Bücher mit dem Tag "freundin"
266 Bücher
- Josephine Angelini
Fates & Furies 1. Starcrossed
(4.646)Aktuelle Rezension von: dorofee4711Die Geschichte beginnt vielversprechend und konnte mich in der ersten Hälfte durchaus fesseln. Leider verliert sie im weiteren Verlauf an Stärke: Mit dem Auftauchen von Daphne wirkt die Handlung zunehmend konstruiert und das ständige Hin und Her nimmt der Geschichte an Glaubwürdigkeit. Insgesamt hätte ein Abschluss innerhalb des ersten Bandes meiner Meinung nach der Erzählung gutgetan.
Kritisch sehe ich zudem die Darstellung der Figuren. Wiederkehrende Aussagen über „Mädchen“ wirken pauschalisierend und bedienen stereotype, teils sexistische Denkmuster. Auch die Rollenverteilung – Männer als Beschützer, Frauen als zickig oder böse – erscheint wenig differenziert. Dadurch fiel es mir schwer, mich mit den Charakteren zu identifizieren, zumal Helen sehr impulsiv reagiert und aus meiner Sicht wenig Entwicklung durchläuft.
Auch sprachlich konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen, ohne dass ich das jedoch an konkreten Punkten festmachen kann. Insgesamt eine Geschichte mit starkem Anfang, die jedoch durch klischeehafte Figurenzeichnung und eine überladene Handlung an Wirkung verliert.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.830)Aktuelle Rezension von: Stefania_Velvet_PagesWährend Emma versucht herauszufinden, wem sie überhaupt noch trauen kann, beginnt man selbst ständig mitzurätseln. Jede neue Erkenntnis wirft alles wieder über den Haufen – und genau das macht diesen Psychothriller so unfassbar intensiv.
✨ Was mich besonders begeistert hat:
• die dauerhaft bedrückende Atmosphäre
• die psychologische Spannung
• dieses Gefühl, niemals sicher zu sein
• Wendungen, die komplett unerwartet kommenFür mich einer der interessantesten Psychothriller von Sebastian Fitzek. Düster, nervenaufreibend und absolut fesselnd bis zur letzten Seite.
Ich habe beim Lesen ständig Theorien aufgestellt und sie wenige Seiten später direkt wieder verworfen. Genau dieses Spiel mit der Wahrnehmung macht die Geschichte so packend.
Wenn ihr Psychothriller liebt, die euch verunsichern, überraschen und bis zum Schluss nicht loslassen, dann solltet ihr euch dieses Buch unbedingt lesen.
- Kerstin Gier
Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
(1.321)Aktuelle Rezension von: Aja81„ Vergissmeinnicht- Was man bei Licht nicht sehen kann“ reicht bei weitem nicht an die anderen Werke der Autorin Kerstin Gier heran. Wer einen spannungsgeladenen Auftakt einer Jugendbuchreihe erwartet wird eher enttäuscht werden. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr angenehm (bildhaft, leicht und flüssig formuliert), doch die Handlung schleppt sich nur so dahin. Nach einem kurzen sehr turbulent Anfang (Quinns Unfall), geschieht eigentlich nicht mehr viel inhaltlich bis zum Ende des Buches. Das Erzähltempo erscheint einem fast unerträglich langsam.
Gemessen an der Rubinrot- und der Silber-Trilogie von Kerstin Gier bleibt dieses Buch weit hinter meinen, vielleicht auch zu hohen Erwartungen zurück. - Elena Ferrante
Meine geniale Freundin - Kindheit und frühe Jugend. Geschenkausgabe (Neapolitanische Saga 1)
(690)Aktuelle Rezension von: EgataEines meiner Lieblingsbücher. Die Inhaltsangabe klingt wenig aufregend. Elena und ihre Freundin Lila wachsen im Neapel in der Nachkriegszeit auf, zwischen Mafia und Familienfehden. Aus der Sicht des Kindes und der Jugendlichen erzählt Elena von Höhen und Tiefen des täglichen Lebens, vom Erwachsenwerden und der Armut, aus der sie versucht herauszukommen, indem sie um gute Bildung kämpft. Die Autorin wechselt öfter die Perspektive und erzählt scheinbare Kleinigkeiten so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich hatte es mir geliehen, aber dann sofort den Folgeband gekauft, auch, weil so viele Fragen offen blieben.
- Kai Meyer
Die Seiten der Welt – Nachtland
(683)Aktuelle Rezension von: anilaDie Seiten der Welt – Nachtland von Kai Meyer hat mich komplett begeistert. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder mitten in dieser magischen Welt aus Bibliotheken, Geschichten und literarischen Geheimnissen gefangen. Nachtland schafft es, Spannung, Fantasy und Emotionen so miteinander zu verbinden, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre: düster, geheimnisvoll und gleichzeitig voller Wunder. Kai Meyer schreibt unglaublich bildhaft – jede Szene fühlt sich lebendig an, als würde man selbst durch die verborgenen Gänge und zwischen den Seiten uralter Bücher wandern. Die Ideen rund um die Macht der Bücher und Geschichten sind kreativ und faszinierend umgesetzt.
