Bücher mit dem Tag "freundinnen"
497 Bücher
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 3: Opal. Schattenglanz
(3.126)Aktuelle Rezension von: asomeOpal von Jennifer L. Armentrout ist der dritte Band der Reihe, und endlich stehen Katy und Daemon zu ihren Gefühlen. Das ewige Hin und Her sowie die passiv‑aggressiven Spielchen zwischen den beiden gehören erfreulicherweise der Vergangenheit an. Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig, sodass sich das Buch leicht lesen lässt – auch wenn die Handlung zwischendrin etwas langatmig wirkt und man manchmal schneller zum Punkt hätte kommen können.
Was mich allerdings gestört hat, war Katys ständiges Gejammer und die Eifersuchtsausbrüche auf beiden Seiten. Ebenso fand ich es schade, dass Dee das Gespräch mit Katy meidet – natürlich ist sie verletzt und trauert, aber irgendwann sollte man Dinge klären.
Vielleicht nervten mich diese Passagen auch deshalb besonders, weil ich nicht ganz zur eigentlichen Zielgruppe gehöre. Insgesamt war Opal ein solides Buch, für mich jedoch bisher das schwächste der Reihe. Ich hoffe, Band 4 kann mich wieder stärker fesseln. - Kiera Cass
Selection
(5.404)Aktuelle Rezension von: cozyeveningreads35 Mädchen kämpfen um das Herz von Prinz Maxon und die Krone. America, ein Mädchen aus der Unterschicht hat eigentlich nur vor das gute Essen zu genießen und will den Prinzen zunächst ignorieren. Zwischen Konkurrenzkampf, luxuriösem Palastleben und gefährlichen Rebellenangriffen, die tödlich enden können gerät sie jedoch zunehmend in ein Gefühlschaos, denn was wenn Maxon gar nicht so langweilig ist wie gedacht und wäre da nicht auch noch ihre Jugendliebe Aspen, den sie immernoch nicht vergessen kann…
Ehrlich ich hab geweint, hatte Herzklopfen, hab mitgezittert und ganz viel gelacht und vor Freude gequietscht.
Ich hab die Bücher schon mehrmals gelesen und die Geschichte um America, Maxon und Aspen hat mich jedes mal wieder komplett mitgenommen.
Für immer eine meiner liebsten Reihen und absolut empfehlenswert!
- Elena Ferrante
Meine geniale Freundin − Kindheit und frühe Jugend. Geschenkausgabe (Neapolitanische Saga 1)
(691)Aktuelle Rezension von: EgataEines meiner Lieblingsbücher. Die Inhaltsangabe klingt wenig aufregend. Elena und ihre Freundin Lila wachsen im Neapel in der Nachkriegszeit auf, zwischen Mafia und Familienfehden. Aus der Sicht des Kindes und der Jugendlichen erzählt Elena von Höhen und Tiefen des täglichen Lebens, vom Erwachsenwerden und der Armut, aus der sie versucht herauszukommen, indem sie um gute Bildung kämpft. Die Autorin wechselt öfter die Perspektive und erzählt scheinbare Kleinigkeiten so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich hatte es mir geliehen, aber dann sofort den Folgeband gekauft, auch, weil so viele Fragen offen blieben.
- C.C. Hunter
Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht
(2.277)Aktuelle Rezension von: june_londonInhalt:
Kylies Leben ist im Wandel. Ihre beste Freundin entfremdet sich von ihr. Ihre Oma ist kürzlich gestorben. Ihre Eltern lassen sich scheiden. Ihr Freund hat sie für eine andere verlassen. Was kann da noch schief gehen? Anscheinend noch genug. Über den Sommer wird sie in ein Camp für schwierige Jugendliche geschickt, dass sich als Camp für übernatürliche Jugendliche entpuppt. Aber keiner kann ihr sagen, welche Sorte übernatürlich Kylie überhaupt ist. Und in dem Camp laufen eindeutig zu viele interessante Typen herum.
Eindruck:
Keine besonderen Plottwists, aber trotzdem eine gute Story und vorallem interessante Charaktere. Lese es gerne für kurzweilige Unterhaltung zwischendurch. Die Protagonistin wandelt immer auf dem schmalen Grad zwischen interessant und ziemlich anstrengend. Aber überwiegend mag ich sie und kann auch viele ihrer "Dramen" nachvollziehen.
Das unvermeidliche Liebesdreieck (oder manchmal auch Viereck) hätte ich nicht gebraucht, aber gehört eben zu diesem Genre. Was mich besonders interessiert sind die verschiedenen übernatürlichen Wesen und ihre Kräfte. Und wie diese sich in die normale Welt integrieren oder eben auch nicht integrieren (können oder wollen). Das wird in der Geschichte umfassend dargestellt.
Auch die übernatürliche Identitätssuche der Protagonistin ist spannend. Man kann als Leser*in gut mitraten.
Fazit: Solide Romantasy-Academy-Story für Fans dieses Genres. :)
- Lauren Oliver
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
(1.425)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeIch muss zugeben, eins der Bücher die mich seit langem wirklich überrascht haben. Ich fand den Klappentext eigentlich nicht sehr verlockend, da aber krank und Mangels anderer Beschäftigungsmöglichkeiten, gab ich dem Buch eine Chance. Gott sei Dank. Binnen 24 Stunden hatte ich es durchgelesen.
Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht um mit den jugendlichen Figuren, dem Schauplatz Highschool und der ungewohnten Atmosphäre klar zukommen. Man selber ist nicht mehr die jüngste und hat eigentlich einen ganz anderen Alltag. Doch als Mutter einer Tochter erkennt man dann das ein oder andere wieder. Spätestens mit Lesen des Dritten Tages hatte mich das Buch erwischt. Ich fieberte mit Sam, der Hauptfigurschon sehr schnell und sehr intensiv mit. Ich frage mich, genau wie sie selbst, ob sie wieder am 12. Februar aufwachen wird? Wird Sam wieder sterben? Welche menschlichen Tragödien warten diesmal auf sie? Was wird anders laufen und natürlich die finale Frage, wie geht das Buch aus? Wird sie sterben , oder wird sie dem Tod entgehen können ?
Sam macht eine unglaubliche Entwicklung durch. Dadurch, dass sie den Tag immer wieder durchlebt ,beginnt sie sich selbst und ihre Verhaltensweisen zu reflektieren. Ein Charakterzug, der bei Jugendlichen Ihren Alters eher selten vorkommt. Das Buch präsentiert die üblichen Charaktere in der Schule , so dass die Wahrscheinlichkeit der Identifikation sehr hoch ist, auch oder gerade bei den jüngeren Lesern. Die Autorin hat denke ich ein ganz gutes Bild einer amerikanischen GegenwartsHighschool geschaffen . Ihr ist eine gute sozialkritische Analyse der aktuellen Generation mit all Ihren Facetten gelungen. Implementiert in einen spannenden Plot. Sams Vermögen zur Selbstreflektion und die damit verbundene Fähigkeit ihr eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen, Handlungen in der Vergangenheit zu bewerten und daraus zu lernen, das hat mich wirklich berührt
- Monika Feth
Der Erdbeerpflücker
(1.871)Aktuelle Rezension von: anilaIch hatte das Buch vor bestimmt 15 Jahren das erste mal gelesen und fand es richtig gut! Nun dachte ich, komm, lies es doch noch einmal (und dann die ganze Reihe, da habe ich nämlich noch nicht alle gelesen), aber ich habe es etwas bereut. Es folgen nun große Spoiler der Geschichte!
!!Achtung, Spoiler!!
