Bücher mit dem Tag "freud"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "freud" gekennzeichnet haben.

141 Bücher

  1. Cover des Buches Über uns der Himmel, unter uns das Meer (ISBN: 9783499267338)
    Jojo Moyes

    Über uns der Himmel, unter uns das Meer

     (654)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    Vier junge australische Kriegsbräute machen sich mit hunderten anderen Bräuten auf den Weg nach England. Auf einem alten Flugzeugträger fahren sie sechs Wochen über die Meere, um endlich mit ihren Ehemännern vereint zu sein. Auf der Reise werden tragische Schicksale enthüllt und leider auch einige Träume zum platzen gebracht.

    Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mich in die Geschichte zu einzufinden, da diese aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Wenn man aber erst einmal den Überblick gewonnen hat, machen die unterschiedlichen Sichten überhaupt erst den Reiz der Geschichte aus. So erhält man einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der doch so unterschiedlichen Charaktere. Manchmal plätschert die Geschichte etwas vor sich hin, das wird aber von den Geheimnissen, die Anfangs immer mal wieder nur erwähnt werden wett gemacht.

    Eine nette Geschichte für zwischendurch.

  2. Cover des Buches Morgen kommt ein neuer Himmel (ISBN: 9783596521128)
    Lori Nelson Spielman

    Morgen kommt ein neuer Himmel

     (2.537)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Obwohl das Buch echt schön geschrieben war, fande ich es schwer zu lesen. Die Geschicht war einwenig nervig, dieses ganze hin und her hat mich schon sehr gestört. 

  3. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (459)
    Aktuelle Rezension von: hummmel

    finished: 27. Januar 2022

    2,5/5 Sterne

    Für den Deutschunterricht angefangen, für mich beendet. Der Schreibstil ist echt interessant, weil jedes Detail von Bedeutung ist. Jedes vorbeifahrende Auto, jedes einzelne Haar wird erwähnt. Alles. So erfahren die Leser viel über die Charaktere selbst, sodass sie gut Form annehmen können.

    Viele Szenen fand ich jedoch ziemlich fragwürdig, aber die Zitate machen dieses Buch dann doch wieder lesenswert

  4. Cover des Buches Silber - Das erste Buch der Träume (ISBN: 9783596522897)
    Kerstin Gier

    Silber - Das erste Buch der Träume

     (7.233)
    Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_Vinci

    Der Roman ist sehr spannend. Als ich kleiner war, habe ich auch immer versucht um Schlaf meinen Traum zu kontrollieren und meine Türe zu finden, so gut hat mir die Vorstellung gefallen. Auch Jahre später bin ich noch begeistert von der Idee. Es macht Spaß zu lesen und Liv zu begleiten. Das Finale ist sehr spannend und theoretisch hätte auch nach Teil 1 wieder Schluss sein können. Ich bin aber froh, dass dem nicht so ist. Ich freue mich schon auf die Verfilmung.

  5. Cover des Buches Ich brenne für dich (ISBN: 9783442482764)
    Tahereh H. Mafi

    Ich brenne für dich

     (609)
    Aktuelle Rezension von: keinlesezeichen

    *Spoiler möglich*
    Endlich endlich endlich findet Juliette zu sich selbst. In Band 3 wird es ehrlicher, furchtloser, kompromissloser. Juliette weiß ab sofort, was sie will und für was es sich zu kämpfen lohnt. Und das hat sich direkt im Schreibstil der Autorin widergespiegelt. Alles hatte auf einmal so viel mehr Ausstrahlung, so viel mehr Kraft. Jede Seite dieses Buches war spannend, ich konnte es kaum aus den Händen legen. Ein großer Teil des Buches wurde von der Lovestory in Anspruch genommen, die mich absolut umgehauen hat. Es war so authentisch, so ehrlich und voller Gefühle. Aber auch Freundschaften standen im Vordergrund. Der Zusammenhalt der Charaktere war einfach großartig. Sie alle zusammen haben den zerstörten Zustand der Welt irgendwie erträglicher gemacht. Auch wenn einige Punkte vielleicht etwas zu kurz gekommen sind, besonders am Ende, bin ich einfach begeistert von dieser Idee und der einzigartigen Umsetzung. Dieser Schreibstil ist so unfassbar nah an den Charakteren, dass ich mich fühlte, als wäre ich zwischen ihnen. 

    Dass Aaron Warner mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wird, war mir schon in Band 1 klar. Aber was hier passiert ist, hat diesen Kerl nochmal so viel genialer gemacht. 

    Für mich ist dieser Band eindeutig der bisher beste. Ein Ende danach wäre denkbar, aber für mich ist noch zu vieles offen. Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht und welche Geheimnisse noch offenbart werden.

  6. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

     

    INHALT:

    Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
     Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

     

    MEINE MEINUNG:

    Auch dieser Band – eigentlich der erste dieser Art von Florian Illies – hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf die unterhaltsamste Weise eine Menge gelernt. Es hat mich auch nicht im Geringsten gestört, daß ich den Ergänzungsband – 1913: WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE schon vorher gelesen habe. 

    Wie ich schon schrieb, gefällt mir der Stil des Autors einfach sehr gut, ich schätze vor allem die gelegentlich eingestreuten süffisanten Kommentare, die mir so manches Mal ein Schmunzeln entlockten.

