Bücher mit dem Tag "fremdsprachen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fremdsprachen" gekennzeichnet haben.

115 Bücher

  1. Cover des Buches Harry Potter and the Goblet of Fire (ISBN: 9781408855683)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Goblet of Fire

     (972)
    Aktuelle Rezension von: Alondria

    Meine Meinung

    Harry Potter habe ich zum ersten Mal 1999 gelesen, als es gerade erschien und die Welt faszinierte. Auch heute noch, 20 Jahre später, bin ich fasziniert von dieser magischen Welt, dieser tiefgehenden Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine und der ganzen Zauberei.

    Ein Re-Read auf Englisch musste allein schon wegen der wunderschönen Cover der englischen TB-Ausgaben sein. Rowling weiß einfach, wie man allein durch Schrift eine magische Welt erschafft, die den Leser nie wieder loslässt. Jahrelang habe ich nur die Filme geschaut und dadurch zwangsläufig so viele Details aus den Büchern vergessen. Daher war das Lesen wie ein neues Erlebnis.

    Fazit

    Auch mit Ende 20 ist Harry Potter immer noch ein Muss für mich. Ich liebe die Geschichte einfach so sehr, dass ich die Bücher natürlich nur empfehlen kann!

  2. Cover des Buches The Colour of Magic (ISBN: 0552124753)
    Terry Pratchett

    The Colour of Magic

     (87)
    Aktuelle Rezension von: CelinaS
    Auch mit diesem Buch schafft Terry Pratchett es wieder einmal, einen der Aspekte des Lebens zu parodieren und uns die eigene Welt vor Augen zu führen.
    Als der erste Tourist nach Ankh Morpork kommt, stellt er damit die Stadt und, im weiteren Verlauf der Geschichte, die ganze Scheibenwelt auf den Kopf. Den mit seiner gutgläubigen Naivität bringt er sich und seinen "Fremdenführer" immer wieder in brenzlige Situationen. Diese werden immer wieder auf überraschende Weise gelöst und es ist gleichzeitig sehr lustig, dem Touristen, Twoflower, und seinem Touristenführer "zuzuhören". Wo Twoflower jedeGefahr als "Original" und "typisch" für die Region ansieht und unbedingt erleben will, muss der andere in seinem Bemühen, Twoflower in einem Stück nach Hause zu bringen, immer wieder über seinen eigenen Schatten springen.
    Obwohl es einerseits eine sehr unterhaltsame Fantasy-Geschichte mit zwei eher ungewöhnlichen Helden ist, legt Pratchett doch auch den Daumen auf Aspekte unseres täglichen Lebens und spitzt Situationen und Verhalten, die wir alle kennen, zu. So erlebt man, wie verschiedene Personen und Gruppierungen auf die Ankunft des Touristen reagieren: von Hotelbesitzern, die das Unwissen des Ortsfremden ausnutzen, über den bereits genannten Fremdenführer, bis hin zu Gruppierungen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, mehr Touristen anzulocken. So sehr man über diese Lachen kann (denn letztendlich ist es auch ein lustiges Buch), wurde ich doch immer mal wieder nachdenklich. Das Verhalten Twoflowers kann zwar meistens als übertrieben angesehen werden, aber es kam auch vor, dass es sehr genau der Wahrheit entsprach und dem, wie sich Touristen heute verhalten. Da das Buch 1983 veröffentlicht wurde, kann ich schwer abschätzen, inwiefern sich Touristen damals schon so verhalten haben. Aber wenn sich dieses Verhalten erst in den vergangenen 30 Jahren entwickelt hat, ist es doch erschreckend, wie sehr wir mittlerweile einem überspitzten Bild aus einem Fantasy-Roman von vor 30 Jahren entsprechen.
  3. Cover des Buches Harry Potter and the Chamber of Secrets (ISBN: 9781408855669)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Chamber of Secrets

     (1.004)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Das zweite Jahr in Hogwarts beginnt für Harry rasant. Erst wird er im Privet Drive festgehalten, dann kommt er nicht zum Hogwarts Express und als er endlich in der Zauberschule ankommt, erwartet ihn richtig viel Ärger. Doch damit hat sein neues Jahr erst begonnen. Neue Lehrer, neue Schüler und eine neue Gefahr erwarten ihn. Nach und nach werden Schüler angegriffen und alles hat mit einer verschollenen Kammer zu tun, die mehr Legende zu sein scheint, als real. Um hinter das Geheimnis der Kammer des Schreckens zu kommen, geht Harry einmal mehr ungewöhnliche Wege und stößt dabei auch auf seine eigene Geschichte.

    Rowlings zweiter Band, startet schneller in die Handlung und nimmt rasant an Fahrtwind auf. Wir erfahren mehr über den ominösen Tom Riddle und auch Dumbledores, Hagrids und Harrys eigener Hintergrund werden mehr und mehr beleuchtet. Und das zu lesen, macht einfach Spaß. Denn Rowling versteht es die richtigen Infos zur richtigen Zeit einzustreuen, so dass man, wie Harry, nach und nach ein Gesamtbild erhält. Auch die neuen Charaktere, wie Lucius Malfoy, Gilderoy Lockhart oder auch Ginny Weasley sind tolle Figuren, die Potters Zauberwelt  bereichern und die beiden Seiten jener Welt toll illustrieren.

    Kurzum: Ein guter Folgeband, der schon etwas erwachsener daherkommt und die gesamte Geschichte alles in allem gut trägt. Lesenswert.