Caro wird umgebracht, das erfährt man ja schon am Klappentext. Sie erzählt nichts über ihren Freund und prompt verliebt sich Jette nach gefühlt einer Stunde in einen wildfremden Mann und wundert sich überhaupt nicht, dass sie nichts über ihn weiß etc. Aber es ist natürlich die große Liebe. Caro ist komplett vergessen und die Umstände bzw. die Ungereimtheiten bei ihrem Mord auch. Das ist total unlogisch. Jette erzählt weder Merle noch ihrer Mutter irgendetwas von ihrem neuen Freund außer dass er Gorg heißt. Es ist 1 zu 1 wie bei Caro, was Jette überhaupt nicht auffällt, dabei wird sie als so intelligent beschrieben. Ja, sie ist 18, ja, sie ist verliebt, aber gerade wegen der Geschichte von Caro, sollten ihre Alarmglocken schrillen. Schon alleine wie die beiden sich kennengelernt haben. Also nee.
Die Gefangennahme von Georg, die für reichlich Action und Spannung hätte sorgen können, wurde einfach komplett weggelassen und als Leerstelle stehen gelassen. Sonst wurde auf den 300 Seiten davor aber jeder Atemzug von jeder Person quasi erzählt. Das hat die Geschichte unendlich langatmig in weiten Teilen gemacht. Und als dann endlich Fahrt aufgenommen wurde, war die Geschichte direkt zu Ende. Sehr viel Spannung wurde liegen gelassen.
Davon aber einmal ganz abgesehen, habe ich nicht verstanden, warum Jette mit 18 alleine wohnt, wenn sie doch ein stabiles und funktionierendes Elternhaus hat. Sinn???
Und was ich auch nicht verstanden habe, was auch bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird, warum Georg die Mädchen überhaupt umgebracht hat. Es fehlt jegliches Motiv, Hintergründe, alles. Eigentlich hätte ich auch zwei Sterne vergeben können, aber aus Nostalgiegründen und weil der Schreibstil sonst ganz okay war, sind es dann doch drei geworden.
- Audrey Carlan
Trinity - Verzehrende Leidenschaft (Die Trinity-Serie 1)
(519)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover ist ein absoluter Blickfang – elegant, sinnlich und perfekt auf die emotionale Intensität der Geschichte abgestimmt. Es transportiert die Leidenschaft des Romans schon auf den ersten Blick.
Die Hauptfiguren sind unglaublich vielschichtig, authentisch und voller innerer Konflikte. Ihre Entwicklung ist emotional berührend, und die Chemie zwischen ihnen ist von der ersten Seite an spürbar.
Die Nebenfiguren geben der Geschichte zusätzliche Tiefe und wirken niemals blass oder austauschbar. Sie bringen Dynamik, Wärme und genau die richtige Portion Drama in die Handlung.
Der flüssige, gefühlvolle Schreibstil verbindet sich mit dem intensiven, atmosphärischen Setting zu einem Sog, dem man sich kaum entziehen kann.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- Mareike Fallwickl
Die Wut, die bleibt
(347)Aktuelle Rezension von: wordworld"Die Wut, die bleibt" ist mein drittes Buch von Mareike Fallwickl und bei weitem mein liebstes von ihr. Auf 384 intensiven, eindringlichen, belastenden, aber auch befreienden Seiten setzt sie sich mit den Themen Mutterschaft, Care-Arbeit, gesellschaftlicher Überforderung und weiblicher Wut auseinander und möchte dabei bewusst keine leichte Lektüre sein. Die Autorin kritisiert, irritiert und berührt gleichermaßen und hat sich damit direkt zu einem Jahreshighlight aufgeschwungen.
Ausgangspunkt der Handlung ist der plötzliche Suizid von Helene, Mutter von drei Kindern, der ihre Familie und ihr Umfeld in einen Zustand aus Schock, Orientierungslosigkeit und emotionaler Überforderung stürzt. Während Helene selbst nur indirekt über Erinnerungen, Beziehungen und die Spuren, die sie hinterlässt, präsent ist, verschiebt sich der Fokus auf ihre Teenager-Tochter Lola und ihre beste Freundin Sarah, die abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen. Beide Figuren reagieren sehr unterschiedlich auf den Verlust und die Leerstelle, die Helene hinterlässt, und eröffnen dadurch zwei kontrastierende Zugänge zu Trauer, Überforderung und weiblicher Lebensrealität, die am Ende in einer Emotion gipfeln: "Die Wut, die bleibt".
"Aber sie hat keine Angst. Der Zorn in ihr ist nicht mehr der kleine, hämmernd heiße Ball. Er hat sich über ihr Inneres gestülpt und sie vollständig ausgekleidet. Es ist still, sie schlafen ein, sie haben einen gemeinsamen Frieden, oder vielleicht ist es die Ruhe vor dem Sturm. denn da ist ein Ziehen und ein feines, glühendes Simmern. Das ist die Wut, die bleibt."
Besonders stark ist der Roman dort, wo er die unterschiedlichen Perspektiven von Helene, Lola und Sarah nicht nur nebeneinanderstellt, sondern in einen gesellschaftlichen Kontext einbettet. Eine Mutter von drei Kindern, eine kinderlose Karrierefrau, eine Teenagerin. So unterschiedlich ihre Lebensentwürfe auch sind, gemein haben diesen drei unterschiedlichen Frauen die Verantwortung, die Rolle, die Arbeit, die Anforderungen, die ihnen zugesprochen werden, einfach weil sie eines sind: Frauen in unserer Gesellschaft. Die Themen Care-Arbeit, Mental Load und die strukturelle Überlastung von Frauen werden dabei nicht abstrakt verhandelt, sondern sehr konkret in den Alltag der Figuren eingeschrieben. Dadurch entsteht ein dichtes, oft bedrückendes, aber auch klarsichtiges Bild von Mutterschaft und den Erwartungen, die an sie geknüpft sind. Teilweise sind die Beschreibungen so intensiv, dass ich beim Lesen kaum atmen konnte, habe ich doch selbst das erdrückende Geflecht gespürt, das sich langsam um Sarah, Lola und Helene legt und sich immer weiter zuzieht...
"Denn die Sache ist, man darf das nicht schlimm finden. Es ist nicht möglich, an dieser Aufgabe zu scheitern. Kinder hüten, das kann jeder. Und wollen muss es auch jeder, der diese Kinder bekommen hat. Oder nein, jede. Die Kümmerpflicht gilt für die Mütter. Johannes hat diese Kinder auch bekommen, aber er muss irgendwie gar nichts. Über die Leere solcher Tage, die sich lähmend über das Gehirn legt, weil man sich mit nichts anderem beschäftigt als mit physischer Versorgung, Brei kochen, Bei in den Kindermund stecken, Kacke vom Kinderhintern abwichen, den Kinderkörper tragen, den Kinderkörper beschützen vor Stürzen, Schnitten, Verbrennungen, den Schlaf herbeisingen, spricht niemand. Es gibt keinen Raum für solche Gespräche, keine Schutzzone. Eine Mutter ist eine Mutter ist eine Mutter."
Getragen wird dieser atmosphärisch dichte, teilweise schwer aushaltbare Roman durch seine großartigen Figuren. Sarah und Lola eröffnen dem Buch nicht nur eine große Themenvielfalt, sondern sind vor allem zwei zutiefst menschliche, nachvollziehbare weibliche Identifikationsfiguren, die man sofort ins Herz schließt. Die beiden verkörpern zwei sehr unterschiedliche Umgangsweisen mit weiblicher Wut, die auf verschiedener gesellschaftlicher Prägung und feministischer Selbstverortung zurückzuführen sind. So kommen nebenbei auch der Generationskonflikt und besonders die unterschiedliche Auffassungen feministischer Themen zwischen Millenials und der Gen-Z sehr gut zur Geltung.
"Sie muss die Arme um sich schlingen, sich selbst umarmen, um zu spüren, dass sie eine Grenze hat, eine fühlbare Körpergrenze, die niemand überschreiten darf. (...) Die Berührungsbedürftigkeit der Kinder hat etwas verstörend Invasives und ist gleichzeitig so entwaffnend, dass man sich ihr nicht verweigern kann. Weil jedes Webschubsen einen feinen Riss hinterlässt in der Kinderseele. Dass es keinen Unterscheidung zu geben scheint zwischen dem Mutterkörper und dem Kinderkörper, dass alles verschwimmt, zusammenklebt, ineinanderübergeht, ohne dass man als Mutter die Entscheidungsgewalt darüber hat, das hat Sarah nicht gewusst."