    Jetzt hoffe ich, daß Illies so ein Buch vielleicht über die 50er oder 60er Jahre schreibt – und das bitte schnell!

  7. Cover des Buches Charleston Girl (ISBN: 9783442473991)
    Sophie Kinsella

    Charleston Girl

     (646)
    Aktuelle Rezension von: M-Valerius

    Leider konnte mich diese aufgesetzte, unrealistische Geschichte nicht packen. Zwar habe ich mich durch das Buch gekämpft, aber auch nur, weil mein Sub abgebaut war und dies das letzte Buch davon war.

  8. Cover des Buches Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) (ISBN: 9783551320117)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)

     (19.190)
    Aktuelle Rezension von: fabian_emilio

    /

  9. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (600)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sehr inspirierend 

  10. Cover des Buches Der gute Psychologe (ISBN: 9783442747917)
    Noam Shpancer

    Der gute Psychologe

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Eine etwas andere Geschichte aus der Sicht eines Psychologen der selbst nicht wenige Probleme in seinem Privatleben hat.
    Neben einem Lehrauftrag an der Abendschule für Pschologiestudenten empfängt der Psychologe tagsüber diverse Patienten, darunter eine Stripteastänzerin die wegen Angstattaken nicht mehr auftreten kann......

    Der Roman vermittelt ganz nebenbei Wissen, gibt Einblick in die Arbeit eines Therapeuten und so manches mal entlockt es auch ein Schmunzeln.
    mir hat es sehr gut gefallen

  11. Cover des Buches 19 - Das erste Buch der magischen Angst (ISBN: 9783473585922)
    Rose Snow

    19 - Das erste Buch der magischen Angst

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Maria_Leptokaridou___Theoharidou

    Wieder einmal haben es Rose Snow geschafft, dass ich ein Buch von ihnen nicht aus der Hand legen konnte. Ich war erneut fasziniert von der Thematik und der Welt, die sie in diesem Buch erschaffen haben. Das Thema Ägypten, Mythen, Sichelkrieger und Sonnenkrieger hat mich zum jubeln gebracht, denn ich liebe die ägyptische Mythologie, außerdem macht das die Story sehr aufregend.

    Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass der Einstieg in dieses Buch mir sehr einfach gefallen ist. Es wurde nicht einmal langweilig oder kompliziert, die Autorinnen schaffen immer eine perfekte Mitte zwischen Spannung, Erklärung (Einstieg in die Welt des Buches und der Story) und Humor😊


    Die Protagonisten sind alle sehr interessant und ich freue mich schon mehr über diese chaotische Truppe in Band 2 zu erfahren. 


    Wieder einmal kann ich nur betonen, wie sehr ich alle Bücher der Autorinnen liebe und deswegen möchte ich wirklich euch dazu animieren, ihre Bücher zu lesen😊❤️

  12. Cover des Buches Crackrauchende Hühner (ISBN: 9783741281495)
    Leveret Pale

    Crackrauchende Hühner

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_Knorr

    Klappentext:


    Nihilismus. Romantik. Drogen. Chaos. Kratom. Karl Marx beim Monopolyspielen. Zwei Hühner auf Crack. Der totale Wahnsinn.


    Der 17-jährige Schüler Nathan ist ein psychopathischer Freak mit der exotischen Lieblingsdroge Kratom. Von den meisten seiner Klassenkameraden wird er gemieden, so auch von Daniel, der sogar Angst vor Nathan hat. Doch bei der Berlinklassenfahrt am Ende der zehnten Klasse kommen Nathan und Daniel in dasselbe Hotelzimmer und damit wird die Konfrontation unausweichlich. Bald schlagen Daniels Ängste vor Nathan jedoch in eine morbide Faszination für den exzentrischen Außenseiter, dem eine prophetische Macht innezuwohnen scheint, um. Je länger Daniel aber Nathan folgt, desto mehr beginnt die Realität zu zerbröckeln. Bald vollführt Nathan biblische Wunder und hält nihilistische Predigten. Es tauchen sonderbare Gestalten auf, wie Schwarze in Einhornkostümen, sprechende, cracksüchtige Hühner und suizidale Zombies. Zunehmend beginnen Traum und Realität immer mehr ineinander zu kollabieren. Bald steht Daniel vor der Frage:

    Was ist real? Und wen interessiert das eigentlich?



    Meine Bewertung: 

    Zum Cover: Das Cover passt natürlich zum Titel des Buches! Zu sehen ist ein weißes Huhn auf einem schwarzen Hintergrund -  was komplett anderes und ein totaler Blickfang.

    Zum Inhalt: In diesem Buch geht es um Daniel, der kurz vor seinem Abitur steht. Seine Klasse erhält einen neuen Schüler, den 17-jährigen Nathan. Dieser ist ganz anders als seine meisten Altersgenossen: Er rebelliert gegen die Lehrer, ist ein Außenseiter, wird von den meisten Klassenkameraden gemieden und seine Lieblingsdroge ist Kratom. Auf einer Klassenfahrt in Berlin kommen Daniel und Nathan auf dasselbe Hotelzimmer, wo sie sich näher kennenlernen. Als Nathan Daniel nun die Droge Kratom anbietet, verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Nach der Klassenfahrterleben wir beide einen Sommer lang zurück in München, in einem Leben voller Unfug und Exzesse. Im Verlauf der Geschichte wird der Gebrauch der Droge immer intensiver, wodurch sich nun auch Wahnvorstellungen in die Handlung mischen. Zum Schluss hin kommen sogar Paralleluniversen ins Spiel. Das Buch beinhaltet zudem philosophische und gesellschaftskritische Passagen, als auch Chaos, Karl Marx beim Monopoly spielen sowie Wahnsinn.

