Bücher mit dem Tag "freud"
32 Bücher
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(5.952)Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue"Richtig war nicht unbedingt das, was richtig war, sondern das, was von der maßgeblichen Person für richtig erklärt wurde."
Die Geschichte fängt genauso an, wie der Titel es vorhersage. Der Hunderjährige Allan hat keine Lust seinen 100ten Geburtstag zu feiern und stieg aus dem Fenster des Altenheim und verschwand. Was dann passiert ist sowohl skurill und an manchen Stellen humorvoll. Weil ich mir einfach nicht das vorstellen konnte und kopfschüttelnd lachen musste um mir das was gerade passiert sein soll, vorstellen zu können.
Insgesamt war es aber mehr eine Erzählung über Allan, wie er aus dem Fenster stieg und was dann passiert, sowie Rückblicke was alles in seinem Leben passiert ist. Fand durch die Erzählung der Schreibstil sehr monoton und dadurch viel es mir schwer manchmal dran zu bleiben, weil es auch schnell langatmig wurde.
Eine solide und skurille Geschichte, die bestimmt mal was anderes ist!
- Lori Nelson Spielman
Morgen kommt ein neuer Himmel
(2.581)Aktuelle Rezension von: Jasminchen__s_WeltEine Familiengeschichte die mich so in den Bann gezogen hat, als wäre ich dabei gewesen. Obwohl es schon länger her ist seitdem ich das Buch gelesen habe, ist mir Vieles in Erinnerung geblieben. Es geht um eine Junge Frau, die als junges Mädchen ihre Träume aufschrieb und diese als Erwachsene Frau (nicht ganz freiwillig) wieder vor Augen hat. Als Leserin habe ich Höhen und Tiefen mit den Hauptcharakteren erlebt, die Gefühle und Erlebnisse sind so lebendig beschrieben, dass mir die Geschichte mit all ihren Figuren und Wendungen sehr ans Herz gewachsen ist.
- Jojo Moyes
Über uns der Himmel, unter uns das Meer
(688)Aktuelle Rezension von: Alinchen600 Frauen besteigen das Schiff Victoria, das sie von Australien nach England bringen soll. Sie alle haben englische Soldaten geheiratet und oft nur kurze Zeit mit ihnen verbracht, bevor der Krieg sie wieder trennte. Nun reisen sie in eine ungewisse Zukunft. Unter ihnen sind auch die Krankenschwester Frances, die schwangere Margaret, Avice aus reichem Hause und die erst 16-jährige Jean. Die vier teilen sich eine Kabine. Das Buch wird aus ihren unterscheiden Perspektiven erzählt, dazu noch aus Kapitän Highfields Sicht und aus der eines Marinesoldaten, der auf der Victoria dient und jede Nacht die vier Frauen bewacht. Während die Frauen mehr oder weniger zusammen wachsen und der ungewissen Zukunft entgegen blicken, nähern sich Frances und der Soldat an. Da bricht eine Katastrophe aus...
Das Buch ist fiktiv, doch es basiert auf einer wahren Geschichte: auf dem Leben der Großmutter der Autorin. Jojo Moyes hat es wieder mal geschafft, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Ihr Schreibstil ist wunderbar. Trotz ein paar Längen fliegt man nur so durch das Buch. Die Frau weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt!
- Irvin D. Yalom
Und Nietzsche weinte
(418)Aktuelle Rezension von: irmakvakifliEs gibt Bücher, die man liest – und solche, die einen lesen. Und Nietzsche weinte gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Dieses Werk, das mir einst in einem kleinen Antiquariat empfohlen wurde, hat sich seither mühelos in mein Gedächtnis eingebrannt – und das seit Jahrzehnten.
Irvin D. Yalom, selbst renommierter Psychiater, entwirft eine fiktive Begegnung zwischen Dr. Josef Breuer, einem der Väter der modernen Psychotherapie, und dem großen Philosophen Friedrich Nietzsche. Die Bühne: Wien, Ende des 19. Jahrhunderts – jener Zeitpunkt, an dem Psychiatrie noch geboren wird und Philosophie noch das Leben erklären will. Und genau dort treffen sich zwei Geister, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch eine tiefe Verbindung eingehen.
Yalom gelingt es meisterhaft, komplexe Ideen über Seele, Wille, Freiheit, Leid und Heilung in einen erzählerischen Fluss zu bringen, der sowohl anspruchsvoll als auch zugänglich bleibt. Die Dialoge sind scharf, dicht, aber nie prätentiös. Wer Freude an tiefgründigen Gesprächen, existenziellen Fragen und menschlicher Komplexität hat, wird in diesem Buch einen wahren Schatz finden.
Es ist ein Roman über das Ringen mit sich selbst – über die Angst vor Nähe, die Lust an der Kontrolle, die Notwendigkeit der Veränderung. Breuer und Nietzsche therapieren sich gegenseitig – manchmal wissend, manchmal unbewusst. Diese Spiegelung ist nicht nur psychologisch brillant, sondern auch literarisch hoch elegant umgesetzt.