Interessanterweise hinterlässt auch Helene - obwohl sie abseits von Prolog und Epilog gar nicht als handelnde Figur vorkommt - einen bleibenden Eindruck als Figur. Wir lernen sie, ihre Gedanken, Gefühle, Nöte und Geschichte nur in Form der Leerstelle kennen, die sie gerissen hat, der Erinnerungen, die Sarah und Lola mit ihr verbinden und der Spuren, die sie in beiden hinterlassen hat. In ihrer Abwesenheit ist sie allerdings ebenso präsent wie Lola und Sarah, was vor allem deshalb einen durchschlagenden Effekt hat, weil die männlichen Figuren bewusst eindimensional und abwesend gezeichnet sind. Egal ob Helenes Mann Johannes oder Sarahs Freund Leon - die Männerfiguren sind hier als Spiegel der gesellschaftlichen Missstände, der Ungleichverteilung von Care Arbeit, der alleinigen Verantwortung im Kreis der Familie und der fehlenden Empathie zu verstehen und demnach überspitzt nutzlos gestaltet.
"Das hat sie sich geschworen. Dass sie nichts als Respekt empfindet für diesen Körper, der sie trägt und für sie springt und hüpft, boxt und denkt, der für sie atmet und ihre Brüder im Arm hält, der alles, alles tut, was Lola möchte. Nie wieder wird sie ihn verachten, nie wieder wird sie ihm wehtun."
Wer an dieser Stelle versucht wäre, mit einem „aber nicht alle Männer“-Einwand zu reagieren, verfehlt den Kern des Romans: Die Überzeichnung ist hier kein Zufall, sondern ein bewusstes Stilmittel, um strukturelle Missstände sichtbar zu machen und Schmerzpunkte aufzuzeigen. In diesem Sinne ist auch Lolas Handlungsstrang zu verstehen, der absichtlich polarisiert, der Wut ein Ventil gibt und die Radikalisierung bewusst zuspitzt. Die Entwicklungen, die sie im Verlauf der Geschichte durchmacht, sind nicht als realistischer Handlungsvorschlag zu lesen, sondern als notwendiger Gegenpol, der die emotionale Wucht der Geschichte überhaupt aushaltbar macht und zugleich verdeutlicht, was in der gesellschaftlichen Realität oft fehlt: Raum für Wut, aber ebenso Raum für Solidarität und Liebe.
"Ich glaube das Grundgefühl zwischen Frauen ist Liebe", sagt sie dann, wie nur Sunny so etwas sagen kann, ungerührt und sicher. (...) Das Grundgefühl zwischen Frauen ist Schwesterlichkeit und Zusammenhalt", fügt Sunny hinzu, "aber wir werden in dieses Klima der Konkurrenz gezwungen. Die Liebe zwischen Frauen wird abgewertet und beschämt, oder sie wird sexualisiert." "Lass uns da nicht mitmachen. Beim Abwerten und Beschämen. Lass sie uns behalten." "Was?", fragt Sunny. "Die Liebe zwischen uns."
Zusammengehalten wird diese intensive Mischung neben den Figuren auch durch die klare, eindringliche, aber reduzierte Sprache. Der Text verzichtet weitgehend auf Distanz und zwingt die Lesenden immer wieder in unmittelbare Nähe zu Schmerz, Überforderung und innerer Spannung. Genau daraus entsteht seine Wirkung: Er irritiert, er fordert heraus, er lässt nicht los. Gleichzeitig gibt er aber auch viel zurück und lässt ein Gefühl von Wiedererkennen, von Benennung und von Verständnis entstehen, das ungemein tröstet. Mareike Fallwickl gelingt es, Frausein und insbesondere Mutterschaft in all ihrer Widersprüchlichkeit, Erschöpfung und gesellschaftlichen Überforderung präzise auf den Punkt zu bringen - allein dafür hat sie ihre 5 Sterne verdient!
"Und Lola fragt sich, ob eine Revolution so beginnen kann: betrunken, in einer Küche, nachts, mit vier Einzelnen, von denen eine allein zu schwach wäre. Aber dann denkt sie, dass wohl jede Revolution auf eine solche Art begonnen hat."
Fazit
"Die Wut, die bleibt" ist ein eindringlicher, schonungsloser Roman über Mutterschaft und weibliche Wut, der emotional stark fordert, aber genau dadurch seine volle Wirkung entfaltet.
- Marah Woolf
GötterFunke 1. Liebe mich nicht
(1.111)Aktuelle Rezension von: BeaSwissgirlMein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)
Ich hatte Lust auf eine etwas ältere Young Adult Urban Romantasy im Bereich Mythologie, ganz ohne Spice& Co und genau das habe ich auch erhalten.
Dies war mein erstes Buch von Marah Woolf und ich muss sagen, der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Dieser ist nämlich lebendig, flüssig, unkompliziert und hat gerade das richtige Mass an Beschreibungen um sich alles vorstellen zu können. Es wird aus der ICH- Perspektive von Jess erzählt, dazwischen gibt es aber noch die Aufzeichnungen des Hermes, was ich eine gelungene Abwechslung fand.
Jess unsere " Hauptprotagonistin" ist gut ausgearbeitet, denn ihre Gefühls und oder Gedankenwelt ist ausführlich beschrieben so dass ihre Handlungen nachvollziehbar sind. Besonders gelungen und auch amüsant zu verfolgen wie sie ihre Gedanken oft direkt hinterfragt vor allem in Bezug auf Cayden ;) Sie war jetzt nicht gerade meine Protagonistin ever, trotzdem mochte ich sie ganz gerne. Zu Beginn gefiel mir auch ihre beste Freundin Robyn, diese nervte mich im weiteren Verlauf jedoch immer wie mehr und ich hatte den Eindruck eine ganz andere Person vor mir zu haben. So vollends zu meiner Befriedigung aufgeklärt wurde ihr Veränderung für mich in diesem Band jedenfalls nicht. In mein Herz geschlossen hatte ich allerdings Josh, den besten Freund von Jess und Apollon, zwei sehr ähnliche Charaktere. Sie sind witzig, liebenswürdig, harter Kern, weiche Schale i love it. Auch Athene, Apollons Schwester und Leah die zu einer guten Freundin von Jess wird waren mir durchaus sympathisch. Und dann ist da noch Cayden...mir war er zu unnahbar, ambivalent, undurchsichtig, was natürlich Teil der Story ist und Sinn macht, trotzdem ich mochte ihn einfach irgendwie nicht.
Das Setting in den Rockys fand ich toll gewählt und ganz am Anfang verspürte ich auch dieses gewisse Camp, Berge, Wald- Feeling mit der Zeit allerdings schwächten sich diese Bilder in meinem Kopf allerdings ab, da wäre sicher noch konstantere Atmosphäre möglich gewesen. Ebenfalls gefiel mir die Idee an sich und die Umsetzung der griechischen Mythologie. Für Anfänger in diesem Bereich sicher überfordernd, dafür gibt es im Anhang des Buches zwar ein Glossar, welches aber teilweise auch spoilert. Als anstrengend empfunden habe ich das dauernde Hin und her zwischen Cayden und Jess, was sicher irgendwie auch so sein muss und für die Story Sinn macht, mich kostete es allerdings sehr viele Nerven! Auch habe ich Jess Verliebtheit durchaus spüren können, die von Cayen aber so gar nicht! Jedoch war es im Gegenzug erfrischend keine Spice Szenen lesen zu müssen und siehe da....es funktioniert auch OHNE diese!!!
Alles in allem habe ich genau DAS erhalten was ich wollte von daher
vergebe ich solide vier Sterne mal schauen wann ich zu Band zwei greife.