    Zum Schreibstil: Der Autor Leveret Pale hat einen lockeren und flüssigen Schreibstil. Mir gefällt es besonders gut, dass kurze Sätze vorhanden sind, sowie Absätze, die für einen guten Leseverlauf sorgen. Durch den Roman hindurch begleiten wir Daniel als Ich-Erzähler. Die Form, in der geschrieben wurde, zeugt von Kreativität. Es gibt Stellen, wo das Buch in Prosa geschrieben wurde, aber stellenweise wechselt die Form wieder. So gibt es dann plötzlich ein Interview zwischen einem riesigen Huhn und Karl, oder ein Gespräch zwischen Nathan, Daniel, Gott und Jesus, sowohl ein Polizeibericht. Die Figuren warensehr schräg. Daniel, der Hauptprotagonist, ist zunächst neugierig und wird bald zu Nathans rechte Hand, hinterfragt zunächst nicht bis er Nathan etwas kritischer gegenüber steht. Auf der anderen Seite gibt es Nathan, der einfach provoziert und ein großer Fan von Drogen ist. Dabei verkauft er nebenbei auch die Drogen und kontrolliert den Drogenmarkt in seiner Umgebung. Dieses Buch ist in insgesamt 37 Kapitel unterteilt.



    Mein Fazit:


    Dieses Buch ist unangepasst, ungewöhnlich, echt provozierend und philosophisch. "Crackrauchende Hühner", der in das vom Schriftsteller selbsterfundene Genre Nihilist Punk fällt, wurde im Alter von 17 Jahren innerhalb drei Wochen verfasst. Etwas ganz anderes, was ich zuvor gelesen habe!

    Nichtsdestotrotz bekommt das Buch 4 von 5 Sterne.


    Danke an Leveret Pale für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

  13. Cover des Buches Die Tochter meines Vaters (ISBN: 9783492062541)
    Romy Seidel

    Die Tochter meines Vaters

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Forila

    Sehr interessante Romanbiographie über das Leben von Sigmund Freud und seiner Tochter, die den Leser mitreißt, sodass man sich das Szenario sehr gut bildlich vorstellen kann. Die Autorin begeistert mit dem klaren Schreibstil und der Ereignisdarstellung. Eine klare Empfehlung für alle, die historische Romane und Romanbiographien lieben.

  14. Cover des Buches Die Kunst des Liebens (ISBN: 9783548377513)
    Erich Fromm

    Die Kunst des Liebens

     (256)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Man kennt Erich Fromm als deutsch-US-amerikanischen Psychoanalytiker, Philosophen und Sozialpsychologen. Bücher wie "Die Kunst des Liebens" und "Haben oder sein" haben Weltruhm erlangt, aber die wenigsten wissen, dass der Autor aus einer streng jüdischen Familie kam und ursprünglich Rabbiner werden wollte. Dieses In-die-Liebe-hineingewachsen-sein spiegelt sich überall im Buch "Die Kunst des Liebens" wieder, auch wenn Fromm seine orthodoxe Lebensweise aufgab, als er Psychoanalytiker wurde.

    Deshalb haben mich seine biblischen Interpretationen besonders beeindruckt.
    Schon immer hatte ich gedacht, dass Gott das Verbot, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, nur ausgesprochen hatte, weil er Adam und Eva als kleine Kinder betrachtete, die gern mal ein Verbot übertreten, um zu sehen, was dann passiert. Fromm sieht darin Freiheit, die Freiheit zum Ungehorsam. Die Menschen haben die Wahl, etwas zu tun oder zu lassen. Ja, genau, rufe ich herzlich dankend.

    "Liebe ist die tätige Sorge für das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben", schreibt Fromm. Dann verdeutlicht er das am Beispiel des Propheten Jona, der ein starkes Gefühl für Recht und Ordnung hat, aber kein Verständnis für Gnade. Als Gott die Menschen in Ninive verschont und Jonas schattenspendenden Rizinusstrauch verdorren lässt, beschwert sich der Prophet bei Gott. "Was Gott Jona antwortet, ist symbolisch zu verstehen. Er erklärt ihm, dass das Wesen der Liebe darin besteht, für etwas 'zu arbeiten' und 'etwas aufzuziehen', dass Liebe und Arbeit nicht voneinander zu trennen sind."

    An sieben Tagen erschuf Gott die Welt. Das sei Fürsorge, so der Autor. "Aber Gott geht über dieses notwendige Minimum hinaus: An jedem Tag der Schöpfung sagt Gott eigens zu dem, was er geschaffen hat: 'Es ist gut!'" In dieser besonderen Bestätigung komme die bedingungslose, mütterliche Liebe zum Ausdruck, die Fromm als das Endziel jeglicher Liebe ansieht. Mütterliche Liebe ist Nächstenliebe. Der Säugling braucht sie, die Mutter gibt sie. Weiter hinten im Buch schreibt Fromm: "Es gibt keine 'Arbeitsteilung' zwischen der Liebe zu den eigenen Angehörigen und der Liebe zu Fremden."