Die Atmosphäre des alten Wiens, die Schatten Freuds, die Entstehung eines neuen Verständnisses vom Menschen – all das verleiht dem Buch Tiefe und geschichtliche Verankerung, ohne dass es je trocken oder akademisch wird.
Für mich persönlich: ein Fünf-Sterne-Buch. Nicht nur wegen der klugen Konstruktion, sondern vor allem, weil es etwas tut, was nur wenige Romane können – es verändert den Leser. Nicht laut, nicht belehrend – sondern leise, nachhaltig und auf eine zutiefst menschliche Weise.
- Robert Seethaler
Der Trafikant
(522)Aktuelle Rezension von: tlowFranz Huchel wird von seiner Mutter mit 16 in die große Stadt Wien geschickt. Als Kind vom Land erlebt er ab der ersten Minute immer wieder neues und man begleitet ihn beim Erwachsenwerden. Seine Arbeit in der Trafik ermöglicht ihm den Kontakt zu Sigmund Freud, der ihn vom ersten Moment an fasziniert. Die beiden haben immer wieder Kontakt und Freud wird zum Ratgeber und Freund. Zudem begegnet ihm die erste Liebe. Als sich die politische Situation immer weiter zuspitzt muss Franz immer neue Entscheidungen treffen und es war wirklich eni spannendes Zusammenspiel aus Charakterentwicklung und historischem Hintergrund.
Ich habe die realistische Darstellung Wiens und der politischen Veränderungen sehr genoßen. Nichts wirkte geschönt oder verkürzt und man kann immer mal wieder weiter recherchieren, wenn die Zeit und die Ereignisse im Roman voran schreiten. Auch das ehrliche Porträt des alten Sigmund Freuds hat mir gut gefallen. Der Charakter wirkt greifbar und passt in seine Zeit, wobei einen manche seiner Weltanschauungen stutzen lassen und zum Nachdenken und Nachrecherchieren anregen.
Der Roman lässt sich aber auch ganz ohne weitere Recherche genießen. Franz wird im Laufe des Geschehens immer reifer, seine Erfahrungen verändern ihn und er zweifelt immer wieder, stellt Dinge in Frage und hinterfragt scheinbar gegebenes. Er ist mutig, steht für sich ein, trifft aber auch immer wieder auf Grenzen des Möglichen. Dadurch fühlt er sich nahbar an und man kann viele seiner Entscheidungen besser verstehen und mitfühlen.
- Ava Reed
Wir fliegen, wenn wir fallen
(635)Aktuelle Rezension von: AlenaxplsIch fand das Buch wirklich schön und an vielen Stellen auch berührend und besonders der Einstieg mit Phil hat mich emotional direkt gepackt. Besonders mochte ich, wie Yara und Noel durch die Erlebnisse, die sie gemeinsam von ihrer Liste abhaken, immer mehr zusammenwachsen. Dabei reisen sie an verschiedene Orte auf der Welt, was der Geschichte viel Abwechslung und Spannung verleiht. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, die mit vielen besonderen Momenten gefüllt ist. Allerdings ist es eher für ein jugendliches Publikum geschrieben. Man kann das Buch gut mal zwischendurch lesen. Von mir bekommt es drei Sterne😊 Für zwischendurch ist es auf jeden Fall eine unterhaltsame Lektüre. Auch wenn es nicht mein absolutes Highlight war, hat es mich durch die interessante Idee und die gefühlvolle Umsetzung dennoch überzeugt.
- Adam Cash
Psychologie für Dummies
(9)Aktuelle Rezension von: Denise93Ich habe mir dieses Buch ausgeliehen, weil ich einige Bereiche der Psychologie interessant finde und mehr über das menschliche Denken erfahren wollte. Aber meist werden wie in meinem langweiligen Philosophieunterricht bloß verschiede Psychologen und ihre Ansichten vorgestellt, eine biologische Reise ins Gehirn und sein Aufbau gemacht und Freuds verrückte Theorien vorgestellt, die gerade mal gut dafür sind sein Allgemeinwissen zu erweitern und mitreden zu können. Einzig die Beschreibungen von ausgewählten Krankheiten und einiger weniger psychologischer Experimente waren interessant. Ein gutes Buch, um festzustellen, dass ich nicht Psychologie studieren möchte. - Klaus Modick
Konzert ohne Dichter
(101)Aktuelle Rezension von: Emylia_dbWorpswede - die seit 1889 bekannte Künstlerkolonie am Teufelsmoor bei Bremen; berühmte Künstler lebten dort auf dem "Barkenhoff"
( Vogeler, Rilke, Macksensen, die Modersohn´s )
Viele befreundete Künstler gingen ein und aus. Oft ein fragiles Zusammenleben.