Auch die Figuren haben mir richtig gut gefallen. Sie wirken glaubwürdig, entwickeln sich weiter und machen die Geschichte emotional greifbar. Vor allem die Mischung aus Abenteuer, Magie und einer leicht melancholischen Stimmung hat das Buch für mich besonders gemacht.
Nachtland ist für mich ein perfekter Fantasyroman für alle, die Bücher lieben und gerne in außergewöhnliche Welten eintauchen. Spannend, atmosphärisch und voller Magie – definitiv ein Highlight!
- Colleen Hoover
Zurück ins Leben geliebt
(1.475)Aktuelle Rezension von: annalogWar ein paar mal kurz davor das Buch wegzulegen. Mich hat die Handlungsweise des Protagonisten Miles sehr wütend gemacht, weil ich es absolut nicht fair fand sein Trauma an an Tate auszulassen anstatt es zu bearbeiten. Dann hat er wiederum aber süße Sachen gemacht und man merkte, dass seine harte Schale Risse bekommt. Nun ja, ich musste wissen, was seine Hintergründe sind und habe das Buch beendet.
Es gibt extrem viel Spice, der gut geschrieben ist.
- Jennifer Lynn Barnes
The Inheritance Games
(832)Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_LinesIch hätte nicht gedacht, dass sich der erste Band der "The Inheritance Games" Reihe von Jennifer Lynn Barnes so schnell weglesen lässt, aber genau das war der Fall. Der gradlinige Schreibstil ist sehr zugänglich, fast schon unauffällig, und gerade dadurch entsteht eine Sogwirkung, die einen einfach immer weiter durch die Seiten trägt.
Kommen wir aber zuerst einmal zum Inhalt: Avery Grambs hat einen Plan: Highschool überleben, Stipendium abgreifen und dann – nichts wie raus hier. Doch all das ist Geschichte, als der Multimilliardär Tobias Hawthorne stirbt und Avery fast sein gesamtes Vermögen hinterlässt. Der Haken daran? Avery hat keine Ahnung, wer der Mann war. Um ihr Erbe anzutreten, muss Avery in das gigantische Hawthorne House einziehen, wo jeder Raum von der Liebe des alten Mannes zu Rätseln und Geheimnissen zeugt. Ungünstigerweise beherbergt es aber auch dessen gerade frisch enterbte Familie. Allen voran die vier Hawthorne-Enkelsöhne: faszinierend, attraktiv und gefährlich. Gefangen in dieser schillernden Welt aus Reichtum und Privilegien, muss Avery sich auf ein Spiel aus Intrige und Kalkül einlassen, wenn sie überleben will.
Dank der kurzen Kapitel und der vielen kleinen Cliffhanger rutscht man förmlich von einem Kapitel ins nächste und aus "nur noch eins" werden ganz schnell fünf. Die Geschichte wird aus Averys Ich-Perspektive erzählt, was gut funktioniert und einem das Gefühl gibt, direkt bei den Ereignissen dabei zu sein.
Avery ist tatsächlich jemand, dem man gerne durch die Geschichte folgt. Sie wirkt bodenständig, reflektiert und reagiert überraschend realistisch auf die völlig absurde Situation, in der sie plötzlich steckt. Endlich ist da mal kein Glamour-Girl, das sich direkt im Luxus verliert, sondern jemand, der den plötzlichen Reichtum erstmal kritisch und nüchtern hinterfragt. Dank ihrer psychologischen Ausbildung gelingt es der Autorin, Avery als eine clevere und aufmerksame Beobachterin darzustellen, die die Menschen um sich herum gut einschätzt. Die Hawthorne-Enkel sind dahingegen etwas komplexer, jeder von ihnen ist zwar intelligent und charismatisch, gleichzeitig aber auch von inneren Wunden geprägt, denn die Vergangenheit hat ihre Spuren hinterlassen... Ihre Erfahrungen, Ängste und alten Narben formen, wie sie denken, fühlen und handeln – und warum sie manche Dinge für sich behalten. Das lässt einen ständig überlegen: Wer spielt hier eigentlich mit wem, und was steckt wirklich dahinter? Was ich besonders mochte, ist, dass kein Charakter einfach "gut" oder "böse" ist. Jede Person trägt eigene Ängste, Geheimnisse und widersprüchliche Motivationen mit sich, und genau das macht sie so lebendig. Man spürt, dass hinter jedem Verhalten eine Geschichte steckt, die ihre Entscheidungen erklärt, selbst wenn man sie nicht immer gutheißt. Das sorgt dafür, dass man als Leser ständig mitdenkt, spekuliert und die Figuren auch wirklich verstehen möchte.
Am Anfang war ich zwar kurz etwas überfordert von den vielen Namen und der verworrenen Familienkonstellation, aber das hat sich schnell gelegt. Im Hawthorne House angekommen, fühlt man sich nämlich wie in einem riesigen Labyrinth, das nur darauf wartet, erforscht zu werden. Dieses Haus ist einfach ein Traum für Bücherliebhaber und Entdecker. Überall gibt es geheime Türen, versteckte Räume und endlose Bibliotheken – man fühlt sich wie in einem gigantischen Escape Room voller Überraschungen.