  4. Cover des Buches Dune (ISBN: 0441172717)
    Frank Herbert

    Dune

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Saruna

    Der englische Schreibstil war teilweise sehr anstrengend und ich musste mich richtig konzentrieren. Das hat es manchmal nicht ganz so angenehm gemacht. Die Geschichte ist aber richtig cool und verspricht noch mehr episch zu werden in den folgebände und ich freu mich nun richtig doll auf den Film. Ich weiss auch noch nicht ob ich weiterlesen werde, weil es wirklich anstrengend war für mich. Das englisch war echt anspruchsvoll und man merkt, dass das Buch alt ist.  

  5. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

     (1.355)
    Aktuelle Rezension von: Xander-77

    Es gibt Bücher, die würde man gerne gut finden wollen, weil sehr viele andere  Leser sie gut finden und als großartig bewerten, dieses ist so eines, in meinen Augen.

    Leider habe ich keinen Zugang zu diesem Buch gefunden. Ich fand es furchtbar langatmig und langweilig und "Ein fesselndes Abenteuer" (Spiegel) konnte ich beim allerbesten Willen nicht ausmachen.

    Trotzdem habe ich mich bis zum Schluss durchgekämpft, fast schon gequält, immer in der Hoffnung, es könnte noch die Erleuchtung für mich kommen, sie kam aber nicht.

    Aufgrund einiger philosophischer Gedanken im Buch, die mir durchaus gefallen haben, würde ich eigentlich 1,5 von 5 Sternen geben, Tendenz aber eher Richtung 1/5.

    Aktuell ist es für  mich schwer vorstellbar, ein weiteres Buch des Autors zu lesen.

  6. Cover des Buches Das Schweigen des Sammlers (ISBN: 9783458359265)
    Jaume Cabré

    Das Schweigen des Sammlers

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Henk_Bleu

    Ich weiß noch, dass ich über dieses Buch in der FAZ eine hymnische Besprechung las. Es sei einer der besten spanischen Romane der letzten Jahre, hieß es darin. Ich weiß nicht mehr, wie das genau begründet wurde, aber mein Interesse war geweckt.

     

    „Das Schweigen des Sammlers“ heißt im Original „Ich bekenne“ und das ist der weitaus treffendere Titel für diesen verwickelten Roman. Formal ein Briefroman, lesen wir die Memoiren des spanischen Gelehrten Adria Ardevol an seine Frau Sara Voltes-Epstein, die große Liebe seines Lebens. Es ist ein Buch über Schuld und die Hoffnung auf Wiedergutmachung. Denn Ardevol fühlt sich schuldig am Schicksal seiner Frau, und daran, dass sie ihn verließ – weil er eine Geige nicht zurückgab, die seiner Familie nicht gehörte. Das klingt vielleicht banal, aber die Geschichte dieser Geige bildet neben Ardevols Lebensgeschichte die zweite große Stütze des Romans. Sie spannt einen riesigen zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, von Geistlichen in Klöstern bis zu Nazischergen in Auschwitz. Und der Streit über ihren Besitz ist Ausgangspunkt für umfangreiche Schilderungen über Gut und Böse, Schuld und Moral.

     

    Damit hat sich Cabre viel vorge-, aber nicht übernommen. Ihm gelingt es, die stattlichen 850 Seiten intelligent und spannend zu füllen. Vor allem hat Cabré die Handlungsebenen kunstvoll und trickreich verknüpft. Oft springt er mitten in einem der vielen Dialoge auf eine andere Ebene. Oder er wechselt in einem Dialog die Erzählperspektive, vom Er zum Ich oder Du. Das ist oft nicht gleich zu verstehen, sondern erfordert die Aufmerksamkeit des Lesers, ist aber absolut faszinierend gemacht und trägt dazu bei, dies Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch formal komplex zu machen. Es führt vor allem dazu, dass der Leser näher an die Handlung herankommt und von ihr stärker berührt wird. Und es macht das Buch einzigartig.

     

    Kritikpunkte sehe ich bei der Hauptfigur. So facettenreich sie einerseits angelegt ist, so einseitig ist das Motiv von Ardevols Handlungen: Das Gefühl der Schuld und die überbetonten Gefühle für seine Frau wirken über die ganze Länge fast schon penetrant. Aber vielleicht ist das eine Mentalitätssache, und deutsche Leser empfinden hier anders als der spanische Autor. Zum anderen ist Ardevol als Intellektueller angelegt, der über die Natur des Bösen forscht. Dann müsste dazu auch was Intellektuelles kommen, doch das fehlte mir. Dafür gibt er durch die Romanhandlung vielfältige Antworten dazu.

     

    Vielleicht hat Cabre nicht alles einlösen können, aber ihm ist in achtjähriger Arbeit unterm Strich ein bemerkenswertes Buch gelungen, das ich empfehlen möchte
  7. Cover des Buches Der Russe ist einer, der Birken liebt (ISBN: 9783423142465)
    Olga Grjasnowa