    Über die Feindesliebe schreibt der Autor nichts. Deshalb möchte ich das hier ergänzen. Stellen Sie sich ein Vergewaltigungsopfer vor, dass dem Täter so sehr vergibt, dass es ihm hilft, sich seinem Narzissmus zu stellen, um zu seinem wahren Selbst, zur Kunst des Liebens zu finden. Wenn der Täter das schaffen sollte, wird er zur Dankbarkeit und Liebe fähig werden und kann dann auch sich selbst vergeben. Die Rollen von Täter und Opfer würden aufgehoben sein. Die Gewalt wäre zur Liebe transzendiert. Damit meine ich nicht, dass Täter und Opfer jetzt ein Paar werden, sondern dass sie für alles, was existiert, Liebe empfinden könnten.

    Besonders spannend fand ich auch das Kapitel über die Selbstliebe, in welchem Fromm deutlich zwischen wahrer Selbstliebe und Selbstsucht sowie Selbstlosigkeit unterscheidet.
    Selbstliebe schafft Frieden, während Selbstsucht, dem Selbsthass entspringt, alles um sich herum gierig verschlingt, um am Ende nur noch gieriger zu sein, es herrscht Krieg. "Die Bedürfnisse anderer interessieren ihn nicht, und er hat keine Achtung vor ihrer Würde und Integrität. Er kann nur sich selbst sehen; einen jeden und alles beurteilt er nur nach dem Nutzen, den er davon hat."
    Der Selbstlose tue nichts für sich selbst und sei deshalb ebenso unfähig zu lieben wie der Selbstsüchtige. Super erkannt, liebe Seele! Dankeschön!

    Trotz aller Spannung stellte sich ungefähr in der Mitte des Buches ein leichtes Unwohlsein bei mir ein, das etwas mit Langeweile zu tun hatte. Das lag nicht an der Lektüre, sondern an mir. Ich konsumierte Fromms Meisterwerk nur. Ich verleibte mir ein Objekt ein, ohne mich mit ihm zu verbinden. Es fehlte die "Kunst des Liebens".
    "Dem kann ich abhelfen!", dachte ich grinsend. Nein, nicht durch einen orgastischen Zustand, auch nicht mit Konformität.
    Schon lange, bevor ich den Bestseller gelesen habe, hatte ich die Bedeutung der Kreativität entdeckt. "Eine dritte Möglichkeit, zu neuer Einheit zu gelangen, liegt in schöpferischen Tätigsein, sei es das eines Künstlers oder eines Handwerkers." Seit fünf Jahren nun schon bin ich Schriftstellerin und kann Ihnen versichern, dass das "Die Kunst des Liebens" extrem steigert. Frau erwartet am Ende nicht einmal mehr Medaillen in Form von Geld für ihr Schaffen, sondern ist nur noch voller Freude, das Tun zu dürfen, sein zu dürfen. Wahre Liebe!

    Das Prinzip des Kapitalismus hält Fromm für unvereinbar mit dem der Liebe. Im Kapitalismus herrsche eine Fairness-Ethik. Man gehe im Kampf um die Produktionsmittel fair miteinander um, mehr nicht. Der Nächste wird lediglich respektiert, aber nicht geliebt.
    "Selbst wenn man erkannt hat, dass das Prinzip des Kapitalismus mit dem Prinzip der Liebe an sich unvereinbar ist, muss man doch einräumen, dass der 'Kapitalismus' selbst eine komplexe, sich ständig verändernde Struktur hat, in der immer noch recht viel Nicht-Konformität und persönlicher Spielraum möglich ist."

    Im Kapitel "Liebe zu Gott" erinnerte mich Fromm daran, wie viel Mutterliebe im Protestantismus steckt, obwohl Luther seine Zweifel an der bedingungslosen Liebe ausdrückte, indem er die Heilige Jungfrau verbannte.
    Taoismus, Brahmanismus, Judentum, Meister Eckhart und Paul Tillich führt er zusammen, indem er auf die Transzendenz Gottes im Handeln verweist. "Kurz, das paradoxe Denken führte zur Toleranz und zur Bemühung sich selbst zu wandeln. Der aristotelische Standpunkt führte zum Dogma und zur Wissenschaft, zur katholischen Kirche und zur Entdeckung der Atomenergie."

    Im zweiten Teil des Buches geht es um die Praxis der Liebe. Dort erfuhr ich, dass frau Liebe durch Disziplin, Konzentration, Geduld und Hingabe lernt. Tugenden, die in unserer Gesellschaft fast gänzlich verloren seien. Statt Liebe herrsche die Vergnügungssucht, die immer mehr will und niemals Frieden findet.

    Fromms bedeutende Einleitung habe ich mir für den Schluss aufbewahrt. "Liebe als Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz."
    "Mit der Geburt (der menschlichen Rasse wie auch des einzelnen Menschen) wird der Mensch aus einer Situation, die so unbedingt festgelegt war wie die Instinkte, in eine Situation hineingeschleudert, die nicht festgelegt, sondern ungewiss und offen ist. Nur in Bezug auf die Vergangenheit herrscht Gewissheit, und für die Zukunft ist nur der Tod gewiss."