Der Autor führt in eine Welt von geschichtlicher Information und das Verhalten der Protagonisten. Teils treue Gefährten, teils eifersüchtig, aber auch diszipliniert und unterstützend.
Häuslicher Streit, oft Geldsorgen, Leidenschaften, Trennungen, große Gefühle.
Die Frauen lebten natürlich unter dem gleichen Dach.
Ein wirklich sehr spannender Einblick in die Welt und die Intrigen der damals sehr bekannten Künstlerkolonie.
- Lena Kuhlmann
Psyche? Hat doch jeder!
(63)Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooksPsychotherapeuten können zwar keine Gedanken lesen, aber ihr Job besteht aus weit mehr, als nur auf einem gemütlichen Sessel zu sitzen und »Mhm« zu murmeln. Folgt Lena Kuhlmann auf ihrer Reise durch die menschliche Psyche und schaut hinter die Kulissen ihres Therapeutinnenalltags!
Da ich ja auch einige psychische Erkrankungen habe, habe ich mich dazu entschlossen mir dieses Buch zu kaufen. Manchmal war ich beim Lesen echt wütend, wenn ich diese ganzen Vorurteile gelesen habe. Das manche Menschen wirklich so einen Schrott von sich geben, ist unfassbar. Ich glaube dieses Buch ist für jeden, der sich für die menschliche Psyche interessiert.
Das Buch eignet sich für Menschen, die selbst eine psychische Erkrankung haben und für Menschen, die andere kennen, die eine psychische Erkrankung haben und mehr darüber lernen wollen. Das Buch beschreibt die Arbeit von Lena Kuhlmann und ich freue mich sehr darauf, weiteres von ihr zu lesen, was die Psyche angeht. Außerdem gibt sie dem Leser auch einige Tipps mit, die einem den Alltag erleichtern können. Und das nicht gerade nur für die, die eine psychische Erkrankung haben. In diesem Buch werden Fragen wie ,,Was kann ich als Angehörige/r machen?, Wie kann ich die Person unterstützen oder helfen?‘‘ beantwortet.
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und flüssig. Vor allem bringt sie alles was sie sagen möchte, verständlich rüber und als Leser hat man keinerlei Probleme damit. Es werden auch keine ,,schwierigen‘‘ Fachwörter benutzt, wodurch man hätte Probleme haben können. Das Buch lässt sich auch in kurzer Zeit schnell weg lesen.
Was mir in diesem Buch sehr gut gefällt ist, dass Lena Kuhlmann Ahnung hat von dem was sie sagt und auch schreibt. Sie wirkt so, als wäre sie dem Patienten sehr nah und nimmt ihn und seine Probleme auch ernst. Lena Kuhlmann hat hier super Arbeit geleistet, die man einfach mal loben muss. Mir waren schon einige Dinge aus dem Buch bekannt, aber wie wir ja wissen, lernen wir nie aus.
Durch dieses Buch bekommen wir einen guten Einblick in die Psyche eines Menschen und nebenbei werden auch Vorurteile aus dem Weg geschafft. Es wird hier sehr deutlich, dass psychische Erkrankungen ernst zu nehmen sind und man nicht ,,verrückt‘‘ ist, wenn man sich Hilfe holt. Außerdem lockert das Buch auch das Thema auf, überhaupt den ersten Schritt zu gehen, um eine Therapie zu beginnen. Es wird deutlich, dass das richtig ist und kein Zeichen von Schwäche.
Ein weiterer Punkt der mir sehr gut gefällt, ist, dass die Autorin auch immer wieder Beispiele mit einbaut um das geschriebene, noch ein bisschen besser zu erklären. Das Buch ist außerdem auch nicht nur stumpf geschrieben, denn Lena Kuhlmann hat auch hier eine gesunde Portion Humor in das ernste Thema mit eingearbeitet. Gerade der letzte Abschnitt hat mir besonders gut gefallen, da sie dort beschreibt, was man tun kann, damit man eine ,,gesunde‘‘ Psyche bekommt. Von mir bekommt das Buch eine dicke Empfehlung!
- Katharina Adler
Ida
(41)Aktuelle Rezension von: trinity_41Erzählt wird die Geschichte der kleinen Ida, die schon im Kindesalter als dauerhaft krank und labil beschrieben wird, zugleich aber auch hypochondrische Züge hat.
Sie beginnt eine Kur bei Sigmund Freud, der sich vornehmlich auf die psychosozialen und psychosomatischen Aspekte ihrer Krankheit(en) konzentriert. Ida beendet die Kur bei Freud jedoch vorzeitig, weil sie sich bevormundet und bedrängt fühlt.
Doch geht es nicht nur um Ida als Patientin beim berühmten Dr. Freud, sondern auch um ihre bewegte Familiengeschichte, ihr Berufsleben, ihren Charakter und ihre Stärke.