    Der Russe ist einer, der Birken liebt

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Das Buch hat gerade eine etwas traurige Aktualität,  denn der zurzeit wieder aufgeflammte Konflikt um Bergkarabach war der Grund für die Flucht der Protagonistin. Mascha kam mit ihrer Familie als Kleinkind aus Aserbaidschan nach Deutschland. Sie ist Jüdin, angehende Übersetzerin, spricht verschiedenste Sprachen fließend und möchte eigentlich zur UNO. Dann aber hat ihr Freund Elias einen Unfall, was sie komplett aus der Bahn wirft. Überstürzt fliegt sie nach Israel und muss sich zunehmend mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen.Sie flieht vor sich selbst, vor ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten und Wünschen. Die Erfahrung mit früheren Erlebnissen beeinflusst ihren Umgang mit aktuellen Ereignissen.
    Mascha selbst ist nur schwer greifbar. Ich habe ihr gleichzeitig gewünscht, dass sie zur Ruhe kommt, weil ihre Rastlosigkeit auf fast jeder Seite deutlich wird, und doch fiel es mir schwer sie zu mögen. Ihre Flucht in Beziehungen und ihr Blick und Fokus auf Männer hat mich teilweise geärgert, manchmal wirkte sie egozentrisch auf mich, dann wieder vor allem verzweifelt, mal zielstrebig und mal verloren. Der Roman legt es aber auch nicht darauf an, die Protagonistin liebenswert darzustellen, sondern spielt mit dieser Ambivalenz und ständigen Suche. Gerade darin liegt eine ziemliche Stärke des Buchs. Am Ende geht es auch nicht darum, Maschas Umgang mit Trauer zu verurteilen, denn ihr Handeln hat Ursachen und ihr Charakter ist sehr komplex. Lediglich die teilweise stereotype Darstellung mancher Nebenfiguren hat mich etwas gestört.

  8. Cover des Buches Mort (ISBN: 0552131067)
    Terry Pratchett

    Mort

     (69)
    Aktuelle Rezension von: 100Buecher
    Lezek blinked. "Didn´t see you there for a minute," he said. "Sorry, mind must have been elsewhere." I WAS OFFERING YOUR BOY A POSITION, said Death. "What was your job again?" said Lezek, talking to a black-robed skeleton without showing even a flicker of surprise. I USHER SOULS INTO THE NEXT WORLD, said Death. "Ah", said Lezek, "of course, sorry. Should have guessed from the clothes. Very necessary work, very steady. Established business?" I HAVE BEEN GOING ON FOR SOME TIME, YES, said Death. . Das Buch ist brilliant! Nachdem ich meinen letzten Versuch Terry Pratchett zu lesen völlig entnervt aufgegeben habe, kam das als ein ziemlicher Schock. Okay, ich weiss gar nicht wie ich ausdrücken soll, wie überrascht ich bin. Aber ich bin SO überrascht! Nach dem "Farbe der Magie"-Krampf, war dieses Buch ein Highlight! Die Geschichte über Mort ist clever, charmant, liebenswert und einfach gnadenlos witzig. Alle Dinge, die mich an "Die Farbe der Magie" so genervt haben, die dauernden Abschweifungen, die Absätze langen Witze, die nervigen Charaktere - keine Spur davon in Mort. Es gab zwar immer noch Abschweifungen die mich genervt hätten - wären sie nicht diesmal nur als Fußnoten aufgetreten. So konnte ich sie also gepflegt überlesen und mich an dem Genie der Geschichte freuen. Ja, Genie! Ich bin euphorisch! Das könnte daran liegen, dass ich von diesem Buch einfach nichts erwartet habe, es sogar gefürchtet habe - aber ich bin mir sicher, dass zumindest ein Teil der Euphorie gerechtfertigt ist. . Zum einen liegt das am Tod. Der war ja schon im letzten Buch unter den einzigen Dingen, die mir gefallen haben und hier spielt er die Hauptrolle. Und der Tod sieht zwar so aus, wie man sich das gemeinhin vorstellt (Skelett, schwarze Kutte, Sense, außerdem spricht er nicht laut, sondern seine Worte kommen im Gehirn an, ohne die Ohren zu benutzen), ist aber eigentlich ein liebenswertes Schnuckelchen. Wenn er auch nicht wirklich Mitgefühl mit den Menschen zeigt, deren Seelen er abholt (für das Umbringen ist er NICHT zuständig!) so liebt er doch Katzen, Curry und seine Adoptivtochter Ysabell. Ysabell ist insgeheim auch der Grund, warum er Mort angestellt hat. . HAVE YOU MET MY DAUGHTER? Death said. "Er, yes Sir." said Mort, his hand on the doorknob. SHE IS A VERY PLEASENT GIRL said Death AND OF COURSE ONE DAY, THIS WILL ALL BELONG TO HER! Something like a small blue supernove flared for a moment in the depths of his eyesocket. It dawned on Mort that, with some embarassement and complete lack of expertise, Death was trying to blink. Mein Lieblings Pratchett Charakter! (Bild von http://www.intermission.nu/tag/terry-pratchett/) Es macht einen Riesenspaß diesen gutmütigen, naiven und leicht verschämten Tod durch seine Mitlife-Crysis zu begleiten. Während er das tut, richtet Mort allerdings einen Riesenschlamassel an und bringt mal eben die Weltordnung durcheinander. Das geht natürlich nicht, denn schließlich ist es vorherbestimmt wer wann und wo stirbt. Pratchett hat da so seine eigenen Theorien zu Schicksal, Vorherbestimmung und Sterblichkeit und diesen haftet bei aller Ironie immer auch ein Hauch Genialität mit an. Zum Beispiel kommen nach dem Tod alle Menschen dort hin, wo sie erwarten hinzukommen. Wie Mort bemerkt ist das zwar unfair, denn so kommen auch die Bösen in den Himmel, wenn sie das erwarten, aber der Tod winkt ab: "Es gibt keine Fairness. Es gibt nur mich." Hm. Und wenn jemand erwartet wiedergeboren zu werden, dann wird er das auch, wie Mort bei seinem Besuch in einem Mönchkloster feststellt: . "Don´t rush off" said the abbot. "I always look forward to these talks. What´s happened to the usual fellow?" "Usual fellow?" said Mort bewildered. "Tall chap, black cloak. Doesn´t get enough to eat, by the look of him." "Usual fellow? You mean Death?", said Mort "That´s him!" said the abbot cheerfully. Mort´s mouth hung open. "Die a lot, do you?" he managed. . Ich hab nicht nur einmal laut herausgekichert. Und ich saß in einem Zug! Abgesehen davon, dass die Charaktere liebenwert und der Erzählstil lustig ist, ist die Geschichte auch einfach gut. Wir verbringen dieses Mal netterweise kaum Zeit in der Stadt Ankh-Morpork, die mich - Sorry Pratchett Fanatiker! - in diesem Buch immer noch genauso nervt, wie im letzten. Dafür spielt ein Großteil der Geschichte auf dem Rücken vom (buchstäblichen) Pferd des Todes. Sein Name ist Binky. . Ps: Warum bloß die bescheuerten Cover? Dieses Mal sind zumindest die Farben schön, aber die Figuren von Mort und dem Tod sind ja dramatisch hässlich.
  9. Cover des Buches Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (ISBN: 9780545582933)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Prisoner of Azkaban