    "Ich weiß, dass ich nichts weiß." (Sokrates) Deshalb folge ich meinem Gewissen und das ist "Die Kunst des Liebens".
    65 Jahre alt schon ist der Bestseller. Warum haben ihn so wenige Menschen verstanden? Denn wenn sie es hätten, sähe die Welt heute anders aus. Das Buch sollte zur Pflichtlektüre in den Schulen werden. Vielleicht erreicht es Jugendliche noch eher als Erwachsene, denn diese sind durch ihr Alter noch näher an dem Zustand vor und nach ihrer Geburt, wo sie hoffentlich Mutterliebe, Urvertrauen erfahren haben.

     Vera Seidl 

     

  15. Cover des Buches Psyche? Hat doch jeder! (ISBN: 9783959102391)
    Lena Kuhlmann

    Psyche? Hat doch jeder!

     (61)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Psychotherapeuten können zwar keine Gedanken lesen, aber ihr Job besteht aus weit mehr, als nur auf einem gemütlichen Sessel zu sitzen und »Mhm« zu murmeln. Folgt Lena Kuhlmann auf ihrer Reise durch die menschliche Psyche und schaut hinter die Kulissen ihres Therapeutinnenalltags!

    Da ich ja auch einige psychische Erkrankungen habe, habe ich mich dazu entschlossen mir dieses Buch zu kaufen. Manchmal war ich beim Lesen echt wütend, wenn ich diese ganzen Vorurteile gelesen habe. Das manche Menschen wirklich so einen Schrott von sich geben, ist unfassbar. Ich glaube dieses Buch ist für jeden, der sich für die menschliche Psyche interessiert. 

    Das Buch eignet sich für Menschen, die selbst eine psychische Erkrankung haben und für Menschen, die andere kennen, die eine psychische Erkrankung haben und mehr darüber lernen wollen. Das Buch beschreibt die Arbeit von Lena Kuhlmann und ich freue mich sehr darauf, weiteres von ihr zu lesen, was die Psyche angeht. Außerdem gibt sie dem Leser auch einige Tipps mit, die einem den Alltag erleichtern können. Und das nicht gerade nur für die, die eine psychische Erkrankung haben. In diesem Buch werden Fragen wie ,,Was kann ich als Angehörige/r machen?, Wie kann ich die Person unterstützen oder helfen?‘‘ beantwortet.

    Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und flüssig. Vor allem bringt sie alles was sie sagen möchte, verständlich rüber und als Leser hat man keinerlei Probleme damit. Es werden auch keine ,,schwierigen‘‘ Fachwörter benutzt, wodurch man hätte Probleme haben können. Das Buch lässt sich auch in kurzer Zeit schnell weg lesen.

    Was mir in diesem Buch sehr gut gefällt ist, dass Lena Kuhlmann Ahnung hat von dem was sie sagt und auch schreibt. Sie wirkt so, als wäre sie dem Patienten sehr nah und nimmt ihn und seine Probleme auch ernst. Lena Kuhlmann hat hier super Arbeit geleistet, die man einfach mal loben muss. Mir waren schon einige Dinge aus dem Buch bekannt, aber wie wir ja wissen, lernen wir nie aus.

    Durch dieses Buch bekommen wir einen guten Einblick in die Psyche eines Menschen und nebenbei werden auch Vorurteile aus dem Weg geschafft. Es wird hier sehr deutlich, dass psychische Erkrankungen ernst zu nehmen sind und man nicht ,,verrückt‘‘ ist, wenn man sich Hilfe holt. Außerdem lockert das Buch auch das Thema auf, überhaupt den ersten Schritt zu gehen, um eine Therapie zu beginnen. Es wird deutlich, dass das richtig ist und kein Zeichen von Schwäche. 

    Ein weiterer Punkt der mir sehr gut gefällt, ist, dass die Autorin auch immer wieder Beispiele mit einbaut um das geschriebene, noch ein bisschen besser zu erklären. Das Buch ist außerdem auch nicht nur stumpf geschrieben, denn Lena Kuhlmann hat auch hier eine gesunde Portion Humor in das ernste Thema mit eingearbeitet. Gerade der letzte Abschnitt hat mir besonders gut gefallen, da sie dort beschreibt, was man tun kann, damit man eine ,,gesunde‘‘ Psyche bekommt. Von mir bekommt das Buch eine dicke Empfehlung!

  16. Cover des Buches Die Einkreisung (ISBN: 9783453503984)
    Caleb Carr

    Die Einkreisung

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian_Diesel

    Der Handlungsort und die Grundidee sind nicht schlecht. Anfänge von Kriminalistik und Psychologie im New York des späten 19. Jahrhunderts kommen gut an. Das hat schon bei Arthur Conan Doyle in London funktioniert.


    Die Schwäche dieses Buches ist, dass die Erzählerfigur zwar eigentlich gut eingesetzt ist, um den Leser/die Leserin in diese Welt einzuführen, dann aber leider sehr farblos bleibt. Selbst sehr stumpfe Schlussfolgerungen der anderen Figuren werden bestaunt und gleichzeitig bleibt der Erzähler extrem passiv und unternimmt kaum einmal selbst etwas, fühlt sich, sobald er allein gelassen wird stets unfähig und will aufgeben. 