- Ana Huang
Twisted Games
(277)Aktuelle Rezension von: SarahreadsGefangen durch die Anforderung als Prinzessin von Eldorra hat Bridget von Aschenberg nur drei Wünsch: Liebe, Leidenschaft und die Freiheit, ihre eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen. Als ihr Bruder jedoch seinen Anspruch auf die Thronfolge niederlegt, steht sie plötzlich vor der Herausforderung, die zukünftige Königin zu werden - ein Amt, das sie niemals angestrebt hat. An ihrer Seite steht der Mann, den sie insgeheim liebt, dessen Liebe sie jedoch nicht zulassen kann: Rhys Larsen, ihr Bodyguard und Beschützer. Ihre verbotenen Gefühle drohen nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch das des gesamten Königreichs zu gefährden.
„Twisted Games“ ist der zweite Teil der „Twisted“ Reihe von Ana Huang. Mir gefällt das Cover besonders gut, da es mit seinen floralen Akzenten und der ansprechenden Schriftart sehr detailreich gestaltet ist und eine schöne Farbgebung aufweist. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. Dank dieses Stils, gepaart mit fesselnden Intrigen und prickelnden Szenen, fällt es leicht, durch die Seiten zu fliegen. Das Buch wird aus der Perspektive beider Protagonisten erzählt, was dem Leser einen tiefen Einblick in ihre Gedankenwelten ermöglicht.
Bridget ist eine sehr starke und entschlossene Frau, die ihren eigenen Weg gehen möchte, anstatt sich den Erwartungen ihrer königlichen Rolle beugen möchte. Sie ist eine sehr freundliche und hilfsbereite Person, die allen tatkräftig zur Seite steht. Ihr scharfer Verstand und ihre Fähigkeiten, sich aus brenzligen Situationen zu befreien, macht sie zu einer spannenden Protagonistin.
Rhys ist sehr beschützend und hat eine geheimnisvolle Vergangenheit. Er ist sehr verschlossen und gibt sehr wenig von sich preis. Nur bei Bridget scheint er eine Ausnahme zu machen.
Dieser Teil war eine gelungene Fortsetzung der Reihe. - Ewald Arenz
Alte Sorten
(614)Aktuelle Rezension von: einbisschenbuechereiEwald Arenz’ „Alte Sorten“ ist wiedermal ein sehr schönes und gefühlvolles Buch. Zwei grundverschiedene Frauen treffen aufeinander und lernen sich kennen. Beide tragen Probleme und eine bewegte Vergangenheit mit sich.
Die Geschichte ist tiefgründig und authentisch und erzählt von zwei starken Frauen, die sich gegenseitig stützen und brauchen. Wie alle Bücher von Ewald Arenz ist auch dieses extrem entschleunigt. Ich schätze die ruhige Erzählweise, und obwohl die Dramatik nicht zu kurz kommt, ist die Geschichte sehr schön zu lesen.
Von mir gibt es wieder eine klare Empfehlung für Ewald Arenz.
- Anne Freytag
Den Mund voll ungesagter Dinge
(698)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraDas Motto für die Lesechallenge im Mai lautet: „Lies eine queere Geschichte.“ Es ist ein großartiges Motto, denn hier kann man frei wählen, welche queere Repräsentation man bei der Lektüre wählen möchte. Mir ist sofort ein Buch in den Sinn gekommen, das ich im August 2021 während meines Urlaubs im Dussmann Berlin gekauft habe: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag. Bereits vor zwei Jahren habe ich „Mein bester letzter Sommer“ von der Autorin gelesen, was ich sehr mochte. Nun ist also ein weiteres Jugendbuch von ihr an der Reihe. Es erschien 2017 und handelt von einer Teenagerin, die schleichend erkennt, dass sie vielleicht gar nicht heterosexuell ist. Warum das Buch mit dem Thema aber manchmal nicht gut umgeht, verrate ich euch in dieser Rezension.
Die 17-jährige Sophie Richter zieht 2016 mit ihrem alleinerziehenden Vater Christian von Hamburg nach München, um mit seiner Freundin Lena und ihren beiden Söhnen Valentin und Leon eine Patchwork-Familie zu gründen. Obwohl sie von ihren neuen Familienmitgliedern liebevoll empfangen wird und ein riesiges Zimmer für sich bekommt, fühlt sie sich nicht heimisch und vermisst ihr Leben in Hamburg mit ihrem besten Freund Lukas. Doch dann beobachtet sie durch ihr Fenster das blonde Nachbarmädchen mit der Zahnlücke und fühlt sich auf merkwürdige Weise zu ihr hingezogen. Als sie erfährt, dass sie mit ihr in dieselbe Jahrgangsstufe des Gymnasiums geht, gibt es für Sophie vielleicht doch einen Grund, sich auf ihr neues Leben in München zu freuen.
„Es schüttet.“, ist der erste, knappe Satz des Prologs „Und vor mir das Nichts“. Der starke Regen soll hier die Gefühlslage der Protagonistin Sophie widerspiegeln, die ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Spannend ist: Dieser Prolog ist auch ein späteres Kapitel. Auf Seite 362 steht exakt derselbe Text. Nur die letzten vier Sätze des Prologs sind anders, während später noch zwei Absätze folgen. In der Erzähltheorie ist das ein ganz typischer Einsteig: Im Prolog wird ein kleiner Schnipsel präsentiert, der zukünftige Ereignisse im linearen Handlungsverlauf vorzeitig präsentiert. Germanisten nennen das eine Prolepse, falls ihr mal ein bisschen angeben möchtet. Auf fast 400 Seiten arbeitet sich die Leserschaft also kontinuierlich in kleinen Schritten auf den Handlungszeitpunkt im Prolog hin. Sophies Geschichte beginnt dabei im März 2016 und endet im September desselben Jahres.
Protagonistin ist die 17-jährige Sophie, die dunkle Haare hat, schlank und laut ihres besten Freundes Lukas „fast schon absurd schön“ (S. 184) ist. Innerlich ist sie aber unsicher und verletzlich. Ihre Mutter hat sie nach ihrer Geburt verlassen, und so wuchs Sophie bei ihrem alleinerziehenden Vater auf. Sie ist nachdenklich und authentisch. In vielerlei Hinsicht habe ich mich bei ihr selbst zurückversetzt gefühlt in die Zeit meiner Teenager-Jahre. Womit ich jedoch meine Schwierigkeiten hatte, war dass sie mit ihren jungen 17 Jahren schon mehrfach betrunken Sex auf Partys hatte. Sie war noch nie in einen Jungen verliebt, hatte noch keinen festen Freund, aber hat sich im Suff dann doch einfach mal flachlegen lassen. Schlimmer noch, ihr bester Freund Lukas nennt sie ständig bei ihrem Spitznamen „Flittchen“ (S. 22), der daher rühren soll, dass Sophie mal eine Phase gehabt haben soll, in der sie roten Lippenstift getragen hat und in Kombination mit ihren dunklen Haaren wie Schneewittchen ausgesehen haben soll. Und natürlich, dass sie in Hamburg den Schlampenruf weg hatte. Grundsätzlich fand ich die Dynamik zwischen Lukas und Sophie schwierig. Sie sind zwar Kindheitsfreunde, aber dass sie sich auf die Wange küssen, gemeinsam kuschelnd in einem Bett schlafen oder auf einer Party so tun, als hätten sie im Badezimmer Sex gehabt, fand ich absolut schräg. Gerade weil Lukas eine feste Freundin hat, die wohl nicht ganz grundlos eifersüchtig ist. Auf mich wirkte Lukas grenzüberschreitend, wie er jeden verzweifelten Versuch unternimmt, aus der Friendzone zu kommen. Auch wenn ich Sophie meistens sympathisch finde, merkt man, dass sie noch in einer Selbstfindungsphase steckt und sich für Anerkennung zu sehr an Typen anbiedert, die es eigentlich nicht gut mit ihr meinen. Sie muss noch lernen, Grenzen zu setzen und sich nicht zu sehr als Pick me-Girl zu inszenieren.