     (888)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Ein neues Jahr an der Zauberschule, ein neuer Lehrer für die Verteidigung gegen die dunklen Künste und eine weitere Begegnung mit seiner Vergangenheit. Als Harry sich mit den Dursleys überwirft, findet er sich allein in London wieder. Doch die Ereignisse verblassen schnell, als Harry mitbekommt, dass Sirius Black aus Askaban geflohen und wohl auf der Suche nach ihm sei. Einmal mehr ist er in Gefahr und einmal mehr muss er sich durch ein Schuljahr schlagen, dass so einige Hürden mit sich bringt. Immer an seiner Seite Hermine und Ron.

    Diese Lektüre stand lange aus und nun habe ich meine Lücke im Harry Potter Universum geschlossen. Band 3 der Reihe wirft bereits seine Schatten voraus und zeigt erstmals, das Harrys Zauberwelt auch düsterer kann. Mit Sirius Black, Remus Lupin und den Dementoren Askabans sind Rowling Charaktere gelungen, die eine andere Welt zeigen. Sie haben Ecken und Kanten, sind weder vollkommen gut noch vollkommen böse - sie handeln aus eigenen Motiven. Lupin - der Wolf (allein die Namensgebung ist brillant), der zwischen Gut und Böse changiert - je nachdem ob der Wolf ihn einnimmt oder nicht. Sirius, der Pate Harrys, der als gefürchtetster Zauberer verleumdet wird und dabei seine ganz eigene Wahrheit hat. Und auch die Dementoren, die einen Blick auf Voldemorts Welt erlauben. Gleichzeitig lernen wir altbekannte Charaktere besser kennen, erfahren mehr von Snapes Groll auf die Potters und sehen Dumbledore at his best. Gepaart mit dem Alltag in Hogwarts, der locker leicht diese Welt kontrastiert, ist das Buch wunderbare Lektüre und kommt erstmal erwachsener daher. 

    Kurzum: Ein toller dritter Band, der die Folgebände gut vorbereitet und dessen Lektüre ein Spaß war. Empfehlenswert.

  10. Cover des Buches Dracula (ISBN: 9783960551133)
    Bram Stoker

    Dracula

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Der junge Anwalt Jonathan Harker reist für seine Kanzlei nach Transsylvanien, da der dort ansässige Graf Dracula in London ein Anwesen erwerben möchte. Schon bald wird er Zeuge merkwürdiger Vorgänge, die ihn an seiner geistigen Gesundheit zweifeln lassen. Einige Zeit später landet ein Geisterschiff an der Küste Englands und auch dort geschehen grausige Dinge, bis eine Gruppe Freunde sich daran macht, Dracula zu vernichten.

    Den Namen Dracula kennt „jedes Kind“, so prägend war Bram Stokers Gruselroman für unsere Popkultur. Hier findet sich alles, was man Vampiren so nachsagt: sie meiden das Tageslicht, nehmen keine Nahrung zu sich und so weiter. Auch das Töten eines Vampirs durch den Pflock durchs Herz stammt wohl aus diesem Roman.

    Obwohl ich das alles schon kannte, flog ich gebannt durch die Seiten und ließ mich von der unglaublich gruseligen Atmosphäre und der Spannung, die Stoker kreiert, faszinieren. Ich habe mir dabei gerne ausgemalt, wie die viktorianische Gesellschaft auf „Dracula“ wohl reagiert hat.

    Die betroffenen Menschen tappen lange im Dunkeln, bis Dr van Helsing eine Ahnung hat, die sich bestätigt. Draculas erstes Opfer Lucy muss allerdings etwas anderes durchmachen als Mina, Jonathan Harkers Frau. Das war mir zunächst etwas schleierhaft und wirkte auch etwas konstruiert, da Mina fortan eine psychische Verbindung zu Dracula hat, die den Freunden hilft, ihn aufzuspüren.

    Die Verfolgungsjagd und der Showdown am Schluss waren für mich leider nicht so spannend wie der Beginn des Buchs. Der Showdown gestaltet sich relativ schnell und bei der Verfolgungsjagd fehlte mir etwas der Einfallsreichtum. So sind es letztlich nur vier Sterne geworden, dennoch habe ich den Grusel-Klassiker „Dracula“ sehr gerne gelesen.

  11. Cover des Buches Romeo und Julia. (ISBN: B00273PY1S)

    Romeo und Julia.