    Mich persönlich hat das nicht gepackt, weil die interessanten Aspekte vor diesem Hintergrund zurückfielen und das Ende sehr schnell ablief, vielleicht auch deshalb, weil der Autor seinen Killer nicht zu sehr offenlegen wollte, obwohl die psychologische Auseinandersetzung von Dr. Kreisler mit dem Killer überaus spannend hätte ausfallen können.


  17. Cover des Buches Love Letters to the Dead (ISBN: 9783868044034)
    Ava Dellaira

    Love Letters to the Dead

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Inhaltsangabe:
    Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten. Doch erst, als Laurel die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben.

    Meine Meinung:
    Wer bei Love Letters eine aufregende Story erwartet, voller Action, sollte definitiv von dieser Geschichte ablassen. Denn hier wird es ruhig, emotional und stellenweise bedrückend, mit dem großen Thema der Selbstfindung, Vergangenheitsüberwältigung und der ersten großen Liebe. :)

    Cover: Das Cover ist einfach unheimlich schön und sprach mich sofort an. :)
    Es zeigt einen sehr düsteren Himmel- was natürlich an sich schonmal perfekt zu dem Inhalt des Buches passt.
    Oben ist der Himmel dunkelblau, fast schwarz und nimmt fast die Hälfte des Gesamtcovers ein. Nach und nach wird er heller und geht in ein sanftes lila und ganz unten in ein pastelles rosa über. Hier und da sieht man ein paar Sterne. :)
    Der Buchtitel ist in einer, für mich persönlich, sehr ansprechenden Schriftart geschrieben.
    Love Letters wurde in dicken, weißen Buchstaben gehalten, während Dead in dicken schwarzen Buchstaben hervorsticht. Auf dem E von Dead, sitzt ein Mädchen und schreibt in ein Buch. :)

    Höreinschatzung: Insgesamt besteht Love Letters to the dead aus 5 CDs und geht ca. 371 Minuten. :) Das Ganze ist bei audio media erschienen.
    Die Sprecherin dieses Hörbuches Annina Braunmiller konnte mich komplett überzeugen- sie ist soo toll und passte einfach perfekt zu unserer Hauptprotagonistin Laurel. *-*
    Ihre Stimme ist total ruhig, angenehm und ausgeglichen und verströmte eine wirklich tolle Atmosphäre. Sofort fiel mir auf, dass sie ihre Stimme einer Protagonist in einem sehr bekannten Film gegeben hat: Und zwar Bella aus Twilight. :)
    Ich mochte die Thematiken wirklich sehr gerne- wir lernen die junge Laurel kennen, die schon immer in dem Schatten ihrer bildhübschen und beliebten Schwester May steht.. aber May ist gestorben.. und erst später lernen wir die Ursache und den Grund kennen..
    Laurel versucht in diesem Hörbuch zu sich selbst zu finden und sie versucht den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten..
    Wir lernen ihre Geschichte auf eine besondere Weise kennen- denn Laurel schreibt an berühmte Persönlichkeiten Briefe und teilt ihre Lebensgeschichte mit ihnen.
    Ob Amy Winehouse, Kurt Cobain, River Phoenix oder Judy Garland, mit ihnen teilt Laurel ihre Höhen & Tiefen.
    Ich fande diese Erzählweise wirklich toll und absolut originell. :) Besonders spannend fande ich den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
    Das Ende fande ich wirklich gut- Laurel schreibt ihrer Schwester endlich einen Brief und versöhnt sich auch endlich mit ihrer Mom.. :) ein kleines Happy End!

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4 Sternchen. :) Gerade durch die sehr angenehme Erzählstimme, konnte ich super abschalten und mich in Laurel hineinfühlen.
    Am Anfang fande ich es ziemlich langatmig und ereignislos, nach und nach legte sich dies aber und ich konnte mich auf die Geschichte einlassen. :) ♡ Für mich ein Hörbuch, welches ich empfehlen kann. :)

  18. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518471845)
    Max Frisch

    Homo faber

     (3.267)
    Aktuelle Rezension von: blerta

    Walter Faber, ein Ingenieur mit einem strengen rationalistischen Weltbild, berichtet über die Ereignisse seines Lebens. Durch eine Liebesgeschichte wird er dazu gezwungen, dieses Weltbild zu hinterfragen und setzt sich dabei mit entscheidenden Grundfragen der menschlichen Existenz auseinander.

    Es ist spannend, die Entwicklung von Walter Faber zu beobachten. Bevor ich diese Faszination jedoch aufbrachte, musste ich mich zuerst durch das erste Viertel des Buches schlagen, das meiner Meinung nach wirklich zäh war. Dann wiederum, wenn ich mir darüber bewusst werden, dass es ein Bericht von Walter Faber ist, kann ich nichts dagegen einwenden, da diese oft unnötigen und detaillierten Beschreibungen einfach zu seiner Person dazugehören.