Freytags Schreibstil ist modern, direkt und stellenweise metaphorisch. Dabei ist die Sprache jugendlich, intensiv und trotzdem unaufgeregt. Das Tempo ist perfekt ausgewogen und man kommt schnell in einen Lesefluss. Der Schreibstil ist wirklich die größte Stärke des Jugendbuchs: Er wirkt mühelos atmosphärisch und wunderschön. Schon bei „Mein bester letzter Sommer“ war ich von der zarten und warmen Atmosphäre begeistert, und auch hier gibt es trotz Streitigkeiten ein wunderbar wohliges Gefühl, das Anne Freytags Bücher zu etwas ganz Besonderem macht. Die Konflikte wirken nachvollziehbar und nicht aufgesetzt. Außerdem gibt es keine Längen, sondern jedes Kapitel ist sprachlich rund und bereitet große Freunde beim Lesen. Auf stilistischer Ebene habe ich also absolut nichts zu kritisieren.
Dennoch gibt es auch zwei unübersehbare Schwachpunkte in „Den Mund voll ungesagter Dinge“. Einmal sind das medizinische Ungenauigkeiten, die mir bereits bei „Mein bester letzter Sommer“ aufgefallen sind. Hier ist die Protagonistin zwar nicht sterbenskrank, doch sie hat einmalig starkes Fieber und liegt mehrere Tage flach. Laut Lena hat Sophie bis zu 41,8°C Fieber. Einmal zur Einordnung: ab etwa 41°C spricht man von einem lebensgefährlichen Zustand, 42°C sind mit dem Leben kaum noch vereinbar. Bei extrem hohem Fieber steigt das Risiko für Kreislaufversagen, neurologische Schäden oder Krampfanfälle. Sophie beschreibt sogar tagelange Bewusstlosigkeit. Dennoch bringen weder Christian noch Lena sie ins Krankenhaus, um Laborwerte messen, Infusionen geben oder lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis oder eine Hirnhautentzündung ausschließen zu lassen. Und das alles, obwohl beide Ärzte sind und ihnen die zwingend notwendige Einweisung bewusst sein sollte. Stattdessen duschen sie Sophie fälschlicherweise kalt ab und lassen sie im Bett liegen. Ich verstehe, dass Sophies Erkrankung auch eine symbolische Bedeutung hat und mit einem inneren Konflikt einhergeht. Aber man hätte sie wenigstens realistischer schreiben können, z.B. mit 39,8°C Fieber. Besonders weil sie mit Ärzten zusammen lebt, fällt diese Szene auseinander wie morsches Holz. Ausreichende Recherchen im medizinischem Bereich sind definitiv Freytags Kryptonit.
Außerdem ist der Umgang mit Homo- bzw. Bisexualität und dem Coming Out hier stellenweise schwierig. Aus dem Klappentext geht bereits hervor, dass Sophie und Alex anfangen, sich sexuell näher zu kommen. Allerdings hat Alex bereits einen festen Freund: Clemens. Und den verlässt Alex auch nicht, sondern betrügt ihn mit Sophie. Das wird zwar auch thematisiert, aber viel zu lange wird einfach ignoriert, dass eine von ihnen nicht single ist. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Coming Out von einem der beiden und dessen Folgen näher beleuchtet werden. Zwar erfährt Sophie teilweise Unverständnis, aber die Folgen scheinen für sie banal und tendenziell positiv zu sein, obwohl negative Reaktionen wie Ablehnung, Mobbing oder Kontaktabbrüche für viele Jugendliche leider sehr real sind. Da hätte ich mir eine differenziertere Auseinandersetzung gewünscht.
Das Ende hat mir dagegen sehr gut gefallen. Konflikte schaukeln hier noch einmal hoch, und auch, wenn Freytag in der Danksagung geschrieben hat, dass ihr die Streitdialoge sehr schwer gefallen sind, finde ich sie doch gelungen. Beide Positionen sind irgendwo nachvollziehbar, auch wenn Alex für mich unsympathisch bleibt. Lena habe ich dagegen sehr ins Herz geschlossen und sie wird mir als liebste Figur in diesem Buch in Erinnerung bleiben. Auch die Playlists, die im hinteren Buchdeckel zu finden sind, sind typisch für Freytags Jugendbücher. Ich habe sie leicht abgewandelt auf Spotify gehört, und sie war wirklich der perfekte Soundtrack zur Lektüre und ein kleiner, süßer Bonus. Insgesamt kann ich euch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ also ans Herz legen.
Anne Freytags atmosphärischer, wunderschöner und müheloser Schreibstil trägt „Den Mund voll ungesagter Dinge“ und macht die Geschichte über weite Strecken zu einem echten Lesevergnügen. Alle Figuren wirken glaubwürdig und Sophie ist eine authentische Jugendliche in einer Selbstfindungsphase. Kritisch ist dagegen mal wieder die unrealistische medizinische Darstellung, hier von Sophies Fieber, sowie die etwas oberflächliche Behandlung von Fremdgehen, einem Coming Out und den Folgen. Trotz dieser Schwächen habe ich das Jugendbuch aus dem Jahr 2017 sehr gerne gelesen, weshalb ich ihm vier von fünf Federn gebe. Von Freytag habe ich noch den Thriller „Aus schwarzem Wasser“ auf dem SuB, den ich gerne nächstes Jahr lesen möchte.
- Nora Roberts
Frühlingsträume
(488)Aktuelle Rezension von: priyatoxin83Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das Hochzeitsthema, die Freundschaft der Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können. Die Up and downs der Gefühle, dass auch mal jemand "ausrastet" und dem dann trotzdem verziehen wird als Freundin. Und die Liebesgeschichte zwischen Mac und Carter war einfach nur erfrischend schön. Okay, ich fand die "Tiefen" durch Macs scheinbare Beziehungsunfähigkeit etwas künstlich erzeugt, aber das störte mich nicht. Carter an sich fand ich als Person super charakterisiert. Ich habe mich selber ein bisschen in ihn verliebt mit seiner tollpatschigen, schüchternen, süßen Art.
Das Buch hat sich luftig leicht lesen lassen und die Seiten flogen nur so vorbei. Mir hat es ein wunderbares Lesevergnügen bereitet!
- Nina MacKay
Rotkäppchen und der Hipster-Wolf
(339)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraEine Reihe, die nun schon wirklich lange auf meinem SuB liegt, ist die Hipster-Märchenreihe von Nina MacKay. Der erste Band „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ erschien 2016 zu einer Zeit, als der Drachenmond Verlag gerade einen großen Hype erlebte. Insbesondere dieses Buch hat man auf Buchblogs gefühlt überall gesehen. Das außergewöhnliche Konzept, bekannte Märchenfiguren in ein modernes, humorvolles Setting zu versetzen, hat sich dabei durchaus interessant angehört. Doch der Hipsterkult ist inzwischen verklungen und ich habe mich gefragt, wie gut oder schlecht diese Reihe in den vergangenen zehn Jahren gealtert ist. Denn während man zwischen 2010 und 2015 einen Hipster mit Vollbärten, Holzfällerhemden, Vintage-Stil, hippen Cafés und Veganismus in Verbindung gebracht hat, wird der Begriff heute kaum noch genutzt. Mit entsprechend gemischten Erwartungen habe ich mich also auf die Reise in den verrückten Märchenwald begeben.
Rotkäppchen ist inzwischen 18 Jahre alt, heißt eigentlich Red, ist Youtuberin sowie Bloggerin und wohnt in der ehemaligen Hütte ihrer Großmutter. Normalerweise verbringt sie ihre Zeit damit, Flechtfrisuren-Tutorials ins Internet zu stellen oder sich auf ein Kaffeekränzchen mit ihren besten Freundinnen Schneewittchen, Dornröschen, Rapunzel oder Aschenputtel zu treffen. Doch plötzlich verschwinden die vier Ehemänner der Märchenprinzessinnen über Nacht spurlos. Mit Selfiesticks bewaffnet macht sich die Mädchenclique also auf, um ihre Prinzen zu suchen und den unbekannten Entführer zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei trifft Red auf den Halbwolf Everton, kurz Ever. Und obwohl sie eigentlich eine Abneigung gegen Wölfe hat, findet sie diesen Hipster doch ganz süß. Ihre Freundinnen raten ihr jedoch, vorsichtig zu sein. Schließlich könnte Ever etwas mit der Entführung der Prinzen zu tun und es auf Rotkäppchen abgesehen haben.