     (152)
    Aktuelle Rezension von: sandrabenner

    Das Buch ist eine Liebestragödie aus dem 16. Jahrhundert, die von Romeo und Julia handelt, welche aus zwei verfeindeten Familien kommen. Montague und Capulet heißen sie und haben beide großen Einfluss…

    Ich denke zwar das die Bescheibung des Inhalts bei diesem Weltbekannten Buch ein bisschen unnötig ist, wollte sie aber trotzdem nicht missen. Für mich war es das erste Buch dieser Art und ich werde definitiv wieder solche lesen (das nächste habe ich schon gekauft). Anfangs ist es mit den vielen Namen zurechtzukommen, nach dem ersten bis zweiten Akt geht das dann aber. Durch die vielen Fußnoten lässt sich das Buch zwar nicht sonderlich flüssig lesen, aber ich denke das ist normal. Ich finde es definitiv faszinierend wie die Sprach damals war und es meiner Meinung nach, immer so kleine Gedichte sind, in denen „gesprochen“ wird. Ich hätte niemals gedacht, dass es das Wort „Memme“ damals schon gab. Die Liebe zwischen Romeo und Julia ist so groß, dass ich leider bezweifle, dass es sie heute noch so gibt, was natürlich sehr schade ist. Diese Geschichte ist definitiv faszinierend, komplex und sehr gefühlsvoll. Ganz große Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Harry Potter and the Philosopher's Stone (ISBN: 8601404313097)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Philosopher's Stone

     (1.572)
    Aktuelle Rezension von: Dreamingbooknerd

    Das Buch bzw. die Reihe hat den Hype wirklich total verdient!
    Der Schreibstil ist sehr schön einfach und flüssig zu lesen, das Englisch (als Deutsche) super zu verstehen. Der Akzent (von Hagrid) ist am Anfang ein wenig irritierend, dann gewöhnt man sich aber daran. Das ganze Buch hat einen sehr schönen witzigen Humor, sodass man oft beim Lesen schmunzeln muss.
    Die ganze Atmosphäre ist sehr gemütlich, mysteriös und zauberhaft. Man taucht total schnell in die Welt ein und begleitet die Figuren sehr gerne. Die Figuren sind alle sehr einzigartig und wachsen einem sehr schnell ans Herz.
    Die ganze Welt ist einfach wahnsinnig gut durchdacht und aufgebaut, ein wahrer Lesegenuss!
    Das Buch unterscheidet sich leicht vom Film und hat auf jeden Fall ein paar super coole Ergänzungen bereit. Ich habe das Buch einfach total gerne gelesen und freue mich schon total auf die weiteren Bände und Geschichten, die man in Hogwarts erlebt.

  13. Cover des Buches Das Magische Messer (ISBN: 9783551583413)
    Philip Pullman

    Das Magische Messer

     (1.009)
    Aktuelle Rezension von: Se_zink

    Philip Pullman erschafft in seiner Reihe fantastische Welten, wie es nur die ganz großen Autoren beherrschen. In diesem zweiten Band wird die Geschichte um das Mädchen Lyra fortgesetzt, das eine geheimnisvolle Rolle in einem noch drohenden Krieg spielen sollen. Der Roman ist multiperspektivisch angelegt, was mir persönlich sehr gut gefällt, und der detailreiche Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich mir alles genau vorstellen konnte und zwischendurch sogar vergessen habe, dass ich nur eine erfundene Geschichte lese. Absolute Leseempfehlung für alle, die Fantasy lieben!

  14. Cover des Buches Das Haus in der Löwengasse (ISBN: 9783499259012)
    Petra Schier

    Das Haus in der Löwengasse

     (127)
    Aktuelle Rezension von: unclethom
    Heute habe ich ein Buch aus dem Jahr 2012 beendet. Um es kurz zu machen, das Buch hat mich vollends überzeugt.
    Neben der Adelinareihe ist das bisher das Buch, das mir von Petra Schier am besten gefallen hat. Erneut gelang es der Autorin mich abzuholen und dies gleich auf den ersten Seiten. Der Spannungsbogen ist fein gezeichnet und beginnt eher sachte um sich dann immer weiter zu steigern.
    Das Buch besticht durch großartig ausgearbeitete und sehr plastisch beschriebene Figuren. Dank der schönen Schreibweise gelingt es der Autorin ihren Figuren Leben einzuhauchen, so sehr das man glauben könnte, es handle sich um reale Personen. Dazu die wie gewohnt schönen Dialoge und man erlebt mit wie sich eine Liebesgeschichte zur damaligen Zeit angefühlt haben muss.
    Der Hauptdarsteller, Julius ist ein sehr moderner Mann, eigentlich ganz anders wie so viele Männer im Verhältnis zu seinen weiblichen Angestellten. Nach außen hin eine raue Schale mit einem weichen Kern. Es ist jetzt nicht leicht Julius weiter zu charakterisieren ohne zu viel von der Story zu verraten, deshalb lasse ich es auch sein. Ich empfehle hier, das Buch selbst zu lesen, wenn ihr Wissen wollt welch ein feiner Mann Julius denn ist.
    Die Schauplätze sind ebenfalls sehr schön beschrieben und so kommt es einem vor als wäre man selbst schon dort gewesen.
    Der Roman ist eine wunderschöne Liebesgeschichte und daher eigentlich eher etwas für Frauen, so könnte man denken. Aber denkste, auch ich als Mann war von diesem Roman von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
    Für mich sind das hier hochverdiente 5 Sterne, sowie eine Leseempfehlung!
  15. Cover des Buches The Godfather (ISBN: 0451167716)
    Mario Puzo

