Bücher mit dem Tag "friaul"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "friaul" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Eiskalte Hölle (ISBN: 9783328104056)
    Ilaria Tuti

    Eiskalte Hölle

     (26)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    …stehe  ich diesem Thriller gegenüber. Auf der einen Seite waren mir viele Szenen zu direkt, zu brutal, zu genau beschrieben. Auf der anderen Seite aber zog sich das in die Länge und war nicht wirklich spannend.

    Rückblenden in das Jahr 1978 zu einem Haus, von dem mir anfangs nicht ganz klar war, was das nun genau war und wer hier unter wohl entsetzlichen Bedingungen „versorgt“ wurde, zeigen dann irgendwann auf, dass die aktuellen Fälle etwas damit zu tun haben müssen.

    Die Ermittlerin Teresa Battaglia ist selber etwas seltsam und der neue Kollege Massimo bekommt das auch sehr deutlich zu spüren. Auch hier waren meine Gefühle doch etwas arg gespalten – kann man so, darf man so sein? Und was daran ist genial ? Weil  Teresa selber mit Dämonen zu kämpfen hat und sich daher in den Täter hinein versetzen kann ?

    Irgendwie – Ihr merkt es schon – kann ich mich nicht recht entschließen zu einer Empfehlung. Am besten lest Ihr das selber und macht Euch Euer eigenes Bild !

     

  2. Cover des Buches Sehnsucht Italien (ISBN: 9783844525557)
    Andreas Pehl

    Sehnsucht Italien

     (14)
    Aktuelle Rezension von: EvelynM
    Die akustische Reise „Sehnsucht Italien“ führt den Hörer von Venetien im Norden über Florenz, Rom und Neapel bis weit in den Süden auf die Insel Sizilien, begleitet von Hintergrundgeräuschen, Musik oder den Stimmen von Italiener/innen, garniert mit Kochrezepten und kleinen Anekdoten. Abseits der Tourismusströme kann man sowohl in die italienische Kultur als auch die kulinarischen Genüsse den herrlichen Landes eintauchen. Die ganz unterschiedliche Gestaltung der Geschichten und Stimmen machen das Hören sehr abwechslungsreich und besonders interessant. Der Hörer sollte die Reise allerdings in kleinen Abschnitten genießen, um sich die Landschaft, die Menschen, die Städte und Dörfer und auch die Gerüche vergegenwärtigen zu können. Zudem schweifen die Gedanken sonst gerne ab und man überhört die eine oder andere Begebenheit. Durch „Sehnsucht Italien“ werden vergangene Epochen lebendig, Geschichte neu entdeckt und das dolce vita kommt auch nicht zu kurz. Ich bin begeistert von dem ausführlichen Bericht über das „Casa Verdi“ – die Idee, einen Altersruhesitz für Künstler (Sänger/innen, Musiker/innen, Komponisten) zu schaffen, finde ich wunderbar. So bleibt nicht nur das Andenken an Verdi erhalten, sondern die „pensionierten“ Künstler/innen können ihren Erfahrungsschatz auch an die Studierenden weitergeben. Bei der Reportage über Friaul und Piemont ist mir das Wasser im Munde zusammengelaufen, als ich von den vielen Leckereien und nicht zuletzt vom Wein hörte. Mit den Geschichten um Don Camillo und Peppone von Guareschi bin ich aufgewachsen. Als Kind habe ich diese alten Schwarzweißfilme gerne gesehen und über die ständigen Streitereien zwischen den beiden Italienern herzhaft gelacht - ist mir doch durch meine italienische Verwandtschaft das Temperament der Südländer wohl bekannt. Ich möchte nicht alle Geschichten und Stationen vorwegnehmen und schließe nun mit meiner Meinung zum Hörbuch ab. Das Hörbuch „Sehnsucht Italien“ ist mein erster akustischer Reise- und Geschichtsführer überhaupt und hat mir sehr gut gefallen. Ich bin überrascht, dass es möglich ist, nur durch das Hören einen Eindruck von einem „fremden“ Land zu bekommen. Gut, ich war schon in Venedig und Florenz, in Südtirol habe ich bereits als Kind so manchen Berg erklommen und ich bin im Lago Maggiore geschwommen und habe den Gardasee entdeckt – doch das sind nur Bruchstücke dieses wunderbaren, abwechslungsreichen Landes. Mit geschlossenen Augen habe ich den teils spannenden und mir völlig unbekannten Themen gelauscht. Die kleine Broschüre und die Landkarte runden den Hörgenuss wunderbar ab. Die nummerierte Landkarte hilft, die Orientierung nicht zu verlieren und sich in den Regionen zurechtzufinden. Zum Schluss ist sie da: die Sehnsucht nach Italien!
  3. Cover des Buches Karnische Hochzeit (ISBN: 9783222134951)
    Reinhard Czar

