gewesen: alkoholkrank und kümmerte sich kaum um seine Frau und Kinder. Für seine Misserfolge übernahm er auch kaum Verantwortung. Logisch, dass es da eskalierte. Kleine Liebeleien, kleine versteckte Andeutungen und ein riesiges Haus, das niemand unterhalten kann und doch will man es im Grunde nicht verkaufen.
Die Rückblenden beschreiben Posy als Mädchen und junge Frau, die ohne ihre Eltern den Weg finden musste. Der Vater verstarb früh und sie kam zu ihrer Großmutter. Die Mutter floh nach Frankreich und später nach Italien und interessierte sich kaum noch für ihre Tochter. Um dennoch alle stolz zu machen, lernte Posy fleißig und konnte später auf einem frisch gegründeten Mädchen-College studieren. Über all dem Hing der Geist ihres Vaters, den sie über alles geliebt hatte und ihr viel zu früh entrissen wurde. Ihre Erinnerungen an die Ausflüge mit ihm waren immer gegenwärtig.
Ich habe die Geschichte um die Montagues genossen, ihre Tiefschläge und Höhenflüge, ihr Glück und Leiden und immer wieder Posy in der Mitte, wie ein Fels in der Brandung. Eine solche Mutter ist wirklich bemerkenswert. Und was ich ganz toll finde ist die Tatsache, dass in diesem Buch nicht nur junge Menschen Liebe finden können. Posy und Freddie, beide über 70 und verwitwet, scheinen an alte Zeiten anknüpfen zu wollen. Ich finde das wunderbar und so herrlich romantisch.
Ein absolutes Wohlfühlbuch für zwischendurch, um sich das Herz ein bisschen erwärmen zu lassen. Es bekommt fünf Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.
- Lisa Taddeo
Three Women – Drei Frauen
(140)Aktuelle Rezension von: ReadingWitchRezension „Drei Frauen“
Liebe, Leidenschaft und Intimität sind für die meisten von uns positive Begriffe. Wir verbinden sie mit Glück und Zufriedenheit. Aber was passiert, wenn Liebe zur Obsession wird oder wenn das Objekt unserer Begierde unsere Gefühle nicht teilt. Oder noch schlimmer – unsere Liebe wird ausgenutzt. Wenn man den Begriff “unglückliche Liebe“ googelt, stößt man schnell auf Ausdrücke wie z. B. Co. Abhängigkeit, Narzissmus und toxische Partnerschaft. Und nach einer kleinen Umfrage im Freundeskreis musste ich feststellen, dass solche Beziehungen gar nicht so selten sind.
Genau solche ungesunden Beziehungen macht Lisa Taddeo zum Thema in ihrem Roman „Three Women – Drei Frauen“. Sie schreibt über drei unterschiedliche, amerikanische Frauen, die alle einer unglücklichen Liebe verfallen sind. Eine der drei Frauen ist Maggie. Sie ist 17 Jahre alt und lebt noch bei ihren Eltern. Die Verhältnisse bei ihr zuhause sind nicht besonders stabil, und aus dem Wunsch heraus sich jemandem anzuvertrauen entsteht nach und nach eine Liebesbeziehung zu ihrem Vertrauenslehrer. Dann ist da noch Lina. Sie ist verheiratet und hat Kinder. Ihr Mann hat sie seit langer Zeit nicht mehr angerührt, geschweigenden begehrt. Ihr Verlangen nach Liebe und Zärtlichkeit treibt sie in die Arme ihrer Jugendliebe Aidan. Die dritte Frau ist Sloane. Sie stammt aus einer Upper-Class Familie und heiratet einen Mann, dem sie jeden sexuellen Wunsch erfüllt.
All diese Frauen haben eins gemeinsam. Sie glauben, dass sie aus Liebe handeln. Dabei fällt dem Leser schnell auf, dass diese Liebesbeziehungen nicht gesund sind, sondern geradezu toxisch. Die Männer geben den Ton an und die Frauen bleiben mit ihren Wünschen auf der Strecke. In der Beziehung zu ihrem Lehrer muss sich Magie seinen Bedingungen fügen. Lina lässt alles stehen und liegen, wenn ihre Affäre sich bei ihr meldet. Und Sloane überschreitet ihre moralischen Grenzen, um den Vorstellungen ihres Mannes zu genügen.
Diese drei Geschichten basieren auf wahren Begebenheiten und werden von Lisa Taddeo abwechselnd Schritt für Schritt entwickelt. Taddeo schreibt aus der Sicht ihrer Figuren und erlaubt dem Leser damit den vollen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Der Leser erfährt warum sich diese Frauen auf diese toxischen Partnerschaften einlassen. Besonders berührt hat mich das Schicksal von Magie, die für ihre naive und kindliche Liebe zu einem Mann brutal bestraft wurde. Bei Lina hatte ich oft das Bedürfnis diese zu schütteln und sie zu fragen, wo denn ihr Stolz sei. Und dass es nur Unglück bringt einem Mann in dem Ausmaß nachzurennen. Sloane macht auf den ersten Blick einen emanzipierten Eindruck. Sie arbeitet, ist ihr eigener Chef und trifft auch eigenständig Entscheidungen. Doch dieser Eindruck täuscht, sie wünscht sich Aufmerksamkeit und Liebe und macht sich damit selbst zum Opfer.
Gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen ist kein Thema der Vergangenheit. Wie die #Metoo-Debatte zeigt, ist die Gleichbehandlung von Mann und Frau noch nicht erreicht. Genau damit setzt sich Lisa Taddeo in diesem Roman auseinander. Sie beleuchtet Themen wie Solidarität unter Frauen, toxische Männlichkeit, weibliche Rollenbilder, Co. Abhängigkeit und Depressionen und zeigt schonungslos, dass Unterdrückung nicht nur durch Männer erfolgt, sondern auch von Frauen angefacht wird. Die Frauen denunzieren sich selbst, um in der Männerwelt erfolgreicher zu sein. Das alles umrahmt Taddeo mit ihrem unaufgeregtem und klarem Schreibstil. Sie erschafft eine zum Inhalt passende düstere und hoffnungslose Atmosphäre.
Fazit
Warum lassen Frauen das mit sich machen? Auf diese Frage gibt auch die Autorin keine Antwort, aber sie zeigt anschaulich, wie es bei den betreffenden Frauen dazu kam. Sind diese Geschichten nachvollziehbar? Wahrscheinlich kann man diese Frauen nur dann verstehen, wenn man selbst in einer toxischen Beziehung festhing. Gibt es von mir eine Leseempfehlung? Ein klares Jein an dieser Stelle. Dieses Buch zeigt Missstände auf, ohne Hoffnung auf Änderung zu machen. Es ist keine leichte Kost oder Unterhaltung für zwischendurch. Dieser Roman soll aufrütteln und zum Denken anregen. Wenn man dazu bereit ist, muss man es lesen.
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