Genau das ist auch die große Stärke des Buches. Die Geschichte lebt von ihren Geheimnissen, den versteckten Hinweisen und den kleinen, unerwarteten Wendungen. Kaum glaubt man, einen Teil des Puzzles entschlüsselt zu haben, wird man schon wieder in eine völlig neue Richtung geworfen. Man fühlt sich, als würde man gemeinsam mit Avery durch das Hawthorne House streifen und hinter jedem Spiegel, jedem Regal und jedem verborgenen Gang ein neues Rätsel entdecken.
Trotz seiner Einordnung als Jugendbuch scheut sich die Geschichte aber nicht, auch schwerere Themen wie Verlust, Vertrauen und familiäre Erwartungen anzusprechen. Die romantischen Momente sind eher dezent und wirken lediglich wie die kleinen Würzstreusel des Ganzen.
Schon vorweg: Der erste Teil löst bei weitem nicht alles auf. Wenn man wirklich wissen will, was hinter allem steckt, führt kein Weg an den Folgebänden vorbei.
Meiner Meinung nach somit ein cleveres Rätsel- und Mystery-Abenteuer, aber keinesfalls ein Thriller. Dieser durchgehende Nervenkitzel, den man bei einem guten Thriller erwartet, hat hier einfach gefehlt. Und trotzdem: Einmal eingetaucht, war ich ziemlich gefesselt. Ich wollte ständig weiterlesen, die nächsten Hinweise finden und noch tiefer in das Spiel eintauchen – genau deshalb freue ich mich jetzt schon auf die Fortsetzung.
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Berührt (Calendar Girl Quartal 2)
(664)Aktuelle Rezension von: Chrissi_liebtIn den Frühlingsmonaten April, Mai und Jun hängt Mias Herz noch an ihrem letzten Kunden. Und das obwohl der neue Kunde ein unfassbar gutaussehender Baseballspieler ist. Wie auch in dem vorherigen Band hing ich an den Lippen von Mia Saunders, der Erzählerin - dem Calendar Girl. Jeden Monat steht Mia vor neuen Herausforderungen und manchmal wünscht man sich, dass der Monate nie enden würde. Optisch ist das Cover wie das letzte Band wunderschön gestaltet. Ich freue mich bereites auf die Sommermonate und die neuen Männer in Mias Leben. Ich bin froh, dass diese Serie aus mehreren Teilen besteht.
- Estelle Maskame
DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben
(1.201)Aktuelle Rezension von: Janchen_MaerchendracheEine Liebesgeschichte zwischen Stiefgeschwistern, die ansich eine gute Mischung aus kribbeligen Gefühlen und einem gut gewählten Handlungsort war, aber für mich ging es nach dem 1. Band nicht mehr weiter, weil die Liebesgeschichte der zwei über mehrere Bände hinweg zu kämpfen hatte und das entsprach einfach nicht meinem Geschmack, wurde alles zu sehr in die Länge gezogen, meiner Meinung nach.
- Colleen Hoover
Maybe Someday
(1.675)Aktuelle Rezension von: Chiara_M_⭐️⭐️⭐️⭐️
Ich bin jetzt zwar nicht mehr unbedingt ein Romance-Girl, aber im Rahmen der Sub-Abbau-Challenge musste auch dieses Buch endlich mal gelesen werden!
CoHo hat einfach einen unglaublich tollen und leichten Schreibstil, wo man einfach nur so durch die Seiten fliegt!
Die Story zwischen Sydney und Ridge war cute, schmerzhaft und manchmal auch zum augenverdrehen!
Groẞ anspruchsvoll war es natürlich nicht, aber das muss es bei diesem Genre ja auch nicht immer sein 😉
- Lauren Oliver
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
(1.425)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeIch muss zugeben, eins der Bücher die mich seit langem wirklich überrascht haben. Ich fand den Klappentext eigentlich nicht sehr verlockend, da aber krank und Mangels anderer Beschäftigungsmöglichkeiten, gab ich dem Buch eine Chance. Gott sei Dank. Binnen 24 Stunden hatte ich es durchgelesen.
Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht um mit den jugendlichen Figuren, dem Schauplatz Highschool und der ungewohnten Atmosphäre klar zukommen. Man selber ist nicht mehr die jüngste und hat eigentlich einen ganz anderen Alltag. Doch als Mutter einer Tochter erkennt man dann das ein oder andere wieder. Spätestens mit Lesen des Dritten Tages hatte mich das Buch erwischt. Ich fieberte mit Sam, der Hauptfigurschon sehr schnell und sehr intensiv mit. Ich frage mich, genau wie sie selbst, ob sie wieder am 12. Februar aufwachen wird? Wird Sam wieder sterben? Welche menschlichen Tragödien warten diesmal auf sie? Was wird anders laufen und natürlich die finale Frage, wie geht das Buch aus? Wird sie sterben , oder wird sie dem Tod entgehen können ?