    Karnische Hochzeit

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Die beiden Kommissare Claudio Camilieri und Giuseppe Forza sind Kollegen, und deren Partnerinnen haben sich ebenfalls bei ihrem letzten Fall kennengelernt. Nun wollen sie eine Doppelhochzeit feiern in dem ansprechenden Kurort Arta Terme im Friaul. Doch kurz davor wird eine Leiche in der Therme aufgefunden, und die beiden sind prompt parat und wieder in ihrem Arbeitsrausch. Sie ermitteln mit, obwohl es Sache der örtlichen Polizei ist. Sie bewegen sich sogar noch zu den römischen Ausgrabungsstätten nach Aquileia und Grado, ganz zum Verdruss ihrer Bräute. Wird es die Hochzeiten noch geben?
    Dieser humorvolle Regionalkrimi spielt unter der Sonne Italiens, und die italienische Atmosphäre mit ihrer Stimmung kommt wunderbar zum Ausdruck. Sei es durch die gemächliche Art der Protagonisten und der italienischen Familie, allen voran Mamma Forza, der Darstellung der Umgegend und auch der kulinarischen Genüsse. Dabei bleibt der Krimi ganz unblutig, und man wird trotzdem gut unterhalten. Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt, was zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, ebenso der Schreibstil, aber dann liest es sich flott weg, und man kann auch oft über die sympathischen Figuren schmunzeln. Es bleibt spannend bis zum Schluss, ob denn diese Hochzeiten nun stattfinden.
  4. Cover des Buches Lost Places in der Alpen-Adria-Region (ISBN: 9783222136818)
    Georg Lux

    Lost Places in der Alpen-Adria-Region

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M

    Verlassene Orte strahlen auf verschiedene Menschen ganz verschieden aus. Meistens meidet man sie, weil sie nicht mehr schön aussehen und den Geruch von Verfall und Zerstörung aussenden. Allerdings gibt es Zeitgenossen, die aus verschiedenen Gründen solche Orte mögen. Die eine Sorte von ihnen sucht die Zerstörung, weil sie sich dort ungestraft austoben kann. Was zerstört ist, kann man dann richtig verwüsten. Bei manchen Menschen scheint das große Glücksgefühle zu entfachen. Für die andere Sorte geht es nicht um Zerstörung, sondern um etwas Besonderes, was immer das auch ist. Verstanden habe ich es nicht. Es scheint jedoch irgendeine seltsame Mischung aus Abenteuerlust und Lust am Verfall zu sein, vielleicht gemischt mit einer seltsamen Phantasie, die sich ausmalt, wie es früher an solchen Orten gewesen sein mag, denn oft sind verlassene Orte noch voller Relikte aus der Vergangenheit.

    Die Autoren dieses Buches haben dazu unfassbar viele solche Orte in Kärnten, Friaul (Italien), Slowenien und Kroatien gefunden und besucht. Das Gebiet gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zum Teil zu Österreich-Ungarn. Spurensuche gegen das Vergessen nennen sie ihr Vorhaben. Doch dieses Vergessen kann man nicht verhindern, selbst wenn man es mit viel Energie anstrebt. Denn so etwas kostet Geld und ist selten gewinnbringend. Beispielsweise kann man eine alte Stärkefabrik, die einst die ganze Welt belieferte und nun vor sich hin verrottet, nicht als Museum umgestalten, auch wenn man es wollte. Das rechnet sich nicht, weil es kaum jemand interessiert. Auch verlassene Stadien werden irgendwann als Grund umgenutzt werden, dazu ist der nämlich in Städten einfach zu kostbar.

    Seine Abenteuerlust kann man dann an vielen anderen in diesem Buch empfohlenen Stellen ausleben, etwa in gefluteten Bergwerksstollen, verlassenen Dörfern oder ähnlichen Objekten, von denen es in diesem Buch nicht wenige zu bestaunen gibt. Sogar "Lost Water" ist darunter, ein See in Slowenien, der sich manchmal auf viele Quadratkilometer ausdehnt, um anschließend wieder völlig zu verschwinden. Das tut er seit Jahrhunderten. Leider habe ich den Ausführungen der Autoren nicht entnehmen können, wie das wirklich funktioniert. Sie erklären zwar den Abfluss, aber nicht den Zulauf und auch nicht den seltsamen Rhythmus dieses Sees.