    The Godfather

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Vorlage zu dem wundervollen Film mit Brando, Pacino usw. Der Aufstieg des Don wird erzählt, und wie er Audienz hält, indem er sich die Sorgen seiner Bittsteller anhört und mal gütig, mal kalt reagiert, wie er seine Nachfolge zu regeln gedenkt, sich mit seinem Consigliori berät und auch äußert widerspenstige Naturen wie den Filmproduzenten Jack Woltz zu überzeugen vermag ("Ich hab ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte.") Nur die Beschreibung von Sonnys "derbem Puttengesicht" wirkt albern.
  16. Cover des Buches Moby Dick (ISBN: 9781503280786)
    Herman Melville

    Moby Dick

     (58)
    Aktuelle Rezension von: CrazycolorTiger

    Moby Dick ist einer der bekanntesten Klassiker, daher musste ich ihn auch mal lesen. Der Einstieg ist sehr spannend und die Charakter wecken sofort Interesse. Queequeg ist sofort ein Favorit, da er für Spannung sorgt und äusserst loyal zu sein scheint. Danach versuchen sich die beiden Protagonisten als Walfänger unter der Führung von Kapitän Ahab. 

    Ab da zieht sich das Buch leider sehr in die Länge. Es wird oft beschrieben, wie sie auf See treiben und anderen Schiffen begegnen. Natürlich gibt es immer wieder ein paar Hinweise, wo sich Moby Dick aufhält. Der Walfang wird sehr brutal und detailliert beschrieben, was nicht für jeden angenehm ist. Der Schreibstil ist sehr alt, was man merkt, wenn über den dunkelhäutigen Queequeg geschrieben wird. Auch das Verständnis von Queequeg ist eher hinterwäldlerisch. 

    Leider hat mich das Buch in diesem Sinne nicht wirklich überzeugen können, dennoch finde ich es einen wertvollen Klassiker, den mal vielleicht mal gelesen haben sollte, einfach um die Anspielungen zu verstehen. Sehr wahrscheinlich werde ich dieses Buch aber nicht noch einmal lesen.

  17. Cover des Buches Guards! Guards! (ISBN: 0061020648)
    Terry Pratchett

    Guards! Guards!

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "They may be called the Palace Guard, the City Guard, or the Patrol. Whatever the name, their purpose in any work of heroic fantasy is identical: it is, round about Chapter Three (or ten minutes into the film) to rush into the room, attack the hero one at a time, and be slaughtered. No one ever asks them if they wanted to.

     This book is dedicated to those fine men."  

    Dies ist mein erster Besuch in der Scheibenwelt und bereits die Widmung hat mir ein Lachen hervorgelockt. Ich hatte überlegt, mit welchem Buch ich anfangen sollte, und habe  mich dann für den ersten Roman der Nachtwachen-Reihe entschieden. In "Guards" Guards!" sieht sich die Nachtwache mit einem Drachen konfrontiert, der von einem Geheimbund per Magie heraufbeschworen wurde. Dabei stolpern die vier Mitglieder von einer kuriosen Situation in die nächste, die Brüder des Geheimbundes sind durch die Bank weg ziemlich hirnverbrannt und durchgeknallt und ein Orang-Utan-Bibliothekar, der sich durch Raum und Zeit bewegen kann, mischt auch noch kräftig mit. Ich mußte ein ums andere mal grinsen, kichern und lachen, weil die ganze Geschichte mit diesem wunderbaren britischen Humor gespickt ist (ich habe mich teilweise an Monthy Python erinnert gefühlt). Es wird ganz bestimmt nicht mein letzter Besuch in der Scheibenwelt gewesen sein.

  18. Cover des Buches Soul Music (ISBN: B002KHJH5K)
    Terry Pratchett

    Soul Music

     (38)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Mostly Harmless (ISBN: 9780330323116)
    Douglas Adams

    Mostly Harmless

     (15)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Dieci minuti per morire (ISBN: 9783817496600)
  21. Cover des Buches Shogun (ISBN: 0440178002)
    James Clavell

    Shogun

     (153)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Vermutlich werde ich mir keine Freunde mit dieser Rezension machen, aber ich denke, es sollte einmal gesagt werden.

    Clavell ist ein meisterhafter Erzähler. Er schafft es ein große und komplexe Geschichte mit einer Vielzahl an Charakteren so zu erzählen, dass sie gut verständlich und niemals verwirrend ist. Er bedient sich dabei eines Schreibstils, von welchem einem jeder Ratgeber für kreatives Schreiben deutlichst abraten und als Fehler bezeichnen würde, den der Autor aber perfektioniert hat. Er wechselt in fast jeder Szene fließend die Perspektive von einer Person auf die andere. Dies wirkt natürlich, kein Bisschen gekünstelt und erleichtert das Verständnis für Hintergründe und Motive der einzelnen Personen deutlich. Hätte er, wie fast jeder andere Autor, pro Szene nur eine Perspektive gewählt, wäre der Roman wahrscheinlich drei Mal so lange geworden.
    Tatsächlich ist die Länge die größte Schwäche des Romans. Er umfasst über 900 Seiten. Das Problem dabei ist meiner Ansicht nach, dass die Geschichte dieses Ausmaß nicht rechtfertigt. Viele Dinge werden mehrfach durchgekaut und immer wieder aufgebracht. Manche Szenen, ja ganze Erzählstränge, scheinen nur zu existieren um dem Leser ein besseres Verständnis für die japanische Kultur an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zu geben. Dies ist ganz interessant, führt aber nirgendwo hin und artet meiner Meinung nach auch stark aus. Wäre der Roman ein Erstlingswerk gewesen, so hätte ein Lektor Clavell vermutlich eine ganze Reihe von Charakteren mitsamt ihren Geschichten gestrichen.
    Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, warum machen Personen überhaupt nicht ausgearbeitet werden. Clavell konzentriert sich so stark auf das Umfeld der Hauptpersonen, dass deren Widersacher zu kurz kommen. Ishido, der große Antagonist Toronagas bekommt so wenig Text ab, dass er als Gegenspieler vollkommen unbrauchbar wird. Über ihn, ja eigentlich alle Mitglieder des Regentschaftsrats und deren Umfeld, wird meist nur indirekt gesprochen. Dies nimmt sehr viel Spannung aus der Geschichte.
    Auch historisch sehe ich einige Punkte die mir seltsam erscheinen. Mir kommt es so vor, als würde sich der Autor perfekt in der Geschichte der japanischen Kultur auskennen, hat aber scheinbar ein paar Lücken in jener der Westlichen. Blackthornes anfängliches Unverständnis für die Ausgrenzung der Eta wirkt merkwürdig, wo doch im Europa jener Zeit auch viele Menschen aus der "ehrbaren" Gesellschaft ausgeschlossen wurden - deren Berufsgruppen deckten sich sogar zum großen Teil mit jener der Eta, wie Beispielsweise Schlachter und Gerber.
    Insgesamt ist es ein schönes und interessantes Buch, aber ich denke nicht, dass sich der große Zeitaufwand aufgrund der Länge wirklich lohnt.