Sam macht eine unglaubliche Entwicklung durch. Dadurch, dass sie den Tag immer wieder durchlebt ,beginnt sie sich selbst und ihre Verhaltensweisen zu reflektieren. Ein Charakterzug, der bei Jugendlichen Ihren Alters eher selten vorkommt. Das Buch präsentiert die üblichen Charaktere in der Schule , so dass die Wahrscheinlichkeit der Identifikation sehr hoch ist, auch oder gerade bei den jüngeren Lesern. Die Autorin hat denke ich ein ganz gutes Bild einer amerikanischen GegenwartsHighschool geschaffen . Ihr ist eine gute sozialkritische Analyse der aktuellen Generation mit all Ihren Facetten gelungen. Implementiert in einen spannenden Plot. Sams Vermögen zur Selbstreflektion und die damit verbundene Fähigkeit ihr eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen, Handlungen in der Vergangenheit zu bewerten und daraus zu lernen, das hat mich wirklich berührt
- Erin Watt
Paper Prince
(1.544)Aktuelle Rezension von: BiblioLoniNach dem fiesen Cliffhanger im ersten Teil blieb mir eigentlich keine andere Wahl .. ich musste direkt weiterlesen. Keine zwei Minuten später hatte ich den zweiten Band schon geöffnet. Und was soll ich sagen? Die Spannung bleibt!
Die Geschichte hat mich sofort wieder komplett gepackt. Keine Seite war langweilig, kein Charakter blas. Ich war voll drin und konnte das Buch kaum zur Seite legen. Die Autorinnen schreiben so lebendig und detailreich, dass man alles vor Augen hat, und die Dialoge wirken einfach total authentisch.
Besonders schön fand ich, wie sich die Beziehung zwischen Ella und Reed weiterentwickelt. Es bleibt emotional, manchmal chaotisch, aber immer intensiv. Die Höhen und Tiefen zwischen den beiden haben mich richtig mitfiebern lassen. Und die Perspektive von Reed war für mich ein echtes Highlight! Seine Gedanken und Gefühle zu erleben, hat der Geschichte noch mehr Tiefe gegeben.
Und dann dieses Ende... wieder total unerwartet! Ich sitze schon mit dem dritten Band bereit. Nach diesem Ende geht’s für mich definitiv direkt weiter! - Scott Westerfeld
Ugly – Pretty – Special 1: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht
(624)Aktuelle Rezension von: nadduleinKurz zum Inhalt: Tally Youngblood wächst Uglyville auf. Einer Stadt, in der nur hässliche Menschen bis zu ihrem 16. Lebensjahr leben. Doch an seinem 16. Geburtstag erfolgt eine massive Schönheits-OP, die das komplette Aussehen verändert, sodass sich jeder Mensch ähnelt und einen Ugly zu einem Pretty macht. Die Regierung argumentiert so, dass äußerliche Unterschiede früher zu großen Konflikten geführt haben. Nach der OP folgt der Umzug nach New Pretty Town wo Spaß, Party und Jung sein, an erster Stelle steht. Und wer will das nicht? Doch noch vor ihrem 16. Geburtstag lernt Tally Shay kennen, die nicht operiert werden will. Stattdessen will sie die bekannte Zivilisation hinter sich lassen und sich der unabhängigen Gemeinschaft in „Smoke“ anschließen und flüchtet. Die Behörden verhören Tally als ihre Freundin und erpressen sie: Entweder sie spürt die verbotene Organisation auf und verrät deren Standort oder Tally wird niemals hübsch werden. Sie entscheidet sich Shay zu suchen und alles nötige für die OP zu tun, doch in Smoke, entdeckt Tally Geheimnisse, die sie an allem zweifeln lässt, was sie über die Regierung zu wissen glaubte.
Fazit: Absolut gutes Buch! Wow! Ich finde die Welt unfassbar beeindruckend. Es ist dystopisch, gleichzeitig traurig wahr und bringt mich so zum Nachdenken über Schönheit und deren Wert. Tally gefällt mir als Protagonistin wirklich gut. Sie ist tapfer, reflektiert, trägt das Herz am rechten Fleck und kämpft berechtigterweise mit ihrer Loyalität. Wem schuldet sie ihre Loyalität: dem Staat, Peris, Shay und den Smoke-Menschen? Sie macht Fehler keine Frage, aber sie macht sie aus nachvollziehbaren Gründen und ich wüsste selbst nicht, wie ich mich an ihrer Stelle verhalten hätte. Sie entwickelt sich, fängt an zu hinterfragen und riskiert letztendlich mehr als einmal ihr Leben für das was ihr wichtig ist. Der Schreibstil ist einfach und verständlich.
- Ayla Dade
Like Ice We Break
(388)Aktuelle Rezension von: buchgeflimmerNachdem mich die ersten Bände der Winter-Dreams-Reihe so richtig abgeholt hatten, waren meine Erwartungen an Like Ice we Break natürlich hoch. Leider muss ich sagen, dass dieser Teil für mich deutlich schwächer war als Like Snow we Fall und Like Fire we burn. 📉
Mein Hauptproblem waren in diesem Band leider die Protagonisten. Während ich in den Vorgängern total mitgefiebert habe, konnte mich die Geschichte von Gwen und Oscar emotional einfach nicht packen. 🤷🏼♀️ Besonders anstrengend und fast schon respektlos fand ich Oscars Verhalten gegenüber Gwen: Dass er sie konsequent „Gwendolyn“ nennt, obwohl sie mehrfach und deutlich betont hat, dass sie das nicht möchte, war für mich ein riesiger Minuspunkt. 🚩 Solche Grenzüberschreitungen machen einen Charakter für mich leider absolut unsympathisch.