Dafür nutzt die Autorin unterschiedliche Zeitstränge und wechselt immer wieder gekonnt zwischen den Zeiten und Ebenen. Sie zeichnet das Bild einer Heldin und das einer Anti-Heldin, einer berühmt gewordenen Patientin, die ein bisschen hysterisch wirkt, aber eben nicht so sehr, wie es ihr manchmal angedichtet wird. Es ist eine junge Frau, die zwischen zwei Weltkriegen aufwächst und versucht, mit dem großen Umbruch fertig zu werden.
In Teilen nicht gefallen hat mir der Schreibstil. Ich fand ihn nicht besonders flüssig und an manchen Stellen war mir das Erzähltempo zu langsam. Wer aber Idas Geschichte an sich spannend findet (und das tat ich), der ist mit diesem Buch dennoch sehr gut beraten. - Sigmund Freud
Die Traumdeutung
(63)Aktuelle Rezension von: butterflyintheskyZusammenfassung:
The Interpretation of Dreams 1st appeared in German in 11/1899 as Die Traumdeutung (publisher postdated 1900). Publication inaugurated the theory of Freudian dream analysis, which he described as "the royal road to the understanding of unconscious mental processes", promising to "demonstrate that there is a psychological technique which makes it possible to interpret dreams, & that on the application of this technique, every dream will reveal itself as a psychological structure, full of significance, & one which may be assigned to a specific place in the psychic activities of the waking state. Further, I shall endeavour to elucidate the processes which underlie the strangeness & obscurity of dreams, & to deduce from these processes the nature of the psychic forces whose conflict or cooperation is responsible for our dreams."
The book introduces the ego & describes a theory of the unconscious as regards dream interpretation. Dreams are forms of wish-fulfillment—attempts by the unconscious to resolve conflicts, whether recent or from the past (Beyond the Pleasure Principle discusses dreams which don't appear to be such). Because the information in the unconscious is in an unruly, often disturbing form, a preconscious censor won't allow it to pass unaltered to consciousness. While still attentive, the censor is more lax in sleep than in waking hours. Thus the unconscious must distort the meaning of its information to make it past the censor. As such, dream images often aren't what they appear to be & need analysis.
Meine Meinung:
Fand ich (wie alle Freud Bücher) wieder mal sehr interessant. Es zieht sich an einigen Stellen aber es ist so informativ :) - Annette Meyhöfer
Eine Wissenschaft des Träumens
(3)Aktuelle Rezension von: SokratesEine der vielen Biographien über Freud, sein Leben und die Entwicklung der Psychoanalyse. Sehr ausführlich, gut geschrieben und daher eines der Bücher, die ich einem Freud-Interessierten, der auch von seiner Lehre noch wenig Kenntnisse hat, empfehlen kann. - Rose Snow
19 - Das erste Buch der magischen Angst
(225)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneWidney steht vor der Herausforderung, ihre Ängste zu überwinden, indem sie sich ihnen mutig stellt. In New York beginnt sie einen Neuanfang und hat einen Platz an der angesehenen Columbia Universität sowie eine Wohnung in einem stilvollen Loft mit Blick auf die Stadt gefunden. Doch als sie mehr über ihre Mitbewohner erfährt, spürt sie, dass diese Geheimnisse vor ihr verbergen. Lediglich Quentin, der geheimnisvolle Mitbewohner, scheint authentisch zu sein, auch wenn Widney zögert, ihm von den unheimlichen Raben zu erzählen, die sie seit ihrem 19. Geburtstag verfolgen, und von der dunklen Kraft, die in ihr schlummert.
Die Autorinnen Rose Snow schaffen es durch ihren fesselnden Schreibstil, die Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Besonders für Leser, die sowohl romantische als auch fantastische Geschichten schätzen, bietet das Werk im Genre Romantasy eine spannende Kombination. Widney wird als starke und schlagfertige Protagonistin dargestellt, die hervorragend mit ihren charmanten Mitbewohnern, wie Josh, Xander, Ash und Cooper, harmoniert und das Gesamtbild der Erzählung bereichert.
Der Verlauf der Handlung ist packend, und der Leser wird mit Widney auf ihrer Suche nach der Wahrheit konfrontiert. Die gut gewählten Kapitel sorgen dafür, dass die Geschichte flüssig und nachvollziehbar bleibt. Nach diesem fesselnden ersten Teil freue ich mich auf die Fortsetzung der Reihe und ist zuversichtlich, dass Rose Snow erneut überzeugen wird.
- Amir Gudarzi
Das Ende ist nah
(25)Aktuelle Rezension von: jtk_0701Dieser Roman hat mich einfach nur umgeworfen. Ohnmächtig musste ich zuschauen in was für unfassbar schrecklichen Verhältnissen der Protagonist A. im Iran aufwächst. Von klein auf ist sexueller Missbrauch, grausame Gewalt, Morde, Machtlosigkeit, Unfreiheit „normaler“ Alltag .