    Dieses Buch setzt sich sehr klar mit Gegensätzen wie Technik und Natur und Vernunft und Gefühl auseinander. In Walters Ausführungen erkennt man, wie sehr er sich auf Logik, Mathematik und Statistiken stützt. Und vor allem sieht man, wie er in seiner Rolle als Ingenieur aufgeht – jedoch bedeutet das gleichzeitig für ihn, dass er sich keine andere Rolle aneignen kann, weder als Vater noch als Ehepartner.

    Zwar sind diese Aspekte an sich überzeugend, aber doch etwas zu sehr ins Extrem gerückt; kein Mensch denkt nur rational. Und das ist vermutlich der Gedanke, der Walters Weltbild verrückt. Durch das Aufzeigen des einen Extrems, wollte der Autor vermutlich Walters Entwicklung verdeutlicht darstellen. Jedoch hat mich das während des Lesens immer wieder die Stirn runzeln lassen, denn Walter war für mich nicht authentisch genug. Auch die anderen Charaktere wie Elisabeth oder Hanna scheinen hauptsächlich nur als Verdeutlichung des Kontrasts zu dienen.

    Aber ich muss zugutehalten, dass es definitiv Spannung erzeugt hat. Ich habe als Leserin nur darauf gewartet, dass diese zwei Welten aufeinander krachen, dass irgendetwas Entscheidendes zugrunde geht. Schade nur, dass alles in einem Bericht festgehalten ist, der dramatische Ereignisse so pragmatisch wie nur möglich schildert. Andererseits ist das vermutlich genau der Sinn davon.

    Den Schreibstil fand ich trotzdem angenehm zu lesen. Zwar merkt man, dass das Buch nicht in diesem Jahrhundert geschrieben wurde, aber ich kam trotz einiger Wörter, die ich nicht kannte, gut durch die Seiten.

    Der gesamte Bericht ist ein Rechtfertigungsversuch, eine erhoffte Antwort auf die Schuldfrage, der zeigt, dass Walter Faber vielleicht doch nicht so rational ist, wie er vorzugeben scheint. Denn nicht nur die Identität des Menschen, sondern auch die Schuldfrage zu einem bestimmten Ereignis stehen in diesem Buch im Vordergrund. Das sind wichtige und interessante Themen, die beim oberflächlichen Lesen irgendwie nicht wirklich zur Geltung kommen.

    Ich habe dieses Buch für die Schule gelesen. Und ich bin mir unsicher, ob ich ohne Recherche all die dahinterliegende Bedeutung von Fabers Entwicklung verstanden hätte. Aber mit Recherche liefert das Buch definitiv Diskussionsstoff für die Frage, was die Identität des modernen Menschen ausmacht.

    Fazit
    Das Buch setzt sich mit dem Gegensatz von Technik und Natur auseinander und hinterfragt das rationalistische Weltbild Walter Fabers. Der Anfang ist zwar etwas zäh, aber danach bin ich flüssig durch die Seiten gekommen. Aufgrund dessen, dass die gesamte Geschichte in einem Bericht geschildert wird, kommt nur selten Spannung auf. Aber trotzdem ist es ein Buch, das einen über die Identität des modernen Menschen nachdenken lässt.

  19. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783492254267)
    Petra Müller

    Liebesbriefe großer Männer

     (74)
    Aktuelle Rezension von: BiaBia92

    Ein traumhaftes Buch. Konnte es nur schwer weglegen, bei so viel wunderbaren Liebeserklärungen und so viel Schmetterlingen, die auf einmal da waren :D

    Für alle Frischverliebten, die ihre Gefühle nur schwer ausdrücken können, wirklich zu empfehlen!
  20. Cover des Buches Die rote Couch (ISBN: 9783641194826)
    Irvin D. Yalom

    Die rote Couch

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Sasha_Maria

    Beeindrucke Einblicke in die Welt von Psychoanalytikern, ihre Arbeitsweise, moralische Dilemma, und den Fakt, dass sie am Ende auch noch Menschen sind. Spannend von Beginn an bis zum Ende, mit vielen Einblicken und sehr lehrreich! Ich lege es wärmstens all jenen ans Herz, die Einblicke in die Psychotherapie suchen.  

  21. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783446242418)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.432)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Gaarder gibt mit seinem Weltbestseller einen guten und klaren Einblick in die Geschichte der Philosophie. Kein Wunder, dass manch ein Professor auf "Sophies Welt" als Philosophie-Lehrbuch zurückgreift! Die Rahmenhandlung sorgt dafür, dass die eigentlich schwere Kost (tausende Jahre Philosophie) sehr leicht verdaut werden kann. Die klare Sprache und die Spannende Geschichte fesselt den Leser geradezu an das Buch - und schon sind die mehr als 600 Seiten ausgelesen.

    Ein Lesevergnügen der besonderen Art - vorausgesetzt, man ist wissbegierig, offen für Neues und bereit, sich mit sich selbst kritisch auseinanderzusetzen.  

                             

  22. Cover des Buches Das Unbehagen der Geschlechter (ISBN: 9783518117224)
    Judith Butler

    Das Unbehagen der Geschlechter

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Mogli99
    Dieses Buch ist ein Popstar. Sein Titel ist innerhalb des Diskurses über Geschlechteridentitäten fast schon sprichwörtlich geworden. Alle sprechen darüber, wenige haben es vermutlich ganz gelesen.