Wo in den ersten beiden Büchern tiefe Emotionen und Greifbarkeit herrschten, fühlte sich hier alles eher zäh und distanziert an. ❄️ Das wunderschöne Setting in Aspen liebe ich zwar nach wie vor, aber die Chemie zwischen den beiden hat für mich leider gefehlt.
Insgesamt eine Enttäuschung im Vergleich zu den starken Vorgängern, daher leider nur 3 Sterne.
- Colleen Hoover
Never Never
(443)Aktuelle Rezension von: SarahWants2ReadWorum geht es?: Charlize, genannt Charlie, und Silas, beste Freunde seit der Kindheit und heimliches Paar gegen den Willen ihrer Familien, wachen auf und erinnern sich an ... nichts. Beider Erinnerungen sind wie weggewischt. Was steckt dahinter? Oder besser: wer?
Beim Versuch, herauszufinden, wer sie sind und was passiert ist, kommen sie einer Familienfehde auf die Spur, die sie und ihre Liebe auseinandergetrieben hatte. Doch was hat das mit ihrem gemeinsamen Gedächtnisverlust zu tun?
Und dann geschieht es erneut: Genau 48 Stunden nach dem ersten Mal erwacht Silas ohne Erinnerung an all das, was zuvor war. Und ohne Charlie – denn die ist wie vom Erdboden verschwunden ...
Das Cover: Das neue Cover von Never Never ist ohne Frage ein Hingucker. Die düsteren Farben passen hervorragend zur mysteriösen Grundstimmung des Romans und vermitteln sofort, dass die Geschichte in eine geheimnisvolle Richtung gehen soll. Optisch macht das Buch also definitiv etwas her.
Der Schreibstil: Mit dem Schreibstil hingegen hatte ich große Schwierigkeiten. Die Ich-Perspektive wechselt zwar abwechselnd zwischen Charlie und Silas, und die Kapitel haben mit 10 bis 20 Seiten eine angenehme Länge. Auch die eingestreuten Tagebucheinträge und Briefe sorgen zwischendurch für etwas Abwechslung. Trotzdem konnte mich der Stil überhaupt nicht abholen. Über die Hälfte des Buches hinweg bleibt völlig unklar, wie es überhaupt zu dem Gedächtnisverlust kommt, und dass Charlie und Silas sich nicht einmal an Erwachsene wenden oder offen miteinander sprechen, wirkte auf mich schlicht unlogisch. Der Plot-Twist am Ende – ich hatte zwar irgendwann eine Vermutung – war mir letztlich viel zu abgedreht. Dazu kam, dass sich die Handlung über weite Strecken kaum bewegt hat. Ich habe mich leider oft gelangweilt, weil die Geschichte einfach nicht in Gang kam. Sehr schade.
Die Hauptfiguren: Auch mit den Hauptfiguren konnte ich keinerlei Verbindung aufbauen. Charlie wirkt durchgehend unsympathisch: Sie streitet sich ständig mit ihrer Schwester, ignoriert ihre alkoholkranke Mutter, wo sie nur kann, und betrügt Silas. Ich habe wirklich nach Sympathiepunkten gesucht, aber bis zum Schluss keine gefunden.
Silas war leider auch keine überzeugendere Figur. Seine Affäre mit der Schulpsychologin und sein ständiges „Coolsein“ machten ihn für mich ebenfalls schwer erträglich. Beide Protagonisten blieben mir emotional komplett fern.
Endfazit: Am Ende blieb für mich nur die Frage: Was war das bitteschön? Nachdem mich "Reminder of Him – Für immer ein Teil" von Colleen Hoover so sehr begeistern konnte, war "Never Never" für mich ein Satz mit X. Der Schreibstil wirkte einschläfernd, das Ende war überzogen, und die Protagonisten haben mich mehr genervt als berührt. Eine Leseempfehlung kann ich hier leider nicht aussprechen.
Das Buch erhält von mir total enttäuschte 1 von 5 Sterne.
- Nicholas Sparks
Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht
(914)Aktuelle Rezension von: elycalxaPlötzlich taucht die junge Frau Kathi in einer Kleinstadt in North Carolina auf. Sie meidet Kontakte, bis sie Vertrauen zu dem Witwer Alex fasst. Alex merkt sofort, dass Kathi vor einer dunklen Vergangenheit flieht. Kathi beginnt ihr Leben neu aufzubauen, doch die Gefahr ihrer Vergangenheit wird immer bedrohlicher. Ihr Verfolger kommt immer näher.
Nicholas Sparks ist mal wieder ein Meisterwerk gelungen. Ich bin sofort in das Buch abgetaucht – es ist sehr spannend und es wurde schon fast etwas Thriller-Aspekt eingebaut, dadurch, dass die Kapitel abwechselnd aus Kathis und der Sicht ihres Verfolgers geschrieben wurden. Ich bekam teilweise ein sehr beklemmendes Gefühl, so sehr war ich in die Geschichte abgetaucht. Ein richtiges Katze-und-Maus-Spiel.