  22. Cover des Buches Die Entdeckung der Faulheit (ISBN: 9783442153954)
    Corinne Maier

    Die Entdeckung der Faulheit

     (14)
    Aktuelle Rezension von: juergenalbers
    Corinne Maier ist ein moderner Eulenspiegel, eine kundige Hoffnärrin, die dem großen und allmächtigen staatseigenen Stromkonzern den Spiegel vorhält. In ihrem Buch rechnet Maier mit einem System ab, in dem verdiente Parteibonzen mit Posten versorgt werden, auf denen sie ohne Arbeit alt werden können. Der Titel und das vordergründige Thema täuscht, denn es geht nicht wirklich um die Faulheit Maiers, die sich tatsächlich mit ausgeklügelten Methoden ihre Arbeit so leicht wie möglich macht. Nein, es geht um die Demaskierung staatseigener Unternehmen als Versorgungsstationen für ehemalige Politiker und andere arbeitsscheue Gesellen. Das Buch amüsiert, aber erschreckt auch. Nämlich wenn man erkennt, wie ähnlich die dargestellten Strukturen auch in Deutschland zu finden sind. Ehemalige Lokal- und Regionalpolitiker, die mit Aufsichtsratsmandaten in Sparkassen und landes- oder bundeseigenen Stiftungen o.ä. versorgt werden. Posten und Pöstchen, die als Gegengabe für jahre- oder jahrzehntelange Parteiarbeit auf den Hinterbänken unserer Republik vergeben werden. Im Grunde ist dieses System nicht besser oder schlechter als andere mafiöse Strukturen in Sizilien oder auf Korsika. Vielleicht nicht ganz so gewalttätig, aber nicht weniger korrupt und brutal. Ein absolut lesenswertes Buch und eine Pflichtlektüre für jeden politisch Interessierten.
  23. Cover des Buches Northern Lights Filmed as The Golden Compass (ISBN: 9781407104058)
    Philip Pullman

    Northern Lights Filmed as The Golden Compass

     (91)
    Aktuelle Rezension von: MrsFraser
    "Very grand indeed." beschied die New York Times über dieses Buch. Und es stimmt , die ganze Trilogie ist in meinen Augen das Beste, was es für Jugendliche auf dem Markt gibt, auch wenn die drei Bücher im Schnitt jetzt etwa 20 Jahre alt sind. 

    Warum ich das so empfinde, werde ich versuchen, im Folgenden in Worte zu fassen, aber wie immer bei Büchern, die mich tief berühren und mir gefühlt 'mehr' als Wahrheit zeigen, werde ich dem Werk von Philip Pullman nicht gerecht werden. 

    In 'The Golden Compass' lernen wir Lyra Belacqua kennen, die von den Gelehrten des Jordan Colleges in Oxford aufgezogen (oder mehr geduldet) wird, weil ihre Eltern angeblich verunglückt sind. Doch auch wenn uns die Orte und Namen bekannt vorkommen, macht Pullman im ersten Satz klar, dass es sich nicht um unsere Welt handelt, in der Lyra sich bewegt. Denn sie bewegt sich nicht allein. An ihrer Seite ist ihr daemon Pantalaimon. Diese Erfindung des daemons ist der große Kniff des Autors und birgt einen Großteil des Zaubers der Trilogie (die gesammelt 'His Dark Materials' heißt). Jeder Mensch in Lyras Welt hat einen daemon zum Begleiter. Das ist ein Wesen in Tiergestalt, dessen Leben und Fühlen untrennbar mit dem seines Menschen verbunden ist. Es könnte als Manifestation der Seele oder des Charakters interpretiert werden. Bei Kindern wie Lyra hat der daemon noch keine feste Form angenommen, erst wenn man in der Pubertät ist, legt sich der daemon auf eine Gestalt fest und verrät damit auch immer einiges über den Charakter seines Menschen. Bei Kindern verraten die unterschiedlichen Formen des daemons eher etwas über ihre momentane Gefühlslage. Die Idee wurde inzwischen vielfach kopiert, aber bisher habe ich noch keine Geschichte gelesen, in der die Verbindung zwischen einem Menschen uns seinem Begleiter so tiefgreifend und berührend beschrieben wurde wie in His Dark Materials.