Noch vor dem ersten Kapitel gibt es ein Vorwort mit einer Warnung von der Autorin: Man solle dieses Buch bestenfalls nicht in der Öffentlichkeit lesen, weil es so witzig sei, dass man fragende Blicke ernten würde, weil man plötzlich laut auflache. Ganz ehrlich, da nimmt Nina MacKay den Mund doch etwas zu voll. Mehr als ein müdes Lächeln werden die Gags heute wohl kaum noch jemandem entlocken. Auf annähernd 350 Seiten und 16 Kapiteln werdet ihr geistige Ergüsse finden, wie „Ich dachte Hipster wiegen nur ein Instagram!“ (beachtet hier auch gerne das fehlende Komma, Grüße ans Korrektorat gehen raus), „Wenn man einem Hipster auf den Fuß tritt, dann hopst er.“, oder schlechte Wortwitze wie Botox zu „Flohtox“ (S. 46).Selfiesticks, die inzwischen kaum noch genutzt werden, werden mehrmals als „Deppenzepter“ bezeichnet, als würde die Wiederholung den Witz besser machen. Im Märchenwald werdet ihr also auf eine Menge Flachwitze treffen, die zumindest meinen Humor nicht getroffen haben. Natürlich ist Humor Geschmackssache und es ist schwierig, ein lustiges Buch zu schreiben, aber wenn ihr wirklich was Witziges lesen wollt, greift doch lieber zu Douglas Adams. Oder auch zur Hexer-Reihe von Andrzej Sapkowski mit ihren teilweise schreiend komischen Dialogen. Am Ende ist es wahrscheinlich die Mischung aus schlechten Witzen und dem Hipster-Hype, der seinen Zenit längst überschritten hat, dass der Humor heute nicht mehr zündet.
Im Fokus steht die Hauptfigur Rotkäppchen, die eigentlich Red heißt. Sie hat langes, blondes Haar, das sie meist als Flechtfrisur trägt. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen hat sie keinen Märchenprinzen an ihrer Seite und ist viel selbständiger. Während ihre Freundinnen oft impulsiv handeln, ist Red meist deutlich vernünftiger. So hält sie Schneewittchens „Verhöre-und-töte-Liste“ für übertrieben und ist allgemein hilfsbereit gegenüber den Bewohnern des Märchenwalds. Teil ihrer Charakterentwicklung ist es, ihre Angst vor Wölfen zu überwinden. Außerdem ist sie sarkastisch und schlagfertig, was auch zum plumpen Humor des Buchs beiträgt. Darüber hinaus ist sie aber relativ flach geschrieben. Im Vergleich zu ihren Freundinnen ist sie definitiv noch die Klügste. Wirklich schlau ist aber niemand aus der Schneewittchen-Gang. Diese dümmlichen und tollpatschigen Mädchen sollen sicherlich lustig und albern wirken, mich hat diese sehr einseitige Darstellung von weiblichen Hauptfiguren aber vielmehr genervt.
MacKay bedient sich hier eines modernen, lockeren und einfachen Schreibstils mit jugendlicher Umgangssprache. Die flapsige Sprache bildet dabei den starken Kontrast zur bekannten Märchenwelt. Das Tempo ist überwiegend schnell, weshalb Red von einem Abenteuer ins nächste stolpert. Gerade, weil Red zwar als Ich-Erzählerin im Präsens fungiert, aber zwischendurch von einem auktorialen Erzähler abgelöst wird, wirkt der Erzählstil inkonsistent. Vor allem, weil Spieglein, der inzwischen in Schneewittchens Besitz ist, Red sowieso erzählt, was in ihrer Abwesenheit passiert ist, hätte man die Passagen abseits von Reds Erzählstrang streichen und die Geschichte dafür entschleunigen können. Die Atmosphäre bewegt sich zwischen Märchen, Abenteuer, Komödie und Romance, was so eine bunte Mischung ist, dass sich keine klare Grundstimme entwickeln will. Gerade emotionale Momente können sich oft nicht richtig entfalten, da sie durch ironische Einschübe gebrochen werden. Deswegen wirkt der Roman stilistisch leider manchmal zu chaotisch.
Grundsätzlich erscheint „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ nicht wirklich gut durchdacht. Red lebt in einer fiktiven Welt, die aus mehreren Ländern besteht: dem Märchenwald, das Morgenland, Neverland und Wonderland. Trotzdem gibt es immer wieder Anspielungen an Kultur der realen Welt. So läge die „Lebkuchen Lane […] so abseits von allen Dörfern im Märchenwald wie der Mars“ (S. 17), als wäre in der fiktiven Welt unser Sonnensystem bekannt. Dann gibt es Verweise auf echte Filme und Serien wie „Schlaflos ins Seattle“ (S. 19), „Blair Witch Project“ (S. 35) oder „Ghost Busters“ (S. 44), gleichzeitig aber auch auf fiktive Fernsehshows oder Internetportale. Zu allem Überfluss werden dann noch Andeutungen zu Frida Kahlo oder dem „Karnevalsumzug in Rio de Janeiro“ (S. 40) gemacht, sodass das Worldbuilding inkonsequent wirkt und die Regeln nicht klar definiert sind. Erschwerend hinzu kommen kleinere weitere Fehler, wie dass Aschenputtel eine Erbsenphobie hat: „Wegen der Sache mit Die guten in Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.“ (S. 38). Dumm nur, dass es im Märchen Linsen waren und nicht Erbsen, die das Aschenputtel aus der Asche lesen musste. Wahrscheinlich hat MacKay das mit der Prinzessin auf der Erbse verwechselt. Ob Absicht oder nicht, es zeigt mir, wie unrund dieser Roman wirkt.
Ein Lichtblick war für mich dann aber noch das Hörbuch gelesen von Sabrina Zerner, das ich entdeckt habe. Sie liest wirklich toll vor, wodurch sie die Geschichte unterhaltsam und kurzweilig macht. Auch wenn ihr Stil nicht humoristisch ist, holt sie das Beste aus dem eher flachen Plot heraus. Auch das Finale konnte mich positiv überraschen: Ich war der Meinung, ich hätte durchschaut, wer die Prinzen entführt hat, aber ich lag falsch. Ich glaube allerdings nicht, dass es echte Hinweise gab, durch die man auf den Bösewicht hätte schließen können. Außerdem gibt es kein wirkliches Ende. Damit meine ich keinen Cliffhanger, sondern dass es sich anfühlt, als würde die Erzählung abrupt abbrechen. Es eröffnet sich plötzlich ein neuer Konflikt und endet dann mittendrin. Es ist wirklich schwierig zu beschreiben, aber gefühlt ist nicht einmal die Szene abgeschlossen. Aber immerhin hat dieser Band eine Fortsetzung.
„Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ hat eine sympathische Grundidee und durchaus unterhaltsame Elemente, scheitert aber leider an der Umsetzung. Weder der Humor noch das Worldbuilding konnten wirklich überzeugen. Die zahlreichen Hipster-Witze wirken heute weitgehend überholt, die Figuren bleiben recht eindimensional und alles erscheint irgendwie chaotisch. Die humoristische Märchenadaption schwankt zwischen Kömodie, Abenteuer und Romantik ohne eine klare Richtung zu finden. Zwischendurch kann der Plot zwar kurzweilig sein, aber ohne die schöne Hörbuchinterpretation hätte ich das Buch von Nina MacKay öfter weggelegt. Wer alberne Flachwitze mag, wird hier bestimmt seine Freude haben, aber für mich war die Lektüre aus dem Jahr 2016 leider nur ganz okay. Deswegen gebe ich dem ersten Band der Hipster-Märchenreihe zwei von fünf Federn. Trotzdem werde ich dem zweiten Band „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ noch eine Chance geben, vor allem weil es schon auf meinem SuB liegt.
- Ana Huang
Twisted Hate
(193)Aktuelle Rezension von: SarahreadsJules Ambrose empfindet für Josh Chen und seinem übersteigerten Ego weit mehr als nur blanker Hass. Aber auch Josh hat seine Probleme mit Jules und ihrem frechen Auftreten, was ich oftmals zur Weißglut bringt. Da Jules jedoch die beste Freundin seiner Schwester ist, ist ein häufiges Aufeinandertreffen unvermeidlich. Doch zwischen den beiden scheint es noch eine andere unausgesprochene Spannung zu geben, die die beiden nicht ignorier können. Nachdem die beiden eine unvergessliche Nacht miteinander hatten, schließen sie einen Pakt: Sie werden Feinde mit gewissen Vorzügen. Ihre Regeln sind klar: keine Verpflichtungen, keine Eifersucht und vor allem kein Verlieben. Doch Jules und Josh erkennen rasch, dass sie eine unstillbare Sehnsucht verspüren, mit der sie nicht gerechnet haben.
„Twisted Hate“ ist der dritte Teil der „Twisted“ Reihe von Ana Huang. Das Cover finde ich, so wie bei den vorherigen zwei Bänder, sehr ansprechend, da es durch seine floralen Elemente, der hübschen Farbe und der eleganten Schriftart eine harmonische Farbpallette bietet. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. In Kombination mit fesselnden Intrigen und aufregenden Szenen gelingt es mühelos, durch die Seiten zu fliegen. Es fiel einem reichlich schwer, das Buch aus der Hand zu legen oder es zu pausieren. Die Handlung wird aus der Perspektive beider Charaktere geschrieben.
Beide Protagonisten fand ich sehr spannend. Sie können sich nicht ausstehen und gehen davon aus, dass sie nichts gemeinsam haben. Aber je mehr sie miteinander zu tun haben, umso deutlicher erkennt man die Ähnlichkeiten.
Jules, die man schon aus den ersten Teilen kannte, hat mich echt positiv überrascht. Sie versucht ihre schwere Vergangenheit hinter sich zu lassen und kämpft für ihre Träume. Ich finde, Jules ist durch ihre starken Persönlichkeiten sehr inspirierend.
Auch schon hat noch einige Dinge aus seiner Vergangenheit nicht verarbeitet. Er ist sehr ehrlich, beschützend und besitzergreifend. Seine charakterliche Entwicklung im Laufe der Handlung konnte man sehr gut verfolgen.
Alles in allem hat mich das Buch angenehm überrascht und ich kann es kaum erwarten, den vierten und somit letzten Teil zu lesen. - Naomi Novik
Das dunkle Herz des Waldes
(550)Aktuelle Rezension von: MetalfischchenHandlung:
Ein mächtiger Magier beschützt eine von Polen und der Renaissance inspirierte Fantasy-Welt vor einem bösartigen Wald. Aus unbekannten Gründen entführt der Magier, der Drache genannt, alle 10 Jahre ein siebzehnjähriges Mädchen in seinen Turm. Die Mädchen tauchen nach jeweils 10 Jahren zwar unbeschadet, gebildet und reich, aber komplett entfremdet wieder auf. Der englische Originaltitel «uprooted» (= entwurzelt) passt besser als der etwas vorgreifende deutsche Titel.
Der Wildfang Agnieszka gehört einem dieser «verfluchten» Mädchen-Jahrgänge an, rechnet aber nicht damit, vom Magier ausgewählt zu werden. Wenig überraschend geschieht dann genau das, aber Agnieszka nimmt wider Erwarten eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Wald ein.
Meinung:
Es hat ein paar duzend Seiten gebraucht, bevor ich mich begeistern konnte, dann aber so richtig.
Die Antiheldin: «Ich bin nichts Besonderes und unwahrscheinlich tollpatschig, trotzdem bin ich die Auserwählte»
Der Antiheld: «Ich bin düster und missmutig, aber eigentlich nur verletzt und tief im Innern Gut»
Als ich mich tiefer in der Story befand und sich die beiden Hauptfiguren besser kannten, hat sich mein Frust über diese Klischees gelegt, und mir hat die Dynamik zwischen den beiden, aber auch zwischen anderen Charakteren, schliesslich sogar aussergewöhnlich gut gefallen.
Die Anziehung zwischen den beiden Hauptfiguren, aber auch die Innige Beziehung zwischen Agnieszka und ihrer Kindheits-Freundin Kasia, hat mich richtig gerührt und mich mehr als alles andere zum Weiterlesen angespornt.
Wie bei vielen Romanen fand ich es merkwürdig, dass die Protagonistin eine 17-Jährige darstellen soll, dann aber die emotionale Reife einer Frau mittleren Alters besitzt. Das ist aber leider gang und gäbe in der Fantasy-Welt. Dass der Magier über hundert Jahre alt ist, macht die romantische Entwicklung zwischen den beiden halt auch nicht besser – auch hier: leider nichts Neues in der Roman-Welt.
Trotz des tiefen Alters der Protagonistin würde ich das Buch der Erwachsenenliteratur zuordnen. Es passieren teils sehr brutale Dinge (Kriegsgeschehen, Mordanschläge, versuchte Vergewaltigung), aber man hält eine gewisse Distanz oder es kommt dann doch nicht zum Schlimmsten. Es handelt sich nicht um voyeuristischen Splatter oder um «Smut». Es gibt aber zwei kurze, dafür sehr erotische Stellen im dicken Schunken.
Ich war überrascht, dass die Handlung dann doch aktionsgeladener war, als es der Anfang hätte vermuten lassen, und die Hauptstadt des Landes eine ebenso grosse Rolle gespielt hat wie der Turm des Magiers und der Dunkle Wald.
Trotz der Macken war ich beim Zuklappen dann doch sehr zufrieden. Ich habe mir vom Cover eine Art verspieltes aber düsteres Märchen erhofft, und diese Erwartung wurde erfüllt. Wer auf Waldhexen und Verwunschenes steht, kommt besonders auf seine Kosten.
Ich finde es richtig schade, dass die Story abgeschlossen ist und wohl auch keine Fortsetzung zu erwarten ist, denn die Welt und ihre Bewohner sind mir ans Herz gewachsen.
Für mich eine absolute Wiederentdeckung der Autorin, nachdem ich Jahre zuvor als Teenie die ersten Bände der Temeraire-Serie gelesen habe.
- C.C. Hunter
Shadow Falls Camp - Erwählt in tiefster Nacht
(1.081)Aktuelle Rezension von: SabrysbluntbooksBand 5 der Shadow Falls Camp und das Finale der Reihe.
Das Buch geht in gleichem Stil weiter, es gibt weiterhin viel Gefühlschaos zwischen zwei Jungs, wobei sie langsam mehr Klarheit gewinnt, dazu kommt dass sie mehr über sich erfahren hat und versucht ihre neuen Gaben besser zu kontrollieren. Es gab ein wenig von allem und war sehr unterhaltsam und spannend gestaltet. Zum Schluss kam dann noch etwas Action und ein gutes Happy End.
Für mich eine Tolle Jugendbuch Reihe die zwar im Internat oder einer Art Internat spielt, jedoch nicht klassisch für diese Geschichten steht, denn obwohl man einige Dramen um ihr Liebesleben hat, hat die Autorin auf nervige zickige Nebencharaktere verzichtet was für mich die Reihe umso besser gemacht hat. Der Fantasy Anteil war auch gut, nicht zu schwer und doch vorhanden und doch was neues indem sie eine spezielle Spezies erschaffen hat. Der fliessende Schreibstil hat mich einfach weiterlesen lassen, sodass ich die 5 Bände durchgesuchtet habe :) Ich kann es aber nur empfehlen diese durchzulesen, denn die Geschichte geht jeweils weiter ohne grosse Wiederholungen
Für alle die gerne Jugendbücher im Urban-Fantasy-Stil mögen
- Claire Douglas
Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit
(113)Aktuelle Rezension von: _juliadventuress_Wie erwartet, ein spannender Thriller mit unvorhersehbaren Wendungen.