Zeitgleich entwickelt sich eine sehr behutsame Liebesgeschichte zwischen Kathi und Alex, die das Roman-Feeling aufrechterhält und echte Wärme in die Geschichte bringt. Am Ende wird dem Roman eine fast schon spirituelle Note verliehen, was ich so definitiv nicht erwartet habe. Wieder ein Meisterwerk von Nicholas Sparks!
- Kerstin Gier
Für jede Lösung ein Problem
(1.625)Aktuelle Rezension von: SindyBr"für jede Lösung ein Problem" von Kerstin Gier
Ich hab mich mal an einem Wohlfühlromane probiert und wurde auf Kerstin Gier aufmerksam gemacht.
Und mit ihrem Roman "für jede Lösung ein Problem" habe ich den auch gefunden.
Perfekt um einfach nur mal abzutauchen, alles um einen herum zuvergessen und zu lachen. Kerstin hat ein ernstes Thema humorvoll verpackt, was dennoch einen kleinen Nachgemack hinterlässt und mich auch nach beenden des Buches nicht los lässt.
Immer wieder wird jungen Frauen eingeredet sie müssten jung heiraten, am besten einen erfolgreichen Mann, und Kinder kriegen, und das alles unter 30. Welchen Druck diese Frauen ausgesetzt werden zeigt uns Kerstin an Hand von Gerri. Sie ist schlussendlich so weit sich das Leben zunehmen. Aber trotz des ernsten Themas kommt der Humor nicht zu kurz. Jedes Kapitel endet mit einem Abschiedsbrief und bei diesem ist Gerri gnadenlos ehrlich.
Die Autorin hat eine so angenehme und leichte Ausdrucksweise die einfach nur perfekt war um abzuschalten. Ich empfand den Roman dennoch spannend, man konnte sich einfach in Gerri hineinversetzen. Alle Charaktere und ihre Handlungen waren für mich authentisch und nachvollziehbar. Man hatte das Gefühl das "für jede Lösung ein Problem" mitten aus dem Leben kam und keine fiktive Geschichte ist.
Kerstin Gier zeigt auf humorvolle Weise das wir vielleicht Noch einmal darüber nachdenken sollten was wir wie sagen und das Ehrlichkeit immer noch am längsten währt.
- Andreas Gruber
Todesmärchen
(599)Aktuelle Rezension von: Pellis_FelisGute mitreißende Story. Roter Faden durch das Buch. Aus meiner Sicht wirklich ein Pageturner, der den Spannungsbogen von Beginn bis Ende aufrecht erhalten kann- dies auch zu einem Zeitpunkt, wo schon klar war, wer der Töter ist.
Die Erzählung,, dass Piet der Sohn von Marten S. Sneijder und Diana Hess ist - und auch der Stiefsohn vom BKA-Chef bringt Licht in das angespannte aber tiefe Beziehungsgeflecht der handelnden Akteure.
Hat mir bislang von den „Gruber-Krimis“ am besten gefallen. - Brittainy Cherry
Wie das Feuer zwischen uns
(664)Aktuelle Rezension von: Lea_geb01Der zweite Band der Reihe hat mir insgesamt gut gefallen, aber ich hatte ehrlich gesagt eine andere emotionale Erwartung 😅
Da Brittainy C. Cherry ja eigentlich für sehr emotionale und traurige Geschichten bekannt ist, dachte ich, dass mich dieses Buch noch mehr mitnimmt. Es gab zwar viele schwere und traurige Themen, aber für mich war Band 1 emotional stärker und treffender 💔
Im Mittelpunkt stehen Logan und Alyssa, deren Beziehung wirklich intensiv ist 🥺🔥 Die beiden kennen sich schon lange und ihre Geschichte ist ein echtes Friends to Lovers zu Strangers zu Lovers Chaos. Erst sind sie beste Freunde, dann verlieben sie sich ineinander und dann passiert einfach so viel dazwischen, dass sich alles komplett verändert.
Ich fand besonders spannend, dass das Buch in zwei Zeitebenen aufgeteilt ist 📖✨ Im ersten Teil erlebt man ihre Vergangenheit und sieht, wie ihre Beziehung überhaupt entstanden ist. Im zweiten Teil geht es dann nach allem weiter, was passiert ist. Diese Struktur hat mir gut gefallen, weil man die Entwicklung dadurch viel besser versteht.
Die Beziehung zwischen den beiden ist sehr intensiv, gerade weil sie sich als Freunde schon extrem gut kannten 🥺💖 Das hat die emotionale Ebene nochmal stärker gemacht.
Logan und Alyssa haben beide kein einfaches Elternhaus. Besonders Logans Familie fand ich wirklich schlimm 😳💔 Das war teilweise echt schwer zu lesen. Auch Alyssas Mutter war sehr anstrengend, aber ihre Schwester mochte ich dafür umso mehr. Sie war eine sehr interessante Nebenfigur mit einer spannenden Art, mit ihren Problemen umzugehen.
Auch Logans Bruder hat mir gut gefallen, er war eine sehr angenehme und positive Figur im Vergleich zum Rest seiner Familie 💙
Insgesamt war das Buch emotional, aber für mich nicht ganz so tiefgehend traurig wie erwartet. Trotzdem steckt eine wichtige Message dahinter und die Geschichte zwischen Logan und Alyssa war wirklich schön erzählt, auch wenn sie mich nicht ganz so stark getroffen hat wie andere Bücher der Autorin.