    Eine zweite Erfindung Pullmans ist 'Staub' oder 'Dust' im englischen Original. Das ist eine Materie oder ein Teilchen, das noch kaum erforscht ist und dessen Existenz von der Kirche in Lyras Welt geleugnet wird. Tatsache ist aber, dass Dust allgegenwärtig ist und ein Bewusstsein zu haben scheint. Lord Asriel, Lyras Onkel, der sie manchmal am Jordan College besucht, will eine Expedition in den hohen Norden starten, um Dust weiter zu untersuchen. Im weiteren Verlauf erfährt Lyra, dass Lord Asriel ihr Vater ist und die kalte Mrs. Coulter, die Lyra kurz nach Asriels Besuch zu sich holt und versucht, sie mit schönen Dingen zu bezirzen, ihre Mutter. Lyra flieht vor dieser Frau und wird von den Gypsians, einem (auf Flüssen) fahrenden, weisen Volk mit in den Norden genommen, um einerseits ihren Vater zu finden und andererseits Roger, den Küchenjungen aus Jordan, der zusammen mit anderen Kindern entführt worden ist. Unterwegs erhält sie das Alethiometer, den titelgebenden goldenen Kompass, der ein Gerät ist, das die Wahrheit sagt. Es ist allerdings sehr schwer zu lesen, doch Lyra scheint eine Begabung dafür zu haben. Sie erfährt, dass  es eine Prophezeiung über sie gibt und  sie eine besondere Rolle in der Suche nach Dust spielen soll. Doch zuerst will sie Roger retten und macht dabei die Bekanntschaft von Iorek Byrnison, einem gepanzerten Eisbären, der von seinem Thron vertrieben wurde. 

    Man merkt, eine Zusammenfassung der Geschichte des ersten Teils fällt mir wahnsinnig schwer, weil jedes Kapitel spannend, wichtig und interessant ist. Es tauchen immer wieder neue Personen oder Wesen auf und die Story wird immer tiefer und mehr und mehr Fragen entstehen. Lyra ist ein bezaubernder Charakter, ein ganz und gar nicht liebes Mädchen, sondern ein Wildfang mit dem Herz am rechten Fleck. Dass sie zum Werkzeug wird, wird von allen 'Guten' so gut es geht verhindert, doch Lyra ist eigensinnig genug, um sich nicht zu verstecken, sondern selber für ihre Freunde einzustehen und somit zu handeln und ihre Rolle in der Prophezeiung zu stärken. Schon im ersten Teil merkt man ganz klar, dass das 'Erwachsenwerden' ein Hauptthema der Trilogie ist und der Autor schafft es, die Emotionen, die damit verbunden sind, die Angst und die Liebe, in wenigen Worten so auszudrücken, dass einem (vielleicht gerade als erwachsener Leser) von jetzt auf gleich Tränen in den Augen stehen. 

    Ein Welt, die durch und durch verzaubert, eine Protagonistin, die durch ihre Menschlichkeit überzeugt und eine symbolische Ebene, die man nicht wirklich greifen kann - man muss sie fühlen. 

    Grandios. Uneingeschränkt zu empfehlen, aber bitte auch mit 2. und 3. Teil!


  24. Cover des Buches The Fellowship of the Ring (ISBN: 9780007488308)
    J. R. R. Tolkien

    The Fellowship of the Ring

     (116)
    Aktuelle Rezension von: booksaremyescape

    Ich denke jeder kennt die Geschichte, wenn nicht von den Büchern, dann von den Filmen, aber hier nochmal kurz runtergebrochen: Im ersten Teil wird die Geschichte erzählt, wie der Ring an Frodo weitergeht und er zu seiner Reise aufbricht, da sich das Böse in Mordor sammelt. Erst sammelt sich schön langsam die Gruppe, mit der Frodo einen Teil der Strecke zurücklegt und am Schluss zieht Frodo nur mit Sam weiter.

    Also erstmal muss ich sagen, dass ich (für mich untypisch) relativ lange für das Buch gebraucht habe, weil es ja doch etwas älter ist und der Stil dementsprechend sehr anders ist. Das ganze Buch ist nicht auf Spannung pur ausgelegt sondern zeichnet sich eher durch das ehrliche Abbild wie verschiedene Leute mit schlechten Situationen und verschiedenen Möglichkeiten umgehen. Einerseits hat mich das gestört, weshalb auch der eine Stern fehlt, aber andererseits war es auch schön, das der Fokus auf der Menschlichkeit liegt, wo ich dann eindeutig sagen würde, dass ich daraus gelernt habe. Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell Macht blind macht, aber es ist auch wunderschön wie ein gemeinsames Ziel bei so vielen unterschiedlichen Charakteren verbrüdern kann.

    Die Charaktere sind jetzt nicht so tief, wie man es von zeitgenössischen Büchern kennt, weil einfach nicht so viel Hintergrundgeschichte erzählt wird. Man lernt die Charaktere also nur durch ihr Verhalten und durch das was sie sagen kennen, was natürlich dementsprechend dauert. Trotzdem konnte ich jeder ihrer Taten mit dem Bild, was in meinem Kopf entstanden ist, vereinbaren.

    Es ist ein Klassiker und ich tue mir schwer darüber zu schreiben, weil es so anders ist, als was ich sonst lese, aber ich bin unglaublich froh, dass ich mit dieser Reihe angefangen habe und freue mich schon auf die nächsten zwei Teile. Empfehlen würde ich dieses Buch daher allen, die auch ohne Spannung Bücher lesen können und Lust darauf haben, etwas Menschlichkeit zu entdecken.

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