    Schließlich enthält das Buch nicht nur die Beschreibungen der verlassenen Orte, sondern auch Empfehlungen in der Nähe, wenn man nicht nur den Verfall bestaunen möchte.

    Für Liebhaber solcher verlassenen Orte birgt das Buch viel Stoff, anderen wird es nur Gleichgültigkeit entlocken. Meine Bewertung richtet sich an die Liebhaber solcher Orte.

  5. Cover des Buches Der Akazienwald: Erzählung (ISBN: 9783851290141)
    Fulvio Tomizza

    Der Akazienwald: Erzählung

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Im Schatten der Zypressen (ISBN: 9783740802875)
    Andrea Süssenbacher

    Im Schatten der Zypressen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Im Schatten der Zypressen  -   Andrea Süssenbacher

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Ein rasanter Krimi im Kunstmilieu vor malerischer Kulisse.

    Im verträumten Friaul-Städtchen Cormòns wird Schriftstellerin Alexandra Hüttenstätter entführt. Im Tausch für ihre Freiheit fordern die Kidnapper ihren ehemaligen Geliebten, den Kunstdieb Angelo, als Geisel. Doch Alexandra gelingt es, zu entkommen – und sich an die Fersen ihrer Peiniger zu heften. Gemeinsam mit Kommissar Medeot und Angelo begibt sie sich tief in die Schattenwelt der norditalienischen Kunstszene – und auf die Jagd nach einem legendenumwobenen Phantom.

    Mein Leseeindruck:

    Wow.... super spannend... nein! Mehr als spannend und fesselnd. Genau so muss ein toller Krimi sein. Und die wunderbare Kulisse des Städchen Cormons in faszinierenden Italien passt mehr als gut dazu. (Reisegefühle und Fernweh inclusive).

    Für mich ein wunderbar aufgebauter und sehr schön geschriebener Krimi der Autorin Andrea Süssenbacher, die bereits mit Tod und Amore einen ebenso tollen Italienkrimi vorgelegt hat.

    Beide Bücher sind übrigens aus meinem Lieblingskrimi-Verlag - dem Emons-Verlag im wunderbaren Köln.

    Im Schatten der Zypressen besticht durch eine tolle und spannende Handlung, einem wunderbaren Schreibstil der Autorin und ein aufregendes Ende. Schade wenn man dann einen so tollen Krimi am Ende zuklappen muss, da man am Schluss angekommen ist.

    Fazit:

    Ich bin begeistert! Kann dieses Buch nur jedem interessieren Krimi-und Italien-Fan ans Herz legen.

    Es hat mir sehr viele schöne Lesestunden beschert und ich freue mich schon (hoffentlich bald) auf ein neues Leseabenteuer in Italien.

    Von mir gibt es für den Krimi und die Autorin natürlich ein dickes Lob und sehr gerne von Herzen 5 Sterne *****

    Unbedingt lesen!!!

  7. Cover des Buches Einfach. Gut (ISBN: 9783853786123)
    Erwin Steinhauer

    Einfach. Gut

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Tod und Amore (ISBN: 9783740800819)
    Andrea Süssenbacher

    Tod und Amore

     (16)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "Tod und Amore" heißt das Krimidebüt von Andrea Süssenbacher, das im Emons Verlag erscheint.


    Schriftstellerin Alexandra zieht sich in das malerische Dörfchen Cormòns im Friaul zurück. Die junge Frau, die vorher in ihrer Wohnung gewohnt hat, wird getötet und plötzlich steht Alex unter Mordverdacht. Will ihr hier jemand ein Verbrechen unterschieben? Der Fund eines mysteriösen Amuletts bringt Alex auf eine Spur, die
    sie gemeinsam mit dem charmanten Kunstdieb Angela auf eine abenteuerliche Jagd von Venedig bis Triest führt.


    Die Autorin startet ihren Krimi mit einem tollen Prolog, der sehr detailliert und für einen Krimi mit etwas pathetisch wirkenden Worten formuliert ist. Immer mal wieder blitzen diese Worthülsen durch die ansonsten eher rasante Krimihandlung hindurch, wenn die Autorin Schauplätze oder Stimmungen so bildhaft genau schildert, dass man meint, sie selbst vor Augen zu haben. Auch wenn ich diesen schönen Schreibstil mag, so kommt er mir doch für einen Krimi etwas untypisch vor.