- Erin Watt
Paper Passion
(602)Aktuelle Rezension von: Maijas_LeseoaseIn diesem Teil geht es nun um Easton Royal, dem 3. Bruder der Royal Jungs. Easton liebt die Frauenwelt und macht auch nicht vor "älteren" halt. Doch plötzlich trifft er auf Hartley und sie ist ganz anders als alle Frauen zuvor. Mit seiner üblichen überheblichen Macho Art kommt er ganz und gar nicht bei ihr an. Auch das 4. Buch dieser Reihe hat mich gefesselt und es hat Spaß gemacht zu lesen, wie Eastons Welt von heute auf morgen auf den Kopf gestellt wird. Hartley macht ohne es zu wissen, einen besseren Menschen aus ihm. Das schockierende Ende hat mich total getroffen und auch emotional abgeholt. Ich muss direkt weiter lesen und wissen, wie das Schicksal der Royals weiter geht.
- Morgane Moncomble
Never Too Close
(504)Aktuelle Rezension von: Chiara_M_Never Too Close ist der Auftakt einer Reihe und erzählt die Geschichte von Violette und Loan – zwei besten Freunden, deren Beziehung sich über die Jahre hinweg verändert. Violette, die bisher wenig Glück in der Liebe hatte, bittet Loan um Hilfe, um ihre Unerfahrenheit in der Liebe zu überwinden. Was als freundschaftliche Unterstützung beginnt, entwickelt sich zu einer komplexen und emotionalen Liebesgeschichte.
Was mir besonders gefallen hat: Für mich war es ein wunderbares Buch, das ich definitiv zu meinen Favoriten zähle. Die Autorin schafft mit ihrem lebendigen und unterhaltsamen Schreibstil eine ganz besondere Atmosphäre. Die humorvollen, teilweise witzigen Dialoge zwischen den verschiedenen Charakteren bringen viel Leichtigkeit in die Geschichte, gleichzeitig spürt man aber auch die emotionale Tiefe. Die Chemie zwischen Violette und Loan ist absolut spürbar und hat mich völlig mitgerissen – auch wenn ich sie in manchen Momenten am liebsten geschüttelt und ihnen zugerufen hätte: „Seht doch endlich, was direkt vor euren Augen liegt!“ Auch die Nebencharaktere sorgen für zusätzliche Dynamik und machen Lust auf mehr – ich freue mich schon riesig auf Band zwei, um sie weiter zu begleiten.
Ein kleiner Kritikpunkt: An einigen Stellen wirkt das Buch ein wenig überladen mit dramatischen Wendungen und Konflikten. Die Vielzahl an Themen, die in kurzer Zeit angerissen werden, lässt manchmal den Eindruck entstehen, als wolle die Autorin zu viele Aspekte unterbringen. Dadurch bleiben manche Themen etwas oberflächlich und hätten ruhig mehr Raum verdient.
Trotzdem ist Never Too Close für mich eine mitreißende und gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Erwachsenwerden. Ich habe es geliebt. Auch wenn es kleinere Schwächen gibt, überzeugt das Buch mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Emotion. Insgesamt ein leichtes, aber tiefgründiges Buch, das ich absolut weiterempfehlen kann.
- Lilly Lucas
A Place to Belong
(346)Aktuelle Rezension von: Ines_BalkowDie Cherry-Hill-Reihe der Autorin gefällt mir richtig gut. So hat mich auch der dritte Band der Serie voll überzeugt. Und meine Lieblingsfigur wird im vierten Teil in den Fokus gerückt - da freue ich mich jetzt schon sehr ☺️
In diesem Band geht es um Magnolia und ihre Geschichte ist sehr spannend. Neben den Familienverwicklungen, mit denen sie sich herumschlägt, verdreht auch noch der verschlossene Finn ihr den Kopf. Und der ist leider sehr misstrauisch, sodass ihre Beziehung durch Höhen und Tiefen geht.
Ich will gar nicht zu viel zum Inhalt sagen. Nur so viel: Fans der Reihe werden wieder voll auf ihre Kosten kommen. Die Handlung findet wieder auf Cherry Hill statt und der Autorin gelingt es jedes Mal, die Atmosphäre und Umgebung so schön zu beschreiben, dass man sich dorthin wünscht 😉
Diese Buchserie ist eine meiner liebsten und ich bin gespannt, ob der letzte Band mit den bisherigen mithalten kann. Für diesen Teil gibt es von mir auf jeden fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung für Fans von Liebesgeschichten.
- Kyra Groh
Fake Dates and Fireworks
(584)Aktuelle Rezension von: peanutZu Beginn hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, wie viel Tiefgang die Geschichte noch entwickeln würde. Umso positiver wurde ich überrascht: Neben der eigentlichen Liebesgeschichte nehmen auch die „Sidequests“ – insbesondere die Freundschaften – einen wichtigen Stellenwert ein. Man merkt deutlich, dass der Autorin auch andere Themen am Herzen liegen.
Besonders gelungen finde ich, dass diese Themen nie aufgesetzt wirken. Durch den lockeren und humorvollen Schreibstil fügen sie sich ganz natürlich in die Handlung ein. Das Buch liest sich insgesamt sehr flüssig und kurzweilig – man fliegt förmlich durch die Seiten.