S. 62 „Iran ist wie „Der Würgeengel“ von Buñuel. Eigentlich ist das iranische Regime wie dieser Film. Wir, oder die Generation vor uns, hat dieses Regime angeblich gewählt, und jetzt können wir es nicht mehr loswerden. Wir sind in einem Raum gefangen, obwohl uns physisch nichts daran hindert, ihn zu verlassen.“
Als er dann 2009 aus dem Iran flüchtet, um eigentlich in Kanada Asyl zu beantragen, muss ich wieder fassungslos mit anschauen, dass er in Österreich stecken bleibt, sich im Lager unter den Flüchtigen wie in seiner Heimat verstellen muss, um der Gewalt und Diebstahl unter den Flüchtigen zu umgehen. Glaubte er nun in Freiheit zu sein, muss er hier feststellen, dass Religion immer noch eine große Rolle spielt und auch hier Unfreiheit herrscht, zwischen den Flüchtlingen und als Flüchtling. Und wäre das nicht genug, schau ich auch noch ungläubig zu, wie allein er im verrückten System der Asylpolitik gelassen wird, wie viel Rassismus er erleben muss, wie Gelder nicht fließen, weil Einheimische sich daran bereichern, er hungrig ist, nicht angenommen wird und einsam. Ein kleiner Funken Hoffnung kommt mit Sarah auf, um dann zu realisieren, dass das ganze Leben bisher, den Protagonisten kaputtgemacht hat.
Es war echt schwer die Geschichte zu lesen. Schwer, aber so wichtig. Wichtig, weil ich mich auch mit meinen eigenen dunklen Seiten auseinandersetzen musste. Wie oft hab ich das Buch zur Seite gepackt und mich selbst gefragt „Wie hättest du reagiert?“ Hätte ich fremde Männer im Auto mitgenommen? Nein, hätte ich nicht. Warum nicht? Nicht, weil ich Angst vor „fremden“ Nationen habe, da ich selbst weiß, wie es ist sich als „Fremde“ zu fühlen, sondern weil ich eine Frau mit Ängsten bin. Ängste, vor unbekannten Menschen, in die ich nicht hineinschauen kann. Und das tut mir leid, den ich hätte gern dem netten A. seinen kilometerweiten Heimmarsch erspart - hungrig, kraftlos, verzweifelt und im Regen. Ich habe mich so vieles gefragt und mich mit meinen eigenen Bedenken und Ressentiments auseinandergesetzt. Mich gefragt, wie viel Trauma ist zu verkraftet und kann eine neue Heimat diese Traumata für einen auffangen oder sogar heilen. Kann ein Mensch, der zusehen musste, wie Menschen auf offener Straße geköpft werden überhaupt noch ein normales Leben führen? Kann er überhaupt Vertrauen in eine (neue) Gesellschaft und in die Menschen entwickeln? Was kann die Gesellschaft dazu beitragen, beim Verarbeiten zu helfen, neu anzufangen? Wie können wir als Gesellschaft den Neuanfang leichter gestalten? Wie gesagt, hart, brutal und nicht leicht zu verdauen. Ich würde sogar sagen, für manche bestimmt zu hart und zu schwer zu verdauen, aber für mich absolut bereichernd und wichtig.
S.139 „Im Iran würden die Leute einen mitnehmen. Sogar die Polizei. Meine Mutter hat eine romantisierende Vorstellung von Europa, wie viel andere im Nahen Osten. Sie glaubte, die Menschen in Europa seien allesamt gutherzig und nähmen Fremde im Auto mit. Sie glaubt, dass niemand in Europa zu Fuß gehen muss, dass es überall öffentliche Verkehrsmittel gibt, dass alle hier gerne teilen, dass die Leute menschlicher sind als im Iran.“
S.334 „Aber wenn man es dann bis in den Westen geschafft habe, müsse man tausendmal erklären, dass man kein Fanatiker sei, dass man an die Demokratie glaube, an westliche Werte, mehr als die Menschen im Westen selbst. Als Flüchtling ohne Rechte merke man bald, dass niemand sich wirklich für einen interessiert.“
- Wolfgang Martynkewicz
1920
(7)Aktuelle Rezension von: Buecherwurm19731920 ist die Zeit des Umbruchs. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Monarchie abgeschafft. Die neugegründete Demokratie ist noch sehr fragil und instabil. Es herrscht Unordnung und Chaos. Das schlägt sich auch auf die Kunst nieder. Der Dadaismus findet den Weg nach Deutschland. In den Büchern verarbeiten die Autoren ihre Erfahrungen aus dem Krieg und somit ist dieser nach wie vor präsent. Die Wissenschaft und Forschung macht nun riesen Fortschritte. Anstatt sich an den neuen Möglichkeiten und wissenschaftlichen Theorien zu erfreuen, werden sie als Humbug verschrien. Im Falle von Einstein sogar mit seiner Religion verbunden.