    Das liegt wohl nicht allein daran, dass der Diskurs über die Trennung von sex und gender noch immer - und obschon die Gender Studies zunehmend an den Hochschulen institutionalisiert sind -,  bloß am Rande der Gesellschaft zirkuliert. Das wäre ja, genau genommen, ein Grund mehr, Das Unbehagen der Geschlechter zu lesen.
    Auch die hölzern wirkende Sprache (zumindest der deutschen Übersetzung) , die keiner Ästhetik frönt, sondern die Sprache benutzt, um (auch fachwissenschaftlich) exakte Aussagen treffen zu können, könnte dazu beigetragen haben.

    Dennnoch ist es lohnend, sich - gleichwie - durch dieses Buch zu wühlen. Nicht nur zeigt sich Judith Butler darin als äußerst umsichtige Denkerin, die nicht einzig dem Patriarchat, sondern allem binären Denken im Feld der Geschlechteridentität den Kampf angesagt hat. Fast schon kühl und vor allem undogmatisch handelt sie ja die feministischen und psychoanalytischen Theorien ihrer Zeit ab (Luce Irigaray etwa und Monique Wittig; Sigmund Freud und vor allem Jaques Lacan) und deckt deren aus ihrer Perspektive zwangsweise aufscheinenden Schwächen auf.

    Butler zeigt aber darüber hinaus noch mehr, sie weist uns Möglichkeiten der Subversion auf fern aller radikaler Umsturzversuche. Ihre Methodik, die sie aus den parodistischen Aneignungen von - vermeintlich - heterosexuellen Praktiken in der Homosexuellenszene sowie den diskursanalytischen Arbeiten Michel Foucaults ableitet, ist dabei die der mannigfachen Rekontextualisierung. Eine durch Überlappungen, Überschneidungen, Versetzungen erzeugte Wucherung der Geschlechteridentitäten also, die jedes Konzept von Herrschaft untergräbt. So Butler. Erprobt, als Gesellschaft, haben wir ihre Ansätze kaum oder gar nicht. Obwohl der Titel ihres Buches in aller Munde liegt.

    Zeit also, dieses Buch zu lesen, über seine Gedanken zu diskutieren, unaufgeregt, aber beStimmt, wie es die Autorin selbst uns performativ in ihrem Buch aufzeigt.
  23. Cover des Buches Konzert ohne Dichter (ISBN: 9783462053746)
    Klaus Modick

    Konzert ohne Dichter

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Emylia_db

    Worpswede - die seit 1889 bekannte Künstlerkolonie am Teufelsmoor bei Bremen; berühmte Künstler lebten dort auf dem "Barkenhoff"

    ( Vogeler, Rilke, Macksensen, die Modersohn´s )

    Viele befreundete Künstler gingen ein und aus. Oft ein fragiles Zusammenleben.

    Der Autor führt in eine Welt von geschichtlicher Information und das Verhalten der Protagonisten. Teils treue Gefährten, teils eifersüchtig, aber auch diszipliniert und unterstützend. 

    Häuslicher Streit, oft Geldsorgen, Leidenschaften, Trennungen, große Gefühle.

    Die Frauen lebten natürlich unter dem gleichen Dach.

    Ein wirklich sehr spannender Einblick in die Welt und die Intrigen der damals sehr bekannten Künstlerkolonie. 

  24. Cover des Buches Wir fliegen, wenn wir fallen (ISBN: 9783841505422)
    Ava Reed

    Wir fliegen, wenn wir fallen

     (611)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten … So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Wunsch zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

    Ich mag die Bücher der Autorin Ava Reed sehr und war daher gespannt, ob sie mich wieder in ihren Bann wird ziehen können. Was soll ich sagen? Sie konnte es! 

    Ich hatte keinerlei Startschwierigkeiten und war sogleich gefesselt von dieser schönen Geschichte.
    Der Schreibstil ist einnehmend, dabei flüssig zu lesen. Der Leser wird lebhaft und leicht durch die Handlung geführt, die stellenweise schon sehr ernst und alles andere als still daher kommt. Genau deshalb ist die Story aber so schön, sie geht mitten ins Herz und bleibt genau dort. 

    Erzählt wird aus Sicht von Yara und Noel in der Ich-Form. So erleben wir hautnah ihre Gefühlen und Gedanken, können uns mit ihnen freuen und mit ihnen leiden. Erleben, wenn nicht sogar fühlen, ihre Geschichte.
    Ausgearbeitet sind die beiden sehr authentisch und lebendig. Ich konnte mich jedenfalls problemlos in sie hineinversetzen und die Handlungsentscheidungen nachvollziehen. 

    Das Cover gefällt mir sehr gut und passt zur Geschichte. Ich finde, es lädt zum Träumen ein, aber auch zum Nachdenken. Und genau das tat ich auch. Nachdenken. Denn stellenweise ist das Buch philosophisch und zwangsläufig stellt man sich die Frage nach dem Sinn des Lebens.

    Ich wurde zusammengesetzt, ohne vorher das Gefühl gehabt zu haben, gesplittert zu sein. Macht das einen Sinn? Vermutlich nicht. Aber das macht nichts. Jeder, egal ob jugendlich oder erwachsen, sollte das Buch lesen und es fühlen. Ich kann nur eins sagen: Absolute Leseempfehlung und natürlich gibt’s fünf Sterne.


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