Auch wenn Becca für mich persönlich nicht die sympathischste Protagonistin war, wollte ich dennoch unbedingt wissen, wie ihre Geschichte weitergeht. Und genau das spricht letztlich für die starke Umsetzung: Die Geschichte schafft es, einen zu fesseln, selbst wenn man nicht mit jeder Figur sofort warm wird.
- Amor Towles
Ein Gentleman in Moskau
(155)Aktuelle Rezension von: Petra_de_ZamagnaWarum schreibt ein amerikanischer Schriftsteller, der keine russischen Wurzeln hat oder die russische Sprache spricht oder Historiker wäre, über das Russland in der beginnenden Sovjetzeit? Der Roman erzählt von einem aus der Zeit gefallenen Grafen, der natürlich im Arbeiter- und Bauernstaat des aufstrebenden Kommunismus, nichts zu sagen hatte, eigentlich untergehen hätte müssen. Stattdessen rettet er sich über viele unwirtliche Sovjetrussland-Jahre, weil er eingesperrt im Nobelhotel Metropol im Dachgeschoss seine Zeit fristen darf.
Nun Amor Towles scheint die Idee bei mehreren Aufenthalten in Luxushotels in der Schweiz bekommen zu haben, wo er wiederholt dieselben Leute antraf. Das Thema Hausarrest ist aber ein typisch russisches Phänomen, das es schon zu Zarenzeiten gegeben hat und so transportierte er die Handlung nach Russland. Vielleicht macht genau das den Roman so charmant und leichtfüssig, es gibt keine persönliche Bitterkeit oder sogar politische Agenda des Autors.
Es ist als ob Towles die berühmten Zeilen des persischen Sufi-Mystikers 'Rumi' gelesen hätte und in diesem Roman zum Leben erweckt:
"Sei nicht hoffnungslos, halte Hoffnung, o Herz! / Im Verborgenen liegen viele Wunder, o Herz! / Soll die Welt es auf dein Leben abgesehen haben, lass des Freundes Rock nicht los, o Herz."
Und wir Leser leben mit dem Grafen zwar das Leben eines Eingesperrten, allerdings in einem komfortablen Luxushotel, wo es immer auch wieder Arbeiten gibt, die der Graf gerne bereit ist, kostenlos zu unterstützen. Überdies sehen wir mit seiner Innensicht dennoch auch, was sich im Draussen abspielt, denn es kommen Freunde zu Besuch und andere Personen, die draussen aus und ein gehen, verkehren mit ihm auf freundschaftlicher Basis. So erleben wir, wenn auch durch die Fernbrille, wie die Leute immer mehr den Sowjet-Manövern ausgeliefert sind - selbst wenn sie Anfangs glühende Verehrer des Systems sind. Auch die Freunde des Grafen gehen und verwehen - aber ihm bleibt oft ein weiterer Grund, sich ins Leben einzubringen. So wird er auch für die Erziehung eines Kindes verantwortlich, als die Mutter dem in den Gulag geschickten Mann folgen möchte.
In der Stille des Hotels werden also Freundschaften geschlossen, Liebesbeziehungen begonnen, Arbeitsverhältnisse gestartet, Kochkünste und Weindegustationen zelebriert - und immer wieder zeigt sich auch die kommunistische Welt, weil Parteileute die Etablissements des Hotels nutzen . Der Graf bleibt aber besonnen und kümmert sich um das Nahegelegene.
Der Clou ist beinahe, dass ein hoher Sovjetfunktionär mit Namen Ossip Iwanowitsch Glebnikow (ist es nicht sogar Stalin selbst, der ja aus Georgien stammte und mit Vornamen Josip also Josef hiess und der Literatur und Kultur bewunderte, obwohl er selbst aus einfachsten Verhältnissen als Sohn eines Schusters stammte?) sich eines Tages in Privatstunden beim Grafen französisch und westliche Sitten beibringen läßt. Im völlig abgeschotteten Bereich einer streng bewachten Hotelsuite treffen sich die zwei, sehr respektvoll und die Lehrstunden finden über eine lange Zeit statt.
Voller unerwarteter Wendungen ist das Leben des Grafen Rostov, so dass das Buch trotz 500 Seiten nie langweilig wird. Was in den 1920er Jahren begonnen hat, endet dann 1954. Eine Zeit des Umbruchs auch in Russland, als nach dem Tode Stalins 1953 ein Machtkampf über die Nachfolge entsteht. Der Graf, diesmal mitten drin im Geschehen, weil er als Oberkellner gewisse Einblicke in die sich positionierenden Anwärter der Nachfolge (hier mit tatsächlichen Namen benannt als Chruschtschow und Malenkov bzw. Beria) erkennen kann und diese Information nutzt, um sowohl für seine Ziehtochter als auch für sich selbst einen günstigen Augenblick zu nutzen.
Ein wunderbares Buch von Anfang bis Ende - voller Menschlichkeit und Philosophie und Konzentration auf Ort und Zeit. Ein herausragender aktueller Schriftsteller.