Der Autor bezieht sich nicht nur auf das Jahr 1920, sondern wagt einen Blick in die Vergangenheit und die Zukunft. Um die ganze Tragweite des Schaffens zu begreifen, muss man ein Blick zurück und vorwärts werfen.
Das Buch ist nicht ganz einfach zu lesen. Es ist sehr viel Stoff und vielschichtig geschrieben. Ich musste langsam lesen, um alles aufzunehmen und verarbeiten zu können. Ich habe jeden Fall eine neue Sichtweise auf die Weimarer Republik, einmal nicht aus der Sicht Politik.
- Robert Seethaler
Der Trafikant
(19)Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallenges„Der Trafikant“ von Robert Seethaler ist ja mittlerweile fast schon ein moderner Klassiker. Ich habe jedenfalls gelesen, dass er sogar teilweise bereits Schullektüre ist. Zeit also, dass ich das Buch auch endlich mal lese bzw. höre, denn ich habe mich für die Hörbuchversion entschieden. Eine gute Entscheidung, denn das Hörbuch wird von Robert Seethaler selbst gelesen, der einen wundervollen Wiener Dialekt hat, und der passt natürlich perfekt zu der Geschichte um den 17-jährigen Franz aus dem Salzkammergut, der 1937 nach Wien kommt, um dort bei einem Trafikanten in die Lehre zu gehen.
Seethaler zeichnet ein sehr realistisches Porträt der österreichischen Hauptstadt kurz vor dem Anschluss ans Deutsche Reich. Und was das Besondere ist: Diese ungewisse, unterschwellig auch immer leicht bedrohliche Zeit erleben wir durch die Augen eines naiven 17-Jährigen, der noch nicht viel von der Welt gesehen hat und von seinem Lehrmeister Otto Trsnjek erst einmal in die Kunst des Zeitungslesens eingeführt werden muss, um ein Verständnis für die Welt zu entwickeln. Es ist ein besonderer Blickwinkel, der die Ereignisse der Jahre 1937 und 1938 umso eindringlicher herausstellt.
Ich mochte auch das Setting unheimlich gerne – diese alte Trafik irgendwo in Wien mit ihrem kauzigen Eigentümer, den teilweise etwas eigensinnigen Kund:innen und mittendrin der naive Franz Huchel auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. Da kommt ihm der alte Professor Freud gerade recht, der regelmäßig in der Trafik seine Zigarren kauft und Franz zunächst nur zähneknirschend einen Rat erteilt. Daraus entwickelt sich eine zarte, ungewöhnliche Freundschaft und auch wenn ich persönlich nicht viel von der realen Figur Sigmund Freud halte, hat mir das Bild, das Seethaler in „Der Trafikant“ von ihm zeichnet, doch gefallen. Ich mag die Vorstellung, dass Freud als alter Mann gerade einem 17-jährigen Teenager das Leben erklärt.
Stürmische Zeiten erlebt Franz dabei nicht nur aufgrund der an die Macht kommenden Nationalsozialisten, sondern auch, weil er sich das erste Mal Hals über Kopf verliebt. Das Mädchen seiner Träume heißt Anezka und ist eine ebenso rätselhafte wie unnahbare Figur. Ich mochte die Begegnungen zwischen Franz und Anezka eigentlich sehr gerne – Seethaler schreibt hier in einem so zarten und dabei feinsinnigen Ton, dass die Liebesgeschichte fast schon ein Hauch von Magie umgibt. Gleichzeitig ist dieser Handlungsstrang auch irgendwie der unbefriedigendste des gesamten Romans und der, der mich beim Hören doch das ein oder andere Mal hat abschweifen lassen.
Trotzdem habe ich „Der Trafikant“ insgesamt wirklich gerne gehört. Es ist ein wundervoll erzählter und beeindruckend gelesener Roman, der diese ganz bestimmte Stimmung im Österreich Ende der 1930er Jahre transportiert und dabei an mehr als einer Stelle zu berühren weiß. Es wird ganz sicher nicht mein letztes Buch von Seethaler gewesen sein.
- Alfonso Pecorelli
Das Mädchen, das die Welt veränderte
(27)Aktuelle Rezension von: julzpaperheart„Wenn das Leben sinnlos ist, warum suchen dann alle Menschen nach einem Sinn? Man sucht doch nichts, das man nicht zu finden hofft.“ (S. 108)
Die achtjährige Marie stirbt an Hunger und Krankheit in den Armen ihres Großvaters. Sie erwacht an einem ungewöhnlichen und doch sehr schönen Ort, wo sie einen alten Mann trifft. Dieser erklärt ihr, dass die Menschen ihn zutiefst enttäuscht haben und deshalb dem Untergang geweiht seien. Das Kind fleht um eine letzte Chance für die Menschheit, woraufhin der alte Mann einwilligt und sie auf eine unglaubliche und lehrreiche Reise schickt. Ihre Aufgabe: Jemanden finden, der die Antwort auf die Frage aller Fragen kennt, denn nur dann sei die Welt noch zu retten.
Das Buch „Das Mädchen, das die Welt veränderte“ ist philosophisch und tiefgründig. Es hinterfragt den Sinn des Lebens & Sterbens und regt zum Nachdenken an. Die Geschichte wird durch sehr schöne Illustrationen ergänzt.
Der Schreibstil war leicht und flüssig. Das Buch ließ sich schnell lesen und war leicht verständlich geschrieben. Mich haben jedoch die häufigen Wiederholungen (Kapitel und Satzstrukturen, sowie einige Handlungsabläufe) auf Dauer gestört.
Die Rolle der Marie hat mir gut gefallen. Ihre Handlungen und Gedanken waren nachvollziehbar und interessant zu verfolgen. Ihre letzte Begegnung war sehr seltsam und hat mir irgendwie überhaupt nicht gefallen…
Trotz der vielen Wiederholungen und der fehlenden Spannung, hat mir das Buch gut gefallen. Es greift wichtige Themen, Personen und Gedanken auf. Es schafft einen neuen Blickwinkel und regt den Leser dazu an, über das Leben und Sterben nachzudenken. Besonders das oben aufgeführte Zitat ist mir in diesem Zusammenhang hängen geblieben.
- Lucie Bach
Triplo X
(12)Aktuelle Rezension von: Buecherheike
Schweres Thema. Ich habe 3 Kinder. Und ich bin schon schwanger geworden, wenn ich meinen Mann nur in der Unterhose gesehen habe. Ich kann also nicht im entferntesten erahnen oder auch nur nachvollziehen, wie es einer Frau geht, bei der das nicht klappt. Diese "Besessenheit" vom Kinderwunsch ist etwas, was ich nicht verstehe, eben weil es mich nicht betrifft.
Aber die Geschichte hier fand ich sehr interessant. Ich hatte ein paar Probleme, in das Buch reinzukommen aber dann konnte ich es nicht mehr weglegen.
Für mich ist es "nur" eine gut erzählte Geschichte. Aber ich könnte mir vorstellen, dass eine betroffene Frau das ganz anders sieht.
Auf jeden Fall war dieses Buch für mich eine Erfahrung. - Irene Dische
Prinzessin Alice
(62)Aktuelle Rezension von: KlausEffingEin Roman über eine reale Frau – und ein Leben, das sich nicht erklären lässt.
Irene Dische: Prinzessin Alice
Dieser Roman ist eine stille Wucht. Irene Dische erzählt vom Leben der historisch verbürgten Prinzessin Alice von Battenberg (25. Februar 1885, Windsor Castle – 5. Dezember 1969, Buckingham Palace, London), Mutter von Prinz Philip, Schwiegermutter von Queen Elizabeth II. und Mutter von insgesamt fünf Kindern – einem Sohn und vier Töchtern. Doch Dische wählt keinen biografisch-erklärenden Zugang. Stattdessen spricht Alice selbst. Die Erzählung ist konsequent subjektiv, historische Kontexte werden selten präzise benannt, sondern als gegeben vorausgesetzt. Geschichte erscheint hier nicht als Hintergrundwissen, sondern als Erfahrung, die über ein einzelnes Leben hinwegzieht.
Besonders eindrucksvoll ist der Umgang mit Alice’ vermeintlicher psychischer Erkrankung. Ob sie tatsächlich krank war oder ob ihr die Krankheit zugeschrieben wurde, bleibt bewusst offen. Dische zeigt, wie schnell Eigenwilligkeit, religiöse Radikalität und weibliche Autonomie pathologisiert werden können – gerade im aristokratischen und medizinischen Kontext des 20. Jahrhunderts.
Das Leben der Prinzessin verläuft nicht durchgehend dramatisch, sondern in einem wechselnden Rhythmus aus Brüchen und ruhigem Fließen. Diese formale Zurückhaltung verstärkt die Wirkung. Auf nur rund 150 Seiten entsteht ein präzises, unpathetisches Porträt einer Frau, die sich den Zumutungen ihrer Zeit nicht vollständig beugen ließ.
Ein Buch, das nachklingt – und genau darin seine literarische Stärke zeigt. - Leveret Pale
Crackrauchende Hühner
(22)Aktuelle Rezension von: Michael4319„Crackrauchende Hühner“, der in das vom Schriftsteller selbsterfundene Genre „Nihilist Punk“ fällt, wurde von ihm im Alter von 17 Jahren innerhalb von drei Wochen verfasst. Daher war ich sehr neugierig, was es mit diesen Hühner auf sich hätte. Da ich zuvor schon „Das Erwachen des letzten Menschen“ von ihm gelesen hatte und sehr angetan war, hoffte ich auch bei diesem Buch auf Erkenntnisgewinn.