    Der Krimi spaltet sich in zwei Handlungsebenen auf, die sich kapitelweise abwechseln und so den Spannungsbogen kontinuierlich steigern. Mal geht es um Alex und ihre irre Jagd durchs Friaul und dann begleitet man den Commissario bei seinen Ermittlungen. Durch diese direkte Nähe zu den Protagonisten gewinnt die Story an Spannung und nötigem Schwung.
    Alex und Angelo werden als flüchtige Tatverdächtige von der Polizei verfolgt, doch es gibt scheinbar auch noch andere Verfolger, die ihnen nach dem Leben trachten. Oder sind die Verfolger korrupte Beamte? Bei dieser spannenden Jagd geht es teilweise um Leben und Tod und man bangt als Leser richtig mit. Schon fast thrillerartig geht es hier zur Sache und Lesepausen möchte man nur höchst ungern einlegen, denn die aktionsgeladenen Szenen bei Autoverfolgungen oder durch unterirdische Tunnel sind einfach absolut fesselnd.


    Die Story spielt im Friaul, spürbar durchdringt das traumhaft schön geschilderte italienische Flair die gesamte Handlung auf allen Ebenen.
    Das bewirken auch die häufig eingebauten italienischen Dialoge, sie bringen mit der wohlklingenden Sprache das Temperament und die authentische Geräuschkulisse mit. Sprachliche Verständigungs-Probleme sollte es keine geben, denn entweder werden die Sätze übersetzt oder die Bedeutung ergibt sich aus dem Inhalt heraus.

    Die Charaktere sind zahlenmäßig gut überschaubar und differenziert gezeichnet. Alexandra kommt als etwas chaotische Autorin daher, doch für eine Mörderin hält man sie nun wirklich nicht. Daher fiebert man umso mehr mit, dass ihr ihre Flucht bzw. die Täterjagd erfolgreich und unbeschadet gelingt.
    Angelo ist ein verurteilter Kunstdieb, ein gut aussehender Adonis, der dem Krimi genügend Amore-Potenzial gibt, sodass die Handlung nicht zu krimilastig gerät.

    Die Thematik um den sagenumwobenen Casanova und seine Frauengeschichten hat Andrea Süssenbacher geschickt in ihren Krimi eingebaut und neben interessanten Einblicken sorgt besonders sein Herz in Form eines Amuletts für aufregende Erkenntnisse.
    Ein ganz spezieller Code wird meiner Meinung nach jedoch etwas sehr flott und einfach entschlüsselt, hier fehlte mir persönlich das nötige Insiderwissen und ich wurde vor vollendete Tatsachen gesetzt. Hier hätte ich gern selbst ein wenig mitgeraten.



    "Tod und Amore" bietet spürbares italienisches Flair, eine logische Story mit rasanten Verfolgungsjagden und gefährlichen Überfällen und ist einfach ein gelungener abenteuerlicher Krimi. Von dieser Autorin hoffe ich bald wieder zu hören bzw. zu lesen.
  9. Cover des Buches Amado Mio. Unkeusche Handlungen (ISBN: 9783803124258)
    Pier P Pasolini

    Amado Mio. Unkeusche Handlungen

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Im Tal von Vajont (ISBN: 9783862200245)
    Mauro Corona