Der Einstieg war etwas holprig, weil einige Dinge nicht auf Anhieb verständlich waren, aber dann fügten sich die Puzzleteile und es wurde noch sehr gut umgesetzt. Zum Ende gibt's noch mal einen 😳😨 Moment.
Clair Douglas hat es wieder mal geschafft einen packenden Thriller zu schreiben.
- Carmen Korn
Töchter einer neuen Zeit
(237)Aktuelle Rezension von: luckytimmiHenny und Käthe sind Freundinnen und wohnen in Hamburg. Beide beginnen nach dem Ende des 1. Weltkrieges eine Hebammenausbildung. Wir begleiten die beiden nun durch ihre Ausbildung bis zu ihrer Festanstellung, durch Freundschaft, Liebe und Trauer und durch die Kriegsjahre. Weitere wichtige Personen sind die zwei Freundinnen Lina und Ida, aber auch deren Partner und Familien spielen immer wieder eine wichtige Rolle…
Die Kapitel des Buches tragen als Überschrift immer einen Monat und eine Jahreszahl. Die Geschichte spielt in einem Zeitraum von ca. 30 Jahren, wobei manche Kapitel ein halbes Jahr später als das vorherige spielen, dann gibt es aber auch wieder große Zeitsprünge von mehreren Jahren.
Die Kapitel waren recht lang, doch wiederum in kurze Abschnitte eingeteilt, mit einem ständigen Wechsel der Personen.Der Schreibstil ist etwas gestelzt und altmodisch, manchmal auch sehr hamburgerisch, musste man sich dran gewöhnen, dann hatte man irgendwann den Eindruck, man schaut einen alten Film von damals.
Fazit:
Da ich schon einmal ein Buch von Carmen Korn gelesen hatte, freute ich mich eigentlich auf das Buch, aber der Schreibstil hat meine Lesefreude dann erstmal etwas gedämpft. Aber je weiter ich in dem Buch vorankam, desto mehr hat es mich dann doch gepackt; die Geschichten aus den Weltkriegen sind halt doch immer wieder aufwühlend. Ich vergebe 4 Sterne und habe doch wieder Lust auf Band 2.
- Claire Douglas
Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
(266)Aktuelle Rezension von: Deborah-N-MaySolider Thriller mit guter, düsterer Grundstimmung und einem interessanten Thema. Die Atmosphäre ist durchgehend beklemmend und trägt die Geschichte.
Allerdings kein Pageturner: Die Handlung entwickelt sich eher ruhig und bleibt spannungsmäßig im Mittelfeld. Die Figuren sind okay, bleiben aber emotional etwas auf Distanz.
Insgesamt gut lesbar und unterhaltsam, aber nicht besonders mitreißend oder nachhaltig. Ein solides Buch – mehr aber auch nicht.
- Geneva Lee
Now and Forever - Weil ich dich liebe
(207)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaAngefangen hat die Geschichte von Jillian und Liam wirklich gut und der Schreibstil ist auch super, sehr angenehm und flüssig zu lesen. Allerdings wurde es zwischendrin teilweise etwas sehr trivial, noch immer mit teilweise sehr schönen Szenen, aber nicht wirklich packend.
Vor allem hatte ich erwartet, dass die Geschichte sehr emotional werden würde, sehr romantisch und dramatisch, aber das blieb leider größtenteils aus. Dafür gibt es ziemlich viel typisches Beziehungs-Hin und Her, erstaunlich viel Sex und einiges Palaver zwischen Jill und ihrer Mutter Tara. Auch konnte ich mit dem Kurs in der Uni so gar nichts anfangen, fand das ganze Thema recht unrealistisch. Gibt es solche Kurse wirklich an ernstzunehmenden Unis in Amerika? Gefehlt hat mir ebenfalls, dass man mehr über Jills Krankheit erfährt. Diese ist zwar mal etwas, wovon ich in dem Zusammenhang noch nichts gelesen habe, was ich auch richtig gut fand, allerdings wurde diese immer wieder nur angedeutet, bevor sie erst gegen Ende wirklich zum Tragen kam und dann gab es natürlich erst einmal wieder das typische Drama. Schön fand ich aber durchaus die Beziehung zwischen Jill und Liam, vor allem, dass er so ein lieber Typ und sehr geduldig mit ihr ist. Auch die Freundschaft zwischen Jill, Jess und Cassie war echt süß. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht so richtig in ihren Bann ziehen.
Im Großen und Ganzen war die Geschichte also nicht ganz das, was ich erwartet hatte, weshalb ich auch etwas enttäuscht bin. Dennoch war sie relativ unterhaltsam, ließ sich leicht weglesen und vor allem Liam war als Charakter echt süß, wohingegen mich Jillian teilweise etwas genervt hat. Trotzdem will ich die Trilogie weiterlesen und bin schon gespannt auf die Liebesgeschichte von Jess und Roman.
- Nele Neuhaus
Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
(327)Aktuelle Rezension von: ArgoniaDas Buch konnte mich leider nicht durchgehend überzeugen. Vor allem der Mittelteil war sehr langatmig und dadurch schwer flüssig zu lesen. Die Handlung wirkte stellenweise unnötig kompliziert, ohne dass dies die Spannung erhöht hat.
Auch die Darstellung der Polizeiarbeit hat mich nicht vollständig überzeugt. Obwohl die Autorin für ihre Recherche gelobt wird, erschienen einige Fakten und Abläufe auf mich eher unrealistisch.
Der Schluss wird wieder deutlich spannender, zieht sich an manchen Stellen aber ebenfalls etwas in die Länge. Insgesamt ist das Ende jedoch gelungen.
Positiv hervorzuheben sind das sehr schöne Cover und die interessante Grundidee. Allerdings gibt es einen weiteren Minuspunkt für die sehr kleine Schrift im Taschenbuch, die das Lesen erschwert.
Fazit: Eine Geschichte mit Potenzial und einem spannenden Ende, die durch einige Längen, teilweise wenig glaubwürdige Details und die kleine Schrift leider an Lesefreude verliert. Den vierten Stern gibt es eigentlich nur dafür, dass ich mich doch irgendwie dazu motivieren konnte, weiter zu lesen, um das Ende zu erfahren.
- Elena Ferrante
Die Geschichte des verlorenen Kindes − Reife und Alter (Neapolitanische Saga 4)
(239)Aktuelle Rezension von: Alina35Die Geschichte des verlorenen Kindes ist ein grandioser Abschluss der Neapolitanischen Saga. Ferrante erzählt mit einer beeindruckenden Intensität, wie sich Elenas und Lilas Wege erneut kreuzen – voller Nähe, Schmerz, Rivalität und unausgesprochener Verbundenheit. Die emotionalen Höhen und Tiefen treffen mitten ins Herz, und die Darstellung Neapels wirkt so lebendig wie nie. Dieser Band ist roh, klug und zutiefst menschlich – ein Finale, das lange nachhallt.
- Elena Ferrante
Die Geschichte der getrennten Wege − Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3)
(281)Aktuelle Rezension von: EgataDie Protagonistinnen werden älter, die Themen politischer, Studentenunruhen, Feminismus, Straßenkämpfe. Nun ist Elena unglücklich mit Kindern und Haushalt, hat aber keine finanziellen Sorgen und gibt ein Buch heraus. Lila arbeitet in einer Fabrik, hier zeigt sich der Kontrast zwischen Oberschicht und schlimmer Armut, wie er für ganz Italien galt.
Großartig erzählt die Autorin von den siebziger Jahren in Italien und verknüpft soziale und politische Themen mit den beiden persönlichen Lebensgeschichten. Starke Gefühle, intensive Bilder. Alles hautnah zum Miterleben.