Leider muss ich nach der Lektüre sagen, dass ich die Absichten des Autors nicht genau verstehe. Kurz zur Handlung: Es geht um Daniel, einen vor der Matura stehenden Schüler, dessen Klasse einen neuen Mitschüler, Nathan, erhält. Dieser ist so ganz anders als die anderen Altersgenossen, er rebelliert gegen die Lehrer und ist ein Außenseiter.
Fasziniert von ihm, möchte Daniel ihn näher kennenlernen. Als Nathan ihm eine Droge, Kratom, anbietet, verschwimmen zusehend die Grenzen zwischen Realität und Fiktion.
Zuerst dachte ich, dass die Handlung sich entlang der Jesusgeschichte orientiert: Nathan, der Erleuchtete, der Schüler um sich schart, um diesen zu erklären, dass der Sinn der Welt nicht vorhanden ist und man sich daher an keine Gesetze halten müsste.
Leider wird im Verlauf der Gebrauch der Droge immer intensiver und in die Handlung mischen sich Wahnvorstellungen von Daniel.
Schlussendlich kommen sogar Paralleluniversen ins Spiel und es stellt sich die Frage, ob Daniel nicht schon längst den Bezug zur Realität verloren hat.
Die ersten beiden Drittel haben mich begeistert, leider hat es mich im letzten Drittel verloren. Zu viele Metaebenen wurden geöffnet und Wesen erfunden. Einerseits kann man die Fantasie des Schriftstellers loben, mir persönlich war es aber etwas zu viel des Guten.
Daher vergebe ich drei Sterne.
- Tom Saller
Ich bin Anna
(20)Aktuelle Rezension von: EllekensIm neuen Buch von Tom Saller „Ich bin Anna“ geht es um die Selbstfindung eines Menschen. Und hier nicht irgendeinem Menschen, sondern um Anna, die Tochter vom Begründer der Psychoanalyse, Herrn Sigmund Freud (eigentlich Sigismund Schlomo Freud, sein jüdischer Name, den er aus bekannten Gründen änderte).
Anna ist das jüngste Kind von 6 Kindern und schon in jungen Jahren immer wieder kränklich. Ihr Mutter ist eine harte Frau und Anna muss sich als Nesthäkchen immer wieder durchschlagen. Jedoch ist sie die einzige der 6 Geschwister, die sich für die Arbeit des Vaters interessiert.
Sie arbeitet als Lehrerin an einem Gymnasium und übersetzt nebenbei noch Texte ihres Vaters.
Als Freud einen neuen Patienten namens Stadlober aufnimmt, bietet er ihr an, unbemerkt der Therapie mit Stadlober beizuwohnen.
Entgegen aller „Vorschriften“ und ohne des Wissens Ihres Vaters trifft sich Anna mit Stadlober auch außerhalb der Therapie. Bei dieser Begegnung bemerkt sie ihre gesundheitliche Veränderung und bekommt eine Panikattacke. Um dem auf den Grund zu gehen, geht sie bei Ihrem eigenen Vater in Therapie – eigentlich ein absolutes NoGo!
Findet Sie den Weg zu sich selbst? Begegnet sie dem nationalsozialistischen Stadlober wieder? Wie verläuft die bekannte Verhör der Gestapo?
Meine Meinung:
Es ist mir ein wenig schwer gefallen, in die Geschichte rein zu kommen. Sowohl die Teile, die aus Sicht der Tochter als auch aus der Sicht des Vaters sind in der Ich-Form geschrieben. Beim Weiterlesen musste ich dann des Öfteren überlegen, welches ICH den gerade denkt.
Es ist ein sehr interessantes Buch, jedoch kommt es für mich nicht an die Vorgänger ran. - Ava Dellaira
Love Letters to the Dead
(28)Aktuelle Rezension von: Nicola89Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten. Doch erst, als Laurel die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben.
Bei diesem Klappentext habe ich erwartet, dass ich hier ein Jugendbuch höre, dass sich mit Trauerbewältigung und dem Erwachsenwerden auseinandersetzt. Ein Stück weit stimmt das natürlich auch, aber bei diesem Buch steht auch das Thema sexuelle Gewalt sehr im Vordergrund, sodass hier eine Triggerwarnung unbedingt notwendig gewesen wäre.
Die gesamte Geschichte wird in Briefen von Laurel an verschiedene, bereits verstorbene Persönlichkeiten erzählt. Aber auch als Hörbuch konnte man hier sehr gut folgen und die Sprecherin Anna Braunmiller-Jest hat es wirklich toll vertont.
"Love Letters to the Dead" ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Trauer, sexuelle Gewalt und das Erwachsenwerden. Da es einige sehr schockierende Beschreibungen enthält, möchte ich hier nochmal eine Triggerwarnung aussprechen.