    Im Tal von Vajont

     (9)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Nachdem der Riemann Verlag im Jahr 2001 zwei Bücher des 1950 in einem Bergdorf im Friaul als Sohn von fahrenden Händlern geborenen Bildhauers, Bergsteigers und Schriftstellers Mauro Corona veröffentlicht hatte, war es in Deutschland lange still um einen bemerkenswerten Autor, dessen Bücher in Italien mittlerweile 1,5 Millionen mal verkauft wurden. Alle Geschichten, die er in seinen Bücher erzählt, die sich lesen wie die Gegend, in der er lebt, stammen ausschließlich aus dem abgelegenen Tal seiner Kindheit um Erto im Friaul. Das hier vorliegende, in Italien schon 2005 erschienene Buch beginnt er mit einer Einleitung, in der er berichtet, wie Ende November 2003 ein Mann in sein Bildhaueratelier in Erto kommt und ihm ein Manuskript seines Vaters übergibt, wohl in der Absicht, dass Corona es als Schriftsteller der Öffentlichkeit zugänglich macht. Nicht verwandt mit dem schon lange verstorbenen 1879 in Erto geborenen Verfasser seiner handschriftlichen Lebensaufzeichnungen, Severino Corona, übernimmt Mauro den Auftrag und hat bis auf die Korrektur offensichtlicher Fehler aus dem unveränderten Text einen Roman gemacht. Einen Roman, der handelt von einer Geschichte zwischen zwei Männern, die ein Leben lang Freunde zu sein glaubten, zwischen denen es aber zu einer verhängnisvollen Geschichte aus Schuld, Liebe und Gewalt kommt. Severino Corona, von Schuld- und Reuegefühlen zerfressen, hat sie in großer Hast in seinen letzten Lebensmonaten aufgeschrieben. Er beginnt mit seiner Kindheit, die er als Waisenjunge Ende des 19. Jahrhunderts verbringt. Es ist eine harte Kindheit in der kargen Umwelt einer Bergwelt mit einer ebenso schönen wie umbarmherzigen Natur. Lange eisige Winter wechseln sich mit extrem heißen Sommern ab. Die Menschen dort haben gelernt, mit ihren Lebensumständen zu recht zu kommen, aber sie haben ihren alten Aberglauben und ihren Argwohn mit ins neue, das 20. Jahrhundert mitgenommen. Im jugendlichen Alter lernt Severino den etwa gleichaltrigen Raggio kennen. Sie freunden sich an, ihre Freundschaft scheint so dick wie Blut. Irgendwann beschließen die beiden, etwas Neues zu wagen und eröffnen eine Käserei. Ihren Projekt ist großer Erfolg beschieden. Sie produzieren hervorragenden Käse und bieten den Bauern so in Zeiten hoher Milchproduktion ihrer Kühe eine willkommene Zusatzeinnahme. Doch bald schon legt sich ein Schatten über die Freundschaft der beiden, jedenfalls aus der Sicht von Severino. Denn die junge Frau von Raggio versucht sich an Severino heranzumachen und ihn zu verführen. Der zeigt sich zunächst standhaft, ahnt er doch, dass eine sexuelle Affäre mit Raggios Frau der Anfang vom Ende seiner Freundschaft zu ihm wäre. Die aber lässt sich locker, lauert ihm auf, zeigt ihm ihre Blöße und beschimpft ihn als einen Schlappschwanz, der es einer Frau nicht besorgen könnte. Völlig ihrer Triebhaftigkeit ausgeliefert, wird Severino eines Tages schwach, obwohl er doch genau weiß, dass er sich seinem Freund Raggio hätte öffnen und ihm die Wahrheit hätte sagen sollen. Doch wäre das nicht genauso das Ende ihrer Freundschaft gewesen? Und so entscheidet sich Raggio für die kurzfristige Lust. Einmal erfolgreich, will die triebhafte Frau Raggios immer mehr und verlangt von dem von Schuldgefühlen zerfressenen Severino, dass er ihren Mann tötet. Zino, wie Severino von allen genannt wird, weigert sich, gibt seinem Freund aber eines Tages eine zerstoßene Tollkirsche, von deren Verzehr Raggio nicht stirbt, aber seine Seele und sein Geist sind danach für immer dem Wahn verfallen. Die sexuellen Begegnungen mit Raggios Frau werden seltener, hören schließlich ganz auf, weil auch sie sich zu einer verschrobenen Persönlichkeit entwickelt. Was nicht aufhört bis zu seinem bitteren Ende, sind die Gefühle von Schuld und Verdammnis, die Zino quälen , bis er in der Niederschrift seiner verzweifelten Geschichten so etwas erhofft wie Vergebung. „Im Tal des Vajont“ ist ein bewegendes und erschütterndes Lebenszeugnis eines Mannes, dessen Verrat an seinem Freund sein ganzes Leben zerstört. Es führt den Leser in eine ebenso grausame wie schöne Bergwelt des Friaul, die auch heute noch etwas von der Einsamkeit ausstrahlt, in der die Menschen des 19.Jahrhunderts lebten. Es ist zu hoffen, dass der Graf Verlag nach diesem Buch der deutschsprachigen Öffentlichkeit noch weitere Bücher dieses Schriftstellers zugänglich macht.
  11. Cover des Buches Wo isst Österreich? 2011 (ISBN: 9783854315247)
    Christoph Wagner

    Wo isst Österreich? 2011

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Waldviertler
    Dieser praktische und informative Führer durch die gastronomische Landschaft Österreichs blickt auch auf die Umgebung: Auch Friaul, Istrien, Slowenien, Südtirol und Westungarn werden berücksichtigt. Insgesamt werden 1200 Restaurants vorgestellt, die als die besten österreichischen Wirtshäuser gelten. Die ansprechenden Abbildungen des Bandes sind wirklich gelungen und dazu geeignet, einem Leser und Betrachter Lust auf den Besuch von Restaurants und den Genuss empfohlener Speisen und Getränke zu machen. Auch Weinliebhaber kommen in diesem Buch auf ihre Kosten, werden doch dreihundert Weingüter vorgestellt. Empfehlenswert für Einheimische wie für Touristen